Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 1542
Eingetragen
29.4.1985
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Betrieb einer Spedition. Die Gesellschaft kann weitere, gleichartige oder ähnliche Unternehmungen errichten, bestehende erwerben oder sich an solchen beteiligen. Die Gesellschaft kann erworbene Unternehmen oder Beteiligungen an solchen verwalten. Sie kann auch in Personengesellschaften die Rechtsstellung einer persönlich haftenden und zur Vertretung berechtigten Gesellschafterin einnehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Böckenholt
seit 18.12.2013
Prokura
Christian Messing
seit 22.7.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bernhard Messing GmbH

Coesfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Bernhard Messing GmbH wurde im Jahr 1908 zunächst als Einzelfirma gegründet und hat ihren Sitz in Coesfeld. Im Jahr 1985 wurde das Unternehmen in eine GmbH eingebracht. Durch Gesellschafterbeschluss vom 15. Mai 2017 wurde die Satzung überarbeitet, sowie das Stammkapital geglättet und auf 230.250,00 Euro erhöht.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bernhard Messing GmbH ist die Erbringung von logistischen Dienstleistungen. Das Unternehmen ist insbesondere auf dem Sektor Güterkraftverkehr mit eigenen Fahrzeugen aktiv, betätigt sich darüber hinaus aber auch als Abfertigungsspedition für diverse namhafte Verlader. In der Eigenschaft als Vermittler organisiert das Unternehmen Warenströme in Deutschland und innerhalb der Europäischen Union, sowie in das vereinigte Königreich und in die Schweiz.

Der Umsatz im Berichtsjahr betrug 18.662 TEuro. Dies stellt ein Rückgang von 8,1 % im Verhältnis zum Vorjahr dar. Die originären Frachterlöse sind hieran mit einem Minus von 559 TEuro (3,3 %) beteiligt.

Das Unternehmen unterscheidet sich deutlich vom Markt durch die intensive Ausrichtung auf die Belange der einzelnen Kunden und ist in der Lage, neben den speditionsüblichen Sammelgutsystemen insbesondere auch Direktverkehre anzubieten, welche ohne zusätzliche Umschlagvorgänge durchgeführt werden.

Der Nutzen für die Kunden besteht hierbei insbesondere aus den folgenden Faktoren:

• Jederzeitige Kontrolle über den Sendungsstatus und die voraussichtliche Eintreffzeit, durch in das Transportmanagementsystem eingebundene Flottentelematik

• Reduzierung des Beschädigungs- und Verlustrisikos durch Verzicht auf häufige Umschlagvorgänge

• Reduzierung der Logistikkosten durch günstige Beiladesätze

• Optimierung der Fahrzeugauslastung durch Nutzung von Synergieeffekten und Bündelung von Sendungen verschiedener Verlader.

Das Unternehmen ist vollwertiges Mitglied in folgenden Netzwerken:

• Palletways - nationales und internationales Netzwerk für palettiertes Stückgut

• SIM-Cargo (Zusammenschluss aus ILN und S.T.a.R.) - nationales und internationales Sammelgutnetzwerk

• Elvis Full Load Network - internationales Netzwerk zum Austausch von Ladungen

• Elvis Part Load Network - internationales Netzwerk zum Austausch von Teilladungen

Gemeinsam mit den Partnerunternehmen werden günstige und leistungsfähige Speditionsdienstleistungen auf Gegenseitigkeit angeboten. Über die Netzwerke können Verkehre in alle wichtigen europäischen Länder zu wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten werden.

Neben den reinen Transportdienstleistungen bieten wir auch umfangreiche Lager- und Kommissioniertätigkeiten an. Dieser Geschäftsbereich wurde in den letzten Jahren kontinuierlich aufgebaut und bietet deutliches Wachstumspotential für die Zukunft. Positiver Nebeneffekt ist, dass in den meisten Fällen ein Koppelgeschäft entsteht, da die Beförderung der gelagerten Güter ebenfalls nachgefragt wird. Insgesamt bewirtschaften wir zurzeit über ca. 5.000 qm Hallenfläche. Ca. 3.000 qm sind mit Hochregalen zur Lagerung von Paletten ausgestattet.

Geschäftsverlauf

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzerlöse und das EBIT sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, welche auch zur internen Steuerung herangezogen werden.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2023 ist die Wirtschaft in Deutschland um ca. 0,3 % zurückgegangen.

Entwicklung der Branche

In 2023 lag die Inflationsrate in Deutschland bei 5,9 %. Unter diesem Einfluss war die Wirtschaftslage in Deutschland recht angespannt. Dies hat dazu geführt, dass stellenweise ein hoher Preisdruck im Frachtmarkt vorhanden war.

Bereits Ende 2022 hat sich die Nachfrage unter dem Eindruck der extrem hohen Kosten langsam eingetrübt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Mengen dann weiter gesunken, sodass ein leichter Laderaumüberhang am Markt zu verzeichnen war.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Geschäftsentwicklung der Bernhard Messing GmbH war im Jahr 2023 nicht voll zufriedenstellend. Es ist ein positives Ergebnis i.H.v. 85 TEuro erwirtschaftet worden. Das Ergebnis hat sich bei fallendem Umsatz und geringen Kostensenkungen im Vergleich zum Jahr 2022 nur leicht verbessert und liegt unterhalb der Zielgröße. Der Jahresüberschuss in Höhe von 85 TEuro liegt leicht unter dem prognostizierten Ergebnis mit 100 TEuro. Zudem wurde im vergangendem Jahr ein Umsatzrückgang zutreffend prognostiziert.

Aktuell besteht der Fuhrpark aus ca. 70 eigenen Fahrzeugen, welche ausschließlich die Schadstoffklasse VI erfüllen. Im Jahr 2023 wurden Ersatzinvestitionen in ziehende Einheiten und Wechselbrücken vorgenommen. Im Bereich der Wechselaufbauten und Anhänger sind auch in den kommenden Jahren bei gleichbleibender Betriebsgröße umfangreiche Ersatzinvestitionen vorzunehmen.

Weiterhin besteht am Markt ein sehr hoher Bedarf an qualifizierten Kraftfahrern. Gleichzeitig geht die Anzahl der verfügbaren Fahrer kontinuierlich weiter zurück. Um künftig weiterhin am Markt erfolgreich sein zu können, ist es unabdingbar, das Problem des Fahrermangels besser zu lösen als der Wettbewerb.

Dies haben wir uns zum Ziel gesetzt. Dabei verfolgen wir insbesondere folgende Ansätze:

• Anpassung der Vergütung und Entwicklung attraktiver Entlohnungsmodelle unter Berücksichtigung der jeweiligen Leistungen und der Betriebszugehörigkeit

• Gestaltung familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle, insbesondere Ausbau von Schichtmodellen

• Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Kraftfahrer

• Qualifizierungsmaßnahmen zur Gewinnung neuer Fahrer

• Bereitstellung eines Fahrertrainers, welcher die gesetzlichen Schulungen im eigenen Haus vornimmt und gleichzeitig die Fahrer im Tagesgeschäft betreut und unterstützt

• Diverse Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas

• Umsetzung eines Fahrergewinnungs- und Bindungskonzepts

• Feste Zuweisung von Fahrern und Disponenten zur Verbesserung der Kommunikation untereinander

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Bernhard Messing GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt, wenngleich weiterer Optimierungsbedarf besteht.

1. Ertragslage

Der Umsatz im Berichtszeitraum betrug 18.662 TEuro. Dies entspricht einer Verringerung um 1.651 TEuro im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr betrug somit 8,1 %. Nachdem in 2022 die Kraftstoffpreise extrem hoch waren, sind die Dieselkosten in 2023 tendenziell wieder gesunken. Hierdurch wurden gegenüber den Kunden erheblich niedrigere Dieselzuschläge berechnet.

Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 85 TEuro erzielt. Dies bedeutet eine Ergebnisverbesserung um 18 TEuro im Vergleich zum Vorjahr.

