Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 87507
Eingetragen
22.8.2019
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Unterstützung bei Marketing und Markenwerbung für Markenprodukte der Guangdong OPPO Mobile Telecommunications Corp., Ltd. (eine Gesellschaft chinesischen Rechts) in Europa.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bin Liu
seit 31.10.2022
Geschäftsführer
Runyu Yang
seit 11.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sky Royal Trading LimitedHKG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sky Royal Trading Limited
HKG
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OROPE Germany GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die OROPE Germany GmbH wurde 2019 gegründet und ist Teil der OPPO-Gruppe mit Sitz in Dongguan, Guangdong, China. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Sky Royal Trading Ltd, Hongkong und wird in den Konzernabschluss der GUANG DONG OPLUS HOLDINGS LIMITED, Dongguan, Guangdong, China einbezogen.

OPPO ist ein erfolgreicher chinesischer Smartphone-Hersteller, der vor allem im asiatischen Raum tätig ist. Die OROPE Germany GmbH übernimmt zentrale Marketingaufgaben in Europa für die OPPO-Gruppe und ist zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft OTECH Germany GmbH in das Deutschlandgeschäft der OPPO-Gruppe eingebunden.

Die OROPE Germany GmbH führt als Marketing Agent gemäß den mit der Guangdong Oppo Mobile Telecommunications Corp. Ltd. und der OTECH Germany GmbH geschlossenen Dienstleistungsverträgen Supportleistungen, wie z.B. Markt- und Zielgruppenanalysen, Suchmaschinenoptimierungen, Social Media Marketing sowie Marketingkampagnen durch und erbringt zusätzlich administrative Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang werden alle Aufwendungen für Dienstleistungen, die durch eigenes Personal oder durch einen Subunternehmer erbracht werden, mit einem Aufschlag an die entsprechenden Konzerngesellschaften weiterberechnet (sog. Cost Plus Verfahren).

Die Gesellschaft führt keine eigenständigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2022 war insbesondere durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geprägt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr spürbar; jedoch gab es im internationalen Bereich noch weiterhin anhaltende Wellen. Im Jahr 2022 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 1,9 % und war damit um 0,7 % höher als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie.

Die Verbraucherpreise steigen im Jahresdurchschnitt um 7,9 % gegenüber 2021. Hintergrund sind in erster Linie die deutlichen Preisanstiege im Energiebereich und bei Nahrungsmitteln aufgrund der Folgen des Ukrainekriegs. Trotz der hohen Preissteigerung stiegen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast wieder das Vorkrisenniveau von 2019. Die Konsumausgaben des Staates stiegen nach zwei Corona-Jahren nur noch moderat um 1,1%.

Der deutsche Exportüberschuss war im Jahr 2022 aufgrund der stark gestiegenen Preise für die Einfuhr von Energie mit 79,7 Milliarden Euro so niedrig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Die Exporte stiegen im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 um 15,4 %, die Importe um 25,3 %.

Die Haupteinflussfaktoren auf das Geschäft unseres Unternehmens und die Nachfrage nach Mobiltelefonen sind wirtschaftliche und soziokulturelle Faktoren wie das BIP-Wachstum, die Kaufkraft der Verbraucher und das verfügbare Einkommen. Kulturelle und gesellschaftliche Trends beeinflussen die Vorlieben der Verbraucher in Bezug auf Ausstattungsmerkmale, Design und Funktionalität von Mobiltelefonen.

Branchenentwicklung

Da das Hauptgeschäftsfeld der OROPE Germany GmbH die Erbringung von Dienstleistungen für Konzernunternehmen im Smartphone-Markt in Europa ist, ist die Entwicklung dieses Marktes für das Unternehmen von großer Bedeutung.

Die wichtigsten Trends für das Jahr 2022 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

• Die weltweiten Mobiltelefonverkäufe gehen im Jahr 2022 aufgrund eines Rückgangs der Verbrauchernachfrage, der höheren Inflation und der wirtschaftlichen Unsicherheit zurück.

• Im Unterschied hierzu konnte im Bereich der High-End-Smartphones im Jahr 2022 jedoch ein steigendes Absatzvolumen verzeichnet werden.

• Vor dem Hintergrund des zunehmenden Abwärtsdrucks auf die Wirtschaft und angesichts ungünstiger Faktoren wie erhöhter Produktions- und Teilekosten sowie steigender Transportpreise konkurrieren Mobiltelefonhersteller im High-End-Markt immer härter.

C. Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte in 2022 wiederum ein positives Gesamtergebnis verzeichnen, welches allerdings mit TEUR 374 deutlich unter dem des Vorjahres von TEUR 603 liegt.

Die Gesellschaft erzielt ihre Erlöse ausschließlich auf der Grundlage von Service Fee Agreements (Vereinbarungen über Dienstleistungsentgelte) mit der Guangdong Oppo Mobile Telecommunications Corp. Ltd., China, und der OTECH Germany GmbH, Deutschland. Die Abrechnung erfolgt nach der Cost-Plus-Methode.

Für die Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Die Gesellschaft hat keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren, mit denen sie das Geschäft steuert.

Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 16.235 leicht (+5,6 %) über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 15.368.

Beeinflusst wird diese Entwicklung im Wesentlichen durch den Wegfall der Erlöse aus dem Smartphone-Verkauf sowie durch die geringer ausfallenden, weiterbelastbaren Marketingkosten für die deutsche Gesellschaft.

Das Vorsteuerergebnis liegt mit TEUR 770 ebenfalls aufgrund dieser Effekte um TEUR 107 bzw. -12,2 % deutlich unter dem Vorsteuerergebnis des Vorjahres von TEUR 877.

Im Jahr 2022 hat die OROPE Germany GmbH wiederrum als Marketing-Gesellschaft der OPPO-Gruppe eine wichtige Rolle bei der Einführung und Entwicklung der Marke OPPO in Europa gespielt. Die Erträge von OROPE standen dabei im Zusammenhang mit den Marktinvestitionen in die Marke OPPO in Europa. Der Geschäftsverlauf entspricht vor dem Hintergrund der Ausrichtung der Gesellschaft bei den Umsatzerlösen und dem Vorsteuer-Ergebnis unserer Planung.

Die Tätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich in 2022 ausschließlich auf den Gegenstand des Unternehmens.

Ertragslage der Gesellschaft

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2022 EUR k 2021 EUR k Veränderung
TEUR
Nettoumsatzerlöse 16.235 15.368 867
Sonstige betriebliche Erträge 29 186 -157
Materialaufwand -3.346 -5.402 2.056
Personalaufwand -9.690 -7.646 -2.044
Abschreibungen -76 -74 -2
Übrige betriebliche Aufwendungen -2.384 -1.447 -937
Finanzergebnis 2 0 2
Ertragsteuern -396 -274 -122
Sonstige Steuern 0 -108 108
Jahresüberschuss 374 603 -229

Die OROPE Germany GmbH übt vor allem Marketing-Dienstleistungen sowie administrative und unterstützende Tätigkeiten für die Schwestergesellschaften in Europa aus. Die Vergütungen für diese Dienstleistungen werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse durch Weiterbelastungen erhöhten sich von 2021 auf 2022 um TEUR 867 bzw. 5,6 %.

Der Materialaufwand enthält die für die Dienstleistungen im Rahmen der Service Fee Agreement prägenden bzw. wesentlichen Fremdleistungen, die als bezogene Leistungen ausgewiesen werden. Der Materialaufwand reduziert sich deutlich um TEUR 2.056 bzw. 38,1 % aufgrund geringer als im Vorjahr ausfallenden Marketingaufwendungen für den deutschen Markt.

Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund der Beschäftigung von Expatriates der Muttergesellschaft um TEUR 2.044 bzw. +26,7 % erhöht. Die Anzahl der Mitarbeiter ist dabei im Durchschnitt von 83 auf 77 Mitarbeiter gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 937 bzw. 64,8 % auf TEUR 2.384 erhöht. Neben höheren Beratungsaufwendungen sind im Wesentlichen höhere Reisekosten für diese Entwicklung verantwortlich.

Trotz der höheren Umsatzerlöse wurde ein um TEUR 229 reduzierter Jahresüberschuss erwirtschaftet, da die Personalaufwendungen für die Expatriates nicht vollständig in das Cost-Plus-Agreement einbezogen werden konnten.

Vermögenslage, Finanzlage und Liquiditätsausstattung

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

31. Dez 22
TEUR
31.Dez 21
TEUR
Veränderung
TEUR
Anlagenvermögen 299 278 21
Forderungen ggüb. verb. Unternehmen 890 2.604 -1.714
Liquide Mittel 3.034 2.881 153
Sonstige Aktiva 968 962 6
Bilanzsumme 5.191 6.725 -1.534

Die Bilanzsumme der OROPE Germany GmbH hat sich um -TEUR 1.534 bzw. 22,81 % reduziert. Maßgeblich beeinflusst wird diese Entwicklung durch die Reduktion der Forderungen im Verbundbereich. Hintergrund ist ein unterschiedliches Weiterbelastungsvolumen jeweils zum Ende des Geschäftsjahres als auch unterschiedliche Zahlungsterminierungen.

Die liquiden Mittel haben sich um TEUR 153 bzw. 5,3 % erhöht. Dies entspricht im Wesentlichen der aus dem laufenden Geschäft generierten Liquidität.

31. Dez 22
TEUR
31. Dez 21
TEUR
Veränderung
TEUR
Eigenkapital 2.823 2.449 374
Rückstellungen 2.010 3.452 -1.442
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111 537 -426
Konzerninterne Verbindlichkeiten 0 77 -77
Sonstige Passiva 247 210 37
Bilanzsumme 5.191 6.725 -1.534

Das Eigenkapital hat sich ausschließlich aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 374 auf TEUR 2.823 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zufriedenstellende 54,4 %. Der Anstieg zum Vorjahreswert von 36,4 % resultiert aus dem positiven Jahresergebnis 2022 sowie der Reduktion der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen liegen um TEUR 1.442 bzw. -41,8 % deutlich unter dem Vorjahreswert. Bei den sonstigen Rückstellungen gab es Rückgänge sowohl für Personalrückstellungen als auch für solche für Marketingleistungen. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich durch die Veranlagung des Jahres 2020.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und konzerninterne Verbindlichkeiten sind deutlich zurückgegangen; es spiegelt sich dadurch das im Zeitverlauf rückgängige Geschäftsvolumen mit Weiterbelastungen wider.

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Entwicklung der Liquidität verlief plangemäß. Notwendige Investitionen können aus der operativen Tätigkeit finanziert werden.

Die Gesellschaft hat keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Finanzierung erfolgt, soweit notwendig, über Gruppenunternehmen.

Die OROPE Germany GmbH arbeitet mit einer gesicherten Liquiditätsbasis. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden innerhalb der Zahlungsziele beglichen, die Gesellschaft generiert mit dem operativen Geschäft ausreichend Liquidität, um jederzeit allen fälligen Verbindlichkeiten nachkommen zu können.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) ist nach wie vor positiv und beträgt im Berichtsjahr TEUR 451 (Vorjahr TEUR 677).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Im Hinblick auf die derzeitige Ertrags- und Vermögenslage ist die Gesellschaft imstande, auch zukünftig ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zusammenfassend ist auf der Basis des dargestellten Geschäftsverlaufs sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OROPE Germany GmbH, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend einzuschätzen.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risikoeinschätzung ist in elementarer Hinsicht zu den Vorjahren unverändert; wird aber durch weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklungen beeinflusst. Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Generell ist die Geschäftsführung bestrebt, etwaige Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Hierzu werden insbesondere vertragliche Gestaltungen und der Abschluss von Versicherungen genutzt.

Unsere Organisation und das Controlling haben wir so aufgestellt, dass wir laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert sind. Unsere Berichterstattung gibt uns einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft.

Die Erreichung der Geschäftsziele sowie die Einschätzung der damit verbundenen Risiken werden ständig überwacht, Maßnahmen zur Erkennung und Begrenzung der möglichen Risiken aktuellen Entwicklungen angepasst. Zahlungsausfälle hatten wir in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.

Die Geschäftsführung hat nachfolgende wesentliche Chancen und Risiken identifiziert:

Chancen:

• Technologie: Chancen sehen wir insbesondere im fortschreitenden digitalen Wandel und der damit einhergehenden weiteren Vernetzung. Hier können wir unseren Kunden ein breites Sortiment an leistungsstarken und technologisch führenden Produkten zur Verfügung stellen.

• Neukundengewinnung: Verbraucherpreissteigerungen haben einen positiven Einfluss auf das Europa-Geschäft von OPPO, da Kunden, die zuvor High-End-Produkte der Konkurrenz bezogen haben, kostensensibler agieren und bei Neuanschaffungen zu preisgünstigeren und gleichzeitig leistungsstarken Alternativen greifen.

Risiken:

Die Unternehmertätigkeit der Gesellschaft unterliegt verschiedenen branchenüblichen Risiken. Gegen diese wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Im Einzelnen bestehen folgende Risiken der künftigen Entwicklung, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben werden:

• Rechtliche Risiken: Im Jahr 2021 reichte Nokia Technologies Oy ("Nokia") Verletzungsklagen zu 15 Patenten unter anderem gegen OROPE und OPPO ein. Um die Interessen von OPPO und OROPE auf dem deutschen Markt zu verteidigen, reichte OROPE gegen jedes dieser Patente Nichtigkeitsklagen beim Bundespatentgericht oder Einsprüche beim Europäischen Patentamt (EPA) ein, die noch nicht verhandelt bzw. terminiert wurden. Diese Klagen führten zum Rückruf von Smartphones auf dem deutschen Markt. OPPO hat den Verkauf in Deutschland seit August 2022 gestoppt. In der Zwischenzeit wurde eine globale gegenseitige Patentlizenzvereinbarung mit Nokia unterzeichnet, die die standardessentiellen Patente beider Parteien in 5G und anderen Mobilfunkkommunikationstechnologien abdeckt. Die Parteien werden die anhängigen Rechtsstreitigkeiten in allen Gerichtsbarkeiten mit der Unterzeichnung der Vereinbarung abschließen. OROPE ist jedoch weiterhin in den Patentverletzungsstreit mit VoiceAge EVS GmbH & Co. KG verwickelt. OROPE bereitet die Berufung vor dem Bundesgerichtshof vor und ergreift verschiedene rechtliche Maßnahmen, um das Verbot auszusetzen. Darüber hinaus verhandelt OROPE aktiv mit VoiceAge, sodass derzeit keine Anzeichen dafür bestehen, dass VoiceAge das Verbot durchsetzen wird. Eine Nichteinigung würde für OROPE zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen. Gleichwohl könnte das Geschäftsmodell von OROPE, da es auf den gesamten europäischen Markt abzielt und im Rahmen einer Cost-Plus-Regelung vergütet wird, auch ohne den deutschen Markt fortbestehen, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau. Risikokontrolle: Verstärkung der Rechtsabteilung, die aktiv auf die Klagen reagiert und Nichtigkeitsklagen einreicht. Weiterhin wird daran gearbeitet, eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.

• Absatzrisiken: Rasche Veränderungen der Verbraucherpräferenzen und der Technologie können es schwierig machen, mit den Markttrends und -anforderungen Schritt zu halten. Kunden könnten sich dazu entscheiden, Produkte der Konkurrenz zu erwerben, woraus Umsatz- und Ertragseinbußen für unsere Gesellschaft resultieren würden. Risikokontrolle: OROPE Germany GmbH führt regelmäßig Marktforschung durch, um die Vorlieben der Verbraucher zu verstehen, und auf diesen Erkenntnissen aufbauende, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

• Regulatorische Risiken: Handelskriege und Unsicherheiten im Zusammenhang mit staatlichen Vorschriften können die Einhaltung von Vorschriften erschweren und das Wachstum des globalen Smartphone-Marktes einschränken. Risikokontrolle: Die OROPE Germany GmbH hat ein Rechts- und Compliance-Team eingerichtet, um die Einhaltung der relevanten Gesetze und Branchenrichtlinien zu gewährleisten.

• Cyber-Risiko: Cyber-Risiko bezieht sich auf das Risiko, dass OROPE Germany GmbH einen finanziellen Verlust, eine Unterbrechung oder einen Reputationsschaden erleidet, der auf den Ausfall seiner Informations-Technologie-Systeme zurückzuführen ist. Risikokontrolle: OROPE verfügt über übliche und etablierte technische Sicherheitsmaßnahmen, um sich vor Cyber-Angriffen zu schützen. Darüber hinaus erhalten alle Mitarbeiter Schulungen, um Betrugsversuche und Cyber-Angriffe zu erkennen und das Risiko ihres Eintretens zu reduzieren. Daher bestehen zwar diese Risiken, aber OROPE Germany GmbH verfügt über Systeme, um dieses Risiko zu überwachen und zu reduzieren.

• Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die weiteren gesamtwirtschaftlichen Folgen aufgrund des Kon- flikts zwischen Russland und der Ukraine sind nach wie vor nicht absehbar; ein wirtschaftlicher Abschwung kann sich - trotz Werbemaßnahmen - auf den Konsum der Verbraucher auswirken, was zu geringeren Verkäufen und Erlösen im Smartphone-Markt führt. Risikokontrolle: OROPE Germany GmbH betreibt vorausschauende Marktforschung, um mit angepassten Investitionen eine starke finanzielle Position halten zu können und auf wirtschaftliche Abschwünge flexibel reagieren zu können.

• Politische Risiken: Unsicherheiten bestehen auch aufgrund der anhaltend kritischen Haltung der US-Regierung sowie mehrerer europäischer Staaten gegenüber chinesischen Telekommunikationsprodukten. Inwieweit sich in der Zukunft hieraus negative Auswirkungen, die den Bestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, ergeben, kann nicht abschließend beurteilt werden. Derzeit sind keine Hinweise hierauf erkennbar. Risikokontrolle: Unsere Gesellschaft betreibt auch in diesem Bereich eine vorausschauende Analyse der politischen Entwicklung, um angemessen reagieren zu können.

• Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken: Das Geschäftsmodell der OROPE Germany GmbH beruht sowohl umsatz- als auch gewinnseitig auf den Investitionen der OPPO-Gruppe im europäischen Markt. Der Vertrag mit der Guangdong Oppo Mobile Telecommunications Corp. Ltd. läuft unverändert weiter. Eine Kündigung dieses Vertrages hätte weitreichende Auswirkungen auf die Fortführung des Geschäftsbetriebs. Anzeichen, dass diese Zusammenarbeit beendet werden soll, sind aktuell nicht zu erkennen.

In der Gesamtbetrachtung wird die zum Vorjahr weitgehend unveränderte Risikosituation der Gesellschaft als beherrschbar eingeschätzt.

E. Prognosebericht

Die Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2024 wurde laut Bundesregierung von zunächst 0,5 % im Januar 2024 auf nur noch 0,2 Prozent korrigiert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht für die gesamte Weltwirtschaft jedoch eine leichte Erhöhung des prognostizierten Wachstums aufgrund von positiven Entwicklungen in den USA und einigen Schwellenländern.

Nachdem sich die Inflation in 2023 im Vergleich zu 2022 beruhigt hat, können in 2024 wieder erste Preiserhöhungen beobachtet werden.

Der weltweite Smartphone-Markt ging im Jahr 2023 um 3,2% zurück. Für das Jahr 2024 wird ein moderates Wachstum von 3,8% erwartet.

Alle Hersteller sind durch die Probleme in der Halbleiterchip-Lieferkette belastet. Neben OPPO haben auch andere chinesisiche Hersteller Marktanteile gewonnen und fordern etablierte Hersteller wie Samsung und Apple mit gut ausgestatteten Geräten zu wettbewerbsfähigen Preisen heraus.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr deutlich reduziert. Die Erwartungen haben sich diesbezüglich nicht realisiert. Das Jahr 2023 kann aber voraussichtlich mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau abgeschlossen werden.

Im Jahr 2024 wir die OPPO-Gruppe den europäischen Smartphone-Markt weiter ausbauen, z.B. in Spanien und Italien. Basierend hierauf sowie auf den vorbeschriebenen gesamtwirtschaftlichen Erwartungen gehen wir für 2024 im Verhältnis zu 2023 von einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse sowie gleichlaufend von einem leicht steigenden Vorsteuerergebnis aus.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird, in bewährter Weise, nach gründlicher Beratung, im Verbund der Unternehmensgruppe erfolgen. Investitionen werden, abhängig von den Anforderungen des Marktes, im notwendigen Umfang erfolgen. Elementare Investitionen sind zurzeit nicht geplant.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 298.805,73 277.789,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.319,10 43.996,00
II. Sachanlagen 260.486,63 233.793,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 260.486,63 233.793,00
B. Umlaufvermögen 4.873.875,06 6.425.785,59
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.840.305,02 3.545.073,29
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 890.231,24 2.604.225,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 950.073,78 940.848,25
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.033.570,04 2.880.712,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.966,25 21.138,48
Summe Aktiva 5.190.647,04 6.724.713,07

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.823.434,18 2.449.033,01
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 2.349.033,01 1.746.091,37
III. Jahresüberschuss 374.401,17 602.941,64
B. Rückstellungen 2.010.281,77 3.452.259,26
C. Verbindlichkeiten 356.931,09 823.420,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 76.696,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 76.696,62
2. sonstige Verbindlichkeiten 356.931,09 746.724,18
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 356.931,09 746.724,18
Summe Passiva 5.190.647,04 6.724.713,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 12.917.804,04 10.151.776,47
2. Personalaufwand 9.690.072,00 7.646.372,45
a) Löhne und Gehälter 8.968.983,04 6.893.996,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 721.088,96 752.376,26
davon für Altersversorgung 1.906,32 1.327,32
3. Abschreibungen 76.203,96 74.117,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.203,96 74.117,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.383.565,03 1.445.806,70
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.968,12
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.849,53 1.844,74
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,41 1.448,63
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 395.408,00 274.000,23
8. Ergebnis nach Steuern 374.401,17 711.875,39
9. sonstige Steuern 108.933,75
10. Jahresüberschuss 374.401,17 602.941,64

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert; die Gliederungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: OROPE Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Amtsgericht
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 87507

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften.

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden direkt in den Aufwand gebucht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert und unter Beachtung des § 253 Absatz 4 und Absatz 5 HGB angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, soweit diese zum Abschlussstichtag ausreichend konkretisiert und objektiviert waren. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinsen der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Zur Ermittlung des Währungskurses wurde der Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB zugrunde gelegt.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang, Abgang und Abschreibung ausgewiesen.

Die Geschäftsjahresabschreibung enthält die Sofortabschreibung, nicht jedoch die kumulierte Abschreibung.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf EUR 579,74.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 890 (Vorjahr: TEUR 2.604) resultieren aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von TEUR 100 wurde vollständig eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
Personalrückstellungen 1.105
Ausstehende Rechnungen für Marketingleistungen 544
Ausstehende sonstige Rechnungen 104
Archivierungsrückstellungen 6
1.759

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 77) aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten die Erlöse aus Weiterbelastungen innerhalb des Konzerns aufgrund von Service Fee Agreements mit der Guangdong Oppo Mobile Telecommunications Corp. Ltd. und der OTECH Germany GmbH in Höhe von TEUR 16.235.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2022.

III. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von jährlich TEUR 561 aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden 2024. Die Verträge wurden mit dem Ziel der Liquiditätsschonung und zur Bilanzstrukturverbesserung abgeschlossen. Da es sich um Standardmiet- und -leasingverträge handelt, sind keine gesonderten Risiken zu erkennen. Weitere außerbilanzielle Geschäfte existieren nicht. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren:

Runyu Yang, Dongguan / China

Bin Liu, Tongham / Vereinigtes Königreich (seit dem 31.10.2022)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 76
leitende Angestellte 1
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 77
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich Beschäftigten beträgt damit 77.

Konzernverhältnisse

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 100.000,00. Es ist eingeteilt in einen Geschäftsanteil, der zu 100% von Sky Royal Trading Limited, Hong Kong, gehalten wird. Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss von GUANG DONG OPLUS HOLDINGS LIMITED (für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen) einbezogen, der am Sitz des Unternehmens erhältlich ist.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Im Jahr 2021 reichte Nokia Technologies Oy ("Nokia") Verletzungsklagen zu 15 Patenten unter anderem gegen OROPE und OPPO ein. Um die Interessen von OPPO und OROPE auf dem deutschen Markt zu verteidigen, reichte OROPE gegen jedes dieser Patente Nichtigkeitsklagen beim Bundespatentgericht oder Einsprüche beim Europäischen Patentamt (EPA) ein, die noch nicht verhandelt bzw. terminiert wurden. Diese Klagen führten zum Rückruf von Smartphones auf dem deutschen Markt. OPPO hat den Verkauf in Deutschland seit August 2022 gestoppt.

In der Zwischenzeit wurde eine globale gegenseitige Patentlizenzvereinbarung mit Nokia unterzeichnet, die die standardessentiellen Patente beider Parteien in 5G und anderen Mobilfunkkommunikationstechnologien abdeckt. Die Parteien werden die anhängigen Rechtsstreitigkeiten in allen Gerichtsbarkeiten mit der Unterzeichnung der Vereinbarung abschließen. OPPO ist jedoch weiterhin in den Patentverletzungsprozess mit der InterDigital Technology Corporation verwickelt. OROPE bereitet die Berufung vor dem Bundesgerichtshof vor und ergreift verschiedene rechtliche Maßnahmen, um das Verbot auszusetzen. Darüber hinaus verhandelt OROPE aktiv mit VoiceAge, so dass derzeit keine Anzeichen dafür bestehen, dass VoiceAge das Verbot durchsetzen wird.

Eine Nichteinigung würde für OROPE zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen. Gleichwohl könnte das Geschäftsmodell von OROPE, da es auf den gesamten europäischen Markt abzielt und im Rahmen einer Cost-Plus-Regelung vergütet wird, auch ohne den deutschen Markt fortbestehen, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 374.401,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.772,10 56.772,10
56.772,10 0,00 0,00 56.772,10
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 449.898,31 97.220,69 100.838,92 446.280,08
449.898,31 97.220,69 100.838,92 446.280,08
506.670,41 97.220,69 100.838,92 503.052,18
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.776,10 5.676,90 18.453,00
12.776,10 5.676,90 0,00 18.453,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.105,31 70.527,06 100.838,92 185.793,45
216.105,31 70.527,06 100.838,92 185.793,45
228.881,41 76.203,96 100.838,92 204.246,45
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.319,10 43.996,00
38.319,10 43.996,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen 260.486,63 233.793,00
260.486,63 233.793,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
298.805,73 277.789,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Düsseldorf, den 3. Juli 2024

gez. Runyu Yan, Geschäftsführer

gez. Bin Liu, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss. Bei der Offenlegung wurden die Offenlegungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OROPE Germany GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OROPE Germany GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OROPE Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S.1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lage bericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftset zen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts re levanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, sine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches, unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen utner anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2025

Delta Treuhand Jansen & Eckhardt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thorsten Jansen, Wirtschaftsprüfer

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