Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 25203
Eingetragen
30.4.2010
Branche
SpeditionenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Betrieb einer internationalen Spedition.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Rist
seit 13.12.2024
Prokura
Hans Jörg Geray
seit 13.12.2024
Prokura
Stefan Michl
seit 30.3.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Schmiechen
50.000 €
50.00%
Geltendorf
30.000 €
30.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Michl Speditions GmbH

Obermeitingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Karl Michl Speditions GmbH ist ein zukunftsorientiertes, mittelständisches Speditions- und Logistikunternehmen. Im Fokus stehen flexible und kundenspezifische Transportlösungen sowie innovative Logistikdienstleistungen. Der Kapazitätsmix aus eigenen sowie fest gecharterten Partnerfahrzeugen stellt eine ganzjährige Lieferfähigkeit sicher.

2. Ziele und Strategien

Strategische Ziele sind der Ausbau von Marktanteilen sowie die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Unter anderem sind zum Erreichen dieser Ziele der Aufbau neuer Niederlassungen / Tochterfirmen im In - und Ausland sowie der Erweiterung des Dienstleistungsportfolios geplant. Auch legen wir den Fokus weiterhin auf die Digitalisierung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenentwicklung und gesamtwirtschaftliches Umfeld:

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie steigenden Zinsen und einer geringeren Nachfrage im In- und Ausland. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 1,4 % geringer.

Logistikunternehmen sind unter anderem im Bereich Spedition, Transport, Lagerei, Umschlag und Verpackung tätig und bilden zusammen einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Der Bereich Transport hat den größten Anteil am deutschen Logistikmarkt.

Die in Deutschland im Straßen- Schienen und Binnenschiffverkehr beförderte Gütermenge sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt rund 6,6 % auf rund 3,35 Mrd. t. Den Straßenverkehr mit deutschen Lastkraftwagen kennzeichneten im Jahr 2023 Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr. Der Straßengüterverkehr wies dabei mit einem Minus von ca. 6,7 % auf 2,8 Mrd. t überproportionale Mengen- und unterproportionale Leistungsrückgänge auf.

Auf den Inlandsverkehr entfielen rund 99,5 % der gesamten Transportmenge (- 6,7 %). Das Gros der Mengenrückgänge entfiel dabei auf den Nahbereich. Der Fernbereich, auf den ca. 20,8 % des gesamten Beförderungsvolumens deutscher LKW entfielen, verzeichnete ebenfalls Mengenrückgänge. Mit einer Gesamtstrecke von rund 28,1 Mrd. km sank die Gesamtfahrleistung deutscher LKW im Jahr 2023 zum Vorjahr um rund 4,3 %. Maßgeblich hierfür waren Abnahmen bei den gefahrenen Lastkilometern als auch den Leerkilometern.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Das Geschäftsjahr 2023 hatte für unser Unternehmen einen zufriedenstellen Verlauf. Bei einem Umsatzrückgang um 7 % auf nunmehr T€ 32.307 hat sich das Jahresergebnis um T€ 176 auf T€ 832 reduziert.

Wesentlicher Bestandteil des Ergebnisses sind neben den in der Karl Michl GmbH erzielten Umsätzen, die aus dem Beherrschungs- Gewinnabführungsvertrag mit der Michl Lager- und Kontraktlogistik GmbH erzielten Ergebnisbeiträge in Höhe von T€ 571 (Vorjahr T€ 529).

Der im Vorjahr prognostizierte leichte Rückgang im Umsatz und Ergebnis ist damit im Geschäftsjahr 2023 aufgrund gesunkener Umsätze bei gestiegenen Betriebskosten entsprechend der Erwartungen eingetreten.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

2023
T€
2022
T€
Gesamtleistung 32.207 34.669
Ergebnisabführung 571 529
Betriebsergebnis 498 799
Finanzergebnis 75 51
Ertragsteuern -312 -371
Jahresüberschuss 832 1.008

Unter den bestehenden gesamtwirtschaftlichen Umständen beurteilen wir die Ertragslage insgesamt als zufriedenstellend.