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr um 373 TEuro auf 7.361 TEuro gestiegen. Der Personalkostenanteil ist im Verhältnis zum Gesamtumsatz von 34,4 % auf 39,4 % gestiegen. Die Beschaffungskosten für Kraftstoffe haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 795 TEuro verringert. Die Fahrzeugkosten (ohne Abschreibungen) sind im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 26,5 % (i.Vj.: 28,7 %) und absolut um 897 TEuro gesunken.

2. Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit stabil. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben im Berichtsjahr um 976 TEuro abgenommen. Dies hängt mit zurückhaltenden Investitionen zusammen. Die Forderungen gegenüber unseren Kunden haben sich gleichzeitig um 434 TEuro erhöht. Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um 473 TEuro verringert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 1.086 TEuro und haben sich somit um 465 TEuro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um künftig erfolgreich arbeiten zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bernhard Messing GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 8.680 TEuro. Sie ist gegenüber dem Vorjahr 2022 (9.153 TEuro) um 473 TEuro gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von 5,2 %.

Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 70,1 % (i.Vj.: 70,3 %) an der Bilanzsumme.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich absolut um 335 TEuro.

Im Wesentlichen wurde investiert in:

• LKW (CNG Gasantrieb, Diesel, Elektro)

• Sattelanhänger und Anhängerfahrgestelle

• Wechselbrücken

• Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz (PV Anlagen inklusive Speicher)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 1.968 TEuro und erhöhten sich im Jahresvergleich um 434 TEuro. Die Forderungen sind teilweise mittels einer Kreditausfallversicherung abgesichert.

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital inklusive Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss an der Bilanzsumme von 30,4 % gekennzeichnet (i. Vj. 27,9 %).

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Es ist ein positives Ergebnis i.H.v. 85 TEuro erwirtschaftet worden. Das Ergebnis hat sich bei fallendem Umsatz und geringen Kostensenkungen im Vergleich zum Jahr 2022 leicht verbessert.

C. Prognosebericht

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Für das laufende Geschäftsjahr sind steigende Umsatzerlöse zu verzeichnen. Diese hängen einerseits mit gestiegenen Frachtpreisen zusammen. Andererseits konnte aber auch Neugeschäft gewonnen werden. Von Januar bis Oktober 2024 beträgt die Umsatzsteigerung insgesamt 1.382 TEuro.

Wir rechnen mit einem im Branchenvergleich befriedigenden Ergebnis. Für das Jahr 2024 wird ein positives Betriebsergebnis erwartet. Per Ende Oktober weist die BWA ein vorläufiges Ergebnis in Höhe von ca. 587 TEuro aus. Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung in Höhe von ca. 304 TEuro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für die folgenden Monate rechnen wir mit leicht schlechteren Betriebsergebnissen. Insgesamt rechnen wir mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 300 TEuro.

In 2024 wurden wiederum Ersatzmaßnahmen im Fuhrpark vorgenommen. Ziel dieser Investitionen ist es, die technischen Entwicklungen umzusetzen und sowohl Kraftstoffverbrauch, als auch Reparaturen weiter zu senken. Zudem soll durch aktuelle Fahrzeuge die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht und die Ökobilanz durch Einsatz schadstoffarmer Fahrzeuge weiter verbessert werden.

Die Gesamtkosten sind weiter gestiegen, hierbei wirkt sich insbesondere die stark gestiegene Maut zum 01. Dezember 2023 extrem aus. Diese ist in der Spitze um bis zu 83 % auf bis zu 34,8 Cent je Kilometer erhöht worden. Gleichzeitig werden ab Januar 2024 auch die bislang mautbefreiten Gasfahrzeuge voll bemautet, sodass hier der Kostenvorteil vollständig entfallen ist und die Fahrzeuge durch verringerte Reichweiten und höhere Wartungskosten tendenziell unwirtschaftlicher sind als ein konventionelles Dieselfahrzeug.

