Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 4262
Vorher
Wellhöfer Dosimetrie GmbHScanditronix Wellhöfer GmbH
Eingetragen
25.10.1979
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb sowie der Im- und Export von physikalischtechnischen Geräten und Software sowie das Betreiben aller damit üblicherweise zusammenhängender Geschäfte; ferner die Installation und Wartung dieser Geräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Mollenhauer
seit 3.9.2019
Prokura
Geschäftsführer
Soumya Chandramouli
seit 14.3.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christian Kling
seit 7.7.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH
Germany
68.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IBA Dosimetry GmbH

Schwarzenbruck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Branchensituation

Medizinphysikalische Messgeräte zur Bestimmung der physikalischen Eigenschaften von Strahlenquellen und deren Qualitätskontrolle, so wie sie die IBA Dosimetry GmbH produziert und vertreibt, gehören zur Grundausstattung jeder Strahlentherapie und jeder radiologischen Klinik. In den entwickelten Ländern ist diese gesetzlich gefordert, aber auch weltweit setzt sich in der medizinischen Strahlenanwendung zunehmend ein Qualitätsbewusstsein durch, welches eine Anwendung dieser Messgeräte zur Folge hat.

Neuartige, hochspezialisierte Bestrahlungstechniken in der Radioonkologie erfordern zusätzlichen Messaufwand und neue noch zu entwickelnde zeiteffiziente und präzise Messtechniken. Hier werden große Ansprüche an die Forschung und Entwicklung auch bei den einschlägigen Firmen wie IBA Dosimetry GmbH gestellt.

Die etablierten Länder in Europa und die Vereinigten Staaten entwickeln sich nach unserer Einschätzung im klassischen Radiotherapiebereich hin zu reinen "Replacement-Märkten", die durch einen verstärkten Preiswettbewerb v.a. zwischen den beiden Marktführern Varian und Elekta gekennzeichnet sind. In den bisherigen Schwellenländern sehen wir währenddessen weitreichende Möglichkeiten für die Anbieter von medizinischen Geräten und medizintechnischen Ausstattungen. In Asien und Südamerika sowie Indien ist die IBA Dosimetry GmbH durch ein eigenes Vertriebsteam oder im Markt gut aufgestellte Distributoren vertreten.

Kompensiert werden nach unseren Erwartungen die insgesamt geringeren Wachstumsraten des klassischen Radiotherapiemarktes durch einen zukünftigen Anstieg installierter Protonentherapieanlagen.

Die Krebserkennungs- wie auch -behandlungsmethoden werden in den kommenden Jahren zunehmend komplexer und individualisierter. Hierfür werden wir unterstützende Produkte anbieten, die auch eine zunehmende Integration von bildgebenden Funktionalitäten und Komponenten in Therapieanlagen und -anwendungen aufweisen (Image Guided Radiotherapy).

1.2 Umsatzentwicklung

Auch im Jahr 2023 konnten wir unsere weltweite und langfristige Präsenz im Dosimetrymarkt behaupten. Insgesamt zeigte das Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg der Umsätze um ca. 21,6% im Vergleich zum Vorjahr (Vj. Rückgang um 2,4%). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das Ende der pandemie-bedingten Einschränkungen, einem sehr starken nordamerikanischen Markt sowie großvolumige Protonen Therapy Projekte (bspw. Kasachstan) zurückzuführen.

1.3 Investitionen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr T€ 188 (Vj. T€ 297) in immaterielle Vermögensgegenstände, T€ 302 (Vj. T€ 502) in Sachanlagen und T€ 73 (Vj. T€ 11.585) in Finanzanlagen investiert.

1.4 Produktion

Der einzige Produktionsstandort der IBA Dosimetry GmbH ist in Schwarzenbruck. Der Schwerpunkt der Fertigung liegt im Bereich Assemblage, Kalibrierung und Test. Somit fokussieren wir uns weiter auf unsere Kernkompetenzen und lagern "Nichtkernkompetenzen" in der Komponentenfertigung konsequent aus. Zu unseren externen Fertigungspartnern zählen weltweit Unternehmen mit spezifischem Technologie-Know-how. Zur Produktion gehören unverändert die Hauptprodukte Smartscan, Blue Phantom2, MatriXX, Dose1 und Ionisationskammern. Die Mitarbeiterzahl in der Produktion ist im Geschäftsjahr unverändert geblieben. Lückenlose Qualitätsüberwachung und Prüfung sichern höchste Qualitätsanforderungen sowie eine kontinuierliche Effizienzverbesserung. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Fertigungsbereiche weiterhin modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht, um unseren Kunden fortlaufend höchste Qualität zu bieten. Damit streben wir an, den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.

1.5 Personal- und Sozialbereich

Der Anteil der Akademiker ist aufgrund der eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie aufgrund der angebotenen Hochtechnologie überdurchschnittlich hoch. Als weltweiter Anbieter verfügt die Firma über einen sehr großen Anteil von Arbeitnehmern unterschiedlicher Nationalitäten, was zu einem bedeutsamen interkulturellen Austausch innerhalb der Firma und des IBA S.A. Konzerns führt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für Fortbildungsmaßnahmen der Arbeitnehmer insgesamt T€ 35 (Vj. T€ 62) investiert. Die Personalentwicklung wie auch -vergütung erfolgt im Rahmen eines konzernweiten Management by Objective-Systems.

2. Darstellung der Lage

Die Lage der Gesellschaft ist insgesamt als stabil einzuschätzen. Im Jahre 2022 hat die Gesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen in Kanada und die Aktien an einem in Schweden ansässigen Unternehmen erworben sowie eine Tochtergesellschaft in China gegründet. Im Jahr 2023 gründete die Gesellschaft eine weitere Tochtergesellschaft in Indien, was unsere weltweite strategische Orientierung untermauert. Der Bedarf an Liquidität hierfür wurde durch die Cash-Pool-Finanzierung abgedeckt.

2.1 Vermögenslage

Die Vermögensverhältnisse der Gesellschaft sind geordnet. Von den Vermögensgegenständen der Gesellschaft sind 39,0% (Vj. 44,0%) dem langfristigen und 61,0% (Vj. 56,0%) dem kurzfristigen Bereich zuzuordnen.

Die mit dem hohen Auftragsbestand einhergehende notwendige Lieferbereitschaft ist der wesentliche Treiber des Anstiegs der Vorräte um T€ 1.604 (Vj. T€ 858).

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 330 sowie der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 309 wirken sich erhöhend auf den gesamten Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um T€ 584 wegen Großaufträgen, die am Ende des Geschäftsjahres 2023 realisiert wurden. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen IBA Dosimetry America's Inc. von T€ 507 (Vj. T€ 478) enthalten.

Durch den Ergebnisabführungsvertrag zwischen IBA Dosimetry GmbH, Schwarzenbruck und IBA Particle Therapy GmbH Schwarzenbruck und der daraus folgenden Gewinnabführung in Höhe von T€ 4.464, blieb der Bestand der Eigenmittel in Höhe von T€ 13.456 ohne Veränderung zum Vorjahr bestehen. Die Eigenkapitalquote (Summe Eigenkapital bezogen auf die Bilanzsumme) beträgt am Stichtag 37,8% (Vj. 41,3%).

Innerhalb der Verbindlichkeiten stiegen die aus Lieferungen und Leistungen um T€ 152, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um T€ 483 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 2.079 (bedingt im Wesentlichen durch Aufbau der Cash-Pool-Verbindlichkeit in Höhe von T€ 3.266), während die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 67 stiegen. Darüber hinaus erhöhte sich der Bestand der Rückstellungen um T€ 189. Der Anstieg kommt aus diversen Posten der sonstigen Rückstellungen.

2.2 Finanzlage

Mit dem Ziel, die konzernweite Finanzierung zu optimieren, wurde ab dem 1.1.2014 ein gruppenweites Cash-Pooling eingeführt, infolgedessen Teile des Finanzmittelbestandes bilanziell entweder unter den Forderungen T€ 0 oder Verbindlichkeiten (T€ 3.266) gegen verbundene Unternehmen gezeigt werden.

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus eigenen Mitteln bzw. aus dem Cash-Pool mit der IBA S.A. in Belgien. Nach den durchgeführten Investitionsmaßnahmen, v.a. zur Erweiterung unseres bestehenden ERP-Systems sowie der Gründung einer neuen Tochtergesellschaft in Indien, lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Bereich des von der Geschäftsführung erwarteten Korridors. Der Finanzmittelbestand (Cash-Pool-Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und Bankguthaben) zum Ende des Geschäftsjahres 2023 sank von T€ -4.522 auf T€ -330, bedingt im Wesentlichen dadurch, dass auch die langfristigen Investitionen in das Finanzanlagevermögen aus dem Cash-Pool finanziert wurden.

Die zum Bilanzstichtag entstandene Cash-Pool-Verbindlichkeit (nach dem Kauf der Beteiligung und nachgelagert des Zahlungsabflusses aus der Ergebnisabführungsverpflichtungen) kann nicht kurzfristig aus eigenen Mitteln bzw. aus dem operativen Cashflow getilgt werden.

Dahingehend hat die oberste Konzernmutter und Cash-Pool-Führerin IBA S.A. am 08.05.2023 eine Patronatserklärung zu Gunsten der Gesellschaft abgegeben, wonach die IBA S.A. sich bereit erklärt, bis zum 31. Dezember 2024 ausreichende Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit die IBA Dosimetry GmbH in der Lage sein wird, ihre Schulden bei Fälligkeit zu begleichen.

2.3 Ertragslage

Die Ertragslage im Jahr 2023 wurde von einer Umsatzsteigerung von 21,6% geprägt, der im Wesentlichen auf das Ende der pandemiebedingten Einschränkungen zurückzuführen ist.

Die Materialeinsatzquote ist um 1,6% gegenüber dem Vorjahr von 41,2% auf 42,8%, aufgrund der zunehmenden Lieferkettenverwerfungen und Komponentenverfügbarkeit, gestiegen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 201 ist im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus Währungsumrechnungen aufgrund von unterjährigen Kursschwankungen bei USD zurückzuführen.

Der Anstieg des Personalaufwandes um T€ 309 ist im Wesentlichen auf die jährliche Gehaltsanpassung zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt T€ 274 und ist auf verschiedene Posten wie z.B. bezogene Dienstleistungen in Marketing und IT-Bereich, Konzerninterne Belastungen für Vertriebsaktivitäten und Managementgebühren zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens des Geschäftsjahres entfallen mit T€ 600 (Vj. T€ 634) auf Sachanlagen und mit T€ 387 (Vj. T€ 259) auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft schloss mit einem Saldo von T€ 4.464 (Vj. T€ -283).

Der Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern für vorherige Geschäftsjahre. Aufgrund der einkommenssteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft sind seit 2021 keine Ertragsteuern auf der Ebene der Gesellschaft angefallen.

Insgesamt lag das operative Ergebnis bei T€ 4.633 (Vj T€ 66). Die letztjährige geschäftsbereichsweite Umsatzprognose für 2023 von +14% wurde mit +22% insbesondere durch ein sehr starkes projektgetriebenes Protonentherapiegeschäft noch übertroffen.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind Umsatz und operatives Ergebnis, das dem Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Finanzanlagen entspricht.

2.5. Sonstige Erfolgsfaktoren

Mit unserem im Customer Service geführten CSAT (Customer Satisfaction) Score erfasst die Gesellschaft die Kundenzufriedenheit aller Servicekontakte. Unser Ziel ist hier ein Wert von mindestens 97%, was wir im Jahr 2023 gut erreicht haben. Auch in Zukunft wollen wir über unserem Benchmark von 97% bleiben.

Ein weiterer nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterfluktuationsrate, die wir möglichst gering halten wollen. Wir streben eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit an, um die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

3. Voraussichtliche Entwicklung

3.1 Produkte

Das Geschäftsmodell wird in Zukunft auch weiterhin auf einen gesteigerten Anteil an Softwarelösungen ausgerichtet sein. Produktinnovationen, wie die seit 2015 erhältliche einheitliche Softwareplattform myQA, sowie das neu eingeführte Smartscan-System, werden beispielsweise um die Softwarelösungen ION RT, ION PT, aber auch um die neue Risikomanagementapplikation myQA PROactive, erweitert. Es wird von der Gesellschaft eine Entwicklung zum Komplettlösungsanbieter für medizinische Physik angestrebt. Konzepte zum Insourcing von volumenreichen Produkten, bspw. über unsere chinesische Tochtergesellschaft in Shanghai werden weiterentwickelt, um den wachsenden Margendruck zu entsprechen.

3.2 Forschung und Entwicklung

Die optimale Nutzung der bestehenden Ressourcen im Geschäftsbereich zur Fertigstellung zeitkritischer Projekte und die maximale Nutzung von Synergien der Ländergesellschaften im Geschäftsbereich Dosimetrie für alle Neuentwicklungen bestimmen die F&E-Strategie. Ressourcenknappheiten werden durch wissenschaftlich-technische Kooperationen mit in- und ausländischen Universitäten, Forschungsinstituten und Herstellern sowie Konzerngesellschaften ausgeglichen und sollen durch diese intensiven Kontakte auch in der Zukunft verhindert werden.

Von unserem durchschnittlichen Gesamtmitarbeiterbestand von 172 (Vj. 189) sind 57 (Vj. 64) bzw. 33,14% (Vj. 34%) in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Es fielen in diesem Bereich im Geschäftsjahr T€ 1.450 (Vj. T€ 1.567) an Projektkosten in Form von Dienstleistungen und Materialien an.

Mit unserem International Competence Center (ICC) steht uns am Standort Schwarzenbruck eine Einrichtung zur Verfügung, die die weitere Entwicklung in der personalisierten Strahlentherapie und den damit verbundenen Dosimetrielösungen, sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch im Bereich der Schulung, unterstützt.

Als Schwerpunkt der kommenden Jahre, bei weiterhin konstant hohen Forschungs- und Entwicklungskosten, wird die Entwicklung der onlinebasierten und vernetzten Patientenbehandlung vorangetrieben. Der Anteil von Softwarelösungen wird damit weiter steigen.

3.3 Märkte und Stellung im Markt

Der Ausbau des bestehenden Produktmarktes in Asien, vor allem in China, Indien sowie Südamerika und die Erschließung der Märkte mit innovativen Produkten im Premium-Segment sind nach Auffassung der Geschäftsleitung mittelfristig die wesentlichen Herausforderungen.

Produktseitig besteht die wesentliche Herausforderung in der Ausrichtung unseres Produktportfolios in Richtung zunehmender Softwarelösungen sowie der Integration unserer Produkte in die Behandlungsanlagen von Großkunden.

3.4. Ergebniserwartung

Die IBA Dosimetry GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine geschäftsbereichsweite Umsatzsteigerung von ca. 10%, im Wesentlichen zurückzuführen auf die Erweiterung der Geschäftsbereichsaktivitäten in den USA. Der Bereich der Strahlentherapie in Deutschland wird sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, insbesondere beeinflusst durch den bereits in 2023 starken Anstieg in der Protonentherapie. Das operative Ergebnis, berechnet aus Umsatz abzgl. direkter und indirekter Produktionskosten sowie operativer Vertriebs-, Marketing-, Verwaltungs- und FuE- Kosten wird leicht über dem operativen Ergebnis 2023 liegen.

Bezüglich des aktuellen Russland/Ukraine-Konflikts erwartet die Gesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2024. Da Russland für die Gesellschaft einem faktischen Embargo unterliegt, werden -analog 2023- keine Auftragseingänge für das Jahr 2024 erwartet.

4. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Wesentliche Risiken sehen wir in der naturgemäßen Abhängigkeit vom Bereich der Forschung und Entwicklung sowie der damit einhergehenden Knappheit an Fachpersonal. Nur durch ständige Innovation, verbunden mit gleichbleibend hohen Qualitätsstandards können sich Unternehmen in der Branche der Medizintechnik auch dauerhaft im globalen Markt behaupten. Eine weitere Verknappung des Fachpersonals, vor allem am Standort in Deutschland, führt zwangsläufig zu einem steigenden Lohnniveau bzw. zurückgehender Innovationsfähigkeit und damit zu mäßigen Risiken.

Da der Großteil unseres Geschäftsvolumens in ausländischen Märkten umgesetzt wird, bestehen infolgedessen Marktrisiken in Ländern, die durch die anhaltende Instabilität an den Finanzmärkten betroffen sind. Die Tendenz hin zu Tenderausschreibungen wird zunehmend Schwankungen in der Umsatzentwicklung verursachen. Bei steigenden Umsätzen mit Großkunden birgt der Aus- oder Wegfall einzelner Kunden mäßige Risiken.

Risiken aus dem aktuellen Russland/Ukraine-Konflikt ergeben sich im Wesentlichen durch das mittelfristige Wegbleiben von Auftragseingang aus Russland. Das daraus entstandene Risiko ist auf Grund der bereits unwesentlichen Geschäftstätigkeit in sanktionierten Gebieten als gering einzuschätzen, da die Gesellschaft bereits in 2023 unter diesen neuen Umständen agieren musste.

Von weiteren Auswirkungen auf andere Bereiche der Wertschöpfungskette geht die Gesellschaft mangels Lieferanten und Mitarbeitern in dieser Region nicht aus.

Von Seiten der weltweit tätigen Konzernmutter IBA S.A. sind aufgrund der nicht abschätzbaren Entwicklung des Konfliktes, sowie der verhängten Sanktionen gegen Russland, keine definitiven Prognosen möglich. Es sind aktuell keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft der IBA-Gruppe zu verzeichnen, was auch die IBA Dosimentry GmbH negativ beeinflussen könnte.

