Elbterrassen-eGbR
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Lange seit 12.3.2014 | Geschäftsführer |
Jan Lange seit 12.3.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.30% | |
| 47.70% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Genesis GmbHWittenbergeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Geschäftsjahresbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, Gliederung Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Genesis GmbH Firmensitz laut Registergericht: Wittenberge Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Neuruppin Register-Nr.: 5593 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Genesis GmbH, Wittenberge, ist nach den für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Angaben zur Gliederung Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 Abs.2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung §§ 266 Abs. 1, 276 und 288 HGB und bei der Offenlegung § 326 HGB i.V.m. § 327 HGB des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 HGB wurden beachtet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going-Concern-Prinzip") ausgegangen. Dem stehen weder sachliche noch rechtliche Gründe entgegen. Die Posten der Aktiva sind nicht mit Posten der Passiva, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital und die Schulden sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Mitzugehörigkeitspositionen werden innerhalb der Bilanz mittels "Davon'-Vermerken angegeben. Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear auf Basis einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Die Zugänge werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Bis zum 31. Dezember 2007 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Seit 01. Januar 2008 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von weniger als € 150 im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Im Einklang mit § 6 Abs. 2a EStG werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen € 150 und € 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wird diese Vorgehensweise auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Auf die Aktivierung von Wahlbestandteilen in den Herstellungskosten wurde verzichtet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Auf die Aktivierung von Wahlbestandteilen in den Herstellungskosten wurde verzichtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Den risikobehafteten Forderungen wird durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen wurden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rückstellungen werden nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen gebildet und tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, die bei Abbau in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerbe- oder -entlastungen führen. Zins- und Verlustvorträge werden berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigen Ergebnissen innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist. Eine sich insgesamt ergebene Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Bei einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird in Ausübung des Aktivierungswahlrechts auf den Ansatz einer aktiven latenten Steuer verzichtet. Ein passiver latenter Steuerüberhang wurde für das Geschäftsjahr 2018 erstmalig ermittelt und für 2019 fortgeführt. Die Gesellschaft hat ab dem Geschäftsjahr 2018 erstmalig die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB aufgewiesen. Auf weitere Angaben in Bezug auf latente Steuern § 285 Nr. 29 HGB wird wegen § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Fremdwährungsbeträge werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungstag der Forderungen oder Verbindlichkeiten umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagespiegel Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel. 2. Vorräte Unter den unfertigen Erzeugnissen sind die anteiligen Erschließungsaufwendungen für zum Verkauf stehende Grundstücke ausgewiesen. Die Waren betreffen im wesentlichen Lebensmittel und Getränke. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen € 1.751,80 (Vorjahr: € 11.188,40) gegenüber den Gesellschaftern. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von € 206.136,72 (Vorjahr: € 324.217,88) sind im Wesentlichen Steuerforderungen mit € 124.921,00 (Vorjahr: € 107.857,44). 4. Aktive Rechnungsabgrenzung Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 1.300,00 (Vorjahr € 1.660,00) enthalten. 