Stammdaten

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Amtsgericht Köln HRB 71178
Vorher
Werte Invest Fondsberatung GmbH
Eingetragen
28.12.2010
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
die Verwaltung von Vermögen und Beteiligung an anderen Unternehmen, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an Kommanditgesellschaften und anderen Personenhandelsgesellschaften sowie die Beratung von Unternehmen und natürlichen Personen in Beteiligungsangelegenheiten.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Engels
seit 28.12.2010
Geschäftsführer
Michael Burmann
seit 28.12.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

90.00% identifiziert10.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Stefan EngelsWERTE Invest Family Office GmbH
45.00%
Michael BurmannWERTE Invest Family Office GmbH
45.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
10.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werte Invest Fondsberatung GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Protokoll über die Gesellschafterversammlung der Werte Invest Fondsberatung GmbH

Als Gesellschafter der Werte Invest Fondsberatung GmbH halten wir unter dem heutigen Datum und unter Verzicht auf alle durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Formen und Fristen eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ab und beschließen wie folgt:

1. Die Bilanz auf den 31. Dezember 2015 schließt mit Aktiven und Passiven mit einer Summe von jeweils EURO 190.162,50 ab. Das Bilanzergebnis beträgt EURO 0,00.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 beträgt EURO 0,00. Die Gesellschafterversammlung stellt hiermit den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 fest.

2. Den Geschäftsführern, Herrn Alfred Schölzel, Herrn Stefan Engels, Herrn Michael Burmann und Herrn Hans Christian Störkel wird für das Geschäftsjahr Entlastung erteilt.

 

Köln, 11. August 20-16

Werte Invest Family Office GmbH
Steuerberater Grommes & Partner
Wirtschaftsprüfer Markward Krämer

Kopien:

Akte

Alfred Schölzel

Stefan Engels

Michael Burmann

Hans Christian Störkel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Werte Invest Fondsberatung GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der von der BaFin herausgegebenen Verordnungen und der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Überzeugung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Haan, 21. Juli 2016

Markward Krämer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 54.976,84 24.912,32
2. Forderungen an Kunden 46.799,94 52.305,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 88.385,72 100.322,15
190.162,50 177.540,23

PASSIVA

EUR 31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 377,73
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 40.162,50 27.162,50
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
c) Bilanzgewinn 0,00 0,00
150.000,00 150.000,00
190.162,50 177.540,23

Gewinn- und Verlustrechnungrechnung für das Geschäftsjahr 2015

EUR EUR 2015
EUR
2014
EUR
1. Provisionserträge 910.405,05 692.495,40
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.763,82 793,84
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) andere Verwaltungsaufwendungen 534.847,19 550.151,99
4. Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit 378.321,68 143.137,25
5. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungs- Vertrags abgeführte Gewinne 378.321,68 143.137,25
6. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung für Kaufleute (§§ 238 bis 263 HGB), den einschlägigen Vorschriften des GmbHG sowie der seit dem 1. Januar 1998 nach § 340 Abs. 4 HGB auch auf Finanzdienstleistungsinstitute anzuwendenden ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 bis 340 o HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKreV) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Art der Rückstellung Stand 01.01.2015
EUR
Inanspruchnahme 2015
EUR
Auflösung 2015
EUR
Zuführung 2015
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Andere Rückstellungen
- Abschluss und Prüfung 25.850,00 5.762,61 237,95 19.000,56 38.850,00
- EdW- Beitrag 1.312,50 1.050,00 0,00 1.050,00 1.312,50
Summe Rückstellungen 27.162,50 6.812,61 237,95 20.050,56 40.162,50

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten und Besicherung) in einem Verbindlichkeiten Spiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2015
TEUR
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
TEUR
zwischen 1und 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(Vorjahr) 1 1 0 0
0 0 0 0

Fristengliederung nach § 9 RechKredV:

Angaben nach § 9 RechKredV Stand 31.12.2015
TEUR
Restlaufzeit
bis 3 Monate
TEUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
TEUR
1. andere Forderungen Kreditinstitute 55 55
(Vorjahr) 25 25 0
2. Forderungen an Kunden 47 47 0
(Vorjahr) 52 52 0

Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) bestehen in Höhe von EUR 88.385,72.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufgliederung von bestimmten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach geographischen Märkten (§ 34 RechKredV) ist nicht erfolgt, da die Gesellschaft ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland tätig wird.

V. Sonstige Angaben

Zwischen der Werte Invest Fondsberatung GmbH als beherrschter Gesellschaft und der Werte Invest Family Office GmbH mit Sitz in Köln besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 neben den vier Geschäftsführern keine weiteren Mitarbeiter beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte die Geschäftsführung der Werte Invest Fondsberatung GmbH durch die nachfolgenden Geschäftsführer:

 

Stefan Engels, Bankkaufmann

 

Alfred Schoelzel, Bankkaufmann

 

Michael Burmann, Bankkaufmann

 

Hans Christian Wilhelm Störkel, Jurist

Die Geschäftsleitung hat keine Bezüge erhalten.

Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt EUR 7.000,00, das Honorar für andere Bestätigungsleistungen beträgt EUR 6.000,00.

 

Köln, 23. Februar 2016

Geschäftsführung

Lagebericht 2015

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Wirtschaftliches Umfeld

Der verhaltene Aufschwung der Weltwirtschaft hat sich 2015 fortgesetzt. Wie in den beiden Jahren zuvor konnte die globale Wirtschaftsleistung um knapp 2,5 % zulegen. Allerdings zeigten sich dabei erneut große regionale Unterschiede: Während das Wachstum in den USA, Deutschland und Großbritannien stabil blieb, stürzte der Rückgang der Rohstoffpreise jene Rohstoffproduzenten in eine tiefe Krise, die ihre hohen Erlöse der Vorjahre nicht für den Aufbau moderner industrieller Strukturen genutzt hatten.

Nach einem schwachen Jahresbeginn 2015 nahm die US-Konjunktur im Laufe des Jahres wieder so sehr an Fahrt auf, dass die US-Notenbank im Dezember 2015 erstmals seit nahezu zehn Jahren ihren Leitzins anheben konnte. Auch wenn der Schritt um 0,25 Prozentpunkte für sich genommen keine großen Folgen für die Wirtschaft haben dürfte, sandte die Federal Reserve damit doch ein wichtiges Signal aus. Zumindest die USA haben die Folgen der Finanzkrise mittlerweile so gut verdaut, dass die Notenbank die Zinswende einleiten konnte. Da amerikanische Haushalte und Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre Schuldenlast vermindert und ihre Bilanzen bereinigt hatten, konnten sie im Laufe des Jahres 2015 ihre Ausgaben spürbar ausdehnen. Nach einem Wachstum von knapp 2,5 % im Jahr 2015 zeichnet sich für 2016 eine ähnliche Dynamik ab.

China bemüht sich indes um eine sanfte Landung. Das Bestreben, langsam auf ein nachhaltiges Wachstumsmodell umzuschwenken, zeigt zwar erste Erfolge. So gewinnt der Dienstleistungssektor immer mehr an Bedeutung im Vergleich zur allzu rohstoffhungrigen Industrie. Allerdings vollzieht sich der Wandel nicht ohne Reibungsverluste. Der Versuch Chinas, die Kontrolle über Währungs- und Aktienmärkte zu lockern, hatte gelegentlich Turbulenzen zur Folge, die auch den Weltfinanzmarkt berührten.

In Japan schoben niedrige Ölpreise und ein schwacher Wechselkurs die Konjunktur etwas an. Aber es mangelt weiter an echten Strukturreformen. So blieb das Wachstum dort auch 2015 bei unter 1 %.

In Europa setzte sich der Aufschwung auch 2015 fort. Dabei konnten einige der Reformländer am Rande der Eurozone weitere Früchte ihres harten Spar- und Reformkurses der Jahre 2010 bis 2013 ernten. Spanien und Irland mauserten sich zu den Vorreitern des Wirtschaftswachstums in Europa. Auch Italien leitete mit seiner Arbeitsmarktreform im Januar 2015 die Trendwende in der Konjunktur und am Arbeitsmarkt ein. Frankreich gelang dies mangels hinreichender Reformen allerdings noch nicht.

Deutschland setzte dank seines strukturell nachhaltigen Kurses den robusten Aufschwung fort und erfreute sich eines Zuwachses der Wirtschaftsleistung von 1,7%. Dazu trugen vor allem der private Verbrauch und die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen bei. Trotz eines Anstiegs der Staatsausgaben konnte dank sprudelnder Steuereinnahmen und eines robusten Arbeitsmarktes ein erfreulicher Überschuss im Staatshaushalt erzielt werden.

Insgesamt blicken wir mit verhaltener Zuversicht ins Jahr 2016. Die niedrigen Ölpreise erhöhen die Kaufkraft der Verbraucher in der westlichen Welt und in vielen Schwellen-ländern. Dies wirkt wie ein Konjunkturprogramm, das nicht »auf Pump« finanziert werden muss. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr, dass politische Risiken einschließlich möglicher Spannungen in Europa die Stimmung der Unternehmen und damit ihre Investitionsbereitschaft zeitweilig belasten könnten.

Sowohl der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen als auch das geplante britische Referendum über einen möglichen Austritt aus der Europäischen Union stellen Europa vor große Herausforderungen.

Für das Finanzgewerbe bleibt der Ausblick verhalten. Einerseits erleichtert es die Konjunktur vielen Banken, ihre Ertragskraft zu stärken. Andererseits müssen sich jene Banken, die ihre Erlöse traditionell vor allem im Zinsgeschäft erwirtschaftet haben, angesichts weiterhin tiefer Zinsen neue Geschäftsfelder erschließen.

Unsere Geschäftsentwicklung

Die Werte Invest Fondsberatung GmbH ist seit 2011 in der Fondsberatung tätig. Herr Burmann ist für das Research und die Fortentwicklung der Investmentstrategie der Werte Invest Selekt-Fonds zuständig. Es besteht eine enge Verbindung zur Werte Invest Vermögensverwaltung GmbH, für die die nunmehr fünf verschiedenen Sondervermögen in erster Linie bereitgestellt und beraten werden. Die für den gesamten Verwaltungsbereich zuständige Muttergesellschaft, die Werte Invest Family Office GmbH (WIFO), bildet das Bindeglied der Gruppe.

Im Jahr 2015 setzte sich die inhaltliche Veränderung in unseren offensiven und defensiven Strategien fort. Die positive Entwicklung bei den Aktienfonds setzte sich erfreulicherweise deutlich fort und zeigt jetzt leicht überdurchschnittliche Fondsbewertungen innerhalb der Vergleichsgruppe. Bei den defensiven Fonds blieb die Entwicklung schwieriger. Hier musste die positive Entwicklung aufgrund von aufkommenden Sorgen über steigende Zinsen in den USA im letzten Quartal 2015 nahezu vollständig abgegeben werden. Der Wl Selekt I muss sich den gesetzgeberischen Veränderungen anpassen und wird zukünftig eine grundlegende inhaltliche Veränderung erfahren. Zunächst sind jedoch die auslaufenden Investments in die Entwicklung behutsam einzubeziehen. Insgesamt mussten wir erneut Volumenabflüsse der von uns beratenen Fonds hinnehmen.

In 2015 wurden unverändert 4 Sondervermögen, dabei 2 unterteilt in A- und B-Tranche, vertraglich einheitlich beraten.

Die Strategieumstellungen zeigen seit Ende 2013 in den offensiven Bereichen in eine erfreuliche positive Entwicklung. Zum Jahresbeginn konnten sich alle Fonds allerdings den negativen Marktentwicklungen nicht entziehen. Wir blicken aufgrund der sich aktuell stabilisierenden Tendenzen in das neue Geschäftsjahr mit verhaltenem Optimismus und der Erwartung einer stabilen Geschäftsentwicklung.

II. Darstellung der Lage

Eigene Mittel

Die haftenden Eigenmittel des Institutes belaufen sich nach Feststellung der Bilanz auf TEUR 150. Die Eigenkapitalquote beträgt 78,9 % (im Vorjahr: 84,8 %). Mit der guten Eigenmittelausstattung erfüllen wir auch künftig sämtliche gesetzlichen Vorschriften für das Eigenkapital.

Jahresüberschuss

Für das Geschäftsjahr 2015 konnte ein Ergebnis in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 143) vor Gewinnabführung erzielt werden.

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 177).

Bruttoprovisionserträge

Die Bruttoprovisionserträge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 910 (Vorjahr: TEUR 692) und konnten aufgrund der Erhöhung der Beratungsvergütung werden.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungskosten betrugen TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 550).

III. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Eindeutige Positionierung

Seit dem 1. Januar 2011 bieten wir in der Werte Invest Gruppe verschiedene Dienstleistungen an. Die Werte Invest Family Office GmbH stellt den Kundenservice, individuelle Dienstleistungen wie z. Bsp. Finanzplanung und -controlling und die allgemeine Verwaltung. Zusätzlich macht sie die Geschäftsbesorgung für die selbständigen Erlaubnisträger die Werte Invest Vermögensverwaltung GmbH und die Werte Invest Fondsberatung GmbH. Beide Unternehmungen sind reine Tochterunternehmen der Werte Invest Family Office GmbH. Die weitere Darstellung trägt diesem Zusammenhang Rechnung.

In der Firmengruppe bieten wir unseren privaten sowie institutionellen Anlegern somit ein breites Angebot an individuellen Dienstleistungen im Finanzwesen. Die ganzheitliche Kundenbetreuung steht hierbei im Vordergrund. Wir werden uns unverändert auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und streben weiteres qualitatives und quantitatives Wachstum an. Das wollen wir mit unseren Schwerpunkten Vermögensverwaltung und Fondsberatung erreichen. Die Ertragslage wird sich in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich entwickeln. Für die Vermögensverwaltung erwarten wir eine Konsolidierung der Honorareinnahmen auf etwas höherem Niveau als im Vorjahr bei einer weiteren Abnahme der Bestandsprovisionen. Die Fondsberatung wird sich aufgrund des sich verringernden Volumens der beratenen Fonds und in Abhängigkeit zu den Märkten auf leicht niedrigerem Niveau fortentwickeln.

Für das Jahr 2016 haben wir für das Reportingsystem, insbesondere die weitere Verbesserung in der Darstellung von Beteiligungen, Finanzierungen. Versicherungen, sonstigen Vermögenswerten und Privatbilanzen, geplant.

Weitere besondere Umstände, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung nehmen könnten, sehen wir in der im 1.Quartal trotz negativen Marktentwicklungen leicht steigenden betreuten Depotvolumen. Sollte diese Entwicklung sich fortsetzen, würden sich weitere

Einnahmeverbesserungen ergeben. Die in den letzten Jahren beschriebenen allgemeinen Haftungsrisiken haben sich bei uns aufgrund unserer transparenten und vertragskonformen Kundenbetreuung und der bestehenden Vermögensschadenshaftpflichtversicherung nicht realisiert. Wir rechnen auch für die Zukunft kaum und wenn überhaupt nur mit vereinzelten, abgedeckten Regressansprüchen. Zusätzlich müssen wir - wie auch die gesamte Finanzbranche- einen erhöhten Verwaltungsaufwand erbringen, der durch die Einhaltung der verschiedenen gesetzlichen und untergesetzlichen Regelungen hervorgerufen wird.

Insgesamt sind wir überzeugt, mit der Neuaufstellung im Markt überdurchschnittlich gut positioniert zu sein, und erwarten ein ähnliches Jahresergebnis in der Finanzholding wie im Vorjahr.

Risikovorsorge

Im Rahmen der Risikovorsorge hat die Gesellschaft keine Rückstellungen gebildet. Für die Werte Invest Fondsberatung GmbH ist eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung im Rahmen der Finanzholding sichergestellt.

IV. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Die Bereiche Vermögensverwaltung und Fondsberatung werden durch ihren Dienstleistungscharakter geprägt. Sie sind aber auch dadurch gekennzeichnet, dass Risiken in unterschiedlicher Form und Ausprägung eingegangen werden. Risiken werden nur dann eingegangen, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielbaren Erträgen stehen.

Die Werte Invest Fondsberatung GmbH ist folgenden Risiken ausgesetzt: Marktrisiken, Adressausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, strategischen sowie operativen Risiken.

Zur Vermeidung dieser Risiken werden von der Gesellschaft regelmäßige Risikoanalysen, die Prüfung von Handlungsalternativen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken sowie ein permanentes Controlling durchgeführt. Verantwortlich für die Umsetzung der Risiko- und Überwachungssysteme ist die Geschäftsleitung. Bei Bedarf werden Maßnahmen eingeleitet, die zu einer Reduzierung des Risikos führen. Die Ergebnisse werden regelmäßig überwacht.

Wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir vor allem in den nachfolgend aufgeführten Bereichen:

Marktrisiken

Tendenziell kann sich eine negative Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten negativ auf die Performance der beratenen Sondervermögen auswirken. Da die Beratungsvergütungen grundsätzlich von der Entwicklung des beratenen Sondervermögenvolumens abhängig sind, kann dies zu Ertragseinbußen führen.

Adressenausfallrisiken

Ein mögliches Adressausfallrisiko kann in dem teilweisen bzw. vollständigen Ausfall vertraglich vereinbarter Leistungen seitens unserer Vertragspartner bestehen. Die Ansprüche auf Beratungsvergütungen bestehen aufgrund von vertraglichen Regelungen aktuell nur gegenüber der Kapitalverwaltungsgesellschaft Warburg Invest Luxembourg S.A.. Diese Gesellschaft unterliegt der luxemburgischen Finanzaufsicht und damit auch den entsprechenden Eigenkapital- und Liquiditätsausstattungsanforderungen. Das Adressausfallrisiko ist somit begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Mögliche Liquiditätsengpässe können aufgrund operativer und strategischer Risiken oder externer Ereignisse eintreten.

Strategische und operative Risiken

Das operationale Risiko wird definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Diese Definition beinhaltet auch rechtliche Risiken.

Operationale Risiken werden durch ein umfangreiches Regelwerk an Anweisungen, Arbeitsplatzrichtlinien und Kompetenzregelungen begrenzt. Die Beachtung und die kontinuierliche Aktualisierung des Regelwerks liegen in der unmittelbaren Verantwortung der Geschäftsleitung. Durch den Einsatz der internen Kontrollsysteme erfolgt eine ständige Überprüfung der Umfeldbedingungen, um entsprechend zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können. Um diese Risiken zu steuern, finden regelmäßige Sitzungen der Geschäftsleiter statt.

Besondere Risiken

Im März 2005 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Phoenix Kapitaldienst GmbH den Entschädigungsfall durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) festgestellt. In dieser Entschädigungseinrichtung ist auch die Gesellschaft Zwangsmitglied.

Aufgrund der zwischenzeitlichen, juristischen Auseinandersetzung über die Sonderbeiträge der EdW-Mitglieder im Fall Phoenix als auch über die Rechtmäßigkeit der Sicherungseinrichtung allgemein, hat die EdW im August 2009 eine neue Beitragsverordnung erlassen. Diese sieht u.a. eine höhere Beitragslast für ihre Mitglieder und eine Obergrenze für die Gesamtbelastung durch den EdW, etwa durch zusätzliche Sonderbeiträge für eingetretene Schadenfälle, vor. Dadurch werden die Belastungen durch den EdW für die Mitglieder zwar kalkulierbarer, allerdings bleiben die Bedenken sowohl gegen die Inanspruchnahme als auch gegen die Struktur der EdW bestehen.

 

Köln, 23. Februar 2016

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