PNE Erneuerbare Energien GmbH
Otto-Hahn-Straße 12, 25813 Husum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Stanze seit 7.4.2025 | Prokura |
Carsten Heckt seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Stephan Eidinger seit 22.11.2024 | Prokura |
Jan Dr. Messer seit 14.6.2022 | Geschäftsführer |
Corinna Pauschardt seit 2.12.2019 | Prokura |
Thorsten Groenmeyer seit 2.12.2019 | Prokura |
Sven Rüdiger Hünefeld seit 2.12.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
NordStrom New Energy GmbHAufgelöst | 100.00% |
WKN Turkey GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WKN GmbHHusumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der WKN GmbH Die international tätige WKN ist einer der langjährigsten Projektierer von Windparks an Land und eine 100prozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten Projektentwicklungsgesellschaft für Erneuerbare Energien Projekte, der PNE AG aus Cuxhaven. Die entwickelten Projekte werden an externe Kunden verkauft oder in das wachsende Portfolio von Windparks im Eigenbetrieb der PNE-Gruppe übernommen. Im Berichtszeitraum hat die WKN die Entwicklung von Photovoltaikprojekten im In- und Ausland weiter verstärkt. 1.1 Geschäftsmodell Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis zum Betrieb und dem Repowering umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von sauberen Kraftwerken, die Wind, Sonne und Speicher nutzen. So definieren sich auch unsere Produkte: Projektentwicklung Windenergie, Projektentwicklung Photovoltaik und Projektentwicklung Hybridlösungen. Neben der Projektentwicklung und dem Betrieb von sauberen Kraftwerken haben wir das Angebot an Dienstleistungen in Projekten sowie rund um die Lieferung sauberen Stroms für Kunden weiter ausgeweitet. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem Finanzdienstleistungen, Baumanagement, Windplanungsleistungen/Windmessungen und Betriebsmanagement. Hier sehen wir uns als starken Partner unserer Kunden über den gesamten Lebenszyklus von Wind- und Photovoltaikparks. 1.2 Ziele und Strategie Wir entwickeln die WKN-Gruppe sowie unsere Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich weiter. Dabei legen wir den Fokus verstärkt auf Technologien, Märkte sowie das deutlich erweiterte Dienstleistungsangebot. Mit dieser strategischen Ausrichtung wollen wir sowohl eine Verbesserung als auch eine Verstetigung der im Projektgeschäft naturgemäß sehr volatilen Ergebnisse erreichen. Dies ist vor allem am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu messen. Eine weitere Kenngröße zur Erreichung unserer Ziele ist der Bestand an nationalen Projekten in der Bearbeitung ("Projektpipeline"), der stetig ausgebaut werden soll. 1.3 Steuerungssystem Die Steuerung der WKN erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen der Geschäftsführung und den Unternehmenseinheiten. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der WKN gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an die Geschäftsführung berichtet. Ausgangspunkt für die Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben der Geschäftsführung, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der WKN-Gruppe ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der Muttergesellschaft (PNE AG). Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert. Zwischen Geschäftsführung und den Führungskräften der Gesellschaft findet regelmäßig ein Austausch statt, bei dem ein Überblick über die jeweils aktuelle Markt- und Projektsituation gegeben wird. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und Zielerreichung diskutiert. Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt vorrangig der Ergebnisgröße EBIT Bedeutung zu, da dies aus unserer Sicht die geeignete Größe zur Beurteilung der Ertragskraft der WKN ist. Weiterhin wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße in der WKN die Projektpipeline verwendet. Auf der Basis der Steuerungskennzahlen mit dem EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) erfolgt in der WKN GmbH der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtaussage des Geschäftsführung Im Jahr 2022 hat sich der Geschäftsverlauf weiter erfreulich entwickelt. Zusätzlich zum Kerngeschäft der Projektierung von Windparks an Land wurde die Entwicklung von Photovoltaikprojekten ausgeweitet. Die Guidance für ein positives EBIT (EBIT - entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") im zweistelligen Millionenbereich im Geschäftsjahr 2022 wurde, unter Berücksichtigung von vereinzelten Projektgewinnverschiebungen über das Geschäftsjahres hinaus nach 2023, erreicht. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBIT, in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zeile Betriebsergebnis, von rund 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 42,7 Mio. Euro) erzielt. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Erneuerbare Energien und dabei vor allem Windenergie und Photovoltaik haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Der jährliche Kapazitätszuwachs ist in einigen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften höher als bei jeder anderen Art der Energieproduktion. Seit 2000 hat die kumulierte installierte Leistung Erneuerbarer Energien kontinuierlich zugenommen. Dies zeigt sich vor allem an der Entwicklung der Windenergie und der Photovoltaik. Nach Angaben der International Renewable Energy Agency (IRENA) 1 hat sich die weltweit installierte Nennleistung Erneuerbarer Energien im Zeitraum von 2012 bis 2021 sehr positiv entwickelt. In diesem Zeitraum stieg die weltweit installierte Kapazität der Windenergie demnach von 266.918 MW auf 824.874 MW und die der Photovoltaik von 104.312 MWp auf 849.473 MWp. Der Zubau dauerte auch in 2022 an. Das jährliche Investitionsvolumen in diesem Bereich beläuft sich auf mehrere zehn Milliarden Euro. Für Deutschland hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag deutlich erhöhte Ausbauziele für Photovoltaik sowie Windenergie an Land und auf See festgelegt, sodass der Ausbau in Deutschland anhalten dürfte. Für Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden. Die Kapazitäten der Windenergie auf See sollen auf mindestens 30 GW bis 2030, auf 40 GW bis 2035 und auf 70 GW bis 2045 gesteigert werden. Das Ausbauziel für Photovoltaik wurde auf rund 200 GWp bis zum Jahr 2030 festgelegt. Der deutsche Windenergiemarkt verzeichnete 2022 gegenüber den Vorjahren einen Zuwachs von 25 Prozent beim Zubau an Land. Auf See wurden 47 Windenergieanlagen zugebaut, im Jahr 2021 gab es überhaupt keinen Offshore-Zubau. Ende des Jahres waren Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 66.242 MW (im Vorjahr: 63.924 MW) in Betrieb - davon 58.106 MW (im Vorjahr: 56.130 MW) an Land (onshore) und weitere 8.136 MW (im Vorjahr: 7.794 MW) auf See (offshore). 551 Windenergieanlagen (im Vorjahr: 484) mit einer Nennleistung von 2.403 MW (im Vorjahr: 1.925 MW) wurden an Land neu in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurden an Land 246 (im Vorjahr: 233) alte Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 266 MW (im Vorjahr: 230 MW) abgebaut. 2 Der deutsche Photovoltaikmarkt verzeichnete 2022 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg beim Zubau: Rund 374.000 Photovoltaikanlagen (im Vorjahr: 240.000) mit einer Nennleistung von 7,2 GWp (im Vorjahr: 5,2 GWp) wurden in Betrieb genommen.
1 Renewable Capacity Statistics 2022
Um auf den globalen Märkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf und den Betrieb von Windparks und Photovoltaikparks in ausgewählten Kernmärkten. Darüber hinaus werden erste Hybridprojekte entwickelt, in denen Wind und Photovoltaik kombiniert werden sollen. 2.3 Politische Rahmenbedingungen Weltweit hat die Energiekrise im Jahr 2022 zu einer Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien geführt. Viele Länder streben eine Energiesouveränität an und forcieren den Ausbau der sauberen Energie, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu steigenden Preisen für fossile Brennstoffe zu verringern. Laut aktuellem Bericht über den Erneuerbaren-Sektor erwartet die IEA (International Energy Agency) in ihrer Basis-Prognose für den Zeitraum von 2022 bis 2027 einen Anstieg der weltweiten Stromerzeugungskapazität aus Erneuerbaren Energien um 2.400 Gigawatt (GW). Das entspräche einem Anstieg von 30 Prozent über der Wachstumsprognose vor einem Jahr. Erneuerbare Energien werden laut dem Bericht in den nächsten fünf Jahren über 90 Prozent des weltweiten Ausbaus im Stromsektor ausmachen. Der weltweit hohe Energiebedarf hat zeitgleich auch den Kohleverbrauch im Jahr 2022 zu neuen Höchstständen getrieben. Dabei waren die europäischen Länder mit ihrer erhöhten Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ein wesentlicher Treiber. Auch in 2022 haben sich die WKN-Märkte unterschiedlich entwickelt, wobei laut IEA-Bericht die Photovoltaik sowie Onshore-Windkraft in den meisten Ländern zu den günstigsten Optionen für die Stromerzeugung zählen. Die europäischen Staaten, die bei der Einführung von Reformen zum beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren bisher eher verhalten waren, kündigten auf der Weltklimakonferenz in Davos Anfang dieses Jahres den sogenannten Industrieplan Europa an, mit dem die EU-Kommissarin Europa zum Cleantech-Weltmarktführer machen möchte. Damit sollen Genehmigungen für neue Windenergie- und Photovoltaikanlagen zügiger bewilligt und die Modernisierung bestehender Anlagen beschleunigt werden. EU-Ziele Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und sein Einfluss auf die Energiemärkte hat das vergangene Jahr stark geprägt. Aufgrund enorm gestiegener Gaspreise stieg der Strompreis im Laufe des Jahres dramatisch an und brachte die europäische Energieversorgung ins Wanken. Mit dem Ziel, die fossile Abhängigkeit von Russland im Energiesektor zu beenden, brachte die EU in Ergänzung zum European Green Deal etliche Gesetzesvorhaben und das Repower EU-Paket auf den Weg, mit dem die Klimaschutzambitionen in Europa verstärkt werden sollen. So werden im Jahr 2023 u. a. neue Regelungen für die Genehmigung von Erneuerbaren Energien als Teil der Reform der Erneuerbare-Energien-Richtlinie verhandelt. Am 30.12.2022 trat eine EU-Notfallverordnung in Kraft, die den dringend notwendigen beschleunigten Ausbau von sauberen Energieprojekten in allen EU-Staaten unterstützen soll. Mit dieser Verordnung gilt das öffentliche Interesse der Erneuerbaren Energien seit Ende 2022 EU-weit. Zur Beschleunigung von Repoweringprojekten sieht die Verordnung eine Genehmigungsfrist von maximal 6 Monaten vor. Ein weiterer Meilenstein für den beschleunigten Ausbau wurde in diese Verordnung von Deutschland eingebracht. Mitgliedstaaten erhalten damit die Möglichkeit, die artenschutzrechtlichen Prüfungen im Genehmigungsverfahren von EE-Projekten zu vereinfachen. In ausgewiesenen EE-Gebieten (renewable acceleration areas) kann demnach für den Zeitraum der Gültigkeit der EU-Verordnung auf die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Artenschutzprüfung im Genehmigungsverfahren verzichtet werden, sofern bei Ausweisung der geeigneten Flächen eine strategische Umweltprüfung erfolgt ist. Die EU-Notfallverordnung hat eine Gültigkeit von 18 Monaten. Angesichts der Turbulenzen an den Energiemärkten im Jahr 2022 hat die EU im vergangenen Jahr aber auch Maßnahmen auf den Weg gebracht, die den europäischen Weg des Green Deals betreffen. So wurde beispielsweise die Beendigung fossiler Subventionen aus EU-Geldern unterbrochen und einige Staaten haben auf der anderen Seite als eine Reaktion auf die steigenden Preise den Kohleausstieg verschoben oder ganz rückgängig gemacht. In Folge der starken Preisanstiege an den Energiemärkten begann im dritten Quartal 2022 die Diskussion über einen Systemwechsel an den Energiemärkten, u. a. über eine Entkoppelung des Strompreises vom Erdgaspreis und die Abschöpfung von sogenannten "Zufallsgewinnen" durch die stark gestiegenen Preise an den Energiemärkten. Am 6. Oktober wurden die EU-Mitgliedsstaaten mittels einer EU-Verordnung dazu verpflichtet, eine Obergrenze für Markterlöse einzuführen und die Einnahmen der Erzeuger an die Endkunden zurückzugeben, um eine Entlastung für Haushalte und Unternehmen zu schaffen. Dabei sind gemäß EU-Verordnung Erdgas- und Steinkohlekraftwerke von der Abschöpfung ausgeschlossen. Auf Basis dieser Verordnung wurde in Deutschland Ende 2022 das sogenannte Strompreisbremsengesetz eingeführt. Dieses Gesetz regelt die Abschöpfung von Mehrerlösen von Stromerzeugern in Höhe von 90 Prozent ab einem festgelegten Referenzwert. Diese Maßnahme gilt erst einmal für einen Zeitraum ab dem 1. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023. Eine Verlängerung ist höchstens bis zum 30. April 2024 möglich. Weiterhin wurden auf europäischer Ebene angesichts der fossilen Energiepreise weitere Maßnahmen verabschiedet, wie beispielsweise Einsparverpflichtungen für fossiles Gas und Strom, eine einmalige Übergewinnsteuer für fossile Unternehmen in Höhe von 33 Prozent und Mindestfüllmengen für Gasspeicher. Neben den oben genannten Notfallmaßnahmen wurde zwischenzeitlich die Hälfte der insgesamt neunzehn Energie- und Klimagesetze aus dem Fit for 55-Klimaschutzpaket der EU abgeschlossen. So werden zum Beispiel ab 2035 keine PKW und leichte Nutzfahrzeuge mit einem fossilen Verbrennungsmotor zugelassen, ein neues Kohlenstoffsenkungsziel wird das europäische Klimaziel für 2030 noch weiter verschärfen und das EU-Emissionshandelssystem wird um mehrere Sektoren (z. B. Schifffahrt und Müllverbrennungsanlagen) und Emissionskategorien (z. B. Nicht-CO 2 -Emissionen des Luftverkehrs) ausgeweitet. Deutschland Windenergie an Land (onshore) Die Bundesregierung hat einen Fokus für die Legislaturperiode auf Klimaschutz und Energiewende gelegt. Die Bundesregierung stellt sich der großen Aufgabe, das Land wirtschaftlich sinnvoll und zügig im Rahmen der Klimavereinbarungen zu führen und voranzubringen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, wie Windenergie und Photovoltaik, hat dabei ebenso wie die Entwicklung der Wasserstofftechnologie hohe Priorität und wird stark beschleunigt. Dazu soll auch die erhebliche Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren zählen. Zu Beginn des Jahres 2022 hat der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, eine Bestandsaufnahme der deutschen Klimaschutzbemühungen vorgestellt und auf dieser Basis ein Sofortprogramm mit konkreten politischen Maßnahmen zur Beschleunigung der Energiewende bereits ab dem zweiten Quartal 2022 vorgestellt. Die hier maßgeblichen Gesetze - u. a. das Wind-an-Land-Gesetz, das Windenergieflächenbedarfsgesetz und das Energiesicherungsgesetz - sind seit 2022 in Kraft beziehungsweise formell angekündigt und treten dann wie auch das EEG 2023 zum 1. Februar 2023 in Kraft. Im Zentrum der konkreten Maßnahmen steht eine deutliche Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, insbesondere mit Blick auf die Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Bereitstellung der notwendigen Flächen, speziell der Windenergie an Land. Die die Bundesregierung tragenden Parteien haben die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien festgeschrieben. Für Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden. Die Kapazitäten für Windenergie an Land sollen auf mindestens 115 GW bis 2030 und für die Offshore-Windenergie auf 30 GW erheblich gesteigert werden. Das Ausbauziel für Photovoltaik wurde auf 215 GWp bis zum Jahr 2030 festgelegt. Bis 2030 sollen 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien gedeckt sein; bis zum Jahr 2045 soll die Klimaneutralität erreicht sein. Diese bundespolitische Ausrichtung auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien kann sich positiv auf das Geschäftsmodell der PNE-Gruppe wie auch auf die gesamte Branche auswirken. Für Windenergie an Land gab es im Jahr 2022 vier Ausschreibungsrunden mit einem Volumen von insgesamt 4.572 MW (im Vorjahr: 4.235 MW), wobei allein bei der ersten Ausschreibung des Jahres 2022 eine marginale Überzeichnung von 28 MW vorlag; die weiteren drei Ausschreibungen waren signifikant unterzeichnet. Für das Jahr 2023 wurde das Ausschreibungsvolumen auf 12.840 MW deutlich erhöht. Photovoltaik Das Ziel für den Ausbau von Photovoltaikanlagen ist im geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) auf 100 GWp im Jahr 2030 festgelegt. Die Bundesregierung hat dieses Volumen mit dem EEG 2023 auf rund 215 GWp erhöht. Frankreich Frankreich unterstützt weiterhin den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Im Zuge der französischen Förderregelungen für Strom aus Erneuerbaren Energien genehmigte die Europäische Kommission im Juli 2021 die neue französische Ausschreibung für den Zeitraum 2021 bis 2026 für Erneuerbare Energien an Land. Frankreich hat seine Netzbetreiber und Verwaltungen angewiesen, die beschleunigte Einführung der fortschrittlichsten Wind- und Photovoltaikprojekte bis zum Winter zu unterstützen, da Gas und vor allem Strom aus dem Kernkraftwerkspark des Landes knapp sind. Weitere Sofortmaßnahmen zielen darauf ab, die Inbetriebnahme von Windkraftprojekten, die bis Ende 2024 am Netz sein sollen, zu gewährleisten. Ihnen soll insbesondere die Möglichkeit eingeräumt werden, vor Aktivierung ihrer CfDs (Contract for Difference) Tarife übergangsweise auf dem Markt zu verkaufen. Ende 2022 wurde im Parlament ein sogenanntes Erneuerbare-Energien-Beschleunigungsgesetz debattiert, um eine schnelle Prüfungsphase zu erreichen und die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen. Ende September 2022 waren in Frankreich 20,4 Gigawatt (GW) Windenergie einschließlich des ersten Offshore-Windparks (0,48 GW) und 15,8 GWp Photovoltaikanlagen am Netz. Das Gesetz zur Energie- und Klimaprogrammierung soll bis Juli 2023 verabschiedet werden, um ein Jahrzehnt des Übergangs einzuleiten. Großbritannien In Großbritannien wird Strom aus Windenergie direkt an der Strombörse vermarktet. Zusätzliche Ausgleichszahlungen werden durch Ausschreibungen vergeben. Besonders windstarke Standorte sind heute bereits ohne Förderung wettbewerbsfähig zur konventionellen Stromerzeugung. Italien Seit 2012 besteht die verpflichtende Direktvermarktung mit einer zusätzlichen Förderung, die durch Ausschreibungen vergeben wird. Der nationale Energie- und Klimaplan der italienischen Regierung (PNIEC) sieht vor, den Anteil der sauberen Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 55 Prozent auszubauen. Dieser wurde auch von der aktuellen Regierung fast unverändert übernommen. Es sind weitere Ausschreibungen für Windenergie- und Photovoltaikprojekte geplant. Darüber hinaus sind auch direkte Stromabnahmeverträge (PPAs) mit Unternehmen zu attraktiven Konditionen möglich. Polen In Polen wird der Ausbau Erneuerbarer Energien durch Ausschreibungen reguliert. Die EU-Vorgaben für den Klimaschutz und die volkswirtschaftlichen Perspektiven sprechen für einen weiteren Ausbau der sauberen Energien in Polen. Es wird eine Veränderung der Genehmigungsverfahren erwartet, die diesen Ausbau fördern soll. Die Polish Energy Policy 2040 (PEP2040) sieht einen Ausbau von Photovoltaikanlagen bis zum Jahr 2030 von rund 16 GWp vor. Im Jahr 2022 waren bereits Photovoltaikanlagen mit rund 10 GWp am Netz. Schweden Die Vergütung bei schwedischen Windparkprojekten erfolgt im Wesentlichen auf reinen Strommarkterlösen. Eine Direktvermarktung von Ökostrom über Stromlieferverträge, sogenannte "Corporate PPAs", ist in Schweden zulässig und sehr gut etabliert. Die neue schwedische Regierung unterstützt den weiteren Ausbau der Windenergie. Südafrika Mit dem "Renewable Energy Independent Power Producer Programme" (REIPPP) hat die Regierung ein Ausschreibungssystem eingeführt, in dem langfristige Stromabnahmeverträge versteigert werden. In 2019 hat die Regierung den "Integrated Ressource Plan" (IRP 2019) verabschiedet, in dem von 2022 bis 2030 jährlich 1.600 MW installierte Leistung durch Windenergieanlagen vorgesehen sind. Die ersten Ausschreibungen unter dem IRP 2019 fanden in den Jahren 2021 und 2022 statt. Einschätzung zur Marktentwicklung Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte weiterhin in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der WKN-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu erarbeiten. Insgesamt gesehen sind die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie vor dem Hintergrund der jüngsten Weltklimakonferenz in Scharm asch-Schaich (Ägypten) positiv zu werten. Für den wirtschaftlichen Ausbau der Photovoltaik sind die Rahmenbedingungen in ausgewählten Märkten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Polen gegeben. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, durch die erweiterte Unternehmensstrategie und weitere Internationalisierung u. a. in Europa, die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können. 2.4 Geschäftsverlauf Zusammenfassung der operativen Entwicklung Das operative Geschäft der WKN war im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen geprägt von der Windparkprojektierung sowie der Weiterentwicklung im Bereich Photovoltaik. Ein operativer Schwerpunkt ist weiterhin die Entwicklung und Realisierung, der Betrieb und der Verkauf von Windparkprojekten an Land. Auch in 2022 war das Marktumfeld von WKN durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine Krieges geprägt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen konnte sich das Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellen, um Mitarbeiter gegen Corona Ansteckungen zu schützen und die Realisierung von Projekten und Lieferungen zu sichern. Dennoch waren und sind die Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller zu spüren, was sich in längeren Lieferzeiten niederschlägt. Hinzu kommen die gestiegenen Rohstoffpreise, die zu einem Anstieg der Preise für Windenergieanlagen geführt haben. Die steigenden Preise konnten bisher durch höhere Strompreise und effizientere Anlagen teilweise oder ganz kompensiert werden. Darüber hinaus wurden Umspannwerke und Kabel projektunabhängig für zukünftige Projekte bestellt, um Preise und Lieferzeiten zu sichern. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können. Insgesamt hat die WKN im Berichtszeitraum mehrere Projekte fertiggestellt, verkauft oder mit deren Bau begonnen. Weitere Windparks befinden sich in den Genehmigungsverfahren. Auf Einzelebene der WKN GmbH wurde ein EBIT-Ergebnis von rund 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 42,7 Mio. Euro) im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesen. Im Wesentlichen trugen die Anteilsverkäufe zweier ausländischen Projektgesellschaften (für das Projekte in Frankreich "Chantonnay" und das italienische Projekt "Castellani"), sowie die Abrechnungen aus zwei Projektentwicklungsverträgen in Deutschland für die Projekte "Heidmoor" und "Hamwarde" zum Erreichen dieses EBIT-Ziels bei. Windenergie an Land national In Deutschland bearbeitete die WKN zum 31. Dezember 2022 Windparks mit einer Nennleistung von mehreren hundert Megawatt in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Fertiggestellt wurden im Berichtszeitraum der deutsche Windpark "Gnutz I" (8,4 MW) in Schleswig-Holstein. Zum Ende des Berichtszeitraums befand sich in Deutschland der Windpark "Hamwarde" mit einer Nennleistung von 11,4 MW in Bau. Weitere von der WKN entwickelte Projekte befanden sich im Genehmigungsverfahren. Um Windparks in Deutschland an Land nach der Genehmigung zeitnah realisieren zu können, steht WKN ständig mit verschiedenen namhaften Herstellern von Windenergieanlagen in Kontakt. Mit den im Markt wichtigen Herstellern wurden außerdem zum Teil langfristige Wartungsverträge für bereits errichtete Windenergieanlagen abgeschlossen. Windenergie an Land international Auch im Ausland wurde von WKN das Kerngeschäft der Projektentwicklung durch Tochtergesellschaften erfolgreich weitergeführt. Frankreich Zum 31. Dezember 2022 wurden in Frankreich Projekte mit einer geplanten Nennleistung von rund 522 MW (im Vorjahr: 530 MW) in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Damit wurde der Bestand an Projekten in der Entwicklung auf hohem Niveau gehalten. In Frankreich schloss das Unternehmen im ersten Quartal den Verkauf eines Windparks mit drei Turbinen und einer Nennleistung von 9,0 MW erfolgreich ab. Ein weiterer Windpark mit 13,2 MW ging im vierten Quartal ans Netz. Zudem wurden im zweiten beziehungsweise vierten Quartal 2022 die Genehmigungen für zwei weitere Projekte (11,7 und 9,4 MW) erreicht. Zusätzlich befinden sich in Frankreich Photovoltaikprojekte mit einer Leistung von rund 142 MWp in der Entwicklung. Großbritannien Im Berichtszeitraum bearbeitete WKN weiterhin den schottischen Windpark "Sallachy", der 2015 trotz weitreichender Unterstützung von Gemeinden und Politikern vom Energieminister abgelehnt worden war. Der Bau des Windparks "Sallachy" mit einer Nennleistung von rund 42,9 MW wurde nunmehr im Geschäftsjahr 2022 genehmigt. Italien Nach dem erfolgten Verkauf der früher entwickelten Rechte an Windparkprojekten konzentriert sich die WKN-Gruppe in Italien jetzt auf die Entwicklung von Photovoltaikprojekten. Hintergrund dieser neuen Ausrichtung war die nur schleppende Ausschreibungen für Windparks. Der Markt wird daher weiter als schwierig eingeschätzt Die Entwicklung von Photovoltaikprojekten verlief 2022 weiterhin sehr zügig. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich bereits Projekte mit rund 140 MWp in der Entwicklung. Damit ist der Markteinstieg geglückt. Polen Der Bau der Projekte "Krzecin" und "Kuslin" (zusammen 58,8 MW) wurde mit Erreichen der jeweiligen Konzessionen erfolgreich abgeschlossen. In Polen konnte auch im Jahr 2022 die Projektentwicklung im Windbereich weiter vorangetrieben werden. So befanden sich zum 31. Dezember 2022 Projekte mit rund 838 MW in der Entwicklung (im Vorjahr: 404 MW). Die Entwicklung von Photovoltaikprojekten wurde ebenfalls intensiviert. Zum Ende des Berichtszeitraums wurden Projekte mit rund 308 MWp (im Vorjahr: 98 MWp) bearbeitet. Schweden Im Berichtszeitraum wurde der Bau des Windparks "Hultema" mit einer Nennleistung von rund 60,0 MW weiter vorangetrieben. Dieser Windpark wurde bereits veräußert und wird während der Bauphase von der WKN-Gruppe im Auftrag des Käufers betreut. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2023 vorgesehen. In Schweden wurden zum Ende des Jahres 2022 Windparkprojekte mit einer Nennleistung von 300 MW entwickelt. Südafrika In Südafrika wurden am 31. Dezember 2022 Windparkprojekte mit bis zu 1.752 MW Nennleistung (im Vorjahr: 660 MW) in unterschiedlichen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Die Entwicklung der Photovoltaikprojekte schreitet ebenfalls voran. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich Projekte mit rund 988 MWp in der Entwicklung (im Vorjahr: 105 MWp). Projektentwicklung von Windenergie an Land gesamt Insgesamt bearbeiteten die Unternehmen der WKN-Gruppe zum 31. Dezember 2022 in Deutschland sowie in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, Windparkprojekte in unterschiedlichen Phasen des mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Dies ist die Basis der künftigen Entwicklung im Bereich Windenergie an Land. Photovoltaik national und International Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der Erweiterung des Geschäftsmodells der WKN GmbH. Besonderes Augenmerk liegt dabei zunächst auf Frankreich, Italien und Polen. Zu den Dienstleistungen, die WKN erbringt, zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, Baumanagement, Windplanungen und ähnliche Dienstleistungen. Die aktuelle Corona-Pandemie und die Folgen des Ukraine Krieges haben auf die Geschäftstätigkeit der WKN GmbH Auswirkungen in Form von zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese Verschiebungen hatten nur kurzzeitige Auswirkung in der Form, dass sich Ergebnisse in den nächsten Berichtszeitraum 2023 verschoben haben. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass dies im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 auch zu Ergebnisverschiebungen von 2023 nach 2024 führen könnte. 2.5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich. Die Angaben und Zahlen zu den Segmenten sind aufgrund der Neugestaltung der Segmente nur noch teilweise mit dem Vorjahr vergleichbar. 2.5.1 Ertragslage Die Gesamtleistung der WKN GmbH setzt sich im Wesentlichen aus Umsatzerlösen in Höhe von 35,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 83,2 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von +3,6 Mio. Euro (im Vorjahr: +2,8 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 2,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) zusammen. Die Veränderung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Umsatzart im Projektgeschäft und die geringere Anzahl an umgesetzten Windparks in Deutschland zurückzuführen. Verkauft die WKN Projekte "Turn-Key", also schlüsselfertig, dann wird ein hoher Umsatz, auch aufgrund des Einkaufs von Windenergieanlagen, erzielt. Beim Verkauf von Projektrechten werden im Verhältnis zum "Turn-Key"-Umsatz hingegen nur niedrige Umsätze erzielt. Die operativen Ergebnisse liegen bei beiden Verkaufsarten aber dicht beieinander, da die wesentliche Leistung der Gesellschaft in der Projektentwicklungsleistung liegt. Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Gewinne aus Beteiligungsveräußerungen rund 4,9 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 25,9 Mio. Euro). Die Gewinne wurden im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile an zwei ausländischen Projektentwicklungsgesellschaften (Projekt "Chantonnay" und Projekt "Castellani") sowie der Abrechnungen aus zwei Projektentwicklungsverträgen bei den deutschen Windparkprojekten "Heidmoor" und "Hamwarde" erzielt. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden die Auflösung von Rückstellungen und sonstige Erträge wie z.B. Gutschriften, Weiterberechnungen und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen erfasst und zwar:
Der Materialaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 15,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 60,4 Mio. Euro). Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus den Kosten für die Windenergieanlagen und den Baukosten für die Infrastrukturleistungen der umgesetzten bzw. im Bau befindlichen Windparkprojekte zusammen. Die im Vergleich zum Vorjahr von 73% auf 44% gesunkene Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt darin begründet, dass aus den im Vorjahr umgesetzten Projekten niedrigere Gewinne aus Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen erwirtschaftet und zudem zwei Projektentwicklungsverträge zum Jahresende 2022 in Rechnung gestellt werden konnten, anders als im Jahr zuvor. Bei einem Projektierer wie der WKN GmbH richtet sich die Materialaufwandsquote, bei renditeähnlichen Projekten, am Umsatz aus, sowie Projekte im Geschäftsjahr verkauft wurden, entweder als "Turn-Key"-Projekt (hoher Materialaufwand) oder als Projektrecht (niedriger Materialaufwand) (siehe dazu auch die Erläuterung zur Veränderung der Umsatzerlöse). Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 7,5 Mio. Euro und ist gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (7,5 Mio. Euro) konstant. Die Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember 2022 ist auf 97 Personen angestiegen (per 31. Dezember 2021: 95 Mitarbeiter). In diesen Zahlen ist die Geschäftsführung mit 2 Mitgliedern (im Vorjahr: 2 Mitglieder) enthalten. Die leichte Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der Organisation an die neue Strategie, die der Mutterkonzern (PNE AG) mit seinem "Scale up"-Programm verfolgt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen einschließlich der Abschreibungen auf das Umlaufvermögen hielt sich konstant gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 0,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) nahmen leicht zu im Verhältnis zum Vorjahreswert und gliedern sich im Wesentlichen auf in:
Die WKN GmbH wies im Geschäftsjahr 2022 ein Betriebsergebnis (EBIT - entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 42,7 Mio. Euro) aus. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge veränderten sich bei der WKN GmbH gegenüber dem Vorjahr und betrugen 2,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,1 Mio. Euro). Sie resultieren im Wesentlichen aus Darlehenszinsen verbundener Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen veränderten sich bei der WKN GmbH gegenüber dem Vorjahr und betrugen 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Erträge aus Beteiligungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr von 0,1 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro. Auf Basis eines Gewinnabführungsvertrags mit der PNE AG wurden im Berichtszeitraum 23,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 44,4 Mio. Euro) an die PNE AG abgeführt. 2.5.2 Finanzlage Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich. Das Finanzmanagement der WKN GmbH ist darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität
Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der WKN GmbH durch operativ erwirtschaftete Liquidität, Inanspruchnahme von gemeinsamen Kreditlinien mit der PNE AG und durch Darlehen der Muttergesellschaft PNE AG. Zum 31. Dezember 2022 stand der WKN GmbH eine Liquidität in Höhe von 18,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 45,9 Mio. Euro) zur Verfügung. Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in
Die WKN GmbH verfügt zum 31. Dezember 2022 über eine gemeinschaftliche Betriebsmittellinie in Höhe von 15,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 15,0 Mio. Euro) mit der PNE AG und über gemeinschaftliche Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 40,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 34,2 Mio. Euro). Die Betriebsmittellinie war per 31. Dezember 2022 mit 3,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) in Anspruch genommen und die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 31. Dezember 2022 mit 6,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 2,8 Mio. Euro) in Anspruch genommen. Die Cashflows der WKN GmbH stellen sich wie folgt dar:
Der Finanzmittelfonds entfält vollständig auf liquide Mittel. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -19,9 Mio. Euro (im Vorjahr: -3,9 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt von der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der Realisierung von Windparkprojekten, welche sich in den Veränderungen bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit). Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagenbereich (u.a. in die Wertewind GmbH) und Zinserträgen verzeichnet. Im Berichtszeitraum ebenso wie im Vorjahreszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -0,6 Mio. Euro (im Vorjahr: -9,2 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch die Tilgung von Kredit- und Zinsverbindlichkeiten. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 verfügte die WKN GmbH über einen Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 6,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 30,8 Mio. Euro). 2.5.3 Vermögenslage
Die Veränderung bei den Finanzanlagen beruht im Wesentlichen auf Einzahlungen in das Eigenkapital diverser verbundener Unternehmen. Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus den Vorräten in Höhe von 19,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 18,3 Mio. Euro), davon Projektentwicklungsleistungen in Höhe von 17,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 13,8 Mio. Euro) und geleistete Anzahlungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,5 Mio. Euro) sowie den Forderungen und sonstigen Aktiva in Höhe von 80,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 71,9 Mio. Euro). Von den Forderungen und sonstigen Aktiva entfallen wiederum 0,0 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (per 31. Dezember 2021: 0,7 Mio. Euro), 77,9 Mio. Euro auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (per 31. Dezember 2021: 70,0 Mio. Euro) und 1,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände. Im Wesentlichen durch die stetig wachsende Nachfrage nach erneuerbarer Energie im In- und Ausland, konnten Projekte weiter entwickelt und neue Vorhaben angestoßen werden. Die Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 6,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 30,8 Mio. Euro).
Das Eigenkapital der WKN GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 62,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 62,5 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der WKN GmbH betrug zum 31. Dezember 2022 rund 47 Prozent (per 31. Dezember 2021 rund 44 Prozent). Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 56,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 59,2 Mio. Euro). Diese gliedern sich im Wesentlichen in
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,6 Mio. Euro) enthalten. Die wesentlichen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Windparkprojekten in Höhe von 6,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 11,4 Mio. Euro), Rückstellungen für eventuelle Zinsforderungen aus der Betriebsprüfung über 2,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 2,3 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für variable Vergütungen der Geschäftsführung und leitender Mitarbeiter in Höhe von 0,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,7 Mio. Euro). 3. Vertrieb und Marketing Der Vertrieb der Erneuerbaren Energien Kraftwerke, die an Land errichtet werden, stützt sich erfolgreich auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat WKN seit Jahren positive Erfahrungen und wird diesen bewährten Vertriebsweg daher auch weiterhin verfolgen. WKN sieht hier künftig weiteres Potenzial für Neugeschäft, da die EEG-Förderung für zahlreiche alte Windparks ausläuft und damit die Vermittlung von PPAs für externe Windparks benötigt wird. 4. Entwicklung und Innovationen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb des operativen Geschäftszwecks "Projektentwicklung" fanden in der WKN GmbH im Berichtszeitraum nicht statt. 5. Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte die WKN GmbH 95 Arbeitnehmer (ohne 2 Geschäftsführer/Aushilfskräfte). Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 92 Arbeitnehmer beschäftigt (Berechnung quartalsweise, ohne Geschäftsführer/Aushilfskräfte). Die vorhandene Mitarbeiterzahl wird laufend überprüft, um für die weitere Entwicklung der WKN GmbH vorbereitet zu sein. 6. Immaterielle Unternehmenswerte/Nachhaltige Entwicklung Der Kampf gegen den Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Mit allen Aktivitäten rund um die Entwicklung, den Betrieb und Service von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken trägt die WKN-Gruppe seit rund drei Jahrzehnten maßgeblich dazu bei, eine effiziente und nachhaltige Stromerzeugung zu sichern und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Die Vision ist eine klimaneutrale Energieversorgung weltweit. Nachhaltigkeit steht somit naturgemäß im Mittelpunkt des Geschäftsmodells der PNE und ist in allen Geschäftsbereichen tief verankert. Der Erfolg bei der Entwicklung von Windparkprojekten an Land und von Photovoltaikprojekten an Land basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger qualifizierter Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an einem Projekt Beteiligten. Dies gilt auch für den Eigenbetrieb von Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien Dabei sind die Mitarbeiter besonders gefordert: Ihre Kreativität und individuelles Vorgehen sind häufig die Schlüssel zur Lösung der oft komplexen Fragestellungen während der Entwicklung und des Betriebs eines Wind- oder Photovoltaikparks. Der Wert eines Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der WKN GmbH und der Tochterunternehmen abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zum Erreichen der Genehmigung geschaffen. Ebenso hängt der Unternehmenserfolg vom sicheren und professionellen Betrieb von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien ab. Hierzu kann die WKN-Gruppe auf die Fähigkeiten und Erfahrungen der in der Regel langjährig im Unternehmen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen. Sie verfügen nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche, sondern sind darüber hinaus auch sehr gut vernetzt. So wird sichergestellt, dass in allen Phasen der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung aber auch beim Betrieb von Windpark- oder Photovoltaikprojekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann. Darüber hinaus legt WKN großen Wert darauf, dass die Potenziale der Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll die Expertise und Effizienz weiter gestärkt werden. Wichtig sind PNE zudem der Erfahrungsaustausch und die Stärkung der internen standortübergreifenden Kommunikation, die mittels einer Software zur effizienteren Teamkommunikation sowie einer Mitarbeiter-App ermöglicht wird. Aus der Praxis heraus hat WKN langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse überführt, die es ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition über die schlüsselfertige Errichtung und den Betrieb von Windparks bis hin zum Ersatz alter durch moderne Windenergieanlagen, das sogenannte Repowering, alle Phasen der Windparkprojektierung erfolgreich zu planen, durchzuführen und abzuschließen. Wichtig ist die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftes. Da die Windparkprojektierung ebenso wie die Entwicklung von Photovoltaikprojekten im Wesentlichen auf politischen Rahmenbedingungen basiert, arbeiten wir eng und intensiv mit Branchenverbänden zusammen und pflegen den ständigen Dialog. Den direkten Dialog suchen und pflegen die Projektverantwortlichen von WKN auch mit allen an einem Vorhaben Beteiligten, von den Grundeigentümern und Anliegern über die Kommunalpolitik bis hin zu den beteiligten Behörden. Mit der kontinuierlichen Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung im Unternehmen. Unseren Mitarbeitern bieten wir laufend interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten an, damit sie ihre Qualifikationen erhalten und ausbauen können. Wichtig sind uns zudem auch der Erfahrungsaustausch und die Stärkung der internen standortübergreifenden Kommunikation, die mittels einer Software zur effizienteren Teamkommunikation sowie einer Mitarbeiter-APP ermöglicht wird. Gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die klimaneutrale Energieversorgung nachhaltig zu gestalten, gehört zum unternehmerischen Selbstverständnis von WKN. Mit ihrem Geschäftsmodell fördert WKN die Entwicklung innovativer Energiesysteme, setzt sich für den Einsatz neuer Technologien ein und unterstützt die regionale Wertschöpfung. Die WKN-Gruppe sieht sich als Partner der Kommunen an ihren Standorten, bietet sichere und attraktive Arbeitsplätze und fördert die kontinuierliche Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen vor Ort. WKN möchte ihren Beitrag als guter "Corporate Citizen" zu einem sozialen, kulturellen und ökologischen Miteinander leisten, vor allem in den Ländern und an den Standorten, wo WKN selbst aktiv ist. Aus diesem Grund unterstützt WKN in Form von Spenden diverse soziale und kulturelle Einrichtungen oder auch gemeinnützige Projekte vor Ort. Wichtig ist außerdem die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftes. Da die Windparkprojektierung ebenso wie die Entwicklung von Photovoltaikprojekten im Wesentlichen auf politischen Rahmenbedingungen basiert, arbeiten wir eng und intensiv mit Branchenverbänden zusammen und pflegen den ständigen Dialog. Den direkten Dialog suchen und pflegen die Projektverantwortlichen von WKN auch mit allen an einem Vorhaben Beteiligten, von den Grundeigentümern und Anliegern über die Kommunalpolitik bis hin zu den beteiligten Behörden. Die WKN-Gruppe hat ihr Engagement auf Ebene der Bürgerbeteiligungen weiter intensiviert. PNE übernimmt die Entwicklung, Planung und Errichtung von Bürgerwindparks und unterstützt darüber hinaus bei der Finanzierung und Betriebsführung der Anlagen. Zusätzlich zur Planung und Umsetzung der Windparkprojekte unterstützt WKN die Menschen vor Ort mit zusätzlichen Förderungen verschiedenster Art. 7. Nachtragsbericht Der Nachtragsbericht zu den wesentlichen Auswirkungen nach Ende des Berichtszeitraums findet sich im Anhang unter "V. Sonstige Angaben" (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). 8. Risiko- und Chancenbericht Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS Internes Kontrollsystem (IKS) Die WKN GmbH ist in das IKS des PNE-Konzerns eingebunden. Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Im Rahmen des IKS werden die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des IKS stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher. Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie (konzern)internen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Einzelabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür hat WKN ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das alle dafür relevanten Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen umfasst. Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung. Die Geschäftsführung ist mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden. Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Rechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen. Darüber hinaus werden die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen durch das Controlling durchgeführt. Alle Posten und wesentlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Bilanzen des Abschlusses werden in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft. In Abhängigkeit davon, wie die rechnungslegungsbezogenen Daten durch das Rechnungswesen erstellt werden, erfolgen die Kontrollen monatlich oder quartalsweise. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist Bestandteil des Risikomanagements der Gesellschaft. Die für die Richtigkeit der rechnungslegungsbezogenen Daten relevanten Risiken werden von dem für den Risikobereich Finanzen zuständigen Risikobeauftragten überwacht und quartalsweise vom Risikomanagementgremium identifiziert, dokumentiert und beurteilt. Geeignete Maßnahmen zum Monitoring sowie zur Risikooptimierung von rechnungslegungsbezogenen Risiken sind durch das Risikomanagement der Gesellschaft eingerichtet. Risikomanagement Die WKN GmbH ist in das Risikomanagementsystem des PNE-Konzerns eingebunden. Die Risikopolitik der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand der Gesellschaft und der Gruppe zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern. Das Risikomanagement ist weitgehend in die vorhandene Unternehmensorganisation integriert. Damit können Doppeltätigkeiten und parallele Organisations-, Entscheidungs- und Berichtsstrukturen vermieden werden. So wird auch sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken regelmäßig in den Führungsebenen behandelt werden. Es können sich, je nach Wahrnehmung und Positionierung des Risikos, unterschiedliche Risikostrategien und daraus abgeleitet spezifische Gegenmaßnahmen ergeben. Grundsätzlich basiert die Risikostrategie auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. Risikoabwägungen sind grundsätzlich Bestandteil unserer Geschäftsentscheidungen. Dabei sind wir bemüht, das Eingehen von bestandsgefährdenden Risiken zu vermeiden. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Dabei sorgen wir dafür, dass angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen und umgesetzt werden. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und / oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Hinzu kommt, dass es sich bei einem großen Teil der Risiken um projekt- und / oder regionenspezifische Risiken handelt, die überwiegend dezentral in den jeweiligen Abteilungen behandelt und - sofern es sich um wesentliche Risiken handelt - auch an die Geschäftsführung berichtet werden. Im "Risikomanagementhandbuch" hat die Muttergesellschaft, die PNE AG, die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagementsystem gemeinsam mit der WKN GmbH formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Dokumentation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe quantitativ bewertet. Die Risiken bewerten wir zunächst, ohne die derzeit durchgeführten Gegenmaßnahmen zu berücksichtigen (Bruttobewertung). Anschließend wird im Rahmen der Nettobewertung, das Restrisiko unter Berücksichtigung der bestehenden Gegenmaßnahmen betrachtet. Die Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es auch, bei Bedarf Maßnahmen zur weiteren Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren sowie deren Umsetzung sicherzustellen. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Die einzelnen Risiken werden im Rahmen der internen Risikoberichterstattung innerhalb des Konzerns der PNE AG anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung klassifiziert. Für den PNE-Konzern und die WKN-Gruppe wurden folgende qualitative und quantitative Grenzen für die Klassifizierung der Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten abgeleitet. Die Bezugsgröße der Auswirkungsklassen ist das EBITDA. Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit Eintrittswahrscheinlichkeiten
Klassifizierung nach Auswirkungsgrad Auswirkungsklassen
Durch die Bestimmung der Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsgrenzen erfolgt eine Einteilung der Risiken nach Ampelfunktion in rote, gelbe und grüne Bereiche. Von dieser Einteilung werden der grundsätzliche Handlungsbedarf sowie die Berichterstattung an die Unternehmensführung abgeleitet. Risikomatrix (Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungsklassen)
Die Gesamtrisikoposition ermitteln wir unter Heranziehung geeigneter quantitativer Verfahren (Monte- Carlo-Simulation). Auf diese Weise wird eine Häufigkeitsverteilung und damit eine realistische Bandbreite der zukünftigen Cashflows, Gewinne und Erträge aufgezeigt, also die Planungssicherheit bzw. der Umfang möglicher Planabweichungen dargestellt. Die Ableitung der Risikotragfähigkeit erfolgt bei der WKN GmbH durch eine Gegenüberstellung der ermittelten, aggregierten Gesamtrisikoposition mit geeigneten Risikodeckungsmassen, welche der WKN GmbH zur Abdeckung von möglichen Ergebnis- und Liquiditätswirkungen ihrer Risiken zur Verfügung stehen. Bei Bedarf werden im Rahmen der Analyse relevante Financial Covenants entsprechend berücksichtigt. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es der Geschäftsführung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Insgesamt ist das Risikomanagement in die routinemäßigen Prozesse des Unternehmens integriert. Das Reporting erfolgt von der Mitarbeiterebene bis in die Geschäftsführung. Mögliche Risiken werden somit bereits auf der Arbeitsebene erkannt und zeitnah in den Teams und Abteilungen diskutiert und bewertet. Gegebenenfalls werden auf dieser Ebene bereits Maßnahmen zum Umgang mit den jeweiligen Risiken beschlossen. Sofern nötig, werden die Fragen zum Umgang mit den Risiken der Geschäftsführung vorgelegt. Bei grundlegenden und übergreifenden Risiken werden zudem Arbeitsgruppen aus unternehmensinternen Experten gebildet, um in regelmäßigen Abstimmungen oder nach Bedarf Lösungen für solche Fragestellungen zu erarbeiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit bei der PNE AG und damit auch bei der WKN GmbH Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung / Auflösung von Rückstellungen gewonnen. In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Geschäftsführungsebene die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen werden verantwortliche Mitarbeiter gezielt in Fragen des Riskmanagements geschult. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Wir sind der Meinung, dass wir über ein angemessenes und wirksames Risikomanagementsystem verfügen. Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:
Einschätzung von Risiken und Chancen Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotenzial der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im nachfolgenden Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung der WKN GmbH sind aus Sicht der Geschäftsführung angesichts der weltweiten Entwicklung des Klimaschutzes und des Ausbaus der Wind- und Photovoltaikenergie sowie der gut gefüllten Projektpipeline für Windenergie- und Photovoltaikprojekte gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Auf Grundlage der positiven wirtschaftlichen Lage per 31. Dezember 2022 stellt kein Einzelrisiko eine wesentliche Gefahr dar, auch wenn das Risiko aus der Betriebsprüfung bei der WKN GmbH finanzielle Auswirkungen im oberen einstelligen Millionenbereich haben könnte und folglich als mittel klassifiziert wird. Auch haben sich das Geschäftsmodell und die Aufstellung der WKN GmbH als weitestgehend resistent gegen die Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs dargestellt. Somit sind aus Sicht der Geschäftsführung bestandsgefährdende Risiken aktuell nicht ersichtlich. Allgemeine Faktoren Die WKN ist durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der vorhandenen Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung erfolgt regelmäßig. Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, hat sich die Einschätzung der jeweiligen Risiken gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht wesentlich geändert. Allgemeine Erläuterung zur Einschätzung der Risiken Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, wird das jeweilige Risiko mit einer sehr geringen bis geringen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie einer niedrigen bis moderaten Auswirkung auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN GmbH eingestuft Der Eintritt eines solchen Risikos wäre mit Auswirkungen von 1 bis 3 Mio. Euro auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden. Diese Risiken würden nach der Risikoklassifizierung mit gering bis mittel einzustufen sein. Die wesentlichen Risiken sind jeweils am Anfang der Kapitel beschrieben. Risiken aus operativer Tätigkeit Ein typisches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten in etablierten und auch neuen Märkten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen, bei negativen Ergebnissen von Ausschreibungen oder wenn sich durch marktbasierte Fördermechanismen das Angebot-Nachfrageverhältnis wesentlich verschiebt, können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Risiken bestehen für Bilanzwerte für Projekte an Land im In- und Ausland, wenn Projekte unwirtschaftlich werden bzw. eine Realisierung nicht möglich sein sollte. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks an Land und auf See bzw. Photovoltaikanlagen an Land können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden. Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung u. a. wegen der notwendigen intensiven Umweltverträglichkeitsprüfungen, des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Widersprüche / Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen oder durch Verbandsklagen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder Photovoltaikpanels oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Wind- oder Photovoltaik- parks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen. Die Zahl der für die Errichtung von "Saubere-Energien-Projekten" geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten sowie zu höheren Betriebskosten, wie z. B. Nutzungsentschädigungen, führen, die den erzielbaren Deckungsbeitrag entsprechend mindern würden. Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die WKN GmbH aus von ihr unmittelbar oder mittelbar gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten. Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen, die Projekte mit sauberen Energien entwickeln - im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Projekten. Um dem zu begegnen, hat WKN bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" sowie außerdem auf den Aufbau und Vertrieb von Portfolien mit Windparks, die bereits in Betrieb genommen wurden, gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben. Zudem können steigende Kapitalmarktzinsen gleichzeitig zu sinkenden Verkaufspreisen führen, da die Anforderungen der Einzel- und Großinvestoren an eine Projektverzinsung in diesem Fall steigen dürften. Weiterhin könnten sich bei einer Finanzkrise und einer daraus resultierenden Zurückhaltung der Banken Projektfinanzierungen für die Projektrealisierung als Risiko darstellen. Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage sind in 2022 eingetreten und können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung und zu erhöhten Preisen in der Beschaffung von Windparkprojekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z. B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung. Dies gilt auch für den Bereich Photovoltaik, wobei hier geringere Lieferantenrisiken bestehen. Länderspezifische und saisonale Modulengpässe beispielsweise sind größtenteils bekannt und hängen im Wesentlichen von Anlagengröße und verfügbarer Zeit zur baulichen Fertigstellung ab. In der WKN-Gruppe gibt es Joint-Venture-Gesellschaften, die Auslandsaktivitäten bereits eingegangen sind oder künftig gegebenenfalls eingehen werden, und daher Risiken darstellen können. Es besteht das Risiko, dass die Zusammenarbeit mit Partnern bereits bestehender Joint Ventures scheitert, etwa im Falle des Ausstiegs eines Joint-Venture-Partners mit der Folge, dass die Beziehungen und Kenntnisse des Joint-Venture-Partners über den betreffenden Auslandsmarkt nicht mehr genutzt werden können oder es zum Stillstand oder Scheitern bereits begonnener ausländischer Windparkprojekte kommt. Auch könnte es - insbesondere dann, wenn sich die von dem Joint-Venture-Unternehmen bearbeiteten Projekte nicht wie zunächst geplant realisieren lassen - zu Rechtsstreitigkeiten mit dem Joint-Venture-Partner kommen. Dies könnte zur Folge haben, dass in der Bilanz der WKN-Gruppe Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bzw. auf das Vorratsvermögen der betreffenden Joint-Venture-Gesellschaft erfolgen müssen. All dies kann die Tätigkeit der Gesellschaft in dem betreffenden Auslandsmarkt deutlich erschweren und im ungünstigsten Fall sogar zu einem vollständigen Scheitern der Aktivität in diesem Land führen. Die Bewertung von Projekten zur Nutzung Erneuerbarer Energien ist u. a. von der Einschätzung der künftigen Entwicklung der Strompreise in den Zielmärkten abhängig. Veränderungen in der Strompreisentwicklung können zu Veränderungen der Marktsituation führen. Zins-, Finanzierungs- und Währungsrisiken Die WKN ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Gesellschaft Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen aufnehmen. Das Risiko wird durch die WKN gesteuert, indem ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Mittelaufnahmen eingehalten wird. Dies erfolgt unter Verwendung von Zins-SWAPs. Die Sicherungsmaßnahmen werden regelmäßig beurteilt, um sie auf die Zinserwartung und die gewünschte Risikobereitschaft abzustimmen. Danach werden dann die Sicherungsstrategien ausgewählt. Die WKN vergibt kurz- und langfristige Darlehen. Alle vergebenen Darlehen werden mit einem festen Zinssatz ausgestattet. Dies gilt auch für die Darlehen an assoziierte Unternehmen sowie an Gemeinschaftsunternehmen, so dass für die Darlehenslaufzeiten mit keinen materiellen Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft zu rechnen ist. Die WKN ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z.B. die Einholung von Sicherheiten und Bürgschaften, wenn dies auf Grund von Bonitätsprüfungen angemessen erscheint. Der WKN zur Verfügung stehende liquide Mittel könnten zukünftig teilweise einer negativen Verzinsung auf den Bankkonten der Gesellschaften unterliegen. Die Gesellschaften versuchen, eine negative Verzinsung durch Geldanlagen im kurz- und mittelfristigen Anlagebereich, welche zum Teil keine negative Verzinsung mit sich bringen, zu vermeiden. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszuflüsse und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet. Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, wenn sich Closings bei Projektverkäufen im Rahmen des Direktverkaufs an externe Investoren verzögern sollten. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzern, die aus Sicht der Gesellschaft zu keinem wesentlichen Risiko führen. Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden können. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Die WKN versucht, soweit möglich Transaktionen in Euro abzuwickeln. Sollte dies nicht möglich sein, ist geplant, soweit möglich und wirtschaftlich, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte rechtzeitig vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Transaktionen vorzunehmen. Politische Risiken/Marktrisiken Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu zählen insbesondere plötzliche Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten der WKN. Die Geschäftsführung der WKN GmbH ist der Ansicht, dass Wind- und Photovoltaikparks zu den aktuell gültigen oder in Ausschreibungen zu erzielenden Vergütungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können. Dennoch werden die Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen PNE tätig ist oder zukünftig sein möchte, kontinuierlich überprüft, um auf mögliche Veränderungen zeitnah reagieren und somit Risiken mindern zu können. Im Rahmen der Ausschreibungsverfahren nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie nach anderen vergleichbaren Verfahren im Ausland besteht stets das Risiko, in den jeweiligen Ausschreibungsrunden keinen Zuschlag zu erhalten. Das kann dazu führen, dass die betroffenen Projekte nicht oder nicht in dem geplanten Zeitrahmen realisiert werden kann. Dadurch wären die bis dahin entstandenen Projektentwicklungskosten umsonst aufgewendet worden. Diesem Risiko wirkt die WKN GmbH durch genaue Beobachtung des Marktumfeldes und daraus abgeleitete Kalkulationen der Gebote entgegen. Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektrealisierungen in den nächsten Jahren haben. Die WKN GmbH und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Entwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können. Bei abrupten Änderungen der Vergütungssysteme sowie bei gesetzgeberischen rückwirkenden Eingriffen können sich aufgrund der mehrjährigen Projektentwicklungszyklen gleichwohl Risiken für die WKN verwirklichen. Zu den politischen Risiken zählen auch Risiken, die sich aus Kriegshandlungen ergeben können. Diese können grundsätzlich vielfältige Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung, die globalen Lieferketten sowie Rohstoffpreise haben. Aus dem aktuellen Konflikt in der Ukraine ergeben sich keine direkten Risiken für die WKN GmbH, da keine Geschäftsaktivitäten in oder mit Russland bzw. in oder mit der Ukraine bestehen. Gesundheitliche Risiken Gesundheitliche Risiken wie Epidemien oder Pandemien (aktuell die Corona-Pandemie) können sich auf das operative Geschäft auswirken, indem sie zu Verzögerungen in Genehmigungsprozessen und bei der Projektrealisierung führen. Dies kann in Extremfällen durch Verzögerungen zum Verlust von Genehmigungen oder Ausschreibungszuschlägen führen. Aktuell erwartet die Gesellschaft allerdings nur zeitliche Verzögerungen von geplanten Projekten und damit Verschiebungen innerhalb des Jahres 2023 von einem Jahr in das nächste Jahr (2023 nach 2024). Sollten solche Ereignisse erhebliche Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschafts- und Finanzsituation haben, kann dies zudem auch zu einem Investorenrisiko und höhere Renditeanforderungen von Investoren führen. Die WKN GmbH ist derzeit finanziell so gut aufgestellt, dass eventuelle Verzögerungen oder Ausfälle von Einnahmen keinen wesentlichen Einfluss auf die kurz- und mittelfristige Fortführung der Geschäftstätigkeit (going concern) hätten. Eine mögliche Auswirkung auf die WKN-Guidance für das Jahr 2023 könnte jedoch bei Verschiebung von Projektverkäufen oder Einnahmeverschiebungen nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft informiert sich laufend über vorhandene oder bevorstehende gesundheitliche Risiken und reagiert auf mögliche Auswirkungen für die Mitarbeiter. U. a. besteht die Möglichkeit des "mobilen" Arbeitens. In Einzelfällen können Reisen in Länder mit hoher Ansteckungsgefahr untersagt und die Anordnung, große Menschenmassen zu meiden, erlassen werden. Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell weltweit vorhandenen Corona-Virus werden von der Gesellschaft weiterhin laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in den Jahresabschluss bzw. den Ausblick eingeflossen. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren. Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften und interne Richtlinien können die Reputation von PNE beschädigen und dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen, z. B. in Form von Haftungsrisiken, Geldbußen oder strafrechtlichen Sanktionen. Die WKN GmbH wirkt diesem Risiko mit seinem Compliance-System entgegen, insbesondere durch die kontinuierliche Beobachtung der rechtlichen Anforderungen, durch regelmäßige Anpassung der Compliance-Richtlinien und durch Schulungen der Mitarbeiter. Steuerliche Risiken Es bestehen steuerliche Risiken aus der körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Außenprüfung bei der WKN GmbH für die Jahre 2010 bis 2013 und 2014 bis 2016. Darüber hinaus wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020 angekündigt. Die Veranlagungen der Jahre 2010 bis 2013 auf Basis der abgeschlossenen Betriebsprüfung sind noch nicht rechtskräftig. Auf Basis der Gespräche zwischen der Geschäftsführung der WKN GmbH sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte der Jahre 2010 bis 2013. Entsprechende Einsprüche gegen wesentliche Teile der Körperschaft- und Gewerbesteuerveranlagungen wurden eingelegt. Eine Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzbehörde gewährt. Die Betriebsprüfung der Jahre 2014 bis 2016 läuft noch. Mögliche Feststellungen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN GmbH im einstelligen Millionenbereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands geht die Geschäftsführung der WKN GmbH weiterhin davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend erfolgt ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffen wurden, wurden die Steuern gezahlt. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 aufgegriffenen Sachverhalte wurden bereits Rückstellungen in den Vorjahresbilanzen erfasst. Per 31. Dezember 2021 beträgt die gebildete Rückstellung für Steuer- und Zinsrisiken TEUR 7.140 (per 31. Dezember 2021: TEUR 6.970) Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird weiterhin als gering angesehen, die Auswirkung bei einem Eintritt als wesentlich. Der Eintritt eines solchen Risikos wäre mit Auswirkungen von bis zu weiteren 7 Millionen Euro, neben den bereits getätigten Rückstellungen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden. Das Risiko ist daher im Sinne der Definition des Risikomanagements mit "mittel" zu klassifizieren. Die WKN GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind derzeit in mehreren Ländern tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie die aktiven und passiven latenten Steuern haben. WKN agiert in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert. Informationstechnische Risiken Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Systemen ist durch zunehmende Cyberkriminalität gefährdet. Aus diesem Grund bauen wir unsere technischen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor unbeabsichtigtem Datenverlust, Datendiebstahl und allen Formen der Cyberkriminalität kontinuierlich weiter aus. Als organisatorische Maßnahme werden unsere Mitarbeiter dahingehend geschult, mögliche Bedrohungen und Sicherheitslücken zu erkennen und zu schließen. Im Rahmen unserer Prozessüberwachung werden sowohl die technischen als auch die organisatorischen Maßnahmen kontinuierlich auf deren Wirksamkeit geprüft. Wir stufen das Risiko des materiellen Schadens und des Datenverlustes durch Cyberkriminalität als mittleres Risiko ein. Personelle Risiken Es wird immer schwieriger, neue Mitarbeiter in der erforderlichen Zahl und mit den erforderlichen Qualifikationen zu finden. Außerdem steigen die Erwartungen an das Gehalt, insbesondere bei hochqualifizierten Personen, was die Personalgewinnung und das langfristige Halten der Mitarbeiter teurer macht. Die WKN-Gruppe wirkt diesem Risiko durch die Nutzung von erfahrenen Dienstleistern im Bereich der Personalgewinnung entgegen sowie durch das Angebot von Arbeitszeitmodellen und anderen Angeboten, die die emotionale Bindung und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen positiv beeinflussen können. Chancen Als Projektierer von Windparks sowie Photovoltaikparks an Land agiert WKN in einem internationalen Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Verminderung von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren, umweltfreundlichen Energiequellen von weiterhin hohen Zuwachsraten bei der Windenergie und der Photovoltaik in den kommenden Jahren aus. Der erfolgreiche Verlauf der Weltklimakonferenzen zuletzt 2021 in Glasgow zeigt, dass die Notwendigkeit einer Energiewende weltweit erkannt worden ist. Die Unternehmen in der WKN-Gruppe verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren. Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten sowie in möglichen neuen Märkten. WKN ist bereits in einer Reihe attraktiver Wachstumsmärkte tätig. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen Vergütungs- und Förderregeln oder auch in Länder mit einem vergleichsweise hohen Marktpotenzial. Dazu zählen neue Märkte mit einem stark steigenden Strombedarf. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt vielfach in Kooperation mit einem lokalen Partner. Diese Art der Internationalisierung hat sich als kosteneffiziente und Erfolg versprechende Strategie bewährt. Auch künftig wird WKN diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiterverfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen. Die Kernkompetenz von WKN liegt in der Projektentwicklung, dem Bau und dem Betrieb sowie Repowering von Windparks und der Projektentwicklung von Photovoltaikanlagen auf hohem internationalem Niveau. Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotenzial genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und die Chancen für einen Markteintritt sorgfältig geprüft. Im Windenergiemarkt bieten sich vielfältige Perspektiven für die Erbringung von Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus von Windparks. Diese Chancen nutzt die WKN-Gruppe in wachsendem Umfang und versteht sich dabei als verlässlicher Partner der Entwickler und Betreiber von Windparks. Dieser Bereich der Dienstleistungen wurde zielstrebig weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt liegt beim technischen und kaufmännischen Betriebsmanagement von Windparks. Darüber hinaus werden u. a. Dienstleistungen im Baumanagement, bei Windmessungen und weiteren Bereichen rund um die Planung, den Bau und den Betrieb von Windenergieanlagen erbracht. Der aktuelle Konflikt in der Ukraine könnte die Bestrebungen westlicher Regierungen, die Energieversorgung unabhängig von (unsicheren) Energieimporten zu gestalten, weiter erhöhen und beschleunigen. Dies hätte positive Auswirkungen auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa. 9. Prognosebericht Die WKN ist ein international tätiger und einer der langjährigsten Projektierer von Projekten für saubere Energien an Land. Dabei vereinen wir wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Wir bearbeiten die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Wind- und Photovoltaikparks bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. Die dabei erworbenen Kompetenzen bieten wir auch Dritten als Dienstleistung an. Wir wollen Projekte entwickeln, deren hohe Qualität internationale Standards erfüllt und eine gesicherte Projektfinanzierung auf internationalem Niveau möglich macht. Erreicht wird eine solche Projektqualität durch die Sicherstellung der Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme. Unser Ziel ist es weiterhin, WKN vom Spezialisten für Windparks auch zum Spezialisten von Photovoltaikparks und zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien weiterzuentwickeln. Wir reagieren mit der strategischen Ausrichtung auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Während saubere Energien weltweit in den kommenden Jahren dynamisch wachsen werden, sind in einzelnen, etablierten Märkten gegenläufige Entwicklungen zu beobachten. Förderungen für Windenergie werden gekürzt, Vergütungssysteme auf Ausschreibungen (zunehmend werden Stromabnahmeverträge von Einzelunternehmen ausgeschrieben) oder andere Marktmechanismen umgestellt und der Zubau der Windenergie in manchen Ländern dadurch begrenzt. Das verschärft den Wettbewerbsdruck. Die Optimierung der Kosten rund um ein Projekt gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dabei haben wir auch Photovoltaikprojekte und Hybridlösungen sowie Speichertechnologien im Blick. Die nachfolgende Prognose beruht im Wesentlichen auf den Ergebnissen aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In- und Ausland. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven EBIT im mittleren zweistelligen Millionen- Bereich. Aufgrund der immer noch bestehenden "Corona-Pandemie" und dem Ukraine-Krieg müssen wir zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses 2022 im März 2023 jedoch davon ausgehen, dass es im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2023 nach 2024 kommen kann. 10. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Die im Geschäftsjahr 2022 tätigen Geschäftsführer erhielten im Berichtsjahr für ihre Tätigkeiten in der Gesellschaft Bezüge von T€ 818 (Vorjahr: T€ 812).
Husum, 31. März 2023 Die Geschäftsführung gez. Dr. Jan Messer, Geschäftsführer gez. Roland Stanze, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Flensburg unter der Nummer HRB 13121 FLAnhang zum Jahresabschluss 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften im Zweiten Abschnitt (§§ 264 ff.) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die PNE AG hält 100 % der Gesellschaftsanteile an der WKN GmbH. Die WKN GmbH wird damit im Konzernabschluss der PNE AG vollkonsolidiert. Die WKN GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt worden. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 265 ff. HGB). Im Bereich der Vorräte wurde das gesetzliche Gliederungsschema aus Gründen der Darstellungsklarheit (§ 265 Abs. 6 HGB) erweitert. Die Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde aus Gründen der Darstellungsklarheit um den Posten "Gewinne aus Beteiligungsveräußerungen" erweitert, weil Beteiligungserträge im Auslandsprojektgeschäft regelmäßig anfallen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung eines aktiven Überhangs latenter Steuern nach § 274 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind grundsätzlich (mit Ausnahme der latenten Steuern) nicht mit Posten der Passivseite und Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Bewertungsmethoden werden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Einzelne Posten werden wie folgt bewertet:
III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Aufstellung des Anteilbesitzes ist dem Anhang beigefügt. Die Angaben nach § 285 Nr. 11 und 11a HGB ergeben sich aus der dem Anhang beigefügten Anteilsbesitzliste. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 45.715 (Vorjahr: T€ 40.849). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 14.292 (Vorjahr: T€ 8.407) sowie sonstige Forderungen in Höhe von T€ 63.612 (Vorjahr T€ 61.628) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 11) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die Forderungen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus einer Darlehensforderung. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzung Es bestanden aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 76) per 31. Dezember 2022 für diverse Kostenarten. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss in Höhe von € 23.053.967,00 wurde auf vertraglicher Grundlage (Ergebnisabführungsvertrag) in voller Höhe an die PNE AG abgeführt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Gliederung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie die gewährten Sicherheiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 48.876 (Vorjahr: T€ 44.381) gegenüber der Muttergesellschaft, der PNE AG. Sie resultieren im Wesentlichen aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 23.054 (Vorjahr: T€ 44.381) und wurden im Berichtsjahr mit sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 327 (Vorjahr: T€ 29) saldiert. Hierbei beinhalteten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darüber hinaus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 25.000 (Vorjahr: T€ 0), die vollumfänglich auf sonstige Verbindlichkeiten entfielen. In Höhe von T€ 236 (Vorjahr: T€ 702) entfallen die verbliebenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 3.841 (Vorjahr: T€ 3.653) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr vollumfänglich auf sonstige Verbindlichkeiten. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In dem Posten sind im Wesentlichen Erträge aus der Zuschreibung von Darlehensforderungen (WKN Italia) und Beteiligungen in Höhe von T€ 1.300 (Vorjahr: T€ 1.158) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 364 (Vorjahr: T€ 355) enthalten, die dadurch gleichzeitig periodenfremd sind. Darüber hinaus sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 18) enthalten. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Der Posten beinhaltet gemäß § 253 Abs. 4 S. 2 HGB Abschreibungen auf Vorratsvermögen in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: T€ 38) unter Berücksichtigung des Prinzips der verlustfreien Bewertung, deren Realisierung zurzeit als voraussichtlich nicht hinreichend wahrscheinlich eingestuft ist. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 199) und setzen sich im Wesentlichen zusammen wie folgt:
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Abschreibungen entfallen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.208) auf Finanzanlagen (Anteile an verb. Unternehmen). Sie sind in voller Höhe außerplanmäßig. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Zinseffekt im Zusammenhang mit der Bewertung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 7). Darüber hinaus beinhaltet der Posten Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von T€ 173 (Vorjahr: T€ 57), die gleichzeitig periodenfremd sind und auf die Rückstellungsbildung für Nachzahlungszinsen aus der laufenden Betriebsprüfung entfallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags seit dem 1. Januar 2020 zwischen der PNE AG und der WKN GmbH ergeben sich für die WKN GmbH zum 31. Dezember 2022 für das Jahr 2022 keine Steuerschulden oder Steuererstattungsansprüche. Für die Betriebsprüfung 2010 bis 2013 wurden die Rückstellungen für mögliche Steuernachzahlungen auf T€ 7.140 (Vorjahr: T€ 6.970) angepasst. V. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Betriebsimmobilie (Haus der Zukunftsenergien) im Rahmen eines Sale-and-lease-Back-Geschäftes veräußert. Aufgrund der Einstufung der Vereinbarungen als operate-leasing erfolgte eine vollständige Realisierung des aus der Transaktion resultierenden Gewinnes in Höhe von T€ 1.789 in 2016. Die Transaktion wurde insbesondere zur Optimierung der Finanzlage der Gesellschaft abgeschlossen. Die aus dem Mietvertrag resultierenden finanziellen Verpflichtungen betragen jährlich T€ 486 bzw. bis zum Zeitpunkt einer möglichen Kündigung der Mietvereinbarung durch die Gesellschaft T€ 2.454. Risiken aus der abgeschlossenen Transaktion sind aktuell nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Firmen-Kfz und Fahrräder von insgesamt T€ 245 inkl. Umsatzsteuer, die in den Jahren 2023 bis 2026 zahlbar sind. Darüber hinaus bestehen aus Leasingverträgen für Druck- und Kopiergeräte finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 167 inkl. Umsatzsteuer mit einer Restlaufzeit bis zu 60 Monaten. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:
Die Haftungsverhältnisse entfallen in Höhe von T€ 8.858 (Vorjahr: T€ 1.715) auf verbundene Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Tochtergesellschaften wird aufgrund ihrer guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo bezüglich des Kaufs von Windkraftanlagen bei Vorlieferanten in Höhe von netto T€ 9.069 (im Vorjahr: T€ 12.938). Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, aufgeteilt nach:
Von den Abschlussprüfungsleistungen betreffen T€ 9 das vorherige Geschäftsjahr. Angaben über die Geschäftsführer:
Die im Geschäftsjahr 2022 tätigen Geschäftsführer erhielten im Berichtsjahr für ihre Tätigkeiten in der Gesellschaft Bezüge von T€ 818 (Vorjahr: T€ 812). Angaben zu Arbeitnehmern Im Geschäftsjahr waren bei der WKN GmbH durchschnittlich 92 Mitarbeiter (im Vorjahr: 92 Mitarbeiter) beschäftigt (ohne Geschäftsführer). Mutterunternehmen Die PNE AG, Cuxhaven, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen und der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Der Konzernabschluss ist außerdem am Sitz der Gesellschaft in Cuxhaven erhältlich. Gewinnabführungsvertrag (GAV) Mit Datum vom 26. März 2020 wurde zwischen der PNE AG und der WKN GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Eintragung darüber ist beim Amtsgericht Flensburg am 8. Juli 2020 erfolgt. Ein Beherrschungsvertrag i. S. v. § 291 Absatz 1 Satz 1 1. Alt AktG ist nicht abgeschlossen worden. Befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht Gemäß § 291 HGB ist die WKN GmbH von der Verpflichtung zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die noch weltweit vorhandenen Nachwirkungen der Pandemie und die instabile Situation in Osteuropa können noch zu Nachwirkungen bei den kurz- und mittelfristigen globalen wirtschaftlichen Entwicklungen führen. Durch die Verschiebung von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen kann es für die WKN GmbH in den Jahren 2023 und 2024 zu einer Beeinflussung des operativen Geschäftes kommen. Zum aktuellen Zeitpunkt der Testierung des Jahresberichts 2022 geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass mittel- bis langfristig der COVID-19-Virus und die politischen Entwicklungen keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft der Gesellschaft, auch im Hinblick auf eine positive MW-Entwicklung, haben werden.
Husum, den 31. März 2023 Die Geschäftsführung gez. Dr. Jan Messer, Geschäftsführer gez. Roland Stanze, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022(Anlagenspiegel)
Aufgliederung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022
Aufstellung der Beteiligungsverhältnisse im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB (direkte oder indirekte Beteiligungen) der WKN GmbH, Husum, zum 31. Dezember 2022
* 99% unmittelbare Beteiligung der WKN GmbH /1%
mittelbare Beteiligung durch die Sevivon Sp. z o.o.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WKN GmbH, Husum Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WKN GmbH, Husum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WKN GmbH, Husum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "6. Immaterielle Unternehmenswerte / Nachhaltige Entwicklung" des Lageberichts als ungeprüft gekennzeichneten Ausführungen haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den als ungeprüft gekennzeichneten Abschnitt "6. Immaterielle Unternehmenswerte / Nachhaltige Entwicklung" im Lagebericht. Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 31. März 2023 Deloitte
GmbH
Christian Dinter Dr. Jan Fürwentsches Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 31.03.2023 durch die Gesellschafterversammlung der WKN GmbH festgestellt. |
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