Buzzi HoldCo GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr. Walle seit 23.10.2012 | Geschäftsführer |
Norbert Dr. Paas seit 23.10.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.38% | |
| 13.36% | |
| 10.94% |
| Name | Anteil |
|---|---|
IVP Medical Solutions GmbHEigenbeteiligung | 5.61% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IVPNetworks GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebricht für das Geschäftsjahr 2023IVPNetworks GmbH, HamburgI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die IVPNetworks GmbH mit Hauptsitz in Hamburg wurde 2010 aus Vorgängerstrukturen als GmbH gegründet und tritt als sogenannte Managementgesellschaft zur integrierten Versorgung im Gesundheitswesen auf. Die Gesellschaft ist in Erkrath mit einem weiteren Büro vertreten. Seit 2019 ist sie ein 100%iges Tochterunternehmen der IVP Medical Solutions GmbH. Die IVPNetworks GmbH befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung von Selektivverträgen im Bereich der psychischen Erkrankungen und der chronischen Wunden sowie mit der Entwicklung, dem Betrieb und der Bereitstellung von digitalen Angeboten im Gesundheitsbereich. Die rechtliche Grundlage für die Umsetzung der Versorgungskonzepte sind in den meisten Fällen Selektivverträge auf der Basis des § 140a SGB V zwischen der IVPNetworks GmbH (als Managementgesellschaft) und den Krankenkassen (einzeln oder Vertragsarbeitsgemeinschaften). In einzelnen Fällen sowie für Verträge mit Privaten Krankenversicherungen wurden auch andere Vertragskonstruktionen gewählt. Mit verschiedenen Versorgungskonzepten adressiert die IVPNetworks GmbH in einem modularen Ansatz vornehmlich den spezifischen Versorgungsbedarf für leichte, mittelschwere und schwerste psychische Erkrankungen.Für die Gestaltung und Umsetzung der Projekte zur Versorgung psychisch belasteter bzw. erkrankter Versicherter wird die IVPNetworks GmbH seit jeher von dem Anspruch getragen, patienten- und bedarfsorientierte sowie evidenzbasierte Versorgung zu gestalten. Gemeinsam mit den Kostenträgern werden passgenaue Versorgungskonzepte entwickelt und diese darauf optimiert, dass die Versorgung für die Patienten qualitativ hochwertig erfolgt und für die Kostenträger wirtschaftlicher Nutzen generiert werden kann. Dabei ist es der IVPNetworks GmbH ein Anliegen, stets auch innovative Ansätze und neue Technologien - soweit sinnvoll und geeignet - in die Konzepte einzubinden. Die IVPNetworks GmbH hat seit dem Jahr 2010 mit der IVPnet eine eigene, webbasierte IT-Plattform entwickelt, welche auf den Einsatz in interdisziplinären, schnittstellenintensiven Versorgungskonzepten ausgelegt ist. Seither kommt die IVPnet im Rahmen aller von der IVPNetworks GmbH umgesetzten Verträgen zur Besonderen Versorgung zum Einsatz und wird ständig gemäß vertragsspezifischen Anforderungen weiterentwickelt. Unter der Marke Novego biete die IVPNetworks GmbH zudem Online Selbsthilfe Programme zu den Themen Depression, Angst, Burn Out, Schlaf sowie Relax an. Das Novego Depressionsprogramm wurde dabei dauerhaft sowie das Novego Angst Programm vorläufig in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA) aufgenommen. Damit erbringt die IVPNetworks GmbH mittlerweile auch Leistungen im Rahmen der Regelversorgung. Entwicklung Die IVP Networks GmbH konnte durch die im Jahr 2022 angestoßenen Studien für das Online Selbsthilfeprogramm Novego Depression in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Wirksamkeit des Programms nachweisen und bestätigen. Auf Grundlage dieses erneuten Wirksamkeitsnachweises wurde die bisher nur vorläufige Aufnahme in das Verzeichnis der Digitalen Gesundheitsanwendungen des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Oktober 2023 in eine dauerhafte Listung umgewandelt. Des Weiteren wurde mit dem Online Selbsthilfeprogramm Novego Angst im März 2023 ein weiteres Programm vorläufig ins DIGA-Verzeichnis aufgenommen. Um auch für das Novego Angst Programm eine dauerhafte Aufnahme in das DIGA-Verzeichnis zu erlangen, werden hierfür momentan ebenfalls Wirksamkeitsstudien in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt. Die Zertifizierung für das Videotool IVPview konnte 2023 aufrechterhalten werden. Darüber hinaus werden weitere Funktionen entwickelt, damit IVPview zukünftig auch als anerkanntes Videotool für Heilberufe des GKV-Spitzenverbands gelistet werden kann. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem relativ hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung um 0,3 Prozent abgenommen. Die Inflation ist dabei im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen. Als eines der größten Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung wird, dabei die übermäßige Bürokratie sowie der Fachkräftemangel betitelt. Trotz alledem erreicht die Anzahl der Erwerbstätigen mit ca. 46 Millionen einen historischen Höchststand und auch die relativ hohen nominalen Lohnzuwächse sorgen für potenziell höhere Einnahmen bei den Krankenkassen. Für 2023 standen den Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 304,4 Mrd. Euro, Ausgaben in Höhe von 306,2 Mrd. Euro gegenüber. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von 0,9 Prozent einen Zuwachs von 5,0 Prozent. In absoluten Zahlen stiegen die Ausgaben der Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Mrd. Euro. Die IVPNetworks GmbH verfügt mittlerweile über die Erfahrung aus der Umsetzung von Projekten verschiedener fachlicher und regionaler Schwerpunkte mit rund 70 gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), privaten Krankenversicherungen (PKV) und kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in ganz Deutschland. Über 60.000 Patienten wurden in Selektivverträge eingeschrieben und bedarfsgerecht versorgt. Somit ist die IVPNetworks GmbH in Deutschland die wohl führende Managementgesellschaft für die Umsetzung der Besonderen Versorgung von Versicherten mit psychischen Erkrankungen. Die Arbeitsausfälle wegen psychischen Störungen liegen erneut auf dem zweiten Rang hinsichtlich der Fehlzeiten von Arbeitnehmern und haben auch für 2023 erneut zugenommen und damit im Zehnjahresvergleich einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Störungen stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr erneut um 8,0 Prozent bzw. um 26,5 Fehltage je 100 Versicherte an. Damit fällt der Anstieg noch größer als im Vorjahr mit 7,2 % aus. Dementsprechend war jede Erwerbsperson im Jahr 2023 durchschnittlich 3,59 Tage unter der Diagnose einer psychischen Störung krankgeschrieben. Von 2006 bis 2023 sind Fehlzeiten unter diesen Diagnosen bei Erwerbspersonen altersbereinigt um insgesamt 149 Prozent gestiegen. Erkrankungen mit Diagnosen von psychischen Störungen konnten damit 18,5% aller Fehltage zugeordnet werden (Quelle: TK Gesundheitsreport Arbeitsunfähigkeit 2024). Die meisten Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen lassen sich dabei auf Depressionen zurückführen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Krankschreibungen um ca. 21 % auf 9,9 Fälle je 100 Versicherte (Quelle: DAK-Psychreport 2024). Die deutliche Zunahme der Krankschreibungen resultiert aus dem vermehrten Aufkommen vieler kürzerer Krankschreibungen. Die Betroffenenquote steigt dabei jedoch ebenfalls von 6% im Vorjahr auf aktuell 7%. Laut AXA Mental Health Report geben 31% der Befragten an aktuell unter psychischen Erkrankungen zu leiden. Bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 41%, wobei es bei den 65- bis 75-Jährigen nur 15 % sind. Dies zeigt abermals, dass von einer weiteren Zunahme der Krankheitstage als Folge von psychischen Erkrankungen ausgegangen werden muss, wenn nicht grundlegende Veränderungen eintreten bzw. Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Die Wartezeiten auf entsprechende Therapieplätze bzw. andere adäquate Hilfsangebote haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verkürzt, wobei zur Vermeidung von Chronifizierungen eine möglichst schnelle Behandlung notwendig wäre. Aufgrund der vorliegenden Entwicklungen ist auch für 2024 nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Weiterhin stehen die gesetzlichen Krankenkassen u.a. durch die Alterung der Gesellschaft unter einem enormen Druck Kosten zu sparen, welcher sich höchstwahrscheinlich in Zukunft noch verstärken wird. Die Konzepte der besonderen Versorgung der IVPNetworks GmbH, eine kurzfristige und qualitativ hochwertige Versorgung mit wirtschaftlichem Nutzen für die Kostenträger