Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 715155
Vorher
THIELMANN UCON GmbH
Eingetragen
24.8.2016
Branche
Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von Fässern, Trommeln, Dosen, Eimern u. ä. Behältern aus MetallHerstellung von Sammelbehältern, Tanks u. ä. Behältern aus Metall
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von a) metallenen Großpackmittel für Transport und Lagerung b) Apparaten, Maschinen und Vorrichtungen zum Entleeren, Befüllen, Dosieren und Mischen von Schüttgütern c) Lagerbehältern aus Stahl und Edelstahl d) Schutzraumabschlüssen aus Stahl- und Edelstahl e) Lohnarbeiten. Ferner f) der Handel mit Druck- und Gefahrgutbehältern g) die Erbrigung von Dienstleistungen sowie die Herstellung und der Vertrieb von Ersatzteilen in Bezug auf sämtliche vorgenannten Gegenstände.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Benno Kilzer
seit 17.2.2025
Prokura
Ulrich Roman Lauster
seit 26.9.2023
Geschäftsführer
Peter Wilhelm Daum
seit 9.8.2022
Prokura
Dirk Geeren
seit 9.12.2021
Prokura
Javier Teres
seit 9.12.2021
Prokura
Igor Ferlan
seit 24.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
FLD Beteiligungsholding GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UCON Container System GmbH (vormals: THIELMANN UCON GmbH)

Hausach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Teil 3: Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die UCON Container System GmbH (vormals THIELMANN UCON GmbH), nachfolgend TMUC, ist ein führender Hersteller von Transport- und Lagerbehältern, die als Intermediate Bulk Container (IBC) in vielen Industriebranchen, überwiegend in der pharmazeutischen, chemischen und Lebensmittel-Industrie zum Einsatz kommen. Ein großer Teil dieser Behälter verfügt über eine Zulassung zum Transport von Gefahrgut. Im Produktsegment Anlagenbau / Containersysteme werden komplette Anlagen zur automatisierten Dosierung und Abfüllung von schwerfließenden Schüttgütern entwickelt und gebaut.

Die im März 2020 auftretende COVID Pandemie hat den gesamten Betriebsprozess der TMUC nachhaltig beeinflusst. Die relevanten Auswirkungen werden an diversen Stellen im Lagebericht festgehalten.

Darüber hinaus wurde bereits im Herbst 2020 von der Gesellschaft beschlossen, ab 1. Februar 2021 die bilanzielle Sanierung des Unternehmens durch die Umsetzung einer Planinsolvenz in Eigenverwaltung voranzutreiben. Ziel war es, die erheblichen Belastungen durch die aufgelaufenen Pensionsverpflichtungen (wert zum 31.12.2020 10.050 T€) deutlich zu verringern und den jährlichen Cashflow für die Rentenverpflichtungen (960 T€ p.a.) signifikant abzubauen.

Das strukturierte und strategisch geplante Insolvenz im Eigenverwaltungsverfahren wurde im Jahr 2021 erfolgreich umgesetzt und per Gerichtsbeschluss zum 16. September 2021 aufgehoben.

Darüber hinaus wurde ab Mitte 2022 mit den organisatorischen Vorkehrungen begonnen, neben dem traditionell starken Container Geschäft ein weiteres Geschäftsfeld im Bereich Anlagenbau, speziell für Kunden im e-Mobility Segment, aufzubauen. Diese strategische Umpositionierung wurde im Verlauf des Jahres 2023 weiter forciert. Ergebnis dieser Neu-Fokussierung war unter anderem der Abschluss eines langfristigen Rahmenvertrags mit der Firma Umicore, einem der weltweit größten Anbieter für den Bau von Batteriezellen.

Wesentliche Absatzmärkte für die Produkte sind das Inland sowie das europäische Ausland mit einem Anteil von insgesamt ca. 80 %. Die übrigen Umsätze verteilen sich auf Nord- und Mittelamerika sowie die Region Asien/Mittlerer Osten/Afrika.

