Shopify Commerce Germany GmbH

Köpenicker Straße 90, 10179 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 182879
Vorher
Oberlo UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
3.1.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Die Übernahme von Vertrieb-, Marketing- und Engineering- sowie Kundensupportdienstleistungen für Unternehmen der Shopify Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Douglas Lambert
seit 17.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shopify Lithuania UABLTU
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Shopify Lithuania UAB
Lithuania
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Shopify Commerce Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Geschäftsmodell und Aktivitäten des Unternehmens

Shopify Commerce Germany GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") ist eine in Berlin, Deutschland, eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das Unternehmen wurde im November 2016 gegründet (vormals Oberlo UG), Firmencode HRB 182879 B und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Muttergesellschaft Shopify Lithuania, UAB, Vilnius, Litauen (vormals Oberlo UAB) und indirekt im Besitz von Shopify International Limited, Dublin, Irland. Die Gesellschaft erbringt innerhalb der Organisation Dienstleistungen für Konzerngesellschaften gemäß konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen.

In absehbarer Zukunft ist keine Änderung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu erwarten.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Gesellschaft geht davon aus, dass der andauernde Konflikt in der Ukraine die makroökonomische Situation im Land und weltweit weiterhin beeinflussen und demnach zu Volatilitäten bei Ressourcenpreisen, Energiepreisen und Währungskursen in eine derzeit schwer zu bestimmende Richtung führen wird. Folglich kann dies zu weiteren Veränderungen der Inflationsrate und den Zinssätzen führen, was sich auf die wirtschaftliche Situation des Landes auswirken würde. Das Ausmaß und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die makroökonomische Situation und folglich auf die künftige Finanzlage der Gesellschaft, seine Geschäftstätigkeit sowie seine zukünftigen Finanzergebnisse wird als nicht wesentlich eingeschätzt. Die Gesellschaft selbst betreibt kein Geschäft in den beiden Ländern und spürt die Auswirkungen des Krieges deshalb nur indirekt. Die Auswirkungen werden sowohl von der Realisierung möglicher Szenarien für den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine als auch von den Maßnahmen der Regierungen anderer Länder abhängen, einschließlich der Aufrechterhaltung oder Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland sowie die Fortsetzung der Beschränkungen der Handelsbeziehungen mit Russland und möglicherweise Ländern, die die Militäraktionen in der Ukraine unterstützen.

Geschäftsrückblick

Die Gesellschaft erbrachte allgemeine Support-Dienstleistungen zugunsten der Unternehmen der Shopify-Gruppe, die im Wesentlichen in Forschung und Entwicklung-, Marketing- und Vertriebsunterstützungsbezogene Dienstleistungen unterteilt werden. Als Gegenleistung für die erbrachten Dienstleistungen zahlten die Unternehmen der Shopify-Gruppe Gebühren an die Gesellschaft in Höhe der für die Erbringung der Dienstleistungen angefallenen Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnaufschlags.

Haupttreiber der Kosten sind die Personalaufwendungen. Am 4. Mai 2023 hat die Shopify-Gruppe beschlossen, die Geschäftsstruktur zu ändern, um den Fokus auf das Unternehmensleitbild des Konzerns zu schärfen und einen Abbau der weltweiten Belegschaft angekündigt. Die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft sank von durchschnittlich 370 im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 180 im Geschäftsjahr 2023.

Im September 2023 beschloss die Geschäftsleitung des Konzerns, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin aufzugeben. Die damit verbundenen Vermögenswerte (Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung), mit einem Nettobuchwert von TEUR 12.409 zum 31. August 2023, wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Entwicklung der Aufwendungen (insbesondere der Personalaufwendungen) ist stark von Entscheidungen auf Konzernebene abhängig. Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft wird jeder Anstieg der Aufwendungen wirtschaftlich von der Shopify-Gruppe getragen. In Anbetracht der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresüberschuss schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt als zufriedenstellend ein.

Ertragslage der Gesellschaft

Umsatzerlöse

Die einzige Einnahmequelle der Gesellschaft sind die mit den Unternehmen der Shopify-Gruppe, mit Sitz in Irland und den USA, realisierten Servicegebühren. Die von der Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres erzielten Umsatzerlöse entsprechen der Erstattung der direkten und indirekten Aufwendungen der Gesellschaft, der Aufwendungen Dritter und des Währungsergebnisses zuzüglich eines Gewinnaufschlags gemäß der konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse TEUR 71.864 (Vorjahr: TEUR 68.157).

