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Kleinmann GmbHLiquidiert
Am Trieb 13, 72820 Sonnenbühl, DEUStammdaten
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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ITW LLC & Co. KGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeines Der ITW LLC & Co. KG Konzern ist Teil der weltweit tätigen Gruppe Illinois Tool Works (ITW) Inc. mit Sitz in Glenview, Illinois/USA. Der Konzernabschluss umfasst unverändert zum Vorjahr die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, (im Folgenden ITW LLC) sowie 27 inländische Tochterunternehmen. Das Konzernunternehmen ITW Invest Holding GmbH hielt bis zum Vorjahr direkt und indirekt Anteile von jeweils mehr als 50 % an 28 ausländischen Gesellschaften der ITW-Gruppe. Bei allen diesen Unternehmen wurde der beherrschende Einfluss durch ein Unternehmen außerhalb dieses Konzernkreises, das die Mehrheit der Stimmrechte innehält, ausgeübt. Dies umfasst alle Entscheidungsbereiche der unternehmerischen Tätigkeit der Tochtergesellschaften, insbesondere die Investitions-, Absatz-, Finanz- und Personalpolitik. Die Anteile an 26 dieser 28 Gesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Kommanditisten entnommen. Die verbleibenden zwei Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten zuzüglich der im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven in der Konzernbilanz ausgewiesen. Zwei Tochtergesellschaften werden wie im Vorjahr in Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Eine Konzerngesellschaft hat neben ihrem Hauptgesellschafter einen weiteren Anteilseigner, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Jahr 2014 rd. 10 % der Stammanteile erworben und darüber hinaus eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 160 erbracht hat. Dieser Minderheitsgesellschafter erhält einen festen jährlichen Ausgleich und ist nicht an den stillen Reserven dieser Gesellschaft beteiligt. 2. Wirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen Das für das Jahr 2020 vom Internationalen Währungsfonds gemessene Weltwirtschaftswachstum von -3,3 % spiegelte die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die aktuelle konjunkturelle Situation in den Industrieländern sowie in den Schwellen- und Entwicklungsländern wider. (Quelle: International Monetary Fund) Das Bruttoinlandsprodukt in der für unseren Konzern wichtigen Euro-Zone ist in 2020 um 6,8 % gesunken. Dazu beigetragen haben die Rückgänge des BIP in Italien, Frankreich und Spanien. (Quelle: International Monetary Fund) Für Deutschland wurde für die abgelaufene Periode nur ein Rückgang des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts von -5,0 % (Vorjahr: +0,6 %) errechnet. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zurückzuführen. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächeren Wachstums im Euroraum verfolgte die Europäische Zentralbank weiterhin eine expansive Geldpolitik. Seit Mitte März 2016 liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank deshalb auf einem Rekord tief von 0,00 %, die US-amerikanische Notenbank hat ihren Leitzins im Jahr 2020 schrittweise von 1,54 % auf 0,09 % gesenkt. Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in 2020 leicht an Wert gewonnen und ist von 1,123 Dollar zu Beginn der Geschäftsperiode auf 1,227 Dollar zum Ende des Jahres gestiegen. (Quelle: New York Fed; Deutsche Bundesbank) Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unseren Konzern, dessen Hauptabsatzmärkte in Deutschland und im übrigen Europa liegen, wurden insbesondere durch die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Verbraucher- und Kunden nachfrage im Vergleich zum Vorjahr negativ beeinflusst. 3. Konzernphilosophie und strategische Ausrichtung Das umfassende und differenzierte ITW-Geschäftsmodell spiegelt unsere strategische Ausrichtung wider und stellt gleichzeitig die Grundlage sämtlicher Wertschöpfungsprozesse dar. Dieses Modell besteht aus drei Säulen:
Als Ergebnis dieser Analyse und durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kernmärkte und -Kunden hat ITW in Deutschland aus unserer Sicht ein Produktportfolio, das im Wesentlichen aus attraktiven und von den Wettbewerbern differenzierbaren Produkten besteht, mit denen wir uns für die Zukunft trotz des derzeit sehr schwierigen konjunkturellen Umfeldes gut gerüstet sehen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des ITW-Geschäftsmodells werden wir die 80/20-Firmenphilosophie in sämtlichen Geschäftsbereichen und Abteilungen weiterhin konsistent umsetzen und "best practice"-Lösungen konzernweit implementieren. Unsere 80/20-Analysen sollen dabei weitere Potenziale identifizieren, um die Kostenstrukturen kontinuierlich zu optimieren. Das ITW-Geschäftsmodell und unser Leistungsspektrum bieten aus unserer Sicht einen starken und dauerhaften Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Die Geschäftsleitung unserer US-amerikanischen Muttergesellschaft, ITW Inc., hat drei strategische Zielsetzungen definiert, um auch künftig gute finanzielle Ergebnisse und langfristig steigende Renditen erzielen zu können. Es handelt sich hierbei um die Portfolio-Disziplin, die konsequente Ausrichtung der operativen Geschäftseinheiten auf 80/20 und den kontinuierlichen Fokus auf das operative Ergebnis. 1. Portfolio-Disziplin ITW als Unternehmen ist nur in Branchen tätig, in denen wir mit dem ITW-Geschäftsmodell langfristig einen signifikanten Wettbewerbsvorteil erzielen können. Unsere Unternehmen verfügen über die notwendigen Ausgangsbedingungen im Markt, um das ITW-Geschäftsmodell weiter auszubauen zu können, und wir glauben, dass unsere Unternehmen noch erhebliches Potenzial besitzen, um auch in der Zukunft am Markt gute Ergebnisse erzielen zu können. Unser Konzern konzentriert sich auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Produkten in den von uns bedienten Märkten. Weiterhin soll unsere Portfolio-Disziplin sicherstellen, dass sich unsere Unternehmen in Märkten mit langfristig positiven makroökonomischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln und wir mit Kunden Zusammenarbeiten, für deren Bedürfnisse ITW eine gute Lösungsmöglichkeit anbieten kann, damit die Weiterentwicklung unseres Konzerns auch in Zukunft durch den Vertrieb differenzierter Produkte, Dienstleistungen und Lösungen gesichert ist. Unser Konzern profitiert auch davon, dass wir in unterschiedlichsten Märkten tätig sind, wodurch ITW auch in einem derzeit sehr unsicheren Marktumfeld rückläufige Markt- oder Umsatzentwicklungen in Teilmärkten teilweise auffangen und auch in dem derzeit sehr schwierigen Marktumfeld eine zufriedenstellende Profitabilität erzielen kann. Weiterhin sehen wir es als ausschlaggebend an, dass sämtliche Gesellschaften diese strenge Portfolio-Disziplin in ihren Teilmärkten einhalten. Durch die Einhaltung dieser Portfolio-Disziplin auf allen Ebenen des Konzerns als auch in allen Abteilungen eines jeden Unternehmens sind wir zuversichtlich, uns langfristig einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Wettbewerbern sichern zu können. Gleichzeitig überprüfen wir konsequent unser Konzern-Portfolio in Bezug auf weitere Portfolio-Verbesserungen. 