Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 560491
Vorher
Richard Kablitz & Mitthof GmbH
Eingetragen
10.3.1998
Branche
Wärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Vertrieb, Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von Kraftwerken für feste Brennstoffe und alle Abfälle, von Wärmetauschern und von allen anderen wärmetechnischen Anlagen sowie der Handel mit diesen Erzeugnissen, insbesondere auch unter der Bezeichnung "KABLITZ", sowie Beteiligung an anderen Unternehmen ähnlicher Art, inklusive geschäftsführender Beteiligungen. Das Unternehmen wird darüber hinaus als Generalunternehmer für Kraftwerksbau tätig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roman Köppl
seit 2.12.2025
Prokura
Markus Erhard Herold
seit 2.12.2025
Prokura
Michael Wombacher
seit 11.6.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
20.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Engitec Technologies S.p.AITA
75.50%
Engitec Technologies S.p.AITA
4.50%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Engitec Technologies S.p.A.
Italy
123.200 €
80.00%
HMB Beteiligungs GmbH
Germany
30.800 €
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Richard Kablitz GmbH

Lauda-Königshofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Richard Kablitz GmbH plant, entwickelt, konstruiert und vertreibt wärme- und feuerungstechnische Anlagen im Leistungsbereich von ca. 7 Megawatt bis 150 Megawatt zur Erzeugung von Prozessenergie für Industriekunden unterschiedlichster Branchen. Wir bedienen Kunden aus der holzverarbeitenden Industrie und Textilindustrie sowie der Öl- und Petrochemie. Vertretungen in unseren Hauptmärkten Asien, Europa, Osteuropa, Australien und Neuseeland gewährleisten die für ein erfolgreiches Verkaufsgeschäft erforderliche Kundennähe.

Die Branche der Metallerzeuger ist stark mittelständisch geprägt. Die Wettbewerbsintensität ist relativ hoch, so dass viele Betriebe versuchen, sich über Spezialisierungen als Nischenanbieter zu etablieren. Die Branche ist unter anderem von den belastenden Faktoren der Konzentration auf den Rohstoffmärkten, dem Importdruck durch Billigangebote ausländischer Produzenten sowie der Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland geprägt. Verschärft kommt nun die Ukrainekrise mit deren Folgen hinzu, welche Lieferengpässe, Preissteigerungen und Transportprobleme mit sich bringt, welche nur schwer zu kalkulieren sind. Bedingt durch die sich anbahnende Energiewende im Ausland sind die Marktaussichten als positiv einzuschätzen.

Geschäftsverlauf und Lage

Das schwierige Branchenumfeld der Anlagenbauer für erneuerbare Energien beeinflusst die Entwicklung bei Kablitz massiv. Der Umsatz hat sich aufgrund von Terminverschiebungen und Lieferengpässe auf 60,1 Mio. € (Vorjahr 68,4 Mio. €) reduziert.

Die Umsätze für Wärmetauscher und für das AfterSales konnten verbessert und ausgebaut werden. Unsere Produktionskapazitäten vor Ort waren im Jahr 2022 bedingt durch die Folgewirkungen der Corona Pandemie sowie die herrschende politische Problematik in der Ukraine nur zu 90% ausgelastet.

Der Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2023 liegt mit ca. 58,0 Mio. € etwas unter dem Vorjahresniveau. Die Liquidität ist ausreichend, jedoch aufgrund der Projektverzögerungen bedarf es hier einer immerwährenden Kontrolle.

Produktion

Der Markt für Biomasseanlagen in Europa ist durch die Zielsetzungen der EU für die nächsten Jahre als relativ positiv zu beurteilen, jedoch sind die Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden begrenzt. Der Markt für Waste to Energy in Asien und Übersee könnte sich für die nächsten Jahre relativ positiv entwickeln, jedoch sind hier Finanzierungsmöglichkeiten wiederum ein Hemmschuh.

Die Auslastung der Fertigung und Gießerei ist gut, so dass die Ersatzbeschaffung der bestehenden Schmelzanlage abgeschlossen wurde.

Die Lieferkette in Bezug auf Lieferfähigkeit war in 2022 zu einigen Zeitpunkten durch die herrschende politische Problematik in der Ukraine beeinträchtigt.

Für beide Bereiche ist heute schon die Auslastung bis Ende August gesichert. Die zu erwartende Kapitalrendite aus Befeuerungsanlagen ist für Investoren ausschlaggebendes Kriterium.