Insgesamt liegen keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft vor.

Weiterhin sehen wir mögliche Chancen aus der erweiterten Europäischen Union und der damit einhergehenden Standardisierung der medizinphysikalischen Messgeräte im europäischen Raum. Gleiches gilt für die Zukunftsmärkte China und Indien, in denen wir durch unseren Konzernverbund bzw. durch neu gegründete Tochtergesellschaften vertreten sind. Im Bereich der Radiodiagnostik werden wir die Internationalisierung unseres Geschäfts und die Integration in die Radiotherapie forcieren.

Als indirekte Tochtergesellschaft der Protonentherapieanlagen produzierenden IBA S.A. sind wir in die Entwicklung zukünftiger Patientenanwendungen integriert, womit sich weitere gute Absatzchancen für unsere Protonentherapielösungen ergeben.

 

Schwarzenbruck, den 14.08.2024

Die Geschäftsführung:

Jean-Marc Lisette

G. Bothy Olivier Jaques Ghislain Legrain

Soumya Chandramouli

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 753.345,79 1.037.250,67
2. Geleistete Anzahlungen 118.382,57 36.305,50
871.728,36 1.073.556,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.647,29 153.037,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.291.208,16 1.430.201,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.623,39 326.998,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.339,50
1.626.478,84 1.938.576,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.379.153,54 10.306.453,83
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 994.914,56 994.914,56
11.374.068,10 11.301.368,39
13.872.275,30 14.313.501,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.166.601,28 5.295.610,10
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.138.042,99 2.501.311,91
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.311.496,52 2.272.708,94
4. Geleistete Anzahlungen 70.842,53 13.144,36
11.686.983,32 10.082.775,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.305.402,95 3.721.801,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.223.474,89 893.347,03
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.230.359,19 921.486,49
6.759.237,03 5.536.634,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.935.616,27 2.300.717,46
21.381.836,62 17.920.127,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 317.315,84 276.208,87
D. Aktive latente Steuern 0,00 39.002,95
35.571.427,76 32.548.840,66

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 68.000,00 68.000,00
II. Kapitalrücklage 2.046.259,69 2.046.259,69
III. Gewinnvortrag 11.342.089,99 11.342.089,99
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
13.456.349,68 13.456.349,68
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 42.000,00 42.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.713.421,45 2.524.242,00
2.755.421,45 2.566.242,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.865.074,97 1.381.695,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.097.891,64 946.212,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.815.298,00 10.736.555,08
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.082.201,84 1.015.661,03
(davon aus Steuern: € 197.115,93; Vorjahr € 188.459,80 )
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 23.199,65; Vorjahr € 24.171,84)
16.860.466,45 14.080.123,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.499.190,18 2.446.125,36
35.571.427,76 32.548.840,66

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 58.216.954,90 47.893.586,44
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 324.481,34 593.719,13
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 157.852,84 212.318,59
4. Sonstige betriebliche Erträge 445.586,60 646.346,30
(davon aus Währungsgewinnen € 445.586,60; Vorjahr: € 509.531,52)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.155.069,13 19.701.203,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 708.107,00 638.667,71
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.185.231,04 11.948.255,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung
1.933.550,16 1.861.713,70
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
987.094,09 892.158,12
(davon außerplanmäßige Abschreibung € 0,00; Vorjahr: € 0,00)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.762.939,55 14.036.741,53
(davon aus Währungsverlusten € 0,00 ; Vorjahr: € 284.592,80)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 23.215,75
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00; Vorjahr: € 23.215,75)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 283.902,22
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 131.336,71 22.738,30
(davon an verbundenen Unternehmen: €131.336,71; Vorjahr: € 22.738,30)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 39.954,95 -4.473,53
(davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 0,00; Vj. € 0,00)
13. Ergebnis nach Steuern 4.592.630,37 -11.720,82
14. Sonstige Steuern 128.227,42 201.839,17
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust 0,00 213.559,99
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 4.464.402,95 0,00
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Registergericht: Nürnberg HR B 4262

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für alle Kaufleute (§§ 238 ff.), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) sowie den entsprechenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 erfüllt die IBA Dosimetry GmbH erneut die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 HGB).

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von 3-5 Jahre zugrunde gelegt.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen, insoweit sie steuerlich aktivierungspflichtig sind. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens im laufenden Geschäftsjahr werden zeitanteilig vorgenommen. Die Abschreibungen werden ausschließlich linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer von Bauten auf fremden Grundstücken beträgt 15 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen 3-5 Jahre, von anderen Anlagen ebenfalls 3-5 Jahre sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-3 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst und nicht im Anlagespiegel aufgeführt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten ab € 410,00 werden im Anlagespiegel erfasst.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. mit den Herstellungskosten bewertet.

Finanzanlagen

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen werden nur bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Tageswert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden je nach Überfälligkeit mit folgenden Abwertungssätzen berücksichtigt:

 

25% nach 90 Tagen Überfälligkeit

 

50% nach 180 Tagen Überfälligkeit

 

75% nach 270 Tagen Überfälligkeit

 

100% nach 360 Tagen Überfälligkeit

Gleichwohl unterliegen sämtliche überfälligen Forderungen einer Einzelbetrachtung.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

Steuerrückstellungen

sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinnes unter Berücksichtigung von Vorauszahlungen dotiert. Aufgrund der einkommensteuerlichen Organschaft bestehen für das Geschäftsjahr 2022 und 2023 keine Steuerverbindlichkeiten.

Sonstige Rückstellungen

wurden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften am Bilanzstichtag in der Höhe des Erfüllungsbetrags, unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, werden die Beträge der sich ergebenden Steuer be- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nettobetrag ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

2. Angaben zur Bilanz

a) Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
%
Ausland
IBA Dosimetry Co Ltd., Shanghai, China 100% 3.605 TCNY 4.097 TCNY
(Umrechnungskurs: 7,851 CNY/EUR) (Umrechnungskurs: 7,851 CNY/EUR)
Modus Medical Devices Inc, London, Ontario, Kanada 100% 3.665 TCAD 1.004 TCAD
(Umrechnungskurs: 1,464 CAD/EUR) (Umrechnungskurs: 1,464 CAD/EUR)
IBA Dosimetry India Private Limited - Incorporated, Mumbai- ,Maharashtra 100% 4.903 TINR 0 TINR
(Umrechnungskurs: 91,904 INR/EUR) (Umrechnungskurs: 91,904 INR/EUR)

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten die Anteile an dem in Schweden ansässigen Unternehmen ScandiDos AB in Uppsala. IBA Dosimetry GmbH hält ca. 10,1% der Anteile.

Die Gesellschaft ist börsennotiert und wurde zum Stichtag mit dem beizulegenden Börsenschlusskurs an der Nasdaq in Höhe von 2,03 SEK (Umrechnungskurs: 11,096 SEK/EUR) pro Aktie bewertet.

Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angenommen wird.

Am Abschlussstichtag wurde eine dauernde Wertminderung nicht angenommen, da der Buchwert am Stichtag weniger als 20% gegenüber dem Zeitwert und Börsenkurs der letzten 6 Monate gesunken war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen wie auch sonstige Vermögensgegenstände weisen Restlaufzeiten von kleiner einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.299 (Vj. T€ 893) bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.223; Vj. T€ 604) und Forderungen aus der Verzinsung des Cash-Pools in Höhe von T€ 76 (Vj. T€ 75).

Darüber hinaus sind darin die Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 214) aus dem Ergebnisabführungsvertrag enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen insgesamt T€ 317 (Vj. T€ 276). Sie enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Beträge für Versicherungen, Serviceverträge sowie für beantragte Lizenzen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich mit T€ 0 (Vj. T€ 39) aus Ansatzdifferenzen von Sachanlagen. Es wurde ein Steuersatz von 0 (Vj. 28,43% bei der Berechnung zugrunde gelegt.

b) Passiva

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden u.a. für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen (T€ 1.030; Vj. T€ 980) sowie ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 1.029; Vj. T€ 1.010) gebildet.

Verbindlichkeiten

Gesamt 31.12.2023 RLZ < 1 Jahr RLZ >= 1 Jahr RLZ >= 5 Jahren
T€ T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen 1.865 1.865 0 0
Lieferungen und Leistungen 1.098 1.098 0 0
Verbundene Unternehmen 12.815 10.978 1.051 786
Sonstige Verbindlichkeiten 1.082 1.082 0 0
Gesamt 16.860 15.023 1.051 786

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.643 (Vj. T€ 2.281), Cash-Pool-Verbindlichkeit gegenüber IBA S.A. in Höhe von T€ 3.266 (Vj. T€ 6.823) und Verbindlichkeiten aus der Verzinsung des Cash-Pools in Höhe von T€ 115 (Vj. T€ 23) sowie aus einer Earn-Out-Klausel beim Erwerb der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.617 (Vj. T€ 1.610). Darüber hinaus entfallen die Verbindlichkeiten auf die Gesellschafterin in Höhe von T€ 4.251 (Vj. T€ 0,00) aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Es bestehen keine Sicherungen, die über die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte hinausgehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen insgesamt T€ 2.499 (Vj. T€ 2.446). Sie ergeben sich aus im Voraus erhaltenen Zahlungen für Software Contracts mit Serviceverpflichtungen und Garantieverlängerungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden wie folgt aufgegliedert:

Aus dem Verkauf von Produkten: T€ 52.441 (Vj. T€ 42.366)

Aus Dienstleistungen in Verbindung mit Produkten: T€ 5.213 (Vj. T€ 5.145)

Aus sonstigen Umsätzen: T€ 563 (Vj. T€ 382)

Unterteilt nach geographischen Märkten entfielen T€ 9.068 (Vj. T€ 8.688) der Umsatzerlöse auf das Inland und T€ 49.149 (Vj. T€ 39.206) auf das Ausland, davon EMEA T€ 18.074 (Vj. T€ 12.679); Asien T€ 23.328 (Vj. T€ 19.910); Americas T€ 7.747 (Vj. T€ 6.617).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 446 (Vj. T€ 646) bestehen im Wesentlichen aus Währungsgewinnen (T€ 274, Vj. T€ 510).

Aufwendungen für Altersversorgung sind - wie im Vorjahr - nicht entstanden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 13.763 (Vj. T€ 14.037) enthalten als wesentliche Positionen bezogene Dienstleistungen (T€ 2.498, Vj. T€ 2.815), konzerninterne Belastungen für Vertriebsaktivitäten (T€ 1.382, Vj. T€ 1.482), Managementgebühren und andere konzerninterne Dienstleistungen (T€ 3.923, Vj. T€ 4.410) sowie Lizenzgebühren (T€ 650, Vj. T€ 539).

Zinserträge (T€ 0, Vj. T€ 23) und Zinsaufwendungen (T€ 131, Vj. T€ 23) fielen im Wesentlichen aus Cash-Pool-Guthaben bzw. Schulden bei der obersten Konzernmuttergesellschaft IBA S.A. an.

Im Berichtsjahr wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen (Vj. T€ 284). Die Analyse der Finanzanlagen (Wertpapiere) zum Stichtagskurs führte zur Annahme, dass es zum Stichtag keine dauernde Wertminderung vorlag.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Miete und Leasing 3.654 1.007 2.491 156

Außerbilanzielle Geschäfte bestehen im Wesentlichen aus den in der obigen Tabelle dargestellten Miet- und Leasingverpflichtungen und betreffen vorwiegend langfristig gemietete Geschäftsräume und Gebäude. Die Vorteile der Miet- und Leasingverpflichtungen liegen für IBA Dosimetry GmbH im Vergleich zum Kauf in der geringeren Kapitalbindung, der höheren Flexibilität für Investitionen und mehr Spielraum für den Einsatz des Working Capitals. Der Nachteil liegt im höheren monatlichen Aufwand im Vergleich zum Kauf.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 besteht keine gesamtschuldnerische Haftungssumme.

Prüfungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 55 (Vj. T€ 50).

Geschäftsführung

Olivier Jaques Ghislain Legrain, Master of Economics, Grez-Poiceau, Belgien

Soumya Chandramouli, Master in Business Administration, Chaumont-Gistoux, Belgien

Jean-Marc Lisette G. Bothy, Master of Economic and Sciences, Rixensart, Belgien

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 S. 1 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Mitglied der Geschäftsführung von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren in den einzelnen Geschäftsbereichen folgende Mitarbeiter beschäftigt:

Allgemeine Verwaltung 26 (Vj. 31)
Vertrieb und Marketing 23 (Vj. 27)
Forschung und Entwicklung 57 (Vj. 64)
Logistik, Produktion und Service 67 (Vj. 67)
Gesamt 172 (Vj. 189)

Konzernabschluss

Die IBA Dosimetry GmbH wird ausschließlich in den Konzernabschluss der Ion Beam Applications S.A., Chemin du Cyclotron 3, Louvain-la-Neuve/Belgien (IBA S.A.), einbezogen. Die IBA S.A. ist an der Euronext (Brüssel) notiert (BE0003766806). Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS wird am Sitz der Gesellschaft veröffentlicht.