2. 80/20-Philosophie/Organisches Wachstum mit vollem Potenzial Der 80/20-Front-to-Back-Prozess ist ein rigoroser, iterativer und stark datengetriebener Ansatz, um festzustellen, in welchen Märkten und mit welchen Produkten unsere Gruppe tatsächlich sich von den Wettbewerbern abgrenzende Produkte und Dienstleistungen anbieten kann. Wir wollen versuchen, die Komplexität zu vereinfachen oder zu eliminieren, um uns auf die für uns wichtigsten Märkte, Kunden und Produkte zu konzentrieren. Mit diesem Ansatz sehen wir uns in der Lage, unsere Ressourcen besser zu allokieren und somit in sämtlichen Bereichen der einzelnen Unternehmen ein gutes organisches Wachstum zu erzielen. 3. Fokus auf dem operativen Ergebnis Nachhaltiges, organisches Wachstum in Verbindung mit der Reduzierung der Komplexität in möglichst sämtlichen Bereichen der Unternehmen soll langfristig auch die Voraussetzung schaffen, die bereits seit Jahren gute Ertragslage zu verteidigen. Für das Geschäftsjahr 2020 war dies aufgrund des von der COVID-19-Pandemie negativ beeinflussten wirtschaftlichen Umfeldes nicht möglich und auch für das Jahr 2021 erwarten wir aus diesem Grund noch nicht wieder das Niveau von 2019. Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass sich unser Konzern weiterhin gut am Markt behaupten kann. 4. Umgang mit der globalen Pandemie Seit den Anfängen der Pandemie konzentriert sich unser Konzern auf die folgenden Prioritäten:
Unser Konzern ist überzeugt davon, dass uns die vorgenannten Anstrengungen und diese Positionierung im Rahmen der Erholung der Konjunktur auch bei unserem Ziel, überproportional organisches Wachstum zu erzielen, helfen und unterstützen werden. 4. Geschäftstätigkeit und -verlauf
1) EBT = Konzernjahresergebnis [+/-
außerordentliches Ergebnis] +/- Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Finanzanlagen +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Goodwill aus Erstkonsolidierung
Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren unseres Konzerns sind Umsatzerlöse und EBIT-Marge für die Ertragslage sowie die EK-Quote und "months on hand" für die Vermögenslage. Entwicklung der Geschäftsbereiche Unser Konzern besteht im Geschäftsjahr 2020 unverändert aus den nachfolgend aufgeführten Geschäftsbereichen:
Der Geschäftsbereich "Components" ist auch in 2020 unser Hauptumsatzträger. Hier sind sämtliche Produkte und Anwendungen zusammengefasst, die Teil einer größeren Einheit bzw. Maschine oder einer maschinellen Anwendung sind. Dabei reicht die Palette von Produkten der Automobilzulieferindustrie bis zur Klebstoffindustrie. Das Geschäftsfeld verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Rückgang der Automobilproduktion, insbesondere im zweiten Quartal 2020, einen Umsatzrückgang von 16,6 % (Vorjahr: -1,5 %). Das Segment "Instruments" umfasst hauptsächlich die Produktion sowie den Vertrieb von Werkzeugen und (Hand-)Geräten für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Wesentliche Einsatzgebiete sind Geräte für industrielle Großküchen, Handwerksgeräte im Baubereich sowie Schweißgeräte und -anwendungen. Zudem werden Geräte für das Bedrucken von Verpackungen produziert. Die Umsatzerlöse in diesem Bereich sind in 2020 um 16,5 % gesunken (Vorjahr: +6,4 %). Auch hierfür ist im Wesentlichen der erste Lockdown im Frühjahr verantwortlich, neben der inzwischen seit mehreren Monaten andauernden überwiegenden Schließung der Gastronomie und Hotellerie. Der Bereich "Machines" produziert und vertreibt hauptsächlich maschinelle Anlagen, die einerseits von der Verpackungsindustrie genutzt und andererseits in der Qualitätskontrolle sowie der Riss- und Lebensdauerprüfung an nahezu allen Materialien und Bauteilen eingesetzt werden. Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % gesunken (Vorjahr: +2,0 %). Der Bereich "Consumables und Service" produziert Waren und erbringt operative Serviceleistungen sowohl gegenüber ITW-Gesellschaften außerhalb dieses Konsolidierungskreises als auch direkt gegenüber Endkunden. Bedeutsame Umsatzträger sind Analyseprodukte für Labore, Spezialfolien, Schweißdrähte sowie chemische Erzeugnisse. Die Umsätze in diesem Geschäftsbereich sind in 2020, im Wesentlichen bedingt durch die Veräußerungen zweier Unternehmen im August bzw. November 2019 um 9,6 % (Vorjahr: -10,8 %) gesunken. Ohne Berücksichtigung des Effektes aus diesen Veräußerungen sind die Umsatzerlöse um 9,4 % angestiegen. Die operative Geschäftstätigkeit des Holdingbereiches erstreckt sich im Wesentlichen auf das nationale Royalty-Programm. Die Royalties sind Leistungsentgelte für die Bereitstellung von Managementleistungen, den Maßnahmenkatalog 80/20 und alle weiteren kontinuierlichen Verbesserungsprozesse, Patentüberlassungen und andere Konzerndienstleistungen. Weiterhin werden im Holdingbereich Grundstücke und Gebäude an einzelne Konzerngesellschaften vermietet, alle wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Deutschland und an verschiedenen weiteren aus dem übrigen Europa gehalten sowie der Cash-Pool für die deutschen Gesellschaften des ITW-Inc.-Konzerns verwaltet. Personal Im Geschäftsjahr 2020 sind durchschnittlich 3.805 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.045 Mitarbeiter) im Konzern beschäftigt gewesen; zum Bilanzstichtag 3.738 (Vorjahr: 3.927). Der Rückgang der Mitarbeiterzahl betrifft im Wesentlichen unsere Geschäftsaktivitäten in der Automobilzulieferindustrie und resultiert aus der pandemiebedingt rückläufigen Marktentwicklung des Gesamtmarktes, dem sich auch unsere Kunden und somit auch nicht unsere Unternehmen als Zulieferer entziehen konnten. Die Arbeitnehmer sind aufgrund der diversifizierten Struktur und Branchenfokussierung unterschiedlichen Gewerkschaften und die Gesellschaften unterschiedlichen Arbeitgeberverbänden angeschlossen und werden ebenso von unterschiedlichen Tarifverträgen tangiert. In zahlreichen Ausbildungsberufen werden in unseren Konzerngesellschaften regelmäßig Auszubildende beschäftigt; dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den technisch-kaufmännischen Bereich. Arbeitnehmern in Führungspositionen werden über ein von der ITW Inc. unter Mitwirkung der Tochtergesellschaften angebotenes Programm nach vertraglich festgelegten Regelungen