Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 661184
Eingetragen
25.4.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnGroßhandel mit AnstrichmittelnVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Der Vertrieb und die Vermietung von mobilen Raumsystemen unter dem Warenzeichen "Jodag"

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grinbold-Jodag GmbH

Dischingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Informationen

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind nach den Vorschriften und den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB aufgestellt.

2. Geschäftstätigkeit und Gesellschaftsstruktur

Die Grinbold-Jodag GmbH ist die Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft der Grinbold-Gruppe. Orientiert am breitgefächerten Zielkundenbedarf werden Container und Module als Vermietungs- und Verkaufsobjekte angeboten. Die Bauweisen der Gesellschaft zeichnen sich hierbei durch eine gewollt hohe Einsatzflexibilität aus. Neben Bürogebäuden, Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen komplettieren Ausstellungen, Baustellencontainer, Kfz-Prüfhallen, Toilettenanlagen und Rechenzentren das Angebotsportfolio der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist bundesweit aktiv.

3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3% gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds ins Stocken. Nach wie vor hohe Preise, steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In - und Ausland dämpften die Konjunktur. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Der Nominallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2023 um 6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Steigerung der Nominallöhne resultiert vor allem aus den Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,9%. Lt. Statistischem Bundesamt sind die Reallöhne im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 0,1% gestiegen.

4. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Laut statistischem Bundesamt machten sich im Baugewerbe die hohen Baukosten und neben dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervor war vor allem der Hochbau betroffen. Der Tiefbau und das Ausbaugewerbe konnten die Produktion steigern. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein Plus von 0,2%. Die Branche erwartet für 2024 einen Umsatzrück gang von -3,0%, so eine Meldung des Deutschen Baugewerbes.

5. Geschäftsverlauf

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Gesamtleistung der Grinbold-Jodag GmbH zwar um -19% verringert, gleichzeitig stieg aber das Jahresergebnis um 14% auf 2.730 TEUR,. Dazu beigetragen hat eine Senkung der Personalkosten (-7% gegenüber dem Vorjahr) und des Materialaufwandes (-36% gegenüber dem Vorjahr). Höhere Mieteinnahmen (+4% gegenüber dem Vorjahr) und ein entsprechendes Produktportfolio haben sich positiv auf die Materialquote ausgewirkt.

Die wichtigste Stütze der Unternehmensentwicklung sind unsere Mitarbeiter. Das Engagement und die Flexibilität unseres Teams ermöglichen es, die Bedarfe unserer Kunden jederzeit reibungslos zu erfüllen.

Ertragslage und Geschäftsergebnis

Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um 18% gestiegen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus einem geänderten Produktmix und damit einhergehend einer Senkung des Materialaufwandes. Die Materialaufwandsquote in 2023 beläuft sich auf 53% im Vergleich zum Vorjahr lag diese bei 68%. Die Materialverfügbarkeit war gewährleistet.

Der Personalaufwand war um 7% niedriger als im Vorjahr, teilweise begründet durch Stellenvakanz. Die Anzahl der durchschnittlich in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund eines umfangreicheren Upgrades des ERP-Systems und höheren Gewährleistungsrückstellungen um 8% (177 TEUR) gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 229 TEUR gestiegen.

Durch die oben genannten Effekte hat sich das Jahresergebnis um 330 TEUR auf 2.730 TEUR im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens erhöhte sich von 30.762 TEUR auf 34.946 TEUR. Die unverändert hohen Investitionen ins Anlagevermögen, vor allem in den Mietpark, haben trotz der Abschreibungen zu einem weiter gestiegenen Sachanlagevermögen geführt (16.969 TEUR, V]: 16.767 TEUR). Der konstant gute Cash-Flow hat zu einem weiteren Aufbau des Umlaufvermögens, insb. der liquiden Mittel geführt.

Finanzlage

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 637 TEUR erhöht. Es wurden vor allem zusätzliche Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, Gewährleistungsfälle und Drohverluste gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Schwestergesellschaft Modulraum GmbH. Die Gesellschaft hat keine Bankverbindlichkeiten. Die finanzielle Situation des Unternehmens ist sehr stabil.

Die im Berichtsjahr erreichte Eigenkapitalquote von 77,5% ist auch das Ergebnis von in Vorjahren eingeleiteten wirtschaftlichen und organisatorischen Maßnahmen sowie technschen Weiterentwicklungen.

Der Cashflow I stieg von 6.102 TEUR auf 6.762 TEUR an.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich trotz einem schwierigen Marktumfeld weiter positiv entwickelt. Die getroffenen Investitionen und aufgesetzten Optimierungsprojekte ermöglichen es, unser Unternehmen auch künftig nachhaltig und damit erfolgreich fortzuführen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die Zahlungsbedingungen mit Kunden und Lieferanten werden ständig überwacht und entsprechen dem Branchendurchschnitt. Darüber hinaus optimiert die Gesellschaft mit kontinuierlichen Verbesserungen die Dispositions- und Logistikstrukturen und steigert somit fortlaufend die Effizienz der Wertschöpfungskette.

Personalrisiken

Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg der Gesellschaft. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für uns. Die Mitarbeiterqualifikation wird durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Prämienmodelle unterstützen die Erreichung der Unternehmensziele. Allerdings ist die Gesellschaft im Hinblick auf die Rekrutierung und Loyalität von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt regionalen Aspekten.

Informationstechnische Risiken

Mit dem immer stärkeren Einsatz von Informationstechnologie in allen Unternehmensbereichen steigen die informationstechnischen Risiken, wie beispielsweise der Ausfall von Computern oder der unbefugte Zugriff auf Hard- und Software. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Dienstleistungsunternehmen und dem Datenschutzbeauftragten moderne Sicherheitslösungen von der Prävention bis zur Intervention entwickelt und im Einsatz, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Der weitere Ausbau des Informationsmanagements und der Sicherheitstechnologien ist auch unter dem Gesichtspunkt forcierter Vernetzung von besonderer Bedeutung.

Unternehmensstrategische Risiken

Die Grinbold-Gruppe beobachtet die aktuelle Marktentwicklung und den verschärften Wettbewerb in den relevanten Märkten kritisch. Die Unklarheit über den weiteren Verlauf der volatilen Material- und Rohstoffkosten sowie ein rückläufiger Markt für Bürogebäude wegen Home-Office sind Risiken, deren Auswirkungen nicht verlässlich abschätzbar sind, jedoch die Stabilität und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden.

Die demographische Entwicklung und Präferenzstrukturen im Bereich der Ausbildung in Deutschland führen weiterhin zu einer Verknappung am Angebot potentieller Mitarbeiter in verschiedenen Schlüsselqualifikationen. Die Unternehmensgruppe begegnet dem durch verstärkte Anstrengungen in der Ausbildung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitern sowie in der Personalakquisition. Grinbold-Jodag als interessanten Arbeitgeber mit Perspektive kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu platzieren ist in Zukunft eine dringliche Handlungsstrategie.

Chancen

Unsere innovativen Produkte und Systemlösungen ermöglichen es uns grundsätzlich auch künftig den Weg eines nachhaltigen Wachstums zu beschreiten.

Der Ausbau weiterer Segmente, wie der Rohbau für mobile Rechenzentren und Kfz-Prüfboxen, wird hierzu beitragen.

6. Investitionen / Forschung und Entwicklung

Um auch zukünftig eine positive Unternehmensentwicklung sicherzustellen, plant das Unternehmen auch in den nächsten Jahren weiter verstärkt zu investieren, vor allem in den Ausbau und die Modernisierung des Mietparks sowie der vorhandenen Infrastruktur.

Das Unternehmen wird in den nächsten Jahren weiterhin in die Digitalisierung der Geschäftsprozesse investieren, um effizienter und produktiver zu werden.

Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und das ständige Bemühen um Innovationen auf unseren Absatzmärkten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu weiteren Produktverbesserungen in unserem Produktportfolio. Entwicklungsschwerpunkte liegen vor allem in der weiteren Optimierung von Energie-, Schall- und Brandschutzaspekten.

Die Qualifikation unserer Belegschaft hat sich durch interne und externe Schulungsmaßnahmen im Jahr 2023 kontinuierlich weiterentwickelt.

7. Chancen- und Risikobericht

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken erfolgt zentral im Finanz- und Rechnungswesen für alle Unternehmen der Grinbold-Gruppe.

Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund Änderungen des Marktzinses. Sie können bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten zu Zinszahlungsschwankungen führen und sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Zinsänderungsrisiken sind in der Unternehmensgruppe aufgrund fehlender Inanspruchnahme bereitgestellter Kredite jedoch nur von geringer Bedeutung.

Aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergeben sich Kreditrisiken (Ausfallrisiken).

Die Entwicklung der Bonität unserer Geschäftspartner wird permanent überwacht.

Die ausschließlich aus Schwankungen von Zahlungsströmen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaften resultierenden Liquiditätsrisiken werden mit Hilfe einer umfassenden Liquiditätsplanung und -kontrolle abgesichert. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass die Gesellschaften der Grinbold-Gruppe jederzeit zahlungsfähig sind. Die Liquiditätsplanungen werden auf lang-, mittel- und kurzfristiger Basis erstellt, Darüber hinaus verfügt die Gruppe über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Die Grinbold-Gruppe verfügt über einen hohen operativen Cashflow und ausreichend liquide Mittel,

Umfeld Risiken

Umfeld Risiken die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und damit die Erreichung der verfolgten Unternehmensziele beeinflussen, vorübergehend oder nachhaltig werden bei der Steuerung des operativen Geschäfts einer permanenten Überprüfung unterzogen. Dies bezieht auch die Auswirkungen bzw. die Dauer und den Umfang -des Ukraine-Krieges ein. Da der weitere Verlauf derzeit nicht vorhersehbar ist, kann dies jedoch gegenwärtig nur schwer beurteilt werden. Wir werden die weiteren Entwicklungen genau beobachten und angemessene Maßnahmen einleiten.

Weitere Chancen um die Effizienz der Grinbold - Jodag GmbH weiter zu steigern, erwarten wir aus der stetigen Optimierung der Planungs- und Dispositionsprozesse, der sukzessiven Verbesserung der Managementsysteme und steigender Marktakzeptanz sowie einer Optimierung der Ablauforganisation durch die Ende 2020 erfolgte Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015. Im Jahr 2022 hat das Unternehmen das Prüfsiegel "gesicherte Nachhaltigkeit" bekommen. Das Unternehmen wurde in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz durch die Zertifizierungsstelle des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie geprüft. Eine Notwendigkeit bei öffentlichen Ausschreibungen.

Die Investition des Unternehmens in eine großflächige PV-Anlage unterstreicht das Thema Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von Stromanbietern. Die Anlage deckt den Eigenbedarf des Unternehmens in weiten Teilen des Jahres.

Prognose

Die Instabilität des Weltgeschehens ist derzeit nichtabschätzbar. Wir setzen weiterhin auf Produkt- und Technologieinnovationen sowie eine nischen- und anwendungsorientierte Marktbearbeitung, um unsere Marktposition zu behaupten bzw. auszubauen.

Für das Jahr 2024 erwarten wir eine konstante Gesamtleistung und ein konstantes Ergebnis. Die verhaltenen Ausschüttungen der Vorjahre sollen fortgesetzt werden. Die Geschäftspolitik ist auf nachhaltiges Wirtschaften und auf die weitere Verbesserung unserer Eigenkapitalausstattung ausgerichtet.

 

Dischingen-Eglingen, den 06.05.2024

Martin Grinbold, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 17.079.301,50 16.980.364,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.736,81 11.186,30
II. Sachanlagen 16.969.269,21 16.766.587,18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.641.842,98 1.740.987,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.423.477,81 14.834.939,02
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 903.948,42 190.660,33
III. Finanzanlagen 101.295,48 202.590,95
1. Beteiligungen 101.295,48 202.590,95
B. Umlaufvermögen 17.816.939,83 13.736.740,21
I. Vorräte 9.012,60 19.725,96
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 242.578,09 4.960.997,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.032.779,84 7.166.162,73
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.143,11 98.976,28
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.012.636,73 7.067.186,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.775.147,39 6.550.851,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.649,75 45.059,38
Aktiva 34.945.891,08 30.762.164,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 27.086.423,03 24.356.452,27
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 160.545,65 160.545,65
III. Gewinnrücklagen 842.087,88 842.087,88
IV. Gewinnvortrag 22.353.818,74 19.953.364,11
V. Jahresüberschuss 2.729.970,76 2.400.454,63
B. Rückstellungen 2.829.206,61 2.192.564,50
C. Verbindlichkeiten 5.028.752,24 4.210.449,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.075.196,23 2.780.698,08
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.953.556,01 1.429.751,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.509,20 2.697,80
Passiva 34.945.891,08 30.762.164,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.353.320,16 12.527.073,46
2. Personalaufwand 2.989.760,65 3.197.345,17
a) Löhne und Gehälter 2.539.828,04 2.697.274,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 449.932,61 500.070,80
davon für Altersversorgung 26.274,85 39.650,80
3. Abschreibungen 3.930.787,29 3.701.540,46
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.930.787,29 3.701.540,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.285.759,56 2.109.174,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.677,13 18.623,43
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 101.295,47
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 101.295,47
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 89.819,15 122.222,74
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.288.199,15 964.142,68
9. Ergebnis nach Steuern 2.770.376,02 2.451.271,45
10. sonstige Steuern 40.405,26 50.816,82
11. Jahresüberschuss 2.729.970,76 2.400.454,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023
- Offen zu legende Fassung gem. § 327 HGB -

A. Allgemeine Angaben

Grinbold-Jodag GmbH
Sitz der Gesellschaft: Dischingen
Registergericht: Ulm
Handelsregister-Nr.: HRB 661184

1. Die Bilanz wurde nach 8 266 HGB gegliedert. Von einer Verkürzung gemäß § 265 Abs. 7 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

2. Im Berichtsjahr wurden unverändert die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des BilRRUG angewandt. Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr liegen nicht vor.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Grundlagen der Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge an beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Die angenommenen Nutzungsdauern entsprechen den betrieblichen Erfahrungen und wurden in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen des Bundesministeriums für Finanzen ermittelt.

Soweit notwendig erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Unfertige Leistungen und Fertigerzeugnisse

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Soweit notwendig, erfolgen angemessene Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Dem individuellen Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, gemäß § 253 Abs. 2 HGB, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen über 847,8 T€ (Vj. 1.077,5 T€) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr (Mietkäufe). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen über 20,1 T€ (Vj. 99,0 T€) stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den Gesellschaften.

Rückstellungen

Die Rückstellungen entfallen mit 1.068,3 T€ (VJ. 797,2 T€) auf Gewährleistungen und Reklamationen und mit 867,8 T€ (VJ. 270,0 T€) auf ungewisse VLL und Drohverluste

Verbindlichkeiten

Die gesamten Verbindlichkeiten sind mit 5.028,7 T€ (Vj. 4.210,4 T€) innerhalb eines Jahres fällig. Auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 0,0 T€ (Vj. 0,0 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über 3.075,2 T€ (Vj. 2.780,7 T€) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Von den Verbindlichkeiten entfallen 808,0 T€ (Vj. 739,4 T€) auf Steuern und 1,9 T€ (Vj. 4,3 T€) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen, wie im Vorjahr, aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den Gesellschaften der Grinbold-Gruppe.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Miet- und Leasingverpflichtungen (bewegliche Wirtschaftsqüter):

Gesamtverpflichtung 440,1 T€ (Vj. 284,2 T€), davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 131,7 T€ (VJ. 128,1 T€).

Mieten- und Leasingverpflichtungen (unbewegliche Wirtschaftsgüter):

Gesamtverpflichtung 364,5 T€ (Vj. 366,6 T€), davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 182,2 T€ (Vj. 184,3 T€).

Am Bilanzstichtag bestanden Avalkreditlinien über 19.000,0 T€ (Vj. 19.000,0 T€), die am Bilanzstichtag mit 2.723 T€ (Vj. 1.605,5 T€) in Anspruch genommen wurden.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Für ein verbundenes Unternehmen wurde eine Mithaftung über maximal 200 T€ (Vj. 200,0 T€) eingegangen. Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Ein Risiko ist aufgrund der derzeitigen Liquiditätssituation nicht erkennbar.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erlöse aus Anlagenverkäufen des Mietparks werden unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Mietkosten für den Mietpark sind in den Aufwendungen für bezogene Leistungen (Posten 3. Materialaufwand als Punkt b) enthalten.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung von 26,3 T€ (Vj. 39,7 T€) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Martin Grinbold, Dipl. Ingenieur, Ulm.

Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft einzeln. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigt:

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 27 29
Gewerbliche Arbeitnehmer 9 11
Teilzeitkräfte 9 8
Aushilfen 2 2
Auszubildende 7 7
55 58

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.729.970,76 €, zusammen mit dem Gewinnvortrag von 22.353.818,74 €, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dischingen-Eglingen, den 06.05.2024

Martin Grinbold, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGSWERTE
ANLAGENGRUPPE Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 653.795,77 37.737,55 0,00 14.500,81 677.032,51
Summe I 653.795,77 37.737,55 0,00 14.500,81 677.032,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.940.742,99 16.126,11 0,00 0,00 3.956.869,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.431.203,56 32.486,78 0,00 33.775,83 1.429.914,51
3. Mietpark 57.273.177,45 3.383.030,70 0,00 2.739.151,17 57.917.056,98
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 190.660,33 713.288,09 0,00 0,00 903.948,42
Summe II 62.835.784,33 4.144.931,68 0,00 2.772.927,00 64.207.789,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 202.590,95 0,00 0,00 0,00 202.590,95
Summe III 202.590,95 0,00 0,00 0,00 202.590,95
Gesamtsumme 63.692.171,05 4.182.669,23 0,00 2.787.427,81 65.087.412,47
ABSCHREIBUNGEN
ANLAGENGRUPPE Stand 01.01.2023
Zugänge
Zuschreibung Umbuchungen Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 642.609,47 40.185,51 0,00 0,00 14.499,28 668.295,70
Summe I 642.609,47 40.185,51 0,00 0,00 14.499,28 668.295,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.199.755,16 115.270,96 0,00 0,00 0,00 2.315.026,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.179.898,58 112.428,03 0,00 0,00 33.725,54 1.258.601,07
3. Mietpark 42.689.543,41 3.662.902,79 0,00 0,00 2.687.553,59 43.664.892,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II 46.069.197,15 3.890.601,78 0,00 0,00 2.721.279,13 47.238.519,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 101.295,48 0,00 0,00 0,00 101.295,48
Summe III 0,00 101.295,48 0,00 0,00 0,00 101.295,48
Gesamtsumme 46.711.806,62 4.032.082,77 0,00 0,00 2.735.778,41 48.008.110,98
BUCHWERTE
ANLAGENGRUPPE Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.736,81 11.186,30
Summe I 8.736,81 11.186,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.641.842,98 1.740.987,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 171.313,44 251.304,98
3. Mietpark 14.252.164,37 14.583.634,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 903.948,42 190.660,33
Summe II 16.969.269,21 16.766.587,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.295,47 202.590,95
Summe III 101.295,47 202.590,95
Gesamtsumme 17.079.301,49 16.980.364,43

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Modulraum GmbH, Dischingen-Eglingen, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:"

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grinbold-Jodag GmbH, Dischingen-Eglingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grinbold-Jodag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grinbold-Jodag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, den 6. Mai 2024

Helmer und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer

Johanna Hiefner, Wirtschaftsprüferin

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