Voraussichtliche Entwicklung

Seitens der Geschäftsleitung wird folgende Prognose für die kommenden Jahre abgegeben:

• Die Fahrerknappheit wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen, da wegen des demografischen Wandels weiterhin ältere Fahrer in den Ruhestand gehen werden, ohne dass ausreichend junge Fahrer nachrücken. Problematisch ist hier auch das Gespenst des autonom fahrenden LKW, welches sich aus unserer Sicht im Verteilerverkehr nicht durchsetzen lassen wird. Auch hierdurch werden junge Menschen davon abgehalten, den Beruf des Kraftfahrers zu erlernen.

• Die Digitalisierung schreitet auch in unserem Unternehmen voran und führt zu weiteren Prozessveränderungen. Hierbei muss aber darauf geachtet werden, ältere Mitarbeiter nicht zu überfordern.

• Durch sinnvolle Nutzung der bereits vorhandenen Systemverkehre können weitere Kundenpotentiale gehoben werden, ohne den eigenen Fuhrpark weiter auszubauen. Außerdem werden weitere Empfangspartnerschaften aufgebaut, um möglichst auf Gegenseitigkeit Synergien aufzubauen.

D. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt und werden diese fortlaufend weiterentwickeln:

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören:

• Die Anwendung einheitlicher Richtlinien,

• Der Einsatz zuverlässiger Software,

• Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

• Arbeitsanweisungen und

• Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Preisänderungsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Verträge mit den wesentlichen Kunden werden langfristig abgeschlossen. Gleichzeitig bestehen bei den A-Kunden Preisgleitklauseln, welche bei wesentlichen Veränderungen der Einstandspreise greifen und somit das wirtschaftliche Risiko eindämmen. Das Jahr 2023 war wiederum durch eine starke Inflation geprägt. Dies hat weitere Preisrunden mit den Kunden unabdingbar gemacht. Im Dezember 2023 wurde die Maut um bis zu 84 % erhöht. Dies hat eine komplette Überarbeitung der Tarifstruktur und eine außerordentliche Preisrunde mit den Kunden erforderlich gemacht. Auch für die Zukunft ist weiterhin mit steigenden Kosten zu rechnen.

Weitere wesentliche Risiken:

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Bernhard Messing GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der weiteren konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Es ist derzeit nicht absehbar, ob sich die derzeit schwache Konjunktur in 2025 erholt. Die bislang in 2024 geführten Verhandlungen mit Kunden waren weitgehend erfolgreich.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden erneut neue Kunden angeworben. Die Verteilerverkehre mit Kühlfahrzeugen sind zwischenzeitlich gefestigt und werden weiter ausgebaut. Hierfür wurden zwei Außenstandorte in der Nähe von Hannover und Salzgitter aufgebaut, an dem zurzeit 4 Fahrzeuge und 7 Mitarbeiter stationiert sind. Zusammenfassend kann das Auslastungsrisiko zum gegenwärtigen Zeitpunkt als mittelmäßig bezeichnet werden. Auch im Rückladungsbereich ist die Auslastung weitgehend stabil. Seit Mitte 2019 verstärkt ein vertriebsstarker fester Mitarbeiter die Verkaufsaktivitäten insbesondere im Bereich Sammelgut.

Personalrisiken

Die Bernhard Messing GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Aus diesem Grunde ist bereits seit 2012 ein Mitarbeiter dafür zuständig, die Qualifizierung der Fahrer zu verbessern und die Weiterbildung der Fahrer nach dem Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetz zu organisieren. Zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern wurde ein Konzept erstellt. Dieses sieht vor, wesentlich stärker als bislang auf die Wünsche der Bewerber und Bestandsmitarbeiter einzugehen und hat sich absolut bewährt. Etwa ein Drittel der ziehenden Einheiten ist vollständig bezahlt, so dass im Notfall auf fehlende Kraftfahrer mit Kapazitätsabbau reagiert werden kann.

Umweltrisiken

Die anhaltenden Diskussionen um Feinstaubemissionen und die CO 2 Debatte zwingen uns dazu, stets rechtzeitig in schadstoffarme Fahrzeuge zu investieren. Die Bernhard Messing GmbH ist in diesem Segment mit ausschließlich EuroVI-Fahrzeugen sehr gut aufgestellt. Seit 2013 wurden ausschließlich Neufahrzeuge angeschafft, welche die verbindlich vorgeschriebene Euro6 Norm erfüllen. Insgesamt werden 70 Fahrzeuge in die günstigste Mautkategorie eingestuft. Seit 2021 wurden zudem insgesamt 13 Gasfahrzeuge angeschafft, welche den CO 2 Ausstoß im Vergleich zu Dieselfahrzeugen um ca. 20 % senken. Diese Fahrzeuge werden seit Mitte 2024 ausschließlich mit zertifiziertem Biogas betankt.

Gleichwohl werden von der Gesellschaft mittlerweile vollständig schadstofffreie Fahrzeuge gefordert. Diese sind aber noch nicht zu marktfähigen Preisen zu bekommen. Zudem ist die Reichweite noch sehr eingeschränkt. Im Rahmen des KSNI Förderprogramms haben wir Fördermittel zur Anschaffung von 2 schweren Elektro LKW samt Ladeinfrastruktur erhalten. Die Fahrzeuge sind nunmehr seit ca. 1 Jahr im Einsatz und haben sich in der Praxis sehr gut bewährt. Ziel dieser Maßnahme ist es insbesondere, eigene Erfahrungen mit der Elektromobilität zu sammeln.

Zur Vermeidung weiter steigender Energiekosten setzen wir konsequent auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Außerdem ersetzen wir aktuell Gasheizungen durch Wärmepumpen und sanieren unsere betrieblich genutzten Gebäude energetisch.

Regierungskrise

Deutschland befindet sich im Herbst/Winter 2024 in einer tiefen Krise. Die sogenannte Ampelregierung ist zerbrochen und für den Februar 2025 sind Neuwahlen angekündigt.

Gleichzeitig droht aus den USA durch die erneute Wahl von Donald Trump weiteres Unheil für die exportlastige deutsche Wirtschaft durch bereits angekündigte Strafzölle.

Bedingt durch weiterhin hohe Energiekosten und gleichzeitig hohe Lohnkosten haben diverse Betriebe Kurzarbeit angemeldet und einige wichtige Branchen stellen die Produktion in Deutschland entweder ein oder verringern in erheblichem Umfang.

Dies führt zu einer hohen Verunsicherung in der Bevölkerung. Es bleibt daher abzuwarten, ob nach den Neuwahlen schnell eine neue Regierung gebildet werden kann und welche Schwerpunkte diese neue Regierung insbesondere in der Wirtschaftspolitik setzt.

Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung

Wir sind mit der Entwicklung des Betriebsergebnisses insbesondere in den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren zufrieden, da wir eine Trendwende in den Ergebnissen einleiten konnten. Die Eigenkapitalquote von 30,4 % der Bilanzsumme, als auch der kurzfristige Verschuldungsgrad in Höhe von 131,3 % sind angemessen und im Branchenvergleich als zufriedenstellend anzusehen.

Alle darüber hinaus nachstehend aufgeführten Risiken stellen nach unserer Einschätzung derzeit keine Bestandsgefährdung dar.

Allgemeine wirtschaftliche Risiken

Folgende wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale sind derzeit erkennbar:

• Anhaltender Preisdruck durch Verlader - Kostenvermeidungsstrategie, sich eintrübende Konjunkturaussichten, Gefahr einer fortschreitenden Rezession - dadurch mangelnde Auslastung

• Mangelnde Möglichkeiten der Fremdvergabe, hierdurch können Leistungsschwächen entstehen

• Hohe Fremdfrachten für Subunternehmer bei gleichzeitig vertraglich zugesicherten Verkaufspreisen - Gefahr von Verlusten im speditionellen Kerngeschäft des Ladungshandels

• Forderungsausfälle durch Insolvenzen

• Fahrzeugstillstand durch fehlendes Fahrpersonal

• Stark steigende Personalkosten durch weitere Verknappung

Chancen

• Durch die Preisverhandlungen mit den Kunden in den vergangenen Jahren, werden heute in allen Teilbereichen kostendeckende Preise erzielt.

• Unsere langjährigen Mitarbeiter - sowohl im Fuhrpark, als auch in der Verwaltung - tragen die notwendigen Anpassungen mit.

• Durch eine leistungsorientierte Bezahlung binden wir die Mitarbeiter an unser Unternehmen. In allen Bereichen werden die Löhne und Gehälter fortlaufend überprüft und auf das jeweilige Marktniveau angehoben.

• Spedition Messing hat gesetzliche Neuregelungen wie z. B. zu den Ruhezeiten konsequent umgesetzt. Dieses hat dazu geführt, dass wir in der Vergangenheit bei verschiedenen Kunden nicht "marktgerechte" Preise erzielen konnten. Zwischenzeitlich können wir feststellen, dass die Konkurrenz mitzieht und wir somit im Vergleich zu Ihnen wieder wettbewerbsfähig sind.

• Durch innerbetriebliche Umstrukturierungsmaßnahmen konnten wir die Effizienz unserer Sammelgutsystemverkehre deutlich verbessern. Auch im Nahverkehr wurden Maßnahmen zur Leistungssteigerung umgesetzt. Hierdurch erreichen wir eine höhere Stoppanzahl je Fahrzeug und Einsatztag. Insbesondere die Mitgliedschaft in mittlerweile 4 mittelständischen Netzwerken führt zu einer nennenswerten Sendungsverdichtung.

• Durch Einführung unserer "Zebra" Telematikgeräte in Verbindung mit dem Wechsel des Telematikanbieters sind völlig neue Arbeitsabläufe möglich. Ablieferbelege und Ablieferstatus stehen nunmehr in Echtzeit zur Verfügung. Die Arbeitsabläufe in der Disposition, sowie vor allen Dingen in der Abrechnung können hierdurch deutlich schlanker gestaltet werden.

• Das Qualitätsmanagementsystem wurde umgestellt. Statt eines vergleichsweise statischen Systems setzen wir seit Anfang 2018 Q.wiki ein. Q.wiki ist ein interaktives Managementsystem mit folgenden Eigenschaften:

• Q.wiki ist der Ort im Unternehmen, in dem Prozesse transparent dokumentiert werden, jeder Mitarbeiter sein Wissen einbringt und das Unternehmen gemeinschaftlich weiterentwickelt wird. Der Grundgedanke Interaktiver Managementsysteme ist, durch Partizipation aller Mitarbeiter stets aktuelle, akzeptierte und wirksame Vorgaben im Unternehmen zu etablieren.

• Q.wiki ist technisch sehr eng mit dem bekannten Wikipedia verbunden, beide basieren auf der gleichen Technologie.

• Die Handhabung ist der von Wikipedia sehr ähnlich.

Anfang Juli 2020 wurde das "Mobilitätspaket" der Europäischen Union verabschiedet. Dieses Paket sieht erhebliche Veränderungen im Bereich Entsendung von LKW-Fahrern, bei der Verordnung zu Lenk- und Ruhezeiten und den Verordnungen zu Marktzugang und Kabotage vor. Wenngleich das Mobilitätspaket nicht die ursprünglich erhoffte Wirkung zeigt, gleichen sich die Löhne mit den östlichen EU Ländern langsam weiter an. Hierdurch verringert sich der Kostenvorteil osteuropäischer Wettbewerber.

E. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Zahl der Mitarbeiter gestiegen. Unsere Fluktuationsrate betrug im Berichtszeitraum ca. 18 %.

Unser Personalaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7.361 TEuro. Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in beträchtlichem Umfang Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter durchgeführt.

Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für unser Unternehmen hohe Priorität.

Das Unternehmen verfügt über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001. Die Zertifizierungsgesellschaft wurde im Jahr 2012 gewechselt. Durch den Wechsel ist nun auch die Umweltzertifizierung nach DIN ISO 14001 enthalten.