Die Produktion erfolgt grundsätzlich auftragsbezogen. Um jedoch die zeitliche Lieferfähigkeit und Auslastung zu optimieren, werden gängige Halbfertigprodukte auf Vorrat gefertigt. Diese Vorgehensweise wird durch Bildung flexibler Produktionslinien ergänzt. Damit können standardisierte Produktionsschritte auch beim Fügen des Containers und in der Endmontage erreicht werden.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden projektorientiert durch die Mitarbeiter im Bereich Engineering vorangetrieben. Ziel ist, durch Neu- bzw. Weiterentwicklung von konkreten Kundenanforderungen einzelne Bearbeitungsschritte oder ganze Produktionsprozesse beim Kunden entscheidend zu verbessern und solche Entwicklungen dann einer breiteren Kundenbasis zur Verfügung zu stellen Durchschnittlich werden in diesem Bereich Engineering 12 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresaufwand (Personalkosten, Materialkosten und sonstige Aufwendungen) beträgt ca. 950 TEUR.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis -, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge unverändert hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die leichte Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023.

Auch in den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in der EU insgesamt hat sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt. Deutschland liegt im Vorjahresvergleich preis-, saison- und kalenderbereinigten mit -0,2 % deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU insgesamt (+0,3 %).

Für das gesamte Jahr 2023 stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,4%, nach +3,4% in beiden Gebieten in 2022.

Für 2024 rechnet das ifo-Institut mit einem leichten Wachstum des BIP in Deutschland von 0,2 Prozent. Ähnlich sieht es bei den anderen Wirtschaftsinstituten aus, die im März 2024 ihre BIP-Prognose bereits aktualisiert haben. Das IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) und das IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung) gingen bereits im Dezember des letzten Jahres davon aus, dass es im Jahr 2024 zu einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung und somit zu einer Rezession kommt.

In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 auf 0,5 Prozent und für 2024 auf 0,9 Prozent in der EU und 0,8 Prozent im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 Prozent (EU) und 1,5 Prozent (Euro-Währungsgebiet) aus. Für Deutschland erwartet die Kommission für 2025 ein Wachstum von 0,3 Prozent.

Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als noch im Herbst projiziert.

Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) berichtet auf seiner Jahres-Pressekonferenz am 06.02.2024, dass die Hersteller von Präzisionswerkzeugen in 2023 einen Jahresumsatz von knapp 10 Milliarden Euro erzielten. Nominal stieg der Umsatz um drei Prozent, was an sich eine gute Nachricht wäre, wenn die Gewinne nicht durch Inflation, Kostensteigerungen und steigende Bürokratieaufwände aufgefressen werden würden.

Für das Jahr 2024 erwartet der VDMA eine preisbereinigte Veränderung des realen Produktionswerts von -4 Prozent. Die Stammbelegschaft dürfte in 2024 mit ca. 1,0 Mio. Beschäftigten konstant auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

2. Geschäftsverlauf und Lage

In das Geschäftsjahr 2023 startete die Gesellschaft mit einem sehr hohen Auftragsbestand von 17.691 T€, zum Ende des Geschäftsjahrs lag der Auftragsbestand bei 16.931€, wovon ca. 50 % dem traditionellen Containergeschäft und der Rest dem Bereich Anlagenbau zuzuordnen sind. TMUC hat es verstanden, im Geschäftsbereich Containersysteme den Bereich e-Mobilität neu zu adressieren, und in diesem Marktsegment eine Reihe neuer Großprojekte zu akquirieren. Dieses lösungsgetriebene Projektgeschäft hat einen Sales Cycle von meist weit über 12 Monaten, so dass die Umsatzleistung aus dem stark angestiegenen Auftragsbestand erst in dem Folgejahr 2024 und 2025 zum Tragen kommen wird. Dem gegenüber ist der Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2023 im Bereich Containergeschäft (IBC) um mehr als 50 % gesungen im Vergleich zum Beginn des Jahres 2023.

