Acceleration Partners GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marjan Scott Fredericks seit 14.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
IIP Helium S.á r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IIP Ethane GmbH (vormals: UNA 550. Equity Management GmbH)Frankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2023 bis zum 31.12.2023INHALT KONZERNABSCHLUSS Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1.12. bis 31.12.2023 Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1.12. bis 31.12.2023 Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2023 Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 I. Grundlagen II. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze III. Erläuterungen zur Konzernbilanz IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben VI. Nachtragsbericht VII. Organe der IIP Ethane GmbH Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA in T€
PASSIVA in T€
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1.12. bis 31.12.2023
KENNZAHLEN DER ERTRAGSKRAFT Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragskraft lassen sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ableiten:
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1.12. bis 31.12.2023
Der Finanzmittelfonds (DRS 21) der Konzern-Kapitalflussrechnung lässt sich zum Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wie folgt überleiten:
Eine detaillierte Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernanhang und Konzernlagebericht vorgenommen. Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1.12. bis 31.12.2023I. GRUNDLAGEN ALLGEMEINE ANGABEN Die IIP Ethane GmbH (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 131562) mit ihren Tochterunternehmen (nachfolgend als IIP Ethane oder Konzern bezeichnet) ist eine in Deutschland tätige, mittelständische Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Frankfurt am Main (Geschäftsanschrift: Wiesenhüttenstraße 11, 60329 Frankfurt am Main). Die IIP Ethane GmbH ist Mutterunternehmen des Konzerns. Der Schwerpunkt des Konzerns liegt in der Gewinnung von erneuerbaren Energien aus Biomasse. GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG Nach den Regelungen des § 293 Abs. 1 HGB handelt es sich bei dem Konzernabschluss der IIP Ethane zum 31. Dezember 2023 um einen verpflichtend aufzustellenden Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach §§ 290 ff. HGB am 30. August 2024 durch die Geschäftsführung aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Konzernberichtswährung ist Euro und das Geschäftsjahr des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. bis 31. Dezember 2023. Der tatsächliche Erwerbszeitpunkt war am 14. November 2023. Aus Vereinfachungsgründen wurde die Eröffnungsbilanz zum 1. Dezember 2023 erstellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €) angegeben und jeweils kaufmännisch gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können daher Rundungsdifferenzen oder geringfügige Abweichungen bei diesen Werten und Prozentangaben von den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten, da die Berechnungen der Einzelpositionen auf Zahlen in Tausend basieren. Im Konzernabschluss gilt der Begriff "Mitarbeiter" sowohl für Mitarbeiter als auch für Mitarbeiterinnen. Sonstige geschlechtsspezifische Bezeichnungen sollen ansonsten ebenso für alle Geschlechter verstanden werden. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die in den Konzern einbezogenen Abschlüsse wurden auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens IIP Ethane GmbH zum 31. Dezember 2023 auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Unwesentliche Abweichungen werden beibehalten. Tochterunternehmen Der Konsolidierungskreis umfasste neben der Konzernmutter alle wesentlichen Unternehmen, die durch diese direkt oder indirekt beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt im Rahmen der Vollkonsolidierung und beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht und endet, wenn die Konzernmutter die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Nicht beherrschende Anteile Anteile am Konzerneigenkapital und am Konzernergebnis, die nicht der IIP Ethane zuzurechnen sind, werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Bei der Berechnung des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Konzernergebnisses wurden neben den anteiligen Gewinnen oder Verlusten der Tochterunternehmen auch erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen entsprechend den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugeordnet, auch wenn die nicht beherrschenden Anteile dadurch einen Negativsaldo aufweisen können. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernmutter sowie der konsolidierten Tochterunternehmen wurden einheitlich und unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert. Alle Vermögensgegenstände und Schulden, das Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme wurden um Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vollständig bereinigt. Sofern nicht von untergeordneter Bedeutung wurden aktivierte Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen bei den einbezogenen Gesellschaften voll eliminiert. Latente Steuern aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden abgegrenzt. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt im Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Das bedeutet, dass die zum Zeitpunkt des Erwerbs bei einem Tochterunternehmen vorhandenen stillen Reserven und Lasten vor Durchführung der Erstkonsolidierung grundsätzlich vollständig aufzudecken sind. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive bzw. positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden gesondert nach dem Konzerneigenkapital passiviert und in einem planmäßigen Verfahren erfolgswirksam aufgelöst. Bei Entkonsolidierungen werden die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangsergebnisses berücksichtigt. UMLAUFVERMÖGEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden diverse Posten jeweils zusammengefasst dargestellt. Eine Aufgliederung dieser Posten wird im Konzernanhang vorgenommen. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden nachfolgend erläutert. ANLAGEVERMÖGEN
Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Für die bis zum 31. Dezember 2018 angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von € 150,01 bis € 1.000,00 erfolgte eine Abschreibung mit jährlich 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Poolabschreibung). TIERVERMÖGEN Die Bewertung des Tiervermögens erfolgte zu den Richtwerten der Finanzverwaltung für die Tierbewertung gemäß dem Jahresabschluss des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Vorräte Die Vorräte wurden mit den Einzelherstellungskosten zuzüglich notwendiger und angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten entsprechend dem Fertigungsgrad bewertet. Soweit es sich um Fremdbezug handelt, sind die Anschaffungskosten angesetzt worden. Fremdkapitalzinsen wurden weder im laufenden Geschäftsjahr noch im Vorjahr aktiviert. Das zu den Vorräten gehörende Feldinventar wurde zu Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Für individuell ermittelte Einzelrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Wertberichtigungen gebildet. Wechselforderungen sowie unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Zahlungsmittel Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie andere kurzfristige, hochliquide Vermögensgegenstände mit ursprünglicher Fälligkeit zum Zeitpunkt des Erwerbs von weniger als drei Monaten. Der Gesamtbetrag der Zahlungsmittel stimmt nicht mit dem Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung überein. Eine Überleitung kann der Anlage zur Konzernkapitalflussrechnung entnommen werden. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ordnungsgemäß abgegrenzt, da diese Zahlungsflüsse erst in Folgejahren zu Aufwendungen führen. PASSIVA
RÜCKSTELLUNGEN Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Diese decken alle erkennbaren Risiken dem Grunde und der Höhe nach ab, wobei das Wertaufhellungsprinzip bis zur Bilanzaufstellung beachtet worden ist. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Beträge der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer individuellen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Latente Steuern Latente Steuern nach § 274 HGB ergeben sich insgesamt aufgrund abweichender Wertansätze zwischen den jeweiligen Steuerbilanzen und dem Konzernabschluss. Latente Steueransprüche und Steuerschulden aus Bewertungsunterschieden werden saldiert dargestellt, soweit die Möglichkeit einer gesetzlichen Aufrechnung besteht. Die Werthaltigkeit der Ansprüche wird unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips anhand der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Umkehrung abweichender Wertansätze beurteilt. Dem Ansatz wurde der DRS 18 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. mit einem kombinierten Steuersatz von 30 Prozent für Tochterunternehmen zugrunde gelegt. KONSOLIDIERUNGSKREIS Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Der Konsolidierungskreis der IIP Ethane umfasste zum Bilanzstichtag neben der Konzernmutter 77 (30.11.2023: 77) Tochterunternehmen mit Sitz im Inland. Anteilsbesitzliste (§ 313 Abs. 2 HGB) Eine vollständige Übersicht des Anteilsbesitzes des Konzerns zum 31. Dezember 2023 enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes in der Anlage zum Konzernanhang. Bezüglich des Zugangs zu bzw. der Nutzung von Vermögensgegenständen von Tochterunternehmen gab es keine Beschränkungen. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände:
Das immaterielle Anlagevermögen enthielt die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und verringerte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um T€ 851 durch planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 56.309. Sachanlagen Entwicklung der Sachanlagen:
Insgesamt verringerten sich die Sachanlagen im Vergleich zum 30. November 2023 um T€ 465 auf T€ 136.125. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die Abschreibungen auf Biogasanlagen in Höhe von T€ 1.296. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.479 getätigt. FINANZANLAGEN Entwicklung der übrigen Finanzanlagen:
Bei den geleisteten Anzahlungen für Finanzanlagen handelt es sich um aktivierte Anschaffungskosten für über den Bilanzstichtag hinaus stattfindende Erwerbsprozesse neuer Gesellschaften. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag:
In der Position "Sonstiges" in den sonstigen Vermögensgegenständen waren mit T€ 2.642 (30.11.2023: T€ 1.469) Forderungen aus Steuern enthalten. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen waren T€ 700 (30.11.2023: T€ 700) langfristig. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN Von den Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 24.724 (30.11.2023: T€ 29.087) waren insgesamt T€ 6.839 (30.11.2023: T€ 6.817) nicht sofort frei verfügbar. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 1.364 (30.11.2023: T€ 827) enthielt ein Disagio von T€ 20 (30.11.2023: T€ 22). PASSIVA Gezeichnetes Kapital Der Posten Gezeichnetes Kapital beträgt T€ 25 und entfällt auf die folgenden Gesellschafter:
Bilanzverlust Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile setzten sich wie folgt zusammen:
Die Aufgliederung und Veränderung des Konzerneigenkapitals ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt. Passivischer Unterschiedsbetrag Ein aus der Kapitalkonsolidierung resultierender passivischer Unterschiedsbetrag entwickelte sich wie folgt:
Im Rahmen der Erstkonsolidierungen zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz per 30.11.2023 wurde ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 49.324 gebildet. Der passive Unterschiedsbetrag resultierte aus der Verrechnung des anteiligen, neubewerteten Eigenkapitals mit dem Beteiligungsbuchwert. Der passive Unterschiedsbetrag resultiert nicht ausschließlich aus erwarteten Verlusten zukünftiger Perioden, sondern besitzt teilweise auch den Charakter eines "lucky buys". Dieser Unterschiedsbetrag wurde gesondert unterhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen und wird einem planmäßigen Verfahren entsprechend erfolgswirksam aufgelöst. Die planmäßige Auflösung ist angelehnt an die Abschreibungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Eine Fluktuationsrate ist nicht berücksichtigt. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurden Pensionsrückstellungen in Höhe n EUR 125.856,88 mit Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen entsprechend § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus dem Übergang vom 7- auf den 10-Jahresdurchschnitt des Marktzinssatzes bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen ergibt, unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 6.260. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,87 % und unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet worden. Darüber hinaus wurde bei der Bewertung eine Dynamik der laufenden Renten von 2 % p. a. berücksichtigt. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen von T€ 1.554 (30.11.2023: T€ 607) beinhalten Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von T€ 511 (30.11.2023: T€ 66), für Gewerbesteuer von T€ 576 (30.11.2023: T€ 74) sowie für Umsatzsteuer (BP) von T€ 467 (30.11.2023: T€ 467). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wiesen folgende Struktur auf:
Von den sonstigen Rückstellungen haben T€ 936 (30.11.2023: T€ 863) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten Die Darstellung der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon haben T€ 2.416 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten von T€ 245.228 mit T€ 49.901 wie folgt besichert: Globalzession für alle Forderungen aus Energie- und Wärmegewinnungsverträgen, Grundschulden, Sicherungsübereignungen, verpfändete Liquiditätsreserven und Instandhaltungsrücklagen sowie Abtretungen. Die nachfolgenden Verbindlichkeiten resultierten vollständig aus Darlehen und Zinsen:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten zum Bilanzstichtag aus:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten ließen sich wie folgt aufgliedern:
Passive latente Steuern Die Zusammensetzung der latenten Steuern zum jeweiligen Bilanzstichtag zeigen die nachfolgenden beiden Übersichten:
Aus der Saldierung latenter Steuerschulden von T€ 28.640 (30.11.2023: T€ 30.113) ergab sich ein Überhang der passiven latenten Steuern von T€ 28.364 (30.11.2023: T€ 29.837). Dieser Ansatz basierte auf den Ergebnissen der Überprüfung der bisher angesetzten latenten Steuern und unter Abwägung aller positiven und negativen Faktoren sowie Informationen im Hinblick auf die vorhersehbare Zukunft. Latente Steuern auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Tochterunternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der Anpassung der Abschreibungsdauer von Biogasanlagen. AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Unter die außerbilanziellen Verpflichtungen fallen sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse, die aus der operativen Tätigkeit des Konzerns resultieren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfielen auf:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine gegenüber verbundenen Unternehmen. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Ergebniswirksame Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen in wesentlichem Umfang sind zwar theoretisch möglich, aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen aber als unwahrscheinlich anzusehen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum Dezember 2023 ließen sich nach ihrer Herkunft wie folgt aufgliedern:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge beinhalteten einmalige Erträge oder Sondereinflüsse. Im Wesentlichen resultierten diese aus der Erstattung von Stromsteuern, Wärmeabrechnungen, sowie der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten. Materialaufwand Der Materialaufwand gliederte sich wie folgt:
Der größte Anteil der Materialaufwendungen entfiel auf den Verbrauch von Substraten zur Gewinnung von Biogas und Strom. Personalaufwand und Mitarbeiter Der Personalaufwand kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Die Personalaufwendungen beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf T€ 1.660. Der überwiegende Teil der Aufwendungen für das Personal entfiel auf die Entgelte, die die Löhne und Gehälter für im Rumpfgeschäftsjahr geleistete Arbeiten der Mitarbeiter der DAH Gruppe umfassen. Unter den sozialen Abgaben werden die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Pflichtabgaben, wie die Beiträge zur Sozialversicherung, ausgewiesen. Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lag bei 344. Abschreibungen Die Abschreibungen im Rumpfgeschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 62.013 entfielen im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwerts (T€ 56.309), planmäßige Abschreibungen des Firmenwertes (T€ 851) sowie auf die Abschreibungen von technischen Anlagen und Maschinen (T€ 1.507) und Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (T€ 3.346) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
Mit T€ 1.881 waren des Weiteren Aufwendungen für Pachten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Unter den nicht abzugsfähigen Kosten entfallen T€ 332 auf nicht aktivierungsfähige Transaktionskosten beim Anteilskauf der DAH Gruppe in 2023. Finanzergebnis Das Finanzergebnis umfasste folgende Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfielen im Wesentlichen auf Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Avalprovisionen. In dem Posten sind in Höhe von T€ 2 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:
Nicht beherrschende Anteile Der Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis wurde nach dem Konzernjahresüberschuss in Anwendung der Vorschrift des § 307 Abs. 2 HGB gesondert ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Gewinn- oder Verlustanteile, die anderen Gesellschaftern von vollkonsolidierten Gesellschaften zustehen. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Insgesamt sind für den bestellten Konzernabschlussprüfer, die Nordwest Revision GmbH, T€ 172 an Honoraren für erbrachte Abschlussprüfungsleistungen als Aufwand erfasst worden. Die Honorare beinhalteten im Wesentlichen die Entgelte für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, die Prüfung einzelner Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sowie prüferische Durchsichten. V. SONSTIGE ANGABEN Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt. Sie legt die Zahlungsströme offen, um Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittel darzustellen. Sie unterscheidet dabei zwischen Mittelveränderungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst der Konzernjahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigt wird und Ertragssteuerzahlungen der Periode abgezogen werden. Danach erwirtschaftete die IIP Ethane im Rumpfgeschäftsjahr einen negativen operativen Cashflow von T€ 3.152. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich einerseits aus den Mittelzu- und Abflüssen aus der Veränderung des Anlagevermögens, Verkäufen von Tochterunternehmen sowie andererseits aus erhaltenen Zinsen und Ein- und Auszahlungen von Finanzmittelanlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies Mittelabflüsse in Höhe von T€ 2.085 aufgrund von Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen aus. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit werden gezahlte Zinsen, die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und anderer Finanzierungen sowie sonstige Finanzierungsvorgänge ausgewiesen. Der Finanzierungscashflow war im Rumpfgeschäftsjahr positiv (T€ 324). ANGABE ZUR ERGEBNISVERWENDUNG (§ 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB) Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 49.410,65 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. NACHTRAGSBERICHT Im Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte von besonderer Bedeutung ereignet, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 zu berücksichtigen waren (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB). VII. ORGANE DER IIP ETHANE GMBH DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB verzichtet.
Frankfurt am Main, den 30. August 2024 Die Geschäftsführung der IIP Ethane GmbH Marjan Scott Fredericks, Geschäftsführer Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023Der Konzernabschluss umfasst das Mutterunternehmen sowie die folgenden Gesellschaften: A I. VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (TOCHTERUNTERNEHMEN) | ENERGIE
A I. VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (TOCHTERUNTERNEHMEN) | AGRAR
Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.12. bis 31.12.20231. Grundlagen des Konzerns 2. Wirtschaftsbericht 3. Darstellung der Lage des Konzerns 4. Risiko- und Chancenbericht 5. Prognosebericht 1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die DAH Gruppe (DAH) ist seit dem Jahr 2016 operativ tätig und hat einen umfassenden Bestand an Biogasanlagen aufgebaut und entwickelt Freiflächen-PV-Anlagen. Als Teil des vertikal integrierten Geschäftsmodells bewirtschaftet die DAH rd. 20.000 Hektar Agrarflächen. Damit ist die DAH ein leistungsstarkes Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung in Deutschland. Ende August 2023 hat die Igneo Infrastructure Partners (IIP) über die Tochtergesellschaft IIP Neon GmbH (vormals: UNA 548. Equity Management GmbH) die DAH Gruppe von der Zech Group und der Gustav Zech Stiftung erworben. Das Infrastruktur-Investmentteam der First Sentier Investors Gruppe wird damit neuer Gesellschafter des Herstellers von Biomethan und Biostrom. Igneo investiert als eigenständiges Infrastruktur-Investmentteam der First Sentier Investors Gruppe seit 1994 weltweit in etablierte Infrastrukturunternehmen und verfolgt dabei einen langfristigen, auf Nachhaltigkeit basierenden Investmentansatz. Das Vermögen, das im Auftrag von mehr als 120 institutionellen Anlegern weltweit verwaltet wird, betrug Ende Dezember 2023 17,7 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft des Konzerns IIP Ethane GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hält direkt oder indirekt Anteile an 77 Tochterunternehmen. Die Gesamtzahl der in diesen Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften veränderte sich im Vergleich zur Konzerneröffnungsbilanz zum 30. November 2023 nicht. Die Geschäftstätigkeit der IIP Ethane GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (nachfolgend zusammen die "DAH Gruppe" genannt) umfasst die Produktion von Biogas und Verwertung desselben zu Strom, Biomethan und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Je nach Standort werden mit dem Biogas entweder ein oder mehrere Blockheizkraftwerke betrieben, die Strom und Wärme erzeugen oder das Biogas wird bis zu Erdgasqualität (Biomethan) aufbereitet. Der produzierte Strom wird anschließend in das öffentliche Stromnetz eingespeist und das erzeugte Biomethan über das deutschlandweite Erdgasnetz zum Verbraucher transportiert. Die in den Blockheizkraftwerken entstehende Prozesswärme wird teilweise über Wärmenetze zur lokalen Versorgung von privaten Haushalten, öffentlichen Einrichtungen, gewerblichen Unternehmen sowie zur Versorgung der eigenen Biogasstandorte und angrenzender landwirtschaftlicher Betriebe genutzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Biogasanlagen der DAH Gruppe ist im Wesentlichen durch den Bestandsschutz der zum 1. August 2014 in Kraft getretenen EEG-Novelle (anwendbares EEG-Recht: EEG 2012, 2009 und 2004) gesichert. An 19 Standorten (Stand 31. Dezember 2023) wird Bioenergie mit einer installierten Leistung von mehr als 130 Megawatt (MW) in Form von Strom, Biomethan und Wärme erzeugt. Die DAH Gruppe verwendet als Substrate für die Energiegewinnung nachwachsende Rohstoffe wie Maissilage, Ganzpflanzensilage, Zuckerrüben, Hirse, Getreide und Grassilage, die zu den einzelnen Biogasstandorten geliefert und vor Ort einsiliert werden. An verschiedenen Standorten wird auch Gülle, Mist oder Hühnertrockenkot (HTK) verwendet. Diese Symbiose resultiert aus Biogasanlagen, die sich in unmittelbarer Nähe zu Anbauflächen der substratliefernden Agrarbetriebe befinden. Die DAH Gruppe verfügt über eine landwirtschaftliche Anbaufläche von ca. 20.000 Hektar und beliefert die Biogasanlagen mit Substraten. Dadurch kann ungefähr 50 Prozent des Gesamtsubstratbedarfs gedeckt werden. Weitere Zukäufe von Inputstoffen erfolgen bei einer Vielzahl von Landwirten, die jeweils in unmittelbarer Nähe zu den Biogasanlagen Flächen bewirtschaften. Darüber kann die Versorgung sichergestellt werden. Für die Darstellung der aktuellen Situation siehe unten unter 2. Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf. Die DAH Gruppe projektiert seit 2022 zahlreiche Photovoltaik-Projekte, sowohl als Freiflächen- als auch als Dachanlagen. Im Jahr 2022 erfolgte die Inbetriebnahme der DAH Photovoltaik 1. GmbH am Standort Brenz. Für die kommenden Jahre erwartet die DAH-Gruppe Einkünfte aus dem Verkauf von fertigprojektierten PV-Großanlagen. Übergeordnetes Ziel des Konzerns ist ein profitables und nachhaltiges organisches Wachstum entlang des bestehenden Geschäftsmodells. Integraler Bestandteil der Konzernstrategie ist hierbei nicht das Erreichen von kurzfristigen Renditezielen, sondern eine langfristige strategische Investition in die Energiewirtschaft. Wir beobachten die Märkte sehr genau und versuchen jederzeit Opportunitäten zu nutzen und unser Energieportfolio auf die sich ergebenden Marktchancen flexibel auszurichten. Dies bildet die Grundlage für die operativen und strategischen Entscheidungen durch die Geschäftsführung. Die Steuerung des Konzerns erfolgt durch ein konzernweites Planungs- und Controllingsystem. Neben einem effizienten Ressourceneinsatz und einer risikoorientierten Betrachtung gewährleistet dies gleichzeitig einen transparenten Einblick in die aktuelle und zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung unseres Geschäfts ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Daneben setzen wir auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der DAH Gruppe ein. Ein wichtiger nichtfinanzieller Indikator, den wir als Steuerungsinstrument der DAH Gruppe nutzen, ist die Performance der einzelnen Biogasanlagen. Insbesondere stehen hier die ins Netz eingespeiste Menge Strom und Biomethan im Vordergrund, aber auch die prozentuale Auslastung sowie die Volllast-Betriebsstunden werden kontinuierlich aufbereitet und ausgewertet sowie mit den Marktwerten verglichen. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN GESAMTWIRTSCHAFT 1 Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 um 3,9 Prozent zugelegt. Vielerorts wurde die konjunkturelle Entwicklung durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. In den meisten Ländern schwächelte dadurch in erster Linie die Industrie, während sich die Dienstleistungen vielerorts etwas besser behaupten konnten. Einen Schub gab es aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, vor allem den Vereinigten Staaten. Die US-Wirtschaft expandierte 2023 insgesamt überraschend stark, um 2,5 Prozent. Die umfangreichen fiskalpolitischen Impulse der Jahre 2020 bis 2022 stützten weiterhin den privaten Konsum und die Unternehmensinvestitionen. Unter den Schwellenländern trug China maßgeblich zum Wachstum bei. Die Wirtschaft legte dort 2023 um 5,2 Prozent zu - gegenüber den Vorpandemiejahren hat sich das Wachstum jedoch deutlich abgeschwächt: Die Erholung nach der Null-Covid-Politik wurde insbesondere von den anhaltenden Problemen im Immobiliensektor überschattet. Mexiko erzielte 2023 ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent, auch wenn die Exporte in die Vereinigten Staaten sich zuletzt nicht mehr so dynamisch entwickelten. Brasiliens Wirtschaft wuchs um 3,1 Prozent, auch dank starker Ernten und Ausfuhren im ersten Halbjahr. Die indische Wirtschaft expandierte aufgrund einer soliden Binnennachfrage 2023 um kräftige 6,9 Prozent. EUROPÄISCHE WIRSTCHAFTSSITUATION Die europäische Wirtschaft hingegen trat auf der Stelle, gebremst von der Energiepreiskrise und der restriktiven Geldpolitik. Der Euroraum trug mit 0,5 Prozent nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft 2023 bei. Das Vereinigte Königreich rutschte im zweiten Halbjahr in eine technische Rezession, erlebte also zwei aufeinanderfolgende Quartale, in denen die Wirtschaftsleistung sank (um 0,1 und 0,3 Prozent). Das britische Wachstum war unter anderem von den Nachwirkungen der Cost-of-Living Crisisinfo der Haushalte stark belastet. DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE IN DEUTSCHLAND 2 Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Die deutsche Wirtschaft ist gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Als große Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind unter anderem übermäßige Bürokratie, Fach- und Arbeitskräftemangel und zu wenige private und öffentliche Investitionen zu nennen.
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https://www.diw.de/de/diw_01.c.896420.de/publikationen/wochenberichte/2024_10_2
Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die konjunkturelle Erholung in Deutschland verzögert sich. Die Konjunktur wird noch immer von der Energiekrise und den durch die hohe Inflation gesunkenen Realeinkommen gebremst. Um die Inflation zu bekämpfen, haben die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik gestrafft. Die Straffung und die schleppende Entwicklung in China tragen zum eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfeld bei. Das höhere Zinsniveau dämpft zudem Investitionen und Bautätigkeit im Inland. Der Sachverständigenrat erwartet daher, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 Prozent schrumpft. Im Jahr 2024 ist aufgrund steigender Realeinkommen mit einer Ausweitung des privaten Konsums zu rechnen. Dies dürfte zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führen und das BIP um 0,7 Prozent erhöhen. ENTWICKLUNG IN DER BIOGASBRANCHE, AGRAR SOWIE PV 3 Der Gesamtanteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Strom, Wärme und Verkehr) ist in Deutschland im Jahr 2023 auf insgesamt 22 Prozent gestiegen. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 20,8 Prozent. Grund für diese positive Entwicklung waren insbesondere die Zuwächse der Erneuerbaren in den Sektoren Strom und Wärme bei gleichzeitig insgesamt sinkender Nachfrage nach Energie in allen Sektoren. Aus Erneuerbaren Energien wurden im Jahr 2023 in Summe 275,7 Mrd. kWh (Vj. 251,8 Mrd. kwh) Strom erzeugt. Die Zielvorgabe für die Erneuerbaren-Quote im Strombereich in Deutschland von 80 % im Jahr 2030 bemisst sich am Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch. Die Erneuerbaren-Quote nahm 2023 um 6,8 %-Punkte von 46,6 % auf 53,4 % zu. Bis 2030 ist ein Anteil von mind. 80% vorgesehen. Das heißt, Strom aus Erneuerbaren Energien deckte in 2023 den Stromverbrauch in Deutschland erstmals zu mehr als der Hälfte. 2023 war die Stromwirtschaft geprägt durch eine sich insgesamt abschwächende Konjunktur und eine milde Witterung, vor allem aber durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine. Der Stromverbrauch (Bruttoinlandsstromverbrauch) nahm um 4,4 % auf 517 Mrd. kWh ab. Ein noch stärkeres Minus verzeichnete die Stromerzeugung (Bruttostromerzeugung) mit 10,5 %. Der Stromaustauschsaldo Deutschlands drehte sich mit einem Importüberschuss von +7,3 Mrd. kWh nach vielen Jahren erstmals ins Plus (2022 noch Exportüberschuss von -29,0 Mrd. kWh). In 2023 wurden 9,7 Mrd. kWh Biomethan in der gekoppelten Stromerzeugung und 1,4 Mrd. kWh als Kraftstoff eingesetzt. Mit einem Anteil von 83 Prozent (170,6 Mrd. kWh) war Biomasse auch im Jahr 2023 weiterhin die wichtigste erneuerbare Wärmequelle. Weitere rund 1 Mrd. kWh fanden im Wärmemarkt (Raumwärme, Warmwasser) Absatz. In das deutsche Erdgasnetz eingespeist wurden 2023 in Deutschland 10,7 Mrd. kWh auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas (Biomethan) - das entspricht dem Niveau des Vorjahres. In 2023 betrug die Entwicklung der Einspeisekapazitäten und der ins Erdgasnetz eingespeisten Biomethanmengen bei einer Anlagenzahl (Standorte) von 228 (Vj. 222) bereits 1.074 Mio. m 3 (Vj. 979 Mio. m 3 ). Diese Menge entspricht 10,7 Mrd. kwh (Vj. 10,6 Mrd. kwh).
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https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_UPDATE_Mai_2024_final_V2.pdf
Das Jahr 2023 war für den deutschen Solarsektor durch bedeutende wirtschaftliche und politische Entwicklungen geprägt, die den Ausbau der Photovoltaik (PV) weiter vorangetrieben haben. Die anhaltend hohen Energiepreise insbesondere bei fossilen Energieträgern, haben das Interesse an erneuerbaren Energien verstärkt. Viele Haushalte und Unternehmen investierten in PV-Anlagen, um ihre Energiekosten zu senken und ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen. "Als sogenannte Balkonanlagen (steckerfertige Solaranlagen) registrierte die Bundesnetzagentur 2023 etwa 260.000 Anlagen im Marktstammdatenregister. Dies sind dreimal so viele wie im Vorjahr. Dieser Boom an Balkonanlagen hat am gesamten deutschen Solarzubau einen Anteil von 1,5 Prozent (0,2 Gigawatt)." 4 Die Bundesregierung setzte ihre Fördermaßnahmen fort, um den Ausbau der Solarenergie zu unterstützen. Dazu gehörten Einspeisevergütungen, das EEG und spezielle Förderprogramme für PV-Anlagen auf Wohngebäuden, Gewerbeimmobilien und Freiflächen. Die Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten und Krediten für den Bau und die Installation von PV-Anlagen blieb hoch. Die hohen Kapitalkosten, sowie Fachkräftemangel und Risiko bei Material und Lieferketten haben zu einer Strategieanpassung bei der DAH PV geführt, fortan sollen größere Freiflächenprojekte ab "Ready to Build" Status verkauft werden, nur noch kleinere Projekte werden im eigenen Portfolio behalten. Zum Anstieg des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien trugen neben dem sich seit 2022 wieder verstärkenden PV-Ausbau auch die insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse bei. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik erzielte im Juni 2023 mit 9,9 Mrd. kWh einen neuen Monatsrekord. Bei der Photovoltaik (PV) wurde eine im Vergleich zum extrem sonnigen Vorjahr durchschnittliche Witterung durch einen starken Zubau an neuen Anlagen ausgeglichen. Insgesamt stieg die Leistung des PV- Anlagenparks um 22 Prozent gegenüber 2022 (+14.595 MW). Im Ergebnis nahm die Solarstromerzeugung damit leicht auf insgesamt 61,2 Mrd. kWh zu (2022: 60,3 Mrd. kWh). Zudem gab es sowohl in den Sommermonaten als auch im 4. Quartal überdurchschnittlich gute Windmonate. Darüber hinaus ging der Stromverbrauch 2023 infolge der weiterhin gedämpften Konjunktur zurück, was den Anstieg des Anteils der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch verstärkte. GESCHÄFTSVERLAUF Im Zuge des Gesellschafterwechsels und vollständiger Übernahme der Anteile durch Igneo Infrastructure Partners (IIP) zum 14. November 2023 wurde die Bildung eines Rumpfgeschäftsjahres zum 1. Dezember 2023 erforderlich. Im betrachteten Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 betrug die durchschnittliche Auslastung der Biogasanlagen 85,3 Prozent. Durch deutlich gestiegene Vermarktungserlöse im Biomethan und Stromverkauf konnten die gestiegenen Bezugskosten für Substrate und andere Betriebsmittel überkompensiert werden. Aufgrund der Vergütungsstruktur nach EEG wurden zahlreiche Anlagen im Laufe des Jahres nicht auf Volllast betrieben. Ebenso wurden zwei Biomethananlagen, aufgrund einer für die anfallenden Substrataufwendungen zu geringer Vergütung zeitweilig ausgeschaltet. Mit dem Aufkäufer wurde für die zweite Jahreshälfte 2023 und das Folgejahr eine um 30 % höhere Vergütung vereinbart. Deutliche Umsatzsteigerungen konnten durch das Hochfahren der Produktion von kraftstofffähigem Biomethan realisiert werden. Hier werden in den kommenden Jahren neben den bereits bestehenden, weitere Biogasaufbereitungsstandorte für den Einsatz von Reststoffen um- und nachgerüstet. Die Wetterlage des Jahres 2023 bedeutete für die DAH Gruppe eine Entspannung der Substratversorgungslage. Zwar brachte ein zu trockener Frühling nicht den erwarteten Ertrag aus der Frühsommerernte, allerding sorgten größere Regenmengen beginnend ab Juli eine deutliche Verbesserung der Bodendurchfeuchtung. Daraus ergab sich, sowohl hinsichtlich der geernteten Mengen als auch der Qualitäten aus der Maisernte, ein Bestandaufbau mit dem Potential zur Vollversorgung bis zur nächsten Ernte.
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https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/20240105_EEGZubau.html
Operativ hat die Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einem Umsatz von EUR 118,7 Mio. erwirtschaftet, davon im Dezember 2023 EUR 14,2 Mio.. Die Anlagenauslastung des Gesamtjahres lag mit 85,3 Prozent unter der des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 25,9 Mio., davon im Dezember 2023 EUR 1,8 Mio.. 3. DARSTELLUNG DER LAGE DES KONZERNS KENNZAHLEN DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE ERTRAGSLAGE bezogen auf Dezember 2023
Umsatzerlöse Im letzten Monat des Wirtschaftsjahres 2023 verlief die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf recht stabil mit TEUR 14.186 Umsatzerlösen und entspricht einem Anteil am Gesamtjahr von 12 %. Konzerngesamtleistung Unter Hinzurechnung der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 2.052), der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 231) sowie der Bestandsveränderungen (TEUR 219) ergibt sich die Konzerngesamtleistung in Höhe von TEUR 16.689. Dieses entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023 von 13 % und liegt oberhalb des monatlichen Durchschnitts. Die drei größten Kunden (jeweiliger Anteil am Umsatz) der DAH Gruppe waren im Jahr 2023 Uniper (35 %), BayWa re. (28 %) und bmp Greengas (12 %). Auf Seiten der Zulieferer ist die DAH Gruppe deutlich diversifizierter aufgestellt, als auf der Abnehmerseite, wodurch Abhängigkeiten gegenüber einem Einzellieferanten gering sind. Größter Einzellieferant war Wilhelm Hoyer mit einem Anteil von 10 % am gesamten Materialaufwand, wobei die bezogenen Einkaufsmengen zu einem festen Preis bereits im Dezember 2022 kontrahiert wurden. Die zum Monatsdurchschnitt stark erhöhten Aufwendungen im Dezember sind auf eine Einzeltransaktion einer größeren Biomethanmenge i. H. v. TEUR 3.000) zur Erfüllung der Lieferverpflichtungen gegenüber Uniper zurückzuführen. Personal- und Materialaufwandsquote
Die Personalaufwandsquote (Personal- und Materialaufwand jeweils im Verhältnis zur Konzerngesamtleistung) valutierten im Rumpfgeschäftsjahr mit 9,9 Prozent bzw. die Materialaufwandsquote mit 54,7 Prozent relativ stabil zum Verlauf des Gesamtjahres. Ursache des Rückgangs der Materialaufwandsquote war im Wesentlichen der gestiegene Marktpreis für Energie. Die Personalaufwandsquote betrug im Dezember aufgrund von Boni- und Leistungsprämienzahlungen geringfügig mehr als im Jahresdurchschnitt. Erfolgskennzahlen Die nachfolgende Übersicht stellt die Kennzahlen der Ertragskraft des Konzerns dar:
EBITDA Das EBITDA betrug auf Konzernebene TEUR 1.761 bzw. 7 % vom Gesamtjahr und ist somit eher unterdurchschnittlich zu bewerten. Ein wesentlicher Grund hierfür ist in den deutlich höheren Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen zu sehen, die 18 % vom Gesamtanteil des Jahres in Höhe von TEUR 49.954 ausmachten. EBT Für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 betrug das EBT TEUR -62.374. Das EBT wurde im Dezember im Wesentlichen durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 56.309), Abschreibungen auf Biogasanlagen (TEUR 1.296), Abschreibungen auf Umlaufvermögen (TEUR 3.346) sowie Zinsaufwendungen (TEUR 2.232) beeinflusst. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ergab sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -61.914. Bedingt durch die Auflösung latenter Steuern (TEUR 1.254) ergab sich insgesamt ein steuerlicher Ertrag in Höhe von TEUR 471. VERMÖGENSLAGE UND FINANZLAGE FINANZLAGE Die verkürzte Konzernbilanz zum Bilanzstichtag gibt einen Überblick über die Vermögenslage (in TEUR): AKTIV
PASSIVA
Die DAH Gruppe verzeichnete zum Ende des Berichtsjahres eine Bilanzsumme von TEUR 316.548. Die Eigenkapitalquote valutierte bei -5,5 %. Die Eigenkapitalquote der DAH Gruppe entwickelte sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Das kurzfristige Umlaufvermögen und die sonstigen Vermögensgegenstände setzten sich im Wesentlichen aus dem Vorratsvermögen, liquiden Mitteln und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Das Vorratsvermögen beinhaltete überwiegend die Inputstoffe für Biogasanlagen, die als Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen worden sind und sich auf TEUR 20.404 beliefen. Die langfristigen Vermögensgegenstände entfallen im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (TEUR 101.313), technische Anlagen und Maschinen (TEUR 83.588) sowie Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (TEUR 42.877). Die Passivseite zeigt eine solide Finanzierungsstruktur. Das langfristige Fremdkapital betrug TEUR 261. Das kurzfristige Fremdkapital betrug zum Ende des Konzernrumpfgeschäftsjahres 2023 TEUR 72.590. FINANZMANAGEMENT DES KONZERNS Die Finanzen der DAH Energie werden zentral durch das Controlling sowie die Treasuryabteilung der DAH Gruppe gesteuert und den Gesellschaften bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Das Finanzmanagement umfasst die Steuerung der Liquidität, das Absichern von Zinsrisiken, die Konzernfinanzierung sowie die Kommunikation mit Kreditinstituten. FINANZSTRATEGIE UND ZIELE Neben der Aufrechterhaltung der Kreditwürdigkeit und der permanenten Fähigkeit, die Finanzschulden im Zeitablauf bedienen zu können, zählen die Reduzierung der Kapitalkosten, die Sicherung der Liquidität bzw. der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs für das operative Geschäft zu bestmöglichen Konditionen zu den Zielen des Finanzmanagements des Konzerns. Die Finanzstrategie der DAH Gruppe baut auf diesen Zielen auf und berücksichtigt die Interessen der Gesellschafter und Ansprüche der Kapitalgeber. KAPITALSTRUKTUR DES KONZERNS Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wird durch eine Kombination aus operativen Cashflows und durch Aufnahme kurz-, mittel- und langfristiger Darlehen gedeckt. Einen angemessenen Finanzierungsspielraum ermöglichen zudem mit unseren Banken vereinbarte Kontokorrentlinien. Nettofinanzschulden Zum Bilanzstichtag verfügte die DAH Gruppe über Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 24.724. Von diesen finanziellen Mitteln stand nach Abzug der nicht jederzeit verfügbaren Liquidität ein Free Cash von insgesamt TEUR 17.885 zur Verfügung. Die Nettofinanzschulden lassen sich wie folgt aus der Konzernbilanz herleiten:
Die Nettofinanzschulden lagen zum 31.12.2023 bei TEUR 216.325. Entschuldungsfähigkeit Der Verschuldungsgrad - definiert als Quotient aus Nettofinanzschulden und dem über die vergangenen zwölf Monate erzielten Gruppen-EBITDA - gibt den ungefähren Zeitraum an, der benötigt würde, um die Nettoverschuldung des Konzerns durch die Ertragskraft des Konzerns, ohne Berücksichtigung von Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen, zurückzuzahlen und ist eine Messgröße unserer Kapitalstruktur. Die Kennzahl ist geeignet, die Kapitaldienstfähigkeit der DAH Gruppe indikativ abzubilden. Folgende Tabelle stellt die Entschuldungsfähigkeit des Konzerns zum Bilanzstichtag dar:
Der Verschuldungsgrad der DAH Gruppe betrug 8,3 Jahre. KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert und stellte sich für den Konzern zusammenfassend wie folgt dar:
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Im Dezember 2023 verzeichnete die DAH Gruppe einen Brutto-Cashflow von TEUR -2.160. Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens ("Working Capital") lag bei TEUR - 4.338. Das Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus der Differenz aus kurzfristigen Aktiva, insbesondere den Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die liquiden Mittel sind darin nicht enthalten. Insgesamt reduzierten Mittelabflüsse von TEUR 3.152 aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit den Finanzmittelfonds des Konzerns. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies Mittelabflüsse von TEUR 2.085 auf, die sich insgesamt negativ auf den Finanzmittelfonds des Konzerns auswirkten. Aus der Summe der Cashflows aus laufender Geschäfts- und Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von TEUR 5.237. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt im Saldo Rückführungen von Bankkrediten mit Mittelabflüssen von TEUR -1.017 dar. Diese wurden durch die Aufnahme von Verbund-Darlehen überkompensiert. Im Ergebnis ergab sich ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 324. GESAMTAUSSAGE ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung des Konzerns positiv. ZIELERREICHUNG Im Vorjahr wurde von der Geschäftsführung von einer Auslastung von 97,4 Prozent ausgegangen. Diese konnte nicht umgesetzt werden (2023: 85,3 Prozent). Die für 2023 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 118 Mio. konnten erreicht werden. Durch die Ausweitung das Substratmanagement, um etwaige Ernteeinbußen durch ein regionales sowie überregionales Netzwerk in Zukunft zu schließen, konnten weitere Lieferverträge abgeschlossen werden. Die fehlenden Substratmengen aus der Ernte 2022 konnten durch Spotmarktzukäufe gedeckt werden. Zusätzlich wurden die in 2023 erzielten Erntemengen für einen Bestandsaufbau von ca. 3 Monaten (i. V. z 2022) genutzt und somit eine Vollversorgung für 2024 gewährleistet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 wird als gut eingeschätzt und sämtliche Covenants und Auflagen wurden eingehalten. Der Konzern ist in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. KONZERNABSCHLUSSPROZESS Der Konzernabschluss wird durch die personellen Ressourcen des Konzerns sowie einer externen Fachkraft aufgestellt. Die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erfolgt zentral. Sowohl für den Konzernabschluss als auch für einen wesentlichen Teil der Einzelabschlüsse wird jeweils eine zertifizierte Standardsoftware mit entsprechenden Zugriffsbeschränkungen eingesetzt. Die sich im Abschlussprozess ergebenden Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt und es wird auf allen Ebenen nach der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip agiert. 4. RISIKO- UND CHANCENBERICHT RISIKOMANAGEMENT Der DAH Gruppe betreibt ein eigenständiges Risikomanagementsystem. Aufgrund der Ereignisse konzentriert sich die Geschäftsführung derzeit auf die finanzielle Ausgestaltung sowie die wesentlichen operativen Erfolgsparameter -technische Sicherstellung des Anlagenbetriebs, Beschaffung von Inputstoffen und Verbringung der Gärreste. Diese Bereiche unterliegen einem engmaschigen internen Reporting. Darüber hinaus wurde bereits mit dem Aufbau weiterer Instrumente zur besseren Steuerung und Kontrolle begonnen. Kernstück ist eine einheitliche Datenbank, in die sukzessive sämtliche Steuerungsgrößen integriert und jeweils für alle operativen Gesellschaften bzw. Anlagen standardisiert erfasst und ausgewertet werden. RISIKEN STRATEGISCHE UND OPERATIVE RISIKEN Einkauf Die wesentliche Kostenposition ist der Einkauf von Substraten für die Anlagen. Hierbei besteht die Gefahr, dass nicht in ausreichendem Umfang bzw. zu vertretbaren Kosten Substrate beschafft werden können. Im Jahr 2022 wurden witterungsbedingt die vertraglich vereinbarten Mengen auf zahlreichen Standorten nicht erreicht. Aufgrund des im Vorjahr aufgebauten Bestands konnten die Anlagen aber trotzdem voll ausgelastet werden. Durch die aktuellen geopolitischen Lagen und die schlechte Ernte im Jahr 2022 sind die Kosten der Rohstoffbeschaffung stark gestiegen und sind auch in 2023 nicht auf das Niveau von vor 2022 gefallen. Die DAH hat für die internen Standorte die Substratproduktion, vor allem von GPS-Getreide und anderen Alternativsubtraten als Ersatz für Mais für das Jahr 2023 ausgebaut. Ebenso konnte eine großvolumige Rahmenvereinbarung zur Belieferung mit landwirtschaftlichen Reststoffen abgeschlossen werden, was zukünftig die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit nachwachsender Rohstoff weiter reduzieren wird. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen hat sich bislang nicht deutlich verbessert, bei gleichzeitig weiterhin hohen Preisen. Die produktionsbezogenen Ausgaben im Bereich Agrar lagen im Jahr 2023 bei Kraftstoff und Düngemitteln auf einem Rekordhoch. Die bereits im 2. Halbjahr 2022 abgeschlossenen Kontrakte waren noch maßgeblich durch die Marktverwerfungen im Zuge des Ukrainekrieges geprägt. Die Einkaufbedingungen für landwirtschaftliche Technik sind aufgrund der Zinserhöhungen und langen Lieferzeit deutlich schlechter als in den Vorjahren. Für den Materialaufwand rechnet die DAH Gruppe mit sinkenden Kosten für 2024. Kontrakte für Düngemittel und Treibstoff wurden zu Preisen, die nur geringfügig höher waren als das Vorkriegsniveau abgeschlossen. Die Kosten für Technik werden in nächster Zeit nicht deutlich sinken. Hier sind vor allem weiterhin die Zinsen, als auch die Verfügbarkeit die Treiber dieser Entwicklung. Marktsituation Im August 2023 meldete einer der größten Biomethan Händler Deutschlands, die bmp greengas GmbH, Insolvenz an. Durch die stark gestiegenen Biomethanpreise hatte die bmp zu wenig Biomethan- Lieferverträge jedoch zu viele niederpreisige Endkundenverträge geschlossen. Dies verunsicherte viele EEG-Endkunden, welche in eine Folgeinsolvenz gingen. Der THG-Wert fiel von ~400 auf ~100 €/mt innerhalb von 2023 hauptsächlich aufgrund von Biodieselimporten aus China. Die THG-Quote wurde eingeführt, um u.a. alternativen Kraftstoffen einen Produktionsanreiz zu verschaffen, welcher durch die non-EU Importe zum Ende des Jahres 2023 kaum noch vorhanden war. Es muss festgestellt werden, dass Kraftstoff und GEG-Biomethan stark international gehandelt werden und somit der Preisdruck auf den deutschen Erzeugermarkt zunimmt. Strompreise sind deutlich gegenüber 2022 zurückgekommen. Die DAH konnte erheblich von den in 2022 unterzeichneten Feststromverträge gültig bis 1.10.2023 profitieren - jedoch sind die Aussichten auf weitere Feststrompreisverträge über 2023 hinaus unrealistisch. Der PV-Kanibalisierungseffekt reduziert die zu erwartenden PV-Erlöse (Zuschlagshöhe, PPA-Preise) erheblich, so dass auch hier langfristig mit schrumpfenden PV-Einnahmen zu rechnen ist. Die DAH Gruppe hat sich bei der Vermarktung des produzierten Biomethans neu aufgestellt. Zum einen wird das Biomethan über langfristige Verträge in den Markt verkauft. Zum anderen nutzt die DAH neu aufkommende Chancen, die sich beispielsweise im Verkehrssektor ergeben (siehe hierzu den Abschnitt Chancen des Unternehmens). Bei den Biomethananlagen kommt der Wegfall der vermiedenen Netzentgelte nach 10 Jahren hinzu, wodurch sich Erlöse im Biomethanbereich verringern und durch höhere Vermarktungspreise ausgeglichen werden müssen. Agrar: Analog zu den erhöhten Kosten im Jahr 2023 konnte die DAH Gruppe auch erhöhte Umsatzerlöse durch bessere Vermarktungspreise realisieren. Dabei wurde ein Großteil der zu erwartenden Ernte im Herbst 2022, die restlichen Mengen im 1. Halbjahr kontrahiert. Das Preisniveau der internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte war in dieser Zeit das höchste der vergangen Jahre. Für die Ernte 2024 erwartet die DAH Gruppe einen weiteren Preisrückgang im Getreideumfeld, analog zu den Betriebsmittelpreisen und ein Preisniveau welches hauptsächlich von den klassischen Treibern, Wetter und Ertragslage getrieben ist. Bonuszahlung EEG Im September 2020 trat in Deutschland erstmals die Afrikanische Schweinepest (ASP) auf, woraufhin Südkorea, China und Japan den Import von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt haben. In Deutschland wird bei einem ASP-Fund ein gefährdetes Gebiet um den Fundort eingerichtet und ein Jagd- und Bewirtschaftungsverbot der landwirtschaftlichen Flächen (u.a. Ernte, Düngung und Saatbettbereitung) angeordnet. Für betroffene Schweinehalter bedeutet dies erschwerte Bedingungen bei der Vermarktung sowie Neuaufstallung. Im Juli 2021 wurde die ASP erstmals bei Hausschweinen in Brandenburg sowie im November 2021 in Mecklenburg-Vorpommern amtlich festgestellt. Es besteht das Risiko, dass die Lieferungen von v. a. Mist und Gülle ausfallen und den Güllebonus (EEG) gefährden. Um den Güllebonus zu erhalten, müssen mindestens 30 Prozent Gülle täglich in der Biogasanlage eingesetzt werden. Ein Verlust dieses Bonus führt mitunter zu substanziellen Umsatzeinbußen. Um dem entgegenzuwirken wurde Ende 2018 einem Gesetzentwurf zugestimmt, indem geregelt wird, dass der Güllebonus bei einer tierseuchenrechtlichen Anordnung nur zeitweise entfällt. Trotzdem geht der Bauernverband von einer Schrumpfung des Marktes aus. Wie hoch dieser sein wird und welche Konsequenzen dies für den Getreidemarkt hat, kann aktuell noch nicht abgesehen werden. Das Substratteam der DAH Gruppe analysiert in kurzfristigen Abständen den Markt, um hier die entstehenden Chancen zu nutzen. Nachhaltigkeitsnachweise Durch die Implementierung von Zertifizierungs- und Nachweispflichten, wird die Vermarktung nach dem EEG immer komplexer. Zertifizierungspflichtig sind Biogasanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von über 2 MW. Die dort produzierten Energieformen Strom und Wärme können dann nur mit der gültigen Zertifizierung auf Grundlage der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung und einem ausgestellten Nachhaltigkeitszertifikat über das EEG vermarktet werden. Hierfür wurden alle zertifizierungspflichtigen Standorte über das SURE-Zertifizierungssystem geprüft. Vorrausetzung hierbei ist die Verwendung von ausschließlich nachhaltig produzierten und zertifizierten Inputstoffen. Zur Nutzung der Chancen im Verkehrssektor ist zusätzlich eine Zertifizierung der Biogasaufbereitungsanlagen auf Grundlage der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung mit verpflichtender Berechnung der Treibhausgaseinsparungen notwendig. Hier wurde REDCert als Systemgeber genutzt. Beide Zertifizierungen müssen jährlich durchgeführt werden. Ebenso, wie der Energiebereich, ist auch der Agrarbereich der "DAH" im SURE-Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. REGULATORISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN Steuer- und Abgaberisiken Nach der Zustimmung zum Insolvenzplan kann die Gesellschaft ihre finanzielle Restrukturierung umsetzen. Ein wesentlicher Faktor hierbei ist die ertragsteuerliche Freistellung des entstehenden Sanierungsgewinns durch Anwendung des sogenannten Sanierungserlasses. Durch ein im Februar 2017 veröffentlichtes Urteil des Bundesfinanzhofes ist eine Unsicherheit entstanden, ob trotz Vorliegens von verbindlichen Auskünften der zuständigen Finanzverwaltung eine Steuerfreiheit erreicht werden kann. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen für die Gesellschaft haben. Inzwischen sind die Steuerbescheide ergangen und der Sanierungsgewinn ist darin steuerfrei gestellt. Das Risiko, dass die Finanzverwaltung eine andere steuerliche Beurteilung vornimmt, ist jedoch weiterhin gegeben, bis die Veranlagungszeiträume nicht mehr änderbar sind. Politische Situation in Deutschland Der Konzern ist beim Betrieb von Biogasanlagen von staatlichen Förderungen abhängig. Insoweit besteht das Risiko, dass derzeit noch nicht absehbare sonstige politische Entscheidungen und rechtliche Maßnahmen getroffen werden, wie z. B. Änderungen oder der Erlass von Gesetzen, die einen nachteiligen Einfluss auf die Biogasbranche haben könnten. Die langfristigen Regelungen im Bereich des EEG bieten überwiegend Vorteile im Hinblick auf die langfristige Unternehmens- und Investitionsplanung. Durch ein kleines Team von Experten, welches die jeweiligen Entwicklungen sehr genau verfolgt, ist der Konzern in der Lage, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Da diese Veränderungen in der Regel nicht kurzfristig erfolgen, ist das Risiko überschaubar. Das Jahr 2023 war das erste Jahr mit zahlreichen Neuregelungen im Rahmen der GAP 2023. Dadurch wurden neben weiteren Umweltstandards auch geringere Prämienhöhen auf EU-Ebene vereinbart. Durch die freiwillige Teilnahme an ökologischen Förderprogrammen, wie der 5-gliedrigen Fruchtfolge konnte die DAH Gruppe einen Teil der geringer ausfallenden Betriebsprämie kompensieren. Für 2024 baut die DAH Gruppe ihre Teilnahme an freiwilligen Umweltprogrammen weiter aus. Der weitere umwelt- und ressourcenschonende Einsatz von jeglichen Betriebsmitteln ist im Focus, nicht zuletzt aufgrund der schrittweisen Rücknahme der Steuerrückerstattung für den Agrardiesel ab dem Jahr 2024. CHANCEN Synergieeffekte Durch die erfolgreiche Umsetzung des Insolvenzplans und der sich daraus ergebenden Verbindung der DAH Gruppe mit der Deutsche Agrar Holding kann das ursprünglich in der KTG-Gruppe betriebene Konzept · die Zusammenarbeit von Agrarproduktion und Betrieb der Biogasanlagen - weiterverfolgt werden und die dabei vorhandenen positiven Synergien werden wieder besser genutzt. Daraus sollte sich mittelfristig eine deutliche Verbesserung der Unternehmensentwicklung ergeben. Zudem ergeben sich weitere Synergieeffekte durch eine engere Zusammenarbeit mit weiteren Gesellschaften der Zech-Gruppe wie zum Beispiel durch das Angebot von Wärme und Energieversorgungskonzepten für Bauprojekte der Zech Gruppe. Grüner Kraftstoff Der Absatz von Biomethan als Treibstoff konnte auch in 2023 deutlich gesteigert werden. Weitere Genehmigungen wurden eingereicht, um die Kraftstoffproduktion an verschiedenen Standorten auszubauen. Nicht nur die Erhöhung der THG-Minderungsquote auf 6,5 Prozent, auch die energetische Unterquote für fortschrittliche Kraftstoffe sorgt für einen erhöhten Bedarf. Die Unterquote, die im Rahmen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) im Oktober 2023 neu definiert worden ist, wird von zunächst 0,05 Prozent auf 1 Prozent 2025 steigen (RED II 0,5%). Zusätzlich wird durch die die RED III der Luft- und Schifffahrtsverkehr in die Quotenverpflichtung aufgenommen, was zukünftig einen weiteren Absatzmarkt für fortschrittliche Biokraftstoffe eröffnet. Um an diesen Märkten partizipieren zu können, hat die DAH Gruppe angefangen einzelne Tochterfirmen für den Kraftstoffmarkt zu zertifizieren. Die Produktion von Biomethan dieser Biogasanlagen hat mit starken Partnern einen neuen langfristigen Absatzmarkt für die Biomethanproduktion gewinnen können. Die DAH Gruppe als größter (interner) Substratlieferant wird trotz der teilweisen Umstellung von Nawaro- Biomethan auf Kraftstoffbiomethan weiterhin eine wichtige Rolle bei der Versorgung mit Substraten spielen. An zahlreichen Standorten wird dann der Agrarbereich für eine nahezu komplette Eigenversorgung mit Nawaro-Substraten ausreichen. Die Rolle als Gärrestabnehmer wird durch den Einsatz von extern zugeführtem Wirtschaftsdünger in der Biogasproduktion deutlich ansteigen. Biomethan Die DAH konnte im Rahmen der bmp Insolvenz eine Anhebung der Biomethanpreise bewirken und unerwartet gegenüber der allgemeinen Marktsituation profitieren. Auch die Vertragsverhandlungen mit Uniper im Sommer 2023 waren ein guter Zeitpunkt entsprechende Kraftstoffpreise für 2024/2025 festzumachen, da die THG-Quote und auch Graugaspreise bis Jahresende weiter fielen. Durch sinkende Biomethanpreise werden Produzenten zunehmend in Schwierigkeiten kommen. Mit einem finanzstarken DAH-Gesellschafter könnte Wachstum durch Käufe externer Anlagen durchaus realistisch werden. Strom Zukünftig müssen BHKWs mehr im Flexbetrieb und/oder für die Wärmebereitstellung genutzt werden, wenn diese jenseits der bestehenden EEG-Vergütung weiterbetrieben werden sollen. Alternativ prüft die DAH, ob auch kleine Verstromungsstandorte (ausschließlicher BHKW-Betrieb) in Biomethanstandorte umgebaut werden können. ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER RISIKOLAGE Die Geschäftsführung nimmt die Einschätzung der Risiken nach folgenden Stufen vor:
Aus der Bewertung der identifizierten potenziellen Risiken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzern durch die Geschäftsführung der IIP Ethane GmbH ergibt sich folgende Risikoeinstufung:
In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass keine den Fortbestand der DAH Gruppe gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. 5. PROGNOSEBERICHT Einige der im Konzernlagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der getroffenen Aussagen zu Chancen und Risiken, zur künftigen Entwicklung des Konzerns und zu möglichen Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden basierend auf den Erwartungen der Geschäftsführung über künftige, die IIP Ethane möglicherweise betreffende Ereignisse und auf Basis unserer Planung, formuliert. Derartige Aussagen unterliegen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse davon abweichen - sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht - als die in der Prognose angenommen oder beschrieben wurden. Die Angaben im Prognosebericht beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2024. Für 2024 wird weiterhin von einer schleppenden Erholung der deutschen Wirtschaft ausgegangen. Es wird erwartet, dass das BIP-Wachstum (Bruttoinlandsprodukt) voraussichtlich erst ab dem 2. Halbjahr etwas zulegen wird, da im Zuge von Tariflohnsteigerungen und nachlassender Inflation den privaten Haushalten realiter mehr Geld zur Verfügung stehen wird, um so den privaten Konsum zu beleben. 5 Angesichts zahlreicher geopolitischer Krisen und Imponderabilien wie z.B. der fortwährende Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine sowie der zunehmende Nahostkonflikt als auch die unwägbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft im Falle, dass die USA im November einen neuen Präsidenten wählt, der eher protektionistische Ziele verfolgt, um nur einige zu nennen, sind unmittelbare wie auch mittelbare Folgen für die deutsche Wirtschaft denkbar. Im Zuge einer allgemein schwächelnden Weltwirtschaft, höheren Zinsen sowie den Nachwehen der Energiekrise werden auch die Arbeitsmarktzahlen in Deutschland sehr ernüchternd ausfallen. Die Industrieproduktion ist weiterhin rückläufig und somit auch der Energiebedarf. Nachhaltig ins Gewicht fallen dürften die zunehmenden Abwanderungsbewegungen in das Ausland traditioneller Industrieunternehmen wie z.B. Bosch, Stihl, Miele, um nur einige zu nennen, für die Zukunft. Für das Gesamtjahr 2024 wird weiterhin von einem Nullwachstum in Deutschland ausgegangen. BRANCHENBEZOGENES UMFELD 2024 Aufgrund von politischen Gegebenheiten und steigenden Energiekosten wird die Nutzung von regenerativer Energie und damit auch des Biogases immer bedeutender. Hierdurch werden die negativen Umweltauswirkungen (CO 2 -Ausstoß) des industriellen Wirtschaftswachstums begrenzt. Mit der Verabschiedung verschiedener EEG-Novellen als Teil des "Solar-Pakets I" wurde Biomasse als Energieträger nur begrenzt gefördert. Dennoch rechnet die Branche im Laufe des Jahres 2024 mit der Festlegung einer weitreichenden Biomassestrategie der Bundesregierung. Gleichwohl belastet die Novellierung der Düngemittelverordnung inklusive der Ausweisung der "Roten Gebiete" die Biogasbranche. Durch die beschlossene Gärrestlagerung von zukünftig mindestens 270 Tagen werden in den meisten Biogasanlagen Erweiterungen der Gärrestlagerkapazität nötig werden. Auch die Lagerung der Substrate in sogenannten Feldsilos wird durch das LAWA-Merkblatt "Wasserwirtschaftliche Anforderungen an die Lagerung von Silage und Festmist auf landwirtschaftlichen Flächen unter sechs Monaten" neu reglementiert. Darüber hinaus wurden verschiedene Regularien für die Biogasbranche beschlossen. Durch die Überarbeitung der "Sicherheitstechnischen Anforderungen an Biogasanlagen" (TRAS120), "44. BlmSchV" (Bundesimmissionsschutzverordnung), die "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (AWSV) sowie die Umsetzung der TA-Luft auch an Bestandsanlagen werden weitere Investitionen notwendig. Gleichwohl bekam die Biogasbranche eine gesicherte Zukunftsperspektive durch das EEG 2023 und dessen Novellierung im "Solar-Paket I" mit der darin enthaltenen Vergütungsregelung nach dem Auslaufen des Vergütungszeitraums. Damit ist der Weiterbetrieb von Biogasanlagen aus heutiger Sicht sinnvoll und möglich, auch wenn das große politische Statement in Richtung Bioenergie weiter hinaus geblieben ist. Mit der Novellierung des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) wurden Biogas und Biomethan eine weitere Perspektive im Wärmesektor gegeben. Dort ist es möglich Fernwärme aus Biogas/Biomethan zu nutzen oder bestehende Gasheizungen mit einem Anteil von Biomethan zu betreiben. Nach einer Studie der DENA kann sich so der Biomethanbedarf in Deutschland von 10,4 TWh im Jahr 2022 auf bis zu 20 TWh im Jahr 2030 nahezu verdoppeln.
5 https://www.diw.de/de/diw_01.c.910026.de
Daneben besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die politische Diskussion im Rahmen der Energiewende und vor allem des Ukraine-Kriegs zu einer weiteren Förderung von Biogas führt. Steigende Gaspreise und eine drohende Gasknappheit durch ausbleibende russische Gasimporte und hohe Unsicherheit machen das Erschließen und Ausbauen von alternativen Gasquellen unvermeidlich. Biomethan kann dabei ein wichtiger Baustein werden, um die Grundversorgung zu sichern und eine Unabhängigkeit von Gasimporten voranzutreiben. Zusätzlich gewinnt Biomethan als Treibstoff der Zukunft zunehmend an Bedeutung. Hier wurden die Weichen der Politik, durch Umsetzung der RED II in deutsches Recht gestellt und die DAH Energie hat aktuell die ersten Projekte am Kraftstoffmarkt erfolgreich umgesetzt. Mit der Novellierung der RED II im Jahr 2023 setzt die EU auch weiterhin ein klares Zeichen für Biomethan im Kraftstoffmarkt. Weiterhin ist die Nachfrage nach alternativen Wärmequellen gestiegen und politisch forciert, wodurch neue Projekte zur Ausweitung der Nahwärmenetze geplant und umgesetzt werden. Insgesamt wird das Energieportfolio von der Geschäftsführung auf die sich dann ergebenden Marktchancen flexibel ausgerichtet. Nach der Restrukturierungs- und Konsolidierungsphase werden die Investoren die Strategien für die Zeit nach EEG festlegen. Durch die besonderen Marktauswirkungen des Ukraine-Krieges sieht die Agrar-Branche das Jahr 2023 als eines der umsatzstärksten Jahre des Jahrtausends an. Die Situation hat sich im Laufe des Jahres 2023 wieder deutlich geändert, so dass die Branche von stark rückläufigen Umsatzerlösen für 2024 ausgeht. Die größten Herausforderungen der Branche, abseits kurzzeitiger Marktvolatilitäten bleiben die völlig unberechenbaren Wetterunbilden, welche sich in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen können. Der Fachkräftemangel in der Agrarbranche steigt stetig, nicht zuletzt aufgrund des Ausscheidens der "Baby-Boomer" Generation, weiter. BEURTEILUNG DER VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS 2024 Im Jahr 2024 wird ein Umsatz von 110,1 Mio. € erwartet. Im erwarteten Umsatz sind auch die turnusmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mehrerer Biogasanlagen vorgesehen. Die aktuellen Planungen für das Energie-Portfolio gehen jeweils von einem jährlichen erzielbaren EBITDA von EUR 25,6 Mio. (2024) aus. Bei der Performance der Anlagen erwarten wir eine Auslastung von 93,2 Prozent. Die strategische Positionierung der DAH Gruppe im Markt soll durch innovative F&E-Projekte gestärkt und auf die Post-EEG Phase vorbereitet werden. Hierzu gehören beispielsweise Projekte für den Einsatz weiterer Inputstoffe (Wirtschaftsdünger, Stroh) in den Biogasanlagen, die Herstellung von grünem Wasserstoff, der als Treibstoff für den Verkehr dienen wird, oder dem Ausbau der Biomethankapazitäten, die als Kraftstoff für den Verkehrssektor (LNG, CNG) dienen, geprüft. Aber auch eine Veredlung der Gärreste für den Einsatz in weiteren Geschäftsfeldern wird aktuell vorangetriebenen mit der Antragsvorbereitung zur Genehmigung einer Gärrestverdampfungsanlage umgesetzt. Darüber hinaus wird an den Standorten, an denen es technisch möglich ist, die Produktion von flüssigem CO 2 umgesetzt und dazu im Jahr 2024 mehrere Genehmigungsverfahren angestoßen. Durch den Zukauf bestehender Biogas- bzw. Biomethananlagen im Jahr 2024 sowie darüber hinaus wird die DAH Gruppe ihre Marktposition weiter ausbauen.
Frankfurt am Main, den 30. August 2024 Die Geschäftsführung der IIP Ethane GmbH Marjan Scott Fredericks BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IIP Ethane GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der IIP Ethane GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IIP Ethane GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 19. September 2024 Nordwest
Revision GmbH
gez. Beering, Wirtschaftsprüfer gez. Janßen, Wirtschaftsprüfer |
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