Agrargenossenschaft Bucha eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Buchte seit 2.5.2025 | Vorstandsmitglied |
Caroline Kunze-Wehlte seit 2.5.2018 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 44.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agrargenossenschaft Bucha eGBuchaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Geschäftsverlauf Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Jahr 2023 war nicht nur witterungsbedingt wieder ein Jahr mit Extremen. Laut dem agrarmeteorologischen Messnetz des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) war das Jahr 2023 im Mittel aller 24 thüringenweit aufgestellten Messstationen wiederum zu warm. Im Vergleich zum vieljährigen Mittel (1991 bis 2020) war 2023 um 1,6°C wärmer und übertraf damit den Höchstwert aus 2022. Zehn Monate des Jahres waren gemessen an den langjährigen Mittelwerten zu warm. Thüringen verbuchte den zwölften zu milden Winter in Folge, was unter anderem negative Einflüsse auf Schädlinge mit sich brachte. Positiv war hingegen die Summe der Niederschläge. Leider brachte die zeitliche Niederschlagsverteilung, insbes. zur Aussaat im Frühjahr und zur Ernte im Sommer Probleme mit sich, die Ertrag als auch Qualität beim Getreide z.T. massiv beeinflussten und zu empfindlichen Preis-Abzügen führten. So konnte ein Großteil des Weizens nur als Futtergetreide vermarktet werden. Auf Grund der gestiegenen Menge am Markt mussten zudem Preisrückgänge verbucht werden. Der erste Schnitt im Grünland brachte gute Qualitäten und Erträge. Die Trockenheit im Mai und Juni schränkte das Massenwachstum bei Wiesen und Weiden stark ein, so dass ein zweiter Schnitt ausfiel und der 3. Schnitt nur noch einen mittleren Ertrag lieferte. Witterungsbedingte Verzögerungen gab es im Anschluss an die Ernte bei der Saatbettbereitung und Herbstaussaat. Der durchschnittlich ausgezahlte Milchpreis lag mit 42,01 Cent/kg knapp 8 Cent unter dem Vorjahr. Dabei waren Schwankungen zwischen den monatlichen Auszahlungspreisen zwischen 35,48 Cent im Juli und 56,66 Cent im Januar zu verzeichnen. Große Probleme bereiten uns weiterhin die hohen behördlichen Auflagen und die bürokratischen Hürden, die uns seitens der Ämter auferlegt werden. Mit der Direktvermarktung sichern wir die handwerkliche Nahrungsmittelversorgung im städtischen und ländlichen Bereich ab. Im Frühjahr 2023 eröffneten wir die zehnte Fleischerei-Filiale in Eisenberg nach kurzer aber intensiver Umbauphase. Auch in 2023 ist die Direktvermarktung der umsatzstärkste Bereich der Genossenschaft. Wenngleich wir über die kontinuierliche Liquiditätsschaffung dankbar sind, sollte der Aspekt der Umsatzverteilung im Landwirtschaftsbetrieb zum Nachdenken anregen. Die verpflichtende, umfangreiche Nachweisführung in allen Bereichen unserer Genossenschaft fordert zunehmend Arbeitszeit, Arbeitskraft und Energie. Durch "wuchernde" Bürokratie und "Übermaßregelung", gepaart mit einer nichtfunktionierenden künstlichen Intelligenz werden pragmatische Ansätze einer zukunftsorientierten heimischen Landwirtschaft gestört. Umsatzentwicklung
Beschaffung Der Einkauf der Betriebs- und Futtermittel erfolgt bei zertifizierten und auf Grund langjähriger Geschäftsbeziehungen als vertrauenswürdig eingestufter Lieferanten. Hierbei wird insbesondere darauf Wert gelegt, dass die Lieferanten die erforderlichen Gütesiegel wie VLOG, QS und GMP+ vorlegen. In Hinblick auf unseren Status der Lieferung von Milch an das DMK wird insbesondere darauf geachtet, dass sämtliche Futtermittel GVO-frei sind. Bestmögliche Preise und die Lieferung am Bedarf angepasster Mengen werden zum Teil durch Kontrakte abgesichert. Nicht nur die Teuerungsrate, sondern auch die Verfügbarkeit verschiedener Betriebsmittel forderte die Genossenschaft im Jahr 2023 maßgeblich. Durch die Abhängigkeit eines sich ständig ändernden Weltmarktes, kann ein Großteil der landwirtschaftlichen Produkte nicht mehr kostendeckend vermarktet werden. Produktion und Absatz Pflanzenproduktion Bewirtschaftet werden 1.582 ha Nutzfläche. Anbauschwerpunkte bilden weiterhin Getreide, Raps und Mais. Die Ernteerträge im Marktfruchtbau entsprechen auch in 2023 nicht den Erwartungen. Die Erträge bei Feldgras, Grünland, Ganzpflanze und Luzerne werden auf den Standard TS Gehalt von 20% TS umgerechnet. Die Erträge für Feldgras liegen bei 303 dt/ha, von Luzerne bei 394dt/ha.
