Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 9865
Eingetragen
1.9.2004
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von PrüfmaschinenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
die Planung, Ausführung und Herstellung von Messtechniksystemen, Qualitätsdatenerfassungs- und Automatisierungssystemen, Durchführung von Schulungsmaßnahmen, die Distribution von Computer und Zubehör, die Installation von Anlagen der Elektrotechnik sowie alle weiteren artverwandten Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nic Gorleer
seit 26.4.2024
Prokura
Ulrich Dr. Lettau
seit 7.8.2008
Vorstandsmitglied
Harald Opel
seit 7.8.2008
Vorstandsmitglied
Marta Joanna Anhaus
seit 1.9.2004
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

iba AG

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

1. Gegenstand des Unternehmens

Das Tätigkeitsfeld der iba AG ist die Entwicklung und Fertigung von Hardware- und Softwareprodukten für die industrielle Messtechnik. Die Produkte lassen sich vom Anwender zu kompletten Systemen, die der jeweiligen Aufgabe angepasst sind, konfigurieren und parametrieren. Damit spielen iba-Systeme eine wichtige Rolle bei der Realisierung anspruchsvoller Industrie 4.0 Lösungen, wie beispielsweise Systeme zur Maschinen- und Prozessdiagnose.

2. Organisation und Vertriebsmodell

Die Produkte der iba AG werden ausschließlich im eigenen Unternehmen entwickelt. Die Fertigung der Hardwareprodukte erfolgt über langjährige Zulieferanten aus dem Großraum Nürnberg. Zulieferungen für die elektronischen Komponenten erfolgen über Distributoren, die in weltweite Lieferketten eingebunden sind.

Es bestehen drei Vertriebswege:

a. Direktvertrieb an Endkunden im Vertriebsgebiet der iba AG, b. Vertrieb an Anlagen- und Maschinenbauer sowie Automatisierungsausrüster, welche die iba-Produkte in Gesamtlösungen integrieren, c. Vertrieb über internationale Repräsentanten, denen jeweils ein eigenes Vertriebsgebiet exklusiv garantiert ist. Diese Repräsentanten sind rechtlich und wirtschaftlich eigenständige Gesellschaften; an einigen dieser Gesellschaften hält die iba AG eine Mehrheitsbeteiligung.

3. Wirtschaftliches Umfeld

Das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigsten Absatzländern für die iba AG war im Jahr 2023 sehr positiv. Der russische Angriff auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen haben erneut dazu geführt, dass keine wesentlichen Erträge in Russland erreicht wurden. Die Auswirkungen auf das Gesamtgeschäft sind aber vernachlässigbar klein. Der Gaza Konflikt hatte keine Auswirkungen auf das Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete der industrielle Markt für Messtechnik erneut ein signifikantes Wachstum. Dies war insbesondere auf die voranschreitenden Digitalisierungsprojekte zurückzuführen, die einen steigenden Bedarf an leistungsfähigen Datenerfassungssystemen und Edge Computing-Systemen mit sich brachten. Zusätzlich wurde das Wachstum durch die starke Nachfrage aus dem Energieübertragungssektor angetrieben, der sich im Zuge der Umstellung auf erneuerbare Energien weiterentwickelt.

Insbesondere im Energieübertragungssektor konnte ein weiterer Anstieg verzeichnet werden, der etwa 15 % zum Gesamtumsatz beitrug.

Das Wettbewerbsumfeld der iba AG ist äußerst fragmentiert und wird hauptsächlich von mittelständischen Unternehmen bestritten, die sich jeweils auf spezifische Marktsegmente konzentrieren. Ein zunehmender Wettbewerb ergibt sich zudem durch Hersteller klassischer Industrieprodukte für Automatisierungssysteme, die aufgrund des Trends zu "Industrie 4.0" ebenfalls Angebote zur Erfassung und Auswertung von Messdaten anbieten. Darüber hinaus treten traditionelle IT-Unternehmen verstärkt in den Markt ein, indem sie ihr Portfolio um "Edge-Lösungen" erweitern. Große Cloud- und KI-Anbieter hingegen werden eher als ergänzend zum Portfolio der iba AG betrachtet und tragen zur zusätzlichen Dynamik bei den Anfragen bei.

II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die weitere wirtschaftliche Erholung in der Industrie und eine starke Nachfrage aus dem Energiesektor sorgte für einen sehr deutlichen Aufschwung der geschäftlichen Aktivität. Darüber hinaus gelang es, neue Kunden zu gewinnen und das Geschäft mit Bestandskunden auszuweiten. Die Betriebsleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 %. Das Ergebnis vor Steuern lag um 7 % höher als im Vorjahr.

Nach Endverbleib schlüsselte sich der Umsatz der iba AG wie folgt auf (Vorjahreszahlen in Klammern):

D/A/CH: 34% (33%)
Europa (Rest) 18% (18%)
Asien/Australien/Ozeanien: 23% (28%)
Nordamerika (NAFTA): 15% (15%)
Lateinamerika: 2% (2%)
Afrika+ ROW: 8% (4%)

Bezogen auf die einzelnen Regionen stieg der Umsatz insbesondere im DACH-Gebiet, in Europa und in Nordamerika. Der starke Anstieg in Afrika + ROW ist durch Großprojekte im Energieanlagenbau begründet. Das Geschäft in Asien ging deutlich zurück. Umsatz und Ergebnis haben sich insgesamt wie geplant entwickelt.2. Vermögens- und Finanzlage

Durch das durchweg positive Gesamtumfeld stieg die Bilanzsumme erneut. Auf der Aktivseite ist die Zunahme im Wesentlichen auf das um ca. 60% gewachsene Anlagevermögen zurückzuführen. Der Anlagenzugang bestand im Wesentlichen aus dem Kauf von Wertpapieren mit einer konservativen Anlagestrategie.

Auf der Passivseite steht demgegenüber hauptsächlich ein Anstieg des Eigenkapitals infolge einer Zunahme des Bilanzgewinns.

3. Kennzahlensystem zur Steuerung des Unternehmens

Kennzahl Wert 2023 Wert 2022 Wert 2021 Änderung Bemerkung
23/22
Finanzen
Umsatzerlöse 28,2 Mio € 26,0 Mio. € 20,6 Mio. € 8,5 % Nicht berücksichtigt sind hier die Umsätze und Ergebnisse der Auslandsrepräsentanten
Bilanzgewinn 19,4 Mio € 15,1 Mio. € 11,0 Mio. € 28,5 %
ROI 23,1 % 25,2 % 22,1 % -8,3 %
EBIT/DA 7,8 Mio € 7,6 Mio. € 5,3 Mio. € 2,6 %
Jahresüberschuss 5,2 Mio € 4,8 Mio. € 2,7 Mio. € 8,3 %
Eigenkapital 25,7 Mio € 21,4 Mio. € 17,3 Mio. € 20,1 %
Eigenkapitalquote 83,6 % 77,5 % 81,1 % 7,9 %
Investitionen 7.3 Mio. € 1,6 Mio. € 1,9 Mio. € 356,0 % Finanzanlagen und Investitionen für den Neubau Firmenzentrale (Finanzierung aus der Liquidität)
Kostensituation
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung vom Umsatz 16,0 % 13,0 % 15,8 % 23 %
Materialaufwandsquote 20,7 % 21,6 % 18,7 % -4,2 % Die Materialaufwandsquote blieb hoch aufgrund eines hohen Anteils des Hardwareabsatzes und den immer noch hohen Beschaffungskosten für Vormaterial
Personalaufwandsquote 41,9% 41,3 % 46,7 % 1 % Steigerung der Beschäftigtenzahl, Gewinnbeteiligungen des Personals sowie allgemeine Einkommensanpassung führten zur Erhöhung der Personalkosten. Demgegenüber stand ein überproportionales Umsatzwachstum.
Beschäftigtenzahl 116 102 95 +14 Nach § 267 Abs. 5 HGB ermittelt

4. Gesamtbeurteilung zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung war in 2023 sehr zufriedenstellend und fiel wie geplant aus.

III. Aktivitäten der Gesellschaft

1. Kunden

Wir entwickeln Produkte basierend auf dem Nutzen für unsere Kunden und streben kontinuierlich nach Innovation. Dabei achten wir darauf, nicht nur individuellen Kundenwünschen zu entsprechen, sondern abstrahieren Anforderungen, um Produkte mit allgemeiner Gültigkeit zu schaffen.

Wir agieren auf globaler Ebene und bieten exzellente Beratung und Serviceleistungen in unmittelbarer Nähe zu den Aktivitäten unserer Kunden an. Unser Support für regionale Vertreter ist von entscheidender Bedeutung, um weltweit präsent zu sein.

Wir streben danach, uns durch Qualität und technologische Merkmale von Wettbewerbern abzuheben, während wir faire Preise beibehalten. Unsere Systeme sollen in den Produktivprozessen unserer Kunden verankert sein, um schwer ersetzbar zu werden.

Neben der metallurgischen Wertschöpfungskette und der Energieübertragung konzentrieren wir uns auf den Einsatz unserer Produkte für Branchen wie Pressen, Abfüllanlagen, Wellpappe/Verpackung, Holzverarbeitung und Papier. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der funktionalen Weiterentwicklung unserer Produkte sowie auf Innovationen mit branchenübergreifender Relevanz.

Partnerschaftliche Kooperationen mit Weltmarktführern in industrieller Produktion und Energie ist unser Hauptfokus, um gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreich zu sein. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Kunden ihre Geschäftsmodelle verwirklichen können, indem wir sie mit unseren Lösungen befähigen und sie durch erstklassigen Support begleiten.

Insgesamt resultiert die Fokussierung auf Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Kompetenz in einer hohen Kundenzufriedenheit und hervorragender Kundenbindung.

Erstmals wurde in 2019 eine strukturierte Kundenbefragung durchgeführt. Die Umfrage wird seitdem jährlich weitergeführt und dient als Basis zur kontinuierlichen Verbesserung.

2. Mitarbeiter

Als innovatives Unternehmen in einem sehr dynamischen technischen Umfeld lebt die iba AG vom Knowhow und der Motivation ihrer Mitarbeiter. Daher legen wir großen Wert darauf, dass sich alle Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen und dadurch motiviert mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Dazu gehört auch eine offene Kommunikation in einer flachen Hierarchie, in der eigene Ideen eingebracht und umgesetzt werden können.

Gegenseitiger Respekt stellt die zentrale Stütze unserer Unternehmenskultur dar. Im transparenten und fairen kollegialen Umgang miteinander, sehen wir eine große Stärke der iba AG. Trotz neuer Herausforderungen, wie verteilten Unternehmensstandorten und einer zunehmenden Firmengröße, wollen wir diese festigen und weiterleben.

Die Innovationskraft ist einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Diese zu fördern ist Teil unserer Unternehmenskultur. Einerseits sind wir Veränderungen gegenüber offen und sehen diese als Chance. Andererseits hinterfragen wir vorhandene Lösungen kontinuierlich und streben danach, diese zu optimieren.

Die Gesundheit aller Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Aus diesem Grund sorgen wir für ein sicheres Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeiter frei von physischen und psychischen Gefährdungen agieren können.

Gesundheit verstehen wir dabei aber nicht nur als Abwesenheit von Krankheiten. Stattdessen sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, Maßnahmen bereitzustellen, die sich positiv auf das körperliche und geistige Wohlbefinden auswirken. So werden alle Mitarbeiter dazu ermutigt, an unserem kostenfreien Sportprogramm teilzunehmen und dieses als Ausgleich für den Arbeitsalltag am Büroschreibtisch zu nutzen.

Auch mit dem abwechslungsreichen Angebot unseres Betriebsrestaurants, in dem mit frischen und regionalen Zutaten gekocht wird, wollen wir nachhaltig zur Gesundheit unserer Kollegen beitragen.

Wir sind überzeugt, dass die Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowohl auf die Leistungsfähigkeit als auch die Gesundheit unserer Mitarbeiter einen wesentlichen Einfluss hat. Deshalb holen wir in regelmäßigen Abständen ein Stimmungsbild aller Kollegen ein und berücksichtigen Anliegen und Wünsche.

Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, dokumentieren das Vertrauen in die Mitarbeiter und sind Teil unserer Wertschätzung.

3. Produktentwicklung

Im Fokus der Produktentwicklung stehen neue Konnektivitäts- und Datenanalyselösungen für die Metallindustrie, bessere Funktionalität für Energieanwendungen sowie Verbesserungen in der Bedienbarkeit und Durchgängigkeit des iba-Systems mit perfekt aufeinander abgestimmten HW- und SW-Komponenten.

Die neue Hardwareplattform der iba AG als modulares System für Edge-Computing und Datenerfassung wird sukzessiv um Baugruppen für verschiedene Anwendungen erweitert mit dem Ziel, alle iba Hardware Module zur Datenerfassung auf die neue Plattform umzusetzen.

Im Zusammenspiel mit ibaHD-Server als Langzeitspeicher für hochaufgelöste Zeitreihendaten und Eventdaten bietet das iba System auch für große und verteilte Anlagen die Möglichkeit, Sensornetzwerke und verschiedenste Steuerungssysteme im Feld anzuschließen, die erfassten Werte lokal zu verarbeiten (edge computing) und schließlich im ibaHD-Server anlagenübergreifend abzuspeichern.

Der externe Zugriff auf die Daten des ibaHD-Servers, beispielsweise für Anwendungen des maschinellen Lernens (machine learning), wurde erweitert um die Standardschnittstelle OPC-UA, um live Daten zu abonnieren und den Zugriff auf bestimmte Zeitabschnitte der historischen Daten zu ermöglichen.

Für die Datenerfassungssoftware ibaPDA wurden viele Detailverbesserungen und neuen Schnittstellen zu Automatisierungsgeräten realisiert. Im Hinblick auf Anwendungen in der elektrischen Energietechnik wurde die Funktionalität zum Datenzugriff auf intelligente Schutzgeräte mit Hilfe der verschiedenen Protokolle der IEC 61850 erweitert. Als Vorbereitung für Anwendungen zur Anomalieerkennung mit Hilfe von maschinellem Lernen wurde ein ONNX-Modul innerhalb der Berechnungsmodule eingebaut, mit dem trainierte neuronale Netze in Echtzeit ausgeführt werden können.

Mit den neuen Versionen von ibaAnalyzer und ibaDatCoordinator können nun vordefinierte Zeitabschnitte im ibaHD-Server, die beispielsweise eine Produktreise in der Anlage repräsentieren, komfortabel interaktiv und automatisiert ausgewertet und weiterverarbeitet werden.

Das Web-basierte Prozessanalysesystem ibaDaVIS wurde im Hinblick auf zukünftige neue Anwendungen bei der Überwachung von Prozessen und der Produktqualität erweitert. Mit ibaDaVIS ist es nun möglich eigene Berechnungen vorzunehmen und Grenzwerte in Diagramme mit einzublenden. Außerdem wurden viele Kacheln hinsichtlich einer praxisgerechten Darstellung von Kennwerten und Signalen komplett überarbeitet.

Als neues Softwareprodukt wurde ibaManagementStudio auf den Markt gebracht. ibaManagementStudio soll Kunden mit einer Vielzahl von Systemen die Funktionsüberwachung der iba-Komponenten sowie die Wartung dieser Systeme über Software- und Lizenzupdates erleichtern.

4. Forschung

Im Berichtsjahr liefen zwei geförderte Forschungsprojekte.

Im Umfeld der Industrie 4.0 wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern datenbasierte Verfahren zur Optimierung der Einstellung von Anlagen zur Vliesstoffherstellung entwickelt und implementiert. Das Projekt konnte 2023 erfolgreich abgeschlossen werden.

Ein neues ZIM-gefördertes Kooperationsprojekt wurde mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover begonnen. Dabei soll ein neuartiges, schwingungsbasiertes Überwachungs¬system zur Prozessüberwachung beim Bohren entwickelt werden. Dies soll in der Lage sein, ablaufende Bohrprozesse selbstständig zu erkennen und diese hinsichtlich bevorstehender Werkzeugbrüche und Verschleiß zu überwachen. Dabei soll das System ohne manuellen Parametrieraufwand für beliebige Prozesskonfigurationen einsetzbar sein.

5. Nachhaltigkeit

Als familiengeführtes mittelständisches Unternehmen achtet die iba AG besonders auf Nachhaltigkeit. Dies betrifft die Langfristigkeit unserer Beziehung zu Kunden und Mitarbeitern in gleichem Maße wie den Umgang mit Energie und Rohstoffen.

In der Umweltkategorie haben wir für das Jahr 2019 durch ein unabhängiges Beratungsunternehmen den CO 2 -Fußabdruck der iba AG ermitteln lassen. Die firmenbezogenen Emissionen (ohne externe Logistik und Vorprodukte) lagen bei 3,65 t CO 2 pro Mitarbeiter und lagen damit in einem niedrigeren Bereich im Vergleich mit anderen Unternehmen unserer Größe und Branche. Seitdem wurden Schritte zur Elektrifizierung des Fuhrparks unternommen und gleichzeitig die Kapazität der Photovoltaikanlage von 54 kWp auf 100 kWp gesteigert. Wir setzen auf modernste Gebäudetechnik zur Energieeinsparung im Heizungs- und Kühlungsbereich.

In der Sozialkategorie ist für uns ein faires und respektvolles Miteinander sehr wichtig. Wir legen Wert auf langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und individuelle Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Die Gesundheit der Mitarbeiter wird durch verschiedene betriebsinterne Vorsorge- und Sportprogramme unterstützt. Es erfolgt eine jährliche Gewinnausschüttung für alle Mitarbeiter, die abhängig von der individuellen Firmenzugehörigkeitsdauer wächst.

Im Governance-Umfeld steht für uns Transparenz und Gesetzeskonformität im Vordergrund. Dazu gehören auch die Wertschätzung der Mitarbeiter sowie Fairness gegenüber Kunden und Lieferanten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikomanagement bei der iba AG

Mögliche Chancen und Risiken werden durch regelmäßige Teambesprechungen, die monatliche Leitungsrunde sowie Einzelgespräche mit Mitarbeitern identifiziert und quartalsweise durch den Vorstand in einem Chancen-/Risikobuch strukturiert festgehalten, bewertet und mit Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken und zur Ergreifung von Chancen versehen. Risikomanagement ist auch im Entwicklungsprozess als festes Element verankert. Vor Beginn neuer Entwicklungen werden zu erwartende technische Risiken und Marktrisiken betrachtet und nur solche Entwicklungsprojekte gestartet, bei denen mögliche Risiken durch Gegenmaßnahmen unter Kontrolle gehalten werden können. Im Produktlebenszyklus werden durch intensive Freigabetests mögliche Risiken bei Softwareupdates minimiert. Chancen im Bereich der Entwicklung neuer Produkte werden insbesondere durch intensiven Dialog mit Bestandskunden identifiziert.

2. Übersicht über wesentliche Risiken

Die Situation bei der Beschaffung von elektronischen Bauelementen, die bisher als großes Risiko bewertet wurde, verbesserte sich im Laufe des Berichtsjahres kontinuierlich. Allerdings sind nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine weitere Risiken zu berücksichtigen. Dies sind insbesondere die steigenden Energiekosten sowie der Zusammenbruch der Märkte in der Ukraine und in Russland. Die makroökonomische Lage ist aufgrund des Ukrainekrieges, den sich abzeichnenden weltweiten Umorientierungen der Wirtschaftssysteme, dem Gaza-Konflikt sowie der anhaltenden Wirtschaftsschwäche Chinas eher pessimistisch zu bewerten.

