Kreissparkasse HalberstadtLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRA 22050
Eingetragen
23.11.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne der Sparkassenverordnung des Landes Sachsen-Anhalt

Historie

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Management

NameRolle
Hartmut Dr. Blaschta
seit 15.8.2006
Vorstandsmitglied
Reinhard Werner
seit 15.8.2006
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kreissparkasse Halberstadt

Land: Sachsen-Anhalt

Halberstadt

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2006

Aktivseite

  EUR EUR EUR 31.12.2005
Tsd. EUR
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   6.063.130,51   5.343
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank   6.705.219,46   7.230
      12.768.349,97 12.573
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zu Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind        
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen
  0,00   0
b) Wechsel   0,00   0
      0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig   36.094.339,17   27.741
b) andere Forderungen   0,00   19.325
      36.094.339,17 47.066
4. Forderungen an Kunden     333.666.450,63 340.457
darunter:        
durch Grundpfandrechte gesichert 107.400.122,84 EUR       (114.872)
Kommunalkredite 97.192.951,91 EUR       (93.612)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere        
a) Geldmarktpapiere        
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
    0,00   0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen        
ba) von öffentlichen Emittenten 1.550.627,36     1.550
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 1.550.627,36 EUR       (1.550)
bb) von anderen Emittenten 54.670.628,63     56.194
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 54.670.628,63 EUR   56.221.255,99   57.744
        (56.194)
c) eigene Schuldverschreibungen   0,00   0
      56.221.255,99 57.744
Nennbetrag 0,00 EUR       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere     117.217.796,12 111.549
7. Beteiligungen     4.889.414,76 4.881
darunter:        
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen     0,00 0
darunter:        
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR       (0)
9. Treuhandvermögen     38.103.999,27 38.380
darunter: Treuhandkredite 38.103.999,27 EUR       (38.380)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch     0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte     48.868,00 78
12. Sachanlagen     4.248.036,59 4.646
13. Sonstige Vermögensgegenstände     2.337.704,30 2.061
14. Rechnungsabgrenzungsposten     86.365,34 148
Summe der Aktiva     605.682.580,14 619.583

Passivseite

       
  EUR EUR EUR 31.12.2005
Tsd. EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig   151.713,21   1.875
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   49.621.621,62   63.157
      49.773.334,83 65.032
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
a) Spareinlagen        
aa) mit vereinbarter Kündigungfrist von drei Monaten 278.168.656,33     278.788
ab) mit vereinbarter Kündigungfrist von mehr als drei Monaten 930.073,63     147
    279.098.729,96   278.935
b) andere Verbindlichkeiten        
ba) täglich fällig 107.829.375,68     109.811
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 41.865.159,77     39.160
    149.694.535,45   148.971
      428.793.265,41 427.906
3. Verbriefte Verbindlichkeiten        
a) begebene Schuldverschreibungen   0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten   0,00   0
      0,00 0
darunter:        
Geldmarktpapiere 0,00 EUR     (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR     (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten     38.103.999,27 38.380
darunter: Treuhandkredite 38.103.999,27 EUR     (38.380)
5. Sonstige Verbindlichkeiten     431.978,03 483
6. Rechnungsabgrenzungsposten     631.987,98 698
7. Rückstellungen        
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.185.864,00   592
b) Steuerrückstellungen   0,00   26
c) andere Rückstellungen   2.909.001,66   2.235
      4.094.865,66 2.853
8. Sonderposten mit Rücklageanteil     0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten     45.299.405,13 47.439
10. Genußrechtskapital     0,00 0
Darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR     (0)
11. Eigenkapital        
a) gezeichnetes Kapital   0,00   0
b) Kapitalrücklage   0,00   0
c) Gewinnrücklagen        
ca) Sicherheitsrücklage 37.541.803,80     35.804
cb) andere Rücklagen 0,00     0
    37.541.803,80   35.804
d) Bilanzgewinn   1.011.940,03   988
      38.553.743,83 36.792
Summe der Passiva     605.682.580,14 619.583
1. Eventualverbindlichkeiten        
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   3.743.834,93   4.200
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremdeVerbindlichkeiten   0,00   
      3.743.834,93 4.200
2. Andere Verpflichtungen        
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00   0
b) Plazierungs- und Übernahmeverpflichtungen   0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   3.720.260,13   3.996
      3.720.260,13 3.996

