Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 19032
Eingetragen
28.4.2020
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Planung und Projektmanagement im Bereich Tiefbau und Leitungsbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nima Bagherpour
seit 30.7.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geoduct GmbH

Ascheberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

GeoDuct GmbH, Ascheberg

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die im April 2020 gegründete Gesellschaft ist ein Generalunternehmer, der sich mit dem Ausbau von Glasfasernetzen beschäftigt. Aufgrund des Know-Hows der Geschäftsführer konnte schnell eine Plattform für die Planung, die Genehmigung, den Ausbau und die Dokumentation von Glasfasernetzen entwickelt werden.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens werden für Planung und die Bauausführung Nachunternehmer beschäftigt, während die gesamte Projektsteuerung durch die Geschäftsführung und erfahrene Mitarbeitende durchgeführt wird.

2. Ziele und Strategien

Bekanntlich ist Deutschland ein hoch entwickeltes Industrieland mit erheblichen Defiziten im flächendeckenden Ausbau der IT-Infrastruktur. Dieses betrifft den Bestand der Mobilfunknetze wie auch die Versorgung mit leistungsstarken Internetverbindungen.

Die Glasfasertechnologie hat sich als eine sehr leistungsstarke Form des Datenaustausches etabliert. Die Nachfrage wächst zunehmend und erfahrene Fachbetriebe für den Ausbau dieser "Datenautobahnen" sind rar.

Wenngleich derzeit viele neu gegründete Unternehmen diese derzeitige Nische bedienen wollen, stellt sich zunehmend heraus, dass Erfahrung und bewährte Qualitätsstandards der Schlüssel zum Erfolg sind.

So ist das Ziel der GeoDuct GmbH, ein führender Generalunternehmer in Deutschland zu werden. Solides Wachstum in Verbindung mit dem Prinzip der permanenten Verbesserung zeigen gerade in diesem Jahr, das die Ausrichtung an diese Strategie langfristig erfolgsversprechend sein wird.

II. Wirtschaftsbericht (zum abgelaufenen Geschäftsjahr)

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a. Gesamtwirtschaft (global und national)

Nach einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im Jahr 2021 um 2,6 % ist das BIP im Jahr 2022 lediglich um 1,9 % gewachsen.

Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2022 in Deutschland war durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und die damit verbundenen Preissteigerungen sowie die weitere Verschärfung der Materialknappheit sowie der Lieferengpässe geprägt. Entlastend wirkte die im Verlauf des Jahres nachlassende Corona-Pandemie.

Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %-Pkt. auf 5,3 %. Zum Ende des Jahres 2022 waren jedoch verschiedene Branchen, insbesondere im Bereich der energieintensiven Industrie gezwungen auf das Instrument der Kurzarbeit zurückzugreifen um Entlassungen von Arbeitnehmer zu verhindern.

b. Branchenentwicklung

Die Telekommunikations- und Glasfaserbranche ist derzeit ein stark wachsender Wirtschaftszweig.

Bis 2030 soll nach den Plänen der Bundesregierung jeder Haushalt und jedes Unternehmen über einen Glasfaseranschluss verfügen können.

Laut Breitbandatlas lag die Verfügbarkeit von FTTB/FTTH-Anschluss-Verfügbarkeiten bei ca. 32 % (Quelle: https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/Breitbandatlas/Vollbild/start.html).

Insofern ist die Branchenentwicklung trotz der rückläufigen Nachfrage nach Bauprodukten insgesamt sehr positiv über die nächsten Jahre einzuschätzen.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 der GeoDuct GmbH verlief überaus positiv. Die Expansion setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr fort und konnte sogar noch einmal stark beschleunigt werden. Die Anzahl der Aufträge und Projekte erhöhte sich ebenfalls deutlich. Dies spiegelt sich auch in den gegenüber dem Vorjahr auf das 2,75-fache gestiegene Umsatzerlösen wider.

Die GeoDuct GmbH hat im Berichtsjahr ein Rohergebnis in Höhe von 16.368 TEUR (Vorjahr: 6.001 TEUR) erwirtschaftet. Nach Abzug des Personalaufwands, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein operatives Ergebnis in Höhe von 10.542 TEUR (Vorjahr: 3.744 TEUR).

Der Anteil des Rohergebnisses an der Gesamtleistung beträgt 22,16 % im Vorjahr auf 22,38 %.

3. Wirtschaftliche Lage

a. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 9.968 TEUR um 22.745 TEUR auf 32.713 TEUR erhöht. Dabei macht das Umlaufvermögen mit 32.470 TEUR (Vorjahr: 9.852 TEUR) bzw. 99,3 % (Vorjahr: 98,8 %) den überwiegenden Teil der Aktiva aus.

Innerhalb des Umlaufvermögens bilden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 16.316 TEUR (Vorjahr: 5.109 TEUR) sowie der Bestand an liquiden Mitteln mit 8.077 TEUR (Vorjahr: 1.622 TEUR) die beiden größten Positionen.

Der Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist vor allem vor dem Hintergrund des gestiegenen Auftragsvolumens und den gestiegenen Umsatzerlösen zu sehen. Trotz des weiteren Aufbaus von branchenüblichen Sicherheitseinbehalten, die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden, konnte eine Umschlagshäufigkeit der Forderungen von 6,9 (Vorjahr: 8,9) erreicht werden. Dabei berechnet sich die Umschlagshäufigkeit aus den Umsatzerlösen dividiert durch den durchschnittlichen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Geschäftsjahres.

Aufgrund des auskömmlichen Bestands an liquiden Mittel war die GeoDuct GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen.

b. Finanzlage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital von 3.151 TEUR um 7.350 TEUR auf 10.501 TEUR erhöht. Dabei setzt sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag aus dem gezeichneten Kapital von 40 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR), dem Gewinnvortrag von 3.111 TEUR (Vorjahr: 505 TEUR) sowie dem Jahresüberschuss von 7.350 TEUR (Vorjahr: 2.606 TEUR) zusammen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 32,10 % (Vorjahr: 31,6 %). Somit konnte trotz des deutlichen Anstiegs der Bilanzsumme die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr noch einmal ausgebaut werden.

Neben dem Eigenkapital bilden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 7.597 TEUR (Vorjahr: 1.171 TEUR) sowie die erhaltenen Anzahlungen mit 5.191 TEUR (Vorjahr: 2.559 TEUR) wesentliche Bestandteile der Passiva. Dabei ist der Anstieg dieser beiden Positionen ebenfalls vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Auftragsvolumens und der Umsatzerlöse, analog zu der Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der geleisteten Anzahlungen zu sehen.

c. Ertragslage

2022 2021 Delta
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 73.777 99,9 26.771 99,8 + 47.006
+ Sonstige betriebliche Erträge 98 0,1 48 0,2 + 50
= Gesamtleistung 73.875 100,0 26.819 100,0 + 47.056
- Materialaufwand - 57.506 - 77,9 - 20.818 - 77,6 - 36.691
= Rohergebnis 16.369 22,2 6.001 22,4 + 10.368
- Personalaufwand - 3.503 - 4,7 - 1.311 - 4,9 - 2.192
- Abschreibungen - 54 - 0,1 - 44 - 0,2 - 10
- Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.270 - 3,1 - 902 - 3,4 - 1.368
= Operatives Ergebnis 10.542 14,3 3.744 14,0 + 6.799
+/- Finanzergebnis - 5 0,0 0 0,0 - 5
= Ergebnis vor Steuern 10.537 14,3 3.744 14,0 + 6.794
- Steuern - 3.187 - 4,3 - 1.138 - 4,2 - 2.049
= Jahresüberschuss 7.350 10,6 2.606 9,7 + 4.746

Die Umsatzerlöse stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 26.771 TEUR um 47.006 TEUR auf 73.777 TEUR.

Der Materialaufwanderhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 20.818 TEUR um 36.688 TEUR auf 57.506 TEUR. Der Anstieg des Materialaufwandes ist vor allem in der erheblichen Steigerung der Aufträge und des Auftragsvolumens begründet. Die Materialaufwandsquote, berechnet als Anteil des Materialaufwandes an der Gesamtleistung, beträgt von 77,8 %, im Vorjahr 77,6 %.

Hieraus abgeleitet ergibt sich ein Rohergebnis, welches sich gegenüber dem Vorjahr von 6.001 TEUR um 11.095 TEUR auf 17.096 TEUR erhöht hat. Gemessen an der Gesamtleistung der GeoDuct GmbH entspricht dies einer Rohertragsmarge von 23,1 % (Vorjahr: 22,4 %).

Die Neueinstellung von hochqualifiziertem Personal zur Bearbeitung des gestiegenen Auftragsvolumens führte zu einem Anstieg der durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern von 18 Arbeitnehmern im Vorjahr auf nunmehr 32 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022. Analog erhöhte sich auch der Personalaufwand von 1.311 TEUR um 2.192 TEUR auf 3.503 TEUR.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 902 TEUR um 1.368 TEUR auf 2.270 TEUR resultiert nahezu vollständig aus einem Einmaleffekt in Form einer Wertberichtigung von Forderungen.

Der Jahresüberschuss vor Steuern beläuft sich auf 10.533 TEUR nach 3.741 TEUR im Vorjahr. Dies entspricht einer Rendite bezogen auf die Gesamtleistung von 14,3 %, welche gegenüber der entsprechenden Rendite von 13,9 % im Vorjahr noch einmal gesteigert werden konnte.

Nach Abzug von ertragsabhängigen Steuern von insgesamt 3.183 TEUR (Vorjahr: 1.136 TEUR) schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 7.350 TEUR nach einem entsprechenden Ergebnis im Vorjahr von 2.606 TEUR.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den in der Kommentierung zur Ertragslage bereits beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren (im Wesentlichen Materialaufwandsquote, Rohertragsmarge und Vor-Steuer-Rendite) erfolgt eine Steuerung auf Grundlage der Kennzahl "Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization" (EBITDA). Das EBITDA entwickelt sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Delta
TEUR
Jahresüberschuss 7.350 2.606 + 4.744
+ Finanzergebnis 5 0 + 5
+ Steuern 3.183 1.136 + 2.047
+ Abschreibungen 54 44 + 10
= EBITDA 10.587 3.786 + 6.806

Die Qualifikation unserer Mitarbeiter ist darüber hinaus der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator. Durch Mitarbeiter-Weiterbildungsmaßnahmen und die Einstellung von hochqualifiziertem Personal versuchen wir das Knowhow unserer Mitarbeiter stetig zu verbessern.

Soweit es ökonomisch vertretbar ist, versucht die GeoDuct GmbH ihrer Verantwortung im Bereich des Umweltmanagements im besonderen Maße gerecht zu werden. So wird beispielsweise auf die Kooperation mit Fachfirmen im Bereich des Naturschutzmanagements und der ökologischen Baubegleitung bereits jetzt bei vielen Projekten zurückgegriffen.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens im Berichtsjahr

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2022 sehr positiv verlaufen. An die gute Entwicklung der GeoDuct GmbH im Vorjahr konnte angeknüpft und diese sogar noch übertroffen werden.

Die Umsatzerlöse sowie das Rohergebnis und der Jahresüberschuss konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die GeoDuct GmbH konnte ihre Position als verlässlicher und kompetenter Partner im Bereich des Glasfaserausbaus ausbauen.

Unserer Einschätzung nach bestehen hiernach keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der GeoDuct GmbH gefährden, da die Ertragslage und Liquiditätslage hervorragend sind.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht mit Gesamtaussage

Das sehr expansive Jahr 2022 war geprägt durch den Trassenausbau eines Kunden in kleineren Ortschaften rund um Berlin. Hieraus resultiert der enorme Umsatz von über 73 Mio. EUR. Aufgrund des Abrechnungsmodells mit den Nachunternehmern auf der Grundlage einer festen Margenvereinbarung (Resale-Minus) konnte ein Jahresüberschuss von 7,35 Mio EUR erzielt werden.