anzubieten, entspricht dementsprechend dem aktuellen Zeitgeist. Auch das Online-Selbsthilfe Programm Novego bewegt sich weiterhin in einem positiven Marktumfeld, in welchem von einem zu mindestens moderaten Wachstum auszugehen ist. So wurden im Zeitraum von September 2020 - September 2023, 121 Tsd. DIGA Codes für die Versorgung von psychischen Erkrankungen eingelöst. Insgesamt wurden von September 2022 - September 2023 209 Tsd. DIGAs in Anspruch genommen, was einem Zuwachs von 69% im Vergleich zu Vorjahr bedeutet. Dabei entfällt knapp ein Drittel aller Verordnungen auf die psychischen Erkrankungen. Die Leistungsausgaben für das Indikationsgebiert der psychischen Erkrankungen haben sich mit ca. 37,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr sogar fast verdoppelt. Bezüglich der Einlösungen der Verordnungen ist dabei ein positiver Trend zu beobachten, sodass von einem weiteren Wachstum des Geschäftsfeld auszugehen ist. (Quelle: Bericht des GKV-Spitzenverbandes über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen. Berichtszeitraum: 01.09.2020 - 30.09.2023). 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzziele für 2023 konnten mit 21,7 Millionen Euro und das Ergebnis nach Steuern mit 1,9 Millionen Euro durch eine Zunahme der Patientenzahlen und Vergütungsanpassungen jeweils übertroffen werden. Außerdem führte die Abrechnung von IT-Projekten zu einem höheren Umsatz und Ergebnis nach Steuern als erwartet. Die regelhafte Entscheidung der Schiedsstelle des GKV-Spitzenverbands und der maßgeblichen DIGA Hersteller über den Preis des Programms Novego Depression, entsprach weitestgehend den Erwartungen, sodass die Rückzahlungsforderungen im erwarteten Rahmen blieben und keine direkten negativen Auswirkungen auf das Geschäft hatten. Die Verträge die durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) erfolgreich geprüft wurden, haben sich dabei sehr positiv entwickelt. Darüber hinaus laufen weiterhin Gespräche mit verschiedensten Kostenträgern, um Verträge auszuweiten oder neue Verträge zu schließen. In 2023 konnten zudem die Verträge mit den privaten Krankenversicherungen als relativ junges Geschäftsfeld weiter ausgebaut werden. 3. Lage Ertragslage: Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die IVPNetworks GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 21,7 Millionen Euro, damit konnten die Umsatzerlöse um 4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (EUR 17,6 Mio.) erneut deutlich gesteigert werden. Zurückzuführen sind die gestiegenen Umsatzzahlen hauptsächlich auf die steigenden Patientenzahlen, Vergütungsanpassungen sowie umgesetzte IT-Projekte. Auch das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 konnte aufgrund dessen mit 1,9 Millionen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Finanzlage: Die liquiden Mittel haben sich in 2023 (0,4 Mio. Euro) im Vergleich zu 2022 (1,7 Mio. Euro) deutlich verringert, ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich die Verträge zur Gewinnabführung mit der Muttergesellschaft. Insgesamt bleibt das positive Kreditoren- und Debitoren Management bestehen, welches durch fristgerechte Zahlungen und so gut wie keine Ausfälle von Zahlungen gekennzeichnet ist. Vermögenslage: Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr mit 5,4 Millionen Euro leicht gestiegen zu der Bilanzsumme 2022 (31.12.2022: EUR 5,1 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind analog der Umsatzerhöhung deutlich um TEUR 991 auf 3,9 Millionen Euro (31.12.2022: EUR 2,9 Mio.) gestiegen. Die Vorräte aufgrund unfertiger Leistungen welche 2022 aus der Umsetzung für ein laufendes IT-Projekt (TEUR 252) resultierten, wurden in 2023 aufgelöst. Die liquiden Mittel haben sich deutlich auf 0,4 Millionen Euro (31.12.2022: EUR 1,7 Mio.) reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 395 auf 1,5 Millionen Euro (31.12.2022: 1,1 Millionen Euro). Das Eigenkapital hat sich mit EUR 1,1 Mio. im Vergleich zu 2022 aufgrund der Gewinnabführungsverträge nicht verändert. Leistungsindikatoren Als wesentlicher Leistungsindikator für die IVPNetworks GmbH dient die Anzahl an Patienten, die in den verschiedensten Versorgungskonzepten entweder durch die IVPNetworks GmbH selbst oder durch Netzwerkpartner