Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 17387
Vorher
Anton Heggenstaller Vertriebs-GmbH
Eingetragen
11.11.1993
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus HolzHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus Holz
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Rund- und Schnittholz sowie Holzerzeugnissen, ferner Be- und Verarbeitung von Holz, Kunststoff und verwandten Werkstoffen, Herstellung von Holzerzeugnissen aller Art, insbesondere von Holzwerkstoffen, Paletten und Betonschalungsplatten, auch unter Verwendung von Kunststoff und Metall sowie deren Vertrieb in jeder Form.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Kainer
seit 29.1.2025
Geschäftsführer
Ingo Meitinger
seit 29.1.2025
Geschäftsführer
Leonhard Scherer
seit 14.3.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Pfeifer Holding GmbH
Austria
743.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfeifer Timber GmbH

Kühbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PFEIFER TIMBER GMBH, KÜHBACH

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pfeifer Timber GmbH vermarktet alle im Konzern hergestellten Warengruppen mit Ausnahme der Verpackungsholz- und Klotzprodukte, des Produktionsbereiches Biostrom sowie die Produkte aus der im Jahr 2023 erworbenen Pölkky Oy, FIN-Kuusamo. Im Jahr 2014 erfolgte eine konzernweite Harmonisierung der Vertriebsstrukturen. Die Verkaufsabwicklung für nachstehende Produktionsgesellschaften erfolgt mit obigen Ausnahmen ausschließlich über die Pfeifer Timber GmbH:

- Pfeifer Holz GmbH, D-Kühbach

- Pfeifer Holz Lauterbach GmbH, D-Lauterbach

- Pfeifer Holz GmbH & Co KG, A-Imst

- Pfeifer Holz Schlitz GmbH & Co KG, D-Schlitz

- Pfeifer Holz s.r.o., CZ-Chanovice

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa war nach Ende der Covid-Pandemie von hoher Inflation, hohen Energiepreisen und steigenden Zinsen gekennzeichnet und führte zu erheblichen, aber branchenspezifischen Verwerfungen. Wie bereits in der Covid-Pandemie wurden durch massive staatliche Hilfsprogramme die Folgen zwar kurzfristig und zum Teil abgefedert, die zunehmende Verschuldung der öffentlichen Haushalte wird uns aber langfristig begleiten. Eine Folge der hohen Inflation waren stark steigende Lohnabschlüsse. Die Vielzahl an Unsicherheitsfaktoren und gestiegenen Kosten führte zu erheblicher Zurückhaltung im Konsumverhalten, aber auch in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24.2.2022 wurde in Europa eine erhebliche Energiekrise mit extremen Preissteigerungen vor allem bei Strom und Gas, aber auch bei Erdöl ausgelöst. Mit den gegen Russland verhängten Sanktionspaketen waren sukzessive versiegende Warenströme in den Westen verbundenen. Aufgrund der Kriegshandlungen war die Ukraine als Lieferland stark beeinträchtigt und ein massiver Flüchtlingsstrom setzte ein. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs wurden im Jahr 2023 sukzessive beherrschbar, was zu einer allmählichen Beruhigung und schließlich zu einem beginnenden Rückgang von Energiepreisen und Inflation führte. Gegen Jahresende gab es erste Signale für eine Zinswende im ersten Halbjahr 2024.

Hinzu kam im Jahr 2023 die Gaza-Krise, welche die Situation im Nahen Osten äußerst instabil macht. Die Gefahren im Suezkanal führten zu Auswirkungen im internationalen Handel mit weiteren Transportwegen und steigenden Logistikkosten.

Unsere Branche und damit auch unser Unternehmen waren im ersten Quartal mit einer wieder besseren Nachfrage mit moderaten Preissteigerungen konfrontiert. Leider wurde dieser Trend aber bereits im 2. Quartal umgekehrt und setzte sich bis ins 4. Quartal fort, in dem es zu einer Stabilisierung und bei einigen Produktgruppen zu einer leichten Erholung kam. Tendenziell traf ein gegenüber den Vorjahren deutlich schwächerer Markt mit kurzfristig disponierenden, wenig Lager haltenden Kunden auf ein etwas zu hohes Angebot an Produkten. Diese Situation war auf nahezu allen Märkten zu sehen, in Europa wie in Übersee.

Generell war im Geschäftsjahr 2023 der Nachfragerückgang im privaten Sektor deutlich größer als im öffentlichen Bereich, welcher Investitionen in Infrastruktur weiterführte. Der Rückgang bei den Genehmigungszahlen im privaten Wohnbau setzte sich fort.

Die einzelnen Produktsegmente wiesen folgende Entwicklung auf:

Die Schnittholzmärkte waren im Jahr 2023 von einer wieder verbesserten Nachfrage im ersten Quartal gekennzeichnet, die sich aber bereits im 2. Quartal spürbar abgeschwächt, gegen Jahresende aber wieder stabilisiert hat. Die Schnittholzpreise verzeichneten zunächst eine moderate Aufwärtsbewegung, nach dem 1. Quartal kam es zu deutlichen Preisrücknahmen und gegen Jahresende zu einer Stabilisierung auf einem tiefen Niveau. Auf dem Rundholzmarkt setzte sich der im Vorjahr einsetzende Trend zu steigenden Preisen zunächst fort. Die Schadholzmengen nahmen insgesamt weiter ab. Das Preisniveau war zwar im weiteren Jahresverlauf sinkend, jedoch nicht so stark wie der Rückgang der Schnittholzpreise. Das Produktionsvolumen der Sägeindustrie war für die geringere Nachfrage zu hoch, was auf die Margen drückte.

Der Bereich Schalung entwickelte sich zweigeteilt. Nach einem starken ersten Quartal mit hohen Verkaufsmengen und leicht steigenden Preisen normalisierten sich die Mengen in der Folge auf einem ordentlichen Niveau, jedoch mit sukzessiv sinkenden Preisen, welche sich im vierten Quartal stabilisierten.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch im Bereich Holzbau. Brettschichtholz und Massivholzplatten zeigten im gesamten Jahresverlauf eine gute Nachfrage mit Preiserhöhungen in den ersten Monaten und spürbaren Preissenkungen in den Monaten danach. Kurzfristige Dispositionen der Kunden waren auf der Tagesordnung, Flexibilität und vorausschauende Lagerhaltung zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit gefordert. Beim Produkt CLT machten sich die erheblichen neuen Kapazitäten am Markt in Verbindung mit der etwas schwächeren Nachfrage bemerkbar. Das Preisniveau war hier im Jahresverlauf deutlich sinkend. Es konnte eine ähnliche Menge wie im Vorjahr am Markt platziert werden.

Die Absatzmärkte für Biobrennstoffprodukte (Pellets und Briketts) waren von einem preislichen Auf und Ab gekennzeichnet. Nach einem hohen Preisniveau Anfang des Jahres gingen die Preise stark zurück, um im Sommer kurzfristig fast wieder auf das Januar-Niveau zu steigen. Danach kam es aber wieder zu einem scharfen Preisverfall. Hier zeigen sich mehrere Effekte: die warmen Winter, das Sparen beim Heizen und die geringere Installation von neuen Heizkesseln aufgrund der Verunsicherung der Konsumenten führen zu einem Nachfragerückgang bzw. zumindest zu einem nur noch flachen Marktwachstum. Politische Eingriffe und Veränderungen in der Förderlandschaft beim Umstieg von fossilen auf nichtfossile Heizsysteme tragen ebenfalls zu dieser Situation bei.

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Gesamtumsatz betrug im Jahr 2023 TEUR 630.667 gegenüber TEUR 806.028 im Vorjahr, was einer Verringerung von -21,8 % entspricht.

Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Berichtsjahr wurden Anschaffungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr TEUR 6) getätigt.

Personal

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

31.12.2023 Vorjahr
Angestellte 71 66

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahrs

Keine

3. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Das Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 1.098 2,5 1.196 1,8 -98 -8,2
Vorräte 4.296 9,9 5.708 8,5 -1.412 -24,7
Forderungen 34.317 79,2 52.791 78,5 -18.474 -35,0
Flüssige Mittel 3.519 8,1 7.476 11,1 -3.957 -52,9
Rechnungsabgrenzung 92 0,2 75 0,1 17 -22,7
Summe Vermögen 43.322 100,0 67.246 100,0 23.924 -35,6
31.12.2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Kapital
Eigenkapital 8.039 18,6 7.344 10,9 695 9,5
Rückstellungen 4.238 9,8 4.073 6,1 165 4,1
Verbindlichkeiten 31.045 71,7 55.829 83,0 -24.784 -44,4
Summe Kapital 43.322 100,0 67.246 100,0 23.924 -35,6

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital) beträgt 18,6 % (Vorjahr 10,9 %).

Der Kapitalumschlag (Umsatz / Gesamtkapital) beträgt 14,6 (Vorjahr 12,0).

Finanzlage

Der Cashflow ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies resultiert aus dem gesunkenen Jahresüberschuss bei ebenfalls geringeren Abschreibungen.

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresüberschuss 695 1.798
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 268 396
Jahres-Cashflow 963 2.194

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 695 erzielt werden (Vorjahr TEUR 1.798). Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite (Jahresergebnis / Umsatz) von 0,11 % (Vorjahr 0,22 %) und eine Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis / Eigenkapital) von 8,65 % (Vorjahr 24,48 %).

Das Finanzergebnis enthält Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.126 (Vorjahr TEUR 293) und Zinserträge von TEUR 766 (Vorjahr TEUR 426).

Das positive Jahresergebnis resultiert hauptsächlich aus den vereinnahmten Margen des Handelsgeschäfts.

Der Rohertrag (Umsatz abzüglich Wareneinsatz) betrug TEUR 70.055 (Vorjahr TEUR 79.801).

III. Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Risiken und Chancen

Nach den von der Covid-Pandemie geprägten Jahren kam mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 ein weiteres Ereignis hinzu, welches die Einschätzung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2024, aber auch in den Folgejahren sehr unsicher macht. Die hohe Inflation verbunden mit steigenden Zinssätzen führte zu einer abgeschwächten Konjunktur mit Rezessionserscheinungen in vielen Ländern, vor allem in Europa. Die marktseitige Volatilität des Geschäftsverlaufs war mit flexiblen Schichtanpassungen verbunden. Umsatz, Jahresergebnis und Liquidität waren aufgrund des schwierigeren Branchenumfeldes schwächer als zuletzt. In der Ukraine-Krise gehen wir weiter von einem lokal begrenzten Krieg aus, wobei ein zeitnahes Ende derzeit nicht abzusehen ist. Die Energieabhängigkeit von Russland wird zu einem beschleunigten Umstieg auf Alternativen und zu weiterhin höheren Energiepreisen führen, wobei die schwächere Konjunktur hier zumindest kurzfristig eine gewisse Entspannung bringt. Die Inflation nähert sich, mit Ausnahmen von einzelnen Ländern, in der Eurozone dem Zielwert an. Die seit einiger Zeit erwarteten Zinssenkungen werden verzögert umgesetzt werden. Neben erheblichen Unsicherheiten gibt es aber auch Zeichen der Stabilisierung und Verbesserung von Rahmenbedingungen. Aufgrund geringerer Umsätze gehen wir von einer Ertragslage auf deutlich geringerem Niveau aus.

Unsere derzeitige Planung zeigt für das Jahr 2024 ein deutlich negatives Jahresergebnis, das unter dem Ergebnis 2023 liegen wird.

Der Markt für Holzprodukte hat sich nach einem guten Jahresstart ab März wieder abgekühlt. Die weltweite Baukonjunktur vor allem im Bereich des privaten Wohnbaus hat sich spürbar verlangsamt. Unsere Kunden fahren aufgrund der Preisvolatilität auf Sicht und halten in der Regel nur geringe Lagerbestände vor. Der Markt für Biobrennstoffe ist unverändert unter Druck mit weiter sinkenden Preisen. Unsere Prognosen wurden bisher teilweise nicht erreicht und die Aussichten für die nächsten Monate bleiben unsicher.

In Europa gehen wir von einem sehr moderaten Wachstum der Wirtschaft aus, welches bei einer substanziellen Reduktion oder gar Unterbrechung der Gasversorgung aus Russland gefährdet wäre, trotz in der Zwischenzeit ergriffener Gegenmaßnahmen. Die asiatischen Länder betrachten wir als interessante Absatzmärkte, vor allem China, welches allerdings noch nicht auf den wirtschaftlichen Wachstumspfad vergangener Jahre zurückgefunden hat. Der amerikanische Markt wird volatil, aber wichtig für die europäischen Exporteure bleiben und hat aufgrund der Ereignisse in Europa an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen, die Unsicherheit möglicher Handelsschranken ist aber geblieben.

Das Risiko von Behinderungen im weltweiten Warenverkehr durch Zollschranken, Embargos und lokale militärische Konflikte bleibt und damit auch die Gefahr, dass Exportmärkte wegfallen und der Druck auf die mitteleuropäischen Märkte steigt.

