Warner Bros. Entertainment GmbHLiquidiert

22083 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 47528
Vorher
TIME WARNER Entertainment Germany GmbH
Eingetragen
24.6.1991
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenFilmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
der Verleih und die Vorführung von in- und ausländischen Filmen, die Tätigkeit auf allen Gebieten der Television und der Radioübertragung, die Aufführung von Filmen durch Televisionsverfahren und Radiosendungen, die Produktion und die Vervielfältigung kinematographischer Filme aller Art einschließlich hierzu erforderlicher Tätigkeiten und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften, die ähnliche Ziele verfolgen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Peter Schauerte
seit 4.6.2015
Geschäftsführer
Volker Modenbach
seit 5.12.2005
Prokura
Karsten Michael Vogt
seit 5.12.2005
Prokura
Wilfried Geike
seit 22.4.2002
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Warner Bros. Entertainment GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Warner Bros. Entertainment GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschuss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 12. Juni 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischmann, Wirtschaftsprüfer

van der Giessen, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2013
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software   3.672,66 2.923,52
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   652.816,62 804.106,36
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00   287.568,15
2. Sonstige Ausleihungen 104.726,71   104.726,71
    134.726,71 392.294,86
    791.215,99 1.199.324,74
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
Fertige Erzeugnisse und Waren   10.042.876,80 11.471.601,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.821.985,20   48.526.590,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.612.059,71   26.660.300,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 843.202,41   723.512,71
    89.277.247,32 75.910.404,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   52.517.503,40 39.892.173,53
    151.837.627,52 127.274.179,37
    152.628.843,51 128.473.504,11

PASSIVA

     
  EUR EUR 31.12.2013
EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital   217.094,53 217.094,53
II. Kapitalrücklage   20.655.989,18 20.655.989,18
III. Bilanzgewinn   11.303.090,19 1.737.294,95
    32.176.173,90 22.610.378,66
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen 16.175.490,00   14.297.557,57
2. Steuerrückstellungen 0,00   2.229.850,35
3. Sonstige Rückstellungen 31.871.660,43   26.424.127,84
    48.047.150,43 42.951.535,76
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.014.861,79   19.535.558,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.326.408,21   32.650.446,42
davon gegenüber der Gesellschafterin: EUR 360.850,25 (Vj. EUR 1.694.663,05)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 21.438.697,37   9.923.169,86
davon aus Steuern: EUR 6.561.691,50 (Vj. EUR 4.376.199,00)      
    71.779.967,37 62.109.174,83
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   625.551,81 802.414,86
    152.628.843,51 128.473.504,11

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

EUR 2014
EUR
2013
EUR
1. Umsatzerlöse 295.809.672,93   331.523.852,68
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 140.008.889,81   221.900.727,18
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   155.800.783,12 109.623.125,50
4. Vertriebskosten 66.847.634,84   83.120.759,28
5. Allgemeine Verwaltungskosten 22.215.954,74   19.102.247,99
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.272.310,99   73.031,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 168.589,61   602.000,59
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 31.667,82 (Vj. EUR 87.989,57)      
    -87.959.868,20 -102.751.976,46
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.390,81   62.409,97
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 32.495,84 (Vj. EUR 25.296,11)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 689.903,00   663.520,00
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)      
davon Aufwendungen aus Abzinsung EUR 689.903,00 (Vj. EUR 663.520,00)      
    -644.512,19 -601.110,03
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   67.196.402,73 6.270.039,01
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -16.580.607,49 -4.532.744,06
12. Jahresüberschuss   50.615.795,24 1.737.294,95
13. Gewinnvortrag   1.737.294,95 7.088.884,11
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage   0,00 2.911.115,89
15. Ausschüttung an Gesellschafter   -41.050.000,00 -10.000.000,00
16. Bilanzgewinn   11.303.090,19 1.737.294,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Aufgrund einer vertraglichen Umstellung der Berechnungsweise der Lizenzzahlungen an die US-Muttergesellschaft werden ab 2014 die Zuführungen zu den Rückstellungen für Boni, Retouren und Skonto bei der Kalkulation berücksichtigt, während bislang nur die zahlungswirksamen Aufwendungen zum Abzug gebracht wurden.

Des Weiteren wurden ab 2014 Werbekostenzuschüsse für Kunden erstmalig nicht mehr brutto als Aufwand in den Herstellungskosten ausgewiesen, sondern als Erlösschmälerung in den Umsatzerlösen dargestellt. Der veränderte Ausweis ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die gewährten Zuschüsse lediglich Kaufanreize für die Kunden darstellen und hierfür keine konkrete Gegenleistung erbracht wird, die dem Wert des Werbekostenzuschusses entspricht.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke, soweit diese nicht schon in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB (§§ 238-261 HGB). Darüber hinaus hat die Gesellschaft zusätzlich die Vorschriften der § 264 ff. HGB beachtet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit ab-nutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde ein Sammelposten gebildet. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, die die notwendigen Material- und Fertigungskosten beinhalten, unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,55 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,8 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,5 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital 31.12.2014
TEUR
Ergebnis (nach Ergebnisabführungsvertrag) 2014
TEUR
Wells Verwaltungs GmbH, Hamburg 100 32,5 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 30.005 (Vj.: TEUR 25.005) Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr enthalten. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aufgrund von Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,75 % zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Pensions- und Retourenrückstellungen. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert.

Eigenkapital

Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 41.050 an die Time Warner Germany Holding GmbH, Hamburg.