Aufwendungen

Die Materialaufwendungen der Gesellschaft sanken von TEUR 5.813 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.989 im Geschäftsjahr 2023. Die größten Kostengruppen in den Materialaufwendungen sind Marketing (73 %), sowie Beratungskosten (14 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von TEUR 5.817 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 5.016 im Geschäftsjahr 2023, hauptsächlich aufgrund der geringeren Aufwendungen für Mitarbeiterveranstaltungen. Die Abschreibungen stiegen aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen der Mietereinbauten sowie der Büroausstattung in Höhe von TEUR 12.409.

Die Personalaufwendungen, einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge, sanken von TEUR 50.552 auf TEUR 48.202 aufgrund des deutlichen Rückgangs der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 370 im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 180 im Geschäftsjahr 2023. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Abfindungskosten in Höhe von TEUR 11.787 gezahlt. Seit 2022 erstattet die Gesellschaft aktienbasierte Vergütungsaufwendungen an die oberste Muttergesellschaft Shopify Inc., Ontario, Kanada. Diese Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.186 im Jahr 2023 (Vorjahr: TEUR 4.352).

Ergebnis

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des deutlichen Anstiegs der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.413 (Vorjahr: TEUR 2.868) aus.

Finanzlage der Gesellschaft

Die Gesellschaft erwirtschaftete ihre Umsatzerlöse mit Unternehmen der Shopify-Gruppe gemäß den Bedingungen, die in den konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen festgelegt sind. Die Erlöse, die die Gesellschaft aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen erzielt, decken die Betriebskosten vollständig.

Liquidität

Zum 31. Dezember 2023 verfügte das Unternehmen über Barmittel in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.248). In dem Bestreben, die Verwaltung ihrer Liquidität zu optimieren und die Finanzierungskosten zu senken, hat die Shopify-Gruppe im Jahr 2023 ein System zur Bündelung ihrer Cashflows eingeführt und die Verwaltung dieser Cashflows der Muttergesellschaft übertragen (Cash-Pooling).

Die Liquiditätsquote der Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2023 bei ca. 1,73 (Vorjahr: 0,60). Das Management der Gesellschaft beobachtet die Liquidität laufend und kann unter Berücksichtigung der aktuellen Situation auf Mittel und Unterstützung von der Muttergesellschaft zurückgreifen. Die Gesellschaft hat keine externen Kreditverbindlichkeiten.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 jederzeit nachgekommen. Bestandsgefährdende oder die künftige Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigende Risiken sind aktuell nicht erkennbar.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert bei TEUR 25.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 10.072 (Vorjahr: TEUR 8.658). Die Eigenkapitalquote beträgt 57,7 % (Vorjahr: 38,7 %).

Ausschüttungen an die Muttergesellschaft wurden in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 nicht vorgenommen.

Vermögenslage der Gesellschaft

Anlagevermögen

Der Bestand an anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 1.285) besteht im Wesentlichen aus EDV-Anlagen. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 73.

Im September 2023 beschloss die Gesellschaft, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin einzustellen. Der Nettobuchwert der Mietereinbauten in Höhe von TEUR 11.848 TEUR und der Büroausstattung in Höhe von TEUR 561 zum 31. August 2023 wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 11.360 TEUR (Vorjahr: TEUR 234). Die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahresende aufgrund der Umsetzung der Cash-Pooling-Vereinbarung deutlich gestiegen. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristig.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände, die sich im Wesentlichen aus Mietkautionen und Steuerforderungen zusammensetzen, sind aufgrund der geringeren Steuerforderungen gesunken und beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.394 (Vorjahr: TEUR 2.092).

Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag erhöhten sich die Rückstellungen aufgrund des Anstiegs der Körperschaftsteuerrückstellungen auf TEUR 4.306 zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: Körperschaftsteuerforderung in Höhe von TEUR 259).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Lohnsteuern, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Lieferanten der Gesellschaft.

Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind kurzfristig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich von TEUR 1.703 im Vorjahr auf TEUR 399 im Berichtsjahr aufgrund geringerer Lohnsteuerverpflichtungen in Folge des Mitarbeiterrückgangs.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der Gesellschaft wird zusammen mit anderen Konzernunternehmen analysiert, daher sind separate KPIs, die für die Gesellschaft angewendet werden zu vernachlässigen. Der Jahresüberschuss des handelsrechtlichen Jahresabschlusses ist durch das Cost-Plus-Modell geprägt. Dabei werden nahezu alle Aufwendungen der Gesellschaft mit einer Marge konzernintern weiterverrechnet. Die Entwicklung der wesentlichen Aufwendungen (insbesondere Personalkosten) ist stark von Entscheidungen auf Konzernebene abhängig. Die Gesellschaft geht daher bei unveränderten Geschäftsmodell (Cost-Plus) von einer gleichbleibenden Margenentwicklung aus.

Chancen und Risiken

Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für die Unternehmen der Shopify-Gruppe und ist abhängig von der Entwicklung und Strategie Shopify International Limited, die den Ausbau des Kundestamms und der Partner im Wirtschaftsraum EMEA und Südamerika zum Ziel hat und sich um die Durchführung von Händlerlösungen, Partnerbeziehungs- und Markenentwicklungsaktivitäten, Kundenbetreuungsprozessen und strategischen Aktivitäten kümmert.

Wirtschaftliches Risiko

Obwohl die Weltwirtschaft einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt und für konjunkturelle Abschwünge und erhöhte Inflationsraten anfällig ist, hat dies keine direkten Auswirkungen auf die Aktivitäten der Gesellschaft. Shopify Commerce Germany GmbH agiert als Dienstleister für verbundene Konzernunternehmen. Die Mietverpflichtungen der Gesellschaft sind an den Verbraucherpreisindex gekoppelt; jedoch ist der Großteil ihrer Verbindlichkeiten nicht oder nur geringfügig, von der Inflation betroffen. Dies bedeutet, dass ein Anstieg der Inflation keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben würde.

Wettbewerbsumfeld

Auf dem deutschen Markt gibt es Wettbewerber für das Geschäft der Shopify-Gruppe. Diese Marktteilnehmer haben allerdings keinen direkten Einfluss auf die Gesellschaft in ihrer Rolle als Anbieter von Unterstützungsleistungen für andere Konzerngesellschaften.

Währungsrisiko

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Gesellschaft ist der Euro. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Kaufverträgen und anderen Dienstleistungen anfallen, werden hauptsächlich in Euro abgerechnet. Ein mögliches Währungsrisiko wird durch die Abrechnung der konzerninternen Dienstleistungen in Euro gemindert.

Zinsrisiko

Die Gesellschaft ist keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt. Seit 2023 hat die Shopify-Gruppe ein Cashpool-System implementiert, um ihre Cashflows mit der Muttergesellschaft zu bündeln. Es erfolgt eine marktübliche Verzinsung.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Die Gesellschaft steuert das Liquiditätsrisiko, indem sie angemessene Rücklagen hält und die tatsächlichen und prognostizierten Cashflows kontinuierlich überwacht. In dem Bestreben, die Verwaltung ihrer Liquidität zu optimieren und die Finanzierungskosten zu senken, hat die Shopify-Gruppe ein System eingeführt, mit dem sie ihre Cashflows bündelt und die Verwaltung an die Muttergesellschaft überträgt (Cash-Pooling). Alle Aufwendungen der Gesellschaft sind durch konzerninterne Verrechnungspreisvereinbarungen abgedeckt, daher besteht nur ein begrenztes Liquiditätsrisiko.

Die Prognosen der Gesellschaft zeigen, dass sie auch künftig in der Lage sein sollte, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.

Chancen

Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft hängen die Chancen stark davon ab, dass die Shopify-Gruppe in Bereiche investiert, die zukünftiges Wachstum in der Region vorantreiben werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft konzentrierten sich weiterhin darauf, dass globale Shopify-Team zu unterstützen.

Shopify legt Wert auf kontinuierliches Lernen und persönliche Weiterentwicklung und bietet den Mitarbeitern der Gesellschaft daher entsprechende Möglichkeiten an, damit sich diese einbezogen fühlen und in ihrer Karriere vorankommen.