Beschaffung

Die Beschaffung ist vom Erwerb von großen Zukaufteilen für Großprojekte geprägt, und hier durch die Verknappung der Kapazitäten durch die herrschende politische Problematik in der Ukraine.

Die Verfügbarkeit unserer Liefermöglichkeiten konnte zwischenzeitlich wieder sichergestellt werden.

Ein Anstieg der Beschaffungskosten konnte im Stahl- und Kesselbereich verzeichnet werden. Mit Kunden finden intensive Preisverhandlungen statt, die von weiter steigenden Beschaffungskosten ausgehen.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres beinhalteten im Wesentlichen Kapazitätserweiterungen und Ersatzinvestitionen. Kurzfristig wird der Produktionsstandort in Lauda weiter ausgebaut, um zum einen den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, zum anderen aber auch, um für die Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. In diesem Zuge wurde das Verwaltungsgebäude vergrößert um Personal aufstocken zu können und somit höhere Umsätze zu bearbeiten.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 74. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber liegt unsere Ausbildungsquote mit ca. 2,5% relativ hoch.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 53.452,6 leicht erhöht worden. Die Vermögenslage stellt sich weiterhin positiv dar.

Die Eigenkapitalquote beträgt 21,8 % (Vorjahr 21,2 %), wurde somit leicht verbessert.

Finanzlage

Die Finanzlage ist nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen letzten Jahre weiterhin zufriedenstellend. Zahlungsverpflichtungen kann zu jedem Zeitpunkt voll nachgekommen werden.

Ertragslage

Die Ertragslage ist ausreichend, es konnte ein positives Jahresergebnis von € 2.103.152,13 erwirtschaftet werden. Für bestehende Risiken ist ausreichend Vorsorge getroffen worden.

Chancen und Risiken

Das Risikomanagement ist gut etabliert. Dies zeigt nicht zuletzt auch das positive Ergebnis aus der Abwicklung von Altlasten. Die fortwährende Überwachung von Aufträgen mittels Deckungsbeitragsrechnung ermöglicht das frühzeitige Erkennen von negativen und positiven Entwicklungen unserer Aufträge.

Für die Branche der industriellen Prozesswärmeversorgung gibt es keine spezifischen Statistiken und Prognosen bei VDMA, FDBR oder BDI. Man kann daher nur indirekt über die Gesamtprognose für Investitionsgüter und Bautätigkeit ein wirtschaftliches Klima für diese Branche ableiten.

Hier zeichneten sich seitdem dritten Quartal 2022 eine leichte Abschwächung der Absatzmärkte ab, die im Wesentlichen mit einer Abschwächung der Bautätigkeit, Innenausbau und der Möbelproduktion (Baustoffe, Holzwerkstoffe, Möbelhalbzeuge, Flooring) in Europa, Nordamerika und Russland einhergeht. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Gefahr einer Ausweitung des Kriegs hat eine erhebliche Beschaffungspreissteigerung und Inflationsspirale in Gang gesetzt. Sie übertreffen und steigern die bereits seit Mitte 2021 bestehenden Preisanstiege aufgrund der Verknappung des Angebots durch restriktive Zero-Covid-Maßnahmen in China. Eine weltweite Rezession ist nun auch möglich.

Im Projektgeschäft sind die Risiken durch Fehler in Konstruktion, Abwicklung oder Kalkulation, Problemen bei Zulieferern oder Schwierigkeiten auf Kundenseite höher als bei Standardprodukten. Diese Risiken wirken direkt auf die Deckungsbeiträge. Wir arbeiten stetig daran, diese Risiken durch erfahrene Mitarbeiter, professionelles Projektmanagement sowie Standardisierung und Modularisierung der Produkte zu kontrollieren.

Das schwierige Branchenumfeld der Anlagenbauer für erneuerbare Energien belastet die Umsatzentwicklung bei Kablitz massiv. Deshalb hat sich Kablitz entschlossen auch in den Bereichen 5-10 Megawatt für Anlagensysteme von "Waste to Energy", EBS/RDF- und Kohleverbrennung aktiv zu werden.

Das Umfeld in dem wir tätig sind, ist nicht mehr so gewogen wie in der Vergangenheit. Die gesellschaftliche Entwicklung hin zur CO 2 -neutralen Energieerzeugung ist langfristig eine Chance für unsere Gesellschaft. Die Kürzung der Förderungen nach dem EEG wird mittel- und langfristig den Bedarf an alternativen Energieerzeugungsanlagen auch in Europa stagnieren (wie bereits in Deutschland) lassen.