Das Jahr 2023 wird nun geprägt sein von einem deutlichen Rückgang des Trassenausbaus (die Ausbaugebiete sind zu 70 % gebaut) und einem Fokus auf die Gartenbohrungs- und Anschlussarbeiten, die sowohl vom Umsatz wie auch von der Marge her geringer sind.

Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass im Rahmen der andauernden Akquise zusätzliche Kunden mit Aufträgen für weitere Ausbaugebiete gewonnen werden können, wobei der Einfluss auf Umsatz und Ergebnis erst 2024 deutlich sichtbar werden wird.

Es ist auf der Grundlage der vorliegenden Aufträge von einem Umsatz von ca. 30 Mio. EUR und einem operativen Ergebnis von ca. 4,0 Mio. EUR auszugehen.

2. Risikobericht

Wie unter 1. beschrieben konnte 2022 eine finanzielle Reserve angelegt werden, um die dort beschriebene Entwicklung zu steuern und erfolgreich fortzuführen.

Um dem Risiko, ausschließlich von einem Kunden abhängig zu sein, vorzubeugen, sind bereits Ende 2022 Akquiseaktivitäten gestartet worden, und es konnten zwei namhafte Telekommunikationsunternehmen für weitere Aufträge mit Ausbaugebieten im Frankfurter Raum und im Ruhrgebiet gewonnen werden.

Ein weiteres Risko besteht in den einbehaltenen Sicherheiten während der Ausbauphase, die i.d.R. 5 -15 % betragen. Um hier nach Abschluss eines Bauprojektes nicht fünf Jahre auf den Gewährleistungseinbehalt warten zu müssen, wurde über eine Versicherung ein Rahmenvertrag für die Herausgabe von Gewährleistungsbürgschaften geschlossen, so dass Gewährleistungseinbehalte für ein Bauvolumen von 100 Mio. EUR ausgezahlt werden können.

Schlussendlich besteht ein permanentes Risiko bei geplanter Expansion, geeignetes Personal zu finden. Um hier branchenspezifische Projekt- und Bauleiter zu finden, wurden speziell darauf ausgerichtete Personalvermittler beauftragt. 2023 konnte dadurch bereits geeignetes Personal gefunden werden.

3. Chancenbericht

Im Wesentlichen wurde bereits eingangs unter "Ziele und Strategien" die zukünftige Ausrichtung der GeoDuct GmbH erläutert.

Durch die bestehende und zukünftige enorme Nachfrage nach Glasfaserleitungen kann das Geschäftsmodell für die nächsten Jahre als gesichert angesehen werden.

Dadurch, dass sich auch innerhalb der Branche und gegenüber dem Wettbewerb die GeoDuct GmbH als ein zuverlässiger und finanzstarker Partner etabliert hat, haben Anfragen durch weitere namhafte TK-Unternehmen zugenommen, wenngleich aufgrund der Kapazitätssituation nicht mit allen Anfragenden Verhandlung aufgenommen werden konnten.

Die kommenden Jahre werden sicherlich auch dazu dienen, die implementierten Prozesse noch mehr auf die Kunden auszurichten und zu stabilisieren.

4. Zweigniederlassungen

Unsere Gesellschaft unterhält keine weiteren Zweigniederlassungen.

5. Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung war unser Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 nicht tätig.

6. Der Ausblick und die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Durch die bestehende und zukünftige enorme Nachfrage nach Glasfaserleitungen kann das Geschäftsmodell für die nächsten Jahre als gesichert angesehen werden.

Die Auftragslage der Geoduct GmbH ist gut. Man startet mit Vollbeschäftigung in das Jahr 2023.

Die Geschäftsleitung plant nach einem sehr guten Jahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 mit einer sinkenden Umsatzkapazität gegenüber dem Vorjahr. Durch strategische Kosteneinsparungen ist jedoch damit zu rechnen, dass die Unternehmensrendite gegenüber dem Vorjahr steigen wird.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Darüber hinaus wird es keine wesentlichen Änderungen in unserer bewährten Geschäftspolitik geben.

