AVIO Verwaltung und Treuhand GmbH
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Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Commerz Real Mietkauf GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum 31. Dezember 2010LageberichtA. Eingliederung in den Commerzbank AG-KonzernDie Commerz Real Mietkauf GmbH (CRMk) ist eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRM), Düsseldorf, und damit Teil der CRM - Gruppe. Die Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRM) wiederum ist eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Commerz Real AG, Eschborn (CR), die ihrerseits über eine Zwischenholding vollständig zur Commerzbank AG gehört. Die CRM -Gruppe ist somit in den Konzernabschluss der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, einbezogen. Einen Überblick über die gesellschaftsrechtliche Struktur vermittelt das unten stehende Organigramm.
Innerhalb des Mobilienleasing verantwortet die CRMk das Mietkaufgeschäft. Sie ist im Bereich der Planung und Steuerung in die Gesamtprozesse der CRM-Gruppe integriert. Aufgrund dieser organisatorischen Strukturen umfasst der Lagebericht der Gesellschaft überwiegend eine Beschreibung der Lage der gesamten CRM-Gruppe. Innerhalb des Commerzbank-Konzerns ist die CRM-Gruppe Center of Competence für das Mobilienleasing. Die Einbindung in den Konzern bedeutet für die CRM-Gruppe, Lieferant komplementärer Produkte zur Produktwelt der Mittelstandsbank zu sein, da die CRM-Gruppe ihr Geschäft ausschließlich mit gewerblichen Kreditnehmern betreibt. Infolge der Übernahme der Dresdner Bank AG durch die Commerzbank AG hat sich die Geschäfts- und Vertriebsstrategie der CR-Gruppe grundlegend geändert. Im Rahmen des Projektes CORRELATION wurde entschieden, dass sich alle Produktbereiche vertriebsseitig eng an die Bank anlehnen. Für den Bereich Mobilienleasing bedeutet dies, dass er mit der "Erschließung" der Firmenkundenbetreuer der "Grünen Welt" sein Marktgebiet um ca. 50 % erweitert, weil die Dresdner Bank keine eigene Leasinggesellschaft in die Übernahme einbringt; darüber hinaus wurde die Trennung von einer Reihe von Randaktivitäten entschieden. Dies betrifft insbesondere die in den letzten drei Jahren erworbenen bzw. aufgebauten Vertriebsgesellschaften, weil mit zunehmender Eigenakquisition das Eigen-obligo wächst und damit in der CRM-Gruppe parallel zum Geschäftsfeld Firmenkunden eine zweite kleine Mittelstandsbank begonnen hat zu entstehen. Aber auch die Commerz Real Autoleasing GmbH (CRAL) wurde zum Verkauf gestellt, weil die Rentabilität dieses Geschäftes zunehmend über die Höhe der Restwertrisiken entschieden wird und die herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften wie die CRAL den Hersteller-Captives diesbezüglich unterlegen sind. Im Außenverhältnis bilden demnach folgende drei strategischen Gesellschaften die Commerz Real Mobilienleasing-Gruppe:
