Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 18746
Eingetragen
10.8.2021
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Eingehen, Halten, Verwalten und Verkaufen von Beteiligungen an Unternehmen sowie die Erbringung von Beratungsdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuela Schreiber
seit 10.8.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
28.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IMMOVATION Immobilien Handels AG

Kassel

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Das Geschäftsmodell der IMMOVATION Immobilien Handels AG mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend als "IMMOVATION-Unternehmensgruppe" oder "Konzern" bezeichnet) basiert auf einem breitgefächerten Leistungsangebot rund um die Immobilie. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1996 (Vorläufergesellschaft) ist eine Unternehmensgruppe mit mehreren Firmen entstanden. Die Aufgaben der einzelnen Firmen entsprechen der vollständigen Wertschöpfungskette der Immobilienbranche.

Im Zentrum der Geschäftstätigkeit der IMMOVATION-Unternehmensgruppe stehen der An- und Verkauf (Handel), die Projektierung klassischer Revitalisierungsobjekte und urbaner Entwicklungsgrundstücke sowie das Bestandsmanagement von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. Die Research- und Investitionsschwerpunkte liegen hauptsächlich in guten A- und B-Lagen deutscher Städte und Ballungsgebiete.

Private Anleger sind mit Genussrechten an der IMMOVATION Immobilien Handels AG unternehmerisch beteiligt und partizipieren an der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette des Unternehmensverbundes. Institutionelle Investoren können sich mit maßgeschneiderten Anlagen individuell an den Projekten der IMMOVATION-Unternehmensgruppe beteiligen.

2. Forschung und Entwicklung

Hier sind keine Angaben erforderlich.

3. Zweigniederlassungen

Hier sind keine Angaben erforderlich.

4. Organisation und Konzernstruktur

Seit dem Jahr 2002 wurde die IMMOVATION Immobilien Handels AG zu einer Unternehmensgruppe mit 23 Firmen entwickelt. Bis auf die IMMOVATION Immobilien Handels AG erfüllen die einzelnen Gesellschaften jeweils spezifische bzw. projektbezogene Aufgaben. Ihre Geschäftsfelder entsprechen der vollständigen Wertschöpfungskette der Immobilienbranche: Angefangen vom Objekt-Research und -Ankauf, gegebenenfalls erforderliche Bautätigkeiten inklusive Projektmanagement, über die Immobilien-Verwaltung bis hin zum Verkauf der Objekte.

Besonders wichtige Rollen für die Wertschöpfung der Unternehmensgruppe spielen die Tochtergesellschaften ex ante Beratungsgesellschaft in Liegenschaften mbH, iCapital - Consulting- & Vertriebsgesellschaft mbH, die Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbH sowie die Immokles AG.

Die ex ante Beratungsgesellschaft in Liegenschaften mbH ist Property- und Facility-Managerin des größten Teils des Immobilienbestandes der Unternehmensgruppe. Die iCapital GmbH ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. §2 Abs. 2 WpIG. Sie ist zuständig für die Finanzierung der unternehmenseigenen Immobilienprojekte und den Vertrieb von Schuldverschreibungen und Anleihen der IMMOVATION-Unternehmensgruppe. Die 2009 gegründete Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbH und die 2014 gegründete Immokles AG erfüllen wesentliche Funktionen in den Bereichen Ankauf, Projektierung, Revitalisierung, Sanierung, Verwaltung und dem strukturierten Verkauf von Immobilien-Liegenschaften.

Herausragende Beispiele für die besonderen Chancen zur Wertschöpfung unter Mitwirkung der Firmen des Unternehmensverbundes sind die Projektierung und der Verkauf urbaner Grundstücke für den Wohnungsbau in Dresden und Kassel sowie die abgeschlossene Revitalisierung des Industriedenkmals Salamander-Areal in Kornwestheim, die Konversion eines ehemaligen Kasernengeländes in Kassel sowie das abgeschlossene Wohnungsbau- und Denkmalsanierungs-Projekt "Höfe am Kaffeeberg" in Ludwigsburg.

Zur Finanzierung von Immobilienprojekten in Deutschland bietet die IMMOVATION-Unternehmensgruppe verschiedene Optionen der Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für private Kapitalanleger wurde bereits im Jahr 2004 eine erste Genussrechtstranche aufgelegt. In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette mit drei Immobilienfonds (platziert), zwei weiteren Genussrechtstranchen (platziert) sowie einer platzierten Retail-Anleihe (Börse Stuttgart) ergänzt. Für weitere Immobilien-Projekte hat die Unternehmensführung neue Wege der Finanzierung eingeschlagen. Der Fokus wurde auf das Angebot individueller Beteiligungsprodukte für institutionelle Investoren gerichtet. Das erste Investment dieser Art ist eine Anleihe des Tochterunternehmen Immokles AG. Eine Anleihe wurde Ende 2015 vollständig im Rahmen einer Privatplatzierung von Versicherungen und Pensionskassen gezeichnet. Weitere maßgeschneiderte Beteiligungen für institutionelle Investoren sind in den Jahren 2016 und 2019 erfolgt. Als ergänzende Fremdkapitalquelle hat die IMMOVATION AG im September 2018 eine Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einem Emissionsvolumen von bis zu 20 Mio. EUR begeben. Die Platzierung wurde im September 2019 prospektgemäß beendet. Das Kapital dient zur Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums, insbesondere des Portfolioaufbaus mit dem Schwerpunkt Wohnen in Deutschland.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum Ende des Jahres 2022 "spürbar abgeschwächt". Im letzten Quartal des Jahres sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Entsprechend fiel das Jahresergebnis um ein Zehntel geringer aus und wurde auf 1,8 Prozent reduziert. Als Ursache des Rückgangs sieht das BMWK vor allem eine schwache Entwicklung des privaten Konsums und der Investitionen im vierten Quartal 2022. "Die Industrie werde weiterhin durch die hohe Unsicherheit und die hohen Energiepreise belastet." ("Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2023", BMWK, Pressemitteilung, 13.02.2023)

Im ersten Quartal 2023 hat sich die konjunkturelle Lage nach Ansicht des BMWK besser entwickelt als noch zu Jahresbeginn angenommen: Der milde Winter und die hohen Füllstände in den Gasspeichern habe zu einer ausreichenden Gasverfügbarkeit in Deutschland und Europa beigetragen.

Die Weltmarktpreise für Gas lägen wieder auf dem Niveau vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Der Höhepunkt des Anstiegs der Verbraucherpreise dürfte damit überschritten sein, so das BMWK.

Die Industrieproduktion hat sich nach Einschätzung des BMWK infolge der weiteren Normalisierung der Lieferketten- und Materialengpässe sowie der moderaten globalen Erholung zuletzt spürbar belebt. Auch die Produktion in den energieintensiven Branchen, die infolge der gestiegenen Gas- und Strompreise im zweiten Halbjahr 2022 deutlich zurückgefahren worden sei, zeige im ersten Quartal eine positive Entwicklung. Auch die Bauwirtschaft habe von der überwiegend milden Witterung im Winter profitieren können. Bestehende Aufträge seien abgearbeitet worden. Die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) seien im Februar erneut gesunken, nachdem sie im Dezember trotz des Weihnachtsgeschäfts deutlich zurückgegangen und im Januar in etwa konstant geblieben waren. Das Konsumklima dürfte sich in den kommenden Monaten laut BMWK weiter erholen, auch wenn die inflationsbedingten Kaufkraftverluste weiterhin belastend wirken. ("Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Mai 2023", BMWK)

Nachdem die Verbraucherpreise im Januar und Februar 2023 in Deutschland noch bei jeweils 8,7 Prozent gelegen haben, hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise etwas verlangsamt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging die Teuerungsrate im März auf 7,4 Prozent zurück. Im April fiel der Anstieg der Verbraucherpreisemit mit durchschnittlich 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat noch einmal geringer aus. Das sei der niedrigste Stand seit August 2022. Trotz dieses Rückgangs der Gesamt-Inflationsrate haben die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 17,2 Prozent erneut massiv zugenommen.

Der Anstieg der Energiepreise lag dagegen - wie schon im März - mit einem Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erneut klar unterhalb der Gesamt-Inflationsrate. Experten zufolge dürften Nahrungsmittel auch in den kommenden Monaten die maßgeblichen Treiber der Inflationsrate sein. ("7,2 Prozent Teuerung im April Inflationsrate sinkt nur leicht", tagesschau.de, 28.04.2023)

Die jüngsten Konjunktur- und Frühindikatoren sprachen nach Ansicht des BMWK für eine konjunkturelle Belebung im ersten Quartal. Auch die Frühjahrsprognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, sind beide von einem leicht positiven Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zu Jahresbeginn ausgegangen, so das BMWK. ("Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Mai 2023", BMWK)

Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal 2023 konnte die optimistischen Prognosen der Sachverständigen jedoch nicht erfüllen; Das BIP Deutschlands blieb im ersten Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal unverändert (0,0 Prozent). Das teilte das Statische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mit. Dem war ein Rückgang des BIP von -0,5 Prozent im vierten Quartal 2022 vorausgegangen. Nach Angaben von Destatis verringerten sich zum Jahresbeginn 2023 sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben. Positive Impulse kämen hingegen von den Investitionen und den Exporten. ("Bruttoinlandsprodukt stagniert im 1. Quartal 2023", destatis.de, 28.04.2023)

Für den weiteren Jahreslauf 2023 rechnet die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprojektion mit einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,4 Prozent. Für das kommende Jahr erwartet sie ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Die Inflationsrate habe ihren Höhepunkt bereits hinter sich gelassen, bleibe aber zunächst noch auf hohem Niveau. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr mit einer jahresdurchschnittlichen Rate von 5,9 Prozent. Im Jahr 2024 dürfte sich die Preisdynamik noch weiter beruhigen und die Inflationsrate auf 2,7 Prozent sinken. Belastungen und Risiken für die konjunkturelle Entwicklung sieht die Bundesregierung in den noch sehr hohen Preissteigerungsraten, den ungünstigeren Rahmenbedingungen in der Bauindustrie mit Blick auf die Kostenentwicklung sowie in ungünstigeren Finanzierungsbedingungen. ("Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Mai 2023", BMWK)

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Lage der Immobilienbranche wird - ebenso wie die Situation in allen anderen Branchen -durch gestiegene Rohstoffpreise, den Veränderungen der Finanzierungsbedingungen als Folge der Inflation, sowie noch immer bestehenden Lieferengpässen und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit in Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine beeinflusst.

In seinem Frühjahrsgutachten 2023 beschreiben die Experten des Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) die aktuellen Bedingungen für den Immobilienmarkt:

"In der Bauwirtschaft führten Materialengpässe und hohe Preissteigerungen bei Baustoffen, neben den hohen Kapazitätsauslastungen und dem Personalmangel, zu unerwarteten Kostensprüngen und zunehmenden Stornierungen im Wohnungsbau. Die Bauinvestitionen, die bislang eine der wichtigsten Säulen der Wirtschaft darstellten, erlebten 2022 einen realen Rückgang um über 1,4 Prozent. 2023 könnten sie real um 2,5 Prozent sinken."

Aufgrund der von der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Inflationsbekämpfung erhöhten Zinsen sind Finanzierungskosten für kreditfinanzierte Projekte deutlich gestiegen. Dies bremste in 2022 laut ZIA den bereits im Jahr 2021 geschwächten Wohnungsneubau weiter aus. Angesichts einer Lücke zwischen den Baukosten und erzielbaren Mieten würden nicht nur Privatpersonen vor einem Neubau zurückschrecken, sondern auch zunehmend Projektentwickler. Obwohl das Wohnungsdefizit den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht haben dürfte, bestehen nach Ansicht der Immobilienweisen aber weiterhin langfristige Perspektiven im Bausektor.

Die kriegsbedingte Zuwanderung von geschätzten 1,1 Mio. Menschen aus der Ukraine hat auf dem Markt für Wohnimmobilien nach Einschätzung des ZIA zu einer erheblichen zusätzlichen Nachfrage von rund 200.000 Wohnungen geführt. Die Mieten für Wohnungen (Angebotsmieten, hedonisch, nur Bestand) seien auch im Jahr 2022 weiter gestiegen und hätten zum Ende des vierten Quartals durchschnittlich 9,10 Euro/m 2 /Monat erreicht. Der Anstieg sei mit +5,2 Prozent deutlich stärker als in den Vorjahren (2020: +3,1 Prozent, 2021: +3,7 Prozent).

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen (Angebotspreis, hedonisch, Bestand) seien 2022 bundesweit im Jahresvergleich zu 2021 nochmals deutlich um 7,8 Prozent auf 3.324 Euro/m 2 gestiegen. Gegenüber dem zweiten Quartal 2022 kam es jedoch zu einem Rückgang um 3,2 Prozent, wobei dieser in den westdeutschen kreisfreien Städten mit -4,4 Prozent am stärksten gewesen sei. ("Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2023 des Rates der Immobilienweisen", Zusammenfassung, ZIA, 14.02.2023)

Marktbeobachter des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdpResearch GmbH) sehen ebenfalls Herausforderungen für den deutschen Immobilienmarkt: "Steigende Zinsen führen sowohl bei Investoren als auch bei den privaten Haushalten zu einer geringeren Nachfrage nach Immobilien." Als Ursachen benennen die Experten vielfältige Belastungsfaktoren wie den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die hohe Inflation, die damit einhergehende restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die auch in langen Laufzeiten deutlich gestiegenen Zinsen.

Diese vielfältigen Einflüsse wirken sich auch auf den gewerblichen Immobilienmarkt aus. Die Preise für Gewerbeimmobilien sanken nach Angaben des vdp im vierten Quartal 2022 um 2,9% gegenüber dem Vorquartal und um 4,4% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Positiv zu werten sei, dass der befürchtete deutliche Wirtschaftsabschwung bislang nicht eingetreten ist und sich die wirtschaftliche Entwicklung robust zeige - genauso wie der Arbeitsmarkt. ("Immobilienpreise drehen", Immobilienpreisindizes, vdpResearch GmbH, 10.02.2023)

Die Nachfrage von Investoren und privaten Haushalten nach Immobilien habe sich auch im ersten Quartal 2023 nicht erholt, konstatieren die Marktforscher des vdp im Mai 2023. Im Vergleich zum Vorquartal verringerten sich die Preise bezogen auf den gesamten Immobilienmarkt demnach um 2,3%. Insgesamt führten die aktuellen Belastungsfaktoren zu einem Preisrückgang über alle Objektklassen hinweg, wenngleich auch in unterschiedlicher Ausprägung.