Aktienoptionen gewährt, die diese nach einer Stillhaltefrist einlösen können. Sämtliche Tätigkeiten der Organe, Führungskräfte und Mitarbeiter unseres Konzerns unterliegen selbstverständlich den allgemeinen rechtlichen Regelungen. Hierbei stellen alle Konzernunternehmen durch geeignete Maßnahmen wie Schulungen und interne Revisionen sicher, dass sämtliche Aktivitäten gesetzeskonform sind. Unterstützt werden diese Maßnahmen auf Einzelunternehmensebene durch adäquate Gesamtkonzernrichtlinien und die ITW-Verhaltensgrundsätze, die regelmäßig aktualisiert und in zu absolvierenden Kursen vermittelt und überprüft werden. Daneben prüft die interne Revision des Gesamtkonzerns ITW in Einzelprüfungen die Einhaltung dieser Grundsätze. Beschaffung Sämtliche Konzerngesellschaften sind bestrebt, bei ihrer Lieferantenauswahl alle für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf wesentlichen Aspekte, wie Qualität, Zuverlässigkeit, Service, Preis, Innovation und Wirtschaftlichkeit zu beachten. Vor dem Hintergrund eines intensiveren Wettbewerbsumfeldes stand und steht die Beschaffung der einzelnen Gesellschaften und des Gesamtkonzerns weiterhin vor großen Herausforderungen, denen im Rahmen der Strategie Sourcing Initiative kontinuierlich begegnet wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand die Herausforderung in diesem Bereich darin, der generell stagnierenden bzw. rückläufigen Marktentwicklung zu begegnen und Einkaufspreisreduzierungen durchzusetzen. Eine wesentliche Kennzahl des operativen Geschäftes ist die durchschnittliche Verweildauer der Vorräte im Unternehmen (Months-on-hand). Daher suchen sämtliche operative Konzerngesellschaften regelmäßig nach Lösungen, eine geringe Verweildauer der Vorräte durch geeignetes Vorrats- und Beschaffungsmanagement zu erzielen. Die Verweildauer beträgt zum 31. Dezember 2020 bei den wesentlichen operativen Einheiten zwischen 0,3 und 3,5 (Vorjahr: zwischen 0,4 und 3,4) und entspricht damit dem geplanten Wert für das Jahr 2020 (zwischen 0,3 und 3,5). Materialien zur Produktion größerer Anlagen im Kundenauftrag sind überwiegend durch erhaltene Anzahlungen finanziert. Produktion Die dezentrale Ausrichtung unseres Konzerns führt dazu, dass auch die Produktion an vielen verschiedenen Standorten deutschlandweit ausgeübt wird. Die Produktionsstandorte ergeben sich mehrheitlich aus den Akquisitionen der letzten Jahre und Jahrzehnte, da unser Konzern in der Vergangenheit wesentlich durch Zukäufe gewachsen ist. Die regionalen Schwerpunkte liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen sowie in Rheinland-Pfalz. Im Geschäftsjahr 2020 wurde der im vergangenen Geschäftsjahr begonnene Ausbau unseres Standortes in Offenburg nahezu abgeschlossen, der für unsere Gruppe eine wesentliche Investition in die bestehenden Standorte darstellt. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das zweite Halbjahr des Jahres 2021 geplant. Vertrieb Der Vertrieb der Güter wird in den Kernmärkten im Wesentlichen im Direktvertrieb abgewickelt. Daneben bedienen wir uns in einzelnen Teilmärkten aber auch Handelsvertreter oder Händler. Das Geschäft mit anderen ITW-Gesellschaften umfasst wie in den Vorjahren aufgrund der dezentralen und breit gefächerten Ausrichtung und der Kundennähe unserer Gesellschaften lediglich einen Anteil von rund 12,9 % am Gesamtumsatz. Ertragslage Die Ergebnisentwicklung unseres Konzerns wird einerseits von der inländischen Industriekonjunktur beeinflusst, da Deutschland in den meisten von ITW bedienten Segmenten einen Kernmarkt darstellt und dieser Teilkonzern des Gesamtkonzerns ITW Inc. insofern einen länderspezifischen Ausschnitt der Gesamtaktivitäten darstellt. Andererseits werden die in Deutschland produzierten Waren sowohl über eigene Kanäle als auch über ITW-Gesellschaften in anderen Ländern auf den Weltmarkt exportiert, so dass auch die Exportkonjunktur einen durchaus signifikanten Einfluss auf die Ertragslage dieses Konzerns hat. Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2020 um 13,7 % verringert. Dieser Rückgang ist maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie verursacht. Insbesondere im zweiten Quartal 2020 verzeichnete unser Konzern deutliche Umsatzrückgänge aufgrund des ersten deutschland- bzw. europaweiten Lockdowns. Im weiteren Jahresverlauf, und insbesondere im vierten Quartal 2020, konnten wesentliche Bereiche unserer Konzernunternehmen den Umsatzrückgang deutlich verringern. Lediglich die Gastronomieausstattung konnte an diese Entwicklung aufgrund der erneuten deutschlandweiten Schließung der Gastronomie im vierten Quartal 2020 nicht vollständig anschließen. Die Bruttomarge hat sich in 2020 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0,2 %-Punkte von 26,5 % auf 26,7 % erhöht. Zu dieser aus unserer Sicht positiven Entwicklung haben sowohl interne als auch externe Faktoren beigetragen. Intern zeigten unsere Projekte zur Kostendisziplin deutliche Erfolge; extern haben die Maßnahmen der Bundesregierung, vor allem das Kurzarbeitergeld, geholfen, die Auslastung an die verringerte Nachfrage kurzfristig anpassen zu können. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen hat sich im Geschäftsjahr 2020 um rd. 0,1 %-Punkte bzw. mehr als 11 Mio. Euro verringert. Dies resultiert aus einer konsequenten Kostendisziplin und deutlich niedrigeren Reisetätigkeiten. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist im Geschäftsjahr um 0,4 %-Punkte auf 4,3 % angestiegen, da der Fixkostenanteil in diesem Bereich höher ist als im Vertriebsbereich. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich unter Berücksichtigung des im Vorjahr enthaltenen Ertrages aus der Veräußerung von Finanzanlagen (10,9 Mio. Euro) auf 2,1 Mio. Euro halbiert. Zu diesem Rückgang beigetragen haben im Wesentlichen niedrigere Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung (-0,2 Mio. Euro) sowie der Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (-0,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 4,4 % auf 25,4 Mio. Euro verringert; diese Verringerung beruht auf geringeren Aufwendungen aus Währungskursumrechnung. Im Ergebnis liegt das EBIT (Betriebsergebnis), bedingt durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge liegt bei 11,3 %, was einem Rückgang um 1,9 %-Punkten entspricht (Vorjahr: 13,2 %). Gemessen an der Vorjahreserwartung zur Jahresmitte 2020 liegt die erzielte EBIT-Marge aber deutlich über den Erwartungen im letzten Sommer. Hierin spiegeln sich die in der zweiten Jahreshälfte 2020 robuste Konjunktur, die Anstrengungen aller unserer Divisionen im Markt sowie die weiter strenge Kostendisziplin unserer Divisionen wider. Das Konzernjahresergebnis für das Jahr 2020 wird weiterhin belastet durch planmäßige Abschreibungen auf die aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte (TEUR 61.047; Vorjahr: TEUR 51.961). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zusätzlichen Abschreibungen aufgrund einer Fehlerkorrektur im Konzernabschluss, der zu einem höheren Geschäfts- oder Firmenwert, höheren Konzerneigenkapital sowie um TEUR 11.261 höheren Abschreibungen führte. Außerplanmäßige Abschreibungen sind trotz der Belastungen der COVID-19-Pandemie auf unser Geschäft nicht notwendig. Das Finanzergebnis umfasst Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 58.043 (Vorjahr: TEUR 59.019), die insbesondere aus der partiellen Fremdfinanzierung von Investitionen resultieren, sowie Erträge aus der Verzinsung einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen, das nicht Teil dieses Konzernabschlusses ist (TEUR 16.132; Vorjahr: TEUR 16.447). Die Erträge aus Beteiligungen betragen TEUR 11.459 und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.663 niedriger. Aufgrund der Veräußerung wesentlicher Teile der nicht konsolidierten Beteiligungsunternehmen erwarten wir für zukünftige Geschäftsjahre keine wesentlichen Erträge aus Beteiligungen mehr. Die Steueraufwendungen im Geschäftsjahr 2020 umfassen Ertragssteuerbelastungen für das laufende Geschäftsjahr (TEUR 10.778; Vorjahr: TEUR 9.956) und Erträge aus Steuererstattungen für Vorjahre von TEUR 1.723 (Vorjahr: TEUR 5.318). Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 4.853 (Vorjahr: TEUR 57.062). Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme beträgt zum Geschäftsjahresende 2020 TEUR 2.082.475 und besteht in Höhe von TEUR 827.615 aus langfristig gebundenem Vermögen. Es handelt sich hierbei unter anderem um Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 299.750; Vorjahr: TEUR 307.052), Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 64.419 (Vorjahr: TEUR 584.532) sowie Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 290.114 (Vorjahr: TEUR 287.140). Der Geschäfts- oder Firmenwert aus den Einzelabschlüssen sowie der Konsolidierung resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der deutschen Tochtergesellschaften dieses Konzerns. Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwertes um insgesamt TEUR 2.974 resultiert aus einer Fehlerkorrektur im Konzernabschluss, die zu einem höheren Goodwill führte. Die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes setzen sich zusammen aus planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 61.047 sowie aus Abschreibungen auf in Konzerngesellschaften bestehende Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 3.550. Die neben dem Geschäfts- oder Firmenwert bestehenden immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 20.260) beruhen in Höhe von TEUR 13.430 auf stillen Reserven, die ebenfalls im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt wurden. Diese betreffen im Wesentlichen im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenlisten. Weiterhin bestehen langfristige Darlehensforderungen an ein ITW-Unternehmen außerhalb dieses Konsolidierungskreises in Höhe von TEUR 299.750, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig getilgt wurden. Grund und Boden sowie die Gebäude weisen zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von TEUR 60.010 aus, während der Buchwert des übrigen Sachanlagevermögens TEUR 90.702 beträgt. Die Rückgänge im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.034 betreffen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen. Das kurzfristig gebundene Vermögen besteht im Wesentlichen aus liquiden Mitteln, Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Rückgang der Vorräte um TEUR 13.206 ist dabei insbesondere auf geringere Auftragsbestände in den Geschäftsbereichen Components und Machines zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen im Wesentlichen aufgrund von Änderungen in den Umsatzsteuersalden einen Anstieg um TEUR 3.756. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Dies resultiert überwiegend aus der Sachausschüttung mehrerer Anteile an verbundenen Unternehmen an die Gesellschafter. Somit ist die Eigenkapitalquote trotz der auch in 2020 positiven Geschäftsentwicklung von im Vorjahr 19,9 % auf 2,4 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.564.851 hauptsächlich langfriste Darlehensverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht in diesen Konsolidierungskreis einbezogen werden. Weiterhin sind Cash-Pool-Verbindlichkeiten enthalten, die von TEUR 212.970 im Vorjahr auf TEUR 229.236 im laufenden Jahr gestiegen sind. Darüber hinaus bestehen Pensionsverpflichtungen (TEUR 64.852), Steuerrückstellungen für das abgelaufene und für vorherige Geschäftsjahre (TEUR 6.647) sowie sonstige Rückstellungen im Rahmen des operativen Geschäftes (TEUR 72.249). Zum 31. Dezember 2020 verzeichnet der Finanzmittelfonds einen Anstieg um TEUR 123.071 auf TEUR 744.162 gegenüber dem Vorjahr. Dies beruht im Wesentlichen auf einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 208.322. Dem gegenüber stehen ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -6.023 sowie ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -79.229. Sämtliche Konzerngesellschaften sind in das zentrale Cash-Management der ITW-Gruppe in Deutschland eingebunden. Über das Mutterunternehmen dieses Konzerns erfolgt die Sicherung und Sicherstellung der Liquidität zentral durch die oberste Konzerngesellschaft der ITW-Gruppe, die ITW Inc. Die Sicherung der Liquiditätsausstattung umfasst das gesamte operative Geschäft inklusive Investitionen, den Abschluss angemessener Kreditlinien mit den Kreditinstituten sowie die sonstige finanzielle Absicherung von Geschäften. Überschüssige Gelder werden zentral im europäischen Cash-Pool angelegt. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Zur Vermeidung und Früherkennung zukünftiger Entwicklungen, die negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind entsprechende Überwachungs- und Lenkungssysteme installiert. Für die Abwicklung der vielfältigen Geschäftsvorfälle bestehen detaillierte Anweisungen sowie ein zeitnahes und umfassendes Berichtswesen an die oberste Konzernmuttergesellschaft, in das unser Konzern eingebunden ist. Somit ist neben der Kontrolle und Transparenz der internen Geschäftsabwicklung eine weitgehende und permanente Überwachung durch den Gesamtkonzern gegeben, die durch Prüfungen der Konzern-Revisionsabteilung vervollständigt wird. Im Rahmen der ITW - Geschäftsstrategie werden Risiken, die grundsätzlich den geschäftlichen Aktivitäten unserer Gesellschaften innewohnen können, minimiert oder sogar nach Möglichkeit vermieden, damit potentielle Schäden von unseren Konzernunternehmen ferngehalten werden können. Risiken werden bewusst nur in den Fällen eingegangen, in denen sie kalkulierbar bzw. vertretbar sind. Durch die unterschiedlichen Märkte, in denen sich unsere Konzernunternehmen bewegen, sind diese auch den Risiken der einzelnen Branchen und Märkte ausgesetzt, was im Wesentlichen die Konjunkturlage in einzelnen Bereichen oder Regionen wie auch Rohstoffpreisschwankungen und Währungsrisiken betrifft. Gleichzeitig sind mehrere unserer Konzerngesellschaften als Lieferant von Komponenten vom Markterfolg ihrer Kunden beim Endkunden abhängig. Die eigene Produktion der Gesellschaften ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit grundsätzlich potentiellen Produktionsstörungen ausgesetzt. Abgesehen von Großereignissen wie Bränden oder Explosionen, bei denen nur eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit besteht, betrifft dies hauptsächlich einen möglichen Ausfall von Energieversorgung, technische Ausfälle und EDV-Störungen. Sämtliche dieser Geschäftsrisiken sind in angemessenem Rahmen durch geeignete Maßnahmen vor Ort sowie im Schadensfall durch konzernweite Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus wird von unseren Unternehmen ein geeignetes Qualitätsmanagement praktiziert, um Produkthaftungsrisiken weitgehend auszuschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken sind im Wesentlichen Devisenkurs- und Zinsrisiken sowie Bonitäts- und Liquiditätsrisiken der Kunden. Sämtliche Konzerngesellschaften mussten sich auch im Jahr 2020 dem anhaltenden Wettbewerbs- und Preisdruck in ihren relevanten Märkten stellen, der aufgrund des intensiven Wettbewerbs in einem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld in Verbindung mit weiter anhaltendem Kostendruck und konzernweiten Wachstumszielen anhalten wird. Zusätzlich verstärkt wird das Risiko durch die anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, die insbesondere zu höheren Bonitäts- und Liquiditätsrisiken führen kann. Auch wenn unsere Gruppe ein reiner Industriekonzern ist, der kein IT- oder Hochtechnologiegeschäft betreibt, nehmen Cyber-Risiken auch für uns einen höheren Stellenwert ein. Wir begegnen diesen durch regelmäßige Schulungen, umfangreiche Kommunikation inkl. Verhaltensempfehlungen und -anweisungen der Konzernmuttergesellschaft in Glenview sowie Investitionen in Technologie, Compliance-Tätigkeiten und die Treasury-Abteilung. Weiterhin versuchen die Konzerngesellschaften, ihren Fokus auf die Kostenseite zu legen und durch weitere Prozessverbesserungen das Ergebnis zu steigern. Unabhängig von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage werden wir aber auch in Zukunft ein Hauptaugenmerk auf die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten legen, um durch innovative Produkte und kundenfreundliche Lösungen die Marktpositionen weiter stärken und nachhaltiges, organisches Wachstum erzielen zu können. Die Eigenkapitalausstattung unserer Muttergesellschaft ist trotz der vorgenommenen Sachausschüttung weiterhin ausreichend. In Verbindung mit der operativen Ertragskraft unserer Tochtergesellschaften und einem weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln fühlen wir uns gerüstet, die weiter notwendigen Investitionen in bestehende Geschäftsfelder sowie neue Akquisitionen erfolgreich zu tätigen und die Finanzierung des Geschäftsbetriebs gewährleisten zu können. Eventuell in Zukunft auftretende Risiken im operativen Geschäftsbetrieb würden unter Umständen Kapitalmaßnahmen des Gesellschafters bzw. indirekt durch die ITW Inc. als oberste Konzerngesellschaft erforderlich machen. Derartige Risiken aus dem Geschäftsbetrieb sind uns zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die durch die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte verursachte Belastung des Konzernergebnisses wird in den kommenden Jahren abnehmen, allerdings auch künftig die Eigenkapitalquote noch belasten. Die COVID-19-Pandemie hat sich nachteilig auf die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage unseres Konzerns ausgewirkt und kann sich langfristig auch auf die Liquidität auswirken. Das volle und langfristige Ausmaß der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unser Geschäft hängt aus heutiger Sicht von zukünftigen Ereignissen ab, die weiterhin höchst unsicher und nur sehr schwer vorhersagbar sind. Die COVID-19-Pandemie und die weltweiten Maßnahmen zur Verringerung ihrer Ausbreitung haben sich negativ auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Verbraucher- und/oder Kundennachfrage sowie die globalen Lieferketten sind erheblichen Beeinträchtigungen ausgesetzt. Daher kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich auch in Zukunft negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Eine Vorausschau auf die Jahre nach 2021 ist aus heutiger Sicht nur sehr eingeschränkt möglich, da noch nicht abgeschätzt werden kann, ob und inwieweit das Virus die Weltwirtschaft beeinträchtigen wird und welche Auswirkungen auf der anderen Seite eine zunehmend geimpfte Bevölkerung auf die Wirtschaftsentwicklung haben wird. Unser Konzern hat mit einer Vielzahl von Maßnahmen auf die zunehmende Unsicherheit und Volatilität der Weltwirtschaft reagiert; z.B. mit der Neugestaltung von Produktionsprozessen, Anpassung von Schichtplänen, Ausarbeitung von stringenten Hygieneregeln am Arbeitsplatz und vielen weiteren Vorsichtsmaßnahmen in unseren Unternehmen. Die Belegschaft wurde und wird mit Schutzausrüstung zur Minimierung des Infektionsrisikos und Hygieneartikeln versorgt. In Zukunft können allerdings noch weitere Maßnahmen erforderlich sein, um sich auf geänderte Bedingungen wie andauernde Reisebeschränkungen, Quarantäneregeln, Online-Bestellungen sowie der weiterhin bestehenden Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts der weltweiten Verfügbarkeit eines Impfstoffs einstellen zu können. Darüber hinaus hat die verringerte Kundennachfrage einige Unternehmen gezwungen, die Produktion mit reduzierter Kapazität arbeiten zu lassen. Wir können nicht vorhersagen, ob und wann eine volle Kapazitätsauslastung in Zukunft wieder erreicht werden wird, oder ob es auch zu Mitarbeiterreduzierungen oder sogar zu Betriebsschließungen kommen wird. Die COVID-19-Pandemie hat weiterhin das Potenzial, die Nachfrage nach unseren Produkten erheblich und umfassend zu verändern und dadurch unsere Lieferketten zu stören. Unser Konzern konnte bisher die notwendigen kritischen Rohstoffe und Komponenten in ausreichender Menge beschaffen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass wir dies auch in Zukunft tun können. Sollten die Rahmenbedingungen in Zukunft noch über einen längeren Zeitraum die Geschäftstätigkeiten beeinträchtigen, könnte dies sowohl zu Kunden- als auch Lieferanteninsolvenzen führen, die sich negativ auf unsere Ergebnisse auswirken würden. Angesichts der Unsicherheit um die Fortsetzung, Dauer und Intensität der C0VID-19-Pandemie können wir das Ausmaß dieser nachteiligen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit derzeit nicht angemessen abschätzen. Unser Konzern versucht, eine differenzierte Strategie zur Bewältigung der Pandemie umzusetzen, einschließlich des Fokus auf ein durchdachtes Kostenmanagement, Investitionen nur in Bereiche von strategischer Bedeutung zu tätigen, eine intelligente Einkaufsstrategie umzusetzen, um in Verbindung mit vielen weiteren Einzelmaßnahmen die Grundlage zu schaffen, um auch an der Erholung der Konjunktur nach Überwindung der Pandemie erfolgreich teilnehmen zu können. 6. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung werden sowohl in regionalen Technologiezentren als auch zentral durch die ITW Inc. mit ihrem Technology-Center in Chicago getätigt. Die für 2021 geplanten Investitionen der ITW Inc. im Bereich Forschung und Entwicklung sollen weiterhin zu vereinfachten, weiter standardisierten und qualitativ hochwertigen Produktentwicklungen führen und das Risiko von Fehlentwicklungen, nicht ausreichender Qualität oder der Nichteinhaltung von vorgegebenen Terminen minimieren. Die deutsche ITW-Gruppe betreibt Technologiezentren insbesondere in Offenburg, Röttingen, Creglingen, Darmstadt, Singen, Hodenhagen und Enkenbach. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2020 an den deutschen Standorten dabei Aufwendungen in Höhe von ca. TEUR 21.489 angefallen, was einen Rückgang von 7,6 % gegenüber dem Vorjahr darstellt. Im Rückgang spiegeln sich die temporären Belastungen des Geschäftes insbesondere im zweiten Quartal 2020 wider. Diese Aufwendungen werden, wie in den Vorjahren an die ITW Ltd, Großbritannien, weiterbelastet. 7. Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr Trotz des bereits Ende des Jahres 2020 verhängten Lockdowns sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen europäischen Ländern zeichnet sich unser Geschäft im ersten Quartal 2021 durch eine Robustheit in vielen Bereichen aus. Belastungen in einzelnen Branchen, insbesondere der Gastronomieausstattung, konnten zumindest teilweise durch Zuwächse in anderen Branchen ausgeglichen werden. Trotzdem liegen die Umsätze derzeit noch leicht unter dem Vorjahresquartal. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2021 sind wir aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal 2021 vorsichtig optimistisch. Allerdings sind die Aussichten zum derzeitigen Zeitpunkt noch mit einer Vielzahl von Unsicherheiten belegt. Wesentlichen Einfluss auf die Aussichten für das Gesamtjahr 2021 wird die weitere Entwicklung der weltweiten C0VID-19-Pandemie sowie deren Bekämpfung haben. Derzeit läuft die Impfkampagne in Deutschland und allen anderen Ländern in Europa an und wird sich nach allen derzeit verfügbaren Informationen ab dem zweiten Quartal 2021 deutlich ausweiten. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass auch derzeit stark belastete Bereiche wie die Gastronomie und das Veranstaltungsgewerbe in absehbarer Zeit im Sommer wieder zur Nachfrage beitragen werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist insbesondere die Gastronomieausstattung größeren Belastungen ausgesetzt. In der Automobilindustrie ist die Nachfrage derzeit, trotz der COVID-19-Beschränkungen in einzelnen Branchen recht stabil. Hier wird in Zukunft auch die weitere Entwicklung der E-Auto Offensive der Hersteller und der Staaten ein wichtiger Faktor. Unser Konzern fühlt sich aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte gut gerüstet für diese Transformation der Branche. Demgegenüber erwarten wir im Baubereich sowie im Reinigungsmittelbereich für das Gesamtjahr 2021 weiterhin positive Impulse auf unsere Umsätze. Für unseren Konzern erwarten wir insgesamt Umsatzerlöse und ein operatives Ergebnis unterhalb des Niveaus von 2019, aber deutlich oberhalb des Geschäftsjahres 2020, das durch den vollständigen Lockdown auch im Industriebereich im zweiten Quartal 2020 aus heutiger Sicht übertroffen werden kann. Die Kurzarbeit wird weiterhin von einzelnen Firmen bei Bedarf in Anspruch genommen. Allerdings können auch für das zweite Halbjahr 2021 Beeinträchtigungen auf unsere Geschäftstätigkeiten durch Unterbrechungen der Lieferketten oder weiterbestehende oder nochmals wiedereingeführte Restriktionen mit Auswirkungen auf das Geschäfts- und Privatleben nicht ausgeschlossen werden. Der im Vorjahr vollzogene Brexit hat auf unseren Konzern aufgrund der verhandelten Abkommen mit Großbritannien sowie unserer Fokussierung auf den deutschen Markt derzeit noch keine signifikante negative Auswirkung, bleibt aber als generelle Unsicherheit für die überwiegende Anzahl der Bereiche unseres Konzerns weiterhin bestehen. Für unseren Konzern gehen wir aufgrund der vorstehend beschriebenen bestehenden Rahmenbedingungen von einem Anstieg der Umsatzerlöse um rund 8 % im Geschäftsjahr 2021 aus; im Wesentlichen bedingt durch die Delle in den Umsatzerlösen im zweiten Quartal des Vorjahres in Verbindung mit der eingetretenen Stabilisierung der Nachfrage in den meisten Branchen in 2021. Diese Erwartung hängt allerdings in wesentlichem Maße von der Entwicklung in den nächsten Monaten im Gastronomiebereich als einem wichtigen Absatzmarkt ab, die derzeit noch mit größeren Unsicherheiten behaftet ist. Die Vertriebskosten erwarten wir auch für 2021 auf einem niedrigeren Niveau durch die weiterhin deutlich verringerte Reisetätigkeit. Die Verwaltungskosten dagegen werden nur in geringem Maße zurückgehen, da dieser Bereich überwiegend von Fixkosten geprägt ist. Nach fünf Monaten Geschäft in 2021 erwarten wir für das Gesamtjahr 2021 Umsatzerlöse von rund 1.004 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 13,0 % und 14,0 %. Im Hinblick auf die Vermögenslage rechnen wir zum Ende der kommenden Periode mit einer Umschlagshäufigkeit der Vorräte mit einem "Month-on-Hand" zwischen 0,4 und 3,0. Bis zum 31. Mai 2021 hat unser Konzern einen Umsatz von Mio. EUR 405 erzielt und liegt damit rund 12,8 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die um die Beteiligungserträge bereinigte EBIT-Marge liegt bei 10,3 %. Am 19. Januar 2021 haben unsere oberste Muttergesellschaft Illinois Tool Works Inc. und die Amphenol Corporation bekanntgegeben, dass sie eine Vereinbarung abgeschlossen haben, nach der ITW das Test- & Simulation-Geschäft der MTS Systems Corporation erwerben wird. Der Abschluss dieser Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2021 erwartet. In diesem Zuge ist es möglich, dass auch unser Konzern das MTS-Geschäft hinzuerwerben wird.