3.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote konnte aufgrund der beschriebenen positiven Ergebnissituation auf nunmehr 32 % (Vorjahr 30 %) erhöht werden. Die Ergebnisse haben zu einer weiteren Erhöhung der Eigenkapitalausstattung beigetragen. Trotz weiterem deutlichem Anstieg der Bilanzsumme um 16 % auf nunmehr T€ 12.596 konnte die Eigenkapitalquote erhöht werden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen sowie Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

3.3 Vermögenslage

2023
T€
2022
T€
Langfristiges Vermögen 2.809 3.029
Vorräte 18 18
Forderungen und sonstige Vermögengegenstände 9.152 6.882
Sonstiges Aktivvermögen 617 970
Gesamtvermögen 12.596 10.899

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 703 (Vorjahr: T€ 921) getätigt, welche hauptsächlich den Bereich Fuhrpark betrafen. Die Investitionen sind aus dem operativen Cashflow sowie durch die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dabei aufgrund erfolgter Tilgungen mit T€ 1.541 (Vorjahr T€ 1.599) konstant zum Vorjahr. Forderungen und sonstige Vermögensstände tragen stichtagsbedingt mit 73 % (Vorjahr 63 %) zur Bilanzsumme bei.

2023
T€
2022
T€
Eigenkapital 4.087 3.255
Rückstellungen 885 623
Verbindlichkeiten 7.624 7.021
Gesamtkapital 12.596 10.899

Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten, welche 61 % (Vorjahr 64 %) der Bilanzsumme betragen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 32 % nach 30 % im Vorjahr. Das Eigenkapital konnte aufgrund des positiven Ergebnisses weiter erhöht werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung sowie dem Betriebsergebnis. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr um T€ 2.462 gesunken, das im Vorjahr außerordentlich gute Betriebsergebnis hat sich um T€ 301 auf T€ 498 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir insbesondere Kennzahlen wie Eigenkapitalrentabilität sowie Materialeinsatzquoten heran. Im Geschäftsjahr war entsprechend der Prognose des Vorjahres ein Rückgang der Eigenkapitalrentabilität auf 20 % (Vorjahr 31 %) zu verzeichnen. Die Materialeinsatzquote hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 1 %-Punkte auf 78 % verringert.

III. Gesamtaussage

Wir können feststellen, dass die Karl Michl Speditions GmbH weiter gemäß unserer strategischen Planungen auf Wachstumskurs ist, jedoch wirkt sich die konjunkturelle Entwicklung sowie die stark gestiegenen Zinsen, Energie- und Treibstoffkosten kontraproduktiv auf die Zielsetzung aus. Die angespannte Personalsituation sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich ist ein weiterer negativer Faktor.

IV. Zweigniederlassungsbericht

Neben dem Hauptsitz in Obermeitingen bestehen inländische Niederlassungen in Hurlach und Karlsruhe. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter ist als Fahrer und damit weder am Hauptsitz noch in den Niederlassungen tätig.

V. Prognosebericht: Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit Ihren wesentlichen Chancen

Durch die Positionierung als europaweit agierendes Logistikunternehmen bestehen weiterhin hohe Wachstumschancen in verschieden Branchen und Dienstleistungsbereichen.

Durch den Einsatz von effizienten IT-Systemen und den damit hervor gerufenen Digitalisierungsprozessen wird die Kosteneffizienz der Karl Michl Speditions GmbH weiter gesteigert.

Mit Verstärkung unserer vertrieblichen Aktivitäten sowie den Ausbau unseres Dienstleistungsportfolios und innovativen Marketingkonzepten wird ein weiteres Wachstum sichergestellt.

Ein weiteres Wachstum soll auch über den Aufbau neuer Standorte und Abteilungen generiert werden. In 2023 wurde am Standort Hurlach Nord die Lagerfläche nochmal erweitert.

Daneben gehen wir von steigenden Betriebs-, Energie- und Personalkosten aus.

Für das Jahr 2024 erwarten wir unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände eine Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage leicht unter Vorjahresniveau.

VI. Chancen- und Risikobericht

1. Darstellung der wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

1.1 Branchenspezifische Risiken

Der Engpass an gut ausgebildetem Personal, vor allem im Bereich der Lkw-Fahrer, der bereits zu Lohnerhöhungen oder steigenden Anteilen ausländischer Fahrer geführt hat, stellt neben den auf hohem Niveau eingependelten Treibstoffkosten als Kostenfaktor ein weiteres Risiko für die Unternehmen des Transportwesens dar. Der anhaltende Ukrainekonflikt hat die Dynamik im Bereich des Personals und der Energiekosten noch weiter verstärkt. Auch beim Lager - und Logistikpersonal ist diese Tendenz zu erkennen. Die im Dezember 2023 eingeführte, signifikante Erhöhung der Lkw-Maut stellt eine weiter massive Kostensteigerung für die Branche dar.

