FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH
Dieselstraße 22, 61200 Wölfersheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dr. Facklam seit 16.11.2023 | Geschäftsführer |
Heike Frank seit 20.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% | |
| 30.60% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbHWölfersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbHWölfersheim1. Unternehmen 1.1 Beschreibung der Gesellschaft und ihrer Tätigkeit Die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH, Wölfersheim, ist ein Fertigungsunternehmen im Kunststoffsektor. Die Produktionsinfrastruktur besteht aus drei Gebäuden zur Herstellung von Wickelrohren bis 3,5 m Durchmesser, Schacht- und Sonderbauwerken sowie Sonderrohrsystemen aus Kunststoff. Vorrangig kommen als Werkstoffe Polyethylen und Polypropylen zum Einsatz. Die Anwendungsbereiche für die hergestellten Produkte umfassen insbesondere Abwasserrohrsysteme, Trinkwasserbauwerke, Deponiesickerwasserfassungen und -entgasungen, Erdwärmebauwerke sowie Industrierohrsysteme. Die Produktpalette der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH zeichnet sich durch innovative Sonderlösungen aus Kunststoff aus (z. B. Elektromuffenschweißverbindungen von Großwickelrohren). Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr 2023 insgesamt durchschnittlich 94 Arbeitnehmer. Geschäftsführende Gesellschafterin ist Frau Dipl.-Ing. Heike Frank. Am 01. November 2023 ist Herr Dr. Martin Facklam als weiterer Geschäftsführer in das Unternehmen eingetreten und die Handelsregistereintragung erfolgte am 16. November 2023. Beherrschende Gesellschafterin ist die FRANK GmbH mit Sitz in Mörfelden-Walldorf. 2. Gesamtwirtschaftliche Situation und Branchensituation 2.1 Konjunkturelle Einflüsse Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmenden Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam deutschlandweit ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der sich negativ auf das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen auswirkte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft stärker als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. 1 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. 2 Das ifo Institut sieht die "Deutsche Wirtschaft wie gelähmt". Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. 3 2.2 Finanzwirtschaftliche Einflüsse Deutschland hat mit der Corona-Pandemie und der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen erlebt. Die Bundesregierung hat darauf mit umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen reagiert. Insbesondere hat sie zeitlich befristete Entlastungen schnell und zielgerichtet bereitgestellt, auch um Erwartungen zu stabilisieren und so die Übersetzung angebotsseitiger Störungen und hoher Unsicherheit in einen sich selbst verstärkenden Einbruch der Nachfrage zu verhindern. Nach diesen Jahren, in denen die Finanzpolitik stark von Krisenlagen geprägt war, setzt die Bundesregierung im Jahr 2024 den Kurs der finanzpolitischen Normalisierung fort. 4 Leitzins der EZB-Entwicklung bis 2024 Gemäß geldpolitischem Beschluss vom 7. März 2024 hat die Europäische Zentralbank (EZB) zunächst beschlossen, den Leitzins (= Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft) unverändert zu belassen. Damit betrug der seit dem 20. September 2023 durch die EZB für den Euroraum festgelegte Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft bis zum 06. Juni diesen Jahres 4,5 %. Am 06. Juni 2024 wurde erstmals der lange erwartete Zinsschritt nach unten auf nunmehr 4,25 % beschlossen. Der Leitzins liegt somit immer noch so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. 5 Weitere "kleinere" Zinsschritte nach unten werden für dieses Jahr sowohl von der EZB, als auch von der FED erwartet. 2.3 Branchenentwicklung Der Gesamtumsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie sank nach Angaben des statistischen Bundesamtes um 6,26 % auf 72,55 Mrd. Euro. Insbesondere im Inland verzeichnet die Branche einen deutlicheren Absatzrückgang. Der Materialverbrauch reduzierte sich laut Angaben des statistischen Bundesamtes (Destatis) um 8,7 % respektive um 1,3 Mio. t und sank damit auf 13,3 Mio. t. Damit stellten nahezu alle Bereiche der Kunststoffverarbeitung weniger Produkte her. Im Inlandsabsatz waren die Rückgänge mit -6,9 % auf 43,8 Mrd. Euro etwas höher als die Rückgänge des Exports, der um 5,5 % auf 28,7 Mrd. Euro sank. Von den Sparten der Kunststoffverarbeitung verzeichneten im Berichtsjahr 2023 die Bereiche Bau und Verpackung besonders hohe Rückgänge, die traditionell einen hohen Rezyklatanteil in ihren Produkten einsetzen. Somit konnten sich auch die Rezyklate dem Abwärtstrend aus 2023 nicht entziehen. Die verarbeitete Menge reduzierte sich um 7,7 % auf 2,4 Mio. t. Durch den etwas geringeren Rückgang im Vergleich zu den Originalmaterialien erhöhte sich die Rezyklateinsatzquote in den Kunststoffprodukten leicht, um 0,2 Prozentpunkte, auf 18 %. Trotz künftig höherer Quotenvorgaben für Kunststoffprodukte war in 2023 kein höherer Anteil möglich, da viele Materialsorten der Originalware günstiger waren als die Recyclingware. Hohe Energiekosten, die auf die Herstellung heimischer Rezyklate durchschlugen, begünstigten zudem Materialimporte auch von Rezyklaten, was der Recyclingwirtschaft in Deutschland und Europa deutlich zusetzt und zwischenzeitlich zu Kurzarbeit bei vielen Recyclern führte. Nicht nur die Recycler litten 2023 unter den Absatzrückgängen. Stark traf es die Bauwirtschaft, die etwa durch den inflationsbedingten Preisanstieg und die hohen Zinsen einen Umsatzrückgang von 11 % und einen Absatzmengenrückgang von rund 13 % hinnehmen musste. 6 "Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen realen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich damit für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 Prozent. Unsere verhaltene Umsatzprognose wird leider bestätigt. Die nominal schwachen Zuwächse wurden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt." 7 Die Baubranche kämpfte 2023 wie die Jahre zuvor mit den Herausforderungen der Materialknappheit, des Fachkräftemangels, der Energiekrise, Zinserhöhungen und Preissteigerungen. Parallel dazu wurden in der Baubranche Strategien zum günstigeren, effizienteren und nachhaltigeren Bauen entwickelt. Hierzu zählen zum Beispiel: Effizientere Arbeitsprozesse, modulares Bauen, Vorfertigungen, Lean Construction oder auch Strategien gegen den Fachkräftemangel. Einige dieser Maßnahmen geben Aufgaben an den Lieferanten oder Systemplaner ab und bieten Chancen zur Umsetzung in der FRANK-Gruppe (",Rundum-Sorglos-Paket"). Nachteilig für die Bauindustrie hat sich die Einführung der Ersatzbaustoffverordnung (Herbst 2023) entwickelt, da anstatt Förderung der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ein Stopp oder eine erhebliche Kostensteigerung von vielen Maßnahmen entstanden ist. 8 Die Anzahl der Beschäftigten ist um 11 % angestiegen. Zuwächse gab es in den Bereichen der Produktion und Arbeitsvorbereitung. Zeitarbeiter wurden in Stoßzeiten und zur Kompensation von Urlaubszeiten und Krankheitsausfällen eingesetzt. Die durchschnittliche Anzahl der Zeitarbeiter konnte weiter reduziert werden. Allgemein besteht eine hohe Motivation, in die Ausbildung und Qualifikation der eigenen Mitarbeiter zu investieren. Die größte Herausforderung stellt hierbei die Rekrutierung desgeeigneten Fachpersonals sowie von Auszubildenden für technische Berufen dar. Der Geschäftsjahresverlauf kann für den Berichtszeitraum als sehr herausfordernd eingestuft werden. Als größte externe Einflussgröße ist der Krieg in der Ukraine zu nennen, der zu einem weiteren Anstieg der Energiekosten und der Rohstoffpreise geführt hat. Die Beurteilung der Risiken wird im nachfolgenden Berichtsabschnitt dargelegt. Die Folgen der Corona-Pandemie haben unserer Wahrnehmung nach eine untergeordnete Rolle eingenommen. Intern kann auf verlässliche Organisationsstrukturen zurückgegriffen werden, die zu einer nachhaltigen und erfolgreichen Ertragsentwicklung beigetragen haben. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft sowie Analyse 3.1 Ertragslage Das Berichtsjahr wurde mit einem Jahresergebnis von +516,8 TEUR (Vorjahr: TEUR 543,3) abgeschlossen. Im Jahr 2023 wurde eine betriebliche Gesamtleistung von TEUR 15.797 erwirtschaftet. Dies entspricht Reduzierung der betrieblichen Gesamtleistung von ca. 8 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Aufwendungen der bezogenen Warenbetrugen im Jahr 2023 gesamt TEUR 7.385. Dies ist eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr 2022 von 15,5 % (TEUR 8.742). In der Rohstoffversorgung zur Wickelrohrfertigung sind die Granulatpreise sowie auch sonstige Preise der bezogenen Waren merklich zurückgegangen und im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr im Jahresverlauf deutlich stabiler geblieben. Löhne und Gehälter sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr inflationsbedingt und durch Sonderzahlungen in Summe um 5 % gestiegen. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf TEUR 8.924,5 (gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 9.537,9. Die Eigenkapitalquote ist von 33,3 % auf 40,9 % gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um 6,2 % auf TEUR 935,0 (Vorjahr TEUR 997,3) reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.028 um 29,4 % auf TEUR 2.149 gesunken. Die gegenüber den Banken bestehenden Darlehen wurden im Jahr 2023 planmäßig zurückgeführt. Im Berichtsjahr standen der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH stets ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. 3.3. Personal- und Sozialangelegenheiten Die Anzahl der Beschäftigten ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. 2023 = 94,00; 2022 = 98,00 Bedingt durch den Fachkräftemangel wurden weiterhin Zeitarbeiter eingesetzt. Die Gewinnung geeigneten Fachpersonals sowie Auszubildender für technische Berufe stellt eine Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund ist die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH im Berichtsjahr eine Kooperation mit der in Wölfersheim ansässigen Singbergschule und der Strahlemann-Stiftung eingegangen. Wir gehen davon aus, dass sich die ersten Erfolge Ende 2024/Anfang 2025 zeigen. Weiterhin wurde in 2023 ein dualer Student aus dem Fachbereich Maschinenbau der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) als Werksstudent eingestellt. Die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH ist Fördermitglied der THM. Die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH nahm an vielfältigen Veranstaltungen zur Berufsorientierung (z. B. IHK-Ausbildungsmesse in Friedberg) teil und war auf den dazu gehörigen digitalen Veranstaltungsportalen präsent. Zum Ende des Berichtsjahres 2023 wurde eine einmalige Inflationsausgleichsprämie an alle Mitarbeiter/-innen ausgezahlt. 3.4 Qualitätsmanagement/Umweltschutz/Energieeffizienz Die Methoden des Risikomanagements haben sich bewährt; methodisch werden hierzu Soll-Ist-Analysen durchgeführt. Die einzelnen Produktionsbereiche können als gesonderte Auswerteeinheiten analysiert und bewertet werden. Hierzu wird auch ein Controlling von Fertigungsaufträgen mit Soll-Ist Analysen genutzt. Für 2024/25 wird hierzu eine Verbesserung des Controllings mit automatisierten Prozessen angestrebt. Die Zertifizierung der bestehenden Qualitätsmanagementsysteme nach DIN EN ISO 9001, sowie des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 wurden bis März 2025 verlängert. Die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH wurde im Jahr 2023 nach DIN EN ISO 14001 - Umweltmanagementsystems - erstmalig erfolgreich zertifiziert. 3.5 Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs durch die Geschäftsführung Bedingt durch die in 2022 noch vorhandene Konjunktursteigerung im Bauhauptgewerbe (Auftragsüberhang) und den im Herbst 2022 einsetzenden positiven Gegentrend der sinkenden Rohstoffpreise konnte das prognostizierte Ergebnis des Vorjahreslageberichtes (+22 TEUR) erheblich gesteigert werden. 4. Risiko- und Prognosebericht Künftige Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Geschäftstätigkeit 4.1 Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft, der Branche und unseres Unternehmens (Prognosebericht) Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1 %. Erstmals seit Längerem hält der IWF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 % im Jahr 2023 auf +3,3 % im Jahr 2024. Die Bundesregierung hat im Kabinett den Jahreswirtschaftsbericht für 2024 beschlossen. Trotz leichtem Wachstum ist die deutsche Wirtschaft weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Die Bundesregierung erwartet für 2024 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht hervor, den das Kabinett beschlossen hat. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Das Bruttoinlandsprodukt soll real (preisbereinigt) um 0,2 % steigen. Die Preissteigerung dürfte sich auf 2,8 % verringern. Zusammen mit einer erwarteten Steigerung von 3,8 % bei den verfügbaren Einkommen, ist daher wieder mit steigenden Reallöhnen zu rechnen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich der Prognose zufolge weiter robust - die Beschäftigtenzahlen dürften weiter steigen und die Arbeitslosigkeit nur leichtzunehmen. Die Bundesregierung hat damit die Weichen gestellt, um den Wohlstand in Deutschland mittel- und langfristig unter Wahrung der ökologischen Grenzen sicherzustellen. Dafür setzt sie auch Prioritäten bei den öffentlichen Investitionen: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts investiert der Bund auf einem Rekordniveau - deutlich mehr als 100 Milliarden Euro in 2024. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf der Dekarbonisierung der Industrie und dem Aufbau der Wasserstoffindustrie, der Elektromobilität mit allem, was dazugehört sowie der Förderung der Mikroelektronik. 9 Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit prognostizierten 5,9 % um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 soll die Quote wieder auf 5,6 % zurückgehen. 10 Die Inflationsrate soll weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % in diesem und 1,6 % im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8 % und 2,2 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. 11 Im Tiefbau ist bis 2025 kein Rückgang zu erwarten, und er wird sich als stärker erweisen als der Hochbausektor. Aufwärtsrevisionen der Prognosen sind vor allem im Energiesektor und, in geringerem Maße, im Straßenbau zu beobachten. Das Wachstum in diesem Sektor ist auf den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf die Verkehrsnetze und die Energieerzeugung und Energieverteilung in Anbetracht des derzeitigen sozioökonomischen und politischen Klimas zurückzuführen. Die langfristigen Aussichten für den Tiefbausektor sind nach wie vor positiv, da es sich um Projekte handelt, deren Realisierung Jahre dauern wird. 12 "Die Großprojekte im Bahn- und Kabelleitungsbau des vergangenen Jahres werden sich im Umsatz 2024 bemerkbar machen. Die BAUINDUSTRIE erwarte ein reales Umsatzplus von zwei Prozent, nach einem Rückgang von einem Prozent im vergangenen Jahr. Für 2024 rechne der Hauptverband allerdings mit einem leichten Plus von einem Prozent. "Um dem Substanzverlust bei unserer Infrastruktur aber nachhaltig zu begegnen, müssten Bund, Länder und Kommunen ihre Investitionsbudgets weiter erhöhen und langfristig verstetigen", fordert Müller (Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie) "Ansonsten wird der Standort Deutschland weiter geschwächt." 13 "Für die Umsatzprognose 2024 geht der ZDB (Zentralverband des deutschen Baugewerbes) davon aus, dass die Investitionslinien für die Infrastruktur im Bereich Straße und Wasserstraße wie in der Haushaltsplanung 2024 bisher veranschlagt bei ca. 10 Mrd. liegen. Dies entspricht einem nominalen Zuwachs um gut 3 %." 14 Gesamt rechnet der ZDB für 2024 "mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 % und einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte." 15 Gegenläufige Trends der Bauindustrie, die in Richtung modulares Bauen oder Vorfertigungen sowie Lean Management gehen, sind Hilfestellung für die Zukunft und werden erst nach und nach greifen. "Die deutsche Wirtschaft wird nach einer Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch langsamer wachsen als zuletzt erwartet. In einer am "15.05.2024 vorgelegten Schätzung der Brüsseler Behörde prognostiziert sie der größten Volkswirtschaft der EU für 2024 nur noch ein minimales Wachstum von 0,1 Prozent. Als Gründe werden etwa eine schwache Auslandsnachfrage, ein schleppender privater Konsum und zu geringe Investitionen genannt." 16 Dies deckt sich mit der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognose des Sachverständigenrats der Wirtschaft. Es wird daher für 2024 ein Bruttoinlandsprodukt mit 0,2 % erwartet. Im Laufe der Jahres 2024 solle die Wirtschaft wieder an Fahrt aufnehmen und durch eine Steigerung des privaten Konsums gestützt werden. Die Inflationsrate für 2024 wird rückläufig mit 2,4 % prognostiziert. Die ifo-Prognose zur Veränderung der Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche in Deutschland schätzt für 2024 und 2025 gegenüber dem Vorjahr 2023 einen Zuwachs der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von 0,2 %. Für das produzierende Gewerbe, das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe wird die Bruttowertschöpfung sinken (bis zu 3,3 % Baugewerbe) In einigen Bereichen (z. B. Verkehr) wird ein maximaler Zuwachs bis 1,4 % erwartet lediglich der Bereich "Energie- und Wasserversorgung" wird mit 5,5 % Zuwachs zum Vorjahr prognostiziert. 17 Die Umsatz- und Auftragslage ist in 2024 durch rückläufige Projektgeschäfte leicht schwächer als im Vorjahr. Auffallend ist auch die anhaltend geringere Nachfrage im Tiefbausegment. Hier bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Wir gehen aktuell davon aus, dass die vorhandenen Kapazitäten auch in den nächsten Monaten nachfragebedingt nicht voll ausgelastet werden können. Für das Gesamtjahr erwarten wir trotz allem, die gesetzten Umsatz- und Ertragsziele insgesamt zu erreichen. In den Branchen der Sonderanwendungen der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH ist daher ein weiterer Rückgang im Bereich der Standardprodukte zu verzeichnen. Demgegenüber wachsen die Branchenanteile für Sonderanwendungen aus hochwertigen Kunststoffen in den Bereichen Trinkwasser, Erdwärme, Regenwasserhaltung, kontrollierbare Rohrsysteme - wie sich dies bereits in den Vorjahren schon abzeichnete. 4.2 Chancen und Risiken der künftigen Ertragsentwicklung Zukunft der Baubranche; Prognose zur Entwicklung 2024: Hohe Baustoffpreise, hohe Zinsen, hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, eine immer noch hohe Inflation - die unsichere weltwirtschaftliche Lage macht eine genaue Konjunkturprognose für die Bauwirtschaft im Jahr 2024 schwierig. Insgesamt ergeben sich unserer Einschätzung nach im laufenden Geschäftsjahr folgende Chancen:
Sowie folgende Risiken:
Wir erwarten insgesamt auch für das laufende Geschäftsjahr wieder leicht steigende Umsatzerlöse bei einer stabilen Ertragslage. 4.3 Personalrisiken Grundsätzlich wird es von Jahr zu Jahr schwerer, geeigneten Nachwuchs zu finden. Die kunststoffverarbeitende Industrie und die Schichtarbeit decken sich häufig nicht mit den Kriterien, die junge Menschen bei der Wahl ihrer Ausbildung und ihres Berufs an erste Stelle setzen. Hinzu kommt eine allgemeine Knappheit an Mitarbeitern in fast allen Branchen. Das hemmt die Schwelle branchenübergreifend den Arbeitsgeber zu wechseln. Der oft beklagte Mangel an Fachpersonal ist spürbar. Wir versuchen diesem Trend durch imagefördernde Aktivitäten, Steigerung der regionalen Sichtbarkeit, gezielten Schulungsmaßnahmen sowie durch verstärkte Akquisemaßnahmen zur Gewinnung von Auszubildenden entgegenzuwirken. Zusätzlich kooperiert die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH mit der ansässigen Singbergschule und der Strahlemann-Stiftung, um die angebotenen Ausbildungsberufe bekannter zu machen und die Unternehmen als lokale Anbieter zu präsentieren. Dadurch soll das Interesse für die Ausbildungsberufe im nahen Umfeld zum Wohnort erneut geweckt werden. 4.4 Technische Risiken Zur Vermeidung von technischen Risiken wurde eine Risikoanalyse der systemkritischen Komponenten vorgenommen. Für Großanlagen werden beschaffungskritische Komponenten vorgehalten. Neubeschaffungen werden über langfristige Zeiträume geplant. Für Standardgerätschaften (Kleingeräte wie Extruder) werden ausreichend Ersatzgeräte vorgehalten. Technische Risiken durch die mangelnde Verfügbarkeit von Elektronikteilen können dadurch nicht komplett ausgeschlossen werden, jedoch gehen wir von einem geringen und überschaubaren Risiko aus. 4.5 Sonstige Risiken/Gesamtrisiko Allgemeine Risiken werden weiterhin in dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gesehen, der zunehmend das Verhältnis zwischen den Großmächten China und USA belastet. Die globalen sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer weiteren Zuspitzung sind derzeit nicht abzusehen, bergen unserer Einschätzung nach ein sehr hohes Risikopotential. Schlusserklärung Wir erklären, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, die Ertragslage sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH nach bestem Wissen wiedergibt.
Wölfersheim, den 31.07.2024 FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH
1 BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Februar
2024)
BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH Firmensitz laut Registergericht: Wölfersheim Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Friedberg Register-Nr.: HRB 1770 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden im Rahmen einer körperlichen Bestandsaufnahme auf den Abschlussstichtag ermittelt. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten sind entsprechend Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Bei einem Wert von TEUR 149 der fertigen Erzeugnisse erfolgte die Ermittlung der Herstellungskosten retrograd auf Basis der späteren Verkaufspreise. Der Gewinnanteil, die nicht aktivierungspflichtigen Verwaltungskosten und die nicht aktivierungsfähigen Vertriebskosten werden durch einen Abschlag berücksichtigt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet, wobei angemessene und pauschal ermittelte Wertberichtigungen vorgenommen wurden. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aufgrund von unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 476,00 EUR). Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der "projected unit credit method", dem nach internationaler Rechnungslegung angewandten Anwartschaftsbarwertverfahren, ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.305,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der Zeitwert des Planvermögens entspricht dem zum Abschlussstichtag bestehenden Wert des Fondsguthabens, welcher von der beauftragten Versicherungsgesellschaft ermittelt wurde Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab und betreffen im Wesentlichen den Personalbereich und Gewährleistungsverpflichtungen. Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch im Grundbuch eingetragene Grundschulden, durch Sicherungsübereignungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, durch die Abtretung der Einspeisevergütung aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage und durch selbstschuldnerische Bürgschaften von Gesellschaftern über insgesamt EUR 100.000,00 gesichert. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 516.111,14 (Vorjahr: EUR 770.467,40). Darin enthalten sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 503.750,00 (Vorjahr: EUR 753.750,00) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 12.361,14 (Vorjahr: EUR 16.717,40). Latente Steuern Die latenten Steuerschulden haben sich wie folgt entwickelt:
Es ergibt sich ein gerundeter und saldierter Ausweis als passive latente Steuern zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 60.780,00 (Vorjahr: EUR 44.220,00). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 46) in Form von durch von Kreditinstituten übernommenen Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der finanziellen Situation nicht zu rechnen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Nicht bilanzierte Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen für unbewegliche Wirtschaftsgüter betragen TEUR 262 mit einer Laufzeit von einem Jahr und TEUR 240 mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Firmenfahrzeuge sowie Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden teilweise geleast. Die sich daraus ergebenden Risiken und finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 37 mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 8 mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines "Zins-Swap" für einen nominalen Basisbetrag von ursprünglich EUR 500.000,00 abgeschlossen. Bei dem Grundgeschäft handelt es sich um ein variabel verzinstes Darlehen in Höhe von ursprünglich EUR 500.000,00, welches vollständig einbezogen wurde. zum Bilanzstichtag valutieren das Darlehen als auch das Sicherungsinstrument jeweils mit EUR 137.500,00. Die Absicherung des bilanzierungspflichtigen Risikos wurde auf Basis der Micro-Hedges-Methode vorgenommen, weil Grundgeschäft und Sicherungsinstrument in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen übereinstimmen. Daher fallen die gegenläufigen Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko zeitkongruent an und gleichen sich vollständig aus (Critical Term Match-Methode). Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale wird auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung eine wirksame Absicherung der Zahlungsstromrisiken erwartet. Der Marktwert bzw. der beizulegende Wert des "Swap" zum 31. Dezember 2023 wurde mit der "market-to-market-Methode" ermittelt und beträgt TEUR 4. Das Ende der Laufzeit des Sicherungsinstruments ist der 26. Juni 2029. Da es sich bei dem Sicherungsgeschäft und dem hierdurch abgesicherten Darlehen (Grundgeschäft) um eine abgeschlossene Position handelt, wurde gem. § 254 HGB eine Bewertungseinheit gebildet. Die Bewertung erfolgte nach der sogenannten Einfrierungsmethode. Eine Drohverlustrückstellung ist nicht zu bilden. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Frau Dipl.-Ing. Heike Frank. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung und betrifft alle Geschäftsbereiche. Herr. Dr. Martin Facklam. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung und betrifft alle Geschäftsbereiche. Bezüge der Geschäftsführung Gem. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der laufenden Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a und b HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH wurde gemäß den §§ 290 ff. HGB als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Frank GmbH, Mörfelden-Walldorf, einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Wölfersheim, den 31.Juli.2024 Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Anlagenspiegel zum 31.12.2023
sonstige Berichtsbestandteile
Wölfersheim, den 31. Juli 2024 Heike Frank, Geschäftsführerin Dr. Martin Faklam, Geschäftsfüher Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkFRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH, Wölfersheim BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FRANK KUNSTSTOFFTECHNIK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bonn, den 10. Oktober 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer |
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