Kreissparkasse HalberstadtLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hartmut Dr. Blaschta seit 15.8.2006 | Vorstandsmitglied |
Reinhard Werner seit 15.8.2006 | Vorstandsmitglied |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kreissparkasse HalberstadtLand: Sachsen-AnhaltHalberstadtJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Jahresbilanz zum 31. Dezember 2006Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Kreissparkasse Halberstadt wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. I. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenForderungen Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir mit dem Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wird der Differenzbetrag zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag in die Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Bei den Forderungen an Kunden wurde dem akuten Ausfallrisiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch angemessene Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt, basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird entsprechend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 sowie in Anlehnung an die BFA-Stellungnahme 1/90 des IDW ermittelt. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeit- bzw. Nominalwerten vorgenommen worden. Wertpapiere Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Anlagebestandes wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Beteiligungen Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen Entgeltlich erworbene Software wurde nach den Vorgaben des IDW- Rechnungslegungsstandards "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Sie ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden, wobei eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt wurde. Das Sachanlagevermögen wurde mit den höchsten steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Vorschriften des EStG bzw. den amtlichen AfA-Tabellen. Bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens erfolgten die planmäßigen Abschreibungen degressiv. Die Sparkasse wendet die höchsten steuerlich zulässigen Sätze an, wobei von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode gewechselt wird, sobald letztere höhere Abschreibungsbeträge ermöglicht. Des Weiteren wird bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern, bei denen in den Vorjahren Sonderabschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz sowie lineare Abschreibungen vorgenommen wurden, gemäß § 7 Absatz 3 Satz 3 EStG weiterhin linear abgeschrieben. Die Mieterein- und -umbauten wurden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden. Aufgrund der steuerrechtlichen Abschreibungen in den Vorjahren und der daraus resultierenden Beeinflussung des Steueraufwandes liegt der ausgewiesene Jahresüberschuss um 13,5 % über dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Niederstwert angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert worden. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Dabei ist erstmals ein Rechnungszins von 4,0 % verwendet worden. Die Umstellung der Berechnungsgrundlagen führte zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen. Die Anpassungsbeträge wurden in voller Höhe im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Der Rückstellungsbetrag für die Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Dabei ist erstmals ein Rechnungszins von 4 % verwendet worden. Für die im Dezember 2006 neu abgeschlossenen Vereinbarungen wurde die Verpflichtungshöhe im Wege der Schätzung ermittelt. Die Änderungen der Bewertungsmethode hat auf die Vermögens- und Finanzlage Auswirkungen gehabt. Das ausgewiesene Jahresergebnis fiel durch die Änderungen um ca. 11,2 % niedriger aus. Die Sparkasse ist aufgrund des Tarifvertrages über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Altersvorsorge-TV-Kommunal) vom 01.03.2002 verpflichtet, für die anspruchsberechtigten Angestellten, Arbeiter und Auszubildenden eine zur Versorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Die Sparkasse erfüllt diese Verpflichtung durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse Sachsen-Anhalt (Kasse) mit Sitz in Magdeburg. Die Kasse ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 18 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Das Kassenvermögen wird als nicht rechtsfähiges Sondervermögen getrennt vom sonstigen Vermögen des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen-Anhalt geführt. Die Kasse erhebt von den Arbeitgebern als Beteiligten Umlagen. Der Umlagesatz wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für einen Deckungsabschnitt festgesetzt und betrug im Jahr 2006 1,5 %. Daneben werden Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren (§ 18) erhoben. Dieser Zusatzbeitrag betrug im Jahr 2006 4,0 %. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 0,8 bis 30.06.06, ab 01.07.06 1,1 % und vermindert den Beitragssatz zur Kapitaldeckung. Die ZVK gewährt den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder im Rahmen der Satzung Leistungen nach Maßgabe tarifvertraglicher Regelungen. Während die Leistungen ursprünglich ausschließlich durch Umlagen finanziert wurden, wird die Finanzierung der Kasse durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen über einen langjährigen Zeitraum auf ein vollständig kapitalgedecktes System umgestellt. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzversorgung hat sich unter der Berücksichtigung des Vermögens der KVSA eine Unterdeckung ergeben. Die auf die Kreissparkasse Halberstadt zum 31.12.2006 entfallende Unterdeckung kann durch die KVSA nicht ermittelt werden, so dass eine betragsmäßige Angabe gem. Art. 28 Abs. 1 S.2 EGHGB unterbleiben muss. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste und erkennbaren Risiken berücksichtigt worden. Währungsumrechnung Auf Fremdwährung lautende Bargeldbestände wurden zum Kassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. II. Erläuterungen zur Jahresbilanz Aktivseite: Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute In diesem Posten sind enthalten:
Posten 4: Forderungen an Kunden In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind
Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind
Posten 9: Treuhandvermögen Das Treuhandvermögen betrifft jeweils in voller Höhe die Forderungen an Kunden. Posten 12: Sachanlagen Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten haben einen Bilanzwert
AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens (in Tsd. Euro)
Die Abschreibungen des laufenden Jahres sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels. Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht. Die Fortführung der Spalte Anschaffungskosten ist wegen der Anwendung von § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV nicht möglich. Passivseite: Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In diesem Posten sind enthalten:
Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten Die Treuhandverbindlichkeiten betreffen jeweils in voller Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen gegenüber
Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im
angefallen. Die Bedingungen der Nachrangigkeit bei diesen Mitteln entsprechen § 10 Abs. 5 a KWG. Die Mittelaufnahmen sind im Durchschnitt mit 3,59 % verzinslich. Die Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen 5 und 7 Jahren. Im Folgejahr werden aus diesen Mittelaufnahmen 11.214 Tsd. Euro zur Rückzahlung fällig. Restlaufzeitengliederung Die gemäß § 9 RechKredV geforderte Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich für die folgenden Posten:
Anteilige Zinsen der jeweiligen Aktiv- und Passivposten werden gemäß § 11 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert. Angabe der Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen):
Im Posten Aktiva 4, Forderungen an Kunden, sind Forderungen in Höhe von 44.004 Tsd. Euro mit unbestimmter Laufzeit enthalten. III. Sonstige AngabenDen Organen der Sparkasse gehören an: Verwaltungsrat: Vorsitzender
Mitglieder
Vorstand: Vorsitzender
Vorstandsmitglied
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2006 293 Tsd. EUR, die Aufwandsentschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates 12 Tsd. EUR. Die Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder des Vorstandes und für ihre Hinterbliebenen betragen am 31.12.2006 341 Tsd. EUR. Daneben bestehen noch weitere Verpflichtungen, deren Eintritt derzeit jedoch nicht zu erwarten ist. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Vorschüsse und Kredite sowie eingegangene Haftungsverhältnisse in Höhe von 131,4 Tsd. EUR und den Mitgliedern des Verwaltungsrates in Höhe von 2.079,8 Tsd. EUR gewährt. Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Halberstadt, 11. Mai 2007 Der Vorstand BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kreissparkasse Halberstadt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 18. Mai 2007 Sparkassenverband