versorgt werden. Die um die NPPV Patienten bereinigten (befristetes Innovationsfond Projekt Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung) neu teilnehmenden Patienten konnten für das Jahr 2023 das siebte Jahr in Folge gesteigert werden, welches sich direkt auf den Umsatz auswirkt. Durch vorgelagerte Interessentenzahlen existiert zudem ein Frühindikator für weitere Entwicklungen. Darüber hinaus werden Qualitätskennzahlen der Versorgung wie bspw. Anzahl und Dauer von Gesprächen im Telefoncoaching oder der Therapiebegleitung erfasst und notwendige Handlungen daraus abgeleitet. Somit kann jederzeit eine qualitativ hochwertige und den Verträgen entsprechende Versorgung gewährleistet werden. Um die Qualität der Versorgung darüber hinaus sicherzustellen, werden zusätzlich regelmäßige Patientenbefragungen (u.a. WHOQOL Fragebogen) durchgeführt. Durch den regelmäßigen Austausch mit Kostenträgern wird auch die Kundenzufriedenheit laufend geprüft. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden hauptsächlich die EBITs des gesamten Jahres und der einzelnen Monate betrachtet. Im Vergleich zu 2022 hat sich das EBIT mit 1,9 Millionen Euro hauptsächlich aufgrund steigender Patientenzahlen und IT Projekte leicht gesteigert. Ein besonderes Augenmerk gilt weiterhin den anfallenden Gemeinkosten, um die Kostenstruktur jederzeit im Auge zu behalten. III. Prognosebericht Für 2024 erwartet die IVPNetworks GmbH eine moderate Steigerung der Patientenzahlen und einen erneuten Umsatz von ca. 21 Millionen Euro sowie ein Ergebnis von ca. 1,5 Million Euro. Ein im Vergleich zu 2023 niedrigeres Ergebnis ist u.a. mit dem zwar weiterhin wachsenden Markt der psychischen Erkrankungen zu begründen. Allerdings handelt es sich weitestgehend um langfristige Verträge mit Krankenkassen, bei welchem die Vergütung relativ fix ist. Der allgemeine Kostendruck bei den Krankenkassen und das allgemein steigenden Gehaltsniveau hat damit einen negativen Einfluss auf das Ergebnis der IVPNetworks GmbH. Für 2024 wird eine Verringerung der Sachkosten in Höhe von 21 % und eine Steigerung der Kosten für den vermehrten Personaleinsatz durch Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen von 27 % angenommen. Die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den einzelnen Kostenträgern stellt eine Sicherheit in turbulenten Zeiten dar und garantiert dabei ein gewisses Basisgeschäft. Auch im Jahr 2024 wird die IVPNetworks GmbH voraussichtlich wieder an verschiedenen Ausschreibungen für Versorgungskonzepte und IT-Projekten teilnehmen, welche von Volumen jedoch bisher nicht abschätzbar sind. Darüber hinaus befindet sich die IVPNetworks GmbH auch aktuell in konkreten Konzeptentwicklungen mit weiteren Kostenträgern. Durch das gegebene Marktumfeld und die Marktstellung der IVPNetworks GmbH ist davon auszugehen, dass die IVPNetworks GmbH auch 2024 weiter leicht wachsen wird. Trotz der relativ guten Marktaussichten besteht jedoch auch immer die Gefahr, dass Verträge bspw. aufgrund von Kostendruck auf Kostenträgerseite gekündigt werden können. IV. Chancen und Risikobericht Insgesamt findet in Deutschland immer mehr ein Umdenken im Gesundheitswesen bzgl. Digitalisierung und Vernetzung statt. Die Politik ebnet den Weg und immer mehr Akteure sind bereit, den Weg der digital unterstützenden Versorgung (u.a. Telemedizin) zu beschreiten. Nicht zuletzt die Notsituation aufgrund von Corona hat bewiesen, dass bspw. eine Psychotherapie per Video möglich ist. Diese Entwicklung der Digitalisierung der Versorgung bietet aufgrund der langjährigen Erfahrung eine große Chance, um das weitere Wachstum der Gesellschaft voranzubringen. Diese Art der niedrigschwelligen und bedarfsgerechten Versorgung propagiert die IVPNetworks GmbH seit Jahren, kann daher mit Erfahrungswerten punkten und trifft auf einen immer breiter werdenden Markt. Das durch den Innovationsfond des gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Projekt Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung (NPPV) in Nordrhein zur verbesserten Versorgung psychischer und neurologischer Erkrankungen in welchem die IVPNetworks GmbH als Konsortialpartner verantwortlich für die operative Umsetzung des Projekts war, wurde mittlerweile