Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 568
Eingetragen
30.7.1965
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Herstellung und der Verkauf von Gemischbildnern und Motorenkomponenten und Systeme sowie Düsen für diverse Anwendungsbereiche. Gegenstand des Unternehmens sind außerdem die Vermietung von Leerstandsflächen in eigenen Gebäuden und die Vornahme aller dem Geschäftszweck förderlicher Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Eisenlauer
seit 8.9.2021
Prokura
Martin Fischer
seit 12.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert26.38% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Flash Electronics (India) Private LimitedIND
26.38%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Flash Holding GmbH
Germany
19.25%
Flash Holding GmbH
Germany
7.13%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BING Power Systems GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

1. Entwicklungen im Branchenbereich

Der Umsatz nach Branchen stellt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 wie folgt dar:

Die Umsatzverteilung blieb im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr nahezu konstant. Der größte Anteil am Umsatz wurde auch im Geschäftsjahr 2023/2024 mit Produkten für die Zweirad- und Freizeitindustrie erwirtschaftet. Drosselklappenanlagen, Schaltassistenten und Düsen zur Kolbenkühlung für das Hochpreissegment sind dabei die Hauptumsatzträger. Der Anteil an Produkten für die Automobilindustrie beträgt aktuell ca. 9%. Somit ist der Einfluss der Umstellung auf Elektroantriebe bisweilen gering. Die derzeit für den Automobilsektor hergestellten Produkte haben noch eine mehrjährige Restlaufzeit bzw. wurden erst kürzlich durch Folgeprodukte ersetzt.

Die Nachfrage nach motorisierten Zweirädern stieg im Jahr 2023 weiter an. Laut einem Bericht des Europäischen Verbandes der Motorradhersteller (ACEM) wurden von Januar bis September 2023 insgesamt 874.000 Motorräder in den Hauptmärkten Europas neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 782.000 Zulassungen bedeutet dies eine Steigerung von ca. 11,8%. Ein Grund dafür sind u.a. die sich wieder stabilisierenden Lieferketten. Stärkste Absatzmärkte in diesem Bereich sind nach wie vor Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Der weltweite Absatz an Zweirädern hat sich in den vergangenen 3 Jahren stabilisiert. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg prognostiziert.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die BPS-Gruppe produziert mit dem Werk in Nürnberg etwa zu 90% im Inland. Drosselklappenanlagen werden seit 2018 bei unserer Muttergesellschaft in Indien produziert und in Nürnberg lediglich einer Endprüfung unterzogen.

Weitere Produkte, für teilweise dieselben Kunden, werden bei unserer Tochtergesellschaft in Szigetszentmiklos, Ungarn, gefertigt.

Hohe Planungssicherheit wird durch mittel- bis langfristige Rahmenverträge mit den meisten unserer Hauptkunden erzielen.

Um eine schnelle, kundenorientierte Anpassung an sich verändernde Produktionsvolumina umsetzen zu können, erfolgen die Abrufe teilweise elektronisch über EDI.

In 2023/2024 wurde ein Rohergebnis von T€ 10.351 erzielt, was einem Rückgang von 1,1 % gegenüber 2022/2023 entspricht.

Hauptgrund für die teilweise reduzierten Abrufe waren vor allem die Umsatzrückgänge unserer Kunden durch das weltweit gestiegene Zinsniveau sowie die gestiegenen Marktpreise. Einschränkungen aus der Rohstoffmangellage der letzten Jahre waren dagegen kaum mehr spürbar.

Der Personalstand der fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 109 leicht gesunken. Die Anzahl der Leiharbeitskräfte wurde im Laufe des Geschäftsjahres auf 0 heruntergefahren. Grund dafür war, neben des Umsatzrückganges, auch die Effizienzsteigerung durch die Anschaffung neuer Bearbeitungsmaschinen.

Das Jahresergebnis ist mit T€ 220 positiv.

Nach Ermittlung des Jahresergebnisses beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag T€ 4.449 und entspricht 41,6 % der Bilanzsumme.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht vor allem aus Vorräten (T€ 4.856), kurzfristigen Forderungen (T€ 3.155) und Sachanlagen (insbesondere technische Anlagen und Maschinen, welche gegenüber dem Vorjahr um rund T€ 91 auf rd. T€ 1.813 angestiegen sind.