a. Ertragslage

Die UCON Container System GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis von 8.864 T€ (Vorjahr - 4.621 T€) nach Steuern aus. Die wesentlichen Treiber des positiven Betriebsergebnisses waren die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 14.239 T€, bedingt u.a. durch den Darlehensverzicht der Altgesellschafter auf bestehende Intercompany Verpflichtungen aus der Vergangenheit. Operativ hat das Unternehmen ein Ergebnis von minus 2.934 T€ realisiert (Vorjahr minus 3.844 T€). Die Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit war bedingt durch die Fokussierung auf das Anlagengeschäft, welche eine höhere Wertschöpfung ermöglicht sowie die strikte und konsequente Umsetzung von Rationalisierungsmaßnahmen in allen Bereichen.

Die Gesamtleistung verminderte sich von 34.468 T€ auf 30.519 T€.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr absolut von 19.293 T€ auf 15.404 T€; relativ betrachtet ist die Materialaufwandsquote gesunken auf 51 % (Vorjahr 56 %). Der operative Personalaufwand beläuft sich im Jahr 2023 auf 10.497 T€ (Vorjahr 10.764 €), die Abnahme gegenüber dem Vorjahr ist bedingt durch die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen. Die Regelabschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 643 T€, im Vorjahr wurden 552 T€ abgeschrieben.

b. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 130 FTE; davon waren am Jahresende 4 Auszubildende beschäftigt und 4 Arbeitsverhältnisse waren befristet. Die UCON Container System GmbH ist tarifgebunden.

c. Vermögens- und Finanzlage

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt das Gesamtvermögen der UCON Container System GmbH 25.863 T€ nach 24.415 T€ am 31. Dezember 2022.

Die Erhöhung um 1.448 T€ ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, bei u.a. reduziertem Vorratsvermögen und gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zurückzuführen.

Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von ca. 400 T€ (Vorjahr: ca. 710 T€) aktiviert. Hiervon wurden T€ ca. 300 (Vorjahr ca. 450 T€) aufgewendet, um die Produktion effizienter zu gestalten. Die Investitionen dienen der Anpassung an die Erfordernisse des Marktes. Die Investitionsschwerpunkte lagen im Presswerk und im Schweißbetrieb.

Das Umlaufvermögen beträgt zum Ende des Berichtsjahr 84 % der Bilanzsumme (Vorjahr 80 %).

Zu Ende des Geschäftsjahres wies die Gesellschaft ein positives Eigenkapital in Höhe von 14.365 T€ (Vorjahr 3.001 T€) aus. Dies entspricht einer EK-Quote in Höhe von 55,4 % (Vorjahr 12,3 %).

Weitere Mittel zur Finanzierung der Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebes werden bei Bedarf als Darlehen aus dem Geschäftsbereich zu marktüblichen Konditionen bezogen.

Zum 31.12.2023 betrugen die Bankguthaben 1.261 T€, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren im Jahr 2023 keine vorhanden.

Entsprechend dem innerjährlichen Geschäftsverlauf reduzierten sich die offenen Forderungen aus Lieferung und Leistungen bis zum Jahresende auf 4.863 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Jahresende auf 1.322 T€.

d. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt, jeweils unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität durch Heranziehung der Kennzahlen Umsatz, Jahresüberschuss und Materialaufwandsquote.

Das detaillierte Controlling, über das die Gesellschaft verfügt, ermöglicht es Risiken früh zu erkennen und dementsprechend entgegenzuwirken.

Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

e. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen versteht sich als Teil einer kleinen Community, die ihre Stakeholder (Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Banken uvm.) als wesentliche Elemente des Erfolgs verstehen. Die Geschäftsleitung richtet daher seine Personal-, Kunden- und Lieferantenpolitik nach den Leitlinien des CSR-Ansatzes aus.

