Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 180722
Vorher
Giga-Hosting GmbH
Eingetragen
9.8.2009
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenBereitstellung von DatenverarbeitungsdienstenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen im Internetbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Wolfram
seit 24.7.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Constellation MidCo S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Contabo Group GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Contabo GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Contabo GmbH, München

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die Contabo GmbH, München, (im Folgenden kurz: "Contabo" oder "Unternehmen") ist einer der führenden SME-Cloud-Anbieter, der professionelle Cloud-Infrastruktur-Lösungen für unterschiedlichste Anwendungsfälle und Workloads bereitstellt. Contabo bedient verschiedenste Kundengruppen, darunter kleine und mittelständische Unternehmen, Prosumer sowie Entwickler.

Das Wertversprechen von Contabo beinhaltet eine zuverlässige Infrastruktur, die zu einem marktführenden Preis-Leistungs-Verhältnis in leicht verständlichen Angeboten mit einem ausgezeichneten Kundenservice angeboten wird. Contabo operiert über das digitale Geschäftsmodell weltweit, mit Kernmärkten in Europa, Asien und Ozeanien sowie Amerika und baut dabei ständig die Marktposition im In- und Ausland aus.

Contabo betreibt die Cloud-Infrastruktur-Plattform zur Bereitstellung seiner Dienstleistungen in Rechenzentren an den Standorten München und Nürnberg sowie weiteren Standorten externer und gruppeninterner Rechenzentrumsbetreiber in Düsseldorf, Köln und Wuppertal, Portsmouth, St. Louis, New York und Seattle sowie Sydney, Tokyo und Singapur.

Zur Produktpalette zählt dabei insbesondere Cloud-Computing in grundsätzlich zwei unterschiedlichen Ausprägungen - virtuell und dediziert.

Mit seinem Cloud VPS-Produkt (Cloud Virtual Private Server) bietet Contabo Rootserver-Leistungen an. Kunden können dabei frei zwischen verschiedenen VPS-Modellen mit unterschiedlicher Leistungsstärke und Speicherart wählen. Neben herkömmlichem Speicher auf reiner SSD-Basis, stattet Contabo seine high-performance Cloud-VPS Serie auch mit leistungsstarken NVMe-Speichern aus, die noch höhere Geschwindigkeit versprechen. In allen Fällen stellt Contabo virtualisierte Serversysteme mit vollständigem Root-Zugriff bis auf Betriebssystemebene und eine breite Auswahl an Linux- und Windows-Betriebssystemen zur Verfügung.

Mit Cloud VDS (Cloud Virtual Dedicated Server) stellt Contabo leistungsstarke Instanzen bereit, die eine perfekte Kombination aus dedizierten physikalischen CPU-Kernen und einer schnellen Bereitstellung sind. Cloud VDS bilden aus Produktsicht das Bindeglied zwischen Cloud VPS und dem Bare-Metal-Cloud Angebot von Contabo.

In der Bare-Metal-Cloud setzt Contabo auf stabile und leistungsstarke Server-Hardware, die jedem Kunden dediziert zur Verfügung gestellt wird. Kunden können Bare-Metal-Cloud Server mit unterschiedlichen Leistungswerten, wahlweise mit Linux oder Windows, in Anspruch nehmen und erhalten damit exklusiven Zugriff über das Internet auf die ausgewählte Serverhardware. Mittels des Produktkonfigurators ist es jedem Kunden bereits während des Bestellvorgangs möglich, den gewünschten Server mit zusätzlicher Hard- oder Software sowie weiteren Optionen - beispielsweise mit zusätzlichen IP-Adressen oder einer noch höher dimensionierten Internetanbindung - individuell auszustatten.

Sitz und Standorte

Der Firmensitz der Contabo GmbH ist in München. Rechenzentren nebst Büroräumen befinden sich an den Standorten in München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Wuppertal. Weltweit werden weitere Standorte von Konzerngesellschaften betrieben.

Forschung und Entwicklung

Die Branche unterliegt naturgemäß einem schnellen, technologischen Wandel. Contabo investiert deshalb in die Neu- und Weiterentwicklung von Dienstleistungen sowohl im Software- als auch im Infrastruktur-Bereich. Mit einem vom Chief-Technology-Officer (CTO) geführten und wachsenden Entwicklungsteam konzentriert sich Contabo auf die Veröffentlichung von fokussierten Funktionserweiterungen und Zusatzprodukten, um sowohl neue Kundengruppen zu erschließen als auch bestehende Kunden noch besser bedienen zu können. Der aktuelle Produktentwicklungsfahrplan sieht unter anderem die Bereitstellung von Backup-as-a-Service für virtualisierte Umgebungen vor.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft wächst weltweit im Berichtsjahr sehr langsam und dies einhergehend mit einer sinkenden Inflationsrate auf hohem Niveau. Insgesamt liegt das Wachstum der Weltwirtschaft mit 3,0% im Jahr 2023 um 0,5% niedriger als im Jahr zuvor (Vorjahr: ca. 3,5%). Die globale Inflation wird voraussichtlich bei 6,9% liegen und damit unter dem Mehrjahreshoch von 2022. Für die Kernmärkte der Contabo ist die Entwicklung analog zur gesamten Weltwirtschaft. Die Wachstumsrate für die Eurozone ist mit 0,7% im Vergleich zum Vorjahr mit 3,3% deutlich rückläufig. Die wichtigsten Volkswirtschaften in Europa verzeichnen allesamt deutlich geringere Wachstumsraten: Deutschland -0,5% (Vorjahr: 1,8%), Frankreich 1,0% (Vorjahr: 2,5%) und Italien 0,7% (Vorjahr: 3,7%) sowie Spanien 2,5% (Vorjahr: 5,8%). Die Wachstumsrate der US-Wirtschaft ist mit 2,1% voraussichtlich gleich geblieben zum Wert des Vorjahres. Auch in den meisten wichtigsten Schwellen- und Entwicklungsländern liegen die Wachstumsraten unter dem Niveau des Jahres 2022; über alle Länder bei 4,0% (Vorjahr: 4,1%).

Die Arbeitslosenquote liegt trotz der schwächeren Wachstumsraten auf einem geringen Niveau. Deutschland verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 3,3% (Vorjahr: 3,1%). In Europa beträgt die Arbeitslosenquote 6,6% (Vorjahr: 6,7%) und in den USA 3,6% (Vorjahr: 3,6%).[1]

Cloud Computing ist unverzichtbar geworden und mittlerweile bestimmen die Cloud-Modelle nicht mehr die Geschäftsergebnisse, sondern die Geschäftsergebnisse bestimmen das Cloud-Modell. Der globale Markt für Infrastructure as a Service (IaaS) ist von 2022 auf 2023 um insgesamt ca. 19,6% von Mrd. USD 120,3 auf Mrd. USD 143,9 angestiegen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die weltweiten Endnutzerausgaben für öffentliche Cloud-Dienste um 17,8% auf Mrd. USD 563,6 im Jahr 2023 steigen, gegenüber Mrd. USD 478,3 im Jahr 2022.[2]

Der Umsatz der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) wird im Jahr 2023 voraussichtlich moderat um 2,0% (Vorjahr: 6,8%) auf Mrd. EUR 215,0 (Vorjahr: Mrd. EUR 210,7) steigen. Die Zahl der Arbeitsplätze wird voraussichtlich um 28.000 Beschäftigte zunehmen, so dass insgesamt 1,33 Millionen Beschäftigte im ITK-Sektor arbeiten werden. Die Informationstechnologie verzeichnete einen Zuwachs von rund 2,2% gegenüber dem Vorjahr und ist mit einem erwarteten Umsatz von Mrd. EUR 142,9 (Vorjahr: Mrd. EUR 139,8) weiterhin das größte Segment der Branche. Darüber hinaus dominiert die Telekommunikation mit einem erwarteten Umsatz von Mrd. EUR 72,1 (Vorjahr: Mrd. EUR 70,9) die Branche. Der Markt für Unterhaltungselektronik schrumpft weiter um 2,1% auf Mrd. EUR 8,1 (Vorjahr: Mrd. EUR 8,3).[3]

Für Contabo ist die Informationstechnologie, die auch Hosting-Dienste umfasst, der wichtigste ITK-Markt.

Der Hosting-Markt ist nach wie vor fragmentiert, obwohl in den letzten Jahren Konsolidierungsprozesse zu beobachten waren. Innerhalb des Hosting-Marktes positioniert sich Contabo als Anbieter von Advanced Virtual Private Server-Lösungen. Contabo ist derzeit einer der kleineren, aber schnell wachsenden Anbieter auf dem Markt. Mit ihren Hosting-Diensten ist Contabo in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Im europäischen Ausland ist Contabo mit seinen Hosting-Angeboten von Deutschland aus in allen wichtigen Märkten aktiv. Dazu gehören neben dem Heimatmarkt Deutschland vor allem die großen europäischen Volkswirtschaften. Neben Europa sind auch Amerika, Asien und Ozeanien wichtige Zielmärkte.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Unternehmens konnte auch im Jahr 2023 deutlich gesteigert werden und beläuft sich auf TEUR 84.511 (Vorjahr: TEUR 71.888). Maßgeblich für den Anstieg des Umsatzes ist der Kundenzuwachs und damit einhergehend die Kapazitätsausweitung in Form von einer steigenden Anzahl an Servern. Das adjusted EBITDA[4] beträgt im Geschäftsjahr TEUR 41.286 (Vorjahr: TEUR 37.823), was einem Anstieg von rund 9,2% entspricht. Sowohl die Umsatzentwicklung als auch das adjusted EBITDA verliefen aus Sicht der Geschäftsführung positiv.

Zusätzlich hat Contabo die Internationalisierung durch einen weiteren Rechenzentrumsstandort in Japan, betrieben durch eine Konzerngesellschaft, weiter vorangetrieben.

Den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres 2023 beurteilt die Geschäftsführung als positiv.

Lage

Ertragslage

Der Umsatz des Unternehmens beträgt TEUR 84.511 (Vorjahr: TEUR 71.888). Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,6%. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der steigenden Anzahl an Kunden, für die das Unternehmen eine ebenfalls steigende Anzahl an Servern betreibt.

Die Grundvertragslaufzeit beträgt bei Cloud VPS/VDS und Bare-Metal-Cloud Servern zwischen einem und zwölf Monaten. Der Kunde entscheidet dabei selbstständig, für welches Vertragsmodell er sich entscheidet. Der monatliche Preis variiert dabei in Abhängigkeit der gewählten Serverkonfiguration.

Der Anteil des Umsatzes im Ausland am Gesamtumsatz betrug 90,7% (Vorjahr: 90,1%). Das Kundenspektrum des Unternehmens ist damit geographisch breit gefächert. Contabo fakturiert neben der Hauptwährung EUR in Fremdwährungen wie GBP und USD und ist bedingt durch Wechselkursschwankungen einem leichten Effekt im abgelaufenen Geschäftsjahr unterlegen.

Der Materialaufwand beträgt TEUR 27.910 (Vorjahr: TEUR 22.277). Er ergibt sich aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen. Diese betreffen insbesondere unterschiedliche Fremdleistungen, wie unter anderem Strom, sowie Lizenz- und Domaingebühren. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Prozent der Umsatzerlöse) beträgt 33,0% (Vorjahr: 31,0%). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, was vorrangig auf gestiegene Energiekosten in den eigen- und fremdbetriebenen Rechenzentren zurückzuführen ist. Zusätzlich sind die Weiterbelastungen der ausländischen Konzerngesellschaften in Folge der zunehmenden Internationalisierung angestiegen.

Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr TEUR 4.678 (Vorjahr: TEUR 4.385). Ursächlich für den Anstieg ist ein Aufbau der Belegschaft in den Bereichen Technik und Kundenservice, um den gestiegenen Anforderungen durch das Unternehmenswachstum gerecht zu werden. Die Personalaufwandsquote entwickelte sich im Berichtsjahr erneut rückläufig, was vorrangig an der Verlagerung von Funktionen in die Management-Holding begründet ist. Diese Kosten werden ihrerseits über die Umlagen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Abschreibungen betragen im Berichtsjahr TEUR 9.188 (Vorjahr: TEUR 8.927). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind dabei leicht rückläufig (-TEUR 391) was in der stärkeren Nutzung von internationalen, konzerninternen Rechenzentren begründet ist. Im Geschäftsjahr wurde ferner eine Abschreibung auf Beteiligung einer im Jahr 2023 gegründeten Gesellschaft in Höhe von TEUR 652 erfasst. Darüber hinaus kam es im Berichtsjahr zu keinen außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 14.752 (Vorjahr: TEUR 11.480). Der Anstieg resultiert vornehmlich aus gestiegenen Konzernumlagen für Management, übergreifende administrative Bereiche und der Inanspruchnahme von internen Dienstleistungen (+TEUR 1.859), Aufwendungen für den konzerninternen Verkauf von Hardware (+TEUR 379) sowie erhöhten Transaktionsgebühren (+TEUR 377), die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Umsatzentwicklung stehen.

Aufgrund des mit der Contabo Group GmbH, München, geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages fallen bei der Gesellschaft keine Steuern an. Der Gewinn des Geschäftsjahres wurde von der Contabo Group GmbH übernommen. Die im Geschäftsjahr erfassten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stehen im Zusammenhang mit der vororganschaftlichen Zeit.

Contabo erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 31.137 (Vorjahr: TEUR 28.700).

Die für die Unternehmenssteuerung wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse sowie adjusted EBITDA.

Die Berechnung des adjusted EBITDA erfolgt auf Basis des Jahresergebnisses bereinigt um Steueraufwendungen, das Zinsergebnis, Abschreibungen sowie außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge. Das adjusted EBITDA leitet sich wie folgt her (in TEUR):

In TEUR 2023 2022
Jahresüberschuss 0 0
+ Steueraufwand 274 30
+ Zinsaufwendungen 151 51
+ Aufwendungen aus Gewinnabführung 31.137 28.700
- Zinserträge 349 296
EBIT 31.213 28.485
+ Abschreibungen 9.188 8.927
EBITDA 40.401 37.412
+ außergewöhnliche Aufwendungen 885 411
Adjusted EBITDA 41.286 37.823

Die Geschäftsführung beurteilt die bereinigte Ertragslage als gut.

Die außergewöhnlichen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Währungsverluste (TEUR 346; Vorjahr TEUR 0), verschiedene Beratungsleistungen (TEUR 163; Vorjahr TEUR 121) sowie Kosten im Zusammenhang mit der Erprobung neuer Sales-Channel (TEUR 134; Vorjahr TEUR 0). Im Vorjahr waren hier zudem Aufwendungen für Entwicklung (TEUR 179) sowie Personalgewinnung und -entwicklung (TEUR 119) enthalten.

Obwohl sich die Geschäftsentwicklung hinsichtlich des Umsatzes und adjusted EBITDA jeweils mit einer Steigerung um 17,6% auf TEUR 84.511 und 9,2% auf TEUR 41.286 positiv darstellt, wurden die gesteckten und ambitionierten Ziele nicht erreicht.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 29,4% (Vorjahr: 30,4%). Die Verschlechterung der Eigenkapitalquote ist maßgeblich auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Contabo zurückzuführen. Gleichzeitgig bleibt das Eigenkapital des Unternehmens aufgrund des mit der Contabo Group GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages unverändert.

Investitionen

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -TEUR 4.028 (Vorjahr: -TEUR 10.344). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen in das Sachanlagevermögen. Dabei wurde insbesondere in die Neuanschaffung von IT-Infrastruktur sowie für die Erweiterung oder Modernisierung von Rechenzentrums-Infrastruktur sowie vorrangig in Server investiert.

Liquidität

Contabo finanziert sich vorrangig über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, welcher im Geschäftsjahr TEUR 4.255 (Vorjahr: TEUR 25.975) beträgt. Damit wurden die Investitionen von TEUR 3.506 (Vorjahr: TEUR 10.344) finanziert. Die liquiden Mittel stiegen im Berichtszeitpunkt um TEUR 764 auf TEUR 24.307 (Vorjahr: TEUR 23.543). Bereits unterjährig hat Contabo entsprechende Vorauszahlungen auf den Gewinnabführungsanspruch des Geschäftsjahres 2023 der Contabo Group GmbH geleistet.

Contabo ist basierend auf dem Bestand der liquiden Mittel und dem Umstand von im Voraus geleisteten Kundenzahlungen uneingeschränkt in der Position, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 49.272 (Vorjahr: TEUR 47.704). Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg des Umlaufvermögens um TEUR 6.554 auf TEUR 37.919 kommend aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 11.674 (Vorjahr: TEUR 5.921) bedingt durch kurzfristige Forderungen gegen die Muttergesellschaft Contabo Group. Gegenläufig entwickelte sich das Anlagermögens um -TEUR 5.030 auf TEUR 11.233 bedingt durch die Nutzung vorhandener Kapazitäten und der Rechenzentren der Contabo Gruppe.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 14.485 (Vorjahr: TEUR 14.485). Aufgrund des mit der Contabo Group GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird das Ergebnis des Berichtsjahres von dieser aufgenommen.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen um -TEUR 988 auf TEUR 4.757 (Vorjahr: TEUR 5.745) beruht insbesondere auf einem Abbau durch Zahlung der Risikovorsorge für potenzielle indirekte Steuerverbindlichkeiten sowie damit in Zusammenhang stehende Steuerstrafen nebst Zinsen sowie Registrierungs- und Beratungskosten, die sowohl Vorjahre als auch das Berichtsjahr betreffen.

Die Steuerrückstellungen TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten Zuführung für Steuern aus vororganschaftlicher Zeit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 487 erhöht auf TEUR 2.128 (Vorjahr: TEUR 1.641).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 17.469 (Vorjahr: TEUR 16.758) enthalten im Wesentlichen ein Darlehen (TEUR 17.000) gegenüber der Muttergesellschaft.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist um TEUR 1.014 auf TEUR 6.766 gestiegen. Ursächlich ist das Umsatzwachstum und damit einhergehend ein Anstieg laufzeitgebundener Verträge.

Zum Bilanzstichtag beschäftigte das Unternehmen 87 Mitarbeiter (Vorjahr: 78 Mitarbeiter). Im Berichtsjahr ergab sich keine nennenswerte Mitarbeiterfluktuation. Damit kann das Unternehmen weiterhin auf wesentliche Know-how-Träger zurückgreifen.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht[5]

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner Wirtschaftsprognose von Anfang 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1% im Jahr 2024 und nimmt damit leichte Aufwärtskorrekturen von zuletzt erwarteten 2,9% vor. Die größten Risiken des vergangenen Jahres haben sich nicht manifestiert und die meisten Volkswirtschaften haben sich unerwartet resilient gezeigt. Für die Volkswirtschaften Deutschlands und des größten Teils Europas haben sich die Wachstumsaussichten im Vergleich zum erreichten Wachstum im Jahr 2023 verbessert. Getragen wird die positive Entwicklung vor allem durch den privaten Konsum, der aufgrund der nachlassenden und sich stabilisierenden Inflation leicht steigt. Für die USA wird mit einem leicht rückläufigen Wirtschaftswachstum in 2024 von 2,1% nach 2,5% im Vorjahr gerechnet. Wir erwarten daher ein weiteres Wachstum in unseren Kernmärkten, allerdings mit einer im Vergleich zum Vorjahr stabilen Wachstumsrate.

Neben dem seit Februar 2022 anhaltenden Krieges in der Ukraine und den damit ausgelösten Störungen der bestehenden Handelsbeziehungen und Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten sind mit dem Konflikt im Gazastreifen und in Israel weitere Risiken entstanden, die weiter eskalieren und auf die gesamte Region übergreifen können. Allein aus dieser Region stammen ein Drittel der weltweiten Ölexporte und zusammen mit der Handelsroute durch das Rote Meer, die für 11,0% des Welthandels steht, können sich neue Risiken für den weltweiten Aufschwung ergeben. Ausgehend von der Entwicklung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 sieht die Geschäftsführung keine Auswirkungen dieser Krisenherde, wenngleich aufgrund der verbleibenden Monate des laufenden Jahres eine Prognoseunsicherheit bestehen bleibt.[6]

Die Digitalisierung wird den Markt in 2024 weiter auf Wachstumskurs bringen und vor allem bei Software- und IT-Dienstleistern mehr Arbeitsplätze schaffen. Der globale Markt für Infrastructure as a Service wird voraussichtlich um 26,6% auf Mrd. USD 182,2 im Jahr 2024 wachsen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die weltweiten Einnahmen aus dem Cloud Computing in 2024 um 20,4% auf Mrd. USD 678,8 steigen werden.[7]

Die deutsche ITK-Branche wird voraussichtlich um 4,4% auf Mrd. EUR 224,3 im Jahr 2023 wachsen. Es wird erwartet, dass 36.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sodass 1,368 Millionen Beschäftigte in der ITK-Branche arbeiten werden. Zudem wird erwartet, dass die Informationstechnologie als größtes Segment der Branche weiter an Bedeutung gewinnen wird. Es wird ein Umsatzwachstum von 6,1% auf rund Mrd. EUR 151,5 prognostiziert. Sie dürfte damit für einen Großteil der positiven Entwicklung verantwortlich sein. Für die Telekommunikation wird ein Wachstum von 1,0% auf Mrd. EUR 72,8 gegenüber dem Berichtsjahr prognostiziert. Die Prognose für die Sparte Unterhaltungselektronik fällt mit -3,4% auf Mrd. EUR 7,8 erneut negativ aus.[8]

Angesichts dieser Entwicklung rechnet die Geschäftsführung für 2024 mit weiterem Wachstum, insbesondere im Bereich der Hosting- und Cloud-Services. Der anhaltende Trend, immer mehr Daten und Datenverarbeitungsprozesse auf Internet-Server zu verlagern, entspricht dem Kerngeschäft und der langjährigen Portfolioausrichtung des Unternehmens als Cloud-Infrastrukturanbieter.

Contabo sieht dem Geschäftsjahr 2024 positiv entgegen. Durch die Beherrschung und eigenständige Bearbeitung zahlreicher Elemente der Wertschöpfungskette hinter der Bereitstellung von Cloud Computing Services und durch das über viele Jahre aufgebaute Know-how in der Bereitstellung von Cloud-Infrastrukturplattformen und im Betrieb von energieeffizienten Rechenzentren kann für alle Cloud Services ein im Vergleich zum gesamten Marktumfeld marktführendes Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden. Damit hat sich der Konzern eine herausragende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber seinen Branchenkonkurrenten erarbeitet.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem deutlichen Anstieg beim Umsatz und adjusted EBITDA zusammen mit einem weiter rückläufigen Investitionsvolumen infolge der fortschreitenden internationalen Expansion über andere Konzerngesellschaften.

Zum Aufstellungszeitpunkt bewegen sich Umsatz und das bereinigte EBITDA leicht über Budget.

Risikobericht

Beschaffungsrisiken

Bestimmte Komponenten, die in der Serverproduktion verwendet werden, können schwankenden Verfügbarkeiten und damit auch Preisschwankungen unterworfen sein. Es ist nicht auszuschließen, dass es z.B. aufgrund der Verknappung von Rohstoffen zu Preissteigerungen bei Serverkomponenten wie z.B. Flash-Speicherchips oder RAM-Modulen kommt. Solchen Schwankungen, die immer die gesamte Branche betreffen, würde das Unternehmen mit einer über Jahre gewachsenen Marktkenntnis und vorausschauenden, langfristigen Bestellungen sowie dem Aufbau von Lagerbeständen in Abhängigkeit vom Markt und der eigenen Planung begegnen. Gleichzeitig profitiert Contabo von langjährigen Geschäftsbeziehungen zu namhaften Herstellern, hohen und verlässlichen Einkaufsvolumina und einer Multilieferantenstrategie, sodass es im Berichtsjahr zu keinen Lieferschwierigkeiten für Contabo kam.

Ein immerwährendes Risiko für Rechenzentrumsbetreiber sind die Energiepreise. Die deutschen Strompreise liegen im europäischen Vergleich seit vielen Jahren auf hohem Niveau. Für ein energieintensives Unternehmen, wie Contabo, entstehen dadurch - gemessen am europäischen Durchschnitt - erhöhte Ausgaben für Strom, deren zukünftige Anhebung oder Senkung von nicht beeinflussbaren (teils auch politischen) Faktoren abhängt. Die Geschäftsführung ist bestrebt Energie bereits frühzeitig für Folgejahre einzukaufen bzw. mit Dienstleistern für mehrere Jahre festzuschreiben. Zusätzlich werden die Entwicklungen an den Energiemärkten fortlaufend beobachtet und überwacht.

Für das langfristige Wachstum werden naturgemäß Kapazitätserweiterungen in Form weiterer Rechenzentrumsflächen notwendig werden. Eine rechtzeitige, erfolgreiche Anmietung und Inbetriebnahme eines geeigneten Objekts oder der eigenständige Bau eines Rechenzentrums gehören ebenfalls zu den Beschaffungsrisiken von Contabo.

Ertragsorientierte Risiken

Contabo bewegt sich in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern. Aufgrund der Stellung von Contabo als Preis-Leistungs-Führer mit erheblichem Abstand zu direkten Wettbewerbern, generalistischen Hosting-Anbietern und Hyperscalern sieht die Geschäftsführung Contabo in marktführender Positionierung und das Risiko eines Preisverfalls bzw. eines Preiskampfes als äußerst unwahrscheinlich.

Durch technologischen Wandel in den Märkten für Cloud-Dienstleistungen besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder nicht den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen, trotz umfangreicher Tests, Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen von Contabo schädigen können. Diesen Risiken versucht Contabo durch aktives Produktmanagement sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen entgegenzuwirken.

Betriebsrisiken

Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess des Unternehmens erfolgt im oder mithilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein.

Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen der Sicherheit und Betriebsstabilität seiner Cloud-Infrastruktur-Plattform und Rechenzentren, gleichwohl besteht ein niemals vollständig eliminierbares Ausfallrisiko für Server- und Infrastruktursysteme durch unterschiedliche Ursachen. Mithin besteht auch ein Risiko von Betriebsunterbrechungen und potenziellem Datenverlust für das Unternehmen und dessen Kunden.

Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Cyberattacken ausgesetzt. Auch hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Das Unternehmen ist stetig bestrebt, auch diesen Gefahren durch die Implementierung zahlreicher Verbesserungen entgegenzuwirken.

Auch Mitarbeiter des Unternehmens können unter bestimmten Umständen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Daher werden diese in Bezug auf sicherheitsrelevante Aspekte nicht nur sensibilisiert, sondern es bestehen strikte Richtlinien und Vorgaben für das Personal zur Nutzung und Behandlung der EDV-Systeme.

Ungeachtet der ergriffenen Maßnahmen kann niemals mit einhundertprozentiger Sicherheit gewährleistet werden, dass alle Systeme und Daten zu jeder Zeit vor Angriffen geschützt sind.

Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens unabdingbar. Die wachsende Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich macht den Fachkräftemangel spürbar und den Wettbewerb um Mitarbeiter intensiv. Es besteht das Risiko, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und/oder zu halten.

Um diesem Personalrisiko entgegenzuwirken, werden mittels unterschiedlicher Maßnahmen einerseits attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen bzw. kontinuierlich ausgebaut und andererseits auch Rekrutierungswege optimiert. Auch die Erschließung weiterer Arbeitsmärkte insbesondere im Near-Shoring gehören zu effizienten Methoden, um einem lokalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Großen Wert legt Contabo auch auf die Förderung des Nachwuchses. So werden zahlreiche Lehrlinge in verschiedenen Berufen kontinuierlich ausgebildet und in der Regel anschließend als ausgebildete Fachkräfte in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Finanzierungsrisiken

Im Rahmen der Konzernfinanzierung wurden der Contabo Gruppe unter anderem von einem Bankenkonsortium ein Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 322.000 zur Finanzierung zur Verfügung gestellt. Kreditnehmer ist die Konzernmutter Contabo Holding GmbH, München. Die Finanzierungsvereinbarungen sehen Kreditauflagen vor. Verstöße gegen diese Auflagen können die Kündigung der Kreditverträge mit sofortiger Fälligstellung der jeweiligen Valutierungen zur Folge haben. Zur Sicherung der Bankenfinanzierung wurden die Anteile der Gesellschaft sowie Bankguthaben zu Gunsten der Kreditgeber verpfändet.

Zusammenfassende Beurteilung

Zusammenfassend liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung die wesentlichen Risiken in den Betriebsrisiken. Durch die fortlaufende Optimierung und die damit verbundenen Maßnahmen werden diese Risiken, soweit möglich, auf ein Minimum reduziert.

Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2023 sowie im Abschlusserstellungszeitraum weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikoposition zu erkennen.

Chancenbericht

Der anhaltende Trend, immer mehr Daten und Datenverarbeitungsprozesse auf Internetserver zu verlagern, entspricht dem Kerngeschäft und dem langjährigen Portfoliofokus der Gruppe als Cloud-Infrastrukturdienstleister und eröffnet damit ein Marktumfeld mit vielen Geschäftsmöglichkeiten.

Obwohl Contabo bereits zahlreiche Prozesse automatisieren konnte, sind durch eine konsequente weitere Prozessautomatisierung und die damit verbundenen Einsparungen des Unternehmens weitere Geschäftsmöglichkeiten erkennbar.

Eine Ausweitung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten birgt auch Chancen für weitere Ergebnisverbesserungen des Unternehmens. Digitales Marketing zur Verbesserung der Markenbekanntheit und des Leistungsversprechens kann in einem preissensiblen Markt weitere Umsatzpotenziale erschließen. Hierzu zählen auch ein lokales Marketing zugeschnitten auf die jeweiligen Märkte und Ansprüche hinsichtlich Zahlungsmethoden und Währungen sowie Sprache. Weitere Maßnahmen im Bereich des Content- und Community-Marketings sowie die Optimierung der Kundenabwanderungsrate bergen erhebliches Ertragspotenzial.

Contabo setzt zudem auf die Veröffentlichung von gezielten Funktionserweiterungen und zusätzlichen Produkten, um neue Kundengruppen zu erschließen sowie bestehende Kunden noch besser bedienen zu können. Die aktuelle Produktentwicklungs-Roadmap umfasst unter anderem die Bereitstellung eines neuen Customer Panel, einem Dedicated Server Refresh, Blockchain/Krypto-Support, sowie Back-up-as a service.

Insbesondere die Internationalisierung von Rechenzentrumsstandorten hat das Wachstum von Contabo bereits in der Vergangenheit beflügelt. Die Erschließung weiterer Regionen oder lokaler Märkte bietet weiterhin eine positive Entwicklungschance für Contabo. Die Einführung zusätzlicher Währungen und Zahlungsmittel kann diesen Effekt noch verstärken und sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Schließlich bietet die selektive Konsolidierung von Rechenzentrumsstandorten die Möglichkeit, die betriebliche Effizienz zu steigern und gleichzeitig die vertikale Integration der Wertschöpfungskette zu intensivieren.

 

München, den 28. Mai 2024

Dr. Christian Böing, Geschäftsführer

Thomas Schimmel, Geschäftsführer

[1] Der Absatz bezieht sich auf IMF World Economic Outlook Update 2023 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023); Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/14-konjunktur-weltwirtschaft-download.pdf?__blob=publicationFile&v=4)

[2] Gartner, 2024 (https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-end-user-spending-to-reach-679-billion-in-20240).

[3] Der Absatz bezieht sich auf: BITKOM, Jahrespressekonferenz 2024: "Jahrespressekonferenz 2023", vom 10.01.2024 (https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/240110-Bitkom-Charts-Konjunktur-final.pdf).

[4] Zur Berechnung des adjusted EBITDA siehe Ertragslage.

[5]

Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten",

[6] BMWK, 2024 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-konjunktur-globale-wachstumsperspektive-download.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "anstreben", "sollten", "werden", "wollen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen

[7] BMWK, 2024 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-konjunktur-globale-wachstumsperspektive-download.pdf?__bl

[8] Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten"

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.232.615,53 16.262.581,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.436.264,90 1.718.972,92
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.772.497,51 871.147,53
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.117,49 54.556,03
3. geleistete Anzahlungen 616.649,90 793.269,36
II. Sachanlagen 8.796.350,63 14.543.608,39
1. technische Anlagen und Maschinen 8.245.713,82 13.799.261,62
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.686,73 156.260,24
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 403.950,08 588.086,53
B. Umlaufvermögen 37.919.008,79 31.365.133,66
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.611.933,52 7.822.585,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.411.645,91 1.630.987,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.674.158,70 5.921.086,19
davon gegen Gesellschafter 8.652.377,04 5.921.086,19
3. sonstige Vermögensgegenstände 526.128,91 270.511,76
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.307.075,27 23.542.547,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.598,98 75.808,64
Summe Aktiva 49.272.223,30 47.703.523,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.484.931,33 14.484.931,33
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 400.000,00 400.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 12.084.931,33 12.084.931,33
B. Rückstellungen 5.046.471,90 5.745.418,90
1. Steuerrückstellungen 289.500,00
2. sonstige Rückstellungen 4.756.971,90 5.745.418,90
C. Verbindlichkeiten 22.974.822,39 21.721.612,57
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128.112,91 1.641.106,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.469.026,61 16.758.062,52
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.377.682,87 3.322.443,80
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.765.997,68 5.751.560,81
Summe Passiva 49.272.223,30 47.703.523,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 31.212.941,26 28.484.950,89
a) Rohergebnis 59.830.881,39 53.276.759,38
Gesamtleistung 85.475.378,10 72.992.833,70
Umsatzerlöse 84.510.763,40 71.888.177,99
andere aktivierte Eigenleistungen 964.614,70 1.104.655,71
sonstige betriebliche Erträge 2.265.836,23 2.560.479,05
Materialaufwand 27.910.332,94 22.276.553,37
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.910.332,94 22.276.553,37
b) Personalaufwand 4.677.633,91 4.385.129,75
Löhne und Gehälter 3.965.595,81 3.715.122,29
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 712.038,10 670.007,46
c) Abschreibungen 9.187.994,68 8.926.636,97
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.535.640,44 8.926.636,97
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 652.354,24 0,00
Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 652.354,24 0,00
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 14.752.311,54 11.480.041,77
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 197.988,96 245.287,03
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 349.306,79 296.476,26
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 151.317,83 51.189,23
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 274.000,00 0,00
4. Ergebnis nach Steuern 31.136.930,22 28.730.237,92
5. sonstige Steuern 30.000,00
a) übrige sonstige Steuern 30.000,00
6. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -31.136.930,22 -28.700.237,92
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 31.136.930,22 28.700.237,92
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Contabo GmbH, München

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der Contabo GmbH (im Folgenden kurz: "Gesellschaft"), München, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren i.S.d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke größtenteils im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Contabo GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nr. HRB 180722 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Insbesondere Server werden linear über drei Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen enthält aktivierte Eigenleistungen, deren Herstellungskosten die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Anteile der Fertigungsgemeinkosten enthalten.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von bis EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw., bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die gebildete Kapitalrücklage wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Rechnungszinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus erhaltene Zahlungen ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung abschließend erbracht wurde. Bei Verträgen mit einer längeren Laufzeit werden die Umsatzerlöse über die Laufzeit des Vertrags passiv abgegrenzt und leistungsgerecht ertragswirksam erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.740.852,23 482.782,56 0,00 793.269,36
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und solchen Rechten und Werten 96.440,19 17.118,04 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 793.269,36 616.649,90 0,00 -793.269,36
2.630.561,78 1.116.550,50 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 50.685.902,70 1.909.710,40 1.664.720,62 588.086,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.545,97 75.463,68 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 588.086,53 403.950,08 0,00 -588.086,53
51.765.535,20 2.389.124,16 1.664.720,62 0,00
54.396.096,98 3.505.674,66 1.664.720,62 0,00
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2023
EUR
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.016.904,15 869.704,70 374.701,94 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und solchen Rechten und Werten 113.558,23 41.884,16 24.556,58 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 616.649,90 0,00 0,00 0,00
3.747.112,28 911.588,86 399.258,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 51.518.979,01 36.886.641,08 8.051.344,73 1.664.720,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 567.009,65 335.285,73 85.037,19 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 403.950,08 0,00 0,00 0,00
52.489.938,74 37.221.926,81 8.136.381,92 1.664.720,62
56.237.051,02 38.133.515,67 8.535.640,44 1.664.720,62
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.244.406,64 1.772.497,51 871.147,53
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und solchen Rechten und Werten 66.440,74 47.117,49 54.556,03
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 616.649,90 793.269,36
1.310.847,38 2.436.264,90 1.718.972,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.273.265,19 8.245.713,82 13.799.261,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.322,92 146.686,73 156.260,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 403.950,08 588.086,53
43.693.588,11 8.796.350,63 14.543.608,39
45.004.435,49 11.232.615,53 16.262.581,31

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und solchen Rechten und Werten

3. Geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 179) ergebniswirksam erfasst. Ferner wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 707 (Vorjahr: TEUR 723) aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögengegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Vorauszahlungen bzgl. des Ergebnisabführungsvertrages sowie einem Darlehen an die Contabo Holding GmbH, München, in Höhe von TEUR 2.500. Das Darlehen wurde im Aufstellungszeitraum des Abschlusses getilgt.

Einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen wurden, soweit zulässig, bilanziell aufgerechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 271). Davon entfallen TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 0) auf eine auf den Barmittelbestand abgeschriebene Beteiligung, Nubes LLC, deren Geschäftstätigkeit Anfang 2024 eingestellt wurde, sowie TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 228) auf Bonusforderungen und TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) auf Sicherheitsleistungen. Diese haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 12.085 (Vorjahr: TEUR 12.085); davon Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 12.085 (Vorjahr: TEUR 12.085). Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.389, der Buchwert ist nach § 268 Abs. 8 HGB grundsätzlich abführungsgesperrt.

Die freien Kapitalrücklagen inkl. Gewinnvortrag und abzgl. Verlustvortrag betragen TEUR 14.085. Damit sind ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden, um die Ergebnisabführung vollständig durchzuführen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen (vororganschaftliche) Steuern aus einer Betriebsprüfung für den Veranlagungszeitraum 2017 bis 2020 in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen wie Urlaub und Überstunden in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 400) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.730 (Vorjahr: TEUR 1.247) gebildet.

Ferner hat die Gesellschaft eine Rückstellung über TEUR 2.512 (Vorjahr: TEUR 4.059) für potenzielle indirekte Steuerverbindlichkeiten sowie damit in Zusammenhang stehende Steuerstrafen nebst Zinsen sowie Registrierungs- und Beratungskosten gebildet, die ausschließlich Vorjahre betreffen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0 2.128
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000 17.469
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0 3.378
5.975 0 17.000 22.975
in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0
5.975 0 17.000
in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0 1.641
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000 16.758
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0 3.322
5.975 0 17.000 21.721
in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0 0
5.975 0 17.000 0
in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0 0
5.975 0 17.000 0
in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.128 0 0 1.641
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469 0 17.000 16.758
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378 0 0 3.322
5.975 0 17.000 21.721

Einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen wurden, sofern zulässig, bilanziell aufgerechnet. Im Berichtsjahr wurde der Gesellschaft ein neues Darlehen in Höhe von TEUR 17.000 durch die Muttergesellschaft gewährt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Kundenguthaben in Höhe von TEUR 1.646 (Vorjahr: TEUR 1.838) sowie USt-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.724 (Vorjahr: TEUR 1.420).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich mit TEUR 7.888 (Vorjahr: TEUR 7.135) auf Deutschland, mit TEUR 16.913 (Vorjahr: TEUR 18.263) auf Europa und mit TEUR 59.710 (Vorjahr: TEUR 46.490) auf Drittländer.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 23 aus periodenfremden Erträgen (Vorjahr: TEUR 118) aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten.

Ferner aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 396). Diese enthalten sowohl unterjährig bereits realisierte Erträge als auch Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB.

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen betreffen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betreffen die Anschaffungskosten eines in 2023 gegründeten Unternehmens, welches durch Beschluss der Geschäftsführung im Aufstellungszeitraum liquidiert werden soll. Die Anschaffungskosten sind auf den Bar-Kassenbestand der Beteiligung abgeschrieben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es bestehen sonstige betriebliche Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in der Höhe von TEUR 503 (Vorjahr: TEUR 489). Diese enthalten sowohl unterjährig bereits realisierte Aufwendungen als auch Aufwendungen aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnlichen Aufwendungen aus realisierten Währungsverlusten (TEUR 346; Vorjahr: TEUR 0), verschiedene Beratungsleistungen (TEUR 163; Vorjahr: TEUR 121) sowie Kosten im Zusammenhang mit der Erprobung neuer Sales-Channel (TEUR 134; Vorjahr: TEUR 0) und mit TEUR 242 Aufwendungen im Zusammenhang mit der Gründung von Schwestergesellschaften, Marketing und Personal. Im Vorjahr waren hier zudem Aufwendungen für Entwicklung (TEUR 179) sowie Personalgewinnung und -entwicklung (TEUR 119) enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 114).

Sonstige Zinsen uns ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen im Berichtsjahr TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 296) und beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen uns ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 51). Diese bestehen insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 0).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde (vororganschaftliche) Ertragsteuern in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 30).

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Contabo Holding GmbH, München, für den kleinsten Kreis einbezogen. Für den größten Kreis wird der Jahresabschluss in den Konzernabschluss der Constellation TopCo S.à r.l., Luxemburg, einbezogen.

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen der Konzernfinanzierung wurde der Contabo-Gruppe unter anderem von einem Bankenkonsortium ein Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 322.000 zur Finanzierung zur Verfügung gestellt. Kreditnehmer ist die Contabo Holding GmbH. Zur Sicherung der Bankenfinanzierung wurden die Anteile der Gesellschaft sowie deren Bankguthaben zu Gunsten der Kreditgeber verpfändet.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Konzerngesellschaften als gering eingestuft.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (exklusive etwaiger Umsatzsteuer) aus Zahlungsverpflichtungen im Wesentlichen für Miet-, Leasing-, Wartungs- und Serviceverträge in Höhe von insgesamt TEUR 2.823 (Vorjahr: TEUR 5.364). Die wesentlichen Verträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Die Miet- und Leasingverträge dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber.

Geschäftsführung

Thomas Heinrich Noglik, Geschäftsführung, Düsseldorf (ausgeschieden am 18.09.2023),

Ressort: allgemeine Geschäftsführung

Dr. Christian Böing, Geschäftsführung, Duisburg (bestellt am 18.09.2023), Ressort: allgemeine Geschäftsführung

Thomas Schimmel, Geschäftsführung, Viersen, Ressort: Finanzen und Verwaltung

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Herren Thomas Heinrich Noglik, Dr. Christian Böing sowie Thomas Schimmel haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Insofern wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

2023 2022
Kundenservice und Vertrieb 21 21
Technik 55 52
Allgemeine Verwaltung 3 3
Gesamt 79 76

Honorare des Abschlussprüfers

Die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der Contabo Holding GmbH.

 

München, 28. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Christian Böing

Thomas Schimmel

Der Jahresabschlusss wurde am 19.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Contabo GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Contabo GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Contabo GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 28. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Markus Putz, Wirtschaftsprüfer

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