Wir sehen jedoch zusätzliches Potential für "Waste to Energy", EBS/RDF- und Kohleverbrennung im Ausland, da hier weitere Entwicklungsmöglichkeiten bestehen, die bestehenden Ressourcen zu nutzen. Als Nischenanbieter ist der Konkurrenzdruck in unserer Branche in den letzten Jahren größer geworden und muss deshalb noch genauer beobachtet werden.

Als Anbieter von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen können wir einen Preiskampf so nicht führen. Durch Neu- und Weiterentwicklungen die bessere Alternativen für unsere Kunden bieten - die aber kompatibel austauschbar sind -, werden wir den Konkurrenten entgegnen, um diesen Markt auch weiterhin bedienen zu können.

Mit einem global gespannten Netz von Vertretern begegnen wir dem Risiko eines Leistungseinbruches bei unserer Gesellschaft, so dass wir versuchen die Auslastung unseres Standortes in Lauda bei einem akzeptablen Deckungsbeitrag gewährleisten zu können. Die Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen ist Bestandteil unseres täglichen Handelns um dem Risiko einer Gewinnreduzierung zu begegnen.

Personalrisiken sehen wir insbesondere in der Akquise. Obwohl wir attraktiver Arbeitgeber in der Region sind, ist es schwierig, auch überregional Personal für unser Unternehmen zu gewinnen.

In informationstechnischen Risiken sehen wir für uns kein nennenswertes Gefährdungspotential. Sonstige Risiken sehen wir im Wesentlichen in Fremdwährungsrisiken. Währungskursrisiken werden grundsätzlich vollständig abgesichert. Risiken bei laufenden Projekten und bereits bestehenden Anlagen sind uns nicht bekannt und sind auch nicht zu erwarten. Für mögliche Haftungsrisiken und Schadensfälle sind Montageversicherungen abgeschlossen.

Risiken sehen wir weiterhin in der politischen Unsicherheit und dem sich verschärfenden Ukrainekonflikt und deren Auswirkungen auf die Weltkonjunktur.

Erste negative Auswirkung des Ukrainekonflikts können wir bereits erkennen, so wurden geplante Investitionen von unseren Kunden gestoppt bzw. um 12 Monate verschoben.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung

Bedingt durch die derzeit herrschende Ukrainekrise und die Unsicherheiten einer Rezession, erwarten wir eine weitere Verschlechterung der Situation im 3. oder 4. Quartal 2023.

Die Aussichten für 2023/2024 sind ertragsweise befriedigend. Auf Grund des bestehenden Bestandes an Aufträgen rechnen wir im Jahr 2023 mit einem leicht rückläufigen Umsatz, wobei die Ertragslage auf das Niveau von 2020 prognostiziert wird.

Weiter erwarten wir für 2023/2024 auf Grund des erweiterten Portfolios und Agentennetzwerkes eine Verbesserung unserer Markbekanntheit und letztlich die Erschließung neuer Absatzmärkte.

 

97922 Lauda-Königshofen, den 29. Mai 2023

gez.

Andreas Hehn-Mark, Geschäftsführer

Thomas Kaspar, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 8.836.778,59 7.574.032,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.605,76 11.993,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.193,00 11.992,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 29.411,76
II. Sachanlagen 6.601.139,33 5.433.005,92
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.885.532,90 3.678.934,90
2. technische Anlagen und Maschinen 1.358.604,50 214.445,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.369,00 347.003,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.632,93 1.192.622,52
III. Finanzanlagen 2.179.033,50 2.129.033,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 678.986,76 628.986,76
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.500.046,74 1.500.046,74
B. Umlaufvermögen 44.541.233,76 44.088.823,93
I. Vorräte 24.853.587,99 9.897.797,96
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 395.190,73 402.458,66
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 77.929,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 780.205,11 610.810,43
4. geleistete Anzahlungen 23.600.263,15 8.884.528,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.559.049,54 8.824.737,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.326.981,13 4.143.865,82
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 291,45
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.280.055,25 3.008.934,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.701.552,42 2.692.111,24
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.952.013,16 1.671.645,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.128.596,23 25.366.288,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.553,76 283.245,88
Aktiva 53.452.566,11 51.946.102,23