Die Passivseite ist ferner durch Pensionsrückstellungen (T€ 2.340) und Bankverbind-lichkeiten (T€ 375) geprägt.

Um das Ergebnis nachhaltig positiv zu beeinflussen, werden weitere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Unternehmen umgesetzt und die Produktbereiche in der Entwicklung erweitert.

3. Aktuelle Entwicklung und Ausblick

Hinsichtlich der aktuellen, politischen Gegebenheiten und den damit verbundenen Preissteigerungen sowie des aktuellen Zinsniveaus ist die aktuelle Lage unübersichtlich und es ist weiterhin mit Umsatzschwankungen zu rechnen.

Wo es nach intensiver Risikobetrachtung möglich ist, treten wir den Preissteigerungen mit zeitlich begrenzten Mengenkontrakten entgegen. In einigen Fällen war und ist es weiterhin notwendig, die Lieferantenauswahl für manche Serienprodukte anzupassen.

Um auch für die Zukunft weiteres Potenzial hinsichtlich steigender Effizienz und Digitalisierung zu nutzen, wurden auch im vergangenen Jahr Investitionen in den Maschinenpark und die Digitalisierung getätigt.

Durch Produktionsverlagerungen nach Indien sowie unserer India Sourcing Strategie, vor allem von Zukaufteilen für Neuprodukte und im Speziellen Aluminium-Druckgussteilen, werden Personal- und Beschaffungskosten reduziert. Dieses Vorgehen bleibt somit Teil der aktuellen Unternehmensstrategie.

Die Entwicklungskosten der BING Power Systems GmbH lagen im letzten Geschäftsjahr bei ca. 0,9 % des Umsatzes.

Schwerpunkte bei der Entwicklung neuer Produkte werden im Bereich von elektronischen Drosselklappenanlagen, Schaltassistenten, Einspritzleisten und Ölspritzdüsen sowie Komponenten für Brennstoffzellen gesetzt.

Weiterhin wurde durch die Neugründung einer der BING Power Systems GmbH angegliederten Entwicklungsfirma in Polen neue Impulse für zukünftige Entwicklungen im Bereich von elektrischen Antrieben gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit unserem Mutterkonzern in Indien sollen zukünftig Antriebs- und Steuereinheiten für elektrifizierte Antriebsstränge für verschiedene Fahrzeugkategorien entwickelt und hergestellt werden.

Unser ungarisches Tochterwerk fokussiert sich weiterhin auf die Optimierung und Effizienzsteigerung der Produktion von Wachs-Thermostaten. Die Nachfrage ist bedingt durch den Zinsanstieg gerade bei den Kunden in Kanada etwas rückläufig, jedoch gehen wir mittel- bis langfristig von einem stabilen Markt für diesen Produktbereich aus, weshalb der Fokus dieser Sparte weiterhin Kernaufgabe bleibt.

Im Produktbereich Standheizungen bleiben die Kundenabrufe leider weiter hinter unseren Erwartungen zurück. Um den Umsatz dennoch absichern zu können, sind wir mit unserem Hauptkunden für Standheizungen stets in intensiven Gesprächen, um bei dem Vorhaben strategische Lieferantenentscheidung zu unseren Gunsten nützen zu können.

Wir sind klar als strategischer Lieferant eingeordnet und erhoffen uns die Möglichkeit laufende Projektumfänge von Wettbewerbern übernehmen zu können und damit Umsätze abzusichern.

Grundsätzlich sehen wir für die BING Power Systems GmbH weiterhin attraktive Märkte für unser bestehendes Produktportfolio da die meisten, großen Motorradhersteller weiterhin an den aktuellen Antriebskonzepten festhalten.

Da die Umstellung auf alternative Antriebe im hochpreisigen Zweiradbereich derzeit stagniert, bieten die kommenden Jahre weiterhin Wachstumspotential, um damit die Entwicklung von Produkten im Bereich alternativer Antriebe voranzutreiben.

Seit 2018 ist die BING Power Systems GmbH zertifiziert nach dem aktuellen Automobilstandard IATF 16949. Auch im Geschäftsjahr 2023/24 wurde die jährliche Rezertifizierung erneut erfolgreich abgeschlossen.

4. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, auf Risiken der künftigen Entwicklung hinzuweisen, falls diese den Bestand der Firma gefährden könnten, oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage haben könnten.

Für das Erkennen wesentlicher Risiken führen wir seit vielen Jahren ein umfangreiches Risikomanagementsystem. Die Struktur wurde zuletzt Ende 2020 überarbeitet und ist Teil unseres Kennzahlenmonitors und der Unternehmensplanung. Das System wird regelmäßig überprüft, aktualisiert und weiterentwickelt.

Wesentliche Teile unserer Produkte finden nach wie vor im Automobil- und Zweiradsegment ihren Einsatz.

Eine Entkoppelung von Schwankungen und Veränderungen in diesen Märkten ist weiterhin nur in einem engen Rahmen möglich. Um Abhängigkeiten zu reduzieren, werden weiterhin neue Geschäftsfelder im Bereich Non-Automotive erschlossen und auch Projekte im Bereich "Alternative Antriebe" angestrebt.

Sich verändernde Rohstoffpreise werden in der Regel mit den Auftraggebern verhandelt und teilweise sind Preisanpassungsklauseln bereits vertraglich geregelt.

Engpässen bei der Versorgung von Zukaufteilen treten wir in Abstimmung mit unseren Kunden mit Mengenkontrakten beim Lieferanten oder sogar Unterlieferanten entgegen.

Hinsichtlich der Finanzstärke unserer Großkunden werden unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistung pünktlich bezahlt. Bei einigen kleineren Kunden, vor allem aus dem Ersatzteilgeschäft oder diverser Auslandskunden, wird in der Regel Vorkasse vereinbart. Darüber hinaus wurde das Forderungsmanagement verstärkt und auffällige Kunden auf Einhaltung der Zahlungsziele sensibilisiert, um Lieferstopp bzw. Vorkasse zu vermeiden.

Finanzinstrumente auf Devisen, Zinsen oder Währungen werden allgemein nicht verwendet, da alle Umsätze in EUR fakturiert werden und Bankendarlehen in Euro finanziert sind. Lediglich ein Kunde wünscht eine Verrechnung von Baugruppen aus Indien in INR.

Zur Sicherung der Geschäfts- und Produktionsabläufe sind unternehmensintern Vertretungsregelungen durchgängig getroffen und dokumentiert.

Alle internen Prozesse sind dokumentiert und werden regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf aktualisiert.

Investitionen in neue Produkte und Fertigungstechnologien sollen den zukünftigen Umsatz der Firma sichern helfen. Hierbei steht vor allem die neu entstandene Entwicklungssparte für Komponenten zu alternativen Antrieben in Polen mit im Zentrum der künftigen Entwicklungstätigkeiten.

Die für die Jahre 2022 und 2023 geplanten und zum Teil vom Bund geförderten Maschineninvestitionen wurden umgesetzt und werden zukünftig zur Lohn- und Materialkostenreduzierung eigesetzt.

Investitionen in neue Produkte und Fertigungstechnologien sollen den zukünftigen Umsatz der Firma sichern helfen. Hierbei steht vor allem die neu eingeführte Entwicklungssparte zu Komponenten für alternative Antriebe im Zentrum der künftigen Entwicklungstätigkeiten.

Die für das Jahr 2022 geplanten und zum Teil vom Bund geförderten Maschineninvestitionen wurden umgesetzt und werden zukünftig zur Lohn- und Materialkostenreduzierung eigesetzt.

5. Sonstiges

Aktuell sind die geplanten Umsatzzahlen aus der Zweirad- und Freizeitindustrie schwankend. Veränderungen am Rohstoff- und Halbleitermarkt werden durch unsere Disposition und den Einkauf ständig beobachtet, um bei kurzfristigen Abweichungen bei der Materialbeschaffung schnellstmöglich reagieren zu können. In den letzten drei Jahren konnten diesbezüglich umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden.

Zur Steigerung der Energieeffizienz tragen die Neuinvestitionen in einem nicht unerheblichen Maße bei. Dies wird für die steigenden Anforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit von besonderer Relevanz sein.

Produktionsabfälle und Verpackungen werden zudem einem zertifizierten Recycling- Unternehmen der Wiederverwertung zugeführt.

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) wird zunehmend digitalisiert, um eine vereinfachte Auswertung zu ermöglichen.