Nach dem Ende der Corona-Pandemie hat sich ein verändertes Konsumverhalten eingestellt. Die privaten Investitionen in den eigenen Wohnbereich wurden zugunsten der wieder geöffneten Bereiche Tourismus, Kultur und anderer Bereiche reduziert, was unser Geschäft negativ berührt. Der mit der Inflation und teilweise spekulativem Verhalten verbundene Preisanstieg bei vielen Produkten erhöhte die Ausgaben für den täglichen Bedarf und verteuerte Anschaffungen im eigenen Wohnbereich. Das Ende des Niedrigzinsniveaus und die steigende Inflation führen zu einer geringeren Nachfrage bei Immobilieninvestments im privaten Bereich, während der öffentliche Sektor vor allem in den Bereichen Infrastruktur und leistbarer Wohnbau großen Nachholbedarf hat und weiter investieren wird. Auch institutionelle Investoren haben Investitionen zurückgefahren. Die Energiewende und die Umstellung des Wirtschaftssystems auf mehr Nachhaltigkeit bringen weltweit neue Geschäftschancen. Kurzfristig haben wir daher mit Nachfragerückgängen zu rechnen, was direkt auf unsere Umsätze durchschlagen wird. Durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft würden wir auch länger andauernde Phasen eines Wirtschaftsabschwungs gut überstehen. Das Risiko einer länger anhaltenden Krise schätzen wir geringer ein als sich die daraus ergebenden Chancen.

IV. Risikomanagement und Risikokategorien der Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir, Ausfallrisiken bei Kundenforderungen gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

PFEIFER TIMBER GMBH, KÜHBACH

Registergericht: Augsburg

Registernummer: HRB 17387

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 945.455,00 1.185.764,00
945.455,00 1.185.764,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.138,00 10.555,00
152.138,00 10.555,00
1.097.593,00 1.196.319,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.295.580,70 5.707.586,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.846.239,86 22.644.721,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.415.736,34 15.643.122,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.054.930,46 14.503.724,22
34.316.906,66 52.791.568,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.519.501,10 7.475.672,86
42.131.988,46 65.974.826,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.530,47 74.637,34
43.322.111,93 67.245.783,30

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 743.000,00 743.000,00
II. Gewinnrücklagen
Satzungsmäßige Rücklagen 1.745.477,00 1.745.477,00
1.745.477,00 1.745.477,00
III. Gewinnvortrag 4.855.054,53 3.056.599,62
IV. Jahresüberschuss 695.285,05 1.798.454,91
8.038.816,58 7.343.531,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.620,00 21.603,00
2. Steuerrückstellungen 50.700,00 280.675,97
3. Sonstige Rückstellungen 4.162.927,48 3.771.215,92
4.238.247,48 4.073.494,89
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 903.511,42 1.330.877,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.502.947,52 2.435.824,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.309.423,39 50.241.875,71
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.329.165,54 1.820.178,80
- davon aus Steuern: 163.117,73 (Vorjahr: 64.424,88)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 78.925,17 (Vorjahr: 69.879,37)
31.045.047,87 55.828.756,88
43.322.111,93 67.245.783,30

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 630.667.394,87 806.028.320,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.275.325,26 6.770.964,33
- davon aus Währungsumrechnung: 1.099.190,06 (Vorjahr: 6.110.502,93)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -560.611.514,99 -726.227.606,31
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.787.427,48 -4.714.229,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.247.764,96 -1.054.191,75
- davon für Altersversorgung: 49.358,12 (Vorjahr: 36.543,94)
-6.035.192,44 -5.768.421,63
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -267.852,74 -396.140,82
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -63.656.058,73 -78.093.292,68
- davon aus Währungsumrechnung: -1.107.617,67 (Vorjahr: -4.581.671,51)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 765.689,56 425.958,23
- davon aus verbundenen Unternehmen: 559.393,34 (Vorjahr: 277.240,93)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.126.347,92 -292.617,06
- davon an verbundene Unternehmen: -7.236,77 (Vorjahr: -26.691,20)
- davon aus der Aufzinsung: -323,00 (Vorjahr: -640,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -316.157,82 -648.709,52
10. Ergebnis nach Steuern 695.285,05 1.798.454,91
11. Jahresüberschuss 695.285,05 1.798.454,91

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PFEIFER TIMBER GMBH, KÜHBACH

I. Bilanzierungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode.

Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer sofort voll abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In Fremdwährung eingegangene Forderungen bzw. Verbindlichkeiten wurden mit dem Tageskurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Zum Abschlussstichtag wurden die Fremdwährungsposten mit dem Euroreferenzkurs bewertet. Bei der Bewertung am Abschlussstichtag wurde das Niederstwertprinzip beachtet sofern die Restlaufzeit der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt.

