Polymer Technik & Service GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gisela Reiber seit 18.6.2025 | Prokura |
Johannes Philipp Ludwig Dr. Fuchs seit 7.3.2023 | Geschäftsführer |
Gerald Steffen Dr. Hauf seit 1.4.2022 | Geschäftsführer |
Ralf Johannes Hasselmann seit 3.12.2019 | Prokura |
Florian Schwanebeck seit 3.12.2019 | Geschäftsführer |
Dirk Breitbach seit 3.12.2019 | Prokura |
Arno Winter seit 3.12.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 86.80% | |
F***** H*** | 4.40% |
C******* H*** | 4.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Polymer-Holding GmbHSobernheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht zum Konzernjahresabschluss 2022Polymer-Holding GmbH1) Grundlagen des Konzerns Der Polymer-Holding-Konzern ist ein mittelständischer, familiengeführter Konzern, angesiedelt zwischen Rohstoffherstellern und der kunststoffverarbeitenden Industrie. Die Gesellschaften des Konzerns ("Polymer-Gruppe") befassen sich mit der Kunststoff-Compoundierung, d.h. der Veredelung von Kunststoffen durch Beimischen von Pigmenten, Additiven, Verstärkungsstoffen, Weichmachern und anderen Rezepturbestandteilen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist in Deutschland. Die Produktion findet am Standort Bad Sobernheim, Region "Mittlere Nahe" in Rheinland-Pfalz, statt. Ein zweiter Produktionsstandort befindet sich in Russland (Tula, 170 km südlich Moskau). Der Konzern besteht aus den nachstehend aufgeführten Gesellschaften: Muttergesellschaft ist die Polymer-Holding GmbH, Bad Sobernheim, deren Anteile durch direkte oder indirekte Beteiligung vollständig der Familie Hauf gehören. Die Tochtergesellschaften mit 100% Beteiligung der Polymer-Holding GmbH im Geschäftsjahr 2022 waren:
Außerdem gehört die Vertriebsgesellschaft Polymer Chemie Inc. in den USA zum Konzern. Es erfolgt eine entsprechende Konsolidierung. Darüber hinaus ist die Polymer-Holding an dem Joint Venture Sun Alloys Europe GmbH, Bad Sobernheim, beteiligt. Die Beteiligungsquote beträgt 50%, die restlichen 50% der Anteile werden gehalten von Mitsui Chemicals Inc., Japan. Die Polymer-Chemie GmbH produziert und vertreibt unter dem Produktnamen SorVyl® sowohl Hart-PVC-Granulate und Dryblends als auch Weich-PVC-Granulate. Diese Compounds finden überwiegend Anwendung in der Bauindustrie, sind daneben jedoch auch in zahlreichen anderen Branchen, wie z.B. der Automobil-, der Elektro- und Hausgeräteindustrie oder der Spielwarenbranche vertreten. Ferner wird der russische PVC-Markt (inkl. ehemalige GUS-Staaten) durch die 000 Polymer-Chemie Rus in Tula bedient. TechnoCompound GmbH compoundiert, veredelt und modifiziert Polymere mit Schwerpunkt auf PP und technischen Kunststoffen, führt im hauseigenen Labor kundenspezifische Entwicklungen durch (236 T€ im Jahr 2022) und schafft damit neue innovative Produkte, wie beispielsweise langglasfaserverstärkte PP-Com-pounds. Der Anwendungsschwerpunkt liegt auf Spritzgussteilen in der Automobilindustrie. Zur mittel- bis langfristigen Absicherung des Vertriebserfolgs und zur Vermeidung einer überhöhten Abhängigkeit von der Automobilindustrie und deren Marktzyklen, werden sowohl das Produktspektrum für die Automobilindustrie weiter diversifiziert als auch Industriesegmente wie Elektronik (Powertools, Haushaltsgeräte), Logistik und Verpackung bearbeitet. PolyMIM GmbH produziert und vertreibt unter den Produktnamen "polyMIM®" und "polyPOM" Compounds für den Metallpulverspritzguss. "polyMIM®" ist ein umweltschonendes Bindersystem auf wasserlöslicher Basis, "polyPOM" ist ein katalytisches Bindersystem. Die