HSCE Hanseatic Service Center GmbH

Fuhlsbüttler Straße 437, 22309 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 98555
Vorher
PROVISTA Sechshundertfünfunddreißigste Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
20.9.2006
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Vermittlung von Darlehen sowie bankenbezogener Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben im Auftrag und für Rechnung der Hanseatic Bank GmbH & Co KG zu Hamburg. Ausgeschlossen sind Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 und 1 a KWG. Des weiteren die Vermittlung von Versicherungsverträgen an Verbraucher im Sinne des § 34 d GewO und das Erbringen von Dienstleistungen in den Bereichen Tele- und Direktmarketing sowie versicherungsbezogener und allgemeiner kaufmännischer Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben für Dritte. Allgemeine kaufmännische Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben sind insbesondere die Durchführung von Seminaren, Coachings und sonstigen Trainingsmaßnahmen, Dienstleistungen im Forderungsmanagement sowie die Bearbeitung rückständiger Konten von der Mahnbearbeitung bis hin zur Kreditkündigung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Simon
seit 16.5.2025
Prokura
Rebecca Morrison
seit 16.5.2025
Prokura
Jürgen Winkler
seit 13.9.2011
Prokura
Michel Billon
seit 26.2.2008
Geschäftsführer
Detlef Zell
seit 26.7.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hanseatic Bank GmbH & Co KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HSCE Hanseatic Service Center GmbH

Hamburg

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HSCE Hanseatic Service Center GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HSCE Hanseatic Service Center GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HSCE Hanseatic Service Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, den 27. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schreiber, Wirtschaftsprüfer

Weike, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EURO
31.12.2022
EURO
A. Umlaufvermögen
I. sonstige Vermögensgegenstände 75.326,48 153.744,78
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.951.780,90 1.263.873,09
2.027.107,38 1.417.617,87
2.027.107,38 1.417.617,87

Passiva

31.12.2023
EURO
31.12.2022
EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 58.250,65 58.250,65
83.250,65 83.250,65
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 487.243,00 744.065,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.925,07 33.625,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.061.133,81 313.532,68
3. sonstige Verbindlichkeiten 392.554,85 243.144,07
1.456.613,73 590.302,22
2.027.107,38 1.417.617,87

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EURO
2022
EURO
1. Umsatzerlöse 20.696.565,87 19.560.287,86
2. sonstige betriebliche Erträge 51.322,13 53.982,56
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.070.200,01 6.162.794,05
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.526.500,89 8.364.633,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.792.444,64 1.684.956,59
davon für Altersversorgung: Euro 4.878,43 (Vj. Euro 5.548,23)
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.456.406,18 3.377.929,86
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 314,00 271,00
davon an verbundene Unternehmen: Euro 0,00 (Vj. Euro 0,00)
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 902.022,28 23.685,85
8. aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 902.022,28 23.685,85
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die HSCE Hanseatic Service Center GmbH, Hamburg, ist unter der Nummer HRB 98555 im Handelsregister Hamburg eingetragen. Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft besteht in der Vermittlung von Darlehen sowie bankenbezogener Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben im Auftrag und für Rechnung der Hanseatic Bank GmbH & Co KG zu Hamburg. Gegenstand des Unternehmens ist des Weiteren die Vermittlung von Versicherungsverträgen an Verbraucher im Sinne des § 34 d GewO und das Erbringen von Dienstleistungen in den Bereichen Tele- und Direktmarketing sowie versicherungsbezogener und allgemeiner kaufmännischer Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben für Dritte. Ausgeschlossen sind Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 und 1a KWG.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip) nach den gesetzlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten besteht ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin Hanseatic Bank GmbH & Co KG und ist zum Nominalwert angegeben.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zu den Bilanzpositionen

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich vorwiegend um ausstehende Rechnungen.

Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben in Höhe von 1.952 TEuro (i. Vj. 1.264 TEuro) wird bei der Alleingesellschafterin Hanseatic Bank GmbH & Co KG unterhalten. Es handelt sich um ein täglich fälliges Kontokorrentkonto.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend Rückstellungen für sonstige Personalkosten in Höhe von 140 TEuro (i. Vj. 275 TEuro), Rückstellungen für Prämien, Urlaubsverpflichtungen und Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von 161 TEuro (i. Vj. 150 TEuro) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 157 TEuro (i. Vj. 192 TEuro)

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind vorwiegend 240 TEuro (i. Vj. 243 TEuro) abzuführende Lohnsteuern für die Monate November und Dezember 2023 enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin und betreffen Leistungsverrechnungen sowie den Ergebnisabführungsvertrag. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen vorwiegend lt. Punkt 1 erbrachte Dienstleistungen für die Gesellschafterin Hanseatic Bank.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge enthalten. Es handelt sich vorwiegend um die Auflösung von übrigen Rückstellungen in Höhe von 31 TEuro (i. Vj. 40 TEuro).