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am GJ-Anfang Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am GJ-Ende
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen, Konzessionen und ähnliche Rechte 3.407.695,63 0,00 0,00 0,00 3.407.695,63
Summe Sachanlagen 3.407.695,63 0,00 0,00 0,00 3.407.695,63
Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.503,46 169.126,74 26.297,00 0,00 217.333,20
Summe 74.503,46 169.126,74 26.297,00 0,00 217.333,20
GESAMT 3.482.199,09 169.126,74 26.297,00 0,00 3.625.028,83
Abschreibungen
Stand am GJ-Anfang Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am GJ-Ende
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen, Konzessionen und ähnliche Rechte 2.221.931,63 240.309,00 0,00 0,00 2.462.240,63
Summe Sachanlagen 2.221.931,63 240.309,00 0,00 0,00 2.462.240,63
Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.948,46 27.543,74 26.297,00 0,00 65.195,20
Summe 63.948,46 27.543,74 26.297,00 0,00 65.195,20
GESAMT 2.285.880,09 267.852,74 26.297,00 0,00 2.527.435,83
Buchwerte
Stand am GJ-Ende Stand am GJ-Anfang
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen, Konzessionen und ähnliche Rechte 945.455,00 1.185.764,00
Summe Sachanlagen 945.455,00 1.185.764,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.138,00 10.555,00
Summe 152.138,00 10.555,00
GESAMT 1.097.593,00 1.196.319,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 8.740.422,15 (Vorjahr EUR 15.416.390,05) enthalten.

3. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung 239

4. Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode nach IAS 19 auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,82 v.H. und der Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck ("Richttafeln 2018 G"). Als Rententrend wurden 1,78 v.H. angesetzt.

Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde gemäß der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren angenommen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt sich wie folgt:

31.12.2023
EUR
Rückstellung bei Durchschnittszinssatz aus 10 Jahren 24.620
Rückstellung bei Durchschnittszinssatz aus 7 Jahren 24.859
Differenz 239

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalaufwendungen 1.175 1.370
Nachlässe, Boni 1.652 1.528
Ausgangsfrachten 1.225 797
Sonstiges 111 76
4.163 3.771

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, ebenso im Vorjahr.

Im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 254.497,34 (Vorjahr EUR 1.744.407,09) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
nach Tätigkeiten
Schnittholz/Hobelware 239.945 343.873
Restholz (Pellets/Briketts/Hackgut) 161.121 201.742
Schalung 105.608 126.180
Holzbau 135.130 148.611
Sonstiges 3.092 3.202
Skonto und Bonus -14.229 -17.580
630.667 806.028
nach geographischen Märkten
Inland 223.070 282.591
Ausland 407.597 523.437
630.667 806.028

V. Sonstige Angaben

1. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen im Rahmen des Factorings in Höhe von TEUR 29.338,2 (Vorjahr TEUR 25.534,6) veräußert, welche in Höhe von 28.337,4 (Vorjahr TEUR 22.809,9) bevorschusst sind.

2. Angaben zu Geschäftsführungsorganen

Im Berichtsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Michael Pfeifer, Geschäftsführer Vertrieb

Mag. Josef Dringel, Geschäftsführer Gesamtunternehmen

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt:

2023 Vorjahr
Angestellte 71 66

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Honorar für den Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 11,6 und für sonstige Leistungen TEUR 0,4.

5. Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Mutterunternehmen des Konzerns ist die Pfeifer Holding GmbH mit Sitz in Imst (Österreich). Für das Geschäftsjahr 2023 wird von der Pfeifer Holding GmbH als Konzernobergesellschaft ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgestellt, der im österreichischen Firmenbuch veröffentlicht wird.

 

Kühbach, den 25. April 2024

gez. Michael Pfeifer, Geschäftsführer

gez. Mag. Josef Dringel, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfeifer Timber GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfeifer Timber GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfeifer Timber GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

München, 23. Mai 2024

Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte

Metzler, Wirtschaftsprüfer

Rothbächer, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 15.10.2024 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn einen Betrag von EUR 4.000.000,00 auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 15.10.2024 festgestellt.

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