5. Eigenkapital Der im Eigenkapital ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von € 2.058.059,72 (Vorjahr € 1.682.090,12). 6. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personal (Überstunden und Resturlaub) von € 128.007,85 (Vorjahr: € 36.683,24), für noch zu erbringende Erschließungsaufwendungen € 182.558,20 (Vorjahr: € 227.199,83), den Jahresabschluss € 17.500,00 (Vorjahr: 22.000,00) und die Aufbewahrungspflicht € 7.403,13 (Vorjahr: 7.403,13) enthalten. 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz eG in Höhe von € 701.876,91 sind durch Eintragung von Grundschulden im Grundbuch, durch die Abtretung von Mietforderungen aus dem Grundstück Bad-Wilsnacker-Straße 52, Wittenberge, die Sicherungsübereignung der Photovoltaikanlage auf dem Gelände sowie durch die Abtretung der Ansprüche aus der Energieeinspeisung der Photovoltaikanlage besichert. 8. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 385.055,98 (Vorjahr: € 291.930,68). Die aktive latente Steuerschuld würde € 5.540,53 (Vorjahr: € 5.959,22) betragen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Berichtspflichtige Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für den Jahresabschluss 2022 nicht. IV. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden hauptsächlich aus den Bereichen Gastronomie und Beherbergung erzielt. 2. Personalaufwand Der Personalaufwand ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung. 3. sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen von übergeordneter Größe haben sich nicht ergeben. V. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Angaben zu Arbeitnehmern Während des Geschäftsjahres waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 67 Mitarbeiter beschäftigt, davon 16 Teilzeitbeschäftigte. Zusätzlich beschäftigte das Unternehmen 8 Auszubildende. 3. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 42.031,46 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Nachträgliche Ereignisse Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren Ereignisse ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Wittenberge, 31.05.2024 gez. Lutz Lange gez. Jan Lange Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Der Ursprung der heutigen Genesis GmbH geht auf die Gründung der Wittenberger Ölmühle durch den Berliner Kaufmann Salomon Herz im Jahre 1823 zurück. Nach einem Brand 1856 wurde auf dem heutigen Gelände der Genesis GmbH die damals größte und modernste Industrieanlage Europas errichtet. Unter den Nachfahren Salomon Herz' werden auf dem Gelände Ölsaaten gepresst, später Kunstharzlacke hergestellt. Die Weltwirtschaftskrise, der erste und der zweite Weltkrieg beeinträchtigen das Geschäft, bringen es aber nicht zum Erliegen. In 1945 schließlich werden die damaligen Besitzer enteignet. Zur Zeit der DDR werden hauptsächlich Öle und Kunstharze hergestellt. Das Werk wird in der Fläche erweitert und erhält einen Bahnanschluss bis es 1991 zur Liquidation des Unternehmens kommt. Das Landesamt für Denkmalpflege trägt 1992 zwölf Gebäude der Ölmühle als Einzeldenkmal ein, was noch heute erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Geländes und vor allem auf den Charme der Einrichtungen hat. Am 20.06.2000 finden die ersten Elblandfestspiele auf dem Gelände der Alten Ölmühle Stadt Die Genesis GmbH wurde im Jahre 2001 mit dem Zweck, ein hochmodernes Elbe-Atlantik- Aquarium zu erstellen, gegründet. Das Konzept scheitert allerdings im Jahre 2005. Der Gesellschafterwechsel durch Lutz Lange und weitere Mitgesellschafter im Jahre 2007 legte den Grundstein für die heutige Ausrichtung der Genesis GmbH. Seitdem werden die denkmalgeschützten Gebäude restauriert und für die touristische Nutzung erschlossen. Begonnen wurde im Jahre 2008 mit der Nutzung des Uferturms als Strandbar. Gleich im Anschluss in 2009 wurden im Speichergebäude das Restaurant mit Schaubrauerei und der Festsaal eröffnet. Die Eröffnung des ersten Hotelteils in der Fabrikanten-Villa mit 31 Betten erfolgte im Jahre 2011. In den ehemaligen Tankgebäuden konnten 2012 ein Kletterturm und 2015 der größte Tauchturm Norddeutschlands eröffnen. Der zweite Hotelteil der Genesis GmbH im Speichergebäude mit 30 weiteren Zimmern, 5 Tagungsräumen, Ballsaal und Frühstücksraum wurde 2016 fertig gestellt. Und schließlich konnte im August 2018 das Loft Spa mit 8 Themensaunen und einer 400 qm großen Dachterrasse auf dem Speichergebäude in Betrieb gehen. Seit 2007 führt Lutz Lange die Genesis GmbH als Geschäftsführer. Und seit 2014 gemeinsam mit seinem Sohn Jan Lange. Die Genesis GmbH hat sich über die Jahre zu einem wesentlichen touristischen Leuchtturm für Wittenberge und die Prignitz entwickelt. Tagestouristen können die Angebote wie Kanutouren, Stand-Up Paddling Tauchturm, Kletterturm, Loft Spa, Fahrradausleihe ebenso nutzen, wie unsere Hausgäste. Unser Restaurant ist an sieben Tagen durchgehend geöffnet und bietet neben ausgesuchten Speisen und Getränken auch das von uns selbst gebraute "Herzbräu" an. Auf unserem Gelände finden auf der großen Elblandbühne neben den jährlichen Elblandfestspielen weitere Konzerte mit bis zu 5000 Besuchern statt. Hinzu kommen diverse Veranstaltungen, welche unsere Gäste auch außerhalb der Hauptsaison erreichen. Die touristischen Attraktionen werden auch vermehrt von Tagungsgruppen genutzt und in deren Seminaren eingebunden. Besonders der Kletter- und der Tauchturm bieten hierfür viele Möglichkeiten, um die Arbeit in unseren technisch modern ausgestatteten Seminarräumen zu variieren und zu ergänzen. Die Genesis GmbH wird das Gelände auch weiterhin ausbauen und damit für Geschäfts- und Privatreisende ein attraktives Angebot bereithalten. Die breit gefächerte Aufstellung ermöglicht es uns, ganzjährig hohe Erlöse zu erwirtschaften und nicht nur auf die Saisonmonate angewiesen zu sein. II. Wirtschaftsbericht 1. Überblick Zuletzt konnte sich die Wirtschaft wieder erholen: Im Jahr 2021 nahm das BIP trotz der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie um 2,6% zu und im Jahr 2022 trotz des Kriegs in der Ukraine sowie der Energiekrise um weiter 1,8%. Damit wurde zugleich das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 wieder erreicht und übertroffen (um 0,6%). Die Inflation bleibt nach 2022 mit 6,9% auf einem hohen Niveau mit 5,9% in 2023. Nahrungsmittel sind mit 12,3% in 2023 besonders betroffen. Der Mindestlohn wird in den Jahren 2024 zunächst auf € 12,41 und 2025 dann auf € 12,82 steigen. 2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2022 Im Jahr 2022 konnten die Geschäfte in der Gastronomie und Beherbergung erstmals wieder ohne Beschränkungen stattfinden. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen gilt noch bis zum 31.12.2023. Die Umsatzerlöse sind nach dem Wegfall der Beschränkungen deutlich gestiegen. Durch den erhöhten Umsatz sind die proportionalen Kosten entsprechend angestiegen und durch die Inflation verhältnismäßig erhöht. Insbesondere die Lohnkosten sind nach Wegfall von KUG und aufgrund des Mindestlohnes deutlich gestiegen. Der Erlös aus Grundstücksverkäufen ist geringer als in den Vorjahren. In den Jahren 2022 und 2023 wird die Änderung der Firmierung hin zum "Elbe Resort" inklusive der Einführungen eines neuen property management systems abgeschlossen. 3. Lage des Unternehmens 3.a. Vermögenslage Die Reduzierung der Bilanzsumme um TEUR ist insbesondere durch den Abbau sonstiger Verbindlichkeiten gelungen. Die sonstigen Forderungen haben sich reduziert.
3.b. Finanzlage Forderungen können innerhalb der Zahlungsziele realisiert werden. Das Risiko des Forderungsausfalls ist gering. Ein Großteil der Erlöse wird vor Ort per Kreditkarte oder bar bezahlt. Eventuelle Ausfallrisiken werden regelmäßig evaluiert und als gering eingestuft. Die sonstigen insbesondere langfristigen Verbindlichkeiten konnten erneut deutlich abgebaut werden. Die Eigenkapitalquote wurde erneut gesteigert und beträgt nunmehr 28,0%. Die Kennzahlen zur Finanzlage stellen sich wie folgt dar:
Der Cash Flow hat sich im Rahmen der normalen Gechäftstätigkeit unwesentlich verändert. 3.c. Ertragslage Coronabedingt sind die Werte von 2022 nicht mit Vorjahreswerten vergleichbar. Die Gesamtleistung hat sich nach Wegfall der Beschränkungen und trotz gesunkener Grundstücksverkäufe deutlich verbessert. Der Materialeinsatz ist entsprechend gestiegen und aufgrund der hohen Inflation war eine anteilige Steigerung unvermeidbar. Insbesondere die Personalkosten mussten dem Vollbetrieb wieder angepasst werden und sind aufgrund der Mindestlohnsteigerung im Anteil gestiegen. Die sonstigen Kosten beinhalten den Energieaufwand. Es konnte im ersten Nach-Corona-Jahr ein positives Ergebnis erzielt werden. Das EBITDA weist mit fast 18% ein sehr gutes Ergebnis aus.
* mit Bestandsänderung, sonst. Betr.
Erträge
3.d. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren In 2022 wurde die betriebliche Tätigkeit nach Corona wieder strukturiert und die Kostenpositionen sind trotz der generellen Einflüsse (Inflation, Mindestlohn, Energiepreise) nur moderat gestiegen. Die Gastbetreuung wird mit dem neuen PMS verbessert und es sind ergänzende Erlöse zu erwarten. III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens 1. Voraussichtliche Entwicklung Im Jahr 2023 wird es möglich sein, die Erlöse aus betrieblicher Tätigkeit erneut zu steigern. Die Kostensteigerungen durch Inflation und Mindestlohn können durch neue Abschlüsse mit Schlüssellieferanten aufgefangen werden. Der Personalaufwand steigt deutlich um 14%, was aufgrund desgestiegenen Mindestlohnes und des Fachkräftemangels als gutes Ergebnis bewertet wird. Weitere Konsolidierungsmaßnahmen senken die Kosten in fast allen Bereichen. Das EBITDA wird voraussichtlich dem aus 2022 entsprechen. 2. Risikobericht Die Risiken in unserem Segment bestehen weniger in Forderungsausfällen (die meisten Rechnungen werden bar oder per Kreditkarte beglichen); wir haben auch keine Währungsrisiken. Beschaffungsseitig ist der Markt hart umkämpft. Wir profitieren davon und können mit unseren Lieferanten aus einer starken Position heraus verhandeln. Dennoch sind hier deutliche Preissteigerungen zu erwarten, da die Inflation deutlich zunimmt. Und dies betrifft insbesondere den Bereich der Lebensmittel. Die Risiken für uns und die gesamte Branche liegen im eklatant schwierigen Personalmarkt. Es sind kaum Fachkräfte zu finden. Hinzu kommt, dass wir seitens der Arbeitszeiten und der Entlohnung in der Branche noch immer kein attraktives Angebot machen können. Der Mindestlohn steigt nach der Erhöhung in 2022 weiter deutlich an, womit die Personalausgaben auch in den Folgejahren ergebnisentscheidend sein werden. Mit dem Krieg in der Ukraine verschärft sich der Beschaffungsmarkt deutlich. Sowohl preislich als auch in der Verfügbarkeit. Insbesondere der Energiesektor ist hiervon betroffen. Derzeit wird es hier in 2024 zu deutlichen Preissteigerungen kommen. Ein weiteres Risiko ist die allgemeine Konjunkturlage, welche sich auf die Ertragslage auswirken kann und schließlich das Wetter. Da wir sehr breit aufgestellt sind, sollten diese Risiken nicht zu deutlichen Veränderungen in den Erlöszahlen führen. 3. Prognosebericht Die Genesis GmbH wird weiterhin ein ganzheitliches touristisches Angebot an alle freizeitsuchenden - ob Tagestourist oder Hotelgast - unterbreiten. Wir verlieren dabei den Geschäftsreisenden nicht aus den Augen. Ob Handelsreisender für eine Nacht, klein- und mittelständischer Unternehmer auf der Suche nach Seminar- und Tagungsräumen für das Motivationsseminar (Teambuilding) oder Großkonzern für Abteilungsscouting. Das Angebot wird weiterhin bestehen. Unsere Konzentration werden wir jedoch auf den touristischen Bereich legen. Wir präsentieren weiterhin die Elblandfestspiele, bringen große und großartige Bands nach Wittenberge, betreuen den Elbebadetag, das Stadt- und Hafenfest, begleiten Hochzeitspaare fröhlich und mit einem Feuerwerk in den neuen Lebensabschnitt, feiern runde Geburtstage. Dabei vergessen wir auch nicht die Schulklassen, welche bei uns einen Tag im Kletterturm verbringen, die Tauchgruppen, die hier ihren Tauchschein erwerben. Wir werden den Betrieb als Elbe Resort "Alte Ölmühle" fortführen und freuen uns, unseren Gästen ein umfassendes Angebot bieten zu können. IV. Bericht über Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang im Zusammenwirken mit ihren Kunden eigene Entwicklungen zur Qualitätsverbesserung und zur technischen Weiterentwicklung ihres Angebots.
Wittenberge, den 31. Mai 2024 Genesis GmbH Geschäftsführung Lutz Lange Jan Lange BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Genesis GmbH, Wittenberge Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Genesis GmbH, Wittenberge, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Genesis GmbH, Wittenberge, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststelle.
Berlin, den 31. Mai 2024 Till Andreesen, Wirtschaftsprüfer |
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