KW Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

80636 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 90182
Vorher
Kinowelt Lizenzverwertungs GmbH
Eingetragen
4.5.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Abwicklung und Liquidation des Gesellschaftsvermögens im Rahmen des Insolvenzverfahrens.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Stoffler
seit 24.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
101.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

KW Abwicklungsgesellschaft mbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

Bilanz

AKTIVA

  Euro Gesamtjahr/Stand
Euro
Euro Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   0,00   0,00
II. Sachanlagen   0,00   0,00
III. Finanzanlagen   0,00   0,00
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte   0,00   0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   7018939,12   7143780,84
III. Wertpapiere   0,00   0,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   17471882,25   15738501,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00   0,00
Summe Aktiva   24490821,37   22882282,15

Passiva

       
  Euro Gesamtjahr/Stand
Euro
Euro Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   51640,48   51640,48
II. Kapitalrücklage   101747,08   101747,08
III. Gewinnrücklagen        
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag   -168882204,01   -166081612,01
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   -482446,43   -2800592,00
B. Rückstellungen   16580666,19   16603666,19
C. Verbindlichkeiten   177121418,06   175007432,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten        
Summe Passiva   24490821,37   22885282,15

ANHANG für das Geschäftsjahr 2007

der KW Abwicklungsgesellschaft mbH in Insolvenz

1. Allgemeines

Die ABM-Amro Bank hat am 19.11.2001 Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Am 19.12.2001 hat die Geschäftsführung ebenfalls den Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde am 07.05.2002 eröffnet. Gemäß § 155 II InsO beginnt mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr.

Schluss dieses abgeschlossenen Geschäftsjahres ist der 31.12.2007.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst, die im Anhang gesondert ausgewiesen werden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Kinowelt Medien Aktiengesellschaft i.I., München.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft hat am 02.10.2002 mit der Neue Spielfilm Vertriebs- und Marketing GmbH einen Kaufvertrag über den Verkauf und die Übertragung von Lizenzverträgen für Filmrechte abgeschlossen.

Ziel des Vertrages ist, dass sämtliche Filmrechte, die der Gesellschaft zur Nutzung überlassen sind, auf die Käuferin übergehen. Durch den Abschluss dieses Vertrages wird die Gesellschaft ihre bisherige Unternehmenstätigkeit nicht fortführen. Sie wird sich bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens auf die Verwaltung und die Verwertung des verbliebenen Vermögens beschränken.

Im Gegensatz zu den bis 2001 beendeten Geschäftsjahren wurde bei den darauf folgenden Jahresabschlüssen die Going-Concern Prämisse aufgegeben und die Vermögensgegenstände zu Zerschlagungswerten bilanziert. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich hierdurch nicht ergeben, da das Anlagevermögen zwischenzeitlich vollständig verwertet ist. Wertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen auf das noch vorhandene Umlaufvermögen hätten auch unter der Going-Concern-Prämisse aufgrund der gegebenen Marktverhältnisse vorgenommen werden müssen.


2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Anlagevermögen

Nach der vollständigen Verwertung des Anlagevermögens in 2003 verfügte die Gesellschaft am Bilanzstichtag über kein Anlagevermögen mehr.

2.2 Filmvermögen

Vor dem Hintergrund der Klarheit im Bilanzausweis wurden in der Vergangenheit Lizenzrechte in einer eigenen Position zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen als Filmvermögen ausgewiesen. Aufgrund der vollständigen Verwertung der Lizenzrechte wird zum Bilanzstichtag kein Filmvermögen mehr ausgewiesen.

2.3 Umlaufvermögen

Sowohl die Forderungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dies betrifft auch die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

2.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

2.5 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

2.6 Fremdwährungsumrechnung

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währungen lauten, erfolgt die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses im Transaktionszeitpunkt. Posten der Bilanz werden mit dem Devisenkurs zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips bilanziert.


3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

3.2 Eigenkapital

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

Zum Bilanzstichtag wird ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von T€ 169.211 ausgewiesen. Die Gesellschaft ist damit zum Bilanzstichtag überschuldet. Der Fehlbetrag hat seine Ursache unter anderem in der Zuführung zur Rückstellung für die Insolvenzverwaltervergütung und im Zinsaufwandsbereich.

3.3 Rückstellungen

Es sind Rückstellungen für Steuern nach § 50a EStG in Höhe von T€ 1.738 gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für Produzentenanteile (T€ 3.197), ausstehende Zinsen (T€ 5.044), Insolvenzverwaltervergütung (T€ 5.318) und Sonstige Masseverbindlichkeiten (T€ 1.261).

3.4 Verbindlichkeitenspiegel

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 145.810 wurden die folgenden Sicherheiten gegeben:

Ø Sicherungsübereignung von Teilen des Filmvermögens

Ø Offene Abtretung der Rechte und Ansprüche für erworbene Lizenzrechte

Ø Offene Abtretung der Forderungen aus dem Rechtevertrieb von Lizenzrechten sowie den Nebenrechten

Im Zusammenhang mit einem Konsortialkreditvertrag sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Kinowelt Medien AG i.I., München, ebenfalls mit Teilen des Filmvermögens der KW Abwicklungsgesellschaft mbH sowie bestehender und künftiger Forderungen aus Lizenzverkäufen besichert.


4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Lizenzeinnahmen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.529 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten sowie Versicherungskosten.


5. Sonstige Angaben

5.1 Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Personal mehr.

5.2 Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag wie folgt:

Im Zusammenhang mit einem Konsortialkreditvertrag sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Kinowelt Medien AG, München, mit Teilen des Filmvermögens sowie bestehender und künftiger Forderungen aus Lizenzverkäufen der KW Abwicklungsgesellschaft mbH besichert.

5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

5.4 Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Christian Stoffler, Holzkirchen, wurde am 19.1.2005 zum Geschäftsführer bestellt.

5.5 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von € 482.446,43 zusammen mit dem Bilanzverlust des Vorjahres von € 168.882,204,01 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München

Dr. Wolfgang Ott, Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter

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