Unsere Unternehmensleitung ist überzeugt, zukünftig langfristig positive Jahresergebnisse aus der Geschäftstätigkeit zu erzielen. Für das Geschäftsjahr 2023 plant unsere Unternehmensleitung mit einem positiven Jahresergebnis.

 

Ascheberg, 15. Juli 2024

Nima Bagherpour

Nima Chahtalkhi

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 200.253,00 116.025,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.318,00 11.139,00
II. Sachanlagen 177.135,00 103.086,00
III. Finanzanlagen 1.800,00 1.800,00
B. Umlaufvermögen 32.470.095,56 9.852.386,45
I. Vorräte 3.797.792,90 1.873.838,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.594.855,71 6.356.814,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.077.446,95 1.621.733,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.945,50 0,00
Aktiva 32.713.294,06 9.968.411,45

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 10.501.047,81 3.150.907,19
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40.000,00
II. Gewinnvortrag 3.110.907,19 505.378,10
III. Jahresüberschuss 7.350.140,62 2.605.529,09
B. Rückstellungen 8.316.584,36 2.919.281,34
C. Verbindlichkeiten 13.895.661,89 3.898.222,92
Passiva 32.713.294,06 9.968.411,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 16.368.505,03 6.001.271,05
2. Personalaufwand 3.503.389,64 1.311.628,16
a) Löhne und Gehälter 3.203.810,28 1.189.744,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 299.579,36 121.883,71
3. Abschreibungen 53.898,64 44.316,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 53.898,64 44.316,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.269.629,23 902.045,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.266,55 208,05
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.459,77 240,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.182.763,68 1.135.799,69
8. Ergebnis nach Steuern 7.353.630,62 2.607.448,09
9. sonstige Steuern 3.490,00 1.919,00
10. Jahresüberschuss 7.350.140,62 2.605.529,09

Anhang für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr

Geoduct GmbH, Ascheberg

1. Angaben gem. § 264 Abs. 1 a HGB

Sitz der Geoduct GmbH ist Ascheberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 19032 im Register des Amtsgerichts Coesfeld eingetragen.

2. Angaben zur Form und Darstellung des Jahresabschlusses

Die Geoduct GmbH ist zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2022) eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die im Erläuterungsteil dargestellten, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, maßgebend.

Der Anlagenspiegel ist gemäß § 284 Absatz 3 HGB dem Anhang beigefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden gemäß § 277 Absatz 1 HGB in der Fassung des BilRUG ausgewiesen.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2022 liegen keine Erträge und keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung vor (§ 285 Nr. 31 HGB).

Des Weiteren liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind. (Wertbegründende Ereignisse gemäß § 285 Nr. 33 HGB).

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1. Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bewertet und, soweit es abnutzbar ist, über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800,00 Euro nicht übersteigen.

Die Finanzanlagen sind auf Basis der Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bezüglich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf die Anlage zum Anhang verwiesen.

4.2. Umlaufvermögen

4.2.1. Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich vollständig um geleistete Anzahlungen auf bereits begonnene aber zum Bilanzstichtag noch nicht vollständig abgeschlossene Projekte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten.

4.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 3.945.478,89 (Vorjahr: EUR 1.029.710,33) enthalten. Davon bestehen Forderungen gegen Gesellschafter-Geschäftsführer in Höhe von insgesamt EUR 2.300.393,15. Diese wurden im Geschäftsjahr mit einem Zinssatz von 0,1 % verzinst.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.3. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten entfällt in Höhe von EUR 741,54 (Vorjahr: EUR 0,00) auf Disagien.

4.4 Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von Euro 40.000,00 wird gemäß § 42 Abs. 1 GmbHG als gezeichnetes Kapital ausgewiesen.

Die Stammeinlagen sind in voller Höhe geleistet (§ 272 HGB).

4.4. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt und tragen sämtlichen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Sonderzahlungen und ausstehende Rechnungen in Höhe von insgesamt 4.674.697,68, Garantieverpflichtungen in Höhe von 491.898,01 Euro, und ausstehenden Urlaub sowie Prüfungs- und Beratungskosten und Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 77.823,12 Euro.

4.5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen EUR 13.869.695,37 (Vorjahr: EUR 3.871.076,08). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 25.966,52 (Vorjahr: EUR 27.146,84).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 1.057.956,52 (Vorjahr: EUR 111.256,02) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 4.098,21 (Vorjahr EUR 10.078,92), enthalten.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen 0,00 € (§ 253 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 285 Nr. 1 a HGB).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Sicherungsübereignung am beweglichen Anlagevermögen gesichert sind, betragen 35.776,88 € (§ 285 Nr. 1 b HGB).

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Absatz 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen in voller Höhe auf Zinserträge von Gesellschaftern.

6. Sonstige Angaben

6.1. Organe / Geschäftsführung

Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Nima Bagherpour, Warendorf, und Herr Nima Chahtalkhi, Lear.

6.2. Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans erhalten jeweils den gleichen Anteil an den Gesamtbezügen. Aufgrund der gegebenen Voraussetzungen zur Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB wird von der Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB abgesehen.

6.3. Arbeitnehmer

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 32 (Vorjahr:18) Arbeitnehmer beschäftigt.

Der Mitarbeiterbestand entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

31.03.2022 30.06.2022 30.09.2022 31.12.2022
Bauleiter 9 9 11 12
Verwaltung 17 20 24 28
Gesamt 26 29 35 40

6.4. Angaben gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Im Geschäftsjahr 2022 sind die folgenden Geschäfte mit nahestehenden Personen zustande gekommen:

Art des Geschäfts Art der Beziehung Erbringung von Dienstleistungen
in TEUR
Bezug von Dienstleistungen
in TEUR
Nahestehende Unternehmen 0 56.325

Darüber hinaus wird auf die Sonstigen Vermögensgegenstände in Form der Darlehensgewährung gegenüber Gesellschafter verwiesen.

6.5. Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat am 12.04.2024 eine Ausschüttung zum 19.04.2024 in Höhe von 4.000.000,00 EUR beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor den verbleibenden Betrag nach erfolgter Gewinnausschüttung auf neue Rechnung vorzutragen.

6.6. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Außerhalb der unter den Passivposten aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von monatlich 25.570,64 EUR, die in der Regel mit einer Frist von drei Monaten kündbar sind sowie in Höhe von 2.406,00 EUR aus einem KFZ-Leasing mit Laufzeit bis zum 30.06.2023

6.7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 Abs. 1 i. V. m. § 267 Abs. 7 HGB bestanden am Abschlussstichtag für die Ausstellung und Übertragung von Wechseln in Höhe von 0,00 € (Vorjahr 0,00 €).

6.8 Sonstiges

Eine Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgt mit Hinweis auf § 288 Abs.1 und Abs. 2 HGB nicht.

6.9. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Zum Abschlussstichtag besteht keine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.893,25 16.995,00 51.888,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.893,25 16.995,00 51.888,25
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.993,00 2.993,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.719,47 121.131,64 251.851,11
Summe Sachanlagen 133.712,47 121.131,64 254.844,11
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.800,00 1.800,00
Summe Finanzanlagen 1.800,00 1.800,00
Summe Anlagevermögen 170.405,72 138.126,64 308.532,36
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.754,25 6.816,00 30.570,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.754,25 6.816,00 30.570,25
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 437,00 374,00 811,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.189,47 46.708,64 76.898,11
Summe Sachanlagen 30.626,47 47.082,64 77.709,11
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 54.380,72 53.898,64 108.279,36
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.318,00 11.139,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.318,00 11.139,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.182,00 2.556,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.953,00 100.530,00
Summe Sachanlagen 177.135,00 103.086,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.800,00 1.800,00
Summe Finanzanlagen 1.800,00 1.800,00
Summe Anlagevermögen 200.253,00 116.025,00

 

Ascheberg, 15.07.2024

Die Geschäftsführung

Nima Bagherpour

Nima Chahtalkhi

sonstige Berichtsbestandteile

 

Ascheberg, den 15.07.2024

gez. Nima Bagherpour

gez. Nima Chahtalkhi

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geoduct GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Geoduct GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Geoduct GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamminkeln, den 15. Juli 2024

Daniel Heesen, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, soweit hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird.

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