Das Unternehmen ist nach DIN ISO 9001: 2015 zertifiziert. Außerdem verfügt es über ein Umwelt Managementsystem.

f. Gesamtaussage

Bedingt durch die zunehmende Investitionstätigkeit nach dem schwachen COVID-Jahr 2021 in allen Kundensegmenten war der Verlauf des operativen Geschäftes in 2023 mit einem Umsatz von 31.403 T€ (Vorjahr 33.706 T€) insbesondere in den Container-Produktgruppen trotzdem nicht zufriedenstellend. Der Rückgang im Containergeschäft auf 17.980 T€ (Vorjahr 23.870 T€) konnte aber zum Teil kompensiert werden durch den Ausbau des Anlagengeschäftes auf 10.720 T€ (Vorjahr 8.676 T€), mit deutlich gestiegenem Auftragsbuch in diesem Bereich.

Im Bilanzjahr 2023 ist es uns wieder gelungen insgesamt ein positives Ergebnis zu erzielen. Auch wenn dies auf sonstigen betrieblichen Erträgen beruht.

Das Finanzmanagement ist unverändert darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb vereinbarter Ziele zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen bzw. die Zahlungsziele der Kunden zu verkürzen.

III. Risiko- und Chancenbericht

Die grundsätzlichen Risiken des Geschäftsmodells haben sich im Laufe der Jahre nicht verändert. Die Gesellschaft ist als international operierendes Unternehmen im Bereich der Investitionsgüter tätig und insofern von den wechselnden Investitionsneigungen des Kundenkreises in den unterschiedlichen Teilmärkten beeinflusst.

Die ab Anfang 2020 erkennbaren Auswirkungen der COVID Pandemie haben deutliche Spuren in der Geschäftsentwicklung der TMUC hinterlassen. Der operative Ertragsrückgang bedingt durch die stark ansteigende Nachfrage im Post-COVID-Jahren konnte nicht durch die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen kompensiert werden.

Aus diesem Grund wurde in 2023 die strategische Neu-Positionierung des Unternehmens forciert. Investitionen in Organisation und Infrastruktur wurden getätigt, um Kunden für den Bereich Anlagenbau im e-Mobilitätsmarkt gewinnen zu können. Hierbei handelt es sich um Projekte im 7-stelligen Bereich, die einen erheblichen Vorlauf in Bezug auf Planung / Engineering und Realisierung bedingen. Erste Kundenprojekte bei namhaften Kunden (u.a. Umicore, Lanxess, Akatake, DOW Chemical, BASF) konnten bereits in 2022 erzielt werden. Das Umsatzvolumen in diesem Bereich erreichte ca. 11 Mio. Euro in 2023 (Vorjahr ca. 8,55 Mio. Euro). Darüber hinaus ist es gelungen, projizierte Projekt in Höhe von über 30 Mio. Euro zu identifizieren. Die Abschlusswahrscheinlichkeit für diese neuen Projekte wird auf über 50 % geschätzt, mit einer erwarteten Umsetzung ab 2024 / 2025.

Risiken bei der Beschaffung der Hauptwerkstoffe sind bis dato nicht erkennbar.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist konzernintern sichergestellt. Seitens der THIELMANN PORTINOX S.A. existiert eine Verpflichtungserklärung gegenüber der UCON Container System GmbH zur Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel. Instrument hierfür ist ein konzernintern organisierter CashPool, der von TM Portinox organisiert und gepflegt wird.

Der Kosten- und Erlösentwicklung sowie die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmens werden durch die Geschäftsführung den Vertretern des Gesellschafters regelmäßig berichtet und durch diese nachgehalten.

Die Entwicklung der Liquidität wird täglich an die Geschäftsführung und die Vertreter des Gesellschafters berichtet. Eine drei Monate vorausschauende Planung des Cashflows und der Liquidität erfolgt wöchentlich und fließt vierzehntägig in die Planungen des Konzerns ein, wodurch die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft jederzeit gewährleistet ist.

Sonstige Risiken werden von der Gesellschaft über Versicherungen abgedeckt, sofern dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, ansonsten werden Rückstellungen gebildet.

IV. Prognosebericht

Aufgrund der Planungsrechnung geht das Unternehmen von einer positiven Unternehmensfortführungsprognose aus. Die bereits in den Vorjahren durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2024 sowie den Folgejahren konsequent fortgesetzt.

Der Ausbau des Geschäftsfelds "Anlagenbau mit Fokus auf den e-mobility-Markt" zeigt bereits in 2023 erste deutlich positive Ergebnisse. So liegt u.a. die Wertschöpfung in diesem Bereich deutlich über den erzielbaren Deckungsbeiträgen im Containerbereich.

Bereits bestehende Projektanfragen in einer Größenordnung von mehreren Mio. Euro für die weiteren Folgejahre 2024 und 2025 lassen erwarten, dass dieses Segment in den weiteren Monaten die Basis dafür liefern wird, die Ertragslage des Gesamtunternehmens deutlich in die Gewinnzone zu führen.

Die Stabilisierung des ERP Systems, die konsequente Stärkung der personellen Ressourcen durch geeignete Schulungsmaßnahmen sowie die Fortsetzung der begonnen Investitionstätigkeiten im Rahmen des 2021 verabschiedeten TWIN Projektes werden zu einer weiter spürbaren Verbesserung der Produktivität und Rentabilität der Gesellschaft ab 2024 / 2025 beitragen.

Für die Geschäftsjahre 2024 geht die Geschäftsleitung von einer Umsatzsituation in vergleichbarer Größe wie 2023 aus, wobei die Containerumsätze am Gesamtumsatz abnehmen, dafür der Anteil der Umsätze im Bereich Anlagenbau deutlich zunehmen werden.

Das operative Jahresergebnis 2024 wird sich gegenüber 2023 verbessern, wobei im Jahresverlauf erstmals auch ein positives operatives Ergebnis zu erwarten ist. Zur Ergebnisverbesserung sollen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität im Fertigungsbereich und geeignete Kostensenkungsprogramme beitragen. Darüber hinaus wird der Fokus auf dem Geschäftsbereich Anlagenbau sowie der Ausbau des Servicegeschäfts weitere neue Ertragspotentiale eröffnen.

Ab dem Geschäftsjahr 2024/25 erwartet die Geschäftsleitung nachhaltig positive Ergebnisse aus der operativen Tätigkeit.

Insgesamt geht die Geschäftsführung somit davon aus, dass sich die Geschäfts- und Ertragslage positiv entwickeln wird und in den Folgejahren ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielt wird.

Darüber hinaus hat sich der Gesellschafter im Herbst 2023 entschlossen, das Unternehmen an neue Gesellschafter zu verkaufen.

Ein lokales Management-Team hat im Rahmen eines MBO die gesamten Anteile vom Altgesellschafter übernommen.

Die Umsetzung im Rahmen der MBO-Transaktion im Februar 2024 hat dazu geführt, dass der eingeschlagene Strategieweg fortgeführt wurde und die Umsatz- und Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig verbessert wurden. Zum Ende des Geschäftsjahres 24 erwartet das Management ein positiv operatives Ergebnis sowie einen positiven CashFlow auf Jahresbasis.

 

Geschäftsführung der UCON Container System GmbH

(vormals THIELMANN UCON GmbH bis Februar 2024)

Igor Ferlan

BILANZ zum 31. Dezember 2023

UCON Container System GmbH 77756 Hausach

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.092,98 111.260,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 422.865,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.816.476,12 1.988.219,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 661.355,83 684.367,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 351.893,72 344.748,42
2.829.725,67 3.440.200,36
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.281.402,49 1.281.402,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.302.901,56 3.497.908,13
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.347.800,30 3.126.145,05
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 288.707,06 393.978,03
4. Geleistete Anzahlungen 1.155.415,43 1.469.159,61
7.094.824,35 8.487.190,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.863.435,56 7.773.098,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.661.680,10 603.817,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.818.964,99 2.014.863,21
13.344.080,65 10.391.778,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.260.720,13 680.533,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.023,90 22.932,49
25.862.870,17 24.415.299,43