Risikoart Auswirkungen auf das Finanzergebnis (Änderung ggü. Vorjahr +/0/-) Eintrittswahrscheinlichkeit
a.) Beschaffungs- und Preisrisiken
Zulieferer für Elektronikbaugruppen Mittel (0) Mittel (-)
Beschaffung von Fertigprodukten und Handelsware Gering (0) Mittel (0)
Überproportional steigende Lohnkosten Hoch (0) Hoch (0)
Gazakrieg/ Blockade der Schifffahrtsroute durch den Suezkanal Gering Mittel
b.) Finanzrisiken
Währungsrisiken Gering (0) Gering (0)
Liquiditätsrisiken Gering (0) Gering (0)
Ausfallrisiken Gering (0) Gering (-)
Kapitalrisiken Gering (0) Gering (-)
c.) Marktrisiken
Wettbewerbsrisiken Mittel (0) Mittel (0)
Branchenrisiken Mittel (0) Mittel (+)
Corona Pandemie Gering (0) Gering (0)
Ukrainekrieg Gering (-) Hoch (0)
Gazakrieg Gering Gering
d.) Produkt- und Projektrisiken
Entwicklungsrisiken Hoch (0) Mittel (0)
Risiken aus Kundenprojekten Gering (0) Gering (0)
Produkthaftungsrisiken Hoch (0) Gering (0)
e.) Rechtsrisiken
Rechtsrisiken Gering (0) Gering (0)
f.) Klimawandel
Wirtschaftliche Einbußen in CO 2 intensiven Zielbranchen Mittel (0) Hoch (0)
g.) Cyberkriminalität
Verlust von firmeninternen Daten (Cryptolocker) Hoch (0) Gering (0)
Stilllegen von kritischen IT-Anwendungen Hoch (0) Gering (0)
Softwarepiraterie Hoch (0) Gering (0)

a. Beschaffungs- und Preisrisiken

Die iba AG fertigt Elektronikbaugruppen und Geräte ausschließlich bei langjährigen Partnern in Deutschland. Kostentransparenz ist gegeben. Allerdings hängen auch die Lieferanten der iba AG von meist aus Asien und USA zugekauften elektronischen Komponenten ab. Preissprünge im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. Auch können bei speziellen Komponenten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, ein alternativer Hersteller ist oft aus technischen Gründen, beispielsweise bei Controllern, FPGAs und hochwertigen Analogschaltkreisen nicht vorhanden. Nach wie vor sind verlässliche Terminzusagen seitens der Lieferanten oft nicht möglich. Die Lieferzeiten liegen teilweise bei mehreren Monaten. Weiterhin sind die Einkaufspreise im Vergleich zum Bezugsjahr 2019 vor der Pandemie für Elektronikkomponenten deutlich höher. Die Verfügbarkeit hat sich aber im Laufe des Berichtsjahres deutlich verbessert. Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas könnte zu Störungen im Schiffsverkehr durch den Suezkanal führen und damit zu Verzögerungen in den Lieferketten. Insgesamt erwarten wir hierdurch aber höchstens sporadische Verzögerungen. Insgesamt ist das Risiko im Bereich der Komponentenlieferungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

b. Finanzrisiken

Die Gesellschaft fakturiert ausschließlich in Euro. Das Währungsrisiko liegt bei den Auslandsgesellschaften und bei Vertriebspartnern, die in der Regel erst zum Datum der Rechnungslegung den dann gültigen Umtauschkurs ansetzen. Ein geringes Risiko besteht darin, dass bei Verfall einer Landeswährung iba Produkte sich verteuern und damit der lokale Umsatz gedämpft wird.

Ein Ausfallrisiko besteht im Zusammenhang mit der russischen Vertriebstochter. Aufgrund von Maßnahmen, wie z.B. der Ausweitung von Dienstleistungsgeschäften der lokalen Tochtergesellschaft, konnte das Berichtsjahr erneut mit einem leicht positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Dennoch besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Beteiligung aufgrund der politischen Randbedingungen komplett aufgegeben werden muss.

Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund der hohen Eigenkapitaldecke und der Eigenfinanzierung der Geschäftstätigkeit grundsätzlich als sehr gering einzuschätzen, wenn der Umsatz im geplanten Rahmen realisiert wird. Das Liquiditätsrisiko ist durch das im Vergleich zur Planung deutlich bessere Jahresergebnis nochmals deutlich gesunken.

Die iba AG verzeichnete im Berichtsjahr 2023 keine nennenswerten Forderungsausfälle. Das Ausfallrisiko beschränkt sich auf einzelne Aufträge, die im Promillebereich des Umsatzes liegen. Sollten Probleme mit einzelnen Kunden auftreten, werden nachfolgende Bestellungen nur gegen Vorkasse ausgeführt. Durch ein stringentes Mahnwesen werden Außenstände konsequent eingefordert.

Ein größerer Teil des Eigenkapitals wurde in Investmentfonds mit konservativer Strategie sowie in kurz- bis mittelfristigen Anleihen angelegt. Das Verlustrisiko ist hier insgesamt gering. Im Berichtsjahr gab es keine weiteren Beteiligungen an Unternehmen. Ein geplanter Rückkauf eines Vertriebspartners wurde nicht realisiert. Firmenkäufe sind derzeit nicht geplant.

c. Marktrisiken

Die Entwicklung im laufenden Jahr ist durch die bestehende Unsicherheit in Bezug auf die Weltkonjunktur geprägt. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 wurde unter den Aspekten Ukrainekrieg, problematische Lieferketten, anhaltende Inflation und der Konjunkturschwäche Chinas vorsichtig geplant. Die weiteren Entwicklungen im Ukrainekrieg und im Hinblick auf die politische und wirtschaftliche Situation Chinas sind im Auge zu behalten. Vom Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Nahen Osten erwarten wir keine negativen Auswirkungen auf den Absatz. Umsätze und Ergebnisrückflüsse aus dem Russlandgeschäft sind bei der Planung für das laufende Jahr nicht vorgesehen.

d. Projekt- und Produktrisiken

Ein finanzielles Risiko ist bei komplexen Entwicklungsprojekten nie auszuschließen. Prognostizierte Entwicklungszeiten können sich verlängern, die Eigenschaften der entwickelten Produkte können sich als nicht marktgerecht erweisen. Dadurch, dass iba AG überwiegend mit eigenen Mitarbeitern entwickelt, sind die finanziellen Auswirkungen solcher Risiken gedämpft, äußern sich aber unter Umständen durch einen Verlust an Marktanteilen.

Die iba AG verfolgt überwiegend ein Produktgeschäft. Der Anteil an Kundenprojekten und Dienstleistungen liegt unterhalb von 10 % des Umsatzes. Risiken aus Altprojekten bestehen nicht. Bei neuen Projekten wird vor Abgabe eines Angebotes eine Risikobetrachtung durchgeführt und nur dann ein Angebot abgegeben, wenn das identifizierte Risiko aus unternehmerischer Sicht vertretbar ist.

Als Produkthersteller ist die iba AG einem Produkthaftungsrisiko ausgesetzt. Bislang sind durch durchgängiges Qualitätsmanagement und konsequent durchgeführte Produktfreigabetests keinerlei Fälle der Produkthaftung aufgetreten. Künftige Fälle, die auch negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung haben können, sind aber aufgrund der Komplexität der Produkte nicht völlig auszuschließen. Zur Abdeckung dieses Risikos besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

e. Rechtsrisiken

Die iba AG ist im Rahmen der regelmäßigen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsverfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Patentstreitigkeiten, Lieferungen, Produkthaftung und Vertriebsorganisation. Derzeit sind keine solchen Verfahren anhängig. Es ist aber nicht vollständig auszuschließen, dass künftige, heute noch nicht absehbare Rechtsstreitigkeiten negative Auswirkungen auf die Geschäftszahlen der iba AG haben können.

f. Klimawandel

Die iba AG ist stark in der sehr Energie- und CO 2 -intensiven metallurgischen Industrie vertreten. Es besteht ein hohes Risiko, dass CO 2 -intensive Produktion aus Europa abwandert und in anderen Ländern erbracht wird, da die Einführung von Klima schützenden Maßnahmen nicht überall auf der Welt in gleichem Maße erfolgt. Auf Sicht könnten daher Einbußen im europäischen Raum und in anderen industriell weit fortgeschrittenen Volkswirtschaften entstehen. Verstärkt wird diese Dynamik durch die massiv ansteigenden Energiepreise. Dieses Risiko reduziert sich durch die weltweite Aufstellung der iba AG.

g. Cyberkriminalität Angriffsversuche auf die IT-Infrastruktur der iba AG, beispielsweise um Ransomware einzuschleusen, wurden bereits festgestellt und werden weiterhin als sehr wahrscheinlich erachtet. Aufgrund der weitgehend digitalisierten Arbeitsweise können durch solche Angriffe erhebliche finanzielle Schäden entstehen. Die iba AG hat daher ein umfangreiches IT-Sicherheitsmanagementsystem eingeführt, welches mit konkreten Maßnahmen die Bedrohungen bestmöglich ausschließt und die Zeiten für die Wiederherstellung der digitalen Prozesse nach einem dennoch erfolgreichen Angriff auf ein Minimum reduziert. Das IT-Sicherheitsmanagementsystem wurde im Laufe des Jahres 2020 gemäß der Norm ISO 27001 zertifiziert und bildet die Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Gebiet der Informationssicherheit.

Als Softwarehersteller ist die iba AG zum großen Teil von Lizenzeinnahmen für Softwareprodukte abhängig. Die finanziellen Auswirkungen von nicht legitimer Benutzung unserer Software können sehr hoch sein. Die Software ist daher über technische Maßnahmen vor unerlaubter Verwendung geschützt. Diese technischen Maßnahmen werden kontinuierlich verbessert und an den Stand der Technik angepasst. Trotzdem besteht ein geringes Restrisiko.

3. Übersicht über wesentliche Chancen

Chancen Auswirkungen auf das Finanzergebnis (Änderung ggü. Vorjahr +/0/-) Eintrittswahrscheinlichkeit
a.) Chancen im Finanzbereich
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen Mittel (0) Hoch (0)
Kapitalanlagen Gering (0) Mittel (0)
b.) Marktchancen
Trend zur Digitalisierung Hoch (0) Hoch (0)
Diversifizierung und Neukundengewinnung Hoch (0) Hoch (0)
c.) Produkt- und Projektchancen
Einführung von Produktinnovationen Mittel (0) Hoch (0)
Ausbau des Consultinggeschäfts Hoch (0) Gering (0)
d.) Chancen aus dem Klimawandel
Dekarbonisierung der Stahlindustrie Mittel (0) Mittel (0)
Neue Produktionsanlagen für Elektromobilität Mittel (0) Mittel (0)
Ausbau der el. Netzinfrastruktur Hoch (0) Hoch (0)
Erfassung des "Carbon Footprint" von Produkten mit Systemen von iba Mittel (0) Mittel (0)

a. Chancen im Finanzbereich

Die aus langfristigen Kapitalanlagen entstehenden Erträge sind auch bei sehr positiver Entwicklung aufgrund des insgesamt geringen Volumens bzw. der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit für das Finanzergebnis der iba AG nicht ausschlaggebend. Die in den letzten Jahren betriebene Erhöhung der Beteiligung an verbundenen Unternehmen (internationale Vertriebsniederlassungen) birgt jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit die Chance nennenswerter Ergebnisbeiträge.

b. Marktchancen

Durch die Konzepte der Digitalisierung und des "Industrial Internet of Things" sind heute sehr viele Industriekunden von der Notwendigkeit einer Datenerfassung überzeugt. Daher erschließen sich völlig neue Märkte für die iba AG. Chancen ergeben sich vor allem durch eine Fokussierung auf Marktsegmente, die von hohen technologischen Anforderungen gekennzeichnet sind, insbesondere bei hybriden Fertigungsprozessen mit hoher Wertschöpfung und hohem Bedarf an die Dokumentation und Optimierung des Fertigungsprozesses. Konkrete Chancen bestehen im Bereich der kunststoffverarbeitenden Industrie, im Sondermaschinenbau sowie in der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie und in der Verpackungsindustrie. Es ist Ziel, Marktanteile in diesen Branchen durch den weiteren Ausbau der technologischen Kompetenz und durch das Eingehen strategischer Partnerschaften zu gewinnen.

c. Projekt- und Produktchancen

Die Entwicklung neuer Produkteigenschaften und neuer Produkte ist Bestandteil der kontinuierlichen Innovation der iba AG und ein wichtiger Treiber bei der Ausweitung der Geschäftsmöglichkeiten sowohl mit Bestandskunden als auch mit neuen Kunden. Ein schrittweiser Ausbau des Consultings zur Begleitung von Kunden in Ihrer Digitalisierungsstrategie birgt ebenfalls hohe Chancen für das zukünftige Wachstum.

d. Chancen aus dem Klimawandel

Durch die Klimaschutzaktivitäten können neue Anwendungsmöglichkeiten der Systeme von iba entstehen.

In der Kernbranche der metallurgischen Industrie gibt es große Vorhaben, die kohlenstoffbasierte Reduktion durch Direktreduktionsverfahren zu ersetzen. Unter dem Einsatz von "Grün" hergestelltem Wasserstoff kann die CO 2 - Bilanz bei der Stahlerzeugung massiv verbessert werden. Die dazu erforderliche Anlagentechnik bietet ein großes Potential zum Einsatz von iba-Systemen.

Infolge der wachsenden Bedeutung der E-Mobilität entstehen neue Produktionsanlagen beispielsweise zur Batterieherstellung. Auch hier gibt es bereits gute Ansätze und bereits erste Geschäftserfolge für die iba AG.

Die Präsenz im Bereich der elektrischen Energietechnik wird weiter verstärkt. Besonders hervorzuheben sind Wachstumschancen im Bereich der Festlandsanbindung von Offshore-Windenergieanlagen sowie von Anlagen zur Netzstabilisierung.

Bei der Produktion von Grundstoffen und Halbzeugen wird sehr viel Energie eingesetzt. Die immer stringenter werdende Pönalisierung von CO 2 -Erzeugung erfordert eine lückenlose Erfassung dieser Verbräuche und deren Zuordnung auf die Produkte. Zur Lösung dieser Aufgabenstellungen ist die iba AG mit Ihrer Technologie sehr gut aufgestellt.

4. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Das Geschäft der iba AG ist in nur noch geringem Umfang durch Lieferkettenproblematik und Materialknappheit beeinträchtigt.

Weitere Risiken in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine werden nicht gesehen. Das ausfallende Russlandgeschäft konnte durch Zuwächse in anderen Regionen kompensiert werden.

Trotz nachlassender Inflation wird weiterhin mit einer deutlichen Steigerung der Personalkosten gerechnet. Demgegenüber sind die gestiegenen Energiepreise kein relevanter Kostenfaktor, stellen aber sehr wohl ein Risiko im Hinblick auf die Investitionsfähigkeit von Kunden in energieintensiven Industrien dar.

Die Umsatzentwicklung im Jahr 2024 wurde unter diesen Aspekten vorsichtig geplant und die Einschätzung der Auswirkungen auf das Finanzergebnis im Prognosebericht berücksichtigt. Allerdings ist noch ungewiss, inwieweit sich globale Konflikte in der Ukraine, im Zusammenhang mit China und im Nahen Osten auf die globale Konjunktur auswirken werden. Daher ist die weitere Entwicklung im zweiten und im dritten Quartal ausschlaggebend, ob im Rahmen des quartalsmäßigen Forecasts an der Planung 2024 festgehalten werden kann.

V. Prognose für das Jahr 2024

1. Qualität der Prognose für das Geschäftsjahr 2023

Die für das Geschäftsjahr 2023 getroffene Prognose, welche Inflation und Ukrainekrieg berücksichtigt hatte, erwies sich als weitestgehend zutreffend. Die Umsatzerlöse stiegen im geplanten Rahmen etwas an. Die Eigenkapitalquote ist im Rahmen der Planung angestiegen. Die Beschäftigtenzahl ist stärker gewachsen als geplant. Das Ergebnis vor Steuern war etwas höher als erwartet und übertraf das Ergebnis des Vorjahres.

2. Prognose der Entwicklung Geschäftsjahr 2024

Kennzahl Änderung Bemerkung
Umsatzerlöse ungefähr gleich Krieg in der Ukraine schwelt weiter vor sich hin Energieversorgung gesichert Inflation pendelt sich bei 3% ein langsame wirtschaftliche Erholung in China, keine Eskalation des Taiwan-Konflikts Verluste im industriellen Markt werden durch Wachstum in der Energiebranche ausgeglichen
Bilanzgewinn geringer
ROI deutlich geringer geringeres EBIT/gestiegenes Gesamtkapital
EBIT/DA deutlich geringer Investition in Personalaufbau
Jahresüberschuss deutlich geringer etwas geringeres EBIT, höhere Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften
Eigenkapital deutlich höher gestiegener Gewinnvortrag
Eigenkapitalquote ungefähr gleich
Investitionen deutlich höher Büroausstattung und Solaranlage für den Neubau
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung vom Umsatz deutlich höher Personalaufbau (intern und extern)
Materialaufwandsquote etwas geringer etwas gesunkene Beschaffungskosten
Personalaufwandsquote etwas höher Personalaufbau (intern und extern)
Beschäftigtenzahl deutlich höher

 

Fürth, im April 2024

Ersteller Dr.-Ing. Ulrich Lettau CEO

Geprüft und freigegeben

Marta Anhaus, CFO

Harald Opel, COO

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 17.272.136,42 10.583.095,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 242.094,88 145.361,18
II. Sachanlagen 1.430.903,41 1.448.455,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.143,89 2.970,52
2. technische Anlagen und Maschinen 481.707,12 674.836,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 763.386,71 770.649,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 183.665,69 0,00
III. Finanzanlagen 15.599.138,13 8.989.278,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.534.180,87 5.534.180,87
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.064.957,26 3.455.098,01
B. Umlaufvermögen 13.128.650,91 16.722.257,06
I. Vorräte 4.139.008,62 3.142.448,39
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.068.249,54 2.009.020,45
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.760.464,55 1.042.239,33
3. geleistete Anzahlungen 310.294,53 91.188,61
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.737.103,12 3.004.858,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.673.234,98 2.982.524,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 63.868,14 22.334,05
III. Wertpapiere 3.000.000,00 0,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.252.539,17 10.574.949,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 302.607,26 336.237,55
Summe Aktiva 30.703.394,59 27.641.590,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.654.870,86 21.431.903,89
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.257.862,00 1.257.862,00
II. Kapitalrücklage 4.031.655,53 4.031.655,53
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Jahresüberschuss 5.203.863,35 4.772.019,82
V. Bilanzgewinn 14.161.489,98 10.370.366,54
B. Rückstellungen 3.046.891,00 3.906.625,00
1. Steuerrückstellungen 355.032,00 1.001.641,00
2. sonstige Rückstellungen 2.691.859,00 2.904.984,00
C. Verbindlichkeiten 2.001.632,73 2.303.061,58
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.332,19 158.696,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 674.491,23 317.208,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 216.000,00 216.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.088.809,31 1.611.156,45
davon aus Steuern 1.016.009,86 1.462.962,11
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.577,58 12.862,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Summe Passiva 30.703.394,59 27.641.590,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 6.311.675,47 6.354.317,51
a) Rohergebnis 23.173.495,89 20.815.393,18
Gesamtleistung 28.906.127,27 26.293.816,48
Umsatzerlöse 28.178.255,58 25.995.083,82
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 718.225,22 278.491,35
andere aktivierte Eigenleistungen 9.646,47 20.241,31
sonstige betriebliche Erträge 298.493,10 229.151,98
Materialaufwand 6.031.124,48 5.707.575,28
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.590.291,18 2.534.431,07
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.440.833,30 3.173.144,21
b) Personalaufwand 12.188.579,31 10.935.532,06
Löhne und Gehälter 10.178.696,50 9.418.014,35
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.009.882,81 1.517.517,71
c) Abschreibungen 688.959,23 623.393,58
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 3.984.281,88 2.902.150,03
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 941.506,08 434.184,82
a) Erträge aus Beteiligungen 790.000,00 623.384,84
b) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 70.696,93 19.994,30
c) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.485,38 1.917,61
d) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 211.014,93
e) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 676,23 97,00
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.042.177,79 2.009.386,03
4. Ergebnis nach Steuern 5.211.003,76 4.779.116,30
5. sonstige Steuern 7.140,41 7.096,48
Jahresüberschuss 5.203.863,35 4.772.019,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der iba AG mit Sitz in Fürth

Amtsgericht Fürth HRB 9865

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 268-274a, 277 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Form der Darstellung wurde im Vergleich zum Vorjahr beibehalten.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit gegenüber dem Vorjahr wurde gewahrt.

Die aktuellen Schwierigkeiten bzw. Preissteigerungen im internationalen Beschaffungsmarkt aufgrund der Konfliktsituationen in der Ukraine und in Israel sind, soweit erforderlich, berücksichtigt worden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen

wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die Herstellungskosten enthalten alle steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 10 TEUR enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände wurden linear und degressiv abgeschrieben.

Die Abschreibung von unterjährigen Zugängen erfolgte pro-rata-temporis.

2. Grundstücksgleiche Rechte, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände wurden linear und degressiv abgeschrieben.

Die Abschreibung von unterjährigen Zugängen erfolgte pro-rata-temporis.

Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis 250,00 EUR wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr ohne gesonderte Erfassung komplett als Aufwand verbucht. Geringwertige Anlagegegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis von 250,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die in den Vorjahren gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildeten Sammelposten wurden bereits abgeschrieben. Ein Ausscheiden eines Wirtschaftsgutes aus dem Betriebsvermögen vermindert diese Sammelposten nicht.

Von der Möglichkeit der verkürzten Nutzungsdauer auf 1 Jahr bei digitalen Wirtschaftsgütern wurde vollumfänglich Gebrauch gemacht.

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

wurden zum Nennbetrag nach der Netto-Methode (ohne Umsatzsteuer) angesetzt.

III. Finanzanlagen

wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

wurden zu Durchschnittspreisen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde durch Ansatz von Gängigkeitsabschlägen beachtet.

2. Fertigerzeugnisse und Waren

wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie aktivierungspflichtige Gemeinkosten.

3. Geleistete Anzahlungen

wurden zum Nennbetrag nach der Netto-Methode (ohne Umsatzsteuer) angesetzt.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

wurden mit den Nominalwerten und Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Das generelle Ausfallrisiko wurde mit einer pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen erfasst. Sofern spezielle Ausfallwagnisse vorlagen, wurden diese mit einer Einzelwertberichtigung berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sind i. H. v. 841.888 EUR (im Vorjahr: 543.095 EUR) enthalten.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

III. Wertpapiere

wurden zum Nennwert bewertet.

IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

wurden zum Nennwert bewertet.

PASSIVA

Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital (§ 160 I Nr. 3 AktG)

wurde zum Nennwert angesetzt.

Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2023 1.257.862 EUR und ist eingeteilt in 1.007.862 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien und 250.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrechte. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1 EUR.

II. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31.12.2023 beträgt 4.031.655,53 EUR. Eine Zuführung zur gesetzlichen Rücklage nach § 150 AktG ist im Berichtsjahr nicht erforderlich, da die ausgewiesene Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigt.

III. Gewinnrücklagen

wurde gemäß § 150 AktG angesetzt.

IV. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn 2022 in Höhe von 15.142.386,36 EUR wurde durch eine Ausschüttung in Höhe von 980.896,38 EUR im Jahr 2023 gemindert.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 5.203.863,35 EUR ab. Der Vorstand schlägt vor, einen Betrag in Höhe von 0,75 EUR je Stammaktie und 0,90 EUR je Vorzugsaktie auszuschütten und den darüberhinausgehenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Fremdkapital

Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Sonstige Rückstellungen

wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet und setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Rückstellung für Gewährleistungen 677.602
Rückstellung für Prämien 1.623.457
Rückstellung für Urlaub 209.200
Rückstellung für Zeitkonten 95.800
Rückstellung für Beratung und Prüfung 37.500
Rückstellung für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 14.300
Berufsgenossenschaft 10.500
Rückstellung für Abschlusskosten 23.500
Gesamtsumme 2.691.859

Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen

wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unter¬nehmen sind i. H. v. 73.655 EUR (im Vorjahr: 0 EUR) enthalten.

3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

4. sonstige Verbindlichkeiten

wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt den Restlaufzeiten zuzuordnen.

Restlaufzeiten zum 31.12.2023 bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
1. Erhaltene Anzahlungen 22.332 0 0 22.332
im Vorjahr 158.697 0 0 158.697
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 674.491 0 0 674.491
im Vorjahr 317.209 0 0 317.209
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 216.000 0 0 216.000
im Vorjahr 216.000 0 0 216.000
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.088.809 0 0 1.088.809
im Vorjahr 1.611.156 0 0 1.611.156
davon aus Steuern 1.016.010 0 0 1.016.010
im Vorjahr 1.462.962 0 0 1.462.962
davon i. R. d. sozialen Sicherheit 14.578 0 0 14.578
im Vorjahr 12.862 0 0 12.862

Beteiligungen an verbundenen Unternehmen

Die iba AG hält zum Bilanzstichtag folgende Anteile:

Beteiligung Eigenkapital Quote Ergebnis des letzten Geschäftsjahres (2022)
iba Benelux BV, Gentbrugge, Belgien EUR 25.000 100% EUR 920.083
iba Italia S.r.L. Pavia di Udine, Italien EUR 10.000 60% EUR 158.483
OOO iba Lipetsk, Russland EUR 10.000 60% TRUR 12.563
iba Austria GmbH Linz, Österreich EUR 70.000 100% EUR 132.427

Grundlagen der Währungsumrechnung (§ 284 II, 2 HGB)

Die Bilanzpositionen in Fremdwährung wurden mit dem Briefkurs im Entstehungszeitpunkt umgerechnet.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

C. Sonstige Angaben

I. Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine Haftungsverhältnisse im Sinne § 251 HGB vor.

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 580.963 EUR handelt es sich um Büromietverträge bzw. Fahrzeugleasing mit jährlicher Verlängerungsoption.

III. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Es waren durchschnittlich 116 Mitarbeiter beschäftigt.

IV. Organmitglieder

Im Wirtschaftsjahr 2023 waren Mitglieder des Vorstands:

Frau Marta Anhaus, Diplom Informatikerin

Herr Dr. Ulrich Lettau, Diplom Ingenieur Elektrotechnik

Herr Harald Opel, Diplom Ingenieur (FH) Elektrotechnik

Frau Marta Anhaus ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Vorstandsvorsitzende Herr Dr. Lettau ist einzelvertretungsberechtigt. Das Vorstandsmitglied Herr Harald Opel vertritt die Gesellschaft gem. der Satzung gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder Prokuristen.

Im Geschäftsjahr 2023 waren Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr Horst Anhaus (Aufsichtsratsvorsitzender), Diplom Ingenieur

Herr Dr. Horst Schaffer, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Frau Sarah Anhaus, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (MSc)

Frau Ingeborg Balogh, Dipl.-Finanzwirt, Wirtschaftsprüfer

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Vorstände wird gem. § 286 IV HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 46.623 EUR.

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird gem. § 288 II HGB verzichtet.

D. Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigsten Absatzländern für die iba AG war im Jahr 2023 sehr positiv. Der russische Angriff auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen haben erneut dazu geführt, dass keine wesentlichen Erträge in Russland erreicht wurden. Die Auswirkungen auf das Gesamtgeschäft sind aber vernachlässigbar klein. Mit einem negativen Effekt auf das eigene Absatzgeschäft im Nahen Osten wird trotz der Konfliktsituation zwischen Israel und der Hamas nicht gerechnet.

Die weitere wirtschaftliche Erholung in der Industrie und eine starke Nachfrage aus dem Energiesektor sorgte für einen sehr deutlichen Aufschwung der wirtschaftlichen Aktivität. Darüber hinaus gelang es, neue Kunden zu gewinnen und das Geschäft mit Bestandskunden auszuweiten.

 

Fürth, den 24.04.2024

Dr. Ulrich Lettau

Marta Anhaus

Harald Opel

iba AG, Fürth, Entwicklung des des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Herstellungskosten
Werte
in EUR
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.008.949,19 179.925,88 55.641,99 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.008.949,19 179.925,88 55.641,99 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.267.82 0,00 15.904,93 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 2.813.502,71 150.165,89 161.414,61 987,15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.296.667,19 259.140,27 814.273,12 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 184.652,84 0,00 -987,15
6.138.437,72 593.959,00 991.195,66 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.534.180,87 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 633.366,54 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.666.112,94 6.533.077,50 0,00 0,00
9.833.660,35 6.533.077,50 0,00 0,00
16.981.047,26 7.306.962,38 1.046.837,65 0,00

iba AG, Fürth, Entwicklung des des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

kumulierte Abschreibungen
Werte
in EUR
31.12.2023 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.133.233,08 863.588,01 83.192,18 55.641,99
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.133.233,08 863.588,01 83.192,18 55.641,99
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.762,89 25.297,30 826,63 15.504,93
Technische Anlagen und Maschinen 2.803.241,14 2.138.666,59 344.282,04 161.414,61
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.741.531,34 2.526.018,03 260.658,38 808.531,78
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 183.665,69 0,00 0,00 0,00
5.741.201,06 4.689.981,92 605.767,05 985.451,32
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.534.180,87 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 633.366,54 633.366,54 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 10.199.190,44 211.014,93 0,00 0,00
16.366.737,85 844.381,47 0,00 0,00
23.241.171,99 6.397.951,40 688.959.23 1.041.093,31

iba AG, Fürth, Entwicklung des des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Nettobuchwerte
Werte
in EUR
Zuschreibungen 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 891.138,20 242.094,88 145.361,18
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 891.138,20 242.094,88 145.361,18
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 10.619,00 2.143,89 2.970,52
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.321.534,02 481.707,12 674.836,12
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.978.144,63 763.386,71 770.649,16
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 183.665,69 0,00
0,00 4.310.297,65 1.430.903,41 1.448.455,80
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 5.534.180,87 5.534.180,87
Beteiligungen 0,00 633.366,54 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 76.781,75 134.233,18 10.064.957,26 3.455.098,01
76.781,75 767.599,72 15.599.138,13 8.989.278,88
76.781,75 5.969.035,57 17.272.136,42 10.583.095,86

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auszug aus dem Protokoll der Hauptversammlung vom 10.06.2024

Sodann beschloss die Hauptversammlung mit

0 Gegenstimmen, dass der Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt wird.

Der Vorsitzende stellte das Beschlussergebnis fest und verkündete, dass die Hauptversammlung mit der erforderlichen Mehrheit ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltung mit 100 % der Stimmen und 74,4 % des Grundkapitals folgende Verteilung des Bilanzgewinns zum 31.12.2023 beschlossen hat:

1. Verteilung an die Aktionäre in 2024 aus Bilanzgewinn 2023 980.896,50 EUR
Dividende pro Stammaktie: 0,75 EUR
Dividende pro Vorzugsaktie: 0,90 EUR
In Summe auf Stammaktien: 755.896,50 EUR
In Summe auf Vorzugsaktien: 225.000,00 EUR
2. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 EUR
Gewinnvortrag zum 31.12.2022 15.142.386,36 EUR
(= Bilanzgewinn 2022)
./. Dividende für 2022 - 980.896,38 EUR
./. Einstellung in Gewinnrücklage 0,00 EUR
Jahresüberschuss 2023 5.203.863,35 EUR
Bilanzgewinn zum Vortrag 19.365.353,33 EUR

Der Vorsitzende verkündete, die Dividenden zum 30.06.2024 auszuschütten.

Bericht des Aufsichtsrats

Über das gesamte Geschäftsjahr 2023 hinweg nahm der Aufsichtsrat der iba AG seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahr und überwachte und prüfte die Vorstandsarbeit regelmäßig und risikoadäquat.

Unterstützt wurde der Aufsichtsrat in seiner Arbeit durch den Vorstand und durch ein umfassendes und zeitnahes Berichtswesen. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat persönlich und regelmäßig über die Lage und Entwicklung des Unternehmens informiert. Das galt auch für alle bedeutsamen Geschäftsvorfälle. Der Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 angepasst, fanden mehrfach unterjährig Besprechungen außerhalb der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen statt.

Darüber hinaus prüfte der Aufsichtsrat die vorgelegten Planungsunterlagen, bestehend aus operativer Planung, Finanz-, Investitions- und Personalplanung samt Zwischenberichten sowie die Ergebnisse der Risikoüberwachung eingehend. Unterlagen wie Prüfungsergebnisse wurden in den Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand erörtert. Daneben informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung auch außerhalb der regelmäßigen Sitzungen. Ferner prüfte der Aufsichtsrat die Rechnungslegung samt Jahresabschluss inklusive des Lageberichts und billigte diesen ausdrücklich.

Entscheidende Tagesordnungspunkte der Aufsichtsrats-Sitzungen des Jahres 2023 waren neben dem Tagesgeschäft insbesondere Themen von strategischer Bedeutung sowie die aktienrechtlichen Berichtspflichten des Vorstands, welche dieser allesamt vollumfänglich erfüllte.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Warnick Revisions- und Treuhand GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In der Aufsichtsratssitzung am 10.06.2024 wurde dann der Jahresabschluss unter Anwesenheit des Abschlussprüfers erörtert.

Die eigenständige Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns gab keinerlei Anlass zur Beanstandung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der iba AG zum 31. Dezember 2023 wurde deshalb vom Aufsichtsrat gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Er dankt Vorstand wie Mitarbeitern ausdrücklich für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

Fürth, im Juni 2024

Horst Anhaus, Vorsitzender des Aufsichtsrats

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die iba AG, Fürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der iba AG, Fürth - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der iba AG, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 24. April 2024

WARNICK REVISIONS- UND TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

STEFAN WARNICK, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf §328 HGB hin.

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