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 11.628.287,40 11.025.135,27
I. Gezeichnetes Kapital 154.000,00 154.000,00
II. Bilanzgewinn 11.474.287,40 10.871.135,27
davon Gewinnvortrag 10.871.135,27 8.953.330,82
B. Rückstellungen 23.779.563,00 27.098.206,00
1. Steuerrückstellungen 571.423,00 571.423,00
2. sonstige Rückstellungen 23.208.140,00 26.526.783,00
C. Verbindlichkeiten 18.033.515,71 13.814.260,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.953.015,38 2.212.485,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 295.906,39 194.520,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.657.108,99 2.017.965,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 628.187,42 68.125,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 628.187,42 68.125,35
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.043.661,53 9.430.336,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.043.661,53 9.430.336,62
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 718.724,84 5.669,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 718.724,84 5.669,31
5. sonstige Verbindlichkeiten 689.926,54 2.097.644,68
davon aus Steuern 669.980,67 2.063.884,39
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 2.565,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 689.926,54 2.097.644,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.500,00
E. Passive latente Steuern 5.700,00 8.500,00
Passiva 53.452.566,11 51.946.102,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 60.129.198,32 68.389.687,02
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 77.929,00 -2.900.000,00
3. sonstige betriebliche Erträge 504.252,80 2.182.745,25
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 73.796,15 11.325,35
4. Materialaufwand 44.842.997,26 50.437.858,17
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.193.741,68 34.717.967,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.649.255,58 15.719.890,90
5. Personalaufwand 4.912.703,73 5.059.529,10
a) Löhne und Gehälter 4.099.737,39 4.246.424,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 812.966,34 813.104,73
davon für Altersversorgung 78.597,76 76.147,53
6. Abschreibungen 422.971,46 324.639,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 422.971,46 324.639,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.358.555,79 6.142.504,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 155.747,16 4.072,21
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 160.802,35 94.037,46
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 375.226,77 318.960,99
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 844.952,48 1.554.912,87
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.800,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.500,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.114.774,98 3.928.065,30
12. sonstige Steuern 11.622,85 10.260,85
13. Jahresüberschuss 2.103.152,13 3.917.804,45
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.871.135,27 8.953.330,82
15. Ausschüttung 1.500.000,00 2.000.000,00
16. Bilanzgewinn 11.474.287,40 10.871.135,27

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz aufgestellt.

Für die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Richard Kablitz GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lauda-Königshofen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 560491

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden waren, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren.

Aufwendungen und Erträge wurden im Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit berücksichtigt, unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung, bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Allgemeine Ausfall-, Skontier-, Mahn- und Zinsrisiken wurden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB soweit wesentlich gebildet worden.

Rückstellungen wurden nach den Vorschriften des § 249 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung basiert überwiegend auf der Grundlage von Einzelnachweisen bzw. Erfahrungswerten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gewinne, soweit sie nicht aus Währungskursentwicklungen von Forderungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr resultieren, wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren.

Für neun Biomasseanlagen wurden die zum Bilanzstichtag erbrachten Teilleistungen fakturiert und als Umsatz ausgewiesen. Der bis zu diesem Zeitpunkt entstandene, auf diese Leistungen entfallende Gewinn, ist im Jahresabschluss ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte und die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und planmäßig über 15 Jahre in den Vorjahren vollständig abgeschrieben.

Finanzinstrumente

Die Finanzanlagen enthalten Finanzinstrumente, bei denen auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet wurde.

Die Gründe für das Unterlassen einer Abschreibung sind geringe Kursschwankungen. Die Wertminderung der Finanzinstrumente ist nicht von Dauer.

Im Einzelnen sind folgende Finanzinstrumente betroffen:

Zeitwert
EUR
Buchwert
EUR
Anleihen / Fonds 463.288,02 500.046,74

Das Depot ist zur Kreditsicherung an die kontoführende Bank verpfändet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Gliederung und die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind aus der Bilanz zu ersehen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 bestehen in Höhe von EUR 2.701.552,42 gegenüber verbundenen Unternehmen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestanden wie im Vorjahr nicht.

Es entstanden rechtlich keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach dem Abschlussstichtag.

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 291,45).

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.280.055,25 handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen, die ohne Sicherheiten zur Verfügung gestellt wurden.