Rückstellungen für Pensionen

Zum Stichtag bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern in Höhe von TEUR 795 (Vj.: 786).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 31.872 (Vj.: TEUR 26.424) betreffen im Wesentlichen Distributionskosten im Geschäftsbereich WHV (TEUR 8.469; Vj.: TEUR 7.840), ausstehende Rechnungen (TEUR 3.263 Vj.: TEUR 2.963) sowie Aufwendungen für Lizenzierungen mit der GEMA (TEUR 2.946; Vj.: TEUR 3.207). In dem Geschäftsbereich WB Film sind im Wesentlichen Rückstellungen für lokale Co-Produktionen sowie digitale Printkopien in Höhe von TEUR 2.907 (Vj.: TEUR 2.645) enthalten. Zusätzlich wurden zum Bilanzstichtag personalbezogene Rückstellungen für ausstehende Stock-Optionen (TEUR 5.388; Vj. TEUR 4.187), Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 2.251; Vj. TEUR 0) sowie Bonus- und Urlaubsrückstellungen (TEUR 1.983; Vj: TEUR 1.971) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 8.221 (Vj.: TEUR 10.167) aus dem Cash Pool mit anderen Gesellschaften des Time Warner Inc. Konzerns. Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 25.631).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 361 (Vj.: TEUR 1.695), die ausschließlich Lieferungen und Leistungen betreffen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing-, Service- sowie abgeschlossenen Filmverträgen bestehen Verpflichtungen gegenüber Dritten wie folgt:

TEUR
Aus Filmverträgen 21.734
Aus Miet-, Leasing-, und Serviceverträgen 1.414
  23.148

Haftungsverhältnisse

Zusammen mit anderen deutschen Gesellschaften des Time Warner Inc. Konzerns hat die Gesellschaft ein automatisches Cash-Management System (ACMS) eingerichtet. Die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch gegenüber der Bank. Aufgrund der positiven Finanzlage der anderen deutschen Gesellschaften des Time Warner Inc. Konzerns, wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Sparten 2014
TEUR
2013
TEUR
Erlöse aus dem Verkauf von Filmprodukten 198.236 230.351
Lizenzerlöse 120.788 130.096
Sonstige 0 398
Abzüglich Erlösschmälerung -23.214 -29.321
Summe 295.810 331.524
Materialaufwand 2014
TEUR
2013
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.019 47.661
Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.995 40.331
Lizenzaufwendungen 72.995 133.909
Summe 140.009 221.901
Personalaufwand 2014
TEUR
2013
TEUR
Gehälter 21.227 18.272
davon für Restrukturierungen: TEUR 2.358 (Vj.: TEUR 0)    
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.599 2.585
davon für Altersversorgung: TEUR 690 (Vj.: TEUR 667)    
Summe 24.826 20.857

III. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Wilfried Geike, Filmkaufmann, Hamburg, sowie seit dem 28. November 2014 Herr Peter Schauerte, Dipl. Kaufmann, Dersau.

Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres voll beschäftigten Mitarbeiter betrug 189 (Vj.: 180).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaftsanteile der Warner Bros. Entertainment GmbH werden in voller Höhe von der Time Warner Germany Holding GmbH, Hamburg, gehalten.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Time Warner Inc., New York,/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Time Warner Germany Holding GmbH, Hamburg, auf.

Der Konzernabschluss der Time Warner Germany Holding GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Der Konzernabschluss der Time Warner Inc. wurde am 26.02.2015 bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter der Nummer 001-15062 offengelegt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen fanden nicht statt.

Prüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 174 und betrifft in Höhe von TEUR 161 Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 13 sonstige Leistungen.

 

Hamburg, den 27. Mai 2015

WARNER BROS. ENTERTAINMENT GMBH, HAMBURG

Die Geschäftsführung

Wilfried Geike

Entwicklung des Anlagevermögens in 2014

Anschaffungskosten
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Software 244.302,98 2.363,25 0,00 0,00 246.666,23
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.363.975,54 201.707,76 0,00 0,00 3.565.683,30
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 287.568,15 0,00 257.568,15 0,00 30.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 104.726,71 0,00 0,00 0,00 104.726,71
  392.294,86 0,00 257.568,15 0,00 134.726,71
  4.000.573,38 204.071,01 257.568,15 0,00 3.947.076,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 241.379,46 1.614,11 0,00 242.993,57
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.559.869,18 352.997,50 0,00 2.912.866,68
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.801.248,64 354.611,61 0,00 3.155.860,25
Buchwerte
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 3.672,66 2.923,52
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 652.816,62 804.106,36
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 287.568,15
2. Sonstige Ausleihungen 104.726,71 104.726,71
  134.726,71 392.294,86
  791.215,99 1.199.324,74

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Als deutsche Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Warner Bros. Entertainment Inc., Burbank, Kalifornien, USA, ist die Warner Bros. Entertainment GmbH Teil eines breit gefächerten Medienunternehmens, das weltweiter Marktführer in der Entwicklung, der Produktion, im Vertrieb, in der Lizenzierung und der Vermarktung aller Arten von Unterhaltung und der damit verbundenen Geschäftsfelder ist.

Strategische Grundlagen für die beispiellose Beständigkeit und den enormen Erfolg von Warner Bros. weltweit sind das stabile Management während der über 90-jährigen Firmengeschichte, langfristige kreative Beziehungen mit vielen Weltstars und Top-Produzenten und das große Engagement für hervorragende Qualität.

Heute besteht das Portfolio der Warner Bros. Entertainment Inc. aus mehr als 6.650 Spielfilmen, 50.000 Fernsehtiteln und 14.000 Zeichentrickepisoden (darunter mehr als 1.500 klassische, animierte Kurzfilme). Eine wesentliche Strategie ist die Fokussierung auf Tentpole-Titel, d.h. auf die Produktion von Filmen, die eine möglichst große Zuschauergruppe ansprechen. Erfolgreiche Tentpole-Releases ziehen oft Fortsetzungen nach sich und begründen dadurch ein sog. "Franchise". Beispiele hierfür sind die Herr der Ringe Trilogie, Harry Potter, die Hobbit-Reihe oder die Hangover-Trilogie.

Die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der deutschen Warner Bros. Entertainment GmbH liegen in der Vermarktung der von der Muttergesellschaft in den USA erstellten Film- und Serienprodukte und Spiele sowie diverser deutscher Produktionen, an deren Erstellung die Gesellschaft teilweise beteiligt ist. Durch den Aufbau und die kontinuierliche Pflege von Beziehungen zu erfolgreichen Regisseuren, Drehbuchautoren und Darstellern sowie Talententwicklung im Local Productions Bereich wird sichergestellt, dass auch in den nächsten Jahren ein ausgewogenes Portfolio an Produkten für unsere diversen Zielgruppen zur Verfügung stehen wird.

Die Vermarktung erfolgt über die Auswertungsstufen Filmverleih in den deutschen Kinos, Verleih von DVDs und Blu-Rays, Verkauf von DVDs und Blu-Rays sowie Games an den Einzelhandel sowie lizenzierter digitaler Downloads. Entsprechend ist das Unternehmen in drei Divisionen unterteilt. Warner Bros. Pictures Germany ist für den Filmverleih im Kinomarkt zuständig, Warner Home Entertainment bringt mit den Geschäftsfeldern Warner Home Video Germany, Warner Bros. Digital Distribution Germany und Warner Bros. Interactive Entertainment unsere Produkte in die Wohnzimmer der Endverbraucher - wobei hier auch immer stärker der Wunsch des Verbrauchers in den Vordergrund tritt, jederzeit in der Lage zu sein, Filme oder Serien abzurufen und zu genießen. Im Zusammenschluss mit anderen großen Filmstudios wurde mit dem Dienst Ultraviolet eine Plattform ins Leben gerufen, die es Kunden ermöglicht, auf DVD oder Blu-Rays gekaufte Filme zusätzlich im Internet zu verwalten und jederzeit abzurufen - mit dem PC, Tablet oder Smartphone. Der Bereich Consumer Products ist im Bereich der Auswertung im Merchandising aktiv.

Steuerungssystem

Das unternehmerische Handeln der Gesellschaft ist auf profitables Wachstum und Marktführerschaft in den Bereichen Kino- und Home Entertainment ausgerichtet. Daraus leiten sich die Hauptsteuerungsgrößen ab.

Das Wachstum wird anhand der Veränderung im Umsatz und operativen Ergebnis des Unternehmens gemessen. Das Ziel ist kontinuierliches Wachstum, wobei pro Division in den einzelnen Planperioden jeweilige Zielgrößen für das Wachstum definiert werden. Durch ein intensives Kunden- und Produktcontrolling wird sichergestellt, dass Risiken in Bezug auf die Zielerreichung rechtzeitig identifiziert werden.

Profitabilität wird in erster Linie anhand von Gross Profit (Umsatz abzüglich umsatzbezogene Marketing-, Produkt- und Distributionskosten) und des Operativen Ergebnisses ("EBIT") gemessen. Dieses setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern und Intercompany Lizenzaufwendungen/-erträgen, bereinigt um die Positionen Restrukturierungsaufwand und einmalige Aufwendungen und Erträge.

Die konsequente Planung, Steuerung und Kontrolle der Investitionen in deutsche Filmproduktionen ist ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Hier wird sehr diszipliniert jedes Projekt im Einzelnen hinsichtlich seiner Erfolgschancen und potentiellen Risiken bewertet.

Zudem fokussieren wir uns auf die Optimierung aus Cash Flow und des Working Capitals. Dies wird durch regelmäßige kurz- und mittelfristige Cashplanung und -analysen sichergestellt. Darüber hinaus haben wir mit Banken und Konzerngesellschaften von Time Warner Kreditrahmen vereinbart, die unsere Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherstellen.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist 2014 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real, d. h. preisbereinigt, um 1,6% gewachsen; das Wachstum lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2%. Hierzu beigetragen hat insbesondere das vierte Quartal; die Konjunktur in Deutschland hat nach der Schwächephase über weite Strecken des vergangenen Jahres noch vor dem Jahreswechsel wieder deutlich Fahrt aufgenommen.

Mit dem Ölpreisverfall und der Abwertung des Euro, die gegen Mitte des Jahres 2014 einsetzten und sich zum Jahresende signifikant verstärkten, haben sich einige Eckwerte des globalen Umfelds erheblich verändert. In der Folge erhöhten die Unternehmen trotz mäßiger Erwartungen für die Weltkonjunktur die Produktion in Aussicht auf bessere Geschäfte. Im Vergleich zu 2013, als der Außenbeitrag (die Differenz zwischen Exporten und Importen) noch um 0,3% zurückgegangen ist, hat sich der deutsche Außenhandel im Jahr 2014 deutlich belebt. Während die nominalen Warenausfuhren um 3,75% über 2013 lagen, nahmen die Importe lediglich um 2% zu. Einen vergleichsweise großen Beitrag zu diesem Exportwachstum leisteten im Jahr 2014 die EU-Länder.

Die Aufwärtsbewegung beruhte aber nicht nur auf den Auslandsmärkten. Ein besonders kräftiger Impuls kam von der Binnennachfrage. Hintergrund war der mit dem Energiepreisrückgang verbundene erhebliche Kaufkraftzuwachs, der dem privaten Verbrauch zu einem starken Plus verhalf. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1%, die des Staates um 1,0%. Auch die stabile Arbeitsmarktlage bestärkte diesen Trend - die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 mit 42,7 Millionen das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand.

Quelle: www.bundesbank.de/www.destatis.de

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Filmverleih

Mit 121,7 Mio. Besuchern und 979,7 Mio. Euro Umsatz hat die Filmbranche im Geschäftsjahr 2014 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt; auch wenn der Umsatz unter die Milliarden-Grenze gefallen ist. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 mit 121,7 Mio. Besuchern acht Mio. Tickets weniger verkauft als in 2013 (-6,1%). Das Box Office belief sich im gleichen Zeitraum auf 979,7 Mio. Euro nach 1.023,0 Mio. Euro im Jahr 2013 (-4,2%).

Mit einem Marktanteil in Höhe von 26,7 Prozent erreichten deutsche Kinoproduktionen das zweitbeste Ergebnis nach dem Ausnahmejahr 2009 (27,4%). Auch in absoluten Zahlen wurde mit deutschen Produktionen in 2014 das zweitbeste Ergebnis der letzten fünf Jahre erzielt - bei 32,1 Mio. Besuchern insgesamt lockten immerhin acht deutsche Filme mehr als eine Million Besucher in die Kinos; mehr deutsche Besuchermillionäre gab es nur im Ausnahmejahr 2009.

Die 2014 erstaufgeführten Filme zogen über das Jahr hinweg insgesamt 108,2 Millionen Besucher in die Kinos - 62,6% der Tickets wurden für US-Filme, 23,7% für deutsche Produktionen und 12,2% für Filme aus EU-Ländern verkauft. 1,5% der Kinobesuche entfielen auf Filme aus anderen Herkunftsländern.

Übersicht 1: Gesamtmarkt Filmverleihgeschäft

2014 2013 Veränderung
Kinobesucher (in Mio.) 121,70 129,70 -8,00 -6,17%
Kinoumsatz (in Mio. €) 979,70 1.023,00 -43,30 -4,23%
Filmtheaterunternehmen 1.156 1.159 -3,00 -0,26%
Kinosäle (Leinwände) 4.637 4.610 27,00 0,59%
durchschnittlicher Eintrittspreis (in €) 8,05 7,89 0,16 2,03%
deutscher Marktanteil in % 26,70 26,20 0,50 1,91%
Besucher deutscher Filme (in Mio.) 32,10 33,60 -1,50 -4,46%

Quelle: FFA

Quelle: FFA/WBE

Nach dem deutlichen Zuwachs in 2013 gingen sowohl Besucherzahlen als auch der Marktanteil von Produktionen in 3D 2014 etwas zurück, auch wenn sich die Anzahl der in 3D neu gestarteten Filme von 46 in 2013 auf 50 in 2014 erhöht hat. Insgesamt haben 26,8 Millionen Kinobesucher ein Ticket für einen 3D-Film gelöst. Der 3D-Marktanteil sank auf 22,3%, trotzdem entfiel noch mehr als jeder fünfte Kinobesuch somit auf einen 3D-Film. Auch beim Umsatz gab es für 3D mit 263 Mio. Euro einen Rückgang von 8% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Warner Bros. Pictures war an diesem Erfolg mit Titeln wie "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" (auch in 3D), "Interstellar" und "Lego - Der Film" (auch in 3D) sowie den deutschen Produktionen "Honig im Kopf", "Vaterfreuden" und "Stromberg - der Film" maßgeblich beteiligt. Weitere 3D-Produktionen waren "Godzilla" und "Edge of Tomorrow".

Quelle: FFA/Rentrak/Warner Bros.

Home Entertainment

Die deutsche Videobranche hat in 2014 zwar nicht an das Allzeitrekordergebnis des Vorjahres (1.757 Mio. Euro in 2013) anknüpfen können, doch angesichts eines Jahres mit Fußballweltmeisterschaft und wenigen großen Titeln ist die Branche mit dem Gesamtmarktumsatz in Höhe von 1.642 Mio. Euro äußerst zufrieden.

Während der Kaufmarktumsatz mit 1.370 Mio. Euro um 5% unter dem Ergebnis des Vorjahres (1.445 Mio. Euro) liegt, hat der Leihmarkt (ohne Abo-Angebote bzw. Subscriptional VoD) mit 272 Mio. Euro in 2014 nach 278 Mio. Euro in 2013 in etwa das Vorjahresergebnis erzielt.

Innerhalb des Kaufmarktes sind die Umsätze mit physischen Bildtonträgern wie der DVD von 984 Mio. Euro in 2013 um 9% auf 899 Mio. Euro in 2014 und der Blu-ray im gleichen Zeitraum von 410 Mio. Euro um 1% auf 405 Mio. Euro gesunken. Der digitale Kaufmarkt (EST, Electronic Sell Through) hat sich dagegen mit 67 Mio. Euro Umsatz nach 52 Mio. Euro in 2013 um +29% äußerst positiv entwickelt. Der Marktanteil digitaler Verkäufe liegt aber nur bei 5% (nach 4% in 2013), so dass das Videokaufgeschäft weiterhin deutlich von den physischen Formaten (DVD, Blu-ray) dominiert wird.

Auch im Videoverleihmarkt tragen die stetig anwachsenden Digital-Umsätze zur Konsolidierung bei. Während der DVD-Verleih um 16% auf 132 Mio. Euro Umsatz zurückging (nach 158 Mio. Euro in 2013) und die Blu-ray-Vermietung mit 56 Mio. Euro nach 53 Mio. Euro in 2013 um 9% angestiegen ist, konnte das digitale Leihformat "TVoD" (Transactional VoD) von 68 Mio. Euro Umsatz auf 83 Mio. Euro um +21% zulegen. Die digitalen Einzelabrufe (TVoD) tragen somit fast zu einem Drittel (31%) des gesamten Vermietergebnisses bei, in 2013 lag dieser Anteil noch bei 24%.

Segmentiert man den Verleihmarkt nach Distributionskanälen, wird deutlich, dass mit 159 Mio. Euro oder 58% noch etwas mehr als die Hälfte des gesamten Mietumsatzes in Höhe von 272 Mio. Euro in den herkömmlichen Videotheken erwirtschaftet wird. Im Vorjahr lag dieser Anteil jedoch noch bei 64%. Weitere 30 Mio. Euro mit einem Marktanteil von 11% werden durch Internetbestellung und postalische Versendung physischer Bildtonträger erzielt.

Insgesamt entfielen so 9% oder 150 Mio. Euro des Gesamtmarktumsatzes in Höhe von 1.642 Mio. Euro auf digitale Kauf- und Leihangebote. Mehr als neun von zehn Euro (91%) werden demnach weiterhin durch die klassischen Silberscheiben (DVD, Blu-ray) generiert. Der Umsatzanteil digitaler Angebote ist innerhalb des letzten Jahres von 7% in 2013 (120 Mio. Euro Digitalumsatz bei 1.723 Mio. Euro Gesamtumsatz) um zwei Prozentpunkte angestiegen.

Dem zweiten Teil der Hobbit-Trilogie "Der Hobbit: Smaugs Einöde" gelang es in 2014, den ersten Rang der physischen Verkaufscharts (DVD und Blu-ray) zu belegen. Sowohl im physischen Verleihmarkt als auch im digitalen Videomarkt erzielte "Gravity" den dritten Rang.

Quelle: bvv

Übersicht 2: Marktvolumen Videoverkaufsmarkt (ohne Verleih) an Endverbraucher

2013 2014 2014 vs 2013
  Absatz in Mio. Stück 122,3 110,7 -9,5%
Gesamt Umsatz in Mio. € 1.446 1.372 -5,1%
  Ø Preis in € 11,82 12,38 +4,7%
  Absatz in Mio. Stück 117,1 104,8 -10,5%
Physisch Umsatz in Mio. € 1.393 1.304 -6,4%
  Ø Preis in € 11,90 12,44 +4,5%
  Absatz in Mio. Stück 87,8 76,9 -12,4%
DVD Umsatz in Mio. € 984 899 -8,6%
  Ø Preis in € 11,21 11,69 +4,3%
  Absatz in Mio. Stück 29,3 27,9 -4,8%
Blu-ray Umsatz in Mio. € 410 405 -1,2%
  Ø Preis in € 13,99 14,52 +3,8%
  Absatz in Mio. Stück 5,2 5,9 +13,5%
EST Umsatz in Mio. € 52 68 +30,8%
  Ø Preis in € 10,00 11,53 +15,3%

Quelle: GfK

Übersicht 3: Umsatzentwicklung Home Video Markt

Quelle: GfK

3. Geschäftsverlauf der Warner Bros. Entertainment GmbH, Hamburg

Die Geschäftsführung der Warner Bros. Entertainment GmbH beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv.

Die Umsatzerlöse sind zwar mit 296 Mio. Euro sowohl unter dem Vorjahresumsatz von 332 Mio. Euro als auch unter dem prognostizierten Wert von 338 Mio. Euro zurückgeblieben, allerdings ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 61 Mio. Euro gestiegen.

Division Filmverleih

Mit unverändert 20% Marktanteil ist Warner Bros. Pictures Germany in 2014 wie auch in den fünf vorhergehenden Jahren Marktführer. Mit "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" (4,7 Mio. Zuschauer) belegte ein Film von Warner Bros. Pictures Platz eins der Jahres-Charts nach Zuschauerzahlen. Mit "Vaterfreuden" (2,4 Mio. Zuschauer) ist eine deutsche WB-Produktion unter den zehn erfolgreichsten Filmen des Jahres vertreten. Drei weitere Titel konnten jeweils mehr als eine Million Zuschauer in die Kinos locken ("Lego - der Film", "Interstellar" und die deutsche Produktion "Honig im Kopf"). Entsprechend dem Gesamtmarkt ist allerdings der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 109,3 Mio. Euro gesunken.

Quelle: FFA/Warner Bros.

Übersicht 4: Umsatzentwicklung Warner Bros. Entertainment GmbH Filmverleihgeschäft

2014
Mio €
2013
Mio €
Veränderung
Mio € %
Erlöse 109,3 116,6 -7,3 -6%
davon:        
Deutsches Kinogeschäft 77,3 83,3 -6,0 -7%
Internationale Lizenzerlöse für lokale Produktionen 29,1 32,5 -3,4 -10%
Sonstige Erlöse 2,9 0,8 2,1 263%

Mit dieser Entwicklung sind die Umsätze hinter dem prognostizierten Wachstum von 9% zurückgeblieben, was zum einen auf die Verschiebung einiger großer Veröffentlichungen (z.B. "Jupiter Ascending", "Hologram for the King", "Every Man dies alone") nach 2015 und zum anderen auf die schwächeren Umsätze einiger Titel (z.B. "Buddy" oder "Edge of Tomorrow") zurückzuführen ist.

Division Home Entertainment

Im Home Video Markt hält Warner Home Entertainment im zwölften Jahr hintereinander den höchsten Marktanteil (17%); im digitalen Markt liegt der Marktanteil sogar bei 20% - auch hier ist Warner Bros. der stärkste Anbieter (das 8. Jahr in Folge). Allerdings macht sich auch hier der Trend bemerkbar, dass der Rückgang bei den physischen Produkten nicht komplett durch den Digitalzuwachs aufgefangen werden kann, trotz der Veröffentlichung von starken Titeln wie "Der Hobbit - Smaugs Einöde", "Gravity", "300: Rise of an Empire", "Godzilla", "Lego - Der Film", den Erfolgsserien "Game of Thrones", "Two and a Half Men", "The Big Bang Theory" und "Vampire Diaries" sowie den Spielen "Mittelerde: Mordor's Schatten", "Lego - Batman", "Lego - Marvel Game" und "Lego - Movie Game".

Der Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich Home Video fiel deutlich stärker aus als erwartet (-19% vs. -1%). Allerdings ist hierbei zu beachten, dass in 2014 erstmalig die Werbekostenzuschüsse an Kunden in Höhe von EUR 14,3 Mio. nicht mehr als Vertriebskosten, sondern als Erlösschmälerungen ausgewiesen wurden. Bereinigt um diesen Effekt beläuft sich der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr auf EUR 13,9 Mio. oder 11%. Dieser Rückgang ist hauptsächlich mit der Verschiebung von zwei großen Veröffentlichungen nach 2015 ("Jupiter Ascending" und "Da muss man durch") zu begründen.

Im Digitalbereich lagen die Umsätze auf Basis der bei der Warner Bros Entertainment GmbH anhängigen Verträge im Berichtsjahr auf gleichem Niveau wie in 2013, während bei globalen Verträgen ein deutliches Wachstum zu verzeichnen war, so dass der Deutschland zuzuordnende Umsatz insgesamt um 16% angestiegen ist. Insgesamt fiel der Anstieg damit etwas moderater aus als ursprünglich vorgesehen, was mit dem schwächeren Marktwachstum einhergeht.

Erfreulicherweise entwickelte sich der Games-Bereich deutlich stärker als prognostiziert - während ein 8%-iger Rückgang der Umsätze erwartet wurde, stiegen die Umsätze deutlich um 33% an, was vor allem den hervorragenden Verkäufen des Spieles "Mittelerde: Mordor's Schatten" sowie den diversen Lego-Spielen zu verdanken ist.

Insgesamt konnte im Bereich Home Entertainment das Umsatzniveau des Vorjahres nicht gehalten werden; der Umsatz sank um 13% auf TEUR 183.809 (bereinigt um den o.g. Effekt belief sich der Umsatzrückgang auf 6%).

Übersicht 5: Umsatzentwicklung der Division Home Entertainment nach Sparten (in Mio. €)

Home Video

2014 2013 Veränderung
Mio. € %
Bruttoumsatz 182,7 206,9 -24,2 -12%
Erlösschmälerungen -36,3 -26,8 -9,5 35%
Umsatzerlöse 146,4 180,1 -33,7 -19%

Digital (ohne globale Verträge)

2014 2013 Veränderung
Mio. € %
Bruttoumsatz 10,6 10,6 0,0 0%
Erlösschmälerungen -0,4 0,0 -0,4 ­
Umsatzerlöse 10,2 10,6 -0,4 -4%

Games

2014 2013 Veränderung
Mio. € %
Bruttoumsatz 31,7 23,2 8,5 37%
Erlösschmälerungen -4,5 -2,9 -1,6 55%
Umsatzerlöse 27,2 20,3 6,9 34%

Division Consumer Products

Insbesondere aufgrund von Verschiebungen ins Jahr 2015 blieb der Umsatz bei Consumer Products mit TEUR 2.687 um TEUR 607 bzw. 18% hinter den Erwartungen zurück.

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, Personal

Ertragslage

Insgesamt erzielte die Warner Bros. Entertainment GmbH mit den drei operativen Divisionen folgende Ergebnisse (Bruttoergebnis vom Umsatz):

Übersicht 6: Gross Profit Warner Bros. Entertainment GmbH

2014 Umsatz 2013 Umsatz 2014 Umsatzkosten
Mio. €
2013 Umsatzkosten
Mio. €
2014 Gross Profit
Mio. €
2013 Gross Profit
Mio. €
Mio. € % Mio. € %
Theatrical 109.3 37% 116.6 35% 47.9 78.0 61.4 38.6
Home Video 146.4 50% 180.1 55% 63.6 117.6 82.8 62.5
Digital 10.2 3% 10.6 3% 7.0 7.0 3.2 3.6
Games 27.2 9% 20.3 6% 20.6 18.2 6.6 2.1
Home Entertainment 183.8 62% 211.0 64% 91.2 142.8 92.6 68.2
Consumer Products 2.7 1% 3.9 1% 0.9 1.1 1.8 2.8
Summe 295.8 100% 331.5 100% 140.0 221.9 155.8 109.6

Wesentlicher Bestandteil der Umsatzkosten sind die Lizenzentgelte an unsere Lizenzgeber. Diese Lizenzverträge sehen i.d.R. einen bestimmten Prozentsatz als Lizenzentgelt auf unseren Nettoumsatz vor. Hiervon abgezogen werden titelspezifische Aufwendungen für Werbung, Distribution und Herstellung. Für US-Titel, die wir von unserer Muttergesellschaft erhalten, müssen wir einen durchschnittlich höheren Prozentsatz abführen als bei deutschen Produktionen an den jeweiligen Produzenten.

Aufgrund einer Vertragsänderung bezüglich der Berechnungsweise der Lizenzzahlungen an die US-Muttergesellschaft werden nun auch die Aufwendungen für Rückstellungen für Boni, Retouren und Skonti bei der Kalkulation berücksichtigt, während bislang nur die geflossenen Aufwendungen zum Abzug gebracht wurden. Dieser einmalige "Timing"-Effekt führte in 2014 zu deutlich geringeren Lizenzkosten i.H.v. TEUR 72.995 bzw. 25% der Umsatzerlöse (Vorjahr: TEUR 133.909 bzw. 40% der Umsatzerlöse) und einem entsprechenden Mehrergebnis. Das Verhältnis von Gross Profit zu Umsatz stieg von 33% im Vorjahr auf 53% in 2014.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind absolut gesehen deutlich gesunken (von TEUR 102.223 in 2013 auf TEUR 89.064 in 2014); das liegt insbesondere an dem geänderten Ausweis der Werbekostenzuschüsse (Erlösschmälerungen statt Vertriebskosten). Bereinigt um diesen Effekt sind die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 1,1% gestiegen. Während die Vertriebskosten ungefähr auf gleichem Niveau liegen, ist der Anstieg hauptsächlich auf die Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen und höhere Pensionsaufwendungen zurückzuführen

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 50.616 (Vorjahr: TEUR 1.737) erwirtschaftet werden.

Vermögens- und Finanzlage

Aufgrund unserer Geschäftstätigkeit unterliegen die Forderungen und Verbindlichkeiten hohen täglichen Schwankungen. Da im Monat Dezember regelmäßig besonders publikumswirksame Filme in den Kinos gestartet werden, hängen die Salden zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres somit im Wesentlichen davon ab, wie viele Tage vor Geschäftsjahresende der jeweilige Film in den Kinos gestartet wird und in welchem Umfang er entsprechende Publikumsakzeptanz findet. Die Salden zum Geschäftsjahresschluss sind daher stark stichtagsbezogen.

Die Abnahme der Vorräte um TEUR 1.429 auf TEUR 10.043 ergibt sich im Wesentlichen aus dem veränderten Produkt-Mix zum Jahresende.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2014: TEUR 16.015; 2013: TEUR 19.536) ist insbesondere darin zu begründen, dass aufgrund großer Releases zu Beginn des Jahres 2014 (u.a. "Vaterfreuden" und "300: Rise of an Empire") bereits Ende 2013 insbesondere Marketingaufwendungen angefallen sind, die aufgrund der vereinbarten Zahlungsziele die Verbindlichkeiten zum Stichtag Ende 2013 erhöht haben. Dieser Effekt ist per Ende 2014 geringer ausgefallen.

In 2014 wurde eine Vorab-Dividende in Höhe von TEUR 41.050 an die Muttergesellschaft Time Warner Holding GmbH, Hamburg, ausgeschüttet. Diese wurde aus den Erträgen des laufenden Jahres finanziert.

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses hat sich trotz der Dividendenzahlung das Eigenkapital um TEUR 9.566 auf TEUR 32.176 erhöht.

Die Eigenkapitalquote beträgt in 2014 21,08% (Vorjahr: 17,60%).

Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit beläuft sich im Jahr 2014 auf TEUR +60.568 (Vorjahr: TEUR -5.386). Diese Veränderung ist hauptsächlich auf das höhere Jahresergebnis bzw. die geringeren Lizenzzahlungen an die US-Muttergesellschaft (aufgrund der oben erläuterten Umstellung in der Berechnung) zurückzuführen.

Die Investitionen in Sachanlagen (TEUR -202) sowie Software (TEUR -2) wurden durch den Verkauf der Anteile WB Communications II LLC (TEUR +258) komplett kompensiert; der Cash Flow aus investiver Tätigkeit betrug damit TEUR 54 (Vorjahr: TEUR -399).

Der Finanz-Cash Flow beläuft sich aufgrund der Dividendenauszahlung auf TEUR -41.050 (Vorjahr: -10.000).

Insgesamt ergibt sich hiermit eine Erhöhung der Finanzmittelbestände von TEUR 19.572 (Vorjahr: Verringerung um TEUR 15.785).

Investitionen

Wesentliche Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erfolgten im Geschäftsjahr nicht.

Personal

Zum Jahresende 2014 waren im Unternehmen 198 Mitarbeiter beschäftigt.

Unsere Mitarbeiter sind der entscheidende Faktor dafür, dass es uns gelingt, unsere Zuschauer im Kino und zu Hause immer wieder durch erstklassige Produkte zu unterhalten. Nur wenn wir in der Lage sind, engagierte und erfolgreiche Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, können wir die aktuellen wie zukünftigen anspruchsvollen Herausforderungen erfolgreich meistern.

Die Verantwortung für unsere Mitarbeiter ist daher ein zentraler Bestandteil unseres Handelns. Allen Mitarbeitern gewähren wir gleiche Chancen, unabhängig von Alter, Nationalität, Geschlecht, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Der Frauenanteil in unserem Unternehmen ist mit 59% verhältnismäßig hoch; zwei der sechs Mitglieder unseres Senior Management Teams sind weiblich.

Eine ausgewogene Work-Life Balance unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. So ermöglicht beispielsweise die 2012 eingeführte flexible Arbeitszeitregelung unseren Mitarbeitern die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Gesellschaftliches Engagement

Gesellschaftliches Engagement ist ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik von Warner Bros. weltweit. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltig verantwortungsvoll zu handeln - besonders dort, wo sich Wertschöpfung und die Interessen und Erwartungen der Stakeholder berühren: im wirtschaftlichen Umfeld, gegenüber den Mitarbeitern, in der Gesellschaft und im Umgang mit der Umwelt. So erfolgen regelmäßig Kommunikationen zu gesellschaftlichen Themen z.B. mit Berichten und Anregungen zum Thema Umweltschutz und Energiesparen anlässlich des Earth Days. Ebenfalls seit mehreren Jahren gibt es ein Time-Warner Programm, mit dem besonders engagierte Mitarbeiter weltweit für den internen Heiskell Award nominiert werden können.

Weltweite "Corporate Responsibility" Programme wie "Impact" werden auch von den Mitarbeitern in Deutschland dazu genutzt, um sich mit Unterstützung des Unternehmens vor Ort zu engagieren - finanziell oder auch durch tatkräftige Unterstützung bei den sog. "Volunteer Days".

C. RISIKOMANAGEMENT & CHANCEN

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Zusätzlich zur bisherigen Tentpole-Strategie will das Studio (Warner Bros. Inc.) in Burbank in Zukunft auch die Anzahl der jährlich produzierten Filme erhöhen, so dass uns zukünftig auch für den deutschen Markt mehr Produkte zur Verfügung stehen werden.

Durch die Pflege der bestehenden erfolgreichen Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren im deutschen Filmgeschäft und durch die Entwicklung von Beziehungen zu jungen Talenten sehen wir gute Chancen, auch künftig unser US-Produkt durch hochwertige deutsche Filme ergänzen zu können.

Der derzeitige Trend, mit dem durch die zunehmende Anzahl von Blu-Ray Playern und HD-Fernsehern in deutschen Haushalten nach und nach die herkömmliche DVD durch Blu-Ray Discs ersetzt wird, bedeutet für uns eine Umstellung der günstigeren DVD mit geringerer Marge auf Produkte mit höheren Gewinnmargen.

Eine wesentliche Chance sehen wir auch in der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung im Home Entertainment Bereich. Durch die Verschiebung von physischem Produkt mit geringen Margen (DVD) zu digitalen Produkten können zukünftig durch den Wegfall von Produktions-, Transport- und Retourenkosten höhere Erträge erzielt werden.

Risikomanagementziele

Unser wesentliches Risiko ist der fehlende Zufluss von für den deutschen Markt geeigneten Produkten, die uns durch unsere US-amerikanische Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Für die Stabilisierung des Umsatzes akquirieren oder koproduzieren wir zusätzlich deutsches und internationales Produkt, um es im Anschluss zu vermarkten.

Die Gesellschaft hat keine Sicherungsgeschäfte für bestimmte Transaktionen oder einzelne Bilanzpositionen abgeschlossen.

Risiken aus Preisänderungen, Kundenausfällen und der Liquiditätsplanung

Die einmal veröffentlichten Produkte geraten im Zeitverlauf unter Preisdruck, sowohl im Filmverleih als auch im Home Entertainment Geschäft. Grundsätzlich sind die Anfangspreise im Filmverleih relativ stabil. Ein starker Film zeigt sich im Wesentlichen durch die Besucherzahl bzw. Nachhaltigkeit in Wochen, mit der er im Kino gespielt wird. Home Entertainment-Produkte stehen mit ihrem Anfangspreis stärker unter Druck. Grundsätzlich lässt sich nur ein sehr hochwertiges Produkt zu einem hohen Preis vermarkten. Langfristig wird sich dieser Trend, auch durch das Aufkommen von kommerziellen Filmdownloads über das Internet, verstärken.

Unsere Kundenausfälle sind generell sehr gering. Für jeden Neukunden wird eine Kreditauskunft eingeholt. Alle auffälligen Altersstrukturen von Forderungen und notwendigen Maßnahmen werden wöchentlich besprochen, so dass ein ausreichendes Risikomanagement vorhanden ist.

Aus dem sehr zyklischen Geschäft ergeben sich naturgemäß starke Schwankungen unserer operativen Liquidität. Grundsätzlich wird für ein schwächeres Produkt auch weniger in Werbeaufwand investiert. Des Weiteren werden überschüssige Mittel kurzfristig angelegt, um für fehlende Einnahmen bei schwächeren Produkten Vorsorge zu treffen. Darüber hinaus haben wir mit Banken und Konzerngesellschaften von Time Warner Kreditrahmen vereinbart, die unsere Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherstellen.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Wir sind kein produzierender Betrieb und fallen mit keiner unserer Aktivitäten unter das Emissionsschutzgesetz. Unsere Home Video Produkte, im Wesentlichen DVDs und Blu-Rays, sind nahezu zu 100% recyclingfähig.

Seit dem 17. Januar 2007 unterhalten wir einen aus sieben Mitgliedern bestehenden Betriebsrat, der auf die Einhaltung des Betriebsverfassungsgesetzes achtet. Grundsätzlich ist unsere Muttergesellschaft Time Warner Germany Holding GmbH, Hamburg, verpflichtet, auf die Einhaltung der US-Gesetze bezüglich der Nicht-Diskriminierung von Mitarbeitern aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht auch bei den Tochtergesellschaften zu achten.

Jugendschutz

Alle unsere Filme und sonstigen Produkte unterliegen der Überwachung und Bewertung durch die FSK; die von der FSK erteilten Alterseinschränkungen sind für uns verbindlich.

Insgesamt erwarten wir keine Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.

D. NACHTRAGSBERICHT

Es sind uns keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

E. AUSBLICK

Gesamtwirtschaftlich

Nach derzeitigen Analysen könnte es u.a. durch eine günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie der erwarteten Belebung der Weltwirtschaft auch in 2015 wieder einen ordentlichen Wachstumsschub für die deutsche Wirtschaft geben. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft rechnet in seiner derzeitigen Prognose damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2015 real um +1,8 % steigen wird, wobei für die privaten Konsumausgaben ein Wachstum von +2,7% und für den Außenhandel ein Rückgang von -0,1% erwartet wird.

Quelle: www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/konjunkturprognosen

Branchen- und unternehmensbezogen

Für 2015 erwarten wir ungefähr gleichbleibende Konsumentenausgaben im Entertainment-Bereich. Während unsere Schätzung für den Kinomarkt leicht positiv ist (+5% gegenüber Vorjahr), erwarten wir für den Home Video-Markt (inkl. Digital) gegenüber 2014 einen leichten Rückgang von 2%.

Für unser Unternehmen erwarten wir in 2015 aufgrund von konzerninternen Umstrukturierungen ein deutliches Umsatzwachstum, da ab 2015 erstmalig der Warner Bros. Entertainment GmbH Vertriebsrechte für den Bereich Fernsehen eingeräumt werden. Entsprechend werden zukünftig auch Umsätze in diesem Bereich generiert.

Ohne diesen Sondereffekt rechnen wir aufgrund des verfügbaren Produktes mit einer stabilen oder leicht positive Geschäftsentwicklung und einem Umsatzwachstum von 11%. Das erwartete "EBIT" liegt allerdings aufgrund höherer Lizenzabgaben und durch eine veränderte Produktstruktur um 6% unter 2014.

Aufgrund von Anpassungen innerhalb der Konzernstruktur ist die Muttergesellschaft der Warner Bros. Entertainment GmbH, die Time Warner Germany Holding GmbH, seit dem 1. Januar 2015 eine 100 %ige Tochter der Warner Bros. Entertainment Nederland B.V.

Division Filmverleih

Wie auch für den Gesamtmarkt prognostizieren wir für 2015 für die Erlöse aus dem deutschen Filmverleih aufgrund der uns bekannten verfügbaren Spielfilme ein Umsatzwachstum (+14% gegenüber dem Vorjahr). Erfolgversprechende US-Titel sind z. B. "American Sniper" (Kinostart: 26. Februar 2015), "Mad Max: Fury Road" (Kinostart: 14. Mai 2015), "Pan" (Kinostart: 8. Oktober 2015), "In the Heart of the Sea" (Kinostart: 3. Dezember 2015) und "Der kleine Prinz" (Kinostart: 10. Dezember 2015). Mit Titeln wie "Traumfrauen" (Kinostart: 9. Februar 2015), Matthias Schweighöfers "Der Nanny" (Kinostart: 26. März 2015) und der Verfilmung von Hape Kerkelings Bestseller "Ich bin dann mal weg" (Kinostart: 24. Dezember 2015) veröffentlichen wir in 2015 neben den US-Titeln wieder einige vielversprechende deutsche Produktionen. Aufgrund der herausragenden Zuschauerzahlen (über 6,5 Millionen Zuschauer in Deutschland) hat auch der im Dezember 2014 veröffentlichte Titel "Honig im Kopf" einen signifikanten Einfluss auf die Umsätze des ersten Quartals 2015.

Für die internationalen Lizenzeinnahmen aus lokalen Produktionen erwarten wir einen Rückgang der Erlöse von 29,1 Mio. Euro in 2014 auf 11,2 Mio. Euro in 2015. Dieser Rückgang ist auf Einmaleffekte in 2014 zurückzuführen.

Division Home Entertainment

Home Video

Im Home Entertainment Bereich rechnen wir 2015 mit einem leichten Umsatzwachstum i.H.v. 8% gegenüber dem Vorjahr. Vielversprechende Titel wie "Interstellar", "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere", "American Sniper", "Mad Max: Fury Road", "Honig im Kopf" und "Traumfrauen" sowie TV-Produktionen wie "Game of Thrones - Staffel 4" und "Big Bang Theory - Staffel 8" versprechen ein hohes Umsatzpotential.

Digital Distribution

Wie in den Vorjahren gewinnt der digitale Handel weiter an Bedeutung. Hier erwarten wir aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Fernsehgeräte (Smart-TV) weiterhin steigende Umsätze mit Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich (+20% gegenüber dem Vorjahr). Um dies zu erreichen, wird Warner Bros. noch flexibler auf die Bedürfnisse der Konsumenten hinsichtlich der verschiedenen Veröffentlichungstermine eingehen und Early-EST anbieten. Cloudbasierte Dienste wie UltraViolet rücken hierbei weiterhin stärker in den Fokus, um EST für unsere Kunden noch attraktiver zu gestalten.

Games

Der Markt wächst weiterhin und gewinnt für uns immer mehr an Bedeutung, gerade im Bereich der PSVita, 3DS sowie für portable Geräte (Handhelds). In 2015 wird Warner mit Spielen wie "Dying Light", "Batman: Arkham Knight", "Mad Max Fury Road Game" sowie "Lego - Jurassic Park" auf dem Markt vertreten sein; es wird ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 11% erwartet.

Division Television

Umsatztreiber in 2015 werden bereits bestehende und auf die Warner Bros. Entertainment GmbH übertragene SVOD- und Pay-TV-Verträge sein.

Division Consumer Products

Im Bereich Consumer Products erwarten wir für 2015 u.a. aufgrund von neuen Promotion-Deals und Umsatzverschiebungen von 2014 nach 2015 ein Umsatzwachstum in Höhe von 22%.

F. ABSCHLUSS UND UNTERZEICHNUNG

 

Hamburg, den 27.05.2015

Warner Bros. Entertainment GmbH, Hamburg

Die Geschäftsführung

Wilfried Geike

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