Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 3131
Eingetragen
6.4.1990
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
der Betrieb einer Reparaturwerkstatt für Kraftfahrzeuge, die Vermittlung von Neufahrzeugen, der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen, Kraftfahrzeug-Ersatzteilen und Zubehör, die Vermietung von Selbstfahrervermietfahrzeugen sowie alle sonstigen Geschäfte, die mit dem Fahrzeugwesen in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Anja Orth
seit 6.11.2009
Geschäftsführer
Werner jun. Orth
seit 19.2.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

74.90% identifiziert25.10% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
74.90%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
25.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Werner Orth
Pfarrer-Dienst-Straße 5 65614 Beselich
112.350 €
74.90%
Johann Schmidt KG
Germany
37.650 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orth - Automobile GmbH

Beselich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

zum Zweck der Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB

In dem nachfolgendem, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Der als Anlage 5 beigefügte Bestätigungsvermerk vom 17. Juli 2024 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und nicht auf den verkürzten offengelegten Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 02. August 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Verzeichnis der Anlagen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10,00 10,00
II. Sachanlagen 5.602.055,20 5.772.941,72
III. Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
5.607.065,20 5.777.951,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.091.555,14 3.790.632,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.426.413,29 1.708.088,09
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (€ 825,73)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 431.605,06 698.398,46
5.949.573,49 6.197.118,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.770,23 12.353,43
• davon Disagio € 2.050,00 (€ 6.150,00)
11.564.408,92 11.987.423,70

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 962.350,00 962.350,00
III. Bilanzgewinn 2.057.306,53 2.012.453,82
• davon Gewinnvortrag € 2.012.453,82 (€ 1.972.985,13)
3.169.656,53 3.124.803,82
B. Rückstellungen 311.807,63 369.630,25
C. Verbindlichkeiten 8.082.944,76 8.492.989,63
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.794.869,89 (€ 5.177.195,93)
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 3.288.074,87 (€ 3.017.252,77)
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.227.420,98 (5.144.592,90 €)
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.979.346,11 (€ 2.657.340,13)
● davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 2.248.074,87 (€ 2.487.252,77)
• Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 510.000,00 (510.000,00 €)
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 510.000,00 (€ 510.000,00)
11.564.408,92 11.987.423,70

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 6.691.537,26 5.910.522,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.330.558,70 3.002.693,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 709.851,98 618.799,44
- davon für Altersversorgung € 11.558,01 (€ 10.899,74)
4.040.410,68 3.621.492,57
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 534.834,36 465.012,24
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.710.500,18 1.449.440,41
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 150,00 150,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.336,45 1.263,12
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 328.996,43 168.175,18
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.098,98 52.238,94
9. Ergebnis nach Steuern 61.183,08 155.576,06
10. Sonstige Steuern 16.330,37 16.107,37
11. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 44.852,71 139.468,69
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.012.453,82 1.972.985,13
13. Ausschüttung 0,00 100.000,00
13. Bilanzgewinn 2.057.306,53 2.012.453,82

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma Orth - Automobile GmbH hat ihren Sitz in 65614 Beselich. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Limburg unter HRB 3131 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BIIRUG) und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages erstellt. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 288 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB und von der Schutzklausel des § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsvorschriften erfolgt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz folgt dem Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung fand das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden als solche gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 226 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften erfolgt. Gem. § 265 Abs. 2 HGB werden die Vorjahreszahlen zu den einzelnen Positionen aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Die Bilanzierung und Bewertung basiert auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahr. Die Bewertung trägt allen erkennbaren Wertminderungen und möglichen Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, wird als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen ab dem Jahr 2023 degressiv bzw. linear und werden monatsgenau verrechnet.

Bewegliche Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis von bis zu 800 € (Geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Abs. 2 EStG) werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.

Sämtliche Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. mit den gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden entsprechend ihrem jeweiligen Fertigungsgrad mit den Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) angesetzt.

Seit 2020 werden die Geschäfts- und Vorführwagen nicht mehr unter den Sachanlagen, sondern unter den Vorräten ausgewiesen.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden drohende Ausfälle durch ausreichende Einzel- und das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Das übrige Umlaufvermögen wird zu Nennwerten bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur gebildet, soweit der abzugrenzende Einzelposten 800 € übersteigt.

Steuerrückstellungen sind mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme aufgrund des steuerlichen Gewinns bewertet.

Sonstige Rückstellungen werden für alle weiteren erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen (§253 As. 1 Satz 2 HGB) und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden hinreichend sichere Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese werden mit den für die Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der Deutschen Bundesbank nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV.Informationen zur Bilanz

A. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem anliegend beigefügten Brutto-Anlagespiegel ersichtlich.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

B. Passiva

Das gezeichnete Kapital beträgt 150 T€ und ist voll eingezahlt.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 45 T€ ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31.12.2022 von 2.012 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Zur Erreichung einer periodengerechten Ergebnisabgrenzung wurden entsprechende Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen gebildet.

Am Bilanzstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 1.091 T€.

Die Bankverbindlichkeiten sind ausschließlich grundpfandrechtlich gesichert.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 12 T€ enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Raum-, Fahrzeug- und Verwaltungskosten, Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Kosten für Werbung und Verkaufsförderung sowie Garantieprämien. Daneben werden hierunter auch Beiträge und Versicherungsprämien sowie Beratungskosten und Kosten für andere externe Dienstleistungen ausgewiesen.

VI. Sonstige Angaben

1. Angaben über Arbeitnehmer

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) 46
Kaufmännische Angestellte (ohne Geschäftsführer) 42
Gesamt 88

2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren während des gesamten Geschäftsjahres Herr Werner Orth, Kraftfahrzeugmechaniker, Frau Anja Orth, Kauffrau und Herr Jan Spriestersbach bestellt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 205 T€.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

Neben den ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren insbesondere aus Miet- und Wartungsverträgen.

Die Mietverpflichtungen bestehen hauptsächlich gegenüber der Fa. Orth GmbH & Co. KG für ein Reifenlager und sonstige Räume am ehemaligen Betriebssitz des Unternehmens. Aus diesem Mietvertrag ergeben sich jährliche Zahlungsverpflichtungen von derzeit 49 T€ (netto).

 

Beselich, den 17. Juli 2024

gez. Werner Orth, Geschäftsführer

gez. Anja Orth, Geschäftsführerin

gez. Jan Spriestersbach, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

(Anlagespiegel)

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.365,79 0,00 0,00 0,00 50.365,79
50.365,79 0,00 0,00 0,00 50.365,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.669.722,68 0,00 0,00 232.140,58 6.901.863,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.100.698,13 11.930,76 15.074,00 252.614,35 1.350.169,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.345,70 58.572,14 19.095,53 0,00 672.822,31
4. Geschäfts- und Vorführwagen 994.352,82 461.362,53 391.554,05 0,00 1.064.161,30
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 369.070,52 115.684,41 0,00 -484.754,93 0,00
9.767.189,85 647.549,84 425.723,58 0,00 9.989.016,11
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
9.822.555,64 647.549,84 425.723,58 0,00 10.044.381,90
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.355,79 0,00 0,00 50.355,79
50.355,79 0,00 0,00 50.355,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.349.690,48 204.886,58 0,00 2.554.577,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 880.036,13 53.363,11 3.686,00 929.713,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.390,70 69.512,14 19.095,53 456.807,31
4. Geschäfts- und Vorführwagen 358.130,82 207.072,53 119.340,05 445.863,30
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.994.248,13 534.834,36 142.121,58 4.386.960,91
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.044.603,92 534.834,36 142.121,58 4.437.316,70
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10,00 10,00
10,00 10,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.347.286,20 4.320.032,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 420.456,00 220.662,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.015,00 226.955,00
4. Geschäfts- und Vorführwagen 618.298,00 636.222,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 369.070,52
5.602.055,20 5.772.941,72
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
5.000,00 5.000,00
5.607.065,20 5.777.951,72

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die operative Tätigkeit des Unternehmens umfasst den Verkauf und die Vermittlung von Neufahrzeugen, den Handel mit Fahrzeugen, die Reparatur derselben sowie den Verkauf von Kfz-Ersatzteilen und Zubehör. Die Gesellschaft hat zwei Betriebsstätten. Die Orth Automobile GmbH hält an ihrem Standort in der Gottlieb-Daimler-Straße 1 einen Vermittlungsvertrag für Mercedes Benz Pkw, Transporter und schwere Lkw sowie einen Servicevertrag derselben Sparten. Des Weiteren wird ein Servicevertrag für Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge sowie für SEAT und CUPRA gehalten sowie ein Händlervertrag der Marken SEAT und CUPRA. In der Hauptstraße 35 in Obertiefenbach betreibt die Gesellschaft eine freie Kfz-Werkstatt. Die Räume sind von einer Gesellschaft der Orth Gruppe angemietet.