Für den Wohnimmobilienmarkt berechnet der vdp einen Preisrückgang um 2,1% im Jahresvergleich und um 2,0% im Quartalsvergleich. Dabei hätten sich die Wohnimmobilienpreise - verglichen mit der Entwicklung bei Gewerbeimmobilien - noch recht robust gezeigt. Die sei auf die nach wie vor niedrige Bautätigkeit und die hohe Nachfrage nach Wohnraum zurückzuführen, beides wirke stabilisierend, habe aber auch zur Konsequenz, dass die Mieten für Wohnraum stark ansteigen.

Die Preise für Gewerbeimmobilien haben nach Angaben des vdp um 8,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal und um 3,6% für das Vorquartal nachgegeben. Auslöser für die zunehmende Zurückhaltung auf Investorenseite sind nach Einschätzung der Beobachter des Immobilienmarktes vor allem das veränderte Zinsumfeld, die damit einhergehenden anziehenden Finanzierungskonditionen sowie als Folge des allgemeinen Renditeanstiegs geänderte Renditeerwartungen. ("vdp-Immobilienpreisindex: Preiskorrektur am Immobilienmarkt hält weiter an", Immobilienpreisindizes, vdpResearch GmbH, 10.05.2023)

Investitionen in Wohnimmobilien haben im Geschäftsjahr das hohe Niveau des Jahres 2021 nicht gehalten. Nach Angaben des Beratungsunternehmens Savills wurden in Deutschland im Jahr 2022 Wohnimmobilien für rund 12,3 Mrd. Euro gehandelt (Transaktionen ab 50 Wohnungen). Das entspricht nicht einmal einem Viertel des Rekordtransaktionsvolumens aus dem Jahr 2021 (52,1 Mrd. Euro). Angesichts der Zinswende erwarten Investoren eine deutliche Preiskorrektur, zu der bislang die wenigsten Eigentümer bereit sind, so Savills. Ein jetziger Einstieg in den Markt sei aus Investorensicht "herausfordernd".

Positiv für Eigentümer von Immobilienbeständen: Das Leerstandsrisiko für vermiete Objekte sei weiter gesunken und daher könne mit weiter steigenden Mieten gerechnet werden. Dies spiele den Eigentümern in die Hände. ("Wohnimmobilienmarkt Deutschland - Mehr Angebot trifft auf zurückhaltende Investoren", Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Pressemitteilung, 09.01.2023)

Auch im ersten Quartal des Jahres 2023 registriert Savills Zurückhaltung bei Investoren: Im ersten Quartal wurden demnach in Deutschland Wohnimmobilien für etwa 1,2 Mrd. Euro gehandelt. Im Vergleich habe es im Mittel der vergangenen zehn Jahre pro Quartal durchschnittlich dreimal so viele Verkäufe gegeben. Auf der Angebotsseite könne das Transaktionsvolumen im Jahr 2023 leicht einen zweistelligen Milliardenbetrag erreichen. Fraglich sei, ob die Nachfrage ausreichen werde, da die aktuellen Angebotspreise auf dem Wohninvestmentmarkt für Fremdkapitalinvestoren oft nicht darstellbar seien.

Das Fazit des Beratungsunternehmens: Die weitere Entwicklung des Wohninvestmentmarktes wird maßgeblich von der Geschwindigkeit des Preisanpassungsprozesses und den politischen Maßnahmen abhängen. Da wir grundsätzlich eine hohe Nachfrage institutioneller Investoren nach Neubauprodukten beobachten und mit einer baldigen Stabilisierung der Preise rechnen, sollten Transaktionen erleichtert werden. ("Market in Minutes Wohnimmobilienmarkt", Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Pressemitteilung, 05.04.2023)

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 hat erneut die Erwartungen der Unternehmensführung erfüllt. Besonders erfreulich ist, dass die prognostizierte Grundausschüttung für die Inhaber von Genussrechten wieder ausgezahlt werden kann.

Die Bilanzsumme der IMMOVATION-Unternehmensgruppe beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 234.284,7 (i.Vj. TEUR 232.524,0). Bis zum Jahresende 2022 wurden rund 118,2 Mio. EUR Gesamtkapital inklusive Zinszahlungen an die Anleger der 1., 2. und 3. Genussrechtstranche zurückgeführt.

3. Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der IMMOVATION-Unternehmensgruppe hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt stabil entwickelt.

Ertragslage

Insgesamt hat die IMMOVATION-Unternehmensgruppe das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.173,8 abgeschlossen.

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich im Zeitablauf der vergangenen drei Geschäftsjahre (2020-2022) wie folgt dar:

Gesamtleistung
TEUR
Materialaufwand
TEUR
Rohergebnis
TEUR
Personalaufwand
TEUR
Abschreibungen
TEUR
2020 76.705,7 12.810,0 63.895,7 2.034,5 4.893,1
2021 28.468,9 12.265,6 16.203,2 1.825,1 4.961,1
2022 21.162,5 6.414,6 14.747,8 1.806,8 5.418,7
sonst. betr. Aufwand
TEUR
negativer Saldo Zinsertrag abzgl. Zinsaufwand
TEUR
Jahresüberschuss
TEUR
2020 3.557,3 6.587,0 33.291,0
2021 1.923,8 4.908,4 2.976,0
2022 2.119,1 4.523,1 2.173,8

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Geschäftsentwicklung der einzelnen Bereiche sowie weitere Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

Unternehmensgruppe 2022
TEUR
2021
TEUR
Rohergebnis aus der Hausbewirtschaftung 12.697,8 8.607,4
Rohergebnis aus dem Verkauf von Grundstücken 0,7 2.157,4
Rohergebnis Übrige 2.049,3 5.438,3
Summe Rohergebnis 14.747,8 16.203,1
Personalaufwand -1.806,8 -1.825,1
Abschreibungen -5.418,7 -4.961,1
sonstige betriebliche Aufwendungen -2.119,1 -1.923,8
Beteiligungs- und ähnliche Erträge 277,6 290,8
Finanzergebnis -4.5223,1 -4.908,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.018,7 102,8
Ergebnis nach Steuern 2.176,5 2.978,5
Sonstige Steuern 2,7 2,5
Jahresergebnis 2.173,8 * 2.976,0

* Aufgrund des Ausweises in TEUR kann es zu geringfügigen, rundungsbedingten Differenzen kommen.

Die nachfolgenden Kennzahlen spiegeln die Ertragslage wider:

Kennzahlen 2022
%
2021
%
Return on Sales (Jahresüberschuss / Gesamtleistung) 10,3 10,5
Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) 30,3 43,1
Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) 8,5 6,4
Abschreibungsquote (Abschreibungen / Gesamtleistung) 25,6 17,4
Zinsdeckungsgrad (EBITDA / Zinsaufwand) 2,4 2,6
Kennzahlen 2022
TEUR
2021
TEUR
EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) 5.678,2 7.781,6
EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des AV) 11.096,9 12.742,6

Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht (siehe Anlage Konzernkapitalflussrechnung).

2022
TEUR
2021
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.773,9 18.095,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.445,6 -878,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.022,6 -6.678,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.228,9 41.923,2

Im Geschäftsjahr 2022 betrug die zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelfonds TEUR 31.694,3.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR 10.773,9 und ist im Wesentlichen geprägt durch Abschreibungen und Zinsaufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2022 investierte die IMMOVATION-Unternehmensgruppe in das Anlagevermögen TEUR 41.235,3. Saldiert mit den Abgängen aus dem Konsolidierungskreis sowie unter Berücksichtigung der erhaltenen Zinsen (TEUR 158,7) ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -38.445,6.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf TEUR -4.022,6. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus den gezahlten Zinsen (TEUR 4.681,5) und der Rückzahlung von Genussrechten (TEUR 3.115,7). Mittelzuflüsse ergaben sich durch die Neuaufnahme von Darlehen (TEUR 4.726,8).

Zum Bilanzstichtag verfügt die IMMOVATION-Unternehmensgruppe über einen Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 10.228,9.

Der Vorstand des Konzerns überwacht die in Kreditverträgen verankerten Bedingungen (Covenants), um Kündigungen der Kreditinstitute zu vermeiden.

Die für die IMMOVATION-Unternehmensgruppe maßgebliche Kennzahl "Funds from Operations (FFO)" beträgt zum Bilanzstichtag 2022 TEUR 7.592,5 und ermittelt sich wie folgt:

Kennzahlen 2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss 2.173,8 2.976,0
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.417,9 4.961,1
+ Abschreibungen auf das Umlaufvermögen 0,8 0,0
= FFO 7.592,5 7.937,1

Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash-Pooling) können wir das Fremdfinanzierungsvolumen reduzieren. Das Cash-Pooling ermöglicht der IMMOVATION Immobilien Handels AG, die Liquiditätsüberschüsse einzelner Tochtergesellschaften zu nutzen, um den Geldbedarf anderer Konzernunternehmen intern zu finanzieren.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Vermögenslage

Im Zeitablauf der vergangenen Abschlussstichtage (2020-2022) hat sich die Vermögenslage wie folgt entwickelt:

Immaterielle Vermögensgegenstände u. Sachanlagen
TEUR
Finanzanlagen
TEUR
Vorräte
TEUR
Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
TEUR
2020 176.769,8 4.975,7 12.001,0 10.037,3
2021 173.551,0 4.420,1 2.970,0 9.634,6
2022 206.823,3 4.611,6 4.098,8 8.463,4
Flüssige Mittel
TEUR
Rechnungsabgrenzungsposten
TEUR
Bilanzsumme
TEUR
2020 31.385,0 67,2 235.236,0
2021 41.923,3 25,1 232.524,0
2022 10.228,9 58,7 234.284,7

Die Konzernbilanzsumme der IMMOVATION-Unternehmensgruppe beträgt zum Stichtag TEUR 234.284,7.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 211.434,9. In 2022 investierte die IMMOVATION-Unternehmensgruppe vor Konsolidierung TEUR 41.264,8 in das Anlagevermögen. Damit lagen die Investitionen in Sachanlagen (TEUR 41.070,7) erheblich über dem Niveau der Abschreibungen von Sachanlagen (TEUR 5.415,3). Das Anlagevermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 90,3 % und ist somit wesentlicher Bestandteil der Bilanz.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 22.849,8. 17,9 % entfallen hiervon auf die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und andere Vorräte, 37,0 % auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. 44,8 % auf die flüssigen Mittel sowie 0,3 % auf den Rechnungsabgrenzungsposten.

Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Stichtag TEUR 72.745,8. Dabei wurde eine Eigenkapitalquote von 31,0 % erreicht.

Das Genussrechtskapital der IMMOVATION-Unternehmensgruppe beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 13.217,3 und hat damit einen Anteil von 5,6 % an der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten der IMMOVATION-Unternehmensgruppe beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf insgesamt TEUR 146.504,7 und bestehen im Wesentlichen aus den Anleihen (TEUR 103.000,0) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 36.283,6).

Eigenkapital
TEUR
Genussrechtskapital
TEUR
Rückstellungen
TEUR
Anleihen
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
TEUR
Erhaltene Anzahlungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
TEUR
2020 62.476,8 20.613,8 5.248,5 103.000,0 35.118,0 1.773,4
2021 71.524,2 16.333,0 2.033,4 103.000,0 31.565,9 1.663,9
2022 72.745,8 13.217,3 899,1 103.000,0 36.283,6 1.805,4
Verbindlichkeiten IMMOVATION-Gruppe (Beteiligungen)
TEUR
sonstige Verbindlichkeiten
TEUR
Rechnungsabgrenzungsposten
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
Bilanzsumme
TEUR
2020 0,0 5.235,7 149,6 1.620,2 235.236,0
2021 0,0 4.890,4 137,4 1.375,9 232.524,0
2022 1.920,0 3.495,7 192,6 725,2 234.284,7

Die nachfolgenden Kennzahlen spiegeln die Vermögens- und Kapitalstruktur wider:

Kennzahlen 2022
%
2021
%
Eigenkapitalquote 31,0 30,8
Anlagenintensität 90,3 76,5
Forderungsquote 3,4 3,5
Working Capital Ratio (Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten) 2,5 7,5

Die für die IMMOVATION-Unternehmensgruppe maßgebliche Kennzahl "Net Asset Value (NAV)" beträgt zum Bilanzstichtag 2022 EUR 223.181.451,18. Die "Loan-to-Value-Ratio (LTV)" beträgt 41,04 %. Die Ermittlung der Kennzahlen ist im Folgenden dargestellt:

Gesellschaft Projekt / Immobilie Vermögen (Marktwert)
EUR
Verbindlichkeiten
EUR
Verwaltungsgebäude Kassel Brandenburger Straße 11 3.117.574,92 0,00
IMMOVATION AG Portfolio Kassel / Genussrechte + Anleihe 1.007.227,27 16.217.330,00
IMMOVATION AG & Co. 3. KG Portfolio KWH, MG, KS, SU und LB 47.696.059,00 17.044.067,89
IMMOVATION Projekt KS GmbH & Co. 4. KG Wohnanlage Hirtenweg 26 u.a. Kassel 7.730.232,00 2.858.368,49
IPSAK GmbH Salamander-Areal: Bestand 131.046.107,68 55.000.000,00
Salamander-Areal: BV "Stadtvillen" 244.676,57 0,00
Salamander-Areal: BV "REWE" 2.162.563,58 0,00
IP Höfe am Kaffeeberg LB GmbH Wohnanlage "Höfe am Kaffeeberg" Ludwigsburg 810.998,53 0,00
IPSAK Energie GmbH Salamander-Areal: Energieversorgung 10.753.756,20 0,00
IP Schweizer Bau Backnang GmbH 22.584.265,64 0,00
IP Hohe Geest GmbH Portfolio Delmenhorst / Cuxhaven 57.189.975,99 12.887.500,00
IP Seeviertel GmbH Portfolio Salzgitter 67.063.539,61 45.000.000,00
IP Königswinkel GmbH 16.376.637,45 6.351.988,06
* IMMOVATION-Unternehmensgruppe Guthaben bei Kreditinstituten 10.757.091,17 0,00
Summen 378.540.705,62 155.359.254,44
NAV-Saldo 223.181.451,18
LTV 41,04%

Erläuterungen

Verwaltungsgebäude Kassel Wertermittlung: Nutzflächen x Jahresmarktmiete x Faktor - IVD-Preisspiegel Hessen 2023
IMMOVATION AG Wertermittlung: Forderung Kaufpreise (Wert aus Bilanz 31.12.2022)
IMMOVATION AG Genussrechtskapital / Anleihe: Eingezahltes Kapital (Wert aus Bilanz 31.12.2022)
IMMOVATION AG & Co. 3. KG Wertermittlung: Verkehrswerte aus Rechenschaftsbericht zum 31.12.2022
IMMOVATION AG & Co. 3. KG Darlehen KSK Ludwigsburg + SSK Düsseldorf + Volksbank Kassel Göttingen eG+ Raiffeisenbank Baunatal eG
IMMOVATION Projekt KS GmbH & Co. 4.KG Werteermittlung: Kaufpreise - IVD-Preisspiegel Nordhessen 2023
IMMOVATION Projekt KS GmbH & Co. 4.KG Darlehen Volksbank Kassel Göttingen eG + Bausparkasse Schwäbisch Hall
IPSAK GmbH - Bestand Wertermittlung: IST-JNKM per 31.12.2022 x Faktor - empirica Marktdaten
IPSAK GmbH - Bestand 2. IPSAK - Anleihe
IPSAK GmbH - BV "Stadtvillen" Wertermittlung: Forderung Kaufpreise (Wert aus Bilanz 31.12.2022)
IPSAK GmbH - BV "REWE" Wertermittlung: Forderung Kaufpreise (Wert aus Bilanz 31.12.2022) + Kaufpreisliste Gewerbeflächen
IP Höfe am Kaffeeberg LB GmbH Wertermittlung: Grundstücksbestand + Forderung Kaufpreise (Wert aus Bilanz 31.12.2022)
IPSAK Energie GmbH Wertermittlung: 11-fach EBITDA
IP Schweizer Bau Backnang GmbH Wertermittlung: IST-JNKM per 31.12.2022 x Faktor - empirica Marktdaten
IP Hohe Geest GmbH Wertermittlung: IST-JNKM per 31.12.2022 x Faktor - Value Marktdaten
IP Hohe Geest GmbH Darlehen DG Hyp AG
IP Seeviertel GmbH Wertermittlung: IST-JNKM per 31.12.2022 x Faktor - empirica Marktdaten
IP Seeviertel GmbH 2. Immokles AG - Anleihe
IP Königswinkel GmbH Wertermittlung: IST-JNKM per 31.12.2022 x Faktor - empirica Marktdaten + Neubau-Potenzial
IP Königswinkel GmbH Darlehen Deutsche Kreditbank AG Berlin
IMMOVATION-Unternehmensgruppe Guthaben bei Kreditinstituten inkl. IMMOVATION Projekt KS GmbH & Co. 4. KG (Wert aus Bilanzen 31.12.2022)

* = inklusive nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen

III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die IMMOVATION-Unternehmensgruppe wird von ihren Mitarbeitern in vielfältigen Funktionen mit einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Qualifikationen geprägt. Mit ihren Talenten, Fähigkeiten und ihrem Einsatz tragen diese jeden Tag maßgeblich dazu bei, dass wir bevorzugte Wahl für Mieter und Käufer- und ein attraktives Investment für unsere Anleger sind. Sie sichern unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Der größte Teil der Mitarbeiter ist nach wie vor am Firmenstandort in Kassel tätig. Nachdem mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Geschäftsjahr ausgeschieden sind, ist für das kommende Geschäftsjahr vorgesehen, den Personalstand in der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung wieder auszugleichen und darüber hinaus weiteres Personal einzustellen.

Die Vielfalt der Mitarbeiter sieht die Unternehmensführung als Chance. "Diversity Management" ist daher zentraler Teil der nachhaltigen Personalstrategie. Die IMMOVATION-Unternehmensgruppe möchte jungen Menschen Perspektiven eröffnen, dazu dienen beispielsweise Personalentwicklungsmaßnahmen. Für dieses Ziel wird das Internet genutzt, um junge Bewerber anzusprechen und für das Unternehmen zu gewinnen.

1. Betriebliche Ausbildung: Nachwuchs aus den eigenen Reihen

Das Thema Ausbildung hat einen hohen Stellenwert für den Konzern: Unser Engagement in der Ausbildung wird kontinuierlich weitergeführt. Ausgebildet wird in den Berufen Immobilienkaufmann-/frau und Kaufmann/-frau für Büromanagement. Das Ziel ist es, den Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu gewinnen. Zum 31. Dezember 2022 waren zwei Auszubildende in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Für das kommende Geschäftsjahr ist vorgesehen, das Engagement in der Ausbildung fortzusetzen. Geplant ist die Besetzung von drei neuen Ausbildungsplätzen.

2. Gezielte Personalentwicklung

Gezielte Fort- und Weiterbildung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. Schulungen und Qualifizierungsprogramme werden gezielt mit dem Bedarf und den Zielsetzungen des Unternehmens abgestimmt. Der Nutzen aus dieser gezielten Förderung ist für Mitarbeiter und das Unternehmen hoch. Das Thema Mietrecht spielt eine große Rolle für die Objektbetreuer und beinhaltet auch komplexe Fälle mit besonderen Anfordernissen. Dieses Wissen vermittelt das Unternehmen anhand zahlreicher Fälle aus der Praxis in internen Gesprächsrunden mit der Rechtsabteilung, um die Mitarbeiter bei allen Themen aktiv zu unterstützen.

3. Unternehmerische Verantwortung

Im Zentrum des unternehmerischen Handelns steht eine stabile wirtschaftliche Entwicklung des Geschäfts. Das erfordert u.a. den Werterhalt des Immobilienbestands und die Einhaltung der eigenen Standards gegenüber unseren Mietern. Dafür trägt das Unternehmen die Verantwortung.

Um den Mietern dauerhaft gute Qualität sichern zu können, nimmt das Unternehmen seine Aufgaben so weit wie möglich selbst in die Hand - über gut ausgebildete und engagierte Objektbetreuer, Hausmeister, Maler und Gärtner.

IV. Prognosebericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach den Corona-bedingten Konjunktureinbrüchen im Jahr 2021 befand sich die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Geschäftsjahres auf Erholungskurs. Der Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine am 24. Februar 2022 änderte jedoch die wirtschaftliche Lage für viele Länder - auch für Deutschland. Während große Teile des Jahres 2022 von großer Sorge um die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung geprägt waren, sehen Unternehmen laut einer Umfrage des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Frühjahr 2023 positive Signale und die Perspektiven für die deutsche Konjunktur hätten sich "aufgehellt".

Als Ursache nennt das IW günstigere gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, besonders die bessere Versorgungslage mit Material. Eine Energiemangellage sei nicht eingetreten und der Energiekostenschock bilde sich zurück. Insbesondere im Dienstleistungssektor und im Investitionsgüterbereich überwiegen laut IW die Unternehmen mit einer positiveren Lagebeurteilung. Im Bereich Rohstoffe/Energie und im Baugewerbe werde die aktuelle Lage jedoch mehrheitlich schlechter beurteilt als vor einem Jahr.

Trotz der aufgehellten Stimmungslage in einigen Branchen bleiben die geopolitischen Risiken hoch, so das IW. Ein Ende des Krieges in der Ukraine sei im Frühjahr 2023 nicht absehbar. "Vielmehr ist zu befürchten, dass der Krieg und die damit verbundenen Belastungen - Produktionsstörungen, Kostenschocks, Nachfrageausfälle und Sonderausgaben (z.B. für Militär und Sicherheit) - eine mittelfristige Herausforderung darstellen." ("IW-Konjunkturumfrage Frühjahr 2023", IW-Report 27/2023, 06.05.2023)

Einen positiven Trend in der Grundstimmung von rund 9.000 Unternehmen spiegelt auch der ifo-Geschäftsklimaindex aus dem April 2023. Die Sorgen der deutschen Unternehmen lassen nach, aber der Konjunktur fehle es an Dynamik, so das ifo-Institut. Insgesamt zeigt der ifo-Index in den einzelnen Wirtschaftssektoren ein heterogenes Bild:

Im verarbeitenden Gewerbe hätten die optimistischen Stimmen laut ifo "merklich zugenommen". Die Produktion soll in den kommenden Monaten ausgeweitet werden, die Kapazitätsauslastung stieg auf einen Wert oberhalb des langfristigen Mittelwerts.

Die Stimmung im Dienstleistungssektor wurde mit Blick auf die kommenden Monate nach einer Aufwärtsbewegung in den letzten Monaten dagegen wieder pessimistischer. Händler zeigten sich etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Dafür habe der Pessimismus bei den Erwartungen abgenommen.

Im Bauhauptgewerbe stieg das Geschäftsklima zwar "aber die Sorgen bleiben groß", so die Wirtschaftsforscher. Die Einschätzung der aktuellen Lage sei hier auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2015 gefallen. ("ifo Geschäftsklimaindex gestiegen", Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im April 2023, 24.04.2023)

Noch im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung für 2023 eine Rezession als Folge des Krieges in der Ukraine befürchtet. Diese Einschätzung hat sich nach dem ersten Quartal 2023 gewandelt. Nun rechnet die Bundesregierung mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung: Statt mit einem Wachstum von 0,2 Prozent geht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nun von einem Plus von 0,4 Prozent aus. Hintergrund für den positiveren Konjunkturtrend sei ein Anstieg der Produktion in der Industrie. Auch der Außenhandel ziehe deutlich an.

Zuversichtlich zeigt sich Wirtschaftsminister Habeck auch mit Blick auf einen Rückgang der Inflationsrate: "Der Scheitelpunkt der Inflation ist erreicht". Ein deutlicher Rückgang sei bei den Energiepreisen sichtbar. "Wir sind unter dem Schwellwert für die Gas- und Strompreisbremsen angekommen." Verbraucherinnen und Verbraucher würden jedoch von den nachlassenden Preisen nicht "sofort profitieren". Als Grund dafür werden die hohen Energiepreise der vergangenen Monate angeführt. Sie würden auch die aktuellen Preise beeinflussen.

Nach einer Inflationsrate von 6,9 Prozent im vergangenen Jahr geht die Bundesregierung von 5,9 Prozent für 2023 und von 2,7 Prozent im kommenden Jahr aus. Treiber der Inflation seien inzwischen vor allem die Nahrungsmittelpreise. ("Konjunkturprognose: Regierung hebt Wachstumsprognose für 2023 auf 0,4 Prozent an", zeit.de, 26.04.2023)

Ob diese Prognose dem tatsächlichen Verlauf der Inflation entsprechen wird, wird die Zukunft zeigen. In ihrer letzten Sitzung vom 04. Mai 2023 zeigt sich die Europäische Zentralbank (EZB) gewillt, den Kampf gegen die Inflation entschlossen fortzusetzen. Obwohl die Gesamtinflation ist in den letzten Monaten zurückgegangen ist, gehen die Währungshüter davon aus, dass sie noch "über einen zu langen Zeitraum" hoch bleiben wird. Nach einer Reihe von Zinssprüngen seit Juli 2022 hat die EZB zuletzt mit einem moderaten Zinsschritt von 0,25 Prozent den Leitzins auf 3,75 Prozent angehoben.

Mit den künftigen Beschlüssen will der EZB-Rat dafür sorgen, dass die Leitzinsen auf ein "ausreichend restriktives Niveau gebracht werden", um eine zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen 2 %-Ziel zu erreichen.

"Die Leitzinsbeschlüsse des EZB-Rats werden weiterhin vor allem auf seiner Einschätzung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, der Entwicklung der zugrundeliegenden Inflation sowie der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren." Damit lässt die EZB offen, ob und in welcher Höhe weitere Zinsschritte zur Inflationsbekämpfung kommen werden. ("Geldpolitische Beschlüsse", EZB, Pressemitteilung, 04.05.2023)

Die komplexe Kombination aus der ungewissen Dauer des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen sowie der anhaltenden Inflation und den daraus resultierenden Änderungen der Finanzierungsbedingungen erlauben nach Ansicht der Geschäftsführung derzeit keine verlässliche Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die kommenden Monate. Im Vergleich mit anderen Branchen behält die Immobilienbranche jedoch auch in Krisensituationen die Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung. Der Grund: Der Bedarf an Wohnraum wird seit Jahren nicht gedeckt. Die bisherige Erfahrung der Unternehmensleitung lässt den Schluss zu, dass auch und gerade in Krisensituationen die Nachfrage für Wohnraum sowie das daraus resultierenden Interesse an Investitionen in Immobilien - die Grundlage einer positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaft - nicht grundlegend beeinträchtigt wird.

2. Immobilienprojekte

Für die weitere positive Entwicklung der IMMOVATION Immobilien Handels AG verfolgt die Unternehmensführung mehrere Ziele. Nachdem Tochtergesellschaften der IMMOVATION Immobilien Handels AG Projektierungen von Wohnquartieren in Dresden, Ludwigsburg und Kassel, die Konversion einer Teilfläche eines ehemaligen Kasernengeländes in Kassel sowie die Revitalisierung des Industriedenkmals Salamander-Areal in Kornwestheim abgeschlossen haben, sind die Aktivitäten der Gesellschaft auf den Kauf sowie das nachhaltige Vermietungs- und Objektmanagement von Bestandimmobilien an ausgesuchten Standorten in Deutschland konzentriert.

Projekte in der Region Stuttgart

Mit dem Abschluss der Revitalisierung des ehemals ausschließlich gewerblich geprägten Salamander-Areals in Kornwestheim durch die Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbH, eine eigens gegründete Projektgesellschaft der IMMOVATION AG, ist ein lebendiger kleiner Stadtteil mit einer Mischung aus Wohnen und Einkaufen, Dienstleistungen und Gewerbe entstanden.

Von den ausgebauten Gewerberäumen sind bis auf wenige Restflächen alle vermietet, u.a. über 30.000 Quadratmeter für das Grundbuchzentralarchiv des Landes Baden-Württemberg. In der abschließenden Revitalisierungsphase sind neben 121 Wohnungen, fünf Gewerbeeinheiten, ein REWE-Lebensmittelmarkt und 206 Tiefgaragenplätze entstanden.

Mit diesem Projekt ist es der IMMOVATION gelungen, das Industriedenkmal in eine nachhaltige Ertragsquelle umzuwandeln.

Auch in der schwierigen Gemengelage aus Pandemiefolgen, steigenden Energiekosten und hoher Inflation zeigt sich der Stuttgarter Bürovermietungsmarkt Anfang des Jahres 2022 im Aufwärtstrend. Nach Erhebungen des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) wurden im 1. Quartal 2022 am Stuttgarter Vermietungsmarkt 89.400 Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei dies ein Anstieg um 173 Prozent. Für das Ende des Jahres 2022 erwartete JLL ein Volumen von insgesamt 230.000 Quadratmetern. ("Büromarktüberblick" Q1 2022, JLL Research, 25.04.2022)

Diese Erwartungen wurden bis zum Ende des Geschäftsjahres noch übertroffen. Für das Jahr 2022 summierte sich der Büroflächenumsatz nach Angaben von JLL auf insgesamt 305.900 Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Zuwachs von 112 Prozent. Im Fünfjahresschnitt betrage der Zuwachs 43 Prozent, mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre seien es 23 Prozent mehr. Der Trend bei den Vermietungspreisen für Büroflächen weist nach Jll-Angaben ebenfalls nach oben: Die Spitzenmiete ist innerhalb des Jahres 2022 von 25,50 Euro auf 33,00 Euro angestiegen, so Georg Charlier, Niederlassungsleiter JLL Stuttgart.

Die hohe Nachfrage spiegele sich in der weiterhin niedrigen Leerstandsquote von 2,6 Prozent wider. "In der Stuttgarter Innenstadt könnte es wegen der steigenden Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit auch zu erheblichen Umstrukturierungen und zu weiteren Mietpreissteigerungen kommen", führt Charlier aus. Zudem endeten in den kommenden Jahren die Verträge und Optionen zahlreicher Nutzer. ("Spitzenmiete in Stuttgart setzt ihr rapides Wachstum fort", JLL, 10.01.2023)

Steigende Mieten des Bürovermietungsmarktes in Stuttgart fördern wiederum das Interesse an Büroflächen mit günstigeren Mieten in der nahen Umgebung Stuttgarts, wie sie von der Gesellschaft auf dem Salamander-Areal in Kornwestheim angeboten werden.

Ein weiteres baulich abgeschlossenes Projekt im Raum Stuttgart ist das Wohnbau-Projekt der Immobilien-Projekt Höfe am Kaffeeberg Ludwigsburg GmbH. Direkt gegenüber der barocken Schlossanlage in Ludwigsburg wurde ein Quartier mit 40 Eigentumswohnungen in sieben neuen Wohngebäuden gebaut. Alle Wohnungen sind verkauft.

Darüber hinaus sind in zwei denkmalgeschützten Gebäuden an der Schlossstraße, die Teil des Projektes sind, sowie einem Neubau am Kaffeeberg, neue Büroräume entstanden. Von den rund 816 Quadratmetern Bürofläche in dem neu errichteten Gebäude am Kaffeeberg wurden ca. 49% der Fläche vermietet. Im Gesandtenbau, einem der beiden denkmalgeschützten Gebäude mit ca. 482 Quadratmetern Fläche, waren im Geschäftsjahr ca. 22% vermietet. Die Büroräume im Grafenbau umfassen eine Fläche von ca. 398 Quadratmetern. Aufgrund der Größe der plangemäß an einen einzelnen Mieter zu vermietenden Fläche führten Gespräche mit Interessenten bisher noch nicht zum Erfolg. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass auch für den Grafenbau mittelfristig ein passender Mieter gefunden werden wird.

Die IPSAK-Energie GmbH ist eine Tochtergesellschaft der IPSAK, die für die Energieversorgung des Salamander-Areals ein eigenes Kraftwerk (BHKW) errichtet hat und betreibt. Mit den Erwerbern von Wohnimmobilien sind Energieversorgungsverträge geschlossen worden, durch die eine umweltverträgliche Energieversorgung direkt vom Areal sichergestellt wird. Aus den Versorgungsverträgen fließen der Gesellschaft regelmäßige Einnahmen zu.

Vermietungs- und Objektmanagement

Im Bereich des Vermietungs- und Objektmanagements wird die Vollvermietung des im Umlauf- und Anlagevermögen gehaltenen Immobilienbestandes angestrebt. Mit dem gezielten Ankauf von Immobilien in unterschiedlichen Regionen Deutschlands werden mögliche Risiken als Folge unvorhersehbarer Marktentwicklungen im Interesse unserer Kapitalanleger weitgehend minimiert.

Immobilienbestand in Delmenhorst und Cuxhaven

Die Immobilien-Projekt Hohe Geest GmbH - ein Unternehmen der IMMOVATION-Unternehmensgruppe, wurde im Dezember 2014 gegründet. Aufgabe des Unternehmens ist der Ankauf, Projektierung, Sanierung und Verwaltung der Liegenschaften Delmenhorst und Cuxhaven. Mit dem Immobilienpaket aus 861 Wohneinheiten und 5 Gewerbeeinheiten ist das Bestandsimmobilien-Portfolio der Unternehmensgruppe weiter ausgebaut worden. Die Mietfläche des Portfolios "Hohe Geest" umfasst insgesamt ca. 55.850 Quadratmeter und ist zu ca. 87 % vermietet (Stand: 12.2022).

Delmenhorst und Cuxhaven passen hervorragend zur Investitionsstrategie der IMMOVATION AG. Die gekauften Wohnanlagen liegen in begehrten Wohngegenden. Geschäfte in der Innenstadt und Arbeitsplätze sind auf kurzem Weg gut erreichbar. Die kreisfreie Stadt Delmenhorst ist mit mehr als 77.500 Einwohnern ein Mittelzentrum zwischen Bremen und Oldenburg.

Cuxhaven ist mit ca. 50.000 Einwohnern das wirtschaftliche Zentrum und Sitz des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und hat sich zu einem der führenden Offshore Basishäfen entwickelt.

Cuxhaven ist zudem, neben Bremerhaven, der bedeutendste Fischereistandort Deutschlands. Faktoren, die eine nachhaltige Vermietung der Wohnungen sehr wahrscheinlich machen.

Immobilienbestand in Salzgitter

Die eigens gegründete Immobilien-Projekt Seeviertel GmbH hat im August 2016 ein Wohnimmobilien-Portfolio aus 920 Wohneinheiten und 19 Gewerbeeinheiten in Salzgitter-Lebenstedt erworben. Das sogenannte Seeviertel, dem das Portfolio seinen Namen verdankt, zeichnet sich gegenüber den anderen Stadtteilen durch seine im Stadtgebiet einmalige Lage zwischen dem Freizeitgebiet Salzgittersee und der in 10 Minuten zu Fuß erreichbaren Innenstadt aus. Die Fläche der Wohnanlagen umfasst insgesamt ca. 58.500 Quadratmeter. Die Qualität des Portfolios ist hoch: 82 Prozent der Wohnungen sind in einem guten technischen Zustand. Größere Investitionen sind mittelfristig in den nächsten Jahren nicht erforderlich. Mit diesem Investment ist im derzeitigen Marktumfeld eine auf Dauer stabile Rendite zu erzielen.

Der Bestand mit ca. 54.219 Quadratmetern ist zu ca. 84 % vermietet (Stand: 12.2022). Nicht eingerechnet sind zwei instand zu setzende Wohngebäude mit 64 Wohnungen, die während der Baumaßnahmen vorübergehend nicht vermietet werden können. Die beiden Wohnblöcke haben eine besonders attraktive Wohnlage in direkter Nähe des Salzgittersees. Zum Ankaufszeitpunkt verfügten diese Wohngebäude jedoch über einen weniger guten technischen Zustand als das sonstige Portfolio. Damit die angestrebte Vollvermietung erreicht werden kann, wird die Wohnqualität dieser Wohngebäude auf ein zeitgemäßes Niveau gehoben. Für dieses Ziel wurde ab Mitte 2017 damit begonnen, die beiden Wohnblöcke instand zu setzen und zu modernisieren. Mit der Instandsetzung, Modernisierung und Vermietung der beiden Wohnblöcke werden zusätzliche Rendite-Potenziale erschlossen.

Die Instandsetzung der beiden Wohnblöcke wurde in den Geschäftsjahren 2019/2020 ausgesetzt. Mit dem Ziel der Vermietung möglichst vieler Wohnungen des Portfolios Seeviertel wurde der Schwerpunkt vorübergehend auf Wohnungen gelegt, deren Zustand mit vergleichsweise geringfügigen Renovierungsmaßnahmen verbessert werden kann. Gegenüber der aufwändigeren Instandsetzung der beiden Wohnblöcke wurde mit dieser Schwerpunktsetzung ein kurzfristiger erreichbarer Vermietungserfolg angestrebt.

Die Instandsetzung der beiden Wohnblöcke ist der Planung entsprechend ab 2021 weitergeführt worden. Die Modernisierung von einem der beiden Wohnblöcke wurde im ersten Quartal 2023 abgeschlossen. Die Vermietung der 32 Wohnungen des fertiggestellten Wohnblocks hat im zweiten Quartal 2023 begonnen. Eine Wohneinheit wurde bereits vermietet. Der Abschluss der Modernisierung des zweiten Wohnblocks und der Beginn der Vermietung ist für das vierte Quartal 2023 geplant.

Salzgitter profitiert von vergleichsweise höheren Mietpreisen in der Nachbarstadt Braunschweig. Das macht Salzgitter zu einer preiswerten Alternative für Pendler. Vor dem Hintergrund der günstigen Wettbewerbssituation - die Wohnqualität des Portfolios liegt weit über dem Niveau der Wettbewerber in Salzgitter - bestehen für das Portfolio auf absehbare Zeit nachhaltig gute Vermietungschancen.

Schweizer Bau Backnang

Im Mai 2022 erwarb eine Tochtergesellschaft, die Immobilien-Projekt Schweizer Bau Backnang GmbH, den sogenannten "Schweizerbau" in Backnang, Baden-Württemberg.

Das Gebäude befindet sich im Zentrum Backnangs, direkt angrenzend an die örtliche Fußgängerzone. Die kurze Entfernung nach Stuttgart mit den attraktiven Angeboten einer Landeshauptstadt gehört zu den Vorzügen Backnangs. Die S-Bahn befindet sich in der Nähe und schafft so eine hervorragende Verbindung mit Stuttgart und dem gesamten mittleren Neckarraum. Für den Autoverkehr erschließt die Bundesstraße B 14 den Stuttgarter Raum. Auch von der Autobahn A 81 Stuttgart-Heilbronn ist der Schweizerbau bequem zu erreichen.

Die Immobilie ist ein vom früheren Eigentümer umfassend sanierter und modernisierter Backsteinbau, der aus einer ehemaligen Gerberfabrik hervorgegangen ist. Im Inneren des Schweizerbaus wurde auch die komplette Technik auf den heutigen Stand gebracht. Durch den Umbau des Objektes mit insgesamt ca. 17.000 Quadratmetern, ist eine vermietbare Fläche von ca. 11.700 Quadratmeter entstanden. Im Erdgeschoss wurde eine Fläche von ca. 5.000 Quadratmetern für die Nutzung durch den Einzelhandel ausgebaut. Im 1. Obergeschoss befinden sich auf einem Parkdeck 112 Stellplätze und im zweiten und dritten Obergeschoss stehen ca. 6.700 Quadratmeter Fläche für Büros zur Verfügung.

Im Erdgeschoss des Schweizerbaus haben sich namhafte Filialisten angesiedelt. Ebenso haben bereits langjährig ortsansässige Unternehmen aus Backnang ihre Ladenflächen modernisiert. Die Büro- und Praxisflächen in den oberen Geschossen sind an Dienstleister und einen Zahnarzt vermietet.

Wohnimmobilienbestand in Schongau

Die Immobilien-Projekt Königswinkel GmbH - ein Unternehmen der IMMOVATION-Unternehmensgruppe, hat am 20. Januar 2022 122 teilweise vermietete Wohneinheiten sowie ein Grundstück für eine geplante Wohnbebauung in Schongau (Bayern) gekauft. Das Portfolio umfasst neben den Wohngebäuden 4 Stellplätze und 5 Garagen sowie ein Grundstück mit einer Fläche von 2.747 Quadratmetern. Hier plant die Gesellschaft, nach Abriss eines unvermieteten Gebäudes, den Bau von Mehrfamilienhäusern mit weiteren Mietwohnungen. Die Mietfläche der Bestandsgebäude umfasst insgesamt ca. 6.562 Quadratmeter.

Die Stadt Schongau hat über 12.000 Einwohner und liegt im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern an der Autobahn A17 zwischen Augsburg und Füssen. Augsburg und die Metropole München sind in ca. 45 bzw. 60 Minuten mit dem Auto erreichbar. Die Nähe zu den Alpen und dem Allgäu, ein vielfältiges Freizeit- und Erholungsangebot sowie überregional bekannte Arbeitgeber wie z.B. Hochland, Hörbiger und Hirschvogel machen Schongau zu einem gefragten Wohnort mit positiver Bevölkerungsentwicklung in der Metropolregion München.

Mit dem Kauf des Immobilienpaketes in Schongau baut die IMMOVATION-Unternehmensgruppe ihren Wohnimmobilienbestand in Bayern weiter aus. Bereits im Jahr 2009 erwarb die Unternehmensgruppe Wohngebäude in Schongau sowie in Füssen und Altenstadt. Mit dem Kauf des Portfolios in Schongau will die Gesellschaft an den Vermietungserfolg der ca. 500 Wohneinheiten im Ostallgäu anknüpfen. Das Entwicklungspotenzial der mittelständischen Wirtschaft, insbesondere in der Gesundheitswirtschaft und dem Maschinenbau, bietet in der angespannten Lage des Mietwohnungsmarktes im Großraum München beste Bedingungen für eine dauerhafte Vermietung der Objekte.

Weitere Entwicklung der IMMOVATION Immobilien Handels AG

Die bisherige Immobilien-Investmentstrategie der IMMOVATION Immobilien Handels AG hat sich u.a. aufgrund der sorgfältigen Auswahl mittlerer Städte und Zuzugsregionen mit positiver Wirtschaftsentwicklung als wirtschaftlich tragfähig erwiesen. Die Gesellschaft wird daher auch künftig solche Standorte und Objekte für ihre wohnwirtschaftlich geprägten Investments in Deutschland bevorzugen.

Die absehbare Entwicklung der Gesellschaft wird auch in der angespannten wirtschaftlichen Situation in Deutschland und Europa positiv beurteilt. Der vermietete Immobilienbestand der Gesellschaft ist in Verbindung mit den auch in Krisenzeiten bestehenden Investmentchancen des Immobilienmarktes eine solide Basis für die weitere positive Geschäftsentwicklung.

Ein wesentliches Ziel ist der Ankauf geeigneter Flächen und Objekte für den Bestand und künftige Immobilien-Projekte der IMMOVATION Immobilien Handels AG. Dazu analysiert die Research-Abteilung täglich Angebote, Grundstücke und Objekte. Auch für das folgende Geschäftsjahr ist vorgesehen, dass die Gesellschaft geeignete Objekte recherchiert, ankauft und weitere Projektgesellschaften gründet.

Mit diesen Aufgaben sind die wesentlichen Aufgaben der Gesellschaft beschrieben, eine Änderung in der Geschäftspolitik ist nicht geplant.

Die Geschäftsleitung geht aufgrund des derzeitigen Vermietungsstandes davon aus, dass die Gesellschaft auch im nächsten Jahr ein konstant positives Ergebnis nach Steuern erzielen wird.

Das Unternehmen wird künftig weiter in der Lage sein, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges für Deutschland, Europa und den internationalen Handel, insbesondere die Entwicklung der Rohstoff- und Energiekosten, sowie die anhaltende Inflation lassen es nach Auffassung der Geschäftsführung nicht zu, Risiken für die Gesellschaft auszuschließen. Die wechselhaften gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern ein breit aufgestelltes Risikomanagement, um flexibel auf die weitere konjunkturelle Entwicklung bzw. die der Immobilienmärkte reagieren zu können.

Nach Ansicht des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die deutsche Wirtschaft das Krisenjahr 2022 "besser überstanden als zunächst befürchtet". Nach dem ersten Schock habe sich Deutschland 2022 an die Folgen des Ukrainekriegs angepasst. "Doch die Folgen - hohe Preise, gestiegenes Zinsniveau, geopolitische Unsicherheit und jetzt auch Finanzmarktprobleme - bilden eine neue Normalität". Sie trüben das Investitionsklima und setzen den Wirtschaftsstandort Deutschland unter Druck, so das IW. Für 2023 rechnet das Institut mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,25 Prozent. ("IW-Konjunkturprognose: Investitionsstau bedroht Wohlstand", IW Köln, 27.03.2023)

Auch wenn es Deutschland gelungen ist, sich besser als zunächst erwartet an die Folgen des Ukrainekrieges anzupassen, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der schwer vorhersehbaren Rahmenbedingungen für viele Branchen mit Risiken verbunden ist.

Die Bauwirtschaft ist in besonderer Weise betroffen: Die Finanzierungskosten steigen, Material ist knapp, entsprechend wenig wird gebaut. Tim-Oliver Müller Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) konstatiert: "Wir steuern auf eine Wohnungsbaurezession zu, denn das Produkt "Wohnen" ist aufgrund rasant gestiegener Zinsen, Baukostensteigerungen sowie der anhaltenden Überregulierung kaum noch bezahlbar. Investoren bringen kaum neue Projekte an den Markt. Das Resultat: Der Mietmarkt ist erstarrt, es werden zu wenige Wohnungen für die starke Nachfrage gebaut". Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts im März sei die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 29,6 Prozent gesunken. Für das erste Quartal 2023 ergebe sich damit ein Rückgang um 25,7 Prozent. Der Genehmigungsrückgang ist somit im sechsten Monat zweitstellig.

Ähnlich sehe es im öffentlichen Bau und im Wirtschaftsbau aus, so der HDB. "Im Öffentlichen Bau stehe ein realer Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 15 Prozent zu Buche, im Wirtschaftsbau sogar von 24 Prozent." ("Wohnungsbau steuert auf Rezession zu", HDB. Pressemitteilung, 17.05.2023)

Auch wenn die Unternehmensleitung für das laufende Geschäftsjahr keinen Baubeginn bei Neubauprojekten plant, machen sich die Folgen des Fachkräftemangels verbunden mit steigenden Kosten für Material und Leistungen sowie Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Vorschriften bei der Instandhaltung und der Modernisierung des Immobilienbestandes der Gesellschaft zunehmend bemerkbar.

Auf dem Wohninvestmentmarkt zeigen Investoren zum Jahresauftakt nach einer Analyse des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) eine abwartende Haltung. In den ersten drei Monaten 2023 wurden nach Angaben von JLL Immobilien (mindestens zehn Wohneinheiten und 75 Prozent Wohnnutzung) mit einer Summe von rund 2,1 Milliarden Euro, gehandelt. Im Vergleich dazu habe es im ersten Quartal des Vorjahres Transaktionen mit einem Volumen von 4,0 Milliarden Euro gegeben. Das entspricht einem Rückgang um fast die Hälfte. In der Fünfjahresbetrachtung falle das Minus mit zwei Dritteln noch deutlicher aus. ("Abwartende Haltung prägt Wohninvestmentmarkt zum Jahresauftakt", JLL, Pressemitteilung, 05.04.2023)

Im Auftrag des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken veröffentlicht die vdpResearch GmbH quartalsweise einen Immobilienpreisindex. Laut Index sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem direkten Vorquartal verringerten sich die Preise um 2,3 Prozent. Ein stärkeres Nachlassen der Veränderungsraten habe es seit Beginn der Indexaufzeichnungen weder auf Jahres- noch auf Quartalssicht gegeben. Als Ursache sieht der VDP vor allem die Inflation und das veränderte Zinsumfeld als Folge der Erhöhungen der Leitzinsen. Hinzu käme die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Konjunktur.

In der Folge sei die Nachfrage von Investoren und privaten Haushalten nach Immobilien gesunken. Positiv bewerten die Analysten die nach wie vor niedrige Arbeitslosigkeit in Deutschland, die das Risiko etwaiger Kreditausfälle in der Wohnimmobilienfinanzierung eindämme. Insgesamt hätten die aktuellen Belastungsfaktoren zu einem Preisrückgang über alle Objektklassen hinweg geführt, wenngleich auch in unterschiedlicher Ausprägung. Auf dem Markt für Wohnimmobilien gaben die Preise um 2,1 Prozent im Jahresvergleich und um 2,0 Prozent im Quartalsvergleich nach.

Insgesamt haben sich laut VDP die Wohnimmobilienpreise - verglichen mit der Entwicklung bei Gewerbeimmobilien - noch recht robust gezeigt. Ursache für den moderaten Preisrückgang bei Wohnimmobilien sei die nach wie vor geringe Bautätigkeit und die hohe Nachfrage nach Wohnraum. Beides wirke stabilisierend, hätte aber auch zur Konsequenz, dass die Mieten für Wohnraum stark ansteigen.

Auf dem gewerblichen Immobilienmarkt sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal um 3,6 Prozent. Auslöser für die zunehmende Zurückhaltung auf Investorenseite seien vor allem das veränderte Zinsumfeld, die damit einhergehende Verschärfung der Finanzierungskonditionen sowie die veränderten Renditeerwartungen auf dem Immobilienmarkt gewesen. ("vdp-Immobilienpreisindex: Preiskorrektur am Immobilienmarkt hält weiter an", vdpResearch GmbH, Pressemitteilung, 10.05.2023)

Für die Immobilien der Gesellschaft sieht die Unternehmensleitung auch bei nachlassendem Preiswachstum kein hohes Risiko, da die Entwicklung des Wohn- und Büroimmobilienmarktes nach derzeitiger Datenlage auch in diesen volatilen Zeiten keine, oder nur geringe Einbußen an den ausgewählten Immobilien-Standorten der Gesellschaft erwarten lässt. Solange ein deutlicher Nachfrageüberhang gegeben ist und die Mieten steigen, sind weiterhin die Bedingungen für nachhaltige Erträge gegeben.

2. Risikomanagement

Das Risikomanagement der Unternehmensgruppe sorgt dafür, dass Chancen und Risiken systematisch erfasst, bewertet, gesteuert, überwacht und kommuniziert werden. Ziel ist es, frühzeitig Informationen über Risiken und Potenziale, sowie ihre möglichen Auswirkungen zu gewinnen und so zu steuern, dass der langfristige Erfolg des Unternehmens nachhaltig gesichert und gesteigert werden kann. Die Verantwortung inklusive Überwachung und Weiterentwicklung des Risikofrüherkennungssystems trägt der Vorstand. Das Risikofrüherkennungssystem wird jährlich in einem internen Risikoaudit des Vorstandes und der Führungskräfte auf Wirksamkeit geprüft. Über die Ergebnisse und eventuell einzuleitende weitere Risikomaßnahmen werden relevante Ansprechpartner informiert.

Das Risikofrüherkennungssystem fand während der Jahresabschlussprüfung Beachtung.

Die Entwicklung des Immobilienmarktes wird von der Unternehmensführung und der unternehmenseigenen Research-Abteilung kontinuierlich beobachtet. Um mögliche Risiken für eine nachhaltige Vermietung so gering wie möglich zu halten, prüft das Unternehmensmanagement kontinuierlich seine Investitionspolitik. Ebenso wird auf eine positive Prognose der Wirtschaftsentwicklung an den Objektstandorten geachtet und die Nutzungskonzepte für Immobilien werden an der lokalen Nachfrage orientiert.

3. Kapitaleinsatz

Das Geschäftsmodell der IMMOVATION Immobilien Handels AG basiert auf dem Einsatz von Fremdkapital. Der Immobilienbestand der Unternehmensgruppe ist mit Fremdkapital finanziert. Aufgrund der Stellung der IMMOVATION Immobilien Handels AG bei Banken ist nicht davon auszugehen, dass Fremdkapital in Zukunft nicht zur Verfügung steht. In den Kreditverträgen der Finanzierungen mit den Banken sind teilweise Kennzahlen vereinbart worden, deren Einhaltung fortlaufend überwacht wird.

Aufgrund der hohen Liquidität der Investorenseite, verbunden mit immer noch wenig Alternativen, sehen wir das Risiko eines Ausfalls von Investoren nicht gegeben. Das Risiko, keine neuen Investoren für Portfoliofinanzierungen akquirieren zu können, schätzt die Unternehmensführung bei den derzeitig schwach gestiegenen Passivkonditionen bei Banken als gering ein.

Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der IMMOVATION Immobilien Handels AG ist stabil. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken sind nicht vorhanden. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften der IMMOVATION AG, die aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Gewinnabführungen zur Stabilisierung des Ergebnisses der Gesellschaft beigetragen haben. Somit besteht das prinzipielle Risiko, mögliche Verluste der Tochtergesellschaften zu übernehmen. Dieses Risiko wird vom Vorstand als gering angesehen.

4. Chancenbericht

Die IMMOVATION Immobilien Handels AG ist aufgrund der Aufgabenteilung der Tochtergesellschaften in der Lage, alle Prozesse der Immobilien-Wertschöpfungskette mit unternehmenseigenen Firmen abzudecken und besonders effizient und kostenminimierend zu agieren. Mit dem Abschluss der Revitalisierung des Salamander-Areals in Kornwestheim, dem realisierten Wohnbauprojekt in Ludwigsburg, dem Verkauf baureif projektierter Wohnquartiere in Dresden und Kassel sowie der Konversion einer Teilfläche eines ehemaligen Kasernengeländes in Kassel, hat die Gesellschaft nach eigener Einschätzung nicht nur ihre Expertise in der Projektierung von Wohnimmobilien sowie der Sanierung und Entwicklung denkmalgeschützter Gebäude und Areale belegt, sondern für die gesamte Immobilien-Wertschöpfungskette unter Beweis gestellt.

Die Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes einzuschätzen ist angesichts der Vielzahl an Einflussfaktoren wie dem Ukraine-Krieg, der Energiekrise, der Inflation, den Finanzierungsbedingungen und den energiepolitischen Vorgaben zu einer Herausforderung geworden. Dies gilt auch für die IMMOVATION AG, deren Geschäftsführung über eine jahrzehntelange Erfahrung verfügt.

Eine aktuelle-Studie der Sparda-Bank zeigt, dass gerade in unsicheren Zeiten der Wunsch nach der Sicherheit einer eigenen Immobilie ungebrochen groß ist: 74 Prozent der Menschen in Deutschland möchten nach den Ergebnissen der Studie in einer eigenen Immobilie leben. Die Eigentumsquote stagniere allerdings schon seit einem Jahrzehnt bei unter 50 Prozent und liege damit im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz.

("Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2023", Verband der Sparda-Banken e.V., Pressemitteilung, 10.05.2023)

Der Realisierung des Wunsches nach den eigenen vier Wänden stehen jedoch hohe Hürden entgegen. Die Geschäftsführung teilt die Ansicht von Florian Rentsch, dem Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Sparda-Banken: Die auch im internationalen Vergleich völlig überdimensionierten und regional unterschiedlichen Bauvorschriften, die horrenden Kaufnebenkosten und die Verknappung von Bauland sind wesentliche Gründe für die zu hohen Baukosten. "Wir müssen wieder einfacher, innovativer und damit auch günstiger bauen", so Rentsch.

Angesichts der nach wie vor hohen Nachfrage, der geringen Zahl der Bauanträge und Baufertigstellungen sowie der Auswirkungen der Rekordzuwanderung erwartet Rentsch "keine dauerhafte Korrektur der Wohnimmobilienpreise nach unten".

("Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2023", Verband der Sparda-Banken e.V., Pressemitteilung, 10.05.2023)

Dass der Wohnimmobilienmarkt auch in Zeiten multipler Krisen Investmentchancen bieten kann, zeigen Zahlen zur Kaufpreisentwicklung von ImmoScout24 aus dem April 2023. Nachdem die Angebotspreise für Kaufimmobilien im vierten Quartal des letzten Jahres Preiskorrekturen von bis zu 10 Prozent erlebten, zeigt das ImmoScout24 WohnBarometer für das erste Quartal 2023, dass die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sowohl für Bestandsimmobilien als auch für Neubauimmobilien im ersten Quartal um 2,3 Prozent zugelegt haben. Im Vorquartal lag die Preisentwicklung für Bestandswohnungen zum Kauf noch bei minus 4,3 Prozent und für Neubauwohnungen bei minus 6,4 Prozent.

Bei Einfamilienhäusern folgen die Angebotspreise gegenüber dem Vorquartal mit plus 0,4 Prozent für Bestandsimmobilien und plus 0,2 Prozent im Neubau einer Seitwärtsbewegung. Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, sieht in der Preiskorrektur bei Einfamilienhäusern und Wohnungen eine Erholung des Kaufmarktes im ersten Quartal 2023.

("Preise für Immobilien ziehen wieder an. Kauf-Nachfrage nimmt weiter zu", ImmoScout24, Pressemitteilung, 14.04.2023)

Vor diesem Hintergrund ist es keine Überraschung, dass die Mietpreise in Deutschland in manchen Metropolen einen "historischen" Anstieg zeigen, denn aufgrund gestiegener Bauzinsen ist der Traum vom Eigenheim für viele unerreichbar geworden.

Das ImmoScout24 WohnBarometer aus dem April 2023 hat für die Nachfrage nach Bestands-Mietwohnungen seit dem vierten Quartal 2019 deutschlandweit eine Preissteigerung um 30 Prozent registriert. Für Neubau-Mietwohnungen hätten sich die Preise im gleichen Zeitraum verdoppelt. "Im Durchschnitt der sieben größten Metropolen legt die Nachfrage nach Mietwohnungen im ersten Quartal diesen Jahres 4 Prozent gegenüber der Nachfrage im vierten Quartal des letzten Jahres zu." ("Historischer Anstieg bei Deutschlands Mieten", ImmoScout24, Pressemitteilung, 13.04.2023)

Aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat geht hervor, dass Deutschland mit 1,07 Millionen Geflüchteten mehr Menschen aus der Ukraine beherbergt als jedes andere EU-Land. ("31th March 2023: 3.9 million with EU temporary protection", Eurostat, 08.05.2023) Die gewachsene Bevölkerungszahl sorgt für zusätzliche Nachfrageimpulse auf dem Mietwohnungsmarkt.

