Mainzer Wasserkraft GmbHLiquidiert

55118 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 7196
Vorher
entega trade GmbHenaqua GmbH
Eingetragen
15.5.2000
Branche
Betrieb von KläranlagenHerstellung von TurbinenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Der Betrieb von Wasserkraftanlagen.

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Zeiss
seit 1.4.2019
Geschäftsführer
Carsten Weller
seit 28.6.2017
Prokura
Stephan Wilhelm Krome
seit 20.1.2016
Geschäftsführer
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mainzer Wasserkraft GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und Lagebericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017


A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft hat als Gesellschaftszweck den Betrieb von Wasserkraftanlagen. Grundlage der Geschäftstätigkeit ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Hierzu betreibt die Gesellschaft derzeit 12 Wasserkraftanlagen:

Das Laufwasserkraftwerk Plettenberg mit einem unbefristeten Wasserrecht an der Lenne (Nordrhein-Westfallen) verfügt über eine Leistung von ca. 450 kW und erzeugt im Grundlastbetrieb pro Jahr 2,3 Mio. kWh CO 2-freien Strom.

Die Wasserkraftanlage Wiesenburg an der Zwickauer Mulde (Sachsen) verfügt über eine Leistung von ca. 440 kW und erzeugt im Grundlastbetrieb pro Jahr ca. 1,6 Mio. kWh CO 2-freien Strom.

Mit Notarvertrag vom 13. Januar 2016 hat die Mainzer Wasserkraft zehn Kleinwasserkraftwerke und die entsprechenden Wasserrechte von der RWE Innogy GmbH erworben. Eine Anlage befindet sich an der Sieg in Rheinland-Pfalz, alle anderen Anlagen befinden sich an der oberen Ruhr und benachbarten Flüssen in Nordrhein-Westfalen. Die Wasserkraftanlagen haben eine installierte Gesamtleistung von 6,7 MW. Der wirtschaftliche Übergang erfolgte zum Übertragungsstichtag 26. Februar 2016.

Mit der Gesellschafterin der Mainzer Wasserkraft, der Mainzer Stadtwerke AG (MSW), wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Ebenfalls wurde ein Dienstleistungsvertrag mit der MSW für kaufmännische, juristische und Personaldienstleistungen abgeschlossen. Die Gesellschaft wird seit dem 1. Juli 2009 in das konzerninterne Cash Pooling der Gesellschafterin MSW einbezogen.

Der technische Betrieb der Wasserkraftanlagen verlief in 2017 grundsätzlich planmäßig. Durch günstige Witterungsbedingungen im 2. Halbjahr 2017 und eine hohe Anlagenverfügbarkeit lagen die erwarteten Anlagenerträge über dem Plan. Um das günstige Wasserdargebot zu nutzen wurden einige Instandhaltungsmaßnahmen nach 2018 verschoben, was zu geringeren Aufwendungen in 2017 geführt hat. Somit ist die Ergebnisentwicklung günstiger als die im Lagebericht 2016 abgegebene Prognose.


B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nebst Kennzahlen

(1) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage


Die Bilanzsumme beträgt TEUR 19.767 (i.Vj. TEUR 19.525). Diese entfällt auf der Aktivseite vor allem auf die Immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund von Wasserrechten in Höhe von insgesamt TEUR 7.420 (i.Vj. TEUR 7.478) und die Wasserkraftanlagen in Höhe von TEUR 11.617 (i.Vj. TEUR 11.690). Auf der Passivseite ergibt sich die Bilanzsumme im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.867 (i.Vj. TEUR 14.654), aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.000 (i.Vj. TEUR 0) sowie den saldierten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 590 (i.Vj. TEUR 2.606). Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.000 ist aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages konstant. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 10,1 % (i.Vj. 10,2 %).