Die Gesellschaft agiert in einem ländlichen Umfeld mit einem Radius von circa 30 km. Als Hauptmitbewerber sind die Kollegen in Limburg und Weilburg zu sehen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Automobilmarkt 2023

Nach einem sehr schwachen Autojahr 2022 konnte sich der Markt 2023 leicht erholen. Die Neuzulassungen und Besitzumschreibungen wuchsen nach Informationen des Kraftfahrt- Bundesamtes (KBA) kumuliert jeweils um 7 % gegenüber dem Vorjahr. In Zahlen bedeutet dies: 6.030.874 Besitzumschreibungen und 2.844.609 Neuzulassungen. Vom Letzteren entfielen lediglich 944.032 Pkw (minus 1 % gegenüber 2022) auf private Halter, was ein Drittel aller Neuzulassungen entspricht. Zwei Drittel waren erneut gewerblich zugelassene Neuwagen (1.900.577 Einheiten), d.h. Zulassungen auf Firmenfuhrparks, Fahrzeughandel, Fahrzeugbau und Autovermietung, Auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt macht sich die generell starke Kaufzurückhaltung im Jahr 2023 bemerkbar. Viele Menschen haben aus finanziellen Gründen den Autokauf verschoben oder waren schlicht mit ihren bestehenden Fahrzeugen noch zufrieden. Die generelle Zurückhaltung könnte auch durch die kritische Sicht der Endverbraucher auf das Thema E-Mobilität beeinflusst worden sein. Immerhin bestätigen 80 %, ihr aktuelles Fahrzeug länger zu halten, um die weitere Entwicklung bei der E-Mobilität zunächst abzuwarten. Apropos E-Mobilität: Der Hochlauf kam 2023 nur langsam voran. In Summe wurden zwar 524.219 BEV (plus 11 % gegenüber 2022) und 175.724 PHEV (minus 52 % gegenüber 2022) neu zugelassen. Die beliebteste Antriebsart allerdings bleiben auch in 2023 die Verbrenner - bei Neu- und Gebrauchtwagen. Zu Jahresbeginn war die saisonübliche Frühjahrsbelebung bei Neu- und Gebrauchtwagen zu erkennen. Anschließend wurden im Frühling und Sommer insbesondere im Neuwagenmarkt kurz vor Ablauf der E-Auto-Förderung noch massiv gewerbliche Zulassungen getätigt. Die von vielen erhoffte Neuwagen-Jahresendrallye entfiel allerdings komplett, und auch der Gebrauchtwagenmarkt brach im Dezember regelrecht ein.

Werkstattgeschäft

Das Autojahr 2023 wird für die Werkstätten als ein weiteres Übergangsjahr zwischen Verbrenner-Technologie und Elektroantrieb in die Geschichte eingehen. Die Betriebe sind bereit für E-Autos, auch wenn an vielen Stellen Fach- und Nachwuchskräfte fehlen. Der Endverbraucher, um den es geht, kennt die Situation der Automobilbetriebe nicht im Detail, er beauftragt aber in hohem Maße die Werkstätten mit Arbeiten an seinem PKW. Im Jahr 2023 wurden nur 10 % aller Arbeiten im Do-It-Yourself-Verfahren erledigt. Die restlichen 90 % verteilen sich auf die Markenwerkstätten (44 %), freie Werkstätten (38 %) und Systemanbieter (8 %). Der Trend zeigt ferner, dass der Marktanteil der freien Werkstätten ebenso wie der der Systemanbieter sukzessive angewachsen ist. Dies hat mehrere Gründe:

Einerseits haben die Hersteller und Importeure ihre eigenen Werkstattnetze weiter ausgedünnt, gleichzeitig wuchs die Anzahl der freien Betriebe über die Jahre weiter an. Blickt man 50 Jahre zurück, so lag 1974 der Anteil der Markenwerkstätten an allen Arbeiten bei exakt 50 %. Damals spielten unter anderem auch Tankstellen bei diversen Reparaturarbeiten eine Rolle. Deren Bedeutung lag seinerzeit nur im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat sich ihre Relevanz für den Reparaturmarkt verringert, auf einen sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wartungsarbeiten an Pkw sind in ihrer Bedeutung gestiegen. Für viele Autofahrer hat sich während der Corona-Jahre herauskristallisiert, dass Sicherheit und Fahrbereitschaft von Automobilen eng mit dem Wartungsverhalten zusammenhängt. Denn Betriebsstoffe müssen erneuert und Baugruppen kontrolliert werden. Für die Verkehrssicherheit eines Pkw ist dies zwingend notwendig. Hinzu kommt: Wer wie die Pkw-Halter des Jahres 2023 das eigenen Automobil länger als sonst hält, bringt dieses häufiger zu einer Inspektion. Daran hat auch der gestiegene Anteil rein elektrisch betriebener Pkw nichts geändert. Oft wird auch diskutiert, ob diese weniger wartungsintensiv seien, da beispielsweise Ölwechsel, der Tausch von Kraftstofffilter und Zündkerzen entfallen. Jedoch muss das Ladesystem und die verbraute Hochvolttechnik von speziell geschultem Personal überprüft werden. Zudem müssen bei BEV die zahlreichen sicherheitsrelevanten Bauteile wie Bremsen, Fahrwerk und Beleuchtung und auch vermeintlich wartungsfreie Systeme, wie die Kühlung der Akkus, in Augenschein genommen werden. Daher liegen die Kosten für Inspektionen für BEV sehr häufig auf dem Niveau von Verbrennern.

Würde man sämtliche Wartungsarbeiten für alle Antriebsarten addieren und auf den einzelnen Pkw umrechnen, betrachtete man dies im Trend, so zeigt sich für 2023 aus Sicht der Werkstatt und der Verkehrssicherheit ein erfreuliches Bild:

1,00 Wartungsarbeiten pro Fahrzeug und Jahr wurden durchgeführt. Damit bleibt das Wartungsverhalten seit dem Peak im ersten Corona-Jahr mit 1,05 Arbeiten pro Pkw und Jahr weiterhin sehr hoch. In diesem Zusammenhang ist auch von Interesse, wie viele Pkw- Halter überhaupt Wartungsarbeiten überhaupt an Ihrem Fahrzeug durchführen lassen. Dies bestätigen 2023 74 % aller Pkw-Halter.

2. Geschäftsverlauf

Die Liefersituation von Neu- und Gebrauchtwagen hat sich in der Mitte des Jahres 2023 komplett gewandelt. Neuwagen, deren Lieferung wir für den Verlauf eines halben Jahres geplant hatten, wurden ohne vorherige Ansage von unserem Hersteller innerhalb von 2 Monaten geliefert. Dies hat bei uns zu einem massiven Überbestand an Neufahrzeugen geführt. Dadurch wurden Finanzierungskosten erheblich gesteigert und das Unternehmensergebnis stark belastet. Zwar konnten wir auch das Betriebsergebnis steigern, dies konnte aber nicht die Mehrbelastung der gestiegenen Zinsen kompensieren.

Das Werkstattgeschäft hat sich in 2023 auf konstant hohem Niveau bewegt, unsere Fahrzeugverkäufe konnten wir wiederum im Jahr 2023 seigern. Weiterhin sorgen macht uns der Fachkräftemangel, wodurch wir nicht mehr alle offenen Stellen adäquat besetzen konnten. Den Fahrzeugbestand konnten wir bis Ende 2023 wieder auf ein normales Maß zurückführen und alle überschüssigen Fahrzeuge gut verkaufen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt unterjährig anhand von aufbereiteten Kennzahlen aus den Monatsabschlüssen. Hier erfolgt ein Soll-/Ist-Abgleich mit einer Abweichungsanalyse. Des Weiteren erfolgt eine Deckungsbeitragsanalyse der einzelnen Abteilungen (Verkauf, Teile/Zubehör, Werkstatt, Autovermietung, Karosserie). Wir analysieren regelmäßig unseren Fahrzeugbestand und leiten die erforderlichen Maßnahmen ab. Die Leistungsdaten im Service sind Anwesenheitsgrad, verkaufte Zeiteinheiten, Produktivität und Leistungsgrad. Des Weiteren führen wir je Abteilung eine detaillierte Kostenstellenrechnung durch.

Im Fahrzeugverkauf dienen u.a. als Kennzahlen zur Steuerung der DB I pro Gebrauchtwagen und die Standzeit des Bestandes sowie der Rohertrag bei den Neuwagen.

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiter

Leistungsfähige Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Aus diesem Grund investieren wir überdurchschnittlich in gute Aus- und Weiterbildung sowie in eine hohe Arbeitssicherheit. Dazu gehören das gezielte Fördern des Führungsnachwuchses, die Weiterbildung in allen Unternehmensbereichen sowie hohe Arbeitsschutzstandards. Wir sind in der glücklichen Lage, noch genügend Bewerbungen für Ausbildungsplätze zu haben. Daher bieten wir weiterhin überdurchschnittlich viele junge Menschen aus und versuchen damit, unsere frei werdenden Stellen zu besetzen. Außerdem bieten wir zur Bindung unserer Mitarbeiter an unser Unternehmen ein Gesundheitsmanagement, JobRad sowie teilweise bereits eine 4-Tage-Woche.

b) Kundenzufriedenheit

Unser Ziel ist es, unseren Kunden ausgezeichneten Service anzubieten und die bestmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen. Mit unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern und unseren effizienten Reparaturmethoden können wir eine schnelle und reibungslose Abwicklung von Kundenaufträgen gewährleisten. Unser geschultes Personal stellt eine individuelle Beratung und umfassende Betreuung in allen Bereichen sicher. Der Dialog zwischen Kunde und Unternehmen über die Qualität der gelieferten Leistung wird immer wichtiger und ist auch für die Orth Automobile GmbH ein wichtiger Leistungsindikator. Aus diesem Grund erfolgen regelmäßige telefonische Abfragen zur Kundenzufriedenheit. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir zum Erkennen der Kundenwünsche und so zur stetigen Verbesserung unserer Dienstleistung. Darüber hinaus haben wir durch unser Reklamationsmanagement einen äußerst effektiven Überblick über eingegangene Reklamationen und Beschwerden, um eine Zufriedenstellung unserer Kunden zu gewährleisten.

5. Gesamtaussage

Wir sind sehr skeptisch in das Jahr 2023 gegangen und hatten zu dem Jahr keine positiven Einschätzungen. Trotzdem konnten wir unseren Umsatz und unser Betriebsergebnis im Jahr 2023 steigern. Leider hatten unsere zeitweise sehr hohen Fahrzeugbestände erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis. Ansonsten waren wir mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden und sehen etwas positiver in das Jahr 2024.

III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

Die Betriebsleistung konnte erneut gesteigert werden (23,4 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich um 2,5 % auf 70,8 %. Der Rohertrag ist demzufolge um 800 T€ auf 6.692 T€ gestiegen.

Die Aufwendungen für Betriebsleistungen lagen um 4.257 T€ über dem Vorjahreswert. Die darin enthaltenen Personalkosten sind um 418 T€ auf 4.040 T€ gestiegen (2022: 3.622 T€). Die Abschreibungen stiegen um 70 T€ auf 535 T€ und die sonstigen Betriebsaufwendungen stiegen um 216 T€ auf 1.657 T€ (2022: 1.441 T€).

Das Betriebsergebnis lag mit 444 T€ um 96 T€ über dem Vorjahreswert von 348 T€. Das Finanzergebnis ergab sich die bereits im Vorjahr ausschließlich durch Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung in Höhe von 324 T€ (2022: 167 T€). Das neutrale Ergebnis betrug -54 T€ (2022: 10 T€). Als Jahresüberschuss vor Ertragssteuern verbleibt ein Betrag von 66 T€ gegenüber 191 T€ im Vorjahr.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich um 3,5 % bzw. 423 T€ auf 11.564 T€ (2022: 11.987 T€). Der Rückgang erfolgte im Wesentlichen im Umlaufvermögen mit 252 T€. Im Anlagevermögen verringerten sich die Buchwerte um 171 T€.

Das Anlagevermögen war zu 56,5 % (2022: 54,1 %) durch Eigenkapital und zu 94,5 % (2022: 95,3 %) durch langfristiges Eigen- und Fremdkapital gedeckt. Die Anlagenintensität (Verhältnis von Anlagevermögen zur Bilanzsumme beträgt 48,4 % (2022: 48,2 %).

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt am Bilanzstichtag 51,6 % (2022: 51,8 %). Zu dieser Entwicklung führten vor allem die höheren Bestände an Kundenforderungen (+651 T€) und die sonstigen Vermögensgegenstände (+67 T€). Gegenläufig verringerten sich die Vorräte (-699 T€) und die flüssigen Mittel (-266 T€). Unwesentlich waren dagegen die Veränderungen bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur ist nach wie vor stabil.

Das Eigenkapital ist aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses von 45 T€ auf einen Betrag von 3.169 T€ (2022: 3.124 T€) angewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag auch wegen der gesunkenen Bilanzsumme mit 27,4 % leicht über dem Vorjahresniveau (26,1 %).

Das um 254 T€ verringerte langfristige Fremdkapital hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 18,4 % (2022: 19,9 %).

Die Rückstellungen reduzierten sich um 58 T€ auf 312 T€ (2022: 370 T€). Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten lagen mit 4.136 T€ über dem Vorjahresniveau (2022: 3.800 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um -838 T€ auf 961 T€ (2022: 1.799 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 340 T€ auf einen Betrag von 849 T€ (2022: 509 T€).

Der operative Cashflow ist negativ und beträgt -7 T€ (2022: -544 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -341 T€ (2022: -758 T€). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (Saldo aus Kredittilgungen und Neuaufnahme von Darlehen und Ausschüttungen) betrug 82 T€ (2022: 1.244 T€).

Der Finanzmittelbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 266 T€ auf 432 T€ vermindert.

IV.Nachtragsbericht

Der stetige Personal- und Fachkräftemangel beeinflusst unser Geschäft. Da nicht alle offenen Stellen besetzt sind, können wir unser Werkstattgeschäft nicht mehr so betreiben wie es eigentlich die Marktlage und Nachfrage hergibt.

Darüber hinaus sind nach dem Geschäftsjahr keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

V. Prognosebericht

Durch die stark zurückgegangene Nachfrage an Elektro-Fahrzeugen und dadurch, dass die neuen Produkteinführungen der Hersteller hauptsächlich Elektro-Fahrzeuge sind, hängt unser Geschäft in großem Maße an den politischen Rahmenbedingungen. Hier ist aber zurzeit keine Änderung der Politik insbesondere in Hinsicht auf die Förderung von Elektro-Fahrzeugen zu erkennen. Unser Werkstattgeschäft hängt davon ab inwieweit wir unsere Personalstärke halten oder sogar erhöhen können. Hier gilt der Satz: Wer das Personal, macht den Umsatz. Daher sind seriöse Geschäftsplanungen äußerst schwierig. Gleichwohl geht die Geschäftsführung von einem leicht verbesserten Ergebnis für 2024 aus.

VI.Chancen- und Risiko-Bericht

1. Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifische Risiken bestehen im Hochlauf der Elektro-Mobilität, stark steigendem Lohnniveau und insbesondere Fachkräftemangel. Des Weiteren darf man den Ukraine-Krieg nicht vergessen und die politische Situation in der Vereinigten Staaten.

2. Ertragsorientierte Risiken

Aufgrund der branchenspezifischen Risiken können für uns Umsatz- und Ergebnis- Risiken entstehen.

Durch die reduzierte Fahrzeugnachfrage nach Elektro-Fahrzeugen können Absatz-Risiken entstehen.

Wettbewerbsrisiken entstehen im Fahrzeughandel zunehmend durch den Eigenvertrieb der Hersteller, die Fahrzeuge zunehmend direkt an den Endkunden vermarkten.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage war weiterhin zufriedenstellend und jederzeit ausreichend gegeben. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Der Fahrzeugbestand ist wieder auf einem normalen Niveau, und auch der Finanzierungsbedarf ist stark reduziert.

4. Chancen Bericht

Als Vertragspartner von Mercedes Benz, Volkswagen, SEAT und CUPRA ergeben sich aus der Produktvielfalt und den Maßnahmen der Hersteller Vertriebs- und Service-Chancen.

Als weitere Chance sehen wir weiterhin die Digitalisierung von Arbeitsabläufen, um den Personalbedarf im unproduktiven Bereich zu reduzieren

VII. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil unserer Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vorhandenen Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Eigenkapital. Ein Teil der Fahrzeuge wird über eine Einkaufskreditlinie der Hersteller-Banken und der DZ-Bank finanziert.

Zur Absicherung gegen Liquiditäts- und Ertragsrisiken besteht ein Liquiditätsmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Ausfallrisikomanagement.

 

Beselich, den 17. Juli 2024

Werner Orth, Geschäftsführer

Anja Orth, Geschäftsführerin

Jan Spriestersbach, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Orth Automobile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orth Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orth Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 17. Juli 2024

ANDAMOS
Unternehmensberatungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Baumann, Wirtschaftsprüfer

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