Materialaufwand

Bei der Position des Materialaufwands handelt es sich vorwiegend um Positionen der Leistungsverrechnung mit der Gesellschafterin für die Nutzung von EDV-Programmen und sonstigen Dienstleistungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vorwiegend Kosten für ausgelagerte Leistungen, Mieten, Raumkosten und Kosten für Leiharbeitnehmer.

5. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, welches in Höhe von 8 TEUR (i. Vj. 8 TEUR) auf die Zuführung der Rückstellung entfällt, beträgt 13 TEuro (i. Vj. 12 TEuro) und schlüsselt sich wie folgt auf:

TEuro Vorjahr
Abschlussprüfungsleistungen 13 12
Gesamthonorar 13 12

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen wurden nicht abgeschlossen.

Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahlen wurden gem. § 267 Abs. 5 HGB berechnet.

2023 2022
Kaufm. Angestellte 225 228
davon Vollzeitkräfte 163 165
davon Teilzeitkräfte 62 63

Geschäftsführer

Detlef Zell, Geschäftsführer Marktfolge/Risikoüberwachung, Hamburg

Michel Billon, Geschäftsführer Marktbereich/IT, Hamburg

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernklausel

Die HSCE Hanseatic Service Center GmbH gehört über die Hanseatic Bank GmbH & Co KG zum Konzern Société Générale S.A., Paris, Frankreich. Die Société Générale S.A. stellt einen Konzernabschluss auf, in den die HSCE Hanseatic Service Center GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Société Générale S.A. wird bei der Geschäftsstelle des Handelsgerichts Paris (Greffe du Tribunal de Commerce de Paris) unter der Register Nr. 552 120 222 hinterlegt.

Mindeststeuergesetz

Durch das Mindeststeuergesetz (vom 21. Dezember 2023) ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand oder Steuerertrag der Gesellschaft für den Jahresabschluss 2023. Die Gesellschaft gehört zur deutschen Mindeststeuergruppe der in Frankreich ansässigen obersten Muttergesellschaft Société Générale S.A.. Auch für künftige Geschäftsjahre erwarten wir - nach aktueller Einschätzung - aus dem Mindeststeuergesetz keine Auswirkungen auf den Steueraufwand oder Steuerertrag

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietverträge

Es besteht zum Bilanzstichtag ein Mietvertrag mit der Gesellschafterin. Die Mietverpflichtungen betragen 8.259 TEuro (i. Vj. 8.959 TEuro) bei einer Restlaufzeit bis zu 162 Monaten.

7. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

 

Hamburg, 19. März 2024

Geschäftsführung

Michel Billon

Detlef Zell

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Geschäftsmodell

Gegenstand der HSCE Hanseatic Service Center GmbH, Hamburg, ist die Wahrnehmung von Aufgaben in der Kredit- und Einlagenadministration für die Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg. Zu den Aufgaben gehören in diesem Zusammenhang die Bearbeitung von Kredit- sowie Sparproduktanträgen, der Kund*innenservice und das Erbringen von Dienstleistungen in den Bereichen Tele- und Direktmarketing sowie versicherungsbezogener und allgemeiner kaufmännischer Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben für Dritte sowie die Mahn- und Inkassobearbeitung notleidender Kredite bis hin zur Kündigung. Zusätzlich wird hier das Vertriebspartnernetzwerk der Hanseatic Bank von einem spezialisierten Team betreut.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die HSCE Hanseatic Service Center GmbH ist eine 100%ige Tochter der Hanseatic Bank GmbH & Co KG mit Hauptsitz in Hamburg. Von dieser werden wesentliche administrative Leistungen in Form von Personaladministration, Personaltraining und IT-Support für die HSCE Hanseatic Service Center GmbH erbracht.

Die Hanseatic Bank ist als Tochterunternehmen zu einem Anteil von 75 % über die SG Financial Services Holding S.A.S. in den Konzern der Société Générale S.A., Paris, Frankreich, eingebunden. Daneben hält die Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, eine 25%ige Beteiligung. Innerhalb des Société-Générale-Konzerns gehört die Hanseatic Bank zur Einheit Consumer Financial Services.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Verbrauchendenpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war.

Die deutsche Wirtschaft erholt sich gemäß Bundesbank in den kommenden Jahren, wenn auch verzögert. Gegenwärtig bremsen vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, der zögerliche private Konsum und die infolge der geldpolitischen Straffung höheren Finanzierungskosten für Investitionen. Es wird erwartet, dass sich der Negativtrend im BIP im Jahr 2024 zunächst fortsetzt. Expert*innen rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn in der Rezession stecken bleibt. Auch ein Rückgang im Jahr 2024 insgesamt erscheint nicht ausgeschlossen. Die Schätzungen verschiedener Institute gehen jedoch auseinander. Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug und dürfte sich im Jahr 2024 mehr als halbieren. Die Teuerung von Energie lässt stark nach und auch bei Nahrungsmitteln ist sie deutlich rückläufig. Die geldpolitische Straffung entfaltet zunehmend ihre Wirkung. Ab 2025 lässt das starke Lohnwachstum deutlicher nach, wenngleich es weiter hoch bleibt. Darüber hinaus bestehen Risiken, insbesondere aufgrund geopolitischer Konflikte. Die Gefahr eines persistenteren Inflationsprozesses ist zwar dank der geldpolitischen Straffung verringert, aber noch nicht gebannt. Insgesamt überwiegen gegenwärtig für das Wirtschaftswachstum die Abwärts- und für die Inflation die Aufwärtsrisiken.

Bankenbranche

Die Banken profitierten im Jahr 2023 von den raschen Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die es ihnen ermöglichten, mehr für Kredite zu verlangen, während sie für Einlagen vergleichsweise wenig zahlten. Da sich die Inflation verlangsamt und sich die Zinssätze im Euroraum stabilisieren oder sie sogar sinken, wird dieser Rückenwind im Jahr 2024 voraussichtlich nachlassen. Die Kreditnachfrage nahm im Euroraum im Jahr 2023 ab. Haupttreiber der schwachen Kreditdynamik waren der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus und der Rückgang des Mittelbedarfs für Anlageinvestitionen. Die Banken setzten die Straffung ihrer Richtlinien für Unternehmenskredite im Jahresverlauf 2023 fort. Als Hauptgrund für die Anpassungen wird das gestiegene Kreditrisiko genannt. Hier wirken sich die gedämpfte Wirtschaftslage und der schwache Konjunkturausblick aus.

Auf dem Immobilienmarkt hat die Zinswende zu fallenden Preisen geführt, sodass Sicherheiten neu bewertet werden müssen. Insbesondere im Bereich der Gewerbeimmobilien sind die Kreditrisiken erhöht, da relativ kurze Zinsbindungen eine schnelle Weitergabe höherer Zinsen an die Kreditnehmer*innen ermöglichen. Kreditrisiken aus der Finanzierung von Wohnimmobilien sind angesichts einer stabilen Arbeitsmarktlage und festen Zinsbindungen mittelfristig zwar noch begrenzt, sollten aber ebenfalls im Fokus von Instituten und Aufsicht bleiben.

Die deutsche Wirtschaft ist strukturellem Anpassungsdruck ausgesetzt, der sich durch die unsichere geopolitische Lage und die Klimakrise noch verstärkt hat. Mittelfristig dürften Kreditrisiken gerade bei den Unternehmen entstehen, die hoch verschuldet sind und sich stark an die neuen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Ein robuster Finanzsektor kann einen wesentlichen positiven Beitrag zum Gelingen des Strukturwandels leisten. Strukturwandel bedeutet aber auch: mehr Insolvenzen und steigende Kreditrisiken.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftstätigkeiten des Hanseatic Service Centers orientieren sich wesentlich an den vereinbarten sogenannten Bausteinen der Strategie der Hanseatic Bank. Diese haben das Ziel, die Kund*innen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen und eine kontinuierliche Anpassung an sich schnell verändernde regulatorische und konsumorientierte Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Unter anderem wird neben der Förderung der Innovationstätigkeit, dem Einsatz künstlicher Intelligenz und mobiler Bankdienstleistungen auch die Stärkung der Arbeitgeberattraktivität verfolgt.

