Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Shopify Commerce Germany GmbH
Köpenicker Straße 90, 10179 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Birk Björn Angermann seit 4.7.2024 | Prokura |
Julia Sophie Joppen-Le Graët seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Douglas Lambert seit 17.8.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Shopify Lithuania UAB | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Shopify Commerce Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023Geschäftsmodell und Aktivitäten des Unternehmens Shopify Commerce Germany GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") ist eine in Berlin, Deutschland, eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das Unternehmen wurde im November 2016 gegründet (vormals Oberlo UG), Firmencode HRB 182879 B und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Muttergesellschaft Shopify Lithuania, UAB, Vilnius, Litauen (vormals Oberlo UAB) und indirekt im Besitz von Shopify International Limited, Dublin, Irland. Die Gesellschaft erbringt innerhalb der Organisation Dienstleistungen für Konzerngesellschaften gemäß konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen. In absehbarer Zukunft ist keine Änderung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu erwarten. Wirtschaftliches Umfeld Die Gesellschaft geht davon aus, dass der andauernde Konflikt in der Ukraine die makroökonomische Situation im Land und weltweit weiterhin beeinflussen und demnach zu Volatilitäten bei Ressourcenpreisen, Energiepreisen und Währungskursen in eine derzeit schwer zu bestimmende Richtung führen wird. Folglich kann dies zu weiteren Veränderungen der Inflationsrate und den Zinssätzen führen, was sich auf die wirtschaftliche Situation des Landes auswirken würde. Das Ausmaß und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die makroökonomische Situation und folglich auf die künftige Finanzlage der Gesellschaft, seine Geschäftstätigkeit sowie seine zukünftigen Finanzergebnisse wird als nicht wesentlich eingeschätzt. Die Gesellschaft selbst betreibt kein Geschäft in den beiden Ländern und spürt die Auswirkungen des Krieges deshalb nur indirekt. Die Auswirkungen werden sowohl von der Realisierung möglicher Szenarien für den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine als auch von den Maßnahmen der Regierungen anderer Länder abhängen, einschließlich der Aufrechterhaltung oder Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland sowie die Fortsetzung der Beschränkungen der Handelsbeziehungen mit Russland und möglicherweise Ländern, die die Militäraktionen in der Ukraine unterstützen. Geschäftsrückblick Die Gesellschaft erbrachte allgemeine Support-Dienstleistungen zugunsten der Unternehmen der Shopify-Gruppe, die im Wesentlichen in Forschung und Entwicklung-, Marketing- und Vertriebsunterstützungsbezogene Dienstleistungen unterteilt werden. Als Gegenleistung für die erbrachten Dienstleistungen zahlten die Unternehmen der Shopify-Gruppe Gebühren an die Gesellschaft in Höhe der für die Erbringung der Dienstleistungen angefallenen Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Haupttreiber der Kosten sind die Personalaufwendungen. Am 4. Mai 2023 hat die Shopify-Gruppe beschlossen, die Geschäftsstruktur zu ändern, um den Fokus auf das Unternehmensleitbild des Konzerns zu schärfen und einen Abbau der weltweiten Belegschaft angekündigt. Die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft sank von durchschnittlich 370 im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 180 im Geschäftsjahr 2023. Im September 2023 beschloss die Geschäftsleitung des Konzerns, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin aufzugeben. Die damit verbundenen Vermögenswerte (Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung), mit einem Nettobuchwert von TEUR 12.409 zum 31. August 2023, wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Die Entwicklung der Aufwendungen (insbesondere der Personalaufwendungen) ist stark von Entscheidungen auf Konzernebene abhängig. Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft wird jeder Anstieg der Aufwendungen wirtschaftlich von der Shopify-Gruppe getragen. In Anbetracht der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresüberschuss schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt als zufriedenstellend ein. Ertragslage der Gesellschaft Umsatzerlöse Die einzige Einnahmequelle der Gesellschaft sind die mit den Unternehmen der Shopify-Gruppe, mit Sitz in Irland und den USA, realisierten Servicegebühren. Die von der Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres erzielten Umsatzerlöse entsprechen der Erstattung der direkten und indirekten Aufwendungen der Gesellschaft, der Aufwendungen Dritter und des Währungsergebnisses zuzüglich eines Gewinnaufschlags gemäß der konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse TEUR 71.864 (Vorjahr: TEUR 68.157). Aufwendungen Die Materialaufwendungen der Gesellschaft sanken von TEUR 5.813 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.989 im Geschäftsjahr 2023. Die größten Kostengruppen in den Materialaufwendungen sind Marketing (73 %), sowie Beratungskosten (14 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von TEUR 5.817 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 5.016 im Geschäftsjahr 2023, hauptsächlich aufgrund der geringeren Aufwendungen für Mitarbeiterveranstaltungen. Die Abschreibungen stiegen aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen der Mietereinbauten sowie der Büroausstattung in Höhe von TEUR 12.409. Die Personalaufwendungen, einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge, sanken von TEUR 50.552 auf TEUR 48.202 aufgrund des deutlichen Rückgangs der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 370 im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 180 im Geschäftsjahr 2023. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Abfindungskosten in Höhe von TEUR 11.787 gezahlt. Seit 2022 erstattet die Gesellschaft aktienbasierte Vergütungsaufwendungen an die oberste Muttergesellschaft Shopify Inc., Ontario, Kanada. Diese Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.186 im Jahr 2023 (Vorjahr: TEUR 4.352). Ergebnis Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des deutlichen Anstiegs der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.413 (Vorjahr: TEUR 2.868) aus. Finanzlage der Gesellschaft Die Gesellschaft erwirtschaftete ihre Umsatzerlöse mit Unternehmen der Shopify-Gruppe gemäß den Bedingungen, die in den konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen festgelegt sind. Die Erlöse, die die Gesellschaft aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen erzielt, decken die Betriebskosten vollständig. Liquidität Zum 31. Dezember 2023 verfügte das Unternehmen über Barmittel in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.248). In dem Bestreben, die Verwaltung ihrer Liquidität zu optimieren und die Finanzierungskosten zu senken, hat die Shopify-Gruppe im Jahr 2023 ein System zur Bündelung ihrer Cashflows eingeführt und die Verwaltung dieser Cashflows der Muttergesellschaft übertragen (Cash-Pooling). Die Liquiditätsquote der Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2023 bei ca. 1,73 (Vorjahr: 0,60). Das Management der Gesellschaft beobachtet die Liquidität laufend und kann unter Berücksichtigung der aktuellen Situation auf Mittel und Unterstützung von der Muttergesellschaft zurückgreifen. Die Gesellschaft hat keine externen Kreditverbindlichkeiten. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 jederzeit nachgekommen. Bestandsgefährdende oder die künftige Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigende Risiken sind aktuell nicht erkennbar. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert bei TEUR 25. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 10.072 (Vorjahr: TEUR 8.658). Die Eigenkapitalquote beträgt 57,7 % (Vorjahr: 38,7 %). Ausschüttungen an die Muttergesellschaft wurden in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 nicht vorgenommen. Vermögenslage der Gesellschaft Anlagevermögen Der Bestand an anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 1.285) besteht im Wesentlichen aus EDV-Anlagen. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 73. Im September 2023 beschloss die Gesellschaft, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin einzustellen. Der Nettobuchwert der Mietereinbauten in Höhe von TEUR 11.848 TEUR und der Büroausstattung in Höhe von TEUR 561 zum 31. August 2023 wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Umlaufvermögen Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 11.360 TEUR (Vorjahr: TEUR 234). Die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahresende aufgrund der Umsetzung der Cash-Pooling-Vereinbarung deutlich gestiegen. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristig. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände, die sich im Wesentlichen aus Mietkautionen und Steuerforderungen zusammensetzen, sind aufgrund der geringeren Steuerforderungen gesunken und beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.394 (Vorjahr: TEUR 2.092). Rückstellungen Zum Bilanzstichtag erhöhten sich die Rückstellungen aufgrund des Anstiegs der Körperschaftsteuerrückstellungen auf TEUR 4.306 zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: Körperschaftsteuerforderung in Höhe von TEUR 259). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Lohnsteuern, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Lieferanten der Gesellschaft. Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind kurzfristig. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich von TEUR 1.703 im Vorjahr auf TEUR 399 im Berichtsjahr aufgrund geringerer Lohnsteuerverpflichtungen in Folge des Mitarbeiterrückgangs. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung der Gesellschaft wird zusammen mit anderen Konzernunternehmen analysiert, daher sind separate KPIs, die für die Gesellschaft angewendet werden zu vernachlässigen. Der Jahresüberschuss des handelsrechtlichen Jahresabschlusses ist durch das Cost-Plus-Modell geprägt. Dabei werden nahezu alle Aufwendungen der Gesellschaft mit einer Marge konzernintern weiterverrechnet. Die Entwicklung der wesentlichen Aufwendungen (insbesondere Personalkosten) ist stark von Entscheidungen auf Konzernebene abhängig. Die Gesellschaft geht daher bei unveränderten Geschäftsmodell (Cost-Plus) von einer gleichbleibenden Margenentwicklung aus. Chancen und Risiken Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für die Unternehmen der Shopify-Gruppe und ist abhängig von der Entwicklung und Strategie Shopify International Limited, die den Ausbau des Kundestamms und der Partner im Wirtschaftsraum EMEA und Südamerika zum Ziel hat und sich um die Durchführung von Händlerlösungen, Partnerbeziehungs- und Markenentwicklungsaktivitäten, Kundenbetreuungsprozessen und strategischen Aktivitäten kümmert. Wirtschaftliches Risiko Obwohl die Weltwirtschaft einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt und für konjunkturelle Abschwünge und erhöhte Inflationsraten anfällig ist, hat dies keine direkten Auswirkungen auf die Aktivitäten der Gesellschaft. Shopify Commerce Germany GmbH agiert als Dienstleister für verbundene Konzernunternehmen. Die Mietverpflichtungen der Gesellschaft sind an den Verbraucherpreisindex gekoppelt; jedoch ist der Großteil ihrer Verbindlichkeiten nicht oder nur geringfügig, von der Inflation betroffen. Dies bedeutet, dass ein Anstieg der Inflation keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben würde. Wettbewerbsumfeld Auf dem deutschen Markt gibt es Wettbewerber für das Geschäft der Shopify-Gruppe. Diese Marktteilnehmer haben allerdings keinen direkten Einfluss auf die Gesellschaft in ihrer Rolle als Anbieter von Unterstützungsleistungen für andere Konzerngesellschaften. Währungsrisiko Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Gesellschaft ist der Euro. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Kaufverträgen und anderen Dienstleistungen anfallen, werden hauptsächlich in Euro abgerechnet. Ein mögliches Währungsrisiko wird durch die Abrechnung der konzerninternen Dienstleistungen in Euro gemindert. Zinsrisiko Die Gesellschaft ist keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt. Seit 2023 hat die Shopify-Gruppe ein Cashpool-System implementiert, um ihre Cashflows mit der Muttergesellschaft zu bündeln. Es erfolgt eine marktübliche Verzinsung. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Die Gesellschaft steuert das Liquiditätsrisiko, indem sie angemessene Rücklagen hält und die tatsächlichen und prognostizierten Cashflows kontinuierlich überwacht. In dem Bestreben, die Verwaltung ihrer Liquidität zu optimieren und die Finanzierungskosten zu senken, hat die Shopify-Gruppe ein System eingeführt, mit dem sie ihre Cashflows bündelt und die Verwaltung an die Muttergesellschaft überträgt (Cash-Pooling). Alle Aufwendungen der Gesellschaft sind durch konzerninterne Verrechnungspreisvereinbarungen abgedeckt, daher besteht nur ein begrenztes Liquiditätsrisiko. Die Prognosen der Gesellschaft zeigen, dass sie auch künftig in der Lage sein sollte, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Chancen Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft hängen die Chancen stark davon ab, dass die Shopify-Gruppe in Bereiche investiert, die zukünftiges Wachstum in der Region vorantreiben werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft konzentrierten sich weiterhin darauf, dass globale Shopify-Team zu unterstützen. Shopify legt Wert auf kontinuierliches Lernen und persönliche Weiterentwicklung und bietet den Mitarbeitern der Gesellschaft daher entsprechende Möglichkeiten an, damit sich diese einbezogen fühlen und in ihrer Karriere vorankommen. Als Dienstleistungsunternehmen, das hauptsächlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertriebsunterstützung tätig ist, könnte die Gesellschaft von einem Anstieg der Vergütung der Mitarbeiter in Deutschland finanziell profitieren. Ein Anstieg der Personalkosten zur Unterstützung der Erbringung von Dienstleistungen für die Konzernunternehmen würde die Möglichkeit bieten, zusätzliche Gewinne aufgrund ihrer Vergütung über die Cost-Plus-Vergütungsstruktur zu realisieren. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft in absehbarer Zeit gefährden könnten. Prognose Im Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft weiterhin Forschung und Entwicklung, Marketing- und Vertriebsunterstützende-Dienstleistungen für die Unternehmen der Shopify-Gruppe erbringen und gemäß den konzerninternen Verrechnungspreisverträgen vergütet werden. Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine wesentlichen Änderungen in den Verträgen, und somit keine wesentlichen Änderungen in den Gewinnmargen erwartet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Mitarbeiteranzahl in absehbarer Zukunft stabil bleiben wird. Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft haben der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Inflationsraten nur minimale Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2023 und werden voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf 2024 haben wird, da jegliche Kostensteigerungen von der Shopify-Gruppe ausgeglichen werden. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.20231. Allgemeine Informationen