Wann eine generelle Marktbelebung bei großen Immobilienkäufen von Investoren einsetzt, hängt nach Ansicht von Helge Scheunemann Head of Research JLL Germany, von mehreren Faktoren ab. Dazu zählt in erster Linie, dass die hohe Volatilität an den Kreditmärkten abnimmt. "Mit einer Schwankungsbreite von rund 45 Basispunkten basierend auf dem zehnjährigen Hypothekenzins in den vergangenen drei Monaten ist die kurzfristige Volatilität weiterhin sehr hoch. Dies erschwert sowohl die kurz-als auch die mittelfristige Planung der Finanzierung im Transaktionsgeschäft und wirkt sich bremsend auf die Investitionstätigkeit aus", erläutert Scheunemann. Die hohe Unsicherheit an den Kapitalmärkten beträfe zudem insbesondere Portfoliotransaktionen, die aufgrund des umfangreicheren Investitionsvolumens ein höheres selektives Anlagerisiko darstellten. ("Abwartende Haltung prägt Wohninvestmentmarkt zum Jahresauftakt", JLL, Pressemitteilung, 05.04.2023)

Für Investoren bleiben Wohnimmobilien ein interessantes Investment auch wenn die Transaktionsvolumina zuletzt rückläufig waren. Investoren schauen sich viele Produkte sehr genau an, unterstreicht Michael Bender, Head of Residential JLL Germany. Jedoch sei der Preisanpassungsprozess in Folge des Zinsanstiegs noch nicht abgeschlossen, auch wenn sich Käufer und Verkäufer bei ihren Preisvorstellungen annähern. "Allen Marktteilnehmern sei bewusst, dass Wohnimmobilien aufgrund der weiter steigenden Mietpreise mittel- und langfristig eine äußerst attraktive Assetklasse sind." ("Abwartende Haltung prägt Wohninvestmentmarkt zum Jahresauftakt", JLL, Pressemitteilung, 05.04.2023)

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das ausgegebene Genussrechtskapital zählt zu den wesentlichen Finanzinstrumenten des Unternehmens. Durch die Emission von Genussrechten mit bis zu dreijährigen Restlaufzeiten hat das Unternehmen eine mittel- bis langfristige Finanzplanung verfolgt.

Die anteilige Finanzierung der Projekte über private Kapitalgeber wird durch das Angebot individueller Beteiligungsmöglichkeiten für institutionelle Investoren ergänzt. Weitere Finanzinstrumente sind Forderungen, Verbindlichkeiten (unter anderem gegenüber Kreditinstituten) und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Immobiliengeschäft und für jede Finanzanlage ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Bevor ein neues Mietverhältnis eingegangen wird, erfolgt stets eine Prüfung der Bonität des potenziellen Mieters. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

VII. Compliance-Bericht

Integrität ist die Basis für das Handeln der IMMOVATION-Unternehmensgruppe: In allen Bereichen unserer geschäftlichen Aktivitäten agieren wir in Übereinstimmung mit unseren Werten »Verantwortungsvoll« - »Respektvoll« - »Fair«.

Compliance - das Einhalten von Recht und Gesetz sowie eigenen Regeln ist dabei ein wesentliches Element. Unsere Maxime lautet: Alle Geschäftsprozesse werden mit rechtlich und ethisch einwandfreien Mitteln realisiert und das Gleiche erwarten wir von unseren Geschäftspartnern.

Der Verhaltenskodex und die Compliance-Richtlinie sind Ausdruck unserer Unternehmenswerte und bilden das Fundament unserer unternehmenseigenen Regelungen. Sie beschreiben, wie wir unsere Verantwortung wahrnehmen. Diese Richtlinien gelten verbindlich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Compliance-System hat das Ziel, sicherzustellen, dass unsere Geschäftspraktiken im Einklang mit den Richtlinien und den gesetzlichen Bestimmungen stehen. Es besteht aus den drei Säulen "Vorbeugen", "Erkennen" und "Reagieren". Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, die Compliance in unserem Unternehmen weiter zu stärken.

1. CompliancePrioritäten für das Geschäftsjahr 2022

Die CompliancePrioritäten bilden die Basis für die kontinuierliche Entwicklung und weitere Verbesserung unseres ComplianceSystems. Mit ihnen berücksichtigen wir die Anforderungen, die sich aus unserer Arbeit im Unternehmen ergeben und den sich verändernden Marktbedingungen.

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde der Fokus auf folgende Compliance-Schwerpunkte gelegt:

> Geschäftsverantwortliche wurden kontinuierlich bei der Einhaltung der Compliance-Regeln in der betrieblichen Praxis unterstützt. Die Compliance-Richtlinie hat sich im Geschäftsjahr 2022 erneut als effektiver Handlungsrahmen bewährt und ist sowohl bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch bei Führungskräften auf Akzeptanz gestoßen.

> Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Geschäftspartnern wurde gepflegt und gestärkt. Ebenso die kooperative Kommunikation mit Immobilienkauf- und Mietinteressenten.

> Eine wichtige Aufgabe der Führungskräfte bestand darin, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mithilfe des Compliance-Systems entgegenzuwirken. Führungskräfte konnten auf diese Weise gewährleisten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in verschiedenen Geschäftsbereichen die erforderliche Sicherheit für ihre Tätigkeiten erhalten.

> Arbeitsabläufe wurden transparenter gestaltet und der Informationsaustausch weiter optimiert, um mögliche Risiken aufgrund unzureichender Kommunikation und unklarer Zuständigkeiten in einzelnen Geschäftsbereichen zu reduzieren. Dies führte zu einer effektiveren Gestaltung unserer Prozesse.

> Mitarbeiter wurden kontinuierlich für den Datenschutz (DSGVO) sensibilisiert und regelmäßig über Risiken für den Datenschutz informiert, insbesondere im Zusammenhang mit der Zunahme von Phishing-Versuchen im E-Mail-Verkehr.

2. ComplianceRisikomanagement

Das Compliance-Risikomanagement verpflichtet den Vorstand und die Führungskräfte der IMMOVATION-Unternehmensgruppe, jährlich zusammen mit dem Compliance-Beauftragten die Risiken in ihren Zuständigkeitsbereichen systematisch zu identifizieren und zu bewerten. Das Ziel besteht darin, Compliance-Risiken für das Unternehmen frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung zu entwickeln und umzusetzen.

Die Analyse der einzelnen Fachbereiche im Geschäftsjahr 2022 hat ergeben, dass eine Überarbeitung des Risikofrüherkennungshandbuches (RFS) nicht erforderlich ist. Bekannte Risiken sind beschrieben und darüberhinausgehende Risiken wurden nicht ermittelt.

3. Geschäftspartner

Die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern ist Teil unserer unternehmerischen Tätigkeit. Für Handlungen der Geschäftspartner kann die IMMOVATION-Unternehmensgruppe unter bestimmten Umständen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Eine sorgfältige Auswahl unserer Geschäftspartner auf Basis des Verhaltenskodex der Unternehmensgruppe ist daher Grundlage und Voraussetzung für eine transparente Entscheidung über eine Geschäftspartnerbeziehung. Zu dieser Verantwortung im Rahmen des Risikomanagements gehört auch das angemessene Überwachen und Betreuen der Partner während der gesamten Geschäftsbeziehung.

4. Compliance Maßnahmen

Fragen des jeweils richtigen Verhaltens werden in regelmäßigen Team- und Bereichsbesprechungen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anhand praktischer Beispiele aus dem Arbeitsalltag diskutiert und besprochen.

5. Compliance Kennzahlen

Verstöße gegen externe und interne Regeln werden direkt an unseren ComplianceBeauftragten gerichtet. Sie können über ein Hinweisgebersystem mit einen geschützten Meldeweg sowohl von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von Dritten gemeldet werden. Außerdem kann ein mögliches Fehlverhalten auch über den Aufsichtsrat, Vorstand oder über Führungskräfte gemeldet werden.

Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Compliance-Verstöße. Die durchgeführten Kontrollen ergaben regelkonformes Verhalten in den Unternehmensbereichen.

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr 2022 mit den Compliance-Richtlinien des Unternehmens und der Marktmissbrauchsverordnung vertraut gemacht und über das Hinweisgebersystem informiert.

Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, bei Bedenken frühzeitig Unterstützung zu suchen und Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex, unsere Compliance-Richtlinie oder gesetzliche Vorschriften zu melden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die verantwortliche Führungskraft ihrer Abteilung zu stellen. Auf diese Weise werden die meisten Fragen beantwortet. Aus Gründen der Vertraulichkeit werden die Fragen nicht zentral erfasst.

6. Datenschutz

Im Einklang mit den Compliance-Prioritäten wurde im Geschäftsjahr 2022 die Integration des Datenschutzes in das Compliance-System des Unternehmens fortgesetzt. Die Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft in Bezug auf Digitalisierung und Datenschutz war auch im Geschäftsjahr 2022 ein zentrales Anliegen des Compliance-Bereichs.

Im Geschäftsjahr wurden Compliance-Risiken in der digitalen Unternehmenswelt weiterhin minimiert. Eine wesentliche Maßnahme bestand darin, in Verzeichnissen (VVT) erfasste Verarbeitungstätigkeiten zu überprüfen, bei Bedarf zu aktualisieren und für bisher nicht erfasste Datenverarbeitungsprozesse fortzuführen. Die Verarbeitungsverzeichnisse dienen dazu, die Datenflüsse im Unternehmen zu identifizieren und zu dokumentieren.

Darüber hinaus gehörte die jährliche Berichterstattung im Bereich Datenschutz zu den Aktivitäten im Bereich Compliance-Risikomanagement. Der Schutz personenbezogener Daten wird entsprechend der rechtlichen Vorgaben im Unternehmen weiterentwickelt.

VIII. Angaben gemäß § 24 Vermögensanlagengesetz

Im Berichtsjahr wurde insgesamt TEUR 1.806,8 (i.Vj. TEUR 1.825,1) Vergütungen gezahlt. Dabei handelte es sich um TEUR 0,2 variable Vergütungen und TEUR 1.806,6 feste Vergütungen.

Die Gesamtbezüge der Vorstände / Geschäftsführer im Konzern beliefen sich auf TEUR 206,5.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden im Konzern mit brutto TEUR 40,0 vergütet.

Im Jahr 2022 leistete die Gesellschaft Zinszahlungen in Höhe von EUR 150.000,00 an die Inhaber der Anleihe.

IX. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand der IMMOVATION Immobilien Handels AG versichert, dass er im Rahmen dieses Konzernlageberichts den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns nach bestem Wissen und Gewissen so dargestellt hat, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und entsprechend die Chancen und Risiken, die auf den Konzern wirken, dargestellt werden.

 

Kassel, den 20. Juni 2023

gez. Dipl.-Kfm. Lars Bergmann, Vorstand

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 211.434.932,68 177.971.146,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.170,00 12.146,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.170,00 12.146,50
II. Sachanlagen 206.811.162,68 173.538.903,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 142.181.461,78 119.783.684,97
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 59.161.187,71 47.771.281,71
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 671.639,00 713.837,00
4. technische Anlagen und Maschinen 4.585.821,00 4.908.547,00
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.390,50 314.390,00
6. geleistete Anzahlungen 17.662,69 47.162,69
III. Finanzanlagen 4.611.600,00 4.420.097,00
1. Beteiligungen 4.601.600,00 4.410.097,00
2. Genossenschaftsanteile 10.000,00 10.000,00
B. Umlaufvermögen 22.791.090,29 54.527.825,83
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 4.098.800,94 2.969.953,98
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit fertigen Bauten 2.048.031,16 2.048.031,16
2. Unfertige Leistungen 8.858.304,44 5.803.323,98
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungent 6.807.534,66 4.881.401,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.463.424,53 9.634.616,15
1. Forderungen aus Vermietung 3.952.531,55 3.632.007,89
2. Forderungen aus Grundstücksverkäufen 1.664.723,31 1.878.912,75
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 980.342,93 702.739,12
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.291.568,90 1.870.020,73
5. sonstige Vermögensgegenstände 574.257,84 1.550.935,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.228.864,82 41.923.255,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.668,92 25.069,52
Bilanzsumme, Summe Aktiva 234.284.691,89 232.524.042,22

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 60.264.988,03 57.984.520,56
I. gezeichnetes Kapital 7.500.000,00 7.500.000,00
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
III. Gewinnrücklagen 49.149.155,90 47.513.097,04
1. gesetzliche Rücklage 149.155,90 13.097,04
2. andere Gewinnrücklagen 49.000.000,00 47.500.000,00
IV. Konzernbilanzgewin 3.515.832,13 2.871.423,52
davon Gewinnvortrag 1.979.925,68 1.577.877,53
V. Nicht beherrschende Anteile 12.480.801,42 13.539.720,72
B. Genussrechtskapital 13.217.330,00 16.333.000,00
C. Rückstellungen 899.148,75 2.033.353,74
1. Steuerrückstellungen 0,00 764.745,33
2. sonstige Rückstellungen 899.148,75 1.268.608,41
D. Verbindlichkeiten 146.504.637,80 141.120.140,90
1. Anleihen 103.000.000,00 103.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.283.555,95 31.565.869,19
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 167.647,06 167.647,06
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.637.706,80 1.496.251,86
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.920.000,00 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 3.495.727,99 4.890.372,79
E. Rechnungsabgrenzungsposten 192.617,56 137.404,64
F. Passive latente Steuern 725.168,33 1.375.901,66
Bilanzsumme, Summe Passiva 234.284.691,89 232.524.042,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 19.585.063,64 35.789.921,53
a) Aus der Hausbewirtschaftung 19.113.195,63 20.185.823,45
b) Aus Verkauf von Grundstücken 0,00 10.373.865,61
c) Aus anderen Lieferungen und Leistungen 471.868,01 5.230.232,47
2. Erhöhung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit fertigen oder unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen 0,00 -8.216.418,61
3. sonstige betriebliche Erträge 1.577.387,15 895.356,97
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 6.414.616,14 12.265.636,88
a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 6.415.352,74 11.578.391,17
b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen -736,60 687.245,71
5. Personalaufwand 1.806.796,83 1.825.117,76
a) Löhne und Gehälter 1.505.965,01 1.506.571,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 300.831,82 318.546,11
davon für Altersversorgung 324,00 2.124,94
6. Abschreibungen 5.418.677,25 4.961.065,52
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.417.851,59 4.961.065,52
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 825,66 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.119.052,34 1.923.842,33
8. Erträge aus Beteiligungen 277.314,55 290.779,99
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 250,00 184,07
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 158.466,60 23.178,91
davon aus Abzinsung 0,00 102,74
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.681.541,85 4.931.556,88
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.018.676,56 -102.760,28
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 672.854,86 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 623.221,74
13. Ergebnis nach Steuern 2.176.474,09 2.978.543,77
14. sonstige Steuern 2.690,08 2.577,66
Konzernjahresüberschuss 2.173.784,01 2.975.966,11

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresüberschuss 2.173.784,01 2.975.966,11
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.871.423,53 422.701,21
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.636.058,86 13.097,04
a) in die gesetzlichen Rücklage 136.058,86 13.097,04
b) in andere Gewinnrücklagen 1.500.000,00 0,00
4. Konzernfremden / anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn -106.683,45 514.146,76
5. Konzernbilanzgewinn 3.515.832,13 2.871.423,52

Konzernkapitalflussrechnung

nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS)

(indirekte Methode)

2022
TEuro
2021
TEuro
Veränderung
TEuro
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 2.173,8 2.976,0 -802,2
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.417,9 4.961,1 456,8
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen (ohne Ertragsteuern) -369,5 -243,8 -125,7
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte (ohne Umgliederung in das Anlagevermögen) -1.128,8 9.031,1 -10.159,9
+/- Abnahme / Zunahme der Forderungen 194,5 1.563,8 -1.369,3
+/- Abnahme / Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.589,6 -480,5 2.070,1
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 141,5 -109,5 251,0
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 580,6 -357,6 938,2
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,1 0,4 -0,3
+ Zinsaufwendungen 4.681,5 4.931,6 -250,1
- Zinserträge -158,5 -23,2 -135,3
- Sonstige Beteilungserträge -277,3 -290,8 13,5
+ Ertragssteueraufwand 0,0 -102,8 102,8
- Ertragssteuerertrag -1.018,7 0,0 -1.018,7
+/- Ertragssteuerzahlungen -1.052,7 -3.760,7 2.708,0
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.773,9 18.095,1 -7.321,2
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2,6 -2,5 -0,1
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -41.041,2 -5.375,4 -35.665,8
+ Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögen 0,0 573,6 -573,6
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 2.353,6 4.230,1 -1.876,5
+ Erhaltene Zinsen 158,7 23,4 135,3
+ Erträge aus Beteiligungen 277,3 290,8 -13,5
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -191,5 -618,0 426,5
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.445,6 -878,0 -37.567,6
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung vom Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,0 7.000,0 -7.000,0
+/- Einzahlungen / Auszahlungen aus Genussrechten -3.115,7 -4.280,8 1.165,1
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an nicht beherrschende Anteile -952,2 -400,2 -552,0
- Auszahlungen aus der Rückzahlung von Anleihen 0,0 0,0 0,0
+/- Einzahlungen / Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten 4.726,8 -3.552,2 8.279,0
- Gezahlte Zinsen -4.681,5 -4.931,6 250,1
- Auszahlungen an Kommanditisten 0,0 -514,1 514,1
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.022,6 -6.678,9 2.656,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -31.694,3 10.538,2 -42.232,5
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 41.923,2 31.385,0 10.538,2
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.228,9 41.923,2 -31.694,3

Konzerneigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Saldo zum 01.01.2021 500.000,00 100.000,00 47.000.000,00 422.701,21
Kapitalveränderungen (-erhöhung/-herabsetzung) 7.000.000,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 513.097,04 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 2.461.819,35
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -13.097,04
Saldo zum 31.12.2021 7.500.000,00 100.000,00 47.513.097,04 2.871.423,52
Nicht beherrschende Anteile Summe Konzerneigenkapital
Saldo zum 01.01.2021 14.454.091,40 62.476.792,61
Kapitalveränderungen (-erhöhung/-herabsetzung) -1.428.517,44 5.571.482,56
Einstellung in die Rücklagen 0,00 513.097,04
Periodenergebnis 514.146,76 2.975.966,11
Übrige Veränderungen 0,00 -13.097,04
Saldo zum 31.12.2021 13.539.720,72 71.524.241,28
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Saldo zum 01.01.2022 7.500.000,00 100.000,00 47.513.097,04 2.871.423,53
Kapitalveränderungen (-erhöhung/-herabsetzung) 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 1.636.058,86 -1.500.000,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 2.280.467,46
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -136.058,86
Saldo zum 31.12.2022 7.500.000,00 100.000,00 49.149.155,90 3.515.832,13
Nicht beherrschende Anteile Summe Konzerneigenkapital
Saldo zum 01.01.2022 13.539.720,72 71.524.241,29
Kapitalveränderungen (-erhöhung/-herabsetzung) -952.235,85 -952.235,85
Einstellung in die Rücklagen 0,00 136.058,86
Periodenergebnis -106.683,45 2.173.784,01
Übrige Veränderungen 0,00 -136.058,86
Saldo zum 31.12.2022 12.480.801,42 72.745.789,45

Konzernanhang

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der IMMOVATION Immobilien Handels AG zum 31. Dezember 2022 wurde durch den Vorstand aufgestellt. Die IMMOVATION Immobilen Handels AG hat Ihren Sitz in Kassel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kassel HRB 6062.

Der Konzernabschluss der IMMOVATION Immobilien Handels AG wurde gemäß §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf den Stichtag des Mutterunternehmens.

Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder. Ergänzend wurden die Regelungen der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen (JAbschlWUV) in der Fassung vom 5. Juli 2021 angewendet.

Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der IMMOVATION Immobilien Handels AG als Muttergesellschaft 18 inländische Unternehmen, auf die die IMMOVATION Immobilien Handels AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 3. KG, Kassel, wurde aufgrund des beherrschenden Einflusses der IMMOVATION Fonds-Geschäftsführungs GmbH als Geschäftsführerin und der gleichzeitigen Komplementärstellung der IMMOVATION Immobilien Handels AG einbezogen.

Folgende Gesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die IMMOVATION Immobilien Handels AG unmittelbar oder mittelbar keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann:

• IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 2. KG, Kassel,

• IMMOVATION Projektgesellschaft Kassel mbH & Co. 4. KG, Kassel.

Des Weiteren wurde die:

• Adamietz & Bergmann Immobilien GbR, Kassel,

nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die IMMOVATION Immobilien Handels AG kein Ergebnisbezugsrecht und keinen beherrschenden Einfluss hat.

Die nicht einbezogenen Tochterunternehmen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da sowohl die absoluten als auch die relativen Beiträge -auch in ihrer Gesamtheit- innerhalb des Konzernverbundes von untergeordneter Bedeutung sind. Der Einblick in die Vermögens- Finanz- und Ertragslage wurde dadurch nicht beeinträchtigt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die geforderten Angaben nach § 313 (2) HGB:

Firma und Sitz Anteil am Kapital
%
Anteil am Eigenkapital
Euro
Ergebnis 2022
Euro
Tochterunternehmen, vollkonsolidiert (§ 313 (2) Nr. 1 HGB)
Ex ante Beratungsgesellschaft in Liegenschaften mbH, Kassel 100,00 420.564,59 (1)
GLOBAL CONZEPT GmbH, Kassel 100,00 6.835.564,59 (1)
iCapital Consulting- & Vertriebsgesellschaft mbH, Kassel 100,00 100.000,00 (1)
IMMOVATION Fonds-Geschäftsführungs GmbH, Kassel 100,00 25.000,00 (1)
IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 3. KG, Kassel 0,00 1.875.000,00 (2) -106.683,45
kules Capital GmbH, Kassel 100,00 275.000,00 (1)
IMMOVATION Projektgesellschaft Kassel mbH, Kassel 100,00 5.272.000,00 (1)
Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbH, Kassel 100,00 16.815.000,00 (1)
IPSAK Energie GmbH, Kassel 100,00 6.655.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Zanger Berg Heidenheim GmbH, Kassel 100,00 25.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Höfe am Kaffeeberg Ludwigsburg, Kassel 100,00 1.625.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Park Schönfeld Carree Kassel GmbH, Kassel 100,00 25.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Schweizer Bau Backnang GmbH, Kassel 100,00 16.995.000,00 (1)
Immokles AG, Kassel 100,00 41.466.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Lingner Altstadtgarten Dresden GmbH, Kassel 100,00 25.000,00 (1)
Immobilien-Projekt Hohe Geest GmbH, Kassel 100,00 14.797.500,00 (1)
Immobilien-Projekt Seeviertel GmbH, Kassel 100,00 1.615.500,00 (1)
Immobilien-Projekt Königswinkel GmbH, Kassel 100,00 11.075.000,00 (1)

(1)= Mit den Kapitalgesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

(2) = Konzernfremden zustehender Gewinn

Die im Vorjahr ausgewiesene IMMOVATION Wohnungsbaugesellschaft eG wurde im Geschäftsjahr 2022 liquidiert.

Unbeschränkt haftende Gesellschafterin (§ 313 (2) Nr. 6 HGB)

IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 2. KG, Kassel

IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 3. KG, Kassel

IMMOVATION Projektgesellschaft Kassel mbH & Co. 4. KG, Kassel

Adamietz & Bergmann Immobilien GbR, Kassel

Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der IMMOVATION Immobilien Handels AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Satz 5 HGB nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt in dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Auf eine Neubewertung zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung nach § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde verzichtet, da verlässliche historische Wertansätze vorlagen. Sämtliche Tochterunternehmen wurden durch die Muttergesellschaft gegründet. Die Beteiligungswerte entsprechen dem Stammkapital der Tochterunternehmen. Zu fast allen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Die auf Fremdgesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen sowie der auf diese Fremdgesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem Ausgleichposten für nicht beherrschende Anteile im Fremdbesitz ausgewiesen.

Wechselseitige Schuldverhältnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Die Schuldenkonsolidierung wurde gemäß § 303 HGB durchgeführt. Der Wertansatz von Vermögensgegenständen aus konzerninternen Lieferungen wurde um nicht realisierte Zwischenergebnisse bereinigt. Die Innenumsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge sind mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 251 HGB und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB nicht enthalten.

Eine Eliminierung von "Zwischenerfolgen" aus Transaktionen vor dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist unterblieben (IDW RS HFA 44).

Zwischengewinne und -verluste, die gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminierungspflichtig sind, wurden berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden grundsätzlich einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig vorgenommen. Für die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist.

Die zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden sofern notwendig vorgenommen.

Fremdkapitalzinsen wurden bei keiner Bilanzposition in die Herstellungskosten einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen für Betriebskostenvorauszahlungen wurden offen von den zum Verkauf bestimmten Grundstücken und andere Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Für Ausfall und allgemeine Kreditrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Disagien sowie einmalige Bearbeitungsgebühren der Kreditgeber bei der Ausgabe von Darlehen, die gemeinsam mit der laufenden Verzinsung ein wirtschaftlich einheitliches Entgelt für die Darlehensüberlassung darstellen, wurden auf der Grundlage von § 250 Abs. 3 HGB abgegrenzt und über die Laufzeit der Darlehen aufwandswirksam erfasst.

Die Steuer- undsonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten und Genussrechte wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betrafen.

Latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich in der Berichtsperiode gelten, in der der entsprechende Vermögenswert realisiert oder die entsprechende Schuld erfüllt wird. Dabei erfolgt die Bewertung auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen oder in Kürze geltenden Steuersätze beziehungsweise Steuergesetze. Die latenten Steuern werden nicht abgezinst.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten besteht und wenn es sich bei den aktiven und passiven latenten Steuern um Ertragsteuern handelt, die von derselben Steuerbehörde gegenüber derselben steuerpflichtigen Einheit oder Steuergruppe erhoben werden.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von Euro 0,00 (i.Vj. Euro 1.495,02). Weiterhin werden im Wesentlichen Abgrenzungen für Versicherungen und Leasingsonderzahlungen ausgewiesen.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns setzt sich zusammen aus dem Grundkapital der IMMOVATION Immobilien Handels AG von Euro 7.500.000,00 (i.Vj. Euro 7.500.000,00), der Kapitalrücklage von Euro 100.000,00 (i.Vj. Euro 100.000,00), der anderen Gewinnrücklage von Euro 49.000.000,00 (i.Vj. Euro 47.500.000,00) und der gesetzlichen Rücklage von Euro 149.155,90 (i.Vj. Euro 13.097,04), sowie dem Konzernbilanzgewinn von Euro 3.515.832,13 (i.Vj. Euro 2.871.423,52). Dieser enthält in Höhe von Euro 422.701,21 einen Konzerngewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2021.

In die gesetzliche Rücklage wurden im Geschäftsjahr Euro 136.058,86 eingestellt. In die andere Gewinnrücklage wurden Euro 1.500.000,00 eingestellt. Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ergibt sich auch aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital der IMMOVATION Immobilien Handels AG ist in 3.750.300 Stück Namensaktien zu einem Nennbetrag von je Euro 2,00 aufgeteilt.

Genussrechtskapital

Das Genussrechtskapital des Mutterunternehmens wird als gesonderter Posten in der Bilanz ausgewiesen. Das Genussrecht setzt sich aus drei Tranchen zusammen. Die Genussrechte werden in das Genussrechts-Register der Gesellschaft eingetragen. Die Anleger beteiligen sich durch die Zeichnung von Genussrechten unmittelbar an dem wirtschaftlichen Erfolg der IMMOVATION Immobilien Handels AG. Die Laufzeit der Genussrechts-Beteiligung ist grundsätzlich unbestimmt. Die Beendigung der Genussrechts-Beteiligung erfolgt durch ordentliche Kündigung. Eine ordentliche Kündigung der Genussrechts-Beteiligung kann sowohl durch den Anleger als auch durch die Emittentin erstmalig zum Ablauf der Mindestlaufzeit erfolgen. Die Kündigungsfrist beträgt bis zu einem Jahr. Den Genussrechts-Bedingungen zufolge haftet das Genussrechtskapital im Falle der Insolvenz der Emittentin für unbefriedigte Ansprüche von Gläubigern der Emittentin. Der Genussrechts-Beteiligte tritt deshalb im Rang hinter die Vorabbefriedigung aller Gläubiger zurück.

Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Rechte nach § 314 Abs. 1 Nr. 7b HGB vorhanden:

Art der Rechte Zahl der Rechte
Genussrechte 1.321.733

Das zum Bilanzstichtag eingezahlte Genussrechtskapital hat folgende Mindestrestlaufzeiten:

Restlaufzeit Betrag
in Euro
1 Jahr 13.217.330,00
13.217.330,00

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für Personalkosten.

Verbindlichkeiten

Konsolidierter Verbindlichkeitenspiegel

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Konzernbilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Bilanzposten Bilanz Restlaufzeiten
31.12.2022
Euro
bis 1 Jahr
Euro
zwischen 1 und 5 Jahren
Euro
über 5 Jahre
Euro
Anleihen 103.000.000,00 0,00 103.000.000,00 0,00
(103.000.000,00) (0,00) (103.000.000,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.283.555,95 1.949.707,83 16.292.633,09 18.041.215,03
(31.565.869,19) (759.301,30) (16.798.958,52) (14.007.609,37)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 167.647,06 167.647,06 0,00 0,00
(167.647,06) (167.647,06) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.637.706,80 1.637.706,80 0,00 0,00
(1.496.251,86) (1.496.251,86) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.920.000,00 1.920.000,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.495.727,99 3.495.727,99 0,00 0,00
(4.890.372,79) (4.890.372,79) (0,00) (0,00)
Summe 146.504.637,80 0) 9.170.789,68 119.292.633,09 18.041.215,03
(141.120.140,9) (7.313.573,01) (119.798.958,52) (14.007.609,37)

Bei den Zahlen in Klammern handelt es sich um die Vorjahreswerte.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 36.283.555,95 (i.Vj. Euro 31.565.869,19). Hierbei handelt es sich um die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Auf den Objekten haften Grundschulden gemäß Bürgschaftserklärung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 46.363,98 (i.Vj. Euro 106.340,07) enthalten.

Weiterhin sind die Verbindlichkeiten aus den Anleihen in Höhe von Euro 103,0 Mio. durch Buchgrundschulden auf folgenden Objekten besichert:

• in Kornwestheim, Stammheimer Straße

• in Salzgitter - Lebenstedt, Wohnungsportfolio

Verbindlichkeiten für Zinszahlungen der Anleihen werden in den sonstigen Verbindlichkeiten abgegrenzt.

Ferner ist in den sonstigen Verbindlichkeiten die auf die ausgegebenen Genussrechte entfallende Grundausschüttung enthalten.

Latente Steuern

Die latenten Steuern betreffen temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen.

Der maßgebliche Ertragssteuersatz, der für die Berechnung latenter Steueransprüche und Steuerschulden angewandt wurde, setzt sich aus der Körperschaftsteuer, zuzüglich des Solidaritätszuschlags, und der Gewerbesteuer zusammen. Der Körperschaftsteuersatz, zuzüglich des Solidaritätszuschlags, beträgt 15,83 % und der Gewerbesteuersatz 15,40 %. Der maßgebliche Ertragssteuersatz beträgt somit in Summe 31,23 %.

Der Ausweis der passiven latenten Steuern in Höhe von Euro 725.168,33 (i.Vj. Euro 1.375.901,68) erfolgt saldiert und beinhaltet u. a. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der Organgesellschaften.

Die latenten Steuern setzten sich wie folgt zusammen:

Latente Steuern Aktiv
Euro
Passiv
Euro
Saldo
Euro
Aus dem Organträger: IMMOVATION Immobilien Handels AG
Finanzanlagevermögen 784.141 0 784.141
Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag 1.377.742 0 1.377.742
Aus der Organgesellschaft: Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbH
Sachanlagevermögen 0 -4.067.123 -4.067.123
Finanzanlagevermögen 62 0 62
Aus der Organgesellschaft: IMMOVATION Projektgesellschaft Kassel mbH
Sachanlagevermögen 0 -124.450 -124.450
Aus der Organgesellschaft: Immokles AG
Finanzanlagevermögen 27 0 27
Aus Zwischengewinneliminierung 1.304.432 0 1.304.432
Summe: 3.466.404 -4.191.573 -725.169
Bilanzierung Passivüberhang: -725.169

Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Erläuterungen zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich 2022
TEuro
2021
TEuro
aus der Hausbewirtschaftung 19.113,2 20.185,8
aus Verkauf von Immobilien 0,00 10.373,9
aus anderen Lieferungen und Leistungen 471,9 5.230,2
19.585,1 35.789,9

Die Umsatzerlöse der Gruppe werden ausschließlich im Inland erwirtschaftet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEuro
2021
TEuro
Laufender Steueraufwand (+)/-ertrag (-): -345,8 323,2
Latenter Steueraufwand (+) /-ertrag (-): -672,9 - 425,9
Ertragsteueraufwand (+) /-ertrag (-) insgesamt: -1.018,7 - 102,7

Die Überleitung zwischen tatsächlichem und erwartetem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

2022
TEuro
2021
TEuro
Erwarteter Steueraufwand(+)/-ertrag(-) bei einem Ertragssteuersatz von 31,23 % 361,6 1.048,09
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 0,0 0,0
Gewerbesteuerlicher Effekt 0,0 0,00
Konzernfremde Effekte 33,3 -160,6
Periodenfremde Steuern -368,0 -679,8
Sonstige Effekte -1.045,6 -310,3
Ertragssteueraufwand(+)/-ertrag (-) insgesamt: -1.018,7 -102,7

Haftungsverhältnisse

Das Mutterunternehmen beziehungsweise die Tochtergesellschaften haben sich vertraglich zur Mithaft gegenüber Banken verpflichtet. Die Haftungsverpflichtungen bestehen in voller Höhe gegenüber dem Mutterunternehmen. Das Risiko für eine Inanspruchnahme des Konzerns beziehungsweise seiner einbezogenen Tochtergesellschaften wird aufgrund der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Schuldnerin als unwesentlich eingestuft. Auf die Darstellung der Haftung innerhalb der vollkonsolidierten Unternehmen wurde verzichtet.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds von TEuro 10.228,9 (i.Vj. TEuro 41.923,3) umfasst die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag.

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthält keine ausschüttungsgesperrten Beträge.

Sonstige Angaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft erfolgte durch die IMMOVATION Immobilien Handels AG. Dem Vorstand dieser Gesellschaft gehörten folgende Personen an:

Herr Dipl.-Kfm. Lars Bergmann ausgeübter Beruf: Kaufmann

Auf die Angabe der Vergütung des Vorstands wurde gem. § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Frau Dr. Heidemarie Krüger Vorsitzende Personalberaterin
Herr Dipl.-Kfm. York Hilgenberg stellv. Vorsitzender Steuerberater
Herr Volker Wehrmann stellv. Vorsitzender Rechtsanwalt

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Konzern betrugen als Festbeträge brutto Euro 40.000,00.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer betrug TEuro 103 (i.Vj. TEuro 96) und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEuro 103) für die Jahresabschlüsse sowie den Konzernabschluss.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahrs 2022 waren im Konzern durchschnittlich 40 (i.Vj. 38) Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Veröffentlichung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 wird mit befreiender Wirkung für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, mit Ausnahme der iCapital Consulting- & Vertriebsgesellschaft mbH sowie der IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 3. KG, im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Tochtergesellschaften machen von der Befreiungsoption des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand des Mutterunternehmens schlägt der Hauptversammlung vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, OTC-Zinsderivate) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (Euribor) Darlehen in der IMMOVATION Immobilien Handels AG & Co. 3. KG, Kassel, verwendet.

Unterschrift des Vorstandes

 

Kassel, den 20. Juni 2023

gez. Dipl.-Kfm. Lars Bergmann

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2022
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge aus Konsolidierung
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchung Zugänge (Z) Abgänge(A)
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 161.370,14 2.606,10 0,00 132.220,14 0,00 31.756,10
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 161.370,14 2.606,10 0,00 132.220,14 0,00 31.756,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 133.750.999,40 27.292.403,74 2.353.644,00 0,00 0,00 158.689.759,14
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 59.506.247,18 13.629.505,07 0,00 0,00 (Z) 29.500,00 73.165.252,25
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 843.937,57 0,00 0,00 0,00 0,00 843.937,57
4. technische Anlagen und Maschinen 8.714.597,07 114.427,99 0,00 0,00 0,00 8.829.025,06
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.674.033,67 4.856,50 0,00 0,00 0,00 1.678.890,17
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.162,69 0,00 0,00 0,00 (A) 29.500,00 17.662,69
Summe Sachanlagen 204.536.977,58 41.041.193,30 2.353.644,00 0,00 0,00 243.224.526,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.410.097,00 191.503,00 0,00 0,00 0,00 4.601.600,00
2. Genossenschaftsanteile 10.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00
Summe Finanzanlagen 4.420.097,00 191.503,00 0,00 0,00 0,00 4.611.600,00
Summe Anlagevermögen 209.118.444,72 41.235.302,40 2.353.644,00 132.220,14 0,00 247.867.882,98
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2022
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
Stand 31.12.2021
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.223,64 2.561,60 132.199,14 19.586,10 12.170,00 12.146,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 149.223,64 2.561,60 132.199,14 19.586,10 12.170,00 12.146,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 13.967.314,43 2.540.982,93 0,00 16.508.297,36 142.181.461,78 119.783.684,97
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 11.734.965,47 2.269.099,07 0,00 14.004.064,54 59.161.187,71 47.771.281,71
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 130.100,57 42.198,00 0,00 172.298,57 671.639,00 713.837,00
4. technische Anlagen und Maschinen 3.806.050,07 437.153,99 0,00 4.243.204,06 4.585.821,00 4.908.547,00
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.359.643,67 125.856,00 0,00 1.485.499,67 193.390,50 314.390,00
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 17.662,69 47.162,69
Summe Sachanlagen 30.998.074,21 5.415.289,99 0,00 36.413.364,20 206.811.162,68 173.538.903,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.601.600,00 4.410.097,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00 10.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.611.600,00 4.420.097,00
Summe Anlagevermögen 31.147.297,85 5.417.851,59 132.199,14 36.432.950,30 211.434.932,68 177.971.146,87

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Dabei stand die Überprüfung der Umsetzung der laufenden Projekte an.

Hierbei wurde auch auf das Thema "Nachhaltigkeit der Unternehmensführung", auf die Verbesserung von Controllingmaßnahmen für Bestandsimmobilien und Verwaltungsabläufe sowie auf die Möglichkeit von Outsourcing einzelner Bereiche geachtet.

Aufgaben des Aufsichtsrats

Regelmäßige Beratungen und kontinuierlicher Informationsaustausch des Aufsichtsrats mit dem Vorstand stellen das wichtigste Element seiner Überwachungs- und Kontrollfunktion dar. Im Berichtsjahr 2022 wie in den Jahren zuvor hat der Aufsichtsrat regelmäßige Informationstage, die überwiegend online erfolgten und stets den Charakter ordentlicher Aufsichtsratssitzungen hatten, abgehalten.

An den Sitzungen nahm der Vorstand teil. Informationsquellen bildeten die mündlichen Berichte über die Angelegenheiten der Aktiengesellschaft und aus den Geschäftsbereichen. Es wurde auf Nachfrage Auskunft erteilt.

Die jeweiligen Tagesordnungspunkte der Sitzungen wurden inhaltsabhängig aufsichtsratsintern oder in Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden und soweit gewünscht von dem Wirtschaftsprüfer im Einzelfall hinterfragt und diskutiert. Bei zustimmungsbedürftigen Sachverhalten wurden nach gründlicher Prüfung und Beratung die satzungsgemäß erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig durch den Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. In diesen Kontakten wurden Fragen der Strategie, der Planung und der Geschäftsentwicklung des Unternehmens beraten.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2022 unverändert aus Frau Dr. Heidemarie Krüger (Vorsitzende), Herr Dipl. Kfm. York Hilgenberg (stellv. Vorsitzender) und Herrn RA Volker Wehrmann (stellv. Vorsitzender).

Vorstandsangelegenheiten

Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Änderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes und der Verantwortlichen in den operativen Bereichen.

Risikomanagement und Compliance

Im Berichtszeitraum hat sich der Aufsichtsrat mit den schriftlichen Ausarbeitungen des Vorstandes sowie der Geschäftsleitungen der Tochtergesellschaften, die als Entscheidungsgrundlage dienten, beraten und die Risiken der einzelnen Projekte angemessen bewertet.

Der Aufsichtsrat will sich in 2023 weiterhin mit der Überwachung, Anpassung und Kontrolle des Compliance-Managements und des Risikofrüherkennungssystems des Unternehmens befassen. Darüber hinaus will sich der Aufsichtsrat mit Möglichkeiten zur Kontrolle und Verbesserung des Betriebskostenabrechnungswesens befassen.

Des Weiteren will sich der Aufsichtsrat mit der Überwachung und Kontrolle energetischer Themenkomplexe beschäftigen.

Die Maßnahmen zur Datenschutzgrundverordnung wurden bereits umgesetzt und deren Einhaltung wird vom Aufsichtsrat auch weiter überwacht.

Gremienübergreifende Zusammenarbeit und weitere Tätigkeitsfelder

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens beschäftigt. Der Vorstand hat laufend die Unternehmensstrategie und erforderliche Anpassungen dargelegt. Die Zusammenarbeit war vertrauensvoll und kooperativ, was auch zukünftig zwischen den Gremien angestrebt wird.

Konzernabschluss 2022

Der vorliegende Konzernabschluss der IMMOVATION Immobilien Handels AG zum 31. Dezember 2022, der Lagebericht, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurden von der Jakob Wirtschaftsprüfung AG, Baunatal, vertreten durch die Wirtschaftsprüfer Hans-Günter Jakob und Carsten Ewald mit Datum vom 20.06.2023 geprüft.

Aufsichtsrat und Vorstand wurden unmittelbar nach Beendigung der Prüfung in einer gemeinsamen Sitzung mündlich über das Ergebnis der Prüfung unterrichtet. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen oder wesentlichen Feststellungen ergeben. Für den Konzernabschluss 2022 wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.

Pflichtgemäß hat auch der Aufsichtsrat den Konzernabschluss 2022 und den Lagebericht der Gesellschaft geprüft und darüber umfassend beraten. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit haben die Vorsitzende Dr. Heidemarie Krüger und ihre Stellvertreter, Steuerberater York Hilgenberg und Rechtsanwalt Volker Wehrmann am 26.06.2023 gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer eine Reihe von Fragestellungen und einzelne Prüfungsergebnisse intensiv besprochen und das abschließende Gesamtergebnis mit dem Wirtschaftsprüfer und später noch im gesamten Aufsichtsrat ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Jahresüberschusses angeschlossen.

Für die im vergangenen Geschäftsjahr erbrachten Leistungen und die engagierte Arbeit bedankt sich der Aufsichtsrat an dieser Stelle beim Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir haben sämtliche Unterlagen beurteilt bzw. geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften vollumfänglich entsprechen. Wir bestätigen hiermit, dass wir uns den vom Vorstand gemachten Angaben anschließen.

Unsere Prüfung hat zu keinen Beanstandungen und Einwendungen geführt.

Hierauf beschließt der Aufsichtsrat einstimmig:

Nach Prüfung billigt der Aufsichtsrat der IMMOVATION Immobilien Handels AG den vorstehend genannten, vom Vorstand aufgestellten, Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022.

 

Kassel, den 06. Juli 2023

IMMOVATION Immobilien Handels AG

Aufsichtsrat

gez. Dr. Heidemarie Krüger, Vorsitzende

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.07.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IMMOVATION Immobilien Handels AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der IMMOVATION Immobilien Handels AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IMMOVATION Immobilien Handels AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Baunatal, den 20. Juni 2023

Jakob Wirtschaftsprüfung AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Philipp Hofmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Carsten Ewald, Wirtschaftsprüfer

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