SoBiCo GmbH beschäftigt sich mit der Verarbeitung des Biokunststoffes PLA. Im Laufe des Jahres 2022 wurde eine entsprechende Produktionsanlage aufgebaut, die voraussichtlich im dritten Quartal 2023 den Musterbetrieb aufnehmen wird. SL Sobernheimer Logistik GmbH erbringt Logistik- Dienstleistungen für die Gesellschaften (inkl. Joint Venture) am Standort Bad Sobernheim. Polymer Technik & Service GmbH erbringt Dienstleistungen für die Polymer-Gruppe und für das ehemalige Joint-Venture Polyblend in den Bereichen technischer Einkauf, Wartung, Instandhaltung und Investitionsprojekte. Die Joint Venture-Gesellschaft Sun Alloys Europe GmbH stellt funktionale Polyolefin-Compounds mittels reaktiver Compoundierung her. Die Materialien werden primär in der Automobil- und Verpackungsindustrie eingesetzt. Seitens der Tochtergesellschaften Polymer-Chemie, TechnoCompound, SL Sobernheimer Logistik, SoBiCo und Polymer Technik & Service bestehen Ergebnisabführungsverträge (EAV) mit der Muttergesellschaft Polymer-Holding GmbH. Mit der PolyMIM besteht hingegen kein EAV. 2) Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Das Berichtsjahr 2022 war im ersten Halbjahr geprägt durch den Russland-Ukraine-Krieg und hohe Rohstoffpreise bzw. knappe Verfügbarkeiten; die Covid-19-Pandemie spielte nur noch eine untergeordnete Rolle. Für das erste Halbjahr konnte eine sehr hohe Auslastung verzeichnet werden, die sich insbesondere im Bausegment im zweiten Halbjahr deutlich abschwächte. Somit erreichte die Produktionsmenge bei einem reduzierten Anteil an eigenen Produkten und einem gestiegenen Lohnverarbeitungsanteil (Rohmaterialbeistellung durch Kunden) ein Niveau von 130.000 t 1 und lag damit 6% unter dem Vorjahresniveau. Die Personalstärke befand sich mit durchschnittlich 519 über Vorjahresniveau (498 2 ). Im Berichtsjahr sind im Konzern 12 Unfälle der Kategorie "LTI" (lost time injury) zu verzeichnen, eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr (7). In den Konzerngesellschaften wurde das Programm zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit fortgeführt. Dieses beinhaltet u.a. die Erfassung von positiven und negativen Arbeitssicherheitsbeobachtungen, die Grundlage für die Definition von Verbesserungsmaßnahmen sind. Zusätzlich wurde im Berichtsjahr mit externer Unterstützung ein erweitertes Projekt "Arbeitssicherheit" ins Leben gerufen. Die Überwachungsaudits für die IATF 16949:2016 und für die DIN EN ISO 50001:2018 wurden im November bzw. Dezember 2022 erfolgreich bestanden. Polymer-Chemie GmbH In der PVC-Compoundierung, dem ältesten Geschäftsfeld des Konzerns, konnte das Planergebnis trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Rekord-Vorjahresergebnis übertroffen und damit das zweitbeste Ergebnis in der Historie erreicht werden. OOO Polymer-Chemie Rus Im Berichtsjahr hat sich die russische Binnennachfrage weiterhin nicht erholt, nochmals negativ beeinflusst durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Das für Polymer-Chemie Rus relevanteste Marktsegment (Fenster) hat sich erneut rückläufig entwickelt. Von diesem Trend konnte sich das Unternehmen jedoch abkoppeln. Es wurde erneut ein operativer Gewinn ausgewiesen. Sun Alloys Europe GmbH Die Gesellschaft konnte die Absatzmenge gegenüber Vorjahr um mehr als 6% steigern, erreichte jedoch ein unter den Erwartungen bzw. Plan liegendes, leicht negatives Ergebnis. TechnoCompound GmbH Im Berichtsjahr liegen die Absatzmengen 2% über dem Vorjahr. Das Ergebnis konnte aufgrund eines hohen Rohertrags pro kg überproportional gesteigert werden und liegt deutlich