in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung überführt. Die sogenannte KSVPsych-RL bietet IVPNetworks GmbH die Chance, das erfolgreiche Projekt aus Nordrhein bundesweit auszurollen und bei der Umsetzung von Netzwerkgründung und Netzwerkpflege zu unterstützen. Durch die gesammelten Erfahrungen aus der erfolgreichen Umsetzung des NPPV Projekts und bereits bestehenden Netzwerke verfügt die IVPNetworks GmbH über einen Wissensvorsprung und entsprechende Reputation um die neue Richtlinie gemeinsam mit Kliniken, Ärzten, Psychotherapeuten, psychiatrischen Fachdiensten und weiteren Akteuren bundesweit umzusetzen. So konnte die IVPNetworks GmbH bereits 2023 mehrere Netzverbundgründungen begleiten und unterstützt die Netzverbünde auch im weiteren Verlauf. In diesem Geschäftsfeld wird weiterhin ein enormes Wachstumspotential für 2024 gesehen. Die Risikostreuung abseits der klassischen Selektivverträge in den Bereich der Regelversorgung, stellt damit für die IVPNetworks GmbH ein weiteres Standbein dar. Die Effekte der positiven Bewertungen von zwei Versorgungskonzepten vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) als Rechtsaufsicht, waren bereits 2023 in Verhandlungen zu spüren und tragen auch weiterhin zur Sicherheit von Verträgen bei. Die vertrauensvolle und langjährige Zusammenarbeit mit einzelnen Krankenkassen bzgl. verschiedenster Versorgungskonzepte erleichtert in vielen Fällen die Kontaktaufnahme bzgl. neuer Versorgungskonzepte, welches zugleich einen immensen Wettbewerbsvorteil bedeutet. Darüber hinaus intensivieren die Krankenkassen durch den ihnen auferlegten Sparzwang die Suche nach qualitativ hochwertiger und wirtschaftlicherer Versorgung, welches seit Beginn her der Anspruch der IVPNetworks GmbH ist. Somit bleibt das Angebotsportfolio der Selektivverträge weiterhin ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. Die langjährige Erfahrung im Rahmen der Selektivversorgung im weiterwachsenden Geschäftsfeld der psychischen Erkrankungen, bietet die Chance auch mit weiteren Krankenkassen wirtschaftlich und medizinisch vorteilhafte Konzepte umzusetzen. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass die Anzahl von Krankenkassen begrenzt und damit auch die Anzahl der potenziellen Kunden begrenzt ist. Als Ertrags- und auch Wachstumsrisiko ist die bisher nur vorläufige Aufnahme der Online Selbsthilfeprogramme "Novego Angst" in das DIGA-Verzeichnis zu nennen. Sollten die zurzeit durchgeführten Studien nicht den vom BfArM entsprechenden Standards entsprechen, würde das Online Selbsthilfeprogramme aus dem DIGA-Verzeichnis gestrichen werden und könnte dementsprechend auch nicht mehr von Ärzten und Therapeuten als Leistung in der Regelversorgung verordnet werden und ggf. zu Reputationsschäden führen. Als Ertrags- und Wachstumschance ist dagegen die dauerhafte Aufnahme des Selbsthilfeprogramms "Novego Depression" in das DIGA-Verzeichnis zu beurteilen. Ganz allgemein zeigt die im Jahr 2022 erhaltene ISO-Zertifizierung nach DIN 27001 für (potenzielle) Geschäftspartner, dass strukturierte Prozesse der Informationssicherheit definiert und umgesetzt sind. Vor allem in einem Geschäftsfeld wie der Gesundheitsversorgung, in dem viele hoch sensible persönliche Daten verarbeitet werden, ist dieses mittlerweile Vorrausetzung für eine vertrauenswolle Zusammenarbeit und erhöht die Chance neue Krankenkassen zu akquirieren bzw. erfolgreich an Ausschreibungen teilzunehmen, um das Wachstum der Gesellschaft voranzutreiben. Selbstverständlich besteht darüber hinaus das ertragseitige Risiko, das einzelne Verträge gekündigt werden können. Durch den bereits erwähnten Sparzwang der Krankenkassen ist die Wahrscheinlichkeit einer Kündigung von Selektivverträgen bei der momentanen wirtschaftlichen Lage leicht höher einzuschätzen als im Normalfall, auch wenn die Beobachtungen bisher eher gegensätzliches zeigen. Durch die Kündigung von Verträgen besteht bei einem nur begrenzten und untereinander stark vernetzten Kundenkreis immer die Gefahr eines Dominoeffekts. Das Ausfallrisiko von Forderungen spielt aufgrund von der Kundenstruktur (Krankenkassen) nur eine untergeordnete Rolle und auch konjunkturelle Schwankungen haben wenig Einfluss auf die Patientenzahlen und damit einhergehende