Düsseldorf, den 30. Juni 2021 ITW LLC & Co. KG vertreten durch die Direktoren der ITW German Management LLC Thomas Ehmans Randall J. Scheuneman Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr 2020 entspricht wie im Vorjahr dem Kalenderjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, (im Folgenden ITW LLC; Handelsregister Düsseldorf; HRA 23084) sowie 27 inländische Tochterunternehmen. Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften sind auch zusammengenommen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung, da ihre Vermögensgegenstände und ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % der Bilanzsumme bzw. des Konzernumsatzes ausmachen. Das Konzernunternehmen ITW Invest Holding GmbH hielt bis zum Vorjahr direkt und indirekt Anteile von jeweils mehr als 50 % an 28 ausländischen Gesellschaften der ITW-Gruppe. Bei allen diesen Unternehmen wurde der beherrschende Einfluss durch ein Unternehmen außerhalb dieses Konzernkreises, das die Mehrheit der Stimmrechte innehält, ausgeübt. Dies umfasst alle Entscheidungsbereiche der unternehmerischen Tätigkeit der Tochtergesellschaften, insbesondere die Investitions-, Absatz-, Finanz- und Personalpolitik. Die Anteile an 26 dieser 28 Gesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Kommanditisten entnommen. Die verbleibenden zwei Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten zuzüglich der im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven in der Konzernbilanz ausgewiesen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die bereits bei erstmaliger Aufstellung des Konzernabschlusses zum Konsolidierungskreis gehörten (vor BilMoG), wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB a.F.) durchgeführt. Akquisitionen ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 wurden zum Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Die nach Aufdeckung stiller Reserven verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden für sämtliche Gesellschaften als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden planmäßig abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden - soweit vorhanden - eliminiert. Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die ITW Real Estate Germany GmbH, an der eine ITW- Gesellschaft außerhalb dieses Konzernkreises beteiligt ist. Daneben werden die Beteiligungen fremder Dritter an der VR-Leasing SARITA GmbH &Co. Immobilien KG und der VR-Leasing MAROS GmbH & Co. Immobilien KG sowie die Gewinnanteile der Komplementäre dieser Leasingobjektgesellschaften in den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Berücksichtigung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurde nicht ausgeübt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten auch die im Rahmen der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode aufgedeckten stillen Reserven. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach §§ 274 und 306 HGB zulässig bzw. geboten ist. Dabei werden im Konzern aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft sämtliche Beträge beim Organträger einbezogen und ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises des Konzerns von 13,40 %. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, die aufgrund der Ausübung des Wahlrechts zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wird. Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurden Kostensteigerungen zwischen 1,75 % und 2,75 % berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Verwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 2,30 % p.a. (Vorjahr: 2,71 % p.a.) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,75 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze zu den Sozialversicherungen mit 2,75 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 1,75 % entsprechend berücksichtigt. Die Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Seit dem 31. Dezember 2016 wird für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre herangezogen. Im Vergleich zum bis dahin für die Abzinsung verwendeten Marktzinssatz der letzten sieben Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2020 ein um TEUR 7.469 niedrigerer Betrag für die Pensionsrückstellungen. Die Bemessung der Verpflichtungen aus Jubiläen, Altersteilzeit sowie Sterbegeld werden ebenfalls nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Verwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,60 % p.a. (Vorjahr: 1,97 % p.a.) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,75 % p.a. berücksichtigt. Die Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" angegeben. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen, Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung sowie gewerbliche Rechte und Software ausgewiesen. Bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um aktivierte Entwicklungskosten. Das Sachanlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten. Die Nutzungsdauer der im Rahmen der durchgeführten Erstkonsolidierungen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf zehn bis 15 Jahre geschätzt. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften wird auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzungen basieren auf der Dauer der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how, der Positionierung auf den entsprechenden Beschaffungs- und Absatzmärkten, den Lebenszyklen der verwendeten Technologien, der prognostizierten Entwicklung der Absatzmärkte, der Innovationsfähigkeit der einzelnen Segmente sowie der antizipierten Wertentwicklung des jeweiligen Geschäfts in den kommenden Jahren. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung bestand ein technischer, passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von Mio. EUR 168,9. Dieser wurde, der damaligen Gesetzeslage folgend, mit dem aktiven Unterschiedsbetrag saldiert. Nach Artikel 66 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch und den aktuellen Regelungen des DRS hätte dieser technische passive Unterschiedsbetrag, der auf von dem einbezogenen Tochterunternehmen thesaurierte Gewinne zurückzuführen ist, direkt im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden müssen. Der dann höhere aktive Unterschiedsbetrag hätte als Goodwill planmäßig abgeschrieben werden müssen. Diese Behandlung wurde im Geschäftsjahr 2020 nachgeholt und der Fehler in laufender Rechnung korrigiert. Die Abschreibungsdauer auf diesen zusätzlichen Goodwill beträgt 15 Jahre. Im Ergebnis führt dies dazu, dass der Goodwill um ursprüngliche Anschaffungskosten von Mio. EUR 168,9 und kumulierte Abschreibungen der Vorjahre auf diesen Goodwill von Mio. EUR 101,4, somit netto um Mio. EUR 67,5 zum 1. Januar 2020 korrigiert wurde. Weiterhin sind Mio. EUR 11,2 zusätzliche Abschreibungen auf den Goodwill in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Geschäftsjahres enthalten. Der Netto-Korrekturbetrag, der zum Bilanzstichtag im Eigenkapital ausgewiesen wird, beträgt somit Mio. EUR 56,3. Im Anlagespiegel wird aus Vereinfachungsgründen der Nettozugang von Mio. EUR 67,5 gezeigt. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der vorgenannten Korrektur planmäßig um Mio. EUR 61,0 (Vorjahr: Mio. EUR 52,0) abgeschrieben.