über Vorjahr und Plan. PolyMIM GmbH Produktion und Absatz liegen deutlich über Vorjahresniveau, sowohl für Menge als auch für Ergebnis konnte ein historisches Rekordergebnis über Plan ausgewiesen werden. SoBiCo GmbH Die Gesellschaft erzielt noch keine Umsatzerlöse. Die Kosten bewegten sich über Planniveau, der Verlust liegt über Vorjahr und Plan. Der Produktionsanlauf hat sich weiter verzögert und soll im 2. Halbjahr 2023 erfolgen. Polymer-Holding GmbH Die administrativen Dienstleistungen wurden plangemäß im Konzernverbund und - in geringem Umfang - für Dritte erbracht. Der Jahresverlust liegt über Plan und Vorjahr. SL Sobernheimer Logistik GmbH Die Logistik-Dienstleistungen wurden plangemäß für die Konzerngesellschaften und Dritte (Polyblend) erbracht. Aufgrund einiger ungeplanter Kosten und zurückgehender Mengen in den Produktionsbereichen wird ein unter Plan liegendes Ergebnis (Verlust), schlechter als Vorjahr, ausgewiesen. Polymer Technik & Service GmbH Die Gesellschaft musste trotz Kostenmanagement aufgrund von einzelnen Personalkostenerhöhungen einen erhöhten Verlust ausweisen.
1 Angabe Produktionsmenge inkl. 100% Sun Alloys
Europe
2 Angabe Mitarbeiter inkl. 100% Sun Alloys
Europe
2.2 Ertragslage Unter dem Eindruck von reduzierten Mengen aber erhöhter Rohstoffkosten ist der Konzernumsatz von 176 M€ auf 209 M€ gestiegen. Die Exportquote ist auf 58,2% gestiegen (Vorjahr 57,9%). Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr von 54,2 M€ um 5,7 M€ auf 59,9 M€ gestiegen. Ursächlich hierfür sind trotz reduzierter Mengen die erhöhten Rohstoffkosten, die in die Verkaufserlöse eingepreist werden konnten. Die Personalkosten sind mit 30,6 M€ im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (28,0 M€) um 9% gestiegen. Der Anstieg resultiert aus Tariferhöhungen und einem um durchschnittlich 4% höheren Personalstand. Auf Basis von fertiggestellten Investitionsprojekten- sind die Abschreibungen von 3,5 M€ auf 4,3 M€ im laufenden Geschäftsjahr angestiegen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 16,7 M€ auf 19,2 M€ gestiegen (u.a. erhöhte Transport- und Instandhaltungsaufwendungen). Die rückläufigen Ergebnisentwicklungen, insbesondere bei Polymer-Chemie und SoBiCo, wurden durch Ergebnisverbesserungen insbesondere bei TechnoCompound und PolyMIM nicht ganz ausgeglichen (EBT 4,9 M€ gegenüber 5,4 M€ aus dem Vorjahr). Es ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von 2,9 M€ (Vorjahr 3,9 M€). Mit den vorliegenden Ergebnissen wurden die mit den Banken vereinbarten Kennzahlen (Covenants) und die absoluten Planzahlen eingehalten bzw. positiv übertroffen. 2.3 Finanzlage Kapitalstruktur: Die seit September 2017 gültige Finanzierungsvereinbarung der Polymer-Holding mit einer Laufzeit bis April 2024 wurde im Oktober 2022 von einer neuen Vereinbarung mit einer Laufzeit von 5 Jahren zu verbesserten Konditionen abgelöst. Investitionen: Im Berichtsjahr wurden in den Konzerngesellschaften insgesamt 8,7 M€ in Sach- und Finanzanlagen investiert. Schwerpunkte waren Ersatzinvestitionen, die Erweiterungen für die neu aufgebaute Vormischung bei Polymer-Chemie und Investitionen in die Bio-Compound-Produktionslinie. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr 72,0 M€ und liegt fast exakt auf Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen hat sich von 29,2 M€ auf 33,6 M€ erhöht, die Vorräte sind hingegen überwiegend mengenbedingt von 27,8 M€ auf 22,6 M€ gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen zum Stichtag mit rund 10,6 M€ 9,8% unter Vorjahresniveau. Die mit Guthaben saldierten Bankverbindlichkeiten des Konzerns haben sich um 3,3 M€ auf 20,7 M€ erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag von rund 17,8 M€ auf 9,5 M€ deutlich gesunken. Die unbereinigte Eigenkapitalquote beträgt 42,1% (Vorjahr 38,2%). Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Konzern während der weltweiten Krise weiterhin sehr gut entwickelt hat. 3) Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Im laufenden Geschäftsjahr plant die Polymer-Holding ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 2,9 M€. Wesentliche Planungsannahmen sind niedrigere Ergebnisbeiträge aus dem Bausegment und höhere Anlaufverluste von SoBICo, die durch Tech- noCompound nicht vollständig aufgefangen werden können. Das Ergebnis liegt im ersten Quartal 2023 besser als Plan, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Gesamtkosten. Die Geschäftsentwicklung in den Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften ist zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt positiv und liegt über dem geplanten Niveau. Die Rohstoffversorgung hat sich in der Zwischenzeit entspannt, entsprechend sinkt das Preisniveau. Die geplanten Investitionen für die Polymer-Gruppe betragen, inkl. leasingfinanzierter Projekte, für das laufende Jahr konsolidiert 9,6 M€, davon 1,3 M€ (100%-Wert) in der Joint Venture-Gesellschaft Sun Alloys Europe. Wesentliche Investitionen betreffen die Fertigstellung der Bio-Compound-Anlage bei SoBiCo und der zentralen Vormischung bei Tech- noCompound sowie allgemeine Infrastrukturmaßnahmen. 3.2 Risikobericht Der Russland-Ukraine-Krieg und die weiterhin unsichere Lage an den Energiemärkten - wenn in der Zwischenzeit auch auf deutlich niedrigerem Niveau -werden, neben dem hohen Zinsniveau und einer hohen Inflation, bedeutenden Einfluss auf die deutsche und die Weltwirtschaft haben. Es ist zu erwarten, dass auch unsere Unternehmensgruppe unmittelbar oder mittelbar davon betroffen sein wird. Die russische Tochtergesellschaft zeigt unabhängig davon eine stabile Ergebnisentwicklung. Eine Quantifizierung der Risiken ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Die Gesellschaft betreibt ein Risikomanagement-System, das den für den Konzernverbund vorgehaltenen, umfassenden Versicherungsschutz beinhaltet- insbesondere Sach- und Produkthaftpflichtversicherung, einschließlich Unterbrechungs- und Rückrufversicherung, sowie Allgefahrenversicherung. Das Risiko von Forderungsausfällen in den Tochtergesellschaften und Beteiligungen gegenüber Kunden ist durch Warenkreditversicherungsverträge größtenteils abgesichert. Umweltlasten bzw. -risiken bestehen nicht; eine Umwelthaftpflichtversicherung ist abgeschlossen. Im Jahr 2022 wurden das Qualitätsmanagementsystem und das konzernweit installierte Risikomanagementsystem weiter intensiviert und erfolgreich auditiert. 3.3 Chancenbericht Chancen bestehen grundsätzlich in einem guten Geschäftsverlauf in allen Tochtergesellschaften und Beteiligungen und eines dadurch möglichen Übertreffens der finanziellen Zielsetzungen 2023. Auf Basis einer im Berichtsjahr erarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie und damit verbundenen Zielen strebt die Polymer-Gruppe hinsichtlich Nachhaltigkeit in der Kunststoffcompoundierung eine führende Rolle in Europa an. Für die Berechnung des CO 2 -Fußabdrucks ihrer Produkte und das Aufzeigen von Reduzierungsmöglichkeiten wurde die Tochtergesellschaft Polymer-Chemie GmbH im Oktober 2022 mit einem Inovyn-Award ausgezeichnet. Für das Berichtsjahr 2023 wird wieder ein Konzernabschluss mit dazugehörigem Lagebericht aufgestellt.