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 30.446.194,73 26.946.194,73
III. Verlustvortrag 23.970.232,23- 19.348.817,43-
IV. Jahresüberschuss 7.864.258,68 4.621.414,80-
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 554.991,01 374.739,02
2. Steuerrückstellungen 2.329.555,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.910.194,36 2.413.258,01
4.794.740,37 2.787.997,03
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.249.541,69 1.827.615,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.322.086,22 1.243.149,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 552.530,64 13.194.767,21
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.572.711,31 2.354.769,09
6.696.869,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.038,76 6.038,76
25.862.870,17 24.415.299,43
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 31.402.980,76 33.706.136,69
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 883.615,72 617.923,89-
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 144.651,22
4. Gesamtleistung 30.519.365,04 34.468.711,80
5. Sonstige betriebliche Erträge
Ordentliche betriebliche Erträge
Sonstige ordentliche Erträge 14.238.649,59 90.734,53
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.797.973,11 16.170.004,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.606.815,12 15.404.788,23 3.123.177,23
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.452.762,90 8.626.542,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.043.892,67 10.496.655,57 2.137.555,91
- Davon für Altersversorgung Euro 177.730,00 (Euro 249.732,00)
8. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 643.493,96 551.906,42
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ordentliche betriebliche Aufwendungen
aa) Grundstücksaufwendungen 261.208,27 245.299,44
ab) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 48.660,07 131.892,51
ac) Reparaturen und Instandhaltungen 1.213.744,31 1.198.270,00
ad) Fahrzeugkosten 57.071,60 94.360,50
ae) Werbe- und Reisekosten 355.583,20 203.299,64
af) Kosten der Warenabgabe 464.559,60 766.774,46
ag) Verschiedene betriebliche Kosten 5.152.866,07 7.553.693,12 5.615.591,13
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.703,53 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 468.229,43 328.526,23
- Davon an verbundene Unternehmen Euro 468.229,43 (Euro 328.526,23)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.197.857,85 4.633.754,18-
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.329.555,00 0,00
14. Sonstige Steuern 4.044,17 2.333.599,17 12.339,38-
15. Jahresüberschuss 7.864.258,68 4.621.414,80-

Teil 4: Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der UCON Container System GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Über diese Vorschriften hinaus waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: UCON Container System GmbH (bis 05.02.2024 THIELMANN UCON GmbH)
Firmensitz laut Registergericht: Hausach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg im Breisgau
Register-Nr.: HRB 715155

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (§ 255 II, III HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Zugänge werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Ist der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen, um Abschreibungen geminderten Buchwert.

Bei der EDV-Software und ähnlichen Rechten wird die Nutzungsdauer mit 3 bis 5 Jahren, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend mit 8 bis 13 Jahren angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter von mehr als Euro 250, aber nicht mehr als Euro 800,00, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage gewichteter Durchschnittspreise oder zu den niedrigeren Bezugspreisen als Börsen- oder Marktpreise vom Bilanzstichtag. Die niedrigeren Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In die Bewertung einbezogen wurden Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und durch die Fertigung veranlasste planmäßige Abschreibungen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 554.991,01.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

ANLAGENSPIEGEL, HANDELSRECHT

Anschaffungs-/Herstellkosten
Historische AHK am 01.01.2023 Zugänge Abgänge AHK zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.229.129,05 3.229.129,05
2. Forschungs- und Entwicklungskosten 63.863,34 63.863,34
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.292.992,39 3.292.992,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 422.865,02 422.865,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.091.208,63 196.793,57 0 16.288.002,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.579.328,35 188.777,60 0 6.768.105,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 344.748,42 7.145,30 0 351.893,72
Sachanlagen 23.438.150,42 392.716,47 422.865,02 23.408.001,87
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.281.402,49 1.281.402,49
Finanzanlagen 1.281.402,49 1.281.402,49
Gesamt 28.012.545,30 392.716,47 422.865,02 27.982.396,75
Kumulierte Abschreibung
Kumul. Afa am 01.01.2023 Zugänge Kumul. Afa 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.122.261,50 58.971,39 3.181.232,89
2. Forschungs- und Entwicklungskosten 59.470,09 4.196,43 63.666,52
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.181.731,59 63.167,82 3.244.899,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.102.989,56 368.536,52 14.471.526,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.894.960,50 211.789,62 6.106.750,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Sachanlagen 19.997.950,06 580.326,14 20.578.276,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Finanzanlagen
Gesamt 23.179.681,65 643.493,96 23.823.175,61
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 47.896,16 106.867,55
2. Forschungs- und Entwicklungskosten 196,82 4.393,25
Immaterielle Vermögensgegenstände 48.092,98 111.260,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 422.865,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.816.476,12 1.988.219,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 661.355,83 684.367,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 351.893,72 344.748,42
Sachanlagen 2.829.725,67 3.440.200,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.281.402,49 1.281.402,49
Finanzanlagen 1.281.402,49 1.281.402,49
Gesamt 4.159.221,14 4.832.863,65

Forderungen

Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023

Forderungen Gesamt davon Restlaufzeiten
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Euro Euro Euro
aus Lieferungen und Leistungen 4.863.435,56 4.863.435,56 0,00
Vorjahr 7.773.098,23 7.773.098,23 0,00
gegen verbundene Unternehmen 5.661.680,10 5.661.680,10 0,00
Vorjahr 603.817,49 603.817,49 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 2.818.964,99 2.818.964,99 0,00
Vorjahr 2.014.863,21 2.014.863,21 0,00
Summe 13.344.080,65 13.344.080,65 0,00
Vorjahr 10.391.778,93 10.391.778,93 0,00

Die Forderungen an verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEuro 5.500 aus der Verpflichtung der Muttergesellschaft im Rahmen des MBO, hierfür TEuro 2.000 als Freistellung für zukünftige Steuerverpflichtungen für den Zeitraum vor dem MBO, und TEuro 3.500 als negativen Kaufpreis zur Finanzierung des operativen Geschäfts der TMUC nach dem MBO zu leisten.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Durchschnittlicher Marktzinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,25 %
erwartetet Rentensteigerung 2,20 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck
"Richttafeln 2018 G"

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 5.250,00. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Rückstellungen

Im Posten Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2022 Veränderung
Euro Euro in Euro
Personalkosten 331.314,93 363.004,23 -31.689,30
Gewährleistung 88.000,00 88.000,00 0,00
Kosten Jahresabschluss und Prüfung 110.000,00 77.550,00 32.450,00
Aufbewahrung von
Ausstehende Rechnungen 1.370.044,43 1.865.897,78 -495.853,32
Geschäftsunterlagen 10.835,00 10.835,00 0,00
Übrige 0,00 7.971,00 -7.971,00
Summe 1.910.194,36 2.413.258,01 -503.063,65

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten Gesamt davon Restlaufzeiten davon
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert
Euro Euro Euro Euro Euro
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.249.541,69 2.249.541,69 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.827.615,32 1.827.615,32 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 1.322.086,22 1.322.086,22 0,00 0,00 1.322.086,22
Vorjahr 1.243.149,52 1.243.149,52 0,00 0,00 1.243.149,52
gegen verbundene Unternehmen 552.530,64 552.530,64 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 13.194.767,21 13.194.767,21 0,00 0,00 0,00
Sonstige 2.572.711,31 2.572.711,31 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 2.354.769,09 2.354.769,09 0,00 0,00 0,00
Summe 6.696.869,86 6.696.869,86 0,00 0,00 1.322.086,22
Vorjahr 18.620.301,14 18.620.301,14 0,00 0,00 1.243.149,52

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die Sicherheiten in branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 553 (Vj. TEUR 13.195).

Die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist Teil der Transaktionsbedingungen aus dem MBO (siehe Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind) im Februar 2024. Der Altgesellschafter hat auf alle alten Darlehensforderungen verzichtet.

Die bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 553 beruhen auf gestundeten Mietverpflichtungen gegenüber der THIELMANN Immobilien UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Hausach.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

2023 (Vorjahr)
- Verbindlichkeiten aus Insolvenz EUR 2.474.179,37 2.163.835,25
- Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 8.383,19 98.797,48
- Verbindlichkeiten soziale Sicherheit EUR -601,38 3.613,42
- Sonstige Verbindlichkeiten EUR 90.750,13 88.522,94
EUR 2.572.711,31 2.354.769,09

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 488.463,85. EUR (Vorjahr: 613.656,37 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen; davon sind 368.550,84 EUR (Vorjahr: 375.354,84. EUR) innerhalb eines Jahres fällig.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 8.053.389,45 auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse/Gesamtleistung

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

2023 2022
TEUR TEUR
Containergeschäft, Std IBC 21.888 25.024
Anlagenbau 5.800 4.940
Tankcontainer 433 698
Sonstige 888 1.169
Ersatzteile 2.394 1.875
31.403 33.706

Anmerkungen zum sonstigen betrieblichen Ertrag

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. Forderungsverzichte in Höhe von TEUR 11.759 durch den Gesellschafter sowie Rückforderungsansprüche ihm gegenüber für Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 2.000.

Aufwendungen der aus Abzinsung

Die Aufwendungen aus der Abzinsung betragen EUR 4.040,00 (Vj. EUR 9.567,00) und sind unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 17.142,26 (Vj. 47.403,94) und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 19.844,77 (Vj. EUR 8.013,57) und sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:

Igor Ferlan ausgeübter Beruf Dipl. - Kaufmann/MBA
Ulrich Lauster ausgeübter Beruf Dipl. Ing.
Ralf Bruch Bis Februar 2023 ausgeübter Beruf Unbekannt
Alberto Borque Bis September 2023 ausgeübter Beruf Unbekannt
Li Petra Simon Bis Februar 2024 ausgeübter Beruf Unbekannt

Die Geschäftsführer sind je einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge von Geschäftsführungsmitgliedern (§ 285 Satz 1 Nr. 9a HGB)

Die Gesamtbezüge von Geschäftsführungsmitgliedern betragen EUR 300.000,00 (Vorjahr: EUR 350.000).

Konzernzugehörigkeit

Die UCON Container System GmbH ist in den befreienden Konzernabschluss der Heritage B BV mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, einbezogen.

Das Mutterunternehmen besitzt zum 31.12.2023 alle Geschäftsanteile an der UCON Container System GmbH.

Ein Teilkonzernabschluss wird nicht erstellt.

Angaben über Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis * Eigenkapital *
% EUR EUR
THIELMANN Immobilien UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Hausach 55,00 200.000,00 1.400.000,00

* vorläufige Zahlen

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte, Arbeiter 130
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 80
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 50

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt 130 Arbeitnehmer (Vorjahr: 135). Daneben werden durchschnittlich 4 Auszubildende (Vorjahr: 4) beschäftigt.

Am Jahresende 2023 waren 130 Mitarbeiter und 4 Auszubildende angestellt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Am 5. Februar 2024 wurden die gesamten Geschäftsanteile an der UCON Container System GmbH im Rahmen eines Management-Buy-Out (MBO) an die FLD Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Hausach verkauft.

 

Hausach, 30. Oktober 2024

Igor Ferlan

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UCON Container System GmbH

Wir haben den Jahresabschluss der UCON Container System GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UCON Container System GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insb. die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u.a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 17. Dezember 2024

SHP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Hohlweck, Wirtschaftsprüfer

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