Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 215777
Eingetragen
5.10.2017
Branche
Herstellung von Ziegeln und sonstiger BaukeramikHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von sonstigen keramischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Produktion und der Handel mit Ziegelprodukten aller Art, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich von Ziegelprodukten aller Art sowie die Beratung, Betreuung und Förderung angeschlossener Unternehmen in allen markt- und beriebswirtschaftlichen Angelegenheiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinhard Schwabe
seit 20.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wienerberger AGAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Argeton GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.628,00 77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.832,00 65
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.837.332,00 2.080
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.926,00 46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.322,63 365
2.037.412,63 2.556
2.048.040,63 2.633
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe incl. Paletten 1.850.107,22 2.159
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 271
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.809.997,66 2.668
3.660.104,88 5.098
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 523.612,54 470
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.978.761,91 783
- davon gegen Gesellschafter: EUR 926.942,57 (Vorjahr: TEUR 547)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 439.671,74 236
2.942.046,19 1.489
III. Kassenbestand 0,00 1
6.602.151,07 6.588
8.650.191,70 9.221

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 7.500.000,00 7.500
III. Verlustvortrag 0,00 0
7.600.000,00 7.600
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 533.935,77 671
533.935,77 671
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 289.468,34 501
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 90.728,55 334
3. Sonstige Verbindlichkeiten 136.059,04 115
davon aus Steuern: EUR 24.359,91 (Vorjahr: TEUR 23)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 996,81 (Vorjahr: TEUR 1)
516.255,93 950
8.650.191,70 9.221

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 10.552.621,59 8.844
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.042.698,60 1.279
3. Sonstige betriebliche Erträge 170.380,86 250
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.413.091,09 3.321
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 636.202,28 678
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.834.419,93 2.876
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 599.309,54 563
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 760.007,06 759
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.881.748,00 1.582
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.137,87 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 73.749,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 136.546,34 82
davon aus der Aufzinsung EUR 1.417,00 (Vorjahr: TEUR 1)
davon an verbundene Unternehmen EUR 135.129,34 (Vorjahr: TEUR 80)
10. Ergebnis nach Steuern -506.882,52 512
11. Sonstige Steuern 1.179,00 0
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne (-) / Erträge aus Verlustübernahme 508.061,52 -486
13. Jahresüberschuss 0,00 26

Amtsgericht Hannover, HRB 215777

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Darstellungsstetigkeit wurde grundsätzlich eingehalten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie notwendigenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren.

Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern werden auf Basis der amtlichen AfA-Tabellen festgelegt. Die Abschreibungen auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens werden mit dem zeitanteiligen Jahresbetrag angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben (gemäß § 6 Abs. 2 EStG).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Warenbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen neben den leistungsabhängigen Fertigungskosten anteilig auch Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Unter der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Unternehmen ausgewiesen, für die die Voraussetzungen der Vollkonsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses der Wienerberger AG vorliegen.

Der Kassenbestand wird zum Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläen wurden nach Maßgabe des modifizierten Teilwertverfahrens gebildet unter Verwendung der Richttafeln 2018 G vom 20. Juli 2018 von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wird eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,50% (im Vj.: 2,50%) zugrunde gelegt. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung wurde mit 3,0% (im Vj.: 2,50%) zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit den von der Deutsche Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen in Höhe von 1,76% (Vorjahr: 1,45%). Entsprechend der Vereinfachungsregelung in Bezug auf die Festlegung des Zinssatzes wird eine mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen ausgewiesen, für die die Voraussetzungen der Vollkonsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses der Wienerberger AG vorliegen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage 1 zum Anhang wiedergegeben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter, die sich auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 67 (Vj: TEUR 96), Forderungen aus sonstigem Verrechnungsverkehr TEUR 860 (VJ: TEUR 451), darunter Forderungen aus Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 508 (Vj: Verbindlichkeit aus Gewinnübernahme TEUR 486) beziehen.

Darüber hinaus sind Forderungen von TEUR 912 aus dem Cash-Pooling und TEUR 140 aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige verbundene Unternehmen enthalten.

3. Vorräte

Die Gesellschaft hat die Darstellungsstetigkeit in Bezug auf die Bilanzierung der Co 2 Zertifikate insofern geändert, dass die Gesellschaft bisher Emissionsberechtigungen, die unentgeltlich - durch staatliche Zuteilung - erworben wurden, mit dem Zeitwert (Vorjahr: TEUR 84) ansetzte. Die Verpflichtung, welche durch die Emissionen der Produktion im Berichtsjahr entstand, wurde als Rückstellung erfasst (TEUR 159).

Im laufenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit die Emissionsberechtigungen, die unentgeltlich - durch staatliche Zuteilung - erworben wurden, mit dem Erinnerungswert (EUR 1) in den Vorräten angesetzt. Der Wertansatz der Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert der dem Unternehmen für das Geschäftsjahr unentgeltlich zur Verfügung gestellten Emissionsberechtigungen sowie dem Zeitwert der weiteren, im Bestand befindlichen zugekauften Emissionsberechtigungen (TEUR 0).

4. Eigenkapital

Das Stammkapital von TEUR 100 wird zu 100% von der Wienerberger GmbH, Hannover, gehalten und ist vollständig erbracht.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Gesellschafterzuschüssen.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 508.061,52 wurde vertragsgemäß an die Wienerberger GmbH übertragen.

5. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen, Überstunden und nicht genommenen Urlaub, Prämien sowie Rückstellungen für die Energiesteuer und die Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Die Erläuterung der Verbindlichkeiten ist im folgenden Verbindlichkeitsspiegel dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 289.468,34 0,00 0,00 289.468,34
(i.Vj.) (500.873,37) (0,00) (0,00) (500.873,37)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 90.728,55 0,00 0,00 90.728,55
(i.Vj.) (334.378,95) (0,00) (0,00) (334.378,95)
Sonstige Verbindlichkeiten 136.059,04 0,00 0,00 136.059,04
(i.Vj.) (114.917,25) (0,00) (0,00) (114.917,25)
516.255,93 0,00 0,00 516.255,93
(i.Vj.) (950.169,57) (0,00) (0,00) (950.169,57)

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 91).

D. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsätze setzen sich wie folgt zusammen:

Aufgliederung nach Geschäftsbereichen

2023 2022
TEUR TEUR
Fassadenplatten 10.021 8.313
Zubehör und Paletten 126 161
Sonstiges 406 370
10.553 8.844

2. Sonstige betriebliche Erträge

In dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 42 (i. Vj.: TEUR 166) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie über TEUR 6 (i. Vj.: TEUR 0) übrige periodenfremde Erträge enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung betreffen TEUR 2 (i. Vj.: TEUR 0).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 721, i. Vj.: TEUR 521), Frachtaufwendungen (TEUR 408, i. Vj.: TEUR 399), Aufwendungen für Zertifikate und Abgaben/Gebühren (TEUR 121, i. Vj.: TEUR 89), Mietaufwendungen für Maschinen und Anlagen inklusive technischer Überprüfungen (TEUR 129, i. Vj.: TEUR 145), sowie aperiodische Aufwendungen (TEUR 15, i. Vj.: TEUR 7) enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 2 (i. Vj.: TEUR 0).

E. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

 

Jürgen Habenbacher, Betriebswirt, Hannover (bis 11. März 2024)

 

Dr. Sebastian Dresse, Diplom-Ingenieur, Diplom-Kaufmann, Hamburg (ab 12. März 2024)

 

Jörg Boldt, Dipl. Betriebswirt, Glücksburg

Die aktiven Organmitglieder haben keine Bezüge erhalten.

2. Arbeitnehmer

Die Anzahl der im durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist wie folgt, § 267 Abs. 5 HGB:

2023 2022
Angestellte 19 19
Gewerbliche Arbeitnehmer 46 45
65 64

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 265 (i. Vj. TEUR 309). Davon betreffen TEUR 46 verbundene Unternehmen.

Das Bestellobligo aus geplanten Investitionen beträgt TEUR 0.

4. Unternehmensverträge

Am 30.Oktober 2017 hat die Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Wienerberger GmbH abgeschlossen. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden, erstmals jedoch zum Ende des Geschäftsjahres, das mindestens 5 Zeitjahre nach dem Beginn dieses Vertrages endet.

5. Konzernabschluss

Die Argeton GmbH wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) der Wienerberger Aktiengesellschaft, Wien, einbezogen.

6. Angabe zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ereignet.

 

Hannover, den 28. Mai 2024

Dr. Sebastian Dresse

Jörg Boldt

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227.034,87 0,00 0,00 0,00 227.034,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.307,75 1.896,00 22.428,20 0,00 108.631,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.493.039,56 93.643,63 329.064,98 1.619,00 5.914.129,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.559,68 21.139,56 2.720,69 7.209,93 201.210,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365.207,16 58.329,34 -354.213,87 0,00 69.322,63
6.127.114,15 175.008,53 0,00 8.828,93 6.293.293,75
6.354.149,02 175.008,53 0,00 8.828,93 6.520.328,62
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150.239,87 66.167,00 0,00 0,00 216.406,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.909,75 7.890,20 0,00 0,00 26.799,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.413.099,56 665.316,61 0,00 1.619,00 4.076.797,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.607,68 20.633,25 0,00 6.956,93 152.284,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.570.616,99 693.840,06 0,00 8.575,93 4.255.881,12
3.720.856,86 760.007,06 0,00 8.575,93 4.472.287,99
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.628,00 77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.832,00 65
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.837.332,00 2.080
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.926,00 46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.322,63 365
2.037.412,63 2.556
2.048.040,63 2.633

Lagebericht

der Argeton GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Die Argeton GmbH (Argeton) betreibt die Produktion und den Handel mit Ziegelprodukten aller Art und erbringt Dienstleistungen in diesem Bereich. Hauptsächlich ist die Argeton im Export mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadenplatten tätig.

Die Argeton ist eine Tochtergesellschaft der Wienerberger GmbH (WB), Hannover, die wiederum 100%ige Tochtergesellschaft der an der Wiener Börse notierten Wienerberger Aktiengesellschaft, Wien, ist. Zwischen der WB und der Argeton GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Quelle: datev-magazin.de)

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gesunken.

Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona- Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund 2 % sanken.

Die Inflationsrate belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %, während sie im November noch bei 3,2 % gelegen hatte. Maßgeblich hierfür war ein Basiseffekt aufgrund der sog. Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen.

Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Der Umsatz wird in 2023 real um 5,3 % zurückgehen. Verantwortlich für das Minus bleibt der Wohnungsbau, der in 2023 real um 11 % einbricht und 2024 mit -13 % seinen Sinkflug fortsetzen wird. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben per Saldo auch für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), rechnet der Bauverband in 2024 Jahr mit einem leichten Rückgang auf 920.000 Beschäftigte. Für 2024 wird mit einem deutlichen Rückgang um 30.000 Beschäftigte, bei weiterem Abwärtspotenzial gerechnet.

Geschäftsentwicklung 2023

Ertragslage

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 MEUR 2023 auf 10,5 MEUR (VJ: 8,8 MEUR). Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Umsatzanstieg von 19,3 % aufgrund weiterer Verkaufsinitiativen.

Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr (+ 316 TEUR; VJ +1.353 TEUR) trotz der stark gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der um 3 %-Punkte erhöhten Materialaufwandsquote reduziert. Ursächlich hierfür sind inflationsbedingte Einkaufspreiserhöhungen, die den Kunden nicht vollständig weiterbelastet werden konnten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (250 TEUR) um 79 TEUR auf 170 TEUR. Die Abnahme resultiert vorwiegend aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (42 TEUR, VJ: 166 TEUR).

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.434 TEUR reduziert (VJ: 3.439 TEUR).

Die Abschreibungen liegen fast auf Vorjahresniveau mit 760 TEUR (VJ: 759 TEUR). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr auf 175 TEUR (VJ: 457 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 300 TEUR auf 1.882 TEUR gestiegen (VJ: 1.582). Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf gestiegene Konzernverrechnung (+200 TEUR) sowie höhere Forderungsverluste incl. PWB (+33 TEUR) zurückzuführen.

Die Zinsaufwendungen und ähnlichen Verpflichtungen sind um 55 TEUR von 82 TEUR auf 137 TEUR gestiegen, demgegenüber stehen Zinserträge von 74 TEUR (VJ: 0 EUR) hauptsächlich aus Verbundenen Unternehmen. Das Cash Pool-Konto weist nunmehr eine Forderung aus. Zudem sind die Zinssätze gestiegen.

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme beträgt 508 TEUR (VJ: Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung: 512 TEUR) und wurde entsprechend dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an WB übertragen.

Finanzlage

Die Argeton ist seit dem 1. Januar 2018 in das "Cash Pooling"-System der Wienerberger Gruppe eingebunden und verfügt damit über eine stabile und solide Liquiditätsbasis. Es sind zurzeit keine Risiken bekannt, die die Argeton in ihrer Existenz gefährden könnten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 9.221 TEUR auf 8.650 TEUR. Diese Verringerung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Sachanlagen (-519 TEUR) aufgrund geringerer Investitionen sowie die Abnahme der Vorräte (-1.438 TEUR, davon Fertige Erzeugnisse -772 TEUR). Ursächlich hierfür waren zum Jahresende ausgelieferte Aufträge an verbundene Unternehmen. Dies erklärt auch die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.979 TEUR; VJ: 783 TEUR). Auf der Passivseite reduzierten sich die Rückstellungen um 137 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 211 TEUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 243 TEUR. Der Rückgang der Rückstellungen ist insbesondere damit zu begründen, dass zum Abschlussstichtag keine CO 2 -Emissionsverpflichtungen vorliegen.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter der Argeton betrug im Durchschnitt 65 (VJ: 64).

Bericht über Chancen und Risiken

a) Konjunktur und Branchenumfeld

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2023 gegenüber Oktober 2023 kalender- und saisonbereinigt um 7,4 % gesunken. Die Entwicklung war dabei zweigeteilt: Während der Auftragseingang im Tiefbau um 15,1 % abnahm, stieg er im Hochbau um 1,6 %. Auch innerhalb des Hochbaus entwickelten sich die Bauarten sehr unterschiedlich: Während der Wohnungsbau um 6,8 % zurückging, stieg der Hochbau ohne Wohnungsbau um 7,2 % gegenüber dem Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2022 sank der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 2,7 %. Dabei nahm der Auftragseingang im Tiefbau um 6,1 % ab, im Hochbau stieg er dagegen um 0,6 %. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau.

In den ersten elf Monaten 2023 lagen die realen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe kalenderbereinigt um 4,7 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Nominal stiegen die Auftragseingänge gegenüber den ersten elf Monaten des Jahres 2022 aufgrund der in der ersten Jahreshälfte stark gestiegenen Baupreise 3,3 %.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im November 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 % zurückgegangen. Der nominale Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 1,2 % auf 11,5 Milliarden Euro und damit erstmals seit Dezember 2021.

In den ersten elf Monaten 2023 nahmen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 3,1 % ab, nominal stiegen sie um 4,1 %.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im November 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 %.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2023: -7,4 % zum Vormonat - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Argeton als Projektfertiger geht in seiner Planung davon aus, eine positivere Entwicklung zu nehmen.

b) Beschaffung

Durch den strategischen Einkauf, in dessen Zusammenarbeit mit der Wienerberger AG und anderen Ländergesellschaften kontinuierlich intensiviert wurde, begrenzt Argeton die Beschaffungsrisiken. Langfristige und strategisch gepflegte Lieferantenbeziehungen dienen Argeton im volatilen Marktumfeld Preisanstiege abzufedern und Versorgungs- sowie Planungssicherheit zu erzielen. Risiken in der Rohstoffversorgung werden durch Tonland im Eigentum der WB und vorausplanende, kontinuierliche Beschaffungsrecherche mit der verantwortlichen Technik bzw. über langfristige Verträge begrenzt. Im Bereich der Zuschlagstoffe dient die Mehrlieferantenstrategie sowie regelmäßige Qualifizierung von Materialien der Sicherstellung der konstanten Versorgung.

c) Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken werden durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung deutlich begrenzt. Die Darlehenssumme wurde in 2023 von 3 Mio. EUR auf 0 Mio. EUR reduziert. Der darüberhinausgehende Finanzierungsbedarf wird über das konzerninterne Cash-Pooling abgedeckt. Im Rahmen der Cash-Pooling-Vereinbarung wird ein positiver oder negativer Saldo des Verrechnungskontos einmal jährlich als Tilgung vom Darlehen abgezogen bzw. hinzugerechnet (bei negativem Saldo). Dank eines aktiven Forderungsmanagements und der guten Kundenstruktur gab es bei Argeton in den vergangenen Jahren keine bedeutenden Forderungsausfälle. Diese sind auch in der Zukunft eher unwahrscheinlich.

d) IT Risiken

Die IT wird zentral von der Konzernmutter in Wien gesteuert. Maßnahmen zur IT-Sicherheit werden konzernweit ergriffen.

e) Gesamtrisiko

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden.

Das Gesamtrisiko der Argeton ist im Wesentlichen abhängig von der Projektentwicklung auf dem internationalen Markt. Die Argeton bietet belüftete Fassaden überwiegend für Großprojekte des internationalen Marktes an, woraus eine Abhängigkeit von der weltweiten Konjunktur resultiert.

Bestandsgefährdende Risiken werden von der Geschäftsführung nicht gesehen.

f) Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen für die Argeton ergeben sich in einer sich erholenden Weltkonjunktur aus dem Geschäft im internationalen Markt.

Ausblick 2024

Der Fokus in 2024 liegt in der Konzentration auf Kundenorientierung, Innovation, profitables Wachstum und Kostendisziplin.

Die Argeton erwartet im Jahr 2024 trotz der Risiken in der Baubranche bei konstanten Umsatzerlösen und Kosteneinsparungen ein deutlich positives Jahresergebnis für 2024 (ca. + EUR 1 Mio. gegenüber Vorjahr). Diese Entwicklung gilt auch für den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator EBITDA.

 

Hannover, den 28. Mai 2024

Dr. Sebastian Dresse

Jörg Boldt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Argeton GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Argeton GmbH, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Argeton GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 6. Juni 2024

Lars Schmietenknop, Wirtschaftsprüfer

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