SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbHLiquidiert

90765 Fürth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 8058
Vorher
PRO-INNOVATION GmbH
Eingetragen
4.9.2000
Branche
Großhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenEinzelhandel mit SpielwarenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Gegenstand
ist der Groß- und Einzelhandel mit Spielwaren und Freizeitartikeln sowie artverwandten Produkten und deren Imund Export sowie die Übernahme und Durchführung logistischer Leistungen für Dritte. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen, ihre Geschäftsführung und Vertretung übernehmen sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Moritz Duschel
seit 14.5.2024
Geschäftsführer
Florian Sieber
seit 21.9.2021
Geschäftsführer
Manfred Duschl
seit 7.7.2003
Geschäftsführer
Uwe Weiler
seit 7.7.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, Fürth

Sonstige Informationen, welche nicht geprüft worden sind, werden kursiv abgedruckt.

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Erfolg der Simba-Dickie-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 neben den zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen im In- und Ausland im Wesentlichen sowohl durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den daraus entstandenen Engpässen bei den Lieferketten, als auch durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden gestiegenen Energiepreise beeinflusst.

Ausgelöst durch den Ukrainekrieg sowie durch die Kosten zur Bekämpfung der Klimakrise erhöhten sich die Energiepreise, die wiederum zu einer hohen Inflation, schnell steigenden Zinsen und dadurch zu hohen Schulden in den europäischen Staaten führten.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für das laufende Jahr 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7 % nach 3,2 % im Vorjahr.

Für Europa und insbesondere für Deutschland sind die Einschätzungen seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch schlechter. So erwartet der IWF für Europa in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von nur noch 0,7 % nach 3,6 % im Vorjahr.

Fachkräftemangel und hohe Energiepreise könnten die Wirtschaft weiter schwächen. Für Deutschland rechnet der IWF sogar mit einer leichten Rezession.

Angefacht durch die hohen Energiepreise und die Marktverwerfungen infolge des Ukrainekriegs war die Inflation in der ersten Phase von externen Schocks angetrieben worden. Mittlerweile prägen zwei weitere Faktoren die Teuerung.

Im Lebensmittelbereich sind die Preise deutlich stärker angestiegen als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Zudem zeigen sich auch hohe Tarifabschlüsse und steigende Löhne für die Inflation verantwortlich.

Die Inflation, die auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten liegt, dürfte laut IWF zwar Dank mittlerweile wieder etwas gesunkener Energiepreise und weniger Problemen in den internationalen Lieferketten etwas zurückgehen, aber letztendlich noch immer hoch bleiben.

Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im Juni 2023 bei +6,4 %.

Parallel zu den steigenden Preisen ist der Basiszinssatz seit Juli 2022 erstmals nach 10 Jahren wieder positiv. So stieg der Leitzins der EZB innerhalb von nur 11 Monaten bis Juni 2023 auf 4,0 %, wobei von weiteren Zinserhöhungen ausgegangen werden muss.

Die Spielwarenbranche hat im Gegensatz zu den meisten anderen Branchen im Jahr 2022 wiederholt von der Corona-Pandemie profitiert, da die Menschen immer noch weniger verreisen oder ausgehen als vor der Pandemie. Der Umsatz mit Spielwaren betrug laut dem Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) in Deutschland im Rekordjahr 2021 4,9 Milliarden Euro und im Jahr 2022 nochmals 4,7 Milliarden Euro.

Dennoch spitzt sich die wirtschaftliche Lage im Spielwarenhandel zu.

Die Handelsspannen sinken, die Energiekosten steigen und der Fachkräftemangel führt zu weiteren Engpässen in der Spielwarenbranche.

In den letzten fünf Jahren sind die Marktanteile der wichtigsten Einzelhändler der Spielwarenbranche aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen während der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Umsatzrückgänge, kleiner geworden.

Auch der zunehmende Preis- und Konkurrenzdruck sowie die drohende Verdrängung vom Markt durch den Online- und Versandhandel belasten den Einzelhandel.

Es werden in Deutschland durchschnittlich 25 % aller Spielwaren mittlerweile online verkauft, was etwa dem Gesamtumsatz mit Spielwaren aller deutschen Verbrauchermärkte, Warenhäuser und Discounter entspricht.

Der stationäre Fachhandel hält beim Verkauf von Spielwaren nur noch einen Marktanteil von 35 %. Auch die Anzahl der Unternehmen im Spielwareneinzelhandel ist in den letzten Jahren konstant auf 2.882 im Jahr 2021 gesunken, was einem Rückgang von etwa 26 % in den letzten 15 Jahren entspricht.

