D2C Special Purpose 5 GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Matthias Honnefelder seit 31.7.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weltbild D2C Group GmbH (vormals: Weltbild Holding GmbH)AugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021Gesellschaftsrechtliche StrukturDas Geschäftsjahr dieses Konzernabschlusses beginnt am 1. Januar 2021 und endet am 31. Dezember 2021. Der Weltbild D2C Group-Konzern (nachfolgend auf "Weltbild-Gruppe") bestand zum 31.12.2021 aus der Muttergesellschaft Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg, sowie den im Folgenden aufgeführten voll konsolidierten Tochtergesellschaften
Des Weiteren sind im Konzernabschluss Gesellschaften enthalten, die lediglich at equity konsolidiert werden bzw. aufgrund von Geringfügigkeit nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen wurden. Die W24 eTrading GmbH, Augsburg, wurde aufgrund zunehmender operativer Tätigkeit erstmalig zum 01.01.2021 konsolidiert (bisher untergeordnete Bedeutung). Organisationsstruktur und GeschäftstätigkeitDie Geschäftsleitung der Weltbild D2C Group GmbH befindet sich am Stammsitz in Augsburg. Von hier aus werden das deutsche Filialgeschäft und der Distanzhandel betrieben. Weiterhin finden der Einkauf für die Weltbild-Gruppe sowie die Erstellung des Katalogs zentral in Augsburg statt. In den Ländern Österreich und Schweiz betreibt die Weltbild-Gruppe eigene Weltbild-Gesellschaften mit lokalen Geschäftsführungen. Zur Weltbild Gruppe gehören neben der Marke Weltbild auch die Marken Jokers, buecher.de, Avus, kinderwelt tausendkind, teNeues, Orbisana und Gärtner Pötschke. Der Weltbild-Konzern ist ein Multi Channel Händler im Media- und Non-Media-Bereich, der über die Vertriebswege Onlineshop, Katalog, stationärer Handel sowie über Social Media seine Kunden anspricht. Die Entwicklung des Jahres 2021 war sowohl in den Filialen als auch im Versandhandel getrieben durch die Pandemie. So waren die DACH-Filialen im ersten Halbjahr größtenteils geschlossen, in der zweiten Hälfte des Jahres führten Zugangsbeschränkungen zu wesentlichen Reduzierungen im Kundenaufkommen im stationären Geschäft. Als gegenläufigen positiven Effekt profitierte speziell im ersten Quartal 2021 der Versandhandel, der im Umsatz im Vergleich zum Q1 2020 bedingt durch den harten Lockdown bei einem Plus von 30% lag. Die Nachfrage im Versandhandel blieb in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 unverändert hoch, was jedoch die mengenmäßigen Restriktionen und Corona-bedingten Kapazitätsbeschränkungen in der Logistik im Weihnachtsgeschäft aufzeigte. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2022 ist geprägt durch eine Kauf-Zurückhaltung der Kunden, reduzierte Nachfrage infolge Inflation und Teuerungsraten für Energie, Lebensmittel usw. infolge des Ukraine Krieges. Dies betrifft insbesondere das Versandhandelsgeschäft aller Branchen und somit auch der Weltbild D2C Group. Wir gehen davon aus, dass sich im Fortgang des Jahres keine wesentliche Erholung oder Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen, konjunkturellen Lage einstellen wird. Auf die neuen Herausforderungen in der Pandemiezeit konnte sich die Weltbild-Gruppe gut einstellen und fand innovative Antworten, um die Kunden anzusprechen. Neben dem traditionellen Katalog, der regelmäßig zu den Kunden kam und sie über neue Angebote und Topseller informierte, wurden neue Wege beschritten. Schon kurz nach Pandemiebeginn etablierte Weltbild digitale Events in enger Zusammenarbeit mit der Verlagsbranche (z.B. Random House, Bastei Lübbe, Verlagsgruppe Droemer Knaur). Dazu gehörten etwa digitale Autorenlesungen (#Weltbildliest) auf Facebook, die Bereitstellung der technologischen Plattform für die digitale Münchner Bücherschau, die zweitgrößte Büchermesse in Deutschland, digitale Events wie Ostermarkt, Wiesn oder Weihnachtsmarkt sowie digitale Kinderbuchfestivals. Diese Plattformen werden auch weiterhin stetig ausgebaut und verbessert. Auch das Thema Nachhaltigkeit und die Entwicklung von entsprechenden Sortimenten wurde weiter vorangetrieben. Weltbild startete mit diesem Fokus im Jahr 2020 einen Test für eine neue Themenstrecke "Weltbild - Bewusster leben" als digitalen Katalog im Onlineshop und in der Weltbild Katalog App. Angebotsschwerpunkte waren Bücher und Ratgeber, Inspirationen für ein gemütliches Zuhause, bewusste Ernährung, Gutes für den Körper und den Geist. In 2021 wurden hier neue Themenwelten (Ernährung, Kosmetik) mit weiteren nachhaltigen Produkten geschaffen. In der Buchproduktion setzt Weltbild inzwischen bei allen selbst beauftragten Belletristik-Büchern auf nachhaltiges FSC-Mix Papier, die Kataloge werden auf nachwachsendem PEFC Papier gedruckt. Der Sortimentsbereich Gesundheit/Wellness/Fitness als Antwort auf den gesellschaftlichen Mega-Trend Gesundheit wurde mit einer Erhöhung der Artikelanzahl sowohl verbreitert als auch vertieft. Es wurden neue Marken wie "OrbisanaVital" für innovative Nahrungsergänzungsmittel und "Earth Cosmetics", die neue Wohlfühl-Hautpflege geschaffen und im Online-Shop integriert. Der Schwerpunkt der Kundenorientierung wurde weiterverfolgt. Die 2019 gestartete Qualitätsoffensive wurde fortgesetzt mit einem Schwerpunkt im Bereich Kundenservice. Im November 2021 erhielt Weltbild zum zweiten Mal hintereinander nach einem unabhängigen Audit (Armonia Deutschland) als Preisträger die Auszeichnung "Gewählt zum Kundenservice des Jahres 2022" in der Kategorie Versandhandel. Zur Sicherung der Beschaffung und der Optimierung des Wareneinkaufs baute Weltbild die globalen Sourcing-Möglichkeiten mit einem Office und eigenen Mitarbeitern in Shanghai weiter aus. Die Gesellschaft in China wurde im September 2019 gegründet. Seit Juni 2020 betreibt Sie ein eigenes Büro in Shanghai, welches die Themen vor Ort direkt koordiniert. Die Ende 2020 in den Konzern eingebrachte Gesellschaft kinderwelt tausendkind GmbH wurde Mitte 2021 in die Prozesse der Weltbild D2C Group und deren Onlineshop integriert und schafft damit die Basis für Synergien sowie größere Reichweite im Vertrieb. Auch das mit Kaufvertrag vom 30. September 2022 erworbene Verlagshaus teNeues Verlag GmbH wird weiter in die Gruppe integriert und bietet ein hochwertiges Sortiment an Bildbänden an. Die Geschäftsleitung verfolgt weiterhin das Ziel, die Profitabilität der einzelnen Gruppengesellschaften durch die Hebung konzernweiter Synergien zu steigern. Dazu wurde in 2021 ein Process-Mining-Projekt aufgesetzt und ein entsprechendes Tool eingeführt, damit manuelle Prozesse erkannt und durch effizientere Vorgehensweisen ersetzt werden können. Unter dem Dach von Weltbild werden die erworbenen bzw. geschaffenen Marken tausendkind, teNeues, Gärtner Pötschke und Orbisana weiter ausgebaut und durch B2B-Aktivitäten innerhalb der Gruppe unterstützt. So wurden diese Marken als Rubriken im Onlineshop ergänzt, bieten dort ihre Produkte an und profitieren von der großen Weltbild-Reichweite. Zudem operieren sie parallel als eigenständige Markenshops. Durch die im Sommer 2021 abgeschlossene Integration des tausendkind-Shops brachte Weltbild auf dem wichtigen Gebiet der Kinderbücher ein kuratiertes Buchprogramm an den Start, das auf 3000 Titel ausgebaut wird. Als weiteren Vertriebsweg setzt Weltbild auf Marktplätze, die erste Anbindung wurde in der zweiten Jahreshälfte 2021 bereits umgesetzt. Außerdem wird das Unternehmen den Bereich Social Commerce weiter auf- und ausbauen. Neben dem Schwerpunkt auf guten Kunden-Service genießt das Thema Digitalisierung weiterhin hohe Priorität: So werden die digitalen Veranstaltungen "#Weltbildliest", das Kinderbuchfestival und der Weihnachtsmarkt fortgesetzt und weitere Schritte Richtung Digitalisierung unternommen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Wie dem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht 2022 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (bmwk) zu entnehmen ist, steht die deutsche Wirtschaft vor großen Herausforderungen, da die Corona-Pandemie auch weiterhin den Alltag in Deutschland prägt. Mit Unterstützungsmaßnahmen konnte die Wirtschaft zwar vor großen Strukturbrüchen bewahrt und Arbeitsplätze konnten erhalten werden. Doch ist offensichtlich, dass wirtschaftliche Folgen länger als die unmittelbare Gesundheitskrise zu spüren sein werden. Die Bundesregierung will angesichts der Folgen des Ukrainekriegs ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich senken. 2022 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch um 2,2% wachsen, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Im Januar 2022 war die Regierung noch von einem Plus von 3,6 % ausgegangen. Auch gemäß einer aktuellen Einschätzung des ifo-Instituts wurde das Wirtschaftsgeschehen im Winterhalbjahr wieder durch Corona-Maßnahmen beeinträchtigt. Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den zurückliegenden Coronawellen. Die damit einhergehende Normalisierung der Ausgaben in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen verleihen der Konjunktur einen kräftigen Schub. Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 2,5% und im Jahr 2023 um 3,7% zulegen. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mit 6,8% den höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen. Auch im kommenden Jahr dürften die Verbraucherpreise mit 3,3% überdurchschnittlich stark steigen. Im Onlinegeschäft hat hingegen im letzten Jahr der positive Trend weiter angehalten. Das beschleunigte Onlinewachstum hat sich gemäß einem Bericht des HDE Handelsverband Deutschland (Online Monitor 2022) auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie fortgesetzt. Der Zuwachs von 13,9 Mrd. Euro (Vorjahr 13,6 Mrd. Euro) bzw. 19 % gegenüber dem Vorjahr mündet in einem Umsatz des Onlinehandels in Deutschland von rd. 87 Mrd. Euro, im Jahre 2021. Anteil der Branchen am Gesamt-Onlinevolumen: Der Anteil der Online-Bestellungen über Smartphone ist weiter gestiegen und lag in 2021 bereits bei 54 % der generierten Umsätze. Die steigenden durchschnittlichen Ausgaben je Onlineshopper sowie die steigende Anzahl der Onlineshoppenden treiben den Onlinehandel am stärksten. Der Anteil der stationären Händler, die Waren auch über das Internet verkaufen, ist 2021 leicht gesunken. Gleichzeitig wachsen die (großen) Marktplätze weiter, zu Lasten der Händler mit eigenem Onlineshop, deren Anteil weiterhin sinkt (Quelle: HDE Online-Monitor 2022). Gleichzeitig gewinnen neue Online-Kanäle wie Instant-Shopping, Livestream-Shopping und Metaverse deutlich an Bedeutung. Trotz bisher kleinem Bestellanteil nimmt insbesondere die Verbreitung von Instant-Shopping deutlich zu, wie in einer aktuellen Umfrage zu sehen ist (Quelle: HDE Online-Monitor 2022): Im Jahr 2021 hat sich die durchschnittliche Kaufkraft der Europäer gemäß einer Studie des GfK wieder leicht positiv entwickelt. So war hier gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 2,0 % bzw. 453 Euro pro Kopf zu verzeichnen. Im Kernmarkt der Weltbild-Gruppe, der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), hatte dies dazu geführt, dass in Deutschland die Kaufkraft je Einwohner in 2021 bei 23.637 Euro pro Jahr liegt, in Österreich bei 24.232 Euro pro Jahr und in der Schweiz sogar bei 40.739 Euro. Die Umsatzentwicklung im deutschen Buchmarkt war in 2021 stark durch die Corona-Krise geprägt. Somit war auch das Jahr 2021 erneut ein Ausnahmejahr. Auch das laufende Jahr 2022 ist nicht mit der Vorpandemiephase zu vergleichen. Neben Corona beeinflussen der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, steigende Kosten in nahezu allen Bereichen, die Papierkrise und eine Konsumflaute die Marktentwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche bewegte sich 2021 bei 9,63 Milliarden Euro (2020: 9,3 Milliarden Euro). Der stationäre Buchhandel blieb mit 3,76 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 39,1 Prozent der größte und wichtigste Vertriebsweg für Bücher. Allerdings lag das Geschäft vor Ort um 3,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück - und sogar um 12,3 Prozent hinter dem Vor-Corona-Jahr 2019. Als Gewinner der pandemischen Verwerfungen erweist sich einmal mehr der Internetbuchhandel, von dessen Gesamtumsatz etwa die Hälfte auf die Onlineshops der Buchhandlungen entfällt. Der Umsatz im Netz stieg 2021 um 16,2 Prozent von 2,24 auf 2,61 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil des Internetbuchhandels am Gesamtmarkt lag damit 2021 bei 27,1 Prozent (2020: 24,1 Prozent). Während die Buchbranche allgemein folglich mit großen Herausforderungen konfrontiert war, kam die Weltbild-Gruppe gut durch das Jahr 2021. Das Unternehmen verzeichnete einen starken Push des Onlinegeschäftes, unterstützt durch den Katalog. Aufgrund seiner überwiegend auf den Distanz- und Onlinehandel ausgerichteten Vertriebsstruktur konnte die Weltbild-Gruppe auf die veränderte Lage schnell reagieren und davon partizipieren. Einen weiteren Nachfrageschub erlebten die digitalen Buchformate auch im zweiten von Lockdowns und Ladenschließungen geprägten Jahr. Besonders deutlich wuchs der Markt der Hörbuch-Downloads mit einem Plus von 20,4 Prozent. Die Zahl der Abonnements, also Flatrate-Angebote für E-Books und Hörbücher, erreichte mit 24,1 Prozent ebenfalls einen hohen Zuwachs. Der Umsatz der E-Book-Downloads am Publikumsmarkt konnte im zweiten Pandemiejahr mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent nur noch leicht ausgebaut werden, ihr Umsatzanteil am Publikumsmarkt belief sich auf 5,7 Prozent (2020: plus 16,2 Prozent, Umsatzanteil: 5,8 Prozent). Das Wachstum hat sich nach dem Corona-Boom von 2020 wieder verlangsamt. Wichtige Trends zeichnen sich insbesondere im Schulbuchmarkt ab: Jüngere Nutzer und Eltern von Schulkindern stehen E-Books an Schulen aufgeschlossener gegenüber. Zudem will die Bundesregierung den digitalen Ausbau der Schulen weiter vorantreiben. Die Weltbild-Gruppe steht mit ihren Media und Non-Media Sortimenten in einem starken Wettbewerbsumfeld. Die stärksten Marktteilnehmer für Weltbild sind im Bereich Medien Thalia und Hugendubel, im Bereich Non-Media sind dies v.a. Depot, Ikea und übergreifend Amazon. Zur Abgrenzung und als Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Wettbewerbern setzt Weltbild deshalb vor allem gezielt auf exklusive Eigenproduktionen und mit Katalog, Filiale, Internet und Social Media auf den Multi-Channel-Vertrieb, um sich gegenüber der reinen Online-Konkurrenz abzuheben. Gerade die regelmäßigen Kataloge und die Filialen vor Ort werden dabei von den Kunden als Unterscheidungsmerkmal erkannt und als Service empfunden. Im Bereich E-Book verwendet Weltbild weiterhin den tolino, um sich eindeutig von Amazon abzugrenzen und um nachhaltig in diesem Produktsegment stark positioniert zu sein. Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich durch ihre gesunde, breit aufgestellte Struktur aus großen, mittleren und kleinen Unternehmen, die hoch innovativ sind, ebenso wie durch hervorragend ausgebildete Beschäftigte aus. Mit zunehmender Impfquote sollte es gelingen, das Pandemiegeschehen bald nachhaltig einzudämmen und die Krisenhilfen für die Unternehmen zurückzufahren. Gemäß dem Jahresrückblick 2021 der Bundesagentur für Arbeit war die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Verlauf des Jahres 2021 gut. Wie auch im Vorjahr setzte im Sommer die Erholung ein. Gleichzeitig traten dann allerdings auch verstärkt Lieferengpässe in den Vordergrund, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Mit rund 44,91 Millionen Erwerbstätigen blieb die Erwerbstätigkeit auf dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren insgesamt rund 2,6 Millionen Personen bzw. 5,7 % arbeitslos gemeldet (-82.000 bzw. -0,2 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich). Das ifo Geschäftsklima fiel gemäß der ifo Konjunkturumfrage im Juli 2022 auf 88,6 Punkte, nach 92,2 Punkten im Juni. Die Unternehmen waren etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen fielen deutlich pessimistischer aus. Steigende Energiepreise und die drohende Gasknappheit bereiten der deutschen Wirtschaft große Sorgen. GeschäftsverlaufAuch im Geschäftsjahr 2021 wurden die Maßnahmen zur Hebung gruppenweiter Synergiepotentiale konsequent und klar strukturiert fortgeführt und konnte in weiten Teilen abgeschlossen werden. Im Filialbereich wurde die weitere Optimierung umgesetzt, so dass zum Jahresende nur noch 55 Filialen im Bestand waren. Als größte operative Gesellschaft der Weltbild-Gruppe beliefert die Weltbild GmbH & Co. KG neben ihren eigenen Kunden auch verschiedene Weltbild-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 konnte die Weltbild D2C Group GmbH das Ziel, einen positiven Jahresüberschuss zu erzielen, mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11.232 (Vorjahr TEUR 14.712) erreichen. Um weiter steigende Umsatzerlöse und operative Gewinne zu erzielen, verfolgt die Geschäftsführung konsequent eine Multi-Channel-Strategie, d.h. die marketingseitige Verknüpfung von Distanzhandel, stationärem Handel, Social Media sowie dem Online-Shop. Wesentliche Voraussetzungen hierfür konnten im Berichtszeitraum durch eine signifikante Straffung des Sortiments und durch die Entwicklung eines neuen Logistikkonzeptes geschaffen werden. Die Entwicklung eigener USPs wie z.B. die Stärkung der Eigenmarken und des eigenen Lizenzgeschäftes, spielen hier eine wichtige Rolle im Vergleich zu den Wettbewerbern. Darüber hinaus wird neben den operativen Verbesserungen auch die anorganische Weiterentwicklung vorangetrieben. Insbesondere die erhöhten Aktivitäten im Marketing und die erweiterten Sortimente im Category Management wirken sich positiv auf den Umsatz aus, sowohl im Bereich online in allen Ländern im Kernmarkt DACH, als auch im Filial-Bereich. Perspektivisch werden die Aktivitäten auch auf die weiteren Standorte in den USA und Asien erweitert. Nachdem in allen Gesellschaften die Kostenbasis stark reduziert wurde, wird das zukünftig erwartete Wachstum signifikant positiven Einfluss auf die Ertragskraft aller Gesellschaften der Gruppe mit sich bringen. Somit konnten im Berichtszeitraum weitere Meilensteine bei der Implementierung eines Unternehmenskonzeptes erfolgreich erreicht werden, das am Markt nachhaltig erfolgreich bestehen kann. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageBerichtszeiträume Die W24 eTrading GmbH, Augsburg, wurde erstmalig zum 01.01.2021 konsolidiert (bisher untergeordnete Bedeutung). Dies hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögensgegenstände und Schulden, so dass ein Vergleich der Zahlen des aktuellen Jahres mit dem Vorjahr ohne Einschränkungen möglich ist. In die Gewinn- und Verlustrechnung gehen in diesem Jahr die Werte für die per 01.10.2020 erworbenen teNeues Gesellschaften sowie die zum 31.12.2020 eingebrachten Gesellschaften Gärtner Pötschke GmbH sowie kinderwelt tausendkind GmbH erstmalig mit 12 Monaten ein. Aus diesem Grund ist ein Vergleich der GuV-Werte des aktuellen Jahres mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt möglich. Vermögenslage
Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 110.516 und liegt damit um TEUR 15.999 über dem Vorjahreswert (Vorjahr: TEUR 94.517). Die darin enthaltenen immateriellen Vermögenswerte stiegen um insgesamt TEUR 14.170. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf die Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 14.033 TEUR (Vorjahr: TEUR 1) zurückzuführen. Hier wurden diverse von Weltbild selbst erstellte Vermögensgegenstände aktiviert, wie z. B. die Herstellung der Variantenfähigkeit im Shop, die Infrastruktur im BackOffice oder die Bereitstellungen eines eigenen SAP-Systems für eine Tochtergesellschaft. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 stehen Geschäfts- und Firmenwerte von TEUR 22.624 zu Buche, im Vorjahr waren es TEUR 21.489. Die Erhöhung ergibt sich durch die Einbringung von weiteren Standorten durch eine Schwestergesellschaft (TEUR 3.877). Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20.776 auf TEUR 72.520 (Vorjahr: TEUR 51.744) erhöht. Dieser Anstieg in der kompletten Gruppe wurde bewusst forciert, indem der Einkaufsprozess beschleunigt und nach vorne gezogen wurde, um damit die Probleme der Lieferketten zu umgehen und eine gute Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 1.437 auf TEUR 22.550 verringert (Vorjahr: TEUR 23.987), sind somit annähernd auf Vorjahresniveau geblieben. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 11.969 (Vorjahr: TEUR 32.378), was einer Verringerung um TEUR 20.409 entspricht. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Zunahme der Vorräte (TEUR 20.776). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 beträgt das Eigenkapital des Weltbild-Konzerns TEUR 80.866 (Vorjahr: TEUR 64.284). Dies entspricht, bezogen auf eine Bilanzsumme von TEUR 242.819 (Vorjahr: TEUR 228.539), einer Eigenkapitalquote von 33,30 % (Vorjahr: 28,13 %). Die Einbringung von Sanitätshausstandorten durch eine Schwestergesellschaft erhöhte das Eigenkapital um TEUR 5.186. Darüber hinaus wirkte sich der Konzernjahresüberschuss von TEUR 11.232 positiv aus. Der Weltbild-Konzern weist zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 18.066 aus (Vorjahr: TEUR 14.449). Diese enthalten im Wesentlichen TEUR 4.736 für Personalverpflichtungen (Vorjahr: TEUR 3.929), TEUR 8.013 für ausstehende Rechnungen (Vorjahr: TEUR 6.562) sowie TEUR 875 für Remissionen (Vorjahr: TEUR 793). Die Erhöhung in der Position Rückstellungen gegenüber Vorjahr in Höhe von TEUR 3.617 ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Steuerrückstellungen (+TEUR 1.475), Rückstellungen für Personalverpflichtungen (+TEUR 807) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+TEUR 1.451). Die Verbindlichkeiten des Weltbild-Konzerns summieren sich am 31. Dezember 2021 auf TEUR 138.084 (Vorjahr: TEUR 144.258). Enthalten sind hierin im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 43.679 (Vorjahr: TEUR 44.541), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen von TEUR 70.706 (Vorjahr: TEUR 74.244) sowie sonstige Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 11.143 (Vorjahr: TEUR 11.383). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sowohl Verbindlichkeiten gegenüber dem unmittelbaren Gesellschafter in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1.698) sowie gegenüber dem mittelbaren Gesellschafter (Droege Group AG) in Höhe von TEUR 62.786 (Vorjahr: TEUR 69.388) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern, Debitorenhabensalden sowie Gutscheinverbindlichkeiten. Finanzlage Der Weltbild-Konzern weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 liquide Mittel von TEUR 11.969 (Vorjahr: TEUR 32.378) aus. Addiert man Forderungen und Vorräte hinzu, so ergibt sich ein Umlaufvermögen von TEUR 125.193 (Vorjahr: TEUR 123.301). Den stehen auf der Passivseite Verbindlichkeiten von TEUR 138.084 (Vorjahr: TEUR 144.258) entgegen, von denen TEUR 73.464 (Vorjahr: TEUR 85.534) binnen eines Jahres fällig werden. Der Großteil der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 18.066 (Vorjahr: TEUR 14.449) ist im Laufe des Folgejahres fällig. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Weltbild-Konzerns beträgt TEUR 6.770. Zu dieser Entwicklung haben im Wesentlichen das Periodenergebnis in Höhe von TEUR 11.232, die Erhöhung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.165, die Zunahme der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva in Höhe von TEUR -17.919, die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva in Höhe von TEUR -3.289 sowie die zahlungsunwirksamen Erträge mit TEUR 2.493 beigetragen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -24.055. In das immaterielle Anlagevermöge wurden TEUR 20.758 investiert und in Sachanlagen flossen TEUR 3.819. Erhaltene Zinsen summieren sich auf TEUR 533. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -1.996. Er setzt sich wesentlich zusammen aus einer Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens sowie aus geleisteten Zinszahlungen. Somit war im abgelaufenen Geschäftsjahr eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR -19.280 zu verzeichnen. Hierzu hat wesentlich der Cashflow aus Investtätigkeit in Höhe von TEUR -24.055 beigetragen. Die Finanzierung im Weltbild-Konzern findet hauptsächlich über die Weltbild GmbH & Co. KG statt, weshalb im Folgenden hauptsächlich auf diese Gesellschaft eingegangen wird. Von der Special Multi-Channel Holding GmbH, Düsseldorf, hat die Weltbild GmbH & Co. KG eine auf drei Jahre befristete Kontokorrent-Linie von TEUR 1.500 erhalten. Diese wurde im Geschäftsjahr zurückgeführt. Die Weltbild GmbH & Co. KG verfügt über Kontokorrentlinien von insgesamt TEUR 13.100 und eine Aval-Linie von TEUR 800. Diese Kontokorrentlinien dienen auch der Konzernfinanzierung. Die Kreditlinien stehen der Gesellschaft unbefristet zur Verfügung. Die vom (un-)mittelbaren Gesellschafter zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel sowie die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der Droege Group in Höhe von insgesamt TEUR 64.285 zum 31.12.2021 sind bis zum 30.09.2023 gestundet. Ertragslage
Der Weltbild-Konzern weist im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 488.244 aus (Vorjahr: TEUR 389.507). Die Erhöhung ist wesentlich zurückzuführen auf die Konzerngesellschaften Gärtner Pötschke GmbH, Kaarst (+ TEUR 50.485) und kinderwelt tausendkind GmbH, Berlin (+ TEUR 26.070). Die aktivierten Eigenleistungen haben sich um TEUR 12.476 auf TEUR 17.111 (Vorjahr: TEUR 4.635) erhöht. Hier wurden unter anderem ein SAP-System für eine Tochtergesellschaft konzipiert und implementiert, die IT-Arbeitsumgebung im neuen Headquarter implementiert und aufgebaut, die Infrastruktur im Backoffice inklusive neuer Architektur und Landschaft programmiert, mit der Erneuerung des WMS-Systems für das Logistikzentrum in Augsburg gestartet, diverse Verbesserungen am Onlineshop vorgenommen, unter anderem im Bereich Page Speed und Analyse, sowie diverse Onlineformate auf den Weg gebracht (digitaler Weihnachtsmarkt, Ostermarkt, Wiesn, Kinderbuchfestival u. ä.). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr TEUR 9.408 (Vorjahr: TEUR 10.146) und liegen damit leicht unter Vorjahr. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 46.269 erhöht und beläuft sich im aktuellen Jahr auf TEUR 237.913 (Vorjahr: TEUR 191.644). Die Rohertragsmarge stieg leicht von 50,8 % auf 51,2 % aufgrund eines durch den erweiterten Konsolidierungskreis veränderten Produkt-Mix in der Gruppe. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 14.926 auf TEUR 59.656 erhöht (Vorjahr: TEUR 44.730), was - gemessen an den Umsatzerlösen - einer Personalaufwandsquote von 12,22 % entspricht (Vorjahr: 11,48 %). Die Erhöhung begründet sich durch die erstmalig auch in der GuV mit 12 Monaten enthaltenen Gesellschaften, die im Jahr 2020 (Oktober bzw. Dezember 2020) erstkonsolidiert wurden sowie durch Personalaufbau. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Weltbild Gruppe 1.257 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.063 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 186.551 um TEUR 38.067 über Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 148.484). Dies entspricht 38,21 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 38,12 %). Für Werbung (TEUR 64.122/Vorjahr: TEUR 50.983), Fulfillment (TEUR 62.773/ Vorjahr: TEUR 45.922) sowie Raumkosten (TEUR 12.966/Vorjahr TEUR 13.845) wurden insgesamt TEUR 139.861 aufgewendet (Vorjahr: TEUR 110.750). Die Erhöhung der Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch die erstmalig auch in der GuV mit 12 Monaten enthaltenen Gesellschaften, die im Jahr 2020 (Oktober bzw. Dezember 2020) erstkonsolidiert wurden, bedingt. Die vorgenannten Entwicklungen führen zu einem Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, EBITDA, von TEUR 30.199 (Vorjahr: TEUR 19.522). Die Abschreibungen liegen im Berichtszeitraum bei TEUR 12.898 (Vorjahr: TEUR 5.910). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT, beläuft sich auf TEUR 17.301 (Vorjahr: TEUR 13.612). Das Finanzergebnis beträgt TEUR -994 (Vorjahr: TEUR -1.878). In Summe ergibt sich ein positives Vorsteuerergebnis, EBT, in Höhe von TEUR 16.307, was den Erwartungen entspricht. Im Vorjahr lag das Vorsteuerergebnis bei TEUR 11.734. Der Steueraufwand im Geschäftsjahr setzt sich zusammen aus Aufwendungen für laufende Steuern in Höhe von TEUR 2.478 sowie aus Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von TEUR 2.589. Unter Berücksichtigung der im laufenden Geschäftsjahr angefallenen Sondereffekte beläuft sich das EBITDA adjusted auf TEUR 50.117. Im Vorjahr belief sich das EBIDTA adjusted auf TEUR 31.014. Hier waren zum EBITDA adjusted der Gruppe noch pro-Forma die neu eingebrachten Gesellschaften kinderwelt tausendkind GmbH und Gärtner Pötschke GmbH addiert worden.
Sondereffekte / EBITDA adjusted Sowohl der Weltbild D2C Group-Konzern als auch die operativen Tochtergesellschaften werden intern nach einem einheitlichen Kennzahlensystem gesteuert. Eine wesentliche Kennzahl ist das bereinigte EBITDA (EBITDA adjusted), welches das operative Ergebnis vor nicht-operativen Ergebniseffekten bzw. Sondereffekten ausweist. Durch diese Betrachtung wird ein like-for-like Vergleich des operativen Gewinns über einen Zeitverlauf dargestellt, um die nachhaltige operative Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe bzw. der jeweiligen Tochterunternehmen konkret beurteilen zu können. Aus dem operativen Ergebnis werden folglich außerordentliche, nicht wiederkehrende Sachverhalte ausgegliedert, die nicht im Zusammenhang mit dem nachhaltig operativen Geschäftszweck stehen. Beispielsweise seien hier Abfindungszahlungen oder Mietabschlagszahlungen zu vorzeitigen Mietvertragsauflösungen im stationären Geschäft genannt. Im Geschäftsjahr 2021 sind nach obenstehender Definition, auch durch deutlich schneller umgesetzte Optimierungsschritte, Sondereffekte in Höhe von TEUR 19.918 angefallen. Dies ist in großen Teilen auf eine beschleunigte Reduzierung des Filialnetzes zurückzuführen. So wurde das gesamte DACH-Filialnetz für 2022 auf unter 50 Standorte reduziert, u.a. wurden neben verhandelten frühzeitigen Schließungen auch Standorte an Thalia und Hugendubel verkauft. Die Marke Jokers hat ab 1.1.2022 keine stationären Geschäfte mehr. Die außerordentlichen Maßnahmen in den operativen Gesellschaften bestehen im Wesentlichen aus Abfindungszahlungen für den Personalabbau, Sondereffekten im Zusammenhang mit den Filialschließungen inklusive Bestandskorrekturen sowie den Kosten zur frühzeitigen Schließung der Standorte (Mietabschlagszahlungen). Das Filialnetz wurde in den Jahren 2020/2021 mehr als halbiert, was für die Zukunft die Profitabilität der Gruppe nachhaltig verbessern wird. Der Weltbild D2C Group-Konzern weist unter Berücksichtigung der Sondereffekte ein EBITDA adjusted von TEUR 50.117 aus, welches damit um TEUR 19.103 über dem EBITDA adjusted von TEUR 31.014 aus 2020 liegt. Die Unternehmensplanung konnte damit im Wesentlichen bestätigt werden. Zusammenfassende Beurteilung Mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 sind wir trotz der anhaltend schwierigen Bedingungen im stationären Geschäft bedingt durch die Pandemie sehr zufrieden. Der bereits eingeschlagene Konsolidierungskurs im DACH-Filialbereich wurde weiter vorangetrieben, was neben den Lock-Down-Schließungen zusätzlich Umsatz gekostet hat. Zusätzlich wurden knapp 20 Standorte an den Wettbewerb abgegeben. Insgesamt gesehen konnte der Umsatz durch den weiterhin starken Fokus auf den Versandhandel im Zuge der Digitalisierung nochmals signifikant gesteigert werden, sodass die Verluste aus dem stationären Geschäft weit überkompensiert werden konnten. Zusätzlich wurden erneut zahlreiche Initiativen gestartet, die auf der Margen- und Kostenseite nachhaltig wirken und die Entwicklung in 2021 verbessert haben sowie die zukünftige Ertragssituation der Gruppe insgesamt wesentlich verbessern werden. Hierzu zählt unter anderem der Launch neuer Sortimente mit hohen Margen, wie zum Beispiel in den Bereichen Home & Living sowie Raumduft und Kerzen. Darauf zahlt auch die Weiterentwicklung der Eigenmarken im Bereich Kids & Family und Gesundheit ein. Die Erschließung neuer Vertriebskanäle wie zum Beispiel das Liveshopping sowie die Weiterführung der digitalen Plattformen und Events, wie der digitale Weihnachtsmarkt, die digitale Bücherschau, das Kinderbuchfestival sowie das digitale Oktoberfest. Einen weiteren größeren Effekt erwarten wir durch die erweiterte Zusammenlegung von größeren Dienstleistungs- oder Sourcing-Verträgen für die komplette Gruppe, unter anderem im Category- und Marketingbereich. Außerdem wird auch der Einkauf noch globaler aufgestellt, um auch z. B. in Osteuropa und Südamerika agieren zu können. In Summe konnte die Weltbild D2C Group im Geschäftsjahr 2021 ihr Ziel, das operative Ergebnis nach der starken Steigerung in 2020 nochmals signifikant weiter zu verbessern, deutlich erreichen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein Steuerungssystem nach finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist unmittelbarer Bestandteil des Controlling-Prozesses in der Weltbild-Gruppe. Es beinhaltet ein regelmäßiges Monitoring, insbesondere finanzieller Leistungsindikatoren, nach denen die Weltbild-Gruppe operativ gesteuert wird. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen der Konzernumsatz, das Konzern-EBIDTA bzw. EBITDA adj. sowie das Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) dar. Der Unternehmenswert der Weltbild D2C Group wird neben der finanziellen Performance auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Diese betreffen die Beziehungen des Konzerns zu seinen Stakeholdern wie z.B. Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten sowie die Technologieposition und Umweltbelange. In Summe lassen die Indikatoren Rückschlüsse darauf zu, inwieweit es der Weltbild-Gruppe gelingt, als innovativer Multi-Channel-Player dauerhaft Lieferanten für Waren und Content sowie Kooperationspartner an sich zu binden, Produkte bzw. Sortimente anzubieten, die den Kundennutzen steigern und letztlich die vorgelagerten Prozesse so zu gestalten bzw. zu beeinflussen, dass Ressourcen geschont und ein nachhaltiges Wirtschaften unterstützt werden. Diese Faktoren sind nach Auffassung des Weltbild D2C Group-Konzerns wesentliche Bausteine einer zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerb. Einen besonderen Fokus legt der Konzern hierbei auf die Messung bzw. Analyse von Markt-, Kunden- und Wettbewerbsdaten. Des Weiteren sieht sich Weltbild auch in der Verantwortung für die Natur, die Menschen und die Umwelt. Daher wurde mit dem Nachhaltigkeitskonzept "Weltbild goes Green" der CO 2 -Fußabdruck der Unternehmenszentrale ermittelt, welcher durch den Kauf von Klimaschutzzertifikaten ausgeglichen wurde. Dafür erhielt Weltbild nach 2019 und 2020 auch in 2021 das Zertifikat "klimapositives" Unternehmen. Der Konzern gewinnt Erkenntnisse über die Kundenzufriedenheit aus Feedback-Gesprächen sowie den Kennzahlen zur Kundentreue. Weltbild setzt regelmäßig entsprechende Befragungen im Kundenservice und Vertrieb ein. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen Markt- bzw. Kundenanalysen durchgeführt, um mehr über die Markt- und Kundenstruktur sowie -bedürfnisse zu erfahren. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen effizienter und effektiver einsetzen zu können, um wichtige Kenngrößen optimieren zu können. Des Weiteren wird seit August 2018 ein monatliches Reporting erstellt, um die Kundenzufriedenheit zu messen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu deren Verbesserung zu ergreifen. Im Online-Business bemisst sich profitables Wachstum zum einen am Umsatzvolumen sowie an den Kenngrößen Retouren-Quoten und Durchschnittsauftrag pro Kunde. Der Durchschnittsauftrag unterliegt saisonalen Schwankungen (z.B. Ostern, Weihnachten). Ziel ist es, den Wert des Durchschnittsauftrages zu steigern und die Saisonalität in der Weltbild-Gruppe beispielsweise durch eine zeitlich gegenläufige Geschäftsentwicklung verschiedener Tochterunternehmen (z.B. Gärtner Pötschke GmbH vs. Weltbild), zu glätten. Die monatlich erfasste umsatzbasierte Retourenquote - gemessen am Nettoumsatzwert der Retoure - lag im Geschäftsjahr in der DACH-Region zwischen vier und sieben Prozent, kumuliert in 2021 bei durchschnittlich sechs Prozent. Dabei sind die Unterschiede zwischen Bestellungen im Internet und über Katalog marginal. Nimmt man hingegen die reine, sendungsbasierte Retourenquote, d.h., die Anzahl Retouren geteilt durch die Anzahl der Sendungen, dann bewegte sich Weltbild in 2021 in einer Bandbreite der monatlich erhobenen Werte von 2,56 bis 4,34 %, kumuliert in 2021 bei 3,26 %. Die durchschnittliche Retourenquote im E-Commerce ist stark abhängig vom Sortiment. Gemäß einer Umfrage der Universität Bamberg konnte im Rahmen einer Verbraucherstudie eine Alpha-Retourenquote (Rücksendewahrscheinlichkeit eines Paketes) für Medien und Bücher ermittelt werden. Diese liegt in Abhängigkeit von der Zahlart zwischen 4,46 und 11,45 %. Im Vergleich zum Markt erreicht die Gesellschaft somit mit der aktuellen Retourenquote einen sehr guten Wert. Für die Zukunft setzt die Weltbild-Gruppe weiterhin den Fokus darauf, den Durchschnittsauftrag pro Bestellung zu erhöhen und gleichzeitig die Retourenquote so gering wie möglich zu halten. Im Marketing wird die Werbeintensität online als auch stationär erhöht, um sowohl über erhöhte Katalog-Auflagen als auch im Bereich online neue Kunden zu gewinnen sowie inaktive Kunden zu reaktivieren. Integrierte Themenwelten verknüpfen dabei die Sortimente im Bereich Media und Non-Media. Darüber hinaus werden im Bereich Social Media zahlreiche Initiativen gestartet, um auf diesem Weg auch neue jüngere Zielgruppen anzusprechen. Das Ziel ist damit, ausgehend von einer erweiterten Sortimentsstruktur und erhöhten Werbeaktivitäten, über alle Kanäle sowie eine zielgruppenorientierte Kundenansprache, die Käuferbasis signifikant zu erhöhen und breiter aufzustellen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognosebericht Der Prognosebericht umfasst die Prognose für die Geschäftsjahre 2022 und 2023. Im Jahr 2022 hat sich der Konsolidierungskreis des Weltbild-Konzern bis heute bereits durch die Akquisitionen der Gesellschaften papagei - digital learning solutions GmbH (Februar 2022) sowie Servona GmbH und pb ReCommerce GmbH (Mai 2022) erweitert. Unter Berücksichtigung dieser neuen Gesellschaften ist die Erwartung für das laufende Geschäftsjahr, dass sich der Gruppen- Gesamtumsatz 2022 im niedrigen einstelligen Prozentbereich über dem Niveau von 2021 bewegen wird. Ab dem Jahr 2023 wird eine Steigerung im Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Der Start des Geschäftsjahres 2022 verlief unter den Erwartungen. Die wesentliche Abweichung im Vergleich zum letzten Jahr ist auf die Bereiche Garten (Marke: Gärtner Pötschke) und Gesundheit-Welt (Marke: Orbisana) zurückzuführen. Die negative Umsatzentwicklung im Vergleich zum letzten Jahr im Bereich Garten ist wetterbedingt. So gab es zur Hauptpflanzzeit im April rund um Ostern Temperaturen im negativen Bereich und Nachtfrost, so dass die Saison auf einem niedrigeren Niveau verlaufen ist. Die Abweichung in der Gesundheits-Welt im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus den starken Umsätzen im ersten Quartal 2021 in einer Zeit, als die Fitnessstudios geschlossen waren und daher Produkte wie Heimtrainer und Sportgeräte einen sehr hohen Anstieg im Absatz verzeichnen konnten. Dieser Effekt hat sich im laufenden Jahr nicht wiederholt, war aber in der Planung bereits berücksichtigt. Als dritter Punkt im Vergleich zum letzten Jahr ist ein schwacher Buchmarkt allgemein anzuführen, der sich in 2022 im Vergleich zu 2021 bei zwischen -25 % bis -30 % bewegt. Aufgrund der kumulierten Entwicklung im Umsatz der Weltbild D2C Group ist jedoch davon auszugehen, dass sich der Konzern im Wettbewerb stark behauptet und Marktanteilsgewinne verzeichnen kann. Negative Auswirkung auf das Kaufverhalten hat vor allem der Ukraine Krieg und die daraus resultierende gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Verteuerung von Artikeln des täglichen Bedarfs, sowie für Benzin und Energie, reduzieren die Nachfrage der Kunden. Dies führt in Summe zu weniger Käufern, während die kaufenden Kunden in etwa die gleichen Warenkorbhöhe umsetzen. Da dies bereits seit Beginn des Jahres absehbar war, wurden in der gesamten Gruppe Maßnahmen im Bereich des Wareneinsatzes und der Kostenreduzierung in die Wege geleitet. Dies betrifft vor allem Kosten im Bereich Personal, Marketing und IT, sowie durch einen möglichen reduzierten Umsatz die variablen Kosten für Logistik und Kunden-Service. Als zusätzliche Maßnahme zur Abfederung der wirtschaftlichen Risiken und aufgrund der verringerten Arbeitsmenge wurden für die Zeit von Mitte Juli bis Ende September 20 % Kurzarbeit für die Mitarbeiter der Weltbild GmbH & Co. KG vereinbart. In Summe ist davon auszugehen, dass über alle Kosten-Positionen eine Einsparung im zweistelligen-Millionen Bereich in 2022 erreicht werden kann. Stark positive Effekte sind in 2022 im Vergleich zu 2021 vor allem aus dem Filial-Bereich zu erwarten, da im letzten Jahr über mehrere Monate die Filialen geschlossen waren, während die Kosten für Personal und Miete jedoch zu 100 % bezahlt werden mussten. Im Jahr 2021 wurde für den gesamten Filial-Bereich übergreifend über alle Marken und Länder ein Jahres-Fehlbetrag im hohen einstelligen Millionen-Bereich erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr wurde daher bewusst die Anzahl der Filialen - vor allem in Deutschland (Anzahl der Filialen per Ende 2021 < 20) - stark zurückgefahren und der Bereich konsolidiert, so dass in 2022 die Verluste auf ein Minimum reduziert werden und sich der Fehlbetrag aus dem letzten Jahr nicht wiederholen wird. Im Onlinehandel geht der HDE von einer Normalisierung der Lage nach den zwei Rekordjahren aufgrund von Corona aus. Im Vergleich zum Wettbewerb schlägt sich die Weltbild-Gruppe aktuell gut. Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass sich das operative EBITDA adjusted des Weltbild-Konzerns in 2022 auf dem Niveau des Jahres 2021 bewegen wird. So wird mit Verbesserungen in der Marge, sowie bei allen Kostenpositionen im Vergleich zum letzten Jahr gerechnet. Der Fokus in der Gruppe liegt auf bestmöglicher Verfügbarkeit der Ware zur Absicherung von Umsatz und Ergebnis 2022. Da sich die außerordentlichen Effekte der Filial-Restrukturierung aus 2021 in 2022 nicht wiederholen werden, wird für dieses Jahr eine Steigerung im EBT im Vergleich zu 2021 erwartet. Die Weltbild D2C Group ist durch die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen gut gerüstet, um auch bei einem reduzierten Umsatz-Niveau organisch durch positive Effekte im Rohertrag und bei den Kosten das Ergebnis aus 2021 zu übertreffen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei auch der höhere Anteil der variablen Kosten. Im Jahresüberschuss wird damit analog 2020 und 2021 auch für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 ein Gewinn in Höhe eines zweistelligen Millionen-Betrages erwartet. Unter der Annahme der oben beschriebenen Prämissen und Maßnahmen rechnet die Unternehmensführung damit, dass der Weltbild D2C Group ausreichend liquide Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes im Prognosezeitraum bis zum Ende des Planungszeitraums (Dezember 2023) zur Verfügung stehen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden daher aufgrund der positiven Fortführungsprognose unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Dieser Konzernlagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den aktuellen Erwartungen der Gesellschaft und auf bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, beeinflusst die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung des Konzerns wesentlich abweicht von den in die Zukunft gerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen und Leistungen. Chancenbericht Die sich für den Weltbild-Konzern ergebenden Chancen werden fortlaufend insbesondere durch gezielte Beobachtung der für den Konzern relevanten Märkte und des Wettbewerbsumfeldes eruiert und fließen in die strategischen Überlegungen für die zukünftige Weiterentwicklung der Produktpalette und der Vertriebskanäle ein. Im Zuge regelmäßiger Forecasts bzw. Soll-Ist-Vergleiche wird zeitnah erkannt, ob eine Neubewertung einzelner Chancenfelder erforderlich ist. Dies kann eine Reallokation z.B. der Marketingbudgets nach sich ziehen, die für die Wahrung von Chancen erforderlich werden. Ein der Risikosteuerung dienendes Managementsystem wird für die Evaluation der Chancen nicht eingesetzt. Die Weltbild D2C Group sieht Chancen in insbesondere 4 Bereichen: Neue Produktsortimente: Die Weltbild-Gruppe hat in der jüngsten Vergangenheit neue Produktkategorien in ihr Sortiment aufgenommen bzw. den Umfang und die Eigenständigkeit von Produktkategorien verstärkt (z.B. Technik, Fitness, Gesundheit, Outdoor etc.) und plant den Eintritt in bzw. die Stärkung von weiteren Produktkategorien (z.B. Spielwaren, etc.) und beobachtet daher ständig das Marktumfeld und -Potential. Durch neue oder gestärkte Produktkategorien werden bei Bestandskunden und Neukunden neue Absatzpotenziale erschlossen: Bestehende Kunden werden zum Kauf weiterer Produkte angeregt, neue Kunden werden durch neue Sortimente angezogen. Bessere Bepreisung: Die Weltbild-Gruppe strebt an, ihre Preisgestaltung dahingehend zu optimieren, dass auf der einen Seite ein möglichst hoher Teil der Zahlungsbereitschaft der Kunden abgeschöpft wird und auf der anderen Seite möglichst viele Kunden kaufen. Dazu werden die Bepreisungsmethoden überprüft und der Einsatz von automatisierten Bepreisungstools geprüft. Bessere Interessenten- und Kundenverwertung: Die Weltbild-Gruppe arbeitet an Projekten, um die Anzahl bzw. den Wert der Verkäufe an Interessenten und Kunden zu erhöhen. Dazu zählen Projekte zur "Conversion Rate"-Erhöhung des Onlinehops (d.h. Erhöhung von Anzahl bzw. Wert der Verkäufe an Besucher des Onlineshops z.B. durch Produktempfehlungen, klarere Strukturen, etc.) oder Projekte zur Erhöhung der Kundenbindung (d.h. Erhöhung von Anzahl bzw. Wert der Folgekäufe von Kunden z.B. durch verbesserte E-Mail-Newsletter, etc.). Bessere Vermarktung der Kundenreichweite: Die Weltbild-Gruppe plant eine bessere Vermarktung der Kundenreichweiten über seine Marketing- und Vertriebskanäle wie z.B. Telefon, Katalog und Onlineshop. So sollen z.B. über Telefon gegen Bezahlung Produkte anderer Hersteller oder Händler vermarktet werden oder im Onlineshop Flächen für Werbeeinblendungen anderer Hersteller oder Händler zusätzlich oder besser vermietet werden. Um die Chancen nutzen zu können und die zukünftigen Umsatzambitionen zielgerichtet zu verfolgen, setzt die Weltbild-Gruppe unter anderem auf den signifikanten Ausbau insbesondere der Consumer Journey über alle digitalen Kanäle mit dem Ziel von Convenience für den Kunden und Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Des Weiteren wird das Onboarding neuer Kanäle vorangetrieben, um auch im Bereich der Internationalisierung zügig neue Marktanteile erschließen zu können. Es wird an der Verbreiterung und Vertiefung des Produktsortiments gearbeitet, um für bestehende und neue Kunden noch attraktiver zu werden. Zusätzlich werden auch signifikante, strategische Investitionen im Bereich der Logistik vorgenommen mit dem Wiederinbetriebnahme des LZA (Logistikzentrum Augsburg), um für die Zukunft gerüstet zu sein. Um in diesen Bereichen signifikante Verbesserungen zu erzielen sind heute und auch zukünftig IT Umsetzungsprojekte notwendig mit signifikanten Aufwänden für die gesamte Organisation. Risikobericht Das Eingehen unternehmerischer Risiken gehört zu den Grundprinzipien von Handelsgesellschaften. Die Geschäftsführung verfolgt dabei eine risikominimierende Politik. Das Risiko-Management des Weltbild-Konzerns ist in das Controlling-Konzept eingebunden. Eine regelmäßige Einschätzung der Risiken erfolgt im Rahmen rollierender Forecasts mehrfach jährlich. Die Geschäftsentwicklung wird durch das Controlling monatlich überwacht und in Abweichungsanalysen zum Budget und gültigen Forecast aufbereitet. Die für das Unternehmen wesentlichen Kennzahlen und deren Entwicklung werden hierbei einbezogen. Die Ergebnisse dieser Analysen fließen in die rollierende Liquiditätsplanung ein, um Budgetabweichungen und deren Auswirkungen auf die Liquiditätslage frühzeitig zu erkennen. Geschäftsführung und Beirat werden monatlich ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert. Risiken werden im Allgemeinen nach Bereichen in "Externe Risiken", "Finanzielle Risiken", "Operationale Risiken" und "Strategische Risiken" unterteilt. Externe Risiken sind beispielsweise Naturereignisse wie Feuer, Blitzschlag oder Überschwemmung. Üblicherweise sind diese Risiken versichert. Am Beispiel des Corona-Virus hat es sich gezeigt, dass auch eine Pandemie ein Risiko darstellen kann. Hier ist dann eine schnelle Reaktion gefragt und es gilt, die sich dadurch unter Umständen ergebenden Chancen zu nutzen. Zusätzlich ergeben sich Risiken durch den negativen Einfluss kriegerischer Auseinandersetzungen, wie z.B. des Ukraine Krieges, auf die Kaufbereitschaft und die Nachfrage der Kunden. Anhaltende Teuerungsraten und steigende Inflation sowie steigende Preise für Energie und Kraftstoff führen zu einem reduzierten verfügbaren Einkommen der Bevölkerung, welches in den Konsum investiert werden kann. Weitere Risiken sind der Ausfall des Online-Shops, zum Beispiel durch externe Angreifer, sowie der IT-Systeme im Allgemeinen. Diesen wird durch ständig aktualisierte Gegenmaßnahmen sowie einer hohen personellen Expertise begegnet. Die sogenannten Finanziellen Risiken beinhalten in der Regel Markt- und Umsatzrisiken, Forderungsausfälle, Liquiditätsrisiken, Wechselkursrisiken und Zinssteigerungen. Im Fokus der Gesellschaft stehen - vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen und Markt-Entwicklungen - die "Finanziellen Risiken". Eine kurz- und mittelfristig ausreichende Liquiditätsausstattung der Gesellschaft und der planmäßige Verlauf der Umsetzung strategischer Maßnahmen im gesamten Konzern bedingen sich hierbei direkt. Einem Liquiditätsrisiko muss zudem mit einem effektiven Cash Management und einer wöchentlichen Liquiditätsplanung Rechnung getragen werden. Darüber hinaus legt die Geschäftsführung großen Wert auf die Intensivierung des Forderungsmanagements sowie auf die Optimierung der Vorratsstruktur. Das größte finanzielle Einzelrisiko für den Konzern ist bislang die finanzielle Abhängigkeit von der Droege Group AG (mittelbarer Gesellschafter), da die Weltbild D2C Group bisher den für die Ausübung des Geschäftsbetriebes benötigten finanziellen Spielraum noch nicht vollständig selbständig am Banken-Markt beschaffen konnte. Aufgrund der deutlich gesteigerten, nachhaltigen Profitabilität sind die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, eine (Re-)Finanzierung der Weltbild D2C Group am Bankenmarkt durchzuführen. Weltbild arbeitet derzeit an einer neuen Bankenfinanzierung, um bestehende Bankverbindlichkeiten sowie Gesellschafterverbindlichkeiten neu zu strukturieren. Es ist geplant, die Finanzierung mit einem Bankenkonsortium bis Ende QIII 2022 umzusetzen. Zusätzlich wird derzeit das Logistikzentrum Augsburg wieder in Gang gesetzt. Auch hinsichtlich der Finanzierung der hierfür erforderlichen Investitionen befindet sich Weltbild aktuell in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem Bankenkonsortium. Der Fortbestand des Konzerns ist von der Realisierung der der Gruppenplanung zu Grunde gelegten Multi-Channel-Strategie, der daraus resultierenden zunehmenden Ergebnis- und Liquiditäts-Generierung zur Eigenfinanzierung bzw. der Sicherstellung einer darüber hinaus gehenden Finanzierung des Unternehmenswachstums abhängig. Allgemeine Markt- und Umsatzrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation in den Absatzmärkten von der Weltbild D2C Group sowie im Eintritt oder dem schnellen Erfolg von Wettbewerbern in den Geschäftsbereichen der Gruppe. Spezifische Umsatzrisiken ergeben sich, falls die von der Weltbild-Gruppe gesehenen Chancen sich nicht oder nicht im erwarteten Umfang realisieren lassen: So könnten neu aufgenommene oder gestärkte Produktsortimente von den avisierten Kunden weniger stark angenommen werden als angenommen. Projekte zur Verbesserung der Bepreisung könnten keine oder geringere positive Wirkung auf den Gesamtumsatz zeigen als erwünscht. Projekte zur besseren Verwertung von Interessenten und Kunden könnten weniger Erfolg zeigen als angenommen. Und die verstärkte Vermarktung von Reichweiten könnte von den potenziellen Kunden weniger gut angenommen werden als geplant. Bei Eintritt dieser Risiken sind naturgemäß negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage zu erwarten. Unter den operationalen Risiken werden in den meisten Unternehmen in der Regel Risiken hinsichtlich Qualität, externer Fertigung, Lager- und Vertragsverhältnissen, Human Resources, Kommunikation und IT-Sicherheit subsumiert. Die Gesellschaft ist in hohem Maße von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig. Hierzu ist das Programm SAP R/3 im Einsatz. Teilausfälle können durch Sicherungen und Redundanzen überbrückt werden. Im unwahrscheinlichen Fall eines Totalausfalls sind Sicherungsmechanismen eingerichtet, welche die Funktionsfähigkeit innerhalb kürzester Zeit wiederherstellen. Sollte das Risiko eintreten, ergeben sich aufgrund der Absicherungsmechanismen nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Strategische Risiken ergeben sich aus fehlenden oder falschen Planungsvorgaben. Die realisierten Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse fließen in die jährliche Planung ein und dienen auch maßgeblich z.B. zur Definition der Produkt- und Marketing-Roadmap. Die angestoßenen Sortimentsänderungen bzw. -ergänzungen werden im Vorfeld vertiefend mit den Markterfordernissen abgeglichen. Das Erreichen der angestrebten Profitabilität in allen Vertriebskanälen entscheidet letztlich über die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Aufgrund der gestiegenen Inflation 2022 insbesondere im Energie- und Lebensmittelsektor ist im Versandhandel ein Nachfragerückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Aufgrund der verringerten Arbeitsmenge und zur Abfederung der wirtschaftlichen Risiken wurde für die Zeit von Mitte Juli bis Ende September 2022 für die Beschäftigten der Weltbild GmbH & Co. KG Kurzarbeit von 20 % vereinbart.
Augsburg, im August 2022 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 20211 VorbemerkungenDie Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg, im Folgenden auch "Weltbild" oder "Gesellschaft", stellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 ff. HGB diesen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft ist beim Registergericht Augsburg unter der Handelsregisternummer HRB 29114 eingetragen. Zum 31. März 2021 erfolgte die Umfirmierung von Weltbild Holding GmbH in Weltbild D2C Group GmbH, um der strategischen Ausrichtung der Gruppe besser Rechnung zu tragen. Dieser Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes erstellt und ist unter Beachtung von § 299 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens (31. Dezember) aufgestellt. Der Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens ist auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Konzernergebnis in Höhe von TEUR 11.124 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. In die Gewinn- und Verlustrechnung gehen in diesem Jahr die Werte für die per 01.10.2020 erworbenen teNeues Gesellschaften sowie die zum 31.12.2020 eingebrachten Gesellschaften Gärtner Pötschke GmbH sowie kinderwelt tausendkind GmbH erstmalig mit 12 Monaten ein. Aus diesem Grund ist ein Vergleich der GuV-Werte des aktuellen Jahres mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt möglich. 2 Konsolidierungskreis
Die W24 eTrading GmbH, Augsburg, wurde erstmalig zum 01.01.2021 konsolidiert (bisher untergeordnete Bedeutung). Im aktuellen Wirtschaftsjahr wurde die Beteiligung an der Weltbild Merchandising GmbH i.L., Salzburg um TEUR 48 abgewertet und steht jetzt noch mit TEUR 2 in den Büchern. Aus der at equity Bilanzierung der cBooks Germany GmbH ist im aktuellen Jahr ein Beteiligungsertrag in Höhe von TEUR 166 entstanden (Vorjahr: TEUR 117). Aus der at equity Bilanzierung der Multi Channel Logistik s.r.o. (MCL) ist im aktuellen Jahr ein Beteiligungsertrag in Höhe von TEUR 209 entstanden (Vorjahr: TEUR 201). Im Geschäftsjahr hat eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt TEUR 600 stattgefunden, die disquotal aufgeteilt wurde (36,67 % für die Weltbild GmbH & Co. KG) und Einfluss auf den Beteiligungsertrag sowie den bilanziellen Ansatz der Beteiligung hatte. Die Beteiligungen an der tolino media GmbH & Co. KG und der tolino media Verwaltungs GmbH werden zu fortgeführten Anschaffungskosten im Konzernabschluss bilanziert. Darüber hinaus hält die Weltbild D2C Group GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung gem. § 296 Abs. 2 HGB, welche oben dargestellt sind. Im Vergleich zum vorherigen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ergab sich lediglich die oben genannte Veränderung im Konsolidierungskreis durch die Erstkonsolidierung der bisher nicht konsolidierten W24 eTrading GmbH, die aus Vereinfachungsgründen zum 01.01.2021 vorgenommen wurde. Die Aufnahme in den Konsolidierungskreis erfolgte aufgrund der Zunahme der operativen Tätigkeit. Die Erstkonsolidierung wurde mittels der Neubewertungsmethode vorgenommen. Relevante Abweichungen zu Buchwerten ergaben sich dadurch nicht. 3 KonsolidierungsgrundsätzeDie Unternehmen werden nach §§ 300 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen. • Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte mittels der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen Der nach Aufdeckung stiller Reserven unter Berücksichtigung latenter Steuern verbleibende Restbetrag wird, sofern aktivisch, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. • Schuldenkonsolidierung Die konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden aufgerechnet (§ 303 HGB). • Aufwands- und Ertragskonsolidierung Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (§ 305 Abs. 1 HGB). • Behandlung von Zwischenergebnissen Gem. § 304 Abs. 2 HGB kann auf die Eliminierung verzichtet werden, da diese bei der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist. Die assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Equity-Methode gem. § 311 HGB bewertet. 4 WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet. Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aktiva und Passiva der Jahresabschlüsse in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Daraus entstehende Umrechnungsdifferenzen erfasst der Konzern erfolgsneutral im Eigenkapital ("Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung"). Anbei eine Übersicht über die entsprechenden Kurse zum Stichtag 31.12.2021 sowie Durchschnittskurse des Jahres 2021:
5 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Um die zukünftigen Umsatzambitionen zielgerichtet zu verfolgen, setzt die Weltbild-Gruppe auf den signifikanten Ausbau insbesondere der Consumer Journey über alle digitalen Kanäle mit dem Ziel von Convenience für den Kunden und Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Des Weiteren wird das Onboarding neuer Kanäle vorangetrieben, um neue Marktanteile zu erschließen. Um in diesen Bereichen signifikante Verbesserungen zu erzielen waren in 2021 und sind auch zukünftig IT-Umsetzungsprojekte notwendig mit signifikanten Aufwänden für die gesamte Organisation. Bei den selbst erstellten Vermögensgegenständen in 2021 (Buchwert 31.12.2021 € 14,7 Mio.) handelt es sich unter anderem um eigene Aufwendungen für die Erstellung eines SAP-ERP-Systems für eine Tochtergesellschaft, die Einführung der Artikel-Variantenfähigkeit, Implementierung und Neuaufbau einer kompletten Serverlandschaft und Umgebung im neuen Headquarter, Programmierung eines BI-Tools, Erweiterung der Infrastruktur im Backoffice sowie Aufsetzen verschiedener Onlineformate (unter anderem digitaler Weihnachtsmarkt, Ostermarkt und ähnliches) mit einer Nutzungsdauer zwischen zwei und sechs Jahren. Gem. § 255 Abs. 2a HGB sind für diese immateriellen Vermögengegenstände die Herstellungskosten und damit die Aufwendungen für deren Entwicklung angesetzt worden. Für die Ermittlung der jeweiligen Projektaufwendungen wurde für jede Einzelgesellschaft die Arbeitszeit der Mitarbeiter inkl. Erfassung der Tätigkeiten dokumentiert und je Projekt in Manntagen zusammengeführt. Anhand der Durchschnittsgehälter je Einzelgesellschaft ist ein durchschnittlicher Tagessatz ermittelt worden, mit dem die Projekt-Manntage multipliziert wurden. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und planmäßig linear unter Verwendung einer Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren abgeschrieben. Die hierin enthaltenen Markenwerte werden, sofern eine Abschreibung stattfindet, auf zehn Jahre abgeschrieben analog zum Firmenwert. Hierin enthalten ist auch die entgeltlich erworbene Marke "buecher.de" (Buchwert TEUR 20.467), die aufgrund der unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben wird. Hier werden periodische Werthaltigkeitstests vorgenommen und bei Bedarf entsprechend abgeschrieben. Die Marke "Gärtner Pötschke" wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer. Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich Leistungen für verschiedene begonnene Projekte im IT-Umfeld, wie zum Beispiel der Aufbau einer neuen IT-Landschaft für das neue Headquarter oder der Aufbau eines neuen Onlineshops für eine Tochtergesellschaft. Die in 2020 begonnene Implementierung des SAP-Systems für eine Tochtergesellschaft wurde zum 30.06.2021 mit der Migration in das Neusystem erfolgreich abgeschlossen. Geschäfts- oder Firmenwert Zum 31.12.2021 sind weitere Geschäfts- und Firmenwerte auf Ebene der Orbisana aus Einbringungen des Minderheitsgesellschafters (€ 3,9 Mio.) hinzugekommen. Die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte für die Avus Buch & Medien GmbH, Köln, die Weltbild Verlag GmbH, Olten, die buecher.de GmbH & Co. KG, Augsburg, die kinderwelt tausendkind GmbH, Berlin, die Gärtner Pötschke GmbH, Kaarst, sowie die Orbisana GmbH, Augsburg, sind ebenfalls enthalten und werden planmäßig abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nach der linearen Methode pro rata temporis grundsätzlich über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die Gesellschaft die Geschäftschancen langfristig einschätzt und daher auch der die Beiträge zum Konzern für zumindest 10 Jahre wertsteigernd eingeschätzt werden. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Sachanlagen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer basierend auf Erfahrungswerten bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für die Sachanlagen stellt sich wie folgt dar: Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden zwischen drei und 15 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung unterliegen einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und 13 Jahren. Abweichend davon werden Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu EUR 800,00 sofort abgeschrieben sowie im Anlagespiegel ein Abgang unterstellt. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen handelt es sich um die Anteile an verbundenen, aber aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidierte Unternehmen, Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ("at equity"), sowie um sonstige Beteiligungen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen (§ 253 Abs. 3 HGB) angesetzt. Das Wahlrecht zur Abschreibung bei vorübergehender Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB) wird vom Konzern nicht ausgeübt. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der Weltbild Merchandising GmbH i.L. um TEUR 48 wertgemindert. Die Ergebnisse der assoziierten Unternehmen aus deren Jahresabschlüssen werden unverändert durch Abschreibungen bzw. Zuschreibungen des Ansatzes der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss übernommen (§ 312 Abs. 5 HGB). Zwischengewinneliminierungen wurden beim Ansatz der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr nicht berücksichtigt, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die die Voraussetzungen des § 240 Abs. 3 S. 1 HGB erfüllen, werden Festwerte gebildet. Die letzte Inventuraufnahme hat zum 31. Dezember 2021 stattgefunden. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die der Handelswaren zu Anschaffungskosten. Bestandteile der Herstellkosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Im Berichtsjahr wurden weiterhin gemäß § 255 Abs. 2 HGB Kosten der Wertschöpfungskette aus den Bereichen Einkauf, Import und Supply-Chain-Management in Höhe von € 10,9 Mio. (Vorjahr: € 6 Mio.) aktiviert. In diesem Betrag sind Kostenumlagen der sekundären Kostenstellen als Aufschlagssätze auf die Einkaufskosten zugeschlagen. Der mangelnden Gängigkeit von Erzeugnissen und Handelswaren wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Zudem erfolgen über absatzorientierte Niederstwerttests Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geleistete Anzahlungen setzt der Konzern zu Nominalbeträgen an. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen durchgeführt. Nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % unterzogen. Bank- und Kassenguthaben Die Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten. Von den Bankguthaben waren TEUR 1.626 zum Bilanzstichtag nicht frei verfügbar. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aus Einnahmen vor dem Stichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Aktive latente Steuern Es wird das Bilanzierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 2 HGB angewendet, wonach aktive latente Steuern angesetzt werden dürfen. Passiva Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Abfertigungsverpflichtungen, die ausschließlich die Weltbild Verlag GmbH, Salzburg, betreffen, erfolgt unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 "Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristige fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches" (März 2018) nach finanzmathematischen Grundsätzen gem. IFRS nach der "Projected Unit Credit Method" unter Zugrundelegung der biometrischen Richttafel AVÖ 2018-P Pagler & Pagler mit einem Rechnungszinssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,34 %) und einem Pensionseintrittsalter von 60 Jahren für Frauen bzw. von 65 Jahren für Männer. Dabei wurde ein Gehaltstrend von 2,55 % (Vorjahr: 1,5 %) unterstellt. Eine Fluktuation wurde bei der Berechnung der Abfertigungsrückstellung nicht berücksichtigt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden zum Stichtag mit den 7-Jahres-Zinssätzen der Deutschen Bundesbank zwischen 0,30 % und 1,52 % p.a. abgezinst. Fluktuationsabschläge wurden pauschal, Gehaltsanpassungen nicht berücksichtigt. Die Rückstellung für Arbeitnehmerjubiläen der Weltbild Verlag GmbH, Salzburg, ist mit einem Zinssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,34 %) gerechnet. Es ist eine Fluktuation von 3 % im Versandhandel (Vorjahr: 3 %) bzw. 25 % in den Filialen (Vorjahr: 25 %) unterstellt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind mit dem entsprechenden Marktzinssatz (gemäß Angabe der Deutschen Bundesbank) abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Ausnahme besteht bei den Verbindlichkeiten für Gutscheine. Hier wird der Nennbetrag abzüglich eines Abschlags für die Nichteinlösung angesetzt. Dieser Abschlag liegt, je nach Gesellschaft, zwischen 10 % und 16 %. Latente Steuern Die Abgrenzung latenter Steuern nach § 274 HGB beruht auf temporären und quasi-permanenten Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Für konsolidierungsbedingte Anpassungen werden im Fall temporärer und quasi-permanenter Unterschiede latente Steuern nach § 306 HGB gebildet; der Posten nach § 306 HGB wird mit dem nach § 274 HGB zusammengefasst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, soweit dies möglich ist. Unterschiedliche Bewertungsansätze ergeben sich innerhalb des Konzerns hauptsächlich im Bereich des Anlagevermögens. Außerdem ergeben sich Bewertungsansätze auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund deutlich positiver Planungen für den Konzern für die Jahre 2022 bis 2026. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den voraussichtlichen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Die durchschnittlichen Steuersätze für die einzelnen Länder sind in der beiliegenden Tabelle ersichtlich:
6 Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf das Konzernanlagegitter, welches dem Konzernanhang als Anlage beigefügt wurde. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im aktuellen Geschäftsjahr war noch bei einer Tochtergesellschaft Factoring im Einsatz. Aufgrund von Forderungsverkäufen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag um TEUR 1.677 entsprechend niedriger ausgewiesen. Der Factoringvertrag wurde zum 31.12.2021 beendet und läuft im Jahr 2022 aus. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 40.697 (Vorjahr: TEUR 39.179) weisen fast durchgängig eine Fälligkeit von unter einem Jahr auf. Restlaufzeiten von über einem Jahr entfallen auf die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Mietkautionen und geleistete Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 2.929 (Vorjahr: TEUR 2.443). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 17.105 (Vorjahr: TEUR 14.482) enthalten unter anderem debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 2.291 (Vorjahr: TEUR 2.308), sonstige Forderungen von TEUR 6.977 (Vorjahr: TEUR 5.188) sowie Steuerforderungen von TEUR 3.521 (Vorjahr TEUR 2.035). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel im Weltbild-Konzern betragen zum Bilanzstichtag TEUR 11.969 (Vorjahr: TEUR 32.378). Von den Bankguthaben waren TEUR 1.626 zum Bilanzstichtag nicht frei verfügbar. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktive Rechnungsabgrenzung beläuft sich auf TEUR 1.006 (Vorjahr: TEUR 1.519) und betrifft überwiegend Mietvorauszahlungen, vorausbezahlte Versicherungsbeiträge sowie Zahlungen für Wartung und Software-Support in den kommenden Monaten nach dem Bilanzstichtag. Aktive latente Steuern Im Berichtsjahr bestehen aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der Weltbild Verlag GmbH, Salzburg, in Höhe von TEUR 21. Des Weiteren auf zeitlich unbegrenzt nutzbare steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.963. Zum Ansatz kam die voraussichtliche Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen für den Planungszeitraum 2022-2026 unter Berücksichtigung von Risikoabschlägen. Passive latente Steuern aus Erstkonsolidierungen zum 31. Dezember 2019 wurden mit TEUR 3.280 sowie aus selbst erstellten Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 1.600 von den aktiven latenten Steuern abgesetzt. Eigenkapital Das Eigenkapital des Weltbild-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 80.866 (Vorjahr: TEUR 64.284). Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 11.124 (Vorjahr: TEUR 14.686). Das gezeichnete Kapital der Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg, beträgt zum Stichtag TEUR 37. Im Jahr 2021 wurden in die Orbisana GmbH nochmals weitere Standorte durch eine Schwestergesellschaft eingebracht. Dadurch haben sich im Sachanlagevermögen Zugänge in Höhe von TEUR 4.733 ergeben sowie im Bereich der Vorräte von TEUR 453. Diese Einbringungen hatten keine Auswirkung auf den Beteiligungsansatz, aber die Anteile anderer Gesellschafter haben sich dadurch um TEUR 5.186 erhöht. Ergänzend verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Im Weltbild-Konzern weist ausschließlich die Weltbild Verlag GmbH, Salzburg, Abfertigungsrückstellungen auf. Diese belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 48). Die Steuerrückstellungen im Konzern in Höhe von TEUR 3.414 (Vorjahr: TEUR 1.939) betreffen Ertragsteuern der Weltbild GmbH & Co. KG (TEUR 751), der buecher.de GmbH & Co. KG (TEUR 428), der kinderwelt tausendkind GmbH (TEUR 190), der Weltbild Verlag GmbH (AT) (TEUR 188), der Avus Buch und Medien GmbH (TEUR 107), der Orbisana GmbH (TEUR 350), der Gärtner Pötschke GmbH (TEUR 787), der Weltbild D2C Group GmbH (TEUR 44) und der Weltbild Verlag GmbH (CH) (TEUR 569). Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 14.588 (Vorjahr: TEUR 12.462) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 8.012), Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 4.736) sowie Rückstellungen für Remissionen (TEUR 875). Verbindlichkeiten Die Angaben über die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel in TEUR.
Der Konzern weist Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 68.391 aus (Vorjahr: TEUR 72.069). Diese enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber dem mittelbaren Gesellschafter in Höhe von TEUR 62.581 (Vorjahr: TEUR 56.196), Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.500), sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie dem mittelbaren Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.220 (Vorjahr: TEUR 10.734) sowie Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betragen TEUR 2.315 (Vorjahr: TEUR 2.175). Hierbei handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 7 Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben Erträgen aus der Währungsumrechnung von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 2.070) im Wesentlichen Erträge aus Forderungsmanagement (TEUR 1.960), Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten (TEUR 1.415), Erträge aus Provisionen (TEUR 703), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 236), Erlöse aus KFZ-Nutzung und Sachbezügen (TEUR 466) sowie Erlöse aus Schadenersatz, periodenfremde Erträge sowie weitere sonstige Erlöse. Andere aktivierte Eigenleistungen Eigenleistungen wurden in Höhe von TEUR 17.111 (Vorjahr: TEUR 4.635) aktiviert. Hierbei wurden unter anderem ein SAP-System für eine Tochtergesellschaft konzipiert und implementiert, die IT-Arbeitsumgebung im neuen Headquarter implementiert und aufgebaut, die Infrastruktur im Backoffice inklusive neuer Architektur und Landschaft programmiert, mit der Erneuerung des WMS-Systems für das Logistikzentrum in Augsburg gestartet, diverse Verbesserungen am Onlineshop vorgenommen, unter anderem im Bereich Page Speed und Analyse, sowie diverse Onlineformate auf den Weg gebracht (digitaler Weihnachtsmarkt, Ostermarkt, Wiesn, Kinderbuchfestival u. ä.). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 186.551 (Vorjahr: TEUR 148.484). Diese enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fulfillmentkosten (TEUR 62.773; Vorjahr: TEUR 45.922), Aufwendungen für Werbung (TEUR 64.122; Vorjahr: TEUR 50.983), sowie für Raumkosten/Miete (TEUR 12.966; Vorjahr: TEUR 13.845). An Aufwendungen aus der Währungsumrechnung weist der Konzern TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 2.160) aus. Die Erhöhung der Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 38.067 ist im wesentlich durch die Gesellschaften Gärtner Pötschke GmbH (TEUR 22.582) und kinderwelt tausendkind GmbH (TEUR 14.957) zu begründen, die in diesem Jahr erstmalig mit 12 Monaten in die GuV-Werte eingehen. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR 310) enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus Ratenzahlungen in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 274) sowie Erträge aus Abzinsungen nach BilMog in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 0). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 1.901 (Vorjahr TEUR 2.506) sind Zinsen in Höhe von TEUR 1.417 (Vorjahr: TEUR 1.182) an verbundene Unternehmen sowie sonstigen Zinsen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 1.297) enthalten. Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR (Aufwand) 5.067 (Vorjahr: Ertrag TEUR 2.990) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.589 (Vorjahr: Ertrag TEUR 5.000) und Aufwendungen aus laufenden Steuern für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 2.478 (Vorjahr: TEUR 2.010). 8 Sonstige AngabenKapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds definiert sich aus dem Kassenvermögen und den Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Von den Bankguthaben waren TEUR 1.626 nicht frei verfügbar. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge umfassen u.a. nichtzahlungswirksame Zinsen, Steuern sowie Erträge aus der Aktivierung von Gemeinkosten. Ebenso sind nicht zahlungswirksame Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen enthalten, die ebenfalls durch die bereits weiter oben erläuterten Einbringungen entstanden sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Miet-, Wartungs-, Dienstleistungs- und Leasingverträgen. Die daraus resultierenden Mindestzahlungen stellen sich wie folgt dar:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben zum Konzernabschluss Die Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg, ist als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Den größten Konsolidierungskreis stellt die Droege Group AG, Düsseldorf, dar. Der Konzernabschluss ist beim Unternehmen hinterlegt. Zum Geschäftsführer ist Herr Christian Sailer, Group CEO, bestellt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Nachtragsbericht Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2022 ist geprägt durch eine Kauf-Zurückhaltung der Kunden, reduzierte Nachfrage infolge Inflation und Teuerungsraten für Energie, Lebensmittel usw. aufgrund des Ukraine Krieges. Dies betrifft insbesondere das Versandhandelsgeschäft aller Branchen, und somit auch der Weltbild D2C Group. Wir gehen davon aus, dass sich im Fortgang des Jahres keine wesentliche Erholung oder Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Entwicklung einstellen wird. Wir verweisen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Ausführungen im "Prognosebericht" als Teil des Konzernlageberichtes. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind. Nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben: Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist der Umzug in das neue Headquarter in Augsburg erfolgt. Die Weltbild D2C Group hat hier einen Mietvertrag mit einer festen Laufzeit über 10 Jahre abgeschlossen. Des Weiteren wurde die Ingangsetzung des ehemaligen Weltbild-Logistikzentrums in Augsburg als strategisches Projekt gestartet. Im Jahr 2022 hat sich der Konsolidierungskreis des Weltbild-Konzern durch die Akquisitionen der Gesellschaften papagei - digital learning solutions GmbH (Februar 2022, 51 %) sowie Servona GmbH und pb ReCommerce GmbH (Mai 2022, jeweils 100 %) erweitert. Durch den Erwerb der Anteile an der Servona GmbH und die in dem Zusammenhang erfolgte Zuführung zur Kapitalrücklage durch den "mittelbaren" Gesellschafter erhöht sich die Kapitalrücklage um rund € 27 Mio. Dadurch erhöht sich auch pro-forma die EK-Quote auf knapp 40 %. Aufgrund der erhöhten Inflation 2022 insbesondere im Energie- und Lebensmittelsektor ist im Versandhandel ein Nachfragerückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Aufgrund der verringerten Arbeitsmenge und zur Abfederung der wirtschaftlichen Risiken wurde für die Zeit von Mitte Juli bis Ende September 2022 Kurzarbeit von 20 % für die Weltbild GmbH & Co. KG vereinbart. Einbezug in den Konzernabschluss Für folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen wurden Befreiungen gemäß § 264b HGB in Anspruch genommen:
Für folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen wurden Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Augsburg, den 05. August 2022 Christian Sailer Konzern-Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021Werte in TEUR
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021in Anlehnung an DRS 21
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021Werte in TEUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Weltbild D2C Group GmbH, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Weltbild D2C Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 12. August 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Godt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 6. September 2022 gebilligt. |
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