Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 728307
Eingetragen
22.12.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die ganzheitliche Beratung und Realisierung von System-Lösungen im Software-Bereich, sowie Vertrieb, Schulung und Entwicklung von EDV- und Organisations-Systemen, ferner alle mit den vorstehend genannten Tätigkeiten zusammenhängenden Geschäfte und Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Meudt
seit 26.7.2021
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Christof Rudolf Mayer
seit 22.12.2008
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Compart AG

Böblingen

Jahresabschluss zum 30.06.2020

Lagebericht Geschäftsjahr 2019/2020

Compart AG Böblingen Jahresabschluss zum 30.06.2020

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell

Compart entwickelt, vertreibt und implementiert Softwareprodukte und -lösungen im Bereich des Multi Channel Document Managements und Enterprise Content Managements ("ECM") mit dem Schwerpunkt auf das sogenannte Customer Communication Management ("CCM"). Die Produkte und Lösungen werden von Unternehmen mit einer großen Zahl an Kunden und einem hohen Maß an Kundenkommunikation wie z.B. Banken, Versicherungen, Telekommunikations- oder Versorgungsunternehmen sowie in zunehmendem Maße im öffentlichen Sektor eingesetzt. Das Produktangebot ist unter der Marke DocBridge zusammengefasst und enthält neben komplementierenden Angeboten wie z.B. DocBridge View zur Anzeige oder DocBridge Delta zur Qualitätssicherung von Dokumenten mit DocBridge Mill und DocBridge Pilot zwei etablierte Kern-Produkte und mit DocBridge Impress eine innovative Lösung zur Dokumentenerstellung:

- DocBridge Mill fasst mit mehreren Modulen alle technischen Funktionen zusammen, die für die Optimierung der stapel- oder transaktionsorientierten Abläufe im Output-Management benötigt werden. Im Wesentlichen sind dies die Konvertierung, Modifikation, Datenextraktion und Umorganisation von seitenfesten und variablen Dokumentformaten. DocBridge Mill ist das umsatzstärkste Produkt.

- DocBridge Pilot ist mit einer Vielzahl von eingangs- und ausgangskanalbezogenen Modulen eine umfassende Gesamtlösung, die als Drehscheibe für die komplette Kundenkommunikation in mittelgroßen bis sehr großen Unternehmen zum Einsatz kommt. Sie erlaubt typische Geschäftsdokumente aus einer Vielzahl von Quellen, wie z.B. zentrale ERP- oder CRM-Systemen, hostbasierenden Systemen, lokalen Arbeitsplätzen oder serviceorientierten Anwendungen in einem System zusammenzuführen und kanalgerecht auszugeben. Zu den Ausgangskanälen zählen unter anderem der traditionelle Druck, Archive, Portallösungen und stark zunehmend alle elektronischen Kanäle, wie E-Mail oder spezielle gesicherte Zustellverfahren, wie z.B. E-Postbrief oder De-Mail in Deutschland oder entsprechende Systeme in anderen Ländern. DocBridge Pilot ist mit ca. 120 Installationen das Produkt mit dem größten Wachstumspotenzial.

- DocBridge Impress ist eine universelle und skalierbare Lösung für die gleichberechtigte Erstellung von Dokumenten für seitenorientierten Druck, Web, mobile Endgeräte sowie E-Mail. Die Software, die alle physikalischen und digitalen Kanäle bedient, vereinigt die wichtigsten internationalen Standards für die Erstellung und Formatierung von Dokumenten unter einem Dach und ist durch ihren nicht proprietären Ansatz ausgesprochen zukunftsfähig. DocBridge Impress bedeutet einen Paradigmenwechsel im Dokumentendesign: Die Erstellung erfolgt unabhängig von einer bestimmten (vorgegebenen) Seitengröße. Das heißt: Alle mit DocBridge Impress generierten Dokumente sind per se omni-kanalfähig und allgemein zugänglich.

- DocBridge Gear, als neuste Erweiterung des Produkt-Portfolios, ist eine generische, cloud-fähige Workflow-Lösung, die sowohl transaktionale Abläufe im Bereich von Millisekunden, als auch umfassende Batch-Jobs mit Millionen von Dokumenten verarbeitet. Die Konfiguration erfolgt grafisch und unterstützt mit einem umfangreichen Satz an mitgelieferten Worklets die Definition von sowohl No-Code- als auch gescripteten Low-Code-Prozessen. DocBridge Gear optimiert datengetriebene Abläufe in der Domäne der Kundenkommunikation und Digitalisierung und bietet umfangreiche Funktionen zur Qualitäts- und Prozesssicherheit der Daten und Dokumente.

Compart ist mit mehr als 1800 Kunden und tausenden Installationen in über 50 Ländern tätig und unterhält zahlreiche Kundenbeziehungen zu weltweit operierenden Konzernen und Großunternehmen. Dementsprechend werden die Produkte der Compart AG für den weltweiten Einsatz entwickelt. Dies bezieht sich sowohl auf die Sprachversionen der Produkte als auch auf die Unterstützung von Dokumenten nichtlateinischer Sprachen wie z.B. Arabisch oder Chinesisch. Die geographischen Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen im Wesentlichen auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt. Der Exportanteil der Gesellschaft beträgt über 60% des Gesamtumsatzes.

b) Organisation und Standorte

Die Compart AG ist die Muttergesellschaft der Compart Gruppe. Die Leitung der Compart AG erfolgt durch die Vorstände Harald Grumser (Vorsitzender; CEO), Dr. Wolfgang Köstler (CFO) und Christof Mayer (stellvertretender Vorsitzender; CTO). Die Kontrolle und Beratung der Vorstände erfolgt durch den Aufsichtsrat, dem Reinhard Hamburger (Vorsitzender), Hans-Jürgen Berger (stellvertretender Vorsitzender) sowie Dr. Rene-Alexander Hirth angehören.

Am Hauptsitz der Gesellschaft in Böblingen sind die zentrale Produktentwicklung, das Produktmanagement, der Kundensupport sowie die zentrale Verwaltung angesiedelt.

Die Compart AG vertreibt ihre Produkte und Lösungen über ihre 100-prozentigen Tochterunternehmen Compart Deutschland GmbH, Böblingen, Compart North America Inc., New Milford, CT (Vereinigte Staaten), Compart Iberia S.L., Madrid (Spanien), und Compart France SAS, Lyon (Frankreich). Die Tochtergesellschaften vermarkten die Compart Produkte und Lösungen sowohl im eigenen Direktvertrieb als auch über verschiedene nationale und internationale Vertriebspartner.

Seit 01.07.2011 besteht zwischen der Compart AG und der Compart Deutschland GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

c) Mitarbeiterzahlen

Entsprechend den Planungen der Gesellschaft ist die Zahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter der Compart AG mit 107 Arbeitnehmern gegenüber dem Vorjahr mit 108 Arbeitnehmern nahezu gleichgeblieben.

d) Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Entwicklung neuer Software erfolgt stets anhand von Kunden- und Markterfordernissen. Die Entwicklungsleistungen werden überwiegend von der Compart AG und in geringem Umfang von den Tochtergesellschaften im Auftrag der Compart AG erbracht.

Die Innovationskraft und der Kundenfokus spiegeln sich auch in der Mitarbeiterstruktur der Compart AG wider, die zu über 50% aus Mitarbeitern im Bereich Forschung, Entwicklung und Support besteht.

Die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt gemäß § 248 Abs. 2 HGB.

Softwareentwicklungsleistungen wurden in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.278) aktiviert. Davon entfielen auf Entwicklungsleistungen des eigenen Personals T€ 829 (Vorjahr: T€ 1.010).

Die Aktivierung der Entwicklungsleistungen erfolgt ab dem Zeitpunkt der technischen Verfügbarkeit der Softwareupdates für die Kunden. Die Entwicklungsleistungen werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Mit einem Umsatzkostenanteil von deutlich über 30 % (zur Vergleichbarkeit auf den Gruppenumsatz bezogen), und damit weit über dem Branchenschnitt liegend, zeigt Compart als Technologieunternehmen seinen Fokus auf Innovation und die Bedienung digitaler Anforderungen. Im Berichtszeitraum ist entsprechend eine über mehrere Jahre angelegte Transition auf eine komponentenbasierte Architektur durch Refactoring der bestehenden Code-Basis in die Abschlussphase getreten.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2019/2020 war zunächst durch ein insgesamt positives wirtschaftliches Umfeld geprägt. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres haben jedoch die einsetzende COVID-19-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu einem drastischen Rückgang der Wirtschaftsaktivitäten geführt. Im IT-Markt herrschte zu Beginn des Geschäftsjahres überwiegend Optimismus, den Erfolgskurs der Digitalisierung fortzusetzen. Die COVID-19 Pandemie führte jedoch bald zu Ausgabenkürzungen und zur Umlenkung von geplanten Investitionen in IT-Infrastruktur und Hardware in Videokonferenzlösungen, virtuelle Arbeitsumgebungen und den Fernzugriff auf Support aus dem Homeoffice, was die Auswirkungen des COVID-19-Krise auf den IT-Markt insgesamt milderte.

Innerhalb des IT-Marktes wächst der Markt für Document Management-Lösungen überdurchschnittlich und ist seit Jahren durch die zunehmende Digitalisierung, d.h. die Umstellung von traditionellem physikalischem Versand auf elektronische Distributions- und Kommunikationskanäle geprägt. Damit wachsen die Anforderungen in den Unternehmen, alte Kernanwendungen auf die neuen Kanäle umzustellen und die Versandoptimierung über ein zentrales System zu steuern. Das Compart Produktportfolio adressiert genau diese Anforderungen.

Compart steht international in der Document Management-Branche für herausragendes technologisches Know-how, stabile, modulare sowie plattformübergreifende Produkte und Lösungen und eine stark ausgeprägte Kundenorientierung. Der faire, langfristig orientierte und partnerschaftliche Umgang mit den Kunden, Partnern und Mitarbeitern gehört zur Unternehmensphilosophie der inhabergeführten Gesellschaft.

Da sich bislang noch keine einheitliche Definition und Abgrenzung des Marktes für ECM und CCM gebildet hat, liegen die weltweiten Umsatzangaben für Software und Services der etablierten Analysten mit ca. 1 Milliarde bis 5 Milliarden Euro weit auseinander. Durch eine Neudefinition des CCM-Marktes mit der Aufnahme von CRM- und ERP-Systemen und dem Eintritt Comparts in diesen Markt durch die neuen Produkte DocBridge Impress und Gear, hat sich das potenzielle Marktvolumen mehr als verdoppelt. Eine Sättigung des Marktes ist auch in den folgenden Jahren nicht zu erwarten.

Durch nachhaltig hohe Investitionen in die Produktentwicklung steht Compart technologisch in einer überdurchschnittlich guten Position, die durch den aktuellen Ausbau des Produktportfolios, den Wandel von einem reinen Technologieunternehmen zu einem Lösungsanbieter und die zunehmende Internationalisierung eine überaus positive Prognose für die zukünftigen Geschäftsjahre zulässt.

b) Geschäftsverlauf

In einem durch die COVID-19-Pandemie geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld verzeichnete die Compart AG eine stabile Geschäftstätigkeit und konnte ihre Kundenbasis weiter ausbauen und dadurch ihre Marktposition stärken. Innerhalb der Compart Gruppe entwickelte sich die nordamerikanische Tochtergesellschaft besonders erfreulich und trug so zu dem weitgehend stabilen Geschäftsverlauf der Compart AG und der Compart Gruppe bei. Der konsolidierte Umsatz der Compart Gruppe lag bei € 18,02 Mio.

c) Ertragslage

Der Umsatz der Compart AG belief sich im zurückliegenden Geschäftsjahr auf € 11,70 Mio. (Vorjahr: € 12,18 Mio.) und die Gesamtleistung auf € 12,87 Mio. (Vorjahr: € 13,46 Mio.). Innerhalb der Umsatzarten verzeichneten die besonders nachhaltigen Erlöse im Software-Wartungs- und Software-Subscription-Geschäfts erfreuliche Zuwachsraten. Die teilweise Verlagerung von einmaligen Software-Lizenzverkäufen zu jährlich widerkehrenden Subscription-Umsätzen war u.a. ein Grund, weshalb der Gesamtumsatz im Berichtsjahr hinter dem Vorjahr zurückblieb.

Die geringere Gesamtleistung führte in Verbindung mit Kostensenkungen und einem Ertrag aus der Veräußerung einer Beteiligung zu einer Erhöhung des Jahresüberschusses um 5,1% von € 1,03 Mio. auf € 1,08 Mio. Im Rahmen der Gesamtkosten verringerten sich die Materialaufwendungen für bezogene Leistungen von € 0,68 Mio. auf € 0,46 Mio. Die Personalaufwendungen erhöhten sich dagegen leicht von € 7,95 Mio. auf € 7,99 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von € 2,20 Mio. auf € 2,13 Mio.

Die übergeordnete Steuerungsgröße für die Compart AG und die gesamte Compart Gruppe ist das EBIT (Earnings before interest and taxes). Das EBIT ist das operative Ergebnis vor Erträgen aus Beteiligungen oder Gewinnabführungsverträgen, sowie vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Steigerung des EBITs der Compart AG von € 1,27 Mio. auf € 1,33 Mio. beinhaltet den Erlös aus der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung und verdeutlicht die stabile Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2019/2020. Auch alle Tochtergesellschaften verzeichneten ein positives EBIT.

d) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag von € 12,76 Mio. auf € 12,15 Mio. reduziert. Das konsequente Forderungsmanagement führte zu einer Verringerung der Forderungen von € 3,86 Mio. auf € 3,13 Mio. und in Verbindung mit dem positiven Jahresergebnis zu einem Anstieg der liquiden Mittel von € 4,62 Mio. auf € 5,05 Mio. Der operative Cashflow lag mit € 2,4 Mio. nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von € 2,6 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich von € -1,4 Mio. auf € -0,9 Mio. Dagegen stieg der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Folge der Dividendenerhöhung von € 1,0 Mio. auf € 1,1 Mio.

Laut Ergebnisverwendungsbeschluss vom 23.10.2019 wurden T€ 800 an die Aktionäre ausgeschüttet. Nach Dividendenausschüttung lag das Eigenkapital bei € 4,13 Mio. (Vorjahr inkl. Mezzanine-Kapital: € 3,88 Mio.). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Geschäftsjahresende von 30,4% auf 34,0%. Die Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von € 2,28 Mio. auf € 1,46 Mio. Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber eigenen Mitarbeitern für variable Gehaltsbestandteile aufgrund nicht vollständig erreichter Unternehmensziele, sowie geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen, die sich in Folge der planmäßigen Tilgung von Darlehen um € 0,25 Mio. auf nunmehr € 0,80 Mio. reduzierten. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Entgelte aus Wartungs- und Subscription-Verträgen. Sie bewegen sich mit € 4,59 Mio. (Vorjahr € 4,97 Mio.) weiterhin auf einem hohen Niveau.

Das langfristige Kapital besteht neben dem Eigenkapital aus langfristigen Darlehen mit verbleibenden Laufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren. Lieferantenverbindlichkeiten werden im Wesentlichen aus kurzfristig verfügbaren liquiden Mitteln bedient. Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist konservativ angelegt.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betreffen zum weit überwiegenden Teil Investitionen in die Softwareproduktentwicklung und damit in das nachhaltige Wachstum der Compart AG und ihrer Tochtergesellschaften.

Die Zunahme des Subscription- und Wartungsgeschäftes stärkt den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit. Besonders diese wiederkehrenden Umsätze tragen zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Cashflows und der Finanzlage bei, da diese Umsätze in der Regel jährlich im Voraus in Rechnung gestellt und vereinnahmt werden. Der Anstieg der besonders margenstarken Subscription- und Wartungserlöse erhöht die Nachhaltigkeit und Profitabilität der Umsätze und reduziert die Abhängigkeit vom Lizenzneugeschäft. Neben dem Wachstum des Subscription- und Wartungsgeschäftes trug vor allem das positive Jahresergebnis zu einer Erhöhung des Finanzmittelbestandes von € 4,6 Mio. auf € 5,0 Mio. bei. Die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien belaufen sich zum Bilanzstichtag auf rund € 1,3 Mio.

Die Compart AG weist damit zum 30.06.2020 eine äußerst solide Bilanzstruktur auf. Die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung bildet eine solide Basis für die Unternehmensentwicklung und verschafft der Gesellschaft die finanzielle Unabhängigkeit, um auch zukünftig Investitions- und Wachstumschancen flexibel wahrnehmen zu können.

3. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

Die Compart AG ist als eines der kundenorientiertesten und innovationsführenden Unternehmen im Bereich des Document-Managements bekannt. Das vorhandene Know-how zur Lösung komplexer Kundenanforderungen führt zu einem steigenden Projektgeschäft. Diese Projekte generieren ein weitaus höheres Umsatzvolumen pro Kunde als ein klassischer Verkaufsvorgang.

Der hohe Anteil an wiederkehrenden Umsätzen aus dem Wartungs- und Subscription-Geschäft erlaubt es, die Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf einem hohen Niveau weiter auszubauen. Damit steigen auch die Möglichkeiten, weiterhin durch neue Produkte Standards im Markt zu setzen und nachhaltige Erlöse zu generieren.

Die hohen Investitionen in die Produktweiterentwicklung werden durch systematische Marktbeobachtungen und -analysen sowie einen weiteren Ausbau des Produktmanagements abgesichert und in einem Dreijahresplan fortgeschrieben. Mit der Adressierung der IT-Trends Sozial, Mobil, Cloud und Daten in der Produktentwicklung wird das Geschäft als Gesamtlösungsanbieter weiter gestärkt.

Das Marktpotential der Compart Produkte ist noch nicht ausgeschöpft. Besonders hohe wirtschaftliche Chancen bestehen in der stärkeren Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten, durch den weiteren Ausbau der eigenen Vertriebsorganisation und der verstärkten Zusammenarbeit mit OEM-, Integrations- und Vertriebspartnern. Diese Strategie wird in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin konsequent umgesetzt.

b) Risiken

Die Compart AG erwirtschaftet den überwiegenden Teil des Gesamtumsatzes in Westeuropa und Nordamerika, zunehmend auch in Lateinamerika. Eine Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen in den Hauptzielmärkten könnte die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen. Compart begegnet diesem Risiko durch ein zentrales Vertriebsinformationssystem, mit dem Auftragsanbahnung, vom ersten Kundenkontakt bis zum Auftragseingang verfolgt, analysiert und ausgewertet werden, um frühzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung von Risiken einleiten zu können.

Der hohe und steigende Bestand an Wartungs- und Subscription-Verträgen erfordert ein besonderes Augenmerk in Bezug auf die Pflege des Kundenstamms und die Kundenbindung sowie eine kontinuierliche Beobachtung der Vertragslaufzeiten. Compart hat hierfür entsprechende organisatorische Maßnahmen getroffen und betreibt besondere Programme zur Kundenbindung und Kundenstammpflege. Die sehr hohen Erneuerungsraten der Wartungsund Subscription-Verträge über Jahre hinweg zeigen keine Indikatoren für ein gestiegenes Risiko.

Das traditionelle Geschäft der Datenstrom-Konvertierung verliert an Bedeutung. Dieser Entwicklung wird durch einen zunehmenden Ausbau von lösungsorientierten Systemen wie DocBridge Pilot, Impress und Gear begegnet. Die Zunahme des Lösungsgeschäftes erfordert auch in den nächsten Jahren nennenswerte Entwicklungsinvestitionen.

Zu den Kunden von Compart zählen nahezu ausschließlich zahlungskräftige renommierte Unternehmen. Dennoch können Ausfallrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken wird vor Neukundenabschlüssen grundsätzlich eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht. Aufgrund des großen Kundenstamms und der hohen Zahl an Neukunden besteht keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken.

Compart überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie erwarteter Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Aufgrund des zu erwartenden anhaltend positiven Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit ist auch für die kommenden Geschäftsjahre mit einer hohen Liquidität zu rechnen.

Zur Vermeidung von Risiken aus der Anlage flüssiger Mittel wird die Liquidität zentral überwacht und zur Streuung der Risiken auf verschiedene renommierte Kreditinstitute verteilt. Dem Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze wird durch die Anlage liquider Mittel in ausschließlich kurzfristig verfügbare Einlagen begegnet. Zur Vermeidung von Zinsänderungsrisiken auf der Passivseite wird die Verzinsung von Darlehen langfristig festgeschrieben. Als international tätiges Unternehmen ist die Compart AG in unterschiedlichen Währungsräumen tätig und damit Wechselkursänderungen ausgesetzt. Währungsrisiken betreffen bei Compart insbesondere das Verhältnis des Euro zum US-Dollar. Zur Vermeidung von Währungsrisiken werden diese zentral überwacht und disponiert. Liquiditätsüberschüsse in Fremdwährungen werden unmittelbar auf Euro-Konten der Gesellschaft transferiert.

Die COVID-19-Pandemie entwickelt sich rasant und die daraus resultierenden Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten variieren von Region zu Region und sind schwer vorherzusagen. Der Vorstand überwacht die unterschiedlichen Auswirkungen von COVID-19 sorgfältig und ergreift angemessene Maßnahmen, um die Folgen der COVID-19 Pandemie für Compart einzudämmen, wobei der Schwerpunkt auf der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Geschäftskontinuität liegt.

Konkrete, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken oder Belastungen sind derzeit nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Neben dem Ausbau des Produktportfolios werden besondere Wachstumspotenziale in der stärkeren Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten gesehen. Compart plant daher weiterhin in den Vertrieb der Tochtergesellschaften zu investieren und in den Vertriebsgesellschaften im Ausland deutlich stärker zu wachsen, als in dem etablierten deutschen Markt bzw. der Compart AG. Die Geschäftsentwicklung der Compart AG blieb im Geschäftsjahr 2019/2020 hinter den positiven Wachstumserwartungen zurück. Vor dem Hintergrund der anhaltenden COVID-19- Pandemie und einem entsprechend vorsichtigen Planungsansatz erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020/2021 für die Compart AG einen geringen Umsatz und EBIT-Rückgang und für die gesamte Compart Gruppe ein leichtes Umsatzwachstum und eine prozentual zweistellige Steigerung des EBITs gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020.

 

Im Oktober 2020

Der Vorstand

Bilanz zum 30.06.2020

AKTIVA

30.06.2020
30.06.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.378.942,50 3.562.115,50
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte € 3.318.481,00 und Werte (Vorjahr: € 3.455.515,00)
II. Sachanlagen 224.227,50 296.563,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.035,00 70.928,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.192,50 225.635,00
III. Finanzanlagen 241.291,61 253.841,61
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 241.291,61 241.291,61
2. Beteiligungen 0,00 12.550,00
Summe Anlagevermögen 3.844.461,61 4.112.520,61
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.134.107,74 3.863.868,29
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 2.459.501,18 (Vorjahr: € 3.098.274,15)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.049.566,27 4.618.615,46
Summe Umlaufvermögen 8.183.674,01 8.483.483,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 117.637,33 165.361,85
Summe Aktiva 12.145.772,95 12.761.366,21

PASSIVA

30.06.2020
30.06.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.500,00 10.500,00
III. Bilanzgewinn 4.012.707,52 3.734.908,01
Summe Eigenkapital 4.128.207,52 3.850.408,01
B. Mezzanine-Kapital 0,00 25.000,00
C. Rückstellungen 1.024.850,00 655.700,00
D. Verbindlichkeiten 1.458.309,42 2.276.489,05
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 805.008,25 (Vorjahr: € 1.053.413,07
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 60.173,56)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.594.750,00 4.972.365,00
F. Passive latente Steuern 939.656,01 981.404,15
Summe Passiva 12.145.772,95 12.761.366,21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020

2019/2020 2018/2019
1. Rohergebnis. 12.975.227,17 13.008.895,17
- davon aus Währungsumrechnung: € 17.713,73 (Vorjahr: € 33.423,97)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 6.929.051,67 - 6.854.063,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für - 1.059.944,18 - 1.095.114,53
Altersvorsorge und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: € 14.027,21 (Vorjahr: € 13.633,37)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 1.521.061,88 - 1.591.181,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.130.405,65 - 2.200.065,97
- davon aus Währungsumrechnung: € 25.829,48 (Vorjahr: € -10.388,06)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 25.074,92
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 61.203,15 146.851,42
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 61.203,15 (Vorjahr: € 146.851,42)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.566,79 18.746,68
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 15.214,64 (Vorjahr: € 13.325,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 37.065,01 - 61.653,17
- davon aus Aufzinsung: € 0,00 (Vorjahr: € -10.569,49)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 300.669,21 - 372.403,54
- davon latente Steuern: € 41.748,14 (Vorjahr: € 21.206,74)
10. Ergebnis nach Steuern 1.077.799,51 1.025.085,95
11. Jahresüberschuss 1.077.799,51 1.025.085,95
12. Gewinnvortrag 2.934.908,01 2.709.822,06
13. Bilanzgewinn 4.012.707,52 3.734.908,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2019/2020

Compart AG, Böblingen

Handelsregister: Amtsgericht Stuttgart, HRB 728307

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des AktG aufgestellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Die Abschreibung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer. Diese beträgt aufgrund des Produktlebenszykluses 5 Jahre.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung der Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt pro rata temporis. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet und angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020 ist in Abschnitt E. dargestellt.

Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt T€ 829 (Vorjahr: T€ 1.010). Dieser fällt in voller Höhe auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände.

2. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgende Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

Nominalkapital Ergebnis des
in Landeswährung Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
T €
Geschäftsjahres
T €
Compart Deutschland GmbH, Böblingen 1) 2) 100 TEUR 100 100 0
Compart North America Inc., New Milford, CT (USA) 1) 25 TUSD 100 215 146
Compart Iberia S.L., Madrid (Spanien) 1) 25 TEUR 100 -417 -6
Compart France SAS, Lyon (Frankreich) 3) 106 TEUR 100 139 -4
1) Abschlussstichtag 30. Juni, Eigenkapital und Ergebnis der Gesellschaft zum 30.06.2020
2) Jahresergebnis ist Null aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages.
3) Abschlussstichtag 30 Juni, Eigenkapital und Ergebnis der Gesellschaft zum 30.06.2019

Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte zum jeweiligen Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Stand 30.06.2020
T €
Stand 30.06.2019
T €
mehr als 1 Jahr 30.06.2020
T €
mehr als 1 Jahr 30.06.2019
T €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 670 766 100 219
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.460 3.098 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 5 0 0 0
Summe 3.135 3.864 100 219

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.672 (Vorjahr: T€ 2.454).

4. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt T€ 105 und ist in 105.000 auf die Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt € 1,00 je Stückaktie.

5. Eigenkapital

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rücklagen zuzüglich des Jahresergebnisses sowie des Gewinnvortrags sind in Höhe von T€ 2.378 (Vorjahr: T€ 2.474) ausschüttungsgesperrt. Die Ausschüttungssperre resultiert aus der Aktivierung / Passivierung der folgenden Posten:

2019/2020
T €
2018/2019
T €
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 3.318 3.456
Passive latente Steuern -967 -1.007
Aktive latente Steuern 27 25
Summe 2.378 2.474
Der Bilanzgewinn ergibt sie wie folgt:
2019/2020
2018/2019
Bilanzgewinn 01.07. 3.734.908,01 3.209.822,06
Ausschüttung -800.000,00 -500.000,00
Jahresüberschuss 1.077.799,51 1.025.085,95
Bilanzgewinn 30.06. 4.012.707,52 3.734.908,01

6. Mezzanine-Kapital

Bei dem Darlehen handelt es sich um ein Nachrangdarlehen, welches für einen langfristigen Zeitraum, d.h. 8 Jahre, überlassen wird.

Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2019 / 2020 planmäßig vollständig getilgt.

7. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 805 enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr von T€ 299 (Vorjahr: T€ 352) und von mehr als einem Jahr T€ 506 (Vorjahr: T€ 701), sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre von T€ 0. Ein Darlehen in Höhe von T€ 200 ist durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Aktionäre gesichert. Ein weiteres Darlehen über T€ 1.500 ist durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Aktionäre, sowie Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben - analog zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht gesichert.

9. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

30.06.2020
T €
30.06.2019
T €
Verpflichtungen aus Miet-/Pacht- und Leasingverträgen fällig innerhalb eines Jahres 86 82

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sind die Erlöse aus dem Verkauf der Anteile an der Firma Contecon Software GmbH zum 27. November 2019 in Höhe von T€ 337 enthalten.

Darüberhinaus waren für das Berichtsjahr und das Vorjahr keine Pflichtangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen.

E. Entwicklung des Anlagevermögens

Siehe Anlage 1 zum Anhang.

F. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Jahresdrurchschnitt
2019/2020 2018/2019
Angestellte 107 108

2. Vorstände

Mitglieder des Vorstandes der Compart AG sind bzw. waren

Harald Grumser, Böblingen, Organisationsprogrammierer - Vorsitzender -

Christof Mayer, Böblingen, Informatiker - stellvertretender Vorsitzender -

Dr. Wolfgang Köstler, Aidlingen, Betriebswirt

3. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft sind

Reinhard Hamburger, Wildberg, Unternehmensberater - Vorsitzender -

Hans-Jürgen Berger, Calw, Unternehmensberater - stellvertretender Vorsitzender -

Dr. Rene-Alexander Hirth, Aichtal, Rechtsanwalt

4. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, vom Bilanzgewinn eine Ausschüttung über 1.000.650 Euro vorzunehmen und den Restbetrag vom Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Nachtragsbericht

Das neuartige Corona-Virus (SARS-CoV-2) hat sich mit rasanter Geschwindigkeit über die gesamte Welt ausgebreitet und wurde bereits von der Weltgesundheitsorganisation am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft. Die tatsächlchen wirtschaftlichen Folgen für die Weltwirtschaft durch die Ausbreitung des Virus sind bislang nicht absehbar. Aus heutiger Sicht erhöhen sich jedoch die wirtschaftlichen Risiken für das Geschäftsjahr 2020/2021. Das Unternehmen wird die möglichen Auswirkungen beobachten und die Jahresprognose gegebenenfalls anpassen.

Nach dem Bilanzstichtag 30.06.2020 sind keine weiteren Vorgänge mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.

 

Böblingen, den 27. Oktober 2020

Harald Grumser

Christof Mayer

Dr. Wolfgang Köstler

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs - bzw . Herstellungskosten
Stand 01.07.2019
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst erstellte Software 13.479.687,89 1.171.569,53 0,00 14.651.257,42
2. entgeltlich erworbene Lizenzen sowie Lizenzen an Rechten und Werten 1.635.076,86 40.275,07 0,00 1.675.351,93
15.114.764,75 1.211.844,60 0,00 16.326.609,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 290.282,82 11.601,05 0,00 301.883,87
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.119.788,15 42.782,73 7.459,99 1.155.110,89
1.410.070,97 54.383,78 7.459,99 1.456.994,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 241.291,61 0,00 0,00 241.291,61
2. Beteiligungen 12.550,00 0,00 12.550,00 0,00
253.841,61 0,00 12.550,00 241.291,61
Insgesamt 16.778.677,33 1.266.228,38 20.009,99 18.024.895,72
Abschreibungen
Stand 01.07.2019
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst erstellte Software 10.024.172,89 1.308.603,53 0,00 11.332.776,42
2. entgeltlich erworbene Lizenzen sowie Lizenzen an Rechten und Werten 1.528.476,36 86.414,07 0,00 1.614.890,43
11.552.649,25 1.395.017,60 0,00 12.947.666,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 219.354,32 21.494,55 0,00 240.848,87
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 894.153,15 104.549,73 6.784,49 991.918,39
1.113.507,47 126.044,28 6.784,49 1.232.767,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 12.666.156,72 1.521.061,88 6.784,49 14.180.434,11
Restbuchwerte
Stand 30.06.2020
Stand 30.06.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst erstellte Software 3.318.481,00 3.455.515,00
2. entgeltlich erworbene Lizenzen sowie Lizenzen an Rechten und Werten 60.461,50 106.600,50
3.378.942,50 3.562.115,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 61.035,00 70.928,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.192,50 225.635,00
224.227,50 296.563,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 241.291,61 241.291,61
2. Beteiligungen 0,00 12.550,00
241.291,61 253.841,61
Insgesamt 3.844.461,61 4.112.520,61

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Copmart AG, Böblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Compart AG, Böblingen - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Compart AG, Böblingen, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 27. Oktober 2020

PKF WULF & PARTNER
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Compart AG hat im Geschäftsjahr 2019/20 in vier ordentlichen Sitzungen getagt.

Das Gremium, das durch den Vorstand innerhalb und außerhalb von Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuellen Entwicklungen informiert wurde, hat sich neben der Geschäftsentwicklung regelmäßig mit der Planung und vor allem mit den Planabweichungen und deren Konsequenzen beschäftigt sowie damit, was für zukünftige Planungen daraus gelernt und abgeleitet werden kann.

In seiner Sitzung im Oktober 2019 behandelte der Aufsichtsrat den vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss sowie den Lagebericht für die Compart AG und den Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2018/19. Er hat diese Unterlagen eingehend behandelt und im Beisein des Vorstands erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an, stellte fest, dass Einwendungen nicht zu erheben waren und billigte den vom Vorstand aufgestellten Abschluss und den Lagebericht.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019/20 mit diversen Sonderthemen befasst. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der organisatorischen und vor allem der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der Tochtergesellschaften, den Auftragsanbahnungen sowie der Berichterstattung und Auswertung der in Anbahnung befindlichen Aufträge, den Chancen und Risiken des Produktportfolios und der zukünftigen Marktentwicklung.

Auf dieser Basis hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft überzeugt.

lm Geschäftsjahr 2019/20 haben sich innerhalb des Vorstands keine personellen Veränderungen ergeben.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht der Compart AG für das Geschäftsjahr 2019/20 wurden von PKF Wulf & Partner Wirtschaftsprüfung und Beratung Löffelstraße 44, 70597 Stuttgart geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Mit diesen Unterlagen hat sich der Aufsichtsrat beschäftigt und sich vom CFO der Compart AG über den Verlauf der Prüfung und deren wesentlichen Ergebnisse berichten lassen.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses 2019/20 keinerlei Einwendungen zu erheben und schließt sich den Prüfungsergebnissen der PKF Wulf & Partner zustimmend an. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Compart AG gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und sich diesem angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Compart und dem Vorstand für ihren erfolgreichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Böblingen, 04. November 2020

Für den Aufsichtsrat

der Vorsitzende

Reinhard Hamburger

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die ordentliche Hauptversammlung der Cornpart AG, Böblingen, vom 04.11.2020 hat folgenden Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2019/2020 gefasst:

1) Vom Bilanzgewinn zum 30.06.2020 in Höhe von € 4.012.707,52 wir ein Betrag von € 1.000.650 an die Aktionäre ausgeschüttet.

2) Der verbleibende Betrag von € 3.012.057,52 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Böblingen, den 04. November 2020

Angabe zur Billigung nach § 382 Abs. 1 HGB

Der Jahresabschluss der Compart AG, Böblingen, zum 30.06.2020 wurde am 04.11.2020 durch den Aufsichtsrat gebilligt.

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