YANG MING Shipping Europe GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Schifffahrt a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Francis Stephen Dawson seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Alexandros Karakassis seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
HHL Intermediate II GmbH & Co. KG i.L. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hansa Heavy Lift GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274 und 276-278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Die Bilanzierungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. 2. Angewandte Bewertungsmethoden Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip). Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2015 in Höhe von EUR 135.142.325,66 (Vj.: EUR 85.195.329,80) bilanziell überschuldet, aber es besteht eine positive Fortführungsprognose. Um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen, hat die OCM Luxembourg HHL Financing S.à r.l. eine Ausweitung der Finanzierungslinien und Verlängerung ihres finanziellen Engagements bis 2018/2019 zugesagt. Wir rechnen ab 2017 mit einer Erholung der Chartermärkte und somit mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Darüber hinaus erwarten wir einen positiven Ergebniseffekt aus der Erweiterung unserer Aktivitäten im Transport- und Installationsmarkt. Sollten diese nicht eintreten, wäre der Fortbestand der Gesellschaft ohne weitere stützende Maßnahmen gefährdet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. ANLAGEVERMÖGEN Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Die Abschreibung der als Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesenen Büroeinrichtungen erfolgt über eine Nutzungsdauer von fünf bis dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis zu EUR 150,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Der Sammelposten über geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die übrige Betriebsausstattung, einschließlich der EDV-Einrichtung, wird über eine Laufzeit von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 106 vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 35 (Vj.: TEUR 525) auf den niedrigeren beizulegenden Wert der Finanzanlagen vorgenommen. UMLAUFVERMÖGEN Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Dabei wurde unterstellt, dass zuerst erworbene Vorräte zuerst verbraucht wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei im Geschäftsjahr 2015 Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.530 (Vj.: TEUR 2.293) erfolgten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. RÜCKSTELLUNGEN Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Berücksichtigung der individuellen Restlaufzeit abgezinst (Zinssatz zwischen 2,02 % und 2,74 %). VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen, -guthaben und -verbindlichkeiten werden nach § 256a HGB mit dem Kurs im Zeitpunkt der Entstehung angesetzt und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, sind mit dem Mittelkurs am Tag der Entstehung bzw. unter Beachtung des Vorsichtsprinzips mit dem Mittelkurs am Abschlussstichtag bewertet worden. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Anlagenspiegel
1. A nteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen zum 31. Dezember 2015:
*) Das Eigenkapital und das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2015 sind noch nicht festgestellt. Ausgewiesen werden das Eigenkapital und das Jahresergebnis 2014. **) Abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. August bis 31. Juli. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in voller Höhe Forderungen aus laufender Verrechnung dar. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 2.076 (Vj.: TEUR 2.479) den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mitzugehörig. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, mit Ausnahme eines Teilbetrages der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 78,4 Mio. (Vj.: EUR 61,3 Mio.), eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in Höhe von TEUR 78.409 (Vj.: TEUR 61.321) Darlehensverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 13.925 (Vj.: TEUR 8.022) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entsprechen TEUR 13.919 (Vj.: TEUR 7.291) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 6. Latente Steuern Das steuerrechtliche Verbot der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von EUR 27,7 Mio. (Vj.: EUR 0,9 Mio.) sowie der körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2015 in Höhe von EUR 109,3 Mio. bzw. EUR 96,0 Mio. (Vj.: EUR 91,1 Mio. bzw. EUR 81,7 Mio.) führen zu einer aktiven Steuerabgrenzung von EUR 45,6 Mio. (Vj.: EUR 30,6 Mio.) unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % und eines gewerbesteuerlichen Hebesatzes von 470 %. Die Gesellschaft verzichtet in Ausübung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB auf die Aktivierung der latenten Steuern. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich aus Charter- und Frachterlösen in Höhe von TEUR 123.530 (Vj.: TEUR 147.404) und Bereederungsgebühren TEUR 5.119 (Vj.: TEUR 4.061) zusammen. Die in den Positionen "Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen", "Vertriebskosten" und "Verwaltungskosten" ausgewiesenen Personalkosten entsprechen in Höhe von TEUR 6.531 (Vj.: TEUR 6.345) dem Personalaufwand des Geschäftsjahres im Sinne von § 275 Abs. 2 Nr. 6a HGB und in Höhe von TEUR 800 (Vj.: TEUR 838) dem Personalaufwand des Geschäftsjahres im Sinne von § 275 Abs. 2 Nr. 6b HGB. Ferner sind in der Position "Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5a HGB in Höhe von TEUR 31.486 (Vj.: TEUR 53.914) und Aufwendungen für bezogene Leistungen gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5b HGB in Höhe von TEUR 31.640 (Vj.: TEUR 36.799) enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.536 (Vj.: TEUR 2.293) betreffen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen TEUR 1.530 (Vj.: TEUR 2.293) und Forderungsverluste in Höhe von TEUR 6 (Vj.: TEUR 0). V. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
2. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Honorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 30 (Vj.: TEUR 25) für Prüfungsleistungen und TEUR 8 (Vj.: TEUR 10) für Steuerberatungsleistungen. 3. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 78 (Vj.: 78) Mitarbeiter beschäftigt. 4. Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung waren bzw. sind: Roger Iliffe, Manchester, Großbritannien, Geschäftsführer, Jörg Andreas Röhl, Singapur, Geschäftsführer, Hans-Jörg Simon, Hamburg, Geschäftsführer. Für die Geschäftsführer sind im Jahresabschluss Bezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB in Höhe von TEUR 465 (Vj.: TEUR 731) berücksichtigt. Mitglieder des Beirats waren und sind: Caleb Kramer, London, Großbritannien, Beirat, Andreas Krämer, Frankfurt, Beirat, Tom Jaggers, Oxted, Großbritannien, Beirat.
Hamburg, 12. Oktober 2016 gez. Roger Iliffe, Geschäftsführer gez. Jörg Andreas Röhl, Geschäftsführer gez. Hans-Jörg Simon, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Grundlagen des Unternehmens I. Allgemeines Die Hansa Heavy Lift GmbH ist spezialisiert auf den Transport von Schwergut und Projektladungen. Die Hansa Heavy Lift GmbH betreibt die von ihr als Vertragsreederin geführten Spezialschwergutschiffe, die überwiegend als Ein-Schiffsgesellschaften in der Rechtsform der UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG geführt werden. Die Hansa Heavy Lift GmbH übernimmt in dieser Funktion auch die technische und kaufmännische Verwaltung der Ein-Schiffsgesellschaften. Die Reederei ist für den Großteil der bereederten Schiffe am Kapital der Ein-Schiffsgesellschaften beteiligt. Die Gesellschaft wird geführt durch die Geschäftsführer Roger Iliffe, Jörg Andreas Röhl und Hans-Jörg Simon. Die Geschäftsräume befinden sich in Hamburg, Oberbaumbrücke 1. II. Ziele und Strategien Die Hansa Heavy Lift GmbH nimmt durch ausgezeichnete Engineering-Kompetenz, technisches Know-how und zuverlässigen und flexiblen Kundenservice eine herausragende Position im Markt für Transport von Schwergut und Projektladungen ein. Diese beabsichtigt man auch zukünftig im Transport- und Installationsmarkt (T+I) einzunehmen. Hierzu steht uns eine qualitativ hochwertige Flotte zur Verfügung. Seit Beginn 2016 wird das Commercial Management eines DP3-Schiffes betrieben, wodurch uns die Möglichkeit eröffnet wird, im Transport- und Installationsmarkt tätig zu werden. Zukünftig sollen im Wesentlichen die Segmente T+I, Super Heavy Lift und Project Cargo bedient werden. Die Flottenzusammensetzung wird sich somit mittelfristig verändern. Die Kundenzielgruppen der Hansa Heavy Lift GmbH sind zum einen spezialisierte Endkunden, die die Fracht herstellen bzw. selbst nutzen, Anbieter von Engineering-Procurement-Construction Dienstleistungen (EPCs) sowie Frachtunternehmen, die die vollständige Logistikkette von Industrien für Schwergut abdecken. III. Steuerungssystem Zur Erreichung der festgesetzten Ziele hat die Gesellschaft ein effizientes Steuerungssystem eingerichtet. Die Ziele für die Gesellschaft werden von der Geschäftsführung festgesetzt. Aus den festgesetzten Zielen werden die Ziele für die einzelnen Bereiche und die Auslandsgesellschaften abgeleitet. Jährlich im Herbst erfolgt die Planung für die Folgejahre. Die Planung der Gesellschaft wird vom Unternehmensbeirat genehmigt. Die Ergebnisse des regelmäßigen Abgleiches der aktuellen Zahlen zu den Planzahlen und die Analyse der Abweichungen dienen der Steuerung des Unternehmens. Bei den Hauptsteuerungsgrößen handelt es sich um den Deckungsbeitrag pro Einsatztag (TCE) und die Kennzahl EBITDA. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Das Wachstum der Weltwirtschaft lag in 2015 mit 3,1 % leicht unter Vorjahresniveau. Die Eurozone wuchs um 2 %. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum durch das schwache Wachstum in China und die gegenüber Russland verhängten Sanktionen gehemmt. Der Konjunkturaufschwung in den USA und der Ölpreisrückgang können keine ausreichenden Impulse für stärkeres Weltwirtschaftswachstum geben. Die Projekt- und Schwergutschifffahrt ist in hohem Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft und der daraus resultierenden Investitionen in die Infrastruktur abhängig. Aufgrund des Ölpreisrückgangs und dem damit einhergehenden Preisverfall von anderen Rohstoffen sowie von Finanzkrisennachlaufeffekten wurden Investitionen in Infrastrukturprojekte deutlich zurückgefahren, so dass das für Schwergutschiffe relevante Frachtvolumen deutlich zurückgegangen ist. Die immer noch vorhandenen Überkapazitäten und die Bestrebungen der Wettbewerber, ihre Marktposition zu halten bzw. zu verbessern, führen zu einem erheblichen Preiswettbewerb. Der Wettbewerb wird weiterhin durch die eindringende Konkurrenz aus dem Handybulk- und Container-Markt verstärkt. Aufgrund des schwierigen Umfeldes im Projekt- und Schwergutschifffahrtsmarkt sehen und erwarten wir eine weitere Konsolidierung. Die Entwicklung unserer Charterraten wird insbesondere durch die Verfügbarkeit und den Geschäftsabschluss von hochdotierten Schwergut- und Projektladungen beeinflusst, sowie der Verfügbarkeit von Top-up- und Backhaul Ladungen in den Breakbulk- und Bulk-Märkten, welche im Wesentlichen mit den Dry Bulk-Frachtraten (Handy Size Charter Rates / BHSI) korrelieren. II. Branchenposition und Flottenentwicklung Unsere modernen, vielfältig einsetzbaren und technisch hochentwickelten Schiffe haben herausragende operative Eigenschaften. Das bordeigene Krangeschirr hebt kombiniert bis zu 1.400 Tonnen und ermöglicht, unabhängig von der örtlichen Infrastruktur, den Lade- und Löschvorgang überall auf der Welt. Die Hansa Heavy Lift GmbH ist bedeutende Anbieterin von Spezialschwergutschiffen. Die bereederte Flotte umfasste am Bilanzstichtag 18 Schiffe bei einem Durchschnittsalter von 5,5 Jahren und einer Kapazität von insgesamt 289.290 DWT. Da die Schiffe überwiegend am Spotmarkt beschäftigt sind, konnte eine Abkopplung von der allgemeinen Marktentwicklung nicht erfolgen. In 2015 waren die verdienten Frachtraten nicht auskömmlich, um die Charteraufwendungen und reisebezogenen Aufwendungen zu decken. Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft hängt im Wesentlichen von der relativen Auslastung unserer Schiffe mit hochwertiger Ladung sowie der Beschäftigungssituation der bereederten Flotte ab. Im Geschäftsjahr 2015 konnte eine Auslastung der Schiffe von rund 86 % (Vj.: 95 %) erzielt werden. In den ersten drei Quartalen 2015 konnte das EBITDA um mehr als 20 % im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2014 verbessert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden unsere Prognosen übertroffen. Möglich wurde dies insbesondere durch die vermehrte Akquise hochwertiger Projektladungen. Zum Ende des dritten Quartals brach der Markt ein. Aufgrund von geringeren Frachtraten wurde im vierten Quartal 2015 ein EBITDA in Höhe von TEUR -5.983 erzielt; das EBITDA für die ersten drei Quartale 2015 betrug TEUR -7.840. In 2015 wurde ein EBITDA vor Dotierung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR -13.914 erzielt, geplant war ein EBITDA von TEUR -10.000. Zum Ende des Geschäftsjahres war bis zu einem Drittel unserer Flotte ohne Beschäftigung. Im ersten Quartal 2016 konnte die Auslastung wieder gesteigert werden. Sie lag bei 93 % (Vj.: 90 %), wobei der Anteil der hochwertigen Projektladungen angestiegen ist. III. Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Der anhaltende Druck auf die Frachtraten, die von uns transportierten Güter und die negative Marktentwicklung zum Ende des dritten Quartals 2015 führten dazu, dass die prognostizierten Ziele für 2015 nicht erreicht werden konnten. Die erzielten Frachtraten waren nicht ausreichend, um die operativen Kosten, die Abschreibungen sowie die Finanzierungsaufwendungen zu decken. Trotz erheblicher Investitionen in den Aufbau des Geschäftsbetriebes in den Vorjahren konnte auch im Jahr 2015 keine Trendwende erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Nettoerlöse in Höhe von TEUR 128.649 (Vj.: TEUR 151.465) erzielt. In den Nettoerlösen sind Kommissionszahlungen in Höhe von TEUR 4.008 (Vj.: TEUR 5.577) erlösmindernd berücksichtigt. Die Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten im Wesentlichen Treibstoffkosten (TEUR 30.473; Vj.: TEUR 53.914), Charteraufwendungen für die Schiffe (TEUR 68.589; Vj.: TEUR 61.558), Hafenkosten (TEUR 1.033; Vj.: TEUR 8.053), Ladekosten (TEUR 10.962; Vj.: TEUR 10.723), sonstige Reisekosten (TEUR 14.130; Vj.: TEUR 11.365) und Personal- und Besatzungskosten (TEUR 6.420; Vj.: TEUR 5.482). Im Geschäftsjahr wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus Charterverträgen in Höhe von TEUR 27.722 zugeführt. Innerhalb der Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.645 (Vj.: TEUR 6.268) stellen die Aufwendungen für die Auslandsgesellschaften Hansa Heavy Lift Americas Inc., Hansa Heavy Lift (Asia) PTE LTE und Hansa Heavy Lift Monaco S.A.M in Höhe von TEUR 5.151 (Vj.: TEUR 3.832) und die Personalkosten in Höhe von TEUR 689 (Vj.: TEUR 1.167) die größten Posten dar. Die Auslandsgesellschaften repräsentieren die Hansa Heavy Lift GmbH in ihrer jeweiligen Region und arbeiten operativ eng mit der Hansa Heavy Lift GmbH zusammen. Die Auslandsgesellschaften erhalten eine Erstattung ihrer Aufwendungen zuzüglich einer Marge. Die Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 4.329 (Vj.: TEUR 3.272) betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen (TEUR 1.899; Vj.: TEUR 1.648), Fremd- und Beratungsleistungen (TEUR 624; Vj.: TEUR 675) sowie Raumkosten (TEUR 597; Vj.: TEUR 228). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 5.840; Vj.: TEUR 2.886) und Erträge aus Weiterbelastungen an die Ein-Schiffsgesellschaften (TEUR 297; Vj.: TEUR 849). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden neben den Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 7.913; Vj.: TEUR 5.778) u. a. Aufwendungen für die Einzelwertberichtigungen von Forderungen (TEUR 1.690; Vj.: TEUR 719) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 sind außerordentliche Aufwendungen (TEUR 1.536; Vj.: TEUR 2.293) aus der Abschreibung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen entstanden. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 49.947 (Vj.: TEUR 22.469). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR -48.411 (Vj.: TEUR -20.177) unter dem des Vorjahres. 