Mainzer Wasserkraft GmbH
Mainz
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017
und Lagebericht
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2017
A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft hat als Gesellschaftszweck den
Betrieb von Wasserkraftanlagen. Grundlage der
Geschäftstätigkeit ist das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Hierzu betreibt die Gesellschaft derzeit 12
Wasserkraftanlagen:
Das Laufwasserkraftwerk Plettenberg mit einem
unbefristeten Wasserrecht an der Lenne
(Nordrhein-Westfallen) verfügt über eine Leistung
von ca. 450 kW und erzeugt im Grundlastbetrieb pro Jahr 2,3
Mio. kWh CO
2-freien Strom.
Die Wasserkraftanlage Wiesenburg an der Zwickauer
Mulde (Sachsen) verfügt über eine Leistung von
ca. 440 kW und erzeugt im Grundlastbetrieb pro Jahr ca. 1,6
Mio. kWh CO
2-freien Strom.
Mit Notarvertrag vom 13. Januar 2016 hat die Mainzer
Wasserkraft zehn Kleinwasserkraftwerke und die
entsprechenden Wasserrechte von der RWE Innogy GmbH
erworben. Eine Anlage befindet sich an der Sieg in
Rheinland-Pfalz, alle anderen Anlagen befinden sich an der
oberen Ruhr und benachbarten Flüssen in
Nordrhein-Westfalen. Die Wasserkraftanlagen haben eine
installierte Gesamtleistung von 6,7 MW. Der wirtschaftliche
Übergang erfolgte zum Übertragungsstichtag 26.
Februar 2016.
Mit der Gesellschafterin der Mainzer Wasserkraft, der
Mainzer Stadtwerke AG (MSW), wurde im Geschäftsjahr
2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
geschlossen. Ebenfalls wurde ein Dienstleistungsvertrag mit
der MSW für kaufmännische, juristische und
Personaldienstleistungen abgeschlossen. Die Gesellschaft
wird seit dem 1. Juli 2009 in das konzerninterne Cash
Pooling der Gesellschafterin MSW einbezogen.
Der technische Betrieb der Wasserkraftanlagen verlief
in 2017 grundsätzlich planmäßig. Durch
günstige Witterungsbedingungen im 2. Halbjahr 2017 und
eine hohe Anlagenverfügbarkeit lagen die erwarteten
Anlagenerträge über dem Plan. Um das
günstige Wasserdargebot zu nutzen wurden einige
Instandhaltungsmaßnahmen nach 2018 verschoben, was zu
geringeren Aufwendungen in 2017 geführt hat. Somit ist
die Ergebnisentwicklung günstiger als die im
Lagebericht 2016 abgegebene Prognose.
B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nebst
Kennzahlen
(1) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme beträgt TEUR 19.767 (i.Vj. TEUR
19.525). Diese entfällt auf der Aktivseite vor allem
auf die Immateriellen Vermögensgegenstände
aufgrund von Wasserrechten in Höhe von insgesamt TEUR
7.420 (i.Vj. TEUR 7.478) und die Wasserkraftanlagen in
Höhe von TEUR 11.617 (i.Vj. TEUR 11.690). Auf der
Passivseite ergibt sich die Bilanzsumme im Wesentlichen aus
den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von TEUR 13.867 (i.Vj. TEUR 14.654), aus
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.000 (i.Vj. TEUR 0)
sowie den saldierten Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von TEUR 590 (i.Vj. TEUR
2.606). Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.000 ist
aufgrund des Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrages konstant. Die
Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum
Bilanzstichtag 10,1 % (i.Vj. 10,2 %).
Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
ist die steuerungsrelevante Kennzahl der Gesellschaft. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe
von TEUR 265 (i.Vj. ein Jahresfehlbetrag vor
Verlustübernahme in Höhe von TEUR 287)
ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 2.326 (i.Vj. TEUR 1.037)
erwirtschaftet. Der Anstieg ist auf die höhere
Wassermengen zurückzuführen. Dadurch ist die
erzeugte Strommenge um 11,8 Mio. kWh auf 21,3 Mio. kWh im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die sonstigen
betrieblichen Erträge betragen TEUR 57 (i.Vj. TEUR
715). Der starke Rückgang ist im Wesentlichen auf die
im Vorjahr erfassten Erträge aus der Zuschreibung von
in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Immaterielle
Vermögensgegenstände aufgrund
Wasserrechtsituation zurückzuführen. Der
Materialaufwand ist um TEUR 274 auf TEUR 832 (i.Vj. TEUR
1.107) gesunken. Der Rückgang resultiert im
Wesentlichen aus den gesunkenen Aufwendungen für die
technische Betriebsführung, welche im abgelaufenen
Geschäftsjahr zum größten Teil von eigenem
Personal erbracht worden ist. Aufgrund von Neueinstellungen
sind die Personalaufwendungen auf TEUR 237 (i. Vj. TEUR 62)
angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betragen TEUR 137 (i.Vj. TEUR 96).
Ergebnisbelastend wirkten die Abschreibungen auf die
Wasserkraftanlagen in Höhe von TEUR 571 (i.Vj. TEUR
462). Die Zinsaufwendungen lagen mit TEUR 334
geringfügig über dem Vorjahresniveau (TEUR 313).
(2)
Investitionen
Im Geschäftsjahr fanden Investitionen in das
Anlagevermögen in Höhe von TEUR 454 (i.Vj. TEUR
14.025) statt.
(3)
Mitarbeiter
Die Mainzer Wasserkraft beschäftigt in Summe
zehn Mitarbeiter, davon vier Anlagenwärter und einen
Betriebsleiter im Rahmen von geringfügigen
Beschäftigungsverhältnissen.
C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf
wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung
Für das Jahr 2018 wird mit einem negativen
Ergebnis in Höhe von ca. TEUR 300 vor
Ergebnisabführung gerechnet. Den gegenüber dem
Berichtsjahr niedrigeren Umsatzerlösen stehen
höhere Abschreibungen, Instandhaltungsaufwendungen
(u.a. aus Verschiebungen aus dem Vorjahr 2017) sowie
Zinsaufwendungen gegenüber.
Die Prognosen sind perspektivisch über den
Mittelfristzeitraum positiv. Laut der aktuellen
Mittelfristplanung wird die Mainzer Wasserkraft 2019 ein
ausgeglichenes Ergebnis und ab 2020 ein positives Ergebnis
erwirtschaften.
Die Mainzer Wasserkraft wird in das
Risikomanagementsystem der Gesellschafterin MSW einbezogen.
Risiken auf der Ertragsseite sind aufgrund der bis zum Jahr
2029 bzw. unbefristet laufenden Vergütung von 7,67
ct/kWh bis 12,7 ct/kWh im Rahmen des EEG nicht erkennbar.
Zur Sicherung des Zinsänderungsrisikos hat die
Gesellschaft Darlehensverträge mit langfristiger
Zinsbindung sowie Zinsswapgeschäfte abgeschlossen.
Darüber hinaus bestehen aus heutiger Sicht keine
Risiken, die ein Handeln erforderlich machen oder den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden.
Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten
zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf Grundlage
unserer Erwartungen und Einschätzungen über
künftige, uns betreffende Ereignisse formuliert.
Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen
naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu
führen können, dass die tatsächlichen
Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen als
beschrieben.
Mainz, den 8. Mai 2018
Mainzer
Wasserkraft GmbH, Mainz
Geschäftsführung
Dr.
Tobias Brosze
Stephan
Krome
Bilanz zum 31. Dezember 2017
A k t i v a
|
Anhang |
31.12.2017 |
31.12.2016 |
|
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
(1) |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
7.420.025,19 |
7.477.727,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
11.617.050,13 |
11.689.996,89 |
| III.
Finanzanlagen |
|
152.000,00 |
152.000,00 |
|
|
19.189.075,32 |
19.319.723,89 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
(2) |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|
431.598,37 |
93.516,73 |
| 2.
Forderungen gegen Konzernunternehmen der |
|
126.701,63 |
0,00 |
| Zentrale
Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz |
|
|
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
|
205,63 |
6.451,59 |
|
|
558.505,63 |
99.968,32 |
| II.
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
19.260,45 |
104.879,19 |
|
|
577.766,08 |
204.847,51 |
|
|
19.766.841,40 |
19.524.571,40 |
P a s s i v a
|
Anhang |
31.12.2017 |
31.12.2016 |
|
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
|
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
|
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
|
|
2.000.000,00 |
2.000.000,00 |
| B.
Rückstellungen |
(3) |
|
|
| Sonstige
Rückstellungen |
|
178.396,33 |
8.540,00 |
|
|
178.396,33 |
8.540,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
(4) |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
13.866.743,76 |
14.654.336,56 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
119.791,80 |
127.068,27 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
|
3.594.894,15 |
2.606.460,66 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen
der |
|
|
|
| Zentrale
Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz |
|
0,00 |
105.427,19 |
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
|
7.015,36 |
22.738,72 |
| davon
aus Steuern EUR 4.249,48 (i. Vj. EUR 653,92) |
|
|
|
|
|
17.588.445,07 |
17.516.031,40 |
|
|
19.766.841,40 |
19.524.571,40 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2017
|
Anhang |
2017 |
2016 |
|
|
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
(5) |
2.325.545,37 |
1.036.962,19 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
(6) |
56.892,21 |
714.794,73 |
| 3.
Materialaufwand |
(7) |
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
|
99.661,64 |
14.705,68 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
|
732.616,81 |
1.092.045,67 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
|
199.774,84 |
50.805,00 |
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen |
|
|
|
| für
Altersversorgung und für Unterstützung |
|
36.841,37 |
11.215,74 |
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
570.779,71 |
461.696,98 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
(8) |
136.654,69 |
95.850,27 |
| 7.
Betriebsergebnis |
|
606.108,52 |
25.437,58 |
| 8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen |
|
|
|
| des
Finanzanlagevermögens |
|
294,50 |
294,50 |
| 9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
2.786,94 |
1.584,00 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
(9) |
333.837,98 |
313.390,28 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
|
275.351,98 |
-286.074,20 |
| 12.
Sonstige Steuern |
|
10.518,61 |
567,48 |
| 13.
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
|
-264.833,37 |
286.641,68 |
| (i.
Vj. Erträge aus Verlustübernahme) |
|
|
|
| 14.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2017
I. Registerinformationen
|
Firma |
Mainzer Wasserkraft GmbH |
| Sitz
der Gesellschaft |
Rheinallee 41, 55118 Mainz |
|
Zuständiges Registergericht |
Amtsgericht Mainz |
|
Handelsregisternummer |
HRB
7196 |
II. Allgemein
Die Mainzer Wasserkraft GmbH wurde mit Eintragung ins
Handelsregister am 15. September 2005 als 100 %ige
Tochtergesellschaft der Mainzer Stadtwerke AG (MSW), Mainz,
gegründet.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne des § 267 Abs. 1 und 4 HGB. Der
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ist aufgrund der
ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für
große Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des
Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.
Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert
ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des
Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom
Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen,
grundsätzlich Gebrauch gemacht.
Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung richtet sich nach den §§ 265, 266
und 275 HGB. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird
zusätzlich der Posten Betriebsergebnis ausgewiesen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren angewandt.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Unter den immateriellen
Vermögensgegenständen werden Wasserrechte
für die im Besitz der Gesellschaft befindlichen
Wasserkraftanlagen ausgewiesen, die eine Nutzungsdauer
zwischen 31 Jahren und unbefristet haben. Die
Nutzungsdauern ergeben sich aus den Bescheiden der
zuständigen Genehmigungsbehörden.
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs-
oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter
Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen
bewertet. Im Fall einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren
beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten werden neben
den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der
notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten
einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Die Nutzungsdauer der beweglichen Anlagegüter
bemisst sich grundsätzlich nach der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf bis
30 Jahren; die Abschreibung erfolgt pro rata temporis.
Geringwertige Anlagegüter mit einem
Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 410,00 werden im
Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere
und Genossenschaften sind zu Anschaffungskosten bzw. dem
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Umlaufvermögen
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter
Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen
bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wird in einer
Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.
Bei Vorliegen einer Aufrechnungslage nach § 387
BGB werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die bzw.
gegenüber der Gesellschafterin, verbundene Unternehmen
sowie Konzernunternehmen der Zentrale
Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz, miteinander
saldiert.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert
bilanziert.
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei
der Bewertung berücksichtigt. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem
fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Aufgliederung und die Entwicklung des
Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt,
der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
(2) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Konzernunternehmen der Zentrale
Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz beinhalten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
(3) Rückstellungen
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich
um Rückstellungen für Personalaufwendungen in
Höhe von TEUR 18 (i.Vj. TEUR 0), um
Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in
Höhe von TEUR 8 (i.Vj. TEUR 6), um Rückstellungen
für Archivierungskosten in Höhe von TEUR 3 (i.Vj.
TEUR 3) sowie Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen in Höhe von TEUR 150 (i.Vj. TEUR 0).
(4) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben mit TEUR 927 (i.Vj. TEUR 763) eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 12.940
(i.Vj. TEUR 13.891), davon TEUR 9.709 (i.Vj. TEUR 10.621)
mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die
Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Zwickau sind
in voller Höhe besichert. Bei den Sicherheiten handelt
es sich im Wesentlichen um die Abtretung der Ansprüche
aus der Stromeinspeisung sowie um die
Sicherungsübereignung der Wasserkraftanlage in
Wiesenburg.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der
Gesellschafterin und beinhalten Darlehensverbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe
von TEUR 3.000 (i.Vj. TEUR 0), Verbindlichkeiten aus der
Gewinnabführung in Höhe von TEUR 265 (i.Vj.
Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von
TEUR 287), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 0), Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4 (i.Vj.
TEUR 50) und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling in
Höhe von TEUR 229 (i.Vj. TEUR 2.943), die miteinander
saldiert wurden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen, ausgenommen der Darlehensverbindlichkeiten,
sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos von
langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten wurde ein Zinsswap-Geschäft
abgeschlossen. Der Nominalwert beträgt EUR 1,4 Mio;
Anfangsdatum ist der 30. März 2017, Enddatum der 31.
Dezember 2031. Die wesentlichen Konditionen von Grund- und
Sicherungsgeschäft stimmen überein. Aufgrund der
allgemeinen Zinsentwicklung hat das Zinsswap-Geschäft
am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert in Höhe
von EUR 0,2 Mio. Dieser Wert ergibt sich aus den von der
Bank mitgeteilten Wiederbeschaffungskosten. Der Marktwert
des Zinsswaps wurde durch Abzinsung der erwarteten
künftigen Zahlungsströme über die
Restlaufzeit des jeweiligen Kontrakts auf Basis aktueller
Zinsstrukturkurven ermittelt. Die Bildung einer
Drohverlustrückstellung ist aufgrund der Bildung von
Bewertungseinheiten nicht erforderlich. Zur Feststellung
der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "Critical
Terms Match-Methode" verwendet. Die Bilanzierung
sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der
"Einfrierungsmethode".
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(5) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus
Einspeisevergütungen aus dem Geschäftsbetrieb der
Wasserkraftanlagen und werden ausschließlich im
Inland generiert.
(6) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe
von TEUR 41 (i.Vj. TEUR 0) und resultieren im Wesentlichen
aus Versicherungsentschädigungen. Im Vorjahr
enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge
Erträge aus der Zuschreibung in Höhe von TEUR
693.
(7) Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die
technische Betriebsführung der Wasserkraftanlagen in
Höhe von TEUR 292 (i.Vj. TEUR 725) und
Instandhaltungsmaßnahmen an den Wasserkraftanlagen in
Höhe von TEUR 428 (i.Vj. TEUR 365). Im Materialaufwand
sind periodenfremde Materialaufwendungen in Höhe von
TEUR 13 (i.Vj. TEUR 2) enthalten.
(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
im Wesentlichen den Erbbauzins für ein Grundstück
in Zwickau in Höhe von TEUR 25 (i.Vj. TEUR 25), sowie
Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 21 (i.Vj.
TEUR 20) und Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in
Höhe von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 25). In den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen
in Höhe von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 7) enthalten.
(9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Zinsaufwendungen werden neben den
Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 310 (i.Vj. TEUR 245)
Aufwendungen aus dem konzerninternen Cash Pooling in
Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 30) und aus den
Darlehenszinsen gegenüber der Gesellschafterin in
Höhe von TEUR 17 (i.Vj. TEUR 0) ausgewiesen.
VI. Geschäfte größeren Umfangs
gemäß § 6 b Abs. 2 EnWG
Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit
verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen
außerhalb der gewöhnlichen
Energieversorgungstätigkeiten heraus getätigt.
VII. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht
ereignet.
VIII. Sonstige Angaben
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Die Gesellschaft beschäftigt mit Ausnahme der
Geschäftsführer acht (i.Vj. sechs) Mitarbeiter,
davon fünf im Rahmen von geringfügigen
Beschäftigungsverhältnissen.
Konzernbeziehungen
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der
obersten Konzernmuttergesellschaft, der Zentralen
Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH, Mainz,
einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den
größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf.
Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht.
Mit der MSW besteht ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag. Im Rahmen dieses Vertrags
wird der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2017 an die
MSW abgeführt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe des
Honorars des Abschlussprüfers von der Erleichterung
gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und
verweist diesbezüglich auf den Konzernanhang der
Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH,
Mainz, zum 31. Dezember 2017.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
· Dr. Tobias Brosze, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der MSW
· Stephan Krome, kaufmännischer
Geschäftsführer
Die Geschäftsführer haben von der
Gesellschaft keine Bezüge erhalten.
Mainz, den 8. Mai 2018
Mainzer
Wasserkraft GmbH, Mainz
Geschäftsführung
Dr.
Tobias Brosze
Stephan
Krome
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2017 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2017 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Sonstige
Rechte |
7.574.383,84 |
382,19 |
0,00 |
0,00 |
7.574.766,03 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
|
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
2.389.078,49 |
154,32 |
9.459,92 |
44,47 |
2.379.817,36 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
| Maschinen |
10.415.841,79 |
304.623,93 |
5.000,00 |
12.957,07 |
10.728.422,79 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
4.558,33 |
23.773,05 |
9.966,02 |
0,00 |
18.365,36 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
151.664,24 |
125.324,24 |
0,00 |
-13.001,54 |
263.986,94 |
|
12.961.142,85 |
453.875,54 |
24.425,94 |
0,00 |
13.390.592,45 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
132.000,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
132.000,00 |
| 2.
Genossenschaftsanteile |
20.000,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
20.000,00 |
|
152.000,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
152.000,00 |
|
20.687.526,69 |
454.257,73 |
24.425,94 |
0,00 |
21.117.358,48 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2017 |
Abschreibungen
des Geschäftsjahres |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2017 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Sonstige
Rechte |
96.656,84 |
58.084,00 |
0,00 |
0,00 |
154.740,84 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
|
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
188.695,84 |
34.853,00 |
0,00 |
1,33 |
223.550,17 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
| Maschinen |
1.081.743,79 |
466.298,66 |
333,33 |
-1,33 |
1.547.707,79 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
706,33 |
11.544,05 |
9.966,02 |
0,00 |
2.284,36 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
1.271.145,96 |
512.695,71 |
10.299,35 |
0,00 |
1.773.542,32 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
| 2.
Genossenschaftsanteile |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
1.367.802,80 |
570.779,71 |
10.299,35 |
0,00 |
1.928.283,16 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2017 |
31.12.2016 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| Sonstige
Rechte |
7.420.025,19 |
7.477.727,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
2.156.267,19 |
2.200.382,65 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
| Maschinen |
9.180.715,00 |
9.334.098,00 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
16.081,00 |
3.852,00 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
263.986,94 |
151.664,24 |
|
11.617.050,13 |
11.689.996,89 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
132.000,00 |
132.000,00 |
| 2.
Genossenschaftsanteile |
20.000,00 |
20.000,00 |
|
152.000,00 |
152.000,00 |
|
19.189.075,32 |
19.319.723,89 |
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde
festgestellt am 24. Juli 2018.
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