Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 122917
Vorher
Youco M21-H137 Vorrats-AG
Eingetragen
11.2.2021
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
der serielle Aufbau und Betrieb neuer Marktplätze und Ökosysteme für digitale Anlageklassen; der Erwerb, das Halten und die Leitung anderer Unternehmen, die als Marktplatz fungieren; die Erbringung von Beratungs- und sonstigen Leistungen für Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, ausgenommen jedoch reine Finanzbeteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael F. Spitz
seit 5.5.2021
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Carlo Kölzer
seit 5.5.2021
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

360X AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bericht des Aufsichtsrats der 360X AG (Geschäftsjahr 2022)

Einleitung

Das Jahr 2022 war nicht zuletzt auch aufgrund des vom Inflationsdruck ausgelösten Anstiegs der Zinssätze und des damit ebenfalls verbundenen Rückgangs der Krypto- und NFT-Märkte grundsätzlich ein turbulentes Jahr für die gesamte Krypto- und Blockchain-Branche. Im Gegensatz dazu konnte allerdings für den speziellen Anwendungsfall der Tokenisierung ein verstärktes Interesse festgestellt und wurde durch viele, mittlere und große Institute in der Finanzbranche weiterhin als ein Zukunftsfeld qualifiziert. Demzufolge stieg auch die Nachfrage nach sicheren und zuverlässigen Marktplätzen für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren rapide an.

Für die 360X AG kann das Geschäftsjahr 2022 als ein erfolgreiches Jahr in verschiedenen Dimensionen gewertet werden:

Gleich zu Beginn des Jahres konnte sich die 360X AG durch die Gründung des dritten Verticals, die 360X Music AG, die Assetklasse von Musik erschließen. Im Sommer wurde dann durch die Partnerschaft mit der Solaris SE erstmals ein Ökosystem geschaffen, welches "atomic settlement" für ERC 20 Token gegen FIAT-Währung ermöglicht. Schließlich wurden der 360X AG im dritten Quartal von der BaFin die Lizenzen für die Anlagevermittlung, das Platzierungsgeschäft sowie das Eigengeschäft erteilt. Hiermit konnte die 360X AG einen zentralen ganz Meilenstein in ihrer Strategie realisieren, sich als regulierten digitalen Marktplatz für tokenisierte Vermögenswerte positionieren zu können. Abgerundet wird das Jahr mit der offiziellen Geschäftsaufnahme durch die ersten Transaktionen im vierten Quartal, im Rahmen dessen die ersten Pilot-Transaktionen tokenisierter Musikrechte platziert werden konnten.

Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr befasste sich der Aufsichtsrat der 360X AG intensiv mit der Lage und den Perspektiven der Gesellschaft. Im Wesentlichen war dieses durch die strategische Planung und Produktentwicklung geprägt. In diesem Zusammenhang nahm der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahr, die ihm diesbezüglich nach Gesetz und Satzung obliegen. Neben der kontinuierlichen Beratung des Vorstands, insbesondere zu geschäftsstrategischen Erwägungen und Zielen, konnte sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner ihm obliegenden Überwachungsaufgaben stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Leitungstätigkeiten des Vorstands überzeugen.

Diesbezüglich ließ sich der Aufsichtsrat in mehreren gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand und dem Senior Management regelmäßig, aber auch bei konkretem Bedarf, über die aktuelle Geschäftssituation, bedeutende Geschäftsvorgänge sowie durch den Vorstand getroffene Entscheidungen berichten. Die Berichte des Vorstands bezogen sich insbesondere auf die Themen: Strategische Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, regulatorische Aspekte sowie Compliance, Liquiditätsplanung und Finanzierungsbedarf.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 4 (vier) Aufsichtsratssitzungen durchgeführt, die aufgrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie virtuell via Videokonferenz stattfanden.

Spezielle Ausschüsse wurden im Geschäftsjahr 2022 keine gebildet. Sämtliche Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden.

Daneben stand der Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Austausch mit dem Vorstand, insbesondere betreffend die aktuelle Entwicklung, die Geschäftslage und ließ sich über wesentliche Einzelvorgänge. relevanten Fragen der Strategie, der Planung und der Geschäftsentwicklung zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form berichten. Die Berichterstattung beinhaltete auch Informationen über Abweichungen von der tatsächlichen Entwicklung zu früher berichteten Zielen oder solchen vom Geschäftsverlauf zur Planung.

Der Aufsichtsrat war in allen für die Gesellschaft grundlegend wichtigen Entscheidungen unmittelbar eingebunden. Etwaige zustimmungspflichtige Geschäftsvorgänge wurden ausführlich zwischen Aufsichtsrat und Vorstand diskutiert.

Auf Grundlage der Vorstandsberichterstattungen sowie des Abschlussprüfungsberichts konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 1, 2 Aktiengesetz getroffenen Maßnahmen überzeugen. Darüber hinaus konnte sich der Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Angemessenheit der vom Vorstand getroffenen Maßnahmen vergewissern.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Die Aufsichtsratssitzungen im Berichtsjahr fanden zu den folgenden Terminen statt:

15. Februar 2022

24. Mai 2022

19. September 2022

06. Dezember 2022

Im Vordergrund der Tätigkeit des Aufsichtsrates standen die folgenden Schwerpunktthemen:

Budgetierung, insb. Technologie-, Rechtsberatungs- und Personalkosten

Kapitalmaßnahmen, Liquiditätsplanung und Finanzierungsbedarf der Gesellschaft

Personalplanung

Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022

Der Jahresabschluss der 360X AG für das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Vorstand aufgestellt, dem Aufsichtsrat am 12. Juni 2023 zugeleitet.