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung ist die steuerungsrelevante Kennzahl der Gesellschaft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 265 (i.Vj. ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 287) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.326 (i.Vj. TEUR 1.037) erwirtschaftet. Der Anstieg ist auf die höhere Wassermengen zurückzuführen. Dadurch ist die erzeugte Strommenge um 11,8 Mio. kWh auf 21,3 Mio. kWh im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 57 (i.Vj. TEUR 715). Der starke Rückgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr erfassten Erträge aus der Zuschreibung von in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund Wasserrechtsituation zurückzuführen. Der Materialaufwand ist um TEUR 274 auf TEUR 832 (i.Vj. TEUR 1.107) gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Aufwendungen für die technische Betriebsführung, welche im abgelaufenen Geschäftsjahr zum größten Teil von eigenem Personal erbracht worden ist. Aufgrund von Neueinstellungen sind die Personalaufwendungen auf TEUR 237 (i. Vj. TEUR 62) angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 137 (i.Vj. TEUR 96).

Ergebnisbelastend wirkten die Abschreibungen auf die Wasserkraftanlagen in Höhe von TEUR 571 (i.Vj. TEUR 462). Die Zinsaufwendungen lagen mit TEUR 334 geringfügig über dem Vorjahresniveau (TEUR 313).

(2) Investitionen

Im Geschäftsjahr fanden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 454 (i.Vj. TEUR 14.025) statt.

(3) Mitarbeiter

Die Mainzer Wasserkraft beschäftigt in Summe zehn Mitarbeiter, davon vier Anlagenwärter und einen Betriebsleiter im Rahmen von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen.


C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Für das Jahr 2018 wird mit einem negativen Ergebnis in Höhe von ca. TEUR 300 vor Ergebnisabführung gerechnet. Den gegenüber dem Berichtsjahr niedrigeren Umsatzerlösen stehen höhere Abschreibungen, Instandhaltungsaufwendungen (u.a. aus Verschiebungen aus dem Vorjahr 2017) sowie Zinsaufwendungen gegenüber.

Die Prognosen sind perspektivisch über den Mittelfristzeitraum positiv. Laut der aktuellen Mittelfristplanung wird die Mainzer Wasserkraft 2019 ein ausgeglichenes Ergebnis und ab 2020 ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Die Mainzer Wasserkraft wird in das Risikomanagementsystem der Gesellschafterin MSW einbezogen. Risiken auf der Ertragsseite sind aufgrund der bis zum Jahr 2029 bzw. unbefristet laufenden Vergütung von 7,67 ct/kWh bis 12,7 ct/kWh im Rahmen des EEG nicht erkennbar. Zur Sicherung des Zinsänderungsrisikos hat die Gesellschaft Darlehensverträge mit langfristiger Zinsbindung sowie Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen aus heutiger Sicht keine Risiken, die ein Handeln erforderlich machen oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige, uns betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen als beschrieben.

 

Mainz, den 8. Mai 2018

Mainzer Wasserkraft GmbH, Mainz

Geschäftsführung

Dr. Tobias Brosze

Stephan Krome

Bilanz zum 31. Dezember 2017

A k t i v a


Anhang 31.12.2017 31.12.2016


EUR EUR
A. Anlagevermögen (1)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
7.420.025,19 7.477.727,00
II. Sachanlagen
11.617.050,13 11.689.996,89
III. Finanzanlagen
152.000,00 152.000,00


19.189.075,32 19.319.723,89
B. Umlaufvermögen


I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
431.598,37 93.516,73
2. Forderungen gegen Konzernunternehmen der
126.701,63 0,00
Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz


3. Sonstige Vermögensgegenstände
205,63 6.451,59


558.505,63 99.968,32
II. Guthaben bei Kreditinstituten
19.260,45 104.879,19


577.766,08 204.847,51


19.766.841,40 19.524.571,40

P a s s i v a


Anhang 31.12.2017 31.12.2016


EUR EUR
A. Eigenkapital


I. Gezeichnetes Kapital
1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage
1.000.000,00 1.000.000,00


2.000.000,00 2.000.000,00
B. Rückstellungen (3)

Sonstige Rückstellungen
178.396,33 8.540,00


178.396,33 8.540,00
C. Verbindlichkeiten (4)

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
13.866.743,76 14.654.336,56
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
119.791,80 127.068,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.594.894,15 2.606.460,66
4. Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen der


Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz
0,00 105.427,19
5. Sonstige Verbindlichkeiten
7.015,36 22.738,72
davon aus Steuern EUR 4.249,48 (i. Vj. EUR 653,92)




17.588.445,07 17.516.031,40


19.766.841,40 19.524.571,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017


Anhang 2017 2016


EUR EUR
1. Umsatzerlöse (5) 2.325.545,37 1.036.962,19
2. Sonstige betriebliche Erträge (6) 56.892,21 714.794,73
3. Materialaufwand (7)

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
99.661,64 14.705,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
732.616,81 1.092.045,67
4. Personalaufwand


a) Löhne und Gehälter
199.774,84 50.805,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen


für Altersversorgung und für Unterstützung
36.841,37 11.215,74
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände


des Anlagevermögens und Sachanlagen
570.779,71 461.696,98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) 136.654,69 95.850,27
7. Betriebsergebnis
606.108,52 25.437,58
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen


des Finanzanlagevermögens
294,50 294,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.786,94 1.584,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) 333.837,98 313.390,28
11. Ergebnis nach Steuern
275.351,98 -286.074,20
12. Sonstige Steuern
10.518,61 567,48
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
-264.833,37 286.641,68
(i. Vj. Erträge aus Verlustübernahme)


14. Jahresüberschuss
0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2017


I. Registerinformationen

Firma Mainzer Wasserkraft GmbH
Sitz der Gesellschaft Rheinallee 41, 55118 Mainz
Zuständiges Registergericht Amtsgericht Mainz
Handelsregisternummer HRB 7196

II. Allgemein

Die Mainzer Wasserkraft GmbH wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 15. September 2005 als 100 %ige Tochtergesellschaft der Mainzer Stadtwerke AG (MSW), Mainz, gegründet.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und 4 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ist aufgrund der ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.

Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den §§ 265, 266 und 275 HGB. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird zusätzlich der Posten Betriebsergebnis ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen


Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Wasserrechte für die im Besitz der Gesellschaft befindlichen Wasserkraftanlagen ausgewiesen, die eine Nutzungsdauer zwischen 31 Jahren und unbefristet haben. Die Nutzungsdauern ergeben sich aus den Bescheiden der zuständigen Genehmigungsbehörden.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauer der beweglichen Anlagegüter bemisst sich grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf bis 30 Jahren; die Abschreibung erfolgt pro rata temporis.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere und Genossenschaften sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wird in einer Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Bei Vorliegen einer Aufrechnungslage nach § 387 BGB werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die bzw. gegenüber der Gesellschafterin, verbundene Unternehmen sowie Konzernunternehmen der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz, miteinander saldiert.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen


Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Konzernunternehmen der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(3) Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 18 (i.Vj. TEUR 0), um Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 8 (i.Vj. TEUR 6), um Rückstellungen für Archivierungskosten in Höhe von TEUR 3 (i.Vj. TEUR 3) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 150 (i.Vj. TEUR 0).

(4) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 927 (i.Vj. TEUR 763) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 12.940 (i.Vj. TEUR 13.891), davon TEUR 9.709 (i.Vj. TEUR 10.621) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Zwickau sind in voller Höhe besichert. Bei den Sicherheiten handelt es sich im Wesentlichen um die Abtretung der Ansprüche aus der Stromeinspeisung sowie um die Sicherungsübereignung der Wasserkraftanlage in Wiesenburg.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin und beinhalten Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 3.000 (i.Vj. TEUR 0), Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 265 (i.Vj. Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 287), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 0), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4 (i.Vj. TEUR 50) und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 229 (i.Vj. TEUR 2.943), die miteinander saldiert wurden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, ausgenommen der Darlehensverbindlichkeiten, sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde ein Zinsswap-Geschäft abgeschlossen. Der Nominalwert beträgt EUR 1,4 Mio; Anfangsdatum ist der 30. März 2017, Enddatum der 31. Dezember 2031. Die wesentlichen Konditionen von Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen überein. Aufgrund der allgemeinen Zinsentwicklung hat das Zinsswap-Geschäft am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert in Höhe von EUR 0,2 Mio. Dieser Wert ergibt sich aus den von der Bank mitgeteilten Wiederbeschaffungskosten. Der Marktwert des Zinsswaps wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des jeweiligen Kontrakts auf Basis aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung ist aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten nicht erforderlich. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "Critical Terms Match-Methode" verwendet. Die Bilanzierung sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der "Einfrierungsmethode".

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(5) Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Einspeisevergütungen aus dem Geschäftsbetrieb der Wasserkraftanlagen und werden ausschließlich im Inland generiert.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 41 (i.Vj. TEUR 0) und resultieren im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge Erträge aus der Zuschreibung in Höhe von TEUR 693.

(7) Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die technische Betriebsführung der Wasserkraftanlagen in Höhe von TEUR 292 (i.Vj. TEUR 725) und Instandhaltungsmaßnahmen an den Wasserkraftanlagen in Höhe von TEUR 428 (i.Vj. TEUR 365). Im Materialaufwand sind periodenfremde Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 13 (i.Vj. TEUR 2) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen den Erbbauzins für ein Grundstück in Zwickau in Höhe von TEUR 25 (i.Vj. TEUR 25), sowie Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 21 (i.Vj. TEUR 20) und Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 25). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 7) enthalten.

(9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen werden neben den Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 310 (i.Vj. TEUR 245) Aufwendungen aus dem konzerninternen Cash Pooling in Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 30) und aus den Darlehenszinsen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 17 (i.Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

VI. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6 b Abs. 2 EnWG

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen außerhalb der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeiten heraus getätigt.

VII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

VIII. Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt


Die Gesellschaft beschäftigt mit Ausnahme der Geschäftsführer acht (i.Vj. sechs) Mitarbeiter, davon fünf im Rahmen von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen.

Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Zentralen Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH, Mainz, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Mit der MSW besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Rahmen dieses Vertrags wird der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2017 an die MSW abgeführt.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe des Honorars des Abschlussprüfers von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verweist diesbezüglich auf den Konzernanhang der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH, Mainz, zum 31. Dezember 2017.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

· Dr. Tobias Brosze, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der MSW
· Stephan Krome, kaufmännischer Geschäftsführer

Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

 

Mainz, den 8. Mai 2018

Mainzer Wasserkraft GmbH, Mainz
Geschäftsführung

Dr. Tobias Brosze

Stephan Krome

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2017 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




Sonstige Rechte 7.574.383,84 382,19 0,00 0,00 7.574.766,03
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücks-




gleiche Rechte und Bauten 2.389.078,49 154,32 9.459,92 44,47 2.379.817,36
2. Technische Anlagen und




Maschinen 10.415.841,79 304.623,93 5.000,00 12.957,07 10.728.422,79
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 4.558,33 23.773,05 9.966,02 0,00 18.365,36
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 151.664,24 125.324,24 0,00 -13.001,54 263.986,94

12.961.142,85 453.875,54 24.425,94 0,00 13.390.592,45
III. Finanzanlagen




1. Wertpapiere des Anlagevermögens 132.000,00 0,00 0,00 0,00 132.000,00
2. Genossenschaftsanteile 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00

152.000,00 0,00 0,00 0,00 152.000,00

20.687.526,69 454.257,73 24.425,94 0,00 21.117.358,48
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017 Abschreibungen
des Geschäftsjahres
Abgänge Umbuchungen 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




Sonstige Rechte 96.656,84 58.084,00 0,00 0,00 154.740,84
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücks-




gleiche Rechte und Bauten 188.695,84 34.853,00 0,00 1,33 223.550,17
2. Technische Anlagen und




Maschinen 1.081.743,79 466.298,66 333,33 -1,33 1.547.707,79
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 706,33 11.544,05 9.966,02 0,00 2.284,36
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

1.271.145,96 512.695,71 10.299,35 0,00 1.773.542,32
III. Finanzanlagen




1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

1.367.802,80 570.779,71 10.299,35 0,00 1.928.283,16

Buchwerte

31.12.2017 31.12.2016

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Sonstige Rechte 7.420.025,19 7.477.727,00
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten 2.156.267,19 2.200.382,65
2. Technische Anlagen und

Maschinen 9.180.715,00 9.334.098,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung 16.081,00 3.852,00
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 263.986,94 151.664,24

11.617.050,13 11.689.996,89
III. Finanzanlagen

1. Wertpapiere des Anlagevermögens 132.000,00 132.000,00
2. Genossenschaftsanteile 20.000,00 20.000,00

152.000,00 152.000,00

19.189.075,32 19.319.723,89

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde festgestellt am 24. Juli 2018.


Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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