Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 104016
Eingetragen
14.12.2020
Branche
Wärme- und KältehandelGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Getränken
Gegenstand
Abfüllung von und Handel mit CO2 Zylindern sowie der Handel und Vertrieb von Zubehör und Produkten für das Handling von Gasen, der Handel und Transport von und mit technischen Gasen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Oliver Mössner
seit 12.8.2025
Prokura
Carsten Stefan Buck
seit 14.3.2025
Prokura
Birgitt Weigmann
seit 22.7.2024
Prokura
Andrea van Elst
seit 17.1.2024
Prokura
Ludwig Kersten
seit 4.5.2023
Prokura
Alexander Dort
seit 28.3.2022
Prokura
Vanessa Scott
seit 21.12.2021
Geschäftsführer
Martin Dr. Fröhlich
seit 14.12.2020
Prokura
Marc Krüger
seit 14.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Krüger Kaffee Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Bergisch Gladbach.

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und Konzernlagebericht

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen der Unternehmensgruppe

Die Krüger-Gruppe produziert und vertreibt Lebensmittel mit Schwerpunkten in den folgenden Bereichen: Getränke (vor allem Kaffee/-spezialitäten, Tee-, Kakao- und Proteingetränke in den Darreichungsformen Instant, Kapseln, Ready-to-drink und mittels Wassersprudlern), Schokolade- und Zuckerwaren (vor allem Riegel, Tafeln, Pralinen, Nuss-Nugat-Cremes, Saisonprodukte und Kaubonbons), Säuglingsnahrung, Gesundheitsprodukte (Nahrungsergänzungsmittel, Sportlernahrung, gesunde Snacks), OTC- und Pharmaprodukte (vor allem Vitamine und Mineralien, Hautpflegeprodukte, rezeptfreie Arzneimittel) und Halbfabrikate für die weiterverarbeitende Industrie (vor allem Milchtrockenerzeugnisse sowie Kakao-Halbfabrikate, Schokolademassen, Füllungen und Glasuren).

Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf den Inlandsmarkt sowie mittels eigener Vertriebsgesellschaften oder spezialisierter Import- und Vertriebspartner auf das europäische und außereuropäische Ausland. Stammsitz ist Bergisch Gladbach, Deutschland. Die operative Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen über ein monatliches Berichtswesen sowie jeweils geschäftsfeldspezifische Kenngrößen und übergeordnete Finanzkennzahlen. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über einen auf Gruppenebene angesiedelten syndizierten Kredit.

Seit mehr als 50 Jahren behauptet sich die Unternehmensgruppe erfolgreich im Markt und wächst organisch sowie durch Akquisitionen gleichermaßen in ihrer strategischen Ausrichtung auf Endverbraucherprodukte unter eigenen Marken und Handelsmarken sowie auf Halbfabrikate für Industriekunden. In zunehmendem Maße ist die Unternehmensgruppe auch Lohnhersteller für namhafte Markenpartner. Dabei sind die Erfahrungen in der Belieferung von Kunden des internationalen Lebensmittelhandels und der weiterverarbeitenden Industrie sowie im Umgang mit den wesentlichen Rohstoffgruppen Kakao, Milch, Kaffee, pflanzliche Fette und Nüsse jeweils in der Wertschöpfung vom Ursprung bis zum Endprodukt wesentliche verbindende Elemente zwischen den Hauptgeschäftsfeldern, die ansonsten im Markt unabhängig voneinander und mit jeweils eigenen Vertriebs- und Ergebnisverantwortungen agieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliches Umfeld

Im Bereich der selbst erzeugten und in Verkehr gebrachten Endverbraucherprodukte ist das Markt- und Wettbewerbsumfeld im in- und ausländischen Handelsmarkenbereich, welcher den überwiegenden Teil der Umsätze ausmacht, auf der Kundenseite von einer sich immer weiter konsolidierenden Lebensmittel-Einzelhandelslandschaft, auf der Wettbewerbsseite von überwiegend mittelständisch strukturierten Unternehmen geprägt, sodass angesichts hohen Preisdrucks besondere Anforderungen an die Kosteneffizienz gestellt werden. Im Bereich der Markenprodukte zählen internationale Großkonzerne mit ihren entsprechenden Ressourcen zu den Wettbewerbern. Dennoch ist es der Unternehmensgruppe sowohl im deutschen Marken-als auch im internationalen Handelsmarkengeschäft in einigen wesentlichen Produktkategorien gelungen, maßgebliche Marktpositionen zu erlangen, die es kontinuierlich zu verteidigen und weiter auszubauen gilt.

Bereits im zweiten Halbjahr 2021 zeichneten sich wirtschaftlich greifbare, indirekte Folgen der Coronapandemie ab, vor allem Knappheiten mancher Rohstoffe und Verpackungsmaterialien, Verknappung von Frachtkapazitäten und deutlich steigende Preise unter anderem für Verpackungen, Energie und Transporte, aber auch für Rohstoffe wie Zucker, Milchprodukte und Pflanzenfette. Nach Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine am 24. Februar 2022 verschärften sich diese Entwicklungen noch einmal sehr deutlich mit der Folge, dass zahlreiche Lieferanten trotz geschlossener Verträge massive Preisnachforderungen stellten oder alternativ die Belieferung einstellten. Erstmals in der Geschichte der Unternehmensgruppe wurde daher aufgrund Höherer Gewalt auch über die Öffnung bestehender Kontrakte mit Kunden verhandelt. In den meisten Fällen wurden dabei partnerschaftliche Lösungen gefunden.

Für die deutsche Wirtschaft insgesamt ist der zwischenzeitlich prognostizierte Einbruch nicht eingetreten. Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) sank laut Statista lediglich auf 1,8 % ab. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen äußerst robust. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg im Jahresverlauf auf 45,6 Millionen an (+1,5 %), gleichzeitig sank die durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,7 % auf 5,3 %. 1 Die Zahl der offenen Stellen stieg im Jahresverlauf 2022 laut IAB von 1,689 Millionen auf 1,984 Millionen weiter an. 2 Die Zahl der Kurzarbeitenden lag laut Statista im Januar 2022 noch bei 1,1 Millionen und ging bis zum Jahresende 2022 auf 0,2 Millionen zurück. 3

Angesichts weiterhin hoher Krankheitsquoten unter den Stamm-Mitarbeitern und anhaltend herausfordernder Bedingungen bei der Beschaffung von Zeitpersonal war es auch im Berichtsjahr nicht immer möglich, die für einen effizienten Betrieb der Produktionsanlagen notwendigen Mitarbeiterzahlen sicherzustellen.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt.
2 Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung - Stellenerhebung
3 Quelle: Statista - Anzahl der Kurzarbeiter in Deutschland

Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 94,8 (Jahresendwert 2021) im Jahresverlauf 2022 bis zum Herbst auf 84,3 ab und beendete das Jahr etwas optimistischer bei 88,6. 4 Die überdurchschnittlich hohe Inflationsrate erreichte ihren Höchstwert im Oktober 2022 mit +10,4 %, während sie im Jahresdurchschnitt einen Wert von 7,9 % gegenüber dem Vorjahr erreichte. Vor allem Energieprodukte verteuerten sich 2022 im Durchschnitt um 34,7 %, aber auch die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich spürbar. 5

Eine ähnliche Entwicklung wie der ifo-Geschäftsklimaindex vollzog auch der GfK-Konsumklimaindex. Er beendete das Jahr 2022 mit einem Wert von -33,9 weit unterhalb des Jahresbeginns und liegt weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie Niveau (+10). Die Umsätze mit "Fast Moving Consumer Goods" im Lebensmitteleinzelhandel (FMCG Barcoded) wuchsen in 2022 um 4,2 %. Angesichts einer durchschnittlichen Preissteigerung von 8,0 % bedeutete dies jedoch einen Absatzrückgang um 3,8 %. Im Dezember 2022 lag die FMCG Preissteigerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat sogar bei 14,1 %. Angesichts der abflauenden Pandemie erholte sich der Außer-Haus-Konsum weiter und wuchs um 22,7 %. Nach Marktanteilsverlusten in den Vorjahren wuchsen auch Discounter (+7,6 %) und Drogeriemärkte (+5,8 %) deutlicher als der Gesamtmarkt und gewannen dementsprechend wieder Marktanteile zurück. 6

Im Industriegeschäft mit Milch- und Kakao-Halbfabrikaten gehören einige namhafte Konsumgüterunternehmen zu unseren wesentlichen Kunden. Hier besteht die Herausforderung darin, uns bei wettbewerbsfähigen Preisen und kompromissloser Qualität durch besondere Kundennähe, Flexibilität und Servicequalität vom Wettbewerb, der sich zunehmend weiter konsolidiert, zu differenzieren. Der Markt für Milchprodukte war im Berichtsjahr vor allem von sehr deutlich gestiegenen Preisen geprägt. Bei hingegen weitgehend stabiler Preisentwicklung für Rohkakao stieg die Vermahlungsmenge der 11 deutschen Unternehmen, die am Meldeverfahren der CRA teilnehmen, leicht um 1,1 % auf 397.596 t. Gesamteuropäisch war das Wachstum mit 0,7 % auf 1.466.835 t gegenüber 2021 noch geringer. 7

2. Geschäftsverlauf 2022

Der konsolidierte Konzernumsatz der Unternehmensgruppe stieg um EUR 441,5 Mio auf EUR 2.321,0 Mio (+23,5 %). Der Auslandsumsatz (+25,6 % auf EUR 1.284,6 Mio) wuchs stärker als der Inlandsumsatz (+21,0 % auf EUR 1.036,4 Mio), sodass sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 54,4 % auf 55,3 % erhöhte. Der Drittlandsanteil (inkl. UK) am Gesamtumsatz verringerte sich leicht von 18,3 % auf 17,3 %. In nahezu allen Bereichen der Unternehmensgruppe hätten, nach Auffassung der Geschäftsführung, die Umsätze ohne wiederholte Engpässe in der Versorgung mit Rohstoffen, Verpackungsmaterialen und Personal auch höher ausfallen können.

4 Quelle: ifo Institut
5 Quelle: Statistisches Bundesamt
6 Quelle: GfK
7 Quelle: ECA

In den wesentlichen Produktbereichen ergaben sich die folgenden Umsatzentwicklungen:

2022
EUR Mio
2021
EUR Mio
Veränderung
%
Schokolade- und Zuckerwaren (inkl. Kakao-Halbfabrikate) 940,5 841,2 11,8
Milch-Halbfabrikate 642,1 410,5 56,4
Instantprodukte 459,2 397,7 15,5
Kapselprodukte (inkl. Maschinen) 193,1 148,6 29,9
Pharmaprodukte und gesunde Ernährung 86,1 81,5 5,7
2.321,0 1.879,5 23,5

Bei Schokolade-, Kakao- und Zuckerwaren resultierte das Umsatzwachstum um 11,8 % vor allem aus den im Jahresverlauf regulär und außerordentlich durchgeführten Preisanpassungen. Hinzu kam Absatzwachstum sowohl im Handelsmarken- als auch im Markengeschäft (im Wesentlichen "Schogetten" und "Fritt") bei Ludwig Schokolade. Das Industriegeschäft mit Kakao-Halbfabrikaten wuchs im Umsatz preisbedingt vorrangig im Bereich Nugatfüllungen.

Am deutlichsten schlug sich die Marktpreisentwicklung im Bereich Milch-Halbfabrikate nieder, aufgrund derer die Umsätze mit Industriekunden auf EUR 642,1 Mio (+56,4 %) wuchsen.

Auch der Umsatz im Bereich Instantprodukte (+15,5 %) wuchs maßgeblich aufgrund notwendiger Preiserhöhungen. Bei Ready-to-drink-Produkten kamen Neukundengewinne hinzu.

Im Bereich Kapselprodukte (+29,9 %) waren Wassersprudler und CO 2 -Zylinder sowie kompatible Kaffeekapselvarianten die Wachstumstreiber.

Pharmaprodukte wuchsen angesichts eines weiterhin gebremsten Apothekengeschäfts nur leicht, der Bereich gesunde Ernährung etwas stärker, sodass die Kategorie in Summe um 5,7 % zulegte.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Vor dem Hintergrund der zuvor geschilderten Entwicklungen erhöhte sich der konsolidierte Konzernumsatz um EUR 441,5 Mio auf EUR 2.321,0 Mio (+23,5 %), womit die geplante Umsatzentwicklung (+2,6 %) sehr deutlich überschritten wurde. Die auf die Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung bezogene Materialaufwandsquote des Konzerns stieg ebenso deutlich von 67,6 % im Vorjahr auf 71,0 %, sodass der Rohertrag nur unterproportional zur Umsatzentwicklung anstieg.

Durch den Anstieg der Zahl der Mitarbeitenden um 93 auf 5.419 (+1,7 %) und aufgrund von Tariferhöhungen, sonstigen Aufwendungen und weiterhin hohen Krankenständen um 5,1 % erhöhte sich der Personalaufwand auf EUR 242,8 Mio. Die unter Einbeziehung der in den Betriebsaufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Leihkräfte berechnete Personalaufwandsquote sank aufgrund der überproportionalen Umsatzsteigerung dennoch von 13,5 % auf 11,5 %. Planmäßige Abschreibungen (EUR 38,9 Mio) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (EUR 28,3 Mio) wuchsen aufgrund zurückhaltender Investitionstätigkeit nur leicht an. Die Betriebsaufwendungen (Energie, Leiharbeiter, Instandhaltung, Labor-, Entwicklungs-, Versuchs- und Entsorgungs- sowie übrige betriebliche Kosten) stiegen hingegen vor allem aufgrund höherer Energiekosten deutlich auf EUR 130,4 Mio (+12,1 %), ebenso die Vertriebsaufwendungen (+13,5 % auf EUR 156,8 Mio), letztere insbesondere wegen deutlich höherer Transportkosten.

Ausgehend vom nur unterproportional zum Umsatz gestiegenen Rohertrag ist es trotz deutlich gestiegener Aufwendungen gelungen, das Betriebsergebnis (EBITA) prozentual zum Umsatz in etwa zu halten. Es stieg um EUR 11,8 Mio auf EUR 50,1 Mio. Bei einem um EUR 0,6 Mio verringerten Zinsergebnis lag das ordentliche Unternehmensergebnis mit EUR 42,2 Mio um EUR 10,8 Mio über dem Vorjahreswert.

Das neutrale Ergebnis, das vor allem die Auflösung von Rückstellungen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthält, fiel mit EUR 2,9 Mio um EUR 1,7 Mio höher aus als im Vorjahr. Bei leicht höheren Steueraufwendungen ergab sich ein deutlich über dem geplanten Wert (EUR 13,5 Mio) liegendes Konzernjahresergebnis von EUR 28,6 Mio (i. Vj. EUR 17,0 Mio).

3.2 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit EUR 34,8 Mio um EUR 72,0 Mio niedriger als im Vorjahr, weil im Working Capital aufgrund der sehr deutlich gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien deutlich mehr Kapital gebunden wurde. Vor dem Hintergrund ausgesprochen zurückhaltender Investitionsaktivitäten lag der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr mit EUR 38,1 Mio deutlich um EUR 17,3 Mio unter dem Vorjahreswert und damit auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen (EUR 38,9 Mio). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag mit EUR 31,7 Mio um EUR 128,2 Mio über dem Vorjahreswert. Im Gegensatz zum Vorjahr überstiegen Neuaufnahmen von Krediten im Berichtsjahr sehr deutlich die Tilgungen. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag EUR 66,4 Mio nach EUR 38,4 Mio im Vorjahr.

Vor dem Hintergrund der eigenen Ertragskraft aus dem laufenden Geschäft sind die Bedienung der Fremdverbindlichkeiten sowie die Unternehmensfinanzierung generell heute und in Zukunft sichergestellt. Der Konsortialkreditvertrag für die gesamte Unternehmensgruppe hat eine Restlaufzeit von etwas über zwei Jahren. Er beinhaltet Erhöhungsoptionen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestanden im Wesentlichen freie Kreditlinien in Höhe von EUR 144,2 Mio.

3.3 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme (laut Vermögenslage) erhöhte sich um EUR 127,0 Mio auf EUR 1.035,8 Mio. Auf der Aktivseite verringerte sich der Wert des Anlagevermögens aufgrund zurückhaltender Investitionstätigkeit insgesamt leicht um EUR 7,9 Mio auf EUR 415,3 Mio. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten dabei amortisationsbedingt die immateriellen Vermögensgegenstände (EUR -6,7 Mio auf EUR 40,4 Mio). Der Wert des Umlaufvermögens und übriger Aktiva einschließlich der um EUR 28,0 Mio gestiegenen flüssigen Mittel erhöhte sich hingegen preisbedingt sehr deutlich um EUR 134,9 Mio auf EUR 620,5 Mio., wobei die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 100,6 Mio auf EUR 485,9 Mio anstieg.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital nach Ergebniseinstellung und Entnahmen um EUR 13,0 Mio auf EUR 338,7 Mio, was angesichts der im Verhältnis deutlich stärker gestiegenen Bilanzsumme zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote auf 32,7 % (i. Vj. 35,8 %) führte. Das Fremdkapital erhöhte sich vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Finanzierungsbedarfs für das Umlaufvermögen insgesamt per Saldo um EUR 113,9 Mio.

3.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Über die finanziellen Leistungsindikatoren ist zuvor in Verbindung mit der Ertragslage berichtet worden. Die GuV-Planung basiert auf der Absatz- und Umsatzplanung der jeweiligen Vertriebsbereiche und wird seitens des Controllings hinsichtlich der Kostenentwicklung vervollständigt. Wesentliche Zielgrößen sind Konzernumsatz und Konzernjahresüberschuss. Der im Vorjahr prognostizierte Konzernumsatz wurde im Berichtsjahr sehr deutlich überschritten. Der entsprechend zurückhaltend prognostizierte Konzernjahresüberschuss wurde ebenfalls deutlich überschritten. Die vom Betriebsergebnis (EBITA) ausgehende Umsatzrendite blieb mit 2,1 % auf Vorjahresniveau (2,0 %).

Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren spielen in erster Linie qualitäts- und nachhaltigkeitsbezogene Aspekte eine Rolle. Ein wesentlicher Indikator für die Produktqualität ist die Zahl der Verbraucherreklamationen im In- und Ausland. Der Schwerpunkt der Reduktions- und Vermeidungsbemühungen liegt dabei auf Reklamationsgründen, die mit der Produktsicherheit in Verbindung stehen, wobei nach physikalischen (z. B. Fremdkörperkontamination), chemischen (z. B. Allergene) und mikrobiologischen Gefahren unterschieden wird. Die Ziele sind auf die jeweiligen Unternehmens- und Produktbereiche zugeschnitten und spezifisch definiert. Im Berichtsjahr wurde das Ziel von Null kritischen Reklamationen in allen der drei zuvor genannten Kategorien erreicht.

Zertifizierungen gemäß IFS-, BRC- sowie zahlreicher kundenspezifischer Qualitäts-, Ethik-und Nachhaltigkeitsstandards sind notwendige Grundvoraussetzungen insbesondere im Handelsmarken-, aber auch im Industriegeschäft. Die entsprechenden, seitens der Kunden des nationalen und internationalen Lebensmitteleinzelhandels und der Lebensmittelindustrie veranlassten Audits werden immer häufiger auch ohne Voranmeldungen durchgeführt, sodass die Einhaltung der Vorgaben zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein muss. Im Berichtsjahr konnten sämtliche Zertifizierungen erfolgreich und auf höchstem Niveau bestätigt werden.

Darüber hinaus gewinnt das facettenreiche Thema Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Unter dem Titel "Sustainability Tastes Good" hat die Krüger Group im Herbst 2022 ihren ersten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Entlang der vier Dimensionen Kunden und Produkte, Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitende werden jeweils Status und Zielrichtungen erläutert. Weiterhin haben Energieverbräuche und damit einhergehende CO 2 -Emissionen hohe Priorität, rohstoffbezogene Themen sind unverändert wichtig, und auch Verpackungen geraten zunehmend in den Fokus. Die Unternehmensgruppe setzt bereits seit vielen Jahren nur noch Palmöl aus zertifizierten Quellen ein und verarbeitet im Schokoladenbereich in den erzeugten Endverbraucherprodukten überwiegend Kakao aus nachhaltigem Anbau. Die Erreichung des 100%-Ziels wurde auch im Berichtsjahr auf Basis der durch die Tochtergesellschaft SUSCOM CI betriebenen, konsequenten Fortentwicklung der Aktivitäten in der Côte d'Ivoire und einer weiterhin hohen Bezugsmenge nachhaltigen Kakaos aus Ghana, Peru und anderen Ländern weiter verfolgt. Allerdings hängt die Umsetzung auch wesentlich davon ab, ob Kunden im Handelsmarkengeschäft, dem größeren Teil des Gesamtumsatzes, den Einsatz nachhaltigen Kakaos wünschen. Der Anteil nachhaltigen Kakaos an der für Endverbraucherprodukte verarbeiteten Gesamtmenge ist im Berichtsjahr mit rund zwei Dritteln konstant geblieben. In Ergänzung der etablierten Standards Rainforest Alliance und Fairtrade hat die Krüger Group im Berichtsjahr unter dem Titel "cocoa commitment" ein eigenes Kakaoprogramm ins Leben gerufen.

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022 war für die Unternehmensgruppe äußerst herausfordernd, insbesondere nach Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022. Massive, nicht planbare Kostensteigerungen für Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Transporte und Energie sowie häufig eingeschränkte Verfügbarkeiten von Personal, Material und Frachtraum konnten letztlich nur durch partnerschaftliche Lösungen mit den Kunden und entsprechende Preisanpassungen auf der Verkaufsseite kompensiert werden. In Kombination mit fortgesetzten Kostensenkungsaktivitäten und zurückhaltender Investitionstätigkeit ist es dank des konstruktiven Zusammenwirkens aller extern und intern beteiligten Partner und Mitarbeiter gelungen, bei deutlich gestiegenen Umsätzen die Ertragsmarge insgesamt zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Dabei war auch die diversifizierte Aufstellung der Unternehmensgruppe hilfreich. Angesichts der besonderen Herausforderungen können wir das Jahr als glimpflich verlaufen bezeichnen, auch wenn die erzielten Ertragsmargen weiterhin nicht zufriedenstellend sind.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des seit dem 24. Februar 2022 wütenden Krieges in der Ukraine, insbesondere der nach wie vor hohen Inflationsraten, sind derzeit nicht vorhersagbar. Bisher ist allerdings in den für die Unternehmensgruppe relevanten Produktgruppen keine wesentliche Kaufzurückhaltung der Konsumenten spürbar. Die Verkaufspreisverhandlungen für das Geschäftsjahr 2023 waren und sind wie in den Vorjahren davon geprägt, die notwendigen Margen wieder herzustellen. Bei einer zunehmenden Zahl von Kunden weichen die Kontraktzeitpunkte vom Geschäfts- und Kalenderjahr ab. Die Preisentwicklungen der Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Energie- und Transportpreise sowie deren Durchsetzung in den Verkaufspreisen prägen maßgeblich die Ertragsentwicklung der Unternehmensgruppe. In der Planung erwarten wir für die Entwicklung des konsolidierten Konzernumsatzes in den nächsten beiden Jahren moderate Steigerungen um jeweils rund 2,5-4 %.

Die geplanten Investitionen werden sich in 2023 und 2024 mit jeweils EUR 50 Mio - EUR 60 Mio wieder näher am Niveau der Summe aus planmäßigen und den indirekt im Leasingaufwand enthaltenen Abschreibungen bewegen. Fortgesetzte Investitionen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung, aber auch zur Kapazitätssteigerung werden wie immer Teil der Aktivitäten bleiben.

Für die Ertragslage wird in 2023 und 2024 eine leichte Erholung auf ein Niveau von EUR 30 Mio - EUR 40 Mio beim Jahresüberschuss erwartet. Die geplanten Umsatzrenditen (Konzernjahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) liegen in der Größenordnung von 1,5 %, für die vom Betriebsergebnis (EBITA) ausgehende Umsatzrendite entspricht dies einem Niveau von rund 3 %. Vermögens- und Finanzlage werden sich unter Berücksichtigung der Investitionen entsprechend entwickeln.

2. Risikobericht

Als Stammhaus und Obergesellschaft steuert die Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft das Risikomanagementsystem der gesamten Unternehmensgruppe. Hierzu gehören ein laufendes, mindestens monatliches Berichts- und Controllingsystem zur Überwachung der betrieblichen und finanziellen Kennzahlen, ein umfassendes Versicherungspaket sowie eine umfängliche Überwachung, Vermeidung und gegebenenfalls Absicherung offener Positionen, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Währungen.

Im Versicherungsbereich werden - soweit möglich - vor allem alle potenziell existenzgefährdenden Risiken abgedeckt, wobei die Prämien unter anderem durch zumutbare Selbstbehalte reduziert werden. Alle anderen Absicherungsinstrumente wie beispielsweise Devisen- oder Warentermingeschäfte werden grundsätzlich nur zur Gegendeckung konkreter operativer Geschäfte eingesetzt. Dabei gilt der Grundsatz, möglichst jegliche Spekulation zu vermeiden.

Im Rahmen des Risikomanagements werden die Führungskräfte systematisch zu ihren Risikoeinschätzungen befragt. Die grundsätzliche Einschätzung der Chancen und Risiken für die Gesellschaft hat sich auch mit Blick auf 2023 im Vergleich zur Vergangenheit nicht wesentlich verändert. Folgenden Risiken für die Gruppe wird von der Geschäftsleitung besondere Bedeutung beigemessen:

Im Bereich der Marktrisiken, die wir insgesamt als mittel bis gering einschätzen, steht zurzeit die Frage im Vordergrund, inwieweit sich die gestiegenen und weiter steigenden Verbraucherpreise negativ auf das Konsumverhalten auswirken werden. Bisher gibt es hierfür noch keine wesentlichen Anzeichen in den für die Unternehmensgruppe relevanten Produktkategorien, allerdings reflektieren die Verbraucherpreise bisher noch nicht vollumfänglich die gestiegenen Kosten für Zucker, Glukose, Dextrose und andere Rohstoffe sowie Verpackungsmaterialien. Bei den meisten Rohstoffen sind wir für das laufende Geschäftsjahr 2023 weitgehend gedeckt, müssen aber nach den Erfahrungen des Vorjahres gegebenenfalls dennoch weiter mit Lieferausfällen rechnen.

Weiterhin ist die fortgeschrittene Konzentration im Lebensmittelhandel weiter spürbar. Es ist immer wieder zu erleben, dass Wettbewerber, die angesichts der kundenseitigen Verhandlungsmacht schwächeln, diese Situation durch irrationales Preisverhalten temporär noch deutlich verschärfen können. Grundsätzlich ist, nach Ansticht der Geschäftsführung, weiterhin davon auszugehen, dass die Margenentwicklung auch in Zukunft zyklisch verläuft und notwendige Preiserhöhungen nicht immer zeitnah erzielbar sein werden.

Die vergleichsweise hohe Abhängigkeit von einigen Großkunden im Handelsmarkenbereich kann sich grundsätzlich auch negativ auswirken. Es wird auch weiterhin großes Augenmerk darauf gelegt, den von diesen Großkunden unabhängigen Export, das eigene Markengeschäft sowie die Umsätze mit Industriekunden weiter zu stärken und auszubauen.

Im Bereich der insgesamt gering einzuschätzenden Betriebsrisiken werden weiterhin in erster Linie steigende Anforderungen an das Qualitätsmanagement im weitesten Sinne gesehen. Hierzu werden permanent durch interne und externe Audits wertvolle Impulse geliefert und in die Praxis umgesetzt. In der gesamten Unternehmensgruppe wird mit besonderem Nachdruck daran gearbeitet, die Zahl der Verbraucherreklamationen kontinuierlich weiter zu senken, soweit dies im eigenen Einflussbereich möglich ist. Eine anhaltende Herausforderung liegt weiterhin in der sukzessiven Leistungssteigerung und Auslastung des neuen Kakaowerks in Bexbach.

An allen Standorten der Gruppe gestaltet sich zudem die Gewinnung qualifizierten Personals in ausreichender Zahl und zu vertretbaren Kosten als zunehmend schwierig.

Im Zusammenhang mit geistigem Eigentum wird auch durch regelmäßig durchgeführte Beobachtungen der internationalen Patentlandschaft in relevanten Teilbereichen Vorsorge getroffen, um fremde Verletzungen zu gewerblichen Schutzrechten sanktionieren zu können und eigene Schutzrechtsverletzungen zu vermeiden. Zur Durchsetzung der aus eigenen Patenten erwachsenden Ansprüche werden vorübergehend hohe Ergebnisbelastungen in Kauf genommen.

Darüber hinaus ergeben sich durch die insgesamt vorteilhafte Vereinheitlichung und Konzentration der IT-Systeme sowie kontinuierlich weiter fortschreitende Digitalisierung auch Risiken und Abhängigkeiten, denen durch fortlaufende Aktualisierung, Redundanz von Systemen und Leitungen, bestmögliche Abschottung nach außen und angemessene Schulung der Mitarbeiter begegnet wird.

Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken, die wir insgesamt ebenfalls als gering einschätzen, steht die langfristig stabile Finanzierung der Gruppe im Vordergrund. Hier tragen die vergleichsweise geringe Krisenanfälligkeit der Lebensmittelbranche und die stabile wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe insgesamt zu einer guten Positionierung gegenüber den Banken bei. Der zentrale Kreditvertrag der Krüger-Gruppe enthält verschiedene Verpflichtungen für die Gruppe und somit auch für die einbezogenen Gesellschaften. Unter anderem ist beim dynamischen Verschuldungsgrad eine Obergrenze einzuhalten. Einhergehend ergeben sich auch Risiken aus sinkenden bzw. steigenden Zinssätzen. Diesbezüglich besteht ein monatliches Controlling im Rahmen der Unternehmensgruppe, um die Erfüllung der Kennzahlen zu gewährleisten. Bei etwaigen Abweichungen von der vereinbarten Verschuldungsgrenze wird frühzeitig das Gespräch gesucht und die Zustimmung des Bankenkonsortiums eingeholt.

Im Bereich der Währungsrisiken wird punktuell unter anderem durch Devisentermingeschäfte Absicherung betrieben. Durch die vergleichsweise hohen Umsätze in britischen Pfund, die Produktionsstätten in Polen und dauerhafte Geschäfte in Australien und den USA sowie zum Teil implizite Währungsrisiken bei der Rohstoffbeschaffung gewinnt dieses Thema weiterhin an Bedeutung. Grundsätzlich besteht in der Gruppe die Philosophie, die erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährungen so weit wie möglich zum Beispiel durch Kurssicherungsgeschäfte abzusichern und auch in diesem Bereich keine Spekulation zu betreiben.

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen und künftige, den Fortbestand gefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.

3. Chancenbericht

Die konsequent weiter verfolgten Bestrebungen, das Marken- und das Industriegeschäft zu stärken und damit die Abhängigkeit von einigen Großkunden im Handelsmarkenbereich zu reduzieren, werden trotz krisenbedingter Rückschläge im Berichtsjahr auch zukünftig Früchte tragen. Hierdurch wächst nachhaltig ein stärkeres Gegengewicht zum volatileren, aber auch immer stärker innovationsgetriebenen Handelsmarkengeschäft, worin auch für die Zukunft weitere Marktchancen im In- und Auslandsgeschäft liegen. Zudem rechnen wir grundsätzlich damit, dass sich in "reifen" Süßwarenmärkten wie beispielsweise den USA der Handelsmarkenanteil mittelfristig weiter erhöhen wird und darüber hinaus auch Absatzmöglichkeiten für eigene Markenprodukte bestehen, wodurch sich für unsere Unternehmensgruppe weitere Wachstumschancen ergeben.

Im erfolgreichen Ausbau des Geschäftsbereichs portionierte Getränke und Wassersprudler liegen weitere Möglichkeiten, an weltweit wachsenden Märkten zu partizipieren und mit internationalen und lokalen Partnern jeweils unabhängige Marktpositionen aufzubauen. Darüber hinaus bietet das Geschäft mit kompatiblen Kapseln etablierter Systeme weitere Wachstumsmöglichkeiten. Auch dem noch jungen Bereich gesunde Ernährung, der eine weltweit wachsende Verbrauchernachfrage bedient, messen wir erhebliche Wachstumschancen bei. Trends wie beispielsweise vegane Produkte werden in unterschiedlichen Geschäftsfeldern durch Neuproduktentwicklungen bedient.

Aufgrund der bereits erreichten hohen Standards bergen die immer strenger werdenden Kundenanforderungen im Qualitätsbereich für die Unternehmensgruppe Chancen in der Marktpositionierung, sofern diese Anforderungen gleichermaßen auch für alle Wettbewerber Anwendung finden. Mit den fortgesetzten Aktivitäten in der Beschaffung nachhaltigen Rohkakaos, einer konsequenten Nachhaltigkeitspolitik in Bezug auf Palmöl, gruppenweit signifikanten Investitionen zur Reduktion des Energieeinsatzes in der Produktion und erheblichen Aktivitäten zum Einsatz nachhaltigerer Verpackungsmaterialien hat sich die Unternehmensgruppe in Sachen Nachhaltigkeit auch im Wettbewerbsvergleich eine so glaubwürdige Position erarbeitet, dass sich hieraus Absatzchancen ergeben.

Aus der Tatsache, dass bei einigen Rohstoffen marktbedingt noch keine vollständige Deckung des Jahresbedarfs besteht beziehungsweise möglich ist, ergeben sich bei fallenden Marktpreisen grundsätzlich auch gewisse Chancen einer gegenüber der Planung/Kalkulation günstigeren Eindeckung.

Dank an die Mitarbeiter und Kunden

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit großem Engagement eingesetzt haben. Wir danken unseren Kunden für das erneut entgegengebrachte Vertrauen und die partnerschaftlich konstruktive Zusammenarbeit im besonders herausfordernden Jahr 2022.

 

Bergisch Gladbach, den 31. März 2023

Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Geschäftsführung

Marc Krüger

Dr. Guido Colsman

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 31. März 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hargarten, Wirtschaftsprüfer

gez. Claßen, Wirtschaftsprüfer"

3 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

Folgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:

Der konsolidierte Konzernumsatz der Unternehmensgruppe stieg um EUR 441,5 Mio auf EUR 2.321,0 Mio (+23,5 %). Der Auslandsumsatz (+25,6 % auf EUR 1.284,6 Mio) wuchs stärker als der Inlandsumsatz (+21,0 % auf EUR 1.036,4 Mio), sodass sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 54,4 % auf 55,3 % erhöhte.

Die auf die Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung bezogene Materialaufwandsquote des Konzerns stieg ebenso deutlich von 67,6 % im Vorjahr auf 71,0 %, sodass der Rohertrag nur unterproportional zur Umsatzentwicklung anstieg.

Das Betriebsergebnis (EBITA) stieg um EUR 11,8 Mio auf EUR 50,1 Mio. Bei einem um EUR 0,6 Mio verringerten Zinsergebnis lag das ordentliche Unternehmensergebnis mit EUR 42,2 Mio um EUR 10,8 Mio über dem Vorjahreswert.

Das neutrale Ergebnis fiel mit EUR 2,9 Mio um EUR 1,7 Mio höher aus als im Vorjahr. Bei leicht höheren Steueraufwendungen ergab sich ein deutlich über dem geplanten Wert (EUR 13,5 Mio) liegendes Konzernjahresergebnis von EUR 28,6 Mio (i. Vj. EUR 17,0 Mio).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit EUR 34,8 Mio um EUR 72,0 Mio niedriger als im Vorjahr, weil im Working Capital aufgrund der sehr deutlich gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien deutlich mehr Kapital gebunden wurde.

Vor dem Hintergrund ausgesprochen zurückhaltender Investitionsaktivitäten lag der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr mit EUR 38,1 Mio deutlich um EUR 17,3 Mio unter dem Vorjahreswert und damit auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen (EUR 38,9 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag mit EUR 31,7 Mio um EUR 128,2 Mio über dem Vorjahreswert. Im Gegensatz zum Vorjahr überstiegen Neuaufnahmen von Krediten im Berichtsjahr sehr deutlich die Tilgungen.

Weiterhin ist die fortgeschrittene Konzentration im Lebensmittelhandel weiter spürbar. Es ist immer wieder zu erleben, dass Wettbewerber, die angesichts der kundenseitigen Verhandlungsmacht schwächeln, diese Situation durch irrationales Preisverhalten temporär noch deutlich verschärfen können. Grundsätzlich ist weiterhin davon auszugehen, dass die Margenentwicklung auch in Zukunft zyklisch verläuft und notwendige Preiserhöhungen nicht immer zeitnah erzielbar sein werden.

Die konsequent weiter verfolgten Bestrebungen, das Marken- und das Industriegeschäft zu stärken und damit die Abhängigkeit von einigen Großkunden im Handelsmarkenbereich zu reduzieren, werden trotz krisenbedingter Rückschläge im Berichtsjahr auch zukünftig Früchte tragen. Hierdurch wächst nachhaltig ein stärkeres Gegengewicht zum volatileren, aber auch immer stärker innovationsgetriebenen Handelsmarkengeschäft, worin auch für die Zukunft weitere Marktchancen im In- und Auslandsgeschäft liegen.

In der Planung erwarten die gesetzlichen Vertreter für die Entwicklung des konsolidierten Konzernumsatzes in den nächsten beiden Jahren moderate Steigerungen um jeweils rund 2,5 % bis 4 %. Für die Ertragslage wird in 2023 und 2024 eine leichte Erholung auf ein Niveau von EUR 30 Mio bis EUR 40 Mio beim Jahresüberschuss erwartet. Die geplanten Umsatzrenditen (Konzernjahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) liegen in der Größenordnung von 1,5 %, für die vom Betriebsergebnis (EBITA) ausgehende Umsatzrendite entspricht dies einem Niveau von rund 3 %. Vermögens- und Finanzlage werden sich unter Berücksichtigung der Investitionen entsprechend entwickeln.

Die geplanten Investitionen werden sich in 2023 und 2024 mit jeweils EUR 50 Mio bis EUR 60 Mio wieder näher am Niveau der Summe aus planmäßigen und den indirekt im Leasingaufwand enthaltenen Abschreibungen bewegen. Fortgesetzte Investitionen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung, aber auch zur Kapazitätssteigerung werden wie immer Teil der Aktivitäten bleiben.

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

4 Durchführung der Prüfung

4.1 Gegenstand der Prüfung

Wir haben den Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung des Konzerns und Konzerneigenkapitalspiegel - sowie den Konzernlagebericht der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr geprüft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Konzernabschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Konzernabschluss oder den Konzernlagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des Konzerns oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung:

Die Grundzüge unseres Prüfungsvorgehens stellen wir im Folgenden dar:

Phase I: Entwicklung einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten Prüfungsstrategie

Erlangung eines Verständnisses des Konzerns und der einbezogenen Unternehmen sowie Kenntnis der Rechnungslegungssysteme und des internen Kontrollsystems

Festlegung von Prüfungsschwerpunkten auf Basis unserer Risikoeinschätzung:

Ordnungsmäßigkeit der einbezogenen Einzelabschlüsse

Richtigkeit der Erfassung der Einzelabschlüsse in die Konsolidierung

Genauigkeit der Kapitalkonsolidierung

Genauigkeit und Vollständigkeit der Zwischengewinneliminierung im Anlage- und Umlaufvermögen

Beurteilung der Richtigkeit und Werthaltigkeit der latenten Steuern

Ordnungsmäßigkeit der Konzernkapitalflussrechnung

Identifikation bedeutsamer Konzerngesellschaften

Festlegung des Prüfungsumfangs, der Prüfungsstrategie und des zeitlichen Ablaufs der Prüfung

Auswahl des Konzernprüfungsteams, Planung des Einsatzes von Spezialisten Abstimmung mit lokalen Prüfern

Phase II: Auswahl und Durchführung kontrollbasierter Prüfungshandlungen

Auswahl kontrollbasierter Prüfungshandlungen aufgrund von Risikoeinschätzung und Kenntnis der Geschäftsprozesse und Systeme

Beurteilung der Ausgestaltung sowie der Wirksamkeit der ausgewählten rechnungslegungsbezogenen Kontrollmaßnahmen

Beurteilung des Konsolidierungsprozesses

Phase III: Einzelfallprüfungen und analytische Prüfungen von Abschlussposten

Durchführung analytischer Prüfungen von Abschlussposten

Einzelfallprüfungen in Stichproben und Beurteilung von Einzelsachverhalten unter Berücksichtigung der ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, u. a. • Nutzung der Tätigkeit und der Prüfungsergebnisse der lokalen Prüfer

Prüfung der Angaben im Konzernanhang und Beurteilung des Konzernlageberichts

Phase IV: Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse und Berichterstattung

Bildung des Prüfungsurteils auf Basis der Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse Berichterstattung in Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk

Detaillierte mündliche Erläuterungen der Prüfungsergebnisse gegenüber dem Management

Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten November 2022 bis März 2023 bis zum 31 März 2023 durchgeführt.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Den in § 320 Abs. 3 HGB geregelten Vorlage-, Duldungs- und Auskunftspflichten sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen sowie die Abschlussprüfer dieser Unternehmen nachgekommen. Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens haben uns die Vollständigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts schriftlich bestätigt.

5 Feststellungen zur Konzernrechnungslegung

5.1 Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist zutreffend ermittelt und im Konzernanhang dargestellt. Die Vorschriften zur Nichteinbeziehung (§ 296 HGB), zur Quotenkonsolidierung (§ 310 HGB) und zur Equity-Bilanzierung (§ 311, 312 HGB) wurden beachtet. Bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises sind die Wesentlichkeitsmaßstäbe des Vorjahres unverändert angewendet worden.

Die Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach, wurde - wie im Vorjahr - mit ihrem Teilkonzernabschluss einbezogen.

Die Zweckgesellschaft THESSIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, wurde entkonsolidiert. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht beeinträchtigt.

Die Stichtage der Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.

5.2 Konzernabschluss

Der uns zur Prüfung vorgelegte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde ordnungsmäßig aus den Jahresabschlüssen, dem Teilkonzernabschluss bzw. den Reporting Packages der konsolidierten Unternehmen abgeleitet. Die Gesamtheit der Konsolidierungsunterlagen (Konzernbuchführung) wird ordnungsmäßig geführt und alle Konsolidierungsbuchungen wurden zutreffend fortgeführt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in vereinzelten Fällen festgestellt, dass die getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen nur eingeschränkt geeignet sind, die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu gewährleisten. In vereinzelten Fällen haben wir hinsichtlich des Benutzerberechtigungskonzepts Feststellungen getroffen, die das Risiko unberechtigter Zugriffe bergen. Zudem wurde für den Programmänderungsprozess eine unzureichende Dokumentation über erfolgte Freigaben der Fachbereiche identifiziert.

Aufgrund dieser Feststellungen haben wir unsere Prüfungshandlungen ausgeweitet, um ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu erlangen. Dazu haben wir automatische Kontrollen substanziell getestet und weitere mitigierende Prüfungshandlungen durchgeführt.

Unsere zusätzlichen Prüfungshandlungen haben keine Hinweise ergeben, dass die aus den genannten Sachverhalten resultierten Risiken des unberechtigten Zugriffs und unautorisierter Änderungen im Ergebnis wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten.

Die angewendeten Konsolidierungsmethoden entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften. Sie sind im Konzernanhang vollständig und zutreffend dargestellt.

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalspiegel des Konzerns sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß aufgestellt.

Die gesetzlich geforderten Angaben im Konzernanhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend erfolgt.

Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 und § 314 Abs. 3 HGB ist zu Recht erfolgt.

5.3 Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Konzernabschlusses

6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage

Die angewendeten Bewertungsmethoden für die Posten des Konzernabschlusses entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind im Konzernanhang (vgl. Anlage 1.3 Abschnitt 4) beschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Konzernabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der beizulegende Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen und der übrigen Beteiligungen wird im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode durch Diskontierung des zu erwartenden Free-Cashflows mit einem risikoadäquaten Zinssatz in einer Nachsteuerbetrachtung ermittelt. Hierzu wurden - soweit vorhanden - die Jahresplanungen für die folgenden fünf Jahre zugrunde gelegt. Soweit keine Mehrjahresplanung vorhanden war, wurde mit dem hochgerechneten durchschnittlichen Ergebnis der letzten Jahre geplant.

Folgende sachverhaltsgestaltende Maßnahme mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Konzernabschlusses wurde durchgeführt:

Forderungsverkauf

Im Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495.

Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert. Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus dem Forderungsverkauf unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Konzernabschlusses

In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen sind wir der Überzeugung, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

7 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

7.1 Ertragslage

Zur Darstellung der Ertragslage zeigen wir in der nachfolgenden Übersicht eine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete Ergebnisrechnung:

Anm. 2022 2021 Ergebnisveränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse (1) 2.320.973 98,5 1.879.451 98,1 441.522
Bestandsveränderung 15.092 0,7 16.565 0,9 -1.473
Aktivierte Eigenleistungen 500 0,0 439 0,0 61
Andere laufende betriebliche Erträge (2) 18.996 0,8 19.962 1,0 -966
Betriebsleistung 2.355.561 100,0 1.916.417 100,0 439.144
Materialaufwand (3) 1.657.772 70,4 1.282.015 66,9 -375.757
Personalaufwand (4) 242.773 10,3 231.057 12,1 -11.716
Abschreibungen 38.921 1,7 38.682 2,0 -239
Betriebssteuern 1.111 0,0 1.010 0,1 -101
Miet- und Leasingaufwendungen 28.319 1,2 26.791 1,4 -1.528
Betriebsaufwendungen (5) 130.422 5,5 116.328 6,1 -14.094
Verwaltungsaufwendungen (6) 35.128 1,5 29.631 1,5 -5.497
Vertriebsaufwendungen (7) 156.766 6,7 138.093 7,2 -18.673
Übrige betriebliche Aufwendungen (8) 14.250 0,6 14.485 0,7 235
Aufwendungen für die Betriebsleistung 2.305.462 97,9 1.878.092 98,0 -427.370
Betriebsergebnis 50.099 2,1 38.325 2,0 11.774
Beteiligungsergebnis (9) 110 0,0 490 0,0 -380
Zinsergebnis (10) -7.997 -0,3 -7.444 -0,4 -553
Ordentliches Unternehmensergebnis 42.212 1,8 31.371 1,6 10.841
Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung 4.746 0,2 4.573 0,2 -173
Amortisation auf aufgedeckte stille Reserven 534 0,0 534 0,1 0
Außerplanmäßige Abschreibungen 161 0,0 0 0,0 -161
Abschreibungen auf Finanzanlagen 4 0,0 0 0,0 -4
Neutrales Ergebnis (11) 2.903 0,1 1.188 0,1 -1.715
Gesamtergebnis vor Ertragsteuern 39.670 1,7 27.452 1,4 12.218
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (12) 11.043 0,5 10.423 0,5 -620
Konzernjahresergebnis 28.627 1,2 17.029 0,9 11.598

(1) Umsatzerlöse

Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse auf Konzernebene zeigen folgende Verteilung auf die Tätigkeitsbereiche der Gruppe:

2022 2021 Ergebnisveränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Schokolade- und Zuckerwaren (inklusive Kakao-Halbfabrikate) 940.534 40,5 841.255 44,8 99.279
Milch-Halbfabrikate 642.090 27,7 410.473 21,8 231.617
Instantprodukte 459.169 19,8 397.687 21,2 61.482
Kapselprodukte (inklusive Maschinen) 193.054 8,3 148.572 7,9 44.482
Pharmaprodukte und Gesunde Ernährung 86.126 3,7 81.464 4,3 4.662
2.320.973 100,0 1.879.451 100,0 441.522

Die Krüger-Gruppe verzeichnete in 2022 einen Umsatzanstieg von TEUR 441.522 (23,5 %).

Der größte Anstieg der Umsatzerlöse mit TEUR 231.617 (56,4 %) ist im Bereich Milch-Halbfabrikate zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Marktpreisentwicklung zurückzuführen.

Im Bereich Kapselprodukte konnte die starke Umsatzentwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden (Steigerung in Höhe von TEUR 44.482 bzw. 29,9 %). Wachstumstreiber waren im Wesentlichen Wassersprudler und CO 2 -Zylinder sowie kompatible Kaffeekapselvarianten.

Im Bereich Schokolade-, Kakao- und Zuckerwaren konnte ein Umsatzzuwachs von TEUR 99.279 (11,8 %) erreicht und damit die starke Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden. Dieses Wachstum konnte sowohl durch reguläre und außerordentliche Preisanpassungen als auch durch Absatzwachstum im Handelsmarken- und Markengeschäft erzielt werden.

Der Umsatz im Bereich Instantprodukte stieg maßgeblich aufgrund von Preiserhöhungen um weitere TEUR 61.482 (15,5 %).

Pharmaprodukte wuchsen angesichts eines weiterhin gebremsten Apothekengeschäfts nur leicht, der Bereich gesunde Ernährung wuchs hingegen weiter, sodass die Kategorie in Summe um TEUR 4.662 (5,7 %) im Umsatz stieg.

Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Inland 1.036.399 856.725 179.674
EU-Ausland 882.878 678.505 204.373
Drittland 401.696 344.221 57.475
2.320.973 1.879.451 441.522

Die Umsatzerlöse im Inland erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 21,0 %. Die Auslandsumsätze verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 25,6 %. Insgesamt stieg der Auslandsanteil von 54,4 % auf 55,3 %.

Die Umsatzrentabilität stieg von 2,0 % in 2021 auf 2,1 % in 2022. 1

(2) Andere laufende betriebliche Erträge

Die anderen betrieblichen Erträge auf Konzernebene setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Kursgewinne 5.241 8.805 -3.564
Erträge aus Umlagen Geschäftsführung 0 209 -209
Sonstige Erlöse, Lizenzerträge und übrige Erträge 13.755 10.948 2.807
18.996 19.962 -966

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren 1.624.888 98,0 1.250.208 97,5
Bezugsnebenkosten 18.873 1,1 17.423 1,4
bezogene Leistungen 19.693 1,2 19.255 1,5
abzüglich
Lieferantenboni und -skonti 5.682 0,3 4.871 0,4
1.657.772 100,0 1.282.015 100,0

1 Die Umsatzrentabilität stellt das Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen dar.

Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr um TEUR 375.756 (29,3 %). Die Umsatzerlöse unter Einbeziehung der Bestandsveränderung stiegen im Vergleich zum Materialaufwand um 23,2 % (TEUR 440.049).

Die Materialaufwandsquote entwickelte sich dementsprechend wie folgt:

2022
%
2021
%
Materialaufwand zu Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderung 71,0 67,6

(4) Personalaufwand

Der Personalaufwand verteilt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Löhne 110.381 45,5 104.661 45,3
Gehälter 87.976 36,2 86.061 37,2
198.357 81,7 190.722 82,5
Soziale Abgaben 36.116 14,9 34.516 15,0
Aufwendungen für Altersversorgung 4.094 1,7 2.578 1,1
Übrige 4.206 1,7 3.241 1,4
44.416 18,3 40.335 17,5
242.773 100,0 231.057 100,0

Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für Leihkräfte in Höhe von TEUR 26.125 (i. Vj. TEUR 24.557) ist die Personalaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr auf 11,5 % (i. Vj. 13,5 %) gesunken.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich Leihkräfte) betrug im Jahresdurchschnitt:

2022 2021
Gewerbliche Mitarbeiter und Auszubildende 3.064 2.910
Angestellte 1.383 1.389
Leihkräfte und Saisonkräfte 972 1.027
5.419 5.326

(5) Betriebsaufwendungen

Die Betriebsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.094. Die Zusammensetzung und Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Energie 45.794 35.439 -10.355
Leiharbeiter 26.125 24.557 -1.568
Instandhaltung 25.942 25.517 -425
Labor-, Entwicklungs- und Versuchskosten 8.625 8.682 57
Entsorgungskosten 2.771 2.587 -184
Übrige 21.165 19.546 -1.619
130.422 116.328 -14.094

(6) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.497 gestiegen und weisen folgende Zusammensetzung auf:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Rechts- und Beratungskosten 13.245 8.976 -4.269
EDV-Kosten 7.823 7.190 -633
Versicherungskosten 3.526 3.171 -355
Personalnebenkosten 3.049 2.471 -578
Beiträge und Abgaben 1.592 1.334 -258
Sonstige Lizenzgebühren 1.524 1.749 225
Telekommunikationskosten 1.246 1.282 36
Bankspesen und -gebühren 873 1.039 166
Übrige 2.250 2.419 169
35.128 29.631 -5.497

(7) Vertriebsaufwendungen

Die Vertriebsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Transportkosten 87.206 70.833 -16.373
Werbekostenzuschüsse 19.223 16.385 -2.838
Werbekosten 16.101 21.245 5.144
Leistungsentgelte an Handelsorganisationen und Vertriebsprovisionen 14.023 12.057 -1.966
Übrige 20.213 17.573 -2.640
156.766 138.093 -18.673

(8) Übrige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Kursverluste 7.691 7.786 95
Weiterberechnete Kosten 1.719 3.337 1.618
Übrige 4.840 3.362 -1.478
14.250 14.485 235

(9) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis resultiert aus den folgenden Erträgen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 110 240 -130
Krüger Benelux BVBA, Vilvoorde/Belgien 0 250 -250
Beteiligungsergebnis 110 490 -380

(10) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis auf Konzernebene ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.212 -7.509 -703
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215 65 150
Zinsergebnis (Aufwand) -7.997 -7.444 -553

(11) Neutrales Ergebnis

Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Erträge aus
Auflösung von Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) 3.492 2.664 828
Investitionszulagen und öffentlichen Zuschüssen 440 210 230
Abgängen von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens 128 1.528 -1.400
sonstigen periodenfremden Erträgen 2.197 2.500 -303
6.257 6.902 -645
Aufwendungen für
periodenfremde Steuern 697 -1.034 1.731
Verluste aus Anlagenabgängen -226 -114 -112
Zinsen -1 -3 2
sonstige periodenfremde Aufwendungen -3.824 -4.563 739
-3.354 -5.714 2.360
Saldo = Ertrag 2.903 1.188 1.715

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Gewerbesteuer laufendes Jahr 7.287 5.383 -1.904
Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag) laufendes Jahr 5.242 1.831 -3.411
Ausländische Ertragsteuern 1.960 2.799 839
Latente Steuern (- = Ertrag) -3.446 410 3.856
11.043 10.423 620

7.2 Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:

Anm. 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 40.400 3,9 47.145 5,2 -6.745
Sachanlagen (1) 367.034 35,4 368.180 40,5 -1.146
unbewegliche 197.290 19,0 199.229 21,9 -1.939
bewegliche 169.744 16,4 168.951 18,6 793
Finanzanlagen (1) 7.899 0,8 7.921 0,9 -22
Anlagevermögen 415.333 40,1 423.246 46,6 -7.913
Vorräte (2) 323.630 31,3 266.845 29,4 56.785
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 162.273 15,7 118.498 13,0 43.775
Forderungen im Verbundbereich 2.499 0,2 625 0,1 1.874
Übrige Aktiva (4) 65.661 6,3 61.201 6,7 4.460
Flüssige Mittel 66.407 6,4 38.393 4,2 28.014
Umlaufvermögen und übrige Aktiva 620.470 59,9 485.562 53,4 134.908
Gesamtvermögen 1.035.803 100,0 908.808 100,0 126.995
Konzerneigenkapital (5) 338.655 32,7 325.608 35,8 13.047
Pensionsrückstellungen (6) 18.573 1,8 17.415 1,9 1.158
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (8) 1.663 0,2 4.835 0,5 -3.172
Langfristiges Fremdkapital 20.236 2,0 22.250 2,4 -2.014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (8) 250.819 24,2 179.247 19,7 71.572
Verbindlichkeiten aus Lieferbeziehungen 0 0,0 0 0,0 0
Übrige Passiva (9) 0 0,0 0 0,0 0
Mittelfristiges Fremdkapital 250.819 24,2 179.247 19,7 71.572
Übrige Rückstellungen (7) 75.964 7,3 64.110 7,1 11.854
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (8) 22.403 2,2 49.113 5,4 -26.710
Verbindlichkeiten aus Lieferbeziehungen 194.097 18,7 153.577 16,9 40.520
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 30.527 3,0 38.402 4,2 -7.875
Übrige Passiva (9) 103.102 10,0 76.501 8,4 26.601
Kurzfristiges Fremdkapital 426.093 41,1 381.703 42,0 44.390
Fremdkapital insgesamt 697.148 67,3 583.200 64,2 113.948
Gesamtkapital 1.035.803 100,0 908.808 100,0 126.995

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel, der dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist (vgl. Anlage 1.3), hervor.

Der Anteil des Konzernanlagevermögens am Gesamtvermögen ist von 46,6 % auf 40,1 % leicht gesunken.

Der Buchwert für immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 40.400 betrifft mit TEUR 27.515 (i. Vj. TEUR 31.718) Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Nutzungsdauer 31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
HAFERVOLL GmbH, Bergisch Gladbach 10 J. 4.612 5.334
OTC Pharma Vertrieb GmbH, Bergisch Gladbach 10 J. 483 580
Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH, Bexbach 14 J. 348 696
K-fee System GmbH; Übertragung der Firmenwerte durch Verschmelzung der K-System Procurement & Export GmbH, Bergisch Gladbach
a) Restlicher Anteilserwerb 2012 10 J. 7 M. 6 437
b) Aus Übergang K System GmbH, Wien/Österreich; 2015 10 J. 7 M. 0 8
6 445
SODAPOP AUSTRIA GmbH, Wien/Österreich
a) Erstkonsolidierung 2020 10 J. 2.637 2.993
b) Restlicher Anteilserwerb in 2021 10 J. 6.836 7.040
9.473 10.033
Teilkonzern Wilhelm Reuss B.V., Roosendaal/Niederlande 10 J. 7.172 8.161
DIANOMI AG, Boppelsen/Schweiz 10 J. 898 1.001
NUTRIAL S.A.S. & NUTRIMAINE S.A.S., Faverolles/Frankreich 10 J. 263 333
Krüger UK Ltd., Manchester/Großbritannien 10 J. 173 201
Ludwig Czekolada Sp. z o.o., Skoczów/Polen 15 J. 0 15
23.428 26.799
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen
Krüger UK Ltd., Manchester/Großbritannien 10 J. 2.021 2.515
Krüger ANZ Pty Ltd., Kew Victoria/Australien 10 J. 1.637 1.898
Krüger North America Inc., Illinois/USA 10 J. 415 444
GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach (vormals: THE GOOD TASTE ANGELS GmbH, Bergisch Gladbach) 10 J. 14 16
Ludwig Czekolada Sp. z o.o., Skoczów/Polen 15 J. 0 46
4.087 4.919
27.515 31.718

Das Sachanlagevermögen (zu Buchwerten) entwickelte sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Januar 2022 368.180 373.403
Vortragskorrektur (Währungsdifferenzen) -1.173 -409
Zugänge 36.191 33.515
Konzernkreisveränderung 0 1.512
Abgänge 1.050 3.730
Abschreibungen 36.096 36.091
Umbuchungen 981 -20
31. Dezember 2022 367.033 368.180

Die Zugänge von TEUR 36.191 entfallen mit TEUR 19.853 auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Insgesamt betreffen sie die folgenden Standorte:

2022
TEUR
2021
TEUR
Saarlouis und Saarwellingen 11.296 1.611
Bergisch Gladbach 7.106 18.603
Bexbach 6.058 2.479
Skoczów, Tuczno und Ostrów Mazowiecka/Polen 4.448 4.524
Stendal 3.974 2.523
Roosendaal/Niederlande 1.559 501
Berlin und Winsen 1.198 2.176
Dülmen 408 1.054
Boppelsen/Schweiz 49 0
Berndorf und Wien/Österreich 8 7
Übrige Standorte 87 37
36.191 33.515

Im Finanzanlagevermögen ergaben sich zu Buchwerten die folgenden Veränderungen:

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Januar 2022 7.921 7.901
Zugänge 34 30
Abgänge 52 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 -10
Abschreibungen 4 0
31. Dezember 2022 7.899 7.921

Für das Anlagevermögen ergeben sich auf Basis der Bilanz die folgenden Bilanzkennzahlen:

2022
%
2021
%
Sachanlagenquote 35,4 40,5
Anlagenabnutzungsgrad der Sachanlagen 64,6 63,6
Anlagendeckung durch Eigenkapital 81,5 76,9
Anlagendeckung durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital 86,4 82,2

(2) Vorräte

Die Vorräte entfallen auf die folgenden Konzernunternehmen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Teilkonzern Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG 58.244 50.877 7.367
Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH 46.066 31.781 14.285
Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft 43.756 37.540 6.216
Milchwerke "Mittelelbe" GmbH 43.145 37.884 5.261
Lactoland Trockenmilchwerk GmbH 36.598 23.556 13.042
Wilhelm Reuss GmbH & Co. KG Lebensmittelwerk 33.612 30.854 2.758
GCS German Capsule Solution GmbH 8.860 5.898 2.962
Krüger ANZ Pty Ltd. 8.405 8.070 335
K-fee System GmbH 7.328 6.667 661
SODAPOP Filling GmbH 6.912 5.049 1.863
HNC Health Nutrition Company GmbH inkl. HNC Ltd. 4.959 2.701 2.258
Natur Produkt Pharma Sp. z o.o. 4.518 4.401 117
Krüger North America Inc. 4.467 4.189 278
Krüger Polska Sp. z o.o. 4.241 2.942 1.299
Wilhelm Reuss B.V. 3.735 3.226 509
SODAPOP GmbH 1.854 1.523 331
Krüger UK Ltd. 1.743 1.213 530
Dr. Bruno Scheffler Nachf. GmbH & Co. KG 1.361 1.688 -327
HAFERVOLL GmbH 1.104 698 406
Krüger France SAS 1.038 1.046 -8
Nutrimaine S.A.S. 1.019 744 275
SODAPOP AUSTRIA GmbH 409 2.162 -1.753
Suscom AG 221 181 40
Suscom SA 35 1.955 -1.920
323.630 266.845 56.785

(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf die folgenden Konzernunternehmen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Teilkonzern Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG 32.153 25.969 6.184
Lactoland Trockenmilchwerk GmbH 29.994 19.631 10.363
Wilhelm Reuss GmbH & Co. KG Lebensmittelwerk 21.124 17.646 3.478
Milchwerke "Mittelelbe" GmbH 14.971 7.137 7.834
Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft 14.820 7.862 6.958
GCS German Capsule Solution GmbH 7.580 2.846 4.734
Krüger ANZ Pty Ltd. 5.422 4.666 756
HNC Health Nutrition Company GmbH inkl. HNC Ltd. 4.926 3.725 1.201
Nutrimaine S.A.S. 4.522 4.089 433
Natur Produkt Pharma Sp. z o.o. 4.352 4.460 -108
SODAPOP GmbH 4.323 3.689 634
Krüger Polska Sp. z o.o. 3.353 3.208 145
Krüger France SAS 2.874 2.794 80
Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH 2.694 2.277 417
K-fee System GmbH 2.633 1.456 1.177
Krüger North America Inc. 1.718 1.302 416
Dr. Bruno Scheffler Nachf. GmbH & Co. KG 1.654 2.405 -751
Wilhelm Reuss B.V. 1.308 469 839
Krüger Beteiligungsgesellschaft mbH 801 816 -15
HAFERVOLL GmbH 460 375 85
Suscom AG/SA 284 977 -693
SODAPOP AUSTRIA GmbH 129 418 -289
OTC Pharma Vertrieb GmbH 79 179 -100
Übrige 99 102 -3
162.273 118.498 43.775

Im Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495. Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert.

Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus dem Forderungsverkauf unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Unterdeckung beträgt zum Stichtag TEUR 5.734 und setzt sich zusammen aus Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG (TEUR 2.218), Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH (TEUR 1.606), Lactoland Trockenmilchwerk GmbH (TEUR 1.514) sowie Wilhelm Reuss B.V. (TEUR 396).

(4) Übrige Aktiva

Die übrigen Aktiva setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatzsteuer 16.275 13.300 2.975
Sonstige Steuererstattungsansprüche, Ausfuhrerstattungen und Zölle 12.855 14.468 -1.613
Aktive latente Steuern 11.661 7.873 3.788
Sperrbeträge zu Forderungsverkäufen 4.848 5.553 -705
Rechnungsabgrenzungsposten 3.830 3.304 526
Überhang an verkauften Forderungen 3.353 1.322 2.031
Rückdeckungsversicherungen zu Pensionsverpflichtungen 1.254 1.371 -117
Debitorische Kreditoren 760 387 373
Geleistete Anzahlungen 87 135 -48
Vorauszahlungen Leasinggeber 0 1.499 -1.499
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 10.738 11.989 -1.251
65.661 61.201 4.460

(5) Konzerneigenkapital

Das Konzerneigenkapital stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Kapitalanteile der Kommanditisten 136.000 136.000 0
Rücklagen 110.533 109.659 874
Währungsausgleichsposten -3.969 -3.479 -490
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 148 2.572 -2.424
Konzernbilanzgewinn 95.943 80.856 15.087
338.655 325.608 13.047

Die Kapitalanteile an der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft werden zu 50 % von der Krüger Familienholding GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach, und zu 50 % von der Pfeifer & Langen Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, gehalten Die Komplementärin, die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, hält keine vermögensmäßige Beteiligung.

Die Rücklagenentwicklung im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:

TEUR
1. Januar 2022 109.659
Entnahme gemäß Gesellschafterbeschluss vom 25. April 2022 der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft 17.170
Einstellungen gemäß Gesellschafterbeschluss vom 8. April 2008 = Jahresüberschuss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft in 2021 8.984
Einstellung in die Gewinnrücklagen 4.445
Entnahme aus den Gewinnrücklagen 500
Sonstige Veränderungen 5.115
31. Dezember 2022 110.533

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 8. April 2008 werden die Gewinnanteile eines Geschäftsjahres zunächst den Gesellschaftern auf ihren laufenden Gesellschafterkonten in voller Höhe gutgeschrieben. Direkt anschließend werden diesen Gesellschafterkonten die Gewinngutschriften in voller Höhe wieder belastet und in eine freie Rücklage eingestellt.

Die Eigenkapitalquote der Krüger-Gruppe beträgt 32,7 % (i. Vj. 35,8 %).

(6) Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.158 auf TEUR 18.573 gestiegen. Sie betreffen fast ausschließlich Verpflichtungen der Ludwig Schokolade GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, gegenüber Rentnern und Anwärtern aufgrund von Einzelzusagen und Zusagen im Rahmen eines Versorgungswerks.

Die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

TEUR
1. Januar 2022 17.415
Inanspruchnahmen 802
Auflösungen 154
Zuführung 2.114
31. Dezember 2022 18.573

Zu einem Teil der Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen und zu einem anderen Teil ein Rückforderungsanspruch gegen die Van Houten International GmbH & Co. KG, Norderstedt. Die betreffenden Aktivwerte und der Rückforderungsanspruch sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

(7) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen entfallen auf Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen.

Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Gewerbesteuern 6.231 3.339 2.892
Körperschaftsteuern 4.788 1.955 2.833
Sonstige Steuern 153 1.036 -883
11.172 6.330 4.842

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen und Gutschriften 16.990 17.180 -190
Werbekostenzuschüsse/Kundenvergütungen 18.437 16.163 2.274
Personalrückstellungen 17.439 14.430 3.009
Drohende Verluste 4.348 2.221 2.127
Gewährleistung 2.154 2.000 154
Übrige 5.424 5.786 -362
64.792 57.780 7.012

Die Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse/Kundenrückvergütungen sind für die voraussichtlichen Rückerstattungsansprüche an Handelsorganisationen und ähnliche Vergütungen für das abgelaufene Geschäftsjahr und frühere Jahre gebildet worden.

(8) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen - aufgegliedert nach Fristigkeiten -auf die folgenden Konzernunternehmen:

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag 31.12.2022
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
einem bis fünf Jahren
TEUR
mehr als fünf Jahren
TEUR
Krüger Finance International BVBA 230.188 188 230.000 0
Wilhelm Reuss GmbH & Co. KG Lebensmittelwerk 12.518 5.018 7.500 0
Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH 11.634 3.245 8.388 0
Teilkonzern Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG 5.386 1.986 3.200 200
K-fee System GmbH 4.311 4.311 0 0
Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft 3.543 3.543 0 0
DIGITUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gladbach KG 2.364 1.270 1.094 0
Wilhelm Reuss B.V. 2.100 0 637 1.463
Lactoland Trockenmilchwerke GmbH 1.514 1.514 0 0
Krüger Polska Sp. z o.o. 734 735 0 0
Milchwerke "Mittelelbe" GmbH 525 525 0 0
Krüger France SAS 68 68 0 0
274.885 22.403 250.819 1.663

(9) Übrige Passiva

Die übrigen Passiva setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Verbindlichkeiten aus Vorratsverkäufen 45.056 28.378 16.678
Steuerverbindlichkeiten 25.481 22.631 2.850
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.624 5.418 1.206
Rückzahlungsanspruch aus Factoring (Unterdeckung) 4.219 5.241 -1.022
Löhne und Gehälter 3.514 3.319 195
Rechnungsabgrenzungsposten 2.855 2.833 22
Kreditorische Debitoren 1.959 1.829 130
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 919 836 83
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 12.475 6.016 6.459
103.102 76.501 26.601

Die Steuerverbindlichkeiten betreffen ausschließlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

7.3 Finanzlage

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die Kapitalflussrechnung (Anlage 1.4) Aufschluss:

2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 34.760 106.773 -72.013
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.081 -55.342 17.261
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 31.663 -96.579 128.242
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 28.342 -45.148 73.490
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -328 450 -778
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 38.393 83.091 -44.698
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 66.407 38.393 28.014

Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 72.013 ergibt sich im Wesentlichen durch die im Vergleich zum Vorjahr stärkere Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva um TEUR 96.738 verglichen mit einer nur geringfügigen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um TEUR 199. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 576 gestiegen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17.261 verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen um TEUR 7.349. Daneben sind die Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Unternehmen um TEUR 8.405 gesunken.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weist in 2022 im Saldo Mittelzuflüsse von TEUR 31.663 (i. Vj. Mittelabflüsse von TEUR 96.579) auf. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der um TEUR 63.064 höheren Aufnahme neuer Bankkredite mit mittel- und langfristiger Gesamtlaufzeit. Zudem liegen Einzahlungen im Rahmen der Finanzierung von Vorräten von TEUR 16.128 (i. Vj. Auszahlungen von TEUR 14.296) vor. Daneben ist eine Abnahme von TEUR 21.354 (i. Vj. Zunahme von TEUR 19.289) der übrigen Bankverbindlichkeiten, die nicht von mittel- oder langfristiger Gesamtlaufzeit sind, zu berücksichtigen.

8 Schlussbemerkungen

Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021) erstellt.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

 

Köln, den 31. März 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Hargarten 31.03.2023

Hargarten, Wirtschaftsprüfer

Dominik Claßen 31.03.2023

Claßen, Wirtschaftsprüfer

Anlagen

Anlage 1

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und Konzernlagebericht

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.325.881,61 14.271.706,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.514.796,87 31.718.225,60
3. Geleistete Anzahlungen 559.272,50 40.399.950,98 1.155.118,92 47.145.050,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 197.289.337,15 199.228.958,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 111.896.556,22 117.789.981,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.599.735,01 40.213.625,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.247.855,00 367.033.483,38 10.947.662,29 368.180.227,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.691.104,69 4.706.830,67
2. Beteiligungen 3.208.227,99 3.208.227,99
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20,00 20,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 7.899.352,68 6.000,00 7.921.078,66
415.332.787,04 423.246.356,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 151.715.043,55 123.708.066,64
2. Unfertige Erzeugnisse 30.162.786,94 35.977.087,60
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 137.259.504,71 102.374.362,89
4. Geleistete Anzahlungen 4.492.979,68 323.630.314,88 4.785.810,06 266.845.327,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162.273.060,01 118.497.847,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 876.115,89 157.801,90
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.622.601,40 467.511,97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 50.170.838,06 214.942.615,36 50.023.246,27 169.146.407,45
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 66.406.784,04 38.393.260,93
604.979.714,28 474.384.995,57
Rechnungsabgrenzungsposten 3.830.187,68 3.304.175,22
D. Aktive latente Steuern 11.660.663,22 7.872.893,14
1.035.803.352,22 908.808.420,82

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Kommanditanteile 136.000.000,00 136.000.000,00
II. Rücklagen 110.533.216,43 109.659.001,63
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -3.968.399,51 -3.479.184,69
IV. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 147.674,78 2.571.884,31
V. Konzernbilanzgewinn 95.942.663,61 80.855.887,14
338.655.155,31 325.607.588,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 18.572.892,26 17.415.356,00
2. Steuerrückstellungen 11.172.009,06 6.330.341,40
3. Sonstige Rückstellungen 64.792.273,16 57.779.771,42
94.537.174,48 81.525.468,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 274.884.983,47 233.195.065,40
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.623.633,95 5.417.792,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.096.661,14 153.576.771,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 345.086,80 402.430,87
5. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 59.969,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 30.182.129,61 37.939.403,11
7. Sonstige Verbindlichkeiten 93.623.543,16 68.251.280,76
- davon aus Steuern EUR 25.480.528,38 (i. Vj. EUR 22.631.322,41) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 919.423,00 (i. Vj. EUR 835.839,14) - 599.756.038,13 498.842.713,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.854.984,30 2.832.650,48
1.035.803.352,22 908.808.420,82

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

er 2022 2021
er EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.320.972.703,59 1.879.450.876,77
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.092.243,84 16.565.130,40
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 500.031,98 438.851,02
4. Sonstige betriebliche Erträge 25.253.690,29 26.864.404,63
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.637.259.808,73 1.262.126.057,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.511.917,57 1.657.771.726,30 19.889.432,94 1.282.015.490,70
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 200.030.758,77 191.715.385,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 42.742.251,46 242.773.010,23 39.341.173,00 231.056.558,28
- davon für Altersversorgung EUR 4.094.273,55 (i. Vj. EUR 2.578.368,15) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 44.361.655,16 43.789.776,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 368.935.072,18 330.004.735,12
9. Betriebsergebnis 47.977.205,83 36.452.702,43
10. Erträge aus übrigen Beteiligungen und der Zuschreibung von Finanzanlagevermögen 110.058,50 490.086,23
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 58,50 (i. Vj. EUR 250.086,23) -
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215.402,95 65.017,96
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 4.043,65 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.214.162,92 7.511.884,64
- davon an verbundene Unternehmen EUR 4.383,41 (i. Vj. EUR 10.116,28) -
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.344.621,21 11.440.368,37
- davon Aufwand aus latenten Steuern EUR -3.445.736,11 (i. Vj. 409.772,11) -
15. Ergebnis nach Steuern 29.739.839,50 18.055.553,61
16. Sonstige Steuern 1.112.903,24 1.026.287,20
17. Konzernjahresüberschuss 28.626.936,26 17.029.266,41
18. Nicht beherrschende Anteile am Konzernergebnis -853.592,97 -886.971,67
19. Gewinnvortrag 77.098.086,21 82.452.288,54
20. Entnahmen aus Rücklagen 4.500.000,00 6.000.000,00
21. Zuweisung zu Gesellschafterkonten 13.428.765,89 23.738.696,14
22. Konzernbilanzgewinn 95.942.663,61 80.855.887,14

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeines

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 wurde gemäß den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Bergisch Gladbach und ist beim Amtsgericht in Köln unter HRA 19406 eingetragen.

2. Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen sowie die nicht einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß Anlage 1 zum Anhang.

Die in 2020 gegründete Gesellschaft THE GOOD TASTE ANGELS GmbH, Bergisch Gladbach wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach verschmolzen.

Wegen Ablauf des Immobilien-Leasing-Vertrages mit der THESSIS GrundstücksVermietungsgesellschaft, Pullach i. Isartal und Kauf der Immobilie (Hochregallager) durch die Krüger GmbH & Co. KG wurde die Zweckgesellschaft zum 1. April 2022 entkonsolidiert. Das Konzernergebnis wurde durch diese Entkonsolidierung um TEUR 368 positiv beeinflusst.

Die nicht konsolidierten in- und ausländischen verbundenen Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es handelt sich bei diesen Gesellschaften entweder um reine Komplementär-Gesellschaften, um ruhende Gesellschaften oder um Vertriebsgesellschaften, deren Umsatzerlöse bei Durchführung einer Aufwands- und Ertragskonsolidierung nur einen geringfügigen Einfluss auf die Umsatzerlöse des Konzerns hätten. Für die folgenden Unternehmen wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf einen gesonderten Ausweis und die Anwendung der Equity-Methode wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet:

Dr. med. Aufdermaur & Cie. AG, Lengnau/Schweiz

INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. Wien/Österreich,

SEDA Liofilizados S.A., Palencia/Spanien

UP Industries GmbH, Stendal

3. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Die Kapitalkonsolidierung wird erfolgsneutral gemäß § 301 HGB durch Verrechnung des Beteiligungswertansatzes bei der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen vorgenommen. Im Falle von Aufstockung der Anteile an konsolidierten Tochterunternehmen ohne Kontrollwechsel wird die Erwerbsmethode angewendet.

Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden Firmenwerte über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die einbezogenen Unternehmen werden mit Ausnahme der Natur Produkt Pharma Sp. z o.o., Ostrow Mazowiecka/Polen, voll konsolidiert. Die Natur Produkt Pharma Sp. z o.o. wurde im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogen.

Die zwischen den voll konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden nach § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet. Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Darlehensbeziehungen werden dabei erfolgswirksam eliminiert. Quotal einbezogene Unternehmen werden entsprechend behandelt.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände des Anlage- und Vorratsvermögens, die von anderen Konzernunternehmen geliefert wurden, werden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung in der Konzernbilanz mit den Werten angesetzt, die sich ergeben hätten, wenn alle konsolidierten Unternehmen ein einziges Unternehmen bilden würden. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden dabei nach einheitlichen Bewertungsvorschriften gemäß § 308 HGB bewertet. Mit der Zwischenergebniseliminierung werden somit die Gewinn- und Verlustanteile herausgerechnet, welche zwar aus Sicht des einzelnen einbezogenen Lieferunternehmens realisiert sind, vom Standpunkt des Konzerns jedoch nicht oder noch nicht als realisiert anzusehen sind.

Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen im Anlagevermögen wird bis TEUR 10 pro Einzelfall bzw. TEUR 100 pro Anlagenlinie aufgrund von Geringfügigkeit verzichtet. Zwischengewinne bei Vorräten mit einem Bestandswert von unter TEUR 10 pro Material werden ebenfalls wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert.

Aufwendungen und Erträge aus dem Geschäftsverkehr zwischen den Gesellschaften des Konsolidierungskreises werden entsprechend § 305 HGB eliminiert. Dabei werden die Umsatzerlöse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen des Empfängers verrechnet. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den Konzernunternehmen werden mit den entsprechenden Aufwendungen der Leistungsempfänger verrechnet. Ferner werden die Beteiligungserträge innerhalb des Konsolidierungskreises erfolgswirksam eliminiert.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 274 und § 306 HGB. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die jeweils maßgeblichen gesellschaftsspezifischen Ertragssteuersätze zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden stets saldiert.

Die Währungsumrechnung von ausländischen einbezogenen Konzernunternehmen von Fremdwährungen in die Währung der Konzernobergesellschaft (EUR) erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Hinsichtlich des Vermögens und der Schulden erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, hinsichtlich des Eigenkapitals zu historischen Kursen und hinsichtlich der Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Differenzen werden erfolgsneutral behandelt. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Fortschreibung von Bilanzposten werden erfolgsneutral in Höhe von TEUR -3.968 (i. Vj. TEUR -3.479) im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - soweit notwendig - vorgenommen.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden seit dem 1. Januar 2016 mangels verlässlicher Schätzung über die typisierte Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Nutzungsdauer 31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
HAFERVOLL GmbH, Bergisch Gladbach 10 J. 4.612 5.334
OTC Pharma Vertrieb GmbH, Bergisch Gladbach 10 J. 483 580
Fuchs & Hoffmann Kakaofabrik GmbH, Bexbach 14 J. 348 696
K-fee System GmbH, Übertragung der Firmenwerte durch Verschmelzung K-System Procurement und Export GmbH, Bergisch Gladbach
a) Restlicher Anteilserwerb 2012 10 J. 7 M. 6 437
b) Aus Übergang K System GmbH, Wien/Österreich 2015 10 J. 7 M. 0 8
6 445
SODAPOP AUSTRIA GmbH, Wien/Österreich
a) Erstkonsolidierung 2020 10 J. 2.637 2.993
b) Restlicher Anteilserwerb in 2021 10 J. 6.836 7.040
9.473 10.033
Teilkonzern W. Reuss B.V., Roosendal/Niederlande 10 J. 7.172 8.161
DIANOMI AG, Boppelsen/Schweiz 10 J. 898 1.001
NUTRIAL S.A.S. & NUTRIMAINE S.A.S., Faverolles/Frankreich 263 333
Kruger UK Ltd., Manchester/Großbritannien 10 J. 173 201
Ludwig Czekolada Sp. z o.o., Skoczów/Polen 15 J. 0 15
23.428 26.799
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen
Kruger UK Ltd., Denton/Großbritannien 10 J. 2.021 2.515
Krüger ANZ Pty Ltd., Kew Victoria/Australien 10 J. 1.637 1.898
Krüger North America Inc., Illinois/USA; Erstkonsolidierung 10 J. 415 444
GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach 10 J. 14 16
Ludwig Czekolada Sp. z o.o., Skoczów/Polen 10 J. 0 46
4.087 4.919
27.515 31.718

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen auf Bauten werden über Nutzungsdauern von höchstens 46 Jahren linear vorgenommen. Bei den beweglichen Anlagegütern werden Zugänge bis einschließlich 2007 degressiv abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungen führt. Bei Zugängen seit dem 1. Januar 2008 erfolgt wie bei unbeweglichen Anlagegütern stets eine lineare Abschreibung. Nachaktivierungen auf bereits bestehende Anlagen sowie gebraucht erworbene Anlagen und Maschinen werden grundsätzlich über sieben Jahre abgeschrieben. Neue Maschinen werden grundsätzlich über zehn Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden wegen dauernder Wertminderung vorgenommen.

Bewegliche abnutzbare Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden seit dem 1. Januar 2008 in einen wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd abgeschrieben.

Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt mit den durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den letzten Anschaffungskosten bzw. Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Im Bereich der Betriebsstoffe wurden teilweise Festwerte gebildet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer, einer geminderten Verwendbarkeit sowie aus anderen Gründen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Unfertige sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren, deren Erlöse nicht kostendeckend sind, werden verlustfrei mit den aus den zukünftig erzielbaren Erlösen abgeleiteten Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen in fremder Währung werden am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, sofern keine Einbeziehung in eine Bewertungseinheit erfolgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren passiviert. Es wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewandt. Für die handelsbilanzielle Bewertung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,78 % und 1,79 % (Durchschnitt zehn Jahre) (Vorjahr: 1,87 % bis 1,90 %) sowie ein Rententrend von 2,0 % bis 2,2 % (Vorjahr: 1,90 %) verwendet. Da es sich um ein geschlossenes Versorgungswerk handelt, entfällt die Berücksichtigung von Gehaltstrends.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die abgelaufene Geschäftsjahre betreffen, auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung tragen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Rückstellungen für Pensionen wird der Zinssatz für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 10 Jahren zugrunde gelegt. Hierzu werden nach § 253 Abs. 2 HGB die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze genutzt. Bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren beträgt dieser zum Bilanzstichtag 1,47 %. Die Effekte aus Abzinsung werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden in den einbezogenen Einzelabschlüssen am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, sofern keine Einbeziehung in eine Bewertungseinheit erfolgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt.

Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode, die Wertänderungen über die Laufzeit der Bewertungseinheit im Abschluss nicht erfasst.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem in der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellten Anlagespiegel.

Die Angaben über den Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB sind der als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen von TEUR 1.623 (i. Vj. TEUR 468) sowie laufendem Verrechnungsverkehr und haben keine Restlaufzeit länger als ein Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Steuererstattungsansprüche und andere Erstattungsforderungen gegen Finanzbehörden (TEUR 29.130), Sperrbeträge und Guthaben zu Forderungsverkäufen (TEUR 8.201), antizipierte Strom- und Mineralölsteuererstattungsansprüche (TEUR 3.838), Bonuszahlungen (TEUR 1.945), Forderungen aus Pensionsansprüchen (TEUR 1.254). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 1.254 (i. Vj. TEUR 1.371) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt verändert:

TEUR
1. Januar 2022 109.659
Entnahmen der Konzernobergesellschaft 17.170
Einstellungen der Konzernobergesellschaft 13.429
Entnahme aus den Gewinnrücklagen 500
Sonstige Veränderungen 5.115
31. Dezember 2022 110.533

Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 779 (i. Vj. TEUR 1.156).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Personalrückstellungen insbesondere für nicht genommenen Urlaub, Freizeitguthaben, Berufsgenossenschaft, Tantiemen und Prämien TEUR 17.439 (i. Vj. TEUR 14.430), ausstehende Eingangsrechnungen und Gutschriften TEUR 16.990 (i. Vj. TEUR 17.180), Werbekostenzuschüsse und Kundenvergütungen TEUR 18.437 (i. Vj. TEUR 16.163), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 4.348 (i. Vj. TEUR 2.221) Gewährleistungsansprüche TEUR 2.154 (i. Vj. TEUR 2.000) sowie Rechts- und Beratungs- sowie Jahresabschlusskosten TEUR 1.546 (i. Vj. TEUR 1.561).

Die Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Einzelnen dargestellt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2022
TEUR
weniger als 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahren
TEUR
davon gesichert
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 274.885 22.403 250.819 1.663 22.030
(Vorjahr) (233.195) (49.113) (179.247) (4.835) (25.029)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.624 6.624 0 0 0
(Vorjahr) (5.418) (5.418) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.097 194.097 0 0 0
(Vorjahr) (153.577) (153.577) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 345 345 0 0 0
(Vorjahr) (402) (402) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (60) (60) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 30.182 30.182 0 0 0
(Vorjahr) (37.940) (37.940) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 93.624 93.624 0 0 45.055
(Vorjahr) (68.251) (68.251) (0) (0) (28.378)
599.756 347.275 250.819 1.663 67.085
(Vorjahr) (498.843) (314.761) (179.247) (4.835) (53.408)

Die Besicherung weist folgende Art und Form auf:

In Anspruch genommen
TEUR
Grundpfandrechte 20.819
Forderungsabtretung 45.055
Sicherungsübereignung und sonstige Besicherung 1.211
Sicherung Gesamt 67.085

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen EUR 230,0 Mio einen in 2018 neu abgeschlossenen Konsortialkredit mit der Krüger Finance International BVBA, Vilvoorde/Belgien, als originärer Kreditnehmerin. Es besteht eine Mithaftung mehrerer Konzerngesellschaften.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 81) sowie laufendem Verrechnungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Vorräten TEUR 45.056 (i. Vj. TEUR 28.378), Verbindlichkeiten aus Mietkauf TEUR 4.995 (i. Vj. TEUR 0), Rückzahlungsbetrag aus Factoring Verkäufen TEUR 4.219 (i. Vj. TEUR 5.241), Zylinder in Kommission TEUR 1.874 (i. Vj. TEUR 1.560) und Verbindlichkeiten aus zukünftigen Amortisationskosten TEUR 186 (i. Vj. TEUR 424)

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Zuschüsse enthalten.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2022 wird ein aktiver Überhang latenter Steuern von TEUR 11.661 (i. Vj. TEUR 7.873) bilanziert. Dieser beinhaltet mit TEUR 8.414 aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Im Übrigen entstehen aktive latente Steuern insbesondere aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen, die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie abweichende Wertansätze im Sachanlagevermögen beinhalten, aus Rückstellungen für Pensionen und drohende Verluste sowie Konsolidierungsvorgängen. Die Konsolidierungsvorgänge sind auch die Hauptursache für passive latente Steuern. Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden gesellschaftsspezifische Ertragsteuersätze zwischen rund 8,40 % und 31,93 % zugrunde gelegt.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen des Konzerns

Es bestehen insgesamt langfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 110.549. Im Einzelnen resultieren diese aus Miet- und Pachtverträgen TEUR 5.735, Leasingverträgen TEUR 74.616, Bestellobligos aus laufenden Investitionsvorhaben TEUR 11.720 sowie andere sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.479. Davon entfallen TEUR 0 auf das quotenkonsolidierte Unternehmen.

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen stellt sich wie folgt dar:

2022
TEUR
2021
TEUR
Schokoladen- und Zuckerwaren (inklusive Kakao-Halbfabrikate) 940.534 841.255
Milch-Halbfabrikate 642.090 410.473
Instantprodukte 459.169 397.687
Kapselprodukte (inklusive Maschinen) 193.054 148.572
Pharmaprodukte und gesunde Ernährung 86.126 81.464
2.320.973 1.879.451

Nach Absatzgebieten ergibt sich die folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:

2022
TEUR
2021
TEUR
Inland 1.036.399 856.725
EU-Ausland 882.878 678.505
Drittland 401.696 344.221
2.320.973 1.879.451

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem folgende Erträge:

2022
TEUR
2021
TEUR
Kursgewinne 5.241 8.805
Erstattungen von Versicherungen und Schadensersatzleistungen 4.392 96
Auflösung von sonstigen Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) 3.831 3.052
Sonstige periodenfremde Erträge 2.197 1.747
Investitionszulagen und öffentlichen Zuschüssen 440 210
Abgängen von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens 128 1.528

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Vertriebsaufwand sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Zudem sind folgende Aufwendungen enthalten:

2022
TEUR
2021
TEUR
Kursverluste 7.691 7.786
Sonstige periodenfremde und außerordentliche Aufwendungen 4.050 4.563
Verluste aus Schadensfällen 2.926 1.146
Verluste aus Anlagenabgängen und Verschrottungen 226 114

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten TEUR 572 (i. Vj. TEUR 1.247) aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

8. Sonstige Angaben

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres betrug die Zahl der Mitarbeiter:

Gesamt Davon anteilmäßig von quotal einbezogenen Unternehmen
2022 1 2021 2022 1 2021
Angestellte 1.383 1.389 17 14
Gewerbliche Mitarbeiter 3.000 2.841 142 135
Saisonkräfte 199 220 68 67
Auszubildende 64 69 0 0
Leihkräfte 773 807 0 0
5.419 5.326 227 216

Im Hinblick auf saisonale Schwankungen ist der zwölfte Teil der Summe aus den jeweils am Monatsende im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmern zugrunde gelegt worden.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf:

2022
TEUR
2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 645 571
Andere Bestätigungsleistungen 23 51
Sonstige Leistungen 3 5
671 627

Factoring

Im Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495.

Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert. Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus den Forderungsverkäufen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese beträgt zum Stichtag TEUR 4.219.

Ein Teil der Betriebsgrundlagen wird durch Leasing finanziert. Es handelt sich dabei um Mobilien-Leasing, insbesondere von technischen Anlagen und Maschinen sowie Kraftfahrzeugen.

Die Forderungsverkäufe und das Leasing stellen eine günstige Finanzierungsform dar und führen zu einer Verkürzung der Bilanzsumme.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehende Zahlungsstromrisiken in Bezug auf Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Dazu gehören insbesondere Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und -swaps sowie börsengehandelte Kakaobohnen-Futures. Derivative Finanzinstrumente, die in wirtschaftlich notwendigem und entsprechend dokumentiertem Sicherungszusammenhang mit anderen oder originären Finanzinstrumenten stehen, werden gemäß § 254 HGB als Micro-und Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Fälligkeit, Währung und Fristigkeit, sowie die Durchhalteabsicht bis zur Fälligkeit der Sicherungsbeziehung. Da sich die wertbestimmenden Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte vor dem Hintergrund einer Prolongationsstrategie weitgehend entsprechen, wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen prospektiv und rückwirkend anhand der "critical terms match-Methode" ermittelt.

Innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten werden nicht realisierte Verluste bis zur Höhe nicht realisierter Gewinne aufgerechnet (Einfrierungsmethode). Die entsprechenden Grundgeschäfte werden mit dem Sicherungskurs bewertet.

Für drohende Verluste aus der Einzelbewertung derivativer Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang werden Rückstellungen gebildet. Nicht realisierte Gewinne bleiben bilanziell unberücksichtigt.

Am Bilanzstichtag sind folgende derivative Finanzinstrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt:

Beizulegende Zeitwerte
Nominalvolumen
TEUR
Positiv
TEUR
Negativ
TEUR
Zinsswaps 0 0 0
Devisengeschäfte 101.042 2.516 559
davon EUR/GBP 61.953 1.374 196
davon EUR/USD 25.387 245 347
davon EUR/PLN 13.365 897 5
davon EUR/CHF 306 0 10
davon EUR/AUD 31 0 1
Beizulegende Zeitwerte
Nominalvolumen Tonnen Positiv
TEUR
Negativ
TEUR
Warentermingeschäfte 18.220 1.381 2.113
(Kakaobohnen)
davon Einkäufe 7.490 1.381 0
davon Verkäufe 10.730 0 2.113

Die im Vorjahr offenen Geschäfte zum 31. Dezember 2021 gliederten sich wie folgt:

Beizulegende Zeitwerte
Nominalvolumen
TEUR
Positiv
TEUR
Negativ
TEUR
Zinsswaps 0 0 0
Devisengeschäfte 95.756 130 2.261
davon EUR/GBP 89.877 94 2.135
davon EUR/USD 4.560 31 117
davon EUR/PLN 864 5 0
davon EUR/CHF 455 0 9
Beizulegende Zeitwerte
Nominalvolumen Tonnen Positiv
TEUR
Negativ
TEUR
Warentermingeschäfte 5.820 102 72
(Kakaobohnen)
davon Einkäufe 3.800 33 46
davon Verkäufe 2.020 69 26

Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von Währungsrisiken

Zur Absicherung von Währungsrisiken bei fakturierten und geplanten Fremdwährungsforderungen hat die Gesellschaft Devisengeschäfte in gleicher Höhe mit externen Banken abgeschlossen.

Im Bereich des Britischen Pfundes wurden zur Absicherung des Wechselkursrisikos als Portfolio-Hedges zu antizipierten und fakturierten Käufen und Verkäufen in GBP im gleichen Umfang klassische Termingeschäfte über den An- und Verkauf von GBP mit Fälligkeiten von Januar 2023 bis Dezember 2023 abgeschlossen. Die Geschäfte in Bewertungseinheiten über TGBP 61.953 weisen positive beizulegende Zeitwerte zum Bilanzstichtag per Saldo von TEUR 1.178 (i. Vj. TEUR -2.041) auf. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte.

Der Umfang der antizipierten Verkäufe in GBP wurde auf der Basis der Vertriebs- und Produktionsplanung ermittelt, die für diesen Zeitraum angesichts langjähriger Lieferbeziehungen mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens entsprechende Umsatzerlöse und Materialeinkäufe in GBP erwarten lässt.

Zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus Warenein- und verkäufen in USD wurden im gleichen Umfang zur Absicherung des Wechselkursrisikos klassische Devisentermingeschäfte über den An- und Verkauf von TUSD 25.387 abgeschlossen. Aus diesen von Januar bis Dezember 2023 fällig werdenden Geschäften ergab sich zum Stichtag per Saldo ein negativer beizulegender Zeitwert von TEUR 103 (i. Vj. TEUR positiv 82).

Des Weiteren wurden Devisentermingeschäfte über den Verkauf von TPLN 13.365 abgeschlossen. Hieraus ergab sich zum Stichtag per Saldo ein positiver beizulegender Zeitwert von TEUR 892.

Weiterhin bestanden Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag in Schweizer-Franken über TCHF 306. Der beizulegende Zeitwert aus diesem Geschäft weist einen beizulegenden negativen Zeitwert von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 9) aus. Daneben bestanden Devisentermingeschäfte in australischen Dollar von TAUD 31 aus. Dieses Geschäft weist einen beizulegenden negativen Zeitwert von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0) aus. Eine Bilanzierung wurde aufgrund des Bestehens von Bewertungseinheiten mit entsprechenden Einkaufskontrakten nicht vorgenommen. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte.

Die antizipierten Ein- und Verkäufe wurden auf Basis des Vorjahresverbrauchs und -umsatzes ermittelt, weshalb für diesen Zeitraum mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens entsprechende Transaktionen zu erwarten sind.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zu den Devisentermingeschäften beruht auf Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von Forward-Wechselkursen zum Bilanzstichtag.

Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von Rohstoffpreisrisiken

Zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken von Kakaobohnen hat die Gesellschaft derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Dabei handelt es sich um Kakaobohnen-Futures mit Lieferterminen März 2023, Mai 2023 und Juli 2023, September 2023, Dezember 2023 und März bis Mai 2024.

Für börsengehandelte Ein- und Verkaufspositionen in den Lieferzeiträumen 2023 und 2024 wurden Bewertungseinheiten mit Ein- und Verkaufsverträgen in gleicher Höhe mit gleicher Fälligkeit im Rahmen von Portfolio-Hedges gebildet. Es wurde eine Betrags-, Basiswert- und Fristenidentität eingehalten. Die in Bewertungseinheiten zusammengefassten Kontrakte haben per Saldo einen negativen Marktwert von TEUR 732 (i. Vj. positiv TEUR 30). Daher wurde für diese Geschäfte keine Rückstellung für drohende Verluste (i. Vj. TEUR 0) gebildet.

Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte.

Die genannten Kakaobohnen-Futures dienen der Absicherung des auf Grundlage der Rezepturen ermittelten Kakaobedarfs aus offenen Verkaufskontrakten mit Kunden.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Kakaobohnen-Futures beruht auf dem jeweiligen Börsenpreis zum Bilanzstichtag.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung des Konzerns

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Er beinhaltet bezüglich quotal einbezogener Unternehmen Kassenbestände in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.576 (i. Vj. TEUR 1.398).

Nachtragsbericht

Größere wirtschaftliche Auswirkungen infolge der auch zu Beginn des Jahres 2023 fortbestehenden Coronapandemie treffen den Krüger GmbH & Co KG Konzern aktuell nicht. Für das Jahr 2023 lassen sich mögliche Spätfolgen der Pandemie derzeit nicht zuverlässig beziffern. Sie werden jedoch fortlaufend analysiert.

Die bereits im Jahresverlauf 2022 beobachteten Risiken durch Inflation, Rezession und Handelskonflikte bestehen auch im Geschäftsjahr 2023. Die angespannte Situation auf den internationalen Beschaffungsmärkten sowie die andauernde Energiekrise und die Zinswende werden die kommenden Jahre voraussichtlich belasten. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Krieg in der Ukraine zu geopolitischen und internationalen Spannungen führt und daher Risiken für die Sicherheit in Europa sowie die Wirtschaft bestehen können. Eine zuverlässige Quantifizierung der Folgen und ihrer Auswirkungen lassen sich jedoch nicht sicher bewerten. Sie werden jedoch fortlaufend analysiert.

Durch die Akquisition des Geschäftsbereichs eines direkten Konkurrenten mit einem Umsatz im unteren zweistelligen Millionenbereich erhöht sich der Umsatz des Konzerns im unteren einstelligen Prozentbereich. Zudem wird dadurch die Zahl der Hersteller im Bereich Süßstoffe und Instanttee weiter reduziert.

Weiter haben sich nach dem Bilanzstichtag bisher keine Ereignisse von besonderer Bedeutung zugetragen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Gemäß Gesellschaftsvertrag des Mutterunternehmens wird das Jahresergebnis des Mutterunternehmens in die Rücklagen eingestellt.

Geschäftsführung der Obergesellschaft

Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin der Krüger GmbH mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich, vertreten durch ihre Geschäftsführer

Herr Marc Krüger, Diplom-Kaufmann, Bergisch Gladbach,

Herr Dr. Guido Colsman, Diplom-Ingenieur, Bergisch Gladbach.

Die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich, ist beim Amtsgericht Berndorf, Abteilung A, unter Nr. FN555730 eingetragen. Das Stammkapital der Komplementärin beträgt TEUR 40.

 

Bergisch Gladbach, den 31. März 2023

Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Geschäftsführung

Marc Krüger

Dr. Guido Colsman

Anlage 1 - Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB

Beteiligungsliste der in den Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft einbezogenen und nicht einbezogenen Unternehmen zum 31. Dezember 2022

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Gesellschaften und Sitz Anteil am Kapital
%
Krüger GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach - 1
DIGITUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gladbach KG, Schönefeld 94,50 2
Dr. Bruno Scheffler Nachf. GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 100,00 1
Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH, Bexbach 100,00
Fuchs & Hoffmann Service GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
HAFERVOLL GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
HNC Healthy Nutrition Company GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
K-fee System GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Krüger Beteiligungsgesellschaft mbH, Bergisch Gladbach 100,00
Krüger Kaffee Holding GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
Lactoland Trockenmilchwerk GmbH, Dülmen 100,00
Milchwerke "Mittelelbe" GmbH, Stendal 100,00
OTC Pharma Vertrieb GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
SODAPOP GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
SODAPOP Filling GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Trumpf Mauxion Schokoladefabrik Holding GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 100,00 1
Wilhelm Reuss GmbH & Co. KG Lebensmittelwerk, Berlin 100,00 1
Dianomi AG, Boppelsen/Schweiz 100,00
HNC Healthy Nutrition Company Ltd., Manchester/Großbritannien 100,00
Krüger ANZ Pty Ltd., Blackburn, Victoria/Australien 100,00
Krüger Finance International BVBA, Berchem (Antwerpen)/Belgien 100,00
Krüger France SAS, Marseille/Frankreich 75,00
Kruger North America Inc., Oak Park, Illinois/USA 100,00
Krüger Polska Sp. z o.o., Ostrów Mazowiecka/Polen 100,00
Krüger (UK) Limited, Manchester/Großbritannien 100,00
Natur Produkt Pharma Sp. z o.o., Ostrów Mazowiecka/Polen 50,00
Nutrial SAS, Faverolles/Frankreich 100,00
Nutrimaine SAS, Faverolles/Frankreich 100,00
SODAPOP AUSTRIA GmbH, Wien/Österreich 100,00
SUSCOM AG, Zürich/Schweiz 100,00
SUSCOM SA, San Pedro/ Cote d'Ivoire 100,00
Wilhelm Reuss B.V., Roosendaal/Niederlande 100,00
Ludwig Gruppe (Teilkonzern) 100,00
darin enthalten: Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 100,00 1
Ludwig Schokolade Beteiligungs GmbH, Bergisch Gladbach 100,00
Ludwig Chocolate Ltd., Manchester/Großbritannien 100,00
Ludwig Czekolada Sp. z o.o., Skoczów/Polen 100,00
KRÜGER AUSTRIA GmbH, Baden/Österreich 100,00
Ludwig Logistik-Service GmbH, Saarwellingen 100,00
Baronet Schokolade GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Mauxion-Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Novesia Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Okzident Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Orient Schokolade GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Primosa Schokolade GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Regent International Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Trumpf Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3
Wilhelm Felsche Kakao- und Schokoladefabrik GmbH, Bergisch Gladbach 100,00 3

In den Konzernabschluss nicht einbezogene Unternehmen

Gesellschaften und Sitz Währung Wechselkurs Anteil am Kapital
%
Eigenkapital Ergebnis
a) Inländische Unternehmen
Dr. Bruno Scheffler Nachf. Verwaltungs-GmbH, Bergisch Gladbach TEUR 100,00 49 1
FREEZIO GmbH, Bergisch Gladbach TEUR 66,67 113 129
Krüger 3. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Bergisch Gladbach TEUR 100,00 30 0
Ludwig Schokolade Komplementär-GmbH, Bergisch Gladbach TEUR 100,00 132 11
MAH-Pharma GmbH, Bergisch Gladbach TEUR 100,00 32 0
Trumpf Mauxion Schokoladefabrik Holding Verwaltung GmbH, Bergisch Gladbach TEUR 100,00 58 1
UP Industries GmbH, Stendal TEUR 26,16 10.258 1.184
Wilhelm Reuss GmbH, Berlin TEUR 100,00 53 1
b) Ausländische Gesellschaften
DIANOMI S.r.l., Mailand/Italien TEUR 100,00 - - 4
Dr. med. Aufdermaur & Cie. AG, Lengnau/Schweiz TCHF 0,9847 20,00 15.740 -59 6
FREEZIO AG , Amriswill/Schweiz TCHF 0,9847 66,67 3.497 -742
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich TEUR 33,33 7.940 335 5
Krüger Benelux BVBA, Vilvoorde/Belgien TEUR 100,00 275 87
Lactoland US Inc., Aloha, Oregon/USA TUSD 1,0666 100,00 167 0 7
J J O SEDA Liofilizados S.A., Palencia/Spanien TEUR 37,50 - 7
SODAPOP Filling (ANZ) Pty Ltd., Victoria/Australien TAUD 1,5693 100,00 - - 4

1 Die Gesellschaft, Ist gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.
2 Es handelt sich um eine Leasing-Zweckgesellschaft. Bei wirtschaftlicher Betrachtung ist der Krüger-Gruppe die Mehrheit der Risiken und Chancen dieser Gesellschaft zuzurechnen.
3 Die Gesellschaft macht von der Befreiung zur Offenlegung eines Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
4 Für die Gesellschaft wird die Erleichterung gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB in Anspruch genommen.
5 Jahresabschluss zum 28. Februar 2022.
6 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021.
7 in Liquidation

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 51.381.128,86 -19.466,44 667.654,73 73.501,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 135.303.144,14 -194.961,22 634.386,77 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.155.118,92 0,00 580.240,71 -1.054.919,42
187.839.391,92 -214.427,66 1.882.282,21 -981.418,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 316.134.474,39 -302.064,72 2.007.947,74 4.288.391,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 560.765.993,79 -739.125,01 11.468.063,21 5.623.167,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.542.851,26 -49.570,20 2.862.124,48 488.062,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.630.378,88 -82.688,20 19.853.305,46 -9.418.202,69
1.011.073.698,32 -1.173.448,13 36.191.440,89 981.418,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 5.846.465,72 0,00 9.274,02 0,00
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 375.799,53 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 8.498.630,21 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 6.000,00 0,00 0,00 0,00
14.726.915,46 0,00 9.274,02 0,00
1.213.640.005,70 -1.387.875,79 38.082.997,12 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 766.391,72 51.336.426,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 135.742.569,69
3. Geleistete Anzahlungen 121.167,71 559.272,50
887.559,43 187.638.268,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 751.321,94 321.377.426,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.283.347,35 570.834.751,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.756.365,84 123.087.102,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.697,07 21.926.096,38
9.847.732,20 1.037.225.377,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 20.956,35 5.834.783,39
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 375.799,53
2. Beteiligungen 0,00 8.498.630,21
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 20,00
4. Sonstige Ausleihungen 6.000,00 0,00
26.956,35 14.709.233,13
10.762.247,98 1.239.572.879,05
Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 37.109.422,79 -18.770,34 2.654.276,56 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.584.918,54 -103.312,57 4.746.166,85 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
140.694.341,33 -122.082,91 7.400.443,41 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 116.905.515,96 -130.367,00 7.910.889,08 -597.948,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 442.976.012,61 -622.823,49 22.121.626,40 597.948,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.329.225,52 -107.566,97 6.928.404,29 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 682.716,59 -4.767,21 292,00 0,00
642.893.470,68 -865.524,67 36.961.211,77 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 1.139.635,05 0,00 4.043,65 0,00
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 375.799,53 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 5.290.402,22 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.805.836,80 0,00 4.043,65 0,00
790.393.648,81 -987.607,58 44.365.698,83 0,00
Abschreibungen
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 734.383,94 39.010.545,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 108.227.772,82
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
734.383,94 147.238.317,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 124.088.089,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.134.568,60 458.938.195,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.662.695,51 86.487.367,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 678.241,38
8.797.264,11 670.191.893,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 1.143.678,70
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 375.799,53
2. Beteiligungen 0,00 5.290.402,22
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 6.809.880,45
9.531.648,05 824.240.092,01
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.325.881,61 14.271.706,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.514.796,87 31.718.225,60
3. Geleistete Anzahlungen 559.272,50 1.155.118,92
40.399.950,98 47.145.050,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 197.289.337,15 199.228.958,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 111.896.556,22 117.789.981,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.599.735,01 40.213.625,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.247.855,00 10.947.662,29
367.033.483,38 368.180.227,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 4.691.104,69 4.706.830,67
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 3.208.227,99 3.208.227,99
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20,00 20,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 6.000,00
7.899.352,68 7.921.078,66
415.332.787,04 423.246.356,89

Kapitalflussrechnung des Konzerns 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss 28.627 17.029
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 44.366 43.790
Zunahme der Rückstellungen 13.012 5.283
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 14 -2.265
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.230 3.947
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -108.476 -11.738
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 41.943 42.142
Ertragsteueraufwand 10.344 10.781
Ertragsteuerzahlungen -3.696 -9.643
Zinsaufwendungen (Saldo) 7.396 7.447
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 34.760 106.773
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -36.191 -33.515
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.882 -9.231
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -9 10
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an konsolidierten Unternehmen 0 -8.405
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -4.289
Erhaltene Zinsen 1 88
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.081 -55.342
Veränderungen der Darlehenskonten der Kommanditisten (saldierter Ausweis) -9.319 89
Entnahme von Gesellschafterkonten -11.608 -20.630
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -941 -2.181
Ein- und Auszahlungen aus der Finanzierung von Vorräten (saldierter Ausweis) 16.128 -14.296
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten mit mittel- und langfristiger Gesamtlaufzeit 80.000 0
Auszahlungen für die Tilgung von Bankkrediten mit mittel- und langfristiger Gesamtlaufzeit -16.936 -72.826
Abnahme der übrigen Bankverbindlichkeiten (saldierter Ausweis) -21.354 19.289
Gezahlte Zinsen -4.307 -6.024
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 31.663 -96.579
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 28.342 -45.148
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -328 450
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 38.393 83.091
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 66.407 38.393

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kommaditanteile
TEUR
Rücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Konzernergebnis
TEUR
31. Dezember 2020 136.000 112.287 -2.948 82.923
Veränderung der Kapitalanteile 0 0 0 0
Veränderung der Rücklagen 0 -2.628 0 2.628
Ausschüttungen 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 -20.367
Währungsumrechnung 0 0 -531 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 16.142
Sonstige Veränderung 0 0 0 -470
31. Dezember 2021 136.000 109.659 -3.479 80.856
Änderung des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Einstellungen in die Rücklagen 0 13.429 0 -13.429
Entnahmen aus den Rücklagen 0 -17.670 0 17.670
Ausschüttungen 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 -13.029
Währungsumrechnung 0 0 -489 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 27.773
Effekte aus Entkonsolidierung 0 5.263 0 -3.700
Sonstige Veränderung 0 -148 0 -198
31. Dezember 2022 136.000 110.533 -3.968 95.943
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Summe
TEUR
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
31. Dezember 2020 328.262 1.633
Veränderung der Kapitalanteile 0 0
Veränderung der Rücklagen 0 0
Ausschüttungen 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -20.367 0
Währungsumrechnung -531 0
Konzernjahresüberschuss 16.142 0
Sonstige Veränderung -470 -191
31. Dezember 2021 323.036 1.442
Änderung des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss Einstellungen in die Rücklagen 0 0
Entnahmen aus den Rücklagen 0 0
Ausschüttungen 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -13.029 0
Währungsumrechnung -489 0
Konzernjahresüberschuss 27.773 0
Effekte aus Entkonsolidierung 1.563 0
Sonstige Veränderung -346 -2.337
31. Dezember 2022 338.508 -895
Nicht beherrschende Anteile
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
TEUR
Summe
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
31. Dezember 2020 2.358 3.989 332.251
Veränderung der Kapitalanteile 0 0 0
Veränderung der Rücklagen 0 0 0
Ausschüttungen -2.113 -2.113 -2.113
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 -20.367
Währungsumrechnung 0 0 -531
Konzernjahresüberschuss 887 887 17.029
Sonstige Veränderung 0 -191 -661
31. Dezember 2021 1.132 2.572 325.608
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss Einstellungen in die Rücklagen 0 0 0
Entnahmen aus den Rücklagen 0 0 0
Ausschüttungen -941 -941 -941
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 -13.029
Währungsumrechnung 0 0 -489
Konzernjahresüberschuss 853 853 28.626
Effekte aus Entkonsolidierung 0 0 1.563
Sonstige Veränderung 0 -2.337 -2.683
31. Dezember 2022 1.044 147 338.655

Wirtschaftliche Grundlagen des Konzerns

Tätigkeitsgebiet Die Krüger-Gruppe ist im Bereich der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie dem Pharmabereich tätig. Neben Fertigerzeugnissen für den Endverbraucher werden auch Halbfabrikate für die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie produziert. Das Sortiment an Fertigerzeugnissen betrifft Handelsmarken und Eigenmarken. Als weiteres Geschäftsfeld wurde in den letzten Jahren das Geschäftsfeld gesunde Ernährung aufgebaut. Hierbei handelt es sich um die Herstellung und den Vertrieb von Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln für eine gesundheitsbewusste und nachhaltige Ernährung sowie Sportlernahrung. Seit Juni 2020 wurde das Sortiment um CO 2 -Sprudler erweitert.
Geschäftsräume Der Stammsitz der Gruppe liegt in Bergisch Gladbach. Weiterhin bestehen in Deutschland industriell genutzte Standorte in Berlin, Bexbach, Dülmen, Saarwellingen, Saarlouis, Stendal und Winsen. Im Ausland bestehen Produktionsstätten in Polen (Ostrów Mazowiecka, Skoczów und Tuczno) und den Niederlanden (Roosendaal). Die Gruppe beliefert im Bereich Fertigerzeugnisse für Endverbraucher im Wesentlichen Handelsketten im In- und Ausland. Pharmaprodukte werden auch im Direktvertrieb an Apotheken vermarktet. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über eigene Vertriebsorganisationen. In den Ländern Australien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien, Tschechien und USA bestehen eigene Vertriebsgesellschaften. Hauptexportländer sind die Staaten der Europäischen Union. Das Auslandsgeschäft hat einen Anteil von 55,3 % an den Umsatzerlösen.
Personal Die Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2022 weltweit 5.419 Mitarbeiter einschließlich Auszubildende, Aushilfen und Leihkräfte.
Beschaffung Der Bezug von Rohstoffen wird in vielen Bereichen konzernweit von der Obergesellschaft gesteuert und damit das Nachfragevolumen der einzelnen Standorte gebündelt.
Leasingverträge Ein Teil der Produktionsgebäude steht im Eigentum einer Zweckgesellschaft, die in den Konzernabschluss einbezogen wird. Ein Teil der Maschinen und Anlagen ist geleast oder im Rahmen von Mietkaufverträgen finanziert.
Finanzierung Mit Vertrag vom 31. Juli 2018 wurde ein neuer Konsortialkredit abgeschlossen, der den Konsortialkreditvertrag vom 11. April 2014 ersetzt. Der Konsortialkredit wurde von der Krüger Finance International BVBA, Berchem/Belgien, als ursprünglichen Kreditnehmer vereinbart, welcher im Rahmen eines revolvierenden Roll-over-Kredites an die Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, gewährt wird. Der neue Konsortialkredit weist einen Finanzierungsrahmen von EUR 300 Mio auf und beinhaltet zusätzlich eine Option, den Finanzierungsrahmen um EUR 100 Mio auf EUR 400 Mio zu erhöhen. Zum 15. April 2020 wurde von der Option Gebrauch gemacht und der Finanzierungsrahmen wurde auf EUR 350 Mio erhöht. In 2021 wurde bereits die zweite und somit letzte Verlängerungsoption um ein Jahr bis zum 31. Juli 2025 gezogen. Zum 31. Dezember 2022 wurde der Konsortialkredit mit insgesamt EUR 205,8 Mio in Anspruch genommen. Neben dem Konsortialkredit bestehen weitere Bankkredite. 13 Konzernunternehmen haben Teile ihrer Kundenforderungen im Rahmen von Factoring-Verträgen abgetreten.

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der Muttergesellschaft

Gründung Die Gesellschaft wurde am 1. Juni 1971 errichtet.
Firma Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Sitz Bergisch Gladbach
Gesellschaftsvertrag Vertrag vom 20. August 1979 mit diversen ergänzenden Beschlüssen.
Handelsregister Amtsgericht Köln, HRA 19406; letzter uns vorliegender Handelsregisterauszug vom 10. Januar 2023. Die Gesellschaft hat uns gegenüber erklärt, dass sich danach keine eintragungspflichtigen Sachverhalte mehr ereignet haben.
Gegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, Verarbeitung und Verpackung von Fertignahrungsmitteln sowie die Herstellung, der Handel, der Im- und Export und die Kommissionsverwaltung von Waren aller Art. Die Gesellschaft kann sich an gleichen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen, Interessengemeinschaften abschließen und Zweigniederlassungen errichten.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Kapitalanteile, Kommanditisten und Hafteinlage Die Kapitalanteile betragen zum 31. Dezember 2022 EUR 136.000.000,00 Die persönlich haftende Gesellschafterin, die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bergisch Gladbach, hat keine Einlage zu leisten. Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen:
TEUR
Krüger Familienholding GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 68.000
Pfeifer & Langen Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 68.000
136.000
Gewinnverteilung Mit Gesellschafterbeschluss vom 8. April 2008 wurde ergänzend vereinbart, dass der Gewinn eines Geschäftsjahres nach Abzug der Gewinnanteile der persönlich haftenden Gesellschafterin zum 31. Dezember in voller Höhe den Darlehenskonten der Kommanditisten gutgeschrieben wird und direkt anschließend den Darlehenskonten wieder belastet und in eine freie Rücklage eingestellt wird. Über die Verwendung der freien Rücklage wird in der jährlichen ordentlichen Gesellschafterversammlung Beschluss gefasst. Dieser Gesellschafterbeschluss gilt für das Geschäftsjahr 2008 und alle künftigen Geschäftsjahre, sofern nicht ein Gesellschafter den anderen Gesellschaftern schriftlich erklärt, an dem Beschlussinhalt nicht mehr festhalten zu wollen.
Vorjahresabschluss In der Gesellschafterversammlung am 25. April 2022 wurde (1) der von der Geschäftsführung aufgestellte, von uns geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 nebst Lagebericht vorgelegt und der Jahresabschluss festgestellt, (2) der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt und (3) die Einstellung von EUR 4.000.000,00 des Jahresüberschusses 2021 in die Gewinnrücklagen beschlossen.
Offenlegung Vorjahresabschluss Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss aufgestellt. Mit Datum vom 12. Dezember 2022 wurde der Konzernabschluss beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit Datum vom 23. November 2022 hat die Gesellschaft im Bundesanzeiger unter Bezugnahme auf die Vorschriften des § 264b HGB und unter Angabe des Mutterunternehmens die Befreiung von der Verpflichtung zur Offenlegung des eigenen Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB eingereicht.
Verbundene und beteiligte Unternehmen Hinsichtlich der verbundenen und beteiligten Unternehmen wird auf die Beteiligungsliste als Anlage 1 zum Konzernanhang (Anlage 1.3) verwiesen.
Geschäftsführung Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/ Österreich, vertreten durch ihre Geschäftsführer:
• Marc Krüger, Bergisch Gladbach
• Dr. Guido Colsman, Bergisch Gladbach Die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so wird die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch diesen allein vertreten.
Prokuristen • Serge Ambrosini, Bergisch Gladbach
• Alexander Dort, Saarbrücken
• Dr. Martin Fröhlich, Köln
• Monika Hauß, Bergisch Gladbach
• Lars Igler, Warstein (bis 28. März 2022)
• Philipp Maaß, Bergisch Gladbach
• Martin Lukas, Lindlar
• Franz-Josef Meyer, Sankt Augustin
• Kristina Neurath, Troisdorf
• Kai Piepenstock, Köln
• Marcel Stamm, Erkrath
• Daniel Wolter, Haan (bis 24. Oktober 2022)
• Frau Monika Hauß, Herr Dr. Martin Fröhlich, Köln, und Herr Kai Piepenstock, Köln, sind ebenfalls Prokuristen der Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich, und als diese gesamtvertretungsberechtigt mit einem Geschäftsführer der Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich.
Steuerliche Verhältnisse Die Krüger KG wird beim Finanzamt Bergisch Gladbach unter der Steuernummer 204/5873/0416 geführt. Eine steuerliche Außenprüfung der einheitlich und gesondert festgestellten Einkünfte, der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer für die Veranlagungszeiträume 2017 bis 2020 ist im Geschäftsjahr 2022 beendet worden. Der Prüfungsbericht liegt noch nicht vor.
Steuerliche Verhältnisse (Fortsetzung) Mit folgenden Gesellschaften bestehen umsatzsteuerliche Organschaften:
• Dr. B. Scheffler Nachf. Verwaltungs GmbH, Bergisch Gladbach
• Dr. B. Scheffler Nachf. GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach
• Freezio GmbH, Bergisch Gladbach
• Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH, Bexbach
• Fuchs und Hoffmann Service GmbH, Bergisch Gladbach
• GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach
• HAFERVOLL GmbH, Bergisch Gladbach
• HNC Healthy Nutrition Company GmbH, Bergisch Gladbach
• K-fee System GmbH, Bergisch Gladbach
• Krüger Kaffee Holding GmbH, Bergisch Gladbach
• Ludwig Logistik-Service GmbH, Saarwellingen
• Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach
• Ludwig Schokolade Komplementär GmbH, Bergisch Gladbach
• MAH Pharma GmbH, Bergisch Gladbach
• OTC Pharma-Vertrieb°GmbH, Bergisch Gladbach
• SODAPOP GmbH, Bergisch Gladbach
• SODAPOP Filling GmbH, Bergisch Gladbach

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