Ratzeputz-Heidegeist GmbH
Westerberg 56, 29229 Celle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Maria Schwarze seit 2.5.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Westenhorst GmbH & Co. KGOeldeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2021
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Registergericht und Handelsregisternummer Die Gesellschaft ist unter der Firma Westenhorst GmbH & Co. KG mit Sitz in Oelde beim Amtsgericht Münster unter der Handelsregisternummer HR A 5868 eingetragen. II. Konsolidierungskreis und -grundsätze Die Westenhorst GmbH & Co. KG, Oelde hat als Mutterunternehmen zum 31.12.2021 einen Konzernabschluss und -lagebericht nach §§ 290 ff. HGB für ihren Konsolidierungskreis aufgestellt. In den Konzernabschluss wurden neben der Westenhorst GmbH & Co. KG - mit Ausnahme zweier Tochterunternehmen - alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die Westenhorst GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Ein beherrschender Einfluss bei den Tochtergesellschaften besteht in der Regel infolge einer der Kapitalbeteiligung entsprechenden Stimmrechtsmehrheit (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Die 100%-Beteiligungen an der FINCA ANDEL D´OR, S.L., Palma de Mallorca/Spanien, und der JOHN B. STETSON SPIRITS LLC, New York/USA, wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB). Gegenüber dem Vorjahr wurde der Konsolidierungskreis nicht verändert. Im Zusammenhang mit dem Konsolidierungskreis verweisen wir im Einzelnen auf die Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31.12.2021, die Bestandteil des Konzernanhangs ist. Einheitlicher Abschlussstichtag für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31.12.2021. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge vor dem 1.1.2010 erfolgt jeweils gemäß § 301 Abs. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Für Erwerbsvorgänge nach dem 1.1.2020 wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB die Beteiligungsansätze mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Erstkonsolidierungszeitpunkt war jeweils der Zeitpunkt der Gründung, sodass keine wesentlichen aktiven und passiven Unterschiedsbeträge zu verzeichnen sind. Ferner erfolgte eine Konsolidierung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträgen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach §§ 303 und 305 HGB. Wesentliche Zwischengewinne im Sinne des § 304 HGB lagen nicht vor. Die Beteiligung an der bm Holding GmbH & Co. KG, Eiterfeld (50 %), wird im Finanzanlagevermögen als assoziiertes Unternehmen nach §§ 311 und 312 HGB im Wege der Bewertung "at equity" ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Einbeziehung der Tochterunternehmen erfolgte auf der Grundlage Konzerneinheitlicher bilanzieren- und Berechnungsvorschriften (§§ 300 und 308 HB) nach dem recht der Westenhorst GmbH & Co. KG. Die Gewinn- und Verlustrechnung beruht auf dem Gesamtkostenverfahren. a) Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden bei Zugang mit Anschaffung's- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen des Anlagevermögens werden planmäßig linear entsprechend der Betriebsgewöhnlichen Nutzungsart vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen im Anschaffung voll abgeschrieben. Solche mit Anschaffungskosten bis zu € 250,00 wurden direkt als Aufwand verbucht. Die Finanzanlagen werden - mit Ausnahme der Anteile an assoziierten unternehmen - mit Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich wurden Anpassungen an den niedrigeren beizulegenden wert vorgenommen. Die Anteile an assoziierten unternehmen enthalten die nach § 312 HGB "at equity" bewertete Beteiligung an der BM Holding GmbH & Co. KG. b) Vorräte Die roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Anwendung eines Verbrauchsfolgeverfahrens zu Anschaffungskosten angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurden Anpassungen an den niedrigeren beizulegenden wert vorgenommen. Die Vorräte sind insgesamt verlustfrei bewertet. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Für Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr kam der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zum Ansatz. d) Wertpapiere, liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten Anteile an einem Geldmarktfonds und sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Rücknahmepreis am Abschlussstichtag bilanziert. Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. e) Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method - PUC) und der Richtafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Für die Festlegung des Rechnungszinses wurde in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 HGB von einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen, sodass ein Rechnungszins von 1,87 % zur Anwendung kam. Ferner wurde ein Rententrend von 1,70 % bei der Bewertung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt € 94.739,00. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sofern erforderlich wurden Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit dem Barwert bilanziert. f) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr kam der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zum Ansatz. g) Passive latente Steuern Es liegen keine "sekundären" latenten Steuern nach § 306 HGB, sondern ausschließlich "primäre" latente Steuern nach §§ 298 Abs. 1 i.V.m. 274 HGB vor. Hierbei wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive und passive latente Steuern zu saldieren. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Gewerbesteuersatz von 14,3 %. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses a) Anlagevermögen Für die Aufgliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel. Der Anlagenspiegel enthält auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2021. b) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden u.a. gebildet für Verpflichtungen aus dem Personal- (T€ 643) und Absatzbereich (T€ 3.405) sowie für Jahresabschlusskosten und sonstige nachlaufende Kostenrechnungen (T€ 840). c) Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten für die Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung von Markenrechten besichert. d) Latente Steuern Im Geschäftsjahr haben sich die latenten Steuern wie folgt entwickelt:
Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren vorrangig aus geringeren steuerlichen Anschaffungskosten für den betrieblichen Grundbesitz. e) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen und ohne Abzug der Alkoholsteuer belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 153.865. Hiervon entfallen T€ 152.321 auf den Verkauf von Spirituosen und T€ 1.544 auf übrige Umsatzerlöse. Die Spirituosenerlöse wurden überwiegend im Inland erzielt; lediglich T€ 4.151 entfallen auf das Ausland. Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wurde verzichtet, da sich die Tätigkeitsbereiche und geographischen Märkte nicht erheblich voneinander unterscheiden. V. Sonstige Angaben Bedeutende finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus diversen Leasingverträgen mit einer Gesamtbelastung von T€ 290. Davon fällig innerhalb des nächsten Jahres T€ 155. Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 109 Mitarbeiter beschäftigt, bei denen es sich ausschließlich um Angestellte handelt; gewerbliche Arbeitnehmer wurden nicht beschäftigt. Für die Jahresabschlüsse folgender Unternehmen gilt der Konzernabschluss befreiend hinsichtlich der Anwendung des ersten, dritten und vierten Unterabschnittes des zweiten Abschnittes des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (vgl. §§ 264 Abs. 3, 264b HGB):
Die Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen betragen insgesamt T€ 77 und verteilen sich auf Abschlussprüfungsleistungen (T€ 50), auf andere Bestätigungsleistungen (T€ 5), auf Steuerberatungsleistungen (T€ 10) und auf sonstige Leistungen (T€ 12). Auf die Angaben der Bezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird unter Bezugnahme auf §§ 314 Abs. 3, 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung und Vertretung des Konzerns obliegt der Westenhorst Verwaltungs-GmbH, Oelde (gezeichnetes Kapital: € 27.000,00), in ihrer Eigenschaft als persönlich haftende Gesellschafterin des Konzernmutterunternehmens, welche diese durch ihre satzungsgemäß bestellten Organe ausübt. Zu den Geschäftsführern der Westenhorst Verwaltungs-GmbH, Oelde, sind Herr Friedrich Wilhelm Schwarze, Lippstadt, Herr Dirk Hasenbein, Bochum und Frau Katharina Schwarze, Lippstadt (ab 18.2.2022) bestellt. Aus dem Konzerngewinn in Höhe von € 4.009.375,40 wurden € 3.143.574,92 den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. Der Restbetrag von € 865.800,48 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg bestehen Unsicherheiten, wie die negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen mittel- bis langfristig ausfallen werden. Gleiches gilt für die finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen, die wir nicht abschließend quantifizieren können. Gegenwärtig gehen wir davon aus, im Jahr 2022 ein positives Jahresergebnis erzielen zu können. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Situation können Umsatzrückgänge und Ertragseinbußen jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.
Oelde, den 16. August 2022 Die Geschäftsführung Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2020
Assoziierte Unternehmen (§ 310 HGB)
*) Gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht
im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzern einbezogen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell Gegenstand des Konzerns der Westenhorst GmbH & Co. KG ist im Wesentlichen die Herstellung und weltweite Vermarktung von Spirituosen. Die Friedrich Schwarze GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Unternehmen, welches seit über 350 Jahren Tradition und Erfahrung in der Brennkunst hat. Als deutscher Spirituosenhersteller vermarktet der Konzern im In- und Ausland bekannte nationale sowie regionale Spirituosenmarken und alkoholfreie Getränke. Neben dem Aufbau starker Marken in gefragten Spirituosensegmenten, wie Three Sixty Vodka, Pepino Peach und Shatler´s Cocktails, verfolgt die Unternehmensgruppe ebenso die intensive Pflege regionaler und nationaler Traditionsmarken (u.a. Frühstückskorn, Schlichte Steinhager, Dujardin). Darüber hinaus führt der Konzern international erfolgreiche Importmarken wie Licor 43 und Villa Massa Limoncello. Crafted Spirits wie beispielsweise Friedrichs Dry Gin oder Yellow Rose Bourbon Whiskey runden das Sortiment ab. Mit Three Sixty Energy und der Limonade Soda Libre wird auch der Markt der alkoholfreien Getränke bedient. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Steuerungssystem Die Konzernplanung und -steuerung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Kennzahl EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Darüber hinaus steuert die Unternehmensgruppe den operativen Geschäftsbetrieb nach den Indikatoren Umsatzerlöse und Free Cashflow. Vor Beginn eines Geschäftsjahres erstellt die Geschäftsführung eine detaillierte Planung für das nachfolgende Geschäftsjahr. Das interne Steuerungssystem wird zentral vom Controlling verantwortet und überwacht. Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Marken-segmenten. Forschung und Entwicklung Um das Produktangebot für Verbraucher attraktiv zu halten und Konsumpotentiale zu nutzen, hat die Produktentwicklung auch im Jahr 2021 kontinuierlich an der Qualitäts- und Geschmacksverbesserung bestehender Spirituosenprodukte sowie an der Entwicklung innovativer Neuprodukte gearbeitet. 2. Wirtschaftsbericht Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2021 um +5,9 %. Im Vorjahr war die Weltwirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie um -3,1 % geschrumpft. In 2021 stieg in den Ländern der Eurozone das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +7,5 % (12,26 Billionen EUR) gegenüber 2020 (11,41 Billionen EUR). Im Jahr 2020 schrumpfte das BIP noch um -4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Gemäß dem Statistischen Bundesamt (Pressemitteilung vom 14.1.2022) wuchs Deutschlands Wirtschaft in 2021 preisbereinigt um +2,7 %. Die deutsche Wirtschaft konnte sich trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe nach dem Einbruch im Vorjahr erholen. Die Wirtschaftsleistung konnte allerdings das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreichen. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist das BIP in 2021 noch um 2,0 % niedriger. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen hat sich die Wirtschaftsleistung in 2021 im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020 erhöht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung deutlich um +4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung der Dienstleister (exemplarisch Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater, Ingenieurbüros) stieg um +5,4 %. In dem Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe wuchs das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen nur um +3,0 %. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, schrumpfte die Leistung leicht um -0,4 %. Die privaten Konsumausgaben im Jahr 2021 gingen im Vorjahresvergleich preisbereinigt um -0,2 % zurück. Das Konsumverhalten privater Haushalte war weiterhin von den Corona-Schutzmaßnahmen stark beeinträchtigt (-6,0 % im VJ). Somit blieben die privaten Konsumausgaben im zweiten Corona-Jahr 5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Die Konsumausgaben des Staates stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus preisbereinigt um weitere +3,4 % und waren somit eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Der Staat gab in 2021 vor allem mehr Geld für die präventiven Corona-Schutzmaßnahmen aus (wie z.B. kostenlose Antigen-Schnelltest, Corona-Impfstoffe, Test- und Impfzentren). Der Spirituosenabsatz war nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes The Nielsen Company 2021 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und bei Drogeriemärkten mit 540,7 Mio. zu 561,7 Mio. 0,7l Flaschen im VJ leicht sinkend (-3,7 %). Der Umsatz ist hingegen nahezu unverändert mit 4.614,6 Mio.€ (+0,3 %, VJ 4.599,8 Mio.€). Geschäftsverlauf Entgegen dem gesunkenen Spirituosenabsatz im gesamten deutschen Lebensmitteleinzelhandel verlief das Geschäft bei der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigend. Die Absätze mit unserem Markengeschäft stiegen im Jahr 2021 um +19,0 % im Vergleich zu 2020. Davon konnte im Inland ein Wachstum von +18,3 % und im Export von +33,4 % erreicht werden. Die Lohnherstellung stieg in 2021 um +138,2 %. Der Anstieg im Inland ist im Wesentlichen durch das kontinuierliche Wachstum der Marke Three Sixty Vodka (inkl. Three Sixty Vodka Premix) zu begründen. Im Wodka-Ranking hat sich THREE SIXTY VODKA seit 2017, sowohl im Absatz als auch im Umsatz auf Platz 2 etabliert (Quelle: Marktforschungsinstitut The Nielsen Company). Darüber hinaus konnte auch bei Marken mit kleineren Absatzanteilen ein deutliches Wachstum generiert werden. So konnten sich bspw. die Marken Villa Massa (+34,5%), Schlichte (+32,3%), Hula Hoop (+32,0%), Kloster Andechs (+26,6%), Pepino (+26,6%), Shatler´s (+18,8%) und Licor 43 (inkl. Cocktail 43 RTD, 18,5%) deutlich besser als der relevante Markt entwickeln. Ebenso konnten im Geschäftsjahr 2021 Neukunden mittels neuer und bestehender Vertriebswege (wie z.B. E-Commerce, Gastronomie) akquiriert und Absätze bei Bestandskunden weiter ausgebaut werden. Die gesetzten Absatz- und Ergebnisziele des Jahres 2021 wurden erreicht. Beim Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres blickt der Konzern auf ein sehr positiv gelaufenes Jahr zurück. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +22,4 % verbessert. Wirtschaftliche Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 betrug unser Spirituosenumsatz vor Erlösschmälerung und Alkoholsteuer 152,2 Mio. € und stieg demnach um +17,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die umsatzabhängigen Materialaufwendungen verliefen mit +11,0 % im Vergleich zum Vorjahr leicht unterproportional zur Umsatzentwicklung. Die Personalkosten sind um +8,5% (+496 T€) gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich hierfür ist u.a. ein leichter Anstieg der Mitarbeiterzahl und die Reduzierung der coronabedingten Kurzarbeit in 2021. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um +16,4 % (+3.216 T€) gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den zum Umsatz proportional gestiegenen Frachtkosten, den höheren Reisekosten und den damit verbundenen Kfz-Kosten. Ebenso wurden höhere Investitionen in Werbemaßnahmen getätigt. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt 4.627 T€ nach 3.778 T€ im Vorjahr. Es wurde ein Konzernjahresüberschuss von 4.009 T€ (+21,3%) erwirtschaftet. Finanzlage Wir verfolgen eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Finanzpolitik. Die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Dem Unternehmen standen während des gesamten Jahres stets ausreichend frei verfügbare liquide Mittel zur Verfügung. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit 4.014 T€ deutlich positiv. Die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) beliefen sich auf 228 T€. Vermögenslage Die Bilanzsumme 2021 liegt bei 66,6 Mio. € (+5,1 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände, die vor allem entgeltlich erworbene Markenrechte und Kundenstämme beinhalten, haben sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um -1,3 Mio. € (-22,8 %) rückläufig entwickelt. Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um -0,2 Mio. € (-4,3 %) verringert. Das Umlaufvermögen stieg im Berichtsjahr um +4,9 Mio. € (+10,1 %). Sowohl bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+5,1 Mio. €) als auch bei den liquiden Mitteln (+1,5 Mio. €) war ein Anstieg zu verzeichnen. Die Vorräte haben sich gegenläufig um 1,7 Mio. € reduziert. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um +3,1 % gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 44,3 % (-1,9 %-Punkte) und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt für verarbeitende Betriebe. Das Fremdkapital hat sich um +2,3 Mio. € (+6,6 %) erhöht. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus den Rückstellungen in Höhe von +1,7 Mio. €. Ursächlich hierfür ist zum einen der deutliche Absatzanstieg der Dosen von 45,5% und der damit verbundene Dosenpfand als auch die Investitionen in Werbekostenzuschüsse. Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 0,6 Mio. € leicht erhöht. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 109 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung). Die Mitarbeiterzufriedenheit spiegelte sich auch in der niedrigen Fluktuation wider. Um das Know-How der Mitarbeiter stetig weiterzuentwickeln investieren wir regelmäßig in zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen. Der Umwelt zuliebe erfolgen Lieferungen per CO 2 -neutralem Paket-Versand. 3. Risiko- und Chancenbericht Die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens birgt die marktüblichen Chancen und Risiken eines national tätigen Anbieters von Spirituosen. Das Unternehmen steht im ständigen Wettbewerb mit nationalen sowie internationalen Unternehmen. Demzufolge bildet eine regelmäßige und sorgfältige Beobachtung und Analyse des Marktgeschehens eine wichtige Grundlage unseres Überwachungssystems. Das Überwachungssystem ermöglicht es uns sowohl Chancen als auch Risiken frühzeitig zu erkennen, sowie zeitnah auf veränderte Situationen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Chancen und Risiken sind dabei unmittelbar miteinander verbunden. Alle relevanten Daten des operativen Geschäftes sowie Vermögens- und Ertragslage werden regelmäßig ermittelt und mit den Zielvorgaben abgeglichen. So können die Verantwortlichen eventuelle Risiken oder negative Zielabweichungen kurzfristig erkennen und zeitnah gegensteuern. Zur Überwachung der Finanzlage wird täglich ein Finanzstatus erstellt, der in eine wöchentliche Liquiditätsübersicht unter Berücksichtigung vorhandener Kontokorrentlinien einfließt. Das Zahlungsverhalten der Topkunden wird quartalsweise systemgestützt analysiert und dem Key-Account-Management gemeldet. Unsere Kundenforderungen sind kreditversichert. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung kann direkten Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher haben. Eine deutliche Verschlechterung kann neben einem Rückgang der Konsumausgaben zu einer Erhöhung der Marktanteile der Discounter führen, weil die Konsumenten auf niedrigpreisige Produkte ausweichen. Durch die zunehmende Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels nimmt die Bedeutung der Top-Key-Accounts immer mehr zu. Teilweise entstehen substanzielle Abhängigkeiten von einzelnen Key-Accounts mit entsprechendem Konditionsdruck in den Jahresgesprächen. Diesem Risiko begegnen wir durch die Stärkung unserer Marken und unseres Key-Account-Managements. Von uns nicht zu beeinflussende Risiken sehen wir im Bereich möglicher Einschränkungen für die Vermarktung von alkoholischen Getränken, beispielsweise durch die Erhöhung der Alkoholsteuer, Verkaufsbeschränkungen oder Werbeverbote. Auch im Geschäftsjahr 2021 wirkte sich die Corona-Pandemie auf die nationale und globale Wirtschaftsleistung aus. Zum einen können sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weiterhin negativ auf die Wirtschaft auswirken. Zum anderen wird erwartet, dass durch die Pandemie künftig die Entwicklung der Weltwirtschaft bestimmt wird, wobei der weitere Pandemieverlauf ungewiss ist. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kommt der Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere im Gastgewerbe hat sich die Bonitätseinstufung stark verschlechtert. Daher ist zu befürchten, dass infolgedessen künftig die Insolvenzen bei Gastronomiebetrieben zunehmen könnten. Das daraus resultierende Risiko für das gesamte Unternehmen wird verhältnismäßig als gering eingestuft, da der Gastronomieabsatz nur einen geringen Anteil der Gesamtabsätze entspricht. Aus den Förderprogrammen der Politik können sich auch für uns nichtbeeinflussbare Chancen ergeben. Konsumenten und Kunden erwarten innovative Produkte, Produktsicherheit und Qualität sowie effiziente und flexible Angebots- und Lieferstrukturen. Gleichzeitig erfordert eine erfolgreiche Unternehmensführung die Wertschätzung und Förderung der Mitarbeiter. Eine gute Personalentwicklung erhöht das Engagement der Mitarbeiter und verbessert den Dialog mit den Kunden. Daran haben wir auch 2021 erfolgreich gearbeitet. Alle Produkte des Unternehmens werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen darüber eine gute Marktabdeckung. Die Partner im Handel und der Gastronomie werden wir auch 2022 mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützen. 4. Prognosebericht Seit Ende Februar 2022 befinden sich die Ukraine und Russland in einem Konflikt dessen Ende aktuell nicht absehbar ist. Es ist schwer zu beurteilen, in welchem Ausmaß dieser Krieg und die damit verbundenen Sanktionen sowohl die nationalen als auch die internationalen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen beeinträchtigen wird. Aufgrund des Ukraine-Kriegs wurde eine kostspielige humanitäre Krise ausgelöst. Die wirtschaftlichen Schäden durch den Konflikt können zu einer erheblichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2022 beitragen und die Inflation erhöhen. Aktuell wird ein mögliches Umsatzverlustrisiko aufgrund des Konflikts als sehr niedrig eingeschätzt. Hingegen zeichnen sich bereits wesentliche Auswirklungen auf dem Beschaffungsmarkt ab. Erhebliche Störungen in den unterschiedlichen Lieferketten, insbesondere bei der Beschaffung von Getreidealkoholen und Glas können nicht ausgeschlossen werden. Ebenso werden die rapide gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise das Ergebnis negativ beeinflussen. Auch eine Verknappung der Rohstoffe kann nicht ausgeschlossen werden. Die möglichen Auswirkungen werden laufend analysiert, um ggf. Gegenmaßnahmen einleiten zu können, sofern dies möglich ist. Ungewiss ist außerdem, inwieweit die Corona-Pandemie das Geschäft in dem Bereich der Gastronomie im 2. Halbjahr 2022 beeinträchtigen kann. Aufgrund der derzeitigen Auflagen gehen wir aktuell davon aus, dass es zu keiner weiteren Schließung der Gastronomien kommen wird. Für das Geschäftsjahr 2022 wird eine steigende Umsatzentwicklung erwartet. Aufgrund der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise rechnen wir allerdings lediglich mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.
Oelde, 16. August 2022 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Westenhorst GmbH & Co. KG, Oelde Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Westenhorst GmbH & Co. KG, Oelde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Westenhorst GmbH & Co. KG, Oelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 16. August 2022 Dr.
von der Hardt & Partner mbB
Dr. Ammenwerth, Wirtschaftsprüfer Lensing, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 der Westenhorst GmbH & Co. KG, Oelde, wurde am 3.11.2022 gebilligt. |
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