Mitarbeitende

Das Hanseatic Service Center beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 2023 insgesamt 220 Mitarbeitende (Dezember 2022: 229), davon 158 Vollzeit-, 60 Teilzeitbeschäftigte und zwei Auszubildende.

Die Zusammenarbeit in der Hanseatic Bank und im Service Center beruht auf der Vision "Gemeinsam. Begeistern. Für deine Zukunft." und drei Werten, die dem Unternehmen eine eigene Persönlichkeit verleihen und mit der sich die Mitarbeitenden identifizieren können. Die einzelnen Werte sind: Teamgeist, Verantwortung und Respekt.

Mitarbeiter * innen

Bild

Ertragslage

Das Hanseatic Service Center führt gemäß Gewinnabführungsvertrag die Gewinne an die Hanseatic Bank ab.

Umsatzerlöse

Das Hanseatic Service Center erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 20,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 5,8 %. Die Umsatzerlöse entstehen zu 96 % und damit nahezu ausschließlich aus der Geschäftsbeziehung zur Hanseatic Bank. 4 % werden aus Leistungen für die SOGECAP S.A. und die SOGESSUR S.A., jeweils mit Sitz in Hamburg, erzielt.

Die Umsatzerlöse basieren auf der in Anspruch genommenen Anzahl von Mitarbeitendenkapazitäten bewertet zu Planpreisen. Der Bedarf resultiert wesentlich aus dem eigenen Kreditgeschäft der Hanseatic Bank.

Umsatzerlöse in TEuro

Bild

Der Personalaufwand, bestehend aus Löhnen und Gehältern sowie sozialen Abgaben, erhöhte sich um 2,7 % bedingt durch Personalveränderungen und Gehaltsanpassungen auf 10,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Er liegt damit unter dem Plan von 10,6 Mio. Euro.

In den Materialaufwendungen werden Aufwendungen für bezogene Leistungen, im Wesentlichen von der Hanseatic Bank, ausgewiesen. Im Jahr 2023 liegen diese mit 6,1 Mio. Euro um 1,5 % unter dem Vorjahreswert.

Die Umsatzrendite (das Verhältnis der Gewinnabführung zu den Umsatzerlösen) liegt 2023 mit 4,4 % unter dem Plan und über dem Vorjahr. Die tatsächlichen Aufwendungen lagen somit über den zu Planpreisen berechneten Umsatzerlösen. Dieses führte zu der Planunterschreitung der Umsatzrendite. Die Planpreise werden jährlich überprüft und der Ist-Entwicklung angepasst. Orientierung ist eine Zielumsatzrendite von 5,0 %.

Finanzielle Leistungsindikatoren Ist 2021 Ist 2022 Plan 2023 Ist 2023
Umsatzerlöse (Mio. Euro) 18,9 19,9 22,0 20,7
Personalaufwand (Mio. Euro) 9,4 10,0 10,6 10,3
Gewinnabführung (Mio. Euro) 0,5 0,0 1,0 0,9
Umsatzrendite (%) 2,7 0,1 4,8 4,4

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden qualitative Indikatoren genutzt, die sich an den Anforderungen des Geschäftsmodells orientieren. Im Jahr 2023 erhielt die Hanseatic Bank den Finanz-Award für die GenialCard für den besten Mix aus Service und Leistung in der Kategorie Kreditkarten. In Vergleichen und Bewertungen gab es in diesem Jahr weitere Auszeichnungen. Im September 2022 wurde die in der Regel jährliche Mitarbeitendenumfrage durchgeführt und hat mit einer Zustimmung von 74 % (2021: 77 %) die insgesamt positive Einstellung zum Unternehmen bestätigt und damit das Ziel einer Quote größer 70 % erreicht.

Finanz- und Vermögenslage

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme des Hanseatic Service Centers ist gegenüber dem Vorjahr um 43,0 % auf 2,0 Mio. Euro gestiegen.

Die Vermögenslage des Hanseatic Service Centers ist im Wesentlichen durch Forderungen gegenüber dem Gesellschafter gekennzeichnet, die sich aus der laufenden Abrechnung der für die Bank erbrachten Leistungen im Bereich der Kredit- und Einlagenadministration ergeben.