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006

  EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2005
Tsd. EUR
1. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 18.577.977,17     19.587
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.013.411,26     3.386
    21.591.388,43   22.973
2. Zinsaufwendungen   10.729.598,28   10.985
      10.861.790,15 11.988
3. Laufende Erträge aus        
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   8.650.272,87   (5.800)
b) Beteiligungen   184.524,30   (65)
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen   0,00   (0)
      8.834.797,17 5.865
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen     0,00 0
5. Provisionserträge   3.913.942,78   (3.919)
6. Provisionsaufwendungen   264.508,78   (276)
      3.649.434,00 3.643
7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften     8.393,30 12
8. Sonstige betriebliche Erträge     479.752,66 539
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil     0,00 0
      23.834.167,28 22.047
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 5.334.129,77     (5.297)
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.883.797,50     (1.325)
darunter: für Altersversorgung 826.542,87 EUR   7.217.927,27   (6.622)
(295)
b) andere Verwaltungsaufwendungen   3.558.734,82   (3.628)
      10.776.662,09 10.250
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     562.799,01 710
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen     1.172.022,08 370
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   8.025.856,01   (6.965)
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   0,00   (0)
      8.025.856,01 6.965
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   0,00   (0)
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren   113.882,68   (75)
      113.882,68 75
17. Aufwendungen aus Verlustübernahmen     0,00 0
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil     0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     3.410.710,77 3.827
20. Außerordentliche Erträge   0,00   (0)
21. Außerordentliche Aufwendungen   0,00   (0)
22. Außerordentliches Ergebnis     0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   1.380.214,33   (1.222)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen   18.556,41   (18)
      1.398.770,74 1.240
25. Jahresüberschuss     2.011.940,03 2.588
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr     0,00 0
      2.011.940,03 2.588
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen        
a) aus der Sicherheitsrücklage   0,00   (0)
b) aus anderen Rücklagen   0,00   (0)
      0,00 0
      2.011.940,03 2.588
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen        
a) in die Sicherheitsrücklage   1.000.000,00   (1.600)
b) in andere Rücklagen   0,00   (0)
      1.000.000,00 1.600
29. Bilanzgewinn     1.011.940,03 988

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Kreissparkasse Halberstadt wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir mit dem Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wird der Differenzbetrag zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag in die Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung.

Bei den Forderungen an Kunden wurde dem akuten Ausfallrisiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch angemessene Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt, basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird entsprechend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 sowie in Anlehnung an die BFA-Stellungnahme 1/90 des IDW ermittelt. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeit- bzw. Nominalwerten vorgenommen worden.

Wertpapiere

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Anlagebestandes wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Beteiligungen

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen

Entgeltlich erworbene Software wurde nach den Vorgaben des IDW- Rechnungslegungsstandards "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Sie ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden, wobei eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt wurde.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den höchsten steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Vorschriften des EStG bzw. den amtlichen AfA-Tabellen.

Bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens erfolgten die planmäßigen Abschreibungen degressiv. Die Sparkasse wendet die höchsten steuerlich zulässigen Sätze an, wobei von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode gewechselt wird, sobald letztere höhere Abschreibungsbeträge ermöglicht. Des Weiteren wird bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern, bei denen in den Vorjahren Sonderabschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz sowie lineare Abschreibungen vorgenommen wurden, gemäß § 7 Absatz 3 Satz 3 EStG weiterhin linear abgeschrieben. Die Mieterein- und -umbauten wurden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden.

Aufgrund der steuerrechtlichen Abschreibungen in den Vorjahren und der daraus resultierenden Beeinflussung des Steueraufwandes liegt der ausgewiesene Jahresüberschuss um 13,5 % über dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Niederstwert angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert worden.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Dabei ist erstmals ein Rechnungszins von 4,0 % verwendet worden. Die Umstellung der Berechnungsgrundlagen führte zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen. Die Anpassungsbeträge wurden in voller Höhe im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.

Der Rückstellungsbetrag für die Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Dabei ist erstmals ein Rechnungszins von 4 % verwendet worden. Für die im Dezember 2006 neu abgeschlossenen Vereinbarungen wurde die Verpflichtungshöhe im Wege der Schätzung ermittelt.

Die Änderungen der Bewertungsmethode hat auf die Vermögens- und Finanzlage Auswirkungen gehabt. Das ausgewiesene Jahresergebnis fiel durch die Änderungen um ca. 11,2 % niedriger aus.

Die Sparkasse ist aufgrund des Tarifvertrages über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Altersvorsorge-TV-Kommunal) vom 01.03.2002 verpflichtet, für die anspruchsberechtigten Angestellten, Arbeiter und Auszubildenden eine zur Versorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen.

Die Sparkasse erfüllt diese Verpflichtung durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse Sachsen-Anhalt (Kasse) mit Sitz in Magdeburg.

Die Kasse ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 18 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG).

Das Kassenvermögen wird als nicht rechtsfähiges Sondervermögen getrennt vom sonstigen Vermögen des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen-Anhalt geführt.

Die Kasse erhebt von den Arbeitgebern als Beteiligten Umlagen. Der Umlagesatz wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für einen Deckungsabschnitt festgesetzt und betrug im Jahr 2006 1,5 %. Daneben werden Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren (§ 18) erhoben. Dieser Zusatzbeitrag betrug im Jahr 2006 4,0 %. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 0,8 bis 30.06.06, ab 01.07.06 1,1 % und vermindert den Beitragssatz zur Kapitaldeckung.

Die ZVK gewährt den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder im Rahmen der Satzung Leistungen nach Maßgabe tarifvertraglicher Regelungen. Während die Leistungen ursprünglich ausschließlich durch Umlagen finanziert wurden, wird die Finanzierung der Kasse durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen über einen langjährigen Zeitraum auf ein vollständig kapitalgedecktes System umgestellt.

Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzversorgung hat sich unter der Berücksichtigung des Vermögens der KVSA eine Unterdeckung ergeben. Die auf die Kreissparkasse Halberstadt zum 31.12.2006 entfallende Unterdeckung kann durch die KVSA nicht ermittelt werden, so dass eine betragsmäßige Angabe gem. Art. 28 Abs. 1 S.2 EGHGB unterbleiben muss.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste und erkennbaren Risiken berücksichtigt worden.

