Kabelwerk Meissen GmbH
Niederauer Straße 52, 01662 Meißen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Bechthold seit 4.5.2026 | Prokura |
Markus Kühnert seit 4.5.2026 | Prokura |
Kai Kubatzky seit 10.9.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH)MeißenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell der Kabelwerk Meissen GmbH Die Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH), Meißen (im Folgenden: KWM), entwickelt, produziert und vertreibt Kabel und Leitungen unterschiedlichster Art. Das umfangreiche Produktsortiment lässt sich grundsätzlich in Ader-, Steuer-, Spezial- und Schlauchleitungen aufteilen. Dieses umfangreiche Produktsortiment ist auf eine Belieferung der unterschiedlichsten Branchen ausgerichtet. 2. Organisation und Unternehmenssteuerung Das Managementsystem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nachfolgenden Normen erneut erfolgreich auditiert: ISO 9001:2015 und ISO 50001:2018. Das Zertifikat für ISO 9001:2015 wurde am 24. August 2023 erteilt und gilt bis zum 23. August 2026. Das Zertifikat für ISO 50001:2018 gilt seit 14. Juni 2023 bis zum 11. Juni 2026. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand verschiedener betriebswirtschaftlicher Kennzahlen wie Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Jahresüberschuss. Die Gesellschaft setzt ein umfangreiches Steuerungssystem für diese und andere Kennzahlen ein. Dazu gehören ein monatliches Reporting und diverse Besprechungen unter anderem auch mit den Gesellschaftern, in denen die Geschäftslage diskutiert wird. Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis der Jahresplanung. Die Jahresplanung berücksichtigt die Geschäftsentwicklung aus dem vergangenen Jahr sowie Umsatzprognosen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % gestiegen. Diese Umsatzsteigerung beruht zum einen auf Basis des bis zur Jahresmitte 2023 weiterhin positiven Trends im Auftragseingang und zum anderen auf dem hohen Auftragsbestand. Ab Jahresmitte 2023 hat eine spürbare Beruhigung im Auftragseingang eingesetzt. Mit Beginn des 4. Quartals 2023 wurde ein neues ERP-System (SAP ECC 6.0) eingeführt. Dies hat durch geplante Vorbereitungsarbeiten den Umsatz zum Ende des 3. Quartals negativ beeinflusst. Auch der Produktionsstart im 4. Quartal wurde geplant konservativ gestaltet. Die vorgesehene Steigerung des Umsatzes von rund 1,9 % konnte trotz der beschriebenen Einflussfaktoren und der Kupferpreisentwicklung übertroffen werden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Materialaufwendungen, aufgrund gestiegener Rohstoffpreise, erhöht. Der Rückgang des Jahresüberschusses im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ist erheblich beeinflusst durch die Einführung des neuen ERP-Systems und den damit verbundenen Kosten sowie den gestiegenen Leasingaufwendungen zur Modernisierung des Maschinen- und Anlagenparks. Zusätzlich haben Abwertungseffekte im Bereich Kupfer die Ergebnisentwicklung belastet. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weltwirtschaft bleibt konstant Laut den aktuellen Erhebungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2023 um ca. 3,1 % gewachsen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die gleichen Annahmen. Ihren Angaben zufolge bleibt das Wachstum konstant, dabei geht sie ebenfalls von einer Steigerung von ca. 3,1 % für das abgelaufene Geschäftsjahr aus. Als Hauptgrund für die solide wachsende Wirtschaftsleistung wird eine relativ widerstandsfähige globale Wirtschaftstätigkeit genannt. Außerdem geht die Inflation weiter zurück und das Vertrauen des privaten Sektors verbessert sich. Allerdings sind die Auswirkungen der restriktiven monetären Bedingungen nach wie vor spürbar, insbesondere auf den Immobilien- und Kreditmärkten. Gedämpftes Wachstum in der EU Laut Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 sowohl in der Eurozone als auch in der EU insgesamt um jeweils ca. 0,5 %. Der EU-Raum blieb somit deutlich hinter den erzielten Wachstumsraten der Weltwirtschaft zurück. Gründe für das gedämpfte Wachstum sind neben der niedrigen Kaufkraft der privaten Haushalte, die hohen Zinsen sowie die gestiegene Inflationsrate. Die wirtschaftliche Eintrübung entspricht den Prognosen des IWFs, der ebenfalls von ca. 0,5 % für den Euroraum ausgeht. Die Rahmenbedingungen bleiben im abgelaufenen Geschäftsjahr schwierig. Der Ukraine-Krieg hat die Wirtschaft in der EU getroffen und birgt neben dem Konflikt im Nahen Osten nach wie vor Abwärtsrisiken. Deutsche Konjunktur rückläufig Insgesamt schrumpfte die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Jahr laut Statistischem Bundesamt um 0,3 %. Hauptgrund dafür ist eine sinkende Nachfrage in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Dabei sind mehrere Belastungsfaktoren zu nennen. Durch eine restriktive Geldpolitik, mit der zur Bekämpfung der Inflation die Leitzinsen durch die Notenbanken kräftig angehoben wurden, ist die Finanzierung von Investitionen deutlich teurer geworden. Zusätzlich wird die Wirtschaft durch einen hohen Krankenstand und etlichen Streiks bei der Deutschen Bahn belastet. Entwicklung der Rohstoffmärkte Die Ertragslage der Gesellschaft wird wesentlich durch den Weltmarktpreis für Kupfer beeinflusst. Insgesamt waren die Rohstoffpreise für Kupfer während des Geschäftsjahres 2023, wie bereits in den Vorjahren, hohen Schwankungen unterworfen. Die Preise bewegten sich im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2023 unter denen des Vorjahres und im zweiten Halbjahr in etwa auf demselben Niveau. Zum Jahresende lag der Kupferpreis stichtagsbezogen ca. 1,1 % unter dem Vorjahreswert. 3. Branchenentwicklung Nach den aktuellen Einschätzungen des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) lag der Zuwachs des weltweiten Elektromarkts gegenüber 2022 bei rund 9,0 %, wobei sowohl die Märkte in den Industrieländern als auch diejenigen in den Schwellenländern wuchsen. In Europa und Nordamerika nahmen sie um ca. 9,0 % bzw. um ca. 7,0 % zu, in den Schwellenländern und Asien sogar um jeweils ca. 10,0 %. Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 6,0 %. Der Inlandsumsatz lag ca. 6,8 %, der Exportumsatz ca. 5,3 % über dem Vorjahresniveau. Preisbereinigt blieb die Produktion allerdings unverändert zum Vorjahr und konnte keine Steigerung erzielen. Die Maschinenbauer in Deutschland (VDMA) melden ebenfalls positive Zahlen für 2023. Ihre Umsätze wuchsen gegenüber dem Vorjahr um ca. 7,7 %. Die Produktion stieg zwar nominal um 7,2 %, sank allerdings real um ca. 1,0 %. III. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Bis Mitte 2023 entwickelte sich der Auftragseingang weiterhin zufriedenstellend. Dieser ging im weiteren Jahresverlauf zurück. Dennoch stellte der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 eine zufriedenstellende Auslastung für drei Monate sicher. Im Geschäftsjahr 2023 war die Umsatzentwicklung positiv. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf TEUR 73.027 im Wesentlichen bedingt durch eine positive Marktentwicklung. Der Exportumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 28,9 % gesteigert werden. Entwicklung des Rohertrags Getrieben durch eine Umsatzsteigerung erhöhte sich der Rohertrag um 16,5 %. Der relative Materialaufwand, bezogen auf die Gesamtleistung, liegt mit 75,7 % unter dem Vorjahreswert (78,2 %). Das Vorjahr war durch die Inbetriebnahme von neuen Maschinen und Anlagen und die daraus resultierenden erhöhten Abfallraten und durch eine Abwertung der Kupferbestände beeinflusst. Betriebliche Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) sind im Berichtszeitraum um 16,3 % auf TEUR 17.557 (Vj.: TEUR 15.092) gestiegen. Die Gesamtaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) erhöhte sich um ca. 2,1 Prozentpunkte auf 23,6 % (Vj.: 21,5 %) Die Ursache für diese Entwicklung liegt hauptsächlich am Personalaufbau aufgrund der hohen Auftragslage sowie an der regulären Neueinstellung und Einarbeitung von zeitnah altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitenden. Außerdem sind gestiegene Leasingaufwendungen für neue Maschinen und Anlagen Grund für die Erhöhung. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft durchschnittlich 150 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Im Berichtsjahr wurde durchschnittlich 9,5 % mehr Personal beschäftigt als im Vorjahr. Somit hat sich der Personalaufwand um TEUR 734 (+12,6 %) auf TEUR 6.541 erhöht. Die Personalintensität erhöhte sich im Berichtsjahr auf 8,8 % (Vj.: 8,3 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 20,8 % gestiegen. Diese Kostensteigerungen ergeben sich aus Kosten für Maschinenmiete, Kosten für die Implementierung des ERP-Systems, Instandhaltungs- sowie Beratungskosten. Die Aufwandsquote (gemessen an der Gesamtleistung) der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr auf 13,9 % gestiegen (Vj.: 12,2 %). Insgesamt erhöhte sich das Betriebsergebnis von TEUR 615 im Vorjahr auf TEUR 744 im Jahr 2023 und liegt mit einer Marge von 1,0 %, bezogen auf den Gesamtumsatz, ebenfalls über dem Ergebnis des Vorjahres (0,9 %). Der Zinsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 482. Ergebnis Trotz des gestiegenen Rohergebnisses reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern aufgrund der übrigen dargestellten Entwicklung um TEUR 354 auf TEUR 28. Die Steuerquote (Ertragsteuern zu Ergebnis vor Steuern) ist negativ (Vj.: 21,5 %) und ist im Wesentlichen durch die latenten Steueraufwendungen aufgrund der Erhöhung der aktivischen latenten Steuern auf Verlustvorträge beeinflusst. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 23 (Vj.: TEUR 246). b) Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um TEUR 2.347 bzw. um 9,8 % verringert. Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital TEUR 925 (Vj.: TEUR 903). Im Bereich des Anlagevermögens liegen die Zugänge unterhalb der Abschreibungen, so dass der Restbuchwert um TEUR 135 zurückgeht. Die Bestände haben sich im Vorratsbereich um TEUR 1.808 und die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände um TEUR 357 reduziert. Die aktivischen latenten Steuern betragen TEUR 2.343 (Vj.: TEUR 2.313) und entwickeln sich entsprechend den steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 11.384 insbesondere aufgrund erhöhter finanzieller Unterstützung des Gesellschafters gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.531 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch die Erhöhung von Kreditlinien bei Mutterunternehmen ersetzt. Neben den Kreditlinien werden Gesellschafterdarlehen in Anspruch genommen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Maschinen und Anlagen in Höhe von TEUR 571 getätigt. Es handelte sich insgesamt hauptsächlich um produktivitätssteigernde Maßnahmen. Der Umfang der Leasingverpflichtungen zum Stichtag beträgt nun TEUR 618. Finanzlage Der an das allgemeine Zinsniveau gebundene Zinsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 482. Seit dem Jahr 2015 ist die Gesellschaft in ein Cash-Pooling der HELU KABEL-Gruppe eingebunden, durch die die laufende Finanzierung erfolgt. Die gewährten Konzerndarlehen zuzüglich Cash-Pool-Verbindlichkeiten valutierten zum Bilanzstichtag mit TEUR 20.443 (Vj.: TEUR 9.110). Im Jahr 2023 war die Finanzierung durch die bestehenden Kreditlinien sichergestellt. Zum Stichtag bestand eine freie Liquidität von TEUR 1.869 (Vj.: TEUR 248) aus Kreditlinien des Mutterunternehmens. Die kurzfristigen Fremdmittel der Kreditinstitute (Vj.: TEUR 12.000) wurden durch die Erhöhung von Kreditlinien beim Mutterunternehmen abgelöst. Gegenwärtig und auch in naher Zukunft ist die Gesellschaft bei der Finanzierung und bei der Sicherstellung der Liquidität auf die Unterstützung durch die Gesellschafterin angewiesen. Die Finanzlage des Unternehmens wird durch ein regelmäßiges Reporting sowie eine Mittelfristplanung überwacht. Um einer Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne zusätzlich zu begegnen, haben die Gesellschafter Rangrücktrittserklärungen auf bestehende Darlehen über insgesamt TEUR 4.500 erklärt. Die Rangrücktrittserklärung kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn es dadurch zum Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmerin kommen würde. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.908 (Vj.: TEUR 587). IV. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht 1. Risikobericht Vertriebs- und Produktionsrisiken Der Gesamtumsatz konnte im Berichtsjahr 2023 deutlich gesteigert werden. Besonders im Bereich der Automatisierungsindustrie, in der Medizintechnik aber auch in der Elektromobilität war die Umsatzentwicklung auch im Geschäftsjahr 2023 erfreulich. Hier ist die KWM aktuell gut positioniert. Eingeleitete Investitionen sollen diese Marktstellung festigen. Risiken ergeben sich insbesondere aus der Entwicklung der Rohstoffpreise. Insbesondere der Kupferpreis steht im Fokus der Betrachtung. Jedoch werden die Preisschwankungen des Kupfers an die Kunden weitergegeben. Die Entwicklung der Rohstoffpreise, ebenso wie die Versorgungssituation mit Schlüsselmaterialien wird intensiv beobachtet und daraus resultierende Maßnahmen eingeleitet. Täglich wird der Auftragseingang hinsichtlich seiner Deckungsbeitragsqualität und seines Kupferinhalts analysiert. Dies dient der bedarfsgerechten Kupferdisposition, um negative Effekte auf die Ertragslage soweit wie möglich zu minimieren. Um die Qualität des Auftragseingangs hinsichtlich des Deckungsbeitrages systematisch zu analysieren, wurde die vorhandene Deckungsbeitragsanalyse konsequent fortgeführt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hielt der positive Trend bei den Deckungsbeiträgen an. Weiterhin wurde das Produkt- und Kundenportfolio angepasst. Hiermit werden Effizienzsteigerung in der Produktion erreicht werden. Im Produktionsprozess wurde durch kontinuierliche Qualifikationsmaßnahmen der Mitarbeiter an Produkten und Maschinen im Berichtszeitraum der kontinuierliche Verbesserungsprozess fortgeführt. Ein Schwerpunkt ist hier die Senkung des Materialaufwands sowie die kontinuierliche Steigerung der Produktqualität. Weiterhin werden Synergieeffekte durch die Einbindung in die HELU KABEL-Gruppe erzielt. Besonders hervorzuheben ist hier der Bereich der Beschaffung, sowie der Bereich der Verfahrenstechnik. Das Risikomanagement umfasst alle Bereiche des Unternehmens. Basierend auf dem Planungsprozess für Vertrieb und Produktion wird eine langfristige integrierte Planung erstellt. Diese umfasst Cashflow-, GuV-, Bilanz- und Liquiditätsplanung. Hier erfolgt ein monatlicher Soll-/Ist-Vergleich. Beschaffungsrisiken An der bestehenden Praxis, dass die Schwankungen im Kupferpreis an die Kunden weitergegeben werden, wurden auch im Jahr 2023 keine Änderungen durchgeführt. Bestehende Rahmenlieferverträge für Kupfer, PVC und andere Werkstoffe wurden erneuert. Die Veränderung der Rohölpreise beeinflusst den Kunststoffmarkt und wird auch in der Zukunft ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Darüber hinaus stellt der allgemeine Anstieg der Rohstoffpreise aufgrund der Inflation verbunden mit der zunehmend eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen ein Risiko dar. Durch eine starke Abhängigkeit von Kupfer beeinflusst der Weltmarktpreis für diesen Rohstoff die Materialkosten. Die starken Kursschwankungen geben wir an unsere Abnehmer weiter. Bei stark sinkendem Kupferpreis können jedoch Abwertungsrisiken der Bestände auftreten. Ein Risiko für unser Rohergebnis sehen wir für den Fall, dass die Rohstoffpreise für Kupfer unter die Einkaufspreise, die beim Erwerb der Waren am Lager galten, fallen, da an die Abnehmer nur die aktuellen Rohstoffpreise weitergeben werden können. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Die Liquiditätssituation wird täglich überwacht und beurteilt. Die laufende Finanzierung erfolgt durch die HELU KA- BEL-Gruppe. Gegenwärtig und in naher Zukunft ist die Gesellschaft bei der Finanzierung auf die Unterstützung durch die Gesellschafterin angewiesen. Neben der Unterstützung durch Darlehen und Rangrücktritt besteht ein Haftungsbeitritt für die Fremdmittel der Muttergesellschaft. Kreditrisiken Alle Neukunden werden bei der Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit der Kabelwerk Meissen GmbH einer Bonitätsprüfung unterzogen. Der Forderungsbestand wird regelmäßigen Analysen unterzogen und dabei laufend überwacht. Alle Forderungsrisiken größer TEUR 10 werden, sofern möglich und aus strategischen Gründen gewünscht, durch eine Kreditversicherung abgesichert. Weitere Risiken Zwar ist unser Absatz auf verschiedene Industriebranchen verteilt, jedoch besteht das Risiko, dass die Auswirkungen auf einzelne Branchen stärker ausfallen könnten. Deshalb ist es umso wichtiger auf einen ausgewogenen Kundenmix zu achten. Ebenfalls sehen wir ein gewisses Ausfallrisiko unserer Forderungen. Daher versichern wir unseren Forderungsbestand generell über eine Warenkreditversicherung. Gegenwärtig und in naher Zukunft ist die Gesellschaft bei der Finanzierung auf die Unterstützung durch die Gesellschafterin angewiesen. Gesamtrisikolage Grundsätzlich sind der Geschäftsführung des Kabelwerks die oben aufgeführten Risiken bewusst und diese werden entsprechend von den Fachbereichen sorgfältig beobachtet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Risikopotenzial für die Gesellschaft nahezu unverändert. 2. Prognose- und Chancenbericht Wirtschaftliches Umfeld Der IWF und die OECD nehmen in ihren jüngsten Prognosen leichte Aufwärtskorrekturen für das Jahr 2024 vor. Die größten Abwärtsrisiken hätten sich nicht so manifestiert wie befürchtet und ein Großteil der Volkswirtschaften zeigten sich ihnen gegenüber überraschend resilient. Vor diesem Hintergrund prognostiziert der IWF ein globales Wachstum von 3,1 %, damit wurden die Erwartungen gegenüber letztem Herbst um 0,2 % angehoben. Für das kommende Jahr wird mit einem Zuwachs von 3,2 % gerechnet. Ähnlich schätzt die OECD die Perspektiven ein, die 2,9 % Steigerung in diesem Jahr und 3,0 % für 2025 erwartet. Die EU-Kommission senkt ihre Konjunkturprognose für die EU auf 0,9 % für dieses Jahr. In ihrem letzten Bericht hatte sie noch ein Wachstum von ca. 1,3 % vorausgesagt. Für die Eurozone geht sie nun von einer Steigerung von 0,8 % aus, im Herbst hatte ihre Prognose noch bei 1,2 % gelegen. Für das kommende Jahr wird mit einem Plus von 1,4 % in der Eurozone gerechnet. Einen ähnlichen Ausblick gibt der IWF ab, in dem ein Zuwachs von 0,9 % für das laufende Geschäftsjahr und 1,7 % für das nächste Jahr angenommen werden. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte getragen wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlassen und die Inflation sinken werden. Für Deutschland prognostiziert der IWF 2024 einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Im Folgejahr wird mit einem Wachstum zwischen 1,0 % und 1,5 % gerechnet. Dafür seien jedoch Reformen notwendig, unter anderem nannten die Experten dabei mehr Kinderbetreuungsplätze. Ähnlich sieht es die OECD in ihrer aktuellen Konjunkturprognose: Sie sagt eine Steigerung von 0,3 % in diesem Jahr und von 1,1 % im Jahr 2025 voraus. Branchenumfeld Der ZVEI sieht ebenfalls optimistisch in die Zukunft, was die Elektro- und Digitalindustrie betrifft. Weltweit geht der Verband für 2024 von einem Wachstum von ca. 3,0 % aus, vor allem getrieben von den Schwellenländern und von Asien. Für den nominell größten Markt Asien wird ein Anstieg von 4,0 % angenommen, für die Industrieländer ein Wert von plus 2,0 %. Für Deutschland ist der ZVEI hingegen etwas zurückhaltender. Die Elektroindustrie ist schleppend in das Jahr 2024 gestartet, deshalb wird nur mit einem moderaten Zuwachs von insgesamt 1,0 % gerechnet. Wichtige Kennzahlen wie der Auftragseingang lagen gemäß dem ZVEI-Konjunkturbarometer Ausgabe Mai 2024 zu Beginn des Jahres deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Die Produktion ging im ersten Quartal um 10,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Das Geschäftsklima ist im April nach vier Anstiegen in Folge wieder etwas zurückgefallen. Allerdings sind die Exporterwartungen spürbar angestiegen und es wird mit mehr Lieferungen ins Ausland gerechnet. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist ebenfalls etwas pessimistischer bei seiner aktuellen Jahresprognose für 2024, in der ein realer Produktionsrückgang von 4,0 % vorausgesagt wird. Als Ursachen für die angespannte Lage werden der Rückgang der Bestellungen im vergangenen Jahr sowie das fehlende Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung genannt. Ifo Geschäftsklimaindex bleibt unverändert Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist unverändert. Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Mai 2024 wie auch schon im Vormonat bei 89,3 Punkten. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage, allerdings hellten sich die Erwartungen auf. Industrie, Handel und Bau erholen sich, während die Dienstleister einen Dämpfer bekommen. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich schrittweise aus der Krise heraus. Voraussichtliche Entwicklung der Kabelwerk Meissen GmbH Schon seit Herbst 2023 gehen die Auftragseingänge in den beiden Bereichen Ladeleitungen sowie Antriebtechnik zurück. Der Bereich Medizintechnik ist dagegen stabil und läuft nach Plan. Grund für die Rückgänge sind sowohl geopolitische Themen wie der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt als auch politische Rahmenbedingungen im Bereich E-Mobilität. Hinzukommt noch die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wie auch weltweit. Daher muss für 2024 mit einem deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis vor Steuern ausgegangen werden. Der Kupferpreis ist auf einem sehr hohen Niveau bei einer gleichzeitig hohen Volatilität. Die Erhöhung des Kupferpreises zu Beginn 2024 um 21,2% birgt auf der Umsatzseite Chancen, aber auch Risiken für die Bestände. Daher wurden die Bestände reduziert und der aktuellen Situation angepasst. Finanzierung und Liquidität sind gut und durch den Cash-Pool der HELU KABEL Gruppe sichergestellt. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Rückgang bei Umsatz wie auch Jahresüberschuss im Vergleich zum Jahr 2023. Nichtsdestotrotz wird im Kabelwerk Meissen GmbH auch im Jahr 2024 weiter in die Zukunft investiert. Es werden zu den im Jahr 2023 bereits angeschafft Flechtern in 2024 zwei neue Aderanlagen sowie eine neue Mantelanlage in Betrieb genommen. Hinzu kommt noch eine weitere Verseilanlage. Somit sind wir gut für die Zukunft gewappnet und können wir den Kundenanforderungen flexibel gegenübertreten.
Meißen, den 23. Juli 2024 Kabelwerk Meissen GmbH Christoph Bechtold, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH) hat ihren Sitz in Meißen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (Reg.Nr. HRB 12991). Der Jahresabschluss der Kabelwerk Meissen GmbH (KWM) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren jeweils zu einem Fünftel linear abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten unter EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam verbucht. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern wurden wie folgt angesetzt:
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit den bis zum Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen bzw. mit den angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten (Einkaufspreis) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten werden in die Herstellungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagenvermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, einbezogen. Die Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse erfolgt mittels der so genannten Zuschlagskalkulationsmethode. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse und Leistungen sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Die Kupferbestände innerhalb der Vorräte an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sind zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte oder uneinbringliche Forderungen gebildet. Latente Steuern werden nach Maßgabe des § 274 HGB gebildet und in der Bilanz angesetzt. Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken, den ungewissen Verbindlichkeiten und den drohenden Verlusten angemessen Rechnung getragen. Sie sind zum nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen, sodass keine Abzinsungen vorgenommen wurden. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr sind keine Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 955 (Vorjahr: TEUR 2.167). Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafter in Höhe von TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 1.004). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen bewertet mit dem kombinierten Ertragsteuersatz von 29,8 %, dieser umfasst Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Die aktiven latenten Steuern von TEUR 2.343 (Vorjahr: TEUR 2.313) wurden in der Bilanz mit passiven latenten Steuern von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 175) saldiert. Das Stammkapital beträgt EUR 5.200.000,00 und ist voll eingezahlt. In Höhe der aktiven latenten Steuern (TEUR 2.343) besteht eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, Kundenboni, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und ausstehende Eingangsrechnungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Sicherungsrechte wie Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.969 (Vorjahr: TEUR 9.585) resultieren mit TEUR 7.300 (Vorjahr: TEUR 7.300) aus Darlehen, mit TEUR 13.143 (Vorjahr: TEUR 1.810) aus Cash- Pool-Verbindlichkeiten sowie mit TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 475) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 20.969 (Vorjahr: TEUR 9.549). Auf die Darlehen haben die Gesellschafter im Dezember 2016 Rangrücktrittserklärungen von insgesamt TEUR 4.500 erklärt. Weist ein Überschuldungsstatus unter Einbeziehung des von diesem Rangrücktritt erfassten Anspruchs eine Überschuldung nicht mehr auf, kann diese Vereinbarung von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn es dadurch zum Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmerin kommen würde. IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden ausschließlich aus dem Verkauf von Kabeln und Leitungen erzielt. Sie resultieren mit TEUR 42.559 (Vorjahr: TEUR 45.665) aus Inlands- und mit TEUR 30.468 (Vorjahr: TEUR 23.893) aus Auslandsgeschäften. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 27). Im Rahmen der SAP-Umstellung und der Anpassung der Konten an den HELU-Konzern werden Fremdleistungen für bezogene Leistungen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 5.771 in den Aufwendungen für bezogene Leistungen gezeigt. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Auf eine Anpassung der Vorjahresangaben wurde verzichtet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 28 (im Vorjahr: TEUR 103 Aufwandsposition) setzen sich aus dem laufenden Steueraufwand von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) und dem latenten Steuerertrag von TEUR 29 (im Vorjahr: latenter Steueraufwand von TEUR 103) zusammen. V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 150 Mitarbeiter, davon 122 gewerbliche Arbeitnehmer und 28 Angestellte; außerdem sieben Auszubildende. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 618 (Vorjahr: TEUR 4.225). Deren Zweck besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil). Derzeit sind keine nennenswerten Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich. Zum Stichtag bestanden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse. Als Geschäftsführer war Herr Lars Balzer, Dipl.-Ing., Weinböhla, Geschäftsführer Vertrieb, Strategie und Technik (bis zum 11. Januar 2024) bestellt. Herr Christoph Bechtold ist seit dem 11. Januar 2024 alleiniger Geschäftsführer. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der HELU Holding GmbH, Hemmingen, angegeben wird. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HELU Holding GmbH, Hemmingen, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis) der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. VI. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.
Meißen, den 23. Juli 2024 Kabelwerk Meissen GmbH Christoph Bechtold, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH), Meißen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH), Meißen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kabelwerk Meissen GmbH (vormals: Kabelwerk Meißen Wilhelm Balzer GmbH), Meißen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 6. August 2024 Deloitte
GmbH
Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer Wilhelm Röscheisen, Wirtschaftsprüfer |
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