ZOLL LifeBridge GmbHLiquidiert

Emil-Hoffmann-Straße 13, 50996 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 91248
Vorher
Blitz 13-317 GmbHZOLL Acquisition GmbH
Eingetragen
19.2.2013
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Vermarktung und Verkauf von Ausrüstungen für die Wiederbelebung in Notfällen sowie Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Fischer
seit 7.6.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zoll Medical Deutschland GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2016 bis zum 31.03.2017

Konzernlagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Gegenstand der ZOLL Unternehmensgruppe ist der Vertrieb von Geräten und Zubehör der Medizintechnik im Bereich der mobilen Erstversorgung von Patienten mit akuten Herz- und Kreislaufstörungen sowie der zugehörigen Softwarelösungen.

1.2 Aufbau und Struktur des Konzerns

Die ZOLL Medical Deutschland GmbH gehört als unmittelbare Tochtergesellschaft zur Unternehmensgruppe ZOLL Medical Corporation in den USA und damit mittelbar zum japanischen Konzern Asahi Kasei Corporation. Die ZOLL Medical Deutschland GmbH hat Ihren Sitz in Köln und hält die vollständigen Anteile folgender Tochtergesellschaften:

ZOLL CMS GmbH, Köln

ZOLL LifeBridge GmbH, Köln

Zwischen den Tochtergesellschaften und der ZOLL Medical Deutschland GmbH als Organträgerin besteht eine ertrags- und umsatzsteuerliche Organschaft.

Die ZOLL Medical Deutschland GmbH selbst ist in drei wesentliche Geschäftsbereiche gegliedert.

Im Geschäftsbereich "Resuscitation" werden extern automatisierte Defibrillatoren an Kliniken für den Bereich des Rettungswesens sowie für den öffentlichen Bereich zur Lebensrettung vertrieben.

Durch automatisierte und leistungsstarke Produkte wird hierbei die Effizienz von Notfallmaßnahmen gesteigert. Hinzu kommen automatisierte Herzdruckmassageverfahren für die Notfallversorgung.

Der Geschäftsbereich "Temperature-Management" vertreibt Produkte zur therapeutischen Temperaturkontrolle, deren Ziel die Verbesserung des Behandlungsergebnisses von kritischen Patienten ist. Hierzu zählen sowohl deren kontrollierte Kühlung als auch deren Erwärmung.

Der Geschäftsbereich "Data-Management", in welchem Softwarelösungen für die digitale Erfassung, Analyse und Auswertung von Patientendaten vertrieben werden, ist in Deutschland eher klein.

Der Geschäftsbereich der ZOLL CMS GmbH umfasst alle Leistungen rund um den tragbaren Kardiowerter-Defibrillator (Wearable Cardioverter Defibrillator - WCD - Produktname: LifeVest). Diese beinhalten insbesondere:

- Zur Verfügung Stellung des LifeVest Systems

- die Einweisung und Schulung von med. Personal sowie Patienten

- 24h/7d die Woche technischer Service

- Datenmanagement

- Logistik

- Unterstützung von Herzpatienten sowie deren Ärzte und Kliniken

Der WCD soll Patienten mit einem hochgradigen Risiko für potentiell letale Rhythmusstörungen vor dem plötzlichen Herztod schützen. In vielen Fällen ist dieses deutlich erhöhte Risiko potentiell reversibel bzw. nicht permanent. Eben solche Patienten, bei denen nur ein vorrübergehendes Risiko bzw. ein noch nicht abschätzbares Risiko besteht, wären mit einem implantierten Defibrillator überversorgt. Darüber hinaus besteht meist laut den aktuellen Leitlinien der gängigen kardiologischen Fachgesellschaften, aufgrund des oftmals noch nicht abschätzbaren Verlaufes, eine Wartezeit bis zur möglichen Implantation eines permanenten Defibrillators. Der WCD soll somit als Brückentherapie bis zur endgültigen Klärung einer möglichen ICD-Indikation und damit Implantation dienen.

Einen Indikationsbereich, bei denen der WCD Anwendung findet und als solche auch in den gängigen Leitlinien erfasst ist, stellt beispielsweise der Einsatz nach stattgehabtem Myokardinfarkt und Stentimplantation bei hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion dar. Darüber hinaus kann der WCD vor und nach einer Bypass-Operation bzw. vor geplanter Stentimplantation bei ebenfalls hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion verordnet werden. Weitere Anwendungsbereiche stellen die Kardiomyopathien bzw. die kongestiven Herzinsuffizienzen nach Erstdiagnose, oder auch bei sekundärprophylaktischer ICD-Indikation und Verhinderungsgründen für eine Implantation dar.

Der Geschäftsbereich der LifeBridge GmbH wiederum umfasst die sichere Kreislaufunterstützung während der Diagnostik, Therapie und Transport für die schnelle Versorgung von Patienten mit akutem Herz- oder Lungenversagen. In diesem Zusammenhang produziert und vertreibt die Gesellschaft ein miniaturisiertes, mobiles Herz-Lungen-Unterstützungssystem, das innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit ist, um den Kreislauf des betroffenen Patienten so schnell wie möglich zu stabilisieren und somit weiteren Beeinträchtigungen der Organfunktion vorzubeugen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die deutsche Wirtschaft ist gut in das laufende Jahr gestartet. Die Konjunktur hat im ersten Quartal unterstützt durch Sondereffekte sogar etwas angezogen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt beschleunigt um 0,6 Prozent, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Jahresschlussquartal 2016. Dies wird auch durch die gute Entwicklung der Beschäftigung widergespiegelt. Dazu dürften neben dem Baugewerbe und der Industrie erneut nahezu alle Dienstleistungsbereiche beigetragen haben. Die Impulse von der Nachfrageseite kamen im ersten Quartal aus dem In- und Ausland. Neben den privaten und staatlichen Konsumausgaben und den Bauinvestitionen haben nach drei Quartalen auch die Investitionen in Ausrüstungen wieder kräftig zugenommen. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft dürfte sich in den kommenden Monaten mit solidem Tempo fortsetzen. Hierfür sprechen auch die einschlägigen Indikatoren, die sich allesamt auf hohem Niveau befinden.