für die Sparkassen in den Ländern
Dreyer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluß ist durch den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Halberstadt in seiner Sitzung am 25. Juni 2007 festgestellt worden.
Halberstadt, 25. Juni 2007 Der Vorstand LageberichtGliederung
I. Wirtschaftliche Situation und MarktstellungDer deutschen Wirtschaft ist im Verlauf des vergangenen Jahres mehr und mehr die Rolle des Konjunkturmotors im Euro-Währungsgebiet zugefallen. Es wurde ein Wirtschaftswachstum von 2,9 % erreicht. 2005 betrug der Zuwachs lediglich 1,1 %. Damit schnitt die deutsche Wirtschaft im längerfristigen Vergleich gesehen so erfolgreich ab wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Positiv dazu beigetragen hat sicher auch die gute Stimmung unter den deutschen Unternehmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Jahresverlauf von 99,5 auf rekordverdächtige 108,7. Beflügelt hat dies auch den Aktienmarkt. Der DAX legte im Jahr 2006 23,0 % zu. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung hat sich die Arbeitslosigkeit im abgelaufenen Jahr deutlich verringert. Waren Anfang 2006 saisonbereinigt noch 4,7 Mio. Menschen ohne Arbeit, liegt die Zahl für Dezember 2006 bei gut 4,1 Mio. Die Arbeitslosenquote hat sich von 11,4 % auf zuletzt 9,8 % verringert und liegt damit das erste Mal seit vier Jahren wieder unter der 10%-Marke. Das verfügbare Einkommen stieg in Deutschland 2006 gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 %. Dieser Zuwachs liegt über dem im Vorjahr (1,7 %), so dass bei nahezu konstanter Sparquote von 10,5 % nominell mehr gespart wurde als im Vorjahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr aufgrund einer aus ihrer Sicht zu hohen Inflationsrate, eines zu starken Geldmengenwachstums und wegen des sich verbessernden konjunkturellen Umfeldes die Leitzinsen auf 3,5 % erhöht. Auch Sachsen-Anhalts Wirtschaft ist im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte preisbereinigt um 2,8 % zu. Wachstumsmotor war das verarbeitende Gewerbe mit plus 12,2 Prozent. Weitere positive Signale gingen von Dienstleistungsbereichen und erstmals seit Jahren auch vom Baugewerbe aus. Die Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Halberstadt fällt schwächer aus als im Bundesgebiet und im Land Sachsen-Anhalt insgesamt. Zwischen 1999 und 2006 verringerte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten jahresdurchschnittlich um 4,1 % und damit stärker als in Sachsen-Anhalt (-2,5 %) und in Deutschland (-0,6 %). Die Arbeitslosenquote im Landkreis Halberstadt lag 2006 im Jahresdurchschnitt bei 19,3 % und ging damit gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte zurück. Sie fiel allerdings nach wie vor höher aus als im Landes- (18,3 %) und im Bundesdurchschnitt (10,8 %). Der Landkreis Halberstadt nimmt somit bei den Konjunkturindikatoren Beschäftigungsentwicklung und Arbeitslosigkeit eine im deutschen aber auch im sachsenanhaltinischen Vergleich ungünstige Position ein. Da sich dies sowohl auf das Einlagen- als auch im Kreditgeschäft negativ auswirkt, agierte die Kreissparkasse Halberstadt im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Die Konkurrenzsituation vor Ort hat sich im vergangenen Jahr nur unwesentlich verändert. Der Wettbewerbsdruck hat sich jedoch durch intensive Marketingaktivitäten anderer Kreditinstitute verstärkt. Wichtigste Mitbewerber sind die Kreditgenossenschaften und die Postbank. II. GeschäftsentwicklungDie Geschäftsentwicklung verlief im Jahr 2006 schlechter als im Vorjahr. Angesichts der ungünstigen Rahmenbedingungen sind wir mit dem erreichten Wachstum dennoch zufrieden. Bilanzsumme Die Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr 2006 stärker als im Jahr davor. Während der Rückgang 2005 noch 3,1 Mio. bzw. 0,5 % betrug, liegt er im Berichtsjahr bei 13,9 Mio. Euro bzw. 2,2 %. Da wir im Vorjahr von einem moderaten Anstieg der Bilanzsumme ausgegangen sind, hat sich die Bilanzsumme entgegen unseren Erwartung entwickelt. Der Rückgang der Bilanzsumme resultierte vor allem aus der rückläufigen Entwicklung im Kreditgeschäft. Hier reichte das Neugeschäft nicht mehr aus, die laufenden Tilgungen zu kompensieren. Zudem wurden ausgelaufene Refinanzierungsgeschäfte mit einem Volumen von 7,3 Mio. Euro nicht verlängert. Kreditgeschäft Die Forderungen an Kunden zuzüglich der Treuhandkredite und der unwiderruflichen Kreditzusagen waren im Geschäftsjahr 2006 rückläufig. Ursache dafür waren