 

Coesfeld, 3. Februar 2025

gez. Christian Meßing, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.088.071,47 6.430.886,62
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.701,00 32.903,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.700,00 32.902,00
II. Sachanlagen 6.062.720,47 6.397.333,62
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 358.315,37 370.206,37
2. technische Anlagen und Maschinen 6.249,00 3,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.584.371,25 6.027.124,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 113.784,85 0,00
III. Finanzanlagen 650,00 650,00
1. Beteiligungen 500,00 500,00
2. sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 2.556.522,31 2.657.175,72
I. Vorräte 388.545,34 345.823,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.151.973,00 1.644.167,28
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.151.973,00 1.644.167,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 740,00 740,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.003,97 667.184,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.389,36 39.254,34
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 0,00 25.489,11
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.679.983,14 9.152.805,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.641.087,86 2.555.856,09
I. gezeichnetes Kapital 230.250,00 230.250,00
II. Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
III. Gewinnrücklagen 511.219,00 511.219,00
IV. Gewinnvortrag 1.414.387,09 1.347.612,48
V. Jahresüberschuss 85.231,77 66.774,61
B. Rückstellungen 640.319,66 664.027,44
C. Verbindlichkeiten 5.371.976,10 5.932.922,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.815.397,13 4.791.010,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.494.119,34 1.763.798,12
davon mit Restlaufzeit über 5 Jahre 64.598,44 95.424,54
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.556.578,97 1.141.911,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.556.578,97 1.141.911,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.599,52 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.679.983,14 9.152.805,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.262.485,54 16.401.532,16
2. Personalaufwand 7.360.517,86 6.987.985,04
a) Löhne und Gehälter 6.124.040,78 5.791.555,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.236.477,08 1.196.429,52
davon für Altersversorgung 31.696,00 44.739,58
3. Abschreibungen 1.663.119,01 1.879.175,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.663.119,01 1.879.175,98
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.999.395,03 7.315.909,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.899,99 6.759,76
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 107.033,23 112.109,53
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 52.088,63 46.337,13
Jahresüberschuss 85.231,77 66.774,61

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben und Erläuterungen in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen erfüllt die Gesellschaft die Voraussetzungen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Bernhard Messing GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Coesfeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Coesfeld
Register-Nr.: HRB 1542

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Alle zum Fuhrpark gehörenden Anlagegüter werden nach den tatsächlichen Nutzungsdauern und nicht analog den steuerlichen Vorgaben abgeschrieben. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass dies den tatsächlichen Werten entspricht.

Die Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für die Anlagegüter werden erfolgsneutral behandelt und als Minderung der Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Der Ausweis der Genossenschaftsanteile erfolgt aufgrund des langfristigen Charakters nicht unter den sonstigen Vermögensgegenständen, sondern unter den Finanzanlagen.

Die Vorräte wurden im Rahmen der Gruppenbewertung unter Anwendung eines Bewertungsvereinfachungsverfahrens mittels der Durchschnittsmethode bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte grundsätzlich in Höhe des Nennwertes. Drohende Ausfälle wurden durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit dem Rückdeckungsvermögen verrechnet. Das Rückdeckungsvermögen wurde gemäß §§ 246 Absatz 2 Satz 2 i.V.m. 255 Absatz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der in der Bilanz angegebene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über 15 Jahre linear abgeschrieben.

Ausschüttungssperre

Es besteht hinaus besteht hinsichtlich der Pensionsrückstellung eine Ausschüttungssperre in Höhe von 8.542,00 Euro.

Pensionsrückstellung

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung der folgenden Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus ermittelt.

- Rechnungszinssatz p.a.: 1,82 %

- erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen p.a.: 0,00 %

- Rententrend und Fluktuation p.a.: 0,00 %

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 8.542,00 Euro.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Pensionszusage
Euro
Bilanzausweis
Erfüllungsbetrag der Rückstellung 432.890,00
Rückdeckungsversicherung -208.915,92
Buchwert 223.974,08
nachrichtlich:
Aufwendungen und Erträge Euro
verrechnete Zinsaufwendungen -7.454,00
verrechnete Zuführung der Aktivwerte 11.804,69
4.350,69

Verbindlichkeiten

Neben den bei Lieferungen üblichen Eigentumsvorbehalt waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.815.397,13 Euro durch Sicherungsübereignung sowie Bürgschaften und Grundschulden Dritter abgesichert.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr betragen 3.050.698,31 Euro. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen 64.598,44 Euro.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aus Übersichtlichkeits- und Vereinfachungsgründen neben den Darlehen der bei der BaFin als Kreditinstitute registrierten Finanzdienstleister auch Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber diversen Gesellschaften ausgewiesen.

Latente Steuern

Bei den latenten Steuern handelt es sich ausschließlich um Differenzen aus bilanziellen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Dieses betrifft die Abschreibungen im Anlagevermögen und die Bewertung der Pensionsrückstellung. Es wurde gemäß § 274 Absatz 1 HGB von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die passiven latenten Steuern in Höhe von 253.989,10 Euro mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von 227.389,58 Euro zu verrechnen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 33,8 % zugrunde.

Nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 328 TEuro.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag haben das Jahresergebnis mit 52 TEuro belastet. In diesem GuV-Posten sind Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von 52 TEUR enthalten.

Gesonderter Ausweis

Entgegen des Ausweises unter der GuV-Position "sonstige Steuern" findet der Ausweis von Aufwendungen für Kfz-Steuern unter der GuV-Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" statt.

Sonstige Angaben

Angaben zum Personal

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich während des Geschäftsjahres:

leitende Angestellte: 6
Angestellte: 22
gewerbliche Arbeitnehmer (inkl. Teilzeitkräfte und Aushilfen): 134
162

Ergebnisverwendung

Es wird der Gesellschafterversammlung zum Beschluss vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 85.231,77 Euro dem Gewinnvortrag hinzuzurechnen.

Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Christian Meßing geführt.

 

Coesfeld, den 3. Februar 2025

gez. Christian Meßing, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.665,01 8.750,15 0,00 0,00 0,00 151.415,16
Geschäfts- oder Firmenwert 7.669,38 0,00 0,00 0,00 0,00 7.669,38
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 150.334,39 8.750,15 0,00 0,00 0,00 159.084,54
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 479.315,32 0,00 0,00 0,00 0,00 479.315,32
technische Anlagen und Maschinen 93.885,37 6.518,49 0,00 0,00 0,00 100.403,86
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.652.165,89 1.247.677,04 0,00 640.357,43 0,00 16.259.485,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 113.784,85 0,00 0,00 0,00 113.784,85
Summe Sachanlagen 16.225.366,58 1.367.980,38 0,00 640.357,43 0,00 16.952.989,53
Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 500,00
Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 650,00 0,00 0,00 0,00 0,00 650,00
Summe Anlagevermögen 16.376.350,97 1.376.730,53 0,00 640.357,43 0,00 17.112.724,07
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.763,01 16.952,15 0,00 0,00 0,00 126.715,16
Geschäfts- oder Firmenwert 7.668,38 0,00 0,00 0,00 0,00 7.668,38
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 117.431,39 16.952,15 0,00 0,00 0,00 134.383,54
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.108,95 11.891,00 0,00 0,00 0,00 120.999,95
technische Anlagen und Maschinen 93.882,37 272,49 0,00 0,00 0,00 94.154,86
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.625.041,64 1.614.924,50 0,00 564.851,89 0,00 10.675.114,25
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.828.032,96 1.627.087,99 0,00 564.851,89 0,00 10.890.269,06
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.945.464,35 1.644.040,14 0,00 564.851,89 0,00 11.024.652,60
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 24.700,00 32.902,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 24.701,00 32.903,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 358.315,37 370.206,37
technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.249,00 3,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.584.371,25 6.027.124,25
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 113.784,85 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 6.062.720,47 6.397.333,62
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 500,00 500,00
Genossenschaftsanteile 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 650,00 650,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.088.071,47 6.430.886,62

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bernhard Messing GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bernhard Messing GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bernhard Messing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coesfeld, den 4. Februar 2025

W&N Wirtschaftsprüfer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Master of Arts Benedikt Burbaum, Wirtschaftsprüfer

Bachelor of Science ppa. Florian Marquardt, Wirtschaftsprüfer

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