Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 74616
Eingetragen
8.3.2000
Branche
Leitungsgebundene TelekommunikationBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
der Entwurf, die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Telekommunikation-Infrastruktur und Telekommunikation-Service und sämtliche damit zusammenhängenden Tätigkeiten, ausgenommen erlaubnispflichtige.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Gerhardt
seit 27.11.2024
Geschäftsführer
Lars Gunnar Seckler
seit 20.9.2023
Prokura
Nils Oetzmann
seit 20.9.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GlobalConnect A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GlobalConnect GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.451,30 33.624,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 317.127,94 343.087,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.283.692,32 969.759,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.417,70 47.370,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.609,70 115.615,27
1.690.847,66 1.475.832,04
1.719.298,96 1.509.456,78
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.923.768,54 2.435.218,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.377.634,68 49.311.389,73
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.273.505,49 749.315,07
68.574.908,71 52.495.923,36
II. Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 65,10 1.322.959,94
68.574.973,81 53.818.883,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.672.914,31 3.280.243,98
72.967.187,08 58.608.584,06

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 6.051.604,02 5.640.581,47
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -159.749,62 411.022,55
7.916.854,40 8.076.604,02
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 11.389.669,71 166.600,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.449.514,84 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 274.781,77 175.323,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 42.356.473,03 41.537.880,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten 850.120,47 76.462,68
davon aus Steuern: EUR 24.430,68 (Vj: EUR 29.867,48)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.860,03 (Vj: EUR 1.761,33)
44.930.890,11 41.789.666,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.729.772,86 8.575.713,71
72.967.187,08 58.608.584,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.630.880,26 14.763.442,89
2. Sonstige betriebliche Erträge 730.865,78 87.728,41
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 600.574,76 (Vj: EUR 2,47)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.719,95 -3.758,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.156.294,31 -10.121.631,01
-11.160.014,26 -10.125.389,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.156.410,55 -1.898.377,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -301.795,54 -290.181,13
-2.458.206,09 -2.188.559,09
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -156.799,07 -173.172,93
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.716.445,68 -2.154.489,45
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -913.366,05 (Vj: EUR -1.085,50)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.544.471,86 2.036.395,03
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.543.719,40 (Vj: EUR 2.035.652,29)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -574.640,27 -1.496.031,19
davon an verbundene Unternehmen: EUR -558.475,36 (Vj: EUR -1.488.782,03)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2,27 -337.348,10
10. Ergebnis nach Steuern -159.889,74 412.576,50
11. Sonstige Steuern 140,12 -1.553,95
12. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -159.749,62 411.022,55

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der GlobalConnect GmbH (Amtsgericht Hamburg, HR B 74616) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die GlobalConnect GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die zugrundeliegende Nutzungsdauer für Software beträgt 3 Jahre sowie für Nutzungsrechte 15 Jahre.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Hierbei werden die Mietereinbauten über die Laufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Für die Betriebsausstattung der Telehäuser und Telecontainer, für die Geschäftsausstattung sowie für Messgeräte werden 5 bis 10 Jahre und für die EDV-Hardware 3 bis 6 Jahre zugrunde gelegt. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00 im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 bis EUR 800,00 erfolgt im Jahr des Zugangs die vollständige Abschreibung. Im Rahmen der Darstellung des Anlagespiegels wird bei den geringwertigen Anlagegütern im Jahr der vollständigen Abschreibung auch der Abgang unterstellt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgezogen worden.

Unter den aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr resultierende Gewinne werden erfolgswirksam erfasst.

Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Das Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 7.197 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 1.937) und TEUR 57.180 sonstige Forderungen (Vorjahr: TEUR 47.375). Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 24 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr TEUR 44).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit Steuerberatungskosten für die Jahre 2020 und 2021 sowie Personalrückstellungen für nicht genommen Urlaub und ausstehend Bonuszahlungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.356 (Vorjahr: TEUR 40.446) betreffen Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber der GlobalConnect A/S, Dänemark.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 48.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den erstatteten Sonstigen Steuern sind im Berichtsjahr TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) für Umsatzsteuern für Vorjahre enthalten.

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr Ø 21 Angestellte (Vorjahr: 21 Angestellte).

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist/war bestellt:

 

Herr Christoph Völkel, Buchholz, Deutschland (seit 7. September 2023)

 

Herr Peter Rafn, Frederiksberg / Dänemark (vom 12. Mai 2022 bis 20. September 2023)

 

Herr Martin Lippert, Hojbjerg, Dänemark (vom 27. Februar 2019 bis 12. Mai 2022)

Alleinige Gesellschafterin der GlobalConnect GmbH ist die Global Connect Netz GmbH mit Sitz in Hamburg. Die Nordic Connectivity AB mit Sitz in Stockholm / Schweden stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis auf, in den die GlobalConnect GmbH einbezogen wird. Die Offenlegung erfolgt am Sitz der Gesellschaft.

Nachtragsbericht

Es sind nach dem 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt hätten.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterin wird empfohlen zu beschließen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR -159.749,62 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.051.604,02, zusammen EUR 5.891.854,40, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, 19. Dezember 2023

GlobalConnect GmbH

Die Geschäftsführung

Christoph Völkel

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 108.257,55 0,00 0,00 0,00 108.257,55
108.257,55 0,00 0,00 0,00 108.257,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 657.572,83 0,00 0,00 0,00 657.572,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.293.283,07 3.822,14 0,00 418.118,72 4.715.223,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.200,54 2.525,98 2.525,98 0,00 263.200,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.615,27 358.113,15 0,00 -418.118,72 55.609,70
5.329.671,71 364.461,27 2.525,98 0,00 5.691.607,00
5.437.929,26 364.461,27 2.525,98 0,00 5.799.864,55
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Abschreibungen Berichtsjahr Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.632,81 5.173,44 0,00 79.806,25
74.632,81 5.173,44 0,00 79.806,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 314.485,62 25.959,27 0,00 340.444,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.322.433,84 110.187,76 0,00 3.432.621,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.830,22 15.478,60 2.525,98 228.782,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.852.749,68 151.625,63 2.525,98 4.001.849,33
3.927.382,49 156.799,07 2.525,98 4.081.655,58
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.451,30 33.624,74
28.451,30 33.624,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 317.127,94 343.087,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.283.692,32 969.759,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.417,70 47.370,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.609,70 115.615,27
1.690.847,66 1.475.832,04
1.719.298,96 1.509.456,78

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen

Die Gesellschaft befasst sich mit dem Aufbau und der Vermarktung von Telekommunikationsnetzen, basierend auf Glasfasern.

Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmendaten

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,8 Prozent, Quelle: Wirtschaftswachstum Deutschland - Veränderung des BIP bis 2022 | Statista). Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent betragen. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten" (Quelle: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsche-wirtschaft-waechst-2022-um-1-9-prozent-903100 )

Die Investitionen auf dem Telekommunikationsmarkt steigen weiterhin: Im Jahr 2022 wurden 13,1 Milliarden Euro investiert 1,6 Milliarden mehr als im Vorjahr. Die Unternehmen konzentrierten sich im Festnetzbereich auf den Ausbau der Glasfasernetze, der Fokus im Bereich Mobilfunk lag auf dem Ausbau der 5G-Netze. Quelle: Telekommunikation: Bundesnetzagentur veröffentlicht Jahresbericht 2022 - Gigabitbüro des Bundes. (https//gigabitbuero.de)

11,6 Milliarden Euro und damit den höchsten Betrag seit der Liberalisierung der Telekommunikation vor 25 Jahren hätten die Unternehmen und ihre Investoren in den Glasfaserausbau gesteckt, heißt es in der Studie, die der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM) und Dialog Consult herausgegeben haben. Die Anzahl der in Deutschland mit Glasfaseranschlüssen versorgten oder unmittelbar zu erreichenden Endkundinnen und Endkunden hat sich bis Ende des Jahres 2022 auf 13,1 Millionen erhöht. Das entspricht einem Zuwachs von 4,1 Millionen Anschlüsse innerhalb eines Jahres und fast einer Verdoppelung gegenüber Ende 2020 (6,7 Millionen).

Davon wurden 3,4 Millionen Glasfaseranschlüsse aktiv genutzt. 2021 waren es noch 800.000 Anschlüsse weniger. Quelle: Telekommunikation: Bundesnetzagentur veröffentlicht Jahresbericht 2022 - Gigabitbüro des Bundes (gigabitbuero.de)

40,6 Millionen gigabitfähige Anschlüsse gibt es Mitte 2023 in Deutschland. Dazu zählen DOCSIS-3.1-Kabelanschlüsse und Glasfaseranschlüsse bis zum Haus/Endkunden (FTTB/H). Dies sind 2,2 Millionen mehr als Ende 2022. So lauten Ergebnisse der 5. Gigabit-Studie 2023, die DIALOG CONSULT und VATM herausgegeben haben. Bis Ende Juni 2023 steigt die Zahl der FTTB/H-Anschlüsse um 16,2 Prozent gegenüber Ende 2022 auf 15,1 Millionen Anschlüsse. Quelle: https://www.cablevision-europe.de/_rubric/detail.php?rubric=Politik- https://www.vatm.de/wpcontent/uploads/2023/06/
Gigabit-Studie-2023_final.pdf

Laut VATM können 2022 ca. 70 % der deutschen Haushalte auf einen Internetanschluss mit Gigabitgeschwindigkeit zugreifen. Davon sind aber nur ein 1 Drittel Glasfaseranschlüsse. Den Rest stellt das TV-Koaxialkabelnetz, mit dem immerhin auch bis zu 1 GBit/s möglich sind. Allerdings ist Glasfaser weniger störanfällig und erreicht zukünftig höhere Geschwindigkeiten als Koaxial. Deshalb gilt Glasfaser als Technologie der Zukunft. Außerdem können 5G-Mobilfunkmasten die versprochene Leistung nicht ohne eine Glasfaseranbindung bieten. Auch das ist ein wichtiges Argument dafür, den Glasfaserausbau 2022 weiter voranzutreiben. (Quelle: https://www.mpcservice.com/glasfaserausbau-2022-in-deutschland/)

b. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren, mit denen gesteuert wird, werden die Umsatzentwicklung, insbesondere abonnementbasierte Umsätze sowie der Personalaufwand, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und das EBITDA verwendet. Mit dem kontinuierlichen Monitoring dieser Kennzahlen sollen notwendige Anpassungsmaßnahmen rechtzeitig identifiziert werden.

Lage des Unternehmens

a. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der GlobalConnect GmbH beträgt EUR 73,0 Mio. (Vorjahr: EUR 58,6 Mio.). Die Schuldenposten sind im Wesentlichen kurzfristig.

Der Anteil der liquiden Mittel ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.323,9 auf TEURO gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Stichtagsbedingt um TEUR 488,6 höher als im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundenes Unternehmen sind um EUR 15,1 Mio. angestiegen, was im Wesentlichen aus dem Cashpooling mit der Muttergesellschaft resultiert.

Die Sonstigen Rückstellungen sind um EUR 11,2 Mio. auf EUR 11,4 Mio. gestiegen, dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass anders als im Vorjahr zum Stichtag keine Abrechnung der Leistungsbeziehung im Konzern im Rahmen des bestehenden Transferprice Agreements erfolgte.

Es ist ein stichtagsbedingter Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 0,9 Mio. auf EUR 42,4 Mio. zu verzeichnen.

Die GlobalConnect GmbH weist Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.450,0 aus.

b. Finanzlage

Aufgrund der vorhandenen Eigenmittel ist die Liquiditätslage der Gesellschaft geordnet. Die Eigenkapitalquote beträgt 11% (Vorjahr: 14%) und ist neben dem realisierten Verlust aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme zurückgegangen.

Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden.

c. Ertragslage

Der Umsatz mit externen Dritten ist im Berichtsjahr mit EUR 14,9 Mio. (Vorjahr EUR 12,9 Mio.) aufgrund des Anstiegs von Kundenanfragen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 269,6 höher ausgefallen, dieser Anstieg ergibt sich vor allem durch Einstellungen aufgrund des Expansionskurses des Unternehmens im Markt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch höhere administrative Leistungen und Sales Commissions durch Konzernunternehmen um EUR 3,6 Mio. angestiegen. Darüber hinaus verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr höhere Währungsverluste (EUR +0,9 Mio.) einen Anstieg.

Aufgrund der Erhöhung der Verrechnungskonten im Konzernverbund sind die Zinserträge angestiegen.

Der Umsatzsteigerung stehen den höheren Aufwendungen (Personal sowie Betriebsaufwendungen) gegenüber, sodass im Vergleich zum Jahresüberschuss im Vorjahr (TEUR 411) ein Jahresfehlbetrag von TEUR 160 erzielt wurde.

Das Ergebnis wird wie im vergangenen Jahr auf neue Rechnung vorgetragen.

Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Organisation

Der GlobalConnect Konzern hat zum Ziel, es allen Angestellten zu ermöglichen ihre Kompetenzen im Rahmen eines wachsenden Engagements für Ihr Unternehmen, ihr Team und sich selbst weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, jedem eine gesunde Balance zwischen dem Arbeits- und Privatleben zu ermöglichen und jedem gleiche Rechte ungeachtet des Geschlechts, des ethischen Hintergrundes, etc. einzuräumen.

Es gibt derzeit keine speziell hervorzuhebenden Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeit. GlobalConnect arbeitet weiter an einem verantwortungsvollen Umgang mit seinen Ressourcen, insbesondere die Optimierung seines Energiebedarfes und der CO 2 -Bilanz seiner Produkte und setzt bei der Versorgung seiner Standorte fast ausschließlich auf erneuerbare Energieträger.

a. Risiko- und Chancen-Bericht

Preisrisiko

Die GlobalConnect GmbH orientiert sich mit ihrem Preisniveau der angebotenen Produkte stark an der im deutschen Markt vorzufindenden Preisstruktur. Es gibt derzeit kein besonderes Preisrisiko für die nähere Zukunft. Wie in den vergangenen Jahren auch, erfährt GlobalConnect GmbH eine starke Absicherung durch seine sehr langfristigen Verträge.

Währungsrisiko

Für die GlobalConnect GmbH ergeben sich keine wesentlichen Währungsrisiken, da die Kundenverträge in Euro abgeschlossen werden. Lediglich interne Verrechnungen mit dem dänischen Mutterkonzern sowie einige wenige Eingangsrechnungen werden teilweise in dänischen Kronen gestellt - diese hängen jedoch bereits vergleichsweise fest am EURO-Kurs, so dass es für die GlobalConnect zu nahezu keinen Kursrisiken kommt.

Zinsrisiko

Die GlobalConnect GmbH erfährt keine Zinsrisiken, da sie durch ihren Mutterkonzern finanziert wird und dieser Vorsorge zur Risikominimierung trifft.

Chancen und Entwicklungen

Wir erwarten weiterhin einen starken Trend zur Remote / Hybrid Arbeit und die damit verbundenen Cloud- Services.

Ein weiterer positiver Trend ergibt sich durch stark anhaltende Bestrebungen der Bundesregierung die Digitalisierung durch Förderungen weiter zu forcieren. Gerade auch der öffentliche Sektor (Schulen, Behörden, Universitäten) erhält weitreichende Förderprogramme.

Durch hohe Unsicherheiten erhöht sich die Kundentreue, da Kunden in der aktuellen Phase nicht ihre kritische Infrastruktur neu vergeben wollen.

Die Nachfrage nach Rechenzentrumdienstleistungen steigt stetig an, da die Kunden die erhöhten Zugriffe für die Arbeit der Mitarbeiter aus dem Home-Office managen müssen.

b. Prognosebericht

Kundenstruktur

In 2022 konnte die GlobalConnect GmbH einen Anstieg bei der Gewinnung von Neukunden verzeichnen. Vor allem der Wholesale und indirekte Kanal haben hier mit jeweils ca. 10% Wachstum einen erheblichen Anteil ausgemacht. Die Hinzugewinnung von Neukunden wird weiterhin im Fokus liegen. Wie bereits im Vorjahr wird auch im Direktvertrieb eine Steigerung erwarten, wenn auch von einem geringeren Anstieg als im Vorjahr auszugehen ist, da dieser durch einige Großbestellungen im Internationalen Wholesales-Bereich geprägt war.

Grundsätzlich liegt die effiziente Vermarktung von Standorten in der Nähe unseres Glasfasernetzes im Vordergrund, um so ressourcen-schonend die Wachstumsziele zu erreichen.

Telekommunikationsmarkt

Die bundesweiten Marktkonsolidierungen im Kundensegment der GlobalConnect haben in 2022 dafür gesorgt, dass ein sehr kompetitives Marktumfeld entstanden ist. Insofern erwarten wir für das kommende Jahr einen Anstieg, welcher sich in etwa auf dem Vorjahres Niveau befinden wird. Dabei ist der Bedarf an Netzausbau in Deutschland unverändert hoch, nicht zuletzt getrieben durch die Ankündigungen der Politik, den Breitbandausbau in Deutschland großflächig fördern zu wollen.

Ausblick

GlobalConnect GmbH arbeitet weiterhin sehr gezielt daran, das Wachstum zu stabilisieren, um im Jahresvergleich mindestens analog dem Markt zu wachsen. Gerade bei Mittelstandskunden sind wir bestrebt unsere Position zu festigen, Neukunden zu gewinnen und bei Bestandskunden organisch zu wachsen. Hierzu wird die GlobalConnect GmbH ihr Produktportfolio kontinuierlich ausbauen und am Bedarf der Kunden ausrichten. Aufgrund der nach Covid 19 veränderten Situation erwarten wir für die Zukunft eine durch Infrastrukturmaßnahmen getriebene hohe Nachfrage und damit die Möglichkeit unsere Marktsituation weiter zu festigen und auszubauen.

In den Jahren 2023-2024 erwartet das Unternehmen eine Steigerung seiner Einnahmen um mindestens 20 %. Da die Lieferorganisation immer noch auf komplexere Produkte umgestellt wird, steigen die Personalkosten. Dies bedeutet ein geringeres, aber immer noch signifikantes Wachstum des EBITDA. Darüber hinaus plant GlobalConnect sein erstes Pilotprojekt für SDWAN und erwartet, dieses Geschäft im Laufe des Jahres 2024 zu skalieren. Dies bedeutet geringfügige Kosten im anfänglichen Aufbau, um später neue Einnahmen zu erzielen. Darüber hinaus wirkt sich die Situation in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise auf die Stromkosten in unseren Rechenzentren aus. Das EBITDA-Wachstum wird für den Zeitraum 2023-2024 um 30% - 50% erwartet.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Christoph Völkel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GlobalConnect GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GlobalConnect GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GlobalConnect GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2023

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Hamburg

Steffen Langner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Arne Stegmann, Wirtschaftsprüfer

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