GE Carbon Capture GmbHLiquidiert

60313 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 707361
Vorher
ALSTOM Power Conversion GmbHALSTOM Carbon Capture GmbH
Eingetragen
10.11.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Forschung & Entwicklung, Ingenieurdienstleistungen, Beschaffung, Vertrieb, Projektmanagement, Bau- und Montageleistung und Inbetriebnahme für Anlagen zur Gewinnung und Nutzung von CO2 und Gasbehandlungsanlagen in der Energieerzeugung und anderen Industrien.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

GE Carbon Capture GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der GE Carbon Capture GmbH, Mannheim

Aktiva

31.12.2015 31.12.2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen 27.216,87 38.057,76
I. Sachanlagen 19.283,92 14.569,25
II. Finanzanlagen 7.932,95 23.488,51
B. Umlaufvermögen 36.497.084,92 46.563.802,85
I. Vorräte 586.636,28 464.229,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 35.907.106,33 46.096.531,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.040,00 107.531,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.783.357,72 45.184.655,03
3. Sonstige Vermögensgegenstände 104.708,61 804.344,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.342,31 3.041,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.266,54 38.257,20
Bilanzsumme 36.532.568,33 46.640.117,81

Passiva

   
  31.12.2015 31.12.2016
EUR EUR
A. Eigenkapital 5.150.000,00 5.150.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150.000,00
B. Rückstellungen 30.276.195,22 40.441.948,61
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.821.148,00 25.583.226,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.455.047,22 14.858.722,61
C. Verbindlichkeiten 1.106.373,11 1.048.169,20
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 548.148,91 285.071,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.880,65 234.974,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 157.594,79 224.136,24
4. Sonstige Verbindlichkeiten 205.748,76 303.987,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Bilanzsumme 36.532.568,33 46.640.117,81

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01. Januar 2016 - 31. Dezember 2016

der GE Carbon Capture GmbH, Mannheim

(in EUR) 01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
1. Umsatzerlöse 1.271.896,91 2.833.626,24
2. Bestandsveränderung -62.398,24 -288.322,03
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.878.929,94 384.641,59
4. Gesamtleistung 4.088.428,61 2.929.945,80
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.118,42 -4.283,35
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -481.963,86 -216.026,88
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.800.569,41 -6.974.588,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen f. Altersversorgung und für Unterstützung -1.166.125,04 -2.118.112,51
(davon für Altersversorgung) (-396.475,77) (-1.157.306,01)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -12.065,53 -4.714,67
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.441.409,76 -16.554.315,22
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47,61 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.584.925,20 -308.917,81
11. Ergebnis nach Steuern -18.400.701,00 -23.251.012,93
12. Ertrag aus Verlustübernahme 18.400.701,00 23.251.012,93
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00
14. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen im Vorjahr

Mit Wirkung zum 2. November 2015 wurden die Power- und Grid-Aktivitäten von Alstom durch die General Electric Company Inc., Fairfield, Connecticut, USA erworben. In diesem Zusammenhang erfolgte der indirekte Erwerb der in diesen Bereichen tätigen ehemaligen deutschen Alstom-Gesellschaften durch ein zum General Electric Konzern gehörendes Unternehmen.

Durch Gesellschafterbeschluss vom 26.11.2015 und mit rechtlicher Wirkung zum 07.12.2015 hat die Umfirmierung der ALSTOM Carbon Capture GmbH in GE Carbon Capture GmbH stattgefunden.

Allgemeine Hinweise

Die GE Carbon Capture GmbH, Lorenz-Schott-Straße 4, 55252 Mainz-Kastel, hat ihren Sitz in Mannheim und wird beim Amtsgericht Mannheim unter der Handelsregisternummer HRB 707361 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden erstmalig die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewendet. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bilanzierungsmethoden im Jahresabschluss und Lagebericht wurden insoweit angepasst. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften des BilRUG ist eine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse, der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

Des Weiteren führt der Wegfall der außerordentlichen Posten nach dem HGB i.d.F. des BilRUG zur Umgliederung der außerordentlichen Aufwendungen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis dieser Posten mit den erforderlichen Erläuterungen erfolgt in den entsprechenden Abschnitten dieses Anhangs. Zur Verbesserung der Darstellung wurden bei der Gewinn- und Verlustrechnung eine zusätzliche Zwischensumme eingefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden größtenteils in den Anhang übernommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Die Angaben im Anhang erfolgen grundsätzlich in TEUR. Die im vorliegenden Abschluss dargestellten Zahlen wurden gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu dargestellten Summen addieren lassen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagevermögen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen bilanziert. Dabei wird die wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 20 Jahre und für Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Herstellungskosten der bestellten Anlagen in Arbeit (Vorräte) enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen.

Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit und gegebenenfalls durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht von den Vorräten abgesetzt, sondern bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennwert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert.

Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Forderungen in Fremdwährung sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Alle übrigen Gegenstände des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt, wobei erkennbare Risiken durch entsprechende Abschläge berücksichtigt werden.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 31. Dezember 2016 bestimmt. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (Vorjahr: der vergangenen sieben Geschäftsjahre) gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 bei Anwendung der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB verwendet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10­ Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.098. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,75 % p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 1,65 % p.a. und die biometrischen Annahmen mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 30. November 2016 mit 3,94 % bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,75 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen pauschalen Restlaufzeit von drei Jahren zum Inventurstichtag 30. November 2016 mit 2,40 % bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,75 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Das Deckungsvermögen ist mit dem beizulegenden Zeitwert unabhängig von der Anschaffungskostenrestriktion angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei grundsätzlich dem Marktpreis (§ 255 Abs. 4 HGB). Die sich im Rahmen der Zeitwertbewertung ergebenden Wertunterschiede werden ergebniswirksam erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen die im August 2007 erworbenen Spezialfondsanteile, die vom ALSTOM Pensions-Treuhand e.V., Mannheim, verwaltet wurden, und die mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet werden. Das treuhänderisch vom ALSTOM Pensions-Treuhand e.V. verwaltete Vermögen wurde im November 2015 auf einen neuen Treuhänder - Towers Watson Treuhand e.V. - übertragen. Die an den Towers Watson Treuhand e.V. übertragenen liquiden Mittel stehen im juristischen Eigentum des Treuhänders. Im Falle der Insolvenz der Gesellschaft besteht keine Zugriffsmöglichkeit der Gesellschaft auf diese Mittel.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Restrukturierungsrückstellungen sind gebildet für erwartete Aufwendungen aufgrund von Restrukturierungen, die in den Vorjahren und im laufenden Geschäftsjahr beschlossen und im Wege eines Interessenausgleichs vereinbart wurden. Diese enthalten insbesondere Kosten für einen Sozialplan (einschließlich Kosten im Zusammenhang mit einer Transfergesellschaft), Abfindungen und sonstige restrukturierungsbedingte Kosten.

Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

2. Finanzanlagen

Die Position beinhaltet sonstige Ausleihungen an den ALSTOM Pensions-Treuhand e.V. und den Towers Watson Treuhand e.V.

Entwicklung des Anlagevermögens (Geschäftsjahr 2016)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 13 0 0 13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52 0 0 52
  65 0 0 65
II. Finanzanlagen        
1. Sonstige Ausleihungen 8 16 0 23
  8 16 0 23
  73 16 0 88
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Abschreibungen Umbuchungen Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 4 0 0 0 4
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42 4 0 0 46
  46 4 0 0 50
II. Finanzanlagen          
1. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  46 4 0 0 50
Buchwerte
31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
I. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 9 9
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 6
  19 15
II. Finanzanlagen    
1. Sonstige Ausleihungen 8 23
  8 23
  27 38

3. Vorräte

Auf Grund der ehemals großen Bedeutung unseres Anlagengeschäftes wird anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "unfertige Leistung" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "Bestellte Anlagen in Arbeit" verwendet und als gesonderter Posten des Vorratsvermögens ausgewiesen.

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Bestellte Anlagen in Arbeit 587 464
  587 464

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 108
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.783 45.185
davon aus Lieferungen und Leistungen (286) (115)
davon aus Finanzverkehr (17.018) (21.819)
davon Sonstiges (18.479) (23.251)
davon gegen Gesellschafter aus Verlustübernahme (18.401) (23.251)
Sonstige Vermögensgegenstände 105 804
  35.907 46.097

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Kassenbestand 3 2
Guthaben bei Kreditinstituten 0 1
  3 3

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft drei Serviceverträge in Höhe von TEUR 38 (VJ: TEUR 8).

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 5.150 wird zu 100 % von der GE Power AG, Mannheim, gehalten.

Zu nennen ist auch eine Abführungssperre, die in Höhe des Unterschiedsbetrages (TEUR 23.649) aus dem Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände aus Altersversorgung (TEUR 71.749) und den dazugehörigen Anschaffungskosten (TEUR 48.100) besteht. Aufgrund der Verlustübernahme kommt die Abführungssperre im Geschäftsjahr nicht zum Tragen.

8. Rückstellungen

Der Marktwert der Anteile vom Deckungsvermögen beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 71.749 und lag somit über den historischen Anschaffungskosten von TEUR 48.100.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Rechtsänderungen zum 01. April 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von TEUR 13.593.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von 15 Jahren.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 906 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 7.249 (VJ: TEUR 8.156).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 12.481 (VJ: TEUR 4.129), Aufwendungen für Personal in Höhe von TEUR 1.936 (VJ: TEUR 1.482), sowie projektbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 22 (VJ: TEUR 562).

Die Rückstellungen für Restrukturierung (Sozialpläne, Frühpensionierung und Umstrukturierung) sind im Wesentlichen personalbezogen.

9. Verbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 548 285
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 195 235
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158 224
davon aus Lieferungen und Leistungen (158) (143)
davon Sonstige (0) (81)
Sonstige Verbindlichkeiten 206 304
davon aus Steuern (116) (234)
Verbindlichkeiten 1.107 1.048

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Verbindlichkeiten besteht der branchenübliche Eigentumsvorbehalt.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht.

10. Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum 31. Dezember 2016 keine Avale aus dem laufenden Geschäft (i. VJ: TEUR 183).

Haftungsverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2016 für die Altersteilzeit-Insolvenzsicherung in Höhe von TEUR 4.950. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2016 keine weiteren Haftungsverhältnisse.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2016
TEUR
fällig im Geschäftsjahr 2017 280
fällig im Geschäftsjahr 2018 12
fällig im Geschäftsjahr 2019 9
spätere Geschäftsjahre -

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Miet- und Leasingverträge und sonstige Dienstleistungsverträge. Zum Bilanzstichtag bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Gliederungseffekte des BilRUG sind jeweils auch kurz für das Vorjahr erläutert.

12. Umsatzerlöse

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
Aufgliederung nach Regionen TEUR TEUR
Inland 130 436
Ausland 1.142 2.398
davon Europa 1.000 2.094
davon Drittländer 142 303
  1.272 2.834

Die Neudefinition der Umsatzerlöse gem. HGB i.d.F. des BilRUG führt zu höheren Umsatzerlösen. Bei fiktiver Anwendung der Vorschriften des BilRUG bereits auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) hätten sich die Umsatzerlöse von TEUR 1.272 um TEUR 2.052 auf TEUR 3.324 erhöht.

13. Sonstige betriebliche Erträge

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Erträge aus Konzerndienstleistungen 2.147 0
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 536 0
Kursgewinne Zahlungsverkehr 37 20
davon Erlöse aus Währungsumrechnungen 37 20
Sonstiges 159 365
  2.879 385
davon periodenfremde Erträge 536 0

Die Ausweitung der Umsatzerlöse gemäß der Anwendung des HGB i.d.F. des BilRUG führt gleichermaßen zu einer Reduktion der sonstigen betrieblichen Erträge, da vormals sonstige betriebliche Erträge aus bestimmten innerkonzernlichen Leistungsaustauschen nunmehr als Umsatzerlöse ausgewiesen werden. Bei fiktiver Anwendung der Vorschriften des BilRUG bereits auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) hätten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2.879 um TEUR 2.052 auf TEUR 827 verringert.

14. Materialaufwand

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2 4
Aufwendungen für bezogene Leistungen 482 216
  484 220

15. Personalaufwand

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 4.801 6.975
Sozialversicherungsbeiträge und ähnliche Kosten 1.166 2.118
(davon Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung) (396) (1.157)
  5.967 9.093

16. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
Angestellte 76 72
  76 72

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.04.2015 - 31.12.2015 TEUR 01.01.2016 - 31.12.2016 TEUR
Restrukturierung 0 13.533
Konzernumlagen und IT-Leistungen 896 1.202
Mieten, Gebäude- und Reinigungskosten 384 472
Reisekosten 213 340
Reparaturen und Instandhaltungen 62 268
Aus- und Weiterbildung 208 0
Sonstiges 1.678 739
  3.441 16.554

Die Restrukturierungsaufwendungen betreffen personalbezogene Aufwendungen aufgrund von Restrukturierungen. Diese enthalten beispielweise Kosten für einen Sozialplan und Abfindungen.

18. Zinsergebnis

01.04.2015 - 31.12.2015 TEUR 01.01.2016 - 31.12.2016 TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.585 309
(davon von verbundenen Unternehmen) (43) (0)
(davon aus Rückstellungen) (12.391) (309)
  -12.585 -309

Im Zinsergebnis sind wie im Vorjahr in erster Linie Effekte aus der Diskontierung der langfristigen personalbezogenen Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) enthalten, die mit den Erträgen aus dem Planvermögen saldiert ausgewiesen werden. Die wesentlichen Effekte im Geschäftsjahr 2016 betrafen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 3.877), die Erträge aus dem Planvermögen (TEUR 2.108) und einen Ertrag in Höhe von TEUR 1.098 aus der Anpassung an den 10­ Jahresdurchschnittszinssatz (§ 253 Abs. 2 HGB).

19. Verlustausgleich/Ergebnisabführung

Auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der entstandene Jahresfehlbetrag von TEUR 23.251 von der Gesellschafterin GE Power AG ausgeglichen (VJ: Ausgleich des Jahresfehlbetrages von TEUR 18.401).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Frank Ennenbach Managing Director Europe Execution Center Dipl. Ing., Dreieich Austritt 31.12.2016
Ralf Suhrbier Unit Manager EC/CCS Dipl. Wirtsch.-Ing., Eschborn  

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Eine Angabe zu den Gehältern der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der General Electric Company Inc., Fairfield, Connecticut, USA offengelegt wird.

Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den der Jahresabschluss der GE Carbon Capture GmbH einbezogen wird, ist die General Electric Company Inc., Fairfield, Connecticut, USA.

Nachtragsbericht

Am 7. Dezember 2017 wurden weitere weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen für deutsche GE-Gesellschaften auch im Bereich GE Power angekündigt, die jedoch nicht die Gesellschaft betreffen sollen. Die Unternehmensleitung geht jedoch aufgrund der rückläufigen Geschäftstätigkeit davon aus, dass die Gesellschaft mittelfristig auf eine andere Gesellschaft des GE-Konzerns verschmolzen wird.

 

Mannheim, 29. Januar 2018

Ralf Suhrbier

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Inhaltsverzeichnis

1
Grundlagen des Unternehmens
1.1

Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2

Neuausrichtung des Unternehmens

1.3

Forschung und Entwicklung

2
Wirtschaftsbericht
2.1

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2

Wesentliche Leistungsindikatoren

2.3

Geschäftsverlauf

2.4

Ertragslage

2.5

Finanzlage

2.6

Vermögenslage

2.7

Mitarbeiter

2.8

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

2.9

Finanzielle Leistungsindikatoren

3

Nachtragsbericht

4
Prognose-, Chancen und Risikobericht
4.1

Prognosebericht

4.2

Risikomanagementsystem

4.3

Chancenbericht

4.4

Risikobericht

5

Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die GE Carbon Capture GmbH (GECC) ist auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig. Sie ist eingebunden in das Segment "GE Power" und im GE Konzern verantwortlich für das Geschäftsfeld im Bereich CO 2-Abscheidung sowie die Anwendung von Luftreinhaltungsanlagen (AQCS) in der Öl- und Gasindustrie und damit verbundenen Dienstleistungen.

Nachdem die GE Carbon Capture GmbH (GECC) für den Vergleichszeitraum 2015 ein Rumpfgeschäftsjahr mit dem Zeitraum 1. April bis 31. Dezember 2015 abschloss, bildet das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr 2016 wieder einen 12-Monatszeitraum ab.

1.2 Neuausrichtung des Unternehmens

Am 13. Januar 2016 hat die Geschäftsführung die Grundzüge eines weitreichenden Restrukturierungsprogramms veröffentlicht, das die Aufgabe des Standorts Wiesbaden, Strategieanpassungen und den Abbau von 64 Arbeitsplätzen vorsieht.

Im Rahmen der Konsultationen mit den Gremien des Konzernbetriebsrates zur Bewertung der geplanten Maßnahmen und Alternativen zur Beschäftigungssicherung gemäß §92a BetrVG wurden mögliche Potentiale im O&G Bereich von GE untersucht, um die geplante Restrukturierung zu überarbeiten.

Es wird geprüft, für GE Oil & Gas Turbomachinery Solutions (TMS) 35 Ingenieurstellen zu erhalten, um sich für erweiterte Angebotsumfänge sowie Neu- und Umbau Projekte zu verstärken. Alle weiteren administrativen und unterstützenden Abteilungen sollen geschlossen werden.

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2016 wurden rund EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) für Forschung und Entwicklung investiert. Diese Aufwendungen wurden für kunden- und projektbezogene Entwicklungen sowie für die Weiterentwicklung von Produkten getätigt. In der Forschung und Entwicklung waren zum 31.12.2016 18 Mitarbeiter (Vorjahr: 20) beschäftigt, die sowohl in der Forschung als auch in der Kundenauftragsabwicklung tätig waren.

Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte liegen weiterhin im Bereich der CO 2 Abtrennung. Der Fokus liegt dabei auf der Erhöhung des Wirkungsgrades, der Weiterentwicklung und Optimierung in einigen Verfahrensschritten sowie Kostensenkung der Gesamtprozesse. Die Lösungen der CO 2-Abtrennung zielen auf eine erweiterte Anwendung auch in den Bereichen CO 2-Nutzung sowie industrieller Quellen.

Erbringt die Gesellschaft Leistungen im Zusammenhang mit anerkannten Entwicklungsprojekten, so werden diese von der GE Technology GmbH (Sitz in Baden/CH) vergütet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2016 in einer moderaten Erholungsphase. Diese Entwicklung wurde getragen von der konjunkturellen Erholung der Industrieländer, insbesondere im Euro-Raum, den USA und Japan, welche durch eine zunehmende Beschäftigung in 2016 und den daraus resultierenden Einkommenszuwächsen geprägt war.

Die konjunkturelle Lage in den Schwellenländern entwickelte sich in 2016 positiv, was vor allem - bedingt durch die Stabilisierung der Rohstoffpreise -auf die robuste Expansion der Wirtschaft in China und Indien sowie einer Verbesserung der Situation in Russland und Lateinamerika zurückzuführen ist.

Im Europäischen Wirtschaftsraum war im Jahr 2016 die positive konjunkturelle Entwicklung nach wie vor durch eine expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sowie einer wenig restriktiven Fiskalpolitik beeinflusst. In 2016 nahm die Binnennachfrage weiter zu, welche auch durch den Ölpreisverfall getragen wurde, und der Arbeitsmarkt erholte sich weiter. Insgesamt ergibt sich somit für den Euro-Raum für das Jahr 2016 ein Wachstum von 1,7% (2015: +1,6 %). Jedoch ist weiterhin eine Heterogenität der Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu beobachten.

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2016 ihren soliden und stetigen Wachstumskurs fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % (2015: + 1,7 %) und liegt damit weiterhin über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,4 %). Dies ist vor allem auf die starke Binnennachfrage zurückzuführen.

Die deutschen Exporte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2%, während die Importe um 0,6 %gestiegen sind. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2016 mit dem bisher höchsten Überschuss von EUR 257 Milliarden abschloss. Die Auftragseingänge der deutschen Industrieunternehmen haben sich im Jahr 2016 stabil entwickelt.

Die Inflationsrate in Deutschland lag in 2016 bei 0,5%. Für die weiterhin geringe Inflationsrate war im Wesentlichen die Entwicklung der Energiepreise maßgeblich, welche sich im Durchschnitt im Vergleich gegenüber dem Vorjahr verringerten.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Geschäftsfeld der CO 2-Abscheidung lassen sich Hauptwettbewerber im Wesentlichen aufteilen in den Bereich 'Oxy- Carbon Capture Storage' (CCS) mit Air Liquide, Linde, Doosan, B&W und in den Bereich' Post-Combustion-CCS' mit Mitsubishi Heavy Industries, Fluor, Shell und Aker Clean Carbon.

GE ist derzeit der einzige Anbieter eines Post-Combustion Verfahrens auf Ammoniumkarbonat Basis. Dieses gilt als umweltfreundlicher und ist als Verfahren ein Alleinstellungsmerkmal.

Im Oxy-CCS Bereich bietet GE als einziger Wettbewerber die komplette Verfahrenskette (ohne Luftzerlegung, die als Stand der Technik gilt), Oxy-Kessel, Dampf- und Stromerzeugung, Rauchgasbehandlung und CO 2- Aufarbeitungsanlage (Gas Processing Unit) an. Dadurch kann GE die gesamte Verfahrenskette optimal integrieren und aufeinander abstimmen. Auch dies ist als Alleinstellungsmerkmal zu erkennen.

2.2 Wesentliche Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren zur Einschätzung des wirtschaftlichen Erfolgs des Unternehmens hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (definiert als das Ergebnis vor Zinsen und Steuern) festgelegt.

2.3 Geschäftsverlauf

Aufgrund der weiterhin verhaltenen Nachfrage für die Anwendung der CO 2­ Abscheidungstechnologien im Bereich der CO 2-Nutzung sowie der nachlassenden Nachfrage nach meerwasserbetriebenen Rauchgasentschwefelung für Kraftwerke und die Öl- und Gasindustrie wurde zum 1. September 2015 bei GECC Kurzarbeit eingeführt und nach der Ankündigung der Restrukturierungsmaßnahmen am 29. Februar 2016 beendet.

Nachdem im Geschäftsjahr 2014/15 Lyondellbasell als neuer Kunde für eine erste Studie gewonnen werden konnte, erhielt GECC im Geschäftsjahr 2016 lediglich Aufträge in Höhe von EUR 0,2 Mio. aus Drittkundengeschäft sowie interne Auftragseingänge in Höhe von EUR 0,9 Mio.. Der Auftragseingang einschl. Nachträge beläuft sich somit auf Mio. EUR 1,1 und liegt somit erneut unter dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 1,1 für das kürzere Rumpfgeschäftsjahr, indem auch schon ein rückläufiger Trend erkennbar war). Der Rückgang des Auftragseingangs ist im Wesentlichen auf das Ausbleiben von Aufträgen bei Drittlieferanten (weitere Abkühlung des CCS­Geschäftsumfelds) sowie gesunkener konzerninterner Beauftragung zurückzuführen.

Der Auftragsbestand der GECC beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2016 EUR 0,3 Mio. (VJ: 0,5 Mio. EUR).

Als Folge der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilRUG sowie der Tatsache, dass die Vergleichsperiode ein Rumpfgeschäftsjahr ist, ist eine Vergleichbarkeit anderer wichtiger Kenngrößen gegenüber dem Vorjahr nur teilweise gegeben, hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse sowie die sonstigen betriebliche Erträge und Aufwendungen.

Nach der erweiterten Umsatzerlösdefinition des BilRUG sind vor allem konzerninterne Leistungsaustausche wie die weiterbelasteten Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. in diesem Jahr erstmals in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Zusammen mit den Umsätzen aus einer Reihe kleinerer externer und interner Aufträge konnte insgesamt im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz von EUR 2,8 Mio. erzielt werden (im Vj: EUR 1,3 Mio., ohne Umsatzerlöse aus Forschungs- und Entwicklungstätigkeit). Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 waren höher als die prognostizierten Umsatzerlöse, da die Prognose im Vorjahr nicht auf der Basis einer erweiterten Umsatzerlösdefinition gemacht wurde und weiterhin mit sehr geringen Auftragseingängen gerechnet wurde.

Das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 schloss die GECC wie erwartet mit einem Verlust (vor Verlustübernahme) ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis) i.H.v. EUR -22,9 Mio. lag unter dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Vorjahres (EUR -5,8 Mio. für das Rumpfgeschäftsjahr 2015).

Die signifikante Verschlechterung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr resultiert zu einem Großteil aus höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung des Geschäftsverlaufes sowie das Ergebnis des Geschäftsjahres als unbefriedigend.

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor von der Kernaktivität im Bereich CCS geprägt. Durch den mangelnden politischen Willen, CCS als Alternative einer nachhaltig dekarbonisierten Stromerzeugung zu unterstützen, sehen wir keine Verwirklichung von CCS im großindustriellen Maßstab in Deutschland oder auch in anderen Ländern.

Es ist daher nicht zu einer kontinuierlichen Auslastung der Mitarbeiter im abgelaufenen Geschäftsjahr gekommen.

2.4 Ertragslage

Da das vorangegangene Geschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr (1. April 2015 bis 31. Dezember 2015) war, besteht nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2016. Die Ertragslage der GECC für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 weist im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklung auf:

Mio. EUR 1.1.2016- 31.12.2016
(TEUR)
1.4.2015- 31.12.2015
(TEUR)
Veränderung
(TEUR)
Umsatzerlöse 2.834 1.272 1.562
Gesamtleistung 2.930 4.088 -1.158
Materialaufwand -220 -484 264
Sonstige betriebl. Erträge 385 2.879 -2.494
Personalaufwand -9.093 -5.967 -3.126
Abschreibungen -5 -12 7
Sonstige betriebl. Aufwendungen -16.554 -3.441 -13.113
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis) -22.942 -5.816 -17.126
Finanzergebnis -309 -12.585 12.276
Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme) -23.251 -18.401 -4.850

Die Umsatzerlöse haben im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. zugenommen. Diese Entwicklung ist primär die Folge der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilRUG, da die erweiterte Umsatzerlösdefinition dazu führt, dass konzernintern erbrachte Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung als Umsatzerlöse erfasst werden.

Der Rückgang der Gesamtleistung um EUR -1,2 Mio. ergibt sich insbesondere aus insgesamt rückläufigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Der Materialaufwand ist stärker als die Gesamtleistung gesunken. Die noch im letzten Geschäftsjahr bearbeiteten Projekte wurden bis auf kleine Restaktivitäten abgeschlossen; dazu kamen nur sehr geringe neue Projektaktivitäten und ein damit verbundener Aufbau von neuen Beständen, sodass der Materialaufwand erheblich zurückging.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben im Vorjahresvergleich um EUR -2,5 Mio. abgenommen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die erstmals angewandten Vorschriften des BilRUGs zurückzuführen, da die erweiterte Umsatzerlösdefinition dazu führt, dass konzernintern erbrachte Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung (EUR 1,2 Mio. i. Vj. EUR 2,0 Mio.) ab dem Geschäftsjahr 2016 als Umsatzerlöse erfasst werden.

Die Zunahme des Personalaufwandes um EUR 3,1 Mio. resultiert vor allem aus dem Vergleich eines Zwölf- zu einem Neunmonatszeitraum, indem auch noch länger Kurzarbeit durchgeführt wurde als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Insbesondere der Anstieg der Entlohnung um EUR 2,2 Mio. ist hier zu nennen. Aufwendungen für Sozialversicherungsbeiträge und sonstige Personalnebenkosten, insbesondere für die Altersversorgung, stiegen um EUR 0,9 Mio. im Vorjahresvergleich.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Zunahme von EUR 13,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen (EUR 13,5 Mio.), die alle anderen Veränderungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen signifikant übertreffen. Aufwendungen für Konzernumlagen und IT-Leistungen nahmen um EUR 0,3 Mio. auf EUR 1,2 Mio. zu, dieser Anstieg ist auf den Zwölfmonatszeitraum im Finanzjahr 2016 zurückzuführen. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung ist der größte Rückgang um EUR -0,3 Mio. zu verzeichnen, im Wesentlichen begründet durch konzernauferlegte Sparmaßnahmen.

Das Finanzergebnis hat sich mit EUR -0,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr um EUR 12,3 Mio. verbessert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den um EUR -12,3 Mio. gesunkenen Zinsaufwand im Bereich der Pensionskosten zurückzuführen. Hierin sind Effekte aus der Diskontierung der Pensionsrückstellungen enthalten, die mit den Erträgen aus dem Planvermögen saldiert ausgewiesen werden; im Vorjahr hatte unter anderem ein deutlicher Rückgang des Diskontierungszinssatzes zu hohem Aufwand geführt.

Analog zum Vorjahr ist aufgrund ertragsteuerlicher Organschaft mit der GE Power AG kein Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag zu verzeichnen.

Das Ergebnis nach Steuern, vor Verlustausgleich beträgt EUR -23,3 Mio. (i. Vj. EUR -18,4 Mio.). Der hohe Fehlbetrag wurde im Wesentlichen durch den signifikanten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (restrukturierungsbedingt) verursacht.

2.5 Finanzlage

Auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der entstandene Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 23,3 Mio. (im Vorjahr EUR 18,4 Mio.) von der Gesellschafterin GE Power AG, Mannheim, ausgeglichen.

Die Finanzierung erfolgt über das Cash Pooling bei der GE Power AG, in das die Gesellschaft einbezogen ist.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

2.6 Vermögenslage

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr.

Mio. EUR 31.12.2016
(TEUR)
31.12.2015
(TEUR)
Veränderung
(TEUR)
Anlagevermögen 38 27 11
Vorräte 464 587 -123
Forderungen 46.097 35.907 10.190
Bank/Zahlungsmittel 3 3 0
ARAP 38 8 30
Eigenkapital 5.150 5.150 0
Rückstellungen 40.442 30.276 10.166
Verbindlichkeiten 1.048 1.106 -58
Bilanzsumme 46.640 36.532 10.108

Die Zunahme des Umlaufvermögens um EUR 10,1 Mio. ist vor allem auf die Zunahme an Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen, was hauptsächlich aus der Verlustübernahme durch die GE Power AG sowie Kontokorrentkontenbewegungen resultiert.

Das Eigenkapital beträgt unverändert EUR 5,15 Mio.

Das Fremdkapital ist um EUR 10,1 Mio. verglichen zum Vorjahr angestiegen. Ursächlich hierfür ist die Erhöhung der Rückstellungen um EUR 10,2 Mio., was zu einem Großteil sonstige Rückstellungen mit einer Zunahme von EUR 8,4 Mio. (restrukturierungsbezogen) und in einem geringeren Umfang Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einer Zunahme von EUR 1,8 Mio. betrifft.

2.7 Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 beschäftigte die Gesellschaft am Standort Wiesbaden 68 Mitarbeiter (im Vorjahr 79 Mitarbeiter, davon 2 Geschäftsführer). Der Anteil der außertariflichen Mitarbeiter belief sich auf 67% (im Vorjahr 63%) und der Anteil der tariflichen Mitarbeiter auf 33% (im Vorjahr 37%). Bei den Mitarbeitern sind 2 Geschäftsführer mitgezählt.

Aufgrund der langfristig verzögerten Entwicklung des CCS-Geschäfts hat die Geschäftsführung am 13. Januar 2016 die Grundzüge eines weitreichenden Restrukturierungsprogramms veröffentlicht, das die Aufgabe von Geschäftsfeldern, die Verlagerung des Standorts, eine Strategieanpassung und den Abbau des Großteils der Arbeitsplätze vorsieht.

Als Teil zum Interessenausgleich/Standort- und Beschäftigungssicherung zur angekündigten Restrukturierungsmaßnahme wurde am 12. September 2016 eine Konzernbetriebsvereinbarung zur Abwicklung von Altersteilzeit geschlossen. Zu diesem Zweck wurde die Abwicklung der Altersteilzeit an eine Transfergesellschaft ausgelagert. Zum 30. November 2016 haben 16 Mitarbeiter der Gesellschaft ATZ Verträge mit gleichzeitigem Wechsel zur Transfergesellschaft abgeschlossen.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der Konsultationen mit den Gremien des Konzernbetriebsrates zur Bewertung der geplanten Maßnahmen und Alternativen zur Beschäftigungssicherung gemäß §92a BetrVG mögliche Potentiale im O&G Bereich von GE untersucht, um die geplante Restrukturierung für den Standort ECS Wiesbaden zu überarbeiten.

Es wird geprüft, für GE Oil & Gas Turbomachinery Solutions (TMS) 35 Ingenieurstellen zu erhalten, um sich für erweiterte Angebotsumfänge sowie Neu- und Umbau Projekte zu verstärken. Alle weiteren administrativen und unterstützenden Abteilungen sollen geschlossen werden.

2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der weiter zurückgegangene Auftragseingang wie auch die weiter abgenommenen Marktaussichten haben die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens deutlich eingetrübt. Letztlich hat die Analyse dieser Situation General Electric zur Umsetzung von Maßnahmen veranlasst, die das weitgehende Aufgeben von operativen Geschäftsbereichen der Gesellschaft betreffen.

2.9 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für das Geschäftsjahr 2016 ergab sich erneut eine unbefriedigende Entwicklung der Umsatzerlöse, die zwar über den (schwachen) Umsatzerlösen des Vorjahres lagen, dies war jedoch im Wesentlichen wie beschrieben bedingt durch die erweiterte Umsatzerlösdefinition nach BilRUG.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operative Ergebnis) hat sich aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung, in viel stärkerem Maße jedoch auch durch den signifikanten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiter verschlechtert. Insgesamt wurde ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von EUR -22,9 Mio. (im Vorjahr EUR -5,8 Mio.) erwirtschaftet.

3 Nachtragsbericht

Am 7. Dezember 2017 wurden weitere Restrukturierungsmaßnahmen für deutsche GE-Gesellschaften auch im Bereich GE Power angekündigt, die jedoch nicht die Gesellschaft GE Carbon Capture GmbH betreffen sollen. Die Unternehmensleitung geht jedoch aufgrund der rückläufigen Geschäftstätigkeit davon aus, dass die Gesellschaft mittelfristig auf eine andere Gesellschaft des GE-Konzerns verschmolzen wird.

4 Prognose-, Chancen und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Aufgrund der weiterhin schwierig einzuschätzenden politischen und auch öffentlichen Meinungen zum CO 2-Abscheidungsverfahren ist kurz- bis mittelfristig kein Markt für große CCS Anlagen zu erwarten, weder in Deutschland noch in anderen Ländern.

Die Restrukturierungspläne für die Gesellschaft wurden im Kapitel "Neuausrichtung des Unternehmens" erläutert.

Der Jahresabschluss 2017 ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht aufgestellt. Für das Jahr 2017 werden gegenüber 2016 abnehmende Auftragseingänge und Umsatzerlöse erwartet. Das Jahr 2016 war durch die Bildung hoher Restrukturierungsrückstellungen sehr stark belastet, dies wird sich nach derzeitiger Einschätzung so nicht wiederholen; dennoch wird ein leicht negatives operatives Ergebnis in 2017 erwartet.

4.2 Risikomanagementsystem

Ein strukturierter und disziplinierter Ansatz im Umgang mit Risiken ist in einer globalen und diversifizierten Organisation wie GE wichtig, um sicherzustellen, dass die strategischen Ziele erreicht werden und ausschließlich solche Risiken akzeptiert werden, die angemessen ausgeglichen werden. GE beurteilt Risiken auf Ebene der Einzeltransaktionen, aggregiert auf Kunden-, Industrie- und Geographieebene, wenn angemessen. Ziel ist es, sowohl strategische als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern.

Die Beurteilung von Risiken sowie das Risikomanagement liegen in der Verantwortung des jeweiligen Managements und werden von Risk Managern durchgeführt, die in die jeweiligen Geschäftsbereiche integriert sind.

Die GE-Gruppe verfügt insgesamt über bewährte Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme, die ein effektives Risikomanagement gewährleisten sollen.

Die GECC ist in diese Sicherungssysteme einbezogen. Verwendete Instrumente sind unter anderem Risk Reviews und regelmäßige Plan-Ist-Analysen.

Im Rahmen des Projektgeschäftes werden Risiken durch entsprechende Risikovorsorge, bzw. durch eine Freistellung von unserer Obergesellschaft berücksichtigt.

4.3 Chancenbericht

Die Einbindung der GE-Gesellschaften in den deutschen Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE-Gesellschaften stellt die wichtigste Chance der Konzerngesellschaften dar. Die Struktur des globalen GE-Konzerns befindet sich weltweit permanent in der Weiterentwicklung und bietet so Chancen im Hinblick auf Wachstum und Stabilität der einzelnen Tochtergesellschaften. Durch die breite Diversifizierung ist die GE-Gruppe in der Lage, Schwankungen in der Geschäftsentwicklung der einzelnen Bereiche sowie Risiken und Verluste auszugleichen.

Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE-Gesellschaften können aufgrund der unverändert guten Bonität des US-amerikanischen Mutterkonzerns jederzeit schnell auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen.

4.4 Risikobericht

Bedeutende Risiken stellen unter anderem die branchenspezifischen Risiken dar.

Neben der politischen Blockade der CCS-Gesetzgebung stellt das niedrige Preisniveau im Emissionszertifikathandel ungünstige Rahmenbedingungen für Investitionen in emissionsreduzierende Maßnahmen und somit zur Erreichung der Klimaschutzziele dar.

Obwohl die Technologien zur Abscheidung von CO 2 soweit fortgeschritten sind, um Demonstrationsanlagen in der Größenordnung von ca. 250 MW zu bauen, haben sich potentielle Investoren für eine CCS-Demonstrationsanlage u.a. aus finanziellen Gründen zurückgezogen.

Diverse CCS-Demoprojekte in Europa werden nicht weiterverfolgt. Neue Standards der Umweltbehörde EPA haben den Bau neuer Kohlekraftwerke in den USA de facto unmöglich gemacht. Im asiatischen Raum hat sich insbesondere in China das Interesse an CCS weiter abgekühlt. Es ist zudem zu erwarten, dass in China, wenn überhaupt, eine Lösung mit chinesischer Technologie angestrebt wird.

Liquiditätsrisiken

Die Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft hängt wesentlich von der Aufrechterhaltung der Bereitstellung finanzieller Mittel durch Konzerngesellschaften der General Electric-Gruppe, Boston, USA, ab.

Hieraus ergibt sich das Risiko einer Abhängigkeit der Konzerngesellschaften vom US-Mutterkonzern. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des starken GE-Verbunds geht die Geschäftsführung davon aus, dass auch in Zukunft die Bereitstellung finanzieller Mittel durch den US-Konzern und damit die Finanzierung der GE-Gesellschaften sichergestellt ist.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der GE Power AG werden Verluste der Gesellschaft durch den Gesellschafter ausgeglichen.

Das Mutterunternehmen der GE Power AG, General Electric International (Benelux) BV, Breda (Niederlande), hat zugunsten der GE Power AG eine Erklärung mit zeitlicher Befristung abgegeben, dass es für künftige Belastungen einstehen will.

Kreditrisiken

Kreditrisiken für Geldanlagen werden begrenzt, indem nur Transaktionen mit GE-Gesellschaften oder mit Banken guter Bonität im Rahmen festgelegter Limits abgewickelt werden. Auch der Zahlungsverkehr erfolgt über solche Banken.

Marktpreisrisiken

Die Marktpreisrisiken stellen Risiken dar, die sich aus möglichen negativen Wertänderungen von Positionen der Gesellschaft durch die Veränderungen von Marktpreisen ergeben. Derzeit sieht sich die Gesellschaft aufgrund der geringeren Geschäftstätigkeit in entsprechend geringerem Umfang Marktpreisrisikenausgesetzt.

Betriebsrisiken

Die Gesellschaft befindet sich seit Januar 2016 in einer grundlegenden Restrukturierung und ist in dieser Phase auf die Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahmen durch das Mutterunternehmen oder durch andere Gesellschaften der GE Gruppe angewiesen. Details hierzu sind im Kapitel "Neuausrichtung des Unternehmens" erläutert. Sollte die dort erläuterten Pläne nicht erfolgreich sein, entstehen der Gesellschaft Risiken für weitere Restrukturierungskosten der somit verbleibenden Mitarbeiter, die im GE Power Business nicht mehr benötigt werden.

Operationelle Risiken

Alle Risiken im Hinblick auf Menschen, Prozesse, Systeme und externe Ereignisse werden bei der Gesellschaft als operationelle Risiken definiert. Für das Management dieser Risiken sind klare Prozesse, Verantwortungen und Kontrollen integriert. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden potenzielle Risiken identifiziert, analysiert und Maßnahmen zur Prävention der Risiken festgelegt und umgesetzt. Eingetretene Schadensvorfälle werden in einer unternehmensinternen Datenbank gesammelt und zwecks künftiger Vorbeugung ausgewertet. Zur Steigerung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter wurde ein e-Learning eingeführt, mit dem die Aspekte der operationellen Risiken und der Umgang mit ihnen klargestellt werden.

Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Die Überwachung der Zinsänderungsrisiken erfolgt über den Match-Funding-Prozess auf globaler Ebene, nicht auf Gesellschaftsebene. Bei dieser Vorgehensweise wird das Zinsänderungsrisiko aus flexiblen Raten abgesichert. Währungsrisiken werden ggf. durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Positionen (Grundgeschäft) unterlegt sind.

5 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Mannheim, den 29. Januar 2018

GE Carbon Capture GmbH

R. Suhrbier

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GE Carbon Capture GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GE Carbon Capture GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risikobericht" hin. Dort wird dargestellt, dass die Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft wesentlich von der Aufrechterhaltung der Bereitstellung finanzieller Mittel durch Konzerngesellschaften der General Electric-Gruppe, Boston, USA, abhängt.

 

Frankfurt am Main, den 29. Januar 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kunz, Wirtschaftsprüfer

Dr. Kaiser, Wirtschaftsprüfer

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