Als Dienstleistungsunternehmen, das hauptsächlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertriebsunterstützung tätig ist, könnte die Gesellschaft von einem Anstieg der Vergütung der Mitarbeiter in Deutschland finanziell profitieren. Ein Anstieg der Personalkosten zur Unterstützung der Erbringung von Dienstleistungen für die Konzernunternehmen würde die Möglichkeit bieten, zusätzliche Gewinne aufgrund ihrer Vergütung über die Cost-Plus-Vergütungsstruktur zu realisieren.

Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft in absehbarer Zeit gefährden könnten.

Prognose

Im Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft weiterhin Forschung und Entwicklung, Marketing- und Vertriebsunterstützende-Dienstleistungen für die Unternehmen der Shopify-Gruppe erbringen und gemäß den konzerninternen Verrechnungspreisverträgen vergütet werden. Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine wesentlichen Änderungen in den Verträgen, und somit keine wesentlichen Änderungen in den Gewinnmargen erwartet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Mitarbeiteranzahl in absehbarer Zukunft stabil bleiben wird.

Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft haben der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Inflationsraten nur minimale Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2023 und werden voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf 2024 haben wird, da jegliche Kostensteigerungen von der Shopify-Gruppe ausgeglichen werden.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 12.909.346
2. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattung 338.889 1.284.758
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 5.888
338.889 14.199.992
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.360.172 234.163
2. Sonstige Vermögengegenstände 1.393.812 2.092.298
12.753.984 2.326.461
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten - 5.248.458
12.753.984 7.574.919
C. Rechnungsabgrenzungsposten 840 593.134
D. Aktive latente Steuern 4.348.986 -
17.442.699 22.368.045

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Gewinnvortrag 8.633.298 5.765.608
III. Jahresüberschuss 1.413.465 2.867.690
10.071.763 8.658.298
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.305.692 -
2. Sonstige Rückstellungen 1.473.428 823.603
5.779.120 823.603
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.556 105.685
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.190.118 11.077.857
3. Sonstige Verbindlichkeiten 399.142 1.702.602
davon aus Steuern EUR 399.142 (Vorjahr: EUR 1.702.602)
1.591.816 12.886.144
17.442.699 22.368.045

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.863.930 68.157.347
2. Sonstige betriebliche Erträge 242.292 582.173
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.989.118 5.812.857
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 45.137.703 45.828.782
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorgung und für Unterstützung 3.064.155 4.722.963
48.201.858 50.551.745
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 13.879.029 2.302.473
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.016.203 5.817.242
davon aus Währungsumrechnung EUR 200.477 (Vorjahr: EUR 56.758)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.416 -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.613 -
davon an verbundene Unternehmen EUR 221.613 (Vorjahr: EUR 0)
9. Steuern von Einkommen und vom Ertrag 1.404.352 1.387.513
10. Jahresüberschuss 1.413.465 2.867.690

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023

1. Allgemeine Informationen

Unternehmen: Shopify Commerce Germany GmbH
Sitz: Berlin
Amtsgericht: Berlin (Charlottenburg)
Handelsregisternummer: HRB 182879 B

Zum Bilanzstichtag erfüllt die Shopify Commerce Germany GmbH die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (Vorjahr: große Kapitalgesellschaft) im Sinne des § 264 i. V. m. 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 264 i. V. m 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte von 3 und 10 Jahren berechnet. Es wird außerdem geprüft, ob Anzeichen vorliegen, die auf eine Änderung der am vorangegangenen Bilanzstichtag geschätzten Nutzungsdauer schließen lassen.

Das Unternehmen aktiviert das Sachanlagevermögen mit einer geschätzten Nutzungsdauer von über 1 Jahr und Anschaffungskosten über 5.000 USD (Vorjahr: 2.000 USD), mit Ausnahme von Laptops, die auch bei einem Wert von weniger als 5.000 USD aktiviert werden, solange der Wert mehr als 1.000 USD beträgt (Vorjahr: Laptops wurden unabhängig von den Anschaffungskosten aktiviert). Die Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder dem Ausscheiden von Gegenständen des Sachanlagevermögens wird als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstandes ermittelt und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen, beispielweise für Reparaturen und Wartung werden in dem Jahr, in dem sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Eine Risikovorsorge für die Wertminderung von Forderungen wird gebildet, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass das Unternehmen nicht in der Lage sein wird, alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglichen Bedingungen der Forderung einzutreiben, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert ausgewiesen.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie den erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Leistungs- und Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und werden daher nicht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Nicht monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zu historischen Kursen in Euro umgerechnet. Umsatzerlöse und Aufwendungen werden mit den tatsächlichen Wechselkursen zum Zeitpunkt der Transaktionen bewertet. Gewinne und Verluste, die sich aus der Neubewertung ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens erfasst.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung liegt ein effektiver Steuersatz von 30,175 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,35 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 410 %.

3. Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang beigefügt ist.

Im September 2023 beschloss die Gesellschaft, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin einzustellen. Die damit verbundenen Vermögenswerte (Mietereinbauten und Büroausstattung) mit einem Nettobuchwert von TEUR 12.409 zum 31. August 2023 wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Zum 31. Dezember 2023 betragen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 11.360 (Vorjahr: TEUR 234). Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 1).

Sonstige Vermögensgegenstände

2023-12-31 2022-12-31
Mietkautionen 1.231.293 1.231.293
Forderungen aus Umsatzsteuer 160.608 320.347
Sonstige Forderungen 1.911 540.658
Gesamt 1.393.812 2.092.298

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 1.231 (Vorjahr: TEUR 1.231) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

2023-12-31 2022-12-31
Steuerrückstellungen 4.305.692 -
Sonstige Rückstellungen 1.473.428 823.603
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.556 105.685
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.190.118 11.077.857
Sonstige Verbindlichkeiten 399.142 1.702.602
Gesamt 7.370.936 13.709.747

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die in der laufenden Rechnungsperiode erhaltenen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 833 (Vorjahr: TEUR 530) und Rückstellungen für Mitarbeiterprovisionen in Höhe von TEUR 640 (Vorjahr: TEUR 294).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen zu zahlende Steuern für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 1.703).

4. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen gemäß konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen: TEUR 71.864 (Vorjahr: TEUR 68.157) und wurden ausschließlich mit den Unternehmen der Shopify-Gruppe mit Sitz in Irland und den USA erzielt.

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 180 Mitarbeiter (Vorjahr: 370) beschäftigt.

Aufteilung der Durchschnittszahl nach Funktion:

2023 2022
Forschung und Entwicklung 117 258
Vertrieb und Marketing 52 92
Verwaltung und Unterstützung 11 20

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 15.511 (Vorjahr: TEUR 15.479).

Vorschläge für die Gewinnverwendung

Gemäß § 285 Nr. 34 HGB sind Angaben zum Vorschlag für die Ergebnisverwendung bzw. zum Beschluss über die Ergebnisverwendung zu machen:

Gewinnvortrag 8.633.298
Jahresüberschuss 1.413.465
10.046.763
Ergebnisverwendung:
Ergebnis wird auf das nächste Jahr übertragen: 10.046.763

Geschäftsführer

Geschäftsführer des Unternehmens Douglas Lambert, Director of Treasury (seit 1. August 2023)
Julia Sophie Joppen-Le Graët, Senior Lead, Business Partner (seit 14 September 2023, derzeit beurlaubt)
Maria Robledo, Direktorin für Technik (bis 15. September 2023)
Prokurist Birk Björn Angermann, Director of Sales (seit 17. Mai 2024)

Unternehmens- und Konzernbeziehungen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Shopify Lithuania UAB mit Sitz in Vilnius, Litauen, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im staatlichen Register der juristischen Personen in Litauen veröffentlicht.

Die oberste Muttergesellschaft ist Shopify Inc. mit Sitz in Ottawa, Ontario, Kanada, die einen Konzernabschluss auf der größten Ebene der Konzerngesellschaften erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wir bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) veröffentlicht.

Berichterstattung über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die sich aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ergebende Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Berlin, August 9, 2024

Julia Sophie Joppen-Le Graët, Geschäftsführerin

Doug Lambert, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 14.823.699 - - 55.356 14.768.343
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.067.577 73.282 5.888 - 2.146.747
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.888 - -5.888 - -
16.897.164 73.282 - 55.356 16.915.090
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.914.353 12.853.990 14.768.343
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 782.819 1.025.039 1.807.858
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - 0
2.697.172 13.879.029 16.576.201
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken - 12.909.346
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.889 1.284.758
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Shopify Commerce Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Shopify Commerce Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shopify Commerce Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 9. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Martin Wolf, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 14.08.2024 festgestellt.

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