Schließlich rücken auch neue und aktuelle Themen wie die Produktion von nachhaltigem und umweltfreundlichem Spielzeug, die Produktion von Spielwaren aus recycelten Materialien bis hin zu einer steigenden Nachfrage nach geschlechtsneutralen Spielwaren in den Fokus der Verbraucher.

2. Konzernstruktur und Unternehmenskonzept

Die weltweit operierende Simba-Dickie-Gruppe wurde am 1. Mai 1982 von Herrn Fritz Sieber und seinem Sohn Michael gegründet und gehört heute weltweit zu den Top 5 in der Spielwarenbranche.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erzielte die Firmengruppe mit knapp 3.000 Mitarbeitern weltweit einen konsolidierten Umsatz von über 710 Millionen Euro. Die Simba-Dickie-Gruppe beschäftigt sich ausschließlich mit traditionellen Spielwaren und deckt mittlerweile den größten Teil des möglichen Spektrums an Spielwaren ab.

Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Simba Toys GmbH & Co. KG in Fürth. Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH hat zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/2010 ihren Geschäftsbetrieb erfolgreich aufgenommen. Innerhalb der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH wurde ein Außendienst etabliert, der die Produktlinien der Firma Simba Toys GmbH & Co. KG mit den Marken Simba, Eichhorn, Nicotoy, Corolle, Noris, Schipper und Androni, die Produktlinien der Firma Dickie-Spielzeug GmbH & Co. KG mit den Marken Dickie, Majorette, Schuco, Solido und Jada sowie die Produktlinien der Firma BIG Spielwarenfabrik GmbH & Co. KG mit den Marken BIG, Smoby, Pico und Aquaplay firmenübergreifend vorrangig an den Fachhandel vertreibt.

Somit können zum einen die dabei auftretenden Synergieeffekte genutzt und zum anderen die Bekanntheit der genannten Marken weiter erhöht werden.

Um der rasanten Entwicklung des E-Commerce Rechnung zu tragen, ging bereits im Juni 2012 der erste Webshop der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH online.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH bietet ihren Kunden gegenüber den anderen Unternehmen innerhalb der Simba-Dickie-Gruppe den Vorteil, aus den gesamten Sortimenten aller zugehörigen Firmen auch kleinere Mengen zu bestellen und diese über eine einzige Faktura und in der Regel in einer Lieferung von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH beziehen zu können.

Die Umsatzerlöse der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH haben sich von TEUR 25.240 im Vorjahr auf TEUR 33.842 im Geschäftsjahr 2022/2023 um 34,1 % erhöht. Die Umsatz- und Ergebnisplanung des Vorjahres konnte im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt werden.

Während die Warenumsätze lediglich um 7,4 % auf TEUR 24.413 gesteigert werden konnten, resultiert die wesentliche Erhöhung der Umsatzerlöse aus den für das Warehousing innerhalb der Simba-Dickie-Gruppe weiterverrechneten Kosten, die von TEUR 4.025 im Vorjahr auf TEUR 11.160 im Berichtszeitraum angestiegen sind.

Innerhalb der Warenumsätze kam es allerdings zu gegenläufigen Entwicklungen der Produktlinien.

So fielen die Umsätze mit den Produktlinien von BIG um 8,7 % auf knapp 5,2 Mio. Euro, was einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 21,2 % nach 24,9 % im Vorjahr entspricht. Die Ursache hierfür liegt nach wie vor in einer Sättigung der Nachfrage aufgrund der hohen Umsatzsteigerungen bei großvolumigen Outdoor-Spielwaren während der pandemiebedingten Lockdowns.

Dementgegen stiegen die Umsätze der Produktlinien von Dickie, insbesondere die Umsätze der Marken Majorette und Jada, um 22,6 % auf 7,3 Mio. Euro an, was einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 29,8 % nach 26,0 % im Vorjahr entspricht.

Der Umsatzanstieg bei der Marke Majorette liegt in zusätzlichen Marketingmaßnahmen am Point of Sale im Berichtszeitraum begründet.

Die Jada Inc. in den USA wurde erst im Jahr 2019 Mitglied der Simba-Dickie-Gruppe. Seitdem werden die Produkte von Jada auch in Europa über die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH mit steigendem Erfolg vertrieben.

