Seawave Marine GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Klehr seit 11.3.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Oskar Peter Wehr seit 11.3.2015 | Geschäftsführer |
Tim Horn seit 11.3.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Die Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG stellt als Mutterunternehmen der Wehr-Gruppe zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss auf. Das Mutterunternehmen ist unter der Nummer HRA 107881 im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Sitz des Mutterunternehmens ist Hamburg. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den geltenden Vorschriften des HGB und unter Beachtung der einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages der Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG aufgestellt. Alle Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Das Geschäftsjahr des Konzerns und der einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg folgende Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, auf die die Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann:
Folgende Gesellschaften wurden im Jahr 2019 erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, da aufgrund der geänderten Größe und Struktur des Konzerns nicht mehr von einer nur untergeordneten Bedeutung i.S.v. § 296 Abs. 2 HGB ausgegangen wird:
Bei den folgenden Gesellschaften handelt es sich um assoziierte Unternehmen, da die Wehr Schiffahrts GmbH und Co. KG jeweils einen Kapitalanteil von mindestens 20% erworben hat und einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik dieser Unternehmen ausübt. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen entsprechen dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen im Zugangszeitpunkt, daher ist kein Unterschiedsbetrag auszuweisen. Die Stimmrechte entsprechen den Kapitalanteilen. Mit Ausnahme der Verwaltung OneBulk GmbH wurden diese Beteiligungen at equity konsolidiert. Die Beteiligung an der OneBulk GmbH wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at equity konsolidiert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
Einbeziehungswahlrechte Ein Tochterunternehmen braucht gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss nicht einbezogen zu werden, wenn erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen oder die Geschäftsführung dieses Unternehmens nachteilig beeinträchtigen. In den Konzernabschuss sind die in der Aufstellung zum Anteilsbesitz aufgeführten und mit der Kennzeichnung "b) nicht einbezogen nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB" in Ausübung dieses Wahlrechtes nicht eingezogen worden, da wegen des bei diesen Unternehmen eingeleiteten Insolvenzverfahrens erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens nachteilig beeinträchtigen. Ein Tochterunternehmen braucht gemäß § 296 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss nicht einbezogen zu werden, wenn das Tochterunternehmen für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist. Entsprechen mehrere Tochterunternehmen dieser Voraussetzung, so sind diese Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen, wenn sie zusammen nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In den Konzernabschluss sind die in der Aufstellung zum Anteilsbesitz aufgeführten und mit der Kennzeichnung "c) nicht einbezogen nach § 296 Abs. 2 HGB" in Ausübung dieses Wahlrechtes nicht einbezogen worden, da es sich um Vorratsgesellschaften ohne aktiven Geschäftsbetrieb bzw. Komplementär-GmbHs handelt. Da diese Unternehmen keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden enthalten sind sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung. Einheitliche Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse bzw. Handelsbilanzen II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den für das Mutterunternehmen geltenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen einheitlich aufgestellt. Auf die Anpassung abweichender Bewertungsmethoden, welche bei der Aufstellung der Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen zur Anwendung kommen, wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 312 Abs. 5 HGB verzichtet. Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze Die erstmalige Kapitalkonsolidierung für die ursprünglich in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte am 1. Januar 2012. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Bei der Erstkonsolidierung wurden die jeweiligen Beteiligungsbuchwerte mit den, zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, neubewerteten Eigenkapitalanteilen aufgerechnet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2012 ergaben sich aktivische Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 31.084, die als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen waren und in Vorjahren vollständig abgeschrieben worden sind. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen zwischen den konsolidierten Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Währungsumrechnung Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüssen erfolgte nach der modifizierten Stichtagsmethode (§ 308a HGB). Für die Bilanz erfolgte, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Anschaffungskurs bewertet wurde, die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Umrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Jahres. Grundlage hierfür bilden die Euro foreign exchange reference rates der Europäischen Zentralbank. Die Umrechnung der in fremder Währung gezahlten Anschaffungskosten der Equity-Beteiligungen erfolgte mit dem Kurs im Zugangszeitpunkt. Die im Rahmen der Anwendung der Equity-Methode erfolgten Wertänderungen der Equity-Beteiligungen wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet, soweit die Ergebnisse der assoziierten Unternehmen in fremder Währung angefallen sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Umsätze, Erträge und die entsprechenden Aufwendungen zwischen den Konzerngesellschaften aufgerechnet. Zwischenergebniseliminierung Eliminierungspflichtige Zwischenergebnisse sind nicht angefallen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde grundsätzlich von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge, um lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden generell zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt über die gewöhnliche betriebliche Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 wurden in Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen betreffen Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, Anteile an assoziierten Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen. Sie werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, bewertet. Liegen hingegen Wertsteigerungen vor, wird entsprechend bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben. Erfolgsneutrale Liquiditätsauszahlungen werden als Abgänge ausgewiesen. Der beizulegende Wert ergibt sich aus aktuellen Börsenkursen bzw. ertragswertorientierten Bewertungsverfahren. Anteile an assoziierten Unternehmen werden (soweit nicht unwesentlich) nach der equity-Methode bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten, abzüglich notwendiger Wertberichtigungen, die Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden mit dem Mittelkurs zum Zeitpunkt der Ersterfassung bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung gegebenenfalls zum Stichtagskurs. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem zum Bilanzstichtag maßgebenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Geldausgänge vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen erst für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern sind auf sich in den Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, sofern sich daraus zukünftige Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben, gebildet worden. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 16,45 %. Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen aufgrund von abweichenden Nutzungsdauern. Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang beigefügt ist. Die Vorräte betreffen den Warenbestand des Reparaturbetriebes TMH Technik- und Motorenservice Holm GmbH & Co. KG. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Bereederungs- und Befrachtungstätigkeit sowie aus Reparaturaufträgen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen i.H.v. TEUR 90 enthalten. Die aktiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Der unter den Kapitalanteilen der Kommanditisten ausgewiesene Ergebnisvortrag enthält das Jahresergebnis i.H.v. TEUR 2.638. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (TEUR 265, Vj.: TEUR 271) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 43, Vj.: TEUR 45). Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber diversen Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 15 (Vj.: TEUR 4). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Der Konzern der Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 9.513 (2020: TEUR 5.046) erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse des Konzerns gliedern sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 123 (Vj.: TEUR 66) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 0,2). Im Vorjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an der Lloyd Fonds AG (TEUR 1.673) und aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 1.471). Der Materialaufwand beläuft sich auf TEUR 5.440 (Vj.: TEUR 992) und betrifft in Höhe von TEUR 740 (Vj.: TEUR 792) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie TEUR 4.700 (Vj.: TEUR 200) Aufwendungen für bezogene Leistungen, davon TEUR 4.474 aus Kosten für Crew Management (Vj.: TEUR 0). Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 114 (Vj.: TEUR 122) betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 93 (Vj.: TEUR 57), Betriebskosten in Höhe von TEUR 937 (Vj.: TEUR 992) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 167 (Vj.: TEUR 185). Die Erträge aus assoziierten Unternehmen beinhalten die anteiligen Jahresergebnisse 2021 der assoziierten Unternehmen, welche den Beteiligungsbuchwerten zugeschrieben worden sind. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert betragen insgesamt TEUR 46 (Vj.: TEUR 0,1), betreffen im Wesentlichen Beteiligungen und Ausleihungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende und latente Gewerbesteuern. Der Konzernjahresüberschuss wurde den Kapitalkonten gutgeschrieben. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 umfasst die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.957 (Vj.: TEUR 2.243). Wesentliche Abflüsse aus der Investitionstätigkeit betrafen den Erwerb von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen i.H.v. TEUR 12.246. Die dazu erforderlichen Finanzmittel wurden durch Einlagen des Gesellschafters i.H.v. TEUR 16.006 erbracht. Sonstige Angaben Nachstehende Gesellschaften haben von § 264b HGB Gebrauch gemacht und ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 nicht offengelegt, da sie in diesen Konzernabschluss einbezogen worden sind:
Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 43 (Vj.: 51) Mitarbeiter Landpersonal und 0 (Vj.: 0) Mitarbeiter Seepersonal beschäftigt. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern hat zum Stichtag 17 Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit bis maximal Dezember 2022 (Kauf von insgesamt TEUR 780 gegen insgesamt TUSD 905) abgeschlossen. Der Zeitwert beträgt EUR -15.154,96. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, belaufen sich für PKW-Leasing-, EDV-Wartungs- und Serviceverträge zum 31. Dezember 2021 auf insgesamt TEUR 160 (31. Dezember 2020: TEUR 119). Die jährliche Belastung aus Miet- und Wartungsverträgen beträgt durchschnittlich TEUR 377. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung und Vertretung oblag im Geschäftsjahr 2021 der persönlich haftenden Gesellschafterin, Wehr Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg. Das gezeichnete Kapital der Wehr Beteiligungsgesellschaft mbH beträgt EUR 27.000,00. Die Gesellschaft ist unter HRB 129093 im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Die Wehr Beteiligungsgesellschaft mbH wird vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Die Komplementärin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers (TEUR 55) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und nicht in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, betreffen folgende Sachverhalte: Die Schifffahrtsmärkte haben in 2022 weiterhin einen sehr positiven Verlauf genommen. Hierdurch war es möglich, für zwei weitere Schiffe Management Verträge über die Bereederung und Befrachtung abzuschließen.
Hamburg, 30. November 2022 Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg Wehr Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg (als geschäftsführende Komplementärin) Thomas Wehr, Geschäftsführer Thomas Klehr, Geschäftsführer
Verbindlichkeiten Leon3006 Die Vorjahreszahlen werden jeweils in Klammern angegeben.
Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 313 HGB per 31. Dezember 2021
a) Vollkonsolidierte Unternehmen
b) Nicht einbezogen nach § 296 Abs. 1 Nr. 1
HGB
c) Nicht einbezogen nach § 296 Abs. 2 HGB
d) equity-konsolidiertes assoziiertes
Unternehmen
e) wegen Unwesentlichkeit nicht
equity-konsolidiertes Unternehmen
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzern Der Geschäftszweck der Reedereigruppe Wehr ist die Projektierung von Investitionen in Massengutschiffen sowie deren qualitativ hochwertige Bereederung unter Beachtung von branchenüblichen Schiffsbetriebskosten sowie der kommerziellen und kaufmännischen Betreuung der Flotte. Die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung zur Stärkung des jeweiligen Projekts ist in der Regel Bestandteil der unternehmerischen Verantwortung. Die zu entwickelnden Projekte dienen dem Zweck einer nachhaltigen Wertschöpfung und werden auf Grundlage folgender Anforderungen ausgewählt:
Während der Betriebsphase eines Schiffes wird die technische Bereederung von der Konzerntochter Oskar Wehr KG (GmbH & Co.) und die Befrachtung durch das assoziierte Unternehmen OneBulk GmbH & Co. KG übernommen. Die Steuerung der Unternehmensgruppe basiert auf einem stetigen und methodischen Vorgehen, das finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren in den Fokus stellt. Zur permanenten Überprüfung der Leistungsfähigkeit werden Analysen in Bezug auf folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren durchgeführt:
Eine weitere nicht finanzielle Kennzahl in der Funktion des technischen Bereederers ist ein transparentes und professionelles Berichtswesen an die Schiffseigner, finanzierenden Banken und Gesellschafter sowie die Anzahl der erfolgreich projektierten Schiffe im jeweiligen Geschäftsjahr. Als finanzielle Leistungsindikatoren hat die Unternehmensgruppe Wehr das Ergebnis vor Steuern und den Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung in den Fokus gestellt. II. Wirtschaftsbericht Im Rahmen des unter I. beschriebenen Geschäftsmodells des Konzerns, ist das Konzernergebnis durch die Finanzbeteiligungen an Schifffahrtsgesellschaften von den Chartermärkten im Massengutsegment abhängig. Die Einnahmen aus der technischen Bereederung stellen eine feste Komponente dar. Das Jahr 2021 begann mit ungewöhnlich festen Raten, mit TC-Durchschnittswerten im Januar von 11-12.000 USD pro Tag für Handysize und Supramax Tonnage. Der Markt setzte seinen langsamen Aufwärtstrend bis Ende Februar fort, wo er eine scharfe Wendung nahm und die Spotraten bis Anfang März auf über 20.000 USD pro Tag bewegte, während langfristige Perioden von etwa einem Jahr um die USD 15.000 lagen. Dies führte zu einer großen Aktivität auf dem Markt, da Charterer versuchten, alte Positionen abzudecken, was die Ratenentwicklung weiter anheizte. Die von der Oskar Wehr KG (GmbH & Co.) bereederte Flotte nutzte die steigenden Raten, um kontinuierlich Beschäftigungen im Periodenmarkt zu schließen und die Einnahmeseite weit über dem Niveau der Schiffsbetriebskosten abzusichern. Zu Beginn des zweiten Quartals war der Zeitcharter-Durchschnitt der bereederten Flotte auf 15.000 USD pro Tag gestiegen, wobei einige Altverträge unter 10.000 USD bzw. Langzeitverträge im Niveau von 15.000 USD pro Tag lagen. Hierdurch lag der Durchschnitt unter dem aktuellen Spotmarktniveau. Während des zweiten Quartals kam Unsicherheit auf, und es stellte sich die Frage, ob das starke Marktniveau sich fortsetzen würde, denn man sah einen Preisrückgang auf unter 20.000 USD pro Tag für Supramaxe und etwa 15.000 USD pro Tag für Handysize Schiffe. Durch die Strategie, sowohl auf dem Spotmarkt zu schließen, als auch Schiffe für lange Perioden zu befrachten, war der Flottendurchschnitt bis zum Ende des zweiten Quartals auf 17.500 USD pro Tag gestiegen. Trotz der erwarteten Sommerflaute, die in den Sommermonaten der Nordhalbkugel normalerweise wenig Aktivität zeigt, begannen die Raten aufgrund der starken Frachtnachfrage wieder zu steigen. Bis Mitte des dritten Quartals stiegen die Spotmarkt-Durchschnittsraten auf 37.000 USD pro Tag für Supramax und 34.000 USD pro Tag im Handysize Segment. Durch die Abschlüsse längerfristiger Beschäftigungen im steigenden Markt, stieg der Flottendurchschnitt auf 22.000 USD pro Tag. Mit Beginn des 4. Quartals führte eine Verschiebung der traditionellen Marktdynamik dazu, dass der Pazifik den Atlantik übertraf. Insbesondere "Westbound"-Reisen von Fernost in den Atlantik erzielten einen Bonus verglichen zu Rundreisen. Treiber war hauptsächlich die große Zahl chinesischer und koreanischer Stahlexporte. Die gleichzeitig geringere Nachfrage im Atlantik verstärkte diese Entwicklung weiter und führte im November zu einem starken Rückgang der Raten auf durchschnittlich 25.000 USD bzw. 20.000 USD pro Tag für Supramax und Handysize. Aufgrund einer großen Anzahl von Schiffen, die durch das Stahlgeschäft in den Atlantik positioniert wurden, kam es zu einem Überangebot an Tonnage im Atlantik, während der Pazifik ungewöhnlich fest blieb. Die von Oskar Wehr KG (GmbH & Co.) verwaltete Flotte schloss das Jahr mit einem Zeitcharter-Durchschnitt von 21.000 USD pro Tag ab. Das Jahr 2021 war für Reedereien mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, da die anhaltenden Einschränkungen durch Covid-19 eine große Herausforderung für die technische Bereederung, die Durchführung von Besatzungswechseln, sowie die Ausrüstung und Wartung der Schiffe bedeutete. Im Jahr 2021 stand für den Großteil der Flotte die 5-jährige Klassenerneuerung an, was die Einsatzflexibilität der Schiffe stark einschränkte. Die jedoch kontinuierlichen Bestrebungen im aufsteigenden Markt langfristige Chartern zu schließen, führten zu einer Verdoppelung der Zeitcharter-Einnahmen im Vergleich zum Jahresbeginn. Im Vergleich dazu war Ende 2021 ein Anstieg des Flottendurchschnitts um fast das Vierfache im Vergleich zu Juni 2020 (Zeitcharter-Durchschnitt von 6.500 USD pro Tag) zu verzeichnen, wo reduzierte Handelsaktivitäten und Covid-19-Beschränkungen den Bulkmarkt unter Druck hielten. 1 Zum Ende des Jahres lag die Zahl der bereederten Schiffe bei zwölf.
1 QUELLE: ONE BULK GMBH & CO. KG
Geschäftsverlauf Aufgrund der positiven Märkte im Geschäftsjahr 2021 konnte im Juni 2021 eine Projektierung eines zehn Schiffs Flottenportfolios am norwegischen Kapitalmarkt unter dem Namen Selmer Bulk AS erfolgreich platziert werden. Im weiteren Verlauf des Jahres konnten als Folgeprojekte zwei Supramax-Massengutschiffe ebenfalls am norwegischen Kapitalmarkt platziert werden. Beide Schiffe firmieren jeweils als Einschiffsgesellschaft unter den Namen Selmer Supra AS und Selmer Supra II AS. Die Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG hält jeweils Anteile in Höhe von 20% bis 25% und entsprechend des unter I. genannten Grundlagen des Konzerns fungiert die Oskar Wehr KG (GmbH & Co.) als technischer Bereederer und die OneBulk GmbH & Co. KG als kommerzieller Manager. Von der genannten positiven Marktentwicklung konnten diese Beteiligungsgesellschaften direkt profitieren, da Erstbeschäftigungen zu schließen waren und auch die kurzfristig vercharterten Schiffe im Rahmen der Anschlussbeschäftigungen von hohen Raten profitieren konnten. Ebenso vom positiven Marktumfeld profitiert hat das assoziierte Unternehmen OneBulk GmbH & Co. KG, so dass sich in der wirtschaftlichen Konsequenz die Erträge aus assoziierten Unternehmen auf TEUR 3.259 belaufen. Im Rahmen der Projektierung einiger dieser Beteiligungen hat die Oskar Wehr KG (GmbH & Co.) neben dem technischen Management auch das Crewmanagement übernommen, dieses jedoch im Unterauftrag an externe Crewmanager vergeben, was die hohen Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 4.474) sowie den Sprung in den Umsatzerlösen um 88% auf TEUR 9.513 erklärt. In Bezug auf die genannten finanziellen Leistungsindikatoren verlief das Jahr 2021 durchweg positiv. Wurde im letztjährigen Prognosebericht noch von einem Konzernjahresfehlbetrag ausgegangen, so beträgt der Konzernjahresüberschuss 2021 TEUR 2.638, was im Wesentlichen an Erträgen aus assoziierten Unternehmen lag, die höher als erwartet ausgefallen sind. Der Finanzmittelfonds konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.714 auf TEUR 4.957 gesteigert werden. Ebenfalls in Bezug auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verlief das Geschäftsjahr zufriedenstellend. Die technische Verfügbarkeit der bereederten Flotte, definiert durch die Anzahl der off hire Tage ohne die Zeit für planmäßige Dockungen, lag in 2021 bei 2,95% (Vorjahr: 2,7%). Im Jahr 2021 war die Flotte im Durchschnitt 8,45% der Einsatztage in Werften zur planmäßigen Klassedockung, was vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an fälligen Klassedockungen im Rahmen der Erwartungen liegt. Ferner lag kein Schiff außerhalb der definierten Budgets bezüglich der Schiffsbetriebskosten. Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 9.513 verteilen sich auf die einzelnen Segmente wie folgt:
Aufgrund der geringeren Anzahl an bereederten Schiffen reduzierten sich die Umsätze aus Bereederung und Kommission um circa 7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.866. Der Umsatz für technische Dienstleistungen der Konzerntochter TMH Technik- und Motorenservice Holm GmbH & Co. KG reduzierte sich leicht um circa 4,6% auf TEUR 1.801. Wie im Geschäftsverlauf beschrieben wurden im Geschäftsjahr erstmalig Umsätze für die Übernahme des Crew Management in Höhe von TEUR 4.474 erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 287 lagen um TEUR 3.292 unter dem Vorjahreswert, der geprägt war von dem Verkauf eines Aktienpaktes an der Lloyd Fonds AG sowie der erfolgswirksamen Ausbuchung einer Verbindlichkeit. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kurserträge von TEUR 124 enthalten. Die Aufwendungen für Roh- Hilf- und Betriebsstoffe haben sich um TEUR 51 auf TEUR 740 reduziert und betrifft ausschließlich Aufwendungen für Wareneingänge in Bezug auf technische Dienstleistungen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 4.700 werden dominiert von den Aufwendungen für das extern beauftragte Crewmanagement in Höhe von TEUR 4.474, was in dieser Form im Vorjahr nicht existent war. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 342 auf TEUR 3.392 im Vergleich zum Vorjahr reduziert, was auf die geringere Anzahl an Mitarbeitern (2021: 42; Vj.: 51) zurückzuführen ist. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 114 betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagevermögen (Vj.: TEUR 122). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 93 (Vj.: TEUR 57), Betriebskosten in Höhe von TEUR 937 (Vj.: TEUR 992) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 167 (Vj.: TEUR 185). Die Erträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.259 resultieren aus den langfristigen Beteiligungen an drei norwegischen Schiffsgesellschaften sowie an dem kommerziellen Manager One Bulk GmbH & Co. KG mit Büros in Hamburg und Singapur. Eine laufende Ertragssteuerbelastung mit Gewerbesteuer ergibt sich nicht, da Beteiligungserträge nicht der deutschen Gewerbesteuer unterliegen und Verlustvorträge bestehen. Der Konzernjahresüberschuss lag bei TEUR 2.638 und wurde vollständig den Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 21.940 und liegt somit TEUR 18.493 oberhalb des Vorjahreswerts. Der wesentliche Treiber sind die im Geschäftsjahr 2021 erstmalig erfassten Beteiligungen an den drei norwegischen Schiffsgesellschaften in Höhe von TEUR 15.055 sowie ein höherer Beteiligungsansatz (TEUR 525), an dem nach der Equity Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen OneBulk GmbH & Co. KG. In Summe ergeben sich Finanzanlagen von TEUR 15.705. Höhere Guthaben bei Kreditinstituten, die um TEUR 2.715 auf TEUR 4.957 gesteigert werden konnten, tragen ebenso zur höheren Bilanzsumme bei. Die Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 271 und beinhalten mit TEUR 3 den Umbau von Geschäftsräumen und mit TEUR 180 Technische Anlagen und Maschinen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 98 und resultieren in Höhe von TEUR 90 aus Steuerforderungen. Die Anschaffungskosten für diese im Geschäftsjahr 2021 getätigten Investitionen wurden durch Einzahlungen in die Rücklagekonten durch die Gesellschafter in Höhe von TEUR 16.006 finanziert. Zusammen mit dem Konzernjahresüberschuss und den Kommanditeinlagen ergibt sich ein Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 20.064. Diesem positiven Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 16.006 ist der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit gegenüberzustellen, der mit TEUR -12.300 negativ war und dominiert wird von den Anschaffungskosten der drei norwegischen Schiffsgesellschaften in Höhe von TEUR 12.246. Für das Geschäftsjahr 2021 beläuft sich der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf TEUR ./. 1.014. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.957. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Finanzmittelfonds um TEUR 2.714 gestiegen. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Durch die mit Einlagen der Gesellschafter finanzierten Beteiligungen an drei norwegischen Schiffsgesellschaften mit insgesamt zwölf Massengutschiffen hat sich die Vermögenslage der Reedereigruppe sehr stark positiv entwickelt. Aufgrund der Verbesserung des Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr sowie der Ausweitung des Finanzmittelfonds ist nach Einschätzung der Geschäftsführung die Entwicklung des Geschäftsverlauf als überaus zufriedenstellend einzustufen. III. Chancen- und Risikobericht Aufgrund der hohen Gewichtung der Beteiligungen an Schiffsgesellschaften im Anlagevermögen der Bilanz, besteht ein Risiko in Bezug auf Marktverwerfungen bezüglich der Charter- und An- und Verkaufsmärkte, also in Bezug auf die Einnahmesituation und den Werterhalt der Finanzanlagen. Konkret daraus ableitbar wären das Ausbleiben von Auszahlungen und Erträgen aus assoziierten Unternehmen oder gar der unplanmäßige Verkauf der Schiffe, was mit einer Reduzierung des Bereederungsentgelts verbunden wäre. Eine dauerhafte Krise in den Massengutmärkten würde eine außerplanmäßige Abschreibung der Finanzanlagen nach sich ziehen mit entsprechender negativer Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern. Die Wehr-Gruppe erachtet den Verkauf von Teilen der bereederten Flotte als wahrscheinlich, nicht allerdings aufgrund von einer finanziellen Schieflage, sondern aufgrund von Mitnahmeeffekten von Wertsteigerungen. Hiervon wird die Wehr-Gruppe in Höhe ihrer Beteiligungen (20%-25%) partizipieren. Ebenso sind nachlaufende Bereederungsentgelte und Kommissionserlöse vereinbart, die den Rückgang der Umsatzerlöse zeitlich verzögern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schiffsverkäufen aufgrund von Marktverwerfungen erachtet die Wehr-Gruppe als gering. Nicht unerheblich ist das Währungsrisiko für den Konzern in Bezug auf die Währungsrelationen EUR / USD, da die Einnahmen in USD erzielt werden und die Betriebskosten zu einem sehr hohen Teil in EUR anfallen. Die Absicherung dieses Risikos erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Devisentermingeschäfte. Die Volatilität der Währungsmärkte kann bei einem entsprechenden Verlauf das Betriebsergebnis positiv beeinflussen. Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und keine zugesagten, nicht genutzten Kreditlinien, so dass aus Bankschulden kein finanzielles Risiko besteht. Die Geschäftsführung des Konzerns verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Massengutschifffahrt und beobachtet den Markt kontinuierlich. Im Zusammenhang mit der hohen Bindung und Kompetenz der Mitarbeiter sowie der, durch flache Hierarchien bedingten, kurzen Kommunikationswege, ist es möglich etwaige marktbedingte Wettbewerbschancen schnell zu nutzen. Bei einem positiven Verlauf können alle Sachverhalte auch Chancen beinhalten. Gute Charter- und An- und Verkaufsmärkte stabilisieren die Einnahmen der Beteiligungen oder es können Marktopportunitäten genutzt werden indem Schiffe veräußert werden. Durch eine hohe Kundenzufriedenheit ist es vorstellbar, dass weitere Schiffe zur Bereederung in das Management des Konzerns verbracht werden. Weiterhin ist durch ein funktionierendes Netzwerk verbunden mit der guten Reputation der Marken "Wehr" und "Selmer" die Akquisition von neuen Kunden möglich. Generell existieren Controllinginstrumente zur Überwachung der genannten Risiken. Die Geschäftsführung ist daher in der Lage, zeitnah erforderliche Maßnahmen zur Risikominderung durchführen zu können und sich besser gegen finanzielle Risiken absichern zu können. So erfolgen zudem regelmäßige Liquiditätsplanungen zur weitestgehenden Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko. Insgesamt werden die Prozesse innerhalb der Reederei kontinuierlich überprüft und neuen Gegebenheiten entsprechend angepasst. Zudem werden die gestiegenen Umweltansprüche in den einzelnen Prozessen berücksichtigt. So liegen im Berichtsjahr die ISO-Zertifizierungen für die Oskar Wehr KG (GmbH & Co.), nach erfolgreich bestandenem Audit, in den Bereichen "Quality Management Systems" - ISO 9001:2015 und "Environmental Management Systems" - ISO 14001:2015 sowie seit 2018 eine DIN EN 1090 Ecx 2 für die Tochter TMH Technik- und Motorenservice Holm GmbH & Co. KG vor. IV. Prognosebericht Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung ist insbesondere im asiatischen Bereich noch vorhanden. Auch der Krieg in der Ukraine kann in der kommenden Zeit weiter Einfluss auf die Weltwirtschaft und auf die internationalen Schifffahrtsmärkte haben. Eine weitere Eskalation beider Themen sowie deren mögliche wirtschaftliche Auswirkungen ist in den folgenden Betrachtungen nicht berücksichtigt. Der Geschäftsplan zur Weiterentwicklung des Konzerns der Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG beruht auf projektbezogenem Wachstum. So werden kontinuierlich die Schifffahrts- und Finanzierungsmärkte beobachtet und nach etwaigen Opportunitäten analysiert. Durch die volatilen Märkte ist in der Regel das Zeitfenster für eine erfolgreiche Projektentwicklung kurz und daher ein aktives Netzwerk, über das die Reederei verfügt, von großer Bedeutung. Auf dieser Basis sollen die Investitionen in Schifffahrtsgesellschaften und damit einhergehend die Anzahl der zu bereedernden Schiffe stetig weiterentwickelt werden. Die hierfür benötigten finanziellen Mittel werden planmäßig durch die vorhandenen Eigenmittel finanziert. Marktabhängig ist davon auszugehen, dass drei bis fünf erfolgreich durchgeführte Projekte pro Geschäftsjahr als realistisch erachtet werden können. Für das Jahr 2022 werden Umsatzerlöse in Höhe von ca. TEUR 19.100 erwartet. Die Erträge aus assoziierten Unternehmen werden in einer Bandbreite von TEUR 9.000 und TEUR 9.500 erwartet. Für das Geschäftsjahr 2022 wird von einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 10.000 bis 11.000 ausgegangen. Weiterhin wird mit Auszahlungen aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 5.000 bis TEUR 5.500 gerechnet, was den Finanzmittelfonds stärken wird. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Finanzmittelfonds zum Ende 2022 in einer Bandbreite von TEUR 8.000 bis TEUR 10.000 befinden wird. Nachtragsbericht und Ausblick Die Aussichten für 2022 gehen weiterhin von einer starken Nachfrage durch einen verstärkten Welthandel und die Aufhebung von Handelsbeschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie aus. Die geopolitischen Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt werden die Marktdynamik weiter verändern, wobei mittelfristig mehr Tonnenmeilen wegen der Substitution russischer und ukrainischer Getreide-Exporte erwartet werden. Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2022 wurde durch die erfolgreiche Projektierung der Selmer Supra III AS (MS "Aegir Selmer") ein weiterer Supramax-Bulker im Zweitmarkt erworben, an dem die Wehr-Gruppe einen Anteil von 20% besitzt. Im September 2022 wurde aus dem zehn-Schiffs-Portfolio der Selmer Bulk AS das MS "Therese Selmer" verkauft. Durch die langjährige Erfahrung und nicht zuletzt durch die hohe Motivation der Mitarbeiter werden die konzernzugehörigen Unternehmen den Marktbedingungen weiterhin mit Qualität und einem hohen Maße an Engagement begegnen.
Hamburg, den 30. November 2022 Thomas Wehr, Geschäftsführer Thomas Klehr, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Wehr Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. November 2022 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Martina Heinsen, Wirtschaftsprüferin Dierk Hanfland, Wirtschaftsprüfer |
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