Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 14821 PI
Vorher
ZEPRO Hebebühnen GmbH
Eingetragen
2.8.1993
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnReparatur und Instandhaltung von sonstigen zivilen Beförderungsmitteln a. n. g.Großhandel mit Flurförderzeugen und Fahrzeugen a. n. g.
Gegenstand
Der Vertrieb, die Reparatur und die Wartung der im Cargotec Konzern in der Sparte HlAB vertriebenen Produkte. Dies sind insbesondere der Bereich "Frachtumschlag auf der Straße" mit dem Produktsortiment HIAB-Ladekräne, JONSERED-Forst- und Recyclingkräne, LOGLIFT-Forstkräne, MOFFET-Mitnahmestapler und MULTILl FT-Wechselgeräte. Zusätzlich beinhaltet das Leistungsportfolio Dienstleistungen im Umfeld der Marke UNIMOG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hiab Holding Finland OyFIN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ZETECO Aktiebolaget
Sweden
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hiab Germany GmbH

Schenefeld/Krs. Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Dieser Jahresabschluss für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr wurde von der Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 02.06.2024 festgestellt.

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hiab Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hiab Germany GmbH, Schenefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hiab Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte:

Die Gesellschaft ist einer der weltweit führenden Anbieter von Geräten für den mobilen Ladungsumschlag auf Lastkraftwagen. Das Vertriebsgebiet erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland.

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um TEUR 3.845 auf TEUR 113.277. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 3,5 % ist vor allem auf gestiegene Umsätze in den Bereichen Mitnahmestapler, Container-Wechselsysteme und Ersatzteilversorgung zurückzuführen.

Die Gesamtleistung ist im Berichtsjahr um 4,9 % gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind primär die Nachholeffekte durch Lieferrückstände aus dem Vorjahr.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um TEUR 9.879 auf TEUR 81.205 gesunken. Der Rückgang um 10,8 % ist auf eine Transfer-Pricing Gutschrift zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.533 auf TEUR 10.949 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Konzernumlagen.

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 7.729 (Vorjahr: TEUR 85) aus. Die Ergebnisverbesserung ist auf den Anstieg der Umsatzerlöse sowie auf den Rückgang der Materialaufwendungen zurückzuführen.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung der Gesellschaft von einem Umsatzrückgang auf EUR 93,4 Mio. aus. Dieser Prognose liegt der aktuelle Auftragsbestand zugrunde.

II. Sonstige Verstöße

Bei der Durchführung der Abschlussprüfung haben wir die im Folgenden aufgeführten Tatsachen festgestellt, die schwerwiegende Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften darstellen oder erkennen lassen (sonstige Verstöße):

Der Vorjahresabschluss und die übrigen vom Gesetz hierfür vorgesehenen Unterlagen sind entgegen § 325 HGB nicht offengelegt worden. Wir haben die Geschäftsführung auf die Offenlegungspflichten hingewiesen.

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht nicht innerhalb der gesetzlichen Aufstellungsfrist gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB aufgestellt. Wir haben die Geschäftsführung auf die Aufstellungsfristen hingewiesen.

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft.

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289 HGB.

II. Art und Umfang der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Grundlage unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist die Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines darauf abgestimmten Prüfungsprogramms, mit dem Ziel, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu erlangen, um das Prüfungsrisiko auf ein vertretbar niedriges Maß zu reduzieren. Das Prüfungsprogramm enthält die von den Mitgliedern des Prüfungsteams durchzuführenden Prüfungshandlungen nach Art, zeitlicher Einteilung und Umfang.

Bei der Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern auf Abschluss- und Aussageebene erlangen wir ein Verständnis von dem Unternehmen und dessen Umfeld, einschließlich des internen Kontrollsystems und ggf. der für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen. Diese Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung ergänzen wir um Datenanalysen. Darauf aufbauend führen wir ggf. Funktionsprüfungen durch, um die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen zu beurteilen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, wesentlich falsche Darstellungen aufzudecken.

Bei der Planung und Durchführung der Prüfung als auch bei der Beurteilung der Auswirkungen von identifizierten falschen Darstellungen auf die Prüfung und von etwaigen nicht korrigierten falschen Darstellungen auf den Jahresabschluss und ggf. den Lagebericht haben wir das Konzept der Wesentlichkeit beachtet.

Unser Prüfungsprogramm hat folgende Schwerpunkte umfasst:

Analyse des Prozesses der Jahresabschlusserstellung;

Prüfung der Umsatzrealisierung sowie -abgrenzung sowie korrespondierender Aufwendungen;

Bestand und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen;

Prüfung der Vollständigkeit und der Bewertung der sonstigen Rückstellungen;

Prüfung der Angaben im Lagebericht, insbesondere prognostischer Angaben.

Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:

An einer körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte der Gesellschaft haben wir beobachtend teilgenommen.

Von der zutreffenden Bilanzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir uns durch Einholung von Saldenbestätigungen nach mathematisch-statistischen Auswahlkriterien in Stichproben überzeugt.

Die Salden der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wir anhand von Saldenabstimmungen geprüft.

Bankbestätigungen haben wir von Kreditinstituten eingeholt. Rechtsanwaltsbestätigungen über schwebende Rechtsstreitigkeiten haben wir erbeten und erhalten.

Über anhängige Rechtsmittel, strittige Steuerbescheide und bestehende Steuerrisiken haben wir uns vom Steuerberater der Gesellschaft schriftlich berichten lassen.

Außerdem haben wir die Veränderung der Posten des Jahresabschlusses mithilfe analytischer Verfahren auf ihre Plausibilität untersucht.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf

die Ordnungsmäßigkeit der Bestandteile des Abschlusses und deren Ableitung aus der Buchführung,

die Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben,

die Beachtung der Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften,

die Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen und

die Beachtung von Regelungen des Gesellschaftsvertrags, soweit diese den Inhalt der Rechnungslegung betreffen,

erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt B wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben die Berichterstattung über die Organbezüge im Anhang unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nach unserer pflichtgemäßen Beurteilung der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse berechtigterweise eingeschränkt.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang (Anlage 3).

2. Zusammenfassende Beurteilung

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Hiab Germany GmbH, Schenefeld, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

Berlin, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nasirifar, Wirtschaftsprüfer

Remmers, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 0,07 0,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.557.284,37 2.454.966,56
2.557.284,44 2.454.966,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 614.302,90 521.077,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 211.512,82 71.252,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.104,30 161.746,67
1.244.920,02 754.076,63
3.802.204,46 3.209.043,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 3.507.348,83 3.869.757,62
2. Waren 12.314.581,92 8.956.549,20
15.821.930,75 12.826.306,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.274.379,57 21.119.105,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.177.268,49 388.205,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 142.575,05 790.618,18
35.594.223,11 22.297.929,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.188,79 23.230,19
51.431.342,65 35.147.466,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 240.504,61 272.005,73
55.474.051,72 38.628.515,66

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.292,00 511.292,00
II. Kapitalrücklage 17.500.522,70 17.500.522,70
III. Gewinnvortrag 6.028.113,56 5.942.829,69
IV. Jahresüberschuss 7.729.049,10 85.283,87
31.768.977,36 24.039.928,26
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.525.412,19 726.006,30
2. Sonstige Rückstellungen 3.052.066,26 2.537.213,27
5.577.478,45 3.263.219,57
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 86.900,08 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.603.154,15 1.241.253,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.589.886,05 8.831.575,19
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.847.655,63 1.252.539,34
davon aus Steuern EUR 3.603.773,54 (Vj. EUR 678.798,27)
18.127.595,91 11.325.367,83
55.474.051,72 38.628.515,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 113.276.805,12 109.431.636,46
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -362.408,79 -1.638.872,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.509.998,19 2.194.276,43
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.553,87 (Vorjahr EUR 3.912,43)
115.424.394,52 109.987.040,04
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -74.883.574,07 -84.671.626,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.321.294,59 -6.412.471,74
-81.204.868,66 -91.084.098,50
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.594.612,12 -7.691.139,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.495.073,44 -1.312.050,60
davon für Altersversorgung EUR 6.902,92 (Vorjahr EUR 7.400,40)
-11.089.685,56 -9.003.189,94
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -450.083,05 -310.331,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.948.513,59 -9.415.575,31
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 4.969,89 (Vorjahr EUR 5.516,83)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.120,24 1.022,59
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -355.686,00 -21.265,87
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.639.666,67 -49.394,18
11. Ergebnis nach Steuern 7.737.011,23 104.207,68
12. Sonstige Steuern -7.962,13 -18.923,81
13. Jahresüberschuss 7.729.049,10 85.283,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Rechtliche Grundlagen und Vorbemerkungen

Die Hiab Germany GmbH, Schenefeld, ist beim Amtsgericht Pinneberg unter der Handelsregisternummer HRB 14821 PI gemeldet.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist nach den §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert zum Vorjahr.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Einschluss von angefallenen Nebenkosten, abzüglich Anschaffungskostenminderungen und planmäßiger linearer Abschreibung, aktiviert.