Die Verkäufe der Produktpalette unter der Marke von Simba erhöhte sich leicht um 6,7 % auf 11,2 Mio. Euro bzw. 45,8 % vom Gesamtumsatz der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, wofür insbesondere die Puppen des französischen Herstellers Corolle beigetragen haben.

Im Kundenbereich sind für den Umsatzanstieg insbesondere die Hyper- und Supermärkte, die in Verbänden organisierten Fachhändler sowie der stetig steigende E-Commerce, der durch die Pandemie noch weiter verstärkt worden ist, verantwortlich.

So stiegen die Umsätze mit Onlinehändlern der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH im Berichtszeitraum um 30,5 % auf mittlerweile über 14,3 % vom Gesamtumsatz an.

Während der Lockdowns mussten viele Fachhändler ihre Geschäfte schließen und damit Umsatzbußen hinnehmen, da der Fachhandel nicht systemrelevant war. Mittlerweile konnten die in Spielwarenverbänden organisierten Fachhändler wieder Umsatzsteigerungen generieren. So stieg der Umsatz der Verbandsfachhändler wiederholt im Geschäftsjahr 2022/2023 um 11,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf fast 8,9 Mio. Euro, was mittlerweile 36,2 % des gesamten Warenumsatzes der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH ausmacht.

Nennenswerte Auslandumsätze wurden von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH in der Schweiz, in Finnland sowie in Österreich getätigt.

Für die Umsätze der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH in Finnland sowie in der Schweiz erhält das jeweilige verbundene Agentur-Unternehmen der Simba-Dickie-Gruppe vor Ort eine Provision von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH.

In Österreich hingegen werden die Umsätze der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH von der österreichischen Tochter Simba Toys Handels GmbH & Co. KG fakturiert. Die Waren hierfür verkauft die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH zu einem festen Aufschlag an das verbundene Unternehmen in Österreich.

Die Steigerung des Warenumsatzes im Berichtszeitraum wurde letztlich im Ausland insbesondere der Schweiz generiert. Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen in der Umstellung der Fakturierung an die Kunden in der Schweiz im Geschäftsjahr 2021/2022. Seit dem 01.01.2022 wurden die Schweizer Kunden nicht mehr von der Simba/Dickie (Switzerland) AG, sondern direkt von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH fakturiert.

Somit flossen im Geschäftsjahr 2022/2023 erstmals die Umsätze mit Schweizer Kunden für ein ganzes Geschäftsjahr (im Gegensatz zum Vorjahr mit 4 Monaten) in die Bücher der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH ein.

Im Resultat stieg der Auslandsumsatz der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 auf einen Anteil von 30,2 % vom gesamten Warenumsatz deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 24,3 % an.

4. Beschaffung

Da die Spielwaren nahezu ausschließlich von den verbundenen Unternehmen in Deutschland bezogen werden, ist der Aufschlag vordefiniert.

Der Materialaufwand der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 um knapp 6,0 % auf TEUR 17.046, während die Warenverkäufe um 7,4 % erhöht werden konnten.

Das Verhältnis von Warenumsatz zu Materialaufwand und damit auch der Deckungsbeitrag verbesserte sich leicht von einem Aufschlag von 1,42 im Geschäftsjahr 2021/2022 auf knapp 1,44 im Geschäftsjahr 2022/2023.

5. Investitionen

Das Wachstum der Simba-Dickie-Gruppe bedingte auch eine Erweiterung der Lagerkapazitäten am Standort in Sonneberg. Ende des Jahres 2021 wurde beschlossen, in eine weitere Lagerhalle (Nr. 16)

insbesondere für zusätzliche Parkplätze für Speditionen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von ca. 13,0 Mio. Euro zu investieren.

Der Bau startete im Frühjahr 2022 und soll im August 2023 abgeschlossen werden. Bis zum 30. April 2023 waren allein hierfür TEUR 7.303 für Anlagen im Bau angefallen.

Das gesamte Investitionsvolumen im Berichtszeitraum bestand neben den Investitionen in Anlagen im Bau auch noch in Investitionen in weitere bauliche Maßnahmen, in Instandhaltungsmaßnahmen am Standort in Sonneberg, in der Beschaffung von sonstigen Transportmitteln, insbesondere von Staplern, sowie in sonstige Ersatzbeschaffungsinvestitionen in Höhe von insgesamt TEUR 8.238 (Vorjahr TEUR 2.142).

Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum standen im Geschäftsjahr 2022/2023 Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 890 (Vorjahr TEUR 791) gegenüber.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. vorhaben

Die Bilanzsumme der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH hat sich am Bilanzstichtag 30. April 2023 mit TEUR 29.975 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 22.386 um 33,9 % erhöht, was sich letztendlich in den Investitionen in den Bau der Halle 16 in Sonneberg auf der Aktivseite widerspiegelt.

Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 4.712 im Vorjahr auf TEUR 4.066 zum Bilanzstichtag 30. April 2023 zurückgingen, stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 12.871 im Vorjahr auf TEUR 21.690 im Berichtszeitraum an.

Hierbei handelt es sich um die Verbindlichkeiten gegenüber den Schwestergesellschaften im Inland, die aufgrund des Cashpoolings innerhalb der deutschen Verbundfirmen entstanden sind und damit eine gruppeninterne Finanzierung der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH darstellt.

7. Personal und Sozialbereich (Humanbereich)

Die Mitarbeiterzahl der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH entwickelte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt:

30.04.2023 30.04.2022
Angestellte 23 14
Gewerbliche Arbeitnehmer 127 60
Auszubildende 5 0
Mitarbeiter im Erziehungsurlaub 0 0
155 74

Von den zum 30. April 2023 beschäftigten Mitarbeitern waren 132 Mitarbeiter (Vorjahr 61) in der Betriebsstätte der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH am Standort in Sonneberg/Thüringen eingesetzt. Die verbleibenden 23 Mitarbeiter (Vorjahr 13) waren am Hauptsitz der Gesellschaft in Fürth/Bayern beschäftigt.

Hintergrund für die erhöhte Zahl der gewerblichen Mitarbeiter ist die sukzessive Umschichtung der Mitarbeiter der anderen verbundenen Unternehmen am Standort in Sonneberg in die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH.

Somit können nun die von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH in Sonneberg insgesamt erbrachten Logistikleistungen einheitlich an alle beteiligten Unternehmen der Gruppe weiterverrechnet werden.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH weist zum 30. April 2023 ein leicht positives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr TEUR 11) aus. Damit liegt die Umsatzrendite vor Steuern bei etwa 1,0 %.

Die Umorganisation in Sonneberg und die damit verbundene Umschichtung des Personals in die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH hat im Berichtszeitraum zu einer Steigerung der Personalkosten um TEUR 3.910 auf TEUR 6.349 geführt.

Ebenfalls sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022/2023 um 2.979 TEUR auf 8.860 TEUR gestiegen. Auch hierbei liegt der wesentliche Grund für die Kostensteigerung in den Kosten für die Logistik, die letztendlich für alle Firmen innerhalb der Simba-Dickie-Gruppe erbracht werden.

Die höheren Kosten für Personal sowie Logistik sind allerdings innerhalb der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH ergebnisneutral, da diese im Rahmen der Umsatzerlöse aufwandgerecht entsprechend der erbrachten Leistungen weiterberechnet werden.

Bei der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH selbst verbleiben allerdings die gestiegenen Kosten für Kommissionen, die - wie bereits oben dargelegt - nun auch für die Umsätze in die Schweiz an das dortige verbundene Unternehmen entrichtet werden müssen.

Die gestiegenen Kosten für Zinsen liegen neben den allgemeinen Zinssteigerungen im Wesentlichen an der erhöhten Inanspruchnahme der Finanzierung mit Hilfe des Cashpoolings innerhalb der deutschen Unternehmen der Simba-Dickie-Gruppe.

Das Ziel der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH eines ausgeglichenen respektive eines leicht positiven Ergebnisses ist letztlich im Geschäftsjahr 2022/2023 übertroffen worden.

2. Finanzlage / Eigenkapitalquote

Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH weist zum Bilanzstichtag 30. April 2023 unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses sowie der Kapitalrücklage ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.295 (Vorjahr TEUR 2.119) und damit eine Eigenkapitalquote von 7,6 % nach 9,5 % im Vorjahr aus.

Die gesunkene Eigenkapitalquote ergibt sich aus der erneut um TEUR 7.589 verlängerten Bilanzsumme im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres, was der Finanzierung der Bautätigkeiten der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH in Sonneberg/Thüringen geschuldet ist.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH in Höhe von TEUR 24.962 (Vorjahr TEUR 17.682) besteht in der Hauptsache aus dem im Geschäftsjahr 2011/2012 in Sonneberg in Thüringen erbauten Logistikgebäude inklusive eines vollautomatischen Kleinteilelagers AKL, aus dem Neubau eines vollautomatischen Hochregallagers in den Geschäftsjahren 2018/2019 und 2019/2020, sowie aus bereits getätigten Investitionen bzw. Anzahlungen in die neue Lagerhalle 16 zur Bewältigung der gestiegenen Anforderungen in der Logistik der Simba-Dickie-Gruppe.

Im Umlaufvermögen kam es im Geschäftsjahr 2022/2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 zu keinen nennenswerten Änderungen.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Renditeerwartung

Unter Berücksichtigung der zahlreichen externen wie internen Herausforderungen wird von der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 nach TEUR 346 im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern im Höhe von etwa minus TEUR 900 erwartet, was einer negativen Umsatzrendite von etwa minus 2,5 % entspricht.

Es stellt sich die Herausforderung, nach der Fertigstellung des Neubaus im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 und die Verlagerung der gesamten Logistik aller deutschen Firmen der Simba-Dickie-Gruppe auf die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH am Standort in Sonneberg, die Kosten entsprechend der erbrachten Leistungen auch ergebnisneutral weiter zu berechnen.

Letztlich wirken sich die momentan stark steigenden Kreditzinsen ebenfalls negativ auf das Ergebnis der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH aus.

Wie bereits im Berichtszeitraumd wird es auch im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 das Ziel sein, wie bereits im Berichtszeitraum zum einen die Logistikkosten, insbesondere durch die getätigten Investitionen in Sonneberg, weiter zu senken und zum anderen durch die dargelegte Umstellung der gesamten Logistik auf die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH am Standort in Sonneberg weitere Synergien innerhalb der Simba-Dickie-Gruppe zu heben und zu nutzen.

2. Umsatzerwartung

Letztendlich ist eine seriöse Umsatzplanung bei der bestehenden politischen und wirtschaftlichen Gemengelage nur schwer möglich.

Die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen leichten Rückgang des Warenumsatzes um etwa 6 % auf circa 23,1 Mio. Euro.

3. Entwicklungen im Handel

Als ein firmenübergreifendes Problem am Markt stellt sich die Tatsache dar, dass der nicht organisierte Spielwarenfachhandel insgesamt immer mehr an Bedeutung verliert, während Konzerne und Handelsketten immer größer sowie der E-Commerce immer stärker werden.

Diese Entwicklungen wurden aufgrund der Corona-Pandemie noch verstärkt. So scheuen viele Endverbraucher den Kontakt im Laden und haben gleichzeitig die Bequemlichkeit des Onlinehandels für sich entdeckt. Der Fachhandel lebt durch die Bindung der Stammkunden, die ihre Produkte in der Regel im stationären Handel beziehen. Durch die Corona-Pandemie haben auch diese Bindungen gelitten, da in den Zeiten von Lockdown vieles letztendlich online bezogen wurde.

Ein zusätzlicher Nachteil des Internethandels für die Händler liegt in der Tatsache begründet, dass die Preise für den einzelnen gewerblichen als auch privaten Kunden immer vergleichbarer und damit immer transparenter werden.

D. Risikobericht

Die Marktrisiken sind für die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH aufgrund des Sortiments, das mittlerweile den größten Teil des möglichen Spektrums an klassischen Spielwaren abdeckt, überschaubar.

Finanzrisiken, insbesondere Liquiditätsrisiken sind bei der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH aufgrund der Einbettung in die Simba-Dickie-Gruppe nicht gegeben.

Um dem Risiko von möglichen Forderungsausfällen entgegenzuwirken und daraus resultierende Schäden abzufedern, bleibt die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH auch weiterhin im bestehenden Kreditversicherungsvertrag der SIMBA-DICKIE-GROUP GmbH integriert.

BILANZ ZUM 30. APRIL 2023

SIMBA-DICKIE-VERTRIEBS-GMBH, FÜRTH

AKTIVA

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 24.961.755,92 17.682.307,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.071,69 62.517,63
II. Sachanlagen 24.916.684,23 17.619.790,19
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.012.961,99 4.703.282,07
I. Vorräte 157.303,16 14.329,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.682.280,56 4.518.927,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 173.378,27 170.024,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 201,70 0,00
29.974.919,61 22.385.589,89

PASSIVA

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.295.159,62 2.119.057,78
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.150.000,00 1.150.000,00
III. Bilanzgewinn 1.120.159,62 944.057,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 928.930,74 548.311,58
C. VERBINDLICHKEITEN 26.750.829,25 19.718.220,53
29.974.919,61 22.385.589,89