Bad Sobernheim, den 17.06.2023 gez. Dr. Gerald Hauf gez. Dirk Breitbach gez. Jochen Eichstädt gez. Florian Schwanebeck Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte nach der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Form gemäß der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 3. Angaben zu Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden Insgesamt wurden - außer der Polymer-Holding - nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung 6 (Vorjahr 6) inländische und 2 (Vorjahr 2) ausländische Mehrheitsbeteiligungen in den Konzernabschluss einbezogen. Ein inländisches Unternehmen (Vorjahr 1) wurde nach den Vorschriften der Quotenkonsolidierung (§ 310 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Verrechnung erfolgte auf der Grundlage der beizulegenden Werte der Vermögensgegenstände und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Soweit sich in Jahren vor 2010 im Zusammenhang mit der Kapitalkonsolidierung aktivische Unterschiedsbeträge ergaben, wurden diese zulässigerweise gemäß § 309 HGB a. F. mit den Gewinnrücklagen (abweichend von DRS 4) verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden bis 31. Dezember 2015 unter "Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung" gemäß § 301 Abs. 3 HGB nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Sie ergeben sich aus Gewinnvorträgen der TechnoCompound GmbH, Bad Sobernheim. Gemäß DRS 23 wurden diese Beträge in 2016 in die Konzerngewinnrücklagen umgegliedert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden aktive oder passive latente Steuern abgegrenzt, soweit sich die Ergebnisunterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Dabei wurden die unternehmensindividuellen Ertragssteuersätze zugrunde gelegt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen TechnoCompound GmbH, Polymer-Chemie GmbH, PolyMIM GmbH, SL Sobernheimer Logistik GmbH, Polymer Technik & Service GmbH sowie SoBiCo GmbH, alle Bad Sobernheim, machen von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und legen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht offen. 4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a) Allgemeines Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in der Regel einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft angewendet. Sofern davon abweichende Wertansätze aus Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften übernommen wurden, ist dieses für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. b) Anlagevermögen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2a HGB) vermindert um Abschreibungen bewertet. Ab dem Geschäftsjahr 2020 wird nicht mehr von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände zu aktivieren. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren), bewertet. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (von 2 bis 33 Jahre) unter Verwendung der linearen Methode. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. c) Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit ihren Konzernanschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Ermittlung der Konzernanschaffungskosten erfolgt nach dem Verfahren des gewogenen Durchschnitts. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Konzernherstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Ermittlung der Konzernherstellungskosten wurden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Allgemeines Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden berücksichtigt. e) Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. f) Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewertet und nicht abgezinst. Die aktiven und die passiven latenten Steuern werden in der Bilanz insgesamt saldiert ausgewiesen. g) Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC-Methode) ermittelt. Als biometrische Grundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz von 1,78 % (10 Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Es wurden keine Gehalts- und Karrieretrends berücksichtigt, da der einzige Berechtigte in Rentenbezug ist. Als Rentensteigerung wurden 1,5 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag der Rückstellung zwischen dem Ansatz nach Maßgabe eines durchschnittlichen Diskontsatzes von 10 Jahren und nach Maßgabe eines Zinssatzes von 7 Jahren (1,44%) beträgt rd.TEUR 2. h) Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. i) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. j) Grundlagen der Währungsumrechnung Bei der Einbeziehung der ausländischen Konzernunternehmen in den Konzernabschluss werden die Bilanzposten ausländischer Konzernunternehmen in Fremdwährung jeweils mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Ergebnisvortrag) wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden dagegen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. k) Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht dem Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der innerhalb eines Jahres fälligen Bankverbindlichkeiten.
