ENGIE Energy Management Solutions GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patricia Anetta Friedek-Angelucci seit 26.3.2026 | Prokura |
Christian Güthert seit 26.3.2026 | Prokura |
Fabian Graue seit 26.3.2026 | Prokura |
Harald Ewald-Baum seit 15.4.2025 | Prokura |
Claudia Kuhn seit 11.3.2025 | Prokura |
Cathrin Sabine Lind seit 10.2.2025 | Prokura |
Elisabeth Rosemarie Unterberg seit 27.11.2024 | Prokura |
Sven-Gunnar Boné seit 27.11.2024 | Prokura |
Madlen Schwachtje seit 15.10.2024 | Prokura |
Constanze Luschnat seit 7.11.2023 | Prokura |
Niklas Wiegand seit 7.11.2023 | Geschäftsführer |
Stefan Bakenhus seit 25.9.2023 | Prokura |
Eric Joseph Stab seit 20.6.2023 | Geschäftsführer |
Steffen Maria Haller seit 21.2.2023 | Prokura |
Thomas Zehnle seit 21.9.2022 | Prokura |
Philipp Anton Louis Hepp seit 12.5.2022 | Prokura |
Andreas Morgenstern seit 12.5.2022 | Prokura |
Martin Loskill seit 11.3.2022 | Prokura |
Hanno Dempke seit 16.11.2021 | Prokura |
Sven Manfred Grimm seit 23.3.2021 | Prokura |
Rainer Michael Büttner seit 16.6.2020 | Prokura |
Norman Wolfgang Wünsche seit 23.1.2020 | Prokura |
Sven Gelezas seit 20.12.2019 | Prokura |
Michael Beyer seit 7.1.2019 | Prokura |
Jochen Paul Hornung seit 10.9.2018 | Prokura |
Astrid Schatz seit 24.7.2017 | Prokura |
Thomas Henn seit 14.10.2016 | Prokura |
Annette Kofler seit 14.10.2016 | Prokura |
Volker Bachmann seit 13.2.2015 | Prokura |
Frank Dipl.-Ing. Hütter seit 13.2.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GDF International S.A.S. | 27.62% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ENGIE Deutschland GmbHKölnJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ENGIE Deutschland GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGIE Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteileWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschluss - geprüft.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschluss in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (9.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Düsseldorf, 18. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Crisan, Wirtschaftsprüfer Kux, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023ENGIE Deutschland GmbH, Köln Amtsgericht Köln (HRB 57515)Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden "ENGIE" oder "Gesellschaft"), für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke weitestgehend im Anhang gemacht. Entsprechend § 6b Abs. 3 EnWG ist die Gesellschaft verpflichtet, eine getrennte Rechnungslegung des Tätigkeitsbereiches Elektrizitätsverteilung vorzunehmen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind, sofern nicht im Weiteren beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert und erfolgen nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen - sofern sie der Abnutzung unterliegen - vermindert. In die Herstellungskosten sind neben den angefallenen Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausschließlich nach der linearen Methode errechnet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB wird im Geschäftsjahr kein Gebrauch gemacht. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung monatsgenau abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 EUR werden sofort aufwandswirksam berücksichtigt, solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250 EUR bis 1.000 EUR werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das am Bilanzstichtag auf Baustellen lagernde Material wird innerhalb der unfertigen Leistungen zu Einstandspreisen ausgewiesen. Die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den angefallenen Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Teils der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erkennbaren Verlusten aus unfertigen Aufträgen oder innerhalb des Auftragsbestands wurde durch Abwertungen auf das Vorratsvermögen ausreichend Rechnung getragen. Darüber hinausgehende Verluste werden durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt. Teile des Vorratsvermögens (Lager mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Vorräte in Kundendienstfahrzeugen) wurden mit einem Festwert bewertet. Vorräte im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung des Mengengerüstes basiert weitestgehend auf einer automatisierten Füllstandsmessung über eBoxen. Bei den anderen Anlagen werden die Bestände im Rahmen einer vorgelagerten Inventur ermittelt und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte unter den Vorräten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei vorliegender Wertminderung werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert bilanziert. Bei langfristiger Auftragsfertigung im Geschäftsbereich "Technische Dienstleistungen und Produkte" werden Gewinne anteilig entsprechend des Fertigungsgrades realisiert und bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wie folgt berücksichtigt: Bei Aufmaß-Projekten werden Teilgewinne im Zuge der abgerechneten Fortschritte realisiert, bei Pauschal-Projekten erfolgt eine Bewertung zu Herstellungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Sofern der Betrag der erhaltenen Anzahlungen den Betrag der unfertigen Leistungen übersteigt, wird dieser unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen werden für einzelne Ausfallrisiken sowie für Rechnungsabstriche gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,00 % Rechnung getragen. Forderungen in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs am Tag der Einbuchung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das langfristige Modell des Energiespar-Contractings (ESC) im Geschäftsfeld Anlagenbau des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte wird umsatzwirksam vereinnahmt und zum Barwert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen werden unterjährig von den Energiekunden eingeforderte Abschlagszahlungen ergebniswirksam vereinnahmt und als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sowohl beim Bezug von Brennstoffen als auch bei der Abgabe von Nutzenergie wird in der Regel ein Verfahren aus Abschlags- und Schlussrechnungen verwendet, welches zumeist nicht mit dem Kalenderjahr korrespondiert. Zum Jahresende werden die erfolgswirksam erfassten Umsätze und Aufwendungen aus erhaltenen und geleisteten Abschlagszahlungen durch Abgrenzungen korrigiert, die auf Basis von Hochrechnungen der bezogenen bzw. abgegebenen Energiemengen unter Berücksichtigung von Preisänderungen, ermittelt wurden. Soweit wie möglich werden dazu aktuell abgelesene Zählerwerte verwendet, in den restlichen Fällen erfolgt die Hochrechnung des Verbrauchs anhand von historischen Zählerwerten in Verbindung mit aktuellen Temperatur-Gradtagszahlen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2006 hat die Gesellschaft die zum damaligen Zeitpunkt bestehenden Verpflichtungen aus laufenden Renten, Anwartschaften und pensionsähnlichen Verpflichtungen auf die Generali Deutschland PENSOR Pensionsfonds AG, Hamburg, (im Folgenden "PENSOR") gegen Leistung eines Einmalbetrags in Höhe von EUR 33,4 Mio. im Wege des Schuldbeitritts ausgelagert. In einem weiteren Schritt hat die Gesellschaft mit Vertrag vom 5. Mai 2011 die im Rahmen der Verschmelzung der Proenergy Contracting GmbH & Co. KG, Bochum, übernommenen Verpflichtungen aus laufenden Renten, Anwartschaften und pensionsähnlichen Verpflichtungen mit Wirkung zum 30. April 2011 ebenfalls gegen Leistung eines weiteren Einmalbetrags in Höhe von TEUR 1.175 im Wege des Schuldbeitritts ausgelagert. In beiden Verträgen hat sich PENSOR zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen von ENGIE in der Weise verpflichtet, dass die Berechtigten unmittelbar das Recht erwerben, von PENSOR die Erfüllung der übertragenen Leistungsverpflichtungen zu verlangen. Eine Überprüfung der Übereinstimmung von Versorgungsverpflichtungen und Versorgungsvermögen erfolgt jährlich. Bei wirtschaftlicher Betrachtung hat sich das Unternehmen durch die Zahlung des Entgelts in Verbindung mit dem Schuldbeitritt von PENSOR seiner Pensionsverpflichtung entledigt. Zum Bilanzstichtag droht daher keine Inanspruchnahme aus gesamtschuldnerischer Haftung. In 2023 hat ENGIE zur Finanzierung der im laufenden Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche Beiträge an PENSOR in Höhe von TEUR 1.044 (Vj.: TEUR 1.062) geleistet und unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die nicht bilanzierten Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB belaufen sich auf Mio. EUR 22,1 (Vj.: Mio. EUR 24,6). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Nachlaufkosten. Die Bilanzierung der Drohverlustrückstellung erfolgt projektabhängig und wird über die Marge der Hochrechnung bewertet. Nachlaufkosten werden bei entsprechender Beauftragung über die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden sie mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die verwendeten Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit 0,94 % bis 1,22 % (Vj.: 0,40 % bis 0,90 %). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Beträge in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Einstandskurs oder dem am Bilanzstichtag höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der ENGIE Deutschland AG, Berlin (im Folgenden "EDAG"), sind latente Steuern auf Ebene der Organgesellschaft nicht zu bilanzieren. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entsprechend § 6b Abs. 3 EnWG wurden die Tätigkeitsbereiche Stromsparte und Elektrizitätsverteilung von der übrigen Buchführung getrennt. Dabei werden die nicht direkt zuordenbaren Umsätze und Kosten entsprechend geeigneter Schlüssel verteilt. In der Anlage zum Jahresabschluss ist der Tätigkeitsabschluss für die Elektrizitätsverteilung dargestellt, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anlagenspiegel. Dieser besteht ausschließlich aus dem Stromnetz Radeberg. Sachanlagen werden grundsätzlich direkt bzw. nach Anlagenleistung zugeordnet. Anlagen, die nur zur Stromerzeugung verwendet werden, können direkt zugeordnet werden, dagegen werden Anlagen, die bspw. Wärme und Strom erzeugen, entsprechend der Anlagenleistung verteilt. Finanzanlagen werden über Personalschlüssel verteilt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit eine direkte Zuordnung möglich ist, ebenso wie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen direkt zugeordnet. Für die Verteilung der sonstigen Vermögensgegenstände werden Umsatz-, Personal- sowie Kostenschlüssel genutzt. Zur Verteilung der flüssigen Mittel wird ebenfalls ein Umsatzschlüssel genutzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden über Anlagenschlüssel verteilt. Gemäß der §§ 266, 268 und 272 HGB kann ein einzelner Tätigkeitsbereich im Gegensatz zum Gesamtunternehmen nicht über ein gezeichnetes Kapital verfügen. Daher werden die verbleibenden Unterschiedsbeträge zwischen den je Tätigkeit zugeordneten Posten der Aktiv- und Passivseite (Residualgröße) jeweils insgesamt unter dem Posten "zugeordnetes Eigenkapital" ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen direkt zugeordnet. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich direkt zugeordnet. Für die Verteilung der sonstigen Verbindlichkeiten werden Umsatz-, Personalsowie Kostenschlüssel genutzt. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Umsatz wird direkt zugeordnet. Die Personalaufwendungen werden nach Umsatzschlüssel, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden, wenn möglich, direkt und sonst nach Umsatzschlüssel verteilt. Die Stromeinspeisung wurde gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz ("EEG") in den Umsatzerlösen und in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unsaldiert dargestellt. Einzelangaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Zuzahlung in das Kapitalkonto der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken, in Höhe von 1.275 TEUR. Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Beteiligung im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen in Höhe von TEUR 586. Die Gesellschaft ist an den folgenden Gesellschaften gemäß nachstehendem Beteiligungsspiegel direkt beteiligt (Wert per 31. Dezember 2023):
*1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag. Die Angaben betreffen die
Werte vor Ergebnisabführung.
Die ENGIE ist an den folgenden Gesellschaften gemäß nachstehendem Beteiligungsspiegel indirekt beteiligt (Wert per 31. Dezember 2023):
*1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen
Muttergesellschaft. Die Angaben betreffen die Werte vor
Ergebnisabführung
Die GeraNetz GmbH, Gera, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Energieversorgung Gera GmbH, Gera. Die Emil Energie GmbH, Saarbrücken, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken, (im Folgenden "ESLL AG") die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken, ist. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken. VorräteInnerhalb der unfertigen Leistungen werden in Ausführung befindliche Aufträge des Bereichs Energiespar-Contracting bilanziert, die in Höhe von TEUR 4.381 (Vj.: TEUR 3.989) abgegrenzte Kosten umfassen, die nach dem Stichtag abgerechnet werden. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 152.262 (Vj.: TEUR 103.597) enthalten TEUR 8.670 (Vj.: TEUR 8.162) im Zusammenhang mit dem langfristigen Energiespar-Contracting mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 700; Vj.: TEUR 401) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 17 (Vj.: TEUR 17) ausgewiesen. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenEs handelt sich um Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.326 (Vj.: TEUR 989) und Kassenguthaben von TEUR 20 (Vj.: TEUR 26). EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 15.670. Alleinige Gesellschafterin ist die ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden: "EES"). Am 13. Juni 2023 hat die EES eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 3.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft beschlossen. Der zugehörige Geldeingang bei der ENGIE ist am 21. Juni 2023 erfolgt. Die Kapitalrücklage stieg aufgrund dieses Vorgangs von TEUR 337.790 im Vorjahr um TEUR 3.000 auf TEUR 340.790. Die Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt TEUR 2.545 enthalten den in 2010 eingestellten Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG in Höhe von TEUR 960. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:
VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum größten Teil durch Grundpfandrechte gesichert. Für die anderen ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine Besicherungen. Einzelangaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die geografisch bestimmten Märkte unterscheiden sich nicht erheblich untereinander, weshalb keine Aufgliederung der Auslandsumsätze erfolgt.