Die durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. Dezember 2022 zum Abschlussprüfer bestellte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Mendelsohnsstr. 87, 60325 Frankfurt am Main ("ES") hat den Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der 360X AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Abschluss und Lagebericht wurden auf Grundlage des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Einsicht und Prüfung vorgelegt. Sie wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 21. Juni 2023 ausführlich erörtert. An der Sitzung nahmen als Vertreter des Jahresabschlussprüfers ES, Herr Jürgen Krieg, teil, welcher über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für Rückfragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert. Es wurden keine wesentlichen Schwächen in der Rechnungslegung und im Kontrollprozess festgestellt, insbesondere wurden keine Anhaltspunkte entdeckt, die Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Prüfer geben könnten.

Nach abschließender eigener Prüfung der ihm vorgelegten Unterlagen schloss sich der Aufsichtsrat ohne Einwände dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers an. Er billigte sodann einstimmig den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt wurde.

Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat bestand zum Ende des Geschäftsjahres aus vier Mitgliedern: Herrn Christoph Hansmeyer (Vorsitzender), Herrn Holger Schulte (stellv. Vorsitzender), Herrn Gunnar Regier und Herrn Uwe Schweickert.

Im Aufsichtsrat der 360X AG hat es im Berichtsjahr die folgenden personellen Veränderungen gegeben: Mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 30. August 2022 wurden Herr Christoph Hansmeyer und Herr Uwe Schweickert erneut und für Herrn Dr. Leisten und Herrn Carsten Bittner, die nicht mehr zur Wiederwahl standen, Herrn Holger Schulte und Herr Gunnar Regier zu Aufsichtsräten der Gesellschaft bestellt.

Vorstand der 360X AG sind Herr Carlo Kölzer, Herr Fabian Schaum, Herr Thomas Spaun und Herr Michael F. Spitz.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, und allen MitarbeiterInnen der 360X AG für die engagierte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Für die Herausforderungen im neuen Geschäftsjahr wünschen wir dem Vorstand, und allen MitarbeiterInnen weiterhin viel Erfolg.

 

Frankfurt am Main, im August 2023

Christoph Hansmeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der 360X AG

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 2.213.848,57 5.399.505,93
2. Beteiligungen 9.639.600,00 9.639.600,00
3. Immaterielle Anlagewerte 762.018,29 238.477,64
4. Sachanlagen 18,00 7,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 871.861,87 382.868,73
6. Rechnungsabgrenzungsposten 13.834,67 0,00
13.501.181,40 15.660.459,30

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 200.450,82 35.842,39
2. Rückstellungen 197.638,76 424.702,84
a) andere Rückstellungen
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 192.351,00 192.351,00
b) Kapitalrücklage 16.047.395,00 16.047.395,00
c) Verlustvortrag -1.039.831,93 0,00
d) Jahresfehlbetrag -2.096.822,25 -1.039.831,93
13.103.091,82 15.199.914,07
13.501.181,40 15.660.459,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 7.267,41 90,44
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.001.878,65 423.275,86
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung für Unterstützung 128.182,78 29.674,15
1.130.061,43 452.950,01
- darunter: für Altersversorgung EUR 8.142,72 (i. V. EUR 0,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 946.472,08 569.166,97
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 27.556,15 17.805,39
4. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit/ Jahresfehlbetrag -2.096.822,25 -1.039.831,93

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022

360X AG, Frankfurt am Main

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 360X AG
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 122917

1. Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Für den Darstellungswechsel sind folgende Gründe anzuführen:

Die Gliederung der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres erfolgte gemäß der Vorschriften der §§ 266, 275 HGB während die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres nach den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) erfolgt ist.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 17.805,39 Euro

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 45.361,54

Der Gesamtbetrag der durch die 360X AG in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit genutzten Geschäftsausstattung beträgt 18,00 Euro.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

360X AG , 60313 Frankfurt am Main

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 241.059,61 533.383,65 774.443,26
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 241.059,61 533.383,65 774.443,26
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.230,42 17.724,15 32.954,57
Summe Sachanlagen 15.230,42 17.724,15 32.954,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 9.639.600,00 9.639.600,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 300.458,33 300.458,33
Summe Finanzanlagen 9.639.600,00 300.458,33 9.940.058,33
Summe Anlagevermögen 9.895.890,03 851.566,13 10.747.456,16
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.581,97 9.843,00 12.424,97
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.581,97 9.843,00 12.424,97
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.223,42 17.713,15 32.936,57
Summe Sachanlagen 15.223,42 17.713,15 32.936,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 17.805,39 27.556,15 45.361,54
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 762.018,29
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 762.018,29
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18,00
Summe Sachanlagen 18,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 9.639.600,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.458,33
Summe Finanzanlagen 9.940.058,33
Summe Anlagevermögen 10.702.094,62

C. Erläuterung zur Bilanz

1. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 316.146,18 Euro (Vorjahr: 21.290,00 Euro)

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 493.447,49 Euro (Vorjahr: 321.157,84 Euro) sind die nachstehenden Einzelbeträge enthalten:

Sonstige Vermögensgegenstände (b.1J): 3.000,00 Euro
Kautionen: 23.250,00 Euro
Forderungen USt-Vorauszahlungen: 141.240,89 Euro
Vorst. in Folgeperiode abziehbar: 9.810,42 Euro
Darlehen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr: 316.146,18 Euro

3. Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 192.351,00 ist eingeteilt in:

Grundkapital Euro
192.351,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 192.351,00

Es handelt sich um Namensaktien.

4. Gewinn-/ Verlustvortrag

Die Entwicklung vom Jahresergebnis bis zum Bilanzgewinn stellt sich wie folgt dar:

Verlustvortrag aus dem Vorjahr € 1.039.831,93
Gewinnausschüttungen in 2022 € 0,00
Jahresfehlbetrag € 2.096.822,25
Bilanzverlust € 3.136.654,18

5. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 65.000,00 Euro.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEuro TEuro TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 143,4 143,4 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 57,0 57,0 0,0 0,0
Summe 200,4 200,4 0,0 0,0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr beträgt 200.450,82 Euro.

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10,5.

Arbeitnehmergruppen Zahl
Programmierer 3,00
Angestellte 6,50
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 10,50
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 10,50
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00

2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

 

Carlo Kölzer

 

Fabian Schaum

 

Thomas Spaun

 

Michael F. Spitz

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

 

Christoph Hansmeyer (Kaufmann)

 

Heinz Günther Jean Leisten (Kaufmann) (bis 31.07.2022)

 

Carsten Bittner (Kaufmann) (bis 30.08.2022)

 

Uwe Schweickert (Kaufmann)

 

Holger Schulte (Kaufmann) (seit 30.08.2022)

 

Gunnar Regier (Kaufmann) (seit 30.08.2022)

3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 518.000,04 Euro.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit 0,00 Euro vergütet.

4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
Euro Euro
tectrex AG - Frankfurt am Main (ehemals 360X RE AG) 40,00% -1.635.890,95 1.660.036,93
360X Art AG - Frankfurt am Main 51,62% -1.412.356,55 2.347.656,53
360X Music AG - Berlin 40,00% -1.308.579,46 1.386.468,51

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 50.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Euro
a) Abschlussprüfungsleistungen 5.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 45.000,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Auf neue Rechnung werden -2.051.822,25 Euro vorgetragen.

7. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, den

Carlo Kölzer

Fabian Schaum

Thomas Spaun

Michael F. Spitz

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die 360X AG (nachfolgend auch "360X" oder "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein unabhängiges Unternehmen, welches im Geschäftsjahr 2022 diverse aufsichtsrechtliche Lizenzen von der BaFin erhalten hat und seit Ende Oktober 2022 den Geschäftsbetrieb als Wertpapierinstitut i.S. des WpIG aufgenommen hat.

360X bietet Anlagevermittlungsdienstleistungen im Zusammenhang mit digitalisierten und tokenisierten (Vermögens-)Werten ("tokenized assets" oder "Token") an. Der Schwerpunkt liegt auf tokenisierten Vermögenswerten von Kunst-, Immobilien- oder Musikwerten/-rechten. Zu diesem Zweck stellt 360X eine digitale Plattform zur Verfügung, über welche tokenisierte Vermögenswerte zwischen den Nutzern der Plattform vermittelt werden können (die "Plattform"). Auf der Plattform der 360X können per heute folgende tokenisierte (Vermögens-)Werte gehandelt werden:

Schuldtitel gem. § 2 Abs. 5 Nr. 3 WpIG und Kryptowerte gem. § 2 Abs. 5 Nr. 10 WpIG iVm § 1 Abs. 11 S. 4 Var. 2 und 5 KWG in Form von Wertpapieren "sui generis", d.h. tokenisierte schuldverschreibungsähnliche oder vertragliche Genussrechte bspw. gerichtet auf die Beteiligung am Veräußerungserlös eines Kunstwerks;

Schuldtitel und Kryptowerte in Form von elektronischen Wertpapieren gemäß dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG), d.h. in Form einer urkundslos, rein elektronisch begebenen Inhaberschuldverschreibung bspw. gerichtet auf die Beteiligung am Veräußerungserlös des Kunstwerks;

In einer ersten Entwicklungsphase sind die auf der Plattform zugelassenen tokenisierten Vermögenswerte dabei auf solche Tokens beschränkt, denen direkt oder indirekt Kunst-, Immobilien- oder Musikwerte/-rechte zugrunde liegen.

360X konzentriert sich zunächst auf die Vermittlung zwischen juristischen Personen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass 360X in einer späteren Phase auch natürlichen Personen die Teilnahme an der Plattform ermöglicht. Parteien, die auf der 360X Plattform agieren, werden allgemein als Nutzer bezeichnet, die professionelle Kunden im Sinne des § 67 WpHG sind oder als solche eingestuft wurden. Emittenten von Token sind eine besondere Teilgruppe von Nutzern, die immer juristische Personen sind und einen oder mehrere Token ausgeben. Diesem Token müssen als Basiswert Kunst-, Immobilien- oder Musikwerte/-rechte zugrunde liegen.

1.2 Organisatorische Struktur

Der Vorstand von 360X besteht aus den folgenden vier Mitgliedern: Carlo Kölzer (Vorsitzender, CEO), Michael F. Spitz (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Co-CEO), Thomas Spaun (Mitglied des Vorstandes, CFO/COO) und Fabian Schaum (Mitglied des Vorstandes, Chief Incubation Officer).

Die Gesellschaft hat ihren Geschäftssitz in Frankfurt am Main. Niederlassungen bestehen weder im Inland noch im Ausland. Zum Ende des Geschäftsjahres zählt die Gesellschaft 16 Beschäftigte. (Vj. 11 Beschäftigte).

Das Geschäftsmodell von 360X basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit so genannten Verticals, das sind Tokenisierungs- und Beratungsunternehmen, an denen 360X beteiligt ist. Dazu gehören zum Ende des Geschäftsjahres die folgenden Unternehmen: das Real Estate Vertical, betrieben von der tectrex AG; das Art Vertical, betrieben von der 360X Art AG sowie das Music Vertical, betrieben von der 360X Music AG. Die Verticals verfügen über die spezifische Expertise für ihre jeweilige Assetklasse.

1.3 Segmente, Produkte und Dienstleistungen

Die Tokenisierung hat sich im vergangenen Geschäftsjahr erneut als ein wichtiger Anwendungsfall für die Blockchain-Technologie bestätigt. Unter Tokenisierung versteht man den Prozess der Erstellung einer digitalen Darstellung eines Vermögenswerts, z.B. einer Immobilie oder eines Kunstwerks, in einer Blockchain. Diese digitalen Vermögenswerte oder Token können wie herkömmliche Vermögenswerte gehandelt werden.

360X bietet eine Plattform, die den Handel mit tokenisierten Vermögenswerten wie Immobilien, Kunst und Musik ermöglicht. Was das Umsatzmodell betrifft, so generiert 360X Einnahmen hauptsächlich aus Transaktionsgebühren, die für abgeschlossene Transaktionen auf der Plattform der 360X AG erhoben werden. Darüber hinaus werden weitere Gebühren für die Nutzung der Plattform erhoben, die zusätzliche Einnahmequellen für 360X darstellen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 setzte die deutsche Wirtschaft ihren stetigen Wachstumskurs fort, wenn auch mit etwas geringerem Tempo als in den Vorjahren. Das verarbeitende Gewerbe des Landes, welches ein wichtiger Motor der Wirtschaftstätigkeit ist, profitierte von der weltweiten wirtschaftlichen Erholung und der gestiegenen Nachfrage nach in Deutschland hergestellten Produkten. Allerdings stellten die anhaltende COVID-19-Pandemie und die daraus resultierenden Unterbrechungen der Lieferkette und der Arbeitskräftemangel die Unternehmen in allen Sektoren vor Herausforderungen. Darüber hinaus trübten der steigende Inflationsdruck und die weltweiten Handelsspannungen die Wirtschaftsaussichten in Deutschland. Dennoch sorgten die Konjunkturmaßnahmen der Regierung und die unterstützende Geldpolitik der Europäischen Zentralbank für eine gewisse Entlastung der Unternehmen und Haushalte. Insgesamt war die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 zwar mit Gegenwind konfrontiert, aber sie blieb widerstandsfähig und schnitt im Vergleich zu anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiterhin gut ab.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war ein turbulentes Jahr für die Krypto- und Blockchain-Branche. Der durch den Inflationsdruck ausgelöste Anstieg der Zinssätze trug zum Rückgang der Krypto- und NFT-Märkte bei und führte zum Scheitern vieler Unternehmen. Dennoch positiv zu vermerken ist, dass viele, teilweise große Institute in der Finanzbranche dem Anwendungsfall der Tokenisierung weiterhin positiv gegenüberstehen, welcher eine neue Anlageklasse in Form von digitalen Wertpapieren geschaffen hat. Mit der zunehmenden Verbreitung der Blockchain-Technologie werden immer mehr Vermögenswerte in Token umgewandelt werden, darunter Immobilien, Kunstwerke und Musikurheberrechte. Infolgedessen steigt die Nachfrage nach einem sicheren und zuverlässigen Marktplatz für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren rapide an.

Den Bedarf an einer solchen Plattform hat die Gesellschaft erkannt und einen Marktplatz für den Primär- und Sekundärhandel mit diesen Wertpapieren entwickelt. Unsere Plattform bietet den Nutzern Zugang zu einer breiten Palette von tokenisierten Wertpapieren und ermöglicht einen reibungsfreien Handel in einem regulierten Umfeld.

2.3 Ertrags- und Finanzlage

Die Ertrags- und Finanzlage der 360X AG ist als Startup-Unternehmen bis zum Erreichen des Break-Even-Punktes von Anlaufverlusten und Liquiditätsbedarf aufgrund der Burn-Rate gekennzeichnet. Der Vorstand überwacht die Ertrags- und Liquiditätssituation laufend, um zeitgerechte Maßnahmen zur Sicherstellung der für den weiteren Aufbau der Unternehmenstätigkeit erforderlichen Kapital- und Liquiditätsausstattung einzuleiten.

2.3.1 Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2022 weist einen Jahresfehlbetrag von 2.096.822,25 EUR aus. Im Vorjahr betrug der Jahresfehlbetrag 1.039.831,93 EUR.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht und betrugen im Berichtsjahr EUR 2.076.533,51 (Vj. EUR 1.022.116,98). Hierin enthalten sind mit EUR 1,130.061,43 (Vj. EUR 452.950,01) im Wesentlichen Personalaufwendungen.

Wie bereits in den Vorjahren hat die 360X AG im Berichtsjahr durch zielgerichtete Aufstockung der personellen Ressourcen die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (inkl. Vorstand) hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Berichtsjahr verdoppelt und stieg demnach um 7 auf durchschnittlich 15 Beschäftigte (inkl. Vorstand).

Andere Verwaltungsaufwendungen bestehen zum Stichtag in Höhe von EUR 946.472,08 (Vj. EUR 569.166,97). Wesentlich sind die Rechtsanwalts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von EUR 649.826,22 (Vj. EUR 474.012,84), welche vor allem im Rahmen des Erlaubnisantrages angefallen sind. Weitere höhere Andere Verwaltungsaufwendungen sind die Wartungskosten für Hardware- und Software in Höhe von EUR 73.650,48 (Vj. EUR 2.232,34) sowie die Mietaufwendungen in Höhe von EUR 69.180,37 (Vj. EUR 16.856,70).

Die Höhe der Abschreibungen belaufen sich auf EUR 27.556,15 (Vj. EUR 17.805,39).

Zum 31. Dezember 2022 können die Aufwendungen noch nicht durch Provisionserlöse kompensiert werden. Bisher konnten noch keine Erträge aus der Geschäftstätigkeit erzielt werden. Die Erlaubniserteilung seitens der Aufsichtsbehörde erfolgte im Oktober 2022.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital von 360X betrug zum Bilanzstichtag EUR 13.103.091,82 und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 192.351,00 und einer Kapitalrücklage in Höhe von 16.047.395,00 EUR sowie dem Bilanzverlust von EUR 2.096.822,25 zusammen. Der Jahresverlust des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 1.039.831,93 wurde durch das verfügbare Kapital aus der im Jahr 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung ausgeglichen. Das Unternehmen hat keine Bankverbindlichkeiten und lediglich Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 200.450,82, die primär aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von EUR 143.432,77 und Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 43.891,91 geprägt sind. Die Gesellschaft erfüllte während des Geschäftsjahres somit die Anforderungen nach §17 Abs 1 Nr. 2 WpIG an das Kapital.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit von 360X war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres gewährleistet. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über ein Bankguthaben in Höhe von EUR 2.213.848,57. Nach den Plänen von 360X ist die Liquidität von 360X bis mindestens Ende 2023 gesichert. Das Management ist in Gesprächen mit verschiedenen Gesellschaftern und Investoren, um das Unternehmen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln auszustatten. Das Management ist zuversichtlich, dass die Vereinbarung über zusätzliche Kapitalmaßnahmen zeitnah abgeschlossen werden kann.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 betrug EUR 13.501.181,40. Die Aktivseite setzt sich im Wesentlichen aus EUR 2.213.848,57 Bankguthaben und Beteiligungen in Höhe von EUR 9.639.600,00 zusammen. Die Passivseite besteht im Wesentlichen aus dem ausgewiesenen Eigenkapital in Höhe von EUR 13.103.091,82, wovon EUR 192.351,00 gezeichnetes Kapital sind.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Kundenbelange

Parteien, die auf der 360X-Plattform agieren, werden allgemein als Nutzer bezeichnet, die als professioneller Kunde im Sinne des WpHG §67 sind oder als solche eingestuft wurden. Emittenten von Token sind eine besondere Gruppe von Nutzern, die immer juristische Personen sind und einen Token emittieren. Diesem Token müssen Kunst-, Immobilien- oder Musikwerte/-rechte als Basiswert zugrunde liegen.

Unsere Nutzerakquise im Jahr 2022 basierte in erster Linie auf Early Adopters und Beta-Test Nutzern, die wir über unser Netzwerk und das Netzwerk unserer Verticals akquiriert haben. Für unsere ersten Beta-Test-Transaktionen hat dies gut funktioniert, um genügend Nutzer auf unserer Plattform zu generieren. Was speziell die Untergruppe der Emittenten betrifft, so haben wir über unsere Branchen einen hervorragenden Zugang zu den Emittenten. Mit ihren Branchenkontakten und ihrer Expertise sind die Verticals gut aufgestellt, um Inhaber von Vermögenswerten und Rechten zu finden, die tokenisierte Vermögenswerte verkaufen möchten.

2.4.2 Personalwesen

Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Anzahl der Beschäftigten (inkl. Vorstand) 16 Personen und ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um 4 Personen gewachsen. Der Vorstand ist sich bewusst, dass der Erfolg auf den Fähigkeiten und dem Engagement der Mitarbeiter beruht. Die Gesellschaft ist bestrebt, ein positives und unterstützendes Arbeitsumfeld zu schaffen, das Innovation, Kreativität und berufliches Wachstum begünstigt. Unsere Teammitglieder werden ermutigt, an fortlaufenden Schulungs- und Entwicklungsprogrammen teilzunehmen, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern, damit sie den Kunden den bestmöglichen Service bieten können. Der Vorstand legt auch großen Wert auf Vielfalt und Integration, da eine vielfältige Belegschaft eine Reihe von Perspektiven und Erfahrungen mit sich bringt, von denen die Gesellschaft und unsere Kunden profitieren.

Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, wurde im Geschäftsjahr 2022 die Arbeitgebermarke "360X" weiter gestärkt. Zudem konnte das Unternehmen durch die Teilnahme an persönlichen Recruiting-Veranstaltungen gezielt Talente im Bereich der Softwareentwickler und IT-Fachkräfte ansprechen und gewinnen. Der regelmäßige Austausch mit Universitäten und Fachhochschulen ist ein wichtiger Bestandteil der Rekrutierungsbemühungen des Unternehmens. Die 360X AG präsentiert sich als führendes Fintech-Unternehmen und knüpft frühzeitig Kontakte zu Studierenden, um qualifizierte Nachwuchskräfte für alle Unternehmensbereiche zu gewinnen.

2.4.3 Umweltbelange

Als Unternehmen, das Blockchain-basierten Handel anbietet, ist der Vorstand sich den potenziellen Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Umwelt aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs bewusst. Das einzigartige Setup ermöglicht es jedoch, die Abwicklung von FIAT gegen TOKENS off-chain in der Umgebung einer BaFin-regulierten CRR-Bank und BaFin-regulierten Krypto-Verwahrer unter einem Dach durchzuführen, was zu einer minimalen Nutzung der Blockchain außer für die Speicherung von Settlement-Daten führt. Dieser Ansatz reduziert den Energieverbrauch und den ökologischen Fußabdruck erheblich. Darüber hinaus hat die kürzlich erfolgte Umstellung vom Proof-of-Work-Mechanismus auf Proof-of-Stake für Ethereum, unser hauptsächlich verwendetes Protokoll, den von uns verursachten Energieverbrauch weiter reduziert. Die Gesellschaft ist weiterhin bestrebt, die Praktiken kontinuierlich zu verbessern und Maßnahmen zu ergreifen, um alle potenziellen Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit zu verringern.

3. Risiko-, Chancen und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement fokussiert sich auf eine aktive und direkte Bewertung von Risiken, welche sich in diesem frühen "Projekt-Status" unserer Gesellschaft ergeben. Dabei werden die wesentlichen Risiken der Gesellschaft identifiziert und deren finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft vor dem Hintergrund alternativer Szenarien betrachtet. Als Risikodeckungsmasse dienen die Eigenmittel nach aufsichtsrechtlicher Eigenmitteldefinition abzüglich der aufsichtsrechtlich vorzuhaltenden Eigenmittel. Die Risiken werden hinsichtlich Geschäfts- und Kapitalplanung, KPIs und Kostenkontrolle gesteuert, überwacht und regelmäßig kommuniziert. Aufgrund der durch das frühe Unternehmensstadium noch nicht kostendeckenden Provisionserträge steht eine ausreichende Eigenmittelzufuhr im Fokus. Die Wirksamkeit von Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention, Datenschutz, Informationssicherheitsmanagement sowie Risiko- und Auslagerungscontrolling werden durch eine interne Revision und verantwortliche Mitarbeiter überwacht. Risikomindernd wirkt sich auch der Verzicht auf das Eigengeschäft und den Eigenhandel aus.

3.1.2 Risikoarten

Angesichts der Art der Geschäftstätigkeit, der begrenzten Größe der Gesellschaft und des Geschäftsumfangs beschränken sich die Risiken aus Sicht der Geschäftsleitung auf die folgenden: Liquiditäts- und Ertragsrisiken, Marktpreisrisiken, Kontrahentenausfallrisiko, operationelle Risiken sowie Nachhaltigkeitsrisiken (ESG). Die tatsächlich bestehenden Risiken werden als überschaubar angesehen. Zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken dienen insbesondere die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sowie das Risikomanagement durch den Vorstand. Zur Deckung von Risiken verfügt die 360X AG zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von EUR 13.103.091,82.

Ein allgemeines Geschäftsrisiko kann stets aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen; dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Verhalten der Kunden, der technische Fortschritt sowie die aufsichtsrechtliche Regulierung. Zudem können externe negative Schocks wie Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen, kriegerische Konflikte oder auch starke Abschwünge an den Märkten die Gesellschaft treffen. Diese allgemeinen Risiken werden als moderat eingestuft.

Liquiditäts- und Ertragsrisiken

Dank unseren vertrauenswürdigen und starken Partnern ist unsere Finanzierungssituation im Geschäftsjahr 2022 stabil. Wir haben das Jahr mit ausreichend verfügbaren Mitteln abgeschlossen und waren in der Lage, Liquiditätsrisiken wirksam zu steuern. Wir sind ein junges Unternehmen und in einem stark regulierten Bereich tätig. Daher müssen wir höchsten technischen Standards entsprechen und benötigen diverse Lizenzen, um unser Geschäft zu betreiben. Aufgrund der ausstehenden Lizenzerteilung durch die BaFin über den Großteil des vergangenen Geschäftsjahres hinweg war es uns nicht erlaubt, Einnahmen in unserem Geschäftsfeld zu erzielen. Wir haben diese Zeit jedoch genutzt, um uns darauf zu konzentrieren, die richtigen Grundlagen für die kommenden Jahre zu schaffen und alle erforderlichen Partnerschaften für unser Ökosystem aufzubauen. Darüber hinaus sind wir weiterhin bestrebt, alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen und unseren Betrieb kontinuierlich zu verbessern, um nachhaltiges Wachstum und Rentabilität in den kommenden Jahren sicherzustellen.

Marktpreisrisiken

360X verfügt seit Oktober 2022 über die Erlaubnis für Eigengeschäfte. Positionen in Aktien, Schuldverschreibungen oder anderen Wertpapieren bestehen allerdings nicht und sind auch in Zukunft nicht geplant. Marktpreisrisiken bestehen daher auf seitens der Aktiva keine. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht. Sämtliche Geschäfte lauten auf Euro.

Kontrahentenausfallrisiko

360X geht keine eigenen Handelspositionen ein, so dass aus der Aktivität auf der Handelsplattform von 360X kein Kontrahentenausfallrisiko ausgehen kann. Insofern bezieht sich das Kontrahentenausfallrisiko für 360X auf das Ausfallrisiko, das einer der wesentlichen Geschäftspartner von 360X seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Insofern entstehen im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit Gegenparteiausfallrisiken, hauptsächlich im Zusammenhang mit unseren Partnerschaften mit Drittverwahrern, Bankpartnern und anderen Dienstleistern. Um das Risiko des Ausfalls einer Gegenpartei zu mindern, führen wir vor dem Abschluss von Vereinbarungen eine strenge Due-Diligence-Prüfung potenzieller Geschäftspartner durch. Außerdem überwachen wir laufend die finanzielle Stabilität unserer Partner und die Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften.

Operationelle Risiken

Gefahren und Verluste, die durch die Unangemessenheit sowie das Versagen interner Prozesse und Systeme, menschlichen Handelns oder durch externe Ereignisse hervorgerufen werden, sind als operationelle Risiken definiert. Für die Gesellschaft sind operationelle Risiken vor allem durch Personal und IT-Risiken möglich.

Zur Risikosenkung tragen vor allem die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter und ihre Zuverlässigkeit sowie die obligatorischen regelmäßigen Schulungen bei. Haftungsrisiken, die durch nicht konforme Prozesse und Verhalten einzelner Mitarbeiter entstehen können, werden durch Einführung verbindlicher Richtlinien mitigiert, die jede Geschäftsfunktion regeln und das richtige Verhalten jedes Mitarbeiters sicherstellen.

Da die Handelsplattform IT-gestützt betrieben wird, ist die Funktionsfähigkeit der IT-Systeme zentral für die Geschäftstätigkeit. Ein kritischer Ausfall der IT-Systeme ist relativ unwahrscheinlich: 360X setzt auf Cloud-basiertes Hosting, so dass die Bereitstellung der Plattform und die damit verbundene Datenverarbeitung und -speicherung auf den Servern von Google Cloud Platform (GCP) erfolgt. GCP als Dienstleister gewährleistet die Unabhängigkeit von physischen Servern, so dass die Unabhängigkeit von einzelnen Rechenzentren gegeben ist. Zudem erbringt 360X seine Dienstleistung unter Verwendung weiterer Dienstleistung der Solaris SE. Solaris SE ist ein BaFin reguliertes Institut, das daher höchsten IT-Standards genügen muss und für Notfälle Sicherheitskonzepte implementiert hat.

Für alle anderen Aktivitäten benötigt 360X lediglich einen Computer und einen Internetzugang, so dass eine infrastrukturelle Unabhängigkeit gegeben ist. Aufgrund der ausgeprägten Risikokontrolle kann das IT-Risiko als überschaubar angesehen werden. Eine Störung der Plattform stellt das größte Reputationsrisiko für 360X dar. Daher arbeiten wir mit erfahrenen Experten zusammen, um den IT-Entwicklungsprozess sowie den damit verbundenen Testing Prozess auf das höchste Niveau zu bringen und damit das Risiko gering zu halten.

Die interne Revision wird gemäß verabschiedeter Prüfungsplanung beginnend im Jahr 2023 die Funktionsfähigkeit sämtlicher internen Kontrollmechanismen und -systeme prüfen und ermöglicht damit eine stetige Weiterentwicklung und Adaption.

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG)

Eines der Nachhaltigkeitsrisiken, mit denen 360X konfrontiert ist, sind die Umweltauswirkungen der Blockchain-Technologie, die für die Erstellung und den Verkauf von Security-Token verwendet wird. Der Prozess der Verifizierung von Transaktionen auf der Blockchain erfordert eine beträchtliche Menge an Energie, was zu hohem Energieverbrauch führt und zu Kohlenstoffemissionen beiträgt.

Demnach besteht das Potenzial für eine verstärkte Überprüfung und Regulierung von Blockchain-Technologien aufgrund des hohen Energieverbrauchs. Dies könnte zu höheren Kosten sowie zu einem potenziellen Rückgang der Nachfrage nach diesen Vermögenswerten führen.

Um diesen Risiken zu begegnen, prüft 360X Optionen zur Minimierung seines ökologischen Fußabdrucks. Ein Ansatz ist die Nutzung der Blockchain-Technologie, die weniger energieintensiv ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die mit dem Energieverbrauch verbundenen Kohlendioxidemissionen durch Investitionen in erneuerbare Energien oder die Teilnahme an Programmen für Emissionsgutschriften auszugleichen. Darüber hinaus kann 360X seine Kunden und Stakeholder über die Umweltauswirkungen der Blockchain-Technologie aufklären und sie ermutigen, ebenfalls nachhaltige Praktiken anzuwenden.

Indem 360X proaktive Schritte auch gegenüber ihren Partnern unternimmt, um diese Nachhaltigkeitsrisiken anzugehen, kann das Unternehmen seine Auswirkungen auf die Umwelt minimieren und dazu beitragen, eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen.

Insgesamt glauben wir, dass Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt für jedes Unternehmen ist, und wir verpflichten uns, unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren und verantwortungsvolle Praktiken innerhalb der Kryptoindustrie zu fördern. Auf diese Weise wollen wir ein Unternehmen aufbauen, das die wichtigen Nachhaltigkeitsanforderungen der Zukunft erfüllen kann.

Weitere Risiken

Darüber hinaus sind wir uns weiterer potenzieller Risiken bewusst, die mit der Finanzbranche verbunden sind, wie z. B. das Potenzial für Geldwäsche, Betrug und andere illegale Aktivitäten. Wir verpflichten uns, alle einschlägigen Gesetze und Vorschriften einzuhalten, und haben strenge Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche und Kundenkenntnis eingeführt, um illegale Aktivitäten auf unserer Plattform zu verhindern.

3.2 Chancenbericht

Im Rahmen des integrierten Chancenmanagements verfolgt 360X die systematische und frühzeitige Identifikation von Chancen und deren Bewertung. Dies geschieht laufend im Rahmen der Umfeldbeurteilung durch das Management und im Rahmen des Austausches im Executive Board.

Grundlage des Prozesses ist eine umfassende und kontinuierliche Analyse des Umfelds. Dazu gehören u.a. die gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, Entwicklungen im Produkt- und Kundenbereich sowie der Wettbewerb. Die Chancen im Hinblick auf die Unternehmensstrategie können sowohl externen als auch internen Einflüssen unterworfen sein.

Das Geschäftsjahr 2022 hat bereits gezeigt, dass angespannte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und insbesondere Vorfälle in der Blockchain-Branche direkte Auswirkungen auf das Geschäft von 360X haben können. So haben beispielsweise die Maßnahmen der BaFin nach verschiedenen betrügerischen Aktivitäten im Blockchain-Bereich deutlich zugenommen. Dies führt für jedes Unternehmen zu höheren Eintrittsbarrieren, welches ein reguliertes Geschäft betreiben möchte und mit Blockchain-Anwendungen interagiert. Diese Entwicklungen haben nicht nur die Erteilung der erforderlichen BaFin-Lizenzen verzögert, sondern auch die Konnektivität der IT-Systeme zu unseren ebenfalls regulierten Partnern. Schließlich sind auch die Zugangsvoraussetzungen für die Nutzer gestiegen, da die Anstrengungen zur Bekämpfung der Geldwäsche verstärkt wurden. Diese zunehmende Regulierung hat das Ziel, den Anlegerschutz zu erhöhen; damit stellt sie für 360X einerseits eine Herausforderung und andererseits aber auch eine große Chance als regulierter Marktplatz für tokenisierte Assets dar.

3.3 Prognosebericht

Mit Blick auf die Zukunft ist es für 360X entscheidend, sich bei allen Aktivitäten darauf zu konzentrieren, nutzerzentriert zu agieren. Um dies zu erreichen, wird das Hauptaugenmerk auf Design, Benutzererfahrung, Kundensupport und Kundenakquise liegen.

Betreffend der Branchenentwicklung erwarten wir, dass unregulierte Börsen für Kryptowährungen entweder von den Aufsichtsbehörden geschlossen werden oder die Nutzer regulierte Börsen mit professionellen Strukturen bevorzugen werden. Unsere Grundannahme hat sich durch mehrere Skandale in den USA, wie den Verlust von Kundengeldern bei FTX und Ermittlungen der SEC gegen OpenSea, als richtig erwiesen.

Wir gehen auch davon aus, dass sich die Tokenisierung zum Hauptanwendungsgebiet der Blockchain-Technologie für Organisationen von institutioneller Größe entwickeln wird.

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass Deutschland rechtliche und regulatorische Klarheit für den Token-Handel schaffen wird, was es zu einem Vorreiter und langfristig zum Land der Wahl für derartige Aktivitäten macht. Die Gesellschaft erwartet, dass mit der Einführung des DLTR (DLT Pilot Regime) der ESMA mehr Nachfrage nach tokensierten Sachwerten und deren regulierter multilateraler Zweitmarkt entstehen wird. Die Gesellschaft prüft dahingehend einen Erweiterungsantrag als DLT-MTF.

Das Management der 360X AG erwartet in Geschäftsjahr 2023 erste Umsätze im niedrigen einstelligen Millionen Euro Bereich und ein weiterhin negatives Ergebnis aufgrund der Anlaufkosten sowie des frühen Stadiums der Aufnahme der Geschäftstätigkeit.

Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet, da im Berichtsjahr kein Beherrschungsvertrag bestand. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

Der Vorstand der 360X AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

 

Frankfurt am Main, 14. April 2023

Der Vorstand

Carlo Kölzer

Michael F. Spitz

Thomas Spaun

Fabian Schaum

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die 360X AG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 360X AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 360X AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 23. Mai 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Krieg, Wirtschaftsprüfer

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