Währungsumrechnung

Auf Fremdwährung lautende Bargeldbestände wurden zum Kassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

II. Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite:

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

In diesem Posten sind enthalten:

Forderungen an die eigene Girozentrale 34.446.606,27 Euro

Posten 4: Forderungen an Kunden

In diesem Posten sind enthalten:

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

- Bestand am Bilanzstichtag 145.865,11 Euro
- Bestand am 31.12. des Vorjahres 183.129,66 Euro

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert 54.828.208,18 Euro
nicht börsennotiert 0,00 Euro

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert 0,00 Euro
nicht börsennotiert 12.135.152,11 Euro

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft jeweils in voller Höhe die Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten haben einen Bilanzwert

in Höhe von 2.962.186,57 Euro
Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 418.017,61 Euro
Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf 40.472,47 Euro

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (in Tsd. Euro)

  Anschaffungs-/Herstellungskosten Zuschrei-
bungen
lfd. Jahr
Abschreibungen Buchwerte
  01.01.06 Zugänge Um-
buchungen
Abgänge kumuliert lfd. Jahr 31.12.06 31.12.05
Immaterielle Anlagewerte 489 8       448 37 49 78
Sachanlagen 25.883 134   342   21.427 525 4.248 4.646
  Veränderungen +/-    
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere         -1.500     54.828 56.328
Beteiligungen         8     4.889 4.881
Genossenschaftsanteile         0     16 16

Die Abschreibungen des laufenden Jahres sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels. Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht. Die Fortführung der Spalte Anschaffungskosten ist wegen der Anwendung von § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV nicht möglich.

Passivseite:

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In diesem Posten sind enthalten:

Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 10.340.630,82 Euro
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragenen
Vermögensgegenstände beläuft sich auf
14.758.275,15 Euro

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In diesem Posten sind enthalten:

Verbindlichkeiten an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Bestand am Bilanzstichtag 100.000,00 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 100.000,00 Euro

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten betreffen jeweils in voller Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten

In diesem Posten sind enthalten:

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

- Bestand am Bilanzstichtag 30.352,50 Euro

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen gegenüber

dem höheren Nominalwert sind enthalten in Höhe von 629.115,42 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 694.400,71 Euro

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im

Berichtsjahr Zinsen und andere Aufwendungen in Höhe von 1.708.458,57 Euro

angefallen.

Die Bedingungen der Nachrangigkeit bei diesen Mitteln entsprechen § 10 Abs. 5 a KWG.

Die Mittelaufnahmen sind im Durchschnitt mit 3,59 % verzinslich. Die Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen 5 und 7 Jahren. Im Folgejahr werden aus diesen Mittelaufnahmen 11.214 Tsd. Euro zur Rückzahlung fällig.

Restlaufzeitengliederung

Die gemäß § 9 RechKredV geforderte Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich für die folgenden Posten:

  Restlaufzeit bis zu 3 Monaten - mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr - mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren - mehr als 5 Jahre
Posten der Bilanz Angaben in Tsd. Euro
Aktiva 4
Forderungen an Kunden
13.009 42.992 71.811 161.719
Passiva 1 b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 944 6.606 19.562 22.436
Passiva 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 616 229 76 9
Passiva 2 b bb) andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 22.644 6.415 9.827 2.856

Anteilige Zinsen der jeweiligen Aktiv- und Passivposten werden gemäß § 11 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert.

Angabe der Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen):

  Tsd. Euro
Posten Aktiva 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.490

Im Posten Aktiva 4, Forderungen an Kunden, sind Forderungen in Höhe von 44.004 Tsd. Euro mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

III. Sonstige Angaben

Den Organen der Sparkasse gehören an:

Verwaltungsrat:

Vorsitzender

 

Rühe, Henning
Landrat des Landkreises Halberstadt

Mitglieder

 

Schäfer, Gerhard
Tischlermeister in Halberstadt

 

Karger, Andreas
Abteilungsleiter Schulen/Kindereinrichtungen der Stadt Halberstadt

 

Rath, Gideon
Kreissekretär der Volkssolidarität im Ruhestand, Halberstadt

 

Schöne, Rainer
Baudezernent der Stadt Halberstadt a. D.

 

Koch, Andreas
Geschäftsführer Koch-Druck, Halberstadt

 

Heyer, Susanne
Firmenkundenberaterin der Kreissparkasse Halberstadt

 

Dolke, Heidrun
Mitarbeiterin der Internen Revision der Kreissparkasse Halberstadt

 

Tantius, Rainer
Mitarbeiter der Abteilung Betriebsbereich der Kreissparkasse Halberstadt

Vorstand:

Vorsitzender

 

Sparkassendirektor Werner Reinhardt

Vorstandsmitglied

 

Sparkassendirektor Dr. Hartmut Blaschta

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2006 293 Tsd. EUR, die Aufwandsentschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates 12 Tsd. EUR.

Die Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder des Vorstandes und für ihre Hinterbliebenen betragen am 31.12.2006 341 Tsd. EUR. Daneben bestehen noch weitere Verpflichtungen, deren Eintritt derzeit jedoch nicht zu erwarten ist.

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Vorschüsse und Kredite sowie eingegangene Haftungsverhältnisse in Höhe von 131,4 Tsd. EUR und den Mitgliedern des Verwaltungsrates in Höhe von 2.079,8 Tsd. EUR gewährt.

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Vollzeitkräfte 130
Teilzeitkräfte 39
Auszubildende 14
Insgesamt 183

 

Halberstadt, 11. Mai 2007

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kreissparkasse Halberstadt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 18. Mai 2007

Sparkassenverband für die Sparkassen in den Ländern
Brandenburg, Freistaat Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
- Prüfungsstelle -

Dreyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluß ist durch den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Halberstadt in seiner Sitzung am 25. Juni 2007 festgestellt worden.

 

Halberstadt, 25. Juni 2007

Der Vorstand

Lagebericht

Gliederung

I.

Wirtschaftliche Situation und Marktstellung

II.
Geschäftsentwicklung
 

Bilanzsumme

 

Kreditgeschäft

 

Eigenanlagen in Wertpapieren

 

Einlagengeschäft

 

Personal- und Sozialbereich

III.
Darstellung der Lage
 

Vermögenslage

 

Finanzlage

 

Ertragslage

 

Zu dem Ergebnis im Einzelnen

 

Risikomanagement

IV.

Voraussichtliche Entwicklung

I. Wirtschaftliche Situation und Marktstellung

Der deutschen Wirtschaft ist im Verlauf des vergangenen Jahres mehr und mehr die Rolle des Konjunkturmotors im Euro-Währungsgebiet zugefallen. Es wurde ein Wirtschaftswachstum von 2,9 % erreicht. 2005 betrug der Zuwachs lediglich 1,1 %. Damit schnitt die deutsche Wirtschaft im längerfristigen Vergleich gesehen so erfolgreich ab wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Positiv dazu beigetragen hat sicher auch die gute Stimmung unter den deutschen Unternehmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Jahresverlauf von 99,5 auf rekordverdächtige 108,7. Beflügelt hat dies auch den Aktienmarkt. Der DAX legte im Jahr 2006 23,0 % zu.

Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung hat sich die Arbeitslosigkeit im abgelaufenen Jahr deutlich verringert. Waren Anfang 2006 saisonbereinigt noch 4,7 Mio. Menschen ohne Arbeit, liegt die Zahl für Dezember 2006 bei gut 4,1 Mio. Die Arbeitslosenquote hat sich von 11,4 % auf zuletzt 9,8 % verringert und liegt damit das erste Mal seit vier Jahren wieder unter der 10%-Marke. Das verfügbare Einkommen stieg in Deutschland 2006 gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 %. Dieser Zuwachs liegt über dem im Vorjahr (1,7 %), so dass bei nahezu konstanter Sparquote von 10,5 % nominell mehr gespart wurde als im Vorjahr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr aufgrund einer aus ihrer Sicht zu hohen Inflationsrate, eines zu starken Geldmengenwachstums und wegen des sich verbessernden konjunkturellen Umfeldes die Leitzinsen auf 3,5 % erhöht.

Auch Sachsen-Anhalts Wirtschaft ist im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte preisbereinigt um 2,8 % zu. Wachstumsmotor war das verarbeitende Gewerbe mit plus 12,2 Prozent. Weitere positive Signale gingen von Dienstleistungsbereichen und erstmals seit Jahren auch vom Baugewerbe aus.

Die Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Halberstadt fällt schwächer aus als im Bundesgebiet und im Land Sachsen-Anhalt insgesamt. Zwischen 1999 und 2006 verringerte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten jahresdurchschnittlich um 4,1 % und damit stärker als in Sachsen-Anhalt (-2,5 %) und in Deutschland (-0,6 %). Die Arbeitslosenquote im Landkreis Halberstadt lag 2006 im Jahresdurchschnitt bei 19,3 % und ging damit gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte zurück. Sie fiel allerdings nach wie vor höher aus als im Landes- (18,3 %) und im Bundesdurchschnitt (10,8 %). Der Landkreis Halberstadt nimmt somit bei den Konjunkturindikatoren Beschäftigungsentwicklung und Arbeitslosigkeit eine im deutschen aber auch im sachsenanhaltinischen Vergleich ungünstige Position ein. Da sich dies sowohl auf das Einlagen- als auch im Kreditgeschäft negativ auswirkt, agierte die Kreissparkasse Halberstadt im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

Die Konkurrenzsituation vor Ort hat sich im vergangenen Jahr nur unwesentlich verändert. Der Wettbewerbsdruck hat sich jedoch durch intensive Marketingaktivitäten anderer Kreditinstitute verstärkt. Wichtigste Mitbewerber sind die Kreditgenossenschaften und die Postbank.

II. Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung verlief im Jahr 2006 schlechter als im Vorjahr. Angesichts der ungünstigen Rahmenbedingungen sind wir mit dem erreichten Wachstum dennoch zufrieden.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr 2006 stärker als im Jahr davor. Während der Rückgang 2005 noch 3,1 Mio. bzw. 0,5 % betrug, liegt er im Berichtsjahr bei 13,9 Mio. Euro bzw. 2,2 %. Da wir im Vorjahr von einem moderaten Anstieg der Bilanzsumme ausgegangen sind, hat sich die Bilanzsumme entgegen unseren Erwartung entwickelt. Der Rückgang der Bilanzsumme resultierte vor allem aus der rückläufigen Entwicklung im Kreditgeschäft. Hier reichte das Neugeschäft nicht mehr aus, die laufenden Tilgungen zu kompensieren. Zudem wurden ausgelaufene Refinanzierungsgeschäfte mit einem Volumen von 7,3 Mio. Euro nicht verlängert.

Kreditgeschäft

Die Forderungen an Kunden zuzüglich der Treuhandkredite und der unwiderruflichen Kreditzusagen waren im Geschäftsjahr 2006 rückläufig. Ursache dafür waren hohe Tilgungsleistungen. Der Bestand sank im Berichtszeitraum um 7,3 Mio. Euro bzw. 1,9 % auf 375,5 Mio. Euro. Ein Zuwachs wurde lediglich bei den Kommunalkrediten erzielt, die zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 97,2 Mio. Euro anstiegen. Die grundpfandrechtlich gesicherten Kredite verringerten sich im Berichtsjahr um 7,5 Mio. Euro bzw. 6,5 % auf 107,4 Mio. Euro. Rückläufig war auch die Entwicklung der sonstigen Forderungen an Kunden. Diese sanken um 2,9 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 129,1 Mio. Euro. Dennoch wurde im Berichtszeitraum ein umfangreiches Neukreditgeschäft mit einem Volumen von 27,5 Mio. Euro (ohne Kontokorrent- und Dispositionskredite) erzielt.

Eigenanlagen in Wertpapieren

Die Eigenanlagen wurden im Jahr 2006 um 4,1 Mio. Euro bzw. 2,4 % auf 173,4 Mio. Euro erhöht. Dabei wurden die Anlagen in Anleihen und Schuldverschreibungen um 1,5 Mio. Euro verringert. Der Anteil dieser Forderungsklasse an den Eigenanlagen in Wertpapieren sank dadurch von 34,1 % auf 32,4 %. Bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgte eine Bestandserhöhung um 5,7 Mio. Euro auf 117,2 Mio. Euro. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Anlagen in Spezialfonds. Damit wurde der Schwerpunkt der Eigenanlagen weiter in Richtung Spezial- und Publikumsfonds verlagert, die nunmehr 67,6 % des Bestandes ausmachen. Zum Bilanzstichtag 2005 betrug der Anteil noch 65,9 %. Andere Wertpapierarten befinden sich derzeit nicht im Eigenbestand.

Einlagengeschäft

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zuzüglich der nachrangigen Verbindlichkeiten gingen um 1,2 Mio. Euro bzw. 0,3 % auf 474,1 Mio. Euro zurück. Diese Entwicklung ist etwas schlechter als erwartet und liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Bestand an Spareinlagen erhöhte sich marginal um 0,2 Mio. Euro bzw. 0,1 % auf 279,1 Mio. Euro. Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen geringfügig um 0,7 Mio. Euro bzw. 0,5 % auf 149,7 Mio. Euro. Rückläufig waren dagegen die nachrangigen Verbindlichkeiten (-2,1 Mio. Euro bzw. -4,5 %).

Wir sehen die Ursachen für diese Entwicklung vor allem in der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der seit vielen Jahren rückläufigen Bevölkerungsentwicklung. Immer weniger private Haushalte sind in der Lage, Rücklagen zu bilden und die Zahl derer, die ihre Ersparnisse auflösen, um ihren Lebensstandard halten zu können, nimmt weiter zu. Zudem führte die angespannte Haushaltslage der Kommunen dazu, dass die Bestände auf den Konten zurück gingen.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Sparkasse insgesamt 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich Vorstand und 39 Teilzeitkräften, zuzüglich 14 Auszubildenden.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro bzw. 9,0 % auf 7,2 Mio. Euro. Grund dafür waren neben tariflichen Gehaltsveränderungen vor allem gestiegene Aufwendungen für Altersversorgung. Diese resultieren vor allem aus einem Parameterwechsel bei der Bewertung. Der Bewertungszins wurde deutlich abgesenkt und an das aktuelle Zinsniveau angepasst. Durch den damit verbundenen geringeren Abzinsungseffekt wurden höhere Rückstellungen erforderlich.

Die Kreissparkasse Halberstadt hat mit 47 Mitarbeitern Altersteilzeitvereinbarungen getroffen, wobei in 22 Fällen die Vertragslaufzeit erst in den Jahren 2007 bis 2009 beginnt und acht Verträge im Jahr 2006 endeten. Sieben Mitarbeiter befanden sich zum Jahresende 2006 in der Freistellungsphase. Im Jahr 2007 folgen weitere fünf Mitarbeiter.

Für Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverträgen wurden Rückstellungen gebildet, die sich mit 214 TEUR im Personalaufwand und mit 759 TEUR im sonstigen betrieblichen Aufwand niederschlugen.

Durch eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter in Form von Fachlehrgängen sowie Ein- und Mehrtagesseminaren wurde den gestiegenen Anforderungen der Sparkassengeschäfte und technischen Neuerungen Rechnung getragen.

III. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Kreissparkasse Halberstadt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. Die Sicherheitsrücklage erhöhte sich um 1,7 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,9 % gegenüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel gemäß § 10 KWG - bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva - betrug per 31.12.2006 21,7 % und überschreitet damit deutlich den aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 %. Die Basis für eine künftige Geschäftsausweitung ist somit gegeben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich innerhalb der Bilanzstruktur keine nennenswerten Verlagerungen ergeben. Auf der Aktivseite stellen die Forderungen an Kunden mit 55,1 % und die Wertpapiere mit 28,6 % die bedeutendsten Posten dar. Auf der Passivseite dominieren die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden inklusive nachrangiger Verbindlichkeiten mit 78,3 % sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 8,2 %.

Die Vermögenslage der Sparkasse weist bezüglich der Strukturanteile der wesentlichen Vermögenswerte und Schuldposten im Vergleich zum Landesdurchschnitt höhere Anteile an Kundenkrediten und nachrangigen Verbindlichkeiten aus. Dagegen liegen die Wertpapieranlagen, die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken und die Kredite an Kreditinstitute unter dem Landesdurchschnitt.

Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet.

Die Sparkasse verfügt über stille Reserven nach § 26 a KWG (a. F.) und § 340 f HGB und über stille Reserven im Wertpapier- und Sachanlagevermögen.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Laut Liquiditätsgrundsatz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gilt die Liquidität eines Kreditinstitutes als ausreichend, wenn das Verhältnis der verfügbaren Zahlungsmittel und der abrufbaren Zahlungsverpflichtungen im Laufzeitband von täglich fällig bis zu einem Monat den Wert eins nicht unterschreitet. Diese Liquiditätskennzahl betrug zum Bilanzstichtag 3,9 und liegt damit deutlich über dem vorgeschriebenen Wert.

Die eingeräumte Kreditlinie bei der Norddeutschen Landesbank wurde zeitweise in Anspruch genommen. Das Angebot der Europäischen Zentralbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften und ständigen Übernachtkrediten abzuschließen, wurde nicht genutzt. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der zuständigen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank unterhalten.

Ertragslage

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2006 3,4 Mio. Euro und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (3,8 Mio. Euro). Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit diesem Ergebnis zufrieden.

Vom Jahresüberschuss wurden 1,0 Mio. Euro vorab der Sicherheitsrücklage zugeführt. Über die Verwendung des verbleibenden Bilanzgewinnes entscheidet der Verwaltungsrat nach Feststellung des Jahresabschlusses. Auf seiner Sitzung am 5. März 2007 hat er die Absicht erklärt, 250.000,00 Euro an den Träger auszuschütten.

Zu dem Ergebnis im Einzelnen:

Der Zinsüberschuss einschließlich der Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro. Dabei wurden niedrigere Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Forderungen an Kunden aufgrund des anhaltend geringen Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt durch höhere Ausschüttungen aus Spezial- und Publikumsfonds überkompensiert. Der Zinsaufwand sank leicht um 2% auf 10,7 Mio. Euro. Somit ergab sich eine Zinsspanne auf der Grundlage der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) von 3,12 % (2,82 % im Vorjahr).

Der Provisionsüberschuss betrug wie im Vorjahr 3,6 Mio. Euro.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 0,5 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 10,8 Mio. Euro durch höhere Personalaufwendungen.

Das Verhältnis von ordentlichem Aufwand und ordentlichem Ertrag, die Cost-Income-Ratio, verbesserte sich auf 51,4 % (Vorjahr 56,6 %). Das bedeutet, dass im operativen Geschäft mit 51,4 Euro Aufwand 100,00 Euro Ertrag erwirtschaftet wurden. Dieser Wert ist deutlich günstiger als der Durchschnitt der Sparkassen in Sachsen-Anhalt (60,9 %).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere betrugen saldiert mit den Erträgen 8,0 Mio. Euro gegenüber 7,0 Mio. Euro im Vorjahr. Für allgemeine Bankrisiken wurde in dieser Position im Vergleich zum Vorjahr eine höhere Vorsorge nach § 340 f HGB getroffen.

Im Ergebnis der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist die wirtschaftliche Lage der Sparkasse als günstig und stabil anzusehen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, gab es nicht.

Risikomanagement

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Als wesentliche Risiken des Bankgeschäftes sind hierbei Adressen-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken zu sehen. Weiterhin werden operationelle und sonstige Risiken betrachtet.

Unter Adressenrisiken versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Geschäftspartner. Grundlage für das Management der Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bildet die Kreditrisikostrategie, die vom Vorstand der Kreissparkasse Halberstadt beschlossen wurde. Bei der Steuerung des Adressenrisikos konzentrieren wir uns vor allem auf das Kundenkreditgeschäft. Eine Begrenzung dieses Risikos erfolgt durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung sowie durch die Nutzung von EDV-gestützten Bilanzanalyseverfahren. Das zentrale Instrumentarium zur Überwachung der Risiken im Kreditgeschäft stellen die Rating- und Risikofrüherkennungsverfahren dar. Das Ratingsystem wird den geltenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht. Im Bereich der Adressenrisikosteuerung im Kundengeschäft sind die notwendigen Instrumentarien vorhanden, um auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Kreissparkasse Halberstadt nutzt für die Erstellung der Risikoberichte und -analysen vor allem die Software-Anwendungen Kredit-Risiko-Management (KRIM) und Kreditrisikomanagement Scoring und Rating (KRIM/SR), die vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), dem Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) sowie der S-FinanzIT GmbH bereitgestellt werden.

Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften werden dadurch gering gehalten, dass solche Geschäfte ausschließlich mit Kontrahenten von mindestens guter Bonität abgeschlossen werden bzw. nur Wertpapiere von Emittenten von mindestens guter Bonität gekauft werden. Die Einschätzung der Bonität erfolgt anhand von Ratings externer Agenturen.

Das Marktpreisrisiko der Sparkasse umfasst hauptsächlich das Zinsänderungsrisiko sowie das Abschreibungsrisiko für die im Bestand befindlichen Wertpapiere (Anleihen, Schuldverschreibungen, Spezialfonds, Publikumsfonds). Das Zinsänderungsrisiko gibt an, wie sich Marktzinsänderungen auf die Zinsspanne auswirken. Die Kreissparkasse Halberstadt steuert dieses Risiko aus periodischer Sicht. Dabei nutzen wir die Software Aktiv-Passiv-Steuerung. Dieses Instrument ermöglicht zum einen die Abbildung einer Zinsbindungsbilanz und damit die Betrachtung des Festzinsgeschäftes. Zum anderen werden sämtliche variablen und festverzinslichen Geschäfte mit Hilfe des Elastizitätskonzeptes auf ihr Zinsänderungsrisiko hin untersucht. Hierfür werden vierteljährlich Simulationsrechnungen durchgeführt, denen bestimmte Zins- und Bilanzstrukturszenarien zu Grunde liegen. Insgesamt halten wir das auf diese Weise aktuell ermittelte Zinsänderungsrisiko für tragbar.

Abschreibungsrisiken sind mögliche Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für Wertpapiere ergeben. Dieses Risiko wird mit dem Ziel gesteuert, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten. Die Steuerung der Abschreibungsrisiken erfolgt durch ein Limitsystem mittels der Software "Depot-A-Manager". Es wird ein maximales Verlustpotential festgelegt, das sich in dem handelsrechtlichen Ergebnis auswirken darf. Die einzelnen Geschäfte werden täglich bewertet und die Auslastung des Verlustlimits geprüft. Zudem werden Simulationsrechnungen auf der Basis von Szenarioanalysen durchgeführt. Dabei erfolgen auch Stress-Tests und Worst-Case-Betrachtungen. Es wird jeweils ermittelt, wie hoch der Abschreibungsbedarf bei Eintritt der Szenarien ausfällt. Dieser wird der festgelegten Jahresverlustobergrenze gegenübergestellt. Über das Ergebnis im Real-Case wird der Vorstand wöchentlich sowie zum Ende eines jeden Kalendermonats informiert. Das Verlustlimit wurde im Geschäftsjahr 2006 nur geringfügig in Anspruch genommen.

Das Liquiditätsrisiko ist durch die Gefahr gekennzeichnet, dass sich Kapitalabflüsse und -zuflüsse nicht synchron vollziehen und damit die Liquidität belastet wird. Dieses Risiko wird durch die tägliche Disposition weitgehend begrenzt.

Operationelle Risiken bezeichnen die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten infolge menschlichen Versagens, der Unzulänglichkeit von internen Prozessen und Systemen sowie durch externe Ereignisse. Die Kreissparkasse Halberstadt begegnet diesen Risiken durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel das interne Kontrollsystem, das Sicherheitskonzept und Notfallpläne. Zudem wurden für einen Teil der Risiken Versicherungen abgeschlossen.

Sonstige Risiken sind alle Risiken, die sich den Adressen-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken nicht bzw. nicht eindeutig zuordnen lassen. Die sonstigen Risiken haben in unserem Haus eine untergeordnete Bedeutung.

Da die operationellen und die sonstigen Risiken so gut wie nicht quantifizierbar sind, wurden sie bei der Ermittlung des Gesamtrisikostatus der Sparkasse pauschal in Höhe von insgesamt 15,0 % des durchschnittlichen Bruttoertrages der letzten drei Geschäftsjahre in Ansatz gebracht.

Die Kreissparkasse Halberstadt war im Geschäftjahr 2006 zu jeder Zeit in der Lage, die Summe der so ermittelten Einzelrisiken zu tragen. Der Risikodeckungsmasse werden der Teil des voraussichtlichen operativen Ergebnisses, der den zur Erreichung des Mindestgewinns erforderlichen Teil übersteigt sowie Reserven nach § 26a KWG (a.F.) zugerechnet.

IV. Voraussichtliche Entwicklung

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung basiert auf dem aktuellen Stand der Planung der Sparkasse. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Das Jahr 2007 wird voraussichtlich das letzte Geschäftsjahr für die Kreissparkasse Halberstadt sein, da zum Jahresanfang 2008 die Fusion mit den Kreissparkassen Quedlinburg und Wernigerode vorgesehen ist. Der Ausblick beschränkt sich daher auf dieses Geschäftsjahr.

Für das Jahr 2007 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg des Geschäftsvolumens.

Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmendaten und unter der Annahme, dass sich die Situation im Geschäftsgebiet nicht wesentlich verbessert, erwarten wir für 2007 einen weiteren Rückgang der Bestände im Kreditgeschäft. Das Neugeschäft wird voraussichtlich nicht ausreichen, die Tilgungen zu kompensieren. Der Bilanzanteil der Forderungen an Kunden wird daher sinken. Da wir davon ausgehen, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte weiter steigen werden und die Sparquote unvermindert hoch bleibt, rechnen wir mit Zuwächsen im Einlagengeschäft und dabei besonders bei den Spareinlagen. Aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Bevölkerung im Geschäftsgebiet wird sich dies jedoch eher moderat vollziehen.

Angesichts der Konjunkturprognosen für das Jahr 2007 sehen wir im Jahresverlauf leicht steigende Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt. Dieser Anstieg wird jedoch nicht ausreichen, um zu einer Verbesserung der Zinsspanne zu führen. Daher rechnen wir mit einem Zinsüberschuss von 2,46% der DBS, der unter dem des Jahres 2006 liegen wird. Das Provisionsergebnis soll 2007 gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr.

Die allgemeinen Preissteigerungsraten werden im Jahr 2007 zu etwas höheren Sachkosten führen. Auch bei den Personalkosten planen wir eine Steigerung, da sich bei nahezu konstanten Mitarbeiterzahlen die tariflichen Veränderungen entsprechend auswirken werden. Insgesamt gehen wir somit von einer Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen um 1 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro (1,84% der DBS) aus.

Das Bewertungsergebnis einschließlich Vorsorgereserven wird im Jahr 2007 mit 4,9 Mio. Euro voraussichtlich geringer ausfallen als im Berichtsjahr. Abzüglich der Vorsorgereserven prognostizieren wir 2007 ein positives Bewertungsergebnis im Wertpapierbereich und ähnliche Bewertungsaufwendungen im Kreditgeschäft wie 2006.

Wir rechnen insgesamt 2007 mit einem Bilanzgewinn von 0,9 Mio. Euro nach Steuern, der ausreicht, um unsere Eigenkapitalbasis weiter zu stärken.

Unser Ziel wird es sein, die Marktstellung der Kreissparkasse Halberstadt weiter zu festigen bzw. auszubauen. Durch eine hohe Servicequalität sowie mit marktgerechten und fairen Konditionen werden wir unseren Privat- und Geschäftskunden im Landkreis Halberstadt bzw. im künftigen Harzkreis ein zuverlässiger und leistungsstarker Geschäftspartner sein.

 

Halberstadt, 11. Mai 2007

KREISSPARKASSE HALBERSTADT

Der Vorstand

KREISSPARKASSE HALBERSTADT

Verwaltungsratssitzung am 25. Juni 2007 TOP 5
  Beschluss Nr. 04/07

VORLAGE

Feststellung des Jahresabschlusses 2006

I.

Der durch den Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband testierte und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss 2006 liegt vor. Nach § 8 Abs. 2 Nr. 7 des Sparkassengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (SpkG-SA) beschließt der Verwaltungsrat über die Feststellung des Jahresabschlusses.

II.

Der Verwaltungsrat wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

Die bestätigte Bilanz zum 31. Dezember 2006 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 605.682.580,14 wird festgestellt.
Fürstimmen: einstimmig
Gegenstimmen: nein
Stimmenthaltungen: nein
Bemerkungen: keine

Protokollbestätigung:

 

Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates

Protokollführer

KREISSPARKASSE HALBERSTADT

Verwaltungsratssitzung am 25. Juni 2007 TOP 5
  Beschluss Nr. 05/07

VORLAGE

Billigung des Lageberichtes

I.

Nach § 8 Abs. 2 Nr. 7 des Sparkassengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (SpkG-LSA) beschließt der Verwaltungsrat die Billigung des Lageberichtes.

II.

Der Verwaltungsrat wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

Der in der Anlage beigefügte Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 wird gebilligt.
Fürstimmen: einstimmig
Gegenstimmen: nein
Stimmenthaltungen: nein
Bemerkungen: keine

Protokollbestätigung:

 

Henning Rühe, Vors. d. Verwaltungsrates

Protokollführer

Anlage

KREISSPARKASSE HALBERSTADT

Verwaltungsratssitzung am 25. Juni 2007 TOP 5
  Beschluss Nr. 06/07

VORLAGE

Verwendung des Jahresüberschusses

I.

Nach § 8 Abs. 2 Nr. 7 des Sparkassengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (SpkG-LSA) beschließt der Verwaltungsrat über die Verwendung des Jahresüberschusses. Der Verwaltungsrat hatte bereits mit Beschluss Nr. 03/07 Ziffer II/2 unter Vorbehalt die Absicht erklärt, einen Teil des Jahresüberschusses in Höhe von 250 TEUR dem Träger zuzuführen.

II.

Der Verwaltungsrat wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

Vom Jahresüberschuss 2006 sind 250 TEUR an den Träger auszuschütten. Der verbleibende Jahresüberschuss ist in die Sicherheitsrücklage der Sparkasse einzustellen.
Fürstimmen: einstimmig
Gegenstimmen: nein
Stimmenthaltungen: nein
Bemerkungen: keine

Protokollbestätigung:

 

Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates

Protokollführer

KREISSPARKASSE HALBERSTADT

Verwaltungsratssitzung am 25. Juni 2007 TOP 5
  Beschluss Nr. 07/07

VORLAGE

Entlastung des Vorstandes der Kreissparkasse Halberstadt

I.

Nach § 8 Abs. 2 Nr. 6 des Sparkassengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (SpkG-LSA) in Verbindung mit § 26 Abs. 4 SpkG-LSA beschließt der Verwaltungsrat über die Entlastung des Vorstandes.

Auf der Verwaltungsratssitzung wird ein Vertreter des Ministeriums der Finanzen anwesend sein. Das Ministerium der Finanzen wird gebeten, zu bestätigen, dass die Jahresabschlussprüfung keine erheblichen Verstöße ergeben hat und alle wesentlichen Prüfungsfeststellungen erledigt sind.

Nach erfolgter Bestätigung kann der Verwaltungsrat über die Entlastung des Vorstandes beschließen.

II.

Der Verwaltungsrat wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

Der Verwaltungsrat entlastet den Vorstand der Kreissparkasse Halberstadt für das Geschäftsjahr 2006.
Fürstimmen: einstimmig
Gegenstimmen: nein
Stimmenthaltungen: nein
Bemerkungen keine

Protokollbestätigung:

 

Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates

Protokollführer

Nachrichten & Medien

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