Die Weltwirtschaft befindet sich insgesamt in einer Phase leichter Belebung. Das Wachstum im ersten Quartal ist allerdings eher enttäuschend ausgefallen. So blieb der Anstieg der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal 2017 ebenso hinter den Erwartungen zurück wie der im Vereinigten Königreich. Im Euroraum scheint sich die Wirtschaftsentwicklung in etwa mit dem Vorjahrestempo fortzusetzen. In Japan hat sich die Konjunktur etwas stabilisiert und dürfte moderat aufwärtsgerichtet bleiben. In den Schwellenländern ist die konjunkturelle Lage heterogen. China und Indien verzeichnen wieder ein gleichmäßigeres und hohes Wachstum. Mit den anziehenden Rohstoffpreisen hat Russland seine Rezession überwunden und etwas verzögert wird dies wohl auch Brasilien gelingen. Insgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2017 höher ausfallen als im Vorjahr. Der IWF etwa erwartet in seiner Prognose vom April ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 Prozent für das laufende Jahr, nach 3,1 Prozent im vergangenen Jahr.

Der private Konsum bleibt trotz der Normalisierung bei den Verbraucherpreisen weiterhin sehr robust. Im März bewegten sich die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) in etwa auf dem hohen Niveau des Vormonats. Insgesamt fiel das erste Quartal damit weniger schwungvoll aus als die zweite Jahreshälfte 2016. Die Umsätze im Kfz-Handel haben dagegen an Dynamik gewonnen. Im Februar kletterten diese um 3,1 Prozent auf einen neuen Höchststand. Sowohl die Stimmung unter den Verbrauchern als auch das Geschäftsklima unter den Einzelhändlern haben sich zuletzt verbessert.

Am Arbeitsmarkt setzte sich die positive Gesamtentwicklung fort. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen weiter kräftig zu. Im März erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Inland saisonbereinigt um 42.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren über 43,8 Millionen Personen und damit 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr erwerbstätig. Noch deutlicher nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu. Im Februar wurde der Vorjahresstand um 2,3 Prozent überschritten. Die verbesserten Frühindikatoren deuten weiterhin auf eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften hin. Die Arbeitslosigkeit sank im April saisonbereinigt um 15.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen ging die Arbeitslosigkeit auf 2,57 Millionen Personen zurück. Vor einem Jahr wurden im April noch 175.000 Arbeitslose mehr ausgewiesen. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit dürfte den Frühindikatoren zufolge in den nächsten drei Monaten weiter leicht zurückgehen (Quelle: BMWi-Pressemitteilung vom 15. Mai 2017).

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt für Medizinprodukte reicht von Einwegmaterial über Implantate bis hin zu Investitionsgütern. Er ist einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Der medizintechnische Sektor gilt als einer mit besten Zukunftsaussichten, da er stark vom demografischen Wandel und beständigem technologischen Fortschritt profitiert. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, therapeutische Fortschritte, steigende Lebenserwartungen und eine niedrige Geburtenrate determinieren diesen demografischen Wandel. In diesem Zusammenhang muss die gesamte Gesundheitsbranche als hoch innovativ und überaus bedeutend für den Wirtschaftsstandort Deutschland bezeichnet werden. Folgerichtig gilt in Deutschland die Medizintechnik-Branche als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig. (Quelle: Branchenbericht Medizintechnologien 2017 des BVMed).

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Wirtschaftsbereiche. Der Anteil der Gesundheitsausgaben ist daher, gemessen an der Einwohnerzahl, seit Jahren steigend (Siehe Grafik Statistisches Bundesamt).

Bild

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen (mit über 20 Beschäftigten) legte in Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2016 um 5,8 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz stieg um 6 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg 2016 um 5,5 Prozent auf insgesamt 18,6 Milliarden Euro. Begründet werden die starken Steigerungen mit Nachholeffekten im Inland, dem schwachen Eurokurs, den niedrigen Ölpreisen, der weiterhin expansiven Geldpolitik und einer gestiegenen Nachfrage in den Schwellenländern.

Die deutsche Industrie für Medizintechnik im Überblick:

2011 2012 2013 2014 2015 2016
Gesamtumsatz in Mrd. € 23,2 24,1 24,6 25,4 27,6 29,2
Inlandsumsatz in Mrd. € 7,8 7,7 7,9 9,0 10,0 10,6
Auslandsumsatz in Mrd. € 15,4 16,4 16,7 16,4 17,6 18,6

Quelle: Wirtschaftsstatistik

Die deutsche Medizintechnikindustrie ist sehr exportintensiv - mit Exportquoten von rund 65 Prozent. Im Jahr 2016 lag die Exportquote bei 64 Prozent. Mitte der 90er Jahre waren es lediglich rund 40 Prozent.