hohe Tilgungsleistungen. Der Bestand sank im Berichtszeitraum um 7,3 Mio. Euro bzw. 1,9 % auf 375,5 Mio. Euro. Ein Zuwachs wurde lediglich bei den Kommunalkrediten erzielt, die zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 97,2 Mio. Euro anstiegen. Die grundpfandrechtlich gesicherten Kredite verringerten sich im Berichtsjahr um 7,5 Mio. Euro bzw. 6,5 % auf 107,4 Mio. Euro. Rückläufig war auch die Entwicklung der sonstigen Forderungen an Kunden. Diese sanken um 2,9 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 129,1 Mio. Euro. Dennoch wurde im Berichtszeitraum ein umfangreiches Neukreditgeschäft mit einem Volumen von 27,5 Mio. Euro (ohne Kontokorrent- und Dispositionskredite) erzielt. Eigenanlagen in Wertpapieren Die Eigenanlagen wurden im Jahr 2006 um 4,1 Mio. Euro bzw. 2,4 % auf 173,4 Mio. Euro erhöht. Dabei wurden die Anlagen in Anleihen und Schuldverschreibungen um 1,5 Mio. Euro verringert. Der Anteil dieser Forderungsklasse an den Eigenanlagen in Wertpapieren sank dadurch von 34,1 % auf 32,4 %. Bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgte eine Bestandserhöhung um 5,7 Mio. Euro auf 117,2 Mio. Euro. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Anlagen in Spezialfonds. Damit wurde der Schwerpunkt der Eigenanlagen weiter in Richtung Spezial- und Publikumsfonds verlagert, die nunmehr 67,6 % des Bestandes ausmachen. Zum Bilanzstichtag 2005 betrug der Anteil noch 65,9 %. Andere Wertpapierarten befinden sich derzeit nicht im Eigenbestand. Einlagengeschäft Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zuzüglich der nachrangigen Verbindlichkeiten gingen um 1,2 Mio. Euro bzw. 0,3 % auf 474,1 Mio. Euro zurück. Diese Entwicklung ist etwas schlechter als erwartet und liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres. Der Bestand an Spareinlagen erhöhte sich marginal um 0,2 Mio. Euro bzw. 0,1 % auf 279,1 Mio. Euro. Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen geringfügig um 0,7 Mio. Euro bzw. 0,5 % auf 149,7 Mio. Euro. Rückläufig waren dagegen die nachrangigen Verbindlichkeiten (-2,1 Mio. Euro bzw. -4,5 %). Wir sehen die Ursachen für diese Entwicklung vor allem in der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der seit vielen Jahren rückläufigen Bevölkerungsentwicklung. Immer weniger private Haushalte sind in der Lage, Rücklagen zu bilden und die Zahl derer, die ihre Ersparnisse auflösen, um ihren Lebensstandard halten zu können, nimmt weiter zu. Zudem führte die angespannte Haushaltslage der Kommunen dazu, dass die Bestände auf den Konten zurück gingen. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Sparkasse insgesamt 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich Vorstand und 39 Teilzeitkräften, zuzüglich 14 Auszubildenden. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro bzw. 9,0 % auf 7,2 Mio. Euro. Grund dafür waren neben tariflichen Gehaltsveränderungen vor allem gestiegene Aufwendungen für Altersversorgung. Diese resultieren vor allem aus einem Parameterwechsel bei der Bewertung. Der Bewertungszins wurde deutlich abgesenkt und an das aktuelle Zinsniveau angepasst. Durch den damit verbundenen geringeren Abzinsungseffekt wurden höhere Rückstellungen erforderlich. Die Kreissparkasse Halberstadt hat mit 47 Mitarbeitern Altersteilzeitvereinbarungen getroffen, wobei in 22 Fällen die Vertragslaufzeit erst in den Jahren 2007 bis 2009 beginnt und acht Verträge im Jahr 2006 endeten. Sieben Mitarbeiter befanden sich zum Jahresende 2006 in der Freistellungsphase. Im Jahr 2007 folgen weitere fünf Mitarbeiter. Für Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverträgen wurden Rückstellungen gebildet, die sich mit 214 TEUR im Personalaufwand und mit 759 TEUR im sonstigen betrieblichen Aufwand niederschlugen. Durch eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter in Form von Fachlehrgängen sowie Ein- und Mehrtagesseminaren wurde den gestiegenen Anforderungen der Sparkassengeschäfte und technischen Neuerungen Rechnung getragen. III. Darstellung der LageVermögenslage Die Vermögenslage der Kreissparkasse Halberstadt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. Die Sicherheitsrücklage erhöhte sich um 1,7 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,9 % gegenüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel gemäß § 10 KWG - bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva - betrug per 31.12.2006 21,7 % und überschreitet damit deutlich den aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 %. Die Basis für eine künftige Geschäftsausweitung ist somit gegeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich innerhalb der Bilanzstruktur keine nennenswerten Verlagerungen ergeben. Auf der Aktivseite stellen die Forderungen an Kunden mit 55,1 % und die Wertpapiere mit 28,6 % die bedeutendsten Posten dar. Auf der Passivseite dominieren die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden inklusive nachrangiger Verbindlichkeiten mit 78,3 % sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 8,2 %. Die Vermögenslage der Sparkasse weist bezüglich der Strukturanteile der wesentlichen Vermögenswerte und Schuldposten im Vergleich zum Landesdurchschnitt höhere Anteile an Kundenkrediten und nachrangigen Verbindlichkeiten aus. Dagegen liegen die Wertpapieranlagen, die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken und die Kredite an Kreditinstitute unter dem Landesdurchschnitt. Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Sparkasse verfügt über stille Reserven nach § 26 a KWG (a. F.) und § 340 f HGB und über stille Reserven im Wertpapier- und Sachanlagevermögen. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Laut Liquiditätsgrundsatz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gilt die Liquidität eines Kreditinstitutes als ausreichend, wenn das Verhältnis der verfügbaren Zahlungsmittel und der abrufbaren Zahlungsverpflichtungen im Laufzeitband von täglich fällig bis zu einem Monat den Wert eins nicht unterschreitet. Diese Liquiditätskennzahl betrug zum Bilanzstichtag 3,9 und liegt damit deutlich über dem vorgeschriebenen Wert. Die eingeräumte Kreditlinie bei der Norddeutschen Landesbank wurde zeitweise in Anspruch genommen. Das Angebot der Europäischen Zentralbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften und ständigen Übernachtkrediten abzuschließen, wurde nicht genutzt. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der zuständigen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank unterhalten. Ertragslage Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2006 3,4 Mio. Euro und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (3,8 Mio. Euro). Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit diesem Ergebnis zufrieden. Vom Jahresüberschuss wurden 1,0 Mio. Euro vorab der Sicherheitsrücklage zugeführt. Über die Verwendung des verbleibenden Bilanzgewinnes entscheidet der Verwaltungsrat nach Feststellung des Jahresabschlusses. Auf seiner Sitzung am 5. März 2007 hat er die Absicht erklärt, 250.000,00 Euro an den Träger auszuschütten. Zu dem Ergebnis im Einzelnen: Der Zinsüberschuss einschließlich der Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro. Dabei wurden niedrigere Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Forderungen an Kunden aufgrund des anhaltend geringen Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt durch höhere Ausschüttungen aus Spezial- und Publikumsfonds überkompensiert. Der Zinsaufwand sank leicht um 2% auf 10,7 Mio. Euro. Somit ergab sich eine Zinsspanne auf der Grundlage der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) von 3,12 % (2,82 % im Vorjahr). Der Provisionsüberschuss betrug wie im Vorjahr 3,6 Mio. Euro. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 0,5 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 10,8 Mio. Euro durch höhere Personalaufwendungen. Das Verhältnis von ordentlichem Aufwand und ordentlichem Ertrag, die Cost-Income-Ratio, verbesserte sich auf 51,4 % (Vorjahr 56,6 %). Das bedeutet, dass im operativen Geschäft mit 51,4 Euro Aufwand 100,00 Euro Ertrag erwirtschaftet wurden. Dieser Wert ist deutlich günstiger als der Durchschnitt der Sparkassen in Sachsen-Anhalt (60,9 %). Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere betrugen saldiert mit den Erträgen 8,0 Mio. Euro gegenüber 7,0 Mio. Euro im Vorjahr. Für allgemeine Bankrisiken wurde in dieser Position im Vergleich zum Vorjahr eine höhere Vorsorge nach § 340 f HGB getroffen. Im Ergebnis der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist die wirtschaftliche Lage der Sparkasse als günstig und stabil anzusehen. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, gab es nicht. Risikomanagement Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Als wesentliche Risiken des Bankgeschäftes sind hierbei Adressen-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken zu sehen. Weiterhin werden operationelle und sonstige Risiken betrachtet. Unter Adressenrisiken versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Geschäftspartner. Grundlage für das Management der Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bildet die Kreditrisikostrategie, die vom Vorstand der Kreissparkasse Halberstadt beschlossen wurde. Bei der Steuerung des Adressenrisikos konzentrieren wir uns vor allem auf das Kundenkreditgeschäft. Eine Begrenzung dieses Risikos erfolgt durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung sowie durch die Nutzung von EDV-gestützten Bilanzanalyseverfahren. Das zentrale Instrumentarium zur Überwachung der Risiken im Kreditgeschäft stellen die Rating- und Risikofrüherkennungsverfahren dar. Das Ratingsystem wird den geltenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht. Im Bereich der Adressenrisikosteuerung im Kundengeschäft sind die notwendigen Instrumentarien vorhanden, um auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Kreissparkasse Halberstadt nutzt für die Erstellung der Risikoberichte und -analysen vor allem die Software-Anwendungen Kredit-Risiko-Management (KRIM) und Kreditrisikomanagement Scoring und Rating (KRIM/SR), die vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), dem Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) sowie der S-FinanzIT GmbH bereitgestellt werden. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften werden dadurch gering gehalten, dass solche Geschäfte ausschließlich mit Kontrahenten von mindestens guter Bonität abgeschlossen werden bzw. nur Wertpapiere von Emittenten von mindestens guter Bonität gekauft werden. Die Einschätzung der Bonität erfolgt anhand von Ratings externer Agenturen. Das Marktpreisrisiko der Sparkasse umfasst hauptsächlich das Zinsänderungsrisiko sowie das Abschreibungsrisiko für die im Bestand befindlichen Wertpapiere (Anleihen, Schuldverschreibungen, Spezialfonds, Publikumsfonds). Das Zinsänderungsrisiko gibt an, wie sich Marktzinsänderungen auf die Zinsspanne auswirken. Die Kreissparkasse Halberstadt steuert dieses Risiko aus periodischer Sicht. Dabei nutzen wir die Software Aktiv-Passiv-Steuerung. Dieses Instrument ermöglicht zum einen die Abbildung einer Zinsbindungsbilanz und damit die Betrachtung des Festzinsgeschäftes. Zum anderen werden sämtliche variablen und festverzinslichen Geschäfte mit Hilfe des Elastizitätskonzeptes auf ihr Zinsänderungsrisiko hin untersucht. Hierfür werden vierteljährlich Simulationsrechnungen durchgeführt, denen bestimmte Zins- und Bilanzstrukturszenarien zu Grunde liegen. Insgesamt halten wir das auf diese Weise aktuell ermittelte Zinsänderungsrisiko für tragbar. Abschreibungsrisiken sind mögliche Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für Wertpapiere ergeben. Dieses Risiko wird mit dem Ziel gesteuert, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten. Die Steuerung der Abschreibungsrisiken erfolgt durch ein Limitsystem mittels der Software "Depot-A-Manager". Es wird ein maximales Verlustpotential festgelegt, das sich in dem handelsrechtlichen Ergebnis auswirken darf. Die einzelnen Geschäfte werden täglich bewertet und die Auslastung des Verlustlimits geprüft. Zudem werden Simulationsrechnungen auf der Basis von Szenarioanalysen durchgeführt. Dabei erfolgen auch Stress-Tests und Worst-Case-Betrachtungen. Es wird jeweils ermittelt, wie hoch der Abschreibungsbedarf bei Eintritt der Szenarien ausfällt. Dieser wird der festgelegten Jahresverlustobergrenze gegenübergestellt. Über das Ergebnis im Real-Case wird der Vorstand wöchentlich sowie zum Ende eines jeden Kalendermonats informiert. Das Verlustlimit wurde im Geschäftsjahr 2006 nur geringfügig in Anspruch genommen. Das Liquiditätsrisiko ist durch die Gefahr gekennzeichnet, dass sich Kapitalabflüsse und -zuflüsse nicht synchron vollziehen und damit die Liquidität belastet wird. Dieses Risiko wird durch die tägliche Disposition weitgehend begrenzt. Operationelle Risiken bezeichnen die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten infolge menschlichen Versagens, der Unzulänglichkeit von internen Prozessen und Systemen sowie durch externe Ereignisse. Die Kreissparkasse Halberstadt begegnet diesen Risiken durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel das interne Kontrollsystem, das Sicherheitskonzept und Notfallpläne. Zudem wurden für einen Teil der Risiken Versicherungen abgeschlossen. Sonstige Risiken sind alle Risiken, die sich den Adressen-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken nicht bzw. nicht eindeutig zuordnen lassen. Die sonstigen Risiken haben in unserem Haus eine untergeordnete Bedeutung. Da die operationellen und die sonstigen Risiken so gut wie nicht quantifizierbar sind, wurden sie bei der Ermittlung des Gesamtrisikostatus der Sparkasse pauschal in Höhe von insgesamt 15,0 % des durchschnittlichen Bruttoertrages der letzten drei Geschäftsjahre in Ansatz gebracht. Die Kreissparkasse Halberstadt war im Geschäftjahr 2006 zu jeder Zeit in der Lage, die Summe der so ermittelten Einzelrisiken zu tragen. Der Risikodeckungsmasse werden der Teil des voraussichtlichen operativen Ergebnisses, der den zur Erreichung des Mindestgewinns erforderlichen Teil übersteigt sowie Reserven nach § 26a KWG (a.F.) zugerechnet. IV. Voraussichtliche EntwicklungDie Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung basiert auf dem aktuellen Stand der Planung der Sparkasse. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Das Jahr 2007 wird voraussichtlich das letzte Geschäftsjahr für die Kreissparkasse Halberstadt sein, da zum Jahresanfang 2008 die Fusion mit den Kreissparkassen Quedlinburg und Wernigerode vorgesehen ist. Der Ausblick beschränkt sich daher auf dieses Geschäftsjahr. Für das Jahr 2007 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg des Geschäftsvolumens. Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmendaten und unter der Annahme, dass sich die Situation im Geschäftsgebiet nicht wesentlich verbessert, erwarten wir für 2007 einen weiteren Rückgang der Bestände im Kreditgeschäft. Das Neugeschäft wird voraussichtlich nicht ausreichen, die Tilgungen zu kompensieren. Der Bilanzanteil der Forderungen an Kunden wird daher sinken. Da wir davon ausgehen, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte weiter steigen werden und die Sparquote unvermindert hoch bleibt, rechnen wir mit Zuwächsen im Einlagengeschäft und dabei besonders bei den Spareinlagen. Aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Bevölkerung im Geschäftsgebiet wird sich dies jedoch eher moderat vollziehen. Angesichts der Konjunkturprognosen für das Jahr 2007 sehen wir im Jahresverlauf leicht steigende Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt. Dieser Anstieg wird jedoch nicht ausreichen, um zu einer Verbesserung der Zinsspanne zu führen. Daher rechnen wir mit einem Zinsüberschuss von 2,46% der DBS, der unter dem des Jahres 2006 liegen wird. Das Provisionsergebnis soll 2007 gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr. Die allgemeinen Preissteigerungsraten werden im Jahr 2007 zu etwas höheren Sachkosten führen. Auch bei den Personalkosten planen wir eine Steigerung, da sich bei nahezu konstanten Mitarbeiterzahlen die tariflichen Veränderungen entsprechend auswirken werden. Insgesamt gehen wir somit von einer Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen um 1 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro (1,84% der DBS) aus. Das Bewertungsergebnis einschließlich Vorsorgereserven wird im Jahr 2007 mit 4,9 Mio. Euro voraussichtlich geringer ausfallen als im Berichtsjahr. Abzüglich der Vorsorgereserven prognostizieren wir 2007 ein positives Bewertungsergebnis im Wertpapierbereich und ähnliche Bewertungsaufwendungen im Kreditgeschäft wie 2006. Wir rechnen insgesamt 2007 mit einem Bilanzgewinn von 0,9 Mio. Euro nach Steuern, der ausreicht, um unsere Eigenkapitalbasis weiter zu stärken. Unser Ziel wird es sein, die Marktstellung der Kreissparkasse Halberstadt weiter zu festigen bzw. auszubauen. Durch eine hohe Servicequalität sowie mit marktgerechten und fairen Konditionen werden wir unseren Privat- und Geschäftskunden im Landkreis Halberstadt bzw. im künftigen Harzkreis ein zuverlässiger und leistungsstarker Geschäftspartner sein.
Halberstadt, 11. Mai 2007 KREISSPARKASSE HALBERSTADT Der Vorstand KREISSPARKASSE HALBERSTADT
VORLAGE Feststellung des Jahresabschlusses 2006
Protokollbestätigung:
Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates Protokollführer KREISSPARKASSE HALBERSTADT
VORLAGE Billigung des Lageberichtes
Protokollbestätigung:
Henning Rühe, Vors. d. Verwaltungsrates Protokollführer Anlage KREISSPARKASSE HALBERSTADT
VORLAGE Verwendung des Jahresüberschusses
Protokollbestätigung:
Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates Protokollführer KREISSPARKASSE HALBERSTADT
VORLAGE Entlastung des Vorstandes der Kreissparkasse Halberstadt
Protokollbestätigung:
Henning Rühe, Vors. des Verwaltungsrates Protokollführer |
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