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 16.951.311,75 9.245.091,01
2. Personalaufwand -6.349.016,02 -2.438.917,82
a) Löhne und Gehälter -5.298.083,58 -2.042.695,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.050.932,44 -396.222,56
- davon für Altersversorgung: EUR 50,80 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -889.772,33 -791.163,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -8.859.750,23 -5.880.405,25
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 29.365,26 (Vorjahr: EUR 2.023,12)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 305,00 1,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -506.986,54 -110.719,89
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 456.090,83 (Vorjahr: EUR 52.477,17)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -156.000,00 -16.062,88
8. Ergebnis nach Steuern 190.091,63 7.822,42
9. sonstige Steuern -13.989,79 -13.318,30
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 176.101,84 -5.495,88
11. Gewinnvortrag dem Vorjahr 944.057,78 949.553,66
12. Bilanzgewinn 1.120.159,62 944.057,78

Anhang 2022/23

SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, Fürth

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HRB 8058 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Fürth.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Bei Gebäuden und Außenanlagen wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 9 und 33 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 14 Jahren.

Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG).

Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Jubiläumsleistungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23 ist im Anlagenspiegel der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH (Anlage) dargestellt.

2. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 25.

Der Gewinnvortrag beläuft sich auf TEUR 944 (Vorjahr: TEUR 950).

3. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind enthalten:

30.4.2023
TEUR
30.4.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.066 4.713
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.690 12.871
25.756 17.584

davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

30.4.2023
TEUR
30.4.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 654 650
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.690 12.871
22.344 13.521

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:

30.4.2023
TEUR
30.4.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.413 4.063
3.413 4.063

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 23.338 (Vorjahr: TEUR 15.656) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 3.413 (Vorjahr: TEUR 4.063) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 813) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften in Höhe von TEUR 21.650 (Vorjahr: TEUR 12.796).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

4. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

30.04.2023
TEUR
30.04.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 184.819 172.991

Gründe für eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind nicht ersichtlich, wir schließen dies aus dem jahrelang bestehenden Obligo ohne Inanspruchnahme unsererseits, sowie der guten Eigenkapitalausstattung der Schwestergesellschaften.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2022/23
gewerbliche Arbeitnehmer
Vollzeit 127
Angestellte
Vollzeit 23
150

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 an:

Florian Sieber CEO

Uwe Weiler COO

Manfred Duschl CFO

Die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen, da drei Geschäftsführer ausschließlich auf organschaftlicher Grundlage tätig sind.

3. Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Simba Toys GmbH & Co. KG, Fürth, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Ausgehend von einem Jahresüberschuss von EUR 176.101,84 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 944.057,78 ein Bilanzgewinn von EUR 1.120.159,62. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

30.4.2023
EUR
Vortrag auf neue Rechnung 1.120.159,62
Bilanzgewinn 1.120.159,62

 

Fürth, den 2. Juni 2023

SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH

gez. Florian Sieber

gez. Uwe Weiler

gez. Manfred Duschl

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. September 2023 festgestellt worden.

In der Gesellschafterversammlung vom 21. September 2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn von EUR 1.120.159,62 auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens:

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.05.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30.04.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.089,71 0,00 0,00 0,00 193.089,71
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.137.567,46 82.500,00 0,00 0,00 16.220.067,46
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.361.767,08 535.435,42 -150.407,61 0,00 4.746.794,89
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 683.582,16 7.619.786,59 0,00 0,00 8.303.368,75
21.182.916,70 8.237.722,01 -150.407,61 0,00 29.270.231,10
21.376.006,41 8.237.722,01 -150.407,61 0,00 29.463.320,81
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.05.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.04.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.572,08 17.445,94 0,00 148.018,02
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.058.328,88 499.554,53 0,00 2.557.883,41
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.504.797,63 372.771,86 -81.906,03 1.795.663,46
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.563.126,51 872.326,39 -81.906,03 4.353.546,87
3.693.698,59 889.772,33 -81.906,03 4.501.564,89
NETTOBUCHWERTE
30.04.2023
EUR
30.04.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.071,69 62.517,63
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.662.184,05 14.079.238,58
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.951.131,43 2.856.969,45
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.303.368,75 683.582,16
24.916.684,23 17.619.790,19
24.961.755,92 17.682.307,82

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, Fürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, Fürth, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIMBA-DICKIE-Vertriebs-GmbH, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Im Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als ungeprüft gekennzeichnete Angaben haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 31. August 2023

LB Dr. Hußmann & Kollegen PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mattias Bahmann, Wirtschaftspüfer

Dr. Stefan Lütke, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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