Insgesamt stammen TEUR -869 vom Bestand des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen. 5. Angaben zur Konzernbilanz a) Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). b) Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Die Gesellschaft machte bis zum 31. Dezember 2020 vom Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch (Buchwert 31. Dezember 2022: EUR 2,00). Angefallene Entwicklungskosten werden ab dem Geschäftsjahr 2020 nicht mehr aktiviert. c) Angaben zu wesentlichen Beteiligungen (§ 285 Nr. 11 HGB)
d) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Deckungsvermögen Mitzugehörigkeit Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beziehen sich auf Forderungen gegen Gesellschafter. Diese beziehen sich in Höhe von TEUR 1.310 auf Darlehensforderungen und in Höhe von TEUR 3.667 auf laufende Verrechnungen abzüglich Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.554. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beziehen sich im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten. e) Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital wird das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft ausgewiesen. Die Kapitalrücklage entspricht der Kapitalrücklage der Muttergesellschaft. Die Gewinnrücklagen enthalten die Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft sowie die Anpassungen gemäß BilMoG zum 1. Januar 2010. Außerdem wurde der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der aus Gewinnthesaurierungen der TechnoCompound (TEUR 7) resultiert, in 2016 gemäß DRS 23 in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Der Gewinnvortrag leitet sich wie folgt ab:
f) Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen enthalten:
In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 wurden Rückstellungen aus dem betrieblichen Langzeitarbeitskonto in Höhe von TEUR 663 mit Deckungsvermögen zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 634 verrechnet. g) Verbindlichkeiten Restlaufzeiten von Verbindlichkeiten
h) Angaben zu latenten Steuern Die aktiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB resultieren aus Differenzen bilanzieller Wertansätze von Aufwendungen für Sach- und Finanz sowie Pensionsrückstellungen. Die Berechnung der latenten Steuern wird dem unternehmensindividuellen Steuersatz zugrunde gelegt. Die Ertragsteuersätze liegen in einer Bandbreite von 20,0 % bis 28,6 %.
i) Außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. Dezember 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen von TEUR 5.295. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 56 Monaten. Aus Miet- und Pachtverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 953. Die Vorteile bei den bestehenden Leasing- und Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung. Ein weiterer Vorteil besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Laufzeit. Risiken bestehen in den Abflüssen liquider Mittel über die Dauer der Vertragslaufzeit. 6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt gliedern: Nach Produktgruppen
Nach geographischen Gesichtspunkten
b) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung der für einen Rechtsstreit von TEUR 120 gebildeten Rückstellung sowie eine Auflösung einer Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 150 enthalten. c) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 165 enthalten. 7. Sonstige Angaben a) Angaben zu Beschäftigten Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 519 Personen beschäftigt (Vorjahr 498).
b) Angaben zu Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2022 durch
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich für 2022 auf insgesamt 1.211 TEUR. c) Angaben zu Abschlussprüferhonoraren (§ 285 Nr. 17 HGB) Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt:
d) Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird der Gesellschafterversammlung Vorschlägen, das Jahresergebnis 2022 der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Sobernheim, den 17. Juni 2023 gez. Dr. Gerald Hauf gez. Dirk Breitbach gez. Jochen Eichstädt gez. Florian Schwanebeck Anlagenspiegel
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Insgesamt stammt von quotal einbezogenen Unternehmen ein Finanzmittelfonds von TEUR -869 (Vorjahr TEUR - 604). Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Polymer-Holding GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Polymer-Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Polymer-Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von do- losen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 27. Juni 2023 RSM
GmbH
gez. Baltes, Wirtschaftsprüfer gez. Jüsgen, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 27. Juli 2023 gebilligt. |
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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen