Röder Immobilien Verwaltungs-GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kerbl GmbH & Co. KGPetersbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023der Kerbl GmbH & Co. KG1. Grundlagen der GesellschaftI. Beschreibung des GeschäftsmodellsDie Kerbl GmbH & Co. KG in Petersberg (kurz "Kerbl") ist Komplettanbieter für Gebäudetechnik und steht für die zeitgemäße Ausstattung von privaten und öffentlichen Gebäuden. Von der Elektro- und Heizungs- / Sanitärinstallation über Gebäudeautomation bis hin zu Breitbandversorgung und IT-Service konzipiert, plant, installiert und wartet Kerbl die komplette Versorgung. Die traditionelle Qualität handwerklicher Dienstleistungen wird mit der breiten Palette der technischen Möglichkeiten verknüpft. Bei der Integration der unterschiedlichen Systeme arbeiten Spezialisten eng zusammen, damit die individuell an die Kundenbedürfnisse angepassten Lösungen einwandfrei funktionieren. Kerbl beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 215 (i. Vj. 217) Mitarbeiter (inklusive der Auszubildenden) an zwei Standorten in Deutschland. Die Gesellschaft wird durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Röder und Frau Dipl.-Betrw. (FH) Karin Röder vertreten. II. Ziele und StrategienVorrangige Ziele der Gesellschaft sind der Erhalt ihrer Marktposition, die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze sowie eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmenswerts. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung werden daher folgende Steuerungsgrößen verwendet: III. Darstellung des SteuerungssystemsAls ein Unternehmen, das sich mit Augenmaß und Bedacht entwickelt und sich der Sicherung und Fortentwicklung des Unternehmens sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen besonders verpflichtet fühlt, misst Kerbl der verantwortungsvollen Entwicklung ihres Rohergebnisses [Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen - Materialaufwand] besondere Bedeutung bei. Alle Aktivitäten zur Steuerung des Rohergebnisses werden künftig an ihrem Potenzial gemessen, das EBIT (Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit) als eine der zentralen Steuerungsgrößen auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre zu stabilisieren. IV. Forschung- und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. 2. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenI.I. Konjunkturelle Lage Die deutsche Wirtschaft lahmt. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern verliert Deutschland den Anschluss. Laut dem ifo Konjunkturbericht vom 06.03.2024 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% zurückgegangen. Infolge der schwachen Auslandsnachfrage, der geringen Investitionen sowie des verhaltenen Konsums stagnierte die Wirtschaftsleistung. Anders als zunächst angenommen befand sich die deutsche Wirtschaft zum Ende des Jahres 2023 in einer Rezession. Erfreulicherweise ist die Inflationsrate gegenüber 2022 weiter um 5,9% zurückgegangen. I.II. Branchenumfeld Trotz der angespannten konjunkturellen Lage in der deutschen Gesamtwirtschaft konnte die Branche auch im Jahr 2023 weiterhin wachsen. Aufgrund der guten Auftragslage konnten die E-Handwerke ihren Umsatz erneut deutlich um 7,9% auf 87,8 Mrd. Euro steigern. Die erzielten Umsatzsteigerungen sind zum Teil auf die inflationsbedingten Preiserhöhungen zurückzuführen. [Branchenkennzahlen der E-Handwerke für 2023 (ZVEH)].Das Sanitär- und Heizungsbauhandwerk konnte im Jahr 2023 einen Umsatz von 61,7 Mrd. Euro erwirtschaften. Das entspricht einem Umsatzplus von 4,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. "In der ersten Jahreshälfte profitierten die Betriebe von den Überhängen eines unglaublichen Nachfragebooms für Wärmepumpen. Treiber hierfür war die seit Mitte 2022 zunehmende Sorge der Verbraucher vor einer Gaskrise nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine", erläutert Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK in einer Pressemitteilung vom 19.02.2024. II. GeschäftsverlaufKerbl blickt auf eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung 2023 zurück. Die im Lagebericht 2022 beschriebenen Prognosen für den Berichtszeitraum sind im Wesentlichen eingetroffen. So liegt das Rohergebnis mit TEUR 19.517 (i. Vj. TEUR 20.462) im erwarteten Rahmen, was einem Rückgang von 4,6% entspricht. Aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen liegt der EBIT mit 9,3% unter dem des Vorjahres (i. Vj. 14,7%). III. Darstellung der Lage der GesellschaftIII.I. Ertragslage Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 945 auf TEUR 19.517 gesunken. Dies ist im Wesentlichen einer stark gestiegen Materialaufwandsquote geschuldet. Diese lag bei 51,7% (i.Vj. 44,9%). Ursache für diesen Anstieg waren sowohl deutlich gestiegene Beschaffungspreise für Material und Leiharbeit, eine hohe Leiharbeitsquote als auch die individuelle Zusammensetzung unserer Projekte, die teilweise mit einem höheren Materialanteil verbunden waren. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 616 bzw. 5,1% auf TEUR 12.751 erhöht. Die Zahl der Mitarbeitenden sank im Jahresdurchschnitt um 2 Mitarbeitende auf 215 Mitarbeitende. Die um 30,7% auf TEUR 384 (i. Vj. TEUR 294) gestiegenen Abschreibungen sind im Wesentlichen auf den Bereich Fuhrpark zurückzuführen, da wir aufgrund unverhältnismäßig langer Lieferzeiten für Neufahrzeuge vermehrt Leasing-Rückläufer aufgekauft und weiter genutzt haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit TEUR 2.914 in etwa auf Vorjahresniveau (i. Vj. TEUR 2.858). Das Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 3.855 (i. Vj. TEUR 5.592) sank um 31,1% und erreichte damit wieder das Niveau vor den außergewöhnlich ertragreichen Jahren 2020 bis 2022. Ursächlich für diese Ergebnisveränderung sind die in allen Bereichen gestiegenen Kosten in laufenden, hochwertigen Projekten mit viel Material und Technik. III.II. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft kann unverändert als stabil eingeschätzt werden. Der Brutto-Cash-Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 3.304 (i. Vj. TEUR 4.816). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Investitionen aus eigener Kraft finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Unsere liquiden Mittel belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf TEUR 5.348 (i. Vj. TEUR 7.288). Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war und wird zu jeder Zeit gewährleistet sein. III.III. Vermögenslage Die Bilanzsumme veränderte sich um -TEUR 518 auf TEUR 23.274 (i. Vj. TEUR 23.792). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte lag mit 85,6% leicht unter dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2022: 87,7%). Entsprechend verhält sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2023 mit 14,2% (31. Dezember 2022: 12,2%). Nach aktivischer Absetzung von erhaltenen Anzahlungen (TEUR 17.493; i. Vj. TEUR 10.605) haben sich die bilanziell ausgewiesenen Vorratsbestände (TEUR 8.903; i. Vj. TEUR 7.756) insgesamt um TEUR 1.147 erhöht. Der Anteil am Gesamtvermögen ist damit auf 38,3% (i. Vj. 32,6%) gestiegen. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.431; i. Vj. TEUR 5.585) blieb nahezu unverändert. Das Eigenkapital der Kerbl GmbH & Co. KG ist von TEUR 10.661 (31. Dezember 2022) auf TEUR 8.648 (31. Dezember 2022) und die Eigenkapitalquote bei einer leicht verkürzten Bilanzsumme um 7,6%-Punkte auf 37,2% (31. Dezember 2022: 44,8%) zurückgegangen. Die Verminderung ist im Wesentlichen dem vergleichsweise niedrigeren Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 geschuldet. Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.611; i. Vj. TEUR 2.934) reduzierten sich insbesondere aufgrund gesunkener Personalrückstellungen und die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 9.855; i. Vj. TEUR 8.624) erhöhten sich hauptsächlich wegen der im Fremdkapital geführten Gesellschafterdarlehen. IV. Finanzielle LeistungsindikatorenNachfolgend wird die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Punkt 1III. Darstellung des Steuerungssystems) im Berichtsjahr sowie im Vorjahresvergleich dargestellt.
Unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. 3. PrognoseberichtI. KonjunkturEine konjunkturelle Erholung lässt weiterhin auf sich warten. Die geopolitische Weltlage hat sind nicht entspannt. Der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg, Konflikte im Nahen Osten sowie fehlende Wirtschaftsimpulse aus China bremsen auch weiterhin die Weltwirtschaft. Weitere Risiken für die Weltkonjunktur ergeben sich auch aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Eine Zuspitzung von Handelskonflikten würde die weltwirtschaftliche Aktivität belasten. Bei Unternehmen und privaten Haushalten ist die Stimmung weiterhin gedämpft und die Unsicherheit hoch. Für Deutschland erwartet das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom 06.03.2024, dass sich erst im weiteren Verlauf des Jahres eine sukzessive gesamtwirtschaftliche Erholung einstellen wird. Die deutsche Exportwirtschaft dürfte von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft profitieren, die voraussichtlich dynamischer verlaufen wird als bisher angenommen. Insgesamt geht man davon aus, dass das BIP im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um nur 0,2% zunehmen wird. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft rechnet nur mit einer Zunahme von 0,1%, geht jedoch davon aus, dass im kommenden Jahr das BIP wieder sichtbar um 1,2% zulegen wird [Konjunkturbericht Q1/2024]. Auch die Bundesregierung geht angesichts der weiter zurückgehenden Inflationsraten von 5,9% im Dezember auf 2,2% im April, den zu erwartenden geldpolitischen Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einem stabilen Arbeitsmarkt und der zunehmenden Impulse von der Außenwirtschaft von einer allmählichen konjunkturellen Erholung aus [Wirtschaftliche Entwicklung Mai 2024, BMWK]. II. BrancheDas nord-, ost- und mittelhessische Handwerk blickt recht verhalten in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex ist im Vergleich zum Winterquartal 2023 lediglich um 1,3 Punkte auf einen Wert 107,2 Punkten und ist damit auch im Langzeitvergleich (112,9 Punkte) auf einem recht niedrigen Niveau. Die üblichen saisonalen Effekte sind somit ausgeblieben [Konjunkturbericht Frühjahrsumfrage 2024 Handwerkskammer Kassel]. Trotz weiterhin sehr guter wirtschaftlicher Kennzahlen im E-Handwerk, fällt der Blick auf die kommenden Monate eher verhalten aus. Ein Grund hierfür ist die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und den bedeutenden Wirtschaftszweigen, z. B. der Bauwirtschaft. Doch das E-Handwerk zeigt sich krisenfest, was auf das breite Kundensegment und den zahlreichen Geschäftsfeldern zurückzuführen ist[ZVEH-Frühjahrskonjunkturumfrage 2024]. Das Geschäftsklima in der Haus- und Gebäudetechnik liegt im 1. Quartal 2024 mit einem Wert von -8 im negativen Bereich. Dabei zeigt sich jedoch eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorquartal. Bei den Installationsbetrieben ist im Zeitverlauf ebenfalls ein Rückgang des Geschäftsklimas zu beobachten, dieser ist jedoch mit einem Wert von +20 weiterhin klar im positiven Bereich. Der Auftragsbestand liegt in der Frühjahrserhebung des ZVSHK bei durchschnittlich 15,5 Wochen. Damit liegt der aktuelle Auftragsvorlauf unter dem Niveau der Jahre 2022 und 2023 allerdings über dem Niveau der Jahre 2018 bis 2021 [SHK-Konjunkturbarometer Q1 2024 VdZ und VDS]. III. GesellschaftFür die Steuerung des Betriebs gibt es wie üblich Unwägbarkeiten: Angesichts der seit einem Jahr zügig sinkenden Inflation und des kräftig steigenden Lohneinkommens kehrt die Kaufkraft zurück. Im Bereich Photovoltaik wächst die Nachfrage stetig. In der technischen Gebäudeausrüstung besteht nach wie vor eine große Versorgungslücke mit Fachbetrieben, Fachplanern und insbesondere Fach-Handwerkern. Dies wird sich trotz ggf. sinkender Investitionsbereitschaft zukünftig noch verschärfen. Überregionale Konzerne versuchen vermehrt die mittelständischen Handwerksbetriebe aufzukaufen und Dienstleistungsnetze aufzubauen. Sollte der Gesetzgeber wieder mehr Klarheit bei Vorgaben und Fördermaßnahmen schaffen, ist mit einem umfangreichen, aufgestauten Sanierungsvolumen im Energie- und Heizungssektor zu rechnen. Weiterhin zwiespältig stellt sich die Personalsituation dar: Wir genießen als regionaler Arbeitgeber einen guten Ruf, allerdings mangelt es an gesellschaftlichem Stellenwert. Die anhaltende Wohlfühlpolitik mit völlig unsymmetrischem Kündigungsschutz, Homeofficeangeboten, weiterer Arbeitszeitverkürzung und von Leistung und Ertrag abgekoppelten Vergütungsbeispielen machen Arbeitsstellen im Handwerk unattraktiv. Die Ausbildungsquote ist gut, jedoch führt eine schnellere Karriere auf dem Schulweg zu Lücken beim Facharbeiternachwuchs. Aufgrund des Tarifabschlusses im Elektrohandwerk werden wir eine deutliche Entgeltanpassung im Jahr 2024 und 2025 vornehmen, die dann entsprechend ab Sommer 2024 kostenwirksam werden wird. Kerbl erwartet für 2024 aufgrund des weiterhin sehr hohen Auftragsbestandes und der stabilen Nachfrage einen Rohertrag zwischen 19 - 21 Mio. EUR. Unternehmen, die bisher im Wohnungsbau tätig waren, weichen aufgrund des dortigen Nachfragerückgangs in den Bereich Industrie- und Projektbau aus. Dies kann zu Preiskampf führen, zumindest aber zu einer eingeschränkten Auswahl von interessanten Bauprojekten auf dem Markt. Je nach Konjunkturentwicklung werden die haustechnischen Gewerke mit sinkenden Absatzpreisen bei gleichzeitig steigenden Personalkosten rechnen müssen. Das wird wahrscheinlich Auswirkungen auf unsere EBIT-Marge haben. Die Quote wird voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Durch die sehr positive Finanzierungssituation der Gesellschaft wird eine stabile Eigenkapitalquote für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert. 4. Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancenpolitik der Kerbl GmbH & Co. KG zielt im Wesentlichen darauf ab, strategische und finanzielle Unternehmensziele zu erreichen. Im Fokus stehen dabei die Stammkundenbetreuung und Stabilisierung unseres Fachkräftebestandes sowie die nachhaltige Sicherung unseres Unternehmenswertes. I. RisikoberichtI.I. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber 2023 nicht wesentlich verändert. Trotz der fortschreitenden Normalisierung der Inflationsraten wurden die Leitzinsen im Juni 2024 erstmals seit Jahren wieder gesenkt. Jedoch nur um 0,25%-Punkte. Sie bleiben daher auf einem hohen Niveau. Der anhaltende Ukrainekrieg und die verstärkten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten tragen ebenso für ein deutlich erhöhtes Gesamtrisiko bei. Mit Blick auf das Jahr 2024 werden die nachfolgenden Risiken kontinuierlich beobachtet und nach ihrer Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. So stuft die Gesellschaft z. B. Marktrisiken, die zu einer negativen Abweichung von den im Prognosebericht getroffenen Annahmen führen würden, nur mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ein. Die mögliche Auswirkung der Marktrisiken werden jedoch aufgrund der Wichtigkeit des Markts für die Geschäfts- und Ertragslage der Gesellschaft weiterhin mit einer mittleren Risikohöhe bewertet. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. I.I. Einzelrisiken I.II.1. Russland-Ukraine-Krieg Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit in Verbindung stehenden Unwägbarkeiten, beeinträchtigen die Wirtschaftstätigkeit und beeinflussen den weiteren Verlauf der Inflation. Das Risiko für die Betriebsleistung wird als mittel eingestuft. Genau beobachtet wird die weitere Entwicklung der Kosten für hochverarbeitetes Material. I.II.2. Nachfragerisiken Wir erachten das Nachfragerisiko im Gegensatz zur Export- und Autoindustrie bei uns im Handwerk als gering und zumindest zeitlich entkoppelt von der aktuellen, breiten Flaute im Wirtschaftsstandort Deutschland. Längerfristige, über Jahre andauernde Bremsspuren dürften natürlich durchschlagen und gesellschaftlich sowie wirtschaftlich umfangreiche Auswirkungen haben. I.II.3. Lieferfristrisiken Energieversorgungskomponenten und hochverarbeitete Technik, die weltweit benötigt wird, haben weiterhin lange Lieferzeiten. Die Preise bleiben wie erwartet auf dem Beschaffungsmarkt unverändert auf hohem Niveau. I.II.4. Fachkräfte-/ Personalmangel Die Qualität unserer Leistung hängt entscheidend von der Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter ab. Das Handwerk hat laut der aktuellen Forsa-Umfrage ein deutliches höheres Ansehen bei der deutschen Bevölkerung als meist angenommen. Dennoch haftet immer noch ein schlechtes Image an, so dass immer weniger Jugendliche einen Handwerksberuf erlernen wollen. Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt bleibt ein Risiko, was sich - nicht nur für unsere Gesellschaft - in der Zukunft eher noch verstärken wird. Die aktuell verfügbaren Fachkräfte im Handwerk reichen nicht aus, um zeitnah alle Anfragen bedienen zu können. Die Entwicklung der Personalkosten ist im Rahmen einer allgemeinen Entgeltanpassung bereits für 2024 und 2025 vereinbart und eingeplant. Eine Anpassung der Schulpolitik an die Bedürfnisse der Wirtschaft und an die Demografie ist dringend notwendig I.II.5. Ausfallrisiko Forderungen Der Ausfall von Kundenforderungen stellt aufgrund unseres breit gefächerten Kundenstammes ein überschaubares Risiko dar. Das Restrisiko begrenzen wir durch Bonitätsprüfungen, Warenkreditversicherungen und Vorauszahlungen. II. RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Risiken. Es zielt darauf ab, Risiken frühestmöglich zu identifizieren, sie angemessen zu bewerten, mittels geeigneter Maßnahmen zu begrenzen beziehungsweise zu vermeiden, zu überwachen und zu dokumentieren. In regelmäßigen Abständen werden die Entwicklung risikorelevanter Kennzahlen und deren Bedeutung für einzelne Unternehmensbereiche in Hinblick auf deren Auswirkung auf unser Unternehmen bewertet. Bei Erreichen definierter Grenz- oder Schwellenwerte werden entsprechende Gegenmaßnahmen ausgelöst. Die permanente Aktualisierung unserer Kennzahlen, das monatliche Reporting und die regelmäßige Besprechung mit den Verantwortlichen erfolgt durch das Controlling. Notwendige Maßnahmen werden in Abstimmung zwischen den Verantwortlichen und der Geschäftsführung initiiert. Grundsätzlich ist nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken oder solche, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, die Unternehmensentwicklung zukünftig über das angegebene Maß hinaus beeinträchtigen. Ungeachtet der eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten latent Restrisiken bestehen, die wir durch unser effizientes Risikomanagementsystem, hoffen frühzeitig zu erkennen, um angemessen reagieren zu können. III. ChancenberichtAufgrund unserer Erfahrung und unserem Fachpersonal in der Ausarbeitung und Umsetzung von hochwertigen Bauprojekten rechnen wir weiterhin mit einer gleichmäßigen Auslastung. Das breite Angebotsspektrum in der Gebäudetechnik und eine sinnvolle Betriebsgröße sollte eine gute Basis für eine ertragreiche und zukunftsträchtige Weiterentwicklung bieten. Unser Weg der partnerschaftlichen Grundhaltung zu Mitarbeitern und Stammkunden, der Pflege von Spezialwissen und breiter Projekterfahrung hat sich in der Vergangenheit als tragfähig erwiesen. Hierdurch ergeben sich Chancen auf eine weiterhin gute Auftragslage. 5. ZweigniederlassungsberichtDie Kerbl GmbH & Co. KG, Petersberg, unterhält keine selbständigen Zweigniederlassungen.
Petersberg, 26. Juli 2024 gez. Karin Röder, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Geschäftsführerin gez. Gerhard Röder, Dipl. Ingenieur (FH, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss (§ 264 Abs.1a HGB)Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kommanditgesellschaften im Sinne von § 264 a HGB aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen wurden grundsätzlich in Anspruch genommen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)Anlagevermögen Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und sofern sie der Abnutzung unterliegen, abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden, sofern abnutzbar, um planmäßige und nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Selbstständig nutzungsfähige Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurden zu einem Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Insofern wurde vom Grundsatz der Einzelbewertung abgewichen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge erfolgt zu Herstellungskosten. Diese umfassen neben den Materialeinzelkosten und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens der Fertigung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Erhaltene Anzahlungen Für den Ausweis der Erhaltenen Anzahlungen wurde das Ausweiswahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB in Anspruch genommen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert, gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für bestehende Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Im Übrigen wurde eine pauschale Wertberichtigung auf die verbleibenden nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 1,1 % des Nettoforderungsbetrages vorgenommen. Rechnungsabgrenzungsposten Die Aufwendungen wurden aktiviert und über die Laufzeit der zu Grunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Sonderposten mit Rücklageanteil Sonderposten mit Rücklageanteil wurden gemäß § 4 Fördergebietsgesetz und gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz gebildet. Das Wahlrecht zur Beibehaltung im Rahmen der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde in Anspruch genommen. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich das Geschäftsjahr 2022. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen (§ 284 Abs. 3 HGB)Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in Anlage I zum Anhang dargestellt. 2. Mitzugehörigkeitsvermerke (§ 265 Abs. 3 S. 1 HGB)Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 6; i. Vj. TEUR 10), beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 1.015; i. Vj. TEUR 625), beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB)Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 7.539.008,10 (Vorjahr: EUR 6.077.283,77). Besicherung der Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 109.791,58 sind durch die Verpfändung des Wertpapierdepots in Höhe von EUR 150.000,00 sowie Globalzession von Forderungen an Drittschuldner gesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonderposten mit Rücklageanteil Die Auswirkung auf das Jahresergebnis 2023 durch den Sonderposten mit Rücklageanteil (EUR 12.159,00; i. Vj. EUR 12.765,00) beträgt EUR 606,00. V. Sonstige Angaben1. Beschäftigte Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt (§ 285 Nr. 7 HGB)
2. Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGBDie Geschäftsführung obliegt der Röder-Verwaltungs GmbH. Geschäftsführer 2023 waren: • Frau Dipl.-Betriebswirtin (FH) Karin Röder - kaufm. Geschäftsführung • Herr Dipl.-Ing. Gerhard Röder (FH) - technische Geschäftsführung 3. Bezüge der Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a HGB)Aufgrund § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe zu den Organbezügen nach § 285 Nr. 9a HGB verzichtet. 4. Persönlich haftende Gesellschafterin (§ 285 Nr. 15 HGB)Röder-Verwaltungs GmbH, Petersberg, gezeichnetes Kapital von EUR 25.000,00. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)Zum Abschlussstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen:
In den Folgejahren ist mit etwa gleichbleibenden Verpflichtungen zu rechnen. 6. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.920.050,21 ab. Das Ergebnis wurde unter Beachtung der gesellschaftsrechtlichen Regelungen verwendet.
Petersberg, 26.07.2024 Die Geschäftsführung gez. Karin Röder, Dipl.-Betriebswirtin FH gez. Gerhard Röder, Dipl.-Ingenieur FH Anlagenspiegel zum 31.12.2023Kerbl GmbH & Co. KG, Petersberg
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kerbl GmbH & Co. KG: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kerbl GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kerbl GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 26. Juli 2024 GFP
GmbH
gez. Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer |
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