Die Nutzungsdauern des Anlagevermögens lauten wie folgt:

Bilanzposten Nutzungsdauer in Jahren
- Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 8
- Geschäfts- und Firmenwert 10 bis 13
- Bauten 5 bis 10
- Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 13
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 10

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben.

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Wertminderungen durch eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die unter den Waren ausgewiesenen Vermögensgegenstände gehen teilweise sowohl als Rohstoffe in die ausgewiesenen Erzeugnisse ein, werden aber auch ohne Be- oder Verarbeitung verkauft (Waren). Da eine Trennung insgesamt nur willkürlich möglich wäre, erfolgt insgesamt eine Zusammenfassung unter dem Posten Waren. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Rückstellungen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird in Anwendung von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz verzichtet. Der zugrundeliegende Steuersatz beträgt 29,62%.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Der in den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierte Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von sämtlichen Vermögensgegenständen des Geschäftsbetriebs "Service und Reparatur" mehrerer Händler in den Jahren 2019 und 2020. Der Buchwert zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 2.557 (Vorjahr: T€ 2.455). Der Anstieg ist durch die nachträgliche Aktivierung von Anschaffungsnebenkosten zu erklären. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 bis 13 Jahren verteilt. Die Nutzungsdauer entspricht nach Einschätzung des Managements der wirtschaftlichen Verwendbarkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.996 auf T€ 15.822 gestiegen (Vorjahr: T€ 12.826).

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie im Vorjahr kleiner als 1 Jahr. Hier ist ein Rückgang von T€ 1.845 gegenüber den Vorjahreswert auf T€ 19.274 (Vorjahr: T€ 21.119) zu verzeichnen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 16.177 (Vorjahr: T€ 388) resultieren in Höhe von T€ 14.213 aus einer Transfer Pricing Gutschrift (Vorjahr: T€ 0), T€ 1.614 aus debitorischen Kreditoren (Vorjahr: T€ 0) und T€ 350 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: T€ 388). Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt wie im Vorjahr unter 1 Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen im Berichtsjahr T€ 143 (Vorjahr: T€ 791) und bestehen wie im Vorjahr mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren von T€ 127 (Vorjahr: T€ 510) und geleistete Anzahlungen von T€ 8 (Vorjahr: T€ 36).

2. Passiva

Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen des Gesellschafters aus den Vorjahren (T€ 800) sowie aus einer Zuführung im Rahmen der Aufnahme des Hiab-Geschäftsbereiches im Jahr 2016 (T€ 16.701).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.052 (Vorjahr: T€ 2.537) bestehen aus folgenden Sachverhalten:

2023 2022
Gewährleistung 870 T€ 760 T€
ausstehende Rechnung 501 T€ 569 T€
Bonus 501 T€ 277 T€
Abfindungen 283 T€ 0 T€
Löhne 280 T€ 0 T€
Kommission 193 T€ 162 T€
Urlaub und Mehrarbeit 175 T€ 151 T€
Miete 151 T€ 0 T€
KFZ - Leasing 46 T€ 170 T€
Berufsgenossenschaft 36 T€ 172 T€
Rechtsberatung 17 T€ 0 T€
Restrukturierung 0 T€ 184 T€
Rabatte 0 T€ 92 T€
Summe 3.052 T€ 2.537 T€

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt Bis 1 Jahr > 1 Jahr Davon > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 87 T€ 87 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) 0 T€ 0 T€ 0 T€ 0 T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.603 T€ 1.603 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) 1.241 T€ 1.241 T€ 0 T€ 0 T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.590 T€ 12.590 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) 8.832 T€ 8.832 T€ 0 T€ 0 T€
Sonstige Verbindlichkeiten 3.848 T€ 3.848 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) 1.253 T€ 1.253 T€ 0 T€ 0 T€
Gesamt 18.128 T€ 18.128 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) 11.325 T€ 11.325 T€ 0 T€ 0 T€

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 12.590 (Vorjahr: T€ 8.832) und enthalten neben Cash-Pooling des Cargotec-Konzerns T€ 10.524 (Vorjahr: T€ 2.221) auch Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten T€ 2.066 (Vorjahr: T€ 6.611).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.848 (Vorjahr: T€ 1.253) beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.604 (Vorjahr: T€ 679).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

Bereich 2023 2022
Lkw-Aufbauten
Ladekräne 39,8 Mio. € 35,13% 49,5 Mio. € 45,25%
Mitnahmestapler 19,9 Mio. € 17,56% 11,9 Mio. € 10,88%
Container-Wechselsysteme 18,8 Mio. € 16,59% 15,1 Mio. € 13,80%
Ladekräne für Forstwirtschaft/Recycling 5,3 Mio. € 4,68% 5,8 Mio. € 5,30%
Service Solutions
Ersatzteilversorgung 19,1 Mio. € 16,86% 13,5 Mio. € 12,34%
Kundendienst/Inbetriebnahme 10,4 Mio. € 9,18% 13,6 Mio. € 12,43%
Gesamt 113,3 Mio. € 100,00% 109,4 Mio.€ 100,00%

Nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:

Bereich 2023 2022
Inland 109,5 Mio. € 96,65% 105,3 Mio. € 96,33%
Ausland 3,8 Mio. € 3,35% 4,1 Mio. € 3,67%
Gesamt 113,3 Mio. € 100,00% 109,4 Mio. € 100,00%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich folgendermaßen zusammen:

Bereich 2023 2022
Erträge aus Weiterberechnung von Garantieanträgen 1.158 T€ 974 T€
Weiterberechnete Kosten 715 T€ 1.203 T€
Periodenfremde Erträge aus Abschreibungen 343 T€ 0 T€
Periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösung 184 T€ 0 T€
Erträge aus Anlagenabgängen 0 T€ 3 T€
Sonstiges 110 T€ 14 T€
Gesamt 2.510 T€ 2.194 T€

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen betragen in dem Berichtsjahr T€ 81.205 (Vorjahr: T€ 91.084). Dieser Rückgang ist unter anderem auf mehrere Transfer Pricing Gutschriften zurückzuführen, welche die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe reduziert haben.

Abschreibungen

Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 450 (Vorjahr: T€ 310).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden u. a. Konzernumlagen, die zu marktüblichen Bedingungen erfolgen, ausgewiesen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Bereich 2023 2022
Management Fee 2.648 T€ 2.024 T€
Wertberichtigungen 1.402 T€ 406 T€
Miete und Gebäudekosten 1.400 T€ 1.368 T€
Kommunikationskosten 687 T€ 626 T€
Kfz-Kosten 576 T€ 899 T€
Weiterbelastete Kosten 570 T€ 399 T€
Reisekosten 476 T€ 301 T€
Werbung / Marketing / Messe 372 T€ 1.049 T€
Service Fee Konzern 334 T€ 268 T€
Garantiekosten 299 T€ 180 T€
Recruitingkosten 209 T€ 218 T€
Beratungskosten 153 T€ 82 T€
Kosten Vorführgeräte 119 T€ 198 T€
Versicherungen 103 T€ 100 T€
Prüfungskosten 91 T€ 93 T€
Verkaufsprovision 55 T€ 4 T€
Restrukturierungskosten 231 T€ 247 T€
Zeitarbeit 40 T€ 88 T€
Währungsumrechnung 5 T€ 6 T€
Sonstiges 1.179 T€ 864 T€
Gesamt 10.949 T€ 9.416 T€

Die weiterbelasteten Kosten sind in Höhe von T€ 303 (Vorjahr: T€ 251) vom Cargotec Konzern in Rechnung gestellt worden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind T€ 214 (Vorjahr: T€ 0) periodenfremd.

Sonstige Steuern

Innerhalb der sonstigen Steuern werden KFZ-Steuern in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 11) und Grundsteuern in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 5) ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 121 Mitarbeiter (Vorjahr: 111). Davon sind 59 (Vorjahr: 64) Angestellte, 59 (Vorjahr: 47) gewerbliche Arbeitnehmer und 3 leitende Angestellte (Vorjahr: 1).

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Berichtsjahr bzw. ist:

Herr Laurentius de Vries, Agrar-Ingenieur, Geschäftsführer für alle Bereiche

Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus üblichen Leasingverträgen, im Wesentlichen Kraftfahrzeuge sowie Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Bereich 2024 2025 2026 2027 2028
Mieten und Sonstiges 1.043 T€ 1.043 T€ 1.043 T€ 850 T€ 2.665 T€
Kfz 157 T€ 157 T€ 96 T€ 1 T€ 0 T€
Gesamt 1.200 T€ 1.200 T€ 1.139 T€ 851 T€ 2.665 T€

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Alle Anteile an der Gesellschaft werden von der Hiab Holding Finnland Oy, Helsinki/Finnland, gehalten, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in englischer Sprache erhältlich.

Konzernobergesellschaft ist die Cargotec Oyj mit Sitz in Helsinki/Finnland. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in englischer Sprache (größter Konsolidierungskreis) beim Unternehmensregisteramt in Helsinki/Finnland erhältlich.

5. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 7.729 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Honorar Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf T€ 91 (Vorjahr: 92 T€).