Bilanzsumme in TEuro

Bild

Zum Bilanzstichtag bestehen neben dem Eigenkapital von 0,1 Mio. Euro Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von 0,5 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten von 1,5 Mio. Euro.

Eigenkapital

Das Hanseatic Service Center hat ein Stammkapital in Höhe von 25 TEuro, das vollständig eingezahlt wurde. Zusätzlich besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von 58 TEuro. Die Eigenkapitalquote (das Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme) ist bei konstantem Eigenkapital und gestiegener Bilanzsumme im Jahr 2023 gesunken.

EIGENKAPITAL 2021 2022 2023
Eigenkapital [TEuro] 83,3 83,3 83,3
Gezeichnetes Kapital [TEuro] 25,0 25,0 25,0
Kapitalrücklage [TEuro] 58,3 58,3 58,3
Eigenkapitalquote [%] 5,8 5,9 4,1

Liquidität

Für den Betriebsablauf wird auf eine weitgehende Deckungsgleichheit der Zahlungseingänge und der Verpflichtungen geachtet. Zum Bilanzstichtag besteht die Bilanzsumme zu 96,3 % aus Bankguthaben.

Zusammenfassend stellt sich die Finanz- und Vermögenslage auch vor dem Hintergrund der Beziehung zur Hanseatic Bank GmbH & Co KG als solide dar.

Risikobericht

Die dauerhafte Existenzsicherung des Hanseatic Service Centers erfolgt durch die laufende Beobachtung der erbrachten Leistungen und durch entsprechende Anpassung der zugrundeliegenden Prozesse. Das Hanseatic Service Center ist dazu vollumfänglich in das Risikomanagement der Hanseatic Bank integriert. Die Prozesse und Prozesszeiten werden durch eine eigene Abteilung gemessen und überwacht. Hierbei sind Mengenzählungen, Prozessdurchlaufzeiten und der Kapazitätsbedarf an Mitarbeitenden die Parameter, die laufend für die Positionierung des Hanseatic Service Centers gegenüber der Entwicklung des Geschäfts der Hanseatic Bank abgeglichen werden. Damit wird organisatorischen Risiken entgegengewirkt. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden laufend durch ein eigenes Schulungsteam geschult, um einerseits die Endkund*innen der Bank zufriedenstellend zu bedienen, andererseits aber durch hohe System- und Prozesskenntnis die Effizienz hoch und operationelle Risiken gering zu halten.

Die IT-Systeme im Hanseatic Service Center werden durch die Hanseatic Bank bereitgestellt. In dieser stehen entsprechende Risikosteuerungsinstrumente zum Datenschutz und für den Katastrophenfall zur Verfügung.

Liquiditätsrisiken werden durch die zeitliche Disposition der Fälligkeiten aus den Forderungen der erbrachten Leistungen mit den Verpflichtungen aus den empfangenen Leistungen entgegengewirkt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die makroökonomischen Entwicklungen im Jahr 2023 waren mit einer deutlichen Unsicherheit versehen. Aufgrund der laufenden russischen Invasion in die Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten sowie der anhaltend hohen Inflationsrate bestehen weiterhin eine sehr hohe Unsicherheit und damit stark gestiegene Risiken in der Welt - insbesondere in der Europäischen Union. Die Entwicklungen zeigten starke Auswirkungen auf die globale und insbesondere auf die europäische Wirtschaft. Insgesamt resultierte aus diesen Entwicklungen ein hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen auf die Hanseatic Bank.

Die Hanseatic Bank hat analog zu den unsicheren Vorjahren der erhöhten Unsicherheit durch eine fortwährende Überwachung und Betrachtung der allgemeinen Wirtschaftslage im Zusammenhang mit der eigenen geschäftlichen Entwicklung Rechnung getragen

Eine Gesamteinschätzung der Lage wird ebenfalls regelmäßig an die Konzernmutter Société Générale berichtet.

Prognosebericht

Für die kommenden Geschäftsjahre sollte sich der stabile Trend im Hanseatic Service Center fortsetzen. Für das Jahr 2024 wird in der Hanseatic Bank ein profitabler Wachstumspfad verfolgt, wodurch auch der Produktionsbereich des Hanseatic Service Centers gefordert sein wird. Die Umsatzerlöse werden über dem Niveau des Vorjahres erwartet. Insbesondere der Ausbau des Kreditkartengeschäftes sowie des Geschäfts mit dem EigentümerDarlehen werden zu erhöhtem Leistungsaufkommen führen. Entlastend werden laufend Prozessverbesserungen durchgeführt. Die Schaffung von Effizienzgewinnen unter Einsatz von Digitalisierung stellt einen besonderen Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2024 dar.

Unsicherheit besteht aus möglichen Auswirkungen, die sich aus verändernden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingen ergeben, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht absehbar sind. Die Sicherstellung der Geschäftsfähigkeit hat für die Hanseatic Bank und ebenso für das Hanseatic Service Center jederzeit die höchste Priorität. In Abhängigkeit der Krisenentwicklung werden laufend Handlungsfelder identifiziert und strategische Schwerpunkte bei Bedarf verlagert.

Insgesamt wird für 2024 eine Umsatzrendite von 4,8 % erwartet. Diese liegt über dem Vorjahr und auf dem Niveau der Zielumsatzrendite von 5,0 %. Die Gewinnabführung an die Hanseatic Bank wurde im Jahr 2024 mit 1,0 Mio. Euro geplant. Für die Umsatzerlöse wird eine Steigerung auf 21,4 Mio. Euro prognostiziert. Dieses basiert auf dem erwarteten Neugeschäftswachstum der Hanseatic Bank. Effizienzgewinnung unter Einsatz von Digitalisierung wird im Jahr 2024 im Mittelpunkt stehen. Das Hanseatic Service Center wird effizienter und somit ressourcenschonender arbeiten. Fokusthemen wurden dazu erarbeitet und abgeleitete Projekte gestartet.

Finanzielle Leistungsindikatoren Ist 2023 Plan 2024
Umsatzerlöse (Mio. Euro) 20,7 21,4
Personalaufw and (Mio. Euro) 10,3 10,3
Gewinnabführung (Mio. Euro) 0,9 1,0
Umsatzrendite (%) 4,4 4,8

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden weiterhin qualitative Indikatoren zur Unterstützung der internen Steuerung genutzt. Die regelmäßigen Erhebungen und Analysen der Mitarbeitenden- und Kund*innenzufriedenheit werden fortgesetzt sowie die Entwicklung im Zeitverlauf bewertet. Die Erwartung ist, jeweils mindestens die Werte aus dem Vorjahr zu bestätigen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie werden transparente Kennzahlen entwickelt, um beispielsweise das langfristige Ziel "Netto-null-Emissionen" erreichen zu können.

Die Hanseatic Bank wird sich im für die Finanzwirtschaft herausfordernden Umfeld gut behaupten können und in ihren Produkten und Märkten daran arbeiten, sich zusammen mit dem Hanseatic Service Center als Referenz weiterzuentwickeln. Das Hanseatic Service Center trägt dazu mit seinem Leistungsangebot nachhaltig bei und bildet damit auf der Prozessseite des Produktionsbereichs eine wichtige Grundlage für die Leistungsabnehmerin, die Hanseatic Bank.

Chancenbericht

Die Entwicklung des Hanseatic Service Centers ist an die Entwicklung der Hanseatic Bank gekoppelt. Die verschiedenen geopolitischen Unsicherheiten und Konflikte sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Bedingungen bilden einen belastenden Rahmen für die Prognose. Eine Entspannung der internationalen Konflikte, verbunden mit einer Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung, könnte zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Krediten und Bankdienstleistungen führen.

Die Belebung des Konsums im stationären und insbesondere Onlinehandel bietet insbesondere im Kreditkartengeschäft zusätzliche Wachstumschancen. Für das Produktfeld EigentümerDarlehen könnten aus einer Begrenzung des Zinsanstiegs, verbunden mit zunehmender Bauleistung, zusätzliche Absatzchancen entstehen.

Die weiteren Investitionen in geeignete und cloudbasierte IT-Anwendungen sowie neue prozessuale und digitalisierte Lösungen führen zügiger als erwartet zu effizienteren Prozessen und damit geringeren Aufwendungen.

Das Übertreffen der anspruchsvollen Ziele und Erwartungen für 2024 sowie für die Folgejahre setzt voraus, dass sich die Krise nicht verschärft und eine zügige Rückkehr in eine gesamtwirtschaftlich stabile Entwicklung gelingt.

 

Hamburg, 19. März 2024

HSCE Hanseatic Service Center GmbH, Hamburg

Geschäftsführung

Michel Billon

Detlef Zell

Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 12.04.2024 festgestellt.

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