Rabe & Freund GmbHLiquidiert
Schlachthofstraße 1, 34537 Bad Wildungen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Freund seit 5.8.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Helke Rabe | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rabe & Freund GmbHBad WildungenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015I. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenerwartungen Nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr real ein Anstieg von 1,8 % zu verzeichnen. Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war im Jahr 2015 vor allem durch Aufholeffekte nach der Wirtschaftskrise geprägt. So konnten sämtliche Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme der "Finanz- und Versicherungsdienstleister" gegenüber 2014 moderat zulegen. Der Bereich Handel konnte ein Wachstum von 2,1 % verzeichnen. II. Geschäftsverlauf des Unternehmens Das Jahr 2015 hat die Rabe & Freund GmbH zufriedenstellend abgeschlossen. Im Verlauf des Jahres konnten weitere Großkunden auf dem asiatischen Markt gewonnen werden. Der Umsatzrückgang von 39,1 Mio. € um 9,7 Mio. € auf 29,4 Mio. € ist der Umstrukturierung der Verkaufsmärkte/ u. -strategie zuzuschreiben. III. Ertragslage des Unternehmens Die Ertragslage des Unternehmens kann im Geschäftsjahr 2015 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Der oben erwähnte Umsatzrückgang von 24,8 % standen eine Verringerung des Materialaufwandes mit 26,3 % von 35,3 Mio. € um 9,3 Mio. € auf 26,0 Mio. € gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich zum Vorjahr um 578,8 T€ von 3,1 Mio. auf 2,6 Mio € verringert. Diese stellten zugleich die wesentlichen Aufwandspositionen des Geschäftsjahres dar. Im Ergebnis wurde ein Gewinn in Höhe von 124,3 T€ erzielt, ein Minus zum Vorjahr von 16,8 %. IV. Finanzlage des Unternehmens Die Finanzlage des Unternehmens kann als solide bezeichnet werden. Die liquiden Mittel betrugen am Abschlussstichtag 153,1 T€. Demnach bestanden am Abschlussstichtag ca. 1,5 % des Vermögens aus frei verfügbaren Mitteln. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im KJ 2015 mit 0,1 T€ aus kurzfristiges Kontokorrent anzusehen. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten werden nahezu durch Umlaufvermögen gedeckt, sodass keine Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten sind. V. Vermögenslage des Unternehmens Das Gesamtvermögen zum 31.12.2015 beträgt 10.035,3 T€ und setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.544,5 T€, Vorräten in Höhe von 5.712,3 T€ und liquiden Mitteln in Höhe von 495,9 T€ zusammen. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 2,19 %. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt 9.788,0 T€. VI. Risikobericht Neben allgemeinen konjunkturellen Risiken wären Risiken im Bereich des Absatzes der Vorräte zu nennen. Hier weist die Rabe & Freund GmbH zum Jahresende einen hohen Bestand auf, der in den ersten Monaten des folgenden Geschäftsjahres gewinnbringend abzusetzen ist. Aufgrund unserer Verträge mit großen Handelshäusern sollten sich in diesem Bereich keine Probleme ergeben. Weitere Risiken sehen wir im Bereich der Forderungen gegenüber unseren Kunden. Durch die geringen Margen im Handel mit Lebensmitteln würde eine Insolvenz eines unserer größeren Kunden durch die damit verbundenen Forderungsausfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Um dem gegenzusteuern, sind Forderungen mit einer Forderungsausfallversicherung abgesichert. VI. Chancenbericht Grundsätzlich sollte es uns auch für 2016 möglich sein, weitere Großkunden zu gewinnen bzw. die absetzbaren Mengen bei diesen weiter zu erhöhen, sodass auch in Zukunft weitere Steigerungen möglich erscheinen. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2015 ergaben sich bisher nicht. Ab Herbst 2016 haben wir unsere Faktura komplett an die VR-Factorem abgegeben. Der Grund hierfür ist der Mehrbedarf an Liquidität um auf Markteinflüsse besser und schneller zu reagieren. VIII. Prognosebericht Im Jahr 2016 wurden Warengruppen, die deutlich unter dem DB lagen, nicht mehr vermarktet. Dafür wurden Geschäftsbeziehungen mit China weiter aufgebaut. Die daraus resultierenden Umsätze fangen die fehlenden Umsätze aus dem Wegfall einiger Warengruppen noch nicht auf. Für 2016 rechnen wir daher mit einem gleichen Umsatz wie im Jahr 2015. Weiterhin erwarten wir, dass sich der positiv entwickelnde China-Trend auch in den darauffolgenden Jahren fortsetzen wird. Des Weiteren haben wir in 2016 mehrere Food Startups bekannt aus der VOX Fernsehsendung Höhle der Löwen in den Markt begleitet. Hier erwarten wir auch für 2017 einen durchaus spürbaren Umsatzschub.
Bad Wildungen, 07.12.2016 gez. Heike Freund, GF BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDas Jahresergebnis 2015 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anhang zum 31. Dezember 2015I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages erstellt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gem. § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 II Nr. 1 HGB) Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und - sofern sie der Abnutzung unterliegen - entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben. Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR werden in einem sog. Pool zusammengefasst und die Abschreibungen auf fünf Jahre verteilt. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten aktiviert bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Etwaige Forderungen in Fremdwährung wurden zum Kurs am Tage des Rechnungsausgangs erfasst. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert aktiviert. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert passiviert. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages festgesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden - unter Beachtung des Imparitätsprinzips - mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Angabe von Mitzugehörigkeitsvermerken (§ 265 III HGB und § 42 III GmbHG) In den sonstigen Ausleihungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 52.612,87 € (Vorjahr: 65.233,25 €) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 304.372,08 € (Vorjahr: 379.658,85 €) enthalten. - Davon sind 10.133,81 € (Vorjahr: 10.133,81 €) eingeforderte ausstehende Einlagen. 3. Angaben zu den Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. III. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten 1. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
2. Angabe des Anlagenspiegels (§ 268 II Satz 1 HGB) Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel enthalten. 3. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a , 9b HGB) Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. 4. Angabe der Vorschüsse und Kredite (§ 285 Nr. 9c) Das in den sonstigen Ausleihungen enthaltene Darlehen, das der Geschäftsführerin gewährt wurde, wird mit 4,00 % p.a. verzinst. Sicherheiten wurden nicht gestellt. Es entwickelte sich in 2015 wie folgt:
5. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Angegeben sind alle Mitglieder der Geschäftsführung.
Bad Wildungen, 05.12.2016 gez. Heike Freund, GF Anlagespiegel
Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. Bestätigung- bzw. VersagungsvermerkBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rabe & Freund GmbH, Bad Wildungen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen keinen Einwendungen geführt: Das Vorhandensein und die Bewertung der ausgewiesenen Vorräte in Höhe vo n 5.712.342,00 Eur o konnte von uns nicht beurteilt werden, weil wir keine Inventurbeobachtung durchführen konnten. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnte keine hinreichende Sicherheit über den mengen- und wertmäßigen Bestand der Vorräte gewonnen werden. Weiterhin konnte durch uns nicht beurteilt werden, ob von Lieferanten im Rahmen anhängiger Gerichtsverfahren geltend gemachte Forderungen als Rückstellung passiviert werden mussten. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnte keine hinreichende Sicherheit über die Höhe der Inanspruchnahme gewonnen werden. Die von Lieferanten geltend gemachten Forderungen und Streitwerte der Gerichtsverfahren belaufen sich auf insgesamt 380.000,00 Euro. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Mit diesen Einschränkungen entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit den genannten Einschränkungen steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Warendorf, 13.04.2017 KOMTAX
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG GMBH
gez. Reinhard Heinrichsmeier, Wirtschaftsprüfer gez. Markus Wilming, Wirtschaftsprüfer |
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