Die IBA Dosimetry GmbH nimmt die Befreiung gemäß § 291 HGB in Anspruch, da die IBA S.A. einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen mit befreiender Wirkung für die IBA Dosimetry GmbH erstellt. Der geprüfte Konzernabschluss und der geprüfte Konzernlagebericht der IBA S.A. einschließlich des Bestätigungsvermerks werden im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Organschaft

Seit 2021 besteht eine einkommensteuerliche Organschaft zwischen der IBA Particle Therapy GmbH (vormals: STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH) als Organträger und der IBA Dosimetry GmbH als Organgesellschaft.

Ergebnisabführungsvertrag

Mit dem Vertrag vom 30. November 2021 verpflichtet sich die IBA Dosimetry GmbH (Organgesellschaft) entsprechend § 301 AktG ihr Ergebnis an die Organträgerin IBA Particle Therapy GmbH, Schwarzenbruck (vormals: STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH) abzuführen. Die IBA Dosimetry GmbH darf als Organgesellschaft mit Zustimmung der Organträgerin Beträge aus dem Jahresüberschuss insoweit in die Gewinnrücklagen im Sinne von § 272 Abs. 3 HGB einstellen, als dies handelsrechtlich zulässig und bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wirtschaftlich begründet ist. Für die Verlustübernahmeverpflichtung gelten die Vorschriften des § 302 AktG.

Nachtragsbericht

Mit dem Schreiben vom 8. Mai 2023 wurde seitens der obersten Konzernmutter und Cashpoolführererin IBA S.A. eine bis zum 31. Dezember 2024 befristete Patronatserklärung zu Gunsten der Gesellschaft ausgesprochen. IBA S.A. verpflichtet sich der IBA Dosimetry GmbH ausreichende Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit sie in der Lage sein wird, ihre Schulden bei Fälligkeit zu begleichen.

Nach dem Bilanzstichtag sind darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Schwarzenbruck, den 14.08.2024

Die Geschäftsführung:

Jean-Marc Lisette G. Bothy

Olivier Jaques Ghislain Legrain

Soumya Chandramouli

Entwicklung des Anlagevermögens

Anlagespiegel für 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.23 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.896.890,28 69.778,50 0,00 36.305,50 3.002.974,28
2. Geleistete Anzahlungen 36.305,50 118.382,57 0,00 -36.305,50 118.382,57
2.933.195,78 188.161,07 0,00 0,00 3.121.356,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 644.191,90 0,00 0,00 644.191,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.710.818,98 270.741,03 14.773,95 0,00 3.966.786,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.918.483,72 31.561,15 15.801,77 28.339,50 1.962.582,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.339,50 0,00 0,00 -28.339,50 0,00
6.301.834,10 302.302,18 30.575,72 0,00 6.573.560,56
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.306.453,83 72.699,71 0,00 0,00 10.379.153,54
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.278.816,78 0,00 0,00 0,00 1.278.816,78
11.585.270,61 72.699,71 0,00 0,00 11.657.970,32
20.820.300,49 563.162,96 30.575,72 0,00 21.352.887,73
Abschreibungen
01.01.23 Zugänge Abgänge 31.12.23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.859.639,61 387.468,18 0,00 2.249.628,49
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.859.639,61 387.468,18 0,00 2.249.628,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 491.154,67 33.389,94 524.544,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.280.617,39 394.960,51 0,00 2.675.577,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.591.485,52 171.275,46 15.801,77 1.746.959,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.363.257,58 599.625,91 15.801,77 4.947.081,72
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 283.902,22 0,00 0,00 283.902,22
283.902,22 0,00 0,00 283.902,22
6.506.799,41 987.094,09 15.801,77 7.480.612,43
Restbuchwerte
31.12.23 31.12.22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 753.345,79 1.037.250,67
2. Geleistete Anzahlungen 118.382,57 36.305,50
871.728,36 1.073.556,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.647,29 153.037,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.291.208,16 1.430.201,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.623,39 326.998,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.339,50
1.626.478,84 1.938.576,52
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.379.153,54 10.306.453,83
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 994.914,56 994.914,56
11.374.068,10 11.301.368,39
13.872.275,30 14.313.501,08

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IBA Dosimetry GmbH, Schwarzenbruck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IBA Dosimetry GmbH, Schwarzenbruck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IBA Dosimetry GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian König, Wirtschaftsprüfer

Larisa Geppert, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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