Betrachtet man die weltweite Produktion medizintechnischer Güter (ohne IVD), die im Jahr 2015 etwa 320 Milliarden US-Dollar betrug, liegt Deutschland mit einem Anteil von 9,3 Prozent, nach den USA (38,8 Prozent) und China (12,2 Prozent), aber deutlich vor Japan (5,2 Prozent) und Mexiko (4,9 Prozent) an dritter Stelle (Quelle: Spectaris, Spotlight 2017).

Der größte Absatzsektor für ZOLL sind Krankenhäuser und das Rettungswesen. Dieser Teilmarkt ist gekennzeichnet durch ansteigende Fallzahlen, aber auch anhaltenden Preisdruck, was in einem ebenfalls leicht steigenden Umsatzvolumen im Markt resultiert. Diese Trends sind das Resultat der zentralen Änderungen im Gesundheitswesen der letzten Jahre. Hierzu zählen die Umstrukturierungen in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Einführung der Fallpauschalen sowie des Gesundheitsfonds. Die bisherigen Reformen haben einen signifikanten Effekt bezüglich eines kostenbewussten Handelns der Marktteilnehmer, einem erhöhten Einfluss von Einkaufs- und Verwaltungsabteilungen und der allgemeinen Effizienzsteigerung. Diese Effekte werden von den Trägern des Gesundheitssystems jedoch zurzeit noch hauptsächlich in die volumenstarken Bereiche wie Kardiochirurgie oder Angiologie gelenkt.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung führt auch zu einer Konsolidierung und Zusammenlegung von Krankenhäusern, insbesondere in Großstädten und strukturschwachen Regionen. Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Medizintechnikmarktes begegnen die Unternehmen der ZOLL-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen unterschiedlichen Wettbewerbern.

Langfristig kann ZOLL sich durch die innovativen und einzigartigen Produkte in diesem Marktumfeld hervorheben und durch ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit ein attraktives Marktumfeld schaffen. Die kontinuierliche Entwicklung des Portfolios, die Möglichkeit der Konzentration auf größere Gesundheitszentren sowie die Wettbewerbslage versprechen positive Aussichten für das Unternehmen.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Konzernabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. In diesem Zusammenhang wurden die Umsatzerlöse durch die Neudefinition des § 277 HGB erheblich ausgeweitet. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreskonzernlagebericht zu erhalten, wird nachfolgend zwischen den in diesem Zusammenhang umgegliederten Nebenumsätzen und denen aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit, nachfolgend "Kerngeschäft", unterschieden. Die Nebenumsätze werden bei der Analyse der Vermögens- Finanz- .und Ertragslage folgerichtig vernachlässigt.

Das Geschäftsjahr 2016/2017 verlief für die ZOLL Medical Deutschland GmbH wie erwartet. Der Bereich "Temperature Management (TMS)" konnte aufgrund einer veröffentlichten Studie, die die Wirksamkeit dieser Technologie in Frage stellte, leider nur ein geringes Umsatzwachstum von T€ 367,6 (+3,7%) generieren. Der Bereich Data-Management (DATA) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisiert und konnte insoweit den prognostizierten, deutlichen Umsatzzuwachs von T€ 150,6 (+34,3%) verzeichnen. Im Bereich "Resuscitation" wurde hingegen erneut ein deutliches Umsatzwachstum von T€ 4.791,6 (+22,2%) erzielt.

Der Bereich der ZOLL CMS GmbH verlief ohne besondere Ereignisse, wenngleich sich das geplante Wachstum nicht wie erwartet realisieren ließ.

Aufgrund nach wie vor fehlender Betriebsgenehmigungen für die Produktweiterentwicklung konnte sich der Geschäftsbetrieb der LifeBridge GmbH nicht wie geplant entwickeln. Das Geschäftsjahr 2016/2017 schloss bei einem erneuten Umsatzrückgang im Kerngeschäft von 21,8% trotz der Veräußerung erheblicher Teile des Vorratsvermögens an eine amerikanische Gesellschaft des Ashai Kasei Konzerns defizitär. Wie geplant wird sich die LifeBridge GmbH zukünftig ausschließlich auf den Vertrieb der Produkte beschränken. Mit der Schließung des Standorts in Ampfing sowie der Sitzverlegung nach Köln sollte zudem eine erhebliche Kostenreduzierung verbunden sein.

2.3 Lage des Konzerns

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. In diesem Zusammenhang wurden die Umsatzerlöse durch die Neudefinition des § 277 HGB erheblich ausgeweitet. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreslagebericht zu erhalten, wird nachfolgend zwischen den in diesem Zusammenhang umgegliederten Nebenumsätzen und denen aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit, nachfolgend "Kerngeschäft", unterschieden. Die Nebenumsätze werden bei der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage folgerichtig vernachlässigt.

2.3.1 Ertragslage

Der Konzernumsatz im Kerngeschäft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant um 7,5% (5,3 Mio. EUR) auf 75,8 Mio. EUR gesteigert werden.

Infolge der überaus positiven Entwicklung des Bereichs "Resuscitation" konnten die Umsatzerlöse in diesem Segment per Saldo um 4,8 Mio. EUR (22,2%) auf 24,0 Mio. EUR gesteigert werden. Der Bereich "Temperature Management (TMS)" konnte aufgrund einer veröffentlichten Studie, die die Wirksamkeit dieser Technologie in Frage stellte, leider nur ein geringes Umsatzwachstum von T€ 367,6 (+3,7%) generieren. Der Bereich Data-Management (DATA) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen stabilisiert und konnte insoweit den prognostizierten, deutlichen Umsatzzuwachs von T€ 150,6 (+34,3%) verzeichnen.

Der Umsatz aus dem Kerngeschäft des Bereichs Wearable Cardioverter Defibrillator (WCD) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu unverändert 40,1 Mio. EUR und stagnierte damit auf einem konstant hohen Niveau. Zurückzuführen ist dies darauf, dass Ärzte und sonstige Entscheidungsträger, welche das Produkt bereits verordnet haben und kennen, dieses immer häufiger in ihre Behandlungspfade aufnehmen und aufgrund der positiven Erfahrungen darauf zurückgreifen. Inzwischen haben die europäischen kardiologischen Gesellschaften zudem WCD in ihre Leitlinien aufgenommen. Weiterhin wurde die Anzahl der Mitarbeiter konsequent erhöht, um eine optimale Betreuung der Verordner und Patienten zu gewährleisten.

Entgegen der kontinuierlich steigenden Verordnungszahlen stagnierten die absoluten Kostenübernahmen durch die Krankenkassen bzw. waren sogar rückläufig, was per Saldo zu einer deutlich sinkenden Reimbursementquote führte.

Da sich der Materialaufwand gleichzeitig jedoch um 5,4 Mio. EUR auf 42,8 Mio. EUR erhöhte, verschlechterte sich die Rohertragsmarge weiter von 47,0% auf nunmehr 43,5 %. Die Verminderung der Marge ist im Wesentlichen auf die Verschiebung innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche zurückzuführen.

Mit der Geschäftsentwicklung einher ging die Erhöhung des Personalaufwands von 3,0 Mio. EUR (15,9%) auf nunmehr 22,0 Mio. EUR. Die Veränderungen innerhalb des Personalbestandes selbst trugen dabei den unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Geschäftsbereiche Rechnung. Der Personalaufbau insbesondere im Segment WCD ist der, mit der steigenden Anzahl der ärztlichen Verordnungen einhergehenden, notwendigen Vergrößerung der administrativen Servicebereiche geschuldet.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg der Gesamtaufwand von 10,2 Mio. EUR lediglich moderat auf 10,4 Mio. EUR (+1,5%). Erfasst sind in diesem Bereich als wesentliche Posten Werbe- und Vertriebskosten. Die lediglich moderate Erhöhung ist das Ergebnis eines konsequenten Kostenmanagements in allen Geschäftsbereichen. Sie ist maßgeblich auf die mit den gestiegenen Verordnungszahlen einhergehende Ausweitung der Kosten der Servicebereiche im Geschäftsbereich WCD zurückzuführen.

Per Saldo über alle Geschäftsbereiche reduzierte sich das EBIT folgerichtig von 5,7 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR und hat sich damit, ebenso wie das Jahresergebnis (4,0 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR = -62,1%) mehr als halbiert. Die Umsatzrentabilität sank von 5,7% auf 2,0%, was unmittelbares Ergebnis der Steigerung der Aufwendungen im Service- und Administrationsbereich ist.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der ZOLL Medical Deutschland Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr von 30,0 Mio. EUR auf 34,5 Mio. EUR erhöht.

Dieser Anstieg ist auf der Aktivseite nahezu ausschließlich der Ausweitung des Geschäftsbetriebs auf das europäische Ausland geschuldet (+3,8 Mio. EUR), der i.H.v. nunmehr insgesamt rd. 14,8 Mio. EUR mittels langfristiger Ausleihungen finanziert wurde. Infolge eines konsequenten Forderungsmanagements konnte der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf nahezu konstantem Niveau gehalten werden. Die stichtagsbezogene Erhöhung des Forderungsbestandes von 3,1 Mio. EUR beruht mit 2,6 Mio. EUR auf einem einzelnen, kurz vor dem Stichtag fakturierten Umsatz und korrespondiert damit unmittelbar mit der nahezu identischen Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital in Anbetracht des erzielten Jahresüberschusses um 1,5 Mio. EUR auf 18,1 Mio. EUR (+9,3%). Die hieraus resultierende Eigenkapitalquote von 52,4% (Vj. 55,0%) reduzierte sich angesichts der überproportional gestiegenen Bilanzsumme geringfügig, liegt aber nach wie vor oberhalb des Branchendurchschnitts.

Mit dem deutlich verschlechterten Jahresergebnis geht die Abnahme der Steuerrückstellung um 512,0 TEUR auf 2.774,0 TEUR einher.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2015/2016 begonnene Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf das europäische Ausland wurde konsequent forgesetzt.

Liquidität

Die Finanzierung aller Gruppengesellschaften erfolgt ausschließlich konzernintern, wodurch die Finanzlage als stabil zu bezeichnen ist. Externe Finanzierungsquellen wurden bisher nicht in Anspruch genommen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen, was durch den positiven operativen Cashflow sichergestellt wird. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder einmal verbessert. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Bei der Vermögenverwendung gibt es eine weitere Umschichtung von den liquiden Mitteln hin zu den langfristigen Ausleihungen. Auch dies ist dem durchweg positiven Cashflow sowie der kurzfristigen Vereinnahmung der Forderungen und dem strikten Forderungsmanagement zuzuschreiben.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Konzernentwicklung basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Dieses spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider.

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert die Gesellschaft mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolgslose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen.