1.2 Ertragsorientierte Risiken

Die ertragsorientierten Risiken liegen insbesondere in der Wettbewerbs- und Preissituation. Der verstärkte Einsatz von digitalen Ausschreibungsplattformen und die sich verknappenden Transportkapazitäten erhöhen diesen Druck kontinuierlich. Durch unseren Kapazitätsmix aus Eigen- und Fremdfuhrpark sehen wir uns hierfür gut gerüstet. Neben diversen Transportdienstleistungen können wir unseren Kunden auch Lager- und Logistikdienstleistungen anbieten.

1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

Der Kundenstamm der Karl Michl Speditions GmbH ist als solvent zu beurteilen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme und konnten durch konsequentes Debitorenmanagement minimiert werden. Die stark gestiegen Zinsen, sowie die konjunkturelle Entwicklung birgt hier hinsichtlich der Umsatzrückgänge bei einigen Kunden ein Risiko bezüglich deren Liquidität und Zahlungsmoral, welches wir durch konsequentes Mahnwesen zu minimieren versuchen. Signifikante Ausfälle sind nicht zu erwarten.

2. Chancenbericht

Durch die konsequente Ausnutzung von Kostensenkungspotentialen, permanentes Monitoring und enge, partnerschaftliche Abstimmung mit unseren Kunden sind wir optimistisch, die sich am Markt bietenden Chancen nutzen zu können. Potenzielle Chancen bestehen an dem weiter steigenden Bedarf in der Lager- und Kontraktlogistik. Hierfür wird in weitere Lagerstandorte sowie in Niederlassungen investiert, um der Nachfrage gerecht zu werden.

3. Gesamtaussage

Das größte Risiko in der künftigen Entwicklung sehen wir in den hohen Betriebskosten der Fahrzeuge (Maut/Treibstoff) und Energiekosten sowie im Fachkräftemangel. Wir sehen uns aber durch unsere breite Positionierung gut aufgestellt für weiteres Wachstum.

 

Obermeitingen, 9. September 2024

Karl Michl Speditions GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.808.898,00 3.028.726,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.696,00 79.577,00
II. Sachanlagen 2.703.725,00 2.901.672,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 425.707,00 460.130,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.278.018,00 2.441.542,54
III. Finanzanlagen 47.477,00 47.477,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.547,00 38.547,00
2. Genossenschaftsanteile 8.930,00 8.930,00
B. Umlaufvermögen 9.754.682,87 7.814.999,59
I. Vorräte 17.700,00 17.700,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.151.530,70 6.882.373,37
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.568.950,22 712.184,37
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.582.580,48 6.170.189,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 585.452,17 914.926,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.352,23 55.022,17
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.595.933,10 10.898.748,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.087.361,86 3.255.310,91
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
III. Gewinnvortrag 3.055.310,91 2.046.488,57
IV. Jahresüberschuss 832.050,95 1.008.822,34
B. Rückstellungen 884.744,00 622.505,00
C. Verbindlichkeiten 7.623.827,24 7.020.932,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.540.512,74 1.598.628,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.028.151,12 294.456,86
3. Übrige Verbindlichkeiten 5.055.163,38 5.127.847,03
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.595.933,10 10.898.748,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.383.901,26 7.525.844,41
2. Personalaufwand -3.840.407,40 -3.749.224,11
a) Löhne und Gehälter -3.227.049,07 -3.152.981,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -613.358,33 -596.242,86
3. Abschreibungen -910.590,71 -896.094,56
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -910.590,71 -896.094,56
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.086.217,26 -2.037.117,46
5. Erträge aus Beteiligungen 99.611,89 96.931,98
6. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 571.279,81 529.338,22
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.539,71 778,12
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.031,13 -46.040,82
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -311.810,80 -371.531,39
10. Ergebnis nach Steuern 880.275,37 1.052.884,39
11. Sonstige Steuern -48.224,42 -44.062,05
Jahresüberschuss 832.050,95 1.008.822,34

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Karl Michl Speditions GmbH hat ihren Sitz in Obermeitingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 25203 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden auf der Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten Nutzungsdauern der Wirtschaftsgüter vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto € 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert in Höhe von € 17.700,00 angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag aktiviert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften wurden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung im Berichtszeitraum sowie die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel.

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.256,67 20.637,51 0,00 230.894,18
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 210.256,67 20.637,51 0,00 230.894,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 506.061,77 990,00 0,00 507.051,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.724.751,65 681.768,66 73.461,02 6.333.059,29
Summe Sachanlagen 6.230.813,42 682.758,66 73.461,02 6.840.111,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.547,00 0,00 0,00 38.547,00
2. Genossenschaftsanteile 8.930,00 0,00 0,00 8.930,00
Summe Finanzanlagen 47.477,00 0,00 0,00 47.477,00
Summe Anlagevermögen 6.488.547,09 703.396,17 73.461,02 7.118.482,24
Abschreibungen
Nettobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zuführungen Abgänge Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.679,67 42.518,51 0,00 173.198,18 57.696,00 79.577,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 130.679,67 42.518,51 0,00 173.198,18 57.696,00 79.577,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.931,77 35.413,00 0,00 81.344,77 425.707,00 460.130,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.283.209,11 832.659,20 60.827,02 4.055.041,29 2.278.018,00 2.441.542,54
Summe Sachanlagen 3.329.140,88 868.072,20 60.827,02 4.136.386,06 2.703.725,00 2.901.672,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 38.547,00 38.547,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 8.930,00 8.930,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 47.477,00 47.477,00
Summe Anlagevermögen 3.459.820,55 910.590,71 60.827,02 4.309.584,24 2.808.898,00 3.028.726,54

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen dem Finanzamt in Höhe von T€ 110 (Vorjahr: T€ 73) aufgeführt, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um im Folgejahr abziehbare Vorsteuer.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen T€ 6.729 (Vorjahr: T€ 5.877). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen T€ 788 (Vorjahr: T€ 1.000). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren betragen T€ 107 (Vorjahr: T€ 144).

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 326 (Vorjahr: T€ 363), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 276 (Vorjahr: T€ 271) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 4) enthalten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Landsberg-Dießen in Höhe von T€ 284 ist durch Grundpfandrechte gesichert. Eine weitere Besicherung erfolgt durch die selbstschuldnerische, betraglich beschränkte und unbeschränkte Bürgschaft von Gesellschaftern.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat sich als Gesamtschuldnerin in Höhe von insgesamt T€ 590 vertraglich verpflichtet. Die Verträge haben eine Laufzeit bis 30.09.2033. Die Inanspruchnahme aus o.g. Sachverhalt schätzen wir aufgrund der gegenseitigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhältnis der Gesamtschuldner als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für 2023 ergaben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen in Höhe von T€ 524. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit ähnlicher Belastung.

Erträge aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 99 (Vorjahr: T€ 96) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 74 Mitarbeiter, davon 43 Angestellte und 31 gewerbliche Mitarbeiter.

Name der Geschäftsführer

Herr Norbert Michl, Speditionskaufmann

Herr Stefan Michl, Speditionskaufmann

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
T€
Stand bisheriger Kredite 3
Rückzahlungen im Berichtsjahr 3
Neuvergaben im Berichtsjahr 0
= neuer Kreditbestand 0

Die Verzinsung erfolgte mit 1% p.a.

Anteilsbesitz

Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen wie folgt:

Anteil am Kapital Eigenkapital 2023 Jahresergebnis 2023
Michl Polska sp.z.o.o., Katowice 50% T€ 1.660 T€ 339
Michl Lager- und Kontraktlogistik GmbH 100% T€ 25 T€ 0
Michl Logistics d.o.o Beograd 100% T€ 14 T€ 23

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 832.050,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Obermeitingen, 9. September 2024

Die Geschäftsführung der Karl Michl Speditions GmbH

Norbert Michl

Stefan Michl

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Karl Michl Speditions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Michl Speditions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Michl Speditions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 9. September 2024

O&P
GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Biechele, Wirtschaftsprüfer

Wolfgang Leeb, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen der Jahresabschluss gegebenenfalls nur teilweise offengelegt wird.

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