2. Kapitalfluss a) Kapitalstruktur Die Gesellschaft finanziert sich weitestgehend aus den von der OCM Luxembourg HHL Financing S.à r.l. eingeräumten Kreditlinien. Die Verzinsung erfolgt auf Basis des LIBOR (London Interbank Offered Rate) zuzüglich Marge. Die ausreichende Finanzierung der Gesellschaft ist durch diese Kreditlinien sichergestellt. b) Investitionen Im Geschäftsjahr 2015 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 131 und in Sachanlagen in Höhe von TEUR 126 getätigt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Software. Der höchsten Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung und Hardware. c) Liquidität Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich für 2015 auf TEUR -15.477 (Vj.: TEUR -10.276). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -257 für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 14.466 (Vj.: TEUR 12.376) und resultiert vollständig aus der Darlehensaufnahme bei einem verbundenen Unternehmen. Unter Berücksichtigung wechselkursbedingter Änderungen in Höhe von TEUR 54 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 644 (Vj.: TEUR 1.857). Unser Finanzmanagement hat das Ziel, die finanzielle Stabilität und Flexibilität der Reederei zu sichern. Freie Liquidität wird im Rahmen des Finanzmanagements zur Rückführung der in Anspruch genommenen Kreditlinie verwendet. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 143.362 (Vj.: TEUR 103.251). Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 311 (Vj.: TEUR 783) verringert. Die Investitionen in das Anlagevermögen fielen geringer aus als die jährlichen Abschreibungen. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 353 auf das Sachanlagevermögen vorgenommen. Auf die immateriellen Vermögensgegenstände wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 106 vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wurde aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung in Höhe von TEUR 35 (Vj.: TEUR 525) außerplanmäßig abgeschrieben. Das Vorratsvermögen besteht im Wesentlichen aus Bunkerbeständen (TEUR 2.080; Vj.: TEUR 3.266), die auf den eingecharterten Schiffen am Bilanzstichtag vorhanden sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 40 um TEUR 4.733 unter dem Vorjahresbestand. Im Rahmen des Forderungsverkaufs waren zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 7.444 (Vj.: TEUR 9.612) verkauft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus laufenden Verrechnungen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertberichtigungen auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.530 (Vj.: TEUR 2.293) vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren (TEUR 638; Vj.: TEUR 736), Forderungen aus Kautionen und Sicherheitsleistungen (TEUR 318; Vj.: TEUR 513) sowie Forderungen gegen Agenten (TEUR 314; Vj.: TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 27.722; Vj.: TEUR 897), ausstehende Rechnungen (TEUR 2.897; Vj.: TEUR 1.736) und Personalrückstellungen (TEUR 571; Vj.: TEUR 901) gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 18.723 und liegen damit um TEUR 4.362 unter dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Bunkerverbindlichkeiten (TEUR 15.146; Vj.: TEUR 18.205), welche durch einen eingeräumten Kreditrahmen der Lieferanten abgedeckt sind. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 92.412; Vj.: TEUR 69.343) handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Gesellschaft (TEUR 78.443; Vj.: TEUR 61.321) sowie um Verbindlichkeiten gegenüber Ein-Schiffsgesellschaften im Zusammenhang mit Charterverträgen (TEUR 13.969; Vj.: TEUR 7.546). IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als maßgebliche Steuerungsgrößen werden bei der Hansa Heavy Lift GmbH der Deckungsbeitrag je Einsatztag (TCE) und das EBITDA herangezogen. Für das Jahr 2015 beläuft sich der Deckungsbeitrag auf EUR 39,9 Mio. (Vj.: EUR 60,1 Mio.) und das EBITDA auf EUR -41,6 Mio. (Vj.: EUR -12,3 Mio.). Die deutliche Verschlechterung des Deckungsbeitrages und des EBITDA resultieren im Wesentlichen aus der Ausweitung der Rückstellung für drohende Verluste aus Charterverträgen. Trotz einer positiven Entwicklung der Zusammensetzung der transportierten Güter in 2015 liegen die finanziellen Leistungsindikatoren auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau. Der Markteinbruch zum Ende des dritten Quartals 2015 hat sich deutlich auf das Jahresergebnis niedergeschlagen. Wir pflegen einen guten Kontakt zu unseren Kunden. Die verschiedenen Schiffstypen (P2-, P1- und F-Typen) ermöglichen maßgeschneiderte und kundenorientierte Lösungen. Der Einsatz von baugleichen Einheiten sichert uns höchste Flexibilität und die Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der gewünschten Verschiffung für unsere Kunden. Wir planen, unser Portfolio im Rahmen der strategischen Fokussierung auf anspruchsvolle Transport- und installationsunterstützende Dienstleistungen um ein DP3-Schiff zu erweitern. Die Akquisition qualifizierter Mitarbeiter sowie die Aus- und Weiterbildung sind ein wesentlicher Bestandteil zur Sicherung und zum Ausbau unseres Geschäftsbetriebes. In der Reederei, die auch Technical Management, Engineering, Chartering und Sales umfasst, betrug die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2015 wie im Vorjahr durchschnittlich 78 Personen. Der Landbetrieb der Reederei und der Schiffsbetrieb verfügen über alle erforderlichen Auditierungen gemäß ISM-Code und ISPS (International Ship and Port Facility Security Code). Die Positionen "Designated Person Ashore (DPA)" sowie "Company Security Officer (CSO)" sind nebst Stellvertretungen vorgabegemäß durch qualifizierte Mitarbeiter besetzt. Der technische Zustand der Schiffe wird regelmäßig durch die Klassifikationsgesellschaft DNV GL überprüft. Der Zustand der Schiffe kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. C. NACHTRAGSBERICHTIm Jahr 2016 wurden zwei Schiffe aus der Flotte der Hansa Heavy Lift GmbH veräußert, so dass sich die Flotte von 18 auf 16 Schiffe verringert hat. Der Verkauf steht im Einklang mit der neuen Strategie des Unternehmens, sich vermehrt auf die Bereitstellung von technisch anspruchsvollen Transport- und installationsunterstützenden Dienstleistungen zu fokussieren. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind und einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten, sind nicht bekannt. D. Bericht über die voraussichtliche entwicklung mit ihren wesentlichen chancen und RisikenI. Prognosebericht Ende 2015 waren rund 915 Schwergutschiffe am Markt verfügbar, die Raten für die Schiffe sind unverändert unter Druck und teilweise sind Wartezeiten zwischen den einzelnen Beschäftigungen nicht zu vermeiden, insbesondere wenn Ladung über den Spotmarkt gebucht wird. Aktuell sind die erzielbaren Frachtraten nicht kostendeckend, wir erwarten für 2016 keine steigenden Frachtraten aufgrund von vermehrten Abschlüssen über den Transport hochwertiger Projektladungen und somit eine entsprechende Entwicklung des Geschäftsergebnisses der Hansa Heavy Lift GmbH. Es ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft auch in den Jahren 2016 und 2017 negative Ergebnisse erzielen wird. Wir erwarten für 2016 ein um 15 % bis 20 % rückläufiges EBITDA im Vergleich zum um Sondereffekte bereinigten EBITDA 2015. Wesentliche außerordentliche Effekte werden derzeit nicht erwartet. Bei der Planung wird ein im Wesentlichen unverändertes Wechselkursverhältnis des USD zum EUR unterstellt. Ab 2017 erwarten wir eine Markterholung. Unsere verbesserte Marktposition auf der Vertriebsseite wird es uns ermöglichen, umgehend von positiven Marktentwicklungen zu profitieren. Ferner werden uns durch den Einsatz einer neuen Schiffsklasse Chancen in einem neuen Marktsegment eröffnet. Weiterhin erwarten wir durch den weltweit steigenden Energiebedarf eine gleichbleibende Nachfrage in den Sektoren Infrastruktur und Wind. Der Bereich Öl & Gas birgt für uns, im Vergleich zu unseren Marktteilnehmern, Chancen aufgrund unserer relativ attraktiven Flotten- und Kostenstruktur. II. Risikobericht 1. Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagementsystem der Hansa Heavy Lift GmbH zur Früherkennung und zur Vermeidung von Risiken ist Bestandteil der Geschäfts-, Planungs- und Kontrollprozesse und wird kontinuierlich bedarfsentsprechend weiterentwickelt. Ziel des Risikomanagements ist es, bei effektiver Nutzung bestehender Chancen mögliche Risiken zu vermeiden und bestehende Risiken zu kontrollieren. Hierfür wurden organisatorische Regelungen getroffen und ein Kontrollsystem installiert. Ausgehend von einer strategischen Planung erfolgt eine kurzfristige Planung für die gesamte Reedereigruppe. Die Geschäftsbereiche unterliegen einem kontinuierlichen Controlling. Ein regelmäßiges umfassendes Managementreporting ist implementiert. Die Geschäftsführung analysiert kontinuierlich potenzielle Risiken und risikobehaftete Entwicklungen und ordnet ihre Begrenzung und Bewältigung. 2. Operative Risiken Operative Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus der Entwicklung der Nachfragesituation auf den Märkten. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft und des damit zusammenhängenden globalen Investitionsverhaltens kann eine allgemeine Abkühlung der Nachfrage die Auslastung der Schiffe beeinträchtigen. Eine weitere Expansion oder ein Rückgang der weltweit verfügbaren Flotte in den von uns bedienten Segmenten kann ebenfalls die Auslastung der Flotte beeinflussen und damit die Ertragskraft der Gesellschaft nachhaltig prägen. Die politische Lage oder die Entwicklung der weltweiten Nachfrage kann die Kosten für Treibstoffe oder andere Kosten deutlich verändern und so ebenfalls zu erheblichen Risiken im operativen Geschäft führen. Da die von uns beförderte Fracht vorwiegend aus hochwertigen Investitionsgütern besteht, kann ein möglicher Unfall oder eine sonstige Beeinträchtigung der physischen Unversehrtheit von Schiff oder Ladung zu einem Reputationsverlust führen, welcher das weitere Vertrauen unserer Kunden in die Zuverlässigkeit unserer Leistungen negativ beeinflusst. Diesem Risiko begegnen wir durch strikte interne Sicherheitsstandards und -prozesse. 3. Finanzielle Risiken Grundsätzlich werden Risiken im Forderungsbereich durch Zahlungsmodalitäten und regresslose Forderungsverkäufe reduziert. Durch die Besicherung der von uns transportierten Ladung besteht ferner nur ein geringes Forderungsausfallrisiko. Kreditlimits werden nur Kunden mit entsprechender Bonität eingeräumt. Gleichwohl sind Forderungsausfälle nicht auszuschließen. 4. Umweltschutz und Sicherheit Aus der allgemeinen gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der uns umgebenden Natur, unseren Mitarbeitern und der allgemeinen Bevölkerung streben wir danach, höchste Standards in den Bereichen Umweltschutz und Sicherheit zu implementieren. In 2012 haben wir die Zertifizierung ISO 14001 erhalten. Im Jahr 2013 folgte dann die ISO 9001 Zertifizierung. Wir sind nach OHSAS 18001 Standards zertifiziert. 5. Personal Das Wissen und die Kompetenz unserer Mitarbeiter stellen einen wichtigen Faktor für unseren Unternehmenserfolg dar. Das Risiko, durch Fluktuation Wissen über Märkte und Kunden zu verlieren, wird durch eine vorausschauende Personalplanung reduziert. Zudem ist es uns gelungen, wichtige Funktionen durch Personen zu besetzen, welche über langjährige Erfahrungen im Bereich der Schifffahrt verfügen und damit die Leistungsfähigkeit der Organisation nachhaltig steigern. Wir versuchen, auf die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiter einzugehen und diese somit langfristig an uns zu binden. 6. Sonstige Risiken Um mögliche finanzielle Risiken aus den vielfältigen steuerlichen, umweltrechtlichen und sonstigen Regelungen und Gesetzen zu vermeiden, wird auf die strikte Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie auf eine umfassende rechtliche Beratung geachtet. Die Gesellschaft führt für ihre Mitarbeiter regelmäßige Compliance Schulungen durch. Zudem hat sie für den Bereich Umweltschutz und Anti-Korruption online basierte Tests mit Erfolgskontrolle implementiert, welche von jedem Mitarbeiter mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden müssen. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Gesellschaft war zum 31. Dezember 2015 in Höhe von EUR 135,1 Mio. bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose aus, so dass aufgrund des § 19 Abs. 2 InsO ohne Beurteilung des Reinvermögens keine Insolvenzantragspflicht besteht. Die OCM Luxembourg HHL Financing S.à r.l. hat eine Ausweitung der Finanzierungslinien zugesagt, um die Zahlungsfähigkeit der Hansa Heavy Lift GmbH sicherzustellen. OCM Luxembourg HHL Financing S.à r.l. bestätigt, dass sie an ihrem finanziellen Engagement bis zum 31. Dezember 2018/2019 festhält. Sofern die erwartete Verbesserung der Fracht- und Charterraten, auch aufgrund der Frachtzusammensetzung, nicht ab 2017 eintritt, wäre der Fortbestand der Gesellschaft ohne weitere stützende Maßnahmen gefährdet. Nach unserer Überzeugung weisen die Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter für die Gesellschaft auf. Wir sind zuversichtlich, den künftigen Herausforderungen aufgrund der strukturierten Prozesse, des Risiko-managements und des Potentials unserer Mitarbeiter auch zukünftig begegnen zu können. III. Chancenbericht Die bereederte Flotte wird weiterhin vorwiegend im Rahmen kurzfristiger Beschäftigungsverhältnisse eingesetzt sein. Für 2016 rechnen wir mit einer unveränderten Nachfrage im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2015. Für 2017 gehen wir von einer leichten Belebung des Marktes aus. Hieraus ergeben sich eine Erhöhung der Frachtraten und entsprechend Chancen auf die Erzielung auskömmlicher Ergebnisse, insbesondere aus der Steigerung des Anteils unserer Ladung an hochwertigen Schwergut- und Projektladungen. Auch rechnen wir bis dahin mit ersten positiven Effekten aus der Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie. Aufgrund der weiterhin intensiven Wettbewerbslage rechnen wir mittelfristig mit einer Konsolidierung des Marktes. Für die Gesellschaft können sich daraus Möglichkeiten ergeben, die Geschäftsaktivitäten durch Unternehmensakquisitionen oder strategische Allianzen wesentlich auszuweiten. Diese Strategie wird von der OCM Luxembourg HHL Financing S.à r.l. positiv begleitet und unterstützt. Mit unseren modernen Schiffen und der starken, global aufgestellten Organisation sind wir in einer guten Ausgangslage, um diese Chancen für eine positive Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft zu nutzen. E. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie Hansa Heavy Lift GmbH ist durch natural hedging nur in geringem Maße einem Währungsrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft erzielt aktuell ca. 85 % ihrer Einnahmen in USD und hat einen korrespondierenden Teil ihrer Ausgaben ebenfalls in USD. Die bestehende Finanzierung ist bis 2018 fest verzinst. Für die Inanspruchnahme weiterer Tranchen aus den Linien gilt der dann jeweilige 3 Monats Libor plus Marge. Insofern können in der Zukunft sowohl Zins- als auch Währungsrisiken für die Ausgaben in EUR sowie die Rückführung der Finanzierung entstehen.
Hamburg, 12. Oktober 2016 gez. Roger Iliffe, Geschäftsführer gez. Jörg Andreas Röhl, Geschäftsführer gez. Hans-Jörg Simon, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hansa Heavy Lift GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ent‑spricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt D. II. 6 des Lageberichts und im Abschnitt II. 2 des Anhangs hin. Dort wird ausgeführt, dass bei Aufstellung des Jahresabschlusses vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen werden konnte (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB). Der Fortbestand der Gesellschaft ist ohne stützende Maßnahmen zur Sicherung der Ertragslage und der Liquidität gefährdet, sofern die erwartete Markterholung ausbleibt.
Hamburg, 1. November 2016 TPW
Todt & Partner GmbH & Co. KG
Thomas Mattheis, Wirtschaftsprüfer Ina Peters, Wirtschaftsprüferin FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNGDie Gesellschafterversammlung vom 14.12.2016 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2015 festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 49.946.995,86 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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