Zum Stichtag sind 138 Außendienstmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

2.5 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist als stabil zu bezeichnen, unsere Umsatzentwicklung sehen wir als sehr erfreulich an.

Die Ergebnisentwicklung ist in hohem Maße von den Jahresergebnissen der einzelnen Geschäftsbereiche und hier in erster Linie des Bereichs WCD beeinflusst. Obwohl das Ziel, die Umsatzentwicklung weiter voranzutreiben, im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wie erwartet erreicht werden konnte, sieht sich die Geschäftsleitung angesichts deutlich gestiegener Verordnungszahlen mit ihrer Einschätzung, dass der WCD über seine Alleinstellungsmerkmale im deutschen Gesundheitswesen einen wichtigen Platz einnimmt, bestätigt.

Wir gehen jedoch davon aus, dass die Ertragslage zukünftig nicht mehr den Schwankungen der Vergangenheit unterliegen wird.

3 Prognosebericht

Um die Entwicklung der Unternehmensgruppe zu unterstützen, wird der Fokus weiterhin auf die Kundenakquise durch Verstärkung des Vertriebs gelegt. Die ZOLL Medical Deutschland ist insgesamt in allen Geschäftsbereichen auf Expansion ausgelegt.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2017/2018 ein insgesamt moderates Umsatzwachstum, vor allem im Geschäftsbereich "Resuscitation". Von der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten auf das B2B-Geschäft erhoffen wir uns weitere positive Impulse. Im Bereich "Data Management" wird Deutschland als Fokusmarkt angesehen, in dem zusätzlich eingestellte Verkaufsleiter neue Projektgeschäfte akquirieren und betreuen sollen. Solche Projekte bedingen allerdings einen erheblichen zeitlichen Vorlauf, sodass die erwartete Umsatzausweitung erst mittelfristig eintreten wird. In Anbetracht der eingetretenen Marktsättigung gehen wir im Bereich "Temperature Management" von einem weitgehend konstanten Umsatz- und Ertragsniveaus aus. Neue Einsatzfelder, die zu einer signifikanten Umsatzausweitung führen können, zeichnen sich zwar ab, werden indes frühestens im Jahr 2019 realisierbar sein.

In Anbetracht eines verschlechterten Reimbursement erwarten wir für das Segment WCD im Geschäftsjahr 2017/2018 moderat sinkende Umsatzerlöse. Hieraus wird eine leicht verschlechtere Umsatzrentabilität resultieren. Wir gehen in diesem Zusammenhang jedoch davon aus, dass die Verhandlungen mit den Krankenkassen im Hinblick auf eine einheitliche bzw. eindeutig geregelte Kostenübernahme zu positiven Ergebnissen führen.

Im Bereich der Kosten gehen wir bereichsübergreifend davon aus, dass sich diese wie im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen proportional zum Umsatz entwickeln wird, wobei der in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgte Aufbau der administrativen Servicebereiche im Bereich WCD abgeschlossen ist. Folgerichtig sollten sich auch die Rohertragsmarge und das EBITDA leicht verbessern.

Nach erfolgter Umstrukturierung der ZOLL LifeBridge GmbH werden signifikante Verlustübernahmen wie in der Vergangenheit nicht mehr erforderlich sein. Insgesamt erwarten wir so eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses bei einer stabilen Umsatzrentabilität.

4 Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht

Als allgemeines Risiko sei das Risiko neuer klinischer Erfahrungen über alternative Behandlungsmethoden erwähnt. Jedoch wird dieses dadurch relativiert, dass von der Erkenntnis bis zur Marktreife der Behandlungsmethoden und damit einhergehenden Produkte viele Jahre vergehen und wir so auf Änderungen rechtzeitig reagieren können. Die deutschen Konzerngesellschaften werden von der Muttergesellschaft ZOLL Medical Corporation unterstützt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, werden ausnahmslos von dort gemanagt. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Spezieller Risikobericht

Der Geschäftsbereich "Resuscitation" agiert im Bereich der Reanimationslösungen in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld. Die starke internationale Markstellung kann erfolgreich auf den deutschen Markt übertragen werden, indem der Zugriff auf Wissen, Daten und Ressourcen sichergestellt wird. Damit zählt dieser Geschäftsbereich ebenfalls zu den größten Anbietern.

Für den Geschäftsbereich Wearable Cardioverter Defibrillator (WCD) ist festzustellen, dass die Verordnung des WCD grundsätzlich aufgrund des deutschen Gesundheitssystems mit aufwändigen Einzelfallentscheidungen verbunden ist. Die Krankenkassen unterliegen aufgrund von stetig steigenden Aufwendungen im Gesundheitswesen einem enormen Konkurrenz- und Kostendruck. Aufgrund von unterschiedlichen Budgets innerhalb der Krankenkasse ist die Akzeptanz des optimalen Behandlungspfades widersprüchlich. Weiterhin ist die ärztliche Verordnung stark abhängig von Entscheidungsträgern wie z.B. klinischen Ärzten und deren Kenntnis von und über das Produkt.

Essentiell ist schließlich die Anwendung des WCD als entlassungsrelevantes ambulantes Hilfsmittel im Rahmen der neuen Regelungen des Entlassmanagements. Daher liegt einer unserer Schwerpunkte darauf, die Servicestruktur weiter zu stärken und somit den WCD und dessen medizinischen Mehrnutzen den Entscheidungsträgern bekannt zu machen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten bei unserer Muttergesellschaft zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Labor, durch.

Die Struktur als Organschaft mit Ergebnisabführungsvereinbarungen im Zusammenhang mit der Expansions- und Aufbaustrategie in den Geschäftsbereichen beinhalten das Risiko möglicher Verlustübernahmen. Diese eventuellen Verluste werden von unserer Mutter in den USA durch Liquiditätszuschüsse unterstützt.

5 Chancenbericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung über alle Geschäftssegmente positiv. Die Bereiche von Medizinprodukten und Softwarelösungen bieten ein sehr großes Wachstumspotential. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch interne Vertriebskooperation mit den USA.

Vor allem im Bereich WCD gibt es momentan kein vergleichbares Produkt anderer Anbieter. Da sich der WCD auch international weiter etabliert hat und alle notwendigen Zulassungen besitzt, sind die Eintrittsbarrieren für weitere Mitbewerber an diesem Markt sehr hoch.

Die LifeVest ist der einzige am Körper tragbare Defibrillator, welcher nicht nur eine adäquate Therapie leistet, sondern auch für ein optimales Patientenmanagement geeignet ist. Da momentan nur ein Teil des potentiellen Patientenklientels versorgt wird, sehen wir auch weiterhin das Potential für starkes Wachstum.

Durch gesteigerte Vertriebseffizienz und geringen Fixkostenzuwachs kann mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses gerechnet werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit der einzelnen Divisionen weiter verstärkt werden, um somit das vollständige ZOLL-Portfolio gegenüber einzelnen Kunden anbieten, die Umsätze steigern und Kosten verringern zu können.

6 Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Köln, 7. Dezember 2017

ZOLL Medical Deutschland GmbH

James A. Palazzolo/Geschäftsführer

Alexander Aigner/Geschäftsführer

Konzern-Bilanz

Aktiva

31.3.2017
EUR
31.3.2016
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   80.463,09 29.621,54
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   963.525,52 788.245,71
III. Finanzanlagen      
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen   14.759.780,00 11.000.000,00
    15.803.768,61 11.817.867,25
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen   0,00 198.427,60
2. Fertige Erzeugnisse und Waren   2.125.433,61 1.687.273,57
    2.125.433,61 1.885.701,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   10.067.043,51 6.919.567,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   3.842.077,29 3.523.495,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände   195.364,29 188.863,05
    14.104.485,09 10.631.926,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.999.522,89 5.334.132,85
    18.229.441,59 17.851.760,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten   447.730,31 364.051,58
    34.480.940,51 30.033.679,05

Passiva

     
 
EUR
31.3.2017
EUR
31.3.2016
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage   5.300.000,00 5.300.000,00
III. Bilanzgewinn      
1. Gewinnvortrag 11.201.747,94   7.159.036,38
2. Jahresüberschuss 1.533.958,04   4.042.711,56
    12.735.705,98 11.201.747,94
    18.060.705,98 16.526.747,94
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen   2.774.005,12 3.285.996,98
2. Sonstige Rückstellungen   3.459.812,26 2.581.688,96
    6.233.817,38 5.867.685,94
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   134.987,79 233.602,72
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   361.760,62 224.064,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   7.927.537,92 5.654.175,03
4. Sonstige Verbindlichkeiten   1.191.989,26 880.554,91
    9.616.275,59 6.992.396,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten   570.141,56 646.848,48
    34.480.940,51 30.033.679,05

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2016/2017
EUR
2015/2016
EUR
1. Umsatzerlöse 76.728.636,05 70.497.490,06
2. Verminderung-/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -274.883,37 269.870,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.447.305,10 2.571.141,18
Gesamtleistung 77.901.057,78 73.338.502,18
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für bezogene Waren 42.595.354,29 37.270.667,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 174.912,02 90.516,94
  42.770.266,31 37.361.184,17
Rohergebnis 35.130.791,47 35.977.318,01
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 19.417.693,21 16.690.735,95
b) Soziale Abgaben 2.626.935,58 2.332.515,00
  22.044.628,79 19.023.250,95
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 474.761,58 1.046.429,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.392.159,36 10.238.077,21
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 156.803,68 72.690,41
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 221,81 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.057,45 35.327,51
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 806.251,74 1.664.212,01
12. Ergebnis nach Steuern/Konzern-Jahresüberschuss 1.533.958,04 4.042.711,56
13. Gewinnvortrag 11.201.747,94 7.159.036,38
14. Konzern-Bilanzgewinn 12.735.705,98 11.201.747,94

Konzernanhang

I.Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ZOLL Medical Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 32891 eingetragen.

II.Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016/2017 wurde gemäß den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den geltenden deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt (§§ 290 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss wurde jedoch erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Wesentliche Änderungen im Vor-jahresvergleich haben sich in diesem Zusammenhang nicht ergeben, wodurch der Vergleich mit den Vorjahreszahlen grundsätzlich nicht beeinträchtigt ist. Die Umsatzerlöse sind jedoch nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, da diese durch die Neudefinition des § 277 HGB erheblich ausgeweitet wurden. Bei der Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahr 2015/2016 hätte sich ein als Umsatzerlöse auszuweisender Vorjahresbetrag von T€ 71.222 ergeben. Der Ausweis der sonstigen betrieblichen Erträge hingegen hätte sich im Gegenzug auf T€ 1.846 reduziert. Zudem wurde die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" verkürzt und um den Posten "Ergebnis nach Steuern" erweitert.

Abweichend zum Vorjahr wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten die Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Um die Vergleichbarkeit zu erhalten, wurde die Vorjahreszahl ebenfalls angepasst.

Kosten für Leihpersonal (T€ 110) wurden abweichend vom Vorjahr unter den Auf-wendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Ferner wurden Zinserträge aus langfristigen Darlehensforderungen (T€ 157) abweichend vom Vorjahr unter den Er-trägen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Um die Vergleichbarkeit zu erhalten, wurden die entsprechenden Vorjahreszahlen bei beiden Posten ebenfalls umgegliedert.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften ZOLL CMS GmbH und ZOLL LifeBridge GmbH machen gemäß § 264 Abs. 3 HGB von den Erleichterungen für Konzern-Tochterunternehmen Gebrauch und verzichten auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse.

III. Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Die Abschluss-Stichtage der konsolidierten Unternehmen entsprechen dem Stichtag der Konzernmuttergesellschaft.

Die Bewertungsmethoden der konsolidierten Unternehmen entsprechen denen der Konzernmuttergesellschaft.

Die Anteile an dem vollkonsolidierten Unternehmen ZOLL CMS GmbH, Köln, wurden am 09.03.2009 mit Anschaffungskosten in Höhe von T€ 25 erworben. Nach § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB wurde kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital festgestellt.

Die Anteile an dem vollkonsolidierten Unternehmen ZOLL LifeBridge GmbH, Köln, wurden am 15.03.2013 mit Anschaffungskosten in Höhe von T€ 27 erworben. Nach § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital mit T€ 2 festgestellt; dieser wurde als sofortiger, sonstiger betrieblicher Aufwand im Jahr 2013 berücksichtigt.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Unternehmen bestehen somit nicht.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 fanden keine Veränderungen des Konsolidierungskreises statt.

IV. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Die Kapitalkonsolidierung wird erfolgsneutral gemäß § 301 HGB durch Verrechnung des Beteiligungswertansatzes bei der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen vorgenommen.

Die zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden nach § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet.

Aufwendungen und Erträge aus dem Geschäftsverkehr zwischen den Gesellschaften des Konsolidierungskreises werden entsprechend § 305 HGB eliminiert. Die Erträge aus Leistungen zwischen den Konzernunternehmen werden mit den entsprechenden Aufwendungen der Leistungsempfänger verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Abschlüsse von Tochterunternehmen liegen nicht vor; alle Gesellschaften des Konzerns bilanzieren in EURO-Währung.

Latente Steuerabgrenzungen auf Maßnahmen der Konsolidierung waren nicht erforderlich. Die Differenz zwischen dem sich bei Anwendung des Konzernsteuersatzes (32,45%) ergebenden Steueraufwands und dem ausgewiesenen Steueraufwand resultiert im Wesentlichen aus gewerbesteuerlichen Modifikationen.

V.Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger sowie ggf. außerplanmäßiger Abschreibung bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Diese betragen bei den immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 5 Jahre, bei den Sachanlagen 3 bis 10 Jahre.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Sachanlagevermögen ausschließlich linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis € 410 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entsprechen den Nominalbeträgen der Darlehen.

Vorratsvermögen

Der Warenbestand wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Währungsumrechnung

Soweit Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden, wurden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet (§ 256a HGB).

Organschaft

Damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend eingeschätzt werden kann, ist zu beachten, dass ein umsatz- wie auch ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis der Konzernmuttergesellschaft mit der ZOLL CMS GmbH, Köln, bzw. der ZOLL LifeBridge GmbH, Köln, als Organgesellschaften besteht.

VI. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.3.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227.889,14 85.895,36 0,00 313.784,50
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.184.349,25 615.289,60 58.197,63 3.741.441,22
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 11.000.000,00 3.759.780,00 0,00 14.759.780,00
  14.412.238,39 4.460.964,96 58.197,63 18.815.005,72
Abschreibungen
Vortrag
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.3.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.267,60 35.053,81 0,00 233.321,41
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.396.103,54 439.707,77 57.895,61 2.777.915,70
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.594.371,14 474.761,58 57.895,61 3.011.237,11
Restbuchwerte
31.3.2017
EUR
31.3.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.463,09 29.621,54
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 963.525,52 788.245,71
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 14.759.780,00 11.000.000,00
  15.803.768,61 11.817.867,25

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 3.842.077,29 (Vj.: € 3.523.495,89) hätten alternativ auch als Liefer- und Leistungsforderungen ausgewiesen werden können. I.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG vermerkpflichtige Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von € 579.798,57 (Vj.: € 136.056,40).

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 6.616.275,59 (Vj.: € 6.992.396,69) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ausnahmslos sonstige Darlehnsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 3.000.000,00 (Vj.: € 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In Höhe von € 7.927.537,92 (Vj.: € 5.654.175,03) sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfasst, die mit € 4.927.537,92 (Vj.: € 2.654.175,03) auch unter den Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten hätten ausgewiesen werden können. Ein Teilbetrag von € 3.000.000,00 (Vj.: € 3.000.000,00) entfällt auf eine sonstige Darlehnsverbindlichkeit; hier wäre ebenfalls ein Ausweis als sonstige Verbindlichkeiten in Betracht gekommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von € 4.083.173,21 (Vj.: € 1.810.649,18) zudem vermerkpflichtig i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten von € 1.176.955,06 (Vj.: € 783.054,79), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden zum Stichtag in Höhe von € 12.644,20 (Vj.: € 67.500,12).

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag
T€
Leasingverträge PKW 2.220,0
Sonstige Mobilienleasing- /Mietverträge 208,7
Mietzahlungen 1.843,3

VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Arten der Leistungen stellt sich wie folgt dar:

2016/2017
T€
Defibrillator, Monitor, AED 24.225,3
Temperaturmanagement 10.410,8
Datenmanagement, Softwarelösungen 603,2
tragbare Defibrillatoren 40.751,4
mobile Herz- Lungenmaschinen 737,9
Insgesamt 76.728,6

Nach Absatzgebieten ergibt sich die folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:

2016/2017
T€
Inland 68.123,2
(europäisches) Ausland 8.063,2
(übriges) Ausland 542,2
Insgesamt 76.728,6

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwand aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.453,48 (Vj.: € 1.357,66).

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Im Geschäftsjahr wurden Darlehnszinsen in Höhe von € 156.803,68 (Vj.: € 72.690,41) von verbundenen Unternehmen vereinnahmt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr wurden Darlehnszinsen in Höhe von € 36.057,45 (Vj.:€ 35.327,51) an ein verbundenes Unternehmen gezahlt.

VIII. Sonstige Angaben

Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Angestellte 254
Aushilfen 2
Auszubildende 4
  260

Der Anteilsbesitz der Konzernmuttergesellschaft stellt sich zum 31. März 2017 wie folgt dar:

Eigenkapital Anteil Ergebnis des Geschäftsjahres
ZOLL CMS GmbH, Köln 25.000,00 € 100 % 0,00 *
ZOLL LifeBridge GmbH, Köln 25.000,00 € 100 % 0,00 *

* Das Jahresergebnis wurde im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen.

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Jahr 2016/2017 schlüsselt sich wie folgt auf:

a) Abschlussprüfungsleistungen 58.761,96 € (davon für das Jahr 2015/2016 6.600,46 €)

b) Sonstige Leistungen 0,00 €

Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ZOLL Medical Corporation, Chelmsford/USA. Die Gesellschaft wird in ihren eigenen Konzernabschluss (kleinster Kreis von Unternehmen oder Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Asahi Kasei Corporation, Japan, (größter Kreis von Unternehmen oder Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der ZOLL Medical Deutschland GmbH ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Er ist unter www.bundesanzeiger.de abrufbar. Der Konzernabschluss der Asahi Kasei Corporation ist unter: www.asahi-kasei.co.jp erhältlich.

Geschäftsführer der Konzernmuttergesellschaft sind die Herren

- Alexander Aigner, Kaufmann, Erlensee

- James A. Palazzolo, Kaufmann, Californien/USA

Die Angabe nach § 314 Nr. 6a HGB zu den Gesamtbezügen unterblieb entsprechend § 286 Abs. 4 HGB.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in vollem Umfang auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, den 7. Dezember 2017

James A. Palazzolo, Geschäftsführer

Alexander Aigner, Geschäftsführer

Konzernkapitalflussrechnung

2016/2017
TEUR
2015/2016
TEUR
  Laufende Geschäftstätigkeit    
  Konzernjahresüberschuss 1.534 4.043
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anlagen 475 1.046
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 878 833
+/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
+/- Gewinn/Verlust aus Anlagenabgänge 0 -422
-/+ Zu-/Abnahme Vorratsvermögen -240 -1.056
-/+ Zu-/Abnahme Liefer-/Leistungsforderungen -3.147 24
-/+ Zu-/Abnahme Forderungen verbundene Unternehmen und Beteiligungen -318 -1.229
-/+ Zu-/Abnahme sonstige Aktiva -90 -104
+/- Zu-/Abnahme erhaltene Anzahlungen -99 234
+/- Zu-/Abnahme Liefer-/Leistungsverbindlichkeiten 138 -159
+/- Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 2.273 578
+/- Zu-/Abnahme sonstige Verbindlichkeiten 235 -380
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 806 1.664
- Zinserträge -157 -73
+ Zinsaufwendungen 36 35
- Ertragsteuerzahlungen -1.318 -1.097
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.006 3.937
  Investitionstätigkeit    
+ Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 0 1.628
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.461 -11.523
+ Erhaltene Zinsen 157 73
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.304 -9.822
  Finanzierungstätigkeit    
+ Begebung/Aufnahme von Anleihen/Krediten 0 902
- Gezahlte Zinsen -36 -35
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -36 867
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -3.334 -5.018
  Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.334 10.352
  Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.000 5.334

Der Finanzmittelfond besteht aus Bargeldmitteln sowie täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten.

Konzerneigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Konzernbilanzgewinn
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Eigenkapitalausweis am 01.04.2015 25.000,00 5.300.000,00 7.159.036,38 12.484.036,38
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 4.042.711,56 4.042.711,56
Eigenkapitalausweis am 31.3.2016 25.000,00 5.300.000,00 11.201.747,94 16.526.747,94
Eigenkapitalausweis am 01.04.2016 25.000,00 5.300.000,00 11.201.747,94 16.526.747,94
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 1.533.958,04 1.533.958,04
Eigenkapitalausweis am 31.3.2017 25.000,00 5.300.000,00 12.735.705,98 18.060.705,98

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Zoll Medical Deutschland GmbH, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, 22. Dezember 2017

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

HERRLEIN, Wirtschaftsprüfer

PITZEN, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Konzernabschlusses und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat den Konzernabschluss am 5. März 2018 festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

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