Die CRMk verfügt nicht über eigenes Personal, sondern wird durch die Muttergesellschaft CR geschäftsbesorgt. Die Einzelkosten werden der CRM unmittelbar verursachungsgerecht, die Gemeinkosten über eine detaillierte Kostenstellenrechnung zugeordnet. Die CRM unterhält bundesweit acht Geschäftsstellen, die auch teilweise mit Spezialisten der CRIT ausgestattet sind. Die Geschäftsstellen haben ausschließlich Vertriebsaufgaben; sämtliche Verwaltungsfunktionen befinden sich in Düsseldorf, wobei die CRM auf die Weiterbelastung von Verwaltungs- und Finanzierungskosten verzichtet. B. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Wirtschaft in Deutschland hat sich nach der schweren Rezession in 2009 mit einem BIP-Wachstum von 3,5 % erstaunlich schnell erholt. Die gesamtwirtschaftlichen Investitionen stiegen um ca. 6 %. Bei einem Plus von 4 % konnten die Leasinginvestitionen nicht ganz mithalten. Dabei konnte das Immobilienleasing, das in den Jahren 2007 - 2009 um ca. 75 % eingebrochen ist, sich mit + 35 % auf niedrigem Niveau wieder erholen; die Investitionen des Mobilienleasing stiegen dagegen nur um 2,6 % und zwar insbesondere im Bereich der Fahrzeuge. Das Autoleasing, das von den Hersteller-Captives dominiert wird, litt im Privatleasing noch unter den Vorzieheffekten in 2009 durch die Abwrackprämie; bei gewerblichen Leasingnehmern, dem Flottenleasing, wurde dagegen ein markanter Zuwachs von ca. 15 % verzeichnet. Diese Entwicklung wird auch belegt bei einer Analyse des Mobilienleasing-Neugeschäftes nach dem Gesellschafterhintergrund. Der Turnaround ist alleine den herstellerabhängigen Gesellschaften zu verdanken (+ 6,7 %); die banknahen Gesellschaften stagnierten (- 0,9 %) und die unabhängigen Gesellschaften hat der Aufschwung noch nicht erreicht (- 6,2 %). Sie haben weiterhin zu kämpfen mit den Erschwernissen aus der Refinanzierung ihrer Geschäfte sowie der Erfüllung der regulatorischen Vorschriften. Sortiert nach Wirtschaftsbereichen haben sich der Dienstleistungsbereich sowie der Bereich Transport und Verkehr am relativ besten entwickelt, wohingegen das Verarbeitende Gewerbe noch mit einer Wiederauslastung seiner Kapazitäten kämpft. Insgesamt lässt sich auch feststellen, dass die Liquiditätssituation bei den Unternehmen mit zunehmender Unternehmensgröße sich verbessert hat und damit die Innenfinanzierungsmöglichkeiten gestiegen sind. C. GeschäftsentwicklungDie neue Geschäftsstrategie konnte nicht ohne tiefgreifende Konsequenzen für die Entwicklung des Neugeschäftes der CRM-Gruppe bleiben.
Im Ergebnis haben die Vertriebsgesellschaften bei einem geplanten Neugeschäftsvolumen von 250 Mio. € nur rund 110 Mio. € (= 44 %) erbracht. Bei den Geschäftsstellen hat die Forfaitierungshürde eine Erfüllung des Planvolumens in Höhe von 71 % von 730 Mio. € bewirkt. Die insgesamt sich ergebene Redimensionierung veranschaulicht nachfolgende Grafik: Neugeschäft nach Objektgruppen in Mio. €
Was die Frage der Refinanzierungsqualität anbelangt, ist die Forfaitierung gegenüber der Finanzierung unter Eigenobligo sicherlich die bessere Alternative. Mit Erholung der Wirtschaft und den damit einhergehenden verbesserten Ratings ist die Kreditbereitschaft und damit auch die Forfaitierungsbereitschaft der Bank wieder gestiegen, wie der nachfolgende Chart zeigt: Zuführungs- und Forfaitierungsvolumina mit den Commerzbank-Filialen in Mio. €
Die Forfaitierungsquote mit den Commerzbankfilialen im kontrahierten Neugeschäft erhöhte sich von 58 % in 2009 auf 71 % im Berichtsjahr; auf das gesamte Neugeschäft bezogen erhöhte sich die Quote auf 60 % gegenüber 50 % im Vorjahr. Hinsichtlich der Struktur des Neugeschäftes ergaben sich in 2010 keine signifikanten Veränderungen.
Durch den Verkauf der CRAL wird es hier in Zukunft jedoch zu deutlichen Verschiebungen kommen. D. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Vermögensstruktur der CRMk ist durch das Finanzanlagevermögen geprägt. Das bedingt durch die bilanziellen Auswirkungen des Refinanzierungsinstruments der Forfaitierung - verbleibende Finanzanlagevermögen beträgt 90 Prozent (gegenüber 80 Prozent im Vorjahr) der Bilanzsumme. Seit 2005 ist die CRMk in ein Cash-Management mit der CRM eingebunden, worüber die Vermögensgegenstände mit Konzernmitteln refinanziert werden. Bedingt durch den Anstieg des Finanzanlagevermögens sind die entsprechenden Ertragsanteile gestiegen. Bei der Beurteilung der Ertragslage ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht hat eine Vorsorgereserve nach § 340f HGB in Höhe von 7,2 Mio. € zu bilden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. E. RisikoberichtVorbemerkung Seit dem 25.12.2008 unterliegt die CRM-Gruppe auf der Basis des KWG-light für Leasinggesellschaften der Aufsicht durch das BaFin und der Deutschen Bundesbank. In diesem Zusammenhang ist sie auch zur Umsetzung der Anforderungen gemäß den MaRisk verpflichtet. Hierfür wurde Ende 2009 unter Einbindung externer Berater ein internes Projekt aufgesetzt. Das Projekt MaRisk wurde in der Commerz Real AG bereits im Jahr 2009 gestartet und soll mit Zustimmung der BaFin bis Ende des 1. Quartals 2011 umgesetzt sein. Ende 2010 waren wesentliche Eckpfeiler der MaRisk umgesetzt. In 2011 wird die Finalisierung vorgenommen (z. B. Detaillierungen, Schulungen und Automatisierungen). Eine Abstimmung mit der Aufsicht hierzu ist erfolgt. Die CRM-Gruppe hat bereits seit 2001 Systeme zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Risiken im Einsatz. Sie analysiert ihr Portfolio weitgehend ratingorientiert und objektorientiert und dokumentiert die Portfoliozusammensetzung im Zeitablauf. Aus deren Veränderung kann ein Frühwarnsystem abgeleitet werden. Die mit dem unternehmerischen Handeln verbundenen Risiken sind: Delkredererisiken Im Jahresvergleich hat sich der nach Kundenratings (Schulnotenprinzip) klassifizierte Vertragsbestand im Mobilienbereich wie folgt entwickelt: Alle einzelfallbezogenen Bonitätsrisiken werden in der Abteilung Risikomanagement systematisch geprüft. Dies gilt sowohl für Fremd- als auch Eigenobligogeschäfte. Die Überwachung so genannter "kritischer" Fälle, d.h., bei Kunden mit Zahlungsstörungen, Stundungsersuchen oder deren Bonitätsrating während der Vertragslaufzeit erkennbar das Rating 4,5 übersteigt erfolgt in der Abteilung Objektmanagement (OM). Der Entscheidungsprozess für die Übernahme von Eigenobligen erfolgt über die Ratingeinstufung. Klumpenrisiken werden differenziert nach Rating und Objektqualität limitiert. Die Prüfung der Lieferanten erfolgt hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Lieferfähigkeit anhand allgemein zugänglicher Informationsunterlagen, bezüglich ihrer technischen Lieferfähigkeit aufgrund von Brancheninformationen und ggf. durch Nennung von Referenzen. Leasingbestand nach Ratingstruktur
* inkl. Dänemark-Geschäft ** Finanzierung abgestellt auf Mitverpflichteten Veritätsrisiken Im Rahmen der Forfaitierung von Leasingforderungen unterliegen wir als Forderungs-verkäufer der Veritätshaftung, die intern als Fremdobligo von uns kreditmäßig auf den Leasingnehmer geordnet wird mit hälftiger Anrechnung auf die Kompetenz für Eigenobligogeschäfte. Um möglichen Risiken aus einer Inanspruchnahme der standardmäßig übernommenen Veritätshaftung vorzubeugen, prüft die CRM-Gruppe den ordnungsgemäßen Eigentumsübergang und führt in Einzelfällen sowie auch in regelmäßigen Abständen Objektbesichtigungen durch. Für das Veritätshaftungsrisiko sowie die damit verbundenen genannten Aufwendungen wird in unserer Preiskalkulation ein angemessener Kostenfaktor berücksichtigt. Eine volumenmäßige Begrenzung der Veritätshaftung kann analytisch nicht hergeleitet werden. Gleichwohl soll in der CRM-Gruppe dieses Risiko ratingabhängig pro Leasingnehmereinheit auf maximal 50 % des nominellen Substanzwertes begrenzt werden. Ausnahmen können - wenn überhaupt - nur mit Zustimmung des Vorstands unserer Gesellschafterin CR erfolgen. Marktrisiken Objektrisiken werden in dem Maße übernommen, wie es im inländischen Leasingmarkt üblich ist. Die Übernahme von Objektrisiken basiert auf der Drittverwendungsfähigkeit der Objekte, sortiert nach fünf Objektkategorien, die jährlich im Rahmen des Risikocontrolling überprüft werden. Die Höhe der Übernahme von Objektrisiken ist analog zu den Delkredererisiken in Relation zum Eigenkapital begrenzt. Nennenswerte Objektrisiken haben sich im vergangenen Jahr nicht ergeben. Zinsänderungsrisiken ergeben sich bei dem gesamten über die Commerzbank sowie die Drittbanken forfaitierten Geschäftsvolumen für die Gesellschaft nicht. Im Hinblick auf die geschäftspolitische Aussetzung der Forfaitierung unserer Drittbankpartner verblieb im abgelaufenen Geschäftsjahr ca. 35,5 % des Neugeschäfts im Eigenobligo, dessen Refinanzierung ausschließlich über Konzernmittel erfolgt. Da alle Leasingverträge laufzeit-kongruent kalkuliert sind, bestehen durch die effektive Refinanzierung Inkongruenzrisiken. Etwa ein Drittel des Eigenobligovolumens wurde im Berichtszeitraum blockweise auf die mittleren Vertragslaufzeiten refinanziert; ca. ein weiteres Drittel wurde durch Zinsswaps risikomäßig nach oben abgesichert; das letzte Drittel war bezüglich der Zinssicherung frei floatend, wobei die hohen vorschüssigen monatlichen Cashflows aus den Mieteinnahmen auf den gesamten Leasingbestand risikomindernd wirken. Seit Herbst 2008 werden zudem nur noch Verträge mit Zinsanpassungsklausel (zur Reduktion des Zinsänderungsrisikos zwischen Vertragsabschluß und -abrechnung) abgeschlossen. Allgemeine Betriebsrisiken Allgemeinen Betriebsrisiken wird insbesondere durch Funktionstrennungen begegnet. Die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft war im Berichtszeitraum durch die hohe Forfaitierungsquote sowie ausreichende Refinanzierungsmittel aus dem Teilkonzern CR und Refinanzierungslinien der Konzernmutter sichergestellt. Die Margen-Kalkulation eines Mobilienleasingvertrages besteht aus zwei getrennt ausgewiesenen Teilkomponenten, nämlich einerseits den Standardrisikokosten sowie andererseits einer Bruttobarwertmarge, die die kalk. Personal- und Sachkosten sowie die Gewinnmarge beinhaltet. Bei Eigenobligofinanzierungen ist es Aufgabe der Abteilung Risikomanagement, die Ordnungsmäßigkeit der Risiko-Kalkulationsparameter zu überprüfen. Genauso verfährt die Abteilung Vertragsmanagement bezüglich der Bruttobarwertmarge. Die Identifizierung und Behandlung von Rechtsrisiken ist die Aufgabe der zentralen Rechtsabteilung. Zu ihrer Begrenzung oder Eliminierung spricht diese Empfehlungen aus, die in Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Unternehmens umgesetzt werden. Vertragsanpassungen gegenüber Standardverträgen erfordern grundsätzlich die Zustimmung durch die Rechtsabteilung. Die Information der Geschäftsführung und der Abteilungen über wesentliche Rechtsänderungen und -risiken wird durch die Rechtsabteilung sichergestellt. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit berät uns die Abteilung Rechnungswesen/Steuern in allen Bilanzfragen, sei es im Zusammenhang mit unserer vertrieblichen Tätigkeit (Produktentwicklungen) oder unsere eigene (Konzern-) Bilanz betreffend. Dieser Optimierungsprozess gilt sinngemäß auch für die steuerlichen Anforderungen an unsere Vertragsmodelle sowie die eigene Steuerposition. Die zentrale IT-Abteilung unterstützt einen reibungslosen EDV-Einsatz und eine ordnungsgemäße Abwicklung aller Geschäftsvorfälle. Analyse- und Informationsinstrumente Die CRM-Gruppe hat adressenorientiert drei unterschiedliche Controllingverfahren: 1. Financial - Controlling im Rahmen der Teilkonzernsteuerung Die Daten werden aus dem Rechnungswesen abgeleitet und vom Unternehmensbereich Controlling monatlich in einer definierten produktbezogenen Struktur ertragsorientiert aufbereitet. Unter Berücksichtigung der Kostenstellenrechnung werden die Ergebnisse qualifiziert und es werden definierte Kennzahlen im Ist-Ist- und Soll-Ist-Vergleich ermittelt (sogenannte CORIS-Reports). 2. Risiko- Controlling im Rahmen der Teilkonzernsteuerung Basierend auf den Anforderungen von MaRisk erstellt der Teilkonzern ¼-jährlich einen (quantitativ orientierten) Risikoreport, in den auch die risikostrukturierten Zahlen der CRM-Gruppe einzeln und in aggregierter Form eingehen. 3. Vertriebs- Controlling im Rahmen der CRM-Gruppe In einer monatlichen Auftragseingangsstatistik werden die Neugeschäfte kumuliert nach unterschiedlichen vertriebsrelevanten Parametern (Geschäftsstellen, Kundenbranchen, Objekt-, Vertragsarten etc.) analysiert sowohl im Ist-Ist- als auch im Plan-Ist-Vergleich. Die in der Vergangenheit erstellten Nutzenrechnungen standen im letzten Jahr aufgrund der noch nicht neu erstellten Reporting-Lines aus CR-Move noch nicht wieder zur Verfügung. Bis zu dem in Kürze erfolgenden Wiedereinsatz hat sich die CRM-Gruppe in ihrer Margensteuerung auf das Financial-Controlling (s.o.) gestützt. Allen drei Controllinginstrumenten gemeinsam ist die Verfolgung des Ziels frühzeitig Planabweichungen und damit Handlungserfordernisse transparent zu machen und richtig umzusetzen. Darüber hinaus nimmt CRM-Gruppe an einem Benchmarking-Vergleich der Kostenstrukturen der wichtigsten herstellerunabhängigen Mobilien-Leasinggesellschaften teil und kann daher ihre Kostensituation laufend mit der ihrer Wettbewerber vergleichen und daraus ebenfalls frühzeitig Trends auf der Kostenseite erkennen. Schließlich unterliegt auch die CRM-Gruppe den Konzernanforderungen nach einem IFRS-Abschluss. Vor diesem Hintergrund ist die CRM-Gruppe in der Lage, unterjährig dem Commerzbank-Konzern steuerungsrelevante IFRS-Daten zur Verfügung zu stellen. F. Ausblick und voraussichtliche wirtschaftliche EntwicklungDer kräftige Wirtschaftsaufschwung in 2010 wird auch in 2011 anhalten, in seiner Dynamik allerdings nachlassen. Die ifo-Prognose aus 12/2010 prognostiziert ein BIP-Wachstum von 2,4 %. Entscheidend wird sein, in welchem Maße die fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen in einer Reihe von Staaten der Euro-Zone Zinssteigerungen bewirken werden und inwieweit das Wachstum in den Haupthandelspartnerländern die Exporte beeinflussen wird. Das ifo-Institut geht von einem Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen von ca. 10 % aus, das in voller Höhe der Leasingwirtschaft zugute kommen wird. Die verbesserte wirtschaftliche Situation der Unternehmen reduziert die Risiken bei den Banken und fördert deren Kreditbereitschaft und erleichtert somit wieder die Finanzierung der Leasinggesellschaften. Das Wirtschaftswachstum wird über die Vollauslastung der Produktionskapazitäten hinaus wieder Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen bewirken. Ferner ist davon auszugehen, dass der Trend zu energie- und umweltschonenden Investitionen wieder einen Schub bekommt. Die CRM-Gruppe plant für 2011 ein Neugeschäftswachstum von knapp 10 %; sie liegt damit im Trend der Prognosen für den Investitionsanstieg. Bei einer geplanten Forfaitierungsquote von mindestens 80 % des Neugeschäftes wird sich der Eigenobligobestand weiter reduzieren. Da auf Ebene der CRMk ausschließlich das Mietkaufgeschäft abgewickelt wird, werden die zukünftigen Ergebnisse der CRMk aber auch von dem sich ergebenden Anteil dieses Vertragsmodells vom Gesamtneugeschäftsvolumens abhängig sein. Insofern können konkrete Aussagen zu einer Ergebnisentwicklung isoliert auf Ebene der CRMk nicht getroffen werden. Insgesamt gehen wir für 2011 und 2012 von positiven Ergebnissen aus, wobei die CRMk ab 2011 mit Geschäftsbesorgungsgebühren belastet wird, was gegenüber den Vorjahren zu verringerten Jahresergebnissen führen wird.
Düsseldorf, 31. März 2011 Commerz Real Mietkauf GmbH Fries JahresbilanzAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung
1 Umgliederung zwischen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Verwaltungsaufwendungen und Leasingaufwendungen 2 Redaktioneller Fehler Vorjahr AnhangA. VorbemerkungDie Commerz Real Mietkauf GmbH (CRMk) betreibt das Mietkaufgeschäft, das unter den Tatbestand des Finanzierungsleasing entfällt. Als solche ist sie von der am 25. Dezember 2008 in Kraft getretenen Regelung des Jahressteuergesetzes 2009 betroffen, wonach Leasinggesellschaften als Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) gelten und somit Regelungen des KWG und der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegen. Für die Rechnungslegung ergibt sich hieraus, dass die CRMk für die Aufstellung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 die für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Anwendung der ergänzenden Verordnung für Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie der institutspezifischen Formblätter anwendet. Da die RechKredV am Leitbild des Geschäftsmodells von Kreditinstituten orientiert sind, wurden die Gliederungsvorschriften im Hinblick auf die geschäftszweigbedingten Besonderheiten einer Leasinggesellschaft entsprechend modifiziert. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 26. Alleinige Gesellschafterin ist die Commerz Real Mobilienleasing GmbH, Düsseldorf. Die CRMk ist im Wesentlichen auf dem deutschen Markt tätig. Für das Geschäft insgesamt gilt, dass es nach einheitlichen Standards abgewickelt wird. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Forderungen an Kreditinstitute sind mit dem Nennwert bewertet. Fremdwährungskonten sind zum Stichtagskurs angesetzt. Die in den anderen Forderungen an Kunden enthaltenen Forderungen aus Mietverträgen sind mit dem Barwert oder auf dem am Abschlusstag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Kreditrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde eine Bewertungsreserve nach § 340 f HGB gebildet. Die in den täglich fälligen Forderungen an Kunden ausgewiesenen Beträge sind mit dem Nennwert oder auf dem am Abschlusstag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Kreditrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten Objekte sind mit ihrem beizulegenden Wert angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit jeweiligen festen Wechselkursen umgerechnet. Diese bilden mit korrespondierenden Kundenforderungen in gleichlautender Währung eine Bewertungseinheit. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten; sie sind mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Im Geschäftsjahr 2010 wurden erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewandt, die damit verbundenen Änderungen betrafen die Umrechnung der Fremdwährungsposten. Bei der Umsetzung des BilMoG wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Vorjahreszahlen nicht anzupassen. Ansonsten blieben die Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert. C. Erläuterungen zur BilanzI. AKTIVA 1. 1. Forderungen an Kreditinstitute Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute betreffen mit T€ 382 Kontokorrentguthaben bei inländischen Banken und mit T€ 9.525 im Wesentlichen ausstehende Kaufpreise aus Forfaitierungen. 2. 2. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen an Kunden sind mit Ausnahme der Forderungen aus Mietkaufverträgen täglich fällig; letztere weisen folgende Restlaufzeitengliederung auf:
3. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit T€ 10.863 Anzahlungen auf Vermögenswerte noch abzurechnender Mietkaufverträge. Daneben sind mit T€ 1.102 zum Verkauf bestimmte Objekte ausgewiesen. II. PASSIVA4. 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten bestehen neben den täglich fälligen Verbindlichkeiten (€ 7,7 Mio) mit T€ 17.831 aus Refinanzierungen mit der Commerzbank AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen folgende Restlaufzeitengliederung auf:
Die Refinanzierungsmittel mit vereinbarter Laufzeit bestehen in US Dollar. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, da sie mit korrespondierenden US Dollar-Mietkaufforderungen von US Dollar 23.314.585,39 eine Bewertungseinheit bilden. 5. 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind alle kurzfristig und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen entfallen auf konzerninterne Refinanzierungen im Rahmen eines automatisierten Cash-Managements. 6. 3. Sonstige Verbindlichkeiten Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ist mit T€ 5.128 die Ergebnisabführungsverpflichtung an die Commerz Real Mobilienleasing GmbH ausgewiesen. 7. 4. Rückstellungen Unter den anderen Rückstellungen sind mit T€ 1.548 zukünftige Verwaltungskosten für forfaitierte Mietkaufforderungen enthalten. 8. 5. Eventualverbindlichkeiten Im Rahmen der Refinanzierung des Leasingvermögens hat die Commerz Real Mobilienleasing GmbH zusammen mit den Tochterunternehmen Commerz Real Mietkauf GmbH und Commerz Real IT-Leasing GmbH mit der Commerzbank AG einen Kreditrahmenvertrag von € 715 Mio abgeschlossen. Für die bestehenden Verbindlichkeiten haften die Kreditnehmer gesamtschuldnerisch. Die Eventualverbindlichkeit besteht in Höhe der von der jeweiligen Gesellschaft nicht beanspruchten Gesamtinanspruchnahme der eingeräumten Linie. 9. 6. Sicherheitengestellung Im Rahmen der bestehenden Eventualverbindlichkeiten sowie der in Anspruch genommenen Refinanzierungsmittel sind die Mietkaufobjekte der CRMk, sofern die entsprechenden Mietkaufforderungen nicht forfaitiert sind, an die Kreditgeberin sicherungsübereignet. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Leasingerträgewurden im Inland erzielt. Es handelt sich im Wesentlichen um Erlöse aus Mietkaufgeschäften. In den Leasingaufwendungen sind im Wesentlichen die Einstandskosten für die im Berichtsjahr abgerechneten Mietkaufgegenstände enthalten. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften betreffen nahezu ausschließlich die Zinsanteile aus den vereinnahmten Mietkaufraten. Die Zinsaufwendungen betreffen mit T€ 574 Bereitstellungsprovisionen sowie mit T€ 299 Zinsen für Refinanzierungen der Mietkaufobjekte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit T€ 401 die Zuführung zur Rückstellung für zukünftige Verwaltungskosten. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen enthalten mit T€ 7.244 die Bildung einer Bewertungsreserve nach § 340f HGB. Daneben betreffen im Wesentlichen T€ 1.773 Wertberichtigungen auf Mietkaufforderungen. Der Gewinn von € 5.128.608,13 wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt . E. Sonstige AngabenI. Personalbestand Die Commerz Real Mietkauf GmbH beschäftigt kein eigenes Personal, sondern arbeitet in Personalunion mit der Commerz Real AG, Eschborn. II. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Jahr 2010:
Im Berichtsjahr haben sie keine Bezüge von der Commerz Real Mietkauf GmbH erhalten. III. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für die Abschlussprüfung fielen im Geschäftsjahr 2010 Prüfungskosten von T€ 64 an. IV. Beziehungen zu MutterunternehmenDie Commerz Real Mietkauf GmbH (CRMk) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Commerz Real Mobilienleasing GmbH, Düsseldorf, mit der ein Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die Commerz Real Mobilienleasing GmbH ist über die Commerz Real AG, Eschborn, in den IFRS-Konzernabschluss der Commerzbank AG als Konzernobergesellschaft einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Düsseldorf, den 31. März 2011 Commerz Real Mietkauf GmbH Fries Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Commerz Real Mietkauf GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 4. Mai 2011 PricewaterhouseCoopers
Michael Henneberger, Wirtschaftsprüfer ppa. Uwe Sparenborg, Wirtschaftsprüfer |
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