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 21.924 (Vorjahr: TEUR 20.633) solche aus dem Cash-Pool und TEUR 34.767 (Vorjahr: TEUR 30.212) solche aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr nicht. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Zinsvorträgen, aus steuerlich höheren Wertansätzen von Firmenwerten in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften des Konsolidierungskreises sowie aus Rückstellungen (§ 274 HGB). Unterschiede zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz, die zu passiven latenten Steuern führen würden, ergeben sich insbesondere aus im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Grundstücke (§ 306 HGB). Eigenkapital Das Komplementärkapital von TEUR 8.733 (TEUR 1.421 Kapitalanteil und TEUR 7.312 variables Kapital) sowie das Kommanditkapital von TEUR 1.501.052 (TEUR 404.971 Kapitalanteil und TEUR 1.096.081 variables Kapital) entsprechen den im Einzelabschluss der ITW LLC ausgewiesenen Bilanzposten. Der in den Rücklagen ausgewiesene Ausgleichsposten in Höhe von TEUR -1.460.652 betrifft das gegenüber dem Einzelabschluss des Mutterunternehmens im Konzernabschluss niedrigere erwirtschaftete Eigenkapital. Bezüglich der Auswirkungen der Korrektur des technischen passiven Unterschiedsbetrages aus der Konsolidierung auf das Konzerneigenkapital verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen im Anlagevermögen. Pensionsrückstellungen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die beizulegenden Zeitwerte von Rückdeckungsversicherungen, die durch Verpfändung an den oder die Pensionsberechtigten dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 547), der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht dem Buchwert, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 2.083 (Vorjahr: TEUR 2.000). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 1.521 (Vorjahr: TEUR 1.453), der in den Pensionsrückstellungen enthalten ist. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 62). Der Aufwand aus dem Aktivwert beläuft sich auf TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 14). Darüber hinaus wird der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen anteilig in den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsverpflichtungen, Kundenboni, Urlaubsansprüche und Mitarbeitervergütungen, Rechts- und Beratungskosten und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.564.851 (Vorjahr: TEUR 1.564.851) Darlehensverbindlichkeiten, in Höhe von TEUR 229.236 (Vorjahr: TEUR 212.970) das Cash-Pooling in Deutschland und Skandinavien und mit TEUR 15.605 (Vorjahr: TEUR 12.054) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In Letzteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.203 (Vorjahr: TEUR 4.085) enthalten. Haftungsverhältnisse Im Rahmen des bestehenden Cash-Management-Systems der deutschen ITW-Gesellschaften besteht neben der Patronatserklärung der Illinois Tool Works Inc., Glenview/USA, eine gesamtschuldnerische Haftung aller beteiligten deutschen Konzerngesellschaften, somit sämtlicher konsolidierter und nicht konsolidierter deutscher Unternehmen des ITW-Inc.-Konzernkreises. Zum Bilanzstichtag ist von der Commerzbank AG eine Kreditlinie von rd. Mio. EUR 50,0 gewährt worden. Die Kreditlinie wurde insgesamt zum 31. Dezember 2020 in Höhe von Mio. EUR 36,6 (Vorjahr: Mio. EUR 26,0) im Wesentlichen für Avalkredite in Anspruch genommen, davon durch Gesellschaften des ITW-LLC-Konzerns Mio. EUR 36,3 (Vorjahr: Mio. EUR 26,0). Mit einer tatsächlichen Inanspruchnahme der Avalkredite wird nicht gerechnet, da die internationale ITW-Gruppe über ausreichend liquide Mittel verfügt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Nutzung eines Teils der Geschäftsimmobilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung (u.a. des Fuhrparks) erfolgt auf der Grundlage von Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen. Der Abschluss derartiger Verträge trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko bei den jeweiligen Vermietern bzw. Leasinggebern. Die im Zusammenhang mit den Verträgen bestehenden Verpflichtungen sind in den Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufteilung des Material- und Personalaufwands
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 1.077 (Vorjahr: TEUR 1.231) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.808 (Vorjahr: TEUR 1.415). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Garantieaufwendungen in Höhe von TEUR 22.846 (Vorjahr: TEUR 22.846) enthalten. Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.052 (Vorjahr: TEUR 1.880) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung der ITW LLC & Co. KG wird durch den persönlich haftenden Gesellschafter, die ITW German Management LLC, Wilmington/USA, ausgeübt. Direktoren dieser Gesellschaft sind Randall J. Scheuneman (Kaufmann), Libertyville/USA, und Thomas Ehmans (Kaufmann), Willich. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung der ITW LLC & Co. KG wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 3.805 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.045) beschäftigt, welche sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufteilen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 795. Davon entfallen TEUR 545 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 250 auf Steuerberatungsleistungen. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag sind folgende Ereignisse eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in wesentlichem Maße auswirken können: Die COVID-19-Pandemie belastet weiterhin die globale als auch die deutsche Wirtschaftsentwicklung. Auch der ITW-LLC-Konzern ist von den Auswirkungen dieser Krise negativ betroffen. Der Umfang der Auswirkungen auf unseren Konzern in 2021 sowie den Folgejahren hängt von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens sowie der Fortschreitung der Impfungen gegen das Virus ab und kann sich daher auch in Zukunft weiterhin negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Konzerns auswirken. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Ausführungen hierzu im Lagebericht verwiesen. Am 19. Januar 2021 haben unsere oberste Muttergesellschaft Illinois Tool Works Inc. und die Amphenol Corporation bekanntgegeben, dass sie eine Vereinbarung abgeschlossen haben, nach der ITW das Test- & Simulation-Geschäft der MTS Systems Corporation erwerben wird. Der Abschluss dieser Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2021 erwartet. In diesem Zuge ist es möglich, dass auch unser Konzern das MTS-Geschäft hinzuerwerben wird. Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 4 HGB (Anteilsbesitz /Konsolidierungskreis)
Erleichterungen gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der ITW LLC einbezogen werden, nehmen zum 31. Dezember 2020 die Erleichterungsvorschriften gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB in Anspruch:
Düsseldorf, den 30. Juni 2021 ITW LLC & Co. KG vertreten durch die Direktoren der ITW German Management LLC Thomas Ehmans Randall J. Scheuneman Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. Juli 2021 Deloitte
GmbH
Prof. Dr. Holger Reichmann, Wirtschaftsprüfer Ralf Weskamp, Wirtschaftsprüfer |
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