Umsätze. Unabhängig vom medizinischen Nutzen müssen die Selektivverträge wirtschaftlich attraktiv für die einzelnen Leistungserbringer gestaltet werden, um auf knappe Ressourcen von Netzwerkpartnern wie bspw. eine Psychotherapie zugreifen zu können. Daher ist es entscheidend eine vergleichbare Vergütung wie in der Regelversorgung anbieten zu können. Steigt die Vergütung in der Regelversorgung ist es dementsprechend zwingend erforderlich, auch die Vergütung in den Selektivverträgen mit den einzelnen Krankenkassen zu verhandeln und anzupassen. Bleiben die Vergütungsanpassungen aus, sinkt die Attraktivität der Selektivverträge auf Seiten der Netzwerkpartner und die IVPNetworks GmbH kann auf weniger Netzwerkpartner zurückgreifen, welche für die Umsetzung der verschiedenen Versorgungskonzepte essenziell sind. Die damit einhergehenden fehlenden Netzwerkpartner wirken sich zeitgleich negativ auf die Chance aus, Versorgungsverträge mit weiteren Krankenkassen zu schließen, da weniger Netzwerkpartner ihre Versorgung im Rahmen von Selektivverträgen bereitstellen und dementsprechend die Versicherten der teilnehmenden Krankenkassen nicht mehr oder nicht mehr in der vorherigen Anzahl zeitnah versorgt werden können.
Hamburg Dr. Norbert Paas, Geschäftsführer Dr. Matthias Walle, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023IVPNETWORKS GMBH, HAMBURGI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zum Unternehmen Die IVPNetworks GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 124918 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Von den Erleichterungen gemäß § 288 HGB i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 2. Angewandte Bewertungsmethoden Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über eine gewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. vier Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen wurden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Für die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage im Anhang. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten EUR 13.045,86 (31.12.2022: EUR 6.737,72) gegen verbundene Unternehmen, die auch gleichzeitig in Höhe von EUR 7.310,80 (31.12.2022: EUR 3.237,33) den Forderungen gegen Gesellschafter mitzugehörig sind. 3. Sonstige Rückstellungen
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten EUR 36.452,71 (31.12.2022: EUR 71.160,51) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 1.876.311,61 (31.12.2022: EUR 1.233.767,72) den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehörig. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind EUR 2.173,64 (31.12.2022: EUR 779,72) aus Zinsen von verbundenen Unternehmen enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 185.475,87 (31.12.2022: EUR 185.475,87), die gleichzeitig gegenüber verbundenen Unternehmen sind. Das Risiko, das die Bürgschaften gezogen werden, wird als sehr gering eingeschätzt, da unsere Schwesterfirma ihre Gewinne stetig steigern kann und somit in der Lage ist, die vertraglichen Verpflichtungen aus eigener Liquidität zu erfüllen. Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
2. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind: Herr Dr. Norbert Paas, kaufmännischer Geschäftsführer und Herr Dr. Matthias Walle, medizinscher Geschäftsführer. Von den Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer durchschnittlich während des Geschäftsjahres: 146 Arbeitnehmer (Vorjahr: 170) und 3 Auszubildene (Vorjahr: 3) 4. Treuhandvermögen Zum Bilanzstichtag werden Treuhandvermögen aus abgerechneten Leistungen gegenüber Krankenkassen in Höhe von EUR 110.095,62 (31.12.2022: EUR 99.257,88), bei denen die Gesellschaft nicht selbst als Leistender auftritt, ausgewiesen.
Hamburg Dr. Norbert Paas, Geschäftsführer Dr. Matthias Walle, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IVPNetworks GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IVPNetworks GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IVPNetworks GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 19. Juli 2024 Baker
Tilly GmbH
Michael Esser, Wirtschaftsprüfer Britta Martens, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.7.2024. |
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