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 31.252 (Vj.: TEUR 22.040) betreffen im Wesentlichen die Auflösung von auftragsbezogenen Rückstellungen sowie Erlöse aus Dienstleistungen im Konzern. Periodenfremde sonstige betriebliche Erträge bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 18.244 (Vj.: TEUR 12.386) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 15.348; Vj.: TEUR 10.613). Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseAus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag für Bürgschaften für Gewährleistungen und Vertragserfüllungen in Höhe von TEUR 120.665 (Vj.: TEUR 117.664). Dieser Betrag enthält keine Anzahlungsbürgschaften. Des Weiteren besteht eine Vereinbarung mit der ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau, über eine Übernahme im Falle der Nachschusspflicht an den Pensionsfondsverwalter PENSOR bis zu einer Höhe von TEUR 3.243. Die Einschätzung des Risikos von Inanspruchnahmen ist aufgrund der finanziellen Ausstattung der ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau, gering. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt TEUR 52.689 (Vj.: 48.205). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge dienen der mittelfristigen Optimierung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten. Weiterhin führt die Gesellschaft im Zuge eines aktiven Working Capital Managements mit verschiedenen Banken ein Factoringprogramm, welches die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("True Sale"). Das zum 31. Dezember 2023 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Factoringvolumen betrug zum Stichtag TEUR 19.188 (Vj.: TEUR 25.015). Auch das Factoring dient der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors, liegen jedoch unterhalb des Bonitätsrisikos des ursprünglichen Forderungsschuldners. Im Zusammenhang mit der Abwicklung von infrastrukturellen Dienstleistungen werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.891 (Vj.: TEUR 12.489) mit Aufwendungen in gleicher Höhe saldiert, da alle wesentlichen Chancen und Risiken aus den entsprechenden Vertragsverhältnissen mit dem Kunden an den Nachunternehmer weitergegeben werden (durchlaufende Posten). Die Prozesskosten für diese Verfahrensweise werden durch den Auftraggeber in Form einer Handlingfee erstattet und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der ENGIE bestehen Ergebnisabführungsverträge:
Die Gesellschaft hat im März 2023 eine Patronatserklärung gegenüber der Solarimo GmbH, Berlin, bis zu einer Höhe von TEUR 1.000 abgegeben. Eine Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung ist unwahrscheinlich, weil die ENGIE die betroffene Tochtergesellschaft bei drohender Überschuldung, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte MitarbeiterDie Zahl der Beschäftigten im vierteljährlichen Durchschnitt ohne Auszubildende erhöhte sich von 2.736 auf 3.051 Mitarbeiter, davon 2.801 Angestellte und 250 Gewerbliche. Die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöhte sich von 90 auf 107. Angaben zu den Organen der GesellschaftGeschäftsführung:
Aufsichtsrat:Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft. KonzernrechnungslegungDie ENGIE S.A., Courbevoie/Frankreich, stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in den die ENGIE Deutschland GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt. Der Konzernabschluss ist in englischer Sprache auch auf der Website der ENGIE S.A. unter www.engie.com veröffentlicht und wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister unter dem Namen ENGIE Deutschland AG erhältlich sein. Die Gesellschaft stellt weiterhin den Konzernabschluss für den Kreis von Unternehmen auf, in dem die ENGIE Deutschland GmbH Mutterunternehmen ist. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuches erstellt und im Handelsregister von Köln unter der Registernummer HRB 57515 offengelegt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister erhältlich sein. Gesamthonorar des AbschlussprüfersAuf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der ENGIE enthalten ist. Derivative FinanzinstrumenteAlle derivativen Finanzinstrumente werden bei Bedarf ausschließlich zur Sicherung von zugrunde liegenden Geschäftsvorfällen eingesetzt und in Bewertungseinheiten einbezogen, Spekulationsgeschäfte werden nicht vorgenommen. BewertungseinheitenZur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen werden Zinsswaps bzw. Zins-Caps abgeschlossen. Weiterhin werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen im Rahmen von Projektverträgen abgesichert. Folgende Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte wurden in Form von Micro-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst:
Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mit der Critical-Term-Match-Methode bestimmt. Es wird erwartet, dass Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Grundgeschäften aufgrund von Zinsschwankungen durch gegenläufige Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Sicherungsgeschäften ausgeglichen werden, da sich wesentliche Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWGIn Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 2 werden im Folgenden lediglich die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit herausfallen und einen Einfluss auf die Höhe der Entgelte des von der Gesellschaft durch Entflechtung erstellten Tätigkeitsabschlusses im Rahmen der Elektrizitätsverteilung haben könnten. Zwischen der Gesellschaft und der EDAG besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse gegenseitigen Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Die ENGIE erhielt dafür in 2023 ein nach Aufwand berechnetes Entgelt in Höhe von TEUR 7.678 (Vj.: TEUR 6.883), wogegen die EDAG eine Vergütung von TEUR 6.471 (Vj.: TEUR 1.984) bekam. Auch mit der H.G.S. GmbH, Krefeld, besteht ein Dienstleistungsvertrag, aus dem die ENGIE im Geschäftsjahr ein Entgelt in Höhe von TEUR 1.555 (Vj.: TEUR 1.207) erhielt. Zwischen der ENGIE und der ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau, besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen regelt. Die ENGIE erhielt dafür in 2023 ein Entgelt in Höhe von TEUR 4.372 (Vj.: TEUR 3.664). Zwischen der ENGIE und der Otto Building Services GmbH, Bad Berleburg, besteht seit 2019 ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen in der Gruppe regelt. Die ENGIE erhielt dafür in 2023 ein Entgelt in Höhe von TEUR 3.857 (Vj.: TEUR 3.276). Des Weiteren besteht ein Dienstleistungsvertrag zwischen der ENGIE und der ESLL AG, Saarbrücken, für die Erbringung von IT-Dienstleistungen. Dafür erhielt die ENGIE in 2023 eine aufwandsabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 2.170 (Vj.: TEUR 1.866). Alle berichtspflichtigen Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Angaben nach § 285 Nr. 30a HGBDie Gesellschaft fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes (MinStG) - "Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen" gem. § 285 Nr. 30a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB. Da die Gesellschaft keine Aktivitäten in Niedrigsteuerländern mit einer Steuerquote unterhalb des im vorgenannten Gesetz festgelegten Mindeststeuersatzes ausübt, ist nach derzeitigem Kenntnisstand mit keiner Belastung durch Mindeststeuern zu rechnen. Nachtragsbericht 2024Mit Vertrag vom 20. Dezember 2023 hat die ENGIE ihre Beteiligung in Höhe von 50 Prozent an der WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal, veräußert. Der Geschäftsanteilskauf- und -übertragungsvertrag enthielt mehrere aufschiebende Bedingungen, von denen die letzte mit der Zahlung des Kaufpreises am 11. April 2024 erfüllt wurde. Mit Wirkung zum 1. Mai 2024 hat die ENGIE ihre Dienstleistungsverträge aus den Business Support-Bereichen mit anderen Gesellschaften der ENGIE-Gruppe auf die EDAG übertragen. In diesem Zusammenhang hat die EDAG die von der Gesellschaft bislang in diesen Bereichen eingesetzten Mitarbeitenden im Wege eines Betriebsübergangs übernommen. Bei dem Business Support handelt es sich insbesondere um die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, IT und Human Ressources. Am 7. Mai 2024 hat die EES eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 5.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft beschlossen. Der zugehörige Geldeingang bei der ENGIE ist am 13. Mai 2024 erfolgt. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. ErgebnisabführungDer Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 49.179 (Vj.: TEUR 33.121) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die EES abgeführt.
Köln, den 12. Juli 2024 ENGIE Deutschland GmbH Eric Joseph Stab, Geschäftsführer Niklas Wiegand, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Tätigkeitsabschluss ElektrizitätsverteilungBilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Tätigkeitsabschluss ElektrizitätsverteilungGewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Tätigkeitsabschluss ElektrizitätsverteilungEntwicklung des Anlagevermögens 2023
Ergänzende Angaben gemäß den Festlegungen nach § 6b Abs. 6 EnWG für das Jahr 2023Allgemeine HinweiseDie vorliegenden ergänzenden Angaben wurden gemäß der folgenden Festlegung nach § 6b Abs. 6 EnWG aufgestellt:
Übersicht von verbundenen vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen ("viEVU"), die gegenüber dem Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" Dienstleistungen erbringen und/oder Netzinfrastruktur(en) überlassen (Tenorziffer 4.1. der Festlegung Strom)Es gibt keine vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen, die an die ENGIE Deutschland GmbH energiespezifische oder sonstige Dienstleistungen in dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung erbringen. Ergänzende Angaben zu der Tätigkeitsbilanz und der Tätigkeitsgewinn- und -verlustrechnung des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung (Tenorziffer 4.2.1. bis 4.2.7. der Festlegung Strom)Davon-Vermerke zu den Umsatzerlösen aus Netzentgelten (Tenorziffer 4.2.2. der Festlegung Strom), einschließlich dazugehöriger Umlagepositionen (Tenorziffer 4.2.3. der Festlegung Strom)
* inkl. Zuführungen zur Rückstellung
Regulierungskonto Strom
Umlagepositionen (Tenorziffer 4.2.3. der Festlegung Strom), Aufwendungen für vermiedene Netzentgelte (Tenorziffer 4.2.4. der Festlegung Strom), Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten (Tenorziffer 4.2.5. der Festlegung Strom) sowie Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten vor Saldierungen (Tenorziffer 4.2.7. der Festlegung Strom) In den weiteren einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind keine Umlagepositionen enthalten. a) Materialaufwand
b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
c) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
d) Sonstige Rückstellungen
e) Verbindlichkeiten
Kapitalausgleichsposten (Tenorziffer 4.2.6. der Festlegung Strom)Der Kapitalausgleichsposten ist in dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung innerhalb des zugeordnetem Eigenkapitals ausgewiesen.
Ergänzende Angaben zu fortwirkenden Schuldbeitritten oder Schuldübernahmen von verbundenen Unternehmen mit Bezug zum Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung (Tenorziffer 4.3. der Festlegung Strom)Es bestehen im Geschäftsjahr 2023 keine Schuldbeitritte oder Schuldübernahmen von verbundenen Unternehmen Anlagengitter des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung (Tenorziffer 4.4. der Festlegung Strom)Das Anlagengitter für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung nach Tenorziffer 4.4. der Festlegungen ist innerhalb der Anlage 4 dem Tätigkeitsabschluss beigefügt worden. Rückstellungsspiegel des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung (Tenorziffer 4.5. der Festlegung Strom)
Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungsverträgen mit Bezug zum Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung (Tenorziffer 4.6. der Festlegung Strom)
Köln, den 12. Juli 2024 ENGIE Deutschland GmbH Eric Joseph Stab, Geschäftsführer Niklas Wiegand, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäfts- und RahmenbedingungenDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ("BIP") war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um -0,3 % (Vj.: +1,9 %) niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz jüngster Rückgänge anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen wirken dämpfend auf die Konjunktur. Erschwerend kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland hinzu. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1 Die Bauindustrie in Deutschland - als ein wichtiger Indikator für das Marktumfeld der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden auch "ENGIE" genannt) - verzeichnete nach Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. 2023 ein Umsatzminus von preisbereinigt -5 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominale Zuwächse wurden durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Aufgrund dieser Entwicklung haben die Bauunternehmen im vergangenen Jahr nur 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen nach 15.200 im Jahr 2022. 2 ENGIE ist in zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt: a) Technische Dienstleistungen und Produkte b) Energiedienstleistungen Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte umfasst die Planung und Installation von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere von wärme-, lüftungs-, klima-, kälte- und elektrotechnischen Anlagen sowie von Sanitär- und Brandschutzanlagen und Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwassertechnik bzw. den Bau von Rohrleitungen für alle technischen und gewerblichen Zwecke. Darüber hinaus sind neben der Instandsetzung, Inspektion und Wartung von gebäude-/produktionstechnischen Anlagen die Aktivitäten des Facility Managements in diesem Geschäftsbereich vertreten. Des Weiteren gehören Contracting-Modelle zur Energieeffizienzverbesserung mit Einspargarantie inklusive Finanzierung sowie Energie- und Gewährleistungsmanagement zum Leistungsspektrum.
1 Pressemitteilung Nr. 019 des Statistisches
Bundesamt Deutschland, 15.01.2024
Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen umfasst sowohl die Bereitstellung oder Lieferung von Medien aller Art im Rahmen verschiedener Contracting-Modelle (Energieliefer-, Energiespar-, Licht- und Kälte-Contracting) als auch die Energieoptimierung (Energiekostenreduktion, CO 2 -Reduktion, Energie-Monitoring sowie "smarte" Energieverteilung und -speicherung), wobei der Einsatz erneuerbarer Energieträger (Biomasse und Biogas) sowie die technische und energiewirtschaftliche Konzeption von Kundenlösungen zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen eine zunehmend große Rolle spielen. Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wurde im Berichtsjahr damit beauftragt, für ein neu zu errichtendes Gas- und Dampfkraftwerk (CCGT) unserer belgischen Schwestergesellschaft Electrabel SA die Rohrleitungs- sowie weitere technische Hilfssysteme zu installieren. Den Auftrag erhielt die Niederlassung Power Solutions der ENGIE in Gladbeck, die Mitte 2022 mit dem Ziel gegründet wurde, das ENGIE-Leistungsportfolio um die Spezialkompetenzen im Bereich der Energieerzeugungs- und Elektrotechnik zu erweitern. Mit zwei Bauvorhaben in Düsseldorf - der technischen Gebäudeausrüstung für den Neubau eines Bürohochhauses am Medienhafen 3 sowie der Sanierung der Gewerke Heizung, Klima und Sanitär für die Alte Kämmerei in der Düsseldorfer Altstadt 4 - konnte ENGIE zudem trotz der generellen Auftragszurückhaltung in der deutschen Projektentwicklung und Bauwirtschaft zwei wichtige Erfolge in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt verzeichnen. Im Markt für Facility Services wächst die Nachfrage nach effizienten Facility ManagementDienstleistungen für den Betrieb von Gebäuden und Liegenschaften im Rahmen einer Nachhaltigkeits-Strategie weiter. Die regulatorischen Vorgaben der EU-Taxonomie 5 und Anforderungen im Rahmen der ESG-Vorgaben ("Environmental, Social, Governance") verlangen in der Immobilienwirtschaft nach CO 2 -armen Bewirtschaftungskonzepten, wie sie ENGIE z. B. in Duisburg für das bekannte Museum Küppersmühle mit einer Energiesparanalyse und einem Maßnahmenplan vorlegte. ENGIE verstärkte im Berichtsjahr die Beratungskompetenz in diesem Segment und erarbeitete zudem digitale Servicelösungen für komplexe Gebäude, u.a. mit einer digitalen Verbrauchsdatenanalyse für ein hochmodernes Bürogebäude des Projektentwicklers EDGE in Hamburg. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung von Serviceleistungen ist ein wichtiger Hebel für die Produktivität der Arbeitsabläufe und dient außerdem der Analyse von möglichen Energieeffizienz-Potenzialen.
3
https://www.facility-manager.de/aktuelles/engie-erbringt-tga-fuer-moderne-arbeitswelt/,
Aufruf: 16.07.2024
Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen blickt auf ein angespanntes Geschäftsjahr zurück, das im Bereich der Wärmeversorgung von Kunden im Immobilien- und Gewerbesektor weiterhin durch Unsicherheit bezüglich der Energie-Preisentwicklung und Versorgungssicherheit gekennzeichnet war. Dies führte in verschiedenen Projekten des Geschäftsbereichs zu kurzfristigen Änderungen energiewirtschaftlicher und technischer Planungen, unter anderem beim "Quartier Greeen" in der Klingenstadt Solingen. 6 Innerhalb von nur acht Monaten erarbeitete ENGIE dort für den Kunden Kondor Wessels NRW ein nachhaltiges, BEW-gefördertes Konzept zur Wärmeversorgung als Ersatz für das ursprünglich geplante Konzept auf Basis fossiler Energieträger. ENGIE setzt dabei im Rahmen eines Contracting-Wärmeliefervertrags mit einer Laufzeit von 20 Jahren auf eine Kombination aus Wärmepumpen, Geothermie und Photovoltaik. ENGIE verzeichnete parallel eine wachsende Nachfrage nach Aufdach- und Freiflächen-Lösungen für die Versorgung mit Solarenergie, die das Bestreben von Immobilien- und Industrieunternehmen widerspiegelt, sich autark und preisunabhängig mit grüner, lokal erzeugter Energie zu versorgen. GeschäftsverlaufInsgesamt blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück, insbesondere im Hinblick auf das deutlich gestiegene Beteiligungsergebnis. Auch die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) stieg im Berichtsjahr 2023 von Mio. EUR 758,4 um Mio. EUR 201,9 bzw. 26,6 % auf Mio. EUR 960,3 und lag damit über der prognostizierten Wachstumsrate von 20 bis 25 %. Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte lag der Umsatz mit Mio. EUR 544,2 (Vj.: Mio. EUR 433,9) unterhalb der prognostizierten Spanne von Mio. EUR 580 bis 640, weil sich geplante Abrechnungen von größeren Projekten stichtagsübergreifend verschoben haben. Dagegen wurden im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen die Umsatzziele übertroffen und lagen - beeinflusst durch nicht geplante Preiseffekte am Energiemarkt - mit Mio. EUR 347,4 (Vj.: Mio. EUR 238,3) deutlich oberhalb der prognostizierten Spanne von Mio. EUR 285 bis 300. Das Jahresergebnis der ENGIE ist wie im Vorjahr erneut durch nicht realisierte Ergebniseffekte aus Projektverzögerungen und den damit einhergehenden Umsatzverschiebungen belastet. Die wesentlichen Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten sind im Abschnitt "Finanzen" erläutert. ENGIE unterhält zehn Zweigniederlassungen von wesentlicher Bedeutung in Berlin, Dresden, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Gladbeck, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart, die in das Handelsregister eingetragen sind und in denen über 90% des Umsatzes erwirtschaftet werden. Darüber hinaus existieren weitere Niederlassungen von untergeordneter Bedeutung. Erklärung zur UnternehmensführungIn 2021 wurde durch die Gesellschafterversammlung die bis zum 31. Dezember 2025 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 40 % festgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Quote bei 50 %. Seit dem 24. April 2024 liegt die Quote bei 42 %. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. April 2024 die bis zum 31. Dezember 2025 zu geltende Quote für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 40 % bestätigt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Oktober 2021 wurde der Frauenanteil in der Geschäftsführung, im Falle einer Bestellung weiterer Geschäftsführer, bis zum 31. Dezember 2025 auf 40 % (ab 5 Personen) und 25 % (ab 4 Personen) festgelegt. Auch diese Zielgröße wurde in der Aufsichtsratssitzung im April 2024 bestätigt. Da die ENGIE Geschäftsführung zum Bilanzstichtag nur aus zwei Personen besteht, ist diese Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung weiterhin nicht maßgebend. Mit Beschluss der Geschäftsführung vom 27. Oktober 2021 wurde für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von je 25 % festgelegt. Diese Zielgröße soll bis zum 31. Dezember 2025 erreicht werden. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene 10,0 % und auf der zweiten 10,7 %. Umsatz- und AuftragsentwicklungDie Verteilung des Umsatzes nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Nach Geschäftsbereichen ergibt sich folgende Umsatzverteilung:
Sowohl im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte als auch im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen stiegen die Umsätze deutlich an. Während der Anstieg im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte im Wesentlichen durch Wachstum im Bereich der Anlagentechnik begründet ist, stiegen die Umsätze im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen überwiegend beeinflusst durch Preiseffekte. Die für den Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wichtigen finanziellen Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand entwickelten sich wie folgt:
Grundsätzlich ist anzumerken, dass Service-Aufträge mit mehrjähriger Laufzeit nur mit den Monatsanteilen bis zum Geschäftsjahresende im Auftragseingang berücksichtigt werden. Der Rückgang des Auftragseingangs im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen begründet durch die Hereinnahme zweier Großaufträge im Bereich Building Technologies im Vorjahr und dem damit verbundenen außergewöhnlich hohen Bestelleingang. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte stieg abrechnungsbedingt um Mio. EUR 53,9 auf Mio. EUR 982,2. FinanzenDie wesentlichen Werte der Kapitalflussrechnung 2023 der ENGIE stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen Finanzmittelfonds in Höhe von Mio. EUR 5,3 (Vj.: Mio. EUR 1,0) ausgewiesen, der sich aus Bankguthaben sowie Kassenbestand zusammensetzt. Das konzerninterne Cash-Pool-Guthaben in Höhe von Mio. EUR 26,7 (Vj.: Mio. EUR 35,7) wird in der Bilanz unter dem Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" bilanziert. Ein höheres Jahresergebnis, ein Anstieg der Rückstellungen und eine Zunahme des Working Capitals führten im Saldo zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf Vorjahresniveau. Die Veränderung der Rückstellungen resultiert maßgeblich aus gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und höheren Personalrückstellungen. Für die Zunahme des Working Capital im Vergleich zum Vorjahr war insbesondere ein Sondereffekt aus der Einführung des Erdgas-WärmePreisbremsengesetzes (EWPBG) und der damit im Zusammenhang stehenden ausstehenden Forderungen zum Bilanzstichtag in Höhe von Mio. EUR 21,2 verantwortlich. Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen, saldiert mit Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen sowie Zinserträgen führten zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR -20,6. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Zahlung der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag des Vorjahres an die Muttergesellschaft ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden "EES") in Höhe von Mio. EUR 33,1, und die Begebung von Konzern- und Bankdarlehen inkl. Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR -7,4 sowie eine Einzahlung aus Eigenkapitalzuführung in Höhe von Mio. EUR 3,0 und die Veränderung der Cash-Pool-Forderungen in Höhe von Mio. EUR 9,0. Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft eine kombinierte Bürgschafts- und Kreditlinie bei einer Bank in Höhe von Mio. EUR 14,1, von der zum Stichtag Mio. EUR 9,5 nicht ausgenutzt waren. Zur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen bestehen Zinsswaps bzw. Zins-Caps. Im Berichtsjahr wird ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 0,2 mit einer Laufzeit bis 2024 derart besichert. InvestitionenDie Investitionen im Jahr 2023 in Höhe von Mio. EUR 22,1 (Vj.: Mio. EUR 16,8) setzen sich wie folgt zusammen:
Das Investitionsvolumen in Sachanlagen lag über Vorjahresniveau und durch Verzögerungen bei einzelnen projektbezogenen Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen deutlich unter der prognostizierten Bandbreite von 25 bis 30 Mio. EUR. Der Anstieg der Investitionen in Sachanlagen um Mio. EUR 5,7 im Vergleich zum Vorjahr ist begründet durch höhere projektbezogene Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und gestiegene Zugänge in den Ausbau und die Erweiterung von eigenen und fremden Immobilien. Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Energie SaarLorLux GbR in Höhe von Mio. EUR 1,3. VermögenslageDie Entwicklung der Aktivposten der Bilanz im Vergleich zum Vorjahr stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens um Mio. EUR 0,6 auf Mio. EUR 130,5 resultiert aus dem Saldo aus Zugängen aus Investitionen, Abgängen und Abschreibungen des Geschäftsjahres. Wesentliche Zugänge sind im Abschnitt Investitionen erwähnt. Wachstums- und abrechnungsbedingt höhere Halbfertigbestände im Segment Building Technologies führten im Wesentlichen zu einem Anstieg der Vorräte brutto von Mio. EUR 416,7 auf Mio. EUR 444,1. Durch eine im Vorjahresvergleich höhere Projektfinanzierungsquote konnten die Vorräte netto im Vergleich zum Vorjahr gleichzeitig gesenkt werden. Die Forderungen und übrigen Aktiva stiegen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 53,0 auf Mio. EUR 166,5. Ursächlich für diesen Anstieg ist zum einen die Einführung des ErdgasWärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG) und die damit im Zusammenhang stehenden ausstehenden Forderungen zum Bilanzstichtag in Höhe von Mio. EUR 21,2 und zum anderen das Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 39,3 (Vj.: Mio. EUR 33,8), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Mitunternehmerschaft in Höhe von Mio. EUR 44,9 (Vj.: Mio. EUR 36,9) sowie Forderungen aus konzerninternem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 26,7 (Vj.: Mio. EUR 35,7). Der Vorjahreswert enthielt darüber hinaus noch sonstige Forderungen in Höhe von Mio. EUR 0,4. Die Entwicklung der Passivposten der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die Eigenkapitalzuführung in Höhe von Mio. EUR 3,0 wurde zur Finanzierung einer Beteiligung durchgeführt. Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf gestiegene Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen zurückzuführen. Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Passiva lagen leicht über Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten das im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages mit der EES abzuführende Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 49,2 (Vj.: Mio. EUR 33,1), konzerninterne Finanzierungen in Höhe von Mio. EUR 27,4 (Vj.: Mio. EUR 32,1), Verlustausgleichsansprüche von Tochtergesellschaften in Höhe von Mio. EUR 3,4 (Vj.: Mio. EUR 2,7) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 14,6 (Vj.: Mio. EUR 7,3). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten die Umsatzsteuerzahllast gegenüber der Organmuttergesellschaft EDAG in Höhe von Mio. EUR 23,0 (Vj.: Mio. EUR 13,7). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen verringerten sich leicht von Mio. EUR 41,4 um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 41,0, da im Berichtsjahr keine wesentlichen neuen Verträge abgeschlossen wurden. ErtragslageEine Übersicht der Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Der Umsatz im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen erhöhte sich um Mio. EUR 109,1 bzw. 45,8 % auf Mio. EUR 347,4 (Vj.: Mio. EUR 238,3) überwiegend durch die Energiepreisentwicklung im Berichtsjahr. Auch der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte konnte erneut - im Wesentlichen durch Wachstum im Bereich der Anlagentechnik - einen Umsatzanstieg um Mio. EUR 110,3 bzw. 25,4 % verzeichnen und lag bei Mio. EUR 544,2 (Vj.: Mio. EUR 433,9). Das starke Umsatzwachstum führte trotz der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Bestandserhöhungen zu einem substantiellen Anstieg der Gesamtleistung um 26,6 % bzw. Mio. EUR 201,9 auf Mio. EUR 960,3. Für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um Mio. EUR 9,3 waren im Wesentlichen die Auflösungen von Rückstellungen und höhere Abrechnungen von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen verantwortlich. Der gestiegenen Gesamtleistung steht ein um Mio. EUR 195,6 höherer Betriebsaufwand von Mio. EUR 949,2 gegenüber, der sich mit +26,0 % leicht unterproportional zur Gesamtleistung entwickelte. Innerhalb der Betriebsaufwendungen führten die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Mitarbeiterzahl (von 2.736 auf 3.051) sowie Lohn- und Gehaltserhöhungen zu einem Anstieg des Personalaufwandes in Höhe von Mio. EUR 29,0. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis um Mio. EUR 6,3. Im Berichtsjahr führten der Saldo aus Ergebnisabführungsverträgen und Mitunternehmerschaft in Höhe von Mio. EUR +41,4 (Vj.: Mio. EUR +34,1), Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von Mio. EUR -0,6 (Vj.: Mio. EUR -2,6) und ein Finanzergebnis von Mio. EUR -2,3 (Vj.: Mio. EUR -2,8) insgesamt zu einem Beteiligungs- und Finanzergebnis in Höhe von Mio. EUR +38,6 (Vj.: Mio. EUR +28,7). Das Jahresergebnis von Mio. EUR +49,2 (Vj.: Mio. EUR +33,1) wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin EES abgeführt. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenIm Rahmen ihrer Konzernzugehörigkeit zum ENGIE S.A.-Konzern erstellt ENGIE auch Abschlüsse nach IFRS. Sowohl im internationalen ENGIE S.A.-Konzern als auch innerhalb der deutschen ENGIE-Gesellschaften erfolgt die Unternehmenssteuerung daher über IFRS-Kennzahlen. Hervorzuheben sind hierbei als Kennzahlen insbesondere Umsatz und EBIT (Betriebsergebnis) sowie Cashflow. Unterschiede zum HGB-Ergebnis ergeben sich aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS, wie bspw. aus den Bilanzierungsstandards IFRS 15 oder IFRS 9. Insbesondere wird mit der Percentage-of-Completion Methode bei Langfristfertigung eine Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Leistungsfortschritt) erreicht, das heißt Aufwendungen und Erträge werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrags anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet, wogegen im HGB-Abschluss auf Grund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips die Completed-Contract-Methode angewendet wird. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Abs. 3 HGB werden von ENGIE zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage der ENGIE insgesamt als zufriedenstellend. Forschung und EntwicklungDa es sich bei ENGIE um ein Dienstleistungsunternehmen handelt, wird keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne betrieben. Gleichwohl wird das bestehende Portfolio fortwährend auf Kundenanforderungen und die eigene Strategie überprüft und bei Bedarf optimiert und erweitert. RisikoberichtDas Risikomanagement ist für die ENGIE als Unternehmen der ENGIE-Gruppe in Deutschland verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Steuerung und zur Information unserer Gesellschafter. Außerdem wird die ENGIE von den Aktivitäten der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird. In allen Geschäftsbereichen ist es für ENGIE von Bedeutung, die grundsätzlich bestehenden Risiken, die sich aus komplexen und technisch anspruchsvollen Projekten ergeben, in der Angebotsphase zu identifizieren. Dies können Risiken vertraglicher sowie technischer und kommerzieller Art sein und bei Eintritt zu Mehraufwendungen im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation führen. Bereits in der Angebotsphase durchlaufen Projekte einen strukturierten Prüfungs- und Genehmigungsprozess in Abhängigkeit vom Projektvolumen, besonderen Risiken und Plan-Bruttomargen. Bei Projektstart wird das Auftragsmanagement bei größeren oder komplexeren Aufträgen durch ein externes Beratungsunternehmen unterstützt. Die Auftragsabwicklung wird durch ein proaktives Claim-Management mit dem Ziel begleitet, Belastungen aus nicht planbaren Abweichungen zu reduzieren. Ferner wurde für die Anlagentechnik eine ergänzende Richtlinie zum Umgang mit Risiken ("10 Grundsätze zum Umgang mit Risiken im Unternehmen") erarbeitet und allen Mitarbeitenden im Intranet zugänglich gemacht. Das Delkredererisiko wird durch die Vereinbarung von Anzahlungen und Avalen sowie die Bildung von Einzelwertberichtigungen eingegrenzt. Präventiv werden darüber hinaus Bonitätsprüfungen mit anschließendem Monitoring durchgeführt. Um Währungsrisiken einzuschränken, setzt die Gesellschaft bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein. Hier kommen in der Angebotsphase Devisenoptionsgeschäfte und nach Auftragserteilung Devisentermingeschäfte zur Anwendung. Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite für gering, da eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte vorgenommen wird. Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert. Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall. Durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine haben sich bisher für die Gesellschaft keine signifikanten unmittelbaren Auswirkungen ergeben, da ENGIE kein direktes Geschäft mit russischen und ukrainischen Kunden oder Lieferanten betreibt. Dennoch können sich mittelbar weiterhin aus der Russland-Ukraine-Krise eine Reihe von zusätzlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben. Eine drohende Gasmangellage beeinflusst das Contractinggeschäft je nach Umfang der Gasverknappung erheblich. Ein Gasverstromungsverbot würde in Abhängigkeit der Mindestgröße der betroffenen Erzeugungsanlagen mindestens am Standort Gera zu einem Herunterfahren der dort betriebenen BHKWs mit einer Gesamtleistung von 40 MWel führen. Beide Szenarien werden derzeit als gering eingeschätzt. Preisveränderungen im Gaseinkauf treffen die Gesellschaft nicht, da sie durch Preisgleitklauseln an die Endkunden weitergegeben werden können. Durch den Wegfall der Beschaffungsflexibilität bei Verbrauchsabweichungen bestehen aber Risiken durch Abweichungen des Marktpreises zum Beschaffungspreis. Weitere mittelbare Risiken aus der Russland-Ukraine-Krise werden von der Gesellschaft im Rahmen des operativen Risiko-Managements in der folgenden Weise beachtet und bearbeitet:
Kurz- oder mittelfristigen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung begegnet die ENGIE-Gruppe mit einem kontinuierlichen Monitoring der politischen Diskussionen und einer frühzeitigen Kommunikation in die Gesellschaften. Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der ENGIE gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage. ChancenberichtInsgesamt ergeben sich für ENGIE aufgrund der Bemühungen um eine Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft Chancen. Die nach wie vor gültige Strategie der Konzernmutter ENGIE S.A. stellt den Trend zur CO 2 -Neutralität in den Mittelpunkt des geschäftlichen Handelns der Gruppe. Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte ist ENGIE als technischer Ausrüster für komplexe Gebäude und Anlagen bekannt und plant, an der Entwicklung möglichst CO 2 -armer oder -freier Anlagen zu arbeiten. Durch die Verbindung von Service- und Energie-Aktivitäten bietet sich zudem Potenzial, integrierte Technik-, Betriebs- und Energieversorgungs- bzw. Energiemanagement-Lösungen mit Fokus auf CO 2 -Vermeidung am Markt zu platzieren. Dies bietet auch dem Segment Facility Services neue Chancen, da ENGIE in der Lage ist, Kunden im Rahmen von Facility Management-Aufträgen Garantien für die verbindliche Erreichung von CO 2 -Zielen zu geben. Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen steht ebenfalls im Fokus der neuen strategischen Ausrichtung, da die CO 2 -arme Versorgung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität sein wird. Chancen bestehen aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich - neben dem bereits erwähnten Trend zur Dekarbonisierung - aus der grundlegenden Neugestaltung der deutschen Energielandschaft ergeben. So kann man davon ausgehen, dass die kürzlich veröffentlichte Kraftwerksstrategie der Bundesregierung 7 mittelfristig zu Bauaktivitäten für neue wasserstofffähige Gaskraftwerke in Deutschland führen wird. ENGIE verfügt über entsprechende Erfahrung im Kraftwerksbau und kann mit einem breiten Portfolio an bau- und energietechnischen Kompetenzen Wertschöpfung in diesem Segment anbieten. Auch die kommunale Wärmewende bietet ENGIE zahlreiche Möglichkeiten, für lokale Stadt- und Versorgungswerke als Partner bei der Planung, Errichtung, Betrieb und Finanzierung klimafreundlicher Wärmenetze tätig zu werden. Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre Positionen auf ihren respektiven lokalen Märkten als auch das existierende Geschäft im Bereich der Energiedienstleistungen eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Chancen verspricht sich das Unternehmen weiterhin auch aus der Verbindung der Energie-und Serviceaktivitäten der ENGIE-Gruppe in Deutschland mit dem Ziel der Entwicklung ganzheitlicher Dekarbonisierungslösungen für Kunden aus Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft und Kommunen. Hier wächst das bereits im Vorjahr beobachtete Angebotspotential für zusätzliche, energiewirtschaftlich geprägte Services mit Zugriff auf eine vertiefte Wertschöpfungskette entlang der drei großen Bereiche Technik, Energie und Service.
7 Mitteilung der Deutschen Bundesregierung vom
05.02.2024
PrognoseberichtDie Bundesregierung prognostiziert in ihrem Jahreswirtschaftsbericht im Februar 2024 eine Wachstumsrate des BIP in Höhe von +0,2 Prozent. Der Bericht der Bundesregierung hebt eine zentrale Herausforderung für Deutschland hervor: den Arbeitskräftemangel. Erwartet wird, dass dieser Mangel in den kommenden Jahren zunehmen und das Potenzialwachstum beeinträchtigen wird. Die Prognose deutet darauf hin, dass der Anstieg der Verbraucherpreise voraussichtlich auf 2,8 Prozent sinken wird. 8 Die positive Entwicklung der globalen Industrieproduktion deutet darauf hin, dass die globale Industrie beginnt, sich von den Turbulenzen, die durch eine Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, den Nachwirkungen von Zinserhöhungen und dem Ende pandemiebedingter Fördermaßnahmen verursacht wurden, zu erholen. Trotz positiver Tendenzen bei der Industrieproduktion, im Bau und im Außenhandel zu Jahresbeginn 2024 ist eine spürbare wirtschaftliche Erholung derzeit noch nicht in Sicht. Die jüngsten Prognosen der meisten Wirtschaftsforschungsinstitute deuten auf einen erneuten Rückgang des BIP im ersten Quartal 2024 hin. 9 Laut aktuellem Bericht zum Geschäftsklima hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Jahresanfang gebessert. Der Indikator für das Geschäftsklima ist saisonbereinigt im März 2024 auf 87,8 Punkte gestiegen. Dieser Positivtrend spiegelt sich hauptsächlich in der gesteigerten Zuversicht der Unternehmen hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftsaktivitäten wider, verbunden mit einer optimistischen Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 10 Für 2024 prognostiziert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. einen preisbereinigten Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von -3,5 %. Die schwache Auftragslage belastet weiterhin die Branche. Im für ENGIE wichtigen Wirtschaftsbau rechnet der Verband aber mit einem realen Umsatzplus von +2,0 %. 11 ENGIE erwartet für 2024 basierend auf einem weiterhin sehr hohen Auftragsbestand, aber gefallenen Energiepreisen einen Rückgang der Gesamtleistung (2023: Mio. EUR 960,3) zwischen 10 und 15 %. Auf Grundlage des aktuellen Auftragsbestands und der geplanten Abrechnungen erwarten wir einen Umsatz im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte im Geschäftsjahr 2024 zwischen Mio. EUR 600 und Mio. EUR 660. Für den Geschäftsbereich Energiedienstleistungen werden 2024 Umsatzerlöse zwischen Mio. EUR 210 und Mio. EUR 230 erwartet, basierend auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau im Vergleich zu 2023, normalisierten Gradtagzahlen als maßgeblichem Einfluss auf die Höhe der Abrechnungen aus Energielieferverträgen und Erträgen für konzerninterne Dienstleistungen auf Basis von Service Level Agreements.
8 Pressemitteilung des BMWK vom 21.02.2024
Auf Basis der laufenden Projekte und geplanten Bestelleingänge geht ENGIE für 2024 von einer stabilen Auftragsfinanzierung langlaufender Projekte und einem Cashflow auf Vorjahresniveau aus. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) in einem niedrigen zweistelligen Millionenbereich, zum einen resultierend aus der Abrechnung verzögerter Projekte im Bereich der Anlagentechnik und der damit einhergehenden Gewinnrealisierung durch den Abbau der Halbfertigbestände. Zum anderen werden im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen weniger Verluste aus dem Kauf bzw. Verkauf von Mehr-/Mindermengen erwartet. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird in 2024 auf Vorjahresniveau erwartet und zwischen Mio. EUR 10 und Mio. EUR 20 liegen. Die Geschäftsführung sieht ENGIE aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung über das kommende Geschäftsjahr hinaus weiterhin gut positioniert.
Köln, den 12. Juli 2024 ENGIE Deutschland GmbH Eric Joseph Stab, Geschäftsführer Niklas Wiegand, Geschäftsführer Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Gesellschafterversammlung für 2023Die Überprüfung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 erfolgt im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen. Gemäß § 110 Abs. 3 AktG ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr zweimal zu Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 25. April 2023 und 18. Oktober 2023. Die Geschäftsführer haben uns im Berichtszeitraum regelmäßig über den Gang der Geschäfte mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte der Geschäftsführer in seinen Sitzungen behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit den Geschäftsführern im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und die Maßnahmen zu deren Umsetzung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Die Abschlussprüferin, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der verantwortliche Partner der Abschlussprüferin hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 13. November 2024 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund eigener Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der von den Geschäftsführern aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss werden gebilligt.
Köln, den 13. November 2024 Hervé-Matthieu Ricour-Dumas, Aufsichtsratsvorsitzender Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit(Veröffentlichung als Anlage zum Lagebericht 2023)MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG DER GLEICHSTELLUNG VON FRAUEN UND MÄNNERN UND DEREN WIRKUNGENAm 6. Juli 2017 ist das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - EntgTranspG) in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, sofern sie zur Aufstellung eines Lageberichts nach den §§ 264 und 289 HGB verpflichtet sind, einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu erstellen. In diesem Bericht sollen Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen sowie Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer dargestellt werden. Der Bericht muss nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten sowie zur durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten enthalten. Dieser gesetzlichen Verpflichtung kommen wir im Folgenden nach. MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON ENTGELTGLEICHHEIT UND DEREN WIRKUNGUnsere Mitarbeitenden werden grundsätzlich auf der Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten ausgesucht, eingestellt und gefördert. Bei der Festlegung der individuellen Entlohnung von Beschäftigten wird bei der ENGIE Deutschland GmbH nicht nach Geschlecht differenziert. Im Rahmen des Entgelttransparenzgesetzes haben wir Führungskräfte und HR Business Partner aktiv über die gesetzlichen Änderungen und damit verbundenen Pflichten informiert. Darüber hinaus wurde dieser Themenkomplex auch mit den Arbeitnehmervertretungen erörtert und diskutiert. Des Weiteren wurde im Human Resources Department eine harmonisierte tarifvertrags- und bereichsübergreifende Entgeltanalyse konzipiert und erstellt. Diese bildet in Fortschreibung eine transparente und valide Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit. Auf dieser Basis wird auch bei Neueinstellungen das Vergütungsniveau in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle, bzw. die Funktion bestimmt. Regelmäßige Überprüfungen der geschlechtsspezifischen Gehaltsverteilungen werden vorgenommen. MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON GLEICHSTELLUNG UND DEREN WIRKUNGDarüber hinaus sorgen unternehmensinterne Leitlinien dafür, dass die gesetzlichen Anforderungen zur Chancengleichheit für Männer und Frauen im Unternehmen bekannt sind. Dazu gehören unter anderem der ETHIK-Kodex und der ETHIK - Leitfaden. STATISTISCHE ANGABENStatistische Angaben zu den Beschäftigten der ENGIE Deutschland GmbH
Berlin, 20. Dezember 2024 ENGIE Deutschland GmbH ppa. Philipp Hepp, Chief Human Resources Officer |
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