MEGGLE Cheese Altusried GmbH

Altungstraße 13, 87452 Altusried, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 5830
Vorher
Stegmann Emmentaler Käsereien Beteiligungs GmbHStegmann Emmentaler Käsereien GmbHMEGGLE Cheese GmbH
Eingetragen
21.11.1995
Branche
Herstellung von MilcherzeugnissenGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und NahrungsfettenHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
Der Betrieb von Emmentaler Käsereien und alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Fedunik
seit 25.5.2021
Prokura
Olivier Athimon
seit 25.5.2021
Geschäftsführer
Ferenc Adam Tahy
seit 25.5.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Cornelia Haas
seit 25.5.2021
Prokura
Richard Schußmann
seit 20.11.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
7.670.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH

Altusried

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2019

1.) Allgemein

Die Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen von Entremont Alliance S.A.S., die wiederum ein Tochterunternehmen der französischen Molkereigruppe Sodiaal ist. Das Unternehmen ist für die Gruppe vorwiegend auf dem deutschen und österreichischen Markt tätig und vertreibt dort sowohl den in Eigenproduktion hergestellten Käse als auch Käseprodukte der Gruppe.

2.) Wirtschaftsbericht

2.1.) Geschäftsverlauf

Entwicklung der Branche

Der Rohstoffmarkt Milch war in 2019 vergleichsweise stabil, wobei hinsichtlich der Milchinhaltsstoffe unterschiedliche Preisentwicklungen und Preisniveaus zu verzeichnen waren: beim Milcheiweiß (Magermilchpulver) konnten im Jahresverlauf stetige Preiserhöhungen verzeichnet werden, die Höhe der Verwertung lag dabei im Durchschnitt über den beiden Vorjahren. Das Milchfett (Butter) hingegen vergünstigte sich im Preis von Jahresbeginn bis zur Jahresmitte kontinuierlich, um dann bis Jahresende wieder leicht im Preis anzuziehen. Auf das Gesamtjahr bezogen ergab sich für das Milchfett ein im Vergleich zu den beiden Vorjahren signifikant niedrigerer Durchschnittspreis.

Die Milchauszahlungspreise in Deutschland und Bayern reagierten auf diese Entwicklung mit einem von der Fettabwertung bestimmten bis in den Herbst hinein anhaltenden Abwärtstrend. Zum Jahresende hin befestigten sich die Milchpreise wieder etwas.

Für Deutschland wurde ein Durchschnitts-Jahresmilchpreis (vorläufig) von ca. 33,1 ct/kg (4,0 % Fett; 3,4 % Eiweiß, konventionelle Milch) ermittelt - entsprechend einem gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 % niedrigeren Milchpreis. Die Milchanlieferung an deutsche Molkereien lag in 2019 bei 32,4 Mio. Tonnen Kuhmilch. Dies entspricht einer marginalen Verringerung von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. In der EU-28 wuchs die Milchanlieferung um 0,5 % auf einen neuen Höchststand von 158,1 Mio. Tonnen.

Bei Käse ist in Deutschland die Nachfrage der privaten Haushalte (LEH) gegenüber 2018 um 1,4 % auf 1.027 Tsd. Tonnen zurückgegangen (ZMB, Nielsen Handelspanel/Market Track). Die deutschen Käseexporte konnten - trotz des weiter anhaltenden Russland-Embargos und Einbußen im Italien und dem Geschäft mit dem Vereinigten Königreich - um 2,6 % (ggü. Vj.) erhöht werden und erreichten mit 1.268 Tsd. Tonnen einen Allzeitrekord.

Die Käseproduktion (ohne Schmelzkäse) in Deutschland erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % auf 2.389 Tsd. Tonnen. Dabei zeigten sich die einzelnen Käsesparten in ihrem Wachstum sehr heterogen. Während Schnittkäse (+4,3 %) und Frischkäse (+3,4 %) gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich wuchsen, kam es bei Weichkäse (-5,4 %) und dem für uns wichtigsten Segment Hartkäse (-3,4 %) zu deutlichen Produktionseinschränkungen.

Entwicklung von Absatz und Umsatz

Die verkaufte Käsetonnage lag in 2019 mit einem Plus von 0,7 % leicht über dem Vorjahreswert. Die Absatzerwartung ging von einem Zuwachs der Käseverkaufstonnage im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber 2018 aus. Der Verkauf der übrigen Produkte reduzierte sich aufgrund rückläufiger Rahm- und Molkeverkäufe um 2,7 %. Die Umsatzerlöse bewegten sich mit EUR 124,2 Mio. etwas unter dem Vorjahresniveau (EUR 125,1 Mio., -0,8 %). Die Entwicklung der Verkaufspreise war sehr unterschiedlich: stabil im Käsebereich, stark rückläufig bei Rahm und steigend bei Molke- und Milchverkäufen.

2.2.) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen (finanziellen) Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Jahresüberschuss und der Umsatz.

2.2.1.) Ertragslage

Sowohl Umsatzerlöse (EUR 124,2 Mio., -0,8 %) als auch Gesamtleistung (EUR 124,1 Mio., -1,5 %) bewegten sich im Berichtsjahr etwas unter den Vorjahreswerten, bei einer insgesamt nur geringen Bestandsveränderung (Verminderung um EUR 0,1 Mio., im Vj. Erhöhung um EUR 0,8 Mio.). Der Materialaufwand lag mit EUR 107,3 Mio. um 1,4 % unter dem Vorjahreswert (EUR 108,8 Mio.), der Anteil an der Gesamtleistung (86,5 %) war jedoch nahezu identisch zum Vorjahr (86,4 %). Rückläufigen Beschaffungskosten für Rohstoffe (Milch, Käse) standen dabei gestiegene Kosten für Käse-Handelsware sowie Energie und Verpackungsmaterial gegenüber. Das aus dieser Konstellation resultierende Rohergebnis (EUR 16,8 Mio., 13,5 % der Gesamtleistung) verschlechterte sich somit nicht wesentlich gegenüber den Werten aus dem Vorjahr 2018 (EUR 17,1 Mio., 13,6 % der Gesamtleistung).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen aufgrund der höheren Auflösung von Rückstellungen sowie eines Anlagevermögenabgangs in Österreich mit EUR 2,2 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert (EUR 1,0 Mio.). Die Personalaufwendungen (EUR 11,8 Mio.) stiegen aufgrund von Tariferhöhungen, eines höheren durchschnittlichen Personalbestands sowie rückstellungsbedingt um EUR 0,8 Mio. bzw. 7,1 % gegenüber Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 11,4 Mio.) fiel mit EUR 2,4 Mio. bzw. 26,6 % signifikant höher aus, ursächlich hierfür waren insbesondere die mit dem Launch der neuen Marke ALPGÄUER verbundenen hohen Marketingaufwendungen. Auch die Abschreibungen erhöhten sich um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,7 Mio. aufgrund gestiegener Investitionen in Sachanlagen.

Das negative Betriebsergebnis (Positionen 1-7 der Gewinn- und Verlustrechnung) fiel mit EUR - 4,9 Mio. (EUR -2,6 Mio. im Vj.) ebenso wie die Finanzaufwendungen (EUR 0,3 Mio. ggü. EUR 0,2 Mio. im Vj.) deutlich höher als im Vorjahr aus. Nach Abzug einer mit oben erwähntem Anlagenabgang verbundenen Steuerrückstellung (EUR 0,1 Mio.) verblieb ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -5,4 Mio. Erwartet worden war ein Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (EUR -2,8 Mio.), welches jedoch insbesondere aufgrund des erwähnten Preisverfalls bei Milchfett (s. Pkt. 2.1.) nicht erreicht werden konnte. Das abgelaufene Geschäftsjahr kann daher nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden.

2.2.2.) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 7,8 Mio. (+19,8 %) auf EUR 47,3 Mio. (Vj. EUR 39,5 Mio.). Auf der Aktivseite zeichneten hierfür insbesondere ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (EUR 5,2 Mio., Vj. EUR 0) infolge des angefallenen Jahresfehlbetrags, ein trotz Anlagenabgangs (s. Pkt. 2.2.1.) höherer Sachanlagenwert (EUR 7,1 Mio., Vj. EUR 5,4 Mio.) aufgrund eines Anstiegs bei den Anlagen im Bau sowie umfangreichere Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 7,0 Mio., Vj. EUR 6,0 Mio.) verantwortlich. Auf der Passivseite entfiel der Anstieg im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 23,8 Mio., Vj. EUR 15,8 Mio.). Des Weiteren besteht eine externe Finanzierungsmöglichkeit mit der Folge eines erhöhten Liquiditätsbestands sowie erhöhter sonstiger Verbindlichkeiten.

Das langjährige Darlehen an die österreichische Schwestergesellschaft wurde in 2019 vollumfänglich zurückgeführt, so dass sich die Finanzanlagen von EUR 0,3 Mio. (Vj.) auf EUR 0 (Berichtsjahr) reduzierten. Der Wert des Vorratsvermögens erhöhte sich trotz eines mengenmäßigen Rückgangs um EUR 0,3 Mio. auf EUR 10,1 Mio. (Vj. EUR 9,8 Mio.). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um EUR 0,3 Mio. auf EUR 17,8 Mio. (Vj. EUR 18,1 Mio.), der darin enthaltene Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme ging von 42,1 % (Vj.) auf 34,6 % (Berichtsjahr) zurück.

Da das Eigenkapital bereits zum Vorjahresstichtag auf EUR 0,2 Mio. geschrumpft war, erfolgt der Ausweis des im Berichtsjahr angefallenen Jahresfehlbetrags von EUR -5,4 Mio. fast vollständig als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" (EUR 5,2 Mio.) auf der Aktivseite. Die Rückstellungen blieben fast unverändert, lediglich die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund des unter Pkt. 2.2.1. aufgeführten Anlagenabgangs um EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 6,7 Mio.) gingen leicht zurück (Vj. EUR 7,0 Mio.), die sonstigen Verbindlichkeiten blieben unverändert (EUR 11,9 Mio., wie im Vj.). Die oben erwähnten stark angestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen nunmehr rd. 50 % (Vj. 40 %) der Bilanzsumme dar, ein wesentlicher Teil davon entfällt auf die Finanzierung über konzerninterne Verrechnungskonten.

Zum Bilanzstichtag hat sich der Liquiditätsbestand gegenüber dem Vorjahres-Stichtag um EUR 1,0 Mio. erhöht. Dabei steht dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -5,4 Mio., der sich größtenteils auch zahlungswirksam niederschlug, und den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 3,0 Mio. im Wesentlichen ein gestiegener Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (verbunden mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 8,0 Mio.) gegenüber.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wie in den Vorjahren durch die Bereitstellung von Mitteln über das konzerninterne Verrechnungskonto und die bereits erwähnte externe Finanzierungsquelle. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt von der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin Entremont Alliance S.A.S. ab, die diese Unterstützung im Rahmen der mit Datum vom 23. März 2017 abgegebenen "harten" Patronatserklärung unverändert zugesichert hat.

2.3.) Nicht finanzielle bzw. finanziell indirekt wirksame Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Mitarbeiter einschließlich der Geschäftsführung belief sich im Jahresdurchschnitt 2019 auf 215 Mitarbeiter (Vj. 205), davon 3 (Vj. 2) Auszubildende.

Schulungsmaßnahmen haben wir im üblichen Rahmen durchgeführt, vor allem, um die Betriebs- und Produktionssicherheit sowie die erforderlichen Zertifizierungen zu gewährleisten. Darüber hinaus haben Mitarbeiter sowohl aus dem Verwaltungs- als auch aus dem gewerblichen Bereich mit Unterstützung des Unternehmens an zum Teil umfangreichen Weiterbildungsmaßnahmen erfolgreich teilgenommen.

Energiemanagement

Im Rahmen eines erfolgreichen Überwachungsaudits im Berichtsjahr wurde die Gültigkeit des bestehenden Zertifikats gemäß DIN ISO 50001 bis 21. August 2021 bestätigt.

Qualitätsmanagement

Die Produktionsstätte Altusried ist gemäß IFS Zertifikat vom 24. Januar 2019 sowie 26. März 2020 auf "Höherem Niveau" zertifiziert.

3.) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die ersten beiden Monate des Jahres 2020 sind gekennzeichnet durch saisonal wieder zunehmende Milchmengen, die kumuliert knapp über dem Vorjahresniveau liegen, und steigenden Milcherzeugerpreisen. Die Verkaufspreise für Käse sind stabil. Unser Kuppelprodukt Rahm befindet sich auf einem im langjährigen Vergleich durchschnittlichen Preisniveau, die Molke liegt auf einem dem Durchschnitt des Vorjahres entsprechenden Preislevel. Allgemein ist festzustellen, dass Milchfett auf den internationalen Märkten normal nachgefragt wird bei tendenziell sich abschwächenden Preisen. Milcheiweiß zeigt nach einer in der Kontinuität des Vorjahres stehenden weiteren Preisbefestigung zu Jahresbeginn in den Monaten Februar und März schwächere Preistendenzen.

Wir gehen davon aus, dass die Milchpreise in Deutschland in den verbleibenden Monaten des ersten Halbjahres moderat absinken werden.

Unsere Absatzerwartung für 2020 geht von einem leichten Zuwachs der Käseverkaufstonnage im unteren einstelligen Prozentbereich gegenüber 2019 aus.

Die Verkaufspreise unserer Kuppelprodukte Rahm und Molke schätzen wir zusammengefasst im Durchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres ein.

Für unseren Produktmix nehmen wir an, dass sich die Beschaffungspreise für den Rohstoff Milch leicht unter dem Vorjahresniveau bewegen dürften. Für unsere Käseverkaufspreise erwarten wir hingegen eine leicht steigende Tendenz. Die Marktverhältnisse dürften in unserem Segment dennoch weiterhin schwierig bleiben. Aufgrund dessen gehen wir in unseren Planungen für das Geschäftsjahr 2020 erneut von einem negativen Geschäftsergebnis aus, das sich jedoch tendenziell eher im Bereich des Ergebnisses von 2018 (-2,8 Mio. EUR) bewegen sollte.

Risiken für diese Absatz-/Umsatz- und Ergebnis-Prognose sehen wir vor allem im Fall eines massiven Preisverfalls von Milchprodukten durch Probleme beim Export aus der EU heraus (China-Geschäft, internationale Krisen, Ölpreis, Wetter). Chancen und Risiken ergeben sich bei einer positiven oder negativen Abweichung der geplanten Weiterentwicklung unseres Markengeschäftes und dem Vertrieb von Spezialitätenkäse unserer Gruppe sowie in einem günstigen oder ungünstigen Zusammentreffen der Ereignisse Milchpreisentwicklung und Käseverkaufspreisverhandlungen.

Schwer absehbar ist im Moment die Auswirkung der o.a. Coronakrise auf die Milchwirtschaft und damit auch auf unser Unternehmen. Da die Milchwirtschaft als systemrelevant angesehen wird und Kuhmilch nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht als Überträger des Coronavirus anzusehen ist, gehen wir davon aus, dass sowohl auf unser Unternehmen bezogen als auch national und international die Milcherzeugung und -verarbeitung aufrechterhalten werden kann. Je länger die Krise mit damit verbundenen Einschränkungen im Personenverkehr, in der industriellen Produktion und im Dienstleistungssektor anhält, desto größer ist das Risiko, dass auch die Milcherzeugung und insbesondere -verarbeitung ebenfalls "technisch bedingten" Einschränkungen unterliegt. Risiken in der Produktion und im Personalbereich begegnen wir durch entsprechende Hygienemaßnahmen sowie eine Optimierung des Personaleinsatzes, um Übertragungswege für das Virus weitestgehend zu minimieren. Um die Versorgung mit entsprechenden Verbrauchsmitteln zu gewährleisten, führen wir gemeinsame Planungen mit unseren Lieferanten für Hilfsstoffe und Verpackungsmaterial durch. In der Logistik gibt es bislang keine spürbaren Einschränkungen, jedoch ist dies in hohem Maße von einer weiteren Aufrechterhaltung der grenzüberschreitenden Transportwege abhängig. Im Absatzbereich verzeichnen wir derzeit eine eher steigende Tendenz, da unsere Kunden die Nahrungsmittelversorgung in der Bevölkerung gerade in dieser schwierigen Phase sicherstellen möchten. Zwar kann es auch hier in einzelnen Segmenten (z.B. Außer-Haus-Verzehr) zu Rückgängen kommen, jedoch sind viele unserer Abnehmer selbst als systemrelevant eingestuft und größere Nachfrageeinbrüche daher nicht zu erwarten. Zur Absicherung von Ausfallrisiken ist der weit überwiegende Teil unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie schon in den Vorjahren kreditversichert. Risiken für unser Jahresergebnis könnten sich im Absatzbereich z.B. aus der Umstellung von Konsumgewohnheiten der Verbraucher infolge einer ausgeprägten Rezession und damit einhergehenden Verschiebungen innerhalb unseres Produktportfolios ergeben.

 

Altusried, 17. April 2020

gez. Dr. Johann Meier

gez. Olivier Fagandet

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

EUR EUR EUR 31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Patente 14.928,11 5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 610.764,06 1.051
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.878.669,08 3.376
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.968,26 68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.589.007,29 865
7.145.408,69 5.360
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 250
7.160.336,80 5.615
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 693.424,98 653
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.368.169,22 9.123
10.061.594,20 9.776
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.348.243,28 16.626
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.005.237,38 1.000
3. Sonstige Vermögensgegenstände 457.238,68 455
17.810.719,34 18.081
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.977.938,53 5.955
34.850.252,07 33.812
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.364,85 54
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.211.297,15 0
47.280.250,87 39.481

Passiva

EUR EUR 31.12.2018
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.670.000,00 7.670
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000
III. Bilanzverlust -22.881.297,15 -17.520
-5.211.297,15 150
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.211.297,15 0
0,00 150
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13.141,00 13
2. Steuerrückstellungen 143.730,40 0
3. Sonstige Rückstellungen 4.724.559,02 4.727
4.881.430,42 4.740
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.663.420,40 6.957
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.810.320,89 15.773
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.925.079,16 11.861
davon aus Steuern EUR 150.079,22 (Vj. TEUR 105)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.582,95 (Vj. TEUR 10)
42.398.820,45 34.591
47.280.250,87 39.481

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

EUR EUR EUR 2018
TEUR
1. Umsatzerlöse 124.151.003,72 125.140
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -97.897,26 821
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.223.451,62 954
126.276.558,08 126.915
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 105.112.629,74 106.823
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.171.440,09 2.013
107.284.069,83 108.836
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.783.988,66 9.169
b) Soziale Abgaben 1.870.183,37 1.713
c) Aufwendungen für Altersversorgung 140.260,99 135
11.794.433,02 11.017
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 701.451,06 618
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.411.757,99 9.015
23.907.642,07 20.650
-4.915.153,82 -2.571
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.187,50 (Vj. TEUR 8) 6.187,50 8
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,75 4
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 281.965,91 217
davon an verbundenen Unternehmen EUR 282.111,69 (Vj. TEUR 201)
davon aus Aufzinsung EUR 164,00 (Vj. TEUR 15)
-275.771,66 -204
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 152.813,40 33
12. Ergebnis nach Steuern -5.343.738,88 -2.808
13. Sonstige Steuern 17.072,26 17
14. Jahresfehlbetrag -5.360.811,14 -2.825
15. Verlustvortrag -17.520.486,01 -14.695
16. Bilanzverlust -22.881.297,15 -17.520

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Patente 692.507,61 10.275,61 0,00 0,00 702.783,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.353.831,00 40.451,17 0,00 658.146,36 5.736.135,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.269.222,14 437.617,42 729.413,43 1.129.841,96 22.306.411,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.471,94 24.368,55 0,00 89.711,35 201.129,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 865.113,30 2.453.307,42 -729.413,43 0,00 2.589.007,29
29.754.638,38 2.955.744,56 0,00 1.877.699,67 30.832.683,27
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00 0,00
30.697.145,99 2.966.020,17 0,00 2.127.699,67 31.535.466,49
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Patente 687.207,61 647,50 0,00 687.855,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.302.778,71 123.813,67 301.220,63 5.125.371,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.894.021,44 552.226,20 1.018.505,69 18.427.741,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.306,57 24.763,69 88.909,38 134.160,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
24.395.106,72 700.803,56 1.408.635,70 23.687.274,58
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
25.082.314,33 701.451,06 1.408.635,70 24.375.129,69
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Patente 14.928,11 5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 610.764,06 1.051
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.878.669,08 3.376
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.968,26 68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.589.007,29 865
7.145.408,69 5.360
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 250
7.160.336,80 5.615

Anhang für 2019

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft werden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbHG angewendet.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

B. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH mit Sitz in Altusried im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 5830 eingetragen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist an die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin Entremont Alliance S.A.S., Annecy/Frankreich, gebunden, die diese Unterstützung im Rahmen der mit Datum vom 23. März 2017 abgegebenen "harten" Patronatserklärung zugesichert hat.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden bei entgeltlicher Anschaffung zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Für Zugänge wird die Abschreibung zeitanteilig verrechnet. Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem jährlichen Sammelposten erfasst und dieser auf fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungs- und Materialbereichs einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Dabei wurde die Projected Unit Credit Methode mit dem nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB durch die Bundesbank veröffentlichten Zinssatz von 2,72 % (Vj. 3,21 %) unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G (Vj. Heubeck-Richttafeln 2018 G) und einer Rententrendannahme von 2,00 % (Vj. 2,00 %) angewandt.

Im Falle eines Anspruchsberechtigten wurde die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen i. S. d. Satz 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), mit der entsprechenden Pensionsrückstellung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (29 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aktive latente Steuerdifferenzen resultieren zum Bilanzstichtag aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen, passive latente Steuerdifferenzen aus dem Anlagevermögen. Die Aktivierung eines Aktivüberhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

D. Angaben zum Jahresabschluss

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im gesonderten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.005 (Vj. TEUR 1.000) ausgewiesen. Ein Teilbetrag dieser Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 341 (Vj. TEUR 249) besteht gegen die Gesellschafterin.

Guthaben bei Kreditinstituten

Von den flüssigen Mitteln sind in Folge von Verpfändungen TEUR 1.142 nicht frei verfügbar.

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 22.881 resultiert aus dem Jahresfehlbetrag 2019 in Höhe von TEUR 5.361 und dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 17.520.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8.

Mit den Pensionsrückstellungen wurden Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung verrechnet. Die Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind in nachstehender Übersicht dargestellt:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 88
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 75
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 75
Verrechnete Aufwendungen 8
Verrechnete Erträge 7

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Werbekostenzuschüsse, Inkassokonditionen, Rückvergütungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten, insbesondere nachlaufende Kosten und personalbezogene Kosten (Urlaub, Überstunden, Jubiläen, Prämien).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind verzinsliche Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 19.216 (Vj. TEUR 11.262) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.564 (Vj. TEUR 4.511) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 22.519 (Vj. TEUR 14.762).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus "unechtem" Factoring in Höhe von TEUR 11.452 (Vj. TEUR 11.473).

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 103.610 den Verkauf von Käse, mit TEUR 20.326 den Verkauf von Kuppelprodukten und Milch sowie mit TEUR 215 übrige Erlöse. In den übrigen Erlösen sind Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 59 enthalten. Die Umsatzerlöse wurden mit TEUR 84.398 im Inland und TEUR 39.753 im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 530 (Vj. TEUR 0) und periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 1.119 (Vj. TEUR 393). Diese betreffen hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

E. Sonstige Angaben

Organe

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

 

Dr. Johann Meier (Vorsitzender)

 

Olivier Fagandet

Den Geschäftsführern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt noch ist die Gesellschaft zugunsten der Geschäftsführer Haftungsverhältnisse eingegangen.

Die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer belaufen sich auf TEUR 88 (Vj. TEUR 81).

Die Angaben zu den Organbezügen unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 213 (Vj. 203) Mitarbeiter, davon 3 (Vj. 2) Auszubildende. Hiervon entfallen 44 Mitarbeiter auf den Verwaltungsbereich und 169 Mitarbeiter auf den Produktionsbereich.

Finanzielle Verpflichtungen außerhalb der Bilanz

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.125 (Vj. TEUR 1.651). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 459
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 666

Nachtragsbericht

Bezüglich möglicher Auswirkungen aufgrund des Coronavirus verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht in dem Kapitel "Prognose-, Chancen- und Risikobericht".

Abschlussprüferhonorar

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 48
Andere Bestätigungsleistungen 4
Steuerberatungsleistungen 27

Konzernrechnungslegung

Der Jahresabschluss der Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH wird in den Konzernabschluss der SODIAAL UNION Société Coopérative agricole, Paris, Frankreich, zum 31. Dezember 2019 einbezogen.

Die SODIAAL UNION Société Coopérative agricole, Paris, Frankreich, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Altusried, 17. April 2020

gez. Dr. Johann Meier

gez. Olivier Fagandet

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH, Altusried - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang und die Angabe im Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr mit Liquiditätsabflüssen verbundene Verluste erwirtschaftet hat. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist an die finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin Entremont Alliance S.A.S., Annecy/Frankreich, gebunden, die diese Unterstützung im Rahmen der mit Datum vom 23. März 2017 abgegebenen Patronatserklärung zugesichert hat. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, 17. April 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Dyck, Wirtschaftsprüfer

Rauser, Wirtschaftsprüfer

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