7. Angabe zur effektiven Steuerlast nach Mindeststeuergesetzen

Die Angabe zur effektiven Steuerlast erfolgt erstmalig für das Geschäftsjahr 2023 gem. § 285 Nr. 30a HGB i.V.m. Art. 91 (1) HGBEG. Hierbei handelt es sich um die Steuerlast, die nach dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen anfallen würde, wenn die Steuerquote aus den Ertragssteuern geringer als 15 % ist. Auf Basis der Steuerberechnung für das Geschäftsjahr 2023 fällt auf der Ebene der Gesellschaft keine effektive Steuerlast nach dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen an, da die Gesellschaft bereits mehr als 15 % Ertragsteuern abführt.

8. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, liegen nicht vor.

 

Schenefeld, den 25. April 2024

Laurentius de Vries

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 764,00 0,00 763,00 1,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.136.262,60 343.280,56 0,00 3.479.543,16
3.137.026,60 343.280,56 763,00 3.479.544,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 639.367,26 148.834,66 0,00 788.201,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 100.294,39 172.943,11 0,00 273.237,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407.508,04 387.920,59 132.096,87 663.331,76
1.147.169,69 709.698,36 132.096,87 1.724.771,18
4.284.196,29 1.052.978,92 132.859,87 5.204.315,34
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 763,73 0,20 763,00 0,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 681.296,04 240.962,75 0,00 922.258,79
682.059,77 240.962,95 763,00 922.259,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.289,91 55.609,11 0,00 173.899,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.041,78 32.682,90 0,00 61.724,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.761,37 120.828,09 122.362,00 244.227,46
393.093,06 209.120,10 122.362,00 479.851,16
1.075.152,83 450.083,05 123.125,00 1.402.110,88
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 0,07 0,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.557.284,37 2.454.966,56
2.557.284,44 2.454.966,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 614.302,90 521.077,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 211.512,82 71.252,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.104,30 161.746,67
1.244.920,02 754.076,63
3.802.204,46 3.209.043,46

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hiab Holding Finland Oy, Helsinki, Finnland. Oberstes Mutterunternehmen ist die Cargotec Oyj, Helsinki, Finnland.

Die Cargotec Gruppe ist ein weltweiter Anbieter von Lösungen und Systemen für den Lade- und Güterumschlag mit den Geschäftsbereichen Kalmar, Hiab und MacGregor.

Die Gesellschaft ist dem Geschäftsbereich Hiab zugeordnet. Hiab ist einer der weltweit führenden Anbieter von Geräten für den mobilen Ladungsumschlag auf Lkw.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Hiab Germany GmbH deshalb in den folgenden Produktsortimenten tätig:

Hiab-Ladekrane (Hiab und Effer)

Jonsered-Recyclingkrane

Loglift-Forstkrane

Moffett-Mitnahmestapler

Multilift-Wechselgeräte

Services

Reparatur & Wartung

Das Vertriebsgebiet der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen die Bundesrepublik Deutschland.

Der Gerätevertrieb erfolgt durch eigenes Verkaufspersonal sowie durch Vertragshändler und sonstige Vertriebspartner, welche die Aufbauleistung der Geräte auf die Fahrzeuge übernehmen. Die Endkunden sind im Wesentlichen in den Segmenten Baustofftransport und Abfallwirtschaft tätig. Der Bereich Service umfasst die Ersatzteilversorgung, den technischen Kundendienst sowie Servicevertragsangebote an die Vertragshändler sowie Servicepartner. Durch die Zukäufe der Werkstattbetriebe der Berendsen & Merz GmbH & Co. KG in 2018, die Werkstatt ATS Aufbau und Transportsysteme in 2019 und die FNS Fahrzeugbau und Nutzfahrzeuge GmbH in 2021 wurde die Geschäftstätigkeit in den Bereichen Reparatur & Wartung sowie Aufbau der Lösungen ausgeweitet.

2. Forschung und Entwicklung

Die Hiab Germany GmbH ist ausschließlich mit dem lokalen Vertrieb, Service und Reparaturbetrieb betraut, alle Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden in den einzelnen Produktlinien / Produktionsstätten des Konzerns im Ausland ausgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist für Deutschland im Jahr 2023 rückläufig mit einer Reduzierung um 0,3 %. Dieser Rückgang ist zum einen auf die anhaltenden Kaufkraftverluste, der Kaufzurückhaltung und der erhöhten Unsicherheit durch geopolitische Konflikte zurückzuführen. Dabei ist der private Konsum im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,8 % gesunken und blieb dabei weiter unter dem Niveau des Jahres 2019 vor der Corona-Pandemie. Auch die Konsumausgaben des Staates sind dabei um 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 1

Die Inflation, gemessen am am Verbraucherpreisindex (VPI), entwickelte sich im Berichtsjahr von 8,7 % im Januar 2023 auf 4,5 % im September 2023. Der Trend der rückläufigen Inflation ist auf Gesamtjahr 2023 übertragbar und beträgt durchschnittlich 5,9 % im Vergleich zu 2022 (Vorjahr: 6,9 % im Vergleich zu 2021). 2

Trotz der konjunkturellen Schwächephase entwickelte sich der Arbeitsmarkt positiv. Im Laufe des Jahres nahm die Erwerbstätigkeit weiter um 0,7 % zu und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Menschen. Ebenso hat sich das verfügbare Einkommen privater Haushalte positiv um 5,9 % verbessern können. Sowohl die Entgelte für Arbeitnehmer als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind deutlich um 6,7 % und 6,5 % gestiegen. 3

1 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html; Stand: 27.03.2024
2 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html; Stand: 27.03.2024
3 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html; Stand: 27.03.2024

2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft steuert sich im Wesentlichen nach dem finanziellen Leistungsindikator Umsatz. Die Umsatzerlöse entwickelten sich in den einzelnen Bereichen wie folgt:

2023 2022
Bereich Ist Plan Ist Plan
Lkw-Aufbauten
Ladekräne 39,8 Mio. € 35,13 % 60,3 Mio. € 49,5 Mio. € 45,25 % 58,1 Mio. €
Mitnahmestapler 19,9 Mio. € 17,56 % 15,9 Mio. € 11,9 Mio. € 10,88 % 18,2 Mio. €
Container- Wechselsysteme 18,8 Mio. € 16,59 % 25,1 Mio. € 15,1 Mio. € 13,80 % 22,4 Mio. €
Ladekräne für Forstwirtschaft 5,3 Mio. € 4,68 % 9,3 Mio. € 5,8 Mio. € 5,30 % 9,3 Mio. €
Service Solutions
Ersatzteilversorgung 19,1 Mio. € 16,86 % 15,5 Mio. € 13,5 Mio. € 12,34 % 18,9 Mio. €
Kundendienst 10,4 Mio. € 9,18 % 14,8 Mio. € 13,6 Mio. € 12,43 % 11,0 Mio. €
Gesamt 113,3 Mio. € 100,00 % 140,9 Mio. € 109,4 Mio. € 100,00 % 137,9 Mio. €

Der Umsatz der Hiab Germany GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. € bzw. 3,5 % auf 113,3 Mio. € (Vorjahr: 109,4 Mio. €) gestiegen. Der Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen der Bereiche Mitnahmestapler, Container-Wechselsysteme und Ersatzteilversorgung, denen gesunkene Umsätze im Bereich Ladekräne, Kundendienst sowie Ladekräne für die Forstwirtschaft entgegenstehen.

Die prognostizierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 verfehlte die Gesellschaft weiterhin aufgrund von Lieferengpässen, wodurch fertig gestellte Produkte nicht transportiert werden konnten. Diese Lieferengpässe sind auf Fachkräftemangel sowie gestiegene Rohstoffpreise zurückzuführen. Trotz dieser Schwierigkeiten sind die damals geplanten und prognostizierten Aufträge durchgeführt und nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 an die Endkunden übergeben worden, sodass diese Umsätze im folgenden Geschäftsjahr 2024 ausgewiesen werden.

3. Lage der Gesellschaft

a. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und Sonstige betriebliche Erträge) ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % gestiegen. Wir konnten die Lieferrückstände aus dem vergangenen Jahr aufholen, dadurch stiegen die Umsatzerlöse um 3,9 Mio. € auf 113,3 Mio. € (Vorjahr: 109,4 Mio. €), zudem wurde der Bestand an unfertigen Erzeugnissen abgebaut. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen verzeichneten wir vor allem einen Rückgang der weiter berechneten Aufwendungen von 0,3 Mio. €.

Der Materialaufwand ist um 10,8 % auf 81,2 Mio. € (Vorjahr: 91,1 Mio. €) gesunken, die Materialkostenquote beläuft sich für das Berichtsjahr auf 70,4 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 82,8 %). Der Rückgang des Materialaufwands ist vor allem auf Transfer Pricing Gutschriften zurückzuführen, die den Materialaufwand reduzieren.

Der Rohertrag hat sich um 15,3 Mio. € bzw. 81,0 % auf 34,2 Mio. € (Vorjahr: 18,9 Mio. €) erhöht.

Der Personalaufwand ist auf 11,1 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 9,0 Mio. €). Die Personalkostenquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist auf 9,6 % (Vorjahr: 8,2 %) gestiegen. Diese Entwicklung ist auf die gestiegene Anzahl der Beschäftigten, aber auch auf die Erhöhung der durchschnittlichen Entgelte zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind um 0,14 Mio. € auf 0,45 Mio. (Vorjahr: 0,31 Mio. €) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 16 % bzw. um 1,5 Mio. € auf 10,9 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €). Diese Steigerung basiert vor allem auf die gestiegenen Konzernumlagen und Wertberichtigungen auf Kundenforderungen aufgrund von zwei Insolvenzen.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich 2023 auf 11,4 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).

Nach Abzug von Einkommen- und Ertragsteuern in Höhe von 3,64 Mio. € (Vorjahr: 0,05 Mio €) und sonstigen Steuern in Höhe von 0,01 Mio. € (Vorjahr: 0,02 Mio. €) hat die Hiab Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 7,73 Mio. € (Vorjahr: 0,09 Mio. €) erwirtschaftet.

b. Finanzlage

Die finanziellen Anforderungen an die Hiab Germany GmbH sind durch die für den Handel mit hochwertigen Investitionsgütern erforderlichen Vorräte und Forderungen, die einen vergleichsweise schnellen Umschlagprozess aufweisen, geprägt.

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pool System der Cargotec Oyj eingebunden und war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Hiab Germany GmbH hat sich 2023 um 16,9 Mio. € (43,8 %) auf 55,5 Mio. € (Vorjahr: 38,6 Mio. €) erhöht.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen sind gegenüber dem letzten Jahr um 0,4 Mio. € auf 3,5 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €) aufgrund von Lagerabbau gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um 1,8 Mio. € auf 19,3 Mio. € (Vorjahr: 21,1 Mio. €) gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 15,8 Mio. € auf 16,2 Mio. € gestiegen, welche hauptsächlich aus Forderungen von Transfer Pricing Gutschriften bestehen.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 62,2 % auf 57,3 % gesunken.

d. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres der Hiab Germany GmbH insgesamt als sehr erfolgreich.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagement

Mithilfe eines Risikomanagementsystems (im Rahmen des Risikomanagementsystems des Konzerns), das einer permanenten Weiterentwicklung unterliegt, begegnet die Hiab Germany GmbH den jeweils aktuellen betrieblichen, marktbezogenen sowie gesetzlichen Anforderungen.

Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Es dient zum einen der frühzeitigen Identifikation, Quantifizierung und Berichterstattung von Risiken und soll zum anderen Risiken durch geeignete Maßnahmen begrenzen und bestandsgefährdende Risiken verhindern. Im Geschäftsjahr haben hier besonders die veränderten kunden- und branchenspezifischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Zahlungsverzögerungen geführt. Diese werden wöchentlich durch die Geschäftsleitung überprüft und ggf. wertberichtigt.

Kern des Risikomanagements ist ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen, um die ganzheitliche Erfassung von Risiken sicherzustellen. Hierdurch wird erreicht, dass alle Verantwortungsträger in die Analyse und Beurteilung der Risiken sowie die Erarbeitung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen eingebunden sind.

Das konzerninterne Risikoberichtswesen wurde weiter optimiert und ist Basis für ein effizientes Risikomanagement.

2. Compliance

Grundlage für Compliance bei der Hiab Germany GmbH ist die Überzeugung, dass nur soziales Verantwortungsbewusstsein, Rechtstreue und ethisches Verhalten den Unternehmenserfolg nachhaltig sichern können. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Auflagen und unternehmensinternen Richtlinien ist wesentlicher Bestandteil der Führungs- und Unternehmenskultur bei der Hiab Germany GmbH.

Der Verhaltenskodex der Hiab Germany GmbH bildet die Basis des Compliance-Programms. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich über die Cargotec Homepage an die interne Compliance Organisation zu wenden. Die regelmäßigen Compliance-Schulungen werden jährlich durch ein E-Learning Tool sichergestellt.

3. Risiken

Unser Marktumfeld ist geprägt durch einen starken Wettbewerbsdruck und eine Verunsicherung der Kunden aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, hier wird der Abschwung der letzten Monate in den ersten Monaten 2024 fortgeführt. Diese Sachverhalte haben in der Vergangenheit immer wieder zu Situationen geführt, in denen die höheren Beschaffungs- und Produktionskosten nicht immer vollständig an den Markt weitergegeben werden konnten.

Die Anforderungen an Hiab Germany GmbH als attraktiver Arbeitgeber standen auch im Geschäftsjahr 2023 im Fokus, um dem Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu begegnen. Die demografische Entwicklung macht es erforderlich, besondere Maßnahmen zur Gewinnung und langfristigen Bindung von Mitarbeitern zu ergreifen.

Der Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften ist deutlich bei der erschwerten Rekrutierung von Auszubildenden erkennbar. Diesem Risiko begegnet Hiab Germany GmbH mit einer verstärkten Präsenz auf Rekrutierungsmessen, im Geschäftsjahr wurde die aktuelle Hochschulkooperation fortgesetzt.

Es ist ferner zu berücksichtigen, dass unsere Gesellschaft als deutsche Landesgesellschaft der Hiab Gruppe nicht die Möglichkeit hat, beispielsweise neue Märkte im Ausland zu betreten.

Insgesamt ist aber festzustellen, dass keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind.

4. Chancen

Für das Geschäftsjahr 2024 ist geplant, den Geschäftsbereich Hiab weiter zu stärken. Die Reorganisation erfolgt dabei mit dem Ziel, eine gesellschaftsrechtliche Struktur zu schaffen, die eine konsequente Ausrichtung auf die gegenwärtigen Markterfordernisse unterstützt. Dies wird besonders den Bereich der Werkstätten betreffen. Hier wird unsere 2017 eingeleitete "Route to Market Strategie" weitergeführt.

Bei den Kränen sind neue technische Konzepte aus jahrelanger Erfahrung in die Produkte eingeflossen, um die Ergonomie und Sicherheit für den Bediener zu verbessern. Ferner hat Hiab das Ziel bis 2025 alle Mitnahmestapler auch als Elektrogeräte anzubieten.

5. Prognosebericht

Für die kommenden Jahren wird ein positives BIP-Wachstum für Deutschland prognostiziert. In dem Jahr 2024 soll das BIP mit einem Wachstum von 0,2 % steigen und im Jahr 2025 um 1,5 %. Es wird dabei prognostiziert, dass sich das BIP in der zweiten Jahreshälfte 2024 erholt und sich dieser Trend fortführt. Vor allem die Erholung der Industrie setzt voraussichtlich später als erwartet ein. 4

4 Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt Stand: 27.03.2024

Im internationalen Wettbewerb wird prognostiziert, dass das globale BIP im Geschäftsjahr 2024 um 2,7 % zum Vorjahr wachsen wird. BIP starke Volkswirtschaften wie bspw. China und die USA sind langsamer als in den Vorjahren gewachsen, was unter anderem auf die gestiegenen Leitzinsen der Notenbanken zurückzuführen ist. 5

Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Lieferengpässe sehen wir für das Geschäftsjahr 2024 folgende Entwicklungen des finanziellen Leistungsindikators Umsatz. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024 wird sich abschwächen und somit zu geringeren Umsätzen in 2025 führen. Die Planungsszenarien für 2024 enthalten angemessene Risikoaspekte.

Bereich Budget 2024 i.V.z. 2023 Ist 2023
Lkw-Aufbauten
Ladekräne 31,6 Mio. € 33,76% stark sinkend 39,8 Mio. € 35,13%
Mitnahmestapler 13,6 Mio. € 14,53% stark sinkend 19,9 Mio. € 17,56%
Container-Wechselsysteme 13,4 Mio. € 14,32% stark sinkend 18,8 Mio. € 16,59%
Ladekräne für Forstwirtschaft / Recycling 2,0 Mio. € 2,56% stark sinkend 5,3 Mio. € 4,68%
Service Solutions
Ersatzteilversorgung 21,4 Mio. € 22,86% Steigend 19,1 Mio. € 16,86%
Kundendienst/Inbetriebnahme 11,4 Mio. € 11,97% Steigend 10,4 Mio. € 9,18%
93,4 Mio. € 100,00% 113,3 Mio. € 100,00%

 

Schenefeld, den 25. April 2024

Hiab Germany GmbH

Laurentius de Vries

5 Quelle: https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Kurzfassung.pdf Stand: 27.03.2024

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Im Prüfungsbericht fasst der Abschlussprüfer die Ergebnisse seiner Arbeit insbesondere für jene Organe des Unternehmens zusammen, denen die Überwachung obliegt. Der Prüfungsbericht hat dabei die Aufgabe, durch die Dokumentation wesentlicher Prüfungsfeststellungen die Überwachung des Unternehmens durch das zuständige Organ zu unterstützen. Er richtet sich daher - unbeschadet eines etwaigen, durch spezialgesetzliche Vorschriften begründeten Rechts Dritter zum Empfang oder zur Einsichtnahme - ausschließlich an Organe des Unternehmens zur unternehmensinternen Verwendung.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

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