Der Maisertrag, gemessen bei einem Frischmasseertrag von 35%TS, weist mit 337 dt/ha zum Vorjahr (278 dt/ha) eine deutliche Verbesserung auf. Auch die Qualität konnte verbessert werden. Im Geschäftsjahr wurde die Umrechnung von 20% auf 35% TS angehoben, der Vorjahreswert wurde dementsprechend umgerechnet (59 dt/ha / 20%) x 35% = 278,25 dt/ha. Der Verkaufspreis beim Winterweizen lag im Durchschnitt bei 25,93€/dt, bei der Wintergerste bei 16,64 €/dt. Braugerste erreichte einen Preis von 30,32 €/dt. Auf Grund der verregneten Ernte litten die Getreidebestände teils unter massiven Qualitätseinbußen, welche sich im Auszahlungsbetrag empfindlich bemerkbar machten. Raps (incl. Bezahlung Öl) erreichte mit 51,95 €/dt bislang ungekannte Höhen. Milcherzeugende Tiere Der Weltmilchmarkt wächst auf eine Gesamtmenge von 949,9 Millionen Tonnen in 2023 weiter an. Ein Großteil des Anstiegs findet in Indien und China statt. Die Qualität unserer gelieferten Milch ist in 2023 ohne Beanstandung geblieben. Der durchschnittliche Netto-Milchpreis betrug 42,01 Ct/Kg bei 3,99% Fett und 3,47% Eiweiß (Vorjahr 49,77 Ct/Kg bei 3,78% Fett und 3,42% Eiweiß). Im Vergleich zum Jahr 2022 bedeutet dies eine negative Veränderung um 7,76 Ct/Kg Milch. Unsere Milch liefern wir weiterhin an die Deutsche Milchkontor eG. An dieser Genossenschaft halten wir 3.790 eingezahlte Geschäftsanteile zu je 40,00 €. Geflügel Während die Welt-Eierproduktion jährlich wächst, ging in 2023 die Eierproduktion in Deutschland um 0,8 Prozent zurück (Quelle: BLE). Der Legehennenstall für 25.000 Tiere in Freilandhaltung der Landei Mellingen Bucha GmbH wurde Anfang 2018 in Betrieb genommen. Mittlerweile kommen alle der im Eigenvertrieb gehandelten Freiland-Eier aus der gemeinsamen GmbH und werden in unserer EU-zertifizierten Packstelle in Schorba sortiert und nach Kundenwunsch kommissioniert. Unsere Genossenschaft ist an der Landei Mellingen Bucha GmbH mit 44% beteiligt, die Zusammenarbeit innerhalb der Gesellschaft verläuft sehr gut. Auf dem Geflügelhof in Schora wurden 500 Weidegänse für das Weihnachtsgeschäft großgezogen. Gestiegene Aufzucht- und Schlachtkosten zwangen auch bei diesem "Naturprodukt" zu Preisanpassungen. Die Sorge, dass Kunden eine günstigere Alternative für den Weihnachtsbraten 2023 wählen, hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt. Der Junggeflügelverkauf war wiederholt geprägt von Lieferschwierigkeiten auf Grund der Vogelgrippe und verzögerte sich im Frühjahr immens. Fleischerei / Vermarktung Für Lebensmittel war 2023 kein einfaches Jahr. Für den ohnehin schon sensiblen Bereich der Produktionsmittelbeschaffung musste auf Grund der ständig anziehenden Einkaufspreise noch mehr Arbeitszeit aufgewendet werden. Nur durch wirtschaftliches Denken der Verantwortlichen und ein gepflegtes und strukturiertes Warenwirtschaftssystem sind harte Preisverhandlungen, Kalkulationen und notwendige Preisanpassungen möglich. Die Marktmacht des Lebensmittelhandels im Hinblick auf die Unternehmenskonzentration nimmt zu. Die vier größten Unternehmen Edeka, Rewe, Schwarzgruppe, Aldi vereinen mittlerweile 76% Marktanteil (Quelle: https://lebensmittelpraxis.de/top-30-unternehmen-im-leh.html) auf sich. Obwohl regionale Lebensmittel, kurze Transportwege und geschlossene Wertschöpfungsketten im Verständnis vieler Konsumenten stark verwurzelt sind und nachgefragt werden, ist gerade der Preiswettbewerb der großen Vollsortimenter in 2023 spürbar gestiegen. Lebensmittel wurden im Jahr 2023 zum Sinnbild der Inflation. Die Teuerung hat dem Thema Lebensmittel nicht gerade eine Imagepolitur beschert, dennoch ist es unsere dringende Aufgabe eine umfassende Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung zu etablieren. Im März 2023 erweiterten wir unser Filialnetz um eine Verkaufsstelle in Eisenberg auf nun zehn Filialen. Ein weiteres Filial-Angebot zur Erweiterung der Direktvermarktung musste auf Grund nicht verfügbarer Arbeitskräfte abgesagt werden. Personal und Nachwuchs - ein weiterer Aspekt, der die handwerkliche Vermarktung in Zukunft stark begrenzen wird. Der Bereich Partyservice und Kantine läuft nach den schweren Jahren der Pandemie wieder sehr stabil. Unser Menüservice für Senioren wurde ausgebaut und steht nun sieben Tage die Woche und auch an Feiertagen zur Verfügung. Werkstatt, Tankstelle und Reifendienst Der technische Servicebereich ist für die Existenz unseres Unternehmens unabdingbar. Neben der Absicherung einer hohen Verfügbarkeit der eigenen Technik und der Versorgung mit Kraftstoffen werden hier täglich Umsätze generiert. Durch die immer stärkere Ausstattung der Landwirtschaft mit hochwertiger Technik und die stark steigenden Preise der Serviceunternehmen in Verbindung mit geringer Verbindlichkeit der Erledigung anstehender Reparaturen, machen es für uns unabdingbar, eigene Kapazitäten vorzuhalten. Die betriebseigene Tankstelle sowie die PKW-Werkstatt tragen sowohl zur Versorgung des ländlichen Raums als auch zur innerbetrieblichen Versorgung bei. Investitionen Die Investitionen lagen mit T€ 506 (ohne Landkauf und nach Verrechnung mit Technikabgängen) unter dem Niveau der Abschreibungen. Vom Investitionsvolumen her lag der Schwerpunkt im Jahr 2023 beim Technikkauf. Dieser ist in aller Regel nicht immer planbar. Gekauft wurde insbes. ein Trioliet Futtermischwagen-Selbstfahrer für die Milchviehanlage Zimmritz (257 T€) und eine Horsch-Drillmaschine mit 9 m Arbeitsbreite zum Preis von 183 T€. Zur Sicherung von Grund und Boden wurden 135 T€ in Landkäufe investiert. Im Baubereich 67 T€.. Personal
Auf Grund der Vielzweigigkeit unseres Unternehmens ist es immer wieder ein hoher Anspruch, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter als Ersatz für ausscheidende Beschäftigte zu binden. Wir verfügen über eine stabile Kernbelegschaft mit einem guten Ausbildungsstand. In 2023 beschäftigten wir zwei Auszubildende in der Landwirtschaft. Auf die Nachwuchsausbildung muss in Zukunft mehr Augenmerk gelegt werden, denn die "Grünen Berufe" sind vielseitig, innovativ und anspruchsvoll. Durch die Automatisierung von Produktionsabschnitten versuchen wir unsere Mitarbeiter von körperlicher Arbeit zu entlasten. Wir schaffen damit gleichzeitig anspruchsvolle neue Arbeitsplätze. Liquidität Die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Jahres gesichert. Vertraglich zugesicherte Kontokorrentlinien wurden nicht beansprucht. II. Lage der Genossenschaft Die Vermögenslage der Genossenschaft ist durch eine Anlageintensität (ohne Tiervermögen) von 69,98% (Vorjahr 69,56%) bzw. mit Tiervermögen von 74,38% (Vorjahr 75,27%) gekennzeichnet. Die Neuinvestitionen an Bodenkäufen beträgt 135 T€, Wirtschaftsgebäude 67 T€, technische Anlagen und Maschinen 492 T€ (Vorjahr 253 T€) und die Einrichtung einer neuen Verkaufsfiliale 88 T€. Die Investitionen liegen unter den Abschreibungen. Die Restwertquote (der abnutzbaren Anlagegüter, ohne Tiere) als Ausdruck des Alterszustandes der Sachanlagen hat sich auf 19,3% (Vorjahr 21,1%) verschlechtert. Da wesentliche Maschinen und Geräte vor allem im Feldbau gemietet sind, ist der Alterszustand unproblematisch. Es wird eingeschätzt, dass auf Grund der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Investitionen wesentliche Voraussetzungen für die Geschäftstätigkeit geschaffen wurden. Nachholbedarf besteht jedoch bei der Werterhaltung von Gebäuden und der Sanierung von Hofflächen. Im Geschäftsjahr beläuft sich das Betriebsergebnis auf 128 T€ (Vorjahr: 565 T€), das Finanzergebnis auf - 77 T€ (Vorjahr: - 48 T€), woraus sich ein Jahresüberschuss von 51 T€ (Vorjahr: 517 T€) ableitet. Die Eigenkapitalquote (einschl. 70% Sonderposten/PRAP) bewegt sich mit 66,0% über dem Vorjahr (65,6%). Der Verschuldungsgrad (einschl. 70% Sonderposten/PRAP) ist auf 51,4% (Vorjahr 52,5%) gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 158 T€ gesunken. Die wichtigsten weiteren ökonomischen Kennziffern und deren Entwicklung zu den Vorjahren sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich: Cashflow-Kennziffer:
Erfolgskennziffern:
III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr Vorgänge mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft haben sich nicht ereignet. IV. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Der Vorstand muss ständig Maßnahmen treffen, um bestandsgefährdende Risiken, frühzeitig zu erkennen. Es gilt Einkommensalternativen außerhalb der landwirtschaftlichen Urproduktion zu generieren und Kreisläufe zu etablieren und zu schließen. Der Klimawandel ist für uns Landwirte zur Realität geworden. Insbes. der Höhenzug auf dem wir wirtschaften ist im Gegensatz zum Umfeld stärker von Trockenheit betroffen. Der Pflanzenbau muss zwingend an diese Situation angepasst werden. So müssen z.B. Anbaupläne neu gedacht werden, Fruchtfolgen erweitert werden, eine schonende und zugleich effektive Bodenbearbeitung muss noch mehr in den Fokus gerückt werden. Spezielle IT-Systeme bestimmen vermehrt den Alltag der Landwirtschaft. Die Digitalisierung bietet Chancen im Hinblick auf Verbraucher-, Tier- und Klimaschutz, Biodiversität und Ressourceneffizienz. Leider hindern fehlende Schnittstellen zwischen den z.T. unausgereiften Systemen den zurecht geforderten Bürokratieabbau im Umgang mit Verwaltungs- und Förderbehörden. Die Neuordnung der GAP der Europäischen Union wird zu weiteren tiefgreifenden Einschnitten bei den Ausgleichszahlungen führen. Deswegen ist auch in Verbindung mit dem Klimawandel verstärkt das Augenmerk auf Förderprogramme jedweder Art zu richten. In der gesamten Tierproduktion stehen die Zeichen in Deutschland auf Sturm. Die Nutztierhaltung steht vor immensen Herausforderungen, um den Wünschen von Politik, Verbrauchern und Markt gerecht zu werden. Die andauernde politische Hängepartie verlangt steigende Standards deutscher Produktion, zeigt jedoch keine klare Orientierung einer Gesamtstrategie für den Nutztiersektor auf. Die Nutztierhaltung benötigt Klarheit für nachhaltige Investitionen, welche seitens der Landwirtschaft in Millionenhöhe zu tätigen sind. Die regionale Wertschöpfung ist mangels regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten in Form von Schlachtstätten und Molkereien nicht umzusetzbar. Der Vorstand ist zur Sicherung der Produktionsanlagen am Erwerb landwirtschaftlicher Flächen bemüht. Die Preise sind nach wie vor stark im Steigen und die Flächen mehr denn je umkämpft, zunehmend durch Bodenspekulanten und außerlandwirtschaftlicher Investoren. Dem gilt es als Genossenschaft mit aller Kraft entgegenzutreten. Auf Grund der gegebenen Sachlage wird das größte Risiko nach wie vor in den Unwägbarkeiten politischer und behördlicher Entscheidungen auf allen Ebenen gesehen. Die klimatischen Veränderungen stellen uns ebenso vor große Herausforderungen. Der nicht vorhandene Arbeitskräftemarkt in Verbindung mit der Entwicklung bei Lohn und Gehalt treibt uns immer mehr um. Im Bereich der Energiewirtschaft haben wir mit stark gestiegenen Kosten in allen Bereichen zu kämpfen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Geschäftsjahr 2023Agrargenossenschaft Bucha eGA. Aufstellungsgrundsätze Die Agrargenossenschaft Bucha eG ist im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Jena unter GnR 200100 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, des Genossenschaftsgesetzes, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung/Bilanzierung sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Das Unternehmen ist eine mittelgroße Genossenschaft i.S.v. § 336 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschl. Anlage- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Nachstehend geben wir, soweit dies für die Beurteilung des Jahresabschlusses wesentlich ist, eine Übersicht über die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die im Vorjahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten, im Einzelnen: Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten bewertet, abnutzbare Anlagen vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die Zugänge des Geschäftsjahres monatsgenau. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Genossenschaft ist mit 50% an der Biogas Milda GmbH & Co. KG, Sitz Milda, beteiligt. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Verlust von 188,6 T€ ab, das Eigenkapital beläuft sich auf T€ 666,2. Weiterhin ist die Genossenschaft mit 44% am Stammkapital der Landei Mellingen Bucha GmbH beteiligt. Angaben zum Jahresergebnis 2023 sowie zum Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft liegen aufgrund des ausstehenden Jahresabschlusses nicht vor. Das Tiervermögen ist gem. § 240 Absatz 4 HGB in Gruppen zusammengefasst und mit den Richtwerten der Finanzverwaltung (Bundessteuerblatt 2001 Teil I, Seite 864) angesetzt. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, das Feldinventar zu den BMEL-Wertansätzen des Jahres 2022, die eigenerzeugten Futtermittel zu geschätzten Werten. Grundlage der Schätzwerte bilden die Ausführungsanweisung zum BMEL-Jahresabschluss bzw. Erfahrungswerte. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert - die Leistungsansprüche abzgl. Einzel- sowie Pauschalwertberichtigung (1% der Nettobeträge) für das allgemeine Kreditrisiko - angesetzt. Im Sonstigen Vermögen sind T€ 45 Ansprüche auf Mineralölsteuervergütung erfasst, die rechtlich nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Finanzierungskosten und Betriebsversicherungen erfasst, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind. Im Sonderposten (Passiva) sind Investitionszuschüsse von T€ 352 passiviert, die über die Laufzeit der bezuschussten Anlagegüter ratierlich aufgelöst werden. Außerdem sind T€ 37 gem. R 6.6 EStR übertragene Ersatzbeschaffungsgewinne passiviert, für die das gesetzliche Beibehaltungswahlrecht in Anspruch genommen wird. Die sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie sind in Höhe des Betrages gebildet, wie er nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, die Bankschulden einschl. der für die Restlaufzeit abgegrenzten Zinsverpflichtungen. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. I. BILANZ Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Bankschulden sind durch Grundschulden, Globalabtretung von Forderungen und Übereignung des Rinderbestands besichert. Finanziertes Technikinventar ist übereignet. Für die Lieferantenschulden bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 1. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 74 (Vorjahr T€ 78) aus der Auflösung von Sonderposten enthalten. Außerdem sind Buchgewinne von T€ 43,6 aus der Veräußerung von Waldflächen verbucht. D. Sonstige Angabe Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Mitgliederbewegung
Nachschusspflicht besteht gem. § 40 der Satzung nicht. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands: Die Agrargenossenschaft Bucha eG ist Mitglied im Agrar Prüfungs- und Beratungsverband e.V., Bergstraße 25, 01069 Dresden. Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende):
Außerdem wurden durchschnittlich 1,3 Jugendliche ausgebildet. Mitglieder des Vorstands: Caroline Kunze-Wehlte, Uwe Woytczak Unterjährige Mitglieder des Vorstands: Ralf Voit wurde am 15. März 2023 in den Vorstand bestellt und hat sein Amt am 14. April 2023 niedergelegt. Mitglieder des Aufsichtsrats: Ralf Kraushaar (Vorsitzender), Michael Waldau, Martina Klein, Lothar Schmidt, Lutz Dobermann, Alexandra Große, Peter Müller. Vorschlag zur Gewinnverwendung und zur Dividendenzahlung:Der Vorstand schlägt der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 3% auf die Geschäftsguthaben und Einstellung des Restgewinns in Andere Ergebnisrücklagen vor. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Lagebericht des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen.
Bucha, den 8. November 2024 Vorsitzender des Aufsichtsrats Ralf Kraushaar sonstige Berichtsbestandteile
Bucha, den 8. November 2024 Vorstand Caroline Kunze-Wehlte Uwe Woytczak Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2024 festgestellt. |
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