Guthaben bei Kreditinstituten

Darin sind Beträge in Höhe von EUR 1.000.167,80 enthalten, die im Rahmen von Sicherheiten verpfändet wurden.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 10.871.135,27 einbezogen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die voraussichtlichen Kosten laufender Aufträge.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 1.467.052,07 (Vorjahr: EUR 1.239.885,00).

Als Sicherheiten bestehen Grundschulden in Höhe von EUR 2.920.000,00 sowie die Sicherungsübereignung von Inventar und Warenlager. Diese betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Von den Verbindlichkeiten entstanden rechtlich keine erst nach dem Abschlussstichtag.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Die Gliederung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind aus der Bilanz zu ersehen. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren beträgt EUR 1.190.056,92 (Vorjahr: EUR 778.080,00).

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen bei Abschreibungen des Anlagevermögens nach Handels- und Steuerrecht.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,425 %.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
TEUR
Ersatzteil und Kundenguss 5.474
Service 998
Anlagenbau 53.657
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
TEUR
Inland 37.163
Europa (ohne Inland) 19.093
Russland 1.581
Übrige 2.292

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Für eine erstellte Anlage ist im Wirtschaftsjahr eine Pönale in Höhe von EUR 1.204.000,00 wegen Terminverzug entstanden.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Darlehensforderung gegen verbundene Unternehmen in Russland in Höhe von insgesamt EUR 1.041.653,83 und eine Darlehensforderung gegenüber einem Kunden in Weißrussland in Höhe von EUR 1.572.083,33. Von der Gesamtsumme verbundene Unternehmen ist ein Teilbetrag in Höhe von EUR 199.000,00 in der Zwischenzeit eingegangen, für die Rest-Forderungen verbundene Unternehmen wurden auf Grund des weiterhin bestehenden Russlandkriegs im Wirtschaftsjahr in Höhe von insgesamt EUR 758.300,00 Einzelwertberichtigungen vorgenommen und für die Darlehensforderung des Kunden in Weißrussland im Wirtschaftsjahr eine Einzelwertberichtigung in Höhe von insgesamt EUR 1.422.000,00.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32
Angestellte 39
leitende Angestellte 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 74

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen.

2023
TEUR
2024 -2027
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Leasingverträge 4,7 3,9 0,0
Mietverträge 9,1 1,0 0,0
13,8 4,9 0,0

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Andreas Hehn-Mark, technischer Leiter und Kaufmann. Dieser ist einzelvertretungsberechtigt.

Herr Thomas Kaspar, Kaufmann. Dieser ist einzelvertretungsberechtigt.

Das Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 in Verbindung mit § 285 Nr. 9a HGB wurde in Anspruch genommen.

Anteilsbesitz

Eurocast Döküm Sanayi Anonim Sirketi, Samsun, Türkei

Mit Vereinbarung vom 19. September 2018 hat die Richard Kablitz GmbH 63.750 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt TL 63.750,00 (EUR 13.000,00) an der Eurocast Döküm Sanayi Anonim Sirketi, Samsun, Türkei erworben. Das gesamte Stammkapital betrug zu diesem Zeitpunkt TL 125.000,00.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TL 19.110.388,77 (EUR 953.991,62).

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 beträgt TL 8.845.303,84 (EUR 441.558,04).

CL Software GmbH (vormals UCL GmbH Software & Engineering), Erfurt, Deutschland

Mit notarieller Urkunde vom 5. November 2018, UR 00989/2018 des Notars Ralf Taterka in Ilmenau, hat die Richard Kablitz GmbH 15.000 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt EUR 15.000,00 an der UCL GmbH Software & Engineering, Königsee-Rottenbach, Deutschland erworben. Das gesamte Stammkapital betrug zu diesem Zeitpunkt EUR 25.000,00.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 7.202,20.

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 3.837,23.

Kablitz Energy RU LLC, Archangelsk, Russland

Mit Vertrag vom 15. Februar 2021 wurde die Kablitz Energy RU LLC, Archangelsk, Russland mit einem Stammkapital von RUB 100.000 gegründet. Die Richard Kablitz GmbH hat hiervon Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt RUB 49.000 (EUR 547,16) übernommen.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 beträgt RUB - 11.596.000 (EUR - 135.943,09).

Der Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2021 beträgt RUB - 11.696.000 (EUR - 137.115,42).

PWL Elektrotechnik GmbH, Leimen, Deutschland

Mit notarieller Urkunde vom 28. Juli 2021, UR 1593/2021 des Notars Philipp Duda in Tauberbischofsheim, hat die Richard Kablitz GmbH 21.600 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt EUR 21.600,00 an der PWL Elektrotechnik GmbH, Leimen, Deutschland erworben. Das gesamte Stammkapital betrug zu diesem Zeitpunkt EUR 27.000,00.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 582.407,79.

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 63.262,31.

AMD International S.r.l., Rombiolo VV, Italien

Mit notarieller Urkunde vom 10. September 2020 des italienischen Notars Federico Iannello, hat die Richard Kablitz GmbH 10.000 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt EUR 10.000,00 an der AMD International S.r.l., Rombiolo VV, Italien erworben. Das gesamte Stammkapital betrug zu diesem Zeitpunkt EUR 40.000,00.

Mit notarieller Urkunde vom 3. März 2022, des italienischen Notars Dr. Antonio Maria Lo Schiavo, hat die Richard Kablitz GmbH weitere Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von insgesamt EUR 24.552,00 an der AMD International S.r.l., Rombiolo VV, Italien erworben. Das gesamte Stammkapital betrug zu diesem Zeitpunkt EUR 940.000,00.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 1.059.254,87.

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 287.108,55.

Konzernzugehörigkeit

Die Richard Kablitz GmbH wurde in den Konzernabschluss der Engitec Technologies S.p.A., Mailand, Italien, einbezogen. Der aufgestellte Konzernabschluss ist in Mailand, Italien, erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Als Aufwand für die Abschlussprüfung wurden EUR 11.000,00 erfasst.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung schlägt vor, keine weiteren Gewinnausschüttungen vorzunehmen und den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 11.474.287,40 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Lauda-Königshofen, den 29. Mai 2023

gez.

Andreas Hehn-Mark, Geschäftsführer

Thomas Kaspar, Geschäftsführer

Bruttoanlagespiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.
Zugang
Abgang
Umbuchung
31.12.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 411.043,77 23.184,00 0,00 0,00 434.227,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 61.355,03 0,00 0,00 0,00 61.355,03
3. geleistete Anzahlungen 0,00 29.411,76 0,00 0,00 29.411,76
Immaterielle Vermögensgegenstände 472.398,80 52.595,76 0,00 0,00 524.994,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.818.921,06 14.500,00 0,00 1.372.832,48 6.206.253,54
2. technische Anlagen und Maschinen 850.443,48 767.772,85 57.575,90 409.500,00 1.970.140,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.378.355,72 197.515,13 60.611,86 0,00 1.515.258,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.192.622,52 603.342,89 0,00 -1.782.332,48 13.632,93
Sachanlagen 8.240.342,78 1.583.130,87 118.187,76 0,00 9.705.285,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 628.986,76 50.000,00 0,00 0,00 678.986,76
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.500.046,74 0,00 0,00 0,00 1.500.046,74
Finanzanlagen 2.129.033,50 50.000,00 0,00 0,00 2.179.033,50
Summe Anlagevermögen 10.841.775,08 1.685.726,63 118.187,76 0,00 12.409.313,95
Abschreibungen Buchwert
01.01.
Zugang
Abgang
31.12.
31.12.2022
Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 399.051,77 7.983,00 0,00 407.034,77 27.193,00 11.992,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 61.354,03 0,00 0,00 61.354,03 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 29.411,76 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 460.405,80 7.983,00 0,00 468.388,80 56.605,76 11.993,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.139.986,16 180.734,48 0,00 1.320.720,64 4.885.532,90 3.678.934,90
2. technische Anlagen und Maschinen 635.997,98 33.109,85 57.571,90 611.535,93 1.358.604,50 214.445,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.352,72 201.144,13 60.606,86 1.171.889,99 343.369,00 347.003,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 13.632,93 1.192.622,52
Sachanlagen 2.807.336,86 414.988,46 118.178,76 3.104.146,56 6.601.139,33 5.433.005,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 678.986,76 628.986,76
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 1.500.046,74 1.500.046,74
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.179.033,50 2.129.033,50
Summe Anlagevermögen 3.267.742,66 422.971,46 118.178,76 3.572.535,36 8.836.778,59 7.574.032,42

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.08.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Richard Kablitz GmbH, Lauda-Königshofen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Richard Kablitz GmbH, Lauda-Königshofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Richard Kablitz GmbH, Lauda-Königshofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dettingen unter Teck, den 7. Juli 2023

gez., BW Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-oec. Bernd Wügner, Wirtschaftsprüfer

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