Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Oliver Mössner seit 12.8.2025 | Prokura |
Carsten Stefan Buck seit 14.3.2025 | Prokura |
Birgitt Weigmann seit 22.7.2024 | Prokura |
Andrea van Elst seit 17.1.2024 | Prokura |
Ludwig Kersten seit 4.5.2023 | Prokura |
Alexander Dort seit 28.3.2022 | Prokura |
Vanessa Scott seit 21.12.2021 | Geschäftsführer |
Martin Dr. Fröhlich seit 14.12.2020 | Prokura |
Marc Krüger seit 14.12.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Krüger GmbH & Co. KommanditgesellschaftBergisch Gladbach.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und KonzernlageberichtKonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen der UnternehmensgruppeDie Krüger-Gruppe produziert und vertreibt Lebensmittel mit Schwerpunkten in den folgenden Bereichen: Getränke (vor allem Kaffee/-spezialitäten, Tee-, Kakao- und Proteingetränke in den Darreichungsformen Instant, Kapseln, Ready-to-drink und mittels Wassersprudlern), Schokolade- und Zuckerwaren (vor allem Riegel, Tafeln, Pralinen, Nuss-Nugat-Cremes, Saisonprodukte und Kaubonbons), Säuglingsnahrung, Gesundheitsprodukte (Nahrungsergänzungsmittel, Sportlernahrung, gesunde Snacks), OTC- und Pharmaprodukte (vor allem Vitamine und Mineralien, Hautpflegeprodukte, rezeptfreie Arzneimittel) und Halbfabrikate für die weiterverarbeitende Industrie (vor allem Milchtrockenerzeugnisse sowie Kakao-Halbfabrikate, Schokolademassen, Füllungen und Glasuren). Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf den Inlandsmarkt sowie mittels eigener Vertriebsgesellschaften oder spezialisierter Import- und Vertriebspartner auf das europäische und außereuropäische Ausland. Stammsitz ist Bergisch Gladbach, Deutschland. Die operative Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen über ein monatliches Berichtswesen sowie jeweils geschäftsfeldspezifische Kenngrößen und übergeordnete Finanzkennzahlen. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über einen auf Gruppenebene angesiedelten syndizierten Kredit. Seit mehr als 50 Jahren behauptet sich die Unternehmensgruppe erfolgreich im Markt und wächst organisch sowie durch Akquisitionen gleichermaßen in ihrer strategischen Ausrichtung auf Endverbraucherprodukte unter eigenen Marken und Handelsmarken sowie auf Halbfabrikate für Industriekunden. In zunehmendem Maße ist die Unternehmensgruppe auch Lohnhersteller für namhafte Markenpartner. Dabei sind die Erfahrungen in der Belieferung von Kunden des internationalen Lebensmittelhandels und der weiterverarbeitenden Industrie sowie im Umgang mit den wesentlichen Rohstoffgruppen Kakao, Milch, Kaffee, pflanzliche Fette und Nüsse jeweils in der Wertschöpfung vom Ursprung bis zum Endprodukt wesentliche verbindende Elemente zwischen den Hauptgeschäftsfeldern, die ansonsten im Markt unabhängig voneinander und mit jeweils eigenen Vertriebs- und Ergebnisverantwortungen agieren. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliches UmfeldIm Bereich der selbst erzeugten und in Verkehr gebrachten Endverbraucherprodukte ist das Markt- und Wettbewerbsumfeld im in- und ausländischen Handelsmarkenbereich, welcher den überwiegenden Teil der Umsätze ausmacht, auf der Kundenseite von einer sich immer weiter konsolidierenden Lebensmittel-Einzelhandelslandschaft, auf der Wettbewerbsseite von überwiegend mittelständisch strukturierten Unternehmen geprägt, sodass angesichts hohen Preisdrucks besondere Anforderungen an die Kosteneffizienz gestellt werden. Im Bereich der Markenprodukte zählen internationale Großkonzerne mit ihren entsprechenden Ressourcen zu den Wettbewerbern. Dennoch ist es der Unternehmensgruppe sowohl im deutschen Marken-als auch im internationalen Handelsmarkengeschäft in einigen wesentlichen Produktkategorien gelungen, maßgebliche Marktpositionen zu erlangen, die es kontinuierlich zu verteidigen und weiter auszubauen gilt. Bereits im zweiten Halbjahr 2021 zeichneten sich wirtschaftlich greifbare, indirekte Folgen der Coronapandemie ab, vor allem Knappheiten mancher Rohstoffe und Verpackungsmaterialien, Verknappung von Frachtkapazitäten und deutlich steigende Preise unter anderem für Verpackungen, Energie und Transporte, aber auch für Rohstoffe wie Zucker, Milchprodukte und Pflanzenfette. Nach Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine am 24. Februar 2022 verschärften sich diese Entwicklungen noch einmal sehr deutlich mit der Folge, dass zahlreiche Lieferanten trotz geschlossener Verträge massive Preisnachforderungen stellten oder alternativ die Belieferung einstellten. Erstmals in der Geschichte der Unternehmensgruppe wurde daher aufgrund Höherer Gewalt auch über die Öffnung bestehender Kontrakte mit Kunden verhandelt. In den meisten Fällen wurden dabei partnerschaftliche Lösungen gefunden. Für die deutsche Wirtschaft insgesamt ist der zwischenzeitlich prognostizierte Einbruch nicht eingetreten. Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) sank laut Statista lediglich auf 1,8 % ab. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen äußerst robust. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg im Jahresverlauf auf 45,6 Millionen an (+1,5 %), gleichzeitig sank die durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,7 % auf 5,3 %. 1 Die Zahl der offenen Stellen stieg im Jahresverlauf 2022 laut IAB von 1,689 Millionen auf 1,984 Millionen weiter an. 2 Die Zahl der Kurzarbeitenden lag laut Statista im Januar 2022 noch bei 1,1 Millionen und ging bis zum Jahresende 2022 auf 0,2 Millionen zurück. 3 Angesichts weiterhin hoher Krankheitsquoten unter den Stamm-Mitarbeitern und anhaltend herausfordernder Bedingungen bei der Beschaffung von Zeitpersonal war es auch im Berichtsjahr nicht immer möglich, die für einen effizienten Betrieb der Produktionsanlagen notwendigen Mitarbeiterzahlen sicherzustellen.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 94,8 (Jahresendwert 2021) im Jahresverlauf 2022 bis zum Herbst auf 84,3 ab und beendete das Jahr etwas optimistischer bei 88,6. 4 Die überdurchschnittlich hohe Inflationsrate erreichte ihren Höchstwert im Oktober 2022 mit +10,4 %, während sie im Jahresdurchschnitt einen Wert von 7,9 % gegenüber dem Vorjahr erreichte. Vor allem Energieprodukte verteuerten sich 2022 im Durchschnitt um 34,7 %, aber auch die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich spürbar. 5 Eine ähnliche Entwicklung wie der ifo-Geschäftsklimaindex vollzog auch der GfK-Konsumklimaindex. Er beendete das Jahr 2022 mit einem Wert von -33,9 weit unterhalb des Jahresbeginns und liegt weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie Niveau (+10). Die Umsätze mit "Fast Moving Consumer Goods" im Lebensmitteleinzelhandel (FMCG Barcoded) wuchsen in 2022 um 4,2 %. Angesichts einer durchschnittlichen Preissteigerung von 8,0 % bedeutete dies jedoch einen Absatzrückgang um 3,8 %. Im Dezember 2022 lag die FMCG Preissteigerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat sogar bei 14,1 %. Angesichts der abflauenden Pandemie erholte sich der Außer-Haus-Konsum weiter und wuchs um 22,7 %. Nach Marktanteilsverlusten in den Vorjahren wuchsen auch Discounter (+7,6 %) und Drogeriemärkte (+5,8 %) deutlicher als der Gesamtmarkt und gewannen dementsprechend wieder Marktanteile zurück. 6 Im Industriegeschäft mit Milch- und Kakao-Halbfabrikaten gehören einige namhafte Konsumgüterunternehmen zu unseren wesentlichen Kunden. Hier besteht die Herausforderung darin, uns bei wettbewerbsfähigen Preisen und kompromissloser Qualität durch besondere Kundennähe, Flexibilität und Servicequalität vom Wettbewerb, der sich zunehmend weiter konsolidiert, zu differenzieren. Der Markt für Milchprodukte war im Berichtsjahr vor allem von sehr deutlich gestiegenen Preisen geprägt. Bei hingegen weitgehend stabiler Preisentwicklung für Rohkakao stieg die Vermahlungsmenge der 11 deutschen Unternehmen, die am Meldeverfahren der CRA teilnehmen, leicht um 1,1 % auf 397.596 t. Gesamteuropäisch war das Wachstum mit 0,7 % auf 1.466.835 t gegenüber 2021 noch geringer. 7 2. Geschäftsverlauf 2022Der konsolidierte Konzernumsatz der Unternehmensgruppe stieg um EUR 441,5 Mio auf EUR 2.321,0 Mio (+23,5 %). Der Auslandsumsatz (+25,6 % auf EUR 1.284,6 Mio) wuchs stärker als der Inlandsumsatz (+21,0 % auf EUR 1.036,4 Mio), sodass sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 54,4 % auf 55,3 % erhöhte. Der Drittlandsanteil (inkl. UK) am Gesamtumsatz verringerte sich leicht von 18,3 % auf 17,3 %. In nahezu allen Bereichen der Unternehmensgruppe hätten, nach Auffassung der Geschäftsführung, die Umsätze ohne wiederholte Engpässe in der Versorgung mit Rohstoffen, Verpackungsmaterialen und Personal auch höher ausfallen können.
4 Quelle: ifo Institut
In den wesentlichen Produktbereichen ergaben sich die folgenden Umsatzentwicklungen:
Bei Schokolade-, Kakao- und Zuckerwaren resultierte das Umsatzwachstum um 11,8 % vor allem aus den im Jahresverlauf regulär und außerordentlich durchgeführten Preisanpassungen. Hinzu kam Absatzwachstum sowohl im Handelsmarken- als auch im Markengeschäft (im Wesentlichen "Schogetten" und "Fritt") bei Ludwig Schokolade. Das Industriegeschäft mit Kakao-Halbfabrikaten wuchs im Umsatz preisbedingt vorrangig im Bereich Nugatfüllungen. Am deutlichsten schlug sich die Marktpreisentwicklung im Bereich Milch-Halbfabrikate nieder, aufgrund derer die Umsätze mit Industriekunden auf EUR 642,1 Mio (+56,4 %) wuchsen. Auch der Umsatz im Bereich Instantprodukte (+15,5 %) wuchs maßgeblich aufgrund notwendiger Preiserhöhungen. Bei Ready-to-drink-Produkten kamen Neukundengewinne hinzu. Im Bereich Kapselprodukte (+29,9 %) waren Wassersprudler und CO 2 -Zylinder sowie kompatible Kaffeekapselvarianten die Wachstumstreiber. Pharmaprodukte wuchsen angesichts eines weiterhin gebremsten Apothekengeschäfts nur leicht, der Bereich gesunde Ernährung etwas stärker, sodass die Kategorie in Summe um 5,7 % zulegte. 3. Lage des Unternehmens3.1 ErtragslageVor dem Hintergrund der zuvor geschilderten Entwicklungen erhöhte sich der konsolidierte Konzernumsatz um EUR 441,5 Mio auf EUR 2.321,0 Mio (+23,5 %), womit die geplante Umsatzentwicklung (+2,6 %) sehr deutlich überschritten wurde. Die auf die Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung bezogene Materialaufwandsquote des Konzerns stieg ebenso deutlich von 67,6 % im Vorjahr auf 71,0 %, sodass der Rohertrag nur unterproportional zur Umsatzentwicklung anstieg. Durch den Anstieg der Zahl der Mitarbeitenden um 93 auf 5.419 (+1,7 %) und aufgrund von Tariferhöhungen, sonstigen Aufwendungen und weiterhin hohen Krankenständen um 5,1 % erhöhte sich der Personalaufwand auf EUR 242,8 Mio. Die unter Einbeziehung der in den Betriebsaufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Leihkräfte berechnete Personalaufwandsquote sank aufgrund der überproportionalen Umsatzsteigerung dennoch von 13,5 % auf 11,5 %. Planmäßige Abschreibungen (EUR 38,9 Mio) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (EUR 28,3 Mio) wuchsen aufgrund zurückhaltender Investitionstätigkeit nur leicht an. Die Betriebsaufwendungen (Energie, Leiharbeiter, Instandhaltung, Labor-, Entwicklungs-, Versuchs- und Entsorgungs- sowie übrige betriebliche Kosten) stiegen hingegen vor allem aufgrund höherer Energiekosten deutlich auf EUR 130,4 Mio (+12,1 %), ebenso die Vertriebsaufwendungen (+13,5 % auf EUR 156,8 Mio), letztere insbesondere wegen deutlich höherer Transportkosten. Ausgehend vom nur unterproportional zum Umsatz gestiegenen Rohertrag ist es trotz deutlich gestiegener Aufwendungen gelungen, das Betriebsergebnis (EBITA) prozentual zum Umsatz in etwa zu halten. Es stieg um EUR 11,8 Mio auf EUR 50,1 Mio. Bei einem um EUR 0,6 Mio verringerten Zinsergebnis lag das ordentliche Unternehmensergebnis mit EUR 42,2 Mio um EUR 10,8 Mio über dem Vorjahreswert. Das neutrale Ergebnis, das vor allem die Auflösung von Rückstellungen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthält, fiel mit EUR 2,9 Mio um EUR 1,7 Mio höher aus als im Vorjahr. Bei leicht höheren Steueraufwendungen ergab sich ein deutlich über dem geplanten Wert (EUR 13,5 Mio) liegendes Konzernjahresergebnis von EUR 28,6 Mio (i. Vj. EUR 17,0 Mio). 3.2 FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit EUR 34,8 Mio um EUR 72,0 Mio niedriger als im Vorjahr, weil im Working Capital aufgrund der sehr deutlich gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien deutlich mehr Kapital gebunden wurde. Vor dem Hintergrund ausgesprochen zurückhaltender Investitionsaktivitäten lag der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr mit EUR 38,1 Mio deutlich um EUR 17,3 Mio unter dem Vorjahreswert und damit auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen (EUR 38,9 Mio). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag mit EUR 31,7 Mio um EUR 128,2 Mio über dem Vorjahreswert. Im Gegensatz zum Vorjahr überstiegen Neuaufnahmen von Krediten im Berichtsjahr sehr deutlich die Tilgungen. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag EUR 66,4 Mio nach EUR 38,4 Mio im Vorjahr. Vor dem Hintergrund der eigenen Ertragskraft aus dem laufenden Geschäft sind die Bedienung der Fremdverbindlichkeiten sowie die Unternehmensfinanzierung generell heute und in Zukunft sichergestellt. Der Konsortialkreditvertrag für die gesamte Unternehmensgruppe hat eine Restlaufzeit von etwas über zwei Jahren. Er beinhaltet Erhöhungsoptionen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestanden im Wesentlichen freie Kreditlinien in Höhe von EUR 144,2 Mio. 3.3 VermögenslageDie Konzernbilanzsumme (laut Vermögenslage) erhöhte sich um EUR 127,0 Mio auf EUR 1.035,8 Mio. Auf der Aktivseite verringerte sich der Wert des Anlagevermögens aufgrund zurückhaltender Investitionstätigkeit insgesamt leicht um EUR 7,9 Mio auf EUR 415,3 Mio. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten dabei amortisationsbedingt die immateriellen Vermögensgegenstände (EUR -6,7 Mio auf EUR 40,4 Mio). Der Wert des Umlaufvermögens und übriger Aktiva einschließlich der um EUR 28,0 Mio gestiegenen flüssigen Mittel erhöhte sich hingegen preisbedingt sehr deutlich um EUR 134,9 Mio auf EUR 620,5 Mio., wobei die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 100,6 Mio auf EUR 485,9 Mio anstieg. Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital nach Ergebniseinstellung und Entnahmen um EUR 13,0 Mio auf EUR 338,7 Mio, was angesichts der im Verhältnis deutlich stärker gestiegenen Bilanzsumme zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote auf 32,7 % (i. Vj. 35,8 %) führte. Das Fremdkapital erhöhte sich vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Finanzierungsbedarfs für das Umlaufvermögen insgesamt per Saldo um EUR 113,9 Mio. 3.4 Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenÜber die finanziellen Leistungsindikatoren ist zuvor in Verbindung mit der Ertragslage berichtet worden. Die GuV-Planung basiert auf der Absatz- und Umsatzplanung der jeweiligen Vertriebsbereiche und wird seitens des Controllings hinsichtlich der Kostenentwicklung vervollständigt. Wesentliche Zielgrößen sind Konzernumsatz und Konzernjahresüberschuss. Der im Vorjahr prognostizierte Konzernumsatz wurde im Berichtsjahr sehr deutlich überschritten. Der entsprechend zurückhaltend prognostizierte Konzernjahresüberschuss wurde ebenfalls deutlich überschritten. Die vom Betriebsergebnis (EBITA) ausgehende Umsatzrendite blieb mit 2,1 % auf Vorjahresniveau (2,0 %). Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren spielen in erster Linie qualitäts- und nachhaltigkeitsbezogene Aspekte eine Rolle. Ein wesentlicher Indikator für die Produktqualität ist die Zahl der Verbraucherreklamationen im In- und Ausland. Der Schwerpunkt der Reduktions- und Vermeidungsbemühungen liegt dabei auf Reklamationsgründen, die mit der Produktsicherheit in Verbindung stehen, wobei nach physikalischen (z. B. Fremdkörperkontamination), chemischen (z. B. Allergene) und mikrobiologischen Gefahren unterschieden wird. Die Ziele sind auf die jeweiligen Unternehmens- und Produktbereiche zugeschnitten und spezifisch definiert. Im Berichtsjahr wurde das Ziel von Null kritischen Reklamationen in allen der drei zuvor genannten Kategorien erreicht. Zertifizierungen gemäß IFS-, BRC- sowie zahlreicher kundenspezifischer Qualitäts-, Ethik-und Nachhaltigkeitsstandards sind notwendige Grundvoraussetzungen insbesondere im Handelsmarken-, aber auch im Industriegeschäft. Die entsprechenden, seitens der Kunden des nationalen und internationalen Lebensmitteleinzelhandels und der Lebensmittelindustrie veranlassten Audits werden immer häufiger auch ohne Voranmeldungen durchgeführt, sodass die Einhaltung der Vorgaben zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein muss. Im Berichtsjahr konnten sämtliche Zertifizierungen erfolgreich und auf höchstem Niveau bestätigt werden. Darüber hinaus gewinnt das facettenreiche Thema Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Unter dem Titel "Sustainability Tastes Good" hat die Krüger Group im Herbst 2022 ihren ersten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Entlang der vier Dimensionen Kunden und Produkte, Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitende werden jeweils Status und Zielrichtungen erläutert. Weiterhin haben Energieverbräuche und damit einhergehende CO 2 -Emissionen hohe Priorität, rohstoffbezogene Themen sind unverändert wichtig, und auch Verpackungen geraten zunehmend in den Fokus. Die Unternehmensgruppe setzt bereits seit vielen Jahren nur noch Palmöl aus zertifizierten Quellen ein und verarbeitet im Schokoladenbereich in den erzeugten Endverbraucherprodukten überwiegend Kakao aus nachhaltigem Anbau. Die Erreichung des 100%-Ziels wurde auch im Berichtsjahr auf Basis der durch die Tochtergesellschaft SUSCOM CI betriebenen, konsequenten Fortentwicklung der Aktivitäten in der Côte d'Ivoire und einer weiterhin hohen Bezugsmenge nachhaltigen Kakaos aus Ghana, Peru und anderen Ländern weiter verfolgt. Allerdings hängt die Umsetzung auch wesentlich davon ab, ob Kunden im Handelsmarkengeschäft, dem größeren Teil des Gesamtumsatzes, den Einsatz nachhaltigen Kakaos wünschen. Der Anteil nachhaltigen Kakaos an der für Endverbraucherprodukte verarbeiteten Gesamtmenge ist im Berichtsjahr mit rund zwei Dritteln konstant geblieben. In Ergänzung der etablierten Standards Rainforest Alliance und Fairtrade hat die Krüger Group im Berichtsjahr unter dem Titel "cocoa commitment" ein eigenes Kakaoprogramm ins Leben gerufen. 4. GesamtaussageDas Geschäftsjahr 2022 war für die Unternehmensgruppe äußerst herausfordernd, insbesondere nach Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022. Massive, nicht planbare Kostensteigerungen für Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Transporte und Energie sowie häufig eingeschränkte Verfügbarkeiten von Personal, Material und Frachtraum konnten letztlich nur durch partnerschaftliche Lösungen mit den Kunden und entsprechende Preisanpassungen auf der Verkaufsseite kompensiert werden. In Kombination mit fortgesetzten Kostensenkungsaktivitäten und zurückhaltender Investitionstätigkeit ist es dank des konstruktiven Zusammenwirkens aller extern und intern beteiligten Partner und Mitarbeiter gelungen, bei deutlich gestiegenen Umsätzen die Ertragsmarge insgesamt zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Dabei war auch die diversifizierte Aufstellung der Unternehmensgruppe hilfreich. Angesichts der besonderen Herausforderungen können wir das Jahr als glimpflich verlaufen bezeichnen, auch wenn die erzielten Ertragsmargen weiterhin nicht zufriedenstellend sind. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht1. PrognoseberichtDie mittel- bis langfristigen Auswirkungen des seit dem 24. Februar 2022 wütenden Krieges in der Ukraine, insbesondere der nach wie vor hohen Inflationsraten, sind derzeit nicht vorhersagbar. Bisher ist allerdings in den für die Unternehmensgruppe relevanten Produktgruppen keine wesentliche Kaufzurückhaltung der Konsumenten spürbar. Die Verkaufspreisverhandlungen für das Geschäftsjahr 2023 waren und sind wie in den Vorjahren davon geprägt, die notwendigen Margen wieder herzustellen. Bei einer zunehmenden Zahl von Kunden weichen die Kontraktzeitpunkte vom Geschäfts- und Kalenderjahr ab. Die Preisentwicklungen der Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Energie- und Transportpreise sowie deren Durchsetzung in den Verkaufspreisen prägen maßgeblich die Ertragsentwicklung der Unternehmensgruppe. In der Planung erwarten wir für die Entwicklung des konsolidierten Konzernumsatzes in den nächsten beiden Jahren moderate Steigerungen um jeweils rund 2,5-4 %. Die geplanten Investitionen werden sich in 2023 und 2024 mit jeweils EUR 50 Mio - EUR 60 Mio wieder näher am Niveau der Summe aus planmäßigen und den indirekt im Leasingaufwand enthaltenen Abschreibungen bewegen. Fortgesetzte Investitionen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung, aber auch zur Kapazitätssteigerung werden wie immer Teil der Aktivitäten bleiben. Für die Ertragslage wird in 2023 und 2024 eine leichte Erholung auf ein Niveau von EUR 30 Mio - EUR 40 Mio beim Jahresüberschuss erwartet. Die geplanten Umsatzrenditen (Konzernjahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) liegen in der Größenordnung von 1,5 %, für die vom Betriebsergebnis (EBITA) ausgehende Umsatzrendite entspricht dies einem Niveau von rund 3 %. Vermögens- und Finanzlage werden sich unter Berücksichtigung der Investitionen entsprechend entwickeln. 2. RisikoberichtAls Stammhaus und Obergesellschaft steuert die Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft das Risikomanagementsystem der gesamten Unternehmensgruppe. Hierzu gehören ein laufendes, mindestens monatliches Berichts- und Controllingsystem zur Überwachung der betrieblichen und finanziellen Kennzahlen, ein umfassendes Versicherungspaket sowie eine umfängliche Überwachung, Vermeidung und gegebenenfalls Absicherung offener Positionen, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Währungen. Im Versicherungsbereich werden - soweit möglich - vor allem alle potenziell existenzgefährdenden Risiken abgedeckt, wobei die Prämien unter anderem durch zumutbare Selbstbehalte reduziert werden. Alle anderen Absicherungsinstrumente wie beispielsweise Devisen- oder Warentermingeschäfte werden grundsätzlich nur zur Gegendeckung konkreter operativer Geschäfte eingesetzt. Dabei gilt der Grundsatz, möglichst jegliche Spekulation zu vermeiden. Im Rahmen des Risikomanagements werden die Führungskräfte systematisch zu ihren Risikoeinschätzungen befragt. Die grundsätzliche Einschätzung der Chancen und Risiken für die Gesellschaft hat sich auch mit Blick auf 2023 im Vergleich zur Vergangenheit nicht wesentlich verändert. Folgenden Risiken für die Gruppe wird von der Geschäftsleitung besondere Bedeutung beigemessen:
Weiterhin ist die fortgeschrittene Konzentration im Lebensmittelhandel weiter spürbar. Es ist immer wieder zu erleben, dass Wettbewerber, die angesichts der kundenseitigen Verhandlungsmacht schwächeln, diese Situation durch irrationales Preisverhalten temporär noch deutlich verschärfen können. Grundsätzlich ist, nach Ansticht der Geschäftsführung, weiterhin davon auszugehen, dass die Margenentwicklung auch in Zukunft zyklisch verläuft und notwendige Preiserhöhungen nicht immer zeitnah erzielbar sein werden.
Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen und künftige, den Fortbestand gefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind. 3. ChancenberichtDie konsequent weiter verfolgten Bestrebungen, das Marken- und das Industriegeschäft zu stärken und damit die Abhängigkeit von einigen Großkunden im Handelsmarkenbereich zu reduzieren, werden trotz krisenbedingter Rückschläge im Berichtsjahr auch zukünftig Früchte tragen. Hierdurch wächst nachhaltig ein stärkeres Gegengewicht zum volatileren, aber auch immer stärker innovationsgetriebenen Handelsmarkengeschäft, worin auch für die Zukunft weitere Marktchancen im In- und Auslandsgeschäft liegen. Zudem rechnen wir grundsätzlich damit, dass sich in "reifen" Süßwarenmärkten wie beispielsweise den USA der Handelsmarkenanteil mittelfristig weiter erhöhen wird und darüber hinaus auch Absatzmöglichkeiten für eigene Markenprodukte bestehen, wodurch sich für unsere Unternehmensgruppe weitere Wachstumschancen ergeben. Im erfolgreichen Ausbau des Geschäftsbereichs portionierte Getränke und Wassersprudler liegen weitere Möglichkeiten, an weltweit wachsenden Märkten zu partizipieren und mit internationalen und lokalen Partnern jeweils unabhängige Marktpositionen aufzubauen. Darüber hinaus bietet das Geschäft mit kompatiblen Kapseln etablierter Systeme weitere Wachstumsmöglichkeiten. Auch dem noch jungen Bereich gesunde Ernährung, der eine weltweit wachsende Verbrauchernachfrage bedient, messen wir erhebliche Wachstumschancen bei. Trends wie beispielsweise vegane Produkte werden in unterschiedlichen Geschäftsfeldern durch Neuproduktentwicklungen bedient. Aufgrund der bereits erreichten hohen Standards bergen die immer strenger werdenden Kundenanforderungen im Qualitätsbereich für die Unternehmensgruppe Chancen in der Marktpositionierung, sofern diese Anforderungen gleichermaßen auch für alle Wettbewerber Anwendung finden. Mit den fortgesetzten Aktivitäten in der Beschaffung nachhaltigen Rohkakaos, einer konsequenten Nachhaltigkeitspolitik in Bezug auf Palmöl, gruppenweit signifikanten Investitionen zur Reduktion des Energieeinsatzes in der Produktion und erheblichen Aktivitäten zum Einsatz nachhaltigerer Verpackungsmaterialien hat sich die Unternehmensgruppe in Sachen Nachhaltigkeit auch im Wettbewerbsvergleich eine so glaubwürdige Position erarbeitet, dass sich hieraus Absatzchancen ergeben. Aus der Tatsache, dass bei einigen Rohstoffen marktbedingt noch keine vollständige Deckung des Jahresbedarfs besteht beziehungsweise möglich ist, ergeben sich bei fallenden Marktpreisen grundsätzlich auch gewisse Chancen einer gegenüber der Planung/Kalkulation günstigeren Eindeckung. Dank an die Mitarbeiter und KundenWir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit großem Engagement eingesetzt haben. Wir danken unseren Kunden für das erneut entgegengebrachte Vertrauen und die partnerschaftlich konstruktive Zusammenarbeit im besonders herausfordernden Jahr 2022.
Bergisch Gladbach, den 31. März 2023 Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung Geschäftsführung Marc Krüger Dr. Guido Colsman Wiedergabe des BestätigungsvermerksAls Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 31. März 2023 KPMG
AG
gez. Hargarten, Wirtschaftsprüfer gez. Claßen, Wirtschaftsprüfer" 3 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der GeschäftsführungFolgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:
Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. 4 Durchführung der Prüfung4.1 Gegenstand der PrüfungWir haben den Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung des Konzerns und Konzerneigenkapitalspiegel - sowie den Konzernlagebericht der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr geprüft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Konzernabschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Konzernabschluss oder den Konzernlagebericht ergeben. Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des Konzerns oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. 4.2 Art und Umfang der PrüfungsdurchführungDie Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung: Die Grundzüge unseres Prüfungsvorgehens stellen wir im Folgenden dar: Phase I: Entwicklung einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten PrüfungsstrategieErlangung eines Verständnisses des Konzerns und der einbezogenen Unternehmen sowie Kenntnis der Rechnungslegungssysteme und des internen Kontrollsystems Festlegung von Prüfungsschwerpunkten auf Basis unserer Risikoeinschätzung:
Identifikation bedeutsamer Konzerngesellschaften Festlegung des Prüfungsumfangs, der Prüfungsstrategie und des zeitlichen Ablaufs der Prüfung Auswahl des Konzernprüfungsteams, Planung des Einsatzes von Spezialisten Abstimmung mit lokalen Prüfern Phase II: Auswahl und Durchführung kontrollbasierter PrüfungshandlungenAuswahl kontrollbasierter Prüfungshandlungen aufgrund von Risikoeinschätzung und Kenntnis der Geschäftsprozesse und Systeme Beurteilung der Ausgestaltung sowie der Wirksamkeit der ausgewählten rechnungslegungsbezogenen Kontrollmaßnahmen Beurteilung des Konsolidierungsprozesses Phase III: Einzelfallprüfungen und analytische Prüfungen von AbschlusspostenDurchführung analytischer Prüfungen von Abschlussposten Einzelfallprüfungen in Stichproben und Beurteilung von Einzelsachverhalten unter Berücksichtigung der ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, u. a. • Nutzung der Tätigkeit und der Prüfungsergebnisse der lokalen Prüfer Prüfung der Angaben im Konzernanhang und Beurteilung des Konzernlageberichts Phase IV: Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse und BerichterstattungBildung des Prüfungsurteils auf Basis der Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse Berichterstattung in Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk Detaillierte mündliche Erläuterungen der Prüfungsergebnisse gegenüber dem Management Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten November 2022 bis März 2023 bis zum 31 März 2023 durchgeführt. Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Den in § 320 Abs. 3 HGB geregelten Vorlage-, Duldungs- und Auskunftspflichten sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen sowie die Abschlussprüfer dieser Unternehmen nachgekommen. Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens haben uns die Vollständigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts schriftlich bestätigt. 5 Feststellungen zur Konzernrechnungslegung5.1 Konsolidierungskreis und KonzernabschlussstichtagDer Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist zutreffend ermittelt und im Konzernanhang dargestellt. Die Vorschriften zur Nichteinbeziehung (§ 296 HGB), zur Quotenkonsolidierung (§ 310 HGB) und zur Equity-Bilanzierung (§ 311, 312 HGB) wurden beachtet. Bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises sind die Wesentlichkeitsmaßstäbe des Vorjahres unverändert angewendet worden. Die Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach, wurde - wie im Vorjahr - mit ihrem Teilkonzernabschluss einbezogen. Die Zweckgesellschaft THESSIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, wurde entkonsolidiert. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht beeinträchtigt. Die Stichtage der Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. 5.2 KonzernabschlussDer uns zur Prüfung vorgelegte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde ordnungsmäßig aus den Jahresabschlüssen, dem Teilkonzernabschluss bzw. den Reporting Packages der konsolidierten Unternehmen abgeleitet. Die Gesamtheit der Konsolidierungsunterlagen (Konzernbuchführung) wird ordnungsmäßig geführt und alle Konsolidierungsbuchungen wurden zutreffend fortgeführt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in vereinzelten Fällen festgestellt, dass die getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen nur eingeschränkt geeignet sind, die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu gewährleisten. In vereinzelten Fällen haben wir hinsichtlich des Benutzerberechtigungskonzepts Feststellungen getroffen, die das Risiko unberechtigter Zugriffe bergen. Zudem wurde für den Programmänderungsprozess eine unzureichende Dokumentation über erfolgte Freigaben der Fachbereiche identifiziert. Aufgrund dieser Feststellungen haben wir unsere Prüfungshandlungen ausgeweitet, um ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu erlangen. Dazu haben wir automatische Kontrollen substanziell getestet und weitere mitigierende Prüfungshandlungen durchgeführt. Unsere zusätzlichen Prüfungshandlungen haben keine Hinweise ergeben, dass die aus den genannten Sachverhalten resultierten Risiken des unberechtigten Zugriffs und unautorisierter Änderungen im Ergebnis wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Die angewendeten Konsolidierungsmethoden entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften. Sie sind im Konzernanhang vollständig und zutreffend dargestellt. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalspiegel des Konzerns sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß aufgestellt. Die gesetzlich geforderten Angaben im Konzernanhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend erfolgt. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 und § 314 Abs. 3 HGB ist zu Recht erfolgt. 5.3 KonzernlageberichtDer Konzernlagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften. 6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Konzernabschlusses6.1 Erläuterungen zur GesamtaussageDie angewendeten Bewertungsmethoden für die Posten des Konzernabschlusses entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind im Konzernanhang (vgl. Anlage 1.3 Abschnitt 4) beschrieben. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Konzernabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns: Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und BeteiligungenDie Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der beizulegende Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen und der übrigen Beteiligungen wird im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode durch Diskontierung des zu erwartenden Free-Cashflows mit einem risikoadäquaten Zinssatz in einer Nachsteuerbetrachtung ermittelt. Hierzu wurden - soweit vorhanden - die Jahresplanungen für die folgenden fünf Jahre zugrunde gelegt. Soweit keine Mehrjahresplanung vorhanden war, wurde mit dem hochgerechneten durchschnittlichen Ergebnis der letzten Jahre geplant. Folgende sachverhaltsgestaltende Maßnahme mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Konzernabschlusses wurde durchgeführt: ForderungsverkaufIm Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495. Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert. Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus dem Forderungsverkauf unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des KonzernabschlussesIn Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen sind wir der Überzeugung, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. 7 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns7.1 ErtragslageZur Darstellung der Ertragslage zeigen wir in der nachfolgenden Übersicht eine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete Ergebnisrechnung:
(1) UmsatzerlöseDie im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse auf Konzernebene zeigen folgende Verteilung auf die Tätigkeitsbereiche der Gruppe:
Die Krüger-Gruppe verzeichnete in 2022 einen Umsatzanstieg von TEUR 441.522 (23,5 %). Der größte Anstieg der Umsatzerlöse mit TEUR 231.617 (56,4 %) ist im Bereich Milch-Halbfabrikate zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Marktpreisentwicklung zurückzuführen. Im Bereich Kapselprodukte konnte die starke Umsatzentwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden (Steigerung in Höhe von TEUR 44.482 bzw. 29,9 %). Wachstumstreiber waren im Wesentlichen Wassersprudler und CO 2 -Zylinder sowie kompatible Kaffeekapselvarianten. Im Bereich Schokolade-, Kakao- und Zuckerwaren konnte ein Umsatzzuwachs von TEUR 99.279 (11,8 %) erreicht und damit die starke Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden. Dieses Wachstum konnte sowohl durch reguläre und außerordentliche Preisanpassungen als auch durch Absatzwachstum im Handelsmarken- und Markengeschäft erzielt werden. Der Umsatz im Bereich Instantprodukte stieg maßgeblich aufgrund von Preiserhöhungen um weitere TEUR 61.482 (15,5 %). Pharmaprodukte wuchsen angesichts eines weiterhin gebremsten Apothekengeschäfts nur leicht, der Bereich gesunde Ernährung wuchs hingegen weiter, sodass die Kategorie in Summe um TEUR 4.662 (5,7 %) im Umsatz stieg. Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse im Inland erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 21,0 %. Die Auslandsumsätze verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 25,6 %. Insgesamt stieg der Auslandsanteil von 54,4 % auf 55,3 %. Die Umsatzrentabilität stieg von 2,0 % in 2021 auf 2,1 % in 2022. 1 (2) Andere laufende betriebliche ErträgeDie anderen betrieblichen Erträge auf Konzernebene setzen sich wie folgt zusammen:
(3) MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
1 Die Umsatzrentabilität stellt das
Betriebsergebnis im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen dar.
Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr um TEUR 375.756 (29,3 %). Die Umsatzerlöse unter Einbeziehung der Bestandsveränderung stiegen im Vergleich zum Materialaufwand um 23,2 % (TEUR 440.049). Die Materialaufwandsquote entwickelte sich dementsprechend wie folgt:
(4) PersonalaufwandDer Personalaufwand verteilt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für Leihkräfte in Höhe von TEUR 26.125 (i. Vj. TEUR 24.557) ist die Personalaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr auf 11,5 % (i. Vj. 13,5 %) gesunken. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich Leihkräfte) betrug im Jahresdurchschnitt:
(5) BetriebsaufwendungenDie Betriebsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.094. Die Zusammensetzung und Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
(6) VerwaltungsaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.497 gestiegen und weisen folgende Zusammensetzung auf:
(7) VertriebsaufwendungenDie Vertriebsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
(8) Übrige betriebliche AufwendungenDie übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
(9) BeteiligungsergebnisDas Beteiligungsergebnis resultiert aus den folgenden Erträgen:
(10) ZinsergebnisDas Zinsergebnis auf Konzernebene ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
(11) Neutrales ErgebnisDie Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:
(12) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
7.2 VermögenslageIn der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:
(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel, der dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist (vgl. Anlage 1.3), hervor. Der Anteil des Konzernanlagevermögens am Gesamtvermögen ist von 46,6 % auf 40,1 % leicht gesunken. Der Buchwert für immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 40.400 betrifft mit TEUR 27.515 (i. Vj. TEUR 31.718) Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Das Sachanlagevermögen (zu Buchwerten) entwickelte sich wie folgt:
Die Zugänge von TEUR 36.191 entfallen mit TEUR 19.853 auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Insgesamt betreffen sie die folgenden Standorte:
Im Finanzanlagevermögen ergaben sich zu Buchwerten die folgenden Veränderungen:
Für das Anlagevermögen ergeben sich auf Basis der Bilanz die folgenden Bilanzkennzahlen:
(2) VorräteDie Vorräte entfallen auf die folgenden Konzernunternehmen:
(3) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf die folgenden Konzernunternehmen:
Im Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495. Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert. Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus dem Forderungsverkauf unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Unterdeckung beträgt zum Stichtag TEUR 5.734 und setzt sich zusammen aus Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG (TEUR 2.218), Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH (TEUR 1.606), Lactoland Trockenmilchwerk GmbH (TEUR 1.514) sowie Wilhelm Reuss B.V. (TEUR 396). (4) Übrige AktivaDie übrigen Aktiva setzen sich wie folgt zusammen:
(5) KonzerneigenkapitalDas Konzerneigenkapital stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Kapitalanteile an der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft werden zu 50 % von der Krüger Familienholding GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach, und zu 50 % von der Pfeifer & Langen Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, gehalten Die Komplementärin, die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, hält keine vermögensmäßige Beteiligung. Die Rücklagenentwicklung im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 8. April 2008 werden die Gewinnanteile eines Geschäftsjahres zunächst den Gesellschaftern auf ihren laufenden Gesellschafterkonten in voller Höhe gutgeschrieben. Direkt anschließend werden diesen Gesellschafterkonten die Gewinngutschriften in voller Höhe wieder belastet und in eine freie Rücklage eingestellt. Die Eigenkapitalquote der Krüger-Gruppe beträgt 32,7 % (i. Vj. 35,8 %). (6) PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.158 auf TEUR 18.573 gestiegen. Sie betreffen fast ausschließlich Verpflichtungen der Ludwig Schokolade GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, gegenüber Rentnern und Anwärtern aufgrund von Einzelzusagen und Zusagen im Rahmen eines Versorgungswerks. Die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Zu einem Teil der Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen und zu einem anderen Teil ein Rückforderungsanspruch gegen die Van Houten International GmbH & Co. KG, Norderstedt. Die betreffenden Aktivwerte und der Rückforderungsanspruch sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. (7) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen entfallen auf Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Die Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse/Kundenrückvergütungen sind für die voraussichtlichen Rückerstattungsansprüche an Handelsorganisationen und ähnliche Vergütungen für das abgelaufene Geschäftsjahr und frühere Jahre gebildet worden. (8) Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen - aufgegliedert nach Fristigkeiten -auf die folgenden Konzernunternehmen:
(9) Übrige PassivaDie übrigen Passiva setzen sich wie folgt zusammen:
Die Steuerverbindlichkeiten betreffen ausschließlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten. 7.3 FinanzlageÜber die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die Kapitalflussrechnung (Anlage 1.4) Aufschluss:
Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 72.013 ergibt sich im Wesentlichen durch die im Vergleich zum Vorjahr stärkere Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva um TEUR 96.738 verglichen mit einer nur geringfügigen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um TEUR 199. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 576 gestiegen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17.261 verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen um TEUR 7.349. Daneben sind die Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Unternehmen um TEUR 8.405 gesunken. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weist in 2022 im Saldo Mittelzuflüsse von TEUR 31.663 (i. Vj. Mittelabflüsse von TEUR 96.579) auf. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der um TEUR 63.064 höheren Aufnahme neuer Bankkredite mit mittel- und langfristiger Gesamtlaufzeit. Zudem liegen Einzahlungen im Rahmen der Finanzierung von Vorräten von TEUR 16.128 (i. Vj. Auszahlungen von TEUR 14.296) vor. Daneben ist eine Abnahme von TEUR 21.354 (i. Vj. Zunahme von TEUR 19.289) der übrigen Bankverbindlichkeiten, die nicht von mittel- oder langfristiger Gesamtlaufzeit sind, zu berücksichtigen. 8 SchlussbemerkungenDieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021) erstellt. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.
Köln, den 31. März 2023 KPMG
AG
Sebastian Hargarten 31.03.2023 Hargarten, Wirtschaftsprüfer Dominik Claßen 31.03.2023 Claßen, Wirtschaftsprüfer AnlagenAnlage 1Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und KonzernlageberichtKonzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. AllgemeinesDer Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 wurde gemäß den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Bergisch Gladbach und ist beim Amtsgericht in Köln unter HRA 19406 eingetragen. 2. KonsolidierungskreisDie in den Konzernabschluss einbezogenen sowie die nicht einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß Anlage 1 zum Anhang. Die in 2020 gegründete Gesellschaft THE GOOD TASTE ANGELS GmbH, Bergisch Gladbach wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach verschmolzen. Wegen Ablauf des Immobilien-Leasing-Vertrages mit der THESSIS GrundstücksVermietungsgesellschaft, Pullach i. Isartal und Kauf der Immobilie (Hochregallager) durch die Krüger GmbH & Co. KG wurde die Zweckgesellschaft zum 1. April 2022 entkonsolidiert. Das Konzernergebnis wurde durch diese Entkonsolidierung um TEUR 368 positiv beeinflusst. Die nicht konsolidierten in- und ausländischen verbundenen Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es handelt sich bei diesen Gesellschaften entweder um reine Komplementär-Gesellschaften, um ruhende Gesellschaften oder um Vertriebsgesellschaften, deren Umsatzerlöse bei Durchführung einer Aufwands- und Ertragskonsolidierung nur einen geringfügigen Einfluss auf die Umsatzerlöse des Konzerns hätten. Für die folgenden Unternehmen wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf einen gesonderten Ausweis und die Anwendung der Equity-Methode wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet:
3. Konsolidierungsgrundsätze und WährungsumrechnungDie Kapitalkonsolidierung wird erfolgsneutral gemäß § 301 HGB durch Verrechnung des Beteiligungswertansatzes bei der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen vorgenommen. Im Falle von Aufstockung der Anteile an konsolidierten Tochterunternehmen ohne Kontrollwechsel wird die Erwerbsmethode angewendet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden Firmenwerte über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die einbezogenen Unternehmen werden mit Ausnahme der Natur Produkt Pharma Sp. z o.o., Ostrow Mazowiecka/Polen, voll konsolidiert. Die Natur Produkt Pharma Sp. z o.o. wurde im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogen. Die zwischen den voll konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden nach § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet. Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Darlehensbeziehungen werden dabei erfolgswirksam eliminiert. Quotal einbezogene Unternehmen werden entsprechend behandelt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände des Anlage- und Vorratsvermögens, die von anderen Konzernunternehmen geliefert wurden, werden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung in der Konzernbilanz mit den Werten angesetzt, die sich ergeben hätten, wenn alle konsolidierten Unternehmen ein einziges Unternehmen bilden würden. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden dabei nach einheitlichen Bewertungsvorschriften gemäß § 308 HGB bewertet. Mit der Zwischenergebniseliminierung werden somit die Gewinn- und Verlustanteile herausgerechnet, welche zwar aus Sicht des einzelnen einbezogenen Lieferunternehmens realisiert sind, vom Standpunkt des Konzerns jedoch nicht oder noch nicht als realisiert anzusehen sind. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen im Anlagevermögen wird bis TEUR 10 pro Einzelfall bzw. TEUR 100 pro Anlagenlinie aufgrund von Geringfügigkeit verzichtet. Zwischengewinne bei Vorräten mit einem Bestandswert von unter TEUR 10 pro Material werden ebenfalls wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert. Aufwendungen und Erträge aus dem Geschäftsverkehr zwischen den Gesellschaften des Konsolidierungskreises werden entsprechend § 305 HGB eliminiert. Dabei werden die Umsatzerlöse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen des Empfängers verrechnet. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den Konzernunternehmen werden mit den entsprechenden Aufwendungen der Leistungsempfänger verrechnet. Ferner werden die Beteiligungserträge innerhalb des Konsolidierungskreises erfolgswirksam eliminiert. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 274 und § 306 HGB. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die jeweils maßgeblichen gesellschaftsspezifischen Ertragssteuersätze zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden stets saldiert. Die Währungsumrechnung von ausländischen einbezogenen Konzernunternehmen von Fremdwährungen in die Währung der Konzernobergesellschaft (EUR) erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Hinsichtlich des Vermögens und der Schulden erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, hinsichtlich des Eigenkapitals zu historischen Kursen und hinsichtlich der Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Differenzen werden erfolgsneutral behandelt. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Fortschreibung von Bilanzposten werden erfolgsneutral in Höhe von TEUR -3.968 (i. Vj. TEUR -3.479) im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. 4. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - soweit notwendig - vorgenommen. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden seit dem 1. Januar 2016 mangels verlässlicher Schätzung über die typisierte Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Bauten werden über Nutzungsdauern von höchstens 46 Jahren linear vorgenommen. Bei den beweglichen Anlagegütern werden Zugänge bis einschließlich 2007 degressiv abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungen führt. Bei Zugängen seit dem 1. Januar 2008 erfolgt wie bei unbeweglichen Anlagegütern stets eine lineare Abschreibung. Nachaktivierungen auf bereits bestehende Anlagen sowie gebraucht erworbene Anlagen und Maschinen werden grundsätzlich über sieben Jahre abgeschrieben. Neue Maschinen werden grundsätzlich über zehn Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden wegen dauernder Wertminderung vorgenommen. Bewegliche abnutzbare Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden seit dem 1. Januar 2008 in einen wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd abgeschrieben. Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt mit den durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den letzten Anschaffungskosten bzw. Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Im Bereich der Betriebsstoffe wurden teilweise Festwerte gebildet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer, einer geminderten Verwendbarkeit sowie aus anderen Gründen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Unfertige sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren, deren Erlöse nicht kostendeckend sind, werden verlustfrei mit den aus den zukünftig erzielbaren Erlösen abgeleiteten Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in fremder Währung werden am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, sofern keine Einbeziehung in eine Bewertungseinheit erfolgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren passiviert. Es wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewandt. Für die handelsbilanzielle Bewertung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,78 % und 1,79 % (Durchschnitt zehn Jahre) (Vorjahr: 1,87 % bis 1,90 %) sowie ein Rententrend von 2,0 % bis 2,2 % (Vorjahr: 1,90 %) verwendet. Da es sich um ein geschlossenes Versorgungswerk handelt, entfällt die Berücksichtigung von Gehaltstrends. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die abgelaufene Geschäftsjahre betreffen, auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung tragen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Rückstellungen für Pensionen wird der Zinssatz für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 10 Jahren zugrunde gelegt. Hierzu werden nach § 253 Abs. 2 HGB die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze genutzt. Bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren beträgt dieser zum Bilanzstichtag 1,47 %. Die Effekte aus Abzinsung werden im Finanzergebnis gezeigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden in den einbezogenen Einzelabschlüssen am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, sofern keine Einbeziehung in eine Bewertungseinheit erfolgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt. Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode, die Wertänderungen über die Laufzeit der Bewertungseinheit im Abschluss nicht erfasst. 5. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem in der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellten Anlagespiegel. Die Angaben über den Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB sind der als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen von TEUR 1.623 (i. Vj. TEUR 468) sowie laufendem Verrechnungsverkehr und haben keine Restlaufzeit länger als ein Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Steuererstattungsansprüche und andere Erstattungsforderungen gegen Finanzbehörden (TEUR 29.130), Sperrbeträge und Guthaben zu Forderungsverkäufen (TEUR 8.201), antizipierte Strom- und Mineralölsteuererstattungsansprüche (TEUR 3.838), Bonuszahlungen (TEUR 1.945), Forderungen aus Pensionsansprüchen (TEUR 1.254). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 1.254 (i. Vj. TEUR 1.371) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt verändert:
Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 779 (i. Vj. TEUR 1.156). Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Personalrückstellungen insbesondere für nicht genommenen Urlaub, Freizeitguthaben, Berufsgenossenschaft, Tantiemen und Prämien TEUR 17.439 (i. Vj. TEUR 14.430), ausstehende Eingangsrechnungen und Gutschriften TEUR 16.990 (i. Vj. TEUR 17.180), Werbekostenzuschüsse und Kundenvergütungen TEUR 18.437 (i. Vj. TEUR 16.163), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 4.348 (i. Vj. TEUR 2.221) Gewährleistungsansprüche TEUR 2.154 (i. Vj. TEUR 2.000) sowie Rechts- und Beratungs- sowie Jahresabschlusskosten TEUR 1.546 (i. Vj. TEUR 1.561). Die Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Einzelnen dargestellt:
Die Besicherung weist folgende Art und Form auf:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen EUR 230,0 Mio einen in 2018 neu abgeschlossenen Konsortialkredit mit der Krüger Finance International BVBA, Vilvoorde/Belgien, als originärer Kreditnehmerin. Es besteht eine Mithaftung mehrerer Konzerngesellschaften. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 81) sowie laufendem Verrechnungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Vorräten TEUR 45.056 (i. Vj. TEUR 28.378), Verbindlichkeiten aus Mietkauf TEUR 4.995 (i. Vj. TEUR 0), Rückzahlungsbetrag aus Factoring Verkäufen TEUR 4.219 (i. Vj. TEUR 5.241), Zylinder in Kommission TEUR 1.874 (i. Vj. TEUR 1.560) und Verbindlichkeiten aus zukünftigen Amortisationskosten TEUR 186 (i. Vj. TEUR 424) Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Zuschüsse enthalten. Latente SteuernZum 31. Dezember 2022 wird ein aktiver Überhang latenter Steuern von TEUR 11.661 (i. Vj. TEUR 7.873) bilanziert. Dieser beinhaltet mit TEUR 8.414 aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Im Übrigen entstehen aktive latente Steuern insbesondere aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen, die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie abweichende Wertansätze im Sachanlagevermögen beinhalten, aus Rückstellungen für Pensionen und drohende Verluste sowie Konsolidierungsvorgängen. Die Konsolidierungsvorgänge sind auch die Hauptursache für passive latente Steuern. Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden gesellschaftsspezifische Ertragsteuersätze zwischen rund 8,40 % und 31,93 % zugrunde gelegt. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen des KonzernsEs bestehen insgesamt langfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 110.549. Im Einzelnen resultieren diese aus Miet- und Pachtverträgen TEUR 5.735, Leasingverträgen TEUR 74.616, Bestellobligos aus laufenden Investitionsvorhaben TEUR 11.720 sowie andere sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.479. Davon entfallen TEUR 0 auf das quotenkonsolidierte Unternehmen. 7. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen stellt sich wie folgt dar:
Nach Absatzgebieten ergibt sich die folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem folgende Erträge:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Vertriebsaufwand sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Zudem sind folgende Aufwendungen enthalten:
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten TEUR 572 (i. Vj. TEUR 1.247) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 8. Sonstige AngabenIm Durchschnitt des Geschäftsjahres betrug die Zahl der Mitarbeiter:
Im Hinblick auf saisonale Schwankungen ist der zwölfte Teil der Summe aus den jeweils am Monatsende im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmern zugrunde gelegt worden. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf:
FactoringIm Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen Forderungsverkäufe bei 13 Konzerngesellschaften. Der in Anspruch genommene Betrag aus revolvierenden Forderungsverkäufen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 125.495. Unter Berücksichtigung eines Sperrbetrags von 2,75 % bis 11,46 % (TEUR 4.848) auf die angekauften Forderungen sowie Forderungen, die zum Stichtag über den für Finanzierungszwecke in Anspruch genommenen Betrag einschließlich zugehörigem Sperrbetrag hinaus abgetreten sind (TEUR 3.353), sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch zum 31. Dezember 2022 um TEUR 123.027 gemindert. Der Sperrbetrag sowie der Forderungsüberhang werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Analog wird eine Unterdeckung aus den Forderungsverkäufen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese beträgt zum Stichtag TEUR 4.219. Ein Teil der Betriebsgrundlagen wird durch Leasing finanziert. Es handelt sich dabei um Mobilien-Leasing, insbesondere von technischen Anlagen und Maschinen sowie Kraftfahrzeugen. Die Forderungsverkäufe und das Leasing stellen eine günstige Finanzierungsform dar und führen zu einer Verkürzung der Bilanzsumme. Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenIm Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehende Zahlungsstromrisiken in Bezug auf Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Dazu gehören insbesondere Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und -swaps sowie börsengehandelte Kakaobohnen-Futures. Derivative Finanzinstrumente, die in wirtschaftlich notwendigem und entsprechend dokumentiertem Sicherungszusammenhang mit anderen oder originären Finanzinstrumenten stehen, werden gemäß § 254 HGB als Micro-und Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Fälligkeit, Währung und Fristigkeit, sowie die Durchhalteabsicht bis zur Fälligkeit der Sicherungsbeziehung. Da sich die wertbestimmenden Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte vor dem Hintergrund einer Prolongationsstrategie weitgehend entsprechen, wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen prospektiv und rückwirkend anhand der "critical terms match-Methode" ermittelt. Innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten werden nicht realisierte Verluste bis zur Höhe nicht realisierter Gewinne aufgerechnet (Einfrierungsmethode). Die entsprechenden Grundgeschäfte werden mit dem Sicherungskurs bewertet. Für drohende Verluste aus der Einzelbewertung derivativer Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang werden Rückstellungen gebildet. Nicht realisierte Gewinne bleiben bilanziell unberücksichtigt. Am Bilanzstichtag sind folgende derivative Finanzinstrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt:
Die im Vorjahr offenen Geschäfte zum 31. Dezember 2021 gliederten sich wie folgt:
Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von WährungsrisikenZur Absicherung von Währungsrisiken bei fakturierten und geplanten Fremdwährungsforderungen hat die Gesellschaft Devisengeschäfte in gleicher Höhe mit externen Banken abgeschlossen. Im Bereich des Britischen Pfundes wurden zur Absicherung des Wechselkursrisikos als Portfolio-Hedges zu antizipierten und fakturierten Käufen und Verkäufen in GBP im gleichen Umfang klassische Termingeschäfte über den An- und Verkauf von GBP mit Fälligkeiten von Januar 2023 bis Dezember 2023 abgeschlossen. Die Geschäfte in Bewertungseinheiten über TGBP 61.953 weisen positive beizulegende Zeitwerte zum Bilanzstichtag per Saldo von TEUR 1.178 (i. Vj. TEUR -2.041) auf. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Der Umfang der antizipierten Verkäufe in GBP wurde auf der Basis der Vertriebs- und Produktionsplanung ermittelt, die für diesen Zeitraum angesichts langjähriger Lieferbeziehungen mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens entsprechende Umsatzerlöse und Materialeinkäufe in GBP erwarten lässt. Zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus Warenein- und verkäufen in USD wurden im gleichen Umfang zur Absicherung des Wechselkursrisikos klassische Devisentermingeschäfte über den An- und Verkauf von TUSD 25.387 abgeschlossen. Aus diesen von Januar bis Dezember 2023 fällig werdenden Geschäften ergab sich zum Stichtag per Saldo ein negativer beizulegender Zeitwert von TEUR 103 (i. Vj. TEUR positiv 82). Des Weiteren wurden Devisentermingeschäfte über den Verkauf von TPLN 13.365 abgeschlossen. Hieraus ergab sich zum Stichtag per Saldo ein positiver beizulegender Zeitwert von TEUR 892. Weiterhin bestanden Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag in Schweizer-Franken über TCHF 306. Der beizulegende Zeitwert aus diesem Geschäft weist einen beizulegenden negativen Zeitwert von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 9) aus. Daneben bestanden Devisentermingeschäfte in australischen Dollar von TAUD 31 aus. Dieses Geschäft weist einen beizulegenden negativen Zeitwert von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0) aus. Eine Bilanzierung wurde aufgrund des Bestehens von Bewertungseinheiten mit entsprechenden Einkaufskontrakten nicht vorgenommen. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Die antizipierten Ein- und Verkäufe wurden auf Basis des Vorjahresverbrauchs und -umsatzes ermittelt, weshalb für diesen Zeitraum mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens entsprechende Transaktionen zu erwarten sind. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zu den Devisentermingeschäften beruht auf Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von Forward-Wechselkursen zum Bilanzstichtag. Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von RohstoffpreisrisikenZur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken von Kakaobohnen hat die Gesellschaft derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Dabei handelt es sich um Kakaobohnen-Futures mit Lieferterminen März 2023, Mai 2023 und Juli 2023, September 2023, Dezember 2023 und März bis Mai 2024. Für börsengehandelte Ein- und Verkaufspositionen in den Lieferzeiträumen 2023 und 2024 wurden Bewertungseinheiten mit Ein- und Verkaufsverträgen in gleicher Höhe mit gleicher Fälligkeit im Rahmen von Portfolio-Hedges gebildet. Es wurde eine Betrags-, Basiswert- und Fristenidentität eingehalten. Die in Bewertungseinheiten zusammengefassten Kontrakte haben per Saldo einen negativen Marktwert von TEUR 732 (i. Vj. positiv TEUR 30). Daher wurde für diese Geschäfte keine Rückstellung für drohende Verluste (i. Vj. TEUR 0) gebildet. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Die genannten Kakaobohnen-Futures dienen der Absicherung des auf Grundlage der Rezepturen ermittelten Kakaobedarfs aus offenen Verkaufskontrakten mit Kunden. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Kakaobohnen-Futures beruht auf dem jeweiligen Börsenpreis zum Bilanzstichtag. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung des KonzernsDer Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Er beinhaltet bezüglich quotal einbezogener Unternehmen Kassenbestände in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.576 (i. Vj. TEUR 1.398). NachtragsberichtGrößere wirtschaftliche Auswirkungen infolge der auch zu Beginn des Jahres 2023 fortbestehenden Coronapandemie treffen den Krüger GmbH & Co KG Konzern aktuell nicht. Für das Jahr 2023 lassen sich mögliche Spätfolgen der Pandemie derzeit nicht zuverlässig beziffern. Sie werden jedoch fortlaufend analysiert. Die bereits im Jahresverlauf 2022 beobachteten Risiken durch Inflation, Rezession und Handelskonflikte bestehen auch im Geschäftsjahr 2023. Die angespannte Situation auf den internationalen Beschaffungsmärkten sowie die andauernde Energiekrise und die Zinswende werden die kommenden Jahre voraussichtlich belasten. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Krieg in der Ukraine zu geopolitischen und internationalen Spannungen führt und daher Risiken für die Sicherheit in Europa sowie die Wirtschaft bestehen können. Eine zuverlässige Quantifizierung der Folgen und ihrer Auswirkungen lassen sich jedoch nicht sicher bewerten. Sie werden jedoch fortlaufend analysiert. Durch die Akquisition des Geschäftsbereichs eines direkten Konkurrenten mit einem Umsatz im unteren zweistelligen Millionenbereich erhöht sich der Umsatz des Konzerns im unteren einstelligen Prozentbereich. Zudem wird dadurch die Zahl der Hersteller im Bereich Süßstoffe und Instanttee weiter reduziert. Weiter haben sich nach dem Bilanzstichtag bisher keine Ereignisse von besonderer Bedeutung zugetragen. ErgebnisverwendungsvorschlagGemäß Gesellschaftsvertrag des Mutterunternehmens wird das Jahresergebnis des Mutterunternehmens in die Rücklagen eingestellt. Geschäftsführung der ObergesellschaftDie Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin der Krüger GmbH mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich, vertreten durch ihre Geschäftsführer
Die Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich, ist beim Amtsgericht Berndorf, Abteilung A, unter Nr. FN555730 eingetragen. Das Stammkapital der Komplementärin beträgt TEUR 40.
Bergisch Gladbach, den 31. März 2023 Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung Geschäftsführung Marc Krüger Dr. Guido Colsman Anlage 1 - Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGBBeteiligungsliste der in den Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft einbezogenen und nicht einbezogenen Unternehmen zum 31. Dezember 2022In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
In den Konzernabschluss nicht einbezogene Unternehmen
1 Die Gesellschaft, Ist gemäß §
264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen
handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht
nach den für Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und
offenzulegen.
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
Kapitalflussrechnung des Konzerns 2022
Konzerneigenkapitalspiegel
Wirtschaftliche Grundlagen des Konzerns
Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der Muttergesellschaft
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