Wie bereits beschrieben, wurde unser Qualitätsmanagementsystem nach TS 16949 Anfang 2018 durch IATF 16949 ersetzt. Alle notwendigen Prozesse und das interne Kennzahlensystem wurden diesbezüglich angepasst und werden regelmäßig aktualisiert.

Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt BING einen internen Datenschutzbeauftragten, der auf die Einhaltung der Vorschriften der EU-DSGVO im Umgang mit persönlichen Daten im Unternehmen hinwirkt. Die erforderliche Fachkunde wird durch regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen sichergestellt. BING führt ein Verzeichnis über alle Verarbeitungsverfahren von personenbezogenen Daten. Neue/geänderte Verfahren werden durch die Verantwortlichen laufend auf Datenschutzkonformität überprüft.

Ebenso wird das Informationssicherheitsmanagementsystem optimiert und es wurde ein Informationssicherheitsbeauftragter berufen. Zusätzlich getätigte Investitionen im Bereich der IT-Sicherheit sollen weitreichenden Schutz vor Cyberkriminalität bieten.

 

Nürnberg, den 11. Juni 2024

BING POWER SYSTEMS GMBH

Gez. Geschäftsführung

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

Vorjahr zum Vergleich
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 577.155,70 475
2. EDV-Software 14.583,09 5
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 591.740,79 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 414.857,01 530
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.242,31 364
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.729,42 872.828,74 0
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 348.084,08 348
1.812.653,61 1.722
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.855.792,76 5.155
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 454.460,00 897
2. Übrige Forderungen 2.700.708,53 3.155.168,53 3.077
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 774.501,90 446
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.750,00 113
10.689.866,80 11.410

PASSIVA

Vorjahr zum Vergleich
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (Stammkapital) 6.100.000,00 6.100
II. Gewinnrücklagen 681.525,56 681
III. Bilanzverlust 2.332.126,48 2.552
4.449.399,08 4.229
B. Rückstellungen 3.579.853,70 4.866
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 375.149,40 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 919.561,45 1.140
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.365.903,17 1.175
davon aus Steuern € 116.865,82 (i.V. T€ 86)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 7.839.45 (i.V. T€ 12)
2.660.614,02 2.315
10.689.866,80 11.410

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Vorjahr zum Vergleich
T€
1. Rohergebnis 10.350.652,35 10.242
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.613.749,71 5.251
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.177.909,71 1.086
davon für Altersversorgung € 20.091,78 (i.V. T€ 11) 6.791.659,42
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 306.190,25 282
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.997.399,11 10.095.248,78 2.934
255.403,57 689
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94.370,15 9
davon aus verbundenen Unternehmen € 52.400,00 (i.V. T€ 9)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87.762,44 91
davon aus der Aufzinsung € 45.081,00 (i.V. T€ 38) 6.607,71
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 262.011,28 607
8. Steuern vom Einkommen (i.V. Erstattete Steuern vom Einkommen) 41.134,43 81
9. Ergebnis nach Steuern 220.876,85 526
10. Sonstige Steuern 714,00 1
11. Jahresüberschuss (i.V. Jahresfehlbetrag) 220.162,85 525
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.552.289,33 3.077
13. Bilanzverlust 2.332.126,48 2.552

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben

Die BING Power Systems GmbH (kurz: "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 568 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt.

Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der jeweiligen steuerlich zulässigen Höchstsätze und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Selbständig nutzungsfähige bewegliche Anlagegüter werden bei Anschaffungskosten bis zu € 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit ein niedrigerer Marktpreis zum Bilanzstichtag vorliegt, wurde dieser angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, d.h. Einzelkosten (Fertigungslöhne und Material) zuzüglich Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Gegenstände des Umlaufvermögens, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet, die aktivisch vom Forderungsbestand abgesetzt wird.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die ausgewiesenen Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die auf der Aktivseite ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen dem Nominalwert der vor dem Abschlussstichtag angefallenen Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz ergibt sich aus der Rückstellungsabzinsungsverordnung.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) angesetzt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre von 1,49 %; die Restlaufzeit wurde hierbei mit zehn Jahren angesetzt. Der Berechnung liegen ferner die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss 2023/2024

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten in der Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 vgl. beigefügte Darstellung.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023 Zugang Abgang Stand am 31.3.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.149.702,60 195.306,00 1.840,00 1.343.168,60
2. EDV-Software 599.995,98 17.997,16 0,00 617.993,14
3. Geschäfts- oder Firmenwert 153.394,39 0,00 0,00 153.394,39
1.903.092,97 213.303,16 1.840,00 2.114.556,13
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.403.913,97 1.360,27 0,00 7.405.274,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.017.021,39 58.091,61 6.026,23 6.069.086,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 125.729,42 0,00 125.729,42
13.420.935,36 185.181,30 6.026,23 13.600.090,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 348.084,08 0,00 0,00 348.084,08
15.672.112,41 398.484,46 7.866,23 16.062.730,64
Abschreibungen
Stand am 1.4.2023 Zugang Abgang Stand am 31.3.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 674.873,61 91.139,29 0,00 766.012,90
2. EDV-Software 594.791,17 8.618,88 0,00 603.410,05
3. Geschäfts- oder Firmenwert 153.392,39 0,00 0,00 153.392,39
1.423.057,17 99.758,17 0,00 1.522.815,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.873.535,79 116.881,44 0,00 6.990.417,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.653.320,05 89.550,64 6.026,23 5.736.844,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.526.855,84 206.432,08 6.026,23 12.727.261,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.949.913,01 306.190,25 6.026,23 14.250.077,03
Restbuchwert Restbuchwert
Stand am 1.4.2023 Stand am 31.3.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 474.828,99 577.155,70
2. EDV-Software 5.204,81 14.583,09
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
480.035,80 591.740,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 530.378,18 414.857,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.701,34 332.242,31
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 125.729,42
894.079,52 872.828,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 348.084,08 348.084,08
1.722.199,40 1.812.653,61

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und beinhalten u.a. Beträge für Gewährleistungen, Gratifikationen, Urlaubslöhne und -gehälter sowie Zeitguthaben.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

Bilanzposten Restlaufzeit Gesamt gesichert
bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52.877,74 253.362,90 68.908,76 375.149,40 375.149,40
(i.V. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 )
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 919.561,45 0,00 0,00 919.561,45 0,00
(i.V. 1.139.723,33 0,00 0,00 1.139.723,33 0,00 )
Übrige Verbindlichkeiten 1.365.903,17 0,00 0,00 1.365.903,17 0,00
(i.V. 1.174.728,20 0,00 0,00 1.174.728,20 0,00 )
2.338.342,36 253.362,90 68.908,76 2.660.614,02 375.149,40
(i.V. 2.314.451,53 0,00 0,00 2.314.451,53 0,00 )

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

In der Bilanz sind Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit einem Erfül-lungsbetrag zum Abschlussstichtag von T€ 2.960 mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, verrechnet. Zum Abschluss-stichtag beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände T€ 620, so dass sich eine Rückstellung für Pensionen von T€ 2.340 ergibt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die im aktuellen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten betragen T€ 195. Davon entfallen T€ 195 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 rd. T€ 735. Für die Folgejahre ist mit Beträgen in ähnlicher Höhe zu rechnen.

Ausschüttungssperren

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf € 8.072,00.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beträgt € 577.155,70.

Beschäftigte

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/2024 im Durchschnitt folgende Mitarbeiter:

Arbeiter 70
Angestellte 36
106
Auszubildende 3
109

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der BING Power Origin Kft. in Szigetszentmiklos/Ungarn. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 weist einen Jahresüberschuss von THUF 80.515 aus, das Eigenkapital beträgt THUF 685.893.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Flash Holding GmbH, Nürnberg.

Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Martin Fischer, hauptberuflich Geschäftsführer der Gesellschaft, bestellt.

Organbezüge

Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 Lit. a HGB wird unter Bezugnahme auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Nürnberg, den 11. Juni 2024

BING Power Systems GmbH

Gez. Martin Fischer, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht der BING Power Systems GmbH, Nürnberg, haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BING Power Systems GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BING Power Systems GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BING Power Systems GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Villingen-Schwenningen, den 11. Juni 2024

B W T Badisch-Württembergische Treuhand GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Gez. Dilger, Wirtschaftsprüfer

Gez. Dr. Möhrle, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss 2023/2024 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Oktober 2024 festgestellt worden.

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