Zum Bilanzstichtag erfüllt die Shopify Commerce Germany GmbH die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (Vorjahr: große Kapitalgesellschaft) im Sinne des § 264 i. V. m. 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 264 i. V. m 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte von 3 und 10 Jahren berechnet. Es wird außerdem geprüft, ob Anzeichen vorliegen, die auf eine Änderung der am vorangegangenen Bilanzstichtag geschätzten Nutzungsdauer schließen lassen. Das Unternehmen aktiviert das Sachanlagevermögen mit einer geschätzten Nutzungsdauer von über 1 Jahr und Anschaffungskosten über 5.000 USD (Vorjahr: 2.000 USD), mit Ausnahme von Laptops, die auch bei einem Wert von weniger als 5.000 USD aktiviert werden, solange der Wert mehr als 1.000 USD beträgt (Vorjahr: Laptops wurden unabhängig von den Anschaffungskosten aktiviert). Die Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder dem Ausscheiden von Gegenständen des Sachanlagevermögens wird als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstandes ermittelt und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen, beispielweise für Reparaturen und Wartung werden in dem Jahr, in dem sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Eine Risikovorsorge für die Wertminderung von Forderungen wird gebildet, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass das Unternehmen nicht in der Lage sein wird, alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglichen Bedingungen der Forderung einzutreiben, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie den erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Leistungs- und Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und werden daher nicht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Nicht monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zu historischen Kursen in Euro umgerechnet. Umsatzerlöse und Aufwendungen werden mit den tatsächlichen Wechselkursen zum Zeitpunkt der Transaktionen bewertet. Gewinne und Verluste, die sich aus der Neubewertung ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens erfasst. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung liegt ein effektiver Steuersatz von 30,175 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,35 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 410 %. 3. Erläuterungen zu einzelnen BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang beigefügt ist. Im September 2023 beschloss die Gesellschaft, die Nutzung der angemieteten Büroräume in Berlin einzustellen. Die damit verbundenen Vermögenswerte (Mietereinbauten und Büroausstattung) mit einem Nettobuchwert von TEUR 12.409 zum 31. August 2023 wurden vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Umlaufvermögen Zum 31. Dezember 2023 betragen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 11.360 (Vorjahr: TEUR 234). Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 1). Sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 1.231 (Vorjahr: TEUR 1.231) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die in der laufenden Rechnungsperiode erhaltenen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 833 (Vorjahr: TEUR 530) und Rückstellungen für Mitarbeiterprovisionen in Höhe von TEUR 640 (Vorjahr: TEUR 294). Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Zum 31. Dezember 2023 bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen zu zahlende Steuern für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 1.703). 4. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen gemäß konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen: TEUR 71.864 (Vorjahr: TEUR 68.157) und wurden ausschließlich mit den Unternehmen der Shopify-Gruppe mit Sitz in Irland und den USA erzielt. 5. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 180 Mitarbeiter (Vorjahr: 370) beschäftigt. Aufteilung der Durchschnittszahl nach Funktion:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 15.511 (Vorjahr: TEUR 15.479). Vorschläge für die Gewinnverwendung Gemäß § 285 Nr. 34 HGB sind Angaben zum Vorschlag für die Ergebnisverwendung bzw. zum Beschluss über die Ergebnisverwendung zu machen:
Geschäftsführer
Unternehmens- und Konzernbeziehungen Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Shopify Lithuania UAB mit Sitz in Vilnius, Litauen, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im staatlichen Register der juristischen Personen in Litauen veröffentlicht. Die oberste Muttergesellschaft ist Shopify Inc. mit Sitz in Ottawa, Ontario, Kanada, die einen Konzernabschluss auf der größten Ebene der Konzerngesellschaften erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wir bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) veröffentlicht. Berichterstattung über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die sich aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ergebende Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben.
Berlin, August 9, 2024 Julia Sophie Joppen-Le Graët, Geschäftsführerin Doug Lambert, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Shopify Commerce Germany GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Shopify Commerce Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shopify Commerce Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 9. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin ppa. Martin Wolf, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 14.08.2024 festgestellt. |
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