Holger Pollmeier Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dajana Hundert seit 13.10.2020 | Geschäftsführer |
Holger Pollmeier seit 22.4.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Holger Pollmeier Beteiligungsgesellschaft mbH | 51.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baugruppentechnik Pollmeier GmbHHövelhofJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war gesamtwirtschaftlich von erheblichen Herausforderungen geprägt. Die Erholung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie wurde durch neue Krisen deutlich gebremst. Insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine führte zu geopolitischen Spannungen und schwer kalkulierbaren Marktbedingungen. Die Energiepreise, die bereits 2022 stark gestiegen waren, blieben auf hohem Niveau und waren weiterhin Treiber für eine hohe Inflation. In Deutschland betrug die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt rund 5,9 % (2022: 9,2 %). Gleichzeitig sah sich die Europäische Zentralbank gezwungen, ihre Geldpolitik weiter zu straffen: Nach den Erhöhungen des Leitzinses im Verlauf des Jahres 2022 wurde dieser auch im Verlauf des Jahres 2023 angehoben. Bis September 2023 stieg der Hauptrefinanzierungssatz auf 4,5 %. Diese Kombination aus hoher Inflation und deutlich gestiegenen Zinsen entzog privaten Haushalten Kaufkraft und verteuerte Investitionen. Infolgedessen stagnierte die deutsche Wirtschaft weitgehend. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging 2023 um etwa 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück (2022: 1,9 %). Hauptursachen dafür waren die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen, die die Inlandsnachfrage und Exporttätigkeit dämpften. Die Bauwirtschaft war von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Berichtsjahr besonders stark betroffen. Hohe Baukosten infolge teurer Rohstoffe und Materialien und vor allem die stark gestiegenen Bauzinsen führten dazu, dass viele Bauprojekte verzögert wurden oder gänzlich ausblieben. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe ging gemäß dem statistischen Bundesamt preisbereinigt zurück (Bauumsatz 2023: -3,3 % real), obwohl sie nominal aufgrund der Preissteigerungen einen neuen Höchstwert erreichte. Besonders drastisch zeigte sich die Krise im Wohnungsbau: Die Zahl der genehmigten neuen Wohnungen fiel auf etwa 260.100 (2022: 354.200) und damit um rund 26,6 % niedriger aus als 2022. Dies ist der stärkste Rückgang seit über einem Jahrzehnt und ein deutliches Signal für die zukünftige Bauaktivität. Unsere Branche - die Hersteller von Dreh- und Schiebetürbeschlägen als Teil der Schloss- und Beschlagindustrie - war von diesen Rahmenbedingungen direkt betroffen. Nach mehreren Wachstumsjahren verzeichnete die Baubeschlagbranche bereits zum Jahresende 2022 erste Abschwächungen, und dieser Negativtrend setzte sich 2023 fort. Wie der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) berichtet, ging der Auftragseingang der deutschen Schloss- und Beschlaghersteller im ersten Quartal 2023 um 20,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Die Nachfrage nach Baubeschlägen - insbesondere für Türen und Fenster - sank infolge der zurückhaltenden Bautätigkeit spürbar. Trotz dieser schwierigen Lage bleibt die Branche mittelfristig verhalten optimistisch. Der vorhandene strukturelle Bedarf an Wohnraum und die Pflicht zur energetischen Sanierung im Gebäudebestand sorgen weiterhin für potenzielle Absatzchancen, sobald sich die Rahmenbedingungen verbessern. Insgesamt waren die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Voraussetzungen im Jahr 2023 äußerst herausfordernd. Die Baugruppentechnik Pollmeier GmbH musste sich in diesem Umfeld behaupten, das von einer Kombination aus nachfrageschwacher Baukonjunktur, hohen Beschaffungskosten und Unsicherheiten an den Märkten geprägt war. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnte die Baugruppentechnik Pollmeier GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen insgesamt stabilen Geschäftsverlauf erreichen, wenngleich die Dynamik der Vorjahre nicht aufrechterhalten werden konnte. Die bereits im Vorjahr abzeichnende Abkühlung der Baukonjunktur hat sich im Berichtsjahr spürbar auf unseren Auftragseingang und Umsatz ausgewirkt. Durch gezielte Vertriebsaktivitäten ist es uns gelungen die Auswirkungen abzumildern. Mit einem starken Fokus auf unsere Einkaufspolitik wurde versucht den Preissteigerungen entgegenzuwirken. So konnte der Anstieg der Materialaufwandsquote mit 54,3 % (Vorjahr: 53,9 %) annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Personalaufwendungen sind im Jahr 2023 geringfügig gesunken. Gegenüber dem Vorjahr verringerten sich der Personalaufwand um etwa 0,5 % (Vorjahr: 17,3 %). Auch die Belegschaftszahl bewegte sich annähern auf Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt waren 83 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr: 84). Unsere wesentlichen Absatzbereiche und Vertriebsstrategien blieben im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Wir konzentrieren uns nach wie vor auf Beschlaglösungen für Dreh- und Schiebetüren und bedienen damit drei Hauptkundensegmente: die Holztürenindustrie, die Glastürenindustrie sowie den Trockenbau (Innenausbau). Der Vertriebsschwerpunkt lag erneut auf dem deutschen Markt sowie auf dem vorwiegend europäischen Ausland. Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023 von einer defensiven Marktstrategie geprägt - Wachstumspotenziale wurden angesichts der Rahmenbedingungen vorsichtig eingeschätzt, und das Hauptaugenmerk lag auf der Sicherung des erreichten Geschäftsvolumens. 2.2 Darstellung der Ertragslage Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 war durch einen deutlichen Umsatzrückgang geprägt. Nach mehreren Jahren mit Umsatzzuwächsen musste 2023 ein Umsatzrückgang von rund 10,4 % hingenommen werden (Vorjahr: 4,3 %). Der Wareneinsatz ist um 9,6 % auf 9.358 TEuro gesunken (Vorjahr: 10.352 TEuro). Die wesentlichen Aufwandspositionen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich. Der Personalaufwand blieb annähernd auf Vorjahresniveau (2023: 4.363 TEuro, 2022: 4.385 TEuro), was auf ein konstantes Beschäftigungsniveau zurückzuführen ist. Die Kosten der Warenabgabe stiegen deutlich an (2023: 930 TEuro, 2022: 843 TEuro) und die sonstigen Aufwendungen (2023: 762 TEuro, 2022: 787 TEuro) waren leicht rückläufig. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 158 TEUR, womit das Ergebnis um 764 TEUR unter dem Vorjahr liegt (Vorjahr: 922 TEuro). Insgesamt war die Ertragslage 2023 unbefriedigend. Das Unternehmen erzielte noch einen moderaten Überschuss, jedoch deutlich geringer als in den Vorjahren. 2.3 Darstellung der Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich zum 31.12.2023 weiterhin stabil dar. Verbindlichkeiten wurden nahezu stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen und Forderungen wurden nahezu stets innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unsere Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert. Die Eigenmittelausstattung erhöhte sich relativ zur Bilanzsumme. Zum Bilanzstichtag betrug der Eigenkapitalanteil 50,5 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 43,1 %). Im Jahresverlauf wurde damit begonnen die im Vorjahr zur Vorsorge aufgenommenen Bankdarlehen planmäßig zurückzuführen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31.12.2023 auf insgesamt 4.370 TEUR (Vorjahr: 5.144 TEUR). Die verbleibenden Darlehen sind langfristig zu festen Konditionen aufgenommen, die Zinsbindungsfristen laufen noch mehrere Jahre. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2023 deutlich positiv. Nach einem leichten negativen operativen Cashflow im Vorjahr (2022: -68 TEUR) erwirtschafteten wir im Berichtsjahr einen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 822 TEuro. Wesentliche Faktoren hierfür waren der Abbau des Vorratsvermögens und der moderate Anstieg der Verbindlichkeiten, welche Liquidität freisetzten. Den Mitteln aus dem operativen Geschäft stand ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten gegenüber. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -836 TEuro (Vorjahr: 3.833 TEuro). Diese Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen aus der planmäßigen Rückführung der Bankdarlehen (Tilgungszahlungen). Im Vorjahr war ein hoher Mittelzufluss aus Finanzierung zu verzeichnen, da durch die strategische Aufnahme von Darlehen unsere Liquiditätsreserven gestärkt und die operative Flexibilität des Unternehmens erhöht werden sollte. Die Investitionstätigkeit fiel 2023 moderat aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -150 TEuro (Vorjahr: -389 TEuro). Nennenswerte Neuinvestitionen in Erweiterungen wurden angesichts der unsicheren Marktlage zurückgestellt. Sämtliche Investitionen konnten aus dem positiven operativen Cashflow und vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden, ohne die Kreditlinien zusätzlich zu belasten. Zusammenfassend war die Finanzlage der Gesellschaft solide. 2.4 Vermögenslage Die Vermögensstruktur zeigt weiterhin eine klare Dominanz des Umlaufvermögens. Kurz- und mittelfristig gebundenes Vermögen (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel) machte zum Stichtag rund 91 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 90,6 %). Das Anlagevermögen hat mit einer Anlagenintensität von 8,1 % (Vorjahr: 8,9 %) nur einen geringen Teil des Kapitals gebunden. In absoluten Zahlen blieb das Anlagevermögen mit 979 TEuro (Vorjahr: 1.126 TEuro) nahezu konstant. Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Gesellschaft trotz der schwierigen Ertragssituation über eine robuste Vermögens- und Kapitalstruktur verfügt, die eine gute Grundlage für die Zukunft bildet. 2.5 Angaben zu den finanziellen Leistungsindikatoren Vor dem Hintergrund der dargestellten Entwicklungen haben sich die für uns zentralen finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt: Eigenkapitalquote: Die Eigenkapitalquote stieg deutlich auf 50,5 % an (Vorjahr: 43,1 %). Bezogen auf die Bilanzsumme von 12.050 TEuro entspricht dies einem Eigenkapital von rund 6.084 TEuro (Vorjahr: 5.405 TEuro). Eigenkapitalrendite: Die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital sank infolge des niedrigen Jahresergebnisses auf 2,6 % (Vorjahr: 17,0 %). Umsatzrendite: Die Umsatzrentabilität ging auf 0,9 % zurück (Vorjahr: 4,8 %). Die deutlich gesunkene Umsatzrendite resultiert aus dem Margendruck durch höhere Kosten. Operatives Ergebnis (EBIT): Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 257 TEuro (Vorjahr: 1.380 TEuro). Die EBIT-Marge lag damit bei etwa 1,5 % (Vorjahr: 7,1 %). 3. Prognosebericht Die Aussichten für die kommenden Geschäftsjahre sind weiterhin von Vorsicht geprägt. Die Bauwirtschaft - und damit auch unser Absatzmarkt - befindet sich aktuell in einer Schwächephase, die voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird. Externe Faktoren wie geopolitische Konflikte und das damit verbundene unsichere Marktumfeld werden auch im Jahr 2024 und 2025 fortbestehen. Der Krieg in der Ukraine dauert an und sorgt nach wie vor für Volatilität bei Energie- und Rohstoffpreisen. Zusätzlich besteht durch andere Konfliktherde, etwa im Nahen Osten, ein latentes Risiko für neue Störungen auf den Weltmärkten. Zwar haben sich Lieferketten im Vergleich zur unmittelbaren Pandemiezeit wieder normalisiert, doch könnten neue politische Eskalationen erneut zu Engpässen führen. Wir rechnen insofern mit einem von Unsicherheit geprägten globalen Umfeld, das sich direkt oder indirekt auf unsere Branche auswirkt. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2024 von einer anhaltenden Schwächephase geprägt, was sich auch auf die Baubranche auswirkte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ging um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück und markierte damit das zweite Rezessionsjahr in Folge. Positiv hervorzuheben ist, dass Inflationsrate in Deutschland deutlich zurück ging: Nach 5,9 % im Jahr 2023 betrug sie 2024 durchschnittlich nur noch 2,2 %. Der anhaltende Rückgang der Inflation schuf den geldpolitischen Spielraum für die Europäische Zentralbank den Leitzins sukzessive zu senken. Nach dem Höchststand von 4,5 % im Jahr 2023 senkte die Zentralbank ihren Einlagensatz bis April 2025 in sechs Zinsschritte auf 2,25 %. Die einhergehende Entspannung der Finanzierungskonditionen ist insbesondere für die Bauwirtschaft ein wichtiger positiver Impuls. Allerdings ist zu beachten, dass Zinsänderungen erfahrungsgemäß mit Zeitverzug wirken, sodass eine Belebung sich noch nicht abgezeichnet hat. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Baukonjunktur im Jahr 2024 erneut nicht an Dynamik gewinnen konnte und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch über das Jahr hinaus fortsetzt. Positiv bleibt jedoch die Aussicht auf einen weiterhin hohen Baubedarf, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, im Wohnungsbau sowie bei der energetischen Sanierung. Aufgrund der deutlichen Korrelation zwischen der Entwicklung der Bauwirtschaft und unseren Kundensegmenten waren wir im Jahr 2024 von diesen Impulsen betroffen und es ist davon auszugehen, dass wir auch im Jahresverlauf 2025 davon betroffen sein werden. Das Rohergebnis betrugen im Jahr 2024 8.462 TEuro, was eine Steigerung von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das vorläufige Jahresergebnis betrug -97 TEuro (Vorjahr: 157 TEuro). Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir insgesamt eine leichte Entspannung und damit einen leichten Umsatzzuwachs. Bei der Eigenkapitalquote erwarten wir einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Sowohl bei der Eigenkapitalrentabilität als auch bei der Umsatzrentabilität gehen wir von Anstiegen aus. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) ist mit einem Zuwachs zu rechnen. Wir legen unserer Prognose die bisherigen Erkenntnisse des laufenden Jahres 2025 sowie unsere Umsatzerwartungen zugrunde. 4. Risiko- / Chancenbericht Die allgemeine Risikosituation der Baugruppentechnik Pollmeier GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen ist - wie jedes im Wettbewerb stehende Unternehmen - verschiedenen markt- und branchentypischen Risiken ausgesetzt. Ein zentrales externes Risiko bleibt der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Dieser Krieg verursacht weiterhin erhebliche Verwerfungen in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Dadurch verursachte Kostensteigerungen wirken sich negativ auf unsere Produktionskosten aus und können - sofern wir sie nicht vollständig an Kunden weitergeben können - die Margen erheblich beeinträchtigen. Die Energiepreisentwicklung stellt ein weiteres Risiko dar. Zwar haben sich die Strom- und Gaspreise von ihren Höchstständen 2022 etwas entfernt, bleiben aber volatil. Politische Maßnahmen zur Deckelung bzw. Stabilisierung der Energiepreise könnten dieses Risiko mindern. Ein finanzielles Risiko ergibt sich durch das derzeit hohe Zinsniveau. Wie oben beschrieben, erschweren hohe Kreditzinsen die Finanzierung von Bauprojekten unserer Kunden. Sollte die EZB wider Erwarten noch länger an der straffen Geldpolitik festhalten oder die Inflation erneut anziehen, könnte die Bautätigkeit weiter zurückgehen. Für uns bedeutet dies das Risiko anhaltend geringer Auftragseingänge. Gleichzeitig führen gestiegene Zinsen zu höheren Finanzierungskosten auf unserer Fremdkapitalseite - insbesondere langfristige Darlehen werden bei Zinsneuverhandlungen teurer. Allerdings wird es keine Auswirkung auf unsere bestehenden Bankverbindlichkeiten geben, da die Verträge langfristigen Zinsbindungen unterliegen. Sollte der Zinsmarkt sich entspannen, ergäben sich umgekehrt Chancen, dass Finanzierungskosten für uns und unsere Kunden sinken und damit Investitionen wieder attraktiver werden. Ein bedeutendes unternehmensspezifisches Risiko ist der zunehmende Wettbewerbsdruck in der Branche, sowohl durch inländische als auch ausländische Wettbewerber, welcher einen starken Preis- und Innovationswettbewerb zur Folge hat. Um diesem Risiko zu begegnen, reduzieren wir die Produktkomplexität, indem wir unser Produktportfolio kritisch überprüfen. Ziel ist es, unsere Ressourcen auf die umsatz- und ertragsstarken Kernprodukte zu konzentrieren und dadurch Skaleneffekte zu realisieren. Gleichzeitig legen wir den Fokus auf die Optimierung von Vertriebsprozessen. Ein zusätzliches Risiko ergibt sich aus unseren Fremdwährungsgeschäften in USD auf internationalen Märkten. Ohne den Einsatz von Sicherungsgeschäften unterliegt unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wechselkursbedingten Schwankungen. Obwohl diese Risiken kurz- bis mittelfristig bestehen, schätzen wir die potenziellen negativen Auswirkungen als begrenzt ein, da Wechselkursschwankungen naturgemäß auch Chancen bieten können. Neben den genannten Risiken existieren die üblichen unternehmerischen Risiken wie Ausfallrisiken bei Forderungen, IT-Risiken, Personalrisiken etc. Diese werden im Rahmen unseres internen Risikomanagementsystems erfasst und überwacht. Abschließend möchten wir betonen, dass trotz der beschriebenen Risiken Chancen für unser Unternehmen bestehen, die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Politische Initiativen zur Förderung der Bauinvestitionen könnten die Marktnachfrage beleben. Ebenso könnte die schrittweise Unabhängigkeit Europas von internationalen Rohstoff- und Energiequellen zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Beschaffungsmärkte führen. Dies würde unsere Planungssicherheit erhöhen und die Kostenvolatilität reduzieren. Intern sehen wir Chancen in der konsequenten Umsetzung unserer Strategie: Durch weiteres Risikomanagement und gleichzeitige Nutzung von Skaleneffekten und Effizienzgewinnen sind wir überzeugt, die Herausforderungen der kommenden Zeit meistern zu können. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit einer ausgewogenen Balance zwischen Risikoabsicherung und proaktiver Geschäftssteuerung auch das Jahr 2025 und darüber hinaus erfolgreich bewältigen und uns bietende Wachstumspotenziale erschließen können. 5. Forschung und Entwicklung Mit Hilfe eines Teams von Entwicklern und Ingenieuren und dank agiler Strukturen arbeiten wir kontinuierlich an Neuentwicklungen, wobei wir uns stets an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren. Die Aufwendungen für unsere Entwicklungsaktivitäten beliefen sich im Berichtsjahr auf 4,5 % der Gesamtkosten (Vorjahr: 7,5 %). Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass sich das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr uneinheitlich entwickelt hat.
Hövelhof, den 29. Mai 2025 Holger Pollmeier, Geschäftsführung Dajana Hundert, Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch individuelle Wertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wertpapiere wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Steuerrückstellungen beinhalten die Vorjahre (vor Geschäftsjahr) betreffende, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Diese beinhalten im Wesentlichen Personalkosten i.H.v. 191.051,00 EUR, Aufwendungen für Gewährleistungen i.H.v. 87.870,00 EUR und Aufwendungen für Jahresabschlussprüfung i.H.v. 57.000,00 EUR. Alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anlagenspiegel zum 31.12.2023Baugruppentechnik Pollmeier GmbH
Entwicklung der Kapitalrücklagen Die Gesellschafterin hat sich zu einer Einlage i.H.v. 517.729,01 EUR verpflichtet, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.073.328,00 EUR (Vorjahr: 1.293.750,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 422.160,00 EUR. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Die Sicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung des Warenlagers und über die Abtretung der Forderungen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.528.800,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Es besteht eine mehrjährige Verpflichtung aus einem Immobilienmietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2030. Die Gesamthöhe, bezogen auf die noch ausstehende Mindestlaufzeit, beläuft sich am Abschlussstichtag auf 1.528.800,00 EUR. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet: An die Geschäftsführung wurden Vorschüsse über die Belastung auf den entsprechenden Verrechnungskonten gewährt in Höhe von 137.255,09 EUR. Eine Verzinsung wurde mit 1,50 % vereinbart und den Verrechnungskonten belastet. Die Verrechnungskonten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden kurzfristig ausgeglichen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 157.941,88 EUR. Auf neue Rechnung werden 157.941,88 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Hövelhof, den 29. Mai 2025 gez. Holger Pollmeier, Geschäftsführer
Hövelhof, den 29. Mai 2025 gez. Dajana Hundert, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Baugruppentechnik Pollmeier GmbH, Hövelhof Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baugruppentechnik Pollmeier GmbH, Hövelhof - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baugruppentechnik Pollmeier GmbH, Voerde für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. Juni 2025 WP
Westermann GmbH
Dipl.-Kfm. Bernhard Westermann, Wirtschaftsprüfer ppa. Dipl.-Kfm. Heinrich Kessing, Wirtschaftsprüfer |
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Großhandel mit Flachglas
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Herstellung von Solarwärmekollektoren
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen