Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 19168
Vorher
Knauf Dämmtechnik Verwaltungsgesellschaft mbHClimowool GmbH
Eingetragen
19.9.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnGroßhandel mit AnstrichmittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Vertrieb von mineralischen Dämmstoffen aller Art, die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lucas Danneberg
seit 30.10.2020
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert3.24% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Knauf Insulation GmbH
Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

climowool GmbH

Bernburg (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

climowool GmbH, Simbach

Jahresabschluss 2023

1) Allgemeines

Die climowool GmbH ist ein Unternehmen der weltweit tätigen Knauf Gruppe. Die climowool GmbH vertreibt Dämmstoffe auf Basis von Glaswolle, insbesondere für den Hoch- und Industriebau.

2) Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war geprägt von fortgesetzter Unsicherheit in der politischen Weltordnung. Diese globale Instabilität hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst und zu einer Reihe signifikanter wirtschaftlicher Entwicklungen geführt.

Die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), zeigte eine negative Entwicklung von -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies deutet auf eine leichte Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität hin, was teilweise auf die anhaltende politische Unsicherheit zurückgeführt werden kann. Die Arbeitslosenquote ist leicht von 3,1 % auf 3,3 % gestiegen. Dieser Anstieg ist zwar moderat, spiegelt jedoch die herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen wider, unter denen Unternehmen vorsichtiger bei der Einstellung neuer Mitarbeiter werden. Die Inflationsrate konnte von einem hohen Niveau von 7,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023 gesenkt werden. Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten, da sie auf eine gewisse Stabilisierung der Preise hinweist, obwohl die Inflation weiterhin über dem wünschenswerten Niveau liegt.

Die Bundesregierung hat in Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen die Fördergelder in allen Bereichen reduziert. Diese Maßnahme hat die Grundstimmung in der Wirtschaft negativ beeinflusst, da Unternehmen und Branchen nun mit weniger staatlicher Unterstützung rechnen müssen.

Der Geschäftsklimaindex, ein Indikator für die Wirtschaftsstimmung, ist von 90,1 im Jahr 2022 auf 86,3 im Jahr 2023 gefallen. Dieser Rückgang spiegelt die zunehmende Vorsicht der Unternehmen in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld wider. Im Bauhauptgewerbe ist jedoch eine weitere Verschlechterung zu beobachten. Der Geschäftsklimaindex in diesem Sektor fiel von -19,4 im Jahr 2022 auf -33,7 im Jahr 2023. Eine Stabilisierung in diesem Bereich gab es nicht, und im Dezember wurde wieder ein neuer Tiefstand seit 2009 erreicht.

Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Instabilität prägten 2023, was sich in verschiedenen wirtschaftlichen Indikatoren widerspiegelte. Während es Anzeichen einer Stabilisierung in bestimmten Bereichen gibt, bleibt die Gesamtstimmung vorsichtig. Die wirtschaftlichen Akteure und politischen Entscheidungsträger stehen weiterhin vor der Herausforderung, die Wirtschaft zu stabilisieren und gleichzeitig das Vertrauen in die politische und wirtschaftliche Zukunft zu stärken.

Das Jahr 2023 markierte auch eine fortgesetzte Herausforderung für die Bauwirtschaft in Deutschland. Bereits Ende 2022 zeichnete sich ein Rückgang in der Bauwirtschaftsleistung ab, ein Trend, der sich durch das gesamte Jahr 2023 fortsetzte, bevor eine Stabilisierung gegen Ende des Jahres festgestellt wurde. Die vorläufigen Prognosen deuten auf eine weitere Abkühlung im Jahr 2024 hin.

Im Jahresvergleich 2022 zu 2023 sank die Bauwirtschaftsleistung um 7,2 %. Für das Jahr 2024 wird eine zusätzliche Abkühlung um 3,5 % erwartet. Besonders betroffen von diesem Rückgang war der Neubausektor, während Renovierungsarbeiten weniger stark rückläufig waren. Der stärkste Rückgang wurde bei den Neubauten von Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnet. Die Zahl der Wohnbaugenehmigungen fiel dramatisch um 29,4 % auf 220.000 Einheiten, und die Fertigstellungsrate sank um 10,8 % auf 235.000 Einheiten. Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 gab es weniger Genehmigungen als Fertigstellungen. Dies stellt eine deutliche Verfehlung des von der Bundesregierung ausgerufenen Ziels dar, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen. Im Sektor des Wirtschaftsbaus war der Rückgang etwas weniger drastisch. Hier fielen die Genehmigungen um 16,4 %, während der Rückgang bei den Fertigstellungen 7,6 % betrug.

Das Jahr 2023 stand im Zeichen signifikanter Herausforderungen für die deutsche Bauwirtschaft, mit besonderem Druck auf den Neubausektor und einem beispiellosen Rückgang bei Wohnbaugenehmigungen und -fertigstellungen. Die Trends signalisieren nicht nur eine Abkühlung der Branche, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für die Wohnungsbauziele der Bundesregierung

3) Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

a) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Umlaufvermögen betrug zum Jahresende 2023 13.817 TEUR. Dies sind 13.349 TEUR weniger als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Guthaben im Cash-Pool (-13.251 TEUR).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 38 TEUR. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 6.307 TEUR und wurde vertragsgemäß an die Knauf Insulation GmbH abgeführt.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.405 TEUR verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Rückstellungen für Kundenboni. Die Verbindlichkeiten sind um 10.945 TEUR gesunken, was wesentlich auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Zusammenfassend ergibt sich eine Reduzierung der Bilanzsumme um 13.349 TEUR auf 13.817 TEUR.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der Knauf International GmbH integriert, sodass die Finanzierung jederzeit sichergestellt ist. Es existieren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 52,4 % (Vorjahr: 69,6 %) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der gegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Die Finanzlage ist zufriedenstellend. Die Liquidität 1. Grades beläuft sich auf 84,0 %. Der Cash Pool Bestand ist um 13.251 TEUR gesunken und beläuft sich zum Jahresende auf 11.577 TEUR.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens haben sich um 22,7 % auf 43.704 TEUR verringert (Vorjahr: 56.517 TEUR).

Die Gesellschaft realisierte im Berichtsjahr ein Betriebsergebnis von 6.307 TEUR gegenüber 17.887 TEUR im Vorjahr. Der Rückgang im Betriebsergebnis ist auf angepassten Beschaffungspreise bei den Partnerfirmen bei gleichzeitigem Rückgang der Absatzmenge zurückzuführen. Der Jahresüberschuss wurde vertragsgemäß an die Knauf Insulation GmbH abgeführt.

b) Produktion / Investitionen / Beschaffung

Im Beschaffungsbereich kam es zu keinen Überraschungen. Die Versorgung mit den Handelswaren erfolgt vollständig von Partnerfirmen.

4) Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken

a) Ausblick auf Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2024 bietet eine gemischte Perspektive für die deutsche Wirtschaft, mit einem vorsichtigen Optimismus für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und eine zurückhaltende Sicht auf die Bauwirtschaft. Wichtige wirtschaftliche Indikatoren und politische Entwicklungen deuten auf eine sich langsam stabilisierende Situation hin, die jedoch von verschiedenen Herausforderungen und Chancen geprägt ist, zum Beispiel die Stabilisierung der Inflationsrate im Jahr 2024.Ein Wirtschaftswachstum des BIP von 0,5 % wird erwartet. Im Kontrast dazu stehen die Erwartungen für die Bauwirtschaft, die um 3,5 % sinken soll. Ein Hauptfaktor, der sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Bauwirtschaft beeinflusst, ist das hohe Zinsniveau bei Wohnungsbaukrediten, das sich zwischen 3,5 % und 4 % bewegt. Andererseits passen sich die rückläufigen Hauspreise, vor allem bei Bestandsimmobilien, an das höhere Zinsniveau an. Dies kann die Bauwirtschaft wieder stärken.

Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang in der Bauwirtschaft im ersten Halbjahr und eine Stabilisierung im zweiten Halbjahr erwartet. Die Förderung für energetische Sanierungen bleibt ein zentraler Punkt der wirtschaftspolitischen Agenda, was die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in den Vordergrund rückt. Ein signifikanter Marktaufschwung wird durch die Zustimmung zur Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) in der EU erwartet. Diese Richtlinie verpflichtet die EU-Staaten zur Sanierung öffentlicher Gebäude sowie von Gebäuden mit schlechter Energieeffizienz, insbesondere jenen der Energieklassen E, F und G. Diese Entwicklungen könnten langfristig zu einer Revitalisierung der Bauwirtschaft führen, insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung.

Der Ausblick für 2024 ist geprägt von vorsichtigem Optimismus hinsichtlich des allgemeinen Wirtschaftswachstums, trotz der Herausforderungen, denen die Bauwirtschaft gegenübersteht. Die regulatorischen Veränderungen auf EU-Ebene und die fortgesetzten Förderungen im Bereich der energetischen Sanierung bieten jedoch langfristig Chancen für eine Erholung und positive Impulse innerhalb der Bauwirtschaft.

b) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts

Die erwartete Umsatzsteigerung von 6,3 % konnte aufgrund des schwierigen Marktumfeldes nicht realisiert werden. Der Umsatz ist gegenüber dem Jahr 2022 um 22,7 % gesunken. Das Betriebsergebnis hat sich entsprechend negativ entwickelt. Für das Jahr 2024 wird mit einer Steigerung im Umsatz von 2,7 % bei einem ebenfalls leicht rückläufigen Betriebsergebnis (-4,9 %) gerechnet.

Konsequentes Produktportfoliomanagement sowie Optimierung der Vertriebs- und Verwaltungskosten werden die Position der climowool GmbH in einem herausfordernden Marktumfeld weiterhin verbessern und die Profitabilität nachhaltig sicherstellen.

Die Entwicklung der Wettbewerbsintensität, das bauwirtschaftliche Wachstum allgemein und die Ausgestaltung möglicher staatlicher Förderungsmaßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung sind wesentliche Determinanten der zukünftigen Marktentwicklung, aus denen sich Chancen und Risiken ergeben. Darüber hinaus stellt auch die negative öffentliche Debatte zur Sicherheit und Wirksamkeit von Dämmstoffen ein Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar, der die jeweiligen Vertriebsgesellschaften durch Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken. Chancen ergeben sich aus der Verbesserung der Kundenorientierung im Bereich Produkte und Service.

Knauf Insulation verfügt über ein gruppenweites internes Kontrollsystem. Die Geschäftsführung der climowool GmbH ist für die Einhaltung der gruppenweiten Vorgaben verantwortlich. Dadurch soll die richtige und vollständige Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sichergestellt werden. Dies wird einerseits mit Hilfe von Gruppenrichtlinien zu Bilanzierung und Kontierung sowie im Intranet archivierten Prozessdokumentationen umgesetzt und andererseits durch Prozesse und Funktionstrennung, die auch systemseitig im SAP umgesetzt sind, gewährleistet. Prozesse sowie Schreib- und Zugriffsrechte werden regelmäßig überprüft. In regelmäßigen Abständen prüft die Innenrevision die Einhaltung der Richtlinien. Jährlich wird eine Einschätzung zu den Risiken vorgenommen.

Es besteht für die climowool GmbH ein zentrales Cash-Management und Cash Pooling. Dadurch wird das Liquiditätsrisiko soweit möglich minimiert.

Die Finanzbuchhaltung ist im zentralen Shared Service Center der Knauf Gips KG integriert.

Die climowool GmbH verfügt über ein umfassendes Forderungsmanagementsystem zur Minimierung von Ausfallrisiken sowie eine Forderungsausfallversicherung, über die die überwiegende Mehrheit deren Kundenforderungen versichert sind.

Da der Großteil der Umsätze und der Beschaffungen in Euro erfolgen, bestehen keine wesentlichen Wechselkursrisiken. Auch werden keine Sicherungsderivate eingesetzt.

Aus derzeitiger Sicht sind keine Erkenntnisse gegeben, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, beziehungsweise die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass in dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld, trotz einiger Herausforderungen, eine positive Entwicklung der Bauwirtschaft zu erwarten ist. Das Management beobachtet die Entwicklung laufend und wird entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Simbach am Inn, 31. Mai 2024

gez. Michael Huesmann

gez. Peter-Christian Schwartz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 13.816.593,67 27.165.761,57
I. Vorräte 19.099,99 19.676,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.797.493,68 27.146.085,11
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.219.632,23 2.299.086,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.576.573,14 24.828.366,82
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.288,31 18.631,79
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.816.593,67 27.165.761,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 37.968,24 37.968,24
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 12.403,65 12.403,65
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 5.764.793,83 8.169.759,52
1. sonstige Rückstellungen 5.764.793,83 8.169.759,52
C. Verbindlichkeiten 8.013.831,60 18.958.033,81
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 776.053,37 28.871,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.236.593,62 18.918.505,41
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.184,61 10.657,32
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.816.593,67 27.165.761,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.406.148,14 22.893.040,58
2. Personalaufwand 109,06 2.636,92
a) Löhne und Gehälter 0,00 2.636,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 109,06 0,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.737.555,24 5.078.971,43
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 638.495,73 75.614,09
5. Ergebnis nach Steuern 6.306.979,57 17.887.046,32
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 6.306.979,57 17.887.046,32
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Climowool GmbH

A. Allgemeine Angaben

Die Climowool GmbH ist ansässig in Bernburg (Saale). Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Weststraße 1, 06406 Bernburg (Saale). Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HR B Reg.-Nr. 19168) eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits und dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht grundsätzlich zugunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Umlaufvermögen

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten, unter Berücksichtigung erforderlicher Abwertungen, angesetzt.

Passivposten

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen. Durch die Rückstellungen sind sämtliche Risiken in vernünftiger kaufmännischer Höhe abgedeckt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 11.577 (Vorjahr: TEUR 24.828 enthalten).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Bonusabrechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeiten
in €
Stand 31.12.2023 davon RLZ < 1 J davon RLZ 1-5 J davon RLZ > 5 J besichert
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 776.053,37 776.053,37 0,00 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.236.593,62 7.236.593,62 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.184,64 1.184,64 0,00 0,00 0,00
Gesamt 8.013.831,60 8.013.831,60 0,00 0,00 0,00

RLZ = Restlaufzeit J = Jahr

* Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Knauf Insulation GmbH aus der Gewinnabführung für 2023 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 6.307 TEUR (Vorjahr: 17.887 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 620) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.647 (Vorjahr: TEUR 18.299) enthalten.

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 7.162 (Vorjahr: TEUR 18.328).

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 101. Hierin sind TEUR 36 gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

In TEUR 2023 Bis 1 Jahr Größer 1 Jahr Über 5 Jahre 2022
Mietvertrag Immobilien 36 36 0 0 0
Entsorgungsverpflichting 65 65 0 0 0

Sonstiges

Im Berichtsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Michael HUESMANN, kaufmännischer Geschäftsführer

Peter-Christian SCHWARTZ, kaufmännischer Geschäftsführer

Abschlussprüferhonorar

Von der Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 (17) HGB wurde unter Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 285 (17) HGB letzter Satzteil abgesehen.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Climowool GmbH, Weststraße 1, 06406 Bernburg (Saale) wird in den Konzernabschluss der Gebr. Knauf KG mit Sitz in Iphofen einbezogen.

E. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Geschäftsberichts sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage führen würden.

 

Bernburg, 11. März 2024

Die Geschäftsführung

gez. Michael Huesmann

gez. Peter-Christian Schwartz

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme der Erleichterungen nur teilweise offen gelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Auf § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB wird verwiesen.

1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die climowool GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der climowool GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der climowool GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Ferner vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl, 31. Mai 2024

GHJ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rechtsberatungsgesellschaft

gez. Hans